Dahlhoff Feinkost GmbH
Annabergstraße 150, 45721 Haltern am See, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Denis Held seit 28.10.2025 | Geschäftsführer |
Michael Boeck seit 9.7.2025 | Prokura |
Hendrik Kremer seit 14.11.2018 | Prokura |
Alfons Dahlhoff seit 12.11.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dahlhoff Feinkost GmbHHaltern am SeeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023DAHLHOFF FEINKOST GMBH, HALTERN AM SEEAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023Dahlhoff Feinkost GmbH, Haltern am SeeI. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Firma der Gesellschaft lautet Dahlhoff Feinkost GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRB 6070 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Haltern am See. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des Vorjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Vermögensgegenstände werden einzeln und vorsichtig bewertet. Insbesondere sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Die auf den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Wertansätze sind daher mit denen des Vorjahres grundsätzlich vergleichbar. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an. Für Zugänge von Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird in jedem Geschäftsjahr mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst (§ 6 Abs. 2a EStG). Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie ggf. Sondereinzelkosten der Fertigung und darüber hinaus nur angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Unberücksichtigt bleiben Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für freiwillige Arbeitgeberleistungen, Vertriebskosten und Fremdkapitalzinsen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Abgrenzung für latente Steuern wurden gemäß § 274 HGB auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhanges der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Pensionsrückstellungen entsprechen dem Erfüllungsbetrag, der auf der Grundlage der biometrischen Rechnungsgrundlagen der "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck und dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt wurde. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden in den versicherungsmathematischen Berechnungen mit 1,5 % bzw. 2,0 % berücksichtigt. Ein Gehaltstrend und eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurden nicht berücksichtigt. Der Abzinsungssatz für die Verpflichtungen beläuft sich zum 01.01.2023 auf 1,82 %. Es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15. Jahren. Der Berechnung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraumes von sieben auf zehn Jahre ergebene ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum 31.12.2023 € 4.266,00. Bei der Bemessung der Steuer- und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis laufzeitkongruenter Marktzinsen abgezinst. Rückstellungen für Altersteilzeitansprüche in Höhe von T€ 272 sind mit den entsprechenden Finanzanlagen - die zu Anschaffungskosten von T€ 277 bewertet wurden - verrechnet worden (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Kurswert zum 31. Dezember 2023 dieser Finanzanlagen beträgt T€ 287. Der aktive Überhang (T€ 15) aus der Verrechnung wird auf der Aktivseite der Bilanz unter dem Buchstaben E. ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Es besteht keine Notwendigkeit der Abbildung passiver latenter Steuern. Sofern der Jahresabschluss auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten enthält, die in Euro umgerechnet werden müssen, sind diese zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wird ggf. das Niederstwertprinzip und das Realisationsprinzip beachtet. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der Dahlhoff Feinkost GmbH dargestellt. Als Anschaffungs- und Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 81 (Vorjahr: T€ 82) enthalten. Sie sind innerhalb eines Jahres fällig. 3. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern beruhen auf unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen. Die Differenzen wurden mit einem Steuersatz von 31 % bewertet. 4. Eigenkapital Die Gesellschaft hat It. Gesellschaftsvertrag ein Stammkapital in Höhe von € 500.000,00. 5. Sonderposten für Zuwendungen In den Vorjahren wurden Investitionen teilweise staatlich gefördert. Hierfür wurde ein Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen angelegt. Die Fortschreibung und Auflösung des Sonderpostens erfolgt analog der Ermittlung der Abschreibungen der geförderten Vermögensgegenstände. 6. Rückstellungen Die Gesellschaft hat bei der erstmaligen Bewertung der Pensionsrückstellungen von dem Ansammlungswahlrecht nach BilMoG Gebrauch gemacht. Zum Bilanzstichtag resultiert hieraus keine Deckungslücke mehr. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Persoanlkostenabgrenzungen, Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen, sowie Gewährleistungsrückstellungen zusammen. 7. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 3.785 durch Pfandrechte und ähnliche Rechte (Grundschulden, Sicherungsübereignung Fahrzeuge und Maschinen sowie Bürgschaften) gesichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind I. d. R. durch Eigentumsvorbehalte gesichert bzw. ungesichert. Hinsichtlich der Vorjahresbeträge sind vergleichbare Verhältnisse zu den Bindungen bzw. Absicherung der Verbindlichkeiten gegeben. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Sämtliche Umsätze werden aus dem Verkauf von Feinkostartikeln erzielt. Davon werden ca. 4,3 % im angrenzenden europäischen Ausland erzielt. Der übrige Umsatz wird in Deutschland erzielt. 2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die periodenfremden Erträge belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 6; die periodenfremden Aufwendungen auf T€ 5. V. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB für das Geschäftsjahr 2023 beträgt: Angestellte: 124 Arbeiter: 157 2. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 an: - Herr Alfons Dahlhoff, Haltern am See - Herr Robert Augustin, Münster Der Geschäftsführer Herr Dahlhoff ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Angaben zur Vergütung der Geschäftsführung nach § 289 Nr. 9a HGB unterbleiben im Hinblick auf die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB. 3. Anteilsbesitz Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. § 285 Nr. 11 HGB ist beigefügt. 4. Honorar des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung (T€ 25), sowie Steuerberatungsleistungen (T€ 9) angefallen. 5. Ausschüttungsgesperrte Beträge Insgesamt unterliegt ein Betrag von T€ 4 der Ausschütttungssperre. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Die Gesellschaft hat für verschiedene Fahrzeuge Leasingverträge abgeschlossen. Die hieraus am 31.12.2023 noch zu zahlenden Raten betragen T€ 9. Zudem sind Teile der Betriebs- und Geschäftsausstattung über Leasing finanziert. Die hieraus am 31.12.2023 noch zu zahlenden Raten betragen T€ 30. Die Gesellschaft hat langfristig Immobilien von einem Schwesterunternehmen angepachtet. Für die Immobilien ist jährlich ein Pachtzins von T€ 1.721 zu entrichten. 7. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse: Mithaftung aus Gewährleistungen für fremde Verbindlichkeiten T€ 5.554 (Bankdarlehen). Mit einer Inanspruchnahme aus den Gewährleistungen für fremde Verbindlichkeiten ist zurzeit nicht zu rechnen, da die finanzielle Situation der Schuldnerin der Verbindlichkeiten als zufriedenstellend anzusehen ist. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von T€ 3.888 mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von T€ 21.837 zusammenzufassen und auf neue Rechnung vorzutragen. Vom Gewinnvortrag ist ein Betrag in Höhe von T€ 4 gemäß § 285 Nr. 28 HGB ausschüttungsgesperrt. 9. Nachtragsbericht Über Vorgänge, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, und für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag von Bedeutung sind, ist nichts zu berichten.
Haltern am See, den 18. September 2024 Dahlhoff Feinkost GmbH gez. Alfons Dahlhoff gez. Robert Augustin Anlagenspiegel
Verbindlichkeitenspiegel
Aufstellung des Anteilsbesitzes der Dahlhoff Feinkost GmbH zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Dahlhoff Feinkost GmbH, Haltern am SeeGrundlagen des Unternehmens 1.1 Unternehmensdarstellung Die Dahlhoff Feinkost GmbH ist ein mittelständiges Familienunternehmen und Hersteller von Feinkostprodukten in Premium-Qualität. Als einer der führenden Anbieter im Segment der offenen Thekensalate sorgt das Unternehmen seit über 30 Jahren für exzellenten Geschmack. Die Herstellung der Produkte erfolgt ausschließlich in Deutschland am Hauptsitz Haltern am See, sowie den Standorten Cuxhaven und Odelzhausen. Alle Dahlhoff-Betriebe unterliegen höchsten Produktionsstandards und sind mit dem IFS Food-Standard auf "Higher Level" zertifiziert. Unsere Fisch-Feinkost kommt aus unserem eigenen Betrieb in Cuxhaven an der Nordseeküste, wo wir die Seafood-Rohware mit jahrzehntelangem Know-how veredeln, wie z. B. selbst räuchern und den Matjes einklatschen und reifen lassen, um den bestmöglichen Geschmack garantieren zu können. Im Betrieb Odelzhausen werden hochwertige Kartoffelsalate und andere lokale Spezialitäten hergestellt. Die Kartoffeln werden dabei regional von bäuerlichen Betrieben aus der Region Oberbayern bezogen und tragen das Siegel "geprüfte Qualität aus Bayern". Im Stammhaus Haltern am See werden das Dip- und Kraut-Sortiment sowie frische Gemüsesalate und Antipasti hergestellt. Die Feinkostartikel werden an den Groß- und Einzelhandel abgesetzt, wobei der Fokus auf dem Feinkost-Fachhandel liegt. Der Vertrieb erfolgt mit eigenem Fuhrpark über die drei Produktionsstandorte sowie über drei weitere Auslieferungslager. Aufgrund dieses ausgefeilten Logistiknetzes in eigener Hand, schafft das Unternehmen die Lieferung der Waren in nicht einmal 24 Stunden - von der Bestellannahme bis zur Auslieferung an die Kunden. Die Gesellschaft ist insbesondere auf dem deutschen Markt und im angrenzenden europäischen Ausland tätig. 1.2 Bericht über Niederlassungen Die Dahlhoff Feinkost GmbH unterhält Produktionsstätten in Haltern am See, Cuxhaven sowie in Odelzhausen. Daneben werden Auslieferungslager in Wurmberg, Gera und Flörsheim betrieben. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaft und Branche Aufgrund der hohen Inflation, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie der geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland ist die Gesamtwirtschaft im Jahr 2023 in Deutschland leicht geschrumpft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war um 0,30 % niedriger als im Vorjahr. Im Einzelhandel mit Lebensmitteln sank der Umsatz im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr real um 3,9 %. Die Ursache für den realen Rückgang bei gleichzeitig nominalem Umsatzanstieg sind die stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise (+12,4 % im Jahresdurchschnitt 2023 zum Vorjahr). Die Auswirkungen des höheren Preisniveaus für Nahrungsmittel werden insbesondere im langfristigen Vergleich deutlich: So war der reale Umsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln im Jahr 2023 um 5,0 % niedriger als im Vor-Corona-Jahr 2019, wohingegen der nominale Umsatz um 21,4 % höher war. 2.2 Geschäftsverlauf Entgegen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergibt sich für die Dahlhoff Feinkost GmbH eine völlig andere Situation. Der Absatz von Waren konnte, wie bereits in den vergangenen Jahren, nochmals deutlich um 12,2 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Unternehmen hat auch im Jahr 2023 in absoluten Zahlen erneut das umsatzstärkste Jahr der Firmengeschichte geschrieben. Trotz Kostensteigerungen in den Bereichen Personal, Energie und Instandhaltung, konnte durch das überproportionale Umsatzwachstum das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert und historisch das beste Ergebnis der Firmengeschichte geschrieben werden. Die Investitionen in das Anlagevermögen belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 2.623 und betrafen fast ausschließlich das Sachanlagevermögen. Investitionen von T€ 137 wurden in EDV-Software getätigt. Die Abschreibungen belaufen sich auf T€ 2.200. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes erfolgte im Wesentlichen aus dem Cashflow. 2.3 Darstellung der Lage (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) 2.3.1 Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr insbesondere infolge von höherem Absatz an Waren deutlich um T€ 4.487 auf T€ 32.368 gestiegen. Die Personalaufwendungen haben sich bedingt durch Neueinstellungen und Lohnerhöhungen im Jahr 2023 von T€ 13.575 auf T€ 14.350 erhöht. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt aufgrund der sehr starken Entwicklung des Rohergebnisses und den im Vergleich dazu moderaten Kostensteigerungen sowie teilweise erzielten Kostensenkungen (vor allem beim Kraftstoffverbrauch und den Rechts- und Beratungskosten) deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres. Folglich endete das Geschäftsjahr 2023, entsprechend der letztjährigen Prognose, mit einem Jahresüberschuss, der deutlich über dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 liegt. 2.3.2 Finanzlage Die statische Liquiditätsbetrachtung der Gesellschaft ergibt folgendes Bild:
Der Finanzmittelbestand betrifft wie im Vorjahr Kassenbestände und Bankguthaben bei Kreditinstituten. Der Jahresüberschuss war zu einem nennenswerten Teil liquiditätswirksam. Entsprechend erhöhte sich die Liquidität I. Grades. Außerdem konnten aus dem laufenden Cashflow Lieferanten- und kurzfristigen Schulden zurückgeführt werden, sodass auch die Liquidität II. Grades gestiegen ist. Bei in etwa gleichgebliebenen Vorräten wirken sich diese Steigerungen auch auf die Liquidität III. Grades aus. 2.3.3 Vermögenslage Zur Darstellung der Vermögensstruktur werden die Bilanzposten der Aktivseite dem langfristig (Bindung größer als ein Jahr) bzw. dem kurzfristig gebundenen Vermögen zugeordnet. Zur Darstellung der Kapitalstruktur werden die Bilanzposten der Passivseite dem Eigen- bzw. Fremdkapital zugeordnet, wobei innerhalb eines Jahres fällige Beträge dem kurzfristigen Fremdkapital zugeordnet werden, Beträge mit Bindungen zwischen einem und fünf Jahren dem mittelfristigen Fremdkapital sowie Beträge mit Bindungen größer als fünf Jahre dem langfristigen Fremdkapital. Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich danach wie folgt dar: Vermögensstruktur
Kapitalstruktur
Das Vermögen der Gesellschaft, also die Aktivseite der Bilanz, ist gegenüber dem vorangegangenen Bilanzstichtag nicht wesentlich verändert. Lediglich die Liquidität ist deutlich um knapp 46,8 % angestiegen. Die Passivseite ist vom Anstieg des Eigenkapitals durch den Jahresüberschuss sowie die Rückführung von Verbindlichkeiten gekennzeichnet. Die Eigenkapitalquote befindet sich mit 78,6 % weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und liegt damit weit über den durchschnittlichen Eigenkapitalquoten deutscher Unternehmen (ca. 30 %). Chancen- und Risikobericht Die strategische Ausrichtung der Dahlhoff Feinkost GmbH zielt auf eine langfristige, stabile Geschäftsentwicklung. Zur Umsetzung der Ertragsziele werden beherrschbare Risiken eingegangen. Die Gesellschaft verfügt über eine angemessene Unternehmensplanung, die sich auf die Ergebnisplanung und Kapazitätsplanung des folgenden Geschäftsjahres sowie eine strategische Planung für einen mittelfristigen Planungszeitraum konzentriert. Das Risikomanagement wird im Wesentlichen durch die Geschäftsführung, die an entscheidenden Stellen auch mit im Tagesgeschäft eingebunden ist, wahrgenommen. Unterjährig werden auf Monatsbasis betriebswirtschaftliche Auswertungen erstellt, die dann auf auffällige Abweichungen von der geplanten Entwicklung analysiert werden. Bei der Beschaffung von Rohstoffen unterliegt die Dahlhoff Feinkost GmbH grundsätzlich dem Risiko von Preisschwankungen. Einem möglichen Versorgungsrisiko bei der Beschaffung der Rohstoffe, welche den hochqualitativen Produktansprüchen genügen, wird insbesondere für die Bereiche Fisch und Meeresfrüchte mit entsprechenden Lagerbeständen und Reichweiten begegnet. Die Ausfallrisiken bei Forderungen sind als gering einzuschätzen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement mit einem adäquaten Mahnwesen. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der sehr guten Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation nicht erkennbar. Das Unternehmen erwirtschaftet seit vielen Jahren ordentliche Cashflow-Überschüsse, welche nachhaltige Investitionen für gesundes Wachstum ermöglichen. Die Dahlhoff Feinkost GmbH hat eine geringe Fluktuation, daher liegen die Personalrisiken lediglich in dem ungeplanten Ausscheiden von Kompetenzträgern. Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten sind keine Risiken identifiziert, die die finanzielle Stabilität oder Rentabilität des Unternehmens gefährden könnten. Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind zurzeit nicht erkennbar. Die Chancen des Betriebes liegen in den durch die IFS-Zertifizierung vorgegebenen hohen Produktionsstandards, in der hohen Qualität der Produkte sowie in der schnellen und zuverlässigen Belieferung der Kunden. Die Kombination von höchster Produktqualität, dem breiten Feinkost-Sortiment und der Liefer- und Servicequalität durch die eigene national tätige Logistikflotte ist in der Form auf dem Feinkostmarkt einzigartig. Diese Kernkompetenzen werden die zukünftige Entwicklung der Dahlhoff Feinkost GmbH weiterhin positiv beeinflussen. Positive Wachstums- und Ertragschancen unserer Kunden im Markt der hochwertigen Frischeprodukte stellen entsprechende Chancen dar. Durch die fortschreitende Digitalisierung aller Bereiche stellt sich das Unternehmen für die Zukunft auf und erzielt zudem Kosteneinsparungen und Effizienzvorteile. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf Die prognostizierten Leistungsindikatoren haben sich im laufenden Geschäftsjahr lt. unten aufgeführter Tabelle entwickelt. Aufgrund der guten Absatzsituation hat sich der Rohertrag entsprechend der Prognose entwickelt. Das Betriebsergebnis (EBIT) hat sich ebenfalls aufgrund des stark gestiegenen Absatzes und im Vergleich dazu moderat gestiegenen Kosten, stark steigend gegenüber dem Vorjahr und damit entsprechend der Prognose entwickelt.
5. Prognosebericht Die Auftragslage ist nach dem bisherigen Verlauf in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 weiterhin sehr gut. Der Absatz konnte in allen Produktbereichen gesteigert werden. Im Bereich der Personalkosten, werden sich aufgrund von Lohnsteigerungen und Neueinstellungen, höhere Aufwendungen ergeben. Zudem werden durch die Ausweitung der Maut-Gebühren die Fahrzeugkosten ansteigen. Weitere Kostensteigerungen sind insbesondere in den Bereichen Reparatur- und Instandhaltung, Ausgangsfrachten sowie Verpackungslizenzierung zu erwarten. Aufgrund des erhöhten Umsatzes geht die Geschäftsleitung, trotz oben genannter Kostensteigerungen von einem Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2024 aus, das auf dem Niveau des Betriebsergebnisses des Geschäftsjahres 2023 liegt.
Haltern am See, 13. September 2024 gez. Alfons Dahlhoff gez. Robert Augustin Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dahlhoff Feinkost GmbH, Haltern am See Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dahlhoff Feinkost GmbH, Haltern am See, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dahlhoff Feinkost GmbH, Haltern am See, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 24. September 2024 HLB
SCHUMACHER GMBH
gez. Dr. Tobias Tebben, Wirtschaftsprüfer gez. Rolf Nonhoff, Wirtschaftsprüfer |
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