citiworks AG
Darmstadt
Jahres- und Tätigkeitsabschluss
nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum
31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die citiworks AG, Darmstadt
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der citiworks AG,
Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der citiworks
AG, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter und des Aufsichtsrats für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungs-grund-satzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolosen Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE
RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der
Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b
Abs. 3 EnWG
Prüfungsurteile
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre
Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur
Führung getrennter Konten für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den
Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit
energiespezifische Dienstleistungen für die
Elektrizitätsverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1
EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den
Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des
Tätigkeitsabschlusses - geprüft.
| ― |
Nach unserer Beurteilung wurden
die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis
5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen
wesentlichen Belangen eingehalten.
|
| ― |
Nach unserer Beurteilung
aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse entspricht der beigefügte
Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen
Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b
Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.
|
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der
Pflichten zur Führung getrennter Konten und des
Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit
§ 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW
Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b
Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021))
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten
nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir
sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufs pflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die
Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards:
Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der
Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) an, die in
Einklang mit dem vom International Auditing and Assurance
Standards Board (IAASB) herausgegebenen International
Standard on Quality Management 1 (ISQM1) stehen. Wir sind
der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur
Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b
Abs. 3 EnWG zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3
Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.
Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich
für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse
nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3
Sätze 5 bis 7 EnWG.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie
als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur
Führung getrennter Konten einzuhalten.
Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für
den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt
"Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses
beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der
Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Tätigkeit zu vermitteln braucht.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung der Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b
Abs. 3 EnWG.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung der Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen,
| ― |
ob die gesetzlichen Vertreter
ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis
5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen
wesentlichen Belangen eingehalten haben und
|
| ― |
ob der Tätigkeitsabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen
Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7
EnWG entspricht.
|
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in
den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere
Prüfungsurteile zur Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach
§ 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung
getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung
der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3
Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar
erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet
wurde.
Unsere Verantwortung für die Prüfung des
Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen
Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den
Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der
sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Stuttgart, den 26. März
2024
Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)
| Daniel Deutsch |
Alexander Ott |
|
Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüfer |
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
T€ |
T€ |
|
Anlagevermögen: |
|
|
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände: |
|
|
entgeltlich erworbene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
0 |
1 |
| II. Sachanlagen: |
|
|
| andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
7 |
19 |
|
7 |
20 |
| B.
Umlaufvermögen: |
|
|
| I. Vorräte: |
|
|
| Emissionsrechte |
1.654 |
0 |
| II. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände: |
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
120.607 |
28.362 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
162.171 |
127.162 |
| 3. sonstige
Vermögensgegenstände |
3.194 |
8.702 |
|
285.972 |
164.226 |
| III. Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten |
22.849 |
18.380 |
|
310.475 |
182.606 |
|
310.483 |
182.626 |
Passiva
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
T€ |
T€ |
| A. Eigenkapital: |
|
|
| I. Gezeichnetes
Kapital |
17.650 |
17.650 |
| II.
Gewinnrücklagen: |
|
|
| gesetzliche
Rücklage |
1.765 |
1.765 |
| III. Bilanzgewinn |
103 |
103 |
|
19.518 |
19.518 |
| B.
Rückstellungen: |
|
|
| 1. Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
2.160 |
2.079 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
0 |
10 |
| 3. sonstige
Rückstellungen |
27.934 |
5.259 |
|
30.094 |
7.348 |
| C.
Verbindlichkeiten: |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
173.606 |
87.275 |
| 2. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
87.212 |
68.312 |
| 3. sonstige
Verbindlichkeiten |
52 |
173 |
|
260.870 |
155.760 |
|
310.483 |
182.626 |
Gewinn- und Verlustrechnung
für den Zeitraum vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| 1.
Umsatzerlöse |
2.914.693 |
1.734.218 |
| 2. sonstige betriebliche
Erträge |
61 |
70 |
| 3. Materialaufwand: |
|
|
| Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren |
2.905.858 |
1.726.844 |
| 4. Personalaufwand: |
|
|
| a) Löhne und
Gehälter |
1.772 |
1.915 |
| b) soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
497 |
451 |
5.Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
13 |
19 |
| 6. sonstige betriebliche
Aufwendungen |
3.301 |
2.811 |
| 7. sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
413 |
16 |
| 8. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
1.726 |
848 |
| 9. Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag |
5 |
314 |
| 10. Ergebnis nach
Steuern |
1.995 |
1.102 |
| 11 .sonstige
Steuern |
0 |
0 |
| 12. aufgrund eines
Gewinnabführungsvertrages abgeführter
Gewinn (-) |
-1.995 |
-1.102 |
| 13.
Jahresüberschuss |
0 |
0 |
| 14.Gewinnvortrag aus dem
Vorjahr |
103 |
103 |
| 15. Bilanzgewinn |
103 |
103 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
Allgemeine Informationen
Die Gesellschaft mit Sitz in Darmstadt ist im
Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HRB 91126
eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden
Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) in der jeweils
gültigen Fassung aufgestellt.
Die Bilanz entspricht der Gliederung nach § 266
HGB, zusätzlich wird der Posten "Emissionsrechte"
dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde
gemäß § 275 HGB nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter
der Annahme einer positiven Fortbestehensprognose.
Konzernverhältnis
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der
ENTEGA AG, Darmstadt, einbezogen (kleinster Kreis). Dieser
wird beim Bundesanzeiger in elektronischer Form eingereicht
und beim Amtsgericht Darmstadt unter der Nr. HRB 5151 im
Unternehmensregister veröffentlicht. Zudem wird die
Gesellschaft in den Konzernabschluss der HEAG Holding AG
-Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
(HEAG), Darmstadt, einbezogen (größter Kreis),
der ebenfalls beim Bundesanzeiger eingereicht und beim
Amtsgericht Darmstadt unter der Nr. HRB 1059 im
Unternehmensregister veröffentlicht wird.
Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag i.S.d.
§§ 291 ff. AktG sowie ein ertragsteuerliches
Organverhältnis zwischen der citiworks AG und der
ENTEGA AG als Organträgerin.
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
die nachfolgenden und unverändert zum Vorjahr
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
maßgebend.
Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und
Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer
Rundung Differenzen auftreten. Nullzeilen in Bilanz und GuV
enthalten geringfügige Euro Beträge, die nicht
aufgerundet wurden.
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten
abzüglich planmäßiger linearer
Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen
über die erwartete Nutzungsdauer. Sie beträgt
zwischen 3 und 5 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte
einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden
zusätzlich außerplanmäßige
Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung
vorgenommen. Hinsichtlich der Bilanzierung der
geringwertigen Wirtschaftsgüter werden die Regelungen
des § 6 Abs. 2 EStG entsprechend für
handelsrechtliche Zwecke angewendet. Ein Sammelposten wird
nicht gebildet.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit
sie der Abnutzung unterliegen, abzüglich
planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.
Unterjährig zugegangene Vermögensgegenstände
werden zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Die
Abschreibungen erfolgen über die erwartete
Nutzungsdauer. Sie beträgt zwischen 1 und 13 Jahren.
Soweit die beizulegenden Werte einzelner
Vermögensgegenstände ihren Buchwert
unterschreiten, werden zusätzlich
außerplanmäßige Abschreibungen bei
voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Hinsichtlich der Bilanzierung der geringwertigen
Wirtschaftsgüter werden die Regelungen des § 6
Abs. 2 EStG entsprechend für handelsrechtliche Zwecke
angewendet. Ein Sammelposten wird nicht gebildet.
Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu
Anschaffungskosten unter den Vorräten erfasst. Das
strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.
Die Forderungen und die sonstigen
Vermögensgegenstände sind mit ihren
Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden
Werten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch
angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum
Nominalwert bewertet.
Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen wurden
versicherungsmathematisch nach dem ratierlich degressiven
Anwartschaftsbarwertverfahren beziehungsweise als Barwert
künftiger Versorgungsleistungen berechnet. Die
Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck wurden der
Berechnung zugrunde gelegt. Die Abzinsung der
Pensionsrückstellungen erfolgt gemäß §
253 Abs. 2 S.2 HGB mit einem Zinssatz von 1,82 %. Der
Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank im
Monat Dezember 2023 bekannt gegebenen durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer
Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren. Die
Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen
wurden mit einem Zinssatz von 1,74 % gemäß
§ 253 Abs. 2 S.2 HGB abgezinst. Der Zinssatz
entspricht dem von der Deutschen Bundesbank im Monat
Dezember 2023 bekannt gegebenen durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre bei einer
Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren. Als
Schätzung wurden für künftige
Gehaltssteigerungen bis zu 2,5 %, für künftige
Rentensteigerungen 2,5 % sowie einmalig für das Jahr
2023 weitere 2,5 %, um die inflationsbedingten Steigerungen
in Rente und Gehalt abzubilden, für unmittelbare
Verpflichtungen beziehungsweise 1,0 % für mittelbare
Verpflichtungen angenommen.
Die sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten
gemäß § 249 Abs. 1 HGB. Die
Rückstellungen sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr wurden unter Verwendung der
laufzeitadäquaten Referenzzinssätze laut
Deutscher Bundesbank von 1,03 bis 1,51 % abgezinst und
künftige Preis-, Kosten- und Gehaltsteigerungen von
2,0 % mitberücksichtigt.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit,
Jubiläen und Beihilfeleistungen sind
versicherungsmathematisch auf der Grundlage der Richttafeln
2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Es wurden
laufzeitadäquate Zinssätze entsprechend §
253 Abs. 2 S. 1 und 2 HGB zwischen 1,00 und 1,74 %
verwendet. Die Zinssätze entsprechen dem von der
Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2023 bekannt
gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen
7 Jahre. Künftige Preis-, Kosten- und
Gehaltsteigerungen von 1,5 bis 2,5 % sind
mitberücksichtigt. Die Rückstellungen für
Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells
und für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und
zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen
gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis
zum Bilanzstichtag aufgelaufene
Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt auf der Ebene
der ENTEGA AG, da die Gesellschaft seit dem 1. Januar 2016
in eine ertragsteuerliche Organschaft einbezogen wird.
Erläuterungen zur Aktivseite der
Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens der
citiworks AG, Darmstadt, zeigt der folgende Anlagenspiegel:
Anlagenspiegel zum 31. Dezember
2023
|
Anschaffungs- oder Herstellungskosten |
Abschreibungen |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
01.01.2023 |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| entgeltlich erworbene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
3.540 |
0 |
0 |
0 |
3.540 |
3.539 |
| ll. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
200 |
0 |
0 |
0 |
200 |
181 |
| Summe
Anlagevermögen |
3.740 |
0 |
0 |
0 |
3.740 |
3.720 |
|
Abschreibungen |
Restbuchwert |
|
Zugänge |
Abgänge |
Zuschreibungen |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
31.12.2023 |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| entgeltlich erworbene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
1 |
0 |
0 |
3.540 |
1 |
0 |
| ll. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
12 |
0 |
0 |
193 |
19 |
7 |
| Summe
Anlagevermögen |
13 |
0 |
0 |
3.733 |
20 |
7 |
Sämtliche Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr
innerhalb eines Jahres fällig. Sie gliedern sich wie
folgt:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen: |
162.171 |
127.162 |
| - davon Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
162.171 |
127.162 |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen
folgende Gesellschafter: |
|
|
| • ENTEGA AG |
2.204 |
5.195 |
| sonstige
Vermögensgegenstände beinhalten: |
|
|
| - Forderungen aus noch
nicht abzugsfähiger Vorsteuer, die rechtlich
erst nach dem Bilanzstichtag entstehen |
103 |
54 |
Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten die auf
einem Sicherheitenkonto hinterlegten flüssigen Mittel
in Höhe von 7.075 T€ (Vorjahr 7.075 T€), die
einer Besicherung von kurzfristigen Verbindlichkeiten aus
Börsengeschäften dienen.
Erläuterungen zur Passivseite der
Bilanz
Das Gezeichnete Kapital beträgt zum Stichtag
17.650 T€ und ist in 17.650.000 nennbetragslose auf
den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Dies
entspricht einem rechnerischen Wert von 1,00 € pro
Aktie.
Die ENTEGA AG, Darmstadt, hält 100 % der
Anteile.
Im Geschäftsjahr 2023 fanden keine Einstellungen
in oder Entnahmen aus Rücklagen statt.
Der Bilanzgewinn enthält den
vororganschaftlichen Gewinnvortrag in Höhe von 103
T€.
Mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von
310 T€ wurden in Ausübung des Wahlrechts nach
Art. 28 Abs.1 Satz 2 EGHGB nicht passiviert.
Die Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen wären bei Verwendung
des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen
sieben Geschäftsjahren (§ 253 Abs. 6 HGB) zum
Bilanzstichtag um 28 T€ höher ausgefallen. Dieser
Differenzbetrag unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB einer
potenziellen Ausschüttungssperre, jedoch keiner
Abführungssperre.
Die sonstigen Rückstellungen wurden im
Wesentlichen für Archivierung von
Geschäftsunterlagen, für personalbezogene
Verpflichtungen sowie für ausstehende Rechnungen
gebildet.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr
innerhalb eines Jahres fällig. Sie gliedern sich wie
folgt:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen: |
87.212 |
68.312 |
| - davon
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
85.198 |
53.210 |
| - davon sonstige
Verbindlichkeiten |
2.014 |
15.102 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten
Verbindlichkeiten gegenüber folgenden
Gesellschaftern: |
|
|
| • ENTEGA AG |
85.948 |
66.430 |
| sonstige
Verbindlichkeiten: |
|
|
| - Verbindlichkeiten aus
Steuern |
37 |
75 |
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse, welche ausschließlich im
Inland erzielt werden, gliedern sich wie folgt:
|
2023 |
2022 |
|
Geschäftsbereich |
T€ |
T€ |
| Energiehandel |
2.901.002 |
1.725.787 |
| Sonstige |
13.691 |
8.431 |
|
2.914.693 |
1.734.218 |
Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen aus
Altersversorgung in Höhe von 180 T€ (Vorjahr 145
T€).
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge
enthalten Erträge aus:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| - der Abzinsung von
sonstigen Rückstellungen |
5 |
2 |
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen
enthalten Aufwendungen aus:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| - verbundenen
Unternehmen |
1.579 |
684 |
| - der Aufzinsung von
Pensionsrückstellungen |
37 |
22 |
| - der Aufzinsung von
sonstigen Rückstellungen |
1 |
16 |
Im Geschäftsjahr sind folgende periodenfremde
Erträge oder Aufwendungen bilanziert:
|
Geschäftsvorfall |
GuV Position |
Erträge |
Aufwendungen |
|
|
T€ |
T€ |
| periodenfremde
Erlöse aus Energielieferungen |
Umsatzerlöse |
4.696 |
- |
| periodenfremde
Aufwendungen aus Energiebezug |
Materialaufwand |
- |
4.803 |
| Erträge aus
Auflösung von Rückstellungen |
sonstige betriebliche
Erträge |
18 |
- |
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse und sonstige
finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Verpflichtungen:
|
T€ |
| Sonstige finanzielle
Verpflichtungen |
1.822.371 |
| - aus Miet- und
Leasingverträgen |
2.055 |
| • davon
gegenüber verbundenen Unternehmen |
1.518 |
| - aus sonstigen
Zahlungsverpflichtungen |
1.820.316 |
| • davon
gegenüber verbundenen Unternehmen |
665.027 |
Außerbilanzielle Geschäfte
und Bewertungseinheiten
Die citiworks AG schließt für
Eigenhandelszwecke Termingeschäfte für den Kauf
und Verkauf von Strom ab. Durch die Bildung von Portfolios,
in denen Kauf- und Verkaufsgeschäfte eines
Lieferjahres zusammengefasst werden, werden die
finanzwirtschaftlichen Risiken dieser Finanzinstrumente in
Form von Strompreisänderungsrisiken abgesichert.
Für jedes Eigenhandelsportfolio wird jeweils eine
Bewertungseinheit nach § 254 HGB gebildet. Die
wirksamen Teile der Bewertungseinheiten werden bilanziell
jeweils nach der Einfrierungsmethode erfasst. Die
Ermittlung der prospektiven Wirksamkeit der gebildeten
Sicherungsbeziehung erfolgt nach der Value-at-Risk-Methode
und demnach nach denselben Methoden, wie sie der
Risikosteuerung auf Basis des Marktwertes des jeweiligen
Portfolios zugrunde liegen. Für die Bestimmung der
retrospektiven Wirksamkeit werden die in einem Portfolio
Hedge enthaltenen Positionen zum Bilanzstichtag mit dem
beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Summe aus der
Saldierung der Marktwerte der in eine Bewertungseinheit
einbezogenen Geschäfte wird im Fall eines
Verpflichtungsüberhangs eine Rückstellung
für Drohverluste gebildet und mit den
laufzeitadäquaten Referenzzinssätzen laut
Deutscher Bundesbank abgezinst. Zur Bestimmung der
beizulegenden Zeitwerte durch die Mark-to-market-Methode
werden stichtagsbezogene Terminpreiskurven herangezogen.
Zum 31. Dezember 2023 enthielt das
Eigenhandelsportfolio keine offenen Geschäfte.
Die citiworks AG schließt im Rahmen ihrer
Handelsaktivitäten auch sogenannte
Sleeve-Geschäfte (jeweils exakt gegenläufige
Termingeschäfte mit unterschiedlichen
Handelspartnern auf eigene Rechnung) ab. Zum 31.
Dezember 2023 bestehen Strom-Forwards (long) mit einem
Nominalvolumen von 74.777 T€ und einem Marktwert von
-31.254 T€ sowie die gleiche Anzahl an
gegenläufigen Sicherungsgeschäften (Lieferjahre
2024 - 2025), die jeweils einzeln als Mikro-Hedge
(Cashflow) betrachtet und als Bewertungseinheit
zusammengefasst werden. Die Wirksamkeit der
Sicherungsbeziehung wird hierbei mit der Shortcut-Methode
beurteilt. Sowohl der kumulierte Marktwert als auch der
Buchwert dieser schwebenden Geschäfte beträgt
null und wirkt sich somit unter Anwendung der
Einfrierungsmethode bilanziell nicht aus.
Organe der Gesellschaft
Vorstand
| Name |
Wohnort |
Beruf |
Zeitraum |
| Dr. Marko Brunner |
Gelnhausen |
Vorstand für
Risikocontrolling und Creditmanagement, für
Geschäftsabwicklung, für Finanz- und
Rechnungswesen und Controlling, für IT-Prozesse
sowie für allgem. Verwaltung; Im Hauptberuf
leitender Angestellter bei der ENTEGA AG mit
Vorstandsvertrag der citiworks AG |
01.01.-31.12. |
| Christian Stewens |
Bad Vilbel |
Vorstand für
Handel, Vertrieb u. Produktmanagement und
Bilanzkreismanagement und Recht sowie
Portfoliomanagement (ENTEGA AG); Im Hauptberuf
Bereichsleiter bei der ENTEGA AG für
Energiebeschaffung und Portfoliomanagement |
01.01.-31.12. |
Aufsichtsrat
| Name |
Wohnort |
Beruf |
Zeitraum |
| Dr. Marie-Luise
Wolff |
Darmstadt |
Vorstandsvorsitzende der
ENTEGA AG |
01.01.-31.12. |
| Thomas Schmidt
(Vorsitzender) |
Hofheim am Taunus |
Vorstand Vertrieb und
Handel der ENTEGA AG |
01.01.-31.12. |
| Prof. Dr. Klaus-Michael
Ahrend (Stellvertretender Vorsitzender) |
Roßdorf |
Mitglied des Vorstandes
der HEAG Holding AG - Beteiligungsmanagement der
Wissenschaftsstadt Darmstadt (HEAG) |
01.01.-31.12. |
| Albrecht
Förster |
Frankfurt am Main |
Vorstand Finanzen der
ENTEGA AG |
01.01.-31.12. |
| Andreas Niedermaier |
Groß-Umstadt |
Vorstand Personal und
Infrastruktur der ENTEGA AG |
01.01.-31.12. |
| Alexander Ditzel |
Darmstadt |
Bilanzkreismanagement -
citiworks AG |
01.01.-31.12. |
Gesamtbezüge des Vorstands
Der Vorstand erhält von der Gesellschaft keine
Vergütungen. Die Gesamtbezüge ehemaliger
Vorstände belaufen sich im Geschäftsjahr auf 40
T€. Insgesamt beläuft sich die gebildete
Pensionsrückstellung für ehemalige Mitglieder des
Vorstands und ihre Hinterbliebenen auf 616 T€.
Gesamtbezüge des
Aufsichtsrates
Für die Vergütung der Mitglieder des
Aufsichtsrates entstanden Aufwendungen in Höhe von
7T€.
Honorar des Abschlussprüfers
Das in der Gewinn- und Verlustrechnung im
Geschäftsjahr 2023 erfasste
Abschlussprüferhonorar beträgt:
|
T€ |
| für das
Geschäftsjahr: |
37 |
| davon
Abschlussprüfungsleistungen |
37 |
Angaben gem. § 160 Abs. 1 Nr. 8
AktG über erhaltene Mitteilungen zu wesentlichen
Beteiligungen
Die ENTEGA AG, Darmstadt, hat 2010 gem. § 20
Abs. 1 und Abs. 4 AktG sowie § 21 Abs. 1 AktG
mitgeteilt, dass sie die Mehrheit der Aktien an unserer
Gesellschaft hält. Die HEAG Holding AG -
Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
(HEAG), Darmstadt, hält die Mehrheit der Aktien an der
ENTEGA AG. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hält die
Mehrheit der Aktien an der HEAG Holding AG -
Beteiligungsmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt
(HEAG).
Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen folgende
Mitarbeiter beschäftigt:
Geschäfte größeren
Umfangs nach § 6b Abs. 2 EnWG
Im Geschäftsjahr wurden folgende Geschäfte
größeren Umfangs mit verbundenen oder
assoziierten Unternehmen getätigt. Die Gegenleistung
besteht in der Bezahlung.
| Name der
Gesellschaft |
Leistung |
Erträge |
Aufwendungen |
|
|
T€ |
T€ |
| ENTEGA AG |
Kauf und Verkauf von
Strom, Gas und CO
2 |
241.591 |
899.515 |
| ENTEGA Plus GmbH |
Kauf und Verkauf von
Strom, Gas und CO
2 |
1.619.405 |
- |
| Cout + Care GmbH &
Co. KG |
Erhaltene
IT-Dienstleistungen |
- |
1.098 |
Industriekraftwerk
Breuberg GmbH |
CO
2 Zertifikate |
1.276 |
- |
| Energy Market Solutions
GmbH |
Kauf und Verkauf von
Strom, Gas und CO
2 |
26.215 |
11.459 |
| e-netz Südhessen
AG |
Kauf und Verkauf von
Strom |
319 |
1.308 |
Ereignisse nach dem Schluss des
Geschäftsjahres
Es sind keine wertbegründenden Vorgänge von
besonderer Bedeutung nach dem Schluss des
Geschäftsjahres eingetreten.
Darmstadt, den 19. März
2024
citiworks AG
Der Vorstand
| Dr. Marko Brunner |
Christian Stewens |
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
Geschäftsmodell
Die citiworks AG ist ein Tochterunternehmen der
ENTEGA AG. Als Energiehandels- und
Energiedienstleistungsunternehmen stellen wir den
Handelsmarktzugang für Energie über Börsen
oder over-the-counter (OTC) über Broker oder direkt
mit Handelspartnern für die Gesellschaften des
ENTEGA-Konzerns und konzernexterne Kunden.
Darüber hinaus erbringen wir für unsere
Kunden verschiedene Energiedienstleistungen, die mit dem
Energiehandel in Zusammenhang stehen. Hierzu zählen
der automatisierte Kurzfristhandel, die Erstellung von
Lastprognosen, die Übernahme des Bilanzkreis- und
Fahrplanmanagements sowie die EEG-Direktvermarktung.
Rahmenbedingungen
Marktumfeld
Das Bruttoinlandsprodukt nahm laut
Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Klimaschutz im Jahr 2023 preisbereinigt um
0,3 Prozent ab. Ausschlaggebend hierfür waren wie im
Vorjahr die Auswirkungen der Energiepreiskrise verbunden
mit einer ausgeprägten Weltwirtschaftsschwäche
und einer restriktiveren Geldpolitik.
Während der Außenbeitrag (+0,6%) leicht
anstieg, sank die Inlandsnachfrage (-0,9%) stärker als
erwartet aufgrund der allgemeinen Unsicherheiten durch
anhaltende und neue geopolitische Krisen sowie einer
höheren Sparquote als angenommen. Dagegen
übertraf die positive Entwicklung bei den
Investitionstätigkeiten in Anlagen und Bauten die
Erwartungen.
Energiemärkte
Der Primärenergieverbrauch betrug im Jahr 2023
in Deutschland etwa 10.791 Petajoule oder 368,2 Mio. Tonnen
Steinkohleeinheiten. Damit lag der Energieverbrauch 7,9%
unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang im
Energieverbrauch ist größtenteils durch die
zurückgehende wirtschaftliche Leistung verursacht.
Dabei hatten die Produktionsrückgänge der
energieintensiven Industrie den größten Anteil
an der Energieeinsparung. Nach ersten Berechnungen der AG
Energiebilanzen ging von den leicht höheren
Temperaturen ein nur schwacher verbrauchssenkender Effekt
aus. Hingegen ging ein verbrauchssteigernder Effekt von der
demographischen Entwicklung in Deutschland aus, der den
rückläufigen Energieverbrauch etwas dämpfte.
Für den Strommarkt bedeutete dies eine
Netto-Stromerzeugung von ca. 448,5 TWh, ein Minus von ca.
44,7 TWh bezogen auf 2022. In Deutschland wurden im
vergangenen Jahr 810,4 TWh Erdgas verbraucht, 5% weniger
als in den zwölf Monaten davor.
Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien hat im
Vergleich zum Vorjahr wieder zugenommen und deckte
über die Hälfte der Netzlast. Alle erneuerbaren
Energieträger zusammen ergaben einen Anteil von 55,0%
an der um 5,3% auf 456,8 TWh gesunkenen Netzlast. Die
Einspeisung von Windkraftanlagen stieg auf 142,2 TWh, was
einem Plus von knapp 17 TWh entspricht. Der Anteil der
Kohleverstromung nahm deutlich ab. Die Erzeugung durch
Steinkohle war um 36,8% und jene aus Braunkohle um 24,8%
geringer. Wegen des Ausstiegs aus der Kernkraft wurde in
Deutschland am 15.04.2023 letztmalig Strom in einem
Kernkraftwerk erzeugt. Die erzeugte Strommenge in 2023
belief sich somit auf nur 6,7 TWh nach knapp 33 TWh im Jahr
2022. Während insbesondere die Erzeugung aus
Wasserkraft gegenüber 2022 um 16,5% gestiegen ist,
blieb der Beitrag aus Photovoltaik-Anlagen mit 55,2 TWh im
Jahr 2023 auf ungefähr dem gleichen Niveau wie im
vergangenen Jahr (55,3 TWh). Der Anteil der Gasverstromung
an der Gesamterzeugung lag 2023 bei über 11 % und
damit 31,3% höher als im Vorjahr.
Im kommerziellen Außenhandel mit Strom war
Deutschland in 2023 erstmals seit über 20 Jahren
wieder Nettoimporteur. Dabei importierte Deutschland 54,1
TWh und exportierte 42,4 TWh aus bzw. in seine
Nachbarländer. Damit stiegen die Importe um 63%,
während die Exporte um 24,7% gesunken sind. Der Handel
fand mit allen Nachbarstaaten sowie Norwegen und Schweden
statt. Die beiden größten Abnehmer der deutschen
Exporte war dabei, wie auch im Vorjahr, Österreich mit
8,5 TWh (16 TWh in 2022), dicht gefolgt von Frankreich mit
8,4 TWh (15,3 TWh in 2022). Die größten
Importmengen kamen aus Dänemark mit 13 TWh, Frankreich
mit 8,8 TWh und Norwegen mit 6,2 TWh.
Die Strompreise für Haushaltskunden zeigen seit
Q1 2023 eine leicht fallende Tendenz, liegen jedoch im
Gesamtjahr It. BDEW bei einem sehr hohen Durchschnittspreis
von 45,73 ct/kWh. Dabei wurde bei den Haushaltskunden mit
3.500 kWh/a Verbrauch in Q1 2023 ein durchschnittlicher
Preis von 48,12 ct/kWh erfasst, während im Q4 2023 im
Durchschnitt nur noch 44,17 ct/kWh erhoben wurden. Die
kleinen bis mittleren Industriekunden hingegen können
von dem Preisdruck im Strom schon seit Ende 2022
profitieren. Der Strompreis im Industriesektor hat sich im
Vergleich zu 2022 halbiert und lag in 2023 bei 23,32
ct/kWh. Hauptsächlich ist die Preisreduktion im Strom
und Gas auf die gefallenen Preise im Großhandelsmarkt
zurückzuführen. 2021 betrug der Anteil für
Beschaffung und Vertrieb für Haushaltskunden mit 3.500
kWh/a Stromverbrauch noch 7,93 ct/kWh, im ersten Halbjahr
2022 bereits 14,40 ct/kWh und für das zweite Halbjahr
20,64 ct/kWh. Die durchschnittlichen Kosten für
Beschaffung und Vertrieb für Haushaltskunden in 2023
liegen bei 23,83 ct/kWh, wobei die Preisspitze im Q1 2023
bereits überwunden war und der
Beschaffungspreisbestandteil im Verlauf des Jahres bereits
10% nachgegeben hat. Die Netzentgelte sind im Vergleich zum
Vorjahr ebenfalls gestiegen und lagen im Jahr 2023 bei 9,52
ct/kWh gegenüber 8,08 ct/kWh in 2022. Auch wenn die
Abgabe für die Mehrwertsteuer ebenfalls gestiegen ist,
hat die Absenkung der EEG-Umlage auf Null Euro seit dem 1.
Juli 2022 zumindest zu einer Verringerung der Kosten der
Umlagen geführt. Für kleine und mittlere
Industrieunternehmen fiel der Strompreis sogar von
durchschnittlich 53,38 ct/kWh in Q4 2022 auf 24,86 ct/kWh
in 2023. Ein wichtiges Instrument in 2023 war die
Strompreisbremse, die beispielsweise für private
Verbraucher und kleine Unternehmen den Preis für 80%
des eigenen Verbrauchs auf 40 ct/kWh deckelt und damit noch
höhere Endkundenpreise verhindert hat.
Noch deutlicher verlief die Preisentwicklung am
Gasmarkt. Bei den Gaspreisen im Haushaltskundenbereich ist
eine deutliche Preisreduzierung schon in 2023 erkennbar.
Dabei entwickelte sich der Gaspreis für ein
Einfamilienhaus (20.000 kWh/a) im Durchschnitt von knapp
über 20 ct/kWh im Q4 2022 auf knapp über 11,5
ct/kWh im Q4 2023. Für ein Einfamilienhaus gibt der
BDEW einen Durchschnittspreis im ersten Quartal 2023 von
18,15 ct/kWh bzw. 11,53 ct/kWh im vierten Quartal an und
ein Durchschnittspreis für das gesamte Jahr 2023 von
13,99 ct/kWh. Seit dem vierten Quartal 2022 ist bereits die
"temporäre Senkung des Umsatzsteuersatzes auf
Gaslieferungen über das Gasnetz von 19% auf 7%
enthalten. Der Anteil für Beschaffungs- und
Vertriebskosten ist in 2023 wieder deutlich
zurückgegangen, allerdings ist diese Preiskomponente
immer noch dreimal so hoch wie die durchschnittlichen
Beschaffungs- und Vertriebskosten des Jahres 2021. Wie im
Strom sind auch hier die immer noch anhaltend hohen Preise
am Großhandelsmarkt, ausgelöst durch die
Energiekrise, die Ursache. Zur Entlastung der
Bevölkerung hat die Bundesregierung beschlossen, die
Mehrwertsteuer auf 7% zu senken. Zusätzlich gilt seit
dem 1. Januar 2023 die Gaspreisbremse. Diese begrenzt den
Gaspreis beispielsweise für private Haushalte, kleine
und mittlere Unternehmen mit weniger als 1,5 Mio. kWh
Gasverbrauch im Jahr sowie Vereine für 80% des
Verbrauchs auf 12 ct/kWh.
Die Großhandelsmärkte von Strom und Gas
waren im vergangenen Jahr vor allem durch die Konsequenzen
aus den politischen Geschehnissen des Jahres 2022 und der
schwachen wirtschaftlichen Erholung geprägt. Die
geopolitischen Ereignisse in Osteuropa führten zur
aktuellen Energiekrise und damit vor allem in 2022 zu noch
nie dagewesenen Preisanstiegen und hoher Volatilität
in den Märkten. Im Jahr 2023 hat sich das Preisniveau
wieder etwas reduziert, allerdings auf ein höheres
Niveau, als das vor dem russischen Überfall auf die
Ukraine der Fall war. Anders als im Jahr 2022 wurden die
Strompreise 2023 neben dem Gasmarkt auch zeitweise durch
den Kohlemarkt bestimmt. Der milde vergangene Winter sorgte
nach der großen Unsicherheit in 2022 für
Entspannung an den europäischen Gasmärkten. Die
milden Temperaturen sorgten neben anderer
Einsparmaßnahmen für gut gefüllte
Gasspeicher am Ende der Heizperiode 2022/23. So waren die
deutschen Gasspeicher Ende März 2023 noch zu 64%
befüllt. Der schnelle Aufbau und kommerzielle Betrieb
der deutschen LNG-Terminals entschärfte die Situation
weiter. Somit konnte Deutschland schnell die fehlenden
russischen Gaslieferungen zumindest teilweise ausgleichen.
Zugleich zeigten sich die konstanten Lieferungen aus
Norwegen als wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung der
Gasversorgung. Zu Jahresbeginn lag der Marktpreis für
Gas noch auf hohem Preisniveau, ist jedoch im Verlauf des
Jahres für alle Lieferfristen unter Druck geraten.
Anfang Januar 2023 lag der Preis am Spotmarkt für die
Lieferung am nächsten Tag noch bei über 70
€/MWh und fiel dann rasant unter 24 €/MWh Anfang
Juni 2023, um am Jahresende mit ca. 30 €/MWh aus dem
Markt zu gehen. Der Terminmarkt hingegen hielt ab Q2 2023
seine Handelsrange zwischen 45 und 60 €/MWh und fiel
erst am Ende des Jahres auf ca. 35 €/MWh.
Neben den konstant hohen Pipelinelieferungen aus
Norwegen konnten auch die Lieferungen aus den Niederlanden
und Belgien die Versorgungssituation in 2023
entschärfen. An vierter Stelle der Gasimporte folgten
mit fast 70 TWh schon die LNG-Lieferungen. Die hohen
Importe sorgten dafür, dass schon vorzeitig die
gesetzlichen Vorgaben für die Gasspeicherstände
erreicht wurden. Auch in 2023 konnten die
Füllstandsvorgaben der Gasspeicher zu den jeweiligen
Terminen übererfüllt werden. So wurde schon am
19.07.2023 der Füllstand von 85% in Deutschland
erreicht, der lt. Zielvorgabe erst zum 01.10.2023
hätte erfüllt werden sollen. Ende Oktober 2023
lag der Gasfüllstand in Deutschland bei 100%. Die
bisherigen Temperaturen und Prognosen im aktuellen Winter
lassen derzeit eine Knappheit in der Versorgung nicht
erwarten. Somit herrschte auch im Q4 2023 ein Preisdruck
der am Ende des Jahres 2023 zu einem Day-Ahead-Preis von
unter 30 €/MWh führte.
Im Terminmarkt wurde das Frontjahr im Gas stark durch
die Ereignisse im kurzfristigen Bereich getrieben. Der
deutsche Frontjahreskontrakt an der THE, startete mit einem
fallenden Marktpreis in das Jahr 2023. Aufgrund fehlender
Klarheit über die Versorgungssituation und die
Wetterlage im Winter handelte der Kontrakt die
größte Zeit des Jahres zwischen 60 €/MWh
und 40 €/MWh. Nachdem sich ein milder Winter
abzeichnete und sich die Versorgungslage stabil
präsentierte, gab der Terminmarkt Ende Q4 2023
deutlich nach und fiel mit ca. 35 €/MWh auf den
tiefsten Stand des Jahres. Eine wesentliche Rolle für
den Termin- und Spotmarktpreis spielten dabei auch die
Einsparerfolge der Gasabnehmer. Im Vergleich zum
Durchschnittsverbrauch der Jahre 2018 - 2021 wurden
insgesamt rund 17,5% weniger Gas verbraucht.
Auch im Jahr 2023 war der Gasmarkt der Hauptreiber
für die Preise der langfristigen Stromprodukte. So
stieg im Vergleich zum Jahr 2022 der Verbrauch von Erdgas
für die Stromerzeugung in 2023 um 31,3%. Die am Anfang
des Jahres 2023 gefallenen Gaspreise sorgten für eine
bessere Wirtschaftlichkeit von effizienten Gaskraftwerken
im Vergleich zur Kohleverstromung. Der teilweise Fuel
Switch wurde auch durch die hohen Preise für CO
2-Zertifikate unterstützt, da der geringere
CO
2-Ausstoß bei Gasverstromung zu geringeren
marginalen Kosten führt. So startete im Strom das
Kalenderjahr 2024 im Base gleich zu Beginn des Jahres 2023
mit einem Marktpreis von über 200 €/MWh, um dann
analog zum Gaspreisverlauf unter 100 €/MWh am Ende des
Jahres 2023 aus den Markt zu gehen.
Auch die Spotpreise im Strom haben ihr Preisniveau
gegenüber dem Vorjahr reduziert. Dabei bestimmten vor
allem die erneuerbaren Energien die Preise im kurzfristigen
Strommarkt. Die Erzeugung der regenerativen Energien stieg
um 7,5% über den Vorjahreswert und machte einen Anteil
von 56% an der gesamten Stromerzeugung aus. Zur
Stabilität trugen im Jahr 2023 die französischen
Kraftwerke bei, die ohne große Zwischenfälle
ihre prognostizierte Stromerzeugung auch tatsächlich
umsetzten.
Der Kohlemarkt entwickelte sich 2023 vergleichbar zum
Gasmarkt, auch wenn das Preisniveau, im Gegensatz zum Gas,
immer wieder eine Unterstützung bei 100 US$/t fand.
Dabei hat die Nachfrage aus Deutschland deutlich
nachgelassen. Die Erzeugung von Strom aus Steinkohle fiel
in 2023 um 36,8% und jene aus Braunkohle um 24,8%. Die
Gründe hierfür waren die gesunkene Strom
nachfrage bei gleichzeitig höherer Einspeisung
erneuerbarer Energien. Jedoch unterstütze die
Kohlenachfrage aus dem asiatischen Raum die weltweite
Nachfrage. Die Preise gingen zur Jahresmitte deutlich
zurück, so dass Ende Mai eine Tonne Kohle im ARA-Raum
zu 92 US$ gehandelt wurde. Im weiteren Verlauf sorgte der
Überfall der Hamas auf Israel dafür, dass die
Preise aller Energieprodukte im Oktober deutlich anstiegen.
Die Kohlekontrakte erreichten im Herbst ein Zwischenhoch
bei 140 US$/t, bevor sie infolge der geringen Nachfrage bis
Ende Dezember unter 100 US$/t aus dem Markt gingen.
Der Preisverlauf der Emissionszertifikate orientierte
sich im Jahr 2023 an dem Einsatz der Kohlekraftwerke. Dabei
stieg It. SMARD die Erzeugung von Strom aus
Kohlekraftwerken im ersten Quartal des Jahres deutlich an.
Entsprechend bewegte sich der Marktpreis für die CO
2-Zertifikate von 77 €/t im Januar 2023 auf
über 100 €/MWh im Februar und März 2023. Ein
Zwischentief erreicht der Kontrakt mit 78 €/t Anfang
Juni zusammen mit dem stark gefallenen Kohlepreisen. Die
zwischenzeitlich erhöhte Nachfrage für die
Kohleverstromung Mitte Juni sorgte erneut für eine
verstärkte Nachfrage nach Emissionszertifikaten und
trieb den Preis wieder auf 95 €/t. Seitdem ist der
Druck auf den Marktpreis des Leitkontraktes erheblich
gestiegen. Die Gründe sind unter anderem in den
schwachen wirtschaftlichen Perspektiven in Deutschland zu
suchen. Im Ergebnis fielen im Jahr 2023 Deutschlands
Treibhausgasemissionen auf 673 Millionen Tonnen CO
2-Äquivalent und damit auf den tiefsten
Stand seit 70 Jahren.
Nicht zuletzt zeigte auch das EU-Repowering Programm
Wirkung, It. dem aus einem vorgezogenen Verkauf von
Zertifikaten, Geld für Investitionen in
umweltfreundliche Energiekonzepte erlöst werden soll.
Ende des Jahres 2023 geht der Leitkontrakt für die
Lieferung im Dezember 2023 unter 70 €/t aus dem Markt.
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2023 war aus der Sicht der
citiworks AG sehr erfolgreich. Die citiworks hat sich im
Konzernverbund der ENTEGA einen festen Platz erarbeitet und
bedient nicht mehr nur die Bedürfnisse der
Konzerngesellschaften und ihrer externen Kunden in Bezug
auf den Marktzugang in den Bereichen Strom, Gas und
Zertifikate sowie die klassischen energiewirtschaftlichen
Prozesse. Vielmehr hat sie sich zusammen mit den
beteiligten Konzernbereichen im Geschäftsfeld Handel
als Innovationstreiber und Ermöglicher von
fortschrittlichen energiewirtschaftlichen Produkten
etabliert.
Hervorzuheben ist an erster Stelle der erfolgreiche
Aufbau eines Pools für Green Power Purchase Agreements
(PPA) gemeinsam mit der ENTEGA AG und der ENTEGA Plus GmbH
durch den Ankauf von Mengen aus erneuerbaren
Erzeugungsanlagen, die Strukturierung der Mengen und deren
Weiterverkauf an Industriekunden. Dank der hohen
methodischen Kompetenz, der prozessualen Stärke und
Flexibilität in den Handels- und Abwicklungsprozessen
und des intensiven Austauschs mit den Anbietern und
Interessenten von PPA-Strom konnten sich citiworks und
ENTEGA eine gute Stellung im Markt, gerade für
PPA-Mengen aus kleineren Erzeugungsanlagen, erarbeiten.
In gleichem Maße blicken wir mehr als zufrieden
zurück auf das Erreichte im Bereich der Steuerung und
Vermarktung von Erneuerbaren-Anlagen. Der bei citiworks
bereits seit 2020 ISO 27001-zertifizierte Geltungsbereich
für die technische und prozessuale Leistungserbringung
zur Bündelung und Steuerung elektrischer Leistung
konnte dieses Jahr erfolgreich rezertifiziert werden. Die
Zertifizierung ist ein Nachweis für die angemessene
Umsetzung des internationalen Standards für
Informationssicherheitsmanagement und ein
Qualitätsmerkmal für Kunden der citiworks.
Gleichzeitig befähigt es die citiworks zur effizienten
und sicheren Steuerung der konzerneigenen sowie externen
Erneuerbaren-Anlagen. Im Jahr 2023 wurden zur weiteren
Fokussierung in diesem Bereich innerhalb des
Geschäftsfelds Handel wichtige strukturelle
Ausrichtungen vorgenommen.
In Bezug auf das klassische Dienstleistungsspektrum
von citiworks waren im Geschäftsjahr 2023 trotz der
starken vertrieblichen und operativen Fokussierung auf die
Aktivitäten in den Bereichen PPA sowie Steuerung und
Vermarktung von Flexibilitäten aus
Erneuerbaren-Anlagen wieder Erfolge auch bei anderen
Dienstleistungen zu verzeichnen. So konnten die meisten
Bestandsverträge für unsere Kundengruppe der
Netzbetreiber verlängert werden.
Der Umsatz der citiworks stieg im Jahr 2023
preisbedingt noch einmal stark gegenüber dem Vorjahr
an und betrug 2.914,7 Mio. € gegenüber 1.734,2
Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern für
das Geschäftsjahr 2023 liegt bei 1.995 TEUR und damit
über dem Vorjahresergebnis von 1.102 TEUR. Es ist
geprägt zum einen von niedrigerem Personalaufwand,
gestiegenen Zinserträgen sowie niedrigeren Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag gegenüber dem Vorjahr.
Das von der citiworks im Geschäftsjahr 2023
bewirtschaftete Stromportfolio betrug insgesamt 11,846
Terrawattstunden (Vorjahr: 10,370 TWh), das bewirtschaftete
Gasportfolio 6,245 TWh Erdgas (Vorjahr: 6,708 TWh). Das
Stromportfolio ist damit im Vergleich zum Vorjahr aufgrund
des gestiegenen Handelsvolumens zur Strukturierung der
Beschaffung um 14,2% gewachsen. Im Gasbereich nahmen die
Mengen im Jahr 2023 um 6,9% ab.
Wir möchten uns bei allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern für ihr ausdauerndes Engagement bedanken,
dank dessen wir die vielfältigen Herausforderungen des
Jahres 2023 bewältigen und gleichzeitig die
vertrieblichen Erfolge erreichen konnten. Es ist im
Wesentlichen ihr Verdienst, dass wir als starkes und
kompetentes Team auftreten und diese Erfolge erzielen
konnten.
Analyse der Lage
Im Jahr 2023 trug das Umlaufvermögen mit 100%
(2022: 100%) zur Aktivseite der Bilanz bei. Die Forderungen
und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten
sich im Vergleich zum Vorjahr um 74,1 % auf 286,0 Mio.
€ (2022: 164,2 Mio. €), was im Wesentlichen auf
einen preisbedingten Anstieg der Forderungen zum Stichtag
zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen
verbundene Unternehmen erhöhten sich insbesondere
aufgrund eines preisbedingten Anstiegs um 35,0 Mio. €.
Die Eigenkapitalquote der citiworks hat sich zum
Vorjahr aufgrund des starken Anstiegs der Verbindlichkeiten
verringert und beträgt 6,3% (2022: 10,7%). Die
Höhe des Eigenkapitals blieb aber insgesamt
unverändert.
Die Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen
betreffen im Wesentlichen Handelspartner und sonstige
Energielieferanten, wobei die Verbindlichkeiten in
Höhe von 260,9 Mio. € vor allem aufgrund der
höheren Marktpreise über dem Vorjahreswert von
155,8 Mio. € liegen. Die übrigen sonstigen
Rückstellungen erhöhten sich um 22,8 Mio. €
auf 27,5 Mio. € (2022: 4,8 Mio. €) und betreffen
im Wesentlichen Rückstellungen für offene
Rechnungen.
Die Liquidität der Gesellschaft ist
sichergestellt durch Saldierungsvereinbarungen mit
Handelspartnern und die Einbindung in die zentrale
Liquiditätssteuerung des ENTEGA-Konzerns sowie
aufgrund des positiven vereinfachten Cash-Flows von 2,0
Mio. €. Die Liquidität des Konzerns wird
weiterhin geschont durch den weitgehenden Verzicht auf
Vereinbarungen mit Margining (Barhinterlegung zur
Absicherung des Kontrahentenrisikos beim Handelspartner).
Die Gesellschaft finanziert sich komplett aus Eigenmitteln
und über das zentrale Liquiditätsmanagement des
ENTEGA-Konzerns, d.h. sie weist keine verzinslichen
konzernexternen Verbindlichkeiten auf. Das
Anlagevermögen ist vollständig durch das
Eigenkapital abgedeckt, sodass die Fristenkongruenz der
Finanzierung gewahrt ist. Weiterhin besteht ein
Kontokorrentrahmen über 0,25 Mio. € bei der
Hausbank, welcher zum Stichtag nicht in Anspruch genommen
wurde.
Im Berichtsjahr haben sich die Umsatzerlöse im
Wesentlichen aufgrund von höheren Mengen und Preisen
bei Strom und höheren Preisen bei Gas um 1.180,5 Mio.
€ sehr stark gegenüber dem Vorjahr erhöht.
Sie beliefen sich auf insgesamt 2.914,7 Mio. € (2022:
1.734,2 Mio. €) und betreffen mit 2.901,0 Mio. €
(2022: 1.725,8 Mio. €) überwiegend den Strom- und
Gashandel. Gegenüber dem Planwert für den Umsatz
im Jahr 2023 (3.911,5 Mio. €) ergab sich
dementsprechend ein um 997 Mio. € niedrigerer Wert,
der vor allem auf deutlich niedrigere Preise im Verlauf des
Jahres 2023, insb. im Strom, im Vergleich zu den in der
Planung unterstellten Werten zurückzuführen ist.
Da die Gesellschaft den Energiehandel als
Dienstleistung für ihre Kunden vornimmt und ihr
Ergebnis nur im geringen Maße aus dem Handel erzielt,
ist die Materialaufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz
mit 99,7% hoch und liegt leicht über Vorjahresniveau
(2022: 99,6%).
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen
0,06 Mio. € und liegen somit leicht unter
Vorjahresniveau.
Der Personalaufwand in Höhe von 2,3 Mio. €
(2022: 2,4 Mio. €) hat sich gegenüber dem Vorjahr
leicht verringert.
Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von
3,3 Mio. € (2022: 2,8 Mio. €) liegt unter anderem
aufgrund von gestiegenen IT-Aufwendungen sowie
Beiträgen und Gebühren über dem
Vorjahresniveau.
Das Zinsergebnis ist geprägt von einem Anstieg
der Zinserträge und der Zinsaufwendungen. Da
Avalgebühren einen Großteil der Zinsaufwendungen
ausmachen und durch die ENTEGA getragen werden, schlagen
sich vor allem die gestiegenen Zinserträge positiv im
Jahresergebnis nieder.
Als wichtigstes finanzielles Ziel konnte die
citiworks im Geschäftsjahr 2023 einen
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 2,0 Mio.
€ gegenüber 1,1 Mio. € im Jahr 2022 bzw. dem
Planwert für 2023 in Höhe von 1,2 Mio. €
erwirtschaften. Der Anstieg ist insbesondere auf
niedrigeren Personalaufwand, gestiegene Zinserträge
sowie niedrigere Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
zurückzuführen.
Das wesentliche nicht-finanzielle Ziel der citiworks
ist, die Zufriedenheit und Zukunftsfähigkeit unserer
konzerninternen und externen Kunden zu gewährleisten
und die Erschließung neuer Geschäftsfelder zu
ermöglichen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit im
Geschäftsfeld Handel des ENTEGA-Konzerns. Die
gemeinsamen Erfolge im Bereich PPA haben uns auf unserem
Weg bestätigt.
Des Weiteren konnten wir im Jahr 2023 mit der
Re-Zertifizierung nach ISO 27001 für die im
Geltungsbereich zusammengefassten Prozesse und
Infrastrukturen zur Steuerung von Erneuerbaren-Anlagen ein
wichtiges Ziel erreichen. Die Erfahrungen aus dem
bestehenden Informationssicherheitsmanagementsystem sowie
das fachliche und technische Knowhow der Anlagensteuerung
wollen wir im Jahr 2024 für den weiteren Ausbau der
Steuerungsinfrastruktur nutzen.
Zum 31. Dezember 2023 hatte die citiworks 24
Beschäftigte.
Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist
insgesamt geordnet.
Ausblick
Rahmenbedingungen
Die Bundesregierung erwartet für die deutsche
Wirtschaft im Jahr 2024 wiederholt nur ein leichtes
Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um
0,2%.
Trotz der vielfältigen geopolitischen Krisen und
Spannungen und neuer nationaler Herausforderungen, wie die
Anpassung der Finanzplanung des Bundes aufgrund des Urteils
des Bundesverfassungsgerichts, wird davon ausgegangen, dass
die belastenden Einflüsse in 2024 tendenziell
nachlassen. Hauptsächlich durch wieder steigende
Reallöhne und die positive Arbeitsmarktentwicklung
wird eine binnenwirtschaftliche Erholung erwartet.
Energiemärkte
Das Risiko der ungenügenden Versorgung Europas
mit Strom und Gas in 2023 ist, im Rückspiegel
betrachtet, nicht eingetreten. Die Einsparmaßnahmen
der Bevölkerung und der Industrie, zusammen mit der
schnellen teilweisen Substitution russischer
Energielieferungen durch LNG und dem milden Wetter, haben
eine Versorgungskrise verhindert. Die derzeitigen Prognosen
für den restlichen Winter 2023/24 deuten derzeit nicht
auf einen Energieengpass hin. Dies betrifft sowohl die
Gasversorgung aufgrund der hohen Gasspeicherstände und
konstanter Lieferungen über Pipelines und LNG, als
auch die Stromversorgung wegen der stabilen
Kraftwerkserzeugung in Europa und der guten Einspeisung
erneuerbarer Energien. Entsprechend breitet sich bei dem
Thema Versorgungssicherheit Entspannung aus.
Jedoch fokussiert sich das Krisenmanagement in 2024
auf andere Themen. Hierzu zählen die nicht erreichten
Ausbauziele bei der Energieerzeugung aus Wind. Trotz eines
deutlichen Anstiegs in 2023 ist es weiterhin eine
Herausforderung, die Windausbauziele von 115 GW
installierter Leistung bis 2030 zu erreichen. Dies
entspricht einem Zubau von 10.000 MW pro Jahr bis 2030.
In diesem Zusammenhang wird auch der Fokus auf die
Flexibilität des Stromversorgungssystem gelegt werden
müssen. Das umfangreiche Themenfeld erstreckt sich von
intelligenten Messsystemen und Infrastruktur bis hin zu
flexiblen Erzeugung- und Verbrauchsanlagen und deren
Steuerung sowie variablen Stromtarifen, sodass sich der
Umbau durch die gesamte energiewirtschaftliche
Wertschöpfungskette zieht. Somit sollten im Jahr 2024
die drei D's wieder stärker in den Mittelpunkt
gerückt werden: Dezentralisierung, Digitalisierung und
Dekarbonisierung.
Nicht zuletzt wird es im Jahr 2024 auch um die
Stabilisierung der Wirtschaft gehen. Hierzu hat der
Bundestag bereits am 15.12.2023 das
Haushaltsfinanzierungsgesetz 2024 verabschiedet, in dem
Stromsteuersenkungen und weitere Entlastungen im
Zusammenhang mit emissionsbedingten indirekten CO
2-Kosten für stromintensive und im
internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen
aufgeführt sind.
Überschattet wird das Jahr 2024 aber weiterhin
von einer Vielzahl von geopolitischen Risiken, die aktuell
schon für starke Preisvolatilität sorgen. Einen
nicht unwesentlichen Einfluss werden die richtungsweisenden
Wahlen in einigen deutschen Bundesländern haben. Ein
politischer Erfolg des rechtsextremen Lagers könnte
nicht nur die Gesellschaft weiter spalten, sondern auch
für energiepolitische Verzögerungen sorgen.
citiworks
Die citiworks hat für sich das Ziel formuliert,
über die klassische Rolle des Dienstleisters für
Marktzugang und energiewirtschaftliche Prozesse hinaus die
Rolle des Energiemanagers weiter zu stärken. Diese
Rolle bezieht sich vor allem auf den Ausbau der in den
letzten Jahren schon erfolgreich aufgebauten
Fähigkeiten und Strukturen zur Steuerung und
Vermarktung flexibler Energieanlagen sowie in den Bereichen
PPA und Direktvermarktung.
Hier erachten wir es als außerordentlich
wichtig, dass wir neben den technischen und methodischen
Fähigkeiten unsere Prozesse fortlaufend mit Blick auf
die gestiegenen Risiken in den Bereichen IT- und
Informationssicherheit weiterentwickeln. Zusätzlich
müssen wir als traditionelles
Energiehandelsunternehmen die Anforderungen an einen
sicheren und kostengünstigen Marktzugang, die sich aus
Veränderungen der politischen, regulatorischen oder
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben können,
kontinuierlich bewerten.
Für das laufende Geschäftsjahr 2024 rechnen
wir mit einem preislich bedingten Umsatzrückgang auf
ungefähr 1.692 Mio. € sowie mit einem Ergebnis
vor Gewinnabführung, das mit 1,4 Mio. € leicht
unterhalb des sehr guten Ergebnisses von 2023 liegt.
Chancen- und Risikosituation
Den Anforderungen des "Gesetzes zur Kontrolle und
Transparenz im Unternehmensbereich" hinsichtlich der
Verpflichtung zum Risikomanagement und der Anwendung von
Kontrollsystemen wird Rechnung getragen. Dem Vorstand sind
demnach keine Risiken bekannt, die für das Unternehmen
bestandsgefährdend sind und nicht durch geeignete
Gegenmaßnahmen adäquat gesteuert werden
können.
Die citiworks AG unterstützt das
Risikomanagement der ENTEGA AG bei der systematischen und
permanenten Beurteilung der Geschäftsentwicklung
für das Geschäftsfeld Handel.
Im Auftrag der ENTEGA Plus GmbH und der Energy Market
Solutions GmbH führt die citiworks die Beschaffung und
im Rahmen der Bewirtschaftung des Kraftwerksportfolios auch
die Kraftwerksbewirtschaftung als Dienstleistung für
die ENTEGA AG durch. Zur Unterstützung des
Portfoliomanagements der ENTEGA AG erfolgt eine
Risikoanalyse der offenen Geschäfte durch eine
tägliche (Strom und Gas) bzw. wöchentliche
(Kraftwerke und sonstige Commodities) Value at Risk (VaR)
Berechnung durch das Risikocontrolling und
Creditmanagement. Im Zuge der Bestimmung des gesamten
Marktpreisrisikos werden die VaRs der Bücher
entsprechend aggregiert. Die Ausnutzung des Risikokapitals
für Marktpreisrisiken ergibt sich aus der Summe der
realisierten und unrealisierten Ergebnisse zuzüglich
der VaRs über alle Bücher.
Die citiworks AG übernimmt in begrenztem Umfang
Marktpreisrisiken. Im Rahmen ihrer Handelsaktivitäten
werden auch sogenannte Sleeve-Geschäfte (jeweils exakt
gegenläufige Termingeschäfte mit
unterschiedlichen Handelspartnern auf eigene Rechnung)
abgeschlossen. Aus diesen Geschäften entstehen der
citiworks keine Marktpreisrisiken. Sowohl der kumulierte
Marktwert als auch der Buchwert dieser schwebenden
Geschäfte beträgt stets null.
Unsere Kontrahentenrisiken resultieren im
Wesentlichen aus den mit Handelspartnern im OTC-Markt auf
Basis von EFET-Rahmenverträgen getätigten
Kontrakten (auch Sleeve-Geschäfte) sowie
Geschäften unter dem Deutschen Rahmenvertrag. Aufgrund
der nach wie vor angespannten Marktsituation im
Zusammenhang mit der Ukraine-Krise kann sich die Bewertung
der Kreditwürdigkeit einzelner Handelspartner
verschlechtern. Zur Begrenzung der Kontrahentenrisiken legt
die citiworks für die einzelnen Kontrahenten jeweils
einen Kreditrahmen in Abhängigkeit von deren
Bonität fest und überwacht dessen Einhaltung
fortlaufend.
Die operativen Risiken im Geschäftsbetrieb der
citiworks, inkl. Compliance Risiken, werden fortlaufend
beurteilt und nachgehalten. Verstärktes Augenmerk wird
dabei auf die Risiken im Bereich IT- und
Informationssicherheit gelegt.
Die Basis der Risikosteuerung bildet ein
regelmäßiges Reporting. Dieses stellt eine
durchgängige Transparenz sicher. Dem Vorstand sind
danach keine weiteren Risiken bekannt, die für das
Unternehmen bestandsgefährdend sind und nicht durch
geeignete Gegenmaßnahmen adäquat gesteuert
werden können.
Chancen auf Wachstum bei Umsatz und Ergebnis
über die Planung hinaus sieht der Vorstand bei der
Nachfrage konzernexterner Kunden nach skalierbaren
Handelsdienstleistungen. Konkrete Prognosen und
Risikobewertungen aufgrund möglicher weiterer
Marktverwerfungen für den Fall, dass die derzeitige
Lage im Ukraine-Krieg weiter eskaliert, sind zum Zeitpunkt
der Erstellung des Lageberichts noch nicht möglich.
Darmstadt, den 19. März
2024
citiworks AG
Der Vorstand
| Dr. Marko Brunner |
Christian Stewens |
Tätigkeiten-Bilanz
energiespezifische Dienstleistungen für die
Elektrizitätsverteilung zum 31. Dezember 2023
Aktiva
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
T€ |
T€ |
| A.
Umlaufvermögen: |
|
|
| I. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände: |
|
|
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
1 |
1 |
|
1 |
1 |
| II. Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten |
180 |
32 |
|
181 |
33 |
|
181 |
33 |
Passiva
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
T€ |
T€ |
| A. zugeordnetes
Eigenkapital |
126 |
10 |
| B.
Rückstellungen: |
|
|
| sonstige
Rückstellungen |
3 |
3 |
|
3 |
3 |
| C.
Verbindlichkeiten: |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
52 |
20 |
| 2. sonstige
Verbindlichkeiten |
0 |
0 |
|
52 |
20 |
|
181 |
33 |
Tätigkeiten
Gewinn- und Verlustrechnung energiespezifische
Dienstleistungen für die
Elektrizitätsverteilung
für den Zeitraum vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| 1.
Umsatzerlöse |
98 |
69 |
| 2. sonstige betriebliche
Erträge |
0 |
0 |
| 3. Personalaufwand: |
|
|
| a) Löhne und
Gehälter |
6 |
6 |
| b) soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
2 |
2 |
| 4. sonstige betriebliche
Aufwendungen |
44 |
41 |
| 5. sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
0 |
0 |
| 6. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
0 |
0 |
| 7. Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag |
0 |
0 |
| 8. Ergebnis nach
Steuern |
46 |
20 |
| 9.aufgrund eines
Gewinnabführungsvertrages abgeführter
Gewinn (-) |
-46 |
-20 |
| 10.
Jahresüberschuss |
0 |
0 |
| 11 .Gewinnvortrag aus
dem Vorjahr |
0 |
0 |
| 12. Bilanzgewinn |
0 |
0 |
Erläuterungen
zu dem Tätigkeitsabschluss "energiespezifische
Dienstleistungen für die ELEKTRIZITÄTSVERTEILUNG
"
für das Geschäftsjahr
2023
Definition der
Unternehmenstätigkeiten
Die citiworks AG ist ein Tochterunternehmen der
ENTEGA AG, Darmstadt. Sie erbringt für die
Netzgesellschaft e-netz Südhessen AG, Darmstadt, ein
Tochterunternehmen der ENTEGA AG, und für weitere
Gesellschaften des ENTEGA-Konzerns sowie für externe
Kunden Dienstleistungen im Bereich der
Elektrizitätsverteilung.
Die Geschäftstätigkeit als Energiehandels-
und Energiedienstleistungsunternehmen erstreckt sich im
Wesentlichen auf die Bereitstellung des Handelsmarktzugangs
für Energie über Börsen, Broker und
over-the-counter (OTC). Darüber hinaus werden für
die Kunden verschiedene Energiedienstleistungen, die mit
dem Elektrizitätshandel in Zusammenhang stehen,
erbracht. Hierzu zählen der automatisierte
Kurzfristhandel, die Erstellung von Lastprognosen sowie die
Übernahme des Bilanzkreis- und Fahrplanmanagements.
Entsprechend erfolgt eine Aufteilung der
energiespezifischen Dienstleistungen auf die
Unternehmenstätigkeit Elektrizitätsverteilung.
Grundsätze der Zuordnung der
einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung
Für die Aufstellung des
Tätigkeitsabschlusses waren die im Vergleich zum
Vorjahr unveränderten angewandten Bewertungsmethoden
maßgebend.
Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und
Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer
Rundung Differenzen auftreten. Nullzeilen in Bilanz und GuV
enthalten geringfügige Euro Beträge, die nicht
aufgerundet wurden.
Die Guthaben bei Kreditinstituten werden nach dem
EBIT-Anteil der Netzbetreiber geschlüsselt.
Das Eigenkapital wird zusammengefasst unter der
Position "zugeordnetes Eigenkapital" gemäß IDW
RS EFA 1 Tz. 70 ausgewiesen. Das Eigenkapital enthält
den sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen Aktiv- und
Passivseite ergebenden Kapitalausgleichsposten.
Die verbleibenden Aktiv- und Passivposten werden den
Unternehmenstätigkeiten grundsätzlich direkt auf
Basis von Einzelkonten zugeordnet. In den Fällen, wo
eine direkte Zuordnung zu den Unternehmenstätigkeiten
nicht möglich ist, oder mit
unverhältnismäßigem Aufwand verbunden
wäre, erfolgt die Zurechnung grundsätzlich
über sachgerechte Schlüssel. Überwiegend
kommen hierbei ein kostenbezogener Schlüssel, ein
personalbezogener Schlüssel sowie EBIT-Schlüssel
zur Anwendung.
Die Zuordnung der Aufwendungen und Erträge zu
den Unternehmensaktivitäten erfolgt primär auf
Basis der Kostenstellen des internen Rechnungswesens.
Hierüber ist für die wesentlichen Aufwendungen
und Erträge eine direkte Zuordnung zu den
Unternehmensaktivitäten möglich. Die Aufwendungen
und Erträge, die den Unternehmensaktivitäten
nicht direkt zugeordnet werden können, werden
ebenfalls über sachgerechte Schlüssel zugeordnet.
Überwiegend kommen hierbei aufwandsbasierte
Schlüssel zur Anwendung.
Sämtliche Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr
innerhalb eines Jahres fällig.
Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr
innerhalb eines Jahres fällig. Sie gliedern sich wie
folgt:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen: |
52 |
20 |
| - davon sonstige
Verbindlichkeiten |
52 |
20 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten
Verbindlichkeiten gegenüber folgenden
Gesellschaftern: |
|
|
| • ENTEGA AG |
52 |
20 |
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen aus
Altersversorgung in Höhe von 2 T€ (Vorjahr 2
T€).
Darmstadt, den 19. März
2024
citiworks AG
Der Vorstand
| Dr. Marko Brunner |
Christian Stewens |
PROTOKOLL
der Aufsichtsratssitzung der citiworks
AG, Darmstadt, am 14. Mai 2024, von 10:05 Uhr bis 11:25 Uhr
ENTEGA AG, FFS 110, Darmstadt
TOP 4 Beschluss: Feststellung des
Jahresabschlusses zum 31.12.2023 sowie Zustimmung zu dem
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023
Die Aufsichtsratsvorsitzende stellt den Beschluss zu
TOP 4 zur Abstimmung.
Der Aufsichtsrat billigt und stellt damit den
vorgelegten Jahresabschuss zum 31.12.2023 und den
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 einstimmig
fest
TOP 5 Beschluss: Zustimmung zu dem
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
für das Geschäftsjahr 2023
Herr Schmidt teilt mit, dass der im
Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete
Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in
Höhe von 1.995.009,35 EUR nach Zuführung zur
gesetzlichen Rücklage in Höhe von 0,00 EUR
aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages
vollständig an das Mutterunternehmen, ENTEGA AG,
Darmstadt, abgeführt wird.
Somit verbleibt ein Bilanzgewinn in Höhe von
103.217,69 EUR, der ausschließlich aus dem
vororganschaftlichen Gewinnvortrag resultiert.
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in
Höhe von 103.217,69 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Aufsichtsrat stimmt der vorgeschlagenen
Verwendung des Bilanzgewinns für das
Geschäftsjahr 2023 einstimmig zu.
Thomas Schmidt Vorsitzender des Aufsichtsrats der
citiworks AG
Aufsichtsratssitzung der citiworks AG
am 14. Mai 2024
zu Tagesordnungspunkt 6:
Beschluss: Zustimmung zu dem Bericht
des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der citiworks AG in
der durch das Gesetz vorgeschriebenen Form überwacht.
Er ist vom Vorstand durch allgemeine Berichte und durch
eingehende Vorträge in den Sitzungen des Aufsichtsrats
unterrichtet worden. Im Geschäftsjahr 2023 fanden zwei
ordentliche Sitzungen und eine Beschlussfassung
außerhalb einer Sitzung statt, in denen die
wirtschaftliche Lage des Unternehmens beraten wurde.
Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen waren u. a.
die Beratungen und Beschlussfassungen zum Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2022 und zur Unternehmens-
und Investitionsplanung 2024. Darüber hinaus wurden
die notwendigen Beschlüsse für die Vorbereitung
der ordentlichen Hauptversammlung getroffen. Auch die
Zustimmung zur Abgabe der Entsprechenserklärung
hinsichtlich der Umsetzung des Darmstädter
Beteiligungskodexes wurde erteilt. Des Weiteren
beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der
Limitsystematik für strategische Handelspartner und
stimmte der Vornahme von Anpassungen zu.
Interessenskonflikte bei Aufsichtsratsmitgliedern
sind nicht aufgetreten. Die mit der Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts für das
Geschäftsjahr 2023 beauftragte
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly GmbH &
Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat
den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach
§ 322 HGB am 26. März 2024 erteilt.
Der Aufsichtsrat hat von den Prüfungsergebnissen
Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis
seiner Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem
Jahresabschluss und dem Lagebericht des Vorstands zu. Er
hat am heutigen Tag den Jahresabschluss gebilligt.
Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der
Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des
Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand der citiworks AG,
dem Betriebsrat und allen Betriebsangehörigen für
die im Jahr 2023 geleistete Arbeit.
Darmstadt, den 14. Mai
2024
Der Aufsichtsrat
Thomas Schmidt Aufsichtsratsvorsitzender
Der Aufsichtsrat stimmt dem Bericht des Aufsichtsrats
zu.
|