Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 46544
Eingetragen
18.10.1973
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Leasing-Geschäft mit Gegenständen aller Art, insbesondere mit Kraftfahrzeugen, Herstellung, Einkauf und Vertrieb von technischen Erzeugnissen, insbesondere von Motoren, Kraftfahrzeugen, Motorrädern, Maschinen und Werkzeugen aller Art, deren Zubehör und Ersatzteilen, sowie von allen Erzeugnissen der Maschinen-, Metall-, Kunststoff- und Holzindustrie, sowie jede sonstige gewerbliche Betätigung auf industriellem Gebiet und auf dem Gebiet des Handels im In- und Ausland, insbesondere Herstellung, Einrichtung, Bewirtschaftung oder Verwertung von industriellen Anlagen und Betrieben. Ferner gewerbsmäßiges Vermitteln von Versicherungen.

Historie

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Management

NameRolle
Werner Möhrlein
seit 8.1.2007
Geschäftsführer
John Conway
seit 20.2.2006
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

BMW Leasing GmbH

München

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und Lagebericht

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2009

Aktivseite

  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
1. Forderungen an Kreditinstitute    
a) täglich fällig 9.379 76
b) andere Forderungen 30.886 31.121
  40.265 31.197
2. Forderungen an Kunden 21.553 31.173
3. Leasingvermögen 8.610.053 8.535.384
4. Immaterielle Anlagewerte 0 982
5. Sachanlagen 575 1.961
6. Sonstige Vermögensgegenstände 1.835.218 1.094.940
7. Rechnungsabgrenzungsposten 172 994
Summe der Aktiva 10.507.836 9.696.631

Passivseite

   
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten    
a) täglich fällig 9 56.367
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 122.179 97.878
  122.188 154.245
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden    
a) andere Verbindlichkeiten    
aa) täglich fällig 4.647 4.274
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 16.153 13.786
  20.800 18.060
3. Sonstige Verbindlichkeiten 9.022.170 7.947.863
4. Rechnungsabgrenzungsposten 959.374 1.317.617
5. Rückstellungen    
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 134 124
b) Steuerrückstellungen 222 212
c) andere Rückstellungen 367.004 242.566
  367.360 242.902
6. Eigenkapital    
a) gezeichnetes Kapital 15.339 15.339
b) andere Gewinnrücklagen 605 605
c) Bilanzverlust 0 0
  15.944 15.944
Summe der Passiva 10.507.836 9.696.631
1. Eventualverbindlichkeiten    
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 56.786 47.114

 

München, den 10. März 2010

Werner Möhrlein

John Conway

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

2009
TEUR
2009
TEUR
2008
TEUR
2008
TEUR
1. Leasingerträge 3.871.182   3.389.384  
2. Leasingaufwendungen -2.079.884 1.791.298 -1.895.577 1.493.807
3. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 175.966   311.391  
4. Zinsaufwendungen -474.089 -298.123 -572.439 -261.048
5. Laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 0 0 132 132
6. Provisionsaufwendungen -24.144 -24.144 -27.955 -27.955
7. Sonstige betriebliche Erträge 109.314   76.758
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
andere Verwaltungsaufwendungen -106.911 -106.911 -105.413 -105.413
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen      
a) auf Leasingvermögen -1.444.589   -1.151.387  
b) auf Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -1.088 -1.445.677 -2.393 -1.153.780
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -22.497   -49.453
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -49.093   -28.829
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme -16.842   0
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19.011   16.914  
14. Sonstige Steuern -276 18.735 -225 16.689
15. Erträge aus Verlustübernahme 43.940   39.092
16. Jahresfehlbetrag 0   0
17. Bilanzverlust 0   0

 

München, den 10. März 2010

Werner Möhrlein

John Conway

Anhang für das Geschäftsjahr 2009

A Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden den Besonderheiten des Leasinggeschäftes angepasst.

Durch das am 25. Dezember 2008 in Kraft getretene Jahressteuergesetz 2009 wurde das Finanzierungsleasing (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG) neu als erlaubnispflichtige Finanzdienstleistungen in das KWG aufgenommen. Somit ist die BMW Leasing GmbH nach § 340 Abs. 4 Satz 1 HGB verpflichtet, einen Jahresabschluss nach den ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute der §§ 340 ff. HGB i.V.m. RechKredV aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. Die BMW Leasing GmbH hat den Antrag auf Erteilung der Erlaubnis zum Betreiben von Finanzdienstleistungsgeschäften zum 27. Januar 2009 bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gestellt. Die Erlaubnis gilt damit rückwirkend als erteilt.

Die BMW Leasing GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der BMW AG, München. Mit dieser besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

B Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Der Jahresabschluss wird unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 269 bis 274, 279 bis 283 HGB) sowie der ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (§§ 340 ff. HGB) aufgestellt.

Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340 ff. HGB bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen nicht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Soweit sich am Abschlussstichtag ein niedrigerer Marktwert ergibt, wird auf diesen abgeschrieben. Allen erkennbaren akuten und latenten Risiken wird durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Einzelwertberichtigungen werden für alle erkennbaren akuten Adressenausfallrisiken auf Basis historischer Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten gebildet.

Portfoliobasierte Wertberichtigungen für zum Bilanzstichtag bereits eingetretene, jedoch noch nicht identifizierte Verluste der nicht bereits anderweitig vorgesorgten ausstehenden Forderungen werden aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft nicht gebildet. Die zugrunde liegenden Forderungen aus Leasingverträgen und Vermarktung von Leasingrückläufern sind innerhalb von 30 Tagen nach Entstehen fällig.

Das Leasingvermögen ist per 31. Dezember 2009 zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet.

Die Zugänge des Leasingvermögens kommen mit den Anschaffungskosten zum Ansatz.

Für Zugänge seit dem 1. Januar 2005 erfolgt eine lineare Abschreibung der im Leasingvermögen aktivierten Fahrzeuge auf den vertraglichen Restwert unter Berücksichtigung der individuellen Laufzeit des zugrunde liegenden Leasingvertrags.

Zugänge vor dem 1. Januar 2005 werden grundsätzlich mit den steuerlich zulässigen Werten degressiv abgeschrieben. Sobald die lineare Abschreibung auf den Restbuchwert von Null einen höheren Abschreibungsbetrag ergibt, wird auf die lineare Abschreibung übergegangen. Für die Berechnung wird eine Nutzungsdauer von sechs Jahren bei PKW´s und sieben Jahren bei Motorrädern zugrunde gelegt.

Für alle Zugänge wird eine monatsgenaue Abschreibung errechnet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung linearer Abschreibungen ab dem Zeitpunkt der Anschaffung auf Basis einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 7 Jahren, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden bis zu einer Höhe von 150 EUR weiterhin sofort abgeschrieben, belaufen sich die Anschaffungskosten auf>150 EUR aber <1.000 EUR wird in einem Sammelposten linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten für vorausbezahlte Geschäftsaufwendungen werden linear aufgelöst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für erhaltene Leasingsonderzahlungen und Verkaufsförderungen sowie für verkaufte künftige Forderungen aus laufenden Leasingverträgen gebildet. Leasingsonderzahlungen und Verkaufsförderungen werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrags, verkaufte künftige Forderungen finanzmathematisch über die Grundmietzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge aufgelöst.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Berechnung erfolgt gemäß IFRS / IAS 19 mit einem Zinssatz von 5,3 % und richtet sich nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Steuerrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Die Rückstellungen für die potenzielle Übernahme von Restwertrisiken ausfallgefährdeter Händler aus Leasingverträgen wird auf Basis von Parametern für Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet.

C Erläuterungen zur Bilanz

1. Aktiva

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute sind Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 40,2 Mio. (i.Vj. EUR 31,1 Mio.) enthalten, davon entfallen auf nachrangige Forderungen EUR 30,9 Mio. (i.Vj. EUR 31,1 Mio.).

Von den anderen Forderungen an Kreditinstitute entfallen auf die Restlaufzeit

- bis einem Monat TEUR 4 (i.Vj. TEUR 5)

- mehr als fünf Jahre EUR 30,7 Mio. (i.Vj. EUR 307 Mio.).

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden enthalten nur Posten aus dem Leasinggeschäft, die sofort fällig sind. Darin enthalten sind Forderungen an Finanzdienstleistungsinstitute in Höhe von TEUR 10 (i.Vj. TEUR 7).

Leasingvermögen, Immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen

Die Entwicklung wird in der Anlage A zum Anhang dargestellt.

Im Rahmen einer ABS-Transaktion, Verkauf zukünftiger Forderungen aus laufenden Leasingverträgen, hat die BMW Leasing GmbH zur Sicherung fremder Verbindlichkeiten Leasingvermögen in Höhe von EUR 508,1 Mio. (i.Vj. EUR 800,0 Mio.) übereignet. Weitere Fahrzeuge sind auf Basis einer Darlehensrahmenvereinbarung mit der BMW Finance N.V. im Rahmen der Inanspruchnahme in Höhe von EUR 4,3 Mrd. (i.Vj. EUR 3,8 Mrd.) sicherungsübereignet.

Die Sachanlagen enthalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Position beinhaltet Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 65,5 Mio. (i.Vj. EUR 57,5 Mio.), davon gegenüber der Alleingesellschafterin, BMW AG, München, in Höhe von EUR 63,0 Mio. (i.Vj. EUR 56,0 Mio.).

Darüber hinaus enthält die Position Forderungen aus einem Nachrangdarlehen im Rahmen einer Restwert-ABS-Struktur, im Zuge derer künftig fällige Restwerte der Leasingfahrzeuge verkauft wurden in Höhe von EUR 1,5 Mrd. (i.Vj. EUR 972,2 Mio.) sowie einem Nachrangdarlehen im Rahmen einer ABS-Struktur, im Zuge derer künftig fällige Leasingraten verkauft wurden in Höhe von EUR 167,1 Mio. (i.Vj. EUR 0 Mio.).

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet vorausbezahlte Kfz-Steuern aus den Servicekomponenten im Rahmen des Leasinggeschäfts.

2. Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit entfallen auf die Restlaufzeit von mehr als ein Jahr bis fünf Jahre EUR 25,0 Mio. (i.Vj. EUR 25,0 Mio.).

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten nur Posten aus dem Leasinggeschäft. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Finanzdienstleistungsinstitute in Höhe von TEUR 85 (i.Vj. TEUR 27).

Die Restlaufzeiten der Unterposition mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist betragen:

- bis drei Monate EUR 1,2 Mio. (i.Vj. EUR 1,2 Mio.)
- mehr als drei Monate bis ein Jahr EUR 3,4 Mio. (i.Vj. EUR 2,6 Mio.)
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre EUR 11,1 Mio. (i.Vj. EUR 9,6 Mio.).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Position beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 5,0 Mrd. (i.Vj. EUR 4,5 Mrd.), davon gegenüber der Alleingesellschafterin, BMW AG, München, in Höhe von EUR 388,2 Mio. (i.Vj. EUR 349,9 Mio.). Des Weiteren beinhaltet die Position Verbindlichkeiten im Rahmen einer Restwert-ABS-Struktur, im Zuge derer künftig fällige Restwerte der Leasingfahrzeuge in Höhe von EUR 4,0 Mrd. (i.Vj. EUR 3,5 Mrd.) verkauft wurden.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind EUR 4,3 Mrd. (i.Vj. EUR 3,8 Mrd.) durch Fahrzeuge besichert, weitere Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Position enthält im Wesentlichen auf die Restleasingdauer abgegrenzte Leasingsonderzahlungen in Höhe von EUR 333,1 Mio. (i.Vj. EUR 357,5 Mio.), Förderzuschüsse der BMW AG in Höhe von EUR 118,2 Mio. (i.Vj. EUR 162,4 Mio.) sowie verkaufte künftige Forderungen aus laufenden Leasingverträgen in Höhe von EUR 508,1 Mio. (i.Vj. EUR 797,7 Mio.).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 30.000.000,00 (EUR 15.338.756,44). Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um ungebundene andere Gewinnrücklagen aus Vorjahren.

D Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Leasingergebnis

Die Leasingerträge wurden überwiegend im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet EUR 35,6 Mio. (i.Vj. EUR 26,4 Mio.) periodenfremde Erträge, davon EUR 35,6 Mio. (i.Vj. EUR 26,3 Mio.) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Des Weiteren beinhaltet der Posten Erträge im Zusammenhang mit der internen Kostenverrechnung IT in Höhe von EUR 26,4 Mio. (i.Vj. EUR 27,2 Mio.) sowie sonstige Leistungen im Zusammenhang mit dem Leasinggeschäft in Höhe von EUR 45,1 Mio. (i.Vj. EUR 20,3 Mio.).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Position betrifft ausschließlich die Steuerumlage der Gesellschafterin BMW AG, München. Die Umlage bemisst sich nach dem handelsrechtlichen Ergebnis; der Steuersatz beträgt 30,2 % und enthält Körperschaftsteuer von 15 %, Solidaritätszuschlag von 5,5 % sowie Gewerbeertragsteuer i.H.v. 14,35 %.

E Sonstige Erläuterungen

1. Beteiligung an der BMW Vertriebs GmbH & Co. oHG

Die BMW Leasing GmbH ist als persönlich haftende Gesellschafterin mit 99 % am Gewinn oder Verlust der Personenhandelsgesellschaft beteiligt. Eine Verpflichtung zur Leistung einer Einlage besteht für die BMW Leasing GmbH nicht, es wurde bisher keine Einlage geleistet. Die BMW Leasing GmbH ist allein zur Geschäftsführung berechtigt. Das Eigenkapital der BMW Vertriebs GmbH & Co. oHG beträgt zum 31. Dezember 2009 EUR 145,4 Mio. Im Geschäftsjahr 2009 beträgt der Jahresfehlbetrag EUR 17,0 Mio. (i.Vj. Jahresüberschuss TEUR 133); der Anteil der BMW Leasing GmbH beträgt somit EUR 16,8 Mio. (i.Vj. TEUR 132).

2. Angaben zu derivativen Finanzinstrumente

Im Rahmen der Aktiv-/Passiv-Steuerung werden zur Abdeckung von Zinsrisiken derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps eingesetzt. Die Eignung von zu Zinssicherungszwecken eingesetzten Derivaten auf Basis eines Makro-Hedge wird zum Zeitpunkt des Abschlusses anhand der daraus resultierenden Verringerung des Zinsänderungsrisikos in Form eines gesunkenen VaR nachgewiesen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 bestanden folgende derivative Finanzpositionen:

  Nominalbetrag
(in Mio. EUR)
Marktwerte
(in Mio. EUR)
Zinsswaps mit positiven Marktwerten 591 2,23
Zinsswaps mit negativen Marktwerten 6.202 -122,49
Gesamt 6.793 -120,26

Die Ermittlung des Swap-Marktwerts erfolgt barwertig auf Basis der Zinsstruktur per Jahresultimo durch Diskontierung der variablen und fixen Zinszahlungen. Bei den zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten wird auf eine Einzelbewertung verzichtet.

Die zum Bilanzstichtag bestehenden und mit den Zinsforderungen verrechneten Zinsverbindlichkeiten aus derivativen Geschäften werden in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfasst. Die Zinsaufwendungen und Zinserträge aus derivativen Geschäften werden unsaldiert erfasst.

3. Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen belaufen sich auf EUR 147,3 Mio. (i.Vj. EUR 170,8 Mio.), davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 147,3 Mio. (i.Vj. EUR 115,1 Mio.). EUR 73,1 Mio (i.Vj. EUR 74,5 Mio.) sind innerhalb des folgenden Geschäftsjahres fällig. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Sale-and-lease-back-Verhältnissen, denen fristenkongruente Ansprüche aus Leasingverträgen gegenüberstehen sowie aus abgegebenen Bestellobligos von kontrahierten Leasingverträgen.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffen selbstschuldnerische Bürgschaften gegenüber dem verbundenen Unternehmen BMW Bank GmbH, München, für Ausfälle aus finanzierten Gebrauchtfahrzeugen und Händlerkontokorrentkonten in Höhe von maximal EUR 56,8 Mio. (i.Vj. EUR 47,1 Mio.).

Die Gesellschaft haftet als Gesellschafterin der BMW Vertriebs GmbH & Co. oHG, Dingolfing, für deren Verbindlichkeiten gemäß § 128 HGB persönlich.

4. Angaben zu Organen

Mit nahe stehenden Personen hat die BMW Leasing GmbH ausschließlich marktübliche Geschäfte abgeschlossen.

Die Mitglieder der Geschäftsführung setzen sich wie folgt zusammen:

Werner Möhrlein, wohnhaft in Dingolfing, Sprecher der Geschäftsführung

John Conway, wohnhaft in Poing, Geschäftsführer

Eine Angabe nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB ist nicht erforderlich, da die Geschäftsführung für Ihre Tätigkeit keine Bezüge von der BMW Leasing GmbH erhält. Die bestehende Pensionsrückstellung betrifft frühere Mitglieder der Geschäftsführung sowie deren Hinterbliebene, die im Geschäftsjahr 2009 Gesamtbezüge von TEUR 5 erhalten haben.

Die Gesellschaft beschäftigt im Geschäftsjahr keine Mitarbeiter.

5. Konzernrechnungslegung

Die BMW Leasing GmbH wird in den befreienden, nach den IFRS aufgestellten Konzernabschluss nach § 315a HGB der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München, einbezogen, der für das Geschäftsjahr 2009 im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird. Die Gesellschaft nimmt daher die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB in Anspruch.

 

München, 10. März 2010

Die Geschäftsführung

Werner Möhrlein

John Conway

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009

  Anschaffungskosten
  01.01.2009
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2009
TEUR
I. Leasingvermögen 10.108.682 3.342.783 0 2.699.687 10.751.778
II. Immaterielle Anlagewerte 11.482 0 0 11.482 0
III. Sachanlagen 9.113 59 0 2.967 6.205
  10.129.277 3.342.842 0 2.714.136 10.757.983
  Abschreibungen
  01.01.2009
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2009
TEUR
I. Leasingvermögen 1.573.298 1.444.589 876.162 2.141.725
II. Immaterielle Anlagewerte 10.500 301 10.801 0
III. Sachanlagen 7.152 787 2.309 5.630
  1.590.950 1.445.677 889.272 2.147.355
  Restbuchwerte
  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
I. Leasingvermögen 8.610.053 8.535.384
II. Immaterielle Anlagewerte 0 982
III. Sachanlagen 575 1.961
  8.610.628 8.538.327

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

1 Wirtschaftliches Umfeld

1.1 Weltwirtschaft

Neben den Auswirkungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise waren die Diskussionen um eine nachhaltige Energieversorgung sowie die globale Reduktion der CO2-Emissionen die beherrschenden Themen des Jahres 2009.

Nach dem Einbruch der Weltwirtschaft zum Ende des Jahres 2008/Anfang 2009 lässt die Weltkonjunktur seit dem Frühjahr 2009 erste Anzeichen einer leichten Erholung erkennen. Rasche und umfangreiche Maßnahmen der Regierungen und Notenbanken zur Stabilisierung der Finanzmärkte und Stützung des Bankensektors zeigten positive Wirkungen. Eine expansive Finanz- und Geldpolitik legten die Basis dafür. Die Entwicklung auf den Arbeitsmärkten sowie eine steigende Verschuldung der öffentlichen Haushalte wirken der Stabilisierung jedoch entgegen. Nach der Prognose (Pressemitteilung vom 16. Dezember 2009) des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel ergibt sich für das Gesamtjahr 2009 zum ersten Mal seit 1946 ein Rückgang des globalen Bruttoinlandsprodukts von 1 %.

In Deutschland zeigt die Entwicklung der Wirtschaftleistung (BIP) im Verlauf des Jahres 2009 eine positive Entwicklung. Nach den Datenerhebungen des statistischen Bundesamtes folgte auf den starken Einbruch im ersten Quartal - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um -3,8 %, eine leicht positive Entwicklung im zweiten Halbjahr 2009.

Der monatlich vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung veröffentliche ifo-Geschäfts-klimaindex, der als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland herangezogen wird, hat sich im Dezember 2009 auf 94,7 Punkte erhöht (Dezember 2008: 82,6 Punkte). Der Anstieg der letzten acht Monate wurde damit fortgesetzt und spiegelt die positive Geschäftserwartung der befragten Unternehmen wider.

1.2 Finanzmärkte

In der Leasing-Branche war auf die Finanzmarktkrise eine entsprechende Reaktion erkennbar, da sie an der Schnittstelle zwischen Realwirtschaft und Finanzmarkt agiert. Auf realwirtschaftlicher Seite waren ein Einbruch der Investitionstätigkeit und ein Preisdruck auf den Sekundärmärkten für mobile Ausrüstungsgüter zu beobachten. Auf der Refinanzierungsseite trat eine Verknappung des Kapitalangebots auf. Eine wesentliche Auswirkung der Finanzmarktkrise zeigte sich im Rückgang der Restwerte. Die sinkenden Restwerte betrafen Fahrzeuge aller Serien.

Zu einer Entspannung an den Finanzmärkten haben die Regierungen und Notenbanken durch staatliche Konjunkturprogramme sowie durch die Stützung von Banken beigetragen. Diese Stabilisierung wird jedoch durch die Entwicklung am Arbeitsmarkt und die zunehmende Staatsverschuldung erschwert.

Die Aktienmärkte verzeichneten bis zum ersten Quartal 2009 durch die hohe Volatilität Verluste, die im weiteren Verlauf des Jahres 2009 wieder ausgeglichen wurden. Der deutsche Aktienindex DAX notierte am letzten Handelstag im Jahr 2009 bei 5.957 Punkten (i.Vj. 4.810 Punkte). Der für die Branche relevante Index Prime Automobile hat sich gegenüber dem Vorjahr um 34 Punkte auf 543 Punkte erhöht (+6,8 %).

Zur Stabilisierung der Konjunktur und Vermeidung einer globalen Rezession wurde im EURO-Raum an einer Zinssenkungspolitik zu Beginn des Jahres 2009 festgehalten. Die Europäische Zentralbank senkte den LeitzinsSatz von 2,5 % auf zuletzt 1,0 % im Mai 2009. Der für die USA maßgelbliche ZinsSatz der Federal Reserve lag zwischen 0 % und 0,25 %. Auch in China liegt das Zinsniveau weiterhin auf einem niedrigen Niveau von zurzeit 0,5 %.

Nach einem sehr schwachen ersten Quartal im Jahr 2009, hat sich die Wirtschaft ab dem 2. Quartal stabilisiert. Die Konjunktur zeigte eine leichte Erholung, ist aber weiterhin durch hohe Unsicherheit geprägt.

In der ersten Jahreshälfte hat die EZB den Leitzins in vier Schritten um insgesamt 150 Basispunkte auf 1 % gesenkt. Um die Kreditvergabe der Banken positiv zu beeinflussen, wurden alle Refinanzierungsgeschäfte über das Jahresende 2009 hinaus als Mengentender mit vollständiger Zuteilung abgewickelt, was zu einer stark erhöhten Liquidität im Markt geführt hat.

Die Geld- und Kapitalmarkt-Zinssätze sind somit in der ersten Jahreshälfte dem Abwärtstrend des Jahres 2008 weiter gefolgt und haben sich in der zweiten Jahreshälfte bei einem historisch niedrigen Niveau eingependelt.

1.3 Automobilmärkte

In Folge der globalen Rezession kam es im ersten Halbjahr 2009 auf den internationalen Automobilmärkten zu einem Nachfragerückgang, der einen massiven Einbruch auf den wichtigsten Automobilmärkten auslöste. Die gesunkene Nachfrage in Westeuropa, Japan und den USA ist im Wesentlichen auf sinkende Vermögenswerte, insbesondere von Immobilien, die zunehmende Arbeitslosigkeit sowie eine restriktive Vergabe von Krediten zurück zu führen. Zur Unterstützung der Nachfrage wurden in einzelnen Ländern Konjunkturförderprogramme initiiert, so dass sich in den Industrieländern sehr unterschiedliche Entwicklungen ergaben. In Deutschland konnte durch die staatliche Abwrackprämie bei den Neuzulassungen ein Wachstum von ca. 25 % gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. Durch ein umfangreiches Förderpaket ist der chinesische Markt um 40 % gewachsen. Dadurch hat sich China erstmals zum weltgrößten Automobilmarkt etabliert. In dem bislang größten Automobilmarkt USA bewirkte die nationale Verschrottungsinitiative nur kurzzeitig einen positiven Impuls. Lediglich eine Abmilderung der rückläufigen Nachfrage konnte in Großbritannien und Japan erreicht werden.

Die BMW Group hat ihre Modellpalette im Geschäftsjahr 2009 durch die Markteinführung der Modellreihen des BMW 7er und BMW Z4 erweitert, die auf eine positive Kunden- und Medienresonanz gestoßen sind. Des Weiteren sind unter anderem die Modellreihen BMW X1, BMW 5er Gran Turismo sowie die M Varianten des BMW X5 und BMW X6 für die Kunden erhältlich.

Die CO2-Reduzierung wird insbesondere von der deutschen Automobilindustrie hartnäckig verfolgt. Durch das Maßnahmenpaket Efficent Dynamics - ein Innovationspaket für geringeren Kraftstoffverbrauch und reduzierte CO2-Emissionen bei gesteigerter Dynamik - hat sich die BMW Group einen Wettbewerbsvorsprung verschafft. Die Reduzierung des Flottenverbrauchs wurde im Februar 2009 und erneut im September 2009 durch das Kraftfahrt Bundesamt bestätigt. Der Kraftstoffverbrauch sowie die CO2-Emissionen liegen unter dem Durchschnittswert aller im Jahr 2008 neu zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland. Der BMW Group ist es gelungen, den Kraftstoffverbrauch ihrer in Europa verkauften Fahrzeuge seit 1995 um fast 27 % zu senken. Dadurch konnte die BMW Group die Zusage der europäischen Automobilindustrie, die CO2-Emissionen im Durchschnitt der Neuwagenflotte von 1995 bis 2008 um 25 % zu senken (ACEA Selbstverpflichtung) mehr als erfüllen.

1.4 Aufgaben im Kerngeschäftsfeld Leasing

Die Geschäftstätigkeit der BMW Leasing GmbH erstreckt sich auf das Mobilienleasing von Kraftfahrzeugen. Individuelle Leasinglösungen unterstützen erfolgreich den Vertrieb von Produkten der BMW Group.

Innerhalb des Konzernsegments Finanzdienstleistungen (SF) der BMW Group nutzt die BWM Leasing GmbH die Nähe zum Automobil, die hohen Service-Standards und das Finanz-Know-how, um die optimale Mobilität für seine Kunden zu erreichen.

1.5 Produkte und Leistungen

Die BMW Leasing GmbH bietet sowohl km-Verträge, auch mit Andienungsrecht für Privatkunden, als auch Restwert/Schätzwert-Verträge an. Speziell von gewerblichen Kunden wird der klassische km-Vertrag präferiert.

Neben dem reinen Leasingvertrag bietet die BMW Leasing GmbH auch weitere Dienstleistungen wie z.B. Versicherungen und Wartung & Reparatur an. Das Angebot der Kfz-Versicherung mit Werkstattsteuerung unterstützt unsere Handelspartner bei der Auslastung des Werkstattgeschäfts und beim After Sales Umsatz. Als besonderen Service beinhaltet der Leasingvertrag die GAP-Versicherung zur Absicherung bei Totalverlust/Diebstahl sowie eine Service-Ersatzwagen-Leistung. Mit diesen Leistungen sichern wir sowohl die Mobilität als auch die Ersatzbeschaffung für unsere Kunden ab.

Speziell für die Marke MINI bietet die BMW Leasing GmbH das innovative MINI Smile-Produkt an, welches als Bündelprodukt eine individuelle Leasingrate mit fester Versicherungspauschale bietet und eine sehr starke Kundenakzeptanz erreicht. Eine weitere Zielgruppe sind unsere Professionalkunden zur Finanzierung kleiner Fuhrparkgrößen, welche wir mit einem Full-Service-Angebot unterstützen. Dieses Angebot beinhaltet Zusatzbausteine wie z.B. den Reifenersatz, Kfz-Steuer, GEZ, Tankkarte, Wartung & Reparatur oder feste Versicherungsprämien.

1.6 Finanzdienstleistungsaufsicht

Die BMW Leasing GmbH hat bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß § 64j Abs. 2 KWG am 27. Januar 2009 angezeigt, dass sie die Tätigkeit des Finanzierungsleasing gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG ausübt. Die Erlaubnis gilt somit ab dem 25. Dezember 2008 als erteilt.

Im Geschäftsjahr 2009 hat die BMW Leasing GmbH die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen der Leasingaufsicht umgesetzt. Wesentliche Auswirkungen ergaben sich hierbei in den Bereichen Risikomanagement, Meldewesen, Geldwäsche und Rechnungslegung.

2 Analyse der Geschäftsentwicklung

2.1 Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2009 hat die BMW Leasing GmbH trotz des schwierigen Marktumfelds die positive Geschäftsentwicklung ausgebaut und ihre Position innerhalb der BMW Group bekräftigt. Der Marktanteil konnte im Vergleich zum vorhergehenden Geschäftsjahr ausgebaut werden. Das Jahr 2009 war geprägt durch den Preisverfall im Gebrauchtwagensegment. Dieser Verfall war im Rahmen der Wirtschaftkrise fabrikatsübergreifend zu verzeichnen und übte einen maßgeblichen Einfluss auf die Restwertgestaltung und insoweit auf das Leasinggeschäft im vergangenen Jahr aus.

Durch Anpassung der Restwerte bzw. aktives Restwertmanagement als auch durch aktive Förderung des Finanzierungsgeschäfts wurden die angebotenen Finanzierungsraten im Vergleich zu den Leasingangeboten deutlich attraktiver, was sich in einer im Vergleich zum Vorjahr für das BMW PKW Kerngeschäft in einer um 8,7 %-Punkten reduzierten Leasingpenetration von 49,2 % in 2009 für Neu- und Vorführwagen niederschlägt. Vor dem Hintergrund einer im letzten Jahr reduzierten Kundennachfrage im Automobilbereich führte diese reduzierte Penetration zu einem Rückgang der Vertragszahlen für Neu- und Vorführwagen um 22.785 Einheiten auf 85.287 Einheiten.

Aufgrund des weniger von gewerblichen Kunden geprägten und dadurch finanzierungslastigeren Gebrauchtwagengeschäfts (inkl. Dienstwagen) war ein Rückgang in der Penetration von 8,2 % im Jahr 2008 auf 6,4 % im Jahr 2009 mit einem Rückgang der Vertragszugänge von 3.744 Einheiten auf gesamt 12.584 Einheiten zu verzeichnen.

Das Konzernmitarbeitermietmodell wurde im Jahr 2009 zu einem verbundenen Unternehmen verlagert und stand bei einem deutlich reduzierten Vertragszugang von 3.204 Stück im Vergleich zu 11.741 Einheiten im Vorjahr nicht im Fokus der Betrachtung der BMW Leasing GmbH.

Der Gesamtleasingbestand der BMW Leasing GmbH erhöhte sich um 6.181 Einheiten trotz spürbar reduzierter Zugänge auf einen Gesamtleasingbestand von 343.731 Verträgen. Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2009 neu abgeschlossenen Leasingverträge reduzierte sich auf 112.413 Verträge (i.Vj. 158.919 Verträge).

Trotz der schwierigen Lage an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten konnte sich die BMW Leasing GmbH auch in 2009 ausreichende Liquidität zur Finanzierung ihres Aktivgeschäftes sichern. Dabei refinanziert sich die Gesellschaft über konzerninterne Darlehen der BMW Group, über Asset Backed Securities (ABS)-Programme sowie in kleinerem Umfang über direkte Darlehen von Kreditinstituten.

Aufgrund des leistungsgestörten ABS-Markets wurde auf die Begebung neuer ABS-Programme in 2009 verzichtet. Lediglich eine fällige Liquiditätslinie des bestehende Verbriefungsprogramms "Bavarian Sky S.A., Comp. A" wurde im September 2009 für ein weiters Jahr verlängert.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der BMW Leasing GmbH wuchs im Vergleich zum Vorjahr um EUR 811,2 Mio. auf EUR 10,5 Mrd. Ausschlaggebend für die Erhöhung auf der Aktivseite der BMW Leasing GmbH ist der Anstieg des Geschäftsvolumens aus privaten und gewerblichen Operating-Leasingverhältnissen sowie der Erhöhung von Forderungen an eine ABS-Zweckgesellschaft.

In wesentlichen Umfängen erfolgt die Refinanzierung der BMW Leasing GmbH über aufgenommene Darlehen bei einer Konzerngesellschaft. Dieses Refinanzierungsvolumen beläuft sich zum 31. Dezember 2009 auf EUR 5,0 Mrd. (i.Vj. EUR 4,5 Mrd.). Des Weiteren refinanziert sich die BMW Leasing GmbH über zwei ABS-Transaktionen am Kapitalmarkt. Die Refinanzierungsvolumen der beiden ABS-Transaktionen belaufen sich auf EUR 4,5 Mrd. (i.Vj. EUR 4,3 Mrd.). Durch den Zugang zu diversen Refinanzierungsquellen ist die Liquiditätssituation der Gesellschaft jederzeit gesichert gewesen.

Die Summe der Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge reduzierte sich leicht auf EUR 61,8 Mio. (i.Vj. EUR 62,4 Mio.). Die Forderungen an Kunden resultieren aus Geschäftsvorfällen mit Leasingverträgen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um EUR 740,3 Mio. auf EUR 1,8 Mrd. erhöht. Die Veränderung der Bilanzposition resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung von Forderungen an die ABS-Zweckgesellschaft um EUR 735,1 Mio. aufgrund der vertraglichen Verpflichtung zur Sicherheitenleistung bei einer Ratingverschlechterung der BMW AG, München.

Rückstellungen haben sich um EUR 124,5 Mio. auf EUR 367,4 Mio. im Wesentlichen aufgrund der Zuführung zu Restwertrisiken erhöht.

Im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Leasingsonderzahlungen, Förderzuschüsse der BMW AG, München, sowie verkaufte künftige Forderungen enthalten. Der Rückgang um EUR 358,2 Mio. auf EUR 959,4 Mio. ist im Wesentlichen auf die Tilgungsphase einer ABS-Transaktion zurückzuführen.

Das Eigenkapital der BMW Leasing GmbH beläuft sich unverändert auf EUR 15,9 Mio.

2.3 Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf EUR -62,7 Mio. (i.Vj. EUR -55,8 Mio.). Das Ergebnis ist wesentlich beeinflusst durch die Zuführung zur Restwertrisikovorsorge.

Im Berichtszeitraum hat sich der Leasingertrag um 14,2 % auf EUR 3,8 Mrd. aufgrund der Ausweitung des Vertragsbestandes erhöht. Die Leasingaufwendungen erhöhten sich um 9,7 % auf EUR 2,1 Mrd. Die unterproportionale Veränderung der Leasingaufwendungen im Vergleich zu den Leasingerträgen steht im Zusammenhang mit der Verlagerung eines Teilumfangs der Refinanzierung von einem Doppelstockmodell zur direkten Refinanzierung des Geschäftsvolumens und den damit verbundenen geringeren Leasingraten an die Besitzgesellschaft.

Durch das historisch niedrige Zinsniveau haben sich die Zinserträge auf EUR 176,0 Mio. (i.Vj. EUR 311,4 Mio.) reduziert. Die Zinsaufwendungen haben sich im Berichtszeitraum auf EUR 474,1 Mio. (i.Vj. EUR 572,4 Mio.) vermindert. Durch gezieltes Zinsmanagement war es der BMW Leasing GmbH möglich, einen großen Teil des Portfolios auf einem niedrigen Zinsniveau abzusichern.

Abschreibungen auf das Leasingvermögen haben sich um 25,5 % auf EUR 1,4 Mrd. erhöht. Der Anstieg ist unter anderem auf den Rückkauf eines bislang außerbilanziellen Fahrzeugportfolios im 2. Halbjahr des Geschäftsjahr 2008 zurückzuführen, in dem ein Teil des Leasinggeschäfts der BMW Leasing GmbH enthalten war.

Die BMW Leasing GmbH hat die Anbahnung, den Abschluss und die Abwicklung des Leasinggeschäfts an Dienstleister innerhalb der BMW Group ausgelagert. Sämtliche Personal- und Sachkosten der BMW Leasing GmbH werden von diesen im Rahmen der Geschäftsbesorgungsverträge verrechnet. Die Verwaltungsaufwendungen liegen leicht über Vorjahresniveau bei EUR 106,9 Mio.

Der Jahresfehlbetrag wird durch das Mutterunternehmen BMW AG, München, ausgeglichen.

3 Risikobericht

3.1 Risikomanagement

Ziel der BMW Leasing GmbH ist ein wirksames Risikomanagement kontinuierlich und systematisch durchzuführen, das alle Unternehmensbereiche erfasst und in die Geschäftsprozesse integriert ist. Zentrale Aufgabe des gesamthaften Risikomanagements der BMW Leasing GmbH ist die Identifikation, die Beurteilung sowie die aktive und passive Steuerung von unternehmensinternen und externen Risiken und ihrer Verbundwirkungen (Ursache-Wirkung), die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden. Das Risikomanagement umfasst auch die Überwachung der Risiken und die entsprechende Berichterstattung. Zum Risikomanagement tragen unter anderem organisatorische Sicherungsmaßnahmen in der Aufbau- und Ablauforganisation der BMW Leasing GmbH (z.B. Grundsatz der Funktionstrennung, klare Kompetenzvorgaben) bei. Vor dem Hintergrund der Anforderungen von Kunden und Aufsicht stellt die BMW Leasing GmbH diese Prozesse sicher und entwickelt sie kontinuierlich weiter. Bei zu treffenden geschäftspolitischen und anderen Entscheidungen, die Einfluss auf die Risikosituation der BMW Leasing GmbH haben, wird dabei beachtet, dass der Grundsatz der Risikotragfähigkeit gewahrt bleibt.

Bei der Ausgestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation stellt die BMW Leasing GmbH sicher, dass miteinander unvereinbare Tätigkeiten durch unterschiedliche Mitarbeiter durchgeführt werden. Hierbei wird darauf geachtet, dass die Bereiche, die Kreditgeschäfte initiieren und bei den Kreditentscheidungen über ein Votum verfügen (Markt), sowie der Handel vom Bereich der Marktfolge, der bei den Kreditentscheidungen über ein weiteres Votum verfügt, getrennt sind. Aufbauorganisatorisch ist die funktionale Trennung umgesetzt. Die Funktionstrennungen werden auch im Vertretungsfall beachtet.

Zentrales Gremium im Rahmen der strategischen Risikosteuerung in der BMW Leasing GmbH ist der Risikoausschuss. Im Risikoausschuss werden sämtliche Themen behandelt, die sich auf Steuerungsmethoden beziehen, Vorgaben formuliert und erforderliche Maßnahmen beschlossen. Neben dem Risikoausschuss werden im Kreditausschuss alle risikorelevanten Themen im Rahmen der Einzelrisikosteuerung behandelt. Der Kreditausschuss erörtert in erster Linie die Themen des operativen Risikomanagements, die im direkten Zusammenhang mit dem Adressausfallrisiko einzelner Engagements stehen.

3.2 Risikoarten

3.2.1 Adressausfallrisiken

Unter Adressenausfallrisiken werden bei der BMW Leasing GmbH mögliche Wertverluste aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung eines Vertragspartners (Kunde, Händler, Kontrahent) verstanden. Die Adressausfallrisiken werden in Kredit- und Kontrahentenrisiken unterteilt.

Kreditrisiken

Kreditrisiken entstehen bei der BMW Leasing GmbH dadurch, dass ein Kunde oder Händler seine Vertragsverpflichtungen nicht oder nur teilweise erfüllen kann und die BMW Leasing GmbH deshalb weniger Ertrag bzw. Verluste generiert. Sie stellen bei weitem die größte Komponente bei den Adressausfallrisiken dar.

Die Bonitätsbeurteilung im Rahmen des Retailgeschäfts erfolgt über die Integration von Scoringsystemen in den Ankaufsprozess. Diese bilden die Grundlage für eine genaue und konsistente Messung und Steuerung der Adressausfallrisken und die risikogerechte Zuordnung von Positionen zu Ratingstufen. Aufgrund der ermittelten Ratingklasse wird jedem Kunden eine Ausfallwahrscheinlichkeit gemäß dem internen Modell zugeordnet.

Für die Bestandsbewertung ist ein internes Verfahren im Einsatz, das den Kunden - basierend auf dem Zahlungsverhalten - monatlich eine Ausfallwahrscheinlichkeit und eine Verlustquote zuordnet. Auf Basis der Parameter werden Wertberichtigungen für das Portfolio gebildet. Darüber hinaus wird das Risiko durch die monatliche Berechnung des unerwarteten Verlusts gesteuert und in die Risikotragfähigkeitsberechnung der BMW Leasing GmbH integriert. Zusätzlich erfolgen Analysen unter Extremszenarien.

Die BMW Leasing GmbH hat für bei der BMW Bank GmbH, München, einfinanzierte Leasingrückläufer eine Bürgschaft gegenüber der BMW Bank, München, abgegeben. Die Bonitätsprüfung der betroffenen Händler erfolgt durch die Bank mittels eines internen Ratingverfahrens. Dabei wird sowohl die materielle Kreditwürdigkeit durch Jahresabschlusskennzahlen als auch qualitative Faktoren, wie z.B. die Zuverlässigkeit der Geschäftsbeziehung, in die Bewertung einbezogen. Durch die Bonitätsbewertung wird eine individuelle Ratingklasse für jeden Händler sowie dessen interne Ausfallwahrscheinlichkeit festgelegt. Das Ratingergebnis und die damit verbundene Ausfallwahrscheinlichkeit stellt die wesentliche Grundlage für die Bewilligung eines neuen Engagements bzw. die Prolongation bestehender Kredite dar. Zudem sind die Kompetenzregelungen und andere Vorgaben, wie z. B. das maximale Blankovolumen, an die ermittelte Ratingklasse gekoppelt.

Im Rahmen des monatlichen Bewertungsprozesses werden die mit der Händlerfinanzierung verbundenen Adressausfallrisiken quantifiziert. Auf Basis der Ergebnisse werden die Rückstellungen bei der BMW Leasing GmbH gebildet. Darüber hinaus wird das Risiko der Händlerfinanzierung durch die monatliche Berechnung des unerwarteten Verlusts gesteuert und in die Risikotragfähigkeitsberechnung der BMW Leasing GmbH integriert. Zusätzlich erfolgen Analysen unter Extremszenarien.

Die Höhe der eingegangenen Adressausfallrisiken sowie die Limitauslastungen werden regelmäßig von der Risikosteuerung ermittelt. Hierfür wird sowohl das Neugeschäft als auch der Bestand der einzelnen Portfolien analysiert. Die Ergebnisse der Überwachung werden monatlich an die Geschäftsführung berichtet. Für die Ergebnisse der Stresstests sowie besondere Entwicklungen der Adressausfallrisiken erfolgt eine gesonderte Berichterstattung im Risikoausschuss.

Kontrahentenrisiken

Das Kontrahentenrisiko stellt in der BMW Leasing GmbH das Risiko eines Ausfalls des Vertragspartners von getätigten Handelsgeschäften dar.

Aus Handelsgeschäften entstehende Adressenausfallrisiken werden bei der BMW Leasing GmbH sowohl auf Portfolioebene mit Hilfe eines wertorientierten Ansatzes als auch auf Einzelkreditnehmerebene begrenzt. Zusätzlich ist für den Abschluss von Finanztermingeschäften die Existenz eines entsprechenden Rahmenvertrags mit dem jeweiligen Kontrahenten zwingende Vorraussetzung für den Handel der Papiere.

Die einzelnen Kontrahenten werden einer eingehenden Bonitätsprüfung unterzogen und daraus Limite abgeleitet. Die Bonität der Kontrahenten wird mindestens jährlich überprüft und gegebenenfalls bestehende Limite aufgrund von Bonitätsveränderungen angepasst. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse der Bonitätsprüfung bzw. Prolongation werden die Limite der Geschäftsführung zur Entscheidung vorgelegt. Durch den Beschluss der Einzellimite und deren Implementierung in das Handelssystem werden die Volumina je Kontrahent begrenzt. Die Höhe des Kontrahentenrisikos auf Portfolioebene wird anhand eines Kreditrisikomodells ermittelt. Zusätzlich erfolgen Analysen unter Extremannahmen. Für die Einhaltung der Limite nach der oben beschriebenen Systematik und die damit verbundene Steuerung der Risiken im vorgegebenen Rahmen ist die Abteilung Treasury verantwortlich.

Das Kontrahentenausfallrisiko wird täglich von der Risikosteuerung ermittelt, überwacht und an die Geschäftsführung berichtet. Die Einhaltung der Kontrahentenvolumenlimite wird zusätzlich bei Abschluss der Geschäfte durch das Treasury Back Office kontrolliert. Sonderthemen werden im Risikoausschuss vorgestellt.

3.2.2 Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken bezeichnen den potenziellen Verlust aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern. Bei der BMW Leasing GmbH wird diese Risikoart in Zinsänderungs- und Restwertrisiken unterteilt.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken umfassen potenzielle Verluste aufgrund der Veränderung von Marktzinsen, d.h. der potentielle Verlust, den die BMW Leasing GmbH durch eine Veränderung der Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt erleiden könnte. Zinsänderungsrisiken können entstehen, wenn Inkongruenzen hinsichtlich der Zinsbindungsfrist zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz bestehen.

Zur Steuerung der Zinsrisiken der BMW Leasing GmbH erfolgt täglich die Erstellung des Summencashflows unter Berücksichtigung möglicher vorzeitige Vertragsbeendigungen der Leasingverträge. Auf Basis des Summencashflows ermittelt die BMW Leasing GmbH ihre Zinsänderungsrisiken.

Während der für Überwachungsanforderungen der Geschäftsführung täglich ermittelte Value at Risk der Abschätzung potenzieller Verluste unter normalen historischen Marktbedingungen dient, erfolgen auch zukunftsorientierte Analysen unter Extremszenarien. Die Steuerung der Zinsrisiken erfolgt auf Basis der Beschlüsse des Risikoausschusses durch die Abteilung Treasury über die vorgestellte Zinsprognose unter Berücksichtigung des zur Verfügung stehenden Risikolimits gemäß der Risikotragfähigkeitsanalyse.

Die Überwachung und Berichterstattung des Zinsänderungsrisikos erfolgt täglich durch die Risikosteuerung. Die Geschäftsführung wird täglich, sowie monatlich über die eingegangenen Risiken informiert.

Restwertrisiken

Der Restwert ist der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses erwartete Gebrauchtwagenpreis einer Modellart / Baureihe am Vertragsende. Die Ermittlung des Restwerts erfolgt zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und hat über die gesamte Vertragslaufzeit Gültigkeit. Der Restwert ist ein kalkulatorischer Wert, der von verschiedenen Faktoren (Laufzeit, Kilometerleistung, Sonderausstattung, etc.) abhängig ist und vom Marktwert bei Vertragsende abweichen kann.

Ein Restwertrisiko besteht, sobald der Marktwert bei Verwertung des Fahrzeugs nach Vertragsauslauf geringer ist als der bei Vertragsabschluss kalkulierte Restwert. Demgegenüber besteht die Chance, durch die Verwertung einen Überschuss gegenüber dem kalkulierten Restwert zu erzielen.

Bezogen auf den Träger der Restwertrisiken wird zwischen direkten und indirekten Restwertrisiken unterschieden. Von einem direkten Restwertrisiko wird gesprochen, wenn das Restwertrisiko durch die BMW Leasing GmbH getragen wird. Ein indirektes Restwertrisiko liegt vor, wenn das Restwertrisiko aufgrund einer Garantie auf einen Dritten übertragen wurde. In diesen Fällen besteht hinsichtlich des Restwertgaranten ein Adressenausfallrisiko. Sollte dieser Fall eintreten, gehen das Fahrzeug und damit das Restwertrisiko auf die BMW Leasing GmbH über.

Bei der BMW Leasing GmbH entstehen durch den Abschluss der Leasingverträge Restwertrisiken. Die Restwertrisiken werden durch einen zweistufigen Restwertsetzungsprozess gesteuert. Zuerst erfolgt eine Schätzung des Gebrauchtwagenpreises zum Laufzeitende aufgrund interner und externer historischer Daten. Eine Arbeitsgruppe analysiert, beurteilt, überprüft und adjustiert die bestehenden oder neue Restwerte. Abschließend werden diese Werte der Geschäftsführung der BMW Leasing GmbH im Risikoausschuss zur Entscheidung vorgelegt.

Im zweiten Schritt werden auf Basis dieser Analysen die Vertragsrestwerte festgelegt. Diese werden von der Wettbewerbssituation und der Geschäftsstrategie beeinflusst.

Für die Bestandsbewertung ist ein Verfahren im Einsatz, aufgrund dessen die Rückstellungen für Restwertrisiken für das bestehende Portfolio monatlich gebildet werden. Darüber hinaus wird das Restwertrisiko des Leasinggeschäfts durch die quartalsmäßige Berechnung des unerwarteten Verlusts gesteuert und in die Risikotragfähigkeitsberechnung der BMW Leasing GmbH integriert. Zusätzlich erfolgen Analysen unter Extremszenarien.

3.2.3 Liquiditätsrisiken

Unter "Liquiditätsrisiken" werden in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) zwei Ausprägungen des Liquiditätsrisikos zusammengefasst. Zum einen ist dies das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne, also das Risiko der Zahlungsfähigkeit des Instituts. Die zweite Ausprägung des Liquiditätsrisikos sind die Liquiditätskosten. Dieses Liquiditätskostenrisiko schlägt sich im Ergebnis des Instituts nieder und weist somit einen gänzlich anderen Charakter als das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne auf. Der Schwerpunkt der Steuerung der Liquiditätsrisiken liegt bei der BMW Leasing GmbH auf der Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit.

Zur Quantifizierung der Liquiditätsrisiken wird auf die Methode der Szenarioanalyse zurückgegriffen. Mit Hilfe von Expertenschätzungen werden Abweichungen in den einzelnen liquiditätswirksamen Cash Flows definiert. Dabei wird zum einen die Höhe der potenziellen Abweichung zum erwarteten Cash Flow beurteilt. Zum anderen wird jeder Abweichung eine bestimmte Eintrittswahrscheinlichkeit zugeordnet. Im Anschluss daran werden die Szenarien mit der gleichen Eintrittswahrscheinlichkeit aggregiert um die Höhe der potenziellen Abweichung des Gesamt-Cash Flows zu quantifizieren. Nachdem die Höhe der potenziellen Abweichungen und die dazugehörigen Eintrittswahrscheinlichkeiten für jeden einzelnen Produkt-Cash Flow sowie den Gesamt-Cash Flow bestimmt wurden, können auf dieser Basis die Risikodeckungsmassen und Limitsysteme abgeleitet werden. Für jede Eintrittswahrscheinlichkeit werden Maßnahmen definiert, wie auch in extremen Belastungsfällen eine ausreichende Liquidität sichergestellt werden kann. Ebenso wurde von der Geschäftsführung die Risikotoleranz festgelegt.

Hinsichtlich der strategischen Dimension der Liquidität wird im Rahmen des regelmäßigen Asset-Liability-Komitees die grundsätzliche Refinanzierungsstrategie der BMW Leasing GmbH definiert und daraus die Ziel-Refinanzierungsstruktur abgeleitet.

Im Rahmen der Steuerung und Kontrolle der Liquiditätsrisiken werden täglich die Cashflows der BMW Leasing GmbH ermittelt. Zusätzlich sind Prozesse implementiert, die die Überwachung der definierten Limite sicherstellen und die den Risikoszenarien bzw. den Maßnahmen zugrunde liegenden Annahmen regelmäßig überwachen.

3.2.4 Operationelle Risiken

Die operationellen Risiken werden bei der BMW Leasing GmbH als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren (Prozessrisiken), Menschen (Personalrisiken) und Systemen (Infrastruktur- und IT-Risiken) oder in Folge externer Ereignisse (externe Risiken) eintreten, definiert. In diesen vier Risikokategorien ist das damit zusammenhängende Rechtsrisiko bzw. Reputationsrisiko eingeschlossen.

Für die Steuerung der operationellen Risiken werden Schadensfälle und Risikoszenarien in einer Datenbank durch die OpRisk-Beauftragten der einzelnen Abteilungen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe sowie Gegenmaßnahmen erfasst. In der Risikosteuerung werden die gemeldeten Daten auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft und offene Punkte mit den OpRisk-Beauftragten geklärt. Durch die damit gewährleistete Erfassung und Bewertung von Risikoszenarien und Schadensfällen wird die systematische Analyse potenzieller bzw. eingetretener operationeller Risiken ermöglicht. Zusätzlich werden durch die Risikosteuerung jährliche Self Asessments durchgeführt. Hierbei werden durch Mitarbeiter einzelner Unternehmensbereiche weitere Risikoszenarien identifiziert und den unterschiedlichen Risikokategorien zugeordnet und abschließend bewertet.

Wichtige Schadensfälle werden monatlich im Risikoausschuss an die Geschäftsführung berichtet. Zusätzlich erfolgt quartalsmäßig ein Statusbericht über die operationellen Risiken an die Geschäftsführung. Bei bedeutenden Schadensfällen oder wesentlichen Risikoszenarien erfolgt eine Ad-hoc-Meldung an die Geschäftsführung. Nach der Durchführung der Self Asessments werden deren Ergebnisse im Risikoausschuss präsentiert und Maßnahmen vorgeschlagen, die durch die Geschäftsführung im Rahmen der Sitzung bestätigt werden.

3.2.5 Konzentrationsrisiken

Unter dem Konzentrationsrisiko versteht man die Gefahren, denen sich eine Leasinggesellschaft durch die ungleichmäßige Verteilung von Forderungen oder Verbindlichkeiten aussetzt. Hierbei wird zwischen der Konzentration gegenüber einzelnen Kreditnehmern (Adresskonzentrationen), einzelnen Wirtschaftsbereichen (Sektorkonzentration), einzelnen geographischen Gebieten (Regionalkonzentration) sowie gegenüber einzelnen Währungsgebieten unterschieden. Konzentrationsrisiken sind von wesentlicher Bedeutung, wenn wenige mit Ausfallrisiko behaftete Engagements die Solvabilität, die allgemeine Finanzlage bzw. die Aufrechterhaltung der Kernfunktionen der Leasinggesellschaft gefährden können. Dabei kann die Ausfallgefahr auf einer beliebigen Risikoart, einer Kombination unterschiedlicher Risiken oder auf Wechselwirkungen zwischen einzelnen Risiken beruhen, die durch Aktiva, Passiva, außerbilanzielle Geschäfte, die Durchführung von Transaktionen oder durch Kombinationen von Positionen aus diesen Kategorien entstehen können.

Das Geschäftsmodell der BMW Leasing GmbH als herstellergebundener Finanzdienstleister ist eng mit der Übernahme von Risikokonzentrationen verbunden. Die Konzentrationen bestehen vor allem in Beziehung mit der Branche, den angebotenen Produkten und der Beziehung zur BMW AG, München. Die BMW Leasing GmbH geht diese Konzentrationsrisiken bewusst ein, um Informationsvorteile und das spezielle Wissen gezielt für den Auf- und Ausbau von Wettbewerbsvorteilen zu nutzen.

Im Rahmen der Einzelgeschäftssteuerung werden die Adresskonzentrationen im Bereich Treasury durch die Vergabe und Überwachung von Limiten für die Kontrahenten gesteuert.

Bei der Betrachtung von Risikokonzentrationen auf Portfolioebene wird regelmäßig eine Kennzahl berechnet, um den Konzentrationsgrad festzustellen und gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten. Der Index wird um regelmäßige Auswertungen im Rahmen der Risikoberichterstattung und Szenariobetrachtungen im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzepts ergänzt.

Die Überwachung und Berichterstattung der Konzentrationsrisiken erfolgt regelmäßig durch die Risikosteuerung. Hierfür werden die Ergebnisse der regelmäßigen Auswertungen im Rahmen der Risikoberichterstattung und Szenariobetrachtungen im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzepts herangezogen. Darüber hinaus werden regelmäßig die Ergebnisse der Szenarioanalysen in die Berichterstattung integriert.

4 Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Berichtsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.

5 Prognosebericht

Erste Anzeichen der Gesamtwirtschaft sprechen dafür, dass die wirtschaftliche Talsohle der Wirtschaftskrise im Jahre 2009 durchschritten sein könnte. Demnach erwartet die BMW Leasing GmbH für den weiteren Verlauf des Jahres 2010 lediglich eine Stabilisierung der Gesamtwirtschaft auf niedrigem Niveau. Von einer anhaltenden Erholung kann derzeit noch nicht ausgegangen werden.

Die Entwicklung der BMW Leasing GmbH ist eng mit der mittel- bis langfristigen Entwicklung des Fahrzeugabsatzes der BMW Group verbunden. Die Prognosen im kurzfristigen Bereich sehen für das Geschäftsjahr 2010 steigende Absatzzahlen in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld. Die BMW Group geht daher davon aus, durch den Ausbau der Produktpalette und die gezielte Erschließung von Wachstumsregionen die Position als weltweit führender Premiumhersteller weiter zu behaupten. Auch die BMW Leasing GmbH wird weiterhin mit innovativen Produkten den Kundenanforderungen Rechnung tragen.

Aufgrund der positiven Absatzerwartungen der BMW Group rechnet die BMW Leasing GmbH mit einem Anstieg der Neugeschäftszahlen. Die unmittelbaren Auswirkungen der Gesamtwirtschaft auf das Zahlungsverhalten der Kunden und damit den Wertberichtigungsbedarf sind jedoch mit einer gewissen Unsicherheit belastet.

Der Gebrauchtwagenmarkt ist weiterhin von Unsicherheiten geprägt, wobei gegenüber dem Jahr 2009 mit einer Stabilisierung gerechnet wird. Sensitivitätsanalysen im Bereich der Restwertrisiken werden weiter ausgebaut um, insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise zeitnah auf negative Risikoentwicklungen reagieren zu können.

Die Leasingvertragsarten bei der BMW Leasing GmbH wurde im Geschäftsjahr 2010 durch die Erweiterung der Verkaufsförderung auf Restwert-/Schätzwert-Verträge sowie die Wiedereinführung eines weiteren Abrechnungsmodells in Bezug auf die Aufteilung der Restwertrisiken ergänzt. Durch die Einführung des weiteren Abrechnungsmodells wird die BMW Handelsorganisation von Restwertrisiken im Sinne von Restwert-/Schätzwert-Differenzen freigestellt.

Die Voraussetzung für einen nachhaltig hohen Erfolg der BMW Leasing GmbH wird durch die stabilen positiven Absatztrends der BMW Group geschaffen. Das geplante positive Ergebnis der BMW Leasing GmbH kann allerdings durch unerwartete negative Entwicklungen auf dem Weg der konjunkturellen Erholung beeinträchtigt werden.

 

München, 10. März 2010

BMW Leasing GmbH

Werner Möhrlein

John Conway

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BMW Leasing GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 31. März 2010

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer

Specht, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

Die Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München, als alleinige Gesellschafterin der

BMW Leasing GmbH, München

fasst unter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Förmlichkeiten hinsichtlich Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung folgenden Beschluss:

1. Der Jahresabschluss zum 31.12.2009 bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2009, der Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2009 bis 31.12.2009 und dem Anhang zum 31.12.2009 wird festgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab.

Das ausgeglichene Ergebnis ergibt sich aus dem - aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages - von der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München, übernommenen Verlust von Euro 43.940.257,97.

2. Der Geschäftsführung wird Entlastung erteilt.

3. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 wird die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, bestellt.

 

München, den 27.04.2010

Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft

ppa. Dr. Wittig

ppa. Mayer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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Gesellschafterliste
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