Witthinrich
GmbH
Potsdam
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023
Lagebericht
I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell
Die Firma Witthinrich GmbH ist aus der 1920
gegründeten ENERGIE-Gruppe (heute: ALPINE@ENERGIE) aus
Biberach in Baden-Württemberg hervorgegangen. Sie war
ein bekanntes Montageunternehmen im Freileitungsbau bis 380
KV und von Mobilfunkanlagen. Seit Mitte der 80er Jahre hatte
sich die ENERGIE-Gruppe auch als Lieferant von Materialien
für elektrische Verteilungsnetze in den Spannungsklassen
1 bis 380 kV einen Namen gemacht.
Die Philosophie, mit namhaften europäischen
Herstellern in jedem Produktbereich zusammenzuarbeiten, hat
zu einer Partnerschaft mit vielen
Energieversorgungsunternehmen und anderen Partnern im Bereich
Energieverteilung geführt. Im Rahmen einer
Übernahme dieses Bereiches im Jahre 1998 und der
Gründung der heutigen Witthinrich GmbH in Potsdam wurde
diese Partnerschaft in den letzten Jahren ausgebaut und
vertieft.
Seit einigen Jahren werden vermehrt Produkte mit
unseren Kunden entwickelt und unter eigenem Namen produziert.
Durch die Übernahme des ISO Bereiches der Firma
PFISTERER mit Zubehör für die isolierte Freileitung
im Januar 2008 ist die Witthinrich GmbH in eine neue
Dimension als produzierendes Unternehmen hineingewachsen.
Dies unterstützen wir mit dem Ausbau unser
Lagerkapazitäten in Blankenfelde- Mahlow.
Durch die Übernahme der Pfisterer France, der
jetzigen Witthinrich SAS 2021 wurde die Präsenz in
Frankreich verstärkt.
Inzwischen haben wir uns in verschiedenen Bereichen zum
Hauptlieferanten für Produkte für die elektrische
Energieversorgung in Deutschland entwickelt. Aber auch aus
dem deutschsprachigen Ausland bekommen wir immer mehr
Anfragen und Aufträge.
2. Forschung und Entwicklung
Wir entwickeln neue Produkte aus den Anforderungen des
Marktes heraus. Wir haben u. a. besondere Vogelabweiser
(Pusteblume) oder für 110 kV Masten Vorrichtungen, die
z. B. dazu führen, dass insbesondere
Großvögel keine Nester in Gittermasttraversen
bauen, wo die Vögel sich, aber auch die Stromversorgung
gefährden, entwickelt.
Anhand der Interpretation bestehender Normen entwickeln
wir mit unseren Kunden Kabel-Konstruktionen, die in ihrem
Aufbau und den verwendeten Materialien den besonderen
Anforderungen unserer Kunden genügen.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Da wir größtenteils in einem regulierten
Markt arbeiten, ist unsere Umsatzentwicklung sehr stark von
regulatorischen Einflüssen geprägt. Daher gibt es
immer wieder sehr starke Umsatzschwankungen bei der gleichen
Anzahl vorliegender Rahmenverträge.
Trotzdem lässt sich seit der Gründung 1998
eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung feststellen.
Durch die Energiewende und den neuen Rahmenbedingungen
ist das Umfeld für unsere Geschäftsbereichen sehr
positiv- Durch den Bedarf an Stromautobahne und
Stromzubringern hat unsere Branche grundsätzlich sehr
gute Geschäftsaussichten.
3. Geschäftsverlauf und Lage
· Ertragslage Das Geschäft verlief wie
im Vorjahr positiv. Der Umsatz steigerte sich im
Jahresverlauf von rund 40 Mio. €uro auf rund 70 Mio.
Euro. Der Kundekreis sind zu je 50 %
Energieversorgungsunternehmen und Unternehmen im
regenerativen Bereich bzw. deren Unterlieferanten.
Wir konnten durch eine bessere Umsatzentwicklung ein
leicht besseres prozentuales Jahresergebnis erreichen, da
sich der Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz
reduziert hat. Da wir für den Ausbau unserer
Vertriebsaktivitäten weiter in Personal investiert
haben, haben wir leicht höhere Personalkosten, die sich
aber von rund 20 % auf 13,9 %Umsatz reduziert haben.
Unter Berücksichtigung des Waren- und
Materialeinkaufs ergibt sich somit ein
Jahresüberschuß von 3.060 T€ was einer
Umsatzrendite von 4,4% (Vorjahr 3,6 %) des Umsatzes
entspricht.
Das Finanzergebnis ist wie auch im Vorjahr negativ (-91
TEUR zu -97 TEUR ). Hierbei handelt es sich teilweise um das
negative Ergebnis der 100 %igen Tochterunternehmung InnoKab
GmbH, mit welcher ein Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen ist.
· Finanzlage Die Firma verfügt
über keine Bankverbindlichkeiten und finanziert sich
selbst.
Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr
gestiegen.. Die Eigenkapitalquote liegt bei 22 % zu 21,7 % im
Vorjahr.
Mit Ausnahme der Pensionsrückstellungen
verfügt die Witthinrich GmbH über keine
Verbindlichkeiten, die länger als 1 Jahr laufen.
Zusammenfassung der Kapitalflussrechnung
|
|
2022/2023
|
|
|
TEUR
|
Cash-Flow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit
|
|
1450,3
|
Cash-Flow aus der
Investitionstätigkeit
|
|
129,2
|
Cash-Flow aus der
Finanzierungstätigkeit
|
|
-714,1
|
|
|
765,4
|
Finanzmittelfonds am
Anfang der Periode
|
|
197,4
|
Finanzmittelfonds am Ende
der Periode
|
|
962,8
|
Jahres-Casflow
|
|
3.106,0 |
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war
jederzeit gegeben. Um das weitere Wachstum zu finanzieren
haben wir zum Ende des Geschäftsjahrer 202/2023 einen
Factorienvetrag abgeschlossen, der uns ein zusätzliches
Fiannzierungsvolumen von rund 4 Mio. Euro erschlossen.hat.
Bestehende Kreditlinien mußten nicht genutzt werden.
· Vermögenslage Das
Anlagevermögen nimmt mit 0,7 % der Bilanzsumme eine
untergeordnete Rolle am Gesamtvermögen ein.. Trotz
weiterer Investitionen hat sich Anlagevermögen leicht
reduziert.
Wie im vergangenen Jahr war auch dieses
Geschäftsjahr durch gestresste Lieferketen, durch Coroan
und den ausgebrochenen Krieg in der Ukrainie geprägt.
Daher haben wir unsere Lagerbestände erhöht, um
unsere aktuelle Lieferfähigkeit zu erhöhen.
Bei dem höheren Umsatz und längere, durch den
Markt definierte Zahlungsziele, haben sich die Forderungen
massiv von rund 10 Mio. Euro auf 18,7 Mio. Euro erhöht.
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich stattdessen nur um
6,6 Mio. Euro im Berichtszeitraum.
Trotz diesen Herausforderungen ist die
Innenfinanzierung weiterhin gegeben.
· Finanzielle Leistungsindikatoren Wir sind
weiterhin bemüht, durch Investitionen in digitalisierte
Prozesse statt das Personal weiter aufzubauen, die doch
erheblichen Schwankungen in dieser Branche abzufedern, statt
das Personal weiter aufzubauen. Da wir den gesteigerten
Umsatz mit der gleichen Mitarbeiterzahl von 12
vollzeitbeschäftigten Mitarbeitern bei höheren
Gehältern bewältiget haben, steigt in der Regel mit
dem Umsatz auch die Rendite.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022/23 die
Eigenkapitalrendite um 0,4 %-Punkte auf 22,1 % steigern
können. Die Umsatzrentabilität liegt bei 4,3 %.
· Gesamtaussage Unsere Umsatz- und
Ergebnisentwicklung schätzen wir weiterhin als gut ein.
Wir begleichen unsere Verbindlichkeiten immer innerhalb
der Fristen und realisieren die möglichen
Skontoabzüge.
Die Rückstellungen und Teile der kurzfristigen
Verbindlichkeiten sind durch die Bestände gedeckt. Da
unser Kundenkreis größtenteils Energieversorger
sind, die durch ihre Monopole ein stetiges Einkommen haben,
sind die Forderungen größtenteils sehr sicher. Ale
Forderungen außerhalb des Energieversorgungsunternehmen
werden durch Kreditversicherer abgedeckt.
III. Prognosebericht
Durch die Elektromobilität, die Klimaziele und die
dadurch größere Nutzung alternativer dezentraler
Energiequellen ist auf absehbare Zeit eine Verstärkung
der elektrischen Verteilnetze nötig. Daher sehen wir
für die nächsten Jahre weiterhin einen
kontinuierlichen Bedarf an unseren Produkten.
Wir sind weiterhin bemüht, für unsere Kunden
unser Produktportfolio in den Bereichen der Freileitung zu
verstärken. Auch zukünftig werden wir die Chancen
nutzen, die durch die Restrukturierung von Mitbewerbern
entstehen.
Wir haben zum Glück sehr viele langfristige
Rahmenverträge, die oft nicht sehr ertragreich sind,
aber ein "Grundrauschen" für unser Unternehmen und
unsere Partnerfirmen darstellen.
Für die nächsten Jahre erwarten wir durch die
guten Rahmenbedingungen eine positive Umsatz- und
Ergebnisentwicklung. Für das Geschäftsjahr
2023/2024 werden wir einen Umsatzanstieg von mehr als 25% bei
einer weiteren positiven Ergebnisentwicklung realisieren.
Durch einen langfristigen Rahmen- und einen
Großauftrag der Deutschen Bahn haben wir ein neues
Geschäftsfeld erschlossen in das wir nachhaltig
investieren werden.
IV. Chancen und Risikobericht
Wir sehen für die absehbare Zukunft mehr Chancen
als Risiken. Die weitere Entwicklung zur Erzeugung der
elektrischen Energie durch erneuerbare Energien, die
Forderung nach mehr Elektromobilität und die Erzeugung
von Energie durch dezentrale Einheiten (jedes Haus soll ein
Kraftwerk werden) wird zu mehr Bedarf an elektrischer
Verbindungstechnik wie Kabel und Anschlusstechnik
führen. Das bedeutet einen höheren Bedarf für
unsere Produkte. Wir haben durch die erfolgreiche Teilnahme
an Ausschreibungen der Deutschen Bahn einen neuen Kundenkreis
gewonnen. Der Boom bei allen Übertragungsnetzen bietet
weiterhin sehr gute Geschäftsaussichten.
Der 2022 ausgebrochene Krieg zwischen der Ukraine und
Russland hat unsere Lieferketten auch in Europa und Asien an
einigen Stellen gestresst. Dies konnte inzwischen
größtenteils durch alternative Lieferanten wieder
behoben werden. Durch die langfristigen Rahmenverträge
und dadurch, dass der Sektor, in dem wir tätig sind,
durch weitergehende Bautätigkeit im Bereich
Infrastruktur und Solar in Deutschland und anderen
Ländern, sehen wir auch für das gesamte Jahr 2024
keinen Einbruch der Geschäftstätigkeit.
Da wir trotz des hohen Umsatzes mit bisher 12
Mitarbeitern ein vergleichbar kleines Unternehmen sind und
wir die Mitarbeiterzahl nur moderat steigern, sehen wir der
Zukunft mit Ihren schwankenden Rahmenbedingungen sehr positiv
entgegen.
Ein permanentes Risiko ist der mögliche
Zahlungsausfall von Kunden, der bei uns sehr leicht im
sechsstelligen Bereich liegen kann. Dem versuchen wir mit
einer vertieften Bonitätsprüfung über
Kreditversicherer und der Information anderer Marktteilnehmer
über den Kunden zu begegnen. Des Weiteren auch dadurch,
dass wir - egal wie lukrativ es auch ist - keine
Aufträge mit Firmen außerhalb des Energiesektors
mit mehr als 800.000 - 1.000.000 € abschließen.
Dazu gehört auch ein aktives Forderungsmanagement und
eine zeitnahe Buchhaltung, damit wir immer wissen, wo wir
stehen.
Alle Kunden außerhalb des
Energieversorgungsektors sind darüber hinaus
kreditversichert.
Um das weitere Umsatzwachstum abzusichern. haben wir
zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 eine
Factoringvereinbarung abgeschlossen, die uns einen
größeren finanziellen Spielraum für das
aktuelle und künftige Umsatzwachstum gibt.
Seit Ende 2020 gibt es massiv steigenden
Rohstoffkosten, deren Steigerungen in fast allen Sektoren in
dieser Höhe und Breite in der jüngeren Geschichte
einmalig sind. Wir haben inzwischen mit allen unseren Kunden
in unseren längerfristigen Verträgen
Adjustierungsfaktoren eingebaut, um das Risiko dieser
Schwankungen zu minimieren. Zum Glück haben sich die
Steigerungen bei den Rohstoffkosten inzwischen wieder
beruhigt.
Auf der Grundlage der guten gesamtwirtschaftlichen
Aussichten in unserem Marktbereich und der 100 %igen
Innenfinanzierungen sehen wir keine größeren
Risiken, die unsere weitere Entwicklung beeinträchtigen.
Um dies weiter zu reduzieren, betrieben wir aktives
Forderungsmanagement und sicher uns über
Kreditversicherungen ab.
Potsdam, den 05.06.2024
gez.
Witthinrich gez. Scharnowski
Bilanz
Aktiva
|
|
30.6.2023
EUR |
30.6.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
155.654,00 |
238.331,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
2,00 |
10.580,00 |
| 1.
Geschäfts- oder Firmenwert |
2,00 |
10.580,00 |
| II.
Sachanlagen |
129.652,00 |
201.751,00 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
129.652,00 |
201.751,00 |
| III.
Finanzanlagen |
26.000,00 |
26.000,00 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
26.000,00 |
26.000,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
23.029.439,71 |
12.870.951,73 |
| I.
Vorräte |
2.316.417,88 |
1.415.194,89 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
19.750.267,20 |
11.258.387,43 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
0,00 |
550.000,00 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
962.754,63 |
197.369,41 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
4.886,54 |
19.002,59 |
| Aktiva |
23.189.980,25 |
13.128.285,32 |
Passiva
|
|
30.6.2023
EUR |
30.6.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
5.108.549,86 |
2.847.620,09 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
62.000,00 |
62.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
1.985.620,09 |
1.345.309,80 |
| III.
Jahresüberschuss |
3.060.929,77 |
1.440.310,29 |
| B.
Rückstellungen |
3.464.624,83 |
3.101.203,57 |
| C.
Verbindlichkeiten |
14.616.805,56 |
7.179.461,66 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
140.105,83 |
85.496,64 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
139.105,83 |
85.496,64 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
1.000,00 |
|
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht |
|
1.000,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
|
1.000,00 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
14.476.699,73 |
7.092.965,02 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
14.476.699,73 |
7.092.965,02 |
| Passiva |
23.189.980,25 |
13.128.285,32 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.7.2022 - 30.6.2023
EUR |
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
6.606.429,30 |
4.436.140,08 |
| 2.
Personalaufwand |
1.132.912,48 |
1.334.168,22 |
| a)
Löhne und Gehälter |
972.273,72 |
803.656,01 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
160.638,76 |
530.512,21 |
| davon
für Altersversorgung |
1.200,00 |
420.104,00 |
| 3.
Abschreibungen |
56.516,75 |
69.278,12 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
56.516,75 |
69.278,12 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
797.882,12 |
667.167,56 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
-1.004,73 |
-304,51 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
14.125,87 |
26.430,28 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
14.125,87 |
26.430,28 |
| 6.
Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) |
51.796,66 |
85.486,47 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
53.353,24 |
37.481,00 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
1.812,53 |
|
| davon
sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus
Abzinsung |
39.240,00 |
37.481,00 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
1.380.837,48 |
827.670,70 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
3.147.256,44 |
1.441.318,29 |
| 10.
sonstige Steuern |
86.326,67 |
1.008,00 |
| 11.
Jahresüberschuss |
3.060.929,77 |
1.440.310,29 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
| Firmenname laut
Registergericht: |
Witthinrich GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Potsdam |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Potsdam |
| Register-Nr.: |
18458 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Abschreibungen erworbener Geschäfts- oder
Firmenwerte wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer
planmäßig 5 bzw. 15 Jahre verteilt und sind zum
Bilanzstichtag voll abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar
zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch
die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear und degressiv
vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
richtet sich grundsätzlich nach den von der
Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen.
Der Übergang von der degressiven zur linearen
Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu
einer höheren Jahresabschreibung führt.
Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten
bewertet.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten (handelsrechtliche Untergrenze) angesetzt.
Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren,
wurden diese angesetzt.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen
mit dem Nennwert angesetzt.
Für ungewisse Verbindlichkeiten aus
Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.
Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1
Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags bewertet.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für
wesentliche Postengemäß § 250 HGB gebildet
worden.
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Die Sofortabschreibung geringwertiger
Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.
Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese
Beträge nicht.
Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen
und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des
Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.07.2022
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
30.06.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
Geschäfts- oder
Firmenwert
|
370.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
370.000,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
370.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
370.000,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
404.896,31
|
45.101,75
|
173.915,74
|
0,00
|
276.082,32
|
Summe Sachanlagen
|
404.896,31
|
45.101,75
|
173.915,74
|
0,00
|
276.082,32
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
26.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
26.000,00
|
Summe Finanzanlagen
|
26.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
26.000,00
|
Summe Anlagevermögen
|
800.896,31
|
45.101,75
|
173.915,74
|
0,00
|
672.082,32
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.07.2022
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
30.06.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
Geschäfts- oder
Firmenwert
|
359.420,00
|
10.578,00
|
0,00
|
0,00
|
369.998,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
359.420,00
|
10.578,00
|
0,00
|
0,00
|
369.998,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
203.145,31
|
45.938,75
|
102.653,74
|
0,00
|
146.430,32
|
Summe Sachanlagen
|
203.145,31
|
45.938,75
|
102.653,74
|
0,00
|
146.430,32
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
562.565,31
|
56.516,75
|
102.653,74
|
0,00
|
516.428,32
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
30.06.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
30.06.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
Geschäfts- oder
Firmenwert
|
0,00
|
2,00
|
10.580,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
2,00
|
10.580,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
129.652,00
|
201.751,00
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
129.652,00
|
201.751,00
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
26.000,00
|
26.000,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
26.000,00
|
26.000,00
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
155.654,00
|
238.331,00
|
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind
5.252,88 EUR (Vorjahr 6.089,92 EUR) enthalten, die auch
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind.
In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind
Forderungen gegenüber einem Factor aus abgetretenen
Lieferansprüchen in Höhe von 4.758.852,40 EUR
(Vorjahr: 0,00 EUR) enthalten
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das
Teilwertverfahren angewendet.
Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen
getroffen:
Zinssatz
|
|
1,80%
|
erwartete Lohn- und
Gehaltssteigerungen
|
|
3,00%
|
zugrunde gelegte
Sterbetafel
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2018 G
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Für die Abzinsung wurde gemäß §
253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal eine Restlaufzeit von 15
Jahren unterstellt und dafür gemäß § 253
Abs. 2 Satz 1 HGB der von der Deutschen Bundesbank auf den
Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzins der
vergangenen 10 Geschäftsjahre angesetzt.
Bei den Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem
Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem
durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben
Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden
Geschäftsjahr in Höhe von 81.220,00 EUR.
Dieser Unterschiedsbetrag ist für die
Ausschüttungen gesperrt.
In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere
Verpflichtungen gegenüber dem Personal enthalten.
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sind keine Verbindlichkeiten enthalten, die auch
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
sind.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen die üblichenEigentumsvorbehalte.
In den nachstehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sind 11.758,85 EUR (Vorjahr 0,00 EUR)
gegenüber dem Gesellschafter enthalten.
Sonstige Angaben
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem
Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bestehen
nicht.
Den langfristigen Abnahmeverträgen stehen
entsprechende deckungsgleiche Lieferverträge
gegenüber. Deckungsrisiken sind derzeit nicht zu
erkennen.
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
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Zahl
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Arbeiter
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1,00
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Angestellte
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9,00
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leitende Angestellte
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2,00
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Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
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12,00
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vollzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
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12,00
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teilzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
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0,00
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Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Erster
Geschäftsführer:
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Kai Witthinrich
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ausgeübter Beruf:
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Dipl. Kfm.
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Weitere
Geschäftsführer:
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Christoph Scharnowski
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ausgeübter Beruf:
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Dipl. Kfm.
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Als Vergütung für die geleisteten
Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden 278.686,62 EUR
gewährt.
Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer beträgt
16 TEUR und betrifft ausschließlich
Prüfungsleistungen.
Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender
Gesellschafter folgender Unternehmen:
| Name |
InnoKab GmbH |
| Sitz |
Potsdam |
| Rechtsform |
GmbH |
| Name |
Witthinrich SAS |
| Sitz |
Frankreich |
| Rechtsform |
französische
Aktiengesellschaft |
Die Geschäftsführung beschließt in
Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende
Ergebnisverwendung:
Der Jahresüberschuss beträgt
3.060.929,77 EUR. Auf neue Rechnung werden
2.549.354,88 EUR vorgetragen.
Potsdam, 22.04.2024
Kai
Witthinrich
Christoph
Scharnowski
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 22.04.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten
verkürzten Jahresabschluss wurden die
größenabhängigen Erleichterungen
nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu
dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht
wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers
An die Witthinrich GmbH, Potsdam
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Witthinrich GmbH
‑ bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und
der Gewinn‑ und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs‑ und Bewertungsmethoden ‑
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Witthinrich GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.
Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht
der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen
Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens‑ und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.
Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1
HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen,
die sie in Übereinstimmung mit den deutschen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung
als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines
Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können
aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise
erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt
die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und
Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von
Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage des
Unternehmens vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Schwerin, 17. September
2024
AWADO
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Thomas
Dobbertin
Wirtschaftsprüfer
Matthias
Wienandt
Wirtschaftsprüfer
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