LYB CLCS Sales DE GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Thoma seit 21.11.2025 | Prokura |
Stephan Reeker seit 30.10.2025 | Prokura |
Daniel Dr. Koch seit 2.4.2025 | Geschäftsführer |
Christian Georg Straßer seit 5.11.2024 | Prokura |
Oliver Christofer Lennartz seit 16.5.2024 | Prokura |
Thomas Schneemann seit 4.4.2024 | Prokura |
Diana Dr. Dötsch seit 28.3.2024 | Prokura |
Dalminder Sidhu seit 22.1.2024 | Prokura |
Alexander Friedrich Schäffler seit 10.11.2023 | Geschäftsführer |
Martin Coop seit 10.11.2023 | Geschäftsführer |
Lars Adler seit 20.1.2023 | Prokura |
Meike Reizig seit 20.1.2023 | Prokura |
Michael Boell seit 4.7.2022 | Prokura |
Günter Heinrich Sachs-Weingärtner seit 4.7.2022 | Prokura |
Frank Peter Dr. Alt seit 10.3.2022 | Prokura |
Andrei Dr. Gonioukh seit 10.3.2022 | Geschäftsführer |
Jimmy Schop seit 10.9.2021 | Geschäftsführer |
Gerhardus Bernardus - genannt Gerben - Meier seit 10.9.2021 | Prokura |
Patrik Dr. Schneider seit 2.7.2021 | Prokura |
Peter Dr. Rohrbach seit 21.3.2019 | Prokura |
Hanno Dr. Limburg seit 15.9.2017 | Prokura |
Achim Schmitz seit 15.9.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
LYB Luxembourg S.à r.l. | 89.90% |
LyondellBasell Industries Holdings B.V. | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Basell Polyolefine GmbHWesselingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Strukturen 1.2 Einbindung in den LYB Konzern 1.3 Produkte 1.4 Forschung und Entwicklung 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Rahmenbedingungen 2.1.1 Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.1.2 Chemische Industrie 2.1.3 Rohstoffmarkt 2.2 Geschäftsentwicklung 2.2.1 Polyolefine 2.2.2 Olefine 2.2.3 Lizenzen 3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3.1 Ertragslage 3.2 Finanz- und Vermögenslage 4 Personal- und Sozialbereich 5 Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit 6 Angaben zur Anwendung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) 7 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 7.1 Prognosebericht 7.2 Chancen der zukünftigen Entwicklung 7.3 Risiken der zukünftigen Entwicklung 8 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB (Frauenquote) 1 Grundlagen der Gesellschaft1.1 Strukturen Die Basell Polyolefine GmbH (BPO) ist eine der größten Produktionsgesellschaften im LyondellBasell Industries (LYB) Konzern. Konzernobergesellschaft ist die LyondellBasell Industries N.V. (Rotterdam). Diese Gesellschaft ist unter dem Kürzel LYB an der New Yorker Börse NYSE notiert. Die BPO wird bei der LyondellBasell Industries N.V. in die nach US-GAAP und IFRS aufgestellten Konzernabschlüsse einbezogen. Der Konzern steuert die Aktivitäten der deutschen Tochterunternehmen über die Basell Germany Holdings GmbH (BGH). Diese hat als Obergesellschaft einen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der BPO. Die BPO hat als Obergesellschaft einen entsprechenden Vertrag mit der Basell Bayreuth Chemie GmbH (BBC), welche wiederum einen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der A. Schulman GmbH (ASG) abgeschlossen hat. 1.2 Einbindung in den LYB Konzern LyondellBasell Industries N.V. ist ein globales, unabhängiges Chemieunternehmen und wurde am 15. Oktober 2009 nach niederländischem Recht gegründet. Gemessen am Umsatz gehört LyondellBasell zu den weltweit führenden unabhängigen Chemieunternehmen. LyondellBasell nimmt weltweit an der gesamten petrochemischen Wertschöpfungskette teil und ist in vielen Produktlinien branchenführend. Die Kunden von LyondellBasell verwenden die hergestellten Kunststoffe und Chemikalien zur Herstellung einer breiten Palette von Produkten, die die Menschen in ihrem täglichen Leben nutzen, darunter Lebensmittelverpackungen, Einrichtungsgegenstände, Automobilkomponenten, Farben und Lacke. Außerdem entwickelt und lizenziert LyondellBasell chemische und Polyolefin-Verfahrenstechnologien, stellt Katalysatoren zur Produktion von Polyolefinen her und verkauft diese. Durch konzerninterne bzw. vertikal integrierte Anlagen bestehen Möglichkeiten, sämtliche Verarbeitungsschritte von Basis-Kohlenwasserstoffen bis hin zu Produkten für komplexere Anwendungen intern durchzuführen. Die Geschäfts- und Produktionstätigkeit von LYB ist aufgeteilt in die Bereiche Olefine & Polyolefine, Zwischenprodukte & Derivate und Raffinerie-Produkte, Zirkuläre und Low-Carbon Produkte, "Advanced Polymer Solutions" ("APS"), sowie Technologie. Die von der BPO hergestellten Produkte sind dem Bereich Olefine & Polyolefine sowie APS zuzuordnen, wobei hier nahezu die gesamte Bandbreite an Produkten erzeugt wird. Im Wesentlichen handelt es sich um Ethylen, Propylen und Butadien bei den Olefinen und um Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und PP-Compounds bei den Polyolefinen und APS. Die Fertigprodukte aus dem Bereich der Polyolefine und APS werden an die zentrale europäische Vertriebsgesellschaft der LyondellBasell Gruppe mit Sitz in den Niederlanden verkauft. Weiterhin wird im Segment Technologie noch das Lizenz- und Katalysatorgeschäft betrieben. LYB hat eine fest integrierte Nachhaltigkeitsstrategie definiert, mit dem Ziel, qualitativ hochwertige Kreislaufpolymere zu produzieren und so die Kreislaufwirtschaft zu fördern sowie Sekundärrohstoffe anzubieten. Ab 2030 sollen durch LYB pro Jahr 2 Millionen Tonnen recycelte und erneuerbare Polyolefine produziert und vermarktet werden. Zusätzlich hat LYB die Ziele der 42%igen Reduktion der CO 2-Emissionen des ersten und zweiten Scopes, der 30%igen Reduktion der CO 2 -Emissionen des dritten Scopes im Vergleich zu 2020, der Berücksichtigung von mindestens 50% Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen bis 2030 und der Emissionsneutralität (Scope 1 & 2) bis 2050 formuliert. In dem jährlich von LYB veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht sind Umweltdaten sowie Strategien im Bereich Nachhaltigkeit aufgeführt. Ebenso werden die Gründe und der Einsatz für Investitionen in Recycling und in die Kreislaufwirtschaft erläutert. Hiermit einhergehend hat LYB ein europaweites Programm ins Leben gerufen, das langfristig die Reduzierung von CO 2 -Emissionen anstrebt. 1.3 Produkte Zum Geschäftsbereich Olefine & Polyolefine, zu dem auch die BPO zählt, gehört die Herstellung von Olefinen wie Ethylen und Propylen, die teilweise - einschließlich ihrer Nebenprodukte - direkt am Markt verkauft oder zu den Kunststoffen Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) sowie den daraus hergestellten PP-Compounds weiterverarbeitet werden. Am größten Produktionsstandort der BPO in Wesseling werden eigenproduziertes Ethylen und Propylen zur Herstellung von Low Density Polyethylen (LDPE), High Density Polyethylen (HDPE) und Polypropylen (PP) verwendet. Die eigene Herstellung der Ausgangsstoffe Ethylen und Propylen aus dem Haupteinsatzstoff Naphtha erfolgt durch zwei am Standort betriebene Cracker. Weiterhin ist der Standort an die RMR Pipeline zur Naphtha-Versorgung sowie an die ARG und ISH Pipelines zum Im- und Export von Ethylen angebunden. Der Standort Münchsmünster verfügt ebenfalls über einen Cracker zur eigenen Herstellung der wesentlichen Ausgangsprodukte für die am Standort betriebene HDPE-Anlage. Der Standort ist sowohl an die InfraServ Gendorf (ISG), die Ethylen Pipeline Münchsmünster-Gendorf, als auch an die Ethylen-Pipeline-Süd (EPS) angeschlossen. Damit kann der Standort nicht nur über das Pipelinenetz Ethylen nach Gendorf liefern, sondern auch nach Ludwigshafen, wo wiederum eine Verbindung zum nordeuropäischen Ethylen Pipelinenetz besteht. Insgesamt ermöglicht die Anbindung an die EPS eine höhere Flexibilität aller BPO Standorte hinsichtlich der Ethylen-Versorgung. An den weiteren Produktionsstandorten in Frankfurt und Knapsack werden - auch aus zugekauften Rohstoffen - HDPE, PP und PP-Compounds produziert. Zudem werden Polyolefin-Katalysatoren an den Standorten in Frankfurt und Ludwigshafen hergestellt. Die BPO verkauft die Cracker-Produkte direkt oder verarbeitet diese vorher zu Butadien und Isobutan weiter. Neben der Produktion von Polymeren entwickelt und lizenziert die BPO, das zur Polymerproduktion notwendige Verfahrens-Know-how. In diesem Rahmen werden mit Polyethylen-Technologie verbundene Lizenzen und Katalysatoren direkt an Kunden und Joint Ventures weltweit verkauft. 1.4 Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden gruppenweit koordiniert und gesteuert. Für den Bereich Polyethylen sind diese Aktivitäten schwerpunktmäßig am Standort Frankfurt angesiedelt. Einen wichtigen Baustein stellt heute die Entwicklung nachhaltiger Polymere zusätzlich zur Entwicklung und Verbesserung klassischer Produkte dar. Dies zeigt sich auch anhand der Ausrichtung des vergangenen Geschäftsjahres. Die Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich auf € 14,0 Mio. nach € 10,0 Mio. im Vorjahr. Mit Luflexen hyPE 56P FA wurde ein neuer Blasfolientyp erfolgreich entwickelt und kommerzialisiert, der das Foliensortiment um ein hochdichtes Polyethylen erweitert. Luflexen hyPE 56P FA zielt auf gängige Nachhaltigkeitsaspekte und Markttrends ab, wie z.B. die Reduzierung der Foliendicke und damit die Reduzierung des Verpackungsgewichtes. Darüber hinaus eignet es sich als Boostermaterial in Mischungen mit rLLDPE und rLDPE. In Kundenversuchen konnte gezeigt werden, dass durch Beimischen geringer Mengen an LDPE die Transparenz der Folie signifikant verbessert werden kann. Das Produktportfolio im Anwendungsbereich Verschlusskappen wurde durch Hostalen ACP 5331H UV B PLUS erweitert. Standardmäßig vereint Hostalen ACP 5331H eine gute Balance aus Steifigkeit, Zähigkeit und Spannungsrissbeständigkeit. Das verbesserte Additivpaket in Hostalen ACP 5331H UV B PLUS ermöglicht die Produktion von Verschlusskappen sowohl für Mineralwasser als auch für kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke, die die sehr hohen Anforderungen an die Organoleptik sowie an ein niedriges Drehmoment beim Öffnen der Getränkeflasche erfüllen. Für eine sandbettlose Verlegung von Rohren ist eine exzellente Spannungsrissbeständigkeit kombiniert mit einer sehr guten hydrostatischen Langzeitfestigkeit erforderlich. Diese Anforderungen erfüllen die Rohrmaterialien Hostalen CRP 100 RESIST CR BLACK, Hostalen CRP 100 RESIST CR ORANGE und Hostalen CRP 100 RESIST CR W BLUE. Durch Optimierungen bei der Herstellung dieser Materialien konnte die Spannungsrissbeständigkeit im Berichtsjahr weiter verbessert werden. Wie bereits in den letzten Jahren lag ein zusätzlicher Schwerpunkt in der weiteren Optimierung des ultrahochmolekularen Lupolen UHM 5000. Dieser Pulvertyp wird unter anderem für die Herstellung von Bauteilen im Sinterverfahren genutzt, die eine hohe Oberflächengleitfähigkeit und eine sehr hohe Abriebfestigkeit besitzen müssen. Zusätzlich ist die Partikelgröße des verpressten Pulvers eine wichtige Eigenschaft. Für die Herstellung eingefärbter Pressplatten sollte das eingesetzte Pulver und die verwendeten Pigmente eine gleiche Partikelgröße haben, um ein homogenes Farbergebnis zu erzielen. Hier konnte durch weitere Optimierung des Katalysators die durchschnittliche Partikelgröße im Pulver weiter reduziert und damit das Einfärbeverhalten deutlich verbessert werden. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Rahmenbedingungen 2.1.1 Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen Im vergangenen Jahr entwickelte sich die Weltwirtschaft aufgrund der Unsicherheiten durch den anhaltenden Krieg gegen die Ukraine und geopolitische Anspannungen weiterhin gedämpft. Die Nachfrage der Konsumenten sank merklich durch die hohe Inflation in vielen Ländern. Dies führte zu einer Drosselung der Produktion. Steigende Zinsen verschlechterten dazu noch die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen und bremsten die Investitionen. Die globale Wirtschaft wuchs im Jahr 2023 laut des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (nachfolgend auch "VCI" genannt) insgesamt um 2,5 %. (Quelle: Business Worldwide vom 13. März 2024, VCI). 2.1.2 Chemische Industrie Die Wachstumsrate der globalen Chemie- und Pharmaproduktion betrug im Jahr 2023 laut VCI vom 15. März 2024 insgesamt 2,3 % und lag damit unterhalb der Wachstumsrate des Vorjahres. Die globale Chemieproduktion konnte aufgrund weniger Länder ausgeweitet werden, zwar gab es keine Probleme in den Lieferketten, doch waren die Industriebranchen mit einem zunehmenden Auftragsmangel konfrontiert. Vor allem sank die weltweite Produktion der Pharmaindustrie signifikant, diese Entwicklung ist jedoch auf eine Normalisierung der Nachfrage nach den Pandemiejahren zurückzuführen. Somit konnte insgesamt die Produktion der Chemie- und Pharmaindustrie im vergangenen Jahr noch gesteigert werden. Die Produktion der chemischen Industrie (inkl. Pharmaindustrie) in Deutschland verzeichnete spartenübergreifend einen Rückgang um 7,9 %. Jahresübergreifend belastete der hohe Auftragsmangel und hohe Produktionskosten die chemische Industrie und ließen die Produktion in allen Sparten einbrechen. Trotz der angespannten Situation der Energie- und Rohstoffkosten zwang der intensive Wettbewerb der Produzenten, die Erzeugerpreise um 0,4 % zu senken. Der deutliche Rückgang der Nachfrage hatte einen erheblichen Rückgang des Umsatzes der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie um insgesamt 12,2 % zur Folge. Für das Inlandsgeschäft ergab sich im Jahr 2023 ein Rückgang des Umsatzes von 16,3 %, für das Ausland von 9,6 %. 2.1.3 Rohstoffmarkt Das Jahr 2023 war im Bereich der Olefine, insbesondere auf dem Gebiet der Rohstoff- und Produktpreise, von einem deutlichen Preisrückgang verbunden mit einer stark rückläufigen Nachfrageentwicklung gekennzeichnet. Dies resultierte aus den abgeschwächten Konsumgüterausgaben. Der Preis des Hauptrohstoffes Naphtha folgte der Rohölpreisentwicklung. Der durchschnittliche Naphthapreis verringerte sich gegenüber 2022 um 18,0 % auf 596 €/t. Zwischen dem niedrigsten Preis im Juni (509 €/t) und dem höchsten Preis im Februar (669 €/t) ergab sich eine Abweichung von 160 €/t. In 2022 betrug diese 343 €/t. Die durchschnittlichen Marktpreise (lt. ICIS) für Ethylen und Propylen sind im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 % bzw. um 21,5 % gesunken. Die Preise in Euro für die Rohstoffe, welche in US-Dollar gehandelt werden, veränderten sich unterjährig durch die Wechselkursentwicklung geringer als in den Vorjahren. Da der Jahresdurchschnittskurs des Euro gegenüber dem Dollar mit 1,05 $/€ in 2022 zu 1,11 $/€ in 2023 um 6 % stieg, ergab sich daraus ein weiterer nennenswerter Preiseffekt. 2.2 Geschäftsentwicklung Im Laufe des Jahres 2023 waren die petrochemischen Märkte mit Gegenwind durch die schwache globale Nachfrage, Kapazitätserweiterungen und wirtschaftliche Unsicherheit konfrontiert. Die Märkte wurden durch die schwache Nachfrage nach langlebigen Gütern sowie nach Konsumgütern weitgehend unter Druck gesetzt. Dies wirkte sich auf die Margen in allen Geschäftsbereichen von BPO aus. Darüber hinaus verlief die weltweite Erholung von der COVID-19-Pandemie und dem Einmarsch Russlands in die Ukraine nach wie vor langsam und ungleichmäßig. Die Versorgungskosten stabilisierten sich, blieben aber im Vergleich zu den historischen Niveaus erhöht. Das EBITDA sank im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 sowohl bei Olefinen als auch bei Polyolefinen, hauptsächlich zurückzuführen auf niedrigere Polymermargen und eine schwache Nachfrage. Das EBITDA für Lizenzen stieg im Vergleich zum Vorjahr. Im Lizenzgeschäft blieb die Nachfrage nach Lizenzen für Lupotech LDPE-EVA auch im Jahr 2023 stark. Ein beschleunigter Übergang zu grüner Energie hielt das Interesse an Lupotech T-Lizenzen hoch. Der Umsatz mit Hostalen ACP-Lizenzen war verglichen mit 2022 ähnlich. Dagegen war der weltweite Absatz von Katalysatoren aufgrund der schwächeren Nachfrage nach Endpolymeren rückläufig. Aufgrund der deutlich gesunkenen Öl- und Naphthapreise sowie stark rückläufigen Energiepreisen waren die Durchschnittspreise für Olefine und Polyolefine im Jahr 2023 wesentlich geringer als im Vorjahr. Dies führte in Verbindung mit geringeren Absatzvolumina zu einem erheblichen Umsatzrückgang von 27,9 %. Gleichzeitig sank der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung deutlich um -155,3 %, hauptsächlich begründet durch einen hohen Margendruck im zweiten Halbjahr. Die Prognose des Vorjahres für die Umsatzerlöse ("auf dem Niveau des Vorjahres") sowie für den Jahresüberschuss vor Gewinnabführung ("moderate Steigerung") wurde erheblich verfehlt. Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich wie folgt: 2.2.1 Polyolefine Die Nachfrage nach Polyolefinen verzeichnete im europäischen Markt 2023 mit einem Rückgang von 6,6 % einen weiteren substanziellen Absatzeinbruch. Anhaltend veränderte Nachfragetrends in Endsegmenten im Zusammenhang mit einer auf niedrigem Niveau stagnierenden Wirtschaftsleistung, die Nachwirkungen der Energiekrise und geopolitische Konflikte, trugen zu der Entwicklung bei. Negativ wirkten sich auch der Vorratshaltungsabbau entlang der Wertschöpfungskette, eingeschränkte Konsumausgaben in einer fortdauernden Lebenshaltungskostenkrise aufgrund hoher Inflation, die Präferenz von Dienstleistungen über Konsumgütern bei privaten Haushalten und das Ausbleiben einer nachhaltigen Konjunkturerholung in internationalen Kernmärkten aus. Zusätzlich übten, trotz reduzierter Volumina, Importe einen dauerhaften Preisdruck auf den europäischen Markt aus. Im Kontext hoher Volatilität und eines dynamisches Preisumfeldes in dem für die BPO relevanten Markt entwickelten sich die integrierten Margen negativ. Bei den Polyolefinen war eine nachfragebedingte Reduzierung der Kapazitätsauslastungen und eine insgesamt gesunkene Jahresproduktion festzustellen. Die niedrigeren Absatzmengen im europäischen und auch im internationalen Markt konnten durch die heimische Produktion uneingeschränkt bedient werden. Lagerbestände wurden im Jahresverlauf kontrolliert abgebaut und verliefen gegen Jahresende im mittleren bis unteren Bereich, je nach Produktgruppe. Der europäische Wirtschaftsraum war 2023 Nettoexporteur für Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) und Nettoimporteur für Polyethylen hoher Dichte (HDPE) und Polypropylen (PP). Die Volumenentwicklung bei Importen verzeichnete bei allen Produktgruppen einen starken Rückgang. Die Volumenentwicklung bei Exporten unterschied sich je nach Produktgruppe stark und verzeichnete insgesamt einen spürbaren Rückgang. Im Polymerbereich sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr von € 3,19 Mrd. auf € 2,39 Mrd. um 24,9 %. Das Verkaufsvolumen sank um 4,4% bei einem gleichzeitigen Preisrückgang von 20,5 %. Das Produktionsvolumen sank im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 %. Der Rückgang des Verkaufsvolumens im Bereich HDPE von 0,4 % mit einem Preisrückgang von 19,2 % führte zu einer Verringerung des Erlöses in diesem Bereich um 19,5 %. Die Produktionsmengen der HDPE Niederdruckanlagen reduzierten sich um 5,5 % im Vergleich zu 2022. Die in der Wesselinger Anlage OL4, sowie in Frankfurt produzierten Mengen lagen durch die verschlechterte Nachfrage unter Vorjahresniveau. In der OG2 wurde im Herbst die TÜV-Abstellung durchgeführt, kurz zuvor gab es eine ungeplante Abstellung aufgrund einer Leckage des Kreislaufgaskühlers. Die Produktionsmengen der HDPE Anlage in Münchsmünster und der Wesselinger Anlage OH lagen knapp über Vorjahresniveau. Der Rückgang der verkauften LDPE-Mengen um 14,3 % bei einem gleichzeitigen Preisrückgang um 23,3 % führte zu einer beträchtlichen Abnahme der Erlöse in diesem Bereich um 34,2 %. Die LDPE Hochdruckanlagen in Wesseling produzierten 14,2 % weniger als im Vorjahr. Dies resultierte hauptsächlich aus der deutlich gesunkenen Nachfrage im Vergleich zu 2022, bei der Wesseling nach dem Ausfall der LDPE Anlage in Frankreich die Produktion zum Ausgleich steigern konnte. Das Verkaufsvolumen im Bereich PP sank um 4,1 %. Der Preisrückgang betrug 22,7 % und führte damit zu einer erheblichen Verschlechterung der Erlöse um 25,8 %. Die PP Anlagen produzierten 7,0 % weniger als im Vorjahr aufgrund der schlechten Nachfrage. In der Knapsacker Anlage OS kam es zu einem ungeplanten Ausfall durch einen verstopften Entspannungsbehälter. Im Bereich Polypropylen Compounds war eine Abnahme der Verkaufsmenge um 5,2 % zu verzeichnen. Der Rückgang der Preise um 15,1 % führte insgesamt zu einer Verringerung der Erlöse um 19,6 %. Das Produktionsvolumen der PP-Compound Anlage in Knapsack lag nachfragebedingt 6,6 % unter Vorjahresniveau. 2.2.2 Olefine Produktionsunterbrechungen waren 2023, geplant wie ungeplant, bei Olefinproduzenten nur mäßig stark ausgeprägt und insgesamt niedriger als im Vorjahr. Kommerzielle Produktionsdrosselungen waren jedoch über den gesamten Jahresverlauf aufgrund abgeschwächter Nachfrage nach Derivaten in einer rezessiven Konjunktur merklich vorhanden. Produktionsvolumina bei Olefinen verliefen auf dem abgeschwächten Vorjahresniveau und bewegten sich weit unter dem 5-Jahres-Durchschnitt. Die Ethylenmargen entwickelten sich 2023 negativ, da positive Entwicklungen angesichts niedrigerer Rohstoff- und Energiekosten durch die äußerst schwache Nachfrage bei Derivaten auf nachgeschalteten Märkten aufgehoben wurden. Die Umsatzerlöse sanken im Vorjahresvergleich deutlich um € 680,5 Mio. auf € 1,34 Mrd. Der Preisrückgang betrug 22,2 %, das Verkaufsvolumen sank gleichzeitig um 10,6 %. Das Produktionsvolumen reduzierte sich ebenfalls leicht um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Ethylen-Produktion bei den Crackern lag mit 1,2 % knapp unter dem Vorjahresniveau des OM4-TÜV-Stillstandsjahres 2022. Die Reduzierung beruhte im Wesentlichen darauf, dass die Cracker in Wesseling ab der zweiten Jahreshälfte und der Cracker in Münchsmünster während des ganzen Jahres nachfragebedingt mit reduzierter Auslastung betrieben wurden. 2.2.3 Lizenzen Die Lizenzerlöse sanken um € 37,6 Mio. bzw. rund 34,0 %. Insgesamt wurden Lizenzerlöse in Höhe von € 72,9 Mio. erzielt. Die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft werden handelsrechtlich erst bei Abschluss der Leistungserbringung, d.h. der Lieferung der Konstruktionspläne oder der Abnahme der Anlage, realisiert. 3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage3.1 Ertragslage Die Ertragslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Operatives Ergebnis = Bruttoergebnis vom Umsatz abzüglich Vertriebs-, Forschungs-, und Verwaltungskosten In 2023 sind sowohl das Verkaufsvolumen um 5,0 % als auch die Umsatzerlöse um 27,9 % gesunken. Bei einer gleichzeitigen Verringerung der Herstellkosten um 25,6 % führte dies insgesamt zu einer deutlich negativen Entwicklung des Bruttoergebnisses mit einem starken Rückgang von 57,4 %. Herstellkosten: Im Berichtsjahr 2023 sanken die Herstellkosten insgesamt um € 1.303,0 Mio. bzw. 25,6 % auf € 3.778,9 Mio. Im Vorjahresvergleich sanken die variablen Herstellkosten um € 1.385,0 Mio. bzw. 31,3 %, die fixen Herstellkosten stiegen hingegen um € 82,0 Mio. bzw. 12,5 %. Der Rückgang der Rohstoff- und Energiekosten war im Jahr 2023 ein wesentlicher Grund für die Abnahme der variablen Herstellkosten. Die Veränderung der fixen Herstellkosten resultierte weitgehend aus einem Anstieg der Personalaufwendungen insbesondere begründet durch die deutlich höhere Zuführung zur Pensionsrückstellung sowie einem starken Anstieg der Konzernumlagen. Ergebnis der Betriebstätigkeit und Finanzergebnis: Das operative Ergebnis ist gegenüber 2022 mit rund € -62,5 Mio. um 131,8 % stark gesunken. Das Ergebnis nach Steuern verschlechterte sich ebenfalls deutlich von € 90,0 Mio. auf € -47,9 Mio. um 153,3 %. Der starke Rückgang der Umsatzerlöse um € 1.530,1 Mio. konnte durch den ebenfalls starken Rückgang der Herstellkosten um € 1.303,0 Mio. nicht vollständig kompensiert werden und führte damit zu einem deutlichen Ergebnisrückgang. Die Zunahme der Forschungs-, Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten ist mit höheren Personalaufwendungen durch die gestiegene Zuführung zu den Pensionsrückstellungen und stark gestiegenen Konzernumlagen zu begründen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 22,5 Mio. um € 6,8 Mio. bzw. 43,6 % über dem Vorjahresniveau. Der deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultierte hauptsächlich aus der höheren Auflösung von Rückstellungen für die Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsrechten. Das Finanzergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 84,1 Mio. auf € 1,5 Mio. Dies beruhte im Wesentlichen auf der Gewinnabführung von € 14,0 Mio. gegenüber einer Verlustübernahme von € 81,9 Mio. in 2022 aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der BBC. Die hohe Verlustübernahme aus der BBC in 2022 resultierte hauptsächlich aus der Abwertung der Anteile der A. Schulman GmbH um € 51,6 Mio., die von der BBC gehalten werden. Zusätzlich wurde wegen einer dauerhaften Wertminderung im Geschäftsjahr 2023 eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 18,6 Mio. auf die Beteiligung an der EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co. KG vorgenommen. Verglichen mit dem Vorjahr sind die Steuern vom Einkommen und Ertrag auf € 7,4 Mio. um 79,8 % gesunken. Ausschlaggebend dafür war die Aufkündigung der vertraglich festgelegten Gewerbesteuerumlage mit der Basell Germany Holdings GmbH. In 2022 belief sich die Gewerbesteuerumlage für die Gesellschaft auf € 26,1 Mio. und in 2023 auf € 0,0 Mio. Insgesamt sank der aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages abzuführende Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um € 138,0 Mio. auf einen Verlust von € 49,2 Mio. beträchtlich. 3.2 Finanz- und Vermögenslage
Der Wert des Sachanlagenbestandes ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, da insbesondere die Investitionen von € 169,2 Mio. die Anlagenabschreibungen von € 70,6 Mio. übertroffen haben. Die Investitionen in das Anlagevermögen sind um 27,8 % höher als im Vorjahr. In Projekte mit dem Ziel der Nachhaltigkeit wurden € 60,6 Mio. investiert. Das größte Projekt ist der Neubau einer Anlage zur Umwandlung von Kunststoffabfällen in hochwertiges Pyrolyse-Öl nach der konzerneigenen Molekular Recycling Technologie (MoReTec) am Standort Wesseling mit einem Projektvolumen von rd. € 383,3 Mio. Der Investitionsanteil hierfür betrug im Jahr 2023 € 36,2 Mio. Die Anlage soll Ende 2025 fertiggestellt werden. Investitionen in Höhe von € 21,2 Mio. wurden in Projekte zum Ziel der Ergebnissteigerung getätigt. Das größte Projekt in diesem Bereich ist die Optimierung der Naphtha Logistik für Binnenschiffe. Zur Qualitätsverbesserung, Energieoptimierung und für Umwelt wurden eine Reihe von mittleren und kleineren Projekten in Höhe von € 14,5 Mio. durchgeführt. Außerdem wurden im Berichtsjahr Investitionen in weitere diverse mittlere und kleinere Projekte mit einem Gesamtvolumen von € 72,9 Mio. getätigt. Wegen dauerhafter Wertminderung wurde im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 18,6 Mio. auf die Beteiligung an der EPS Ethlyen-Pipeline-Süd GmbH & Co. KG vorgenommen.
Der starke Rückgang des Umlaufvermögens beruhte vornehmlich auf der Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von € 842,8 Mio. auf € 562,2 Mio. Die Vorräte entwickelten sich stabil auf dem Vorjahresniveau, 2022 mit € 388,7 Mio. und 2023 mit € 385,1 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen € 78,5 Mio. nach € 105,2 Mio. im Vorjahr. Die Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierte aus dem Konzern-Cashpool sowie den gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Das Eigenkapital ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit € 511,7 Mio. unverändert zum Vorjahr.
Die Erhöhung der Rückstellungen ist im Wesentlichen mit dem Anstieg der Pensionsrückstellungen zu begründen. Diese verzeichneten einen deutlichen Anstieg um 10,2 % oder € 41,3 Mio. Die weiteren sonstigen Rückstellungen beinhalten vorwiegend personalbezogene Verpflichtungen, Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsberechtigungen, Rückstellungen für Rückbaukosten und Bodensanierung.
Ausschlaggebend für den deutlichen Abbau der Verbindlichkeiten sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese setzen sich aus der Abführung des Jahresüberschusses aus 2023 in Höhe von € 0,0 Mio. (Vorjahr € 88,9 Mio.) sowie der Gewerbesteuerumlage 2023 in Höhe von € 0,0 Mio. (Vorjahr € 26,1 Mio.) zusammen. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um € 193,8 Mio. gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind ebenfalls signifikant um € 114,8 Mio. auf € 319,0 Mio. gesunken. Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen verzeichneten einen deutlichen Zugang von € 45,3 Mio. auf € 269,8 Mio. Diese Position beinhaltet Anzahlungen aus mehrjährigen Lizenzverträgen, Anzahlungen des hiermit zusammenhängenden Projektgeschäfts sowie Anzahlungen auf Bestellungen. Finanzierung Die Gesellschaft ist in den Cashpool des LyondellBasell Konzerns eingebunden und kann aus diesem liquide Mittel abrufen. Hierdurch wird die Liquidität der Gesellschaft sichergestellt. Kapitalflussrechnung Der Cash Flow der Gesellschaft ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr aus der nachfolgenden Kapitalflussrechnung. Insgesamt sind keine berichtspflichtigen Liquiditätsengpässe eingetreten oder absehbar. Aufgrund der Anbindung an den Konzern-Cash-Pool, der innerhalb des Cash Flows aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wird, besteht zum Bilanzstichtag kein Zahlungsmittelfonds.
Zahlungsmittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit Analog zu den anderen Bereichen spiegelt sich auch im Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit die Entwicklung des Jahres 2023 wider. Zahlungsmittelabfluss aus investiver Tätigkeit Der Cash Flow aus Investitionen in Sachanlagen erreichte im Jahr 2023 ein Gesamtvolumen von € 157,3 Mio. und stieg damit um € 11,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. In der Kapitalflussrechnung sind die zahlungswirksamen Investitionen innerhalb des Geschäftsjahres sowie gezahlte Eingangsrechnungen aus dem Vorjahr berücksichtigt. Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit betreffen erhaltene Dividendenzahlungen von verbundenen Unternehmen sowie Zahlungen aufgrund der Verlustübernahme der Basell Bayreuth Chemie GmbH. Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit Die starke Veränderung aus Finanzierungstätigkeit, Zufluss in 2023 und Abfluss im Jahr 2022 resultierte im Wesentlichen aus dem deutlich gesunkenen Ausgleich von Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin im Rahmen der Gewinnabführung aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen insbesondere Abnahmeverpflichtungen für Rohstoffe, Verpflichtungen aus künftigen Großreparaturen und das Bestellobligo für Investitionen ins Anlagevermögen. 4 Personal- und SozialbereichDie Anzahl der Beschäftigten betrug Ende Dezember 2023 2.321 Mitarbeiter (im Vorjahr 2.206). Davon waren 45 Mitarbeiter (im Vorjahr 48) in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Somit wurde der Personalstand auf diesem Niveau stabil gehalten. In diesem Jahr wurden 42 Auszubildende leistungsbezogen übernommen. Zum Jahresende belief sich die Zahl der Auszubildenden auf 205 (im Vorjahr 199). Im Jahr 2023 wurden 69 (im Vorjahr 67) neue Auszubildende eingestellt. Damit wurde das Ausbildungsniveau auf diesem hohen Stand gehalten. Schwerpunkte der Personalarbeit waren die hohe Zahl der Einstellungen aufgrund der demografischen Entwicklung und des zunehmenden Bedarfs an Ingenieuren und Operatoren, die Einführung eines neuen Bonussystems im Tarifbereich sowie die Vorbereitung für den Aufbau der neuen MRT-1 Anlage am Standort Wesseling. 5 Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und NachhaltigkeitDas Unternehmen setzt sich für die Sicherheit, die Gesundheit von Mitarbeitern und Nachbarn sowie einen nachhaltigen Schutz der natürlichen Umgebung ein. Die Gesundheit der Mitarbeiter wird durch ein effizientes Gesundheitsmanagement gefördert. Die Einhaltung der strengen Sicherheitsrichtlinien wird kontrolliert sowie durch fortlaufende Sicherheitsschulungen gewährleistet. Diese Sicherheitsgrundsätze sind in der sogenannten "Goal Zero" Philosophie verankert. Das Ziel für die TRIR liegt damit grundsätzlich bei 0. Die Rate der berichtspflichtigen Unfälle (TRIR) lag 2023 bei 0,19 und war damit etwas besser als im Vorjahr aber höher als der Gruppendurchschnitt von 0,14. Das Arbeitssicherheitsmanagement im Werk Münchsmünster ist nach OHRIS (Occupational Health and Risk Management System) durch die Regierung von Oberbayern zertifiziert. Des Weiteren wurde das Zertifikat nach den Anforderungen des OCS Europe Certification Scheme erteilt. Das Energiemanagement der BPO ist nach der Norm ISO 50001:2018 zertifiziert. Die einzelnen Standorte betreiben ein gemeinsames Energiemanagementsystem. In 2021 erfolgte die Re-Zertifizierung, 2022 und 2023 wurde jeweils ein Überwachungsaudit durchgeführt. Die nächste Re-Zertifizierung findet 2024 statt. Das Qualitätsmanagement der BPO Standorte ist im Rahmen der europäischen Gruppenzertifizierung nach ISO 9001 zertifiziert. Die Standorte Frankfurt, Knapsack und Wesseling verfügen jeweils über ein Zertifikat gem. IATF 16949. Die Steuerung erfolgt durch Corporate Quality (Rotterdam). Für den Geltungsbereich "Herstellung von Polyolefinen der Marke Purell" ist gemäß ISO 15387 das Qualitätsmanagement der Produkte für Primärverpackungen von Arzneimitteln in den Werken Frankfurt, Wesseling und Münchsmünster zertifiziert. Analog zur ISO 9001 sind die Standorte der BPO in die europäische Gruppenzertifizierung eingebunden, die von "Corporate Environmental" (Rotterdam) gesteuert wird, und verfügen über ein entsprechendes Umweltmanagementzertifikat nach der Norm ISO 14001. Zusätzlich sind alle Polyolefinstandorte in 2021 nach ISCC+ zertifiziert worden. Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit, den Nachbarn und Behörden wird vom Unternehmen intensiv gepflegt und mit Hilfe von jährlichen Nachbarschaftsgesprächen untermauert. Zudem setzt sich die Gesellschaft im Rahmen eines sogenannten "Global Care Day" für das Gemeinwohl ein, indem gemeinnützige Projekte materiell und personell unterstützt werden. 6 Angaben zur Anwendung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG)Die Basell Polyolefine GmbH betreibt nach eigener Einschätzung zum Bilanzstichtag ausschließlich Kundenanlagen. Die Betreiber sogenannter "Kundenanlagen" nach § 3 Nr. 24 a und/oder 24 b EnWG unterliegen keinen Pflichten aus dem EnWG. Nach § 6b Abs. 3 EnWG ist durch vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG für die durch § 6b Abs. 3 EnWG benannten Tätigkeiten eine buchhalterische Entflechtung vorzunehmen. Die Gesellschaft fällt in Deutschland nicht unter die Definition des § 3 Nr. 38 EnWG, da das Unternehmen im Elektrizitätsbereich weder die Funktion Übertragung oder Verteilung noch im Erdgasbereich die Funktionen Fernleitung, Verteilung, Betrieb einer LNG-Anlage oder Speicherung wahrnimmt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 war jedoch nicht abschließend geklärt, ob der Status des vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmens auch für die Unternehmensgruppe europaweit negiert werden konnte. Als Konsequenz hat die Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres 2012 im Rahmen einer konzernweiten Analyse darüber hinaus eruiert, ob die Voraussetzungen des § 6b Abs. 3 EnWG in Verbindung mit § 3 Nr. 38 EnWG europaweit für verbundene Unternehmen innerhalb des Konzerns im Sinne der EG-Fusionskontrollverordnung möglicherweise vorliegen. Aufgrund des Umstandes, dass die Gesellschaft am Standort Wesseling Energie an andere liefert, würde das Vorliegen von Tätigkeiten im Sinne des § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG bei verbundenen Unternehmen die Pflicht zur Anwendung des § 6b EnWG für die Gesellschaft bedingen. Im Zusammenhang mit der oben bezeichneten Analyse haben sich Anzeichen dafür verdichtet, dass ein mit der Gesellschaft innerhalb der EU verbundenes Unternehmen ggf. als Netzbetreiber im Sinne des EnWG einzustufen ist. Folglich hat die Gesellschaft die Vorgaben zur buchhalterischen Entflechtung nach § 6b EnWG aus Vorsichtsgründen für die vorherigen Geschäftsjahre sowie für das Geschäftsjahr 2023 angewendet. In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6b EnWG demnach getrennte Konten für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätsbereichs. 7 Prognose-, Chancen- und Risikobericht7.1 Prognosebericht Für das erste Quartal 2024 stiegen die Absatzmengen der Polyolefine aufgrund kurzfristiger Lieferunterbrechungen infolge des Konflikts am Roten Meer. Es wird jedoch erwartet, dass die geringe Nachfrage in Europa auch im Jahr 2024 anhalten wird, während der Markt volatil und mit steigenden Importen gut versorgt bleibt. Folglich werden die Margen weiter unter Druck gesetzt. Die Kapazitätsauslastung im Olefin Bereich hat sich im Vergleich zu 2023 bisher verbessert. Das Olefin-Geschäftsumfeld bleibt jedoch herausfordernd, bis eine Erholung der Nachfrage nach Derivaten sichtbar ist. Für das erste Quartal 2024 wird eine leichte Verbesserung der Nachfrage bei PP-Compounds mit Anzeichen einer Markterholung erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024 wird erwartet, dass BPO weiterhin die Bodenbildung des Marktes durchläuft und in den meisten Geschäftsbereichen in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 eine leichte Verbesserung der Ergebnisse erzielt. Es wird ein moderater Umsatzanstieg im Vergleich zu 2023 aufgrund höherer Preise und größerer Absatzmengen für Olefine und Polyolefine erwartet. Nach einem Verlust im Berichtsjahr 2023 wird für 2024 ein Jahresüberschusses vor Gewinnabführung auf einem niedrigen Niveau aufgrund der weiterhin schwierigen Marktbedingungen erwartet. Aus Sicht der Lizenzvergabe wurde der anhaltende Rückgang der PE-Lizenzverkäufe der letzten Jahre in 2023 umgekehrt und wird voraussichtlich auch 2024 hoch bleiben. Dieser gegenteilige Trend war jedoch auf den Erfolg der Lupotech-T-Lizenzierung zurückzuführen, der stark von der Entwicklung der Preise für Ethylenvinylacetat (EVA) in China abhängt. Es wird erwartet, dass die Verkäufe von Hostalen ACP-Lizenzen nach einigen Jahren mit geringerer lizenzierter Kapazität langsam anziehen werden. Darüber hinaus wird erwartet, dass die anhaltend niedrigen Margen und Betriebsraten in den Polyolefinwerken weltweit länger andauern werden. Daher ist davon auszugehen, dass die Absatzmengen von Katalysatoren auch im Jahr 2024 unter Druck stehen werden. 7.2 Chancen der zukünftigen Entwicklung Im vierten Quartal traf LyondellBasell die endgültige Investitionsentscheidung für den Bau unserer ersten, katalytischen, fortschrittlichen Recyclinganlage im industriellen Maßstab in Wesseling unter Verwendung der proprietären MoReTec-Technologie. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Die MoReTec Anlage wird 50kt/a schwer zu recycelnde Kunststoffabfälle nach der Verwendung verarbeiten und in Rohstoffe für neue Polymere umwandeln, die unter der Marke CirculenRevive vermarktet werden. Sobald die Anlage in Betrieb ist, soll die Menge an Kunststoffverpackungen, die jedes Jahr von 1,2 Millionen deutschen Bürgern erzeugt wird, recycelt werden. Der Innovationsfonds der Europäischen Union (EU) hat LyondellBasell für dieses Projekt als eines von 41 Projekten ausgewählt und einen Zuschuss in Höhe von 40 Millionen Euro gewährt. Die EU stellt € 3,6 Mrd. für die Finanzierung von Cleantech-Projekten bereit, um die Verringerung der Treibhausgasemissionen zu unterstützen. Wir gehen davon aus, dass die neue Einheit LyondellBasell wertvolle Betriebserfahrung und technologisches Know-how zur Verfügung stellen wird, um die differenzielle MoReTec-Technologie zu skalieren und zu kommerzialisieren. Das bereits angekündigte deutsche Joint Venture Source One Plastics der LYB Gruppe baute eine energieeffiziente, fortschrittliche Sortier- und Recyclinganlage für Post-Use-Kunststoffe in Deutschland. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen und der Standort ist im ersten Quartal 2024 in Betrieb gegangen. Der Standort wird Abfälle aufbereiten, die einen wesentlichen Teil des Ausgangsmaterials für die katalytische Recyclinganlage liefern, die LYB in Wesseling baut. Im Jahr 2023 wurden die CO 2 -Minderungspläne 2030 der Standorte Wesseling und Münchsmünster erfolgreich vorangetrieben. In Wesseling werden die Projekte im Rahmen der TÜV-Abstellung des Crackers OM6 in 2024 mit in die "Basic-Engineering-Phase" überführt und in die TÜV-Stillstandsplanung integriert. Die endgültige Investitionsentscheidung wurde im Januar 2024 finalisiert. Eine zweite Energiestudie für Wesseling wurde gestartet, um Verbesserungen am Cracker OM4 vorzunehmen und mögliche Brennstoffumstellungen auf Wasserstoff in den Steamcracker-Öfen von Wesseling anzugehen. Für Münchsmünster ist die Energiestudie abgeschlossen und ein CO 2 -Reduktionsfahrplan mit der Umsetzung im Zusammenhang der TÜV-Abschaltung des Crackers im Jahr 2027 erstellt. Mit seinen CO 2 -Reduktionsplänen für 2030 ist BPO auf einem guten Weg, die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens für 2030 sowie die Klimaziele der EU und Deutschlands zu erreichen. 7.3 Risiken der zukünftigen Entwicklung Die gesamte LYB Gruppe hat sowohl die Geschäftsprozesse als auch die strategische Planung und das Risikomanagementsystem gesellschaftsübergreifend und konzernweit integriert und implementiert. Die einzelnen Konzerngesellschaften sind darauf ausgerichtet, die Erreichung der konzernweiten Ziele sicherzustellen. Auch die Thematik Compliance wird konzernweit gehandhabt und überwacht. Die Grundwerte des Konzerns sind in einem Verhaltenskodex festgehalten. Der Konzern hat außerdem weitere Regelungen unter anderem zur Vermeidung von Korruption, Betrug, Bestechung, Wettbewerbsverzerrung bzw. Verletzung des Kartellrechts und Einhaltung allgemeiner Gleichheitsgrundsätze implementiert. Die Mitarbeiter werden regelmäßig verpflichtend geschult, um die Einhaltung dieser Werte sicherzustellen und Risiken diesbezüglich zu minimieren. Zusätzlich verfügt der Konzern über eine klar strukturierte webbasierte Dokumentation des internen Kontrollsystems, die ebenfalls für die BPO angewendet wird. Das interne Kontrollsystem unterliegt der regelmäßigen Prüfung der internen Revision. Die Strategie des Risikomanagements der Gesellschaft wird in Verbindung mit der Strategie der LYB-Gruppe festgelegt. Das Risikomanagement wird zentral von der LYB-Gruppe in Übereinstimmung mit den geltenden Risikomanagementrichtlinien gesteuert. In der folgenden Beurteilung der Einzelrisiken wird ein Einschätzungszeitraum von mindestens einem Jahr zugrunde gelegt. Um zu messen, welche Risiken am ehesten einen bestandsgefährdenden Einfluss haben, werden diese gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen als "hoch", "mittel" oder "gering" eingestuft. Die Verteilung ist bei den unten aufgeführten Einzelrisiken in der Klammer hinterlegt. Das stärkere ökologische Bewusstsein der europäischen Gesellschaft ist insgesamt positiv zu bewerten und birgt für das Unternehmen langfristig Chancen, aber kurzfristig eher Risiken. Es gibt eine wachsende Besorgnis über die Anhäufung von Kunststoffen einschließlich Mikroplastik und anderem Verpackungsmüll in der Umwelt. Darüber hinaus sind Kunststoffe verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und werden genauer betrachtet. Politische Maßnahmen zur Bewältigung dieses Problems werden von Regierungen auf allen Ebenen diskutiert oder bereits umgesetzt. So haben die Vereinten Nationen am 2. März 2022 eine Resolution (Globales Plastikmüll-Abkommen) zur Ausarbeitung eines neuen internationalen rechtsverbindlichen Instruments zur Bekämpfung von Plastikabfall verabschiedet, mit dem Ziel, die Verhandlungen bis Ende 2024 abzuschließen. Die Europäische Kommission hat im Rahmen ihrer Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, darunter die Verabschiedung der Richtlinie über Einwegkunststoffe im Jahr 2019. Hierzu zählen Verbote, Anforderungen an das Produktdesign, erweiterte Verpflichtungen zur Herstellerverantwortung und Kennzeichnungspflichten sowie ein Vorschlag für eine Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle, die die Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle ersetzen soll. Darüber hinaus haben verschiedenste Länder weltweit Verbote und Steuern auf Einwegkunststoffe erlassen. Die Verwendung bestimmter Kunststoffprodukte könnte für den Kunden höhere Kosten verursachen oder die Verwendung dieser Produkte anderweitig einschränken und zu einem Rückgang der Nachfrage nach PE, PP und anderen hergestellten Produkten führen. Ein solcher Nachfragerückgang würde sich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit, das Betriebsergebnis und die Finanzlage auswirken (mittleres Risiko). Im Rahmen des Pariser Klima-Abkommens von 2015 haben sich die Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen darauf geeinigt, ehrgeizige Anstrengungen zu unternehmen, um die Treibhausgasemissionen ("THG"-Emissionen) zu reduzieren und die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels zu stärken. Im Juni 2021 beschloss der Europäische Rat das Klimagesetz und legte damit rechtsverbindliche Ziele für die Reduktion der Treibhausgase fest, bis 2050 sollen die Emissionen auf netto Null und bis 2030 um 55 % reduziert werden. Im Laufe des Jahres 2023 wurden eine Reihe von Gesetzesreformen verabschiedet, die sich aus dem EU-Vorschlagspaket "Fit for 55" ergeben und derzeit umgesetzt werden, darunter Reformen des EU-Emissionshandelssystems (ETS) und die Einführung eines CO 2 -Grenzausgleichsmechanismus. Die BPO nimmt am Emissionshandelssystem der Europäischen Union ("ETS") teil und kauft zusätzlich zu den kostenlosen Emissionszertifikaten jährlich kostenpflichtige hinzu, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Durch die ergriffenen Maßnahmen wird davon ausgegangen, dass diese Regelung zu einer beschleunigten Reduzierung der kostenlosen Zertifikate und zu höheren Marktpreisen für gekaufte Zertifikate führen wird. Diese und weitere Maßnahmen könnten zu erhöhten Kosten für eingekaufte Energie, Investitionskosten für die Einhaltung von Vorschriften der betroffenen Standorte und/oder Einschränkungen des Betriebes führen (mittleres Risiko). Im September 2020 kündigte LyondellBasell das Ziel an, bis 2030 jährlich mindestens zwei Millionen Tonnen recycelte sowie erneuerbare Polymere zu produzieren und zu vermarkten. Viele Kunden der BPO haben sich auch zum Ziel gesetzt, den Anteil an recycelten und erneuerbaren Rohstoffen in ihren eigenen Produkten und Verpackungen zu erhöhen. Die Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, hängt von vielen Faktoren ab, darunter die Verfügbarkeit einer Sammel- und Sortierinfrastruktur sowie die sich entwickelnden Vorschriften für chemisches Recycling und Recyclinganteile. Des Weiteren die Fähigkeit von LyondellBasell, die in 2022 neu gegründete Geschäftseinheit für Kreislauf- und kohlenstoffarme Lösungen auszubauen, Investitionen in neue Technologien zu tätigen und die globale Präsenz der Recyclinganlagen und Joint Ventures zu erweitern. Damit wird der Zugang zu Rohstoffen für recycelte und kohlenstoffarme Produkte gesichert, um diese in kommerziellem Maßstab herstellen zu können. (mittleres Risiko). Die Kosten für Rohstoffe und Energie machen einen erheblichen Teil der Herstellkosten aus. Aufgrund des starken Wettbewerbs, dem die BPO ausgesetzt ist, können Kostensteigerungen für Rohstoffe und Energien nicht immer vollumfänglich und direkt an die Kunden weitergegeben werden. Der hieraus entstehende Margendruck hat dann negative Auswirkungen auf die Ertragslage (mittleres Risiko). Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Energie oder eine allgemeine Preisinflation erhöhen zusätzlich den Bedarf an Betriebskapital. Dadurch könnte sich die Liquidität und der Cashflow verringern. Selbst wenn es möglich ist, die Kostensteigerung über die Verkaufspreise an den Kunden durchzureichen, besteht das Risiko des Nachfragerückgangs, da die Endverbraucher und Kunden ihren Konsum reduzieren oder Ersatzprodukte verwenden könnten. Dies hätte negative Auswirkungen auf das Betriebsergebnis. Darüber hinaus profitieren Produzenten in Regionen mit niedrigen Rohstoff und Energiepreisen, wie z. B. im Nahen Osten und Nordamerika. Die Konkurrenz der Produzenten aus diesen Regionen kann zu verminderten Exporten aus Europa führen. Eine solche Reduzierung könnte den Wettbewerb innerhalb Europas verstärken und tendenziell zu niedrigeren Margen führen (mittleres Risiko). Bei einer Unterbrechung der Versorgung mit Rohstoffen oder Versorgungsgütern würden wahrscheinlich höhere Kosten für die Beschaffung alternativer Lieferungen oder übermäßige Ausfallzeiten entstehen, die sich negativ auf den Betrieb der Anlagen auswirken würden. Versorgungsunterbrechungen können unter anderem durch Transportengpässe infolge von Naturkatastrophen, Wasserständen und Unterbrechungen in der Lieferkette entstehen, die den Betrieb von Binnenschiffen, Schienenverkehr, Lastwagen und Pipelines beeinträchtigen können (mittleres Risiko). Die Fähigkeit, Rohstoffe zu beziehen, kann durch politische Instabilität, zivile Unruhen oder andere staatliche Maßnahmen beeinträchtigt werden. Politische Instabilität, zivile Unruhen und Maßnahmen von Regierungen können zu einer erheblichen Verteuerung und Verknappung von Rohstoffen führen, die für eine normale Geschäftstätigkeit benötigen werden. Dies könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben (mittleres Risiko). Unter anderem ergeben sich Risiken auf der Beschaffungsseite durch den relativ begrenzten Markt an Lieferanten, die die eingesetzten Rohstoffe liefern können (mittleres Risiko). Diesem Risiko wird auf der Ebene der Gesellschaft durch einen möglichst hohen Grad an Rückwärtsintegration begegnet. Durch die Cracker in Wesseling und Münchsmünster wird in einem hohen Maße Unabhängigkeit von Ethylen- und Propylen-Zulieferungen erreicht, so dass eine Konzentration der Risiken auf die Zulieferung der Ausgangsstoffe für den Crackerbetrieb erreicht wird. Diese Risiken sind aufgrund der günstigen Lage der Werke - also insbesondere der Nähe zu Raffinerien - jedoch minimiert, die eine einfache Abnahme des Raffinerieprodukts Naphtha sowie Rückführung von Crackerprodukten ermöglicht. Diese wechselseitige Beziehung zwischen Raffinerie und Crackern minimiert die Risiken auf der Beschaffungsseite. Die Geschäftstätigkeit der BPO unterliegt der zyklischen und volatilen Natur des Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage in der Chemie- und Raffineriebranche. Es wird erwartet, dass die künftigen Betriebsergebnisse weiterhin von dieser Zyklizität und Volatilität beeinflusst werden. In der Vergangenheit gab es in der Chemie- und Raffinerieindustrie abwechselnd Perioden mit Kapazitätsengpässen, die einen Anstieg der Preise und Gewinnspannen zur Folge hatten sowie Perioden mit Überkapazitäten, die zu einem Überangebot, sinkender Kapazitätsauslastung und sinkenden Preisen und Gewinnspannen führten (mittleres Risiko). Zusätzlich zu den Veränderungen bei Angebot und Nachfrage nach Produkten können Veränderungen bei den Energiepreisen und anderen weltweiten wirtschaftlichen Bedingungen Volatilität auslösen. Dadurch ergäben sich erhebliche Schwankungen der Margen und des Cashflows von einem Zeitraum zum anderen und über die Konjunkturzyklen hinweg (mittleres Risiko). Neue Kapazitätserweiterungen in der ganzen Welt können zu einem Überangebot und einer geringeren Rentabilität führen. Der Zeitpunkt und das Ausmaß von Änderungen der derzeit vorherrschenden Marktbedingungen sind ungewiss, und Angebot und Nachfrage können jederzeit aus dem Gleichgewicht geraten. Daher ist es nicht möglich, das Ausmaß oder die Dauer künftiger Branchenzyklen oder deren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, das Betriebsergebnis und die Finanzlage genau vorherzusagen (mittleres Risiko). Zunehmende globale Bedrohungen der Informationssicherheit und komplexere, gezielte Computerkriminalität stellen ein Risiko für die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten, Abläufen und Infrastruktur dar (mittleres Risiko). Obwohl diese Risiken durch eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen wie Mitarbeiterschulungen, umfassende Überwachung der Netzwerke und Systeme sowie die Aufrechterhaltung von Sicherungs- und Schutzmaßnahmen gemindert werden, bleiben die Mitarbeiter, Systeme, Netzwerke, Produkte, Einrichtungen und Dienstleistungen potenziell anfällig für Industriespionage oder Cyberangriffe. Je nach Art und Umfang könnten solche Bedrohungen zur Kompromittierung vertraulicher Informationen, zur missbräuchlichen Nutzung der Systeme und Netzwerke, zur Manipulation und Zerstörung von Daten, zu fehlerhaften Produkten, Produktionsausfällen und Betriebsunterbrechungen führen. Dieses würde sich wiederum negativ sowohl auf den Ruf als auch die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragslage auswirken. Im Produktions- und Umweltbereich werden etwaige Risiken (mittleres Risiko) durch eine hohe Mitarbeiterqualifikation, klar definierte Sicherheitsstandards und die regelmäßige Wartung der Anlagen minimiert. Möglichen Produktionsausfallrisiken wird durch eine flexible Produktionssteuerung sowie entsprechende Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll entgegengewirkt. Risiken aus neuen Technologien (geringes Risiko) wird auf Gruppenebene unter anderem dadurch begegnet, dass die neuen Produzenten durch die Gründung von Joint Ventures und/oder den Abschluss von Lizenzverträgen in die eigene Strategie eingebunden werden. Die vom Konzern identifizierten Währungs-, Preis-, Zins-, Kredit-, Liquiditäts- und sonstigen finanziellen Risiken sowie IT-Risiken (geringes Risiko) werden von der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den LYB-Konzernrisikomanagement-Richtlinien zentral gelenkt. Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Preisrisiken ausgesetzt (geringes Risiko). Deren Absicherung erfolgt durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente; der Einsatz wird über die Finanzabteilung des LYB Konzerns gesteuert und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts beschränkt. Fremdwährungsforderungen werden vollständig durch Devisentermingeschäfte bei einer Schwestergesellschaft abgesichert. Mögliche Währungsrisiken, insbesondere beim Kauf der Rohstoffe in USD (geringes Risiko), werden auf europäischer Ebene analysiert, um die Verluste aus Währungsumrechnungen zu minimieren. Aggregierte Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden täglich mit Sicherungsgeschäften abgesichert. Marktpreisänderungsrisiken aus künftigen Rohstoff- und Energie-Beschaffungsgeschäften werden für den Folgemonat abgesichert. So wird ein Teil des Rohstoff- und Energiepreisrisikos (geringes Risiko) durch Rohstoff- und Energie-Swaps abgesichert, um die Auswirkungen der Preisvolatilität auf die Beschaffungskosten zu minimieren. Die daraus resultierenden Währungsrisiken werden wiederum durch oben beschriebene Devisentermingeschäfte abgesichert. Transaktionen der Gesellschaft im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verursachen sowohl Vermögenswerte als auch Verbindlichkeiten. Zurzeit sind Rechtsstreitigkeiten, die einen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Lage haben könnten, weder anhängig noch angedroht. Entsprechenden Risiken wird durch eine laufende Einbindung der Rechtsabteilung der BPO und der Gruppe entgegengewirkt. Weiterhin sind etwaige Risiken durch abgeschlossene Versicherungen wirtschaftlich sinnvoll begrenzt und werden durch entsprechende Rückstellungsbildung im Abschluss reflektiert (geringes Risiko). Insgesamt sind damit zurzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. 8 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB (Frauenquote)In 2022 hat der Aufsichtsrat zur Einhaltung der Frauenquote in der Geschäftsführung sowie im Aufsichtsrat eine Zielgröße von 25 % beschlossen, die bis zum 30. Juni 2024 erreicht werden soll. Für die erste und zweite Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung ist von der Geschäftsführung eine Quote von 15 % und 20 %, die ebenfalls bis zum 30. Juni 2024 erreicht werden soll, beschlossen worden.
Wesseling, den 24. Juni 2024 J. Schop, Geschäftsführer S. Ständer, Geschäftsführer A. Schäffler, Geschäftsführer A. Gonioukh, Geschäftsführer M. Coop, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie Basell Polyolefine GmbH hat ihren Sitz in D-50389 Wesseling und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln (HRB 45129). Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1. Allgemeine Angaben Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Desgleichen werden einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und im Anhang erläutert. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Immaterielle Vermögensgegenstände: Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend (15 Jahre) linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Der Firmenwert betrifft den Erwerb des Hostalen-Geschäfts im Geschäftsjahr 1998 und wurde über einen Zeitraum von 15 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagevermögen: Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Zugänge mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von unter Euro 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs aus Wirtschaftlichkeits- und Wesentlichkeitsgründen direkt als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Folgende Nutzungsdauern werden den einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt:
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Finanzanlagevermögen: Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen - soweit zinslos - zum Barwert bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit erforderlich bei dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Vorräte: Die Bewertung der wesentlichen Rohstoffe und der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgt überwiegend nach der Lifo - Verbrauchsfolgemethode, wobei Bestandsaufbauten mit den Jahresdurchschnittskosten bewertet werden; ansonsten erfolgt die Bewertung zu Durchschnittskosten. Abwertungen wegen Ungängigkeit, Beschädigung oder niedrigeren Stichtagswerten werden vorgenommen. Die Herstellkosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB, sowie für Zugänge / Bestandsaufbauten seit 2012 bestimmte weitere Teile der Gemeinkosten (Altersversorgung, soziale Aufwendungen, Verwaltungskosten usw.) gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades. Kosten der nicht genutzten Kapazitäten sowie Forschungs- und Entwicklungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips werden als niedrigere Stichtagswerte die Wiederbeschaffungskosten bzw. bei den Erzeugnissen die aus den voraussichtlichen Verkaufserlösen durch Rückrechnung abgeleiteten Werte angesetzt. Bei den Vorräten sind die Rohstoffe und fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Gruppen zusammengefasst. Aufgrund dieser Bewertung ergab sich bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen eine Lifo-Reserve von Euro 129,8 Mio. (i. Vj. Euro 135,7 Mio.) sowie von Euro 16,5 Mio. (i. Vj. Euro 16,7 Mio.) bei den wesentlichen Rohstoffen im Vergleich zu dem letzten Börsen- oder Marktpreis. Zur Abdeckung der Risiken aus der Brauchbarkeit und Verwertbarkeit werden Wertberichtigungen auf bestimmte Hilfs- und Betriebsstoffe vorgenommen. Für Fertigerzeugnisse werden Wertberichtigungen nach der Altersstruktur vorgenommen. Emissionsberechtigungen: Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert, unentgeltlich erworbene Emissionsrechte mit dem Erinnerungswert. Verpflichtungen zur Abgabe von Emissionsberechtigungen über die unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen hinaus werden mit dem durchschnittlichen Börsen- oder Marktpreis des Berichtsjahres bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen bestehen Einzelwertberichtigungen. Flüssige Mittel: Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten: Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Diese werden zum Nennwert angesetzt. Latente Steuern: Im Rahmen der steuerlichen Organschaft sind die auf temporäre Bewertungs- und Ansatzunterschiede anfallenden latenten Steuern beim Organträger, Basell Germany Holdings GmbH, zu bilanzieren. Die Gesellschaft macht als Organgesellschaft entsprechend DRS 18.35 von dem Wahlrecht Gebrauch, die sich aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergebenden latenten Steuern nicht zu bilanzieren. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Gezeichnetes Kapital: Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82% (i. Vj. 1,79%). Der Effekt aus der Änderung des Rechnungszinssatzes wird bei den Pensionsaufwendungen und nicht im Finanzergebnis ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2023 betragen die Rückstellungen für Pensionen TEUR 477.089. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,5% (i. Vj. 3,0% und Renten- sowie Pensionskassenrentensteigerungen von jeweils 2,3% zugrunde gelegt. Es wurde eine alters- und firmenspezifische Fluktuation unterstellt. Die Pensionskasse der BASF übernimmt etwaige Rentenanpassungen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben gemäß § 16 Abs. 1 und 2 BetrAVG, sofern ihr die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung stehen. Da gemäß Mitteilung der BASF Pensionskasse VVaG in 2015, 2018 bzw. 2021 die aktuelle Kapitalmarktlage nicht erwarten lässt, dass mittelfristig eine Übernahme der Verpflichtung durch die Pensionskasse der BASF erfolgen wird, wurden Rückstellungen zur Abdeckung der zu erwartenden Verpflichtungen für die Jahre 2025, 2028, 2031, 2034 und 2037 innerhalb der Pensionsrückstellungen gebildet. Sonstige Rückstellungen: Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre und ihrer Restlaufzeit entsprechend abgezinst. Rückstellungen für Sozialpläne mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen wurden keine Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen für Rückbau- und Remanenzkosten werden im Erstjahr in voller Höhe dotiert. Hierbei werden jährliche Kostensteigerungen von 2% unterstellt. Die Abzinsung erfolgte gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit den unterschiedlichen Zinssätzen entsprechend den Laufzeiten. Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Der verwendete Rechnungszins beträgt dabei 1,74% (i. Vj. 1,45%). Der Rückstellungswert wurde auf Basis der "Projected Unit Credit"-Methode mit einem Gehaltstrend von 3,5% p.a. (i. Vj. 3,0%) gerechnet sowie eine alters- und firmenspezifische Fluktuation unterstellt. Verbindlichkeiten: Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zahlungen im Zusammenhang mit Lizenzvergaben werden bis zum Abschluss der Leistungserbringung, d.h. der Lieferung der Konstruktionspläne oder der Abnahme der Anlage, als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen. Diese werden zum Nennwert angesetzt. Unter den Verbindlichkeiten werden auch ausstehende Rechnungen ausgewiesen, soweit sie zum Abschlussstichtag dem Grunde und der Höhe nach sicher sind. 4. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegengegenstände werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurs bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen: Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 64,8 betreffen Aufwendungen für die Registrierung chemischer Stoffe bei der Europäischen Chemikalienagentur sowie Anschaffungskosten für Software. 2. Sachanlagen Die Investitionen in Sachanlagen betragen im Geschäftsjahr 2023 Euro 169,0 Mio. (i. Vj. Euro 132,3 Mio.). Schwerpunkte waren mit Euro 36,2 Mio. der Neubau einer Anlage zur Umwandlung von Kunststoffabfällen in hochwertiges Polymer-Rohmaterial nach der firmeneigenen Molecular Recycling Technologie (MoReTec) am Standort Wesseling sowie weitere Investitionen in die Standorte Wesseling/Knapsack mit Euro 115,1 Mio. bzw. Frankfurt mit Euro 9,9 Mio. und Münchsmünster mit Euro 7,8 Mio. 3. Finanzanlagen Angabe der wesentlichen Beteiligungen im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB
*) vor Ergebnisabführung 2023 und Garantiedividende der Minderheitsgesellschafter **) vor Gutschrift auf die Gesellschafterverrechnungskonten Wegen dauerhafter Wertminderung wurde im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von Euro 18,6 Mio. auf die Beteiligung an der EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co. KG vorgenommen. Umlaufvermögen: Sämtliche Forderungen sind soweit nicht gesondert vermerkt, innerhalb eines Jahres fällig. 4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
5. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:
Die Forderungen gegen die LyondellBasell Finance Company B.V. resultieren aus dem Konzern-Cashpool. Zum Stichtag besteht gegenüber dem Gesellschafter Basell Germany Holdings GmbH eine Forderung aus der Verlustübernahme für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von Euro 49,2 Mio. (i. Vj. Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von Euro 88,9 Mio.). Die Forderung gegenüber der Basell Bayreuth Chemie GmbH resultiert in Höhe von Euro 14,0 Mio. aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2023 (i. Vj. Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von Euro 81,8 Mio.). 6. Sonstige Vermögensgegenstände
Die Treuhandkonten haben in Höhe von TEUR 46.222 (i. Vj. TEUR 36.481) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. 7. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen überwiegend Versicherungsvorauszahlungen. Eigenkapital: 8. Stammkapital, Kapitalrücklage, andere Gewinnrücklagen Gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 18. Dezember 2001 in der Fassung vom 17. Dezember 2013 wird das Ergebnis in Höhe von Euro -49,2 Mio. (i. Vj. 88,9 Mio.) von der Basell Germany Holdings GmbH (BGH) übernommen, somit ist das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr unverändert. Rückstellungen: 9. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten:
Pensionsrückstellungen Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 447.089. Diese liegen um TEUR 5.619 (i. Vj. TEUR 22.830) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen (Unterschiedsbetrag), der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,74% ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB, aber keiner Abführungssperre. 10. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten (alle unter 5 Jahre) ist aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel erkennbar:
11. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen In diesem Posten werden zum einen erhaltene Anzahlungen aus mehrjährigen Lizenzverträgen ausgewiesen, zum anderen Anzahlungen des hiermit zusammenhängenden Projektgeschäfts sowie Anzahlungen auf Bestellungen. 12. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
13. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Basell Holdings B.V. resultieren aus der Umlage von Serviceleistungen der Konzernzentrale. Allen übrigen Verbindlichkeiten liegen Liefer- und Leistungsgeschäfte zu Grunde. 14. Sonstige Verbindlichkeiten
15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte
Die Abnahmeverpflichtungen für Rohstoffe betreffen mit Euro 1.711,6 Mio. das Folgejahr und mit Euro 1.043,0 Mio. den Zeitraum 2025-2027, die Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen mit Euro 14,4 Mio. das Folgejahr und mit Euro 18,6 Mio. den Zeitraum 2025-2028. Die Verpflichtungen aus künftigen Großreparaturen für petrochemische Anlagen betreffen den Zeitraum 2024 bis 2028. Das Bestellobligo für genehmigte Investitionen betrifft ausschließlich das Folgejahr. Als für die Beurteilung der Finanzlage notwendig werden vor allem Geschäfte angesehen, aus denen in erheblicher Höhe Verbesserungen oder Verschlechterungen der Finanzsituation zu erwarten sind, oder die im Hinblick auf ihren Zeitpunkt bzw. Zeitraum oder den Geschäftspartner als ungewöhnlich anzusehen sind. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, existieren zum Abschlussstichtag nicht. 16. Haftungsverhältnisse
Gegenüber dem Freistaat Bayern wurde für die EPS Ethylen Pipeline Süd GmbH & Co. KG eine Patronatserklärung abgegeben, dass EG Fördermittel nur für die im Förderbescheid genannten Zwecke verwendet werden und dass Basell Polyolefine GmbH bei Verstoß gegen diese Verpflichtung die EPS Ethylen Pipeline Süd GmbH & Co. KG gemäß der Beteiligungsquote so finanziell ausstattet, dass die EPS Ethylen Pipeline Süd GmbH & Co. KG bei einem rechtmäßig erteilten Rückforderungsbescheid in der Lage ist, dieser Verpflichtung nachzukommen. Weiterhin wurde gemäß Gesellschaftsvertrag die Verpflichtung übernommen, die Gesellschaft bei Bedarf jährlich mit bis zu TEUR 1.200 an Liquidität auszustatten. Die Verpflichtung ist auf 25 Jahre begrenzt und endet zum 30. Juni 2038. Darüber hinaus ist die Gesellschaft verpflichtet, den Liquiditätsbedarf der EPS Ethylen Pipeline Süd GmbH & Co. KG für alle Zahlungen für Bankdarlehen (Zins- und Tilgung) sicher zu stellen. Das anteilige Bankdarlehen beträgt zum Bilanzstichtag Euro 10,7 Mio. (ohne Zinsen). Die zugunsten von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, eingegangenen Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten durch die Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, aufgrund vorliegender Unternehmensplanungen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. IV. Bewertungseinheiten17. Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Preisrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Ihr Einsatz wird über Corporate Treasury gesteuert und unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie die damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Die beizulegenden Zeitwerte der Termingeschäfte werden aus dem Spread zwischen Termin- und Stichtagskurs bezogen auf das jeweilige Kontraktvolumen ermittelt. Am 31. Dezember 2023 bestanden USD-Kurssicherungen in Höhe von USD 50,8 Mio. (i. Vj. USD 54,3 Mio.) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 139,3 (i. Vj. TEUR 110,9). Zum Bilanzstichtag bestanden zur Absicherung von Marktpreisänderungsrisiken, die aus zukünftigen Beschaffungsgeschäften für Rohstoffe resultieren, Sicherungsgeschäfte in Höhe von USD 24,5 Mio. (i. Vj. USD 34,5 Mio.) mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 641,1 (i. Vj. TEUR 2.906,6). Erstmalig wurden im Berichtsjahr Marktpreisrisiken für den Bezug von Erdgas und Strom abgesichert. Am Bilanzstichtag bestanden für den Bezug von Erdgas Sicherungsgeschäfte in Höhe von Euro 10,5 Mio. mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 3.911,2. Für den Bezug von Strom bestanden Sicherungsgeschäfte in Höhe von Euro 89,7 Mio. mit einem Zeitwert von TEUR 26.270,1. Für Verpflichtungen aus Zeitguthaben von Euro 39,6 Mio. (i. Vj. Euro 32,9 Mio.), ausgewiesen unter den sonstigen Rückstellungen, und die entsprechenden Ansprüche aus Treuhandkonten zur Absicherung der Zeitguthaben von Euro 46,2 Mio. (i. Vj. Euro 36,5 Mio.), ausgewiesen unter den sonstigen Vermögensgegenständen, werden Bewertungseinheiten gebildet und die Rückstellungen in Höhe des Wertes der Treuhandkonten bzw. des von den Mitarbeitern eingezahlten Betrages bewertet, da die Erträge aus den Aktivanlagen den Mitarbeitern zustehen. Forderungen aus Zeitguthaben von Euro 6,6 Mio. betreffen die noch nicht erstatteten Beträge aus dem Treuhandvermögen, die bereits an Arbeitnehmer geleistet wurden. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung18. Umsatzerlöse nach Regionen und Tätigkeitsbereichen (§ 285 Nr. 4 HGB)
Die Lizenzerlöse betreffen im Wesentlichen mit Euro 54,2 Mio. die technische Abnahme von Anlagen bzw. die Lieferung der technischen Dokumentationen in Drittländer. Die übrigen Umsatzerlöse betreffen Erträge aus Standortdienstleistungen für ansässige Gesellschaften sowie für Infrastrukturleistungen an Dritte. 19. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen Material- und Personalaufwand (§ 285 Nr. 8a und 8b HGB)
Die in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen von Euro 0,8 Mio. (i. Vj. Euro 1,2 Mio.). Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 1,4 Mio. (i. Vj. Euro 6,0 Mio.) enthalten. 20. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
21. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:
22. Zinsergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.965,7 (i. Vj. TEUR 1.057,9). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 188,3 (i. Vj. TEUR 152,7) und mit TEUR 7.308,5 (i. Vj. TEUR 7.421,9) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die ausgewiesenen Ertragsteuern resultieren im Wesentlichen aus Quellensteuern im Rahmen des Lizenzgeschäfts. Der Steuerumlagevertrag vom 18. Dezember 2015 mit der Basell Germany Holdings GmbH wurde mit Wirkung zum 01.01.2023 gekündigt. VI. Sonstige Erläuterungen und Angaben24. Angabe zur Anwendung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) Gemäß Energiewirtschaftsgesetz unterliegen Betreiber bisheriger Objektnetze grundsätzlich den erweiterten Pflichten des Energiewirtschaftsgesetzes. Dazu zählen unter anderem die Entflechtungsvorgaben (beispielsweise die Pflicht zur getrennten Kontenführung nach § 6b EnWG) und die Netzentgeltregulierung (Anreizregulierung). Dabei sind die Betreiber sog. "geschlossener Verteilernetze" nach § 110 EnWG von Teilen der regulatorischen Vorgaben befreit. Die Betreiber sog. "Kundenanlagen" nach § 3 Nr. 24 a und/oder 24 b EnWG unterliegen darüber hinaus keinen Pflichten aus dem EnWG. Die Basell Polyolefine GmbH betreibt nach eigener Einschätzung zum Bilanzstichtag ausschließlich Kundenanlagen. Nach § 6b Abs. 3 EnWG ist durch vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG für die durch § 6b Abs. 3 EnWG benannten Tätigkeiten eine buchhalterische Entflechtung vorzunehmen. Die Gesellschaft fällt in Deutschland nicht unter die Definition des § 3 Nr. 38 EnWG, da das Unternehmen im Elektrizitätsbereich weder die Funktion Übertragung oder Verteilung noch im Erdgasbereich die Funktionen Fernleitung, Verteilung, Betrieb einer LNG-Anlage oder Speicherung wahrnimmt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 war jedoch nicht abschließend geklärt, ob der Status des vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmens auch für die Unternehmensgruppe europaweit negiert werden konnte. Als Konsequenz hat die Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres 2012 im Rahmen einer konzernweiten Analyse darüber hinaus eruiert, ob die Voraussetzungen des § 6b Abs. 3 EnWG in Verbindung mit § 3 Nr. 38 EnWG europaweit für verbundene Unternehmen innerhalb des Konzerns im Sinne der EG - Fusionskontrollverordnung möglicherweise vorliegen. Aufgrund des Umstandes, dass die Gesellschaft am Standort Wesseling Energie an andere Gesellschaften liefert, würde das Vorliegen von Tätigkeiten im Sinne des § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG bei verbundenen Unternehmen die Pflicht zur Anwendung des § 6b EnWG für die Gesellschaft bedingen. Im Zusammenhang mit der oben bezeichneten Analyse haben sich Anzeichen dafür ergeben, dass ein mit der Gesellschaft innerhalb der EU verbundenes Unternehmen ggf. als Netzbetreiber im Sinne des EnWG einzustufen ist. Folglich hat die Gesellschaft die Vorgaben zur buchhalterischen Entflechtung nach § 6b EnWG aus Vorsichtsgründen für die vorherigen Geschäftsjahre sowie für das Geschäftsjahr 2023 angewendet. In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6b EnWG demnach getrennte Konten für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätsbereichs. 25. Mitarbeiterzahl (Jahresdurchschnitt)
26. Gesamtbezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrates der Basell Polyolefine GmbH wird nur an die Arbeitnehmervertreter gewährt. Dem Aufsichtsrat gehörten während des Geschäftsjahres an: als Vertreter der Anteilseigner:
als Vertreter der Arbeitnehmer:
27. Gesamtbezüge der Geschäftsführung und ehemaliger Organmitglieder Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten von der Basell Polyolefine GmbH im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 1.336 (i. Vj. TEUR 864). Lediglich die aktuellen Site-Manager sowie der Director APS Manufacturing EU erhalten Bezüge der Gesellschaft. Die Gesamtbezüge der ehemaligen Geschäftsführer betragen im Berichtsjahr TEUR 315,3 (i. Vj. TEUR 315,3) und für ehemalige Aufsichtsratsmitglieder TEUR 239,5 (i. Vj. TEUR 252,7). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Geschäftsführer betragen Euro 13,8 Mio. (i. Vj. Euro 11,0 Mio.), für ehemalige Aufsichtsratsmitglieder Euro 8,1 Mio. (i. Vj. Euro 7,7 Mio.), (§ 285 Nr. 9b HGB). 28. Angabe und Aufgliederung des Gesamthonorars des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 528 inkl. Auslagen und betrifft mit Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 490) und andere Bestätigungsleistungen (TEUR 38). 29. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Gesellschafter zum 31. Dezember 2023 sind:
Die LyondellBasell Industries Holdings B.V. ist an der Basell Germany Holdings GmbH zu 100 % beteiligt. Damit ist die LyondellBasell Industries Holdings B.V. direkt und indirekt zu 100% an der Basell Polyolefine GmbH beteiligt. Gemäß Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 18.12.2001, geändert am 17.12.2013 wird das Jahresergebnis an die Basell Germany Holdings GmbH abgeführt. 30. Einbeziehung in den Konzernabschluss der LyondellBasell Industries N.V., Rotterdam, Niederlande Unsere Gesellschaft stellt keinen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf, sondern macht von der Möglichkeit Gebrauch, den IFRS Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf den 31. Dezember 2023 der LyondellBasell Industries N.V. in Deutschland im Unternehmensregister bekannt zu machen. Die Offenlegung erfolgt durch die Basell Germany Holdings GmbH, Wesseling. Der Konzernabschluss der LyondellBasell Industries N.V., der zugleich den größten und kleinsten Konsolidierungskreis darstellt, wird gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich bzw. kann unter www.lyondellbasell.com eingesehen werden. Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:
VII. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht eingetreten.
Wesseling, den 24. Juni 2024 Basell Polyolefine GmbH J. Schop, Geschäftsführer S. Ständer, Geschäftsführer A. Schäffler, Geschäftsführer A. Gonioukh, Geschäftsführer M. Coop, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Basell Polyolefine GmbH, Wesseling VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRES ABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Basell Polyolefine GmbH, Wesseling, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Basell Polyolefine GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteil Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Düsseldorf, den 24. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Ting Bracht, Wirtschaftsprüferin ppa. Richard Hindmarsh, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSder Basell Polyolefine GmbHDer Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2023 die Geschäftsführung der Gesellschaft geprüft, indem er sich in den turnusmäßigen Sitzungen mit der Geschäftsführung über die Lage der Gesellschaft und über wichtige Fragen der Geschäftsführung unterrichtete. Die Buchführung und der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht wurden von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung stimmen wir mit dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlußprüfer überein und sehen keinen Anlaß, irgendwelche Einwendungen zu erheben.
Wesseling den 17. Juli 2024 DER AUFSICHTSRAT Der Jahresabschluss zum 31 Dezember 2023 wurde am 25. Juli 2024 festgestellt. |
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