Jokey Uljanovsk Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thorsten Lückmann seit 30.1.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Becker seit 22.3.2021 | Geschäftsführer |
Jens Stadter seit 13.8.2019 | Geschäftsführer |
Christof Kölschbach seit 13.8.2019 | Geschäftsführer |
Ralf Kemmerich seit 13.8.2019 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jokey Gummersbach SEGummersbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens1.1. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit des UnternehmensDie Jokey Gummersbach SE ist eine indirekte Tochter der Jokey Holding GmbH & Co. KG. Die Jokey Group produziert in zwölf Ländern auf vier verschiedenen Kontinenten Kunststoffverpackungen, technische Präzisionsteile und Badartikel. Es bestehen weitere Tochterunternehmen, Vertretungen, Joint Ventures und ein verzweigtes Vertriebs- und Servicenetzwerk. Die Jokey Gummersbach SE ist in Gummersbach ansässig. Wir produzieren, wie der Großteil der Unternehmen der Jokey Group, Kunststoffverpackungen. Wir fertigen aus dem gesamten Jokey-Portfolio in Gummersbach mit den Branchenschwerpunkten Bauchemie und Food. Unsere Geschäftsprozesse entsprechen denen der Jokey Group und umfassen die industriellen Kernprozesse Beschaffung von Rohstoffen und Produktionsmitteln, Produktion und Absatz unserer Produkte. Wir setzen sowohl auf kontinuierliche Produkt- und Fertigungsoptimierung als auch auf Innovation und Fortschritt in der Entwicklung. Die Prozesse werden durch regelmäßige Audits und Zertifikate geprüft und bestätigt. Zu nennen sind hier insbesondere die Zertifizierung nach ISO 9001:2015, BRC Global Standard und ISO 50001:2018. Zu den bedeutsamsten Einflussfaktoren auf den Erfolg unseres Unternehmens gehören unsere Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt 2022 waren nach HGB-Definition 246 (Vorjahr 241) Mitarbeiter beschäftigt. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter sowie die qualifizierte Ausbildung und Förderung der beruflichen Entwicklung haben im Familienunternehmen Jokey Tradition. Unser langjähriger Mitarbeiterstamm zeugt von der Identifikation der Mitarbeiter mit Jokey. 1.2. StrategieDie Jokey Group, so auch die Jokey Gummersbach SE, verfolgt eine konsequente Strategie, die auf ein zukunftsfähiges Wachstum ausgerichtet ist. Neben der kontinuierlichen Ausweitung des Leistungsspektrums sowie stetig optimierten Produkten und Prozessen sieht die Gruppe den Ausbau der Präsenz auf den internationalen Märkten als Chance und wesentlichen Wachstumstreiber. Der Erfolg dieser Strategie hat sich in den vergangenen Jahren vor allem durch die deutliche Internationalisierung des Geschäfts und die positive Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte gezeigt. Ein weiterer sehr bedeutender Aspekt unserer Strategie ist Nachhaltigkeit. Die Jokey Group engagiert sich seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit und den Übergang von einer linearen zu einer vollumfänglichen Cicular Economy. So verfolgen wir beispielsweise im Rahmen einer Transformationskooperation mit dem WWF Deutschland die Stärkung der Kreislaufwirtschaft als ein gemeinsames Ziel. 1.3. Forschung und EntwicklungDie Abteilung Forschung und Entwicklung der Jokey Group ist für die Optimierung bestehender sowie für die Entwicklung neuer Produkte zuständig. Ferner ist in der Forschung und Entwicklung der Jokey Group die Sparte Jokey Individual angesiedelt, welche exklusive Verpackungslösungen auf Kundenanfragen bietet. Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden konzernweit selbstständig erbracht und von allen anderen Jokey-Unternehmen genutzt. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Jokey Gummersbach SE belaufen sich, gemessen an der Personenzahl über dem Niveau des Vorjahres. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Bruttoinlandsprodukt stieg in Deutschland in 2022 preisbereinigt um +1,8% und liegt somit leicht unter den Erwartungen von +2,1%. Die Wirtschaft konnte sich im vergangenen Jahr von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholen, wurde jedoch durch die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine ausgebremst. Das Bruttoinlandsprodukt für den Euroraum ist in 2022 um +3,5% gestiegen und konnte den prognostizierten Wert von +2,8% übertreffen. Auch weltweit ist eine Erholung erkennbar, hier ist das Bruttoinlandsprodukt um +3,2% gestiegen und liegt leicht unter dem erwarteten Wachstum von +3,5%. 2.2. Branchenbezogene RahmenbedingungenDie Kunststoffbranche in Deutschland konnte sich im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickeln. Insgesamt konnte die Kunststoffbranche eine Umsatzsteigerung von +12,6% verzeichnen. Der gesamte Umsatz beträgt im Geschäftsjahr 2022 78,9 Mrd. Euro. Hier sind 46,2 Mrd. Euro (+7,6% im Vergleich zum Vorjahr) dem Inland und 32,7 Mrd. Euro (+19,7% im Vergleich zum Vorjahr) dem Ausland zuzuordnen. Auf der Pressekonferenz am 22. Februar 2023 gab der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. bekannt, dass die Kunststoffbranche für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Ein sehr bedeutender Einflussfaktor im Jahr 2022 auf die Jokey Group, so auch auf die Jokey Gummersbach SE, war die Entwicklung der stark gestiegenen Rohöl- und Rohstoffpreise. Im Jahr 2022 sind die Rohstoffpreise nochmals weiter auf ein Niveau gestiegen, das so bisher noch nicht erreicht wurde und auch das Niveau aus 2021 überstiegen hat. 2.3. Geschäftsverlauf und ErtragslageWir erläutern nachfolgend unseren Geschäftsverlauf bzw. Ertragslage anhand der Entwicklung unserer wesentlichen finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren - Umsatz - Materialverbrauch - Materialaufwand - Jahresüberschuss. Der Umsatz der Jokey Gummersbach SE ist in 2022 mit +2,4% über dem Niveau des Vorjahres, welches sich insbesondere auf die gestiegenen Materialpreise sowie Allgemeinkosten und eine teilweise Weitergabe an die Kunden erklärt. Unsere Umsätze verteilen sich zu 52,0% auf das Inland, zu 31,5% auf das EU-Ausland und zu 16,5% auf das übrige Ausland. Die Produktionstonnage ist um ca. -15% im Vergleich zum Vorjahr gesunken und konnte entgegen der Erwartungen für 2022 nicht gesteigert werden. Der Materialaufwand liegt mit 64.176 T€ um 6,9% unter dem des Vorjahres. Die Personalaufwendungen sind um 3,7% gestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind um 4,4% gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 10,6 % gestiegen. Im Beteiligungsbereich sind die Erträge aus Ausschüttungen und Gewinnabführungen deutlich gesunken und es gab eine Teilwertabschreibung unserer Tochtergesellschaft Jokey Uljanovsk Beteiligungsgesellschaft mbH. Diese Gesellschaft hat in ihrem Jahresabschluss ebenfalls eine Abschreibung auf die russische Tochterunternehmung vorgenommen. Der Jahresüberschuss ist daher in 2022 mit 1.346 T€ deutlich gefallen (Vorjahr: 10.536 T€). In Summe kann die Jokey Gummersbach SE im operativen Bereich das Geschäftsjahr 2022 als positives Geschäftsjahr ansehen. 2.4. Finanz- und VermögenslageDie Bilanzsumme des Einzelabschlusses der Jokey Gummersbach SE liegt mit 111.195 T€ über dem Niveau des Vorjahres (107.765 T€). Das absolute Eigenkapital (75.802 T€) ist im Vergleich zum Vorjahr (78.955 T€) auf einem niedrigeren Niveau. Die Eigenkapitalquote beträgt im Geschäftsjahr 2022 68,2% und ist im Vergleich zum Vorjahr (73,3%) gesunken. Zur Sicherung und Erweiterung der Produktion tätigten wir im Geschäftsjahr weitere Investitionen in das Anlagevermögen. Im Bereich des immateriellen Anlagevermögens und der Sachanlagen beliefen sich die Investitionen auf 940 T€. Hiervon entfällt die gesamte Summe auf Sachanlagen (im Wesentlichen Bauten). Ziel der Liquiditätssteuerung ist es, durch eine abgestimmte Beschaffung der Finanzmittel und die aktive Steuerung der Fremdwährungs- und der Zinsänderungsrisiken die Liquidität sicherzustellen. Die Finanzierung wird mit unterschiedlichen Banken durchgeführt. Der operative Cashflow hat zu einer Senkung des Kreditfinanzierungsbedarfs beigetragen. Neben den bestehenden Krediten verfügen wir über ausreichende Kreditlinien. Wir sind in der Lage, unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. Die Finanzlage des Jahres 2022 ist geprägt von einem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 723 T€ (Vorjahr -4.721 T€), dem ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von 3.852 T€ (Vorjahr 4.300 T€) und ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -7.035 T€ (Vorjahr -4.741 T€) gegenübersteht. 3. Risikobericht3.1. RisikomanagementsystemEin wichtiges Werkzeug zur Sicherung des Unternehmenserfolgs ist das aktive und transparente Management der unterschiedlichen Risiken und Chancen innerhalb der operativen Segmente. Die ganzheitliche Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken erfordert konzernweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- und Frühwarnsysteme und -prozesse. Das derzeit bestehende konzernweite Risikomanagementsystem wurde in den vergangenen Jahren sukzessive eingeführt und deckt die wichtigsten Unternehmensbereiche ab. Es wird kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst und fortlaufend auf seine Funktionsfähigkeit hin überprüft. Das Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, Risiken und Chancen rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kommunizieren. Als integriertes Führungs- und Steuerungswerkzeug schafft es die Entscheidungsgrundlagen dafür, Chancen zu erschließen und aufgetretene Risiken bewusst zu akzeptieren oder diese durch das Ergreifen von Gegenmaßnahmen abzuwenden bzw. deren mögliche Auswirkungen zu minimieren. Die Verantwortung im Bereich des Risikomanagements ist gemäß der Konzernstruktur verteilt. Die operativen Werke der Jokey Group steuern in enger Abstimmung mit der Konzernleitung die in ihrem Verantwortungsbereich auftretenden Risiken grundsätzlich selbstständig, so auch die Jokey Gummersbach SE. Für die Jokey Gummersbach SE besteht ein Versicherungspaket für Schäden von außen und innen. 3.2. Darstellung der wesentlichen EinzelrisikenZu den für die Jokey Gummersbach SE wesentlichen Einzelrisiken, die unter Umständen dazu beitragen können, das prognostizierte Ergebnis nicht zu erzielen, zählen unter anderem die nachfolgend aufgeführten Risiken. • Risiken aus konjunkturellen Einzelrisiken Die Produkte der Jokey Gummersbach SE sind Business to Business Produkte, die im Wesentlichen für die Bauchemische- und Foodindustrie produziert werden. Die Nachfrage nach derartigen Gütern ist grundsätzlich in erheblichem Maße von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, des privaten Konsumverhaltens und des Wettbewerbs abhängig. Die sich ergebenden Preis- und Absatzrisiken minimieren wir durch ein auf Jokey abgestimmtes Vertriebscontrolling und Kundenmanagement. Die aktuelle Abkühlung der Konjunktur und die reduzierte Kaufkraft der Endkonsumenten aufgrund der hohen Inflation rücken dieses Risiko mehr in den Vordergrund. • Ausfallrisiken von Kundenforderungen Wir berücksichtigen in unserem Handeln und unseren Planungen ein verändertes, d.h. volatileres, allgemeines Marktrisiko sowie als unmittelbare Auswirkung ein erhöhtes Risiko für mögliche Kundenforderungsausfälle. Konjunkturelle Veränderungen spiegeln sich unmittelbar in einer veränderten Zahlungsmoral unserer Kunden wieder. Wir begegnen dem Risiko einer möglichen Insolvenz auf Kundenseite und dem damit verbundenen Ausfall von Forderungen mit einem intensiven Forderungsmanagement. Zusätzlich werden Kundenforderungen soweit wie möglich durch eine gruppenweite Kreditversicherung abgedeckt. • Produktrisiken Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit werden in der Jokey Group die Entwicklung neuer Produkte sowie die Verbesserung der bestehenden Produktpalette vorangetrieben. Trotz des Einsatzes von detaillierten Marktpotentialanalysen und Projektmanagementmethoden birgt jede Neuproduktentwicklung ein Kostenrisiko. • Preiswettbewerb / Wettbewerbsrisiken Die Jokey Gummersbach SE ist in Märkten tätig, die von intensivem Wettbewerb geprägt sind und in denen teilweise ein erheblicher Preisdruck herrscht. Dieser Preisdruck ist besonders in einigen Branchen und bei bestimmten Produktsparten zu beobachten. Überkapazitäten bei bestimmten Gebindegrößen fördern die Aggressivität unter den Wettbewerbern. Um ungeachtet dessen Wettbewerbsvorteile aufzubauen und aufrechtzuerhalten, investiert die Jokey Group, so auch die Jokey Gummersbach SE, gezielt in die Produktentwicklung für differenzierte Kunden- und Marktsegmente sowie in den Aufbau und die Qualifikation des Vertriebs- und Servicenetzwerks. Den Risiken durch Wettbewerber begegnen wir mit einer permanenten Marktbeobachtung und darauf aufbauenden strategischen Maßnahmen in den Bereichen Produkte, Preis und Marktbearbeitung. • Beschaffungsrisiken Der wesentliche Teil der Produktionskosten entfällt auf den benötigten Rohstoff Polypropylen. Eine partnerschaftlich gute Beziehung zu unseren Lieferanten und nicht zuletzt die Position als einer der kontinuierlichen Kunststoffverarbeiter für Polypropylen in der Europäischen Union soll uns eine zuverlässige und kontinuierliche Versorgung mit Rohstoffen zu marktüblichen Konditionen unter normalen Umständen sichern. Im Falle von mehreren gleichzeitigen Produktionsausfällen oder bestimmter Materialtypen seitens der Polypropylen-Produzenten ist eine Unterversorgung unserer Branche nicht auszuschließen. Dem versuchen wir mit einer Mehrlieferantenstrategie in allen Regionen entgegenzuwirken. Mögliche negative Auswirkungen der Rohmaterialpreisentwicklung auf unseren Ertrag minimieren wir erstens durch eine zeitnahe Weitergabe der Preisveränderungen an unsere Kunden und zweitens durch eine kontinuierliche Optimierung unserer Produktspezifikationen. Das Beschaffungsrisiko hat sich durch die Unterbrechung von Lieferketten im Jahr 2021 deutlich gezeigt, und zeigt sich auch in der Folge. Durch den Krieg in der Ukraine sowie mit einer einhergehenden Energieverknappung sind die Preise nach wie vor auf einem hohen Niveau und es bleibt abzuwarten wie sich die Preise in Zukunft entwickeln werden. • Liquiditätsrisiko Die Finanzsteuerung erfolgt vor dem Hintergrund, die nötige Flexibilität für unternehmerische Entscheidungen zu gewährleisten und für die fristgerechte Erfüllung bestehender Zahlungsverpflichtungen Sorge zu tragen. Liquiditätsrisiken bestehen derzeit keine. Es ist sichergestellt, dass die Jokey Gummersbach SE ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. • Risiken aus der Informationstechnologie Um die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse aktuell und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme ständig überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen, Websites und Infrastrukturkomponenten werden industrietypische Standards wie Backups, redundante Netzverbindungen und getrennte Rechensysteme angewendet. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten gewährleistet. Den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust begegnen wir mit diversen Gegenmaßnahmen organisatorischer und technischer Art. • Währungs- und Zinsänderungsrisiken Den Großteil unserer Umsätze tätigen wir in Euro. Währungsrisiken ist die Jokey Group insbesondere dort ausgesetzt, wo Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. absehbar entstehen können. Für Jokey Gummersbach SE hat jedoch keine Währung eine so große Gewichtung, als dass sie sich unternehmensgefährdend auswirken könnte. Risiken aufgrund von Änderungen des Marktzinses können insbesondere aus Darlehenspositionen aufgrund variabel verzinslicher Kredite entstehen und sich negativ auswirken. Für die kurzfristigen Kontokorrentkredite werden die Veränderungen des Zinsniveaus ständig beobachtet. Bei risikobehafteter Entwicklung können wir reagieren. Für die Laufzeit von mittel- und langfristigen Kreditverträgen wurde dieses Risiko durch den Einsatz von festen Zinssätzen abgesichert. • Länderrisiken und Risiken aus Tochterunternehmen Mit der Erschließung neuer ausländischer Märkte durch die Gründung von Tochterunternehmen hat die Jokey Gummersbach SE hohe Investitionen in diesen Märkten getätigt. Dies birgt das Risiko, dass trotz sorgfältiger Planungen die Tochterunternehmen nicht den geplanten Erfolg vorweisen können. Dieses Risiko versuchen wir durch Beobachtung der länderspezifischen Entwicklungen und durch umfangreiche Analyse und Betreuung unserer Tochterunternehmen zu minimieren. Wir sehen aktuell politische Probleme und starke Kursschwankungen außerhalb des Euro-Wirtschaftsraums wie z.B. in der Türkei, Ägypten, Belarus und Russland. Von besonderer Bedeutung sehen wir noch der Krieg in der Ukraine. Die Nachrichten und damit verbundenen Entwicklungen nehmen nicht ab. Wir versuchen weiterhin diese zu verarbeiten und darauf zu reagieren. Wir halten uns strikt an alle Sanktionen und verfolgen konsequent sämtliche Neuerungen. Es ist uns momentan nicht möglich einzuschätzen, was als nächstes passieren und welche Folgen dies haben wird. Aber wir alle hoffen, dass dieser Krieg schnellstmöglich ein Ende findet. • Risiken aus Elementarschäden Die Jokey Gummersbach SE verfügt über einen Versicherungsschutz für Elementarschäden, da wir die Absicherung gegen die Folgen von Naturgefahren für unser Unternehmen als unentbehrlich erachten. Am Standort Gummersbach wurden weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt. • Rechtliche und sonstige Risiken Ein Risiko, das wir sehen, ist die Recyclingquote, die sich bis zum Jahr 2030 und in den Folgejahren weiter steigern soll. Hierbei sind sowohl die Verfügbarkeit als auch die Qualität der Rezyklate eine Herausforderung. Die EU-Plastiksteuer ist seit dem 01.01.2021 aktiv und hat ebenfalls Einfluss auf die Verpackungsstrategie unserer Kunden und deren Kunden. Die lokalen Gesetzgebungen in und außerhalb der EU stellen Lieferanten vor große Herausforderungen im Rahmen der inkonsistenten Regelungen und Dokumentationspflichten. Seit dem 01. Juli 2022 sind unsere Stromkosten nicht mehr mit EEG-Umlagen belastet. Dies gilt auch für das Jahr 2023. Die fortbestehenden sonstigen Stromumlagen, z.B. die KWKG- oder die Offshorenetzumlage, werden wie bisher auch für 2023 aufgrund entsprechender Begrenzungsanträge nur vermindert anfallen Wesentliche rechtliche, organisatorische oder sonstige Risiken sind aus heutiger Sicht darüber hinaus nicht erkennbar. 3.3. ZusammenfassungJeder einzelne Risikofaktor kann sich natürlich ertragsmindernd auswirken. Aus heutiger Sicht sind für die Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand und Erfolg der Jokey Gummersbach SE gefährden könnten. Grundsätzliche Risiken, dass das weiter unten prognostizierte Ergebnis für das Jahr 2023 nicht eintreten könnte, liegen aus heutiger Sicht am ehesten in der konjunkturellen Entwicklung, der Rohstoffkostenentwicklung und sowie eine weitere Steigerung der Allgemeinkosten durch u.a. die Folgen der bewaffneten Auseinandersetzungen in der Ukraine und dem aktuell herrschenden Inflationsdruck, wie auch die etwaigen gesetzlichen Regulationen fossiler Neukunststoffe, durch zum Beispiel die EU-Plastiksteuer. 4. ChancenberichtNeben den Risiken gibt es spiegelbildlich eine Vielzahl an Chancen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Jokey Gummersbach SE haben können. Wir versuchen diese Chancen frühzeitig zu identifizieren und für die positive Unternehmensentwicklung zu nutzen. Die größte Chance einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung sehen wir in dem Ausbau unseres Unternehmens. Dazu zählen neue Markterschließungen sowie eine erfolgreiche Festigung bestehender und Ausbau weiterer regionaler und branchenspezifischer Marktanteile. Einen sehr bedeutenden Einfluss haben unsere Mitarbeiter, die durch ihre langjährige Erfahrung und Know-How wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen. Eine weitere Chance sind unsere Investitionen, die wir u.a. dazu nutzen neue Produkte zu entwickeln oder aber bestehende Produkte zu optimieren um den Marktanforderungen stets gerecht zu werden. Mit unserer internationalen Ausrichtung und Konzern-Produktionsstandorten in zwölf Ländern bieten wir Global Playern einen einheitlichen Ansprechpartner, der über eine globale Stabilität verfügt, zugleich aber die lokalen Anforderungen versteht. Unsere lokale Präsenz und die Nähe zu den Kunden ermöglicht es uns, Konzerne weltweit in einem einheitlichen Standard und zu marktgerechten Preisen zu beliefern. Spiegelbildlich zu den Risiken liegen die Chancen auf eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung aus heutiger Sicht ebenfalls in der künftigen Rohstoffkostenentwicklung. 5. PrognoseberichtDie Geschäftsführung macht sich bezüglich der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Meinung des Instituts für Weltwirtschaft Kiel zu Eigen (Stand März 2023). Den Erwartungen entsprechend soll die Weltwirtschaft im Jahr 2023 weiterwachsen, dabei gehen die Experten von einem BIP-Wachstum von 2,5% aus. Für Deutschland wird hingegen ein Wachstum von 0,5% erwartet und für den Euroraum ein Wachstum von 1,1%. Das für unsere künftige Entwicklung zu erwartende Ausmaß der Beeinträchtigung ist nach wie vor sehr schwer abschätzbar. Zwar gehen die Expertenmeinungen von einem Wachstum aus, der Ukraine Krieg, die gesamt angespannten geopolitische Lage und damit einhergehenden Folgen belastet die Wirtschaft weiterhin. Die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie der noch immer hohe Inflationsdruck und die damit verbundene Geldpolitik werden auch in 2023 ihren Einfluss auf die Wirtschaft haben. Wie sich die Situation entwickeln wird, ist für uns nach wie vor schwer kalkulierbar. Im Jahr 2023 werden wir weitere Sachinvestitionen in der Jokey Gummersbach SE tätigen. Diese werden unter dem Niveau von 2022 liegen. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen werden wir, bei unserem englischen Tochterunternehmen, den Beteiligungsansatz durch eine Kapitalerhöhung deutlich erhöhen. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir unter Berücksichtigung der zuvor genannten Einflussmöglichkeiten im Vergleich zu 2022 einen leicht steigenden Materialverbrauch. Außerdem erwarten wir einen Umsatz, der deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegt und einen Materialaufwand ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahres. Die Erträge aus Beteiligungen werden deutlich unter den Erträgen des Vorjahres liegen. Den Jahresüberschuss sehen wir insgesamt deutlich über dem Niveau des Vorjahres 2022. 6. Bericht der Geschäftsführenden Direktoren nach § 312 AktGDie JK Investitions SE, Wipperfürth, war im Geschäftsjahr 2022 mit mehr als 50% am gezeichneten Kapital der Jokey Gummersbach SE beteiligt. Der Stimmrechtsanteil der JK Investitions SE an unserer Gesellschaft beträgt zum 31.12.2022 gemäß Aktienregister 92,008%. Die Geschäftsführenden Direktoren haben daher über die Beziehungen der Jokey Gummersbach SE zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht aufgestellt. Die Schlusserklärung der Geschäftsführenden Direktoren im Abhängigkeitsbericht lautet wie folgt: "Die Geschäftsführenden Direktoren erklären, dass die Jokey Gummersbach SE nach den Umständen, die Ihnen in den Zeitpunkten bekannt waren, in denen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielten. Andere Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden."
Gummersbach, 14. April 2023 Gez. Jens Stadter Gez. Peter Dörmbach Gez. Christof Kölschbach Gez. Thomas Becker BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Angaben zur Gesellschaft und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses Die Jokey Gummersbach SE hat ihren Sitz in Gummersbach und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 98941 eingetragen. Auf diesen Jahresabschluss wurden die Vorschriften des HGB und des AktG zur Rechnungslegung angewendet. Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Vor dem Hintergrund des § 268 Abs. 5 Satz 1 HGB haben wir die entsprechenden Restlaufzeit-Vermerke aus der Bilanz eliminiert und sämtliche diesbezüglichen Angaben im Verbindlichkeitenspiegel konzentriert (sh. nachfolgend Ziff. 3.5). 2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anschaffungskosten wurden, auch mit wahlweiser steuerlicher Wirkung, gemindert um die für die Anschaffung von öffentlicher Seite gewährten Zuschüsse. Die Anschaffungskosten wurden gem. § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und direkt zuordenbaren Anschaffungskostenminderungen ermittelt. In die Herstellungskosten wurden nur die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile einbezogen. Die Zugänge des aktuellen Geschäftsjahres wurden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Der Grund und Boden steht mit den Anschaffungskosten zu Buche. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit ihren niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Im Geschäftsjahr waren im Hinblick auf die Beteiligung an der Jokey Uljanowsk Beteiligungsgesellschaft mbH (JUB) Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 6.887 TEuro erforderlich. Diese voraussichtlich dauernde Wertminderung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" ausgewiesen. Die Beteiligungen Jokey Poland Sp. z o.o. (JPL), Jokey North America Beteiligungsgesellschaft mbH (JNAB) und Jokey Gummersbach Kunststofftechnik SE & Co. KG (JGK) wurden ganz oder teilweise per Sacheinlage erworben. Für die Bewertung der Sacheinlagen in die JPL und die JGK wurden die Zeitwerte der eingebrachten Maschinen als Anschaffungskosten angesetzt. Für die Bewertung der Sacheinlage in die JNAB wurde der Buchwert der eingebrachten Beteiligung als Anschaffungskosten angesetzt. Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw., soweit erforderlich, mit den niedrigeren beizulegenden Werten, ggf. auf Basis gesunkener Wiederbeschaffungskosten, angesetzt. Hierdurch ergaben sich in 2022 außerplanmäßige Abschreibungen auf Vorräte in Höhe von 148 TEuro (Vorjahr: 20 TEuro). Bei den Herstellungskosten wurden nur die aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB berücksichtigt. Der genannte Abschreibungsaufwand wurden im Hinblick auf die Abschreibung von Nachhaltigkeitszertifikaten in Höhe von 52 TEuro unter dem Posten "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten" ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nominalwerten ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5% auf den Nettoforderungsbestand ausreichend berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen erfassen alle noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und wurden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Eine Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen wurde nach dem steuerlichen Pauschalbewertungsverfahren auf Basis von § 5 Abs. 4 EStG bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit Ausnahme der Jubiläumsrückstellung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Für die Jubiläumsrückstellung erfolgte die Abzinsung nach Maßgabe des steuerlichen Pauschalbewertungsverfahrens. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten 3.1 Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und liegt diesem Anhang daher als Anlage bei. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von 5.545.799,74 Euro (Vj.: 6.681.735,12 Euro) aus Darlehen gegen verbundene Unternehmen sowie in Höhe von 29.795,36 Euro (Vj.: 6.149,89 Euro) aus Darlehen gegen Mitarbeiter. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Genossenschaftsanteil mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 3.300,00 Euro (Vj.: 3.300,00 Euro) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 976.991,89 Euro (Vj.: 684.719,69 Euro) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 25.053.911,62 Euro (Vj.: 9.039.871,23 Euro). 3.3 Eigenkapital 3.3.1 Grundkapital Das Grundkapital (10.000.000,00 Euro) ist eingeteilt in 10.000.000 auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stückaktien zu einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro je Stückaktie. 3.3.2 Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage von 5.000,00 Euro blieb im Geschäftsjahr unverändert. 3.3.3 Gewinnrücklagen Die gesetzliche Rücklage beträgt 995.000,00 Euro und ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Anderen Gewinnrücklagen blieben unverändert. 3.3.4 Bilanzgewinn
3.4 Rückstellungen Die Steuerrückstellungen weisen die Ertragsteuerrückstellungen für das Jahr 2022 aus. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst. Hinsichtlich der abgezinsten Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden die Ergebnisse aus Zinssatzänderungen mit den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen verrechnet. 3.5 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 15.971.561,67 Euro (Vj.: 11.636.271,66) und solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 492.440,44 (Vj.: 587.176,50 Euro). Die Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten sind in folgendem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst: Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022(alle Beträge in Euro; Vorjahresbeträge in Klammern)
3.6 Latente Steuern Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Aktive latente Steuern resultieren in geringem Umfang aus Wertdifferenzen im Sachanlagevermögen. Passive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Wertansätzen einer Beteiligung an einer Personengesellschaft, was wiederum auf Wertdifferenzen im Sachanlagevermögen dieser Personengesellschaft beruht. Zum Bilanzstichtag ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von Euro 213.052,58 und keine mit diesen ggf. zu saldierten aktive latente Steuern. Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" der Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Aufwand aus der Zuführung zu passiven latenten Steuern in Höhe von Euro 95.719,06 enthalten. Für die Berechnung werden folgende Steuersätze verwendet: - für Körperschaftsteuer einschl. Solidaritätszuschlag: 15,825% (Vorjahr: 15,825%) - für Gewerbesteuer: 16,625% (Vorjahr: 16,625%) Diese Steuersätze werden insoweit auf die Wertdifferenzen angewendet, als sich ihr künftiger Abbau auf die jeweilige Steuerart auswirkt. Die passiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" der Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Aufwand aus der Zuführung zu passiven latenten Steuern in Höhe von 95.719,06 Euro enthalten. 3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen aus abgeschlossenen Verträgen (im Wesentlichen: Abnahmeverpflichtungen und Bestellobligi sowie Miet-, Leasing- und Versicherungsverträge) sonstige finanzielle Verpflichtungen nach dem Bilanzstichtag in Höhe von 10.073.528,25 Euro, davon gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 3.960.153,27 Euro. 3.8 Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen gegenüber Kreditinstituten aus selbstschuldnerischen Bürgschaften in Höhe von 3.083 TEuro sowie aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 1.958 TEuro. Wir sind die Komplementärin der Jokey Gummersbach Kunststofftechnik SE & Co. KG, Gummersbach und haften daher für deren Verbindlichkeiten in voller Höhe; diese betragen zum Bilanzstichtag 1.522 TEuro ggü. uns, 437 TEuro gegenüber Banken, 160 TEuro ggü. sonstigen verbundenen Unternehmen und 138 TEuro ggü. Dritten. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird aufgrund der Vergangenheitserfahrung (bisher kein Fall) als minimal angesehen. 3.9 Umsatzerlöse Von den Umsatzerlösen von insgesamt 113.513 TEuro entfallen auf das Inland 59.015 TEuro, auf den übrigen EU-Raum 35.745 TEuro und auf das übrige Ausland 18.753 TEuro. 3.10 Aperiodische Erfolgsbestandteile Das Jahresergebnis enthält aperiodische Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1 TEuro, aus Stromkostenerstattungen 35 TEuro, aus Ertragsteuern 29 TEuro, aus Personalkostenerstattungen 13 TEuro und aus Sonstigem 25 TEuro. Das Jahresergebnis enthält außerdem aperiodische Aufwendungen aus Beratungskosten 40 TEuro, aus Berufsgenossenschaft 31 TEuro, aus Versicherungsrückforderungen 29 TEuro und aus Sonstigem 12 TEuro. 3.11 Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 59 TEuro (Vj.: 153 TEuro), die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprechende Aufwendungen in Höhe von 482 TEuro (Vj.: 82 TEuro). 3.12 Außerplanmäßige Abschreibung auf das Anlagevermögen Der GuV-Posten "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" enthält eine außerplanmäßige Abschreibung im Sinne von § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 6.887.000 TEuro auf eine Beteiligung an einem verbundenen Unternehmen. Es handelt sich um einen Aufwand von außergewöhnlicher Größenordnung im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB. 4. Sonstige Pflichtangaben 4.1 Anteilsbesitz
(Ergebnis vor Gewinnabführung) ***) *) lt. nationalem Jahresabschluss 2022; **) lt. geprüftem IFRS-Abschluss 2021; das Ergebnis ist das Profit-and-loss-Ergebnis ohne das OCI-Ergebnis; der Jahresabschluss 2022 liegt noch nicht vor. ***) lt. geprüftem HGB-Jahresabschluss 2022 ****) ein Jahresabschluss dieser Ende 2021 neu gegründeten Gesellschaft liegt noch nicht vor. 4.2 Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane Geschäftsführende Direktoren sind: Jens Stadter, CEO (Vorsitzender) Peter Dörmbach, CFO Christof Kölschbach, CSO Thomas Becker, COO Mitglieder des Verwaltungsrats sind bis 20.05.2022: Herbert Kemmerich, Geschäftsführer Jokey Holding GmbH & Co. KG, Wipperfürth (Vorsitzender), Ralf Kemmerich, Geschäftsführer Jokey Holding GmbH & Co. KG, Wipperfürth (stv. Vorsitzender), und Dr. Peter Köhler, Unternehmensberater, und ab 20.05 2022: Ralf Kemmerich, Geschäftsführer Jokey Holding GmbH & Co. KG, Wipperfürth (Vorsitzender), Anja Kemmerich, Geschäftsführerin Jokey Holding GmbH & Co. KG, Wipperfürth (stv. Vorsitzende), Herbert Kemmerich, Geschäftsführer Jokey Holding GmbH & Co. KG, Wipperfürth und Dr. Peter Köhler, Unternehmensberater. 4.3 Anzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 246 Mitarbeiter; davon 58 als Angestellte und 188 als gewerbliche Arbeitnehmer. 4.4 Bestehen von Beteiligungen Die JK Investitions SE, Wipperfürth, hat uns gem. Art. 9 Abs. 1 lt. c) ii) SE-VO i.V.m. § 20 Abs.1, Abs. 3 und Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr 92,008% der Aktien an unserer Gesellschaft gehören und ihr damit unmittelbar mehr als der vierte Teil der Anteile sowie eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehören. 4.5 Unübliche oder nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Es wurden keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen oder Personen zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage notwendig ist (§ 285 Nr. 3 HGB), sind nicht vorhanden. 4.6 Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüfergesamthonorar i.S.v. § 285 Nr. 17 HGB wird in der entsprechenden Angabe des Konzernabschlusses 2022 der unten genannten Muttergesellschaft enthalten sein. 4.7 Mutterunternehmen Die Jokey Holding GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Wipperfürth ist unser Mutterunternehmen. Unser Mutterunternehmen stellt einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Wir und unsere Tochterunternehmen sind in diesen Konzernabschluss und den Konzernlagebericht einbezogen. Wir sind daher von der Verpflichtung befreit, selbst einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufstellen zu müssen. Im Konzernabschluss unseres Mutterunternehmens werden keine vom deutschen Recht abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- oder Konsolidierungsmaßnahmen angewandt. 4.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zu Beginn des Jahres 2023 wurde eine Strom- und Gaspreisdeckelung gesetzlich festgelegt. Diese wird für uns zu einer Kosteneinsparung für das Jahr 2023 in Höhe von rund 280 TEuro führen könnte mit den entsprechenden Effekten für die Vermögens- Finanz- und Ertragslage 2023. Trotz der Strompreisbremse werden die Stromkosten 2023 deutlich über dem Niveau von 2022 liegen. 4.9 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführenden Direktoren schlagen gem. § 170 Abs. 2 AktG folgende Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2022 vor:
Gummersbach, den 14.04.2023 Gez. Jens Stadter Gez. Peter Dörmbach Gez. Christof Kölschbach Gez. Thomas Becker Anlagespiegel
Bericht des AufsichtsratsBericht des Verwaltungsrats der Jokey Gummersbach SE für das Geschäftsjahr 01.01.2022 bis 31.12.2022 Zusammenarbeit von Verwaltungsrat und Geschäftsführenden Direktoren Der Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach dem Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführenden Direktoren der Jokey Gummersbach SE kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Die Geschäftsführenden Direktoren sind ihren Informationspflichten nachgekommen und haben uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung (follow-up Berichterstattung). Die Mitglieder des Verwaltungsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Sitzungen mit den vorgelegten Berichten der Geschäftsführenden Direktoren kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Berichte der Geschäftsführenden Direktoren intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mehrfach hat sich der Verwaltungsrat ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Als Folge einer Analyse der Chancen und Risiken strategischer Schritte wurden dem Verwaltungsrat kritische operative Themen klar und differenziert vorgelegt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Verwaltungsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für die Geschäftsführenden Direktoren erforderlich war. Der Verwaltungsrat hat auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit den Geschäftsführenden Direktoren gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Über wichtige Erkenntnisse hat der Vorsitzende des Verwaltungsrats spätestens in der folgenden Verwaltungsratssitzung berichtet. Sitzungen des Verwaltungsrats Im Berichtsjahr fanden vier ordentliche Sitzungen des Verwaltungsrats statt, nämlich am 09.03.2022, 19.05.2022, 31.08.2022 und 16.11.2022. Am 09.03.2022 nahmen 2 Mitglieder des Veraltungsrats an der Sitzung teil. An den anderen Sitzungen haben alle Mitglieder des Verwaltungsrats teilgenommen. Die Geschäftsführenden Direktoren haben an den Verwaltungsratssitzungen teilgenommen, soweit der Verwaltungsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte. Am 20.05.2022 gab es nach der Neuwahl des Verwaltungsrats eine zusätzliche Sitzung, bei der der Vorsitzende und seine Stellvertreterin neu gewählt wurden. Abhängigkeitsbericht Die Geschäftsführenden Direktoren haben dem Verwaltungsrat einen Abhängigkeitsbericht vorgelegt. Diesen hat die Formhals Revisions- und Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und diese Prüfung hat zu keinen Einwänden geführt. Prüfung des Jahresabschlusses Die in der letzten Hauptversammlung zum Prüfer des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres 2022 gewählte und vom Vorsitzenden des Verwaltungsrats, Herrn Ralf Kemmerich, beauftragte Formhals Revisions- und Treuhand GmbH hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, den Lagebericht für 2022 und die Buchführung 2022 geprüft. Die Prüfung wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Durchführung von Jahresabschlussprüfungen vorgenommen. Der Abschlussprüfer erteilte einen eingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Verwaltungsrats mit Schreiben vom 04.05.2023 zugeleitet. Der Prüfbericht war in der Sitzung des Verwaltungsrats vom 11. Mai 2023 Gegenstand der Beratungen. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Verwaltungsrats teilgenommen und stand dem Verwaltungsrat für ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Auf Basis eigener Prüfung des von den Geschäftsführenden Direktoren vorgelegten Jahresabschlusses und des Lageberichts, aus welcher sich keine Einwendungen ergeben haben, hat der Verwaltungsrat der Jokey Gummersbach SE dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 11. Mai 2023 den Jahresabschluss gebilligt und hierdurch festgestellt. Der Verwaltungsrat dankt den Geschäftsführenden Direktoren und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für die im Geschäftsjahr 2022 erbrachten Leistungen.
Gummersbach, den 11. Mai 2023 Für den Verwaltungsrat Gez. Ralf Kemmerich, Vorsitzender des Verwaltungsrats sonstige BerichtsbestandteileDer Jahresabschluss wurde am 11.05.2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Jokey Gummersbach SE, Gummersbach Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der Jokey Gummersbach SE, Gummersbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jokey Gummersbach SE, Gummersbach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Die nach § 285 Nr. 9a HGB erforderliche Angabe der den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wurde nicht in den handelsrechtlichen Anhang aufgenommen. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Köln, 21.04.2023 Formhals
Bastian Lehmkühler, Wirtschaftsprüfer |
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