Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 18458
Vorher
ENERGIE VERTEILUNGSTECHNIK Witthinrich Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
22.3.2006
Branche
Großhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Die Produktion von und der Handel mit elektrischen und industriellen Maschinen, Apparaten und Materialien, einschließlich des Im- und Exports, insbesondere der Energie - Verteilungstechnik. Das Unternehmen ist auch berechtigt, Industrievertretungen in diesem Bereich zu übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Kai Witthinrich
seit 22.3.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kai Witthinrich
Berlin
45.880 €
74.00%
Scharnowski Investment Consulting GmbH
Germany
16.120 €
26.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Witthinrich GmbH

Potsdam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell


Die Firma Witthinrich GmbH ist aus der 1920 gegründeten ENERGIE-Gruppe (heute: ALPINE@ENERGIE) aus Biberach in Baden-Württemberg hervorgegangen. Sie war ein bekanntes Montageunternehmen im Freileitungsbau bis 380 KV und von Mobilfunkanlagen. Seit Mitte der 80er Jahre hatte sich die ENERGIE-Gruppe auch als Lieferant von Materialien für elektrische Verteilungsnetze in den Spannungsklassen 1 bis 380 kV einen Namen gemacht.

Die Philosophie, mit namhaften europäischen Herstellern in jedem Produktbereich zusammenzuarbeiten, hat zu einer Partnerschaft mit vielen Energieversorgungsunternehmen und anderen Partnern im Bereich Energieverteilung geführt. Im Rahmen einer Übernahme dieses Bereiches im Jahre 1998 und der Gründung der heutigen Witthinrich GmbH in Potsdam wurde diese Partnerschaft in den letzten Jahren ausgebaut und vertieft.

Seit einigen Jahren werden vermehrt Produkte mit unseren Kunden entwickelt und unter eigenem Namen produziert. Durch die Übernahme des ISO Bereiches der Firma PFISTERER mit Zubehör für die isolierte Freileitung im Januar 2008 ist die Witthinrich GmbH in eine neue Dimension als produzierendes Unternehmen hineingewachsen. Dies unterstützen wir mit dem Ausbau unser Lagerkapazitäten in Blankenfelde- Mahlow.

Durch die Übernahme der Pfisterer France, der jetzigen Witthinrich SAS 2021 wurde die Präsenz in Frankreich verstärkt.

Inzwischen haben wir uns in verschiedenen Bereichen zum Hauptlieferanten für Produkte für die elektrische Energieversorgung in Deutschland entwickelt. Aber auch aus dem deutschsprachigen Ausland bekommen wir immer mehr Anfragen und Aufträge.

2. Forschung und Entwicklung


Wir entwickeln neue Produkte aus den Anforderungen des Marktes heraus. Wir haben u. a. besondere Vogelabweiser (Pusteblume) oder für 110 kV Masten Vorrichtungen, die z. B. dazu führen, dass insbesondere Großvögel keine Nester in Gittermasttraversen bauen, wo die Vögel sich, aber auch die Stromversorgung gefährden, entwickelt.

Anhand der Interpretation bestehender Normen entwickeln wir mit unseren Kunden Kabel-Konstruktionen, die in ihrem Aufbau und den verwendeten Materialien den besonderen Anforderungen unserer Kunden genügen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen


Da wir größtenteils in einem regulierten Markt arbeiten, ist unsere Umsatzentwicklung sehr stark von regulatorischen Einflüssen geprägt. Daher gibt es immer wieder sehr starke Umsatzschwankungen bei der gleichen Anzahl vorliegender Rahmenverträge.
Trotzdem lässt sich seit der Gründung 1998 eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung feststellen.
Durch die Energiewende und den neuen Rahmenbedingungen ist das Umfeld für unsere Geschäftsbereichen sehr positiv- Durch den Bedarf an Stromautobahne und Stromzubringern hat unsere Branche grundsätzlich sehr gute Geschäftsaussichten.

3. Geschäftsverlauf und Lage


· Ertragslage Das Geschäft verlief wie im Vorjahr positiv. Der Umsatz steigerte sich im Jahresverlauf von rund 40 Mio. €uro auf rund 70 Mio. Euro. Der Kundekreis sind zu je 50 % Energieversorgungsunternehmen und Unternehmen im regenerativen Bereich bzw. deren Unterlieferanten.
Wir konnten durch eine bessere Umsatzentwicklung ein leicht besseres prozentuales Jahresergebnis erreichen, da sich der Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz reduziert hat. Da wir für den Ausbau unserer Vertriebsaktivitäten weiter in Personal investiert haben, haben wir leicht höhere Personalkosten, die sich aber von rund 20 % auf 13,9 %Umsatz reduziert haben.
Unter Berücksichtigung des Waren- und Materialeinkaufs ergibt sich somit ein Jahresüberschuß von 3.060 T€ was einer Umsatzrendite von 4,4% (Vorjahr 3,6 %) des Umsatzes entspricht.
Das Finanzergebnis ist wie auch im Vorjahr negativ (-91 TEUR zu -97 TEUR ). Hierbei handelt es sich teilweise um das negative Ergebnis der 100 %igen Tochterunternehmung InnoKab GmbH, mit welcher ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen ist.

· Finanzlage Die Firma verfügt über keine Bankverbindlichkeiten und finanziert sich selbst.
Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen.. Die Eigenkapitalquote liegt bei 22 % zu 21,7 % im Vorjahr.
Mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen verfügt die Witthinrich GmbH über keine Verbindlichkeiten, die länger als 1 Jahr laufen.

Zusammenfassung der Kapitalflussrechnung


2022/2023

TEUR
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
1450,3
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit
129,2
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit
-714,1

765,4
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
197,4
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
962,8
Jahres-Casflow
3.106,0

                                                   
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Um das weitere Wachstum zu finanzieren haben wir zum Ende des Geschäftsjahrer 202/2023 einen Factorienvetrag abgeschlossen, der uns ein zusätzliches Fiannzierungsvolumen von rund 4 Mio. Euro erschlossen.hat. Bestehende Kreditlinien mußten nicht genutzt werden.

· Vermögenslage Das Anlagevermögen nimmt mit 0,7 % der Bilanzsumme eine untergeordnete Rolle am Gesamtvermögen ein.. Trotz weiterer Investitionen hat sich Anlagevermögen leicht reduziert.
Wie im vergangenen Jahr war auch dieses Geschäftsjahr durch gestresste Lieferketen, durch Coroan und den ausgebrochenen Krieg in der Ukrainie geprägt. Daher haben wir unsere Lagerbestände erhöht, um unsere aktuelle Lieferfähigkeit zu erhöhen.
Bei dem höheren Umsatz und längere, durch den Markt definierte Zahlungsziele, haben sich die Forderungen massiv von rund 10 Mio. Euro auf 18,7 Mio. Euro erhöht. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich stattdessen nur um 6,6 Mio. Euro im Berichtszeitraum.
Trotz diesen Herausforderungen ist die Innenfinanzierung weiterhin gegeben.

· Finanzielle Leistungsindikatoren Wir sind weiterhin bemüht, durch Investitionen in digitalisierte Prozesse statt das Personal weiter aufzubauen, die doch erheblichen Schwankungen in dieser Branche abzufedern, statt das Personal weiter aufzubauen. Da wir den gesteigerten Umsatz mit der gleichen Mitarbeiterzahl von 12 vollzeitbeschäftigten Mitarbeitern bei höheren Gehältern bewältiget haben, steigt in der Regel mit dem Umsatz auch die Rendite.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022/23 die Eigenkapitalrendite um 0,4 %-Punkte auf 22,1 % steigern können. Die Umsatzrentabilität liegt bei 4,3 %.

· Gesamtaussage Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung schätzen wir weiterhin als gut ein.
Wir begleichen unsere Verbindlichkeiten immer innerhalb der Fristen und realisieren die möglichen Skontoabzüge.
Die Rückstellungen und Teile der kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch die Bestände gedeckt. Da unser Kundenkreis größtenteils Energieversorger sind, die durch ihre Monopole ein stetiges Einkommen haben, sind die Forderungen größtenteils sehr sicher. Ale Forderungen außerhalb des Energieversorgungsunternehmen werden durch Kreditversicherer abgedeckt.

III. Prognosebericht



Durch die Elektromobilität, die Klimaziele und die dadurch größere Nutzung alternativer dezentraler Energiequellen ist auf absehbare Zeit eine Verstärkung der elektrischen Verteilnetze nötig. Daher sehen wir für die nächsten Jahre weiterhin einen kontinuierlichen Bedarf an unseren Produkten.
Wir sind weiterhin bemüht, für unsere Kunden unser Produktportfolio in den Bereichen der Freileitung zu verstärken. Auch zukünftig werden wir die Chancen nutzen, die durch die Restrukturierung von Mitbewerbern entstehen.
Wir haben zum Glück sehr viele langfristige Rahmenverträge, die oft nicht sehr ertragreich sind, aber ein "Grundrauschen" für unser Unternehmen und unsere Partnerfirmen darstellen.
Für die nächsten Jahre erwarten wir durch die guten Rahmenbedingungen eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 werden wir einen Umsatzanstieg von mehr als 25% bei einer weiteren positiven Ergebnisentwicklung realisieren.
Durch einen langfristigen Rahmen- und einen Großauftrag der Deutschen Bahn haben wir ein neues Geschäftsfeld erschlossen in das wir nachhaltig investieren werden.

IV. Chancen und Risikobericht



Wir sehen für die absehbare Zukunft mehr Chancen als Risiken. Die weitere Entwicklung zur Erzeugung der elektrischen Energie durch erneuerbare Energien, die Forderung nach mehr Elektromobilität und die Erzeugung von Energie durch dezentrale Einheiten (jedes Haus soll ein Kraftwerk werden) wird zu mehr Bedarf an elektrischer Verbindungstechnik wie Kabel und Anschlusstechnik führen. Das bedeutet einen höheren Bedarf für unsere Produkte. Wir haben durch die erfolgreiche Teilnahme an Ausschreibungen der Deutschen Bahn einen neuen Kundenkreis gewonnen. Der Boom bei allen Übertragungsnetzen bietet weiterhin sehr gute Geschäftsaussichten.
Der 2022 ausgebrochene Krieg zwischen der Ukraine und Russland hat unsere Lieferketten auch in Europa und Asien an einigen Stellen gestresst. Dies konnte inzwischen größtenteils durch alternative Lieferanten wieder behoben werden. Durch die langfristigen Rahmenverträge und dadurch, dass der Sektor, in dem wir tätig sind, durch weitergehende Bautätigkeit im Bereich Infrastruktur und Solar in Deutschland und anderen Ländern, sehen wir auch für das gesamte Jahr 2024 keinen Einbruch der Geschäftstätigkeit.
Da wir trotz des hohen Umsatzes mit bisher 12 Mitarbeitern ein vergleichbar kleines Unternehmen sind und wir die Mitarbeiterzahl nur moderat steigern, sehen wir der Zukunft mit Ihren schwankenden Rahmenbedingungen sehr positiv entgegen.
Ein permanentes Risiko ist der mögliche Zahlungsausfall von Kunden, der bei uns sehr leicht im sechsstelligen Bereich liegen kann. Dem versuchen wir mit einer vertieften Bonitätsprüfung über Kreditversicherer und der Information anderer Marktteilnehmer über den Kunden zu begegnen. Des Weiteren auch dadurch, dass wir - egal wie lukrativ es auch ist - keine Aufträge mit Firmen außerhalb des Energiesektors mit mehr als 800.000 - 1.000.000 € abschließen. Dazu gehört auch ein aktives Forderungsmanagement und eine zeitnahe Buchhaltung, damit wir immer wissen, wo wir stehen.
Alle Kunden außerhalb des Energieversorgungsektors sind darüber hinaus kreditversichert.
Um das weitere Umsatzwachstum abzusichern. haben wir zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 eine Factoringvereinbarung abgeschlossen, die uns einen größeren finanziellen Spielraum für das aktuelle und künftige Umsatzwachstum gibt.
Seit Ende 2020 gibt es massiv steigenden Rohstoffkosten, deren Steigerungen in fast allen Sektoren in dieser Höhe und Breite in der jüngeren Geschichte einmalig sind. Wir haben inzwischen mit allen unseren Kunden in unseren längerfristigen Verträgen Adjustierungsfaktoren eingebaut, um das Risiko dieser Schwankungen zu minimieren. Zum Glück haben sich die Steigerungen bei den Rohstoffkosten inzwischen wieder beruhigt.
Auf der Grundlage der guten gesamtwirtschaftlichen Aussichten in unserem Marktbereich und der 100 %igen Innenfinanzierungen sehen wir keine größeren Risiken, die unsere weitere Entwicklung beeinträchtigen. Um dies weiter zu reduzieren, betrieben wir aktives Forderungsmanagement und sicher uns über Kreditversicherungen ab.

 

Potsdam, den 05.06.2024

gez. Witthinrich  gez. Scharnowski

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 155.654,00 238.331,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 10.580,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 10.580,00
II. Sachanlagen 129.652,00 201.751,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 129.652,00 201.751,00
III. Finanzanlagen 26.000,00 26.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.000,00 26.000,00
B. Umlaufvermögen 23.029.439,71 12.870.951,73
I. Vorräte 2.316.417,88 1.415.194,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.750.267,20 11.258.387,43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 550.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 962.754,63 197.369,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.886,54 19.002,59
Aktiva 23.189.980,25 13.128.285,32

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.108.549,86 2.847.620,09
I. Gezeichnetes Kapital 62.000,00 62.000,00
II. Gewinnvortrag 1.985.620,09 1.345.309,80
III. Jahresüberschuss 3.060.929,77 1.440.310,29
B. Rückstellungen 3.464.624,83 3.101.203,57
C. Verbindlichkeiten 14.616.805,56 7.179.461,66
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 140.105,83 85.496,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 139.105,83 85.496,64
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.000,00  
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   1.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr   1.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 14.476.699,73 7.092.965,02
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 14.476.699,73 7.092.965,02
Passiva 23.189.980,25 13.128.285,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.606.429,30 4.436.140,08
2. Personalaufwand 1.132.912,48 1.334.168,22
a) Löhne und Gehälter 972.273,72 803.656,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 160.638,76 530.512,21
davon für Altersversorgung 1.200,00 420.104,00
3. Abschreibungen 56.516,75 69.278,12
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 56.516,75 69.278,12
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 797.882,12 667.167,56
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -1.004,73 -304,51
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.125,87 26.430,28
davon aus verbundenen Unternehmen 14.125,87 26.430,28
6. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 51.796,66 85.486,47
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.353,24 37.481,00
davon an verbundene Unternehmen 1.812,53  
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 39.240,00 37.481,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.380.837,48 827.670,70
9. Ergebnis nach Steuern 3.147.256,44 1.441.318,29
10. sonstige Steuern 86.326,67 1.008,00
11. Jahresüberschuss 3.060.929,77 1.440.310,29

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Firmenname laut Registergericht: Witthinrich GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Potsdam
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Potsdam
Register-Nr.: 18458

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschreibungen erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig 5 bzw. 15 Jahre verteilt und sind zum Bilanzstichtag voll abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer richtet sich grundsätzlich nach den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (handelsrechtliche Untergrenze) angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Postengemäß § 250 HGB gebildet worden.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:




Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.07.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
30.06.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





Geschäfts- oder Firmenwert
370.000,00
0,00
0,00
0,00
370.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
370.000,00
0,00
0,00
0,00
370.000,00
II. Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
404.896,31
45.101,75
173.915,74
0,00
276.082,32
Summe Sachanlagen
404.896,31
45.101,75
173.915,74
0,00
276.082,32
III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen
26.000,00
0,00
0,00
0,00
26.000,00
Summe Finanzanlagen
26.000,00
0,00
0,00
0,00
26.000,00
Summe Anlagevermögen
800.896,31
45.101,75
173.915,74
0,00
672.082,32

kumulierte
Abschreibung
01.07.2022
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte
Abschreibung
30.06.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





Geschäfts- oder Firmenwert
359.420,00
10.578,00
0,00
0,00
369.998,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
359.420,00
10.578,00
0,00
0,00
369.998,00
II. Sachanlagen





andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
203.145,31
45.938,75
102.653,74
0,00
146.430,32
Summe Sachanlagen
203.145,31
45.938,75
102.653,74
0,00
146.430,32
III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Anlagevermögen
562.565,31
56.516,75
102.653,74
0,00
516.428,32

Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
30.06.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
30.06.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Geschäfts- oder Firmenwert
0,00
2,00
10.580,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
2,00
10.580,00
II. Sachanlagen



andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
129.652,00
201.751,00
Summe Sachanlagen
0,00
129.652,00
201.751,00
III. Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
26.000,00
26.000,00
Summe Finanzanlagen
0,00
26.000,00
26.000,00
Summe Anlagevermögen
0,00
155.654,00
238.331,00


In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 5.252,88 EUR (Vorjahr 6.089,92  EUR) enthalten, die auch Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind.
In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber einem Factor aus abgetretenen Lieferansprüchen in Höhe von 4.758.852,40 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) enthalten
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz
1,80%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen
3,00%
zugrunde gelegte Sterbetafel
2018 G


Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre angesetzt.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 81.220,00 EUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttungen gesperrt.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Verpflichtungen gegenüber dem Personal enthalten.
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind keine Verbindlichkeiten enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichenEigentumsvorbehalte.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 11.758,85 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) gegenüber dem Gesellschafter enthalten.

Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bestehen nicht.

Den langfristigen Abnahmeverträgen stehen entsprechende deckungsgleiche Lieferverträge gegenüber. Deckungsrisiken sind derzeit nicht zu erkennen.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen

Zahl
Arbeiter

1,00
Angestellte

9,00
leitende Angestellte

2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit
12,00

vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter

12,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter

0,00



Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer:
Kai Witthinrich
ausgeübter Beruf:
Dipl. Kfm.
Weitere Geschäftsführer:
Christoph Scharnowski
ausgeübter Beruf:
Dipl. Kfm.


Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden 278.686,62 EUR gewährt.

Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer beträgt 16 TEUR und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen.

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter folgender Unternehmen:

Name InnoKab GmbH
Sitz Potsdam
Rechtsform GmbH


Name Witthinrich SAS
Sitz Frankreich
Rechtsform französische Aktiengesellschaft


Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 3.060.929,77 EUR. Auf neue Rechnung werden 2.549.354,88 EUR vorgetragen.

 

Potsdam, 22.04.2024

Kai Witthinrich

Christoph Scharnowski

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 22.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: 

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Witthinrich GmbH, Potsdam

 Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Witthinrich GmbH ‑ bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn‑ und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden ‑ geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Witthinrich GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑ und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

 Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

 Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

 Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage des Unternehmens vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Ge­setzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Schwerin, 17. September 2024

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