SpreeStromErzeugungs GmbH

An der Heide 5, 03130 Spremberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 8809
Eingetragen
6.12.2010
Branche
Wärme- und KältehandelElektrizitätshandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Die Energieerzeugung, die Energieumwandlung, der Energietransport und der Handel mit Energie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wolfgang Leitner
seit 9.4.2025
Geschäftsführer
Jana Derno
seit 22.1.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Rüger GmbH
94.90%
Hamburger Rüger GmbH
5.10%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Rüger GmbH
Germany
23.725 €
94.90%
Hamburger Rüger GmbH
Germany
1.275 €
5.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SpreeStromErzeugungs GmbH

Spremberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens (Geschäftsmodell des Unternehmens)

Die SpreeStromErzeugungs GmbH, nachfolgend auch SSE oder Gesellschaft, wurde im Jahr 2010 gegründet. Entsprechend der Gesellschafterstruktur ist die SSE eine Tochtergesellschaft der Hamburger Rieger GmbH (5,1 %) und der Rieger GmbH (94,9 %) und gehört zur österreichischen Prinzhorn Group. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Energieumwandlung und -erzeugung sowie der Energietransport und der Handel mit Energie. Die SpreeStromErzeugungs GmbH erwarb im Jahr 2013 von der Spreerecycling GmbH & Co. KG (Errichtungsgesellschaft) die im Anlagevermögen ausgewiesene Turbine und einen Generator sowie notwendige Nebenanlagen in betriebsbereitem Zustand. Zeitgleich hat die SSE mit der Hamburger Rieger GmbH und der Dunapack Spremberg GmbH & Co. KG, Pachtverträge über Teile der Stromerzeugungsanlage, zur Stromversorgung der Anlagen des Ersatzbrennstoff-Kessels (EBS) sowie der Produktionsanlagen der Dunapack abgeschlossen. Die Geschäftsräume der Gesellschaft befinden sich in einer angemieteten Halle des Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerks, welches ein integrierter Geschäftsbereich der Papiererzeugung der Hamburger Rieger GmbH ist. Die Anlagen der SSE sowie die Anlagen des Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerkes werden entsprechend der Anlagenbedienverträge von der Spreerecycling GmbH & Co. KG bedient.

Die Hamburger Rieger GmbH sorgt für die Beschaffung und Verbrennung des Ersatzbrennstoffes in ihren Anlagen und erzeugt dabei Hochdruckdampf. Die SpreeStromErzeugungs GmbH hat mit der Hamburger Rieger GmbH einen Vertrag zur Lieferung und Abnahme von Hochdruckdampf und Niederdruckdampf geschlossen. Entsprechend diesem Vertrag kauft die SSE Hochdruckdampf von der Hamburger Rieger GmbH ein. Dieser treibt die Turbine und nachfolgend den Generator zur Stromerzeugung an. Nach der Entspannung und Verstromung des Dampfes in der Turbine wird ein Teilstrom des Niederdruckdampfes ausgekoppelt und an die Hamburger Rieger GmbH zur Papiertrocknung durch die SSE kostenpflichtig abgegeben. Die übrige Teilmenge wird durch die Hamburger Rieger GmbH in ihren EBS Anlagen vollständig kondensiert und anschließend wieder dem EBS-Kessel zugeführt.

Die Gesellschaft generiert mit ihrem Geschäftsmodell Einnahmen aus der Verpachtung von Teilen der Erzeugungsanlage (Scheibenpachtmodell). Die SpreeStromErzeugungs GmbH besitzt entsprechend dem Bescheid vom Hauptzollamt Frankfurt (Oder) den Status eines Versorgers und versorgt in dieser Eigenschaft die Abwasseranlagen der ASG GmbH Spremberg mit Strom. Der verbleibende erzeugte Strom wird über das öffentliche Netz an die Energieallianz Austria verkauft. Des Weiteren werden aus dem Verkauf von Niederdruckdampf an die Papierfabrik Umsätze generiert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Charakteristisch für das vergangene Geschäftsjahr war eine sehr dynamische Entwicklung auf dem Energiemarkt mit einem stark fallenden Verlauf der Beschaffungspreise.

Die an der Leipziger Börse gehandelten Strompreise betrugen im Jahr 2023 im monatlichen Base anfangs ca. EUR/MWh 117,83 und sanken im Verlauf des Jahres auf einen Endstand von EUR/MWh 68,52 kontinuierlich stark ab. Auch der Preis anhand der 200-Tage-Linie weist im Jahresverlauf massive Preis-Rückgänge ab Jahresbeginn 2023 aus und liegt damit weit unter dem Preis-Niveau im Vergleich zum Vorjahr.

Quelle: http://www.bricklebrit.de/stromboerse_leipzig.html

Entscheidenden Einfluss auf den Strommarkt hat die Verfügbarkeit von geförderten erneuerbaren Energien, die in Deutschland im Jahr 2023 aufgrund der Witterung eine Steigerung auf 54,3 % des Energiemix hatten.

Quelle: https://energy-charts.info/charts/renewable_share/chart.htm?l=de&c=DE&share=ren_share&partsum=1

2.2 Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war für die SpreeStromErzeugungs GmbH gegenüber dem Vorjahr ein erfolgreicheres Geschäftsjahr. Durch gesteigerte Erzeugungsmengen (bedeutsamer nicht finanzieller Leistungsindikator) des Generators um 25,31 % im Vergleich zum Vorjahr (106,5 GWh auf 142,6 GWh) wurden höhere Erlöse für den Stromverkauf am Markt erzielt. Die im Jahresdurchschnitt erzielte Vergütung für den eingespeisten Strom betrug EUR/MWh 91,47, im Vorjahr EUR/MWh 237,97 (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator). Der Strompreis für Einspeisung unterlag im Dezember 2022 der gesetzlichen Erlösabschöpfung und wäre ohne staatlichen Eingriff bei EUR/MWh 255,93 gewesen. Für den Bezug von Hochdruckdampf vom EBS-Kessel waren im Geschäftsjahr aufgrund gestiegener Bezugsmengen und Verfügbarkeit, TEUR 2.439 (+16,9 %) mehr aufzuwenden. Die große Revision im Vorjahr, hatte zu einem planmäßigen Rückgang geführt. Die Dampfturbine der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr durch einen planmäßigen Revisionsstillstand und drei kleinere unplanmäßige Ausfälle des EBS-Kessels, kurzzeitig nicht mit Dampf versorgt werden. Die Verfügbarkeit der Turbine stieg bei 14 MW Leistung lt. Plan von 95,1% (2022) auf 127,3% (2023). Die Versorgungssicherheit der Scheibenpächter war durch Stromzukauf und dessen Weiterleitung gewährleistet.

Die Rücklieferungsmenge des entspannten Hochdruckdampfes zur Versorgung der Papiermaschinen war im abgelaufenen Geschäftsjahr steigend (14,5 %). Die vereinbarten Verkaufspreise stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 45,6 % und sind ebenfalls für die Steigerung der Erlöse aus dem Verkauf von Mitteldruckdampf um TEUR 11.745 (61,0%) verantwortlich.

In der Prognose des Vorjahresberichtes wurde bei der Umsatzplanung ein mittlerer Wert von EUR 279,60 je MWh angenommen. Dieser Wert wurde auf Grund einer deutlichen Marktberuhigung mit EUR 91,47 je MWh weit untertroffen.

Der Netzbetreiber hat der Gesellschaft für die eingespeiste Strommenge des Jahres 2022 die Einsparungen beim Vornetzbetreiber für Vermeidungsleistung und Vermeidungsarbeit vergütet. Dafür sind im Geschäftsjahr zusätzlich TEUR 37 Erlöse gebucht worden, was im Vergleich zum Vorjahr eine Reduzierung von knapp 25 % (TEUR 12) bedeutet. Hingegen konnte die Vergütung nach dem Spitzenlast-Anteilsverfahren in Höhe von TEUR 242,5 in Anspruch genommen werden.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist zum Vorjahr um TEUR 10.758 auf nunmehr TEUR 33.660 gestiegen.

Das Anlagevermögen der SpreeStromErzeugungs GmbH ist im Geschäftsjahr durch planmäßige Abschreibungen von TEUR 403 auf TEUR 2.528 gesunken.

Das Umlaufvermögen ist im Geschäftsjahr um TEUR 11.161 auf TEUR 31.132 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Cash Pool in Höhe von TEUR 10.683 (im Vorjahr TEUR 15.468).

Das Eigenkapital ist durch das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.584 gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt nunmehr bei 73,4 % (i. Vj. 66,0 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund des Jahresergebnisses sind Steuerrückstellungen i. H. v. TEUR 4.860 für das Geschäftsjahr 2023 gebildet worden.

3.2 Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war im gesamten Geschäftsjahr sichergestellt und ist auch für das kommende Jahr gesichert. Langfristiges Vermögen ist durch langfristige Passiva gedeckt. Der Bestand der kurzfristigen Forderungen übersteigt die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die SpreeStromErzeugungs GmbH ist in das Cash-Pool-Verfahren des Prinzhorn-Konzerns mit eingebunden. Im Jahr 2023 hat sich der Cash Pool-Stand um TEUR 10.683 auf TEUR 26.151 erhöht. Der Zinssatz ist der durchschnittliche 1 M Euribor.

Die Eigenkapitalquote beträgt 73,4 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 %-Punkte verbessert (i. Vj. 66,0 %). Im Berichtsjahr wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein Cashflow von TEUR 9.993 generiert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -9.993, der aus der Finanzierungstätigkeit TEUR 0.

3.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % auf TEUR 31.225 gestiegen. Der stärkste Einflussfaktor für die Steigerung der Umsatzerlöse war die hohe Erzeugungsmenge für den Stromverkauf am Markt.

Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Hochdruckdampfpreis, was dazu führte, dass die Aufwendungen für den Dampfbezug aus dem EBS-Heizkraftwerk in Verbindung mit einer geringeren Dampfmenge gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.439 auf TEUR 16.870 gestiegen sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 725 wurden maßgeblich beeinflusst durch Personalleasing in Höhe von TEUR 135 sowie Kosten für die Instandhaltungsarbeiten in Höhe von TEUR 91.

Zwar war bei den Stromerlösen ein starker Abwärtstrend zu verzeichnen, allerdings reduzierten sich auch die betrieblichen Aufwendungen durch z.B. Wegfall der Großreparatur (i. Vj. TEUR 992), wodurch sich das Ergebnis der SpreeStromErzeugungs GmbH deutlich gesteigert hat. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 9.583 erzielt. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung um etwa TEUR 1.736 (i. Vj. Jahresüberschuss von TEUR 7.847).

4. Prognose für das Geschäftsjahr 2024

Hinsichtlich der Stromerlöse (bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator) kann bei der SpreeStromErzeugungs GmbH keine eindeutige und zuverlässige Aussage getroffen werden, da diese nicht nur von der ausgespeisten Strommenge abhängt, sondern auch von der Entwicklung des Strompreises am Markt. In der Jahresplanung wurde für die Umsatzplanung ein mittlerer Wert von EUR 133,10 je MWh angenommen. Die durchschnittliche Einspeisevergütung lag im Jahr 2023 mit EUR/MWh 91,47 leicht unter dem Planansatz, bedingt durch die Strompreis-Abschöpfung, welche ab Dezember 2022 bis Juni 2023 rechtliche Gültigkeit erlangte. Jedoch werden an die zu versorgenden Abnehmer die gleichen Strompreise, wie sie bisher vom Abnehmer Energieallianz Austria vergütet wurden, weiterberechnet. Die Aufwendungen für Hochdruckdampf werden mit 14,88 EUR/t Dampf auf Vorjahresniveau liegen, ebenso die Erlöse für Mitteldruckdampf. Eine Vergütung für Vermeidungsleistung und Vermeidungsarbeit ist vom Zeitpunkt der Netzhöchstlast abhängig. Im Fall des Generatorbetriebes zu diesem Zeitpunkt ist hieraus auch wieder ein Erlös zu erwarten. Bezüglich der Erzeugungsmengen (bedeutsamer nicht finanzieller Leistungsindikator) ist ein ähnliches Niveau analog dem Vorjahr geplant.

5. Chancen und Risiken

Die SpreeStromErzeugungs GmbH ist gegen Risiken, wie Schäden durch Wasser, Feuer usw. durch eine All-Risk-Versicherung abgesichert.

Risiken bezüglich des Ausfalles der Dampferzeugungsanlage der Hamburger Rieger GmbH bestehen für die Gesellschaft nicht, da in diesem Fall die Eigenschaft als Versorger eintritt und das Risiko der Scheibenpächter durch diese getragen wird.

Risiken im Hinblick auf Forderungsausfälle sind durch das Geschäftsmodell mit verbundenen Unternehmen und Lieferverträgen mit Stromhändlern nicht zu erwarten.

Die Entwicklung des Energiemarktes und des Strompreises sind für die SpreeStromErzeugungs GmbH ein bedeutender Faktor und sowohl Chance als auch Risiko in Hinblick auf das geplante Ergebnis. Für 2024 erwartet die Gesellschaft auf Grund angenommener sinkender Energiekosten einen entsprechend geringeren Umsatzerlös, geringere Erlöse für die Stromeinspeisung und somit ein verschlechtertes Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr.

 

Spremberg, den 29. Februar 2024

Arno Liendl, Geschäftsführer

Uwe Amann, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.940.212,45 2.199.579,82
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 587.933,24 731.146,34
2.528.145,69 2.930.726,16
B. Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.003.631,42 2.909.367,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.128.111,94 17.061.427,29
31.131.743,36 19.970.795,27
33.659.889,05 22.901.521,43

PASSIVA

31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 75.000,00 75.000,00
III. Gewinnvortrag 15.008.617,51 7.161.203,15
IV. Jahresüberschuss 9.583.545,45 7.847.414,36
24.692.162,96 15.108.617,51
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 4.859.526,00 2.085.015,00
2. Sonstige Rückstellungen 738.499,66 1.455.685,50
5.598.025,66 3.540.700,50
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86.018,65 234.977,18
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.249.670,66 3.091.728,29
3. Sonstige Verbindlichkeiten 34.011,12 925.497,95
davon aus Steuern: EUR 34.011,12 (Vj. EUR 913.620,70)
3.369.700,43 4.252.203,42
33.659.889,05 22.901.521,43

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 31.225.407,47 30.469.327,15
2. Sonstige betriebliche Erträge 0,00 0,02
31.225.407,47 30.469.327,17
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -17.397.779,22 -16.611.811,52
4. Abschreibungen auf Sachanlagen -402.580,47 -417.208,09
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -725.168,09 -2.538.412,39
12.699.879,69 10.901.895,17
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 689.633,68 61.991,80
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 689.633,68 (Vj. EUR 61.991,80)
689.633,68 61.991,80
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.805.967,92 -3.116.472,61
8. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 9.583.545,45 7.847.414,36

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Spremberg und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Cottbus unter HRB 8809 CB eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die SpreeStromErzeugungs GmbH ist i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bewertungsmethoden orientieren sich an den handelsrechtlichen Bestimmungen.

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gründe entgegen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen, vermindert um Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Dabei werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode bei technischen Anlagen und Maschinen über eine Nutzungsdauer von 15 bis 19 Jahren sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei erkennbaren Risiken werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Das gezeichnete Kapital und die eingezahlte Kapitalrücklage sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Rückstellungen, bei denen vom Wahlrecht der Abzinsung nicht Gebrauch gemacht wurde.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3 Angaben zu Bilanzposten

3.1 Aktiva

3.1.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage beigefügt ist.

3.1.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen bestehen analog dem Vorjahr keine Forderungen oder sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind analog dem Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.977 (i. Vj. TEUR 1.594) sowie Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 26.151 (i. Vj. TEUR 15.468). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 3.864 (i. Vj. TEUR 1.594) gegenüber Gesellschafter.

3.2 Passiva

3.2.1 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen in Höhe von TEUR 738 (i. Vj. TEUR 1.456). Sie betreffen Rückstellungen für Abschöpfungsgewinne nach §§ 13 ff StromPBG in Höhe von TEUR 615, für Instandhaltungen, die innerhalb der ersten 3 Monaten des Folgejahres nachgeholt werden in Höhe von TEUR 61 und analog dem Vorjahr Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 62.

3.2.2 Verbindlichkeiten

Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
EUR bis zu 1 Jahr
EUR
von mehr als 1 Jahr
EUR
davon größer 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86.018,65 86.018,65 0,00 0,00
(Vorjahr) (234.977,18) (234.977,18) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.249.670,66 3.249.670,66 0,00 0,00
(Vorjahr) (3.091.728,29) (3.091.728,29) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 34.011,12 34.011,12 0,00 0,00
(Vorjahr) (925.497,95) (925.497,95) (0,00) (0,00)
Summe 3.369.700,43 3.369.700,43 0,00 0,00
Summe (Vorjahr) (4.252.203,42) (4.252.203,42) (0,00) (0,00)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.211; i. Vj. TEUR 3.073) sowie sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 39; i. Vj. TEUR 18). Diese sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 39 (i. Vj. TEUR 18) gegenüber Gesellschafter und resultieren in voller Höhe aus dem Verrechnungskonto-Verbindlichkeiten. Des Weiteren sind in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.246 (i. Vj. TEUR 2.909) enthalten.

4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren mit TEUR 12.312 (i. Vj. TEUR 22.711) aus dem Stromverkauf an Dritte, mit TEUR 19.252 (i. Vj. TEUR 7.507) aus der Lieferung von Mitteldruckdampf und mit TEUR 509 (i. Vj. TEUR 361) aus vermiedener Netznutzung.

Zwischen der SpreeStromErzeugungs GmbH, Spremberg, und der Hamburger Rieger GmbH, Trostberg, wurde am 23. Juli 2013 ein Vertrag über die Lieferung und Abnahme von Hochdruckdampf und Niederdruckdampf geschlossen. Die Hamburger Rieger GmbH erzeugt Hochdruckdampf, welcher durch die SpreeStromErzeugungs GmbH abgenommen und verstromt wird. Der bei diesem Prozess erzeugte Niederdruckdampf wird an die Hamburger Rieger GmbH zurückgeliefert und die für die Papiertrocknung benötigte Menge durch diese entgeltlich erworben.

4.2 Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Aufwendungen für den Bezug von Hochdruckdampf von der Hamburger Rieger GmbH.

4.3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Jahresergebnis 2023 in Höhe von TEUR 3.806 belastet. Aufgrund des Gewinnes im Jahr 2023 wurde eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 2.775 gebucht.

5 Sonstige Angaben

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen mehrjährige Mietverträge.

Die jährlichen Zahlungen belaufen sich zurzeit auf TEUR 20, davon TEUR 20 gegenüber verbundenen Unternehmen.

5.2 Personal

Die SpreeStromErzeugungs GmbH beschäftigt kein eigenes Personal.

5.3 Geschäftsführungsorgane

Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtszeitraum waren:

Herr Arno Liendl (Geschäftsführer Hamburger Rieger GmbH, Trostberg)

Herr Uwe Amann, (Managing Director Operations Hamburger Containerboard Division, Pitten)

Die Geschäftsführer erhielten keine Bezüge.

5.4 Mutterunternehmen

Mutterunternehmen sind die Rieger GmbH mit Sitz in Trostberg mit 94,9 % und die Hamburger Rieger GmbH mit Sitz in Trostberg mit 5,1 %.

Übergeordnetes Mutterunternehmen ist die Prinzhorn Holding GmbH mit Sitz in A-1230 Wien (Österreich).

Die Prinzhorn Holding GmbH stellt zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, in den die SpreeStromErzeugungs GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im Firmenbuch A-1230 Wien (Österreich) unter der Registernummer FN115068v offengelegt.

5.5 Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Über die Verwendung des Jahresüberschusses wird im Rahmen der Gesellschafterversammlung voraussichtlich im 1. Halbjahr 2024 entschieden.

 

Spremberg, den 29. Februar 2024

Arno Liendl, Geschäftsführer

Uwe Amann, Geschäftsführer

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.728.411,86 4.728.411,86 2.528.832,04 259.367,37 2.788.199,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.245.713,84 2.245.713,84 1.514.567,50 143.213,10 1.657.780,60
6.974.125,70 6.974.125,70 4.043.399,54 402.580,47 4.445.980,01
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.940.212,45 2.199.579,82
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 587.933,24 731.146,34
2.528.145,69 2.930.726,16

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SpreeStromErzeugungs GmbH, Spremberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SpreeStromErzeugungs GmbH, Spremberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SpreeStromErzeugungs GmbH, Spremberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 29. Februar 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Otter, Wirtschaftsprüfer

Jan Kahlert, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses gemäß § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der SpreeStromErzeugungs GmbH, Spremberg, wurde mit Beschluss des Gesellschafters vom 10. April 2024 festgestellt.

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