P.J. Dahlhausen Immobilien Verwaltungs- und Vermittlungsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulrich Dahlhausen seit 10.4.2026 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
T**** J****** | 19.20% |
| 10.00% | |
| 3.50% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dahlhausen Holding AktiengesellschaftKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1.April 2021 bis 31.März 2022I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Dahlhausen Holding AG ist mit ihren wesentlichen Tochterunternehmen und Beteiligungen in der Medizintechnik tätig. Die Dahlhausen-Gruppe ist unverändert in den Bereichen Handel und Produktion medizintechnischer Produkte, insbesondere in den Bereichen Anästhesie, Chirurgie und Patientenpflege mit einem eigenen, flächendeckenden Vertriebsnetz tätig und damit ein erfahrener Vertriebspartner in Deutschland und Europa. Zu unseren Kunden zählen Krankenhäuser, Privatkliniken sowie Fachhändler und Ärzte. Gegenüber dem Vorjahr haben sich das Geschäftsmodell des Unternehmens betreffend keine wesentlichen Veränderungen ergeben. 2. Forschung und Entwicklung Im Konzern wird keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung betrieben. Vielmehr beteiligt sich der Konzern an klinischen Studien um stets innovativ auf Markt- und Produktanforderungen von Seiten der Lieferanten und Kunden reagieren zu können. Struktur und Standorte des Konzerns
II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen ENTWICKLUNG DER WELTWIRTSCHAFT 2 Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat den Ausblick auf die weltwirtschaftliche Entwicklung deutlich verschlechtert. Als Reaktion auf den Angriff haben einige Volkswirtschaften umfassende Sanktionen gegen Russland verhängt, die das Land weitgehend von den internationalen Finanzmärkten ausschließen und den Warenhandel mit Russland in einigen Bereichen deutlich einschränken. Darüber hinaus haben eine ganze Reihe von westlichen Unternehmen ihre Exporte nach Russland oder ihre Transaktionen innerhalb Russlands eingestellt. Die ökonomischen Kosten der bisher verhängten Sanktionen werden in erster Linie in Russland selbst zu spüren sein. Gleichwohl dürften sie das globale Wachstum vor allem in diesem Jahr bremsen und die vielerorts ohnehin bereits hohe Inflation weiter steigen lassen. Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges ist derzeit extrem hoch. Sie hängen maßgeblich von der Dauer des Krieges, der Wirkung der bereits verhängten Sanktionen sowie möglicher weiterer Entwicklungen ab, wie etwa einem möglichen Stopp der russischen Energielieferungen. Grundsätzlich lassen sich jedoch drei Kanäle identifizieren, über die der russische Angriffskrieg auf die Ukraine die Weltwirtschaft beeinflusst: Erstens dürfte ein Anstieg der allgemeinen Unsicherheit das Konsumentenvertrauen negativ beeinflussen. Empirische Evidenz zu den Auswirkungen geopolitischer Ereignisse legt zudem nahe, dass die Investitionen von Unternehmen sowie deren Aktienkurse bei höherer Unsicherheit sinken (Caldara und lacoviello, 2021). Zweitens könnte sich ein konjunktureller Einbruch einiger Länder über globale Handelsbeziehungen auf deren Handelspartner übertragen. Und drittens führen die steigenden Energiepreise bereits jetzt zu einem massiven Kaufkraftverlust für die Haushalte und einem Kostenanstieg für die Unternehmen. Dies dürfte die Inflation in den kommenden Monaten weiter erhöhen. Neben den Auswirkungen des Krieges ist die Entwicklung der Weltwirtschaft nach wie vor von der Corona-Pandemie geprägt. Die Ende November 2021 entdeckte Omikron-Variante hat eine weitere Welle des Coronavirus (SARS-CoV2) eingeleitet und stellt inzwischen nahezu weltweit die dominierende Variante dar. Sie dürfte zum Jahreswechsel 2021/22 in einigen Volkswirtschaften - vor allem in Europa und einigen Schwellenländern wie China und Indien - zu einer Abkühlung der konjunkturellen Dynamik geführt haben. Die im Vergleich zur Delta-Variante stärkere Infektiosität resultierte in der zweiten Januarhälfte 2022 in einem neuen Höchststand der globalen Neuinfektionen von durchschnittlich täglich etwa 3,5 Millionen - etwa vier Mal mehr als zum bisherigen Höchststand im Frühjahr 2021. Besonders stark war die Zunahme der Neuinfektionen in den USA sowie in Europa. Zwar gingen die Neuinfektionen global betrachtet seit Mitte Februar zunächst stark zurück. Allerdings steigen die Neuinfektionen derzeit vor allem in europäischen Ländern erneut an. Zudem hat sich das Infektionsgeschehen der Omikron-Welle in vielen asiatischen Ländern, darunter auch China, erst Mitte Februar deutlich beschleunigt, sodass der Höhepunkt der Welle noch nicht überall überschritten sein dürfte. Die deutsche Wirtschaft hat erneut ein bewegtes Jahr hinter sich. Während die erste Jahreshälfte 2021 vor allem durch die Pandemie und entsprechende Eindämmungsmaßnahmen gekennzeichnet war, ermöglichte die voranschreitende Impfkampagne und die Saisonalität des Infektionsgeschehens zum Sommer hin eine Erholung nahezu aller Sektoren der Wirtschaft. Zeitgleich war die wirtschaftliche Entwicklung allerdings zunehmend von Lieferengpässen und Materialknappheiten mitbestimmt, die insbesondere die Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe belasteten. Im Herbst des vergangenen Jahres kam es erneut zu einer deutlichen Zunahme des Infektionsgeschehens. Die wirtschaftliche Erholung musste somit im Schlussquartal einen spürbaren Dämpfer hinnehmen. Im Ergebnis stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft im Jahr 2021 mit einer Rate von 2,7 %. Für das Gesamtjahr 2022 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 3,6 %. Dabei wird die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal voraussichtlich noch durch die Corona-Pandemie und die entsprechenden Beschränkungen v.a. in den Dienstleistungsbereichen beeinträchtigt. Im weiteren Verlauf dürfte die konjunkturelle Erholung nach der annahmegemäßen Abflachung des Infektionsgeschehens und der damit verbundenen Rücknahme der Einschränkungen wieder spürbar an Fahrt gewinnen. Auch die Industrie sollte ihre Produktion wieder merklich ausweiten können, sobald sich die Lieferengpässe im Jahresverlauf allmählich auflösen. Die globale Wirtschaftsleistung wird auch in diesem Jahr weiter steigen, allerdings voraussichtlich mit etwas verringerter Dynamik gegenüber dem - auch von deutlichen Aufholeffekten geprägten - Vorjahr. In diesem Kontext sollten auch die deutschen Exporte angesichts des hohen Auftragsbestands erneut deutlich zulegen, was wiederum im weiteren Jahresverlauf zu einer verstärkten Investitionstätigkeit der Unternehmen führen dürfte. Die Bruttoanlageinvestitionen sollten in diesem Jahr nach der annahmegemäßen Abschwächung des Pandemiegeschehens und Nachlassen der damit verbundenen Lieferengpässe im Jahresdurchschnitt wieder deutlich steigen. Auch die Bauinvestitionen werden weiter zunehmen und der deutschen Konjunktur Auftrieb geben, wenngleich sich die Preisniveauentwicklung von Baumaterialien dämpfend auswirken dürfte. Erfreulicherweise hat die Erholung am Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr trotz der konjunkturellen Schwäche der Industrie durch die Lieferengpässe und erneuter Einschränkungen in den Dienstleistungsbereichen angehalten. Diese Entwicklung dürfte sich auch im laufenden Jahr fortsetzen, wenn gleich die Dynamik der Erholung mit Annäherung an das Vorkrisenniveau im Jahresverlauf abnehmen dürfte. Die damit steigende Erwerbstätigkeit und höhere Löhne ermöglichen ein kräftiges Wachstum des privaten Konsums. Der staatliche Konsum dürfte derweil in realer Rechnung auf seinem hohen Niveau verbleiben. Vor dem Hintergrund der in weiten Teilen der Welt expansiven Geld- und Finanzpolitik haben die Nachfrage nach Konsum- und Vorleistungsgütern sowie nach Rohstoffen, aber auch Knappheiten auf den Arbeitsmärkten in einem Großteil der fortgeschrittenen Volkswirtschaften erheblich zugenommen. In der Folge sind die Inflationsraten schon seit Frühjahr 2021 stark gestiegen. Die steigenden Energiepreise sind Teil eines grundlegenden Preisauftriebs. Ein rascher Rückgang der Inflation ist nicht zu erwarten; vielmehr ist im Laufe des Frühjahrs mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Denn die Invasion Russlands in der Ukraine hat viele Preise für Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte nochmals stark steigen lassen. Erdöl der Sorte Brent verteuerte sich von etwa 80 US-Dollar pro Barrel zu Jahresbeginn auf über 120 US-Dollar Anfang März; Anfang April kostete Erdöl etwa 110 US-Dollar. Die Erdgaspreise auf dem europäischen Spotmarkt legten im selben Zeitraum um ein Drittel zu, nachdem sie im Lauf des Vorjahrs bereits um den Faktor vier gestiegen waren. Deutlich gestiegen sind auch die Preise für Industrierohstoffe und Nahrungsmittel. Russland und die Ukraine sind bedeutende Anbauländer für Getreide. Daher hat sich die Unsicherheit über die mögliche Erntemenge massiv erhöht. Zudem dürften kriegsbedingte Ausfälle bei der ukrainischen Industrieproduktion das Lieferkettenproblem wieder verschärfen, nachdem es hier um die Jahreswende Anzeichen für eine allmähliche Entspannung gegeben hatte. Neuer Stress für die internationalen Lieferketten rührt zudem von neuen Corona-Ausbrüchen in China her. Die hohe Inflationsdynamik bei zunächst noch recht günstigen Wirtschaftsaussichten hatte im Winter dazu geführt, dass viele Zentralbanken, in Europa etwa die Großbritanniens, Norwegens sowie der mittel- und osteuropäischen Länder, ihre Leitzinsen erhöhten. Mit Kriegsausbruch haben sich jedoch die wirtschaftlichen Aussichten eingetrübt und der inflationäre Druck spürbar erhöht. Damit steht die Geldpolitik vor einem Zielkonflikt zwischen Preis- und Produktionsstabilisierung, wie er in ähnlicher Weise im Zuge der beiden Ölpreisschocks 1973 und 1979 aufgetreten war. In den USA überwiegen die Inflationsgefahren, und so hat die US-Notenbank im März 2022 zum ersten Mal seit dem Dezember 2018 ihren Leitzins erhöht und zudem angekündigt, dass sie ab dem Sommer mit dem Prozess der allmählichen Bilanzverkürzung beginnen wird. Die Europäische Zentralbank strafft ihre Geldpolitik zaghafter: Sie hat ihre Wertpapierkäufe im Rahmen des zu Pandemiebeginn gestarteten Notfallkaufprogramms im März beendet und in Aussicht gestellt, ihr allgemeines Wertpapierkaufprogramm nach vorübergehender Erhöhung im kommenden Sommer auslaufen zu lassen. Mit einer Anhebung der Leitzinsen im Euroraum ist für das vierte Quartal des laufenden Jahres zu rechnen. Dagegen ist in China und in Japan der Inflationsdruck trotz auch dort höherer Energiepreise weiterhin gering, und mit geldpolitischen Straffungen ist vorläufig kaum zu rechnen. Im Basisszenario lässt die Inflationsdynamik zusammen mit den Preisen an den weltweiten Märkten für Energierohstoffe im Verlauf wieder nach. Es besteht allerdings angesichts von erheblichen Arbeitskräfteknappheiten in vielen Branchen und der während der Pandemie aufgestauten Kaufkraft ein erhöhtes Risiko, dass sich die Inflation stärker verfestigt und die Inflationserwartungen weiter nach oben treibt. So könnten Unternehmen ihre Preissetzungsspielräume in stärkerem Maße nutzen und darüber hinaus versucht sein, Mitarbeiter durch höhere Löhne an das Unternehmen zu binden und die Kosten an die Verbraucher weiterzureichen. ENTWICKLUNG DES GESUNDHEITSMARKTS 3 Auch im Berichtsjahr 2021 war der globale Gesundheitsmarkt sehr stark von der Coronapandemie geprägt, allerdings mit anderer Dynamik als noch im Jahr zuvor, was insbesondere auf die Verfügbarkeit der Impfstoffe zurückzuführen ist. Die weltweite Impfkampagne nahm Anfang 2021 an Fahrt auf. Seit Jahren sorgen der demografische Wandel oder der Anstieg von chronischen Erkrankungen für eine immer höhere Nachfrage nach innovativen Gesundheitslösungen. Auch unabhängig von der Coronasituation haben die fortschreitende Digitalisierung und die Ambulantisierung einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheitswirtschaft. Der medizinische Fortschritt, aber auch der kontinuierliche Kostendruck im System führen dazu, dass sich viele Behandlungen vom stationären in den ambulanten Bereich verlagern. Langfristig dürfte auch die Verweildauer in den Krankenhäusern weiter abnehmen. Digital-Health-Anwendungen werden die Ambulantisierung fordern und beispielsweise in ländlichen Regionen den Zugang zur Versorgung verbessern, unter anderem durch Telemedizin. Die Gesundheitswirtschaft ist seit 2012 - mit Ausnahme des Krisenjahres 2020 - nominal in jedem Jahr gewachsen. Ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft ist dabei im Zeitverlauf gestiegen: von 11,4 % in 2012 auf 12,1 % im Jahr 2021. Im Jahr 2021 ist die Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft um 5,2 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit hatte die Gesundheitswirtschaft einen geringeren Anstieg zu verzeichnen als die deutsche Volkswirtschaft insgesamt mit 5,9 %. Die wirtschaftliche Aktivität der Gesundheitswirtschaft sorgt für positive Effekte in der deutschen Gesamtwirtschaft. Durch die Verflechtung mit Akteuren aus anderen Wirtschaftsbereichen entstehen (durch indirekte und induzierte Effekte) gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfungseffekte von 303,3 Milliarden Euro. Vereinfacht gesprochen bedeutet dies, dass mit jedem Euro Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft 0,77 Euro zusätzliche Bruttowertschöpfung in der Gesamtwirtschaft einhergehen. Auch auf dem Arbeitsmarkt erzeugt die Gesundheitswirtschaft bedeutsame Ausstrahleffekte. Mit der wirtschaftlichen Aktivität der knapp 7,7 Millionen direkten Erwerbstätigen sind weitere 4,3 Millionen indirekte und induzierte Stellen verknüpft. Mit der wirtschaftlichen Aktivität eines Erwerbstätigen in der Branche gehen somit 0,56 zusätzliche Erwerbstätige in der Gesamtwirtschaft einher. Der Anstieg der Importwerte zeigt, wie eng die Gesundheitswirtschaft in die globalen Lieferketten eingebunden ist. In den letzten zehn Jahren haben die Importe aus der Gesundheitswirtschaft kontinuierlich zugenommen. Trotz der Corona-Pandemie zeigt das Jahr 2020 einen Anstieg der weltweiten Importe. Der Anstieg der Importe aus der Gesundheitswirtschaft im Jahr 2021 weist in absoluten Zahlen einen deutlichen Zuwachs von 20,6 Milliarden im Vergleich zum Vorjahr auf. Die Importe für die Gesundheitswirtschaft haben eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 7,6 %.
3 Germany Trade & Invest; BMWi,
Gesundheitswirtschaft Fakten & Zahlen Daten 2021
Situation der Krankenhäuser in Deutschland 4 Im Jahr 2020 standen in insgesamt 1.903 Krankenhäusern Deutschlands rund 487.800 Betten für die stationäre Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Häuser um 0,6 %, das Bettenangebot nahm um 1,3 % ab. Ein Krankenhausaufenthalt dauerte durchschnittlich 7,2 Tage, die Bettenauslastung lag bei 67,3 % (2019: 77,2 %). Der Rückgang der Bettenauslastung um 9,9 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr ist auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen: Planbare Krankenhausaufnahmen, Operationen und Eingriffe wurden verschoben oder ausgesetzt, um vorhandene Kapazitäten für die Versorgung von Coronapatienten zu erhöhen. Am Stichtag 31.12.2020 wurden in den Krankenhäusern gut 1,3 Millionen Beschäftigte (ohne Personal der Ausbildungsstätten) gezählt; das sind rund 41.700 bzw. 3,2 % mehr als im Vorjahr. Im ärztlichen Dienst nahm die Zahl der Beschäftigten gegenüber 2019 um 4.100 Personen (2,1 %) zu, im nichtärztlichen Dienst waren es 37.600 (+3,4 %) Beschäftigte mehr. 15,0% aller Beschäftigten entfielen auf den ärztlichen Dienst. Die Zahl der vollstationär behandelten Patientinnen und Patienten nahm im CORONA-Jahr 2020 um 2,6 Millionen (-13,5 %) ab. Zugleich ging die Zahl der für sie erbrachten Berechnungs- und Belegungstage um rund 19,1 (-13,7 %) auf 120,2 Mill. Tage im Jahr 2020 zurück. Die durchschnittliche Verweildauer lag wie im Vorjahr bei 7,2 Tagen. In den verschiedenen Fachabteilungen war die durchschnittliche Verweildauer jedoch unterschiedlich lang. Mit durchschnittlich 40,8 Tagen dauerte eine Behandlung in der Fachabteilung Psychosomatik/ Psychotherapie am längsten, gefolgt von der Kinder- und Jugendpsychiatrie, in der die Patienten durchschnittlich 33,7 Tage verbrachten. In der Fachabteilung Augenheilkunde konnten die Patienten bereits nach durchschnittlich 2,8 Tagen das Krankenhaus verlassen. Auch in der Kinderchirurgie und in der Geburtshilfe lag die Verweildauer mit 3,0 und 3,3 Tagen deutlich unter dem Durchschnitt. Kennzahlen zur stationären Versorgung in Krankenhäuser
PERSPEKTIVEN DER GESUNDHEITSWIRTSCHAFT 5 Das Risiko steigender Energie- und Rohstoffpreise klettert erneut auf einen Höchstwert. Über die gesamte Gesundheitswirtschaft hinweg ist das Risiko sogar stärker ausgeprägt als der Fachkräftemangel. Auch die Arbeitskosten als Geschäftsrisiko steigen weiter an und erreichen ein Allzeithoch. Ein Blick in die Wirtschaftsbereiche zeigt, dass die Stimmung nach wie vor sehr unterschiedlich ist. In der Pharmabranche stehen die Zeichen - trotz eines massiven Einbruchs der Geschäfts- und Exporterwartungen für die nächsten 12 Monate - insgesamt weiterhin auf Wachstum: Die Unternehmen spüren zwar massiv den Kostendruck bei den Energie- und Rohstoffpreisen. Die Auftragsbücher sind allerdings weiterhin gut gefüllt und die Investitions- als auch die Beschäftigungsplanungen bleiben weiterhin expansiv. Mehr als jedes zweite Pharmaunternehmen plant dabei in den Kapazitätsaufbau zu investieren. In der Industrie insgesamt plant dies nur gut jedes dritte Unternehmen. Die Wachstumsaussichten in der Medizintechnik sind hingegen eingetrübt. Zwar sind die Auftragsbücher auch hier weiterhin voll und Produkte "Made in Germany" werden in Zukunft weltweit gefragt bleiben. Jedoch blicken die Betriebe seit der Herbstumfrage 2020 immer weniger optimistisch in die Zukunft. Auch die Beschäftigungs- und Investitionsplanungen gehen zum zweiten Mal in Folge zurück. Neben steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe sowie Lieferproblemen wirkt sich auch die neue EU-Verordnung über Medizinprodukte (MDR) negativ aus, die eine allgemeine Belastung für die Branche ist. Im Handel mit Gesundheitsgütern brechen die Erwartungen auf ein neues Allzeittief ein. Lieferprobleme und steigende Preise für Energie und Waren bereiten große Sorgen. Viele Betriebe wollen Beschäftigung abbauen. Dabei verfestigt sich ein negativer Trend: Seit der Herbstumfrage 2019 ist der Saldo fast immer negativ. Viele Unternehmen sind z. B. verunsichert, welche Auswirkungen die schleppende Einführung des E-Rezepts auf ihre Geschäftsentwicklung haben wird. Im Branchenvergleich ist die aktuelle Geschäftslage bei den Gesundheits- und sozialen Diensten weiterhin am schlechtesten. Die Geschäftserwartungen erreichen den niedrigsten Wert seit Sommer 2020. Neben dem Fachkräftemangel und hohen Arbeitskosten machen den Betrieben auch die steigenden Energiepreise zu schaffen. Hier sind Unternehmen wie zum Beispiel ambulante Pflegedienste von höheren Preisen für Energie wie Kraftstoff betroffen. Positiv ist hingegen, dass die Gesundheits- und sozialen Dienste weiterhin mit hohen Investitionen für die kommenden 12 Monate planen.
5 DIHK-Report Gesundheitswirtschaft /
Frühsommer 2022
2. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse der Dahlhausen Holding AG (Konzern) stiegen im Geschäftsjahr um 1,8 % auf 149,2 Mio. €. Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2021/2022 sind wir zufrieden. Da das Vorjahr mit einem Umsatzwachstum von 25,0 % außerordentlich hoch ausgefallen war, hatten wir aktualisiert mit einem Rückgang von 13 % geplant. Die Planung beruhte auf einem Abflauen der COVID-19-Pandemie im Geschäftsjahr. Das Umsatzwachstum im Bereich Handel von Medizinprodukten ist, wie in den Vorjahren, im Wesentlichen verursacht durch den Vertrieb hochwertiger Produkte. Pandemie-bedingt sind die Umsätze im Bereich der Hygieneartikel sehr stark angestiegen. Der Konzern wird auch in Zukunft an der Strategie festhalten, seinen Markt im Bereich qualitativ hochwertiger Produkte auszubauen sowie den kontinuierlichen Ausbau der Eigenproduktion voranzutreiben. Weitere wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr haben sich nicht ergeben. 3. Lage Die Lage des Konzerns ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft und im Berichtsjahr besonders durch die gute Geschäftsentwicklung der P.J. Dahlhausen & Co. GmbH. a. Ertragslage Die Ertragsstruktur des Konzerns ist durch eine hohe Strukturkonstanz gekennzeichnet. Die Gesamtleistung des Konzerns ist im abgelaufenen Geschäftsjahr inklusive sonstiger betrieblicher Erträge um 3.884,8 T€ gestiegen. Dies ist ein Plus von 2,6 % und im Wesentlichen Pandemie-bedingt durch den sehr guten Geschäftsverlauf bei der P.J. Dahlhausen & Co. GmbH, der Medinorm GmbH und dem Teilkonzern Dahlhausen CZ zu begründen. Die Umsatzerlöse sind dabei die wesentlichen Ergebnisquellen. Das Rohergebnis beträgt 66,1 Mio. € und liegt somit 3,8 % unter dem Vorjahreswert. Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 1.841,3 T€ gestiegen. Die Personalaufwandsquote (Personalkosten zu Umsatzerlösen) ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 0,8 %-Punkte auf 21,35 % gestiegen. Zur Stabilisierung der Personalkosten werden weiterhin Arbeitsabläufe optimiert und Personalanpassungen durchgeführt. Die Summe der Abschreibungen ist zum Vorjahr um 2.025,9 T€ gestiegen. Die Erhöhung liegt im Wesentlichen an der Aktivierung neuer Geschäfts- und Firmenwerte bei der Dahlhausen Holding AG, sowie Aktivierungen von Grundstücken und Bauten im Berichtsjahr. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Kosten um 2.359,1 T€ gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Pandemie-bedingt sind im Vorjahr sehr viele Kostenbereiche (Kfz-Betriebskosten, Werbe- und Reisekosten) sehr stark gesunken. Im Berichtsjahr liegen diese Bereiche wieder auf Vorkrisenniveau. Im Wesentlichen sind die Kosten in den Bereichen Frachten, Beratungskosten aufgrund der MDR angestiegen. Das Betriebsergebnis ist um 44,4 % auf insgesamt 11.067,4 T€ gegenüber dem Vorjahr gesunken. Anzumerken ist, dass wir im Vorjahr gegenüber dem Vorvorjahr das Betriebsergebnis um 75,7 % steigern konnten. Wir liegen somit im Berichtsjahr wieder auf Vorkrisenniveau. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 725,4 T€ auf -320,2 T€ verschlechtert. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus den Erträgen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen des Vorjahres. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 9.559,7 T€ auf 10.747,3 T€ gesunken. Die auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bezogene Steuerbelastung beträgt 30,6 %. Das Gesamtkonzern-Ergebnis liegt vor Abzug der nicht beherrschenden Anteile im Berichtsjahr bei 7.257,6 T€ und hat sich somit um 6.721,7 T€ gegenüber dem Vorjahr (13.979,3 T€) verschlechtert. b. Finanzlage Die Finanzlage im Konzern ist trotz der unterschiedlich starken Auswirkungen der Pandemie und des Ukrainekrieges als sehr stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Lieferantenverbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 5.108,2 T€ auf nunmehr 16.111,5 T€ gestiegen und ergeben 14,4 % des Gesamtvermögens. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 7.912,8 T€ auf 20.875,9 T€ im Berichtsjahr gestiegen. Die langfristigen Darlehen wurden planmäßig getilgt. Der Konzern verfügt über ausreichende Kontokorrentlinien, die nur teilweise in Anspruch genommen wurden. Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel im Anhang. Das Eigenkapital hat sich zum Vorjahr um 7.877,2 T€ auf nunmehr 72.066,0 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote beläuft sich im Geschäftsjahr auf 64,2 % (Vj. 66,7 %). Der Bestand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist im Verhältnis zum Gesamtkapital gesunken (5,6 % (Vj. 7,3 %)) und beträgt 6.363,6 T€. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Verhältnis zum Gesamtkapital angestiegen (4,3 % (Vj. 3,5 %)). Für die Zukunft sind Ersatz-Investitionen, Neuinvestitionen und Investitionen in Grundstücke und Gebäude sowie für weitere Beteiligungen vorgesehen. Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter verbessert. Konzernkapitalflussrechnung DRS 21
c. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2021/2022 konnte die Bilanzstruktur des Konzerns weiter gestärkt werden. Die immateriellen Vermögensgegenstände stiegen um 6.779,7 T€ gegenüber dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf den Kauf der Firmen Allium Ltd. in Israel und der Technologie Institut Medizin GmbH (TIM) in Koblenz zurückzuführen. Die Sachanlagen sind im Geschäftsjahr zum Vorjahr um 2.671,2 T€ auf insgesamt 28.562,6 T€ angestiegen. Die Vorräte lagen zum Stichtag mit 34.380,0 T€ um 1.618,8 T€ höher gegenüber dem Vorjahreswert. Der Vorratsaufbau resultiert hauptsächlich aus Pandemie-bedingten strategischen Gründen aufgrund der weiterhin starken Nachfrage der Krankenhäuser bei der P.J. Dahlhausen & Co. GmbH. Ein genereller Abbau des Vorratsbestandes ist erst mit dem Abflauen der COVID-19-Pandemie geplant, da wir uns bei der steigenden Nachfrage eine zeitnahe und garantierte Lieferfähigkeit an unsere Kunden als Ziel gesetzt haben. Der Anteil der Vorräte am Gesamtvermögen hat sich um 3,4 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr auf 30,6 % reduziert. Die Vermögenslage des Konzerns ist durch einen weiteren Anstieg des Gesamtvermögens gekennzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Bilanzsumme um 15.999,5 T€ auf 112.204,1 T€. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung diverse Kennzahlen (s.u.) sowie die allgemeine Liquiditätssituation heran. Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln erläutert wurde, ist die Liquiditätslage als sehr positiv zu bezeichnen. Unser Kundenstamm hat sich gegenüber dem Vorjahr in seiner Zusammensetzung nicht wesentlich geändert. Finanzielle Leistungsindikatoren
Definitionen der finanziellen Leistungsindikatoren
5. Gesamtaussage Zusammengefasst ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns weiterhin als gut zu bezeichnen. Die positive Entwicklung der Vorjahre konnte in der Gesamtleistung beibehalten werden und ließ beim Rohertrag aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise etwas nach. Für das Geschäftsjahr 2021/2022 lag Corona-bedingt ein sehr günstiger Geschäftsverlauf vor. Die Rentabilitätskennziffern sind gegenüber dem außerordentlich guten Geschäftsjahr 2020/2021 gesunken, stellen aber für uns zufriedenstellende Werte dar. Die Vermögenslage ist geordnet und die Kapitalstruktur ist solide ausgerichtet. Es konnten zwar nicht alle strategischen Planziele erreicht werden. Wir werden deren Erreichung weiterverfolgen und die Prognosen auf Basis des Vorkrisenniveaus in vielen Teilen erfüllen zu können. III. Nachtragsbericht Hinsichtlich der Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, verweisen wir auf die Angaben im Anhang. IV. Prognosebericht Bei den hier getroffenen Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Unternehmens handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Unsere Prognosen beinhalten alle wesentlichen Ereignisse, die uns bei der Ausarbeitung des Konzernlageberichts bekannt waren und die Geschäftsentwicklung des Konzerns beeinflussen können. Erwartete Entwicklung der Weltwirtschaft 6 Auch im Jahr 2022 stellt die Coronapandemie ein Risiko für die Weltwirtschaft dar. Falls sich neue Virusvarianten ähnlich wie die Delta-Variante auf die Weltwirtschaft auswirken, werden die pandemiebedingten Beeinträchtigungen länger als erwartet andauern. Ein deutlich zunehmendes Risiko sind die sich verstärkenden geopolitischen Spannungen, beispielsweise der Ukrainekonflikt. Dennoch weisen die vorliegenden Prognosen positive Aspekte auf. Die Weltwirtschaft soll um 4,9 % wachsen. Die weltweite Inflation dürfte Mitte des Jahres 2022 in vielen Ländern wieder etwas rückläufig sein, aber dauerhaft über dem Vorkrisenniveau liegen. Das Wachstum soll von einer dynamischen Entwicklung der Industrieländer, vor allem aufgrund staatlicher Ausgaben in den USA und der EU, angetrieben werden. Die besten Aussichten auf ein kräftiges Wirtschaftswachstum haben Indien (8,5 %), Spanien (6,4 %) und China (5,6 %). Im Jahr 2023 soll das Weltwirtschaftswachstum bei 2,8 % liegen und für die weiteren Jahre wird mit einer Verlangsamung des Wachstums gerechnet. Aufgrund der sehr guten Auftragslage wird auch die Industrie in Deutschland wieder deutlich wachsen. Insgesamt geht die Bundesregierung von einer Erholung der deutschen Wirtschaft mit einem Wachstum von 4,6 % aus. Die stark erhöhte Inflationsrate dürfte im Jahr 2022 nicht weiter steigen. Im Verlauf der wirtschaftlichen Erholung kann die Erwerbstätigkeit weiter steigen und die Arbeitslosenquote soll auf 5,3 % sinken. Das Defizit der öffentlichen Haushalte dürfte von 4,9 % (in Relation zum BIP) auf 2,1 % fallen. Die deutsche Wirtschaft ist gut durch die beiden Coronawellen im zurückliegenden Winterhalbjahr gekommen. Nach einem leichten Rückgang um 0,3% im Schlussquartal 2021, konnte die Wirtschaftsleistung bereits im ersten Quartal 2022 wieder zulegen und lag zuletzt noch knapp ein Prozent unter ihrem Vorkrisenwert von Ende 2019. Damit legte die konjunkturelle Erholung eine vorübergehende Pause ein. Bereits ab Januar nahm die Konjunktur in den kontaktintensiven Dienstleistungsbereichen wieder an Fahrt auf und trug im ersten Quartal maßgeblich zum Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion um 0,2% bei. Im Verarbeitenden Gewerbe hingegen stagnierte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal. Hier machten sich bereits erste Folgen des Krieges in der Ukraine bemerkbar. So brachen im März die Ausfuhren nach Russland als Folge der Sanktionen ein. Für sich genommen reduzierten sich dadurch die gesamtdeutschen Warenexporte um 1,2% innerhalb eines Monats. Zudem verschärfte der Krieg die Engpässe bei der Lieferung von Rohstoffen und Vorprodukten, unter denen die Industrie bereits seit dem vergangenen Jahr leidet. Vor allem die Automobilindustrie musste deshalb im März vorübergehend die Produktion drosseln. Schließlich trieben die Engpässe sowie kräftig gestiegene Energiepreise die Produktionskosten und damit die Erzeugerpreise spürbar nach oben. In der Folge nahmen seit Jahresbeginn die Auftragseingänge der Industrieunternehmen ab. Auch die Konsumkonjunktur zeigt erste Spuren der hohen Inflationsraten. Der Anstieg der Verbraucherpreise erreichte im Mai 7,9 %. Neben Energie verteuerten sich in den vergangenen Monaten vor allem Nahrungsmittel spürbar. Aber auch die Preise der übrigen Waren und Dienstleistungen legten mit weit überdurchschnittlichen Raten zu. Der damit verbundene Kaufkraftverlust der privaten Haushalte hat sich zu Jahresbeginn in einem rückläufigen Warenkonsum niedergeschlagen. Dank eines spürbaren Anstiegs der Ausgaben für Dienstleistungen hat allerdings der private Konsum insgesamt im ersten Quartal stagniert. Hier schlugen sich das Abflauen der Coronawelle und die damit einhergehende Normalisierung des Ausgabeverhaltens der privaten Haushalte nieder. Unternehmensausblick Für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwarten wir weiterhin gute Absatzmöglichkeiten für unsere Produkte. Die Entwicklung der Coronapandemie kann erneut das Nachfrageverhalten bei einzelnen Produktgruppen positiv beeinflussen. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass das aktuell hohe Preisniveau bei Rohstoffen, Energie und Logistikdienstleistungen kurz- bis mittelfristig Bestand haben wird und unsere Profitabilität reduzieren kann. Eine leichte Normalisierung der Frachtraten halten wir für möglich, ein Absinken auf Vorjahresniveau erwarten wir jedoch nicht. Wir halten ein Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 % für möglich. Auch sehr stark schwankende Währungskurse erwarten wir für 2022/2023 mit dem Effekt eines geringen Wachstums, falls unsere Erwartung sich bewahrheiten sollte. Der weltweite Gesundheitsmarkt wird weiterhin zweigeteilt sein. Mengenausweitungen sind in den Entwicklungs- und Schwellenländern anzunehmen. Mit Kapazitätserweiterungen und internationaler Präsenz können wir an der steigenden Nachfrage teilhaben. Eine stabile Entwicklung prognostizieren wir für Europa (inklusive Deutschland) sowie die Region Afrika, Naher Osten und Südamerika. Eine Zunahme der regulatorischen Anforderungen, steigende Lohn-, Transport- und Rohstoffkosten sowie die Währungskursentwicklung können wesentlichen Einfluss auf unsere Prognose nehmen. Ebenso lassen sich die handelspolitischen Entwicklungen in den USA und China nicht sicher vorhersagen. Dies gilt ebenfalls für das Verhältnis zwischen den USA und der EU. Die bestehenden Unsicherheiten sowie Anzeichen einer sich abschwächenden Weltwirtschaft können eine Zurückhaltung bei Investoren und Konsumenten nach sich ziehen. Ein intensiver Wettbewerb auf den Gesundheitsmärkten und die Reformbestrebungen verschiedener Regierungen, die Gesundheitsversorgung effizienter zu gestalten, werden den Preisdruck auf allen Märkten hochhalten. Die Verbesserung der Finanzperformance und der operativen Margen wird in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema im Konzern bleiben. Umsatzdruck, steigende Kosten sowie stagnierende oder rückläufige Margen belasten diese bereits seit einigen Jahren. Die Aussichten des Konzerns im folgenden Geschäftsjahr beurteilen wir auf der Basis des erwarteten moderaten wirtschaftlichen Wachstums im Gesundheitswesen insoweit positiv. Der Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio gut im Markt aufgestellt. Wir gehen daher für das kommende Geschäftsjahr davon aus, dass die Rentabilitätskennzahlen stabil bleiben bzw. sich leicht verbessern könnten. Um die positive Entwicklung des Konzerns zu unterstützen, werden wir in Zukunft weiterhin die Kundenakquise durch Verstärkung unseres Vertriebs- und Produktmanagement forcieren und ebenso die Kapazitäten in den Produktionsstätten weiter ausbauen. Durch die stabile Vermögensstruktur sind Investitionen im überwiegenden Teil im Bereich der Finanzanlagen durch Kauf von Fremdanteilen und Beteiligungen vorgesehen, sowie Investitionen in Grundstücke und Gebäude. Darüber hinaus planen wir keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik. Auch das Beschäftigungsniveau wird sich gemäß Plan im nächsten Geschäftsjahr nicht wesentlich ändern und damit leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres liegen. V. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht Gesamtwirtschaftliche Risiken: Die Coronapandemie bleibt weiterhin ein großes Risiko für die Erholung der Weltwirtschaft. Der Ausblick wird durch wesentliche Risikofaktoren, insbesondere neue Virusvarianten sowie die Zunahme von Neuinfizierten, vor allem in Gebieten mit relativ niedrigen Impfquoten und -tempo, beeinflusst. Auch soziale Spannungen können sich infolge der durch die Pandemie verursachten Zunahme der Ungleichheit verschärfen. Bezogen auf die Finanzmärkte ist vor allem die steigende Inflation, die insbesondere vom sprunghaften Anstieg der Energiepreise verursacht wird, zu nennen. Ebenso begünstigt die hohe Sparquote der privaten Haushalte und die dadurch in der Krise angehäuften Ersparnisse eine weitere Erhöhung der Inflation. Darüber hinaus stellen Störungen in den Lieferketten sowie Engpässe an den Arbeitsmärkten und Lohnsteigerungen für zahlreiche Branchen eine große Herausforderung dar. Nach weitgehendem Auslauf der staatlichen Kreditprogramme und Schuldenmoratorien bleiben die finanzwirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie sowie die Entwicklung der Liquidität der Unternehmen ungewiss. Belastend auf die wirtschaftliche Entwicklung können sich auch die zu erwartenden Zinserhöhungen auswirken. Die finanziellen Probleme einzelner großer chinesischer Konglomerate und ein langsameres Wachstum in China konnten die Situation an den Finanzmärkten im Jahr 2022 noch verschärfen. Ebenso gelten die Beziehungen zwischen den USA und China vor dem Hintergrund des Autonomie-Status von Taiwan als angespannt. Am 24. Februar 2022 hat Russland mit einer Invasion in die Ukraine einen Krieg in Europa begonnen. Die Europäische Union und die USA haben hierauf mit deutlichen Sanktionen reagiert. Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Konflikts sowie voraussichtlich weiter steigender Energiepreise ist an den Finanzmärkten eine verstärkte Volatilität zu beobachten. Ebenso sind bereits gravierende Veränderungen der Währungsparitäten zum russischen Rubel erkennbar, die entsprechende Auswirkungen auf die Exportwirtschaft nach sich ziehen. Branchenrisiken: Der Gesundheitsmarkt und insbesondere die industrielle Gesundheitswirtschaft haben ein erhebliches volkswirtschaftliches Gewicht. Die Branche weist außerdem eine geringe Konjunkturabhängigkeit auf, was wiederum eine stabilisierende Wirkung auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und den Arbeitsmarkt haben kann. Während mit dem von Dahlhausen angebotenen Produktportfolio an Verbrauchsgütern prinzipiell stabile Umsätze erwirtschaftet werden, zeigen die hergestellten Investitionsgüter eine größere Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In Anbetracht der Coronapandemie zeigt sich hier jedoch ein anderes Bild. Dagegen ist der Absatz von Verbrauchsmaterialien, die unter anderem für elektive Eingriffe notwendig sind, rückläufig. Durch die in der Gesundheitsbranche erfolgten signifikanten Kostensteigerungen sind nahezu alle staatlichen Gesundheitssysteme dazu gezwungen, Einsparungsmaßnahmen zu ergreifen. Es ist davon auszugehen, dass nach Abklingen der Pandemie die öffentlichen Mittel begrenzt werden, um die Schulden im Zusammenhang mit COVID-19 abzubauen. Dies kann wiederum Einfluss auf die Budgets der Gesundheitsversorgung haben und damit die Zahlungsfähigkeit unserer Kunden beeinträchtigen. Darüber hinaus verstärkt die Pandemie Tendenzen, lokal hergestellte Produkte gegenüber importierten zu bevorzugen. Dies ist insbesondere immer dann der Fall, wenn inländische Hersteller vergleichbare Produkte anbieten können. Um dieser Entwicklung zu begegnen, baut Dahlhausen seine regionalen Präsenzen weiter aus. Dadurch wollen wir uns langfristig den Zugang zu den weltweiten Wachstumsmärkten erhalten. Hinsichtlich des hohen Kostendrucks und der Notwendigkeit ausreichend finanzierter Gesundheitssysteme bedarf es neuer politischer Konzepte. Nur so können die Unternehmen der Gesundheitsbranche langfristig europäische Innovationskraft und Versorgungssicherheit bieten und gleichzeitig im globalen Wettbewerb bestehen. Der "Krankenhaus Rating Report 2021" des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung stellt erneut eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage deutscher Krankenhäuser fest. 60 % der Krankenhäuser in Deutschland rechnen für das Jahr 2022 mit wirtschaftlichen Verlusten. Das aktuelle Krankenhaus Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) stellt zudem fest, dass lediglich 22 % der Einrichtungen eine wirtschaftliche Verbesserung für 2023 erwarten. Ein maßgeblicher Grund für die wirtschaftlichen Probleme sind die Belegungsrückgänge infolge der Coronapandemie und damit zusammenhängende Einschränkungen des Regelbetriebs. Die strukturellen und regulatorischen Risiken für Unternehmen der Gesundheitsbranche haben auch im Jahr 2022 Bestand und können das Ergebnis von Dahlhausen belasten. Beschaffungsrisiken: Risiken ergeben sich grundsätzlich aus Rohstoffpreisentwicklungen und Versorgungsengpässen an den Beschaffungsmärkten. Das Eintreten dieser Risiken kann Auswirkungen auf die Versorgung der Produktion und damit auf die Lieferfähigkeit haben. Um die Risiken von Lieferantenausfällen zu minimieren, werden regelmäßig Risikobewertungen unserer Lieferanten durchgeführt. Wird bei einem Lieferanten ein hohes Ausfallrisiko identifiziert, können wir mit etablierten Prozessen und Instrumenten eine durchgehende Versorgung sicherstellen. Hierzu gehören unter anderem ein Bestandsaufbau im Konzern oder beim Lieferanten. Ertragsorientierte Risiken: Der Verdrängungswettbewerb in der Branche ist seit Jahren präsent und ist geprägt durch einen harten Preiskampf. Die Krankenhaus-Einkaufsgemeinschaften (EKG) werden weiter stark an Einfluss gewinnen. Die Bündelung der Verhandlungsmacht der EKG führt dabei zu einem anhaltend starken Preisdruck. Der Konzern unterliegt weiterhin einem Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiko. Potenziell negative Auswirkungen, zum Beispiel durch die Volatilität von Währungen und Zinsen, werden durch geeignete Finanzinstrumente begrenzt. Wettbewerbsrisiken ergeben sich nach unserer Einschätzung nur in geringem Umfang. Unsere Marktposition ist nach nun über 160-jähriger Geschäftstätigkeit sehr gefestigt. Ebenfalls sind aufgrund unseres hohen Know-Hows und erfahrenen Einkaufsmanagements unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich gesunken und als gering einzustufen. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Allerdings kann bei dauerhafter Verschiebung von Währungsparitäten das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass bei wechselkursabhängigen Preisanpassungen marktbedingt diese nicht durchsetzbar sind. Dahlhausen ist aufgrund der internationalen Ausrichtung Währungsrisiken ausgesetzt, die durch Währungssicherungsgeschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten reduziert werden. Die Nettoposition aus bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten sichert der Konzern regelmäßig mit derivativen Fremdwährungsgeschäften gegen Währungsrisiken ab. Ein weiteres Risiko besteht in einer möglichen Verschlechterung des Zahlungsverhaltens unserer Kunden oder öffentlicher Kostenträger. Einem Liquiditätsrisiko begegnen wir mit dem Halten einer ausreichenden Reserve an kurz- und langfristig zugesagten Kreditlinien. 2. Chancenbericht Die Verantwortung für das systematische Erkennen und die Nutzung sich bietender Chancen liegt bei dem operativen Management der Tochterunternehmen der Dahlhausen-Gruppe. Kernaufgabe des Konzernvorstands ist es, das profitable Wachstum des Konzerns durch die Optimierung des Beteiligungsportfolios und die Weiterentwicklung der Konzernstruktur nachhaltig abzusichern und die Ressourcen für ein weiteres Wachstum in Form von Investitionen in Grund und Boden zu schaffen. Grundsätzlich können sich Chancen durch die Weiterentwicklung medizinischer Standards oder durch die Markteinführung neuer Produkte ergeben. Durch den engen Dialog mit den Anwendern unserer Produkte und unserem Produktmanagement werden wir weiterhin Chancen zügig nutzen und darüber hinaus neue Absatzmöglichkeiten schaffen. In den folgenden Jahren wird der globale Gesundheitsmarkt weiterwachsen. In den Industrienationen werden die Gesundheitsausgaben positiv ansteigen, allerdings wird das größte Wachstum aus den Gesundheitsmärkten der Schwellenländer kommen. Durch den sich wandelnden Lebensstil werden chronische Krankheiten zunehmen. Deshalb ist davon auszugehen, dass kurz- bis langfristig rund die Hälfte der weltweiten Ausgaben im Gesundheitswesen für die Behandlung von Herz-Kreislauf-, Krebs- und Atemwegs-erkrankungen anfallen. Durch die höhere Lebenserwartung nimmt der Anteil der Bevölkerung zu, der über 65 Jahre alt ist. Dies führt zum Anstieg von weiteren altersbedingten Krankheiten wie Demenz, Inkontinenz, Arthrose und chronischen Wunden. Außerdem ist der Trend erkennbar, dass einige Krankheiten regionale Gesundheitssysteme im besonderen Maße belasten. Auch in Zukunft wird sich die Ausbreitung von Pandemien (z.B. Covid 19) auf das weltweite Gesundheitssystem auswirken. Künftig werden außerdem teure, innovative Behandlungsmöglichkeiten die Gesundheitsausgaben erhöhen. Chancen für weiteres organisches Wachstum sehen wir insbesondere in dem Ausbau unserer Aktivitäten in weiteren Wachstumsmärkten (beispielsweise in Afrika, Asien oder im Nahen und Mittleren Osten). Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität und Kundenzufriedenheit begegnen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen und dem tendenziell sinkenden Preisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Wir beobachten jedoch in einzelnen Bereichen eine steigende Volatilität. Hier sind beispielsweise das weltweit gestiegene politische Risiko, Pandemien sowie die Verwerfungen auf den Devisenmärkten und die teilweise erhöhten Risiken auf den Beschaffungsmärkten zu nennen. Die Netto-Risikoposition hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig erhöht und es wurden erneut keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Es ist jedoch ein zunehmender Protektionismus in Teilen der Welt zu beobachten, der uns als Dahlhausen-Gruppe belasten kann. Der Aufbau von Handelshemmnissen erhöht zudem die Unsicherheit bei Investoren und kann die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig belasten. Durch den Einsatz von internen Kontrollmechanismen sind wir in der Lage Veränderungen der Risikolage frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Marktstellung, die gute Kapital- und Vermögenslage und die Ertragskraft unserer Unternehmensgruppe eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung darstellen und uns die Möglichkeiten zur Wahrnehmung der sich bietenden Chancen eröffnen. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Tochterunternehmen im Konzern verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflussen könnten, kompensieren wir durch Sicherungsgeschäfte. Die größte Währungsposition im Konzern entsteht durch Einkäufe von Waren in USD und YEN. Eine Absicherung ergibt sich aus der Nutzung von derivativen Sicherungsinstrumenten. Die Tochterunternehmen sichern die Fremdwährungszahlungsströme der nächsten zwölf bis teilweise vierundzwanzig Monate ab. Die Sicherungsquote haben wir aufgrund der Prognosen der Banken auf über 80 % angehoben. Je weiter der Cashflow in der Zukunft liegt, desto geringer ist die Sicherungsquote. Ziel des Finanz-Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Köln, den 27.06.2022 gez. Peter Josef Dahlhausen gez. Ulrich Dahlhausen KONZERNBILANZ ZUM 31. MÄRZ 2022AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2021 BIS 31. MÄRZ 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. APRIL 2021 BIS 31. MÄRZ 2022I. Allgemeine Angaben zum Mutterunternehmen Die Dahlhausen Holding AG hat ihren Sitz in Köln. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HR B 20585 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sind unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze gemäß §§ 298, 242 ff. und 265 ff. HGB nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden. Der Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäß §§ 297, 298 HGB aufgestellt worden. Die Konzernbilanz entspricht der nach §§ 298 Abs. 1, 266 Abs. 2, 3 HGB vorgeschriebenen Gliederung, wobei gemäß §§ 298 Abs. 1, 265 Abs. 5 HGB der Posten "Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen" hinzugefügt wurde. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren gemäß §§ 298 Abs. 1, 275 Abs. 2 HGB fortgeführt. Es ist der Struktur des Konzerns angemessen. Gemäß §§ 298 Abs. 1, 265 Abs. 5 HGB wurde als Zwischensumme das Rohergebnis hinzugefügt und der Posten "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" beibehalten. III. Angaben zum Konsolidierungskreis und zum Konzernanteilsbesitz Geschäftsjahr und Konsolidierungszeitraum Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens Dahlhausen Holding AG, den 31. März 2022, aufgestellt. Tochterunternehmen, die auf den 31. Dezember 2021 bilanziert haben, wurden gemäß § 299 Abs. 2 HGB mit abweichendem Stichtag konsolidiert. Zwischenabschlüsse wurden nicht erstellt. Konsolidierungskreis Eine Übersicht über den Anteilsbesitz und den Konsolidierungskreis ergibt sich aus Anlage 1 zum Konzernanhang. Im Geschäftsjahr wurden die folgenden Unternehmen aus dem Bereich des Vertriebs von medizintechnischen Produkten erstmals im Konzernabschluss aufgenommen:
Aus der Erstkonsolidierung der Technologie Institut Medizin GmbH (TIM) zum 1. Oktober 2021 ergeben sich Auswirkungen auf die Umsatzerlöse in Höhe von 1.276 T€ und auf die Material- bzw. Personalaufwendungen jeweils in Höhe von 645 T€ bzw. 705 T€. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 4.968 T€ aktiviert. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 1.500 T€, da eine langfristige Rahmenvereinbarung mit einem Kunden aufgehoben wurde. Aus der Erstkonsolidierung der Allium Ltd. zum 1. Juli 2021 ergeben sich Auswirkungen auf die Umsatzerlöse in Höhe von 1.535 T€ und auf die Material- bzw. Personalaufwendungen jeweils in Höhe von 588 T€ bzw. 798 T€. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 4.334 T€ aktiviert. Dieser wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Zum 1. Dezember 2021 wurde die DBM Immobilier, mit Sitz in Bourg-en-Bresse, Frankreich, als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Die Dahlhausen Holding AG hält einen Anteil am Kapital in Höhe von 33,3 %. Im Geschäftsjahr wurde das assoziierte Unternehmen E+D Holding B.V. mit Sitz in Mijnsheerenland, Niederlande, entkonsolidiert. Hieraus ergeben sich Abgänge von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in Höhe von 1.375 T€. Konsolidierungsgrundsätze Für Gesellschaften, welche zum 31. Dezember 2009 als vollkonsolidierte Gesellschaften enthalten waren, erfolgte die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Tochterunternehmen, welche ab dem 1. Januar 2010 erstmalig im Wege der Vollkonsolidierung (§ 301 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen wurden, erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode, bei der die Vermögensgegenstände und Schulden zum vollen Zeitwert angesetzt werden und der Anschaffungswert der Beteiligung mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet wird. Ein nach der Verrechnung auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ein auf der Passivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Soweit dieser Ausgleichsposten aus der Kapitalkonsolidierung nicht mit negativen Erwartungen behaftet ist ("Badwill"), wird er erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen umgegliedert. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden entsprechend den Vorschriften der Equity-Methode (§ 312 HGB) fortgeführt. Die Einbeziehung erfolgte zum Erwerbszeitpunkt zu Anschaffungskosten der Beteiligung. Es werden die landesspezifischen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu Grunde gelegt. Es erfolgt keine Anpassung an die handelsrechtlichen Bewertungsmethoden. Das zu Grunde gelegte Ergebnis zur Änderung des Equity-Wertes erfolgt nach Abzug von Ertragsteuern. Aus der Nebenrechnung zu negativen Equity-Werten resultieren fortgeführte negative Equity-Werte in Höhe von 585.927,73 €. Gemäß § 311 Abs. 2 HGB wurde auf die Anwendung der Equity-Methode für die Beteiligung an der GALERIE MEDICAL CENTER s.r.o., Tschechien, verzichtet, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Gesellschaft hat ihre Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften werden gemäß §§ 303, 305 HGB weggelassen. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da der Einfluss der innerkonzernlichen Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. Für die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß §§ 274, 306 HGB gebildet, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Währungsumrechnung Es wurden acht Unternehmen mit abweichender Währung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Währungsumrechnung erfolgte gemäß der modifizierten Stichtagskursmethode (§ 308a HGB). Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden aus Vereinfachungsgründen in der Gewinn- und Verlustrechnung belassen. IV. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung Die Konzernbilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sämtliche bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Geringwertige Software wird vollständig als Aufwand verrechnet. Das Wahlrecht zur Aktivierung originärer immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird im Konzern nicht ausgeübt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf bzw. zehn Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert orientiert sich bei entgeltlich erworbenen Unternehmen am Wert der damit bezogenen Produkte. Der Zeitraum der Abschreibung wird anhand der jeweiligen Produktlebenszyklen ermittelt und beträgt regelmäßig fünf bzw. zehn Jahre. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebotes werden bis zur Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Geringwertige Anlagegegenstände werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauernder oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Daraus resultierende unrealisierte Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Umlaufvermögen In den Vorräten ausgewiesene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt, soweit am Bilanzstichtag nicht eine Abwertung auf einen niedrigeren Wert vorzunehmen ist. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und - soweit unverzinslich - bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung von den Forderungen abgesetzt. Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bewertet, soweit am Bilanzstichtag nicht eine Abwertung auf einen niedrigeren Wert vorzunehmen ist. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften des §§ 298 Abs. 1, 250 HGB gebildet. Deckungsvermögen Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden mit den Aufwendungen und Erträgen der verrechneten Vermögensgegenstände im Finanzergebnis saldiert. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB bewertet. Die Abzinsung erfolgt anhand des von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern Latente Steuern ergeben sich aufgrund von Bewertungsunterschieden in Handels- und Steuerbilanz, steuerlichen Verlustvorträgen sowie Konsolidierungsmaßnahmen, sofern sich die Differenzen in Zukunft ausgleichen. Die Bewertung erfolgt für inländische Gesellschaften mit dem konzerneinheitlichen Steuersatz von 32,45 %. Bei ausländischen Tochtergesellschaften werden die individuellen landesrechtlichen Steuersätze herangezogen. Es ergeben sich aus den Differenzen zwischen den Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden in der Handels- und Steuerbilanz in den Jahresabschlüssen gemäß § 274 HGB aktive und passive latente Steuern. Die passiven latenten Steuern entstehen aus den unterschiedlichen Wertansätzen des Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB, die aktiven latenten Steuern entstehen aus den unterschiedlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellungen. Aufgrund des Wahlrechts gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 274 Abs. 1 S. 3 HGB wurde der hieraus resultierende Aktivüberhang nicht bilanziert. Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergibt sich eine passive Steuerlatenz gemäß § 306 HGB in Höhe von 799.789,15 € aus der vergangenen Aufdeckung stiller Reserven betreffend die Bilanzposition Grundstücke und Bauten im Rahmen der Erstkonsolidierung. Sie wird jährlich in Höhe von 41.449,13 € aufgelöst. Währungsumrechnung In der Konzernbilanz enthaltene Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs umgerechnet und zum Bilanzstichtag gemäß §§ 298 Abs. 1, 256a HGB an den Devisenkassamittelkurs angepasst. V. Angaben zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind in Anlage 2 zum Konzernanhang dargestellt. Abweichungen aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen werden in einzelnen Spalten ausgewiesen. Unter dem Posten Geschäfts- oder Firmenwert sind bereits in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstandene Werte in Höhe von 596.210,51 € enthalten. Derivative Finanzinstrumente Die Nominalwerte derivativer Finanzinstrumente betragen:
Es handelt sich um Devisentermingeschäfte bis März 2023 zur Absicherung zukünftiger Währungskursschwankungen. Sie werden einzeln zu Marktpreisen mit 1.299,5 TEUR bewertet. Der Bewertung liegen Einschätzungen zu Grunde, die sich - wenn als Geld- und Briefkurs ausgedrückt - vom indikativen Preis, ansonsten vom Mid-Market-Preis oder ähnlichen anerkannten Bewertungsmethoden ableiten. Umlaufvermögen Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 3 zum Konzernanhang in einem Forderungsspiegel dargestellt. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten antizipative Forderungen aus Steuerrückforderungen in Höhe von 61.542,40 € (Vorjahr: 183.260,42 €). Deckungsvermögen Die wesentlichen Angaben zum Deckungsvermögen ergeben sich aus nachstehender Tabelle: Angaben zum Deckungsvermögen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 17 HGB
Eigenkapital Entwicklung der Kapitalrücklage:
Gemäß § 158 AktG ist die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt zu ergänzen:
Zur weiteren Erläuterung der Veränderungen im Geschäftsjahr wird auf den Konzerneigenkapitalspiegel verwiesen. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der aus der Erstkonsolidierung der Dahlhausen Italy S.R.L. entstandene Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung mit Fremdkapitalcharakter wird über 5 Jahre abgeschrieben. Die jährliche Abschreibung beträgt 1.276,94 €. Rückstellungen Die wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter zur Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nachstehender Tabelle zu entnehmen: Angaben zu Pensionsrückstellungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 16 HGB
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 48.178,00 €. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte werden in Anlage 4 zum Konzernanhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse geordnet nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt auf: Angaben zu Umsatzerlösen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB
Die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Aufwendungen und Erträgen des Deckungsvermögens im Finanzergebnis saldiert. Hieraus ergeben sich folgende Angaben: Angaben zur Verrechnung von Aufwendungen u. Erträgen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 17 HGB
VII. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. VIII. Sonstige Angaben Angaben zu Organen Angaben zu Mitgliedern des Vorstands gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB
Gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a HGB über die gewährten Vorstandsbezüge verzichtet. Am Bilanzstichtag betragen die Forderungen gegen Organmitglieder: Forderungen gegen Mitglieder der Geschäftsführung bestehen in Höhe von 1.038.486,61 € (Zugänge: 63.193,26 € / Abgänge: 313.514,53 €). Diese werden in Höhe des Basiszinssatzes zzgl. 2%-Punkte verzinst. Angaben zum Aufsichtsrat gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr als Gesamtbezüge 8.436,32 € (Vorjahr: 8.436,32 €) im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB. Abschlussprüferhonorare Angaben zu Abschlussprüfungshonoraren gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB
Mitarbeiterzahl Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB sind folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr zu machen: Angaben zur Mitarbeiteranzahl gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB resultiert aus Leasing- und Wartungsverträgen sowie aus Mietverträgen. Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB
Angaben zu den Aktien des Mutterunternehmens Das voll eingezahlte Grundkapital in Höhe von 1.345.600,00 € ist eingeteilt in 53.824 Nennbetragsaktien in Form von Inhaberaktien mit einem Nennbetrag von jeweils 25,00 €. Befreiende Wirkung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Der Konzernabschluss der Dahlhausen Holding AG zum 31. März 2022 hat für die nachfolgend aufgeführten Kapitalgesellschaften befreiende Wirkung gemäß § 264 Abs. 3 HGB: Gemäß § 264 Abs. 3 HGB befreite Tochterunternehmen P.J. Dahlhausen & Co. GmbH, Köln P.J. Dahlhausen Immobilien Verwaltungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Köln P.J. Dahlhausen Handelsvertretung GmbH, Köln Dahlhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln Dahlhausen Medizintechnik GmbH, Halberstadt Nachtragsbericht Seit dem 24. Februar führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland wird dies aller Voraussicht nach zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft führen. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf die MedTech-Branche können noch nicht verlässlich abgeschätzt werden. Es ist jedoch mit Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur, verschlechterten Finanzierungsbedingungen sowie geringeren Investitionen und Kaufzurückhaltung, sowie mit steigenden Energiekosten aufgrund der Sanktionen gegen Russland zu rechnen. Wir gehen weiterhin davon aus, dass die COVID-19-Pandemie, trotz der recht hohen Impfquote, noch nicht zu Ende ist und sehen besondere Risiken bei vor- und nachgelagerten Prozessen (z. B. mögliche Versorgungsengpässe durch fehlende Zulieferungen). Die uns bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Geschäftsjahr sind im Prognosebericht berücksichtigt und beschrieben. Im Jahresverlauf sind jedoch weitere Belastungen möglich. Es sind Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres insoweit zu erkennen, dass durch die Entwicklung der Energiepreise mit einer sehr stark steigenden Inflationsrate zu rechnen ist. Dadurch erwarten wir als Reaktion auf eine hohe Inflation eine Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB. Die uns bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Folgejahr sind im Prognosebericht des Lageberichtes berücksichtigt und beschrieben. Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Belastungen bekannt oder abschätzbar. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses des MutterunternehmensDie gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens schlagen vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Anteilsbesitz des Konzerns
Anlagenspiegel
Forderungsspiegel
* Die Forderungen gegenüber gesetzl.
Vertretern werden i.H.d. Basiszinses zzgl. 2 %-Punkte
verzinst.
Verbindlichkeitenspiegel
Konzernkapitalflussrechnung DRS 21
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Unterzeichnung des Konzernabschlusses
Köln, den 28. Juni 2022 gez. Peter Josef Dahlhausen gez. Ulrich Dahlhausen BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dahlhausen Holding AG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Dahlhausen Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dahlhausen Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 25. November 2022 SRS
Audit GmbH
gez. Dr. Rudolf Schmitz, Wirtschaftsprüfer gez. Christian Stüben, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022In den Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Geschäftsjahres, in Einzelbesprechungen und durch Berichte der Geschäftsführung haben wir uns eingehend über die Lage der Gesellschaft sowie über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik informiert. Ferner haben wir wichtige geschäftliche Einzelvorgänge erörtert und über Geschäfte entschieden, die aufgrund gesetzlicher und gesellschaftsvertraglicher Bestimmungen zur Genehmigung vorgelegt wurden. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht wurden vorgelegt und besprochen. Sowohl der Jahresabschluss zum 31. März 2022 als auch der Konzernjahresabschluss zum 31. März 2022 sind von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SRS Audit GmbH mit Sitz in Köln gemäß §§ 316 ff. HGB geprüft worden. Sie wurden mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Wirtschaftsprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen Einzel- und Konzernabschluss zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt die aufgestellten Jahresabschlüsse.
Köln, den 1. Dezember 2022 gez. Karl A. Niggemann, Vorsitzender des Aufsichtsrates gez. Karl-Heinz Roll, stellvertretender Vorsitzender Beschluss über die ErgebnisverwendungIn der Hauptversammlung der Dahlhausen Holding AG vom 1. Dezember 2022 wurde eine Gewinnausschüttung in Höhe von 150 T€ beschlossen. |
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