Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 5175 BHV
Eingetragen
10.7.2007
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungWärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Die Planung, Koordinierung und Durchführung aller im Rahmen eigener und fremder Gebäudewirtschaft erforderlichen Maßnahmen mit eigenen oder fremden Kräften, die mit der Ver- und Entsorgung der Gebäude, insbesondere mit der Energieversorgung, zu tun haben. Im Rahmen dessen kann sie Blockheizkraftwerke errichten und/ oder betreiben sowie die daraus gewonnene Energie verwerten. Die Gesellschaft kann Dienstleistungen aller Art im Rahmen der Gebäudewirtschaft erbringen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Isabelle Bornemann
seit 20.5.2026
Prokura
Sieghard Lückehe
seit 12.8.2013
Geschäftsführer
Axel Kluck
seit 30.4.2012
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STÄWOG Service GmbH

Bremerhaven

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

ANHANG

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

FESTSTELLUNGSBESCHLUSS

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 430.859,49 217.789,49
Anlagen im Bau 186.924,52 617.784,01
UMLAUFVERMÖGEN
VORRÄTE
Unfertige Leistungen 539.113,47 612.375,93
FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.636,27 2.227,92
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 96.611,46 105.247,73 26.502,97
FLÜSSIGE MITTEL
Guthaben bei Kreditinstituten 167.652,75 380.960,15
BILANZSUMME 1.429.797,96 1.239.856,46

PASSIVSEITE

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
EIGENKAPITAL
GEZEICHNETES KAPITAL 25.000,00 25.000,00
EIGENKAPITAL INSGESAMT 25.000,00 25.000,00
RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 5.000,00 4.800,00
VERBINDLICHKEITEN
Erhaltene Anzahlungen 506.236,04 593.920,88
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.356,76 93.550,15
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 888.205,16 522.542,59
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 1.399.797,96 42,84
BILANZSUMME 1.429.797,96 1.239.856,46

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen 1.950.670,72 1.793.996,34
Erhöhung (Vorjahr Verminderung) des Bestandes an unfertigen Leistungen -73.262,46 239.874,46
Sonstige betriebliche Erträge 29.319,66 27.933,32
Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 1.235.523,51 1.402.311,16
ROHERGEBNIS 671.204,41 659.492,96
Abschreibungen auf Sachanlagen 62.176,61 104.373,40
Sonstige betriebliche Aufwendungen 241.249,78 227.458,80
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.071,67 5.201,92
davon an verbundene Unternehmen 2.296,31 EUR (Vj: 4.359,56 EUR)
ERGEBNIS NACH STEUERN 364.706,35 322.458,84
Aufwendungen aus Gewinnabführung 364.706,35 322.458,84
JAHRESÜBERSCHUSS 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss 2023

A. Allgemeine Angaben

Die STÄWOG Service GmbH hat ihren Sitz in Bremerhaven und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Bremen (HRB Nr. 5175 BHV). Sie ist eine nach den Größenmerkmalen des § 267 HGB, "kleine" Kapitalgesellschaft. Nach dem Gesellschaftsvertrag sind der Jahresabschluss und der Lagebericht jedoch nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufzustellen.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften des Zweiten Abschnittes im Dritten Buch des HGB aufgestellt. Die einschlägigen Vorschriften des GmbHG wurden entsprechend berücksichtigt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung fand unverändert das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden wie folgt angewendet:

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Den Abschreibungen auf Heizanlagen liegt eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren und den zur Ermittlung der abzurechnenden Wärmemenge eingebauten Wärmemengenzählern von 5 Jahren zugrunde.

Alle Wirtschaftsgüter einer Kundenanlage im Sinne des § 3 Nr. 24a EnWG werden in Anlehnung an die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Blockheizkraftwerks (BHKW) über einen einheitlichen 10-jährigen Zeitraum abgeschrieben. Hierunter fallen das BHKW, das dazugehörige Stromverteilnetz und die zur Verbrauchsabrechnung relevanten Stromzähler. Investitionskostenzuschüsse wurden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Der Ausweis unter Gezeichnetes Kapital entspricht dem voll eingezahlten Stammkapital von 25.000,00 EUR laut Gesellschaftsvertrag. Sonstige Rückstellungen sind in Höhe des künftigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem nachfolgenden Anlagengitter zu entnehmen.

Unfertige Leistungen enthalten noch nicht abgerechnete Wärmelieferungen. Die Bewertung erfolgte in Höhe der gebuchten Aufwendungen.

Wirtschaftsgüter des Vorratsvermögens sind gem. § 6 EStG zum Bilanzstichtag mit ihren Herstellungs- oder Anschaffungskosten zu bewerten. Hierzu gehören auch die Gemeinkosten die auf die Herstellung/Produktion entfallen; hier: Geschäftsbesorgungskosten.

Der Wert der unfertigen Leistungen erhöht sich um 75 % der Geschäftsbesorgungskosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus der Energiesteuer 2023 (Hauptzollamt) von 24.082,53 EUR.

Die sonstigen Rückstellungen sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie enthalten im Wesentlichen noch zu erwartende Belastungen aus den anfallenden Prüfungskosten.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach der Restlaufzeit und Sicherung ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 888.205,16 EUR. Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin.

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen nicht.

D. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigt außer dem Geschäftsführer und einem Prokuristen kein weiteres Personal. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Mit der Städtischen Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH (STÄWOG) besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag. Danach obliegt der STÄWOG die Durchführung sämtlicher kaufmännischer und technischer Verwaltungsleistungen, die im Rahmen des Geschäftsbetriebes der STÄSERVICE anfallen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates, der Geschäftsführer und der Prokurist haben für ihre Tätigkeit im Jahre 2023 von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. Die Jahresergebnisse der STÄSERVICE werden auf der Grundlage des mit der Gesellschafterin abgeschlossenen Unternehmensvertrags an diese abgeführt bzw. von dieser ausgeglichen.

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Pachtverträgen für Blockheizkraftwerke (BHKW). Im Jahr 2024 sind hierfür 8,8 TEUR aufzuwenden, in 2023 waren dies 28,1 TEUR.

Für die Jahresabschlussprüfung wurde an die Prüfungsgesellschaft ein Betrag von 1,6 TEUR aufgewendet. Andere Beratungs- oder Bestätigungsleistungen der Prüfungsgesellschaft fanden nicht statt.

Mit der Gesellschafterin sind langfristige Wärmelieferungsverträge geschlossen. Die Erlöse aus den Wärmelieferungsverträgen stellen gemessen an den Gesamtumsatzerlösen 74 % der Einnahmen des Haupttätigkeitsbereichs dar. Das Risiko von Zahlungsausfällen entfällt somit in gleichem Maße.

ENTWICKLUNG DES ANLEGEVERMÖGENS

Anschaffungs / Herstellungskosten 01.01 Zugänge Abgänge Umbuchungen (-/-)
des Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 1.057.729,79 275.246,61 113.950,67 0,00
ANLAGEVERMÖGEN INSEGESAMT 1.057.729,79 275.246,61 113.950,67 0,00
Zuschreibungen Anschaffungs / Herstellungskosten 31.12 Abschreibungen (kumuliert) 01.01.
des Geschäftsjahr
EUR EUR
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.219.025,70 839.940,27
ANLAGEVERMÖGEN INSEGESAMT 0,00 1.219.025,70 839.940,27
Abschreibungen des Geschäftsjahres Änderung der Abschreibung in Zusammenhang mit ... Abschreibungen (kumuliert) 31.12
Zugänge/Zuschreibungen Abgänge Umbuchungen (-/-)
EUR EUR EUR EUR EUR
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 62.176,61 0,00 113.950,67 0,00 788.166,21
ANLAGEVERMÖGEN INSGESAMT 62.176,61 0,00 113.950,67 0,00 788.166,21
Buchwert am 31.12. Buchwert am 31.12. (VJ)
EUR
SACHANLAGEN
Technische Anlagen und Maschinen 430.859,49 217.789,49
ANLAGEVERMÖGEN INSGESAMT 430.859,49 217.789,49

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

Verbindlichkeiten insgesamt 31.12.2023 davon Restlaufzeit
(31.12.2022) unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Erhaltene Anzahlungen 506.236,04 506.236,04
[Vorjahr] [593.920,85] [593.920,88]
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.356,76 5.356,76
[Vorjahr] [93.550,15] [93.550,15]
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 888.205,16 674.180,55 113.460,94 100.563,67
[Vorjahr] [522.542,59] [417.661,30] [72.327,84] [32.553,45]
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00
[Vorjahr] [42,84] [42,84]
Gesamtbetrag 1.399.797,96 1.185.773,35 113.460,94 100.563,67
[Vorjahr] [1.210.056,46] [1.105.175,17] [72.327,84] [32.553,45]
Verbindlichkeiten gesichert
Art der Sicherung
EUR EUR
Erhaltene Anzahlungen
[Vorjahr]
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
[Vorjahr]
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
[Vorjahr]
Sonstige Verbindlichkeiten
[Vorjahr]
Gesamtbetrag
[Vorjahr]

Der Aufsichtsrat besteht aus den Aufsichtsratsmitgliedern der Städtischen Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH.

Organe der Gesellschaft

Gesellschafter: Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH
Bremerhaven, Barkhausenstraße 22 in 27568 Bremerhaven
Aufsichtsrat: Gemäß §10 des Gesellschaftsvertrages entspricht der Aufsichtsrat dem der Muttergesellschaft.
Melf Grantz
Vorsitzender (seit dem 01.11.2023)
(AR Mitglied seit dem 02.12.2015)
Oberbürgermeister
Sebastian Windhorst
stellvertretender Vorsitzender (seit dem 01.11.2023)
(AR Mitglied seit dem 02.12.2015)
Arbeitnehmervertreter/Betriebsrat
Heino Czerwinski (seit dem 01.12.1999)
Schriftführer
Arbeitnehmervertreter
Charlyn Armbrust (seit dem 04.12.2019)
Arbeitnehmervertreterin
Lisa-Marie Becker (seit dem 04.12.2019)
Arbeitnehmervertreterin
Sabrina Czak (seit dem 14.09.2023)
Stadtverordnete
Marina Kargoscha (seit dem 04.02.2016)
Stadtverordnete
Tim Keunemann (seit dem 04.12.2019)
Arbeitnehmervertreter
Martina Kirschstein-Klingner (seit dem 01.12.1999)
Stadtverordnete
Katy Knüppel (seit dem 01.08.2022)
Arbeitnehmervertreterin
Marko Miholic (seit dem 14.09.2023)
Stadtverordneter
Astrid Milch (seit dem 14.09.2023)
Stadtverordnete
Torsten Neuhoff (seit dem 29.09.2011)
Bürgermeister
Uwe Parpart (seit dem 02.12.2015)
Stadtrat
Axel Seltenhorn (seit dem 14.09.2023)
Arbeitnehmervertreter
Katja Usselmann (seit dem 14.09.2023)
Arbeitnehmervertreterin
Am 13.09.2023 sind aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden:
Christa Utech (seit dem 11.09.2007)
Arbeitnehmervertreterin/Betriebsrätin
Jens Grotelüschen (seit dem 04.12.2019)
Stadtverordneter
Jörn Hoffmann (seit dem 04.12.2019)
Stadtverordneter
Dagmar Kunze (seit dem 04.12.2019)
Arbeitnehmervertreterin
Detlef Müller (seit dem 02.12.2015)
Stadtverordneter
Geschäftsführer: Sieghard Lückehe

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine führt mit seinem Ausbruch am 24.02.2022 neben unermesslichem Leid der Bevölkerung vor Ort derzeit auch zu wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen und wirtschaftlichen Einschränkungen mit entsprechenden Folgen für Deutschland. Aufgrund der Auswirkungen des andauernden Krieges in der Ukraine und den anstehenden Verpflichtungen zur Erreichung der Klimaschutzziele ist im Jahr 2024 unverändert mit einer Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur zu rechnen.

Für die Gesellschaft können sich diese Umstände weiterhin negativ auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage, z. B. in Gestalt, gestiegenen Einkaufspreisen für Energieträger, der Unterbrechung von Lieferketten (Lieferengpässe bei verschiedenen Baumaterialien) oder aus Cyberangriffen niederschlagen.

Quantitative Angaben zum Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht verlässlich möglich. Wir verweisen in diesem Zusammenhang ergänzend auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht".

 

Bremerhaven, den 28.03.2024

STÄWOG Service GmbH

Sieghard Lückehe, Geschäftsführer

LAGEBERICHT zum Jahresabschluss 2023

1.Grundlagen des Unternehmens und Geschäftsverlauf

Am 26.06.2007 wurde die Gesellschaft STÄWOG Service GmbH (STÄSERVICE) gegründet. Die Gesellschaft hat den Zweck, im Rahmen eigener und fremder Gebäudewirtschaft alle Maßnahmen zu planen, zu koordinieren und mit eigenen oder fremden Kräften durchzuführen, die mit der Ver- und Entsorgung der Gebäude, insbesondere mit der Energieversorgung zu tun haben. Im Rahmen dessen kann sie z. B. Blockheizkraftwerke, Heizwerke und Solaranlagen errichten und/oder betreiben sowie die daraus gewonnene Energie verwerten.

Die Gesellschaft betreibt in den Gebäuden der Muttergesellschaft, die Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH (STÄWOG), Heizzentralen und liefert die hieraus gewonnene Wärme, im Wege des Energieliefercontracting, an diese. Die Heizzentralen können sich sowohl im Eigentum der STÄWOG als auch im Eigentum der STÄSERVICE befinden. Die sich im Eigentum der STÄWOG befindlichen Heizanlagen werden der STÄSERVICE unentgeltlich im Wege der Beistellung zur Verfügung gestellt. Die Anzahl der Heizzentralen, für die die STÄSERVICE die Betriebsführung übernommen hat, stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Heizzentralen 2023 Anzahl 2022 Anzahl Veränderung zum Vorjahr
Beistellung 108 112 -4
Eigentum 17 15 +2
Gesamt 125 127 -2

Zusätzlich betreibt die STÄSERVICE, in den Gebäuden der STÄWOG, sowohl eigene als auch von der STÄWOG gepachtete Blockheizkraftwerke (BHKW). Blockheizkraftwerke nutzen das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und produzieren sowohl Strom als auch Wärme. Durch die gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung wird die eingesetzte Energie besonders effizient genutzt. Der produzierte Strom wird innerhalb der sogenannten Kundenanlagen an die STÄWOG, Mieter der STÄWOG und an das öffentliche Netz geliefert. Die Anzahl der im Dauerbetrieb befindlichen BHKW teilt sich wie folgt auf:

BHKW 2023 Anzahl 2022 Anzahl Veränderung zum Vorjahr
Gepachtet 4 7 -3
Eigentum 8 5 +3
Gesamt 12 12 0

Die wesentlichen Kennzahlen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst die folgende Tabelle zusammen:

Plan 2023 Ist 2023 Ist 2022
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse Wärme und Strom 1.930 1.951 1.794
Aufwendungen für bezogene Lieferungen/Leistungen 1.390 1.236 1.402
Plan 2023 Ist 2023 Ist 2022
TEUR TEUR TEUR
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 295,5 364,7 322,5

Der Jahresüberschuss beträgt 364,7 TEUR und übertrifft damit das im Wirtschaftsplan dargestellte Ergebnis. Der erhöhte Jahresüberschuss resultiert im Wesentlichen aus verminderten Aufwendungen für bezogene Lieferungen/Leistungen. Die Geschäftsentwicklung wird insgesamt für 2023 als positiv beurteilt.

Nähere Erläuterungen zu den Kennzahlen, insbesondere zu den Umsatzerlösen aus Wärme und Strom, sind unter dem nachfolgenden Punkt "Wirtschaftsbericht" ausgeführt.

2.Wirtschaftsbericht

Die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der STÄWOG Service GmbH im Geschäftsjahr 2023 wird anhand nachfolgender Erläuterungen sowie ausgewählten Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zum Vorjahr erläutert:

2.1 Ertragslage

a) Wärme

Insgesamt sind das Nutzerverhalten und die Witterungsverhältnisse eng miteinander verbunden und haben einen direkten Einfluss auf den Wärmeabsatz in Gebäuden. Der Wärmeabsatz liegt mit 17,0 GWh (Vorjahr 18,0 GWh) ca. 5,3 % unter dem Vorjahresniveau. Der Vergleich der Gradtagszahlen der Jahre 2022 und 2023 für Bremerhaven lässt keinen Rückschluss auf den geringeren Wärmeabsatz zu, da diese nur geringfügig voneinander abweichen. Die Gradtagszahl ist der "Gradmesser" für den Energieverbrauch zum Heizen und abhängig von den jeweiligen Witterungsverhältnissen.

Es liegt nahe, dass der geringere Wärmebedarf auf Energieeinsparungsbemühungen der Mieter zurückzuführen ist. In Zeiten der Energiekrise sind die Menschen oft motiviert, Energie zu sparen, um Ihre Energiekosten zu senken und die Auswirkungen der Krise zu mildern. Mieter könnten daher bewusst ihre Heizgewohnheiten ändern, um weniger Energie zu verbrauchen, indem sie beispielsweise die Raumtemperatur senken oder ihre Heizungen weniger häufig nutzen.

Die Einführung der Gasspeicherumlage im Oktober 2022, sowie die Erhöhung bestehender Umlagen im Jahr 2023, die als gesetzliche Gaspreisbestandteile den Gaspreis beeinflussen, haben zu einer Erhöhung der Gasbeschaffungskosten und somit auch zu einer Erhöhung des Wärmpreises geführt, welcher die verminderten Umsatzerlöse, aufgrund der geringeren Absatzmenge, kompensiert.

Wärme 2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
TEUR TEUR in TEUR
Umsatzerlöse Wärme 1.438 1.432 +6

b) Strom

Die Umsatzerlöse aus dem Stromverkauf liegen weit über dem Niveau des Vorjahres. Die Energiekrise hat seit 2022 dazu geführt, dass die Stromtarife für Letztverbraucher stark angestiegen sind. Auch die verbesserte Vergütung für die in das Stromnetz des vorgelagerten Netzbetreibers eingespeiste Strommenge hat zu einem Anstieg der Umsatzerlöse beigetragen. Der Stromabsatz an Letztverbraucher liegt bei 980.374 kWh (Vorjahr 999.951 kWh). Im Geschäftsjahr 2023 betrug die mit den Blockheizkraftwerken erzeugte Strommenge rund 1.283.000 kWh (Vorjahr 1.297.000 kWh).

Strom 2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
TEUR TEUR in TEUR
Umsatzerlöse Strom 512 362 150

2.2 Finanzlage

Die Darlehensverbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin. Bei den für die Finanzierung des Anlagevermögens aufgenommenen Fremdmitteln handelt es sich ausschließlich um langfristige Annuitätendarlehen mit Restlaufzeiten von bis zu 10 Jahren.

Für kurzfristigen Liquiditätsbedarf steht der Gesellschaft eine Kontokorrent-Linie in Höhe von 200 TEUR zur Verfügung. Diese ist durch Bürgschaft der Gesellschafterin gesichert. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt 1.429,8 TEUR (Vorjahr: 1.239,9 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt rd. 1,7 % (Vorjahr: 2,0 %). Die Anlagenintensität beträgt 43,21 % (Vorjahr 17,57 %) der Bilanzsumme. Es ist im Wesentlichen durch Eigenkapital und langfristige Fremdmittel gedeckt.

3.Risiko- und Chancenbericht

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland andauernd Krieg gegen die Ukraine. Aufgrund der Einschnitte im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft ist daher weiterhin von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage auszugehen. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf die Energiewirtschaft können nicht verlässlich abgeschätzt werden. Es ist jedoch mit Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur, verschlechterten Finanzierungsbedingungen sowie geringeren Investitionen und Kaufzurückhaltung zu rechnen.

Nach wie vor beschäftigt alle das Thema der Energieversorgung. Die aufgrund des Krieges eingetretenen krisenbedingten Preisspitzen an den Gasmärkten haben sich jedoch inzwischen gelegt. Mit der Gesellschafterin sind langfristige Wärmelieferungsverträge geschlossen. Mit der Strategie der effizienten Betriebsführung und Modernisierung der Heizanlagen durch die STÄSERVICE sowie der energetischen Modernisierung der Gebäude durch die Gesellschafterin wird konsequent das Ziel verfolgt, den Betriebskostenanstieg für die Mieter der Gesellschafterin dauerhaft zu dämpfen. Die Erlöse aus den Wärmelieferungsverträgen stellen gemessen an den Gesamtumsatzerlösen 74 % der Einnahmen des Haupttätigkeitsbereichs dar. Das Risiko von Zahlungsausfällen entfällt somit in gleichem Maße. Darlehensverbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin.

Darüber hinaus werden die für die folgenden Geschäftsjahre geltenden Änderungen im Energiewirtschaftsrecht laufend bewertet und geprüft. Die sich in den Zeiten der Energiewende kontinuierlich verändernde Gesetzeslage schafft die Notwendigkeit, sich durchgängig mit den geänderten Regelungen auseinanderzusetzen. Dabei stehen nicht nur die auf das Bestandsgeschäft wirkenden Risiken im Vordergrund, sondern der Fokus liegt auch auf der Bewertung von Chancen, die sich aus den neuen Regelungen ergeben.

Zurzeit werden keine rechtlichen Auseinandersetzungen mit Auftraggebern, Auftragnehmern, Kunden oder Dritten geführt, die von ihrer Art oder ihrem Umfang her über das normale Maß unvermeidbarer Auseinandersetzungen hinausgehen würden.

4.Prognosebericht

Die Gesellschaft wird im Jahr 2024 ihren Geschäftsbetrieb auf der Grundlage der abgeschlossenen Verträge fortführen und erweitern. Ziel der Gesellschaft ist die optimierte und wirtschaftliche Versorgung der Mieter der STÄWOG mit Energie.

Alle zur Wärme- und Stromerzeugung eingesetzten Heizanlagen/BHKW der STÄSERVICE werden mit Gas betrieben. Die Bundesregierung will den Umstieg auf Erneuerbare Energien beim Heizen einleiten und damit den Klimaschutz und die Energieunabhängigkeit in Deutschland voranbringen. Dafür wurde unter anderem das Gebäudeenergiegesetz (GEG) überarbeitet. Mit dem Gebäudeenergiegesetz wird die Dekarbonisierung des Wärmebereichs eingeleitet und schrittweise umgesetzt.

Die Bundesregierung hatte zur Eindämmung der steigenden Energiepreise vorübergehend vom 01. Oktober 2022 bis Ende März 2024 den Umsatzsteuersatz auf Gaslieferungen von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Die im Januar 2021 eingeführte CO 2 -Bepreisung, die sich als gesetzlicher Preisbestandteil unmittelbar auf die Gasbeschaffungskosten auswirkt, betrug im Jahr 2023 30 Euro pro Tonne. Anfang 2024 wurde eine Erhöhung des CO 2 -Preises auf 45 Euro pro Tonne festgesetzt. Der Fortfall der Steuersenkung zum 01.04.2024 sowie die Erhöhung des CO 2 -Preises zum 01.01.2024 werden zu einer Verteuerung der Gasbeschaffungskosten führen, was sich wiederum auf den Wärmepreis auswirken wird.

Zusätzlich steigen die Beschaffungskosten für Gas aufgrund vertraglicher Vereinbarungen, durch das Auslaufen des im Jahr 2020 langfristig abgeschlossenen Gasvertrages mit dem Energielieferanten zum 31.12.2024, ab dem 01.01.2025 stark an. Demzufolge wird ab 2025 mit einem jährlichen Gesamtkostenanstieg der Beschaffungskosten für Erdgas von circa 65 %, gegenüber den Beschaffungskosten per 01.01.2024, kalkuliert (inkl. CO 2 -Bepreisung).

Der durchschnittliche Strompreis für Grundlaststrom eines Quartals, der auch als "üblicher Preis" oder "KWK-Index" bezeichnet wird, bestimmt nach dem KWK- Gesetz den Wert des Stroms, der im darauffolgenden Quartal in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist wird. Demnach gilt der übliche Preis des 4. Quartals 2023 in Höhe von 10,368 Cent/kWh für die Abrechnung des Überschussstroms in den Monaten Januar bis März 2024. Der übliche Preis lag im 4. Quartal 2022 bei 38,585 Cent/kWh.

Der Wirtschaftsplan des Jahres 2024 weist Umsatzerlöse aus Wärme und Strom von 2.001 TEUR und Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen von 1.471 TEUR aus. Insgesamt soll im Jahr 2024 auf dieser Grundlage ein Jahresüberschuss von 200,2 TEUR erwirtschaftet werden.

 

Bremerhaven, den 28.03.2024

STÄWOG Service GmbH

Sieghard Lückehe, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die STÄWOG Service GmbH, Bremerhaven

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der STÄWOG Service GmbH, Bremerhaven, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STÄWOG Service GmbH, Bremerhaven, für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Gesamtdarstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 10.05.2024

GdW Revision Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Heiko Günther, Wirtschaftsprüfer

Gerhard Viemann, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat der STÄWOG Service GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 in vier Sitzungen sowie anhand schriftlicher und mündlicher Berichte der Geschäftsführung über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft, über bedeutende Geschäftsvorfälle und alle wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik unterrichtet. Von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung hat er sich überzeugt. Er hat die ihm aufgrund gesetzlicher und gesellschaftsvertraglicher Bestimmungen vorgelegten Einzelvorgänge behandelt.

Der nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023 wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GdW Revision AG, Hannover, geprüft. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Außerdem wurden die in den Grundsätzen für die Prüfung von Unternehmen nach § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz (HGrG) niedergelegten Prüfungsfeststellungen getroffen. Beanstandungen haben sich nicht ergeben.

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Bilanzsumme 1.429.797,96 EUR. Aufgrund des Organvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung wurde der Gewinn des Geschäftsjahres in Höhe von 364.706,35 EUR an die Städtische Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH abgeführt.

Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Lagebericht 2023 und empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, festzustellen und der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen (§ 8 Gesellschaftsvertrag).

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Städtischen Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH für die im Rahmen des bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrages im Geschäftsjahr geleistete Arbeit.

 

Bremerhaven, 19.06.2024

Oberbürgermeister Melf Grantz, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Feststellungsbeschluss

Auszug aus der Gesellschafterversammlung STÄWOG Service GmbH vom 21.08.2024

Tagesordnungspunkt 1.2.1:

Die Gesellschafterversammlung stellt den Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme von EUR 1.429.797,96 fest.

 

Bremerhaven, den 21.08.2024

Sieghard Lückehe, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Bremerhaven mbH

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