Berger Holding Verwaltung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Berger seit 23.9.2020 | Prokura |
Thomas Berger seit 23.9.2020 | Prokura |
Gertraud Berger seit 14.11.2016 | Prokura |
Simon Berger seit 5.11.2007 | Geschäftsführer |
Florian Berger seit 2.3.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 49.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rauberg GmbH (vormals: Agrobs GmbH)Münsing, Ortsteil DegerndorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Mai 2022 bis 30. April 2023Agrobs GmbH1. Grundlagen des Unternehmens Das Geschäftsmodell der 1993 gegründeten Agrobs GmbH liegt in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von hochwertigen, naturnahen Futtermitteln aus dem Alpenvorland. Neben der Rolle als Hersteller treten wir als Großhändler für Fremdmarken auf und betreiben zwei Online Shops. Der Schwerpunkt liegt in Futtermitteln für Pferde, weitere Produkte für herbivore (pflanzenfressende) Tiere ergänzen das Sortiment. Die Rohwaren werden größtenteils von regional ansässigen Vertragslandwirten bezogen. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Geschäftstätigkeit der Agrobs GmbH ist insbesondere durch das Konsumklima und die Kaufkraft auf ihren Absatzmärkten geprägt. Konsumklima und Kaufkraft wiederum hängen wesentlich von der wirtschaftlichen Entwicklung ab, für die die Inflationsrate, die Arbeitslosenquote und vor allem das jeweilige Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Ausdruck der wirtschaftlichen Situation der Volkswirtschaften wesentliche Maßstäbe sind. Daneben beeinflusst auch die Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten die Geschäftstätigkeit. Ausschlaggebend ist für uns hauptsächlich der deutsche Markt. Die Wirtschaft wuchs in 2022 trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen, wogegen das BIP im Jahr 2023 leicht rückläufig ist. Die Inflationsrate war infolge der Kriegs- und Krisensituation hoch. Auf den Beschaffungsmärkten stellte sich die Situation äußerst angespannt dar. Es herrschte eine große Unsicherheit hinsichtlich der Lieferverfügbarkeit und Preisstabilität. Die Arbeitslosenquote blieb stabil. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr beurteilen wir daher als herausfordernd. b) Markt- und Unternehmenssituation Marktschätzungen zufolge beschäftigen sich ca. 3,7 Millionen Menschen in Deutschland in ihrer Freizeit mit Pferden, wobei es hierzu keine absolut genauen Zahlen gibt, sondern nur eine Vielzahl von Schätzungen, die in ihrer Bandbreite zudem variieren. Durch die Pandemie ist der Markt nach unserer Einschätzung marginal gewachsen. Die Versorgung von Tieren war während der Pandemie stets gestattet, wogegen es Einschränkungen bei der Freizeitgestaltung und Reisetätigkeit gab. Marktanteile werden durch Marktwachstum und Verdrängung gewonnen. Im Bereich Futtermittel gibt es in den letzten Jahren deutliche Marktveränderungen aufgrund der wissenschaftlich belegten Erkenntnis über die Vorteile von Faserprodukten. Dieser Trend in der Pferdefütterung geht einher mit dem gewachsenen Bewusstsein in der Gesellschaft für regionale Herkunft und naturnahe Produkte. Die Agrobs GmbH steht seit jeher für diese beiden Grundsätze. Als Vorreiter für Faserprodukte hat Agrobs deswegen einen klaren Erfahrungsvorsprung gegenüber dem Wettbewerb. Dies wird durch den wachsenden Absatz der Agrobs-Produkte in den letzten Jahren bestätigt. Das Geschäftsjahr verlief für die Agrobs GmbH außerordentlich positiv. Es konnte im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von ca. 3,6 Mio. € nach ca. 3,4 Mio. € im Vorjahr erzielt werden. Die im Vorjahreslagebericht kommunizierte Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr 2022/2023 lag bei ca. 4,4 Mio. €. Damit haben wir unsere Prognose nicht ganz erreicht. Alle unsere Absatzkanäle (Groß-, Einzelhandel und Online) waren sehr erfolgreich, so dass schwierig auszumachen ist, welche Einzelfaktoren genau den erneut großen Nachfrageschub nach unseren Produkten ausgelöst haben. Es dürften mehrere Aspekte eine Rolle gespielt haben. So konnte beispielsweise die Verfügbarkeit unserer Produkte durch gut vernetzte Großhändler bzw. Handelsketten weiter verbessert werden. Das Onlinegeschäft weist relativ den größten Umsatzzuwachs auf. Der oben erwähnte Trend zu naturnahen Produkten und die Expertise für Faserprodukte, unsere Markenpräsenz, starke neue und alte Partner und die gute Verfügbarkeit haben nach unserer Einschätzung ganz wesentlich zum erneut starken Umsatz- und Ergebniszuwachs beigetragen. c) Ertragslage Das Rohergebnis (nach HGB) belief sich im Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt auf ca. 18,17 Mio. € nach 16,42 Mio. € im Jahr zuvor. Im Verhältnis zum Umsatz beträgt die Rohmarge in 22/23 43,4 %, wogegen sie im Vorjahr bei 45,4 % lag. Die Prognose im Vorjahreslagebericht, wonach sich der Wareneinsatz- und die Rohmarge im Bezug zum Umsatz ungefähr auf Vorjahresniveau befinden sollten, wurde somit nicht ganz erreicht. Diese Kennzahlen zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr etwas schlechter. Haupttreiber für diese Entwicklung sind die erhöhten Beschaffungspreise für Rohstoffe. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2022/2023 um 12,9 % auf 6,4 Mio. € erhöht. Haupttreiber dieser Entwicklung sind Werbekosten, Raumkosten und Kosten für Reparaturen und Instandhaltungen. Der relative Personalkostenanstieg im Vergleich zum Vorjahr liegt bei 14,9 %. Ursächlich sind sowohl der weitere Personalaufbau sowie höhere Löhne und Gehälter. Der Anstieg der Umsatzerlöse um 15,8 % im Vorjahresvergleich hat wesentlich zur Erhöhung des Jahresüberschusses beigetragen. d) Vermögenslage Das Anlagevermögen zum 30. April 2023 beläuft sich auf ca. 6,3 Mio. €. Im letztjährigen Lagebericht wurde eine Investitionstätigkeit auf dem Niveau wie im Vorjahr prognostiziert. In 2022/2023 wurden ca. 480 T€ für Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen aufgewendet (Vorjahr 776 T€). Investiert wurde hauptsächlich in den Bereichen Fuhrpark, technische Anlagen und PKW sowie ferner die Optimierung von Produktionsprozessen. Beim Finanzanlagevermögen gab es eine deutliche Steigerung. Ursächlich ist die Ausreichung eines Darlehens in Höhe von 1,8 Mio. €. Wir streben eine hohe Deckung des Anlagevermögens durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital an. Der Anlagendeckungsgrad I (Eigenkapital / Anlagevermögen) beläuft sich im Berichtsjahr auf 2,6 nach 2,7 im Vorjahr. Im letzten Lagebericht hatten wir einen deutlichen Anstieg erwartet, das ist nicht eingetreten. Ursächlich war die sehr hohe Zunahme des Anlagevermögens (vor allem bei den Finanzanlagen). Zum Stichtag 30.4. wirken sich auf die Entwicklung der Vermögenslage Saisonalitäten aus: So ist der Vorratsbestand zu diesem Termin tendenziell niedrig, da Ende April die Erntesaison gerade erst beginnt. Die Läger sind damit eher leer. Durch die noch am Anfang stehende Erntesaison ist zum 30. April zudem der Finanzmittelbestand auf der Aktivseite relativ hoch, auf der Passivseite bestehen gleichzeitig wenig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Vorratsbestand zum 30.04.2023 war im Vergleich zu 2022 um ca. 953T€ geringer. Der letztjährige Vorratsbestand war aufgrund der ertragreichen Ernte 2021 außergewöhnlich hoch. Mit dem Bestand zum 30.04.2023 bewegen wir uns auf einem normalen Niveau. Der Zuwachs der Bilanzsumme von 19,5 Mio. € auf 22,9 Mio. € vollzieht sich auf der Aktivseite der Bilanz neben der Zunahme des Finanzanlagevermögens größtenteils im Umlaufvermögen. Die Finanzmittel sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Auf der Passivseite wird die Zunahme mit ca. 3,6 Mio. € beim Eigenkapital dargestellt. Die Verbindlichkeiten blieben nahezu unverändert. Die Eigenkapitalquote ist von 63,6 % im Vorjahr auf 70,0 % im Berichtsjahr deutlich gestiegen, nachdem wir im Vorjahreslagebericht einen starken Anstieg erwartet hatten. e) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Das Agrobs-Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind ausreichend durch liquide Mittel gedeckt. Der Jahresüberschuss dient vorrangig der finanziellen Stärkung des Unternehmens. Zum 30.4.2023 bestand ein Finanzmittelfonds (Kassenbestand, Kontokorrentguthaben abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten) in Höhe von rund 9,2 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €). Das bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum 30.04.2022 um 2,3 Mio. €. (+ 34,3 %). Der Liquiditätsbestand ist einer der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, den wir zur Steuerung des Unternehmens verwenden. Der Cash Flow nach DVFA/SG (= Jahresüberschuss + Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens + Änderung der langfristigen Rückstellungen) belief sich im Berichtsjahr - auf rund 4,4 Mio. € nach 4,4 Mio. € im Vorjahr. Die im Prognosebericht des Vorjahres erwarteten 5,0 Mio. € wurden somit nicht erreicht. Der Jahresüberschuss stieg um ca. 200 T€, wogegen die Abschreibungen nahezu gleichblieben und die Einstellung in langfristige Rückstellungen um ca. 241 T€ zurückgingen. 3. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken a) Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 1. Mai 2023 bis 30. April 2024 erwarten wir weiterhin gesamtwirtschaftlich schwierige Rahmenbedingungen. Der Krieg in der Ukraine und die Nachwirkungen der Pandemie werden im kommenden Geschäftsjahr ihre Spuren hinterlassen. Ebenso schätzen wir die Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Bevölkerung als kritisch ein. Die Situation auf den Beschaffungsmärkten schätzen wir dagegen stabiler ein als in den Vorjahren. Wir erwarten für 2023/2024 dennoch eine deutliche Zunahme bei den Umsatzerlösen. Die Inflation ist derzeit auf einem hohen Niveau, wird aber in den kommenden Monaten etwas abflachen. Da die Ernte innerhalb weniger Monate abgeschlossen sein wird, werden wir von dieser Entwicklung nicht profitieren. Der Umsatzzuwachs resultiert daher teilweise verkaufspreisbedingt, wobei ebenso mit einem leichten Mengenwachstum zu rechnen ist. Agrobs befindet sich anhaltend im Aufschwung, da wir mit unseren Produkten einen Trend bedienen. Der nationale und internationale Markt bietet aus unserer Sicht langfristig ein gutes Entwicklungspotenzial. Die Innovationskraft des Unternehmens eröffnet Möglichkeiten für weiteres Wachstum. Die Finanzlage räumt Spielraum für Investitionen ein. Die bereits erfolgten Investitionen ermöglichen die Steigerung des Absatzvolumens und erhöhen die Effizienz. Die Investitionstätigkeit wird im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigen. Für 2023/2024 sind Investitionen im Bereich Digitalisierung, Fuhrpark und technische Anlagen geplant. Zusätzlich wird die Agrobs GmbH eine Freiflächen-Photovoltaikanlage bauen und betreiben. Es soll ab Herbst 2024 Strom zum Einspeisen und für den Eigenverbrauch produziert werden. Die fortschreitende Digitalisierung wird immer mehr unserer Kunden in Bezug auf ihr Einkaufsverhalten beeinflussen. Online und mobiles Einkaufen gewinnen von Jahr zu Jahr an Bedeutung und sind bereits jetzt zu wichtigen Absatzkanälen für uns geworden. Die Ansprüche der Kunden an Produkte und Services über alle Kanäle hinweg steigen gleichzeitig stetig, so dass für eine hohe Kundenzufriedenheit gesorgt werden muss. Der Ausbau des eigenen Onlinehandels wird weiter forciert. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir einen Jahresüberschuss von ca. 3,9 Mio. €. Wareneinsatz- und Rohmarge erwarten wir in Bezug zum Umsatz leicht verbessert. Der Cash Flow nach DVFA/SG wird in etwa stabil bleiben. Die Eigenkapitalquote sehen wir wegen des erwarteten Jahresüberschusses bei gleichzeitig ansteigender Bilanzsumme leicht verbessert und somit über dem Wert von 2022/2023. Der Finanzmittelfonds wird sehr deutlich abnehmen, da verzinsliche Anlagen in Wertpapiere des Anlagevermögens vorgenommen werden. Der Anlagendeckungsgrad I wird voraussichtlich deutlich sinken. In Zukunft ist geplant, die Agrobs GmbH in eine Holdingstruktur umzuwandeln. Durch die neue Struktur soll es möglich werden, verschiedene Geschäftsbereiche stärker zu diversifizieren und gleichzeitig mögliche Risiken zu minimieren. Zudem bietet die Holdingstruktur mehr Flexibilität bei zukünftigen Investitionen und strategischen Entscheidungen, was zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Stabilität des Unternehmens beitragen wird. Aufgrund des erhöhten Bedarfs an liquiden Mitteln für die Erntefinanzierung stehen 2 Mio. € an Fremdmitteln in Form eines Bankdarlehens zur Verfügung. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 ist der Zugriff auf diese Mittel jedoch nicht geplant. Eine Bestandsgefährdung für das Unternehmen können wir - Stand heute - weder für das kommende Geschäftsjahr noch für die Folgejahre erkennen. b) Chancenbericht Agrobs setzt auf Grünland-Rohware aus Vertragsanbau. Im Vergleich zu anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen (z.B. Weizen) ist das Ernterisiko von Grünlanderzeugnissen gering. Die Preise für Rohware sind weniger volatil, das Geschäft damit grundsätzlich stabiler. Der Markt entwickelt sich weiter zu natürlichen, rohfaserreichen und hochwertigen Futtermitteln. Diese Marktveränderung ist seit langem fest in der Philosophie unseres Unternehmens verankert und bietet somit einen Erfahrungsvorsprung gegenüber anderen Herstellern. Durch Fachpersonal in der Forschung und Entwicklung ist Agrobs innovativ, was uns gute Chancen am Markt einräumt. Dem Wettbewerb werden wir wie bisher durch Innovationen und ein hohes Maß an Qualität begegnen. Agrobs gilt in Deutschland bereits als etablierte Marke. Durch das erlangte Know-How können in Zukunft noch mehr lukrative europäische Märkte angesteuert werden. Durch das starke Vertriebsnetz, welches sich Agrobs über die Jahre aufgebaut hat, sollte es möglich sein, die Position am Markt nachhaltig zu festigen. Unser Umsatzwachstum in den vergangenen Jahren zeigt deutlich, dass wir mittlerweile eine feste Größe sind, die stark nachgefragt wird. Vor allem im Onlinegeschäft ist eine sehr positive Entwicklung festzustellen. c) Risikobericht Generelle Risiken sieht die Geschäftsführung in einer sich abschwächenden Konjunktur. Die Menschen geben in einem solchen Szenario weniger Geld für Tiere aus. Agrobsprodukte liegen preislich im oberen Segment. Bei verschlechterter Konjunkturlage dürfte das zu Umsatz- und Ergebniseinbußen führen. Die aus der Krisensituation resultierende Inflation könnte sich aufgrund von Preissteigerungen auf das Kaufverhalten auswirken. Aufgrund der Konsolidierung der Agrarbranche könnten größere Abnehmer wegen einkaufspolitischer Entscheidungen wegfallen. Ein großer Teil der Rohstoffe wird über wenige Futtertrocknungsgenossenschaften bezogen. Hier ist eine gewisse Abhängigkeit gegeben. Mitbewerber versuchen bereits durch ähnlich anmutende Produkte ihre Marktanteile gegen Agrobs zu verteidigen bzw. zurückzugewinnen. Futtertrocknung ist energieintensiv. Steigende Energiepreise bzw. Lieferengpässe bei Gas aufgrund des Ukrainekonflikts bzw. der Energiewende wirken preistreibend bzw. verknappen die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Es ist mit steigenden Beschaffungspreisen zu rechnen, wobei nicht sicher ist, inwieweit die steigenden Preise voll an die Kunden weitergegeben werden können. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dies belastende Auswirkungen auf die Ertragslage der Agrobs GmbH haben wird. Generell wirkt der Fachkräftemangel dämpfend auf die Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens. Durch fehlendes Personal kann Umsatzpotential nicht (voll) genutzt werden. Zudem ist mit steigenden Personalkosten und einhergehender Belastung der Ertragslage zu rechnen. 4. Sonstige Angaben a) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Ziel unseres Risikomanagements ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Verbindlichkeiten werden möglichst innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Das Unternehmen setzt Fremdfinanzierung nur dort ein, wo es diese für notwendig erachtet und das Risiko für überschaubar hält. Generell achten wir darauf, bilanziell eine hohe Eigenfinanzierung in Form von Eigenkapital zur Verfügung zu haben. Soweit bei finanziellen Vermögensgegenständen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein konsequentes Mahnwesen, Vorkehrungen in der EDV (z.B. Debitorensperren ab dem 2. Mahnlauf), Nutzung von Vorkasse als bevorzugter Zahlungsweg sowie eine Ausfallversicherung. Liquiditätsrisiken versuchen wir mit einer Liquiditätsplanung und ausreichenden Kreditlinien bei Banken zu begegnen. Die Gesellschaft sieht sich gewissen Preisänderungsrisiken, insbesondere im Bereich der Rohstoffe ausgesetzt. Zur Minimierung setzen wir auf unsere langjährigen, partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren Lieferanten. Im Geschäftsjahr wurden mehrfach Gelder auf Festgeldkonten angelegt, um von den aktuell attraktiven Zinssätzen zu profitieren. Diese Maßnahme dient der Optimierung der Liquiditätsrendite und trägt zur finanziellen Stabilität des Unternehmens bei. b) Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung und Entwicklung ist der entscheidende Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Produkte sicherzustellen. Wir beschäftigen dafür eine eigene Abteilung aus Agraringenieuren und Tierärzten ausschließlich für Beratung, Forschung und Entwicklung.
Degerndorf, den 7. Oktober 2024 Florian Berger Simon Berger Handelsbilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 30. April 2022I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Agrobs GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 i.V.m. §§ 276, 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch gemacht. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, werden über einen Zeitraum von 5 bis 20 Jahren, technische Anlagen und Maschinen über einen Zeitraum von 3 bis 20 Jahren und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 2 bis 10 Jahren abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten - Sonstige Ausleihungen zum Nennwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Wertpapiere sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,00 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Rückstellung wurde nach der PUC-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Rentendynamik beträgt 1,00%, die Gehaltsdynamik 2,00 %, der technische Zinsfuß beträgt 1,80 % (nach 1,79 % im Vorjahr). Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Als Schätzungsgrundlagen dienten unter anderem Berechnungen auf Basis vertraglicher Grundlagen (z.B. Arbeitsverträge) sowie die tatsächliche Entwicklung im Folgejahr, über die Rückschlüsse auf die zum Bilanzstichtag erforderlichen Rückstellungen gezogen wurden. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Angaben zur Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Unterschiedsbetrag Pensionsrückstellungen / Ausschüttungssperre Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 268.677,00. Für den Unterschiedsbetrag besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 173.381,00. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 695.601,00. Die Besicherung erfolgt mittels Sicherungsübereignung. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im üblichen Umfang mit Eigentumsvorbehalten besichert. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 163.892,00 (Vorjahr: EUR 245.395,46) und der Betrag mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr beläuft sich auf EUR 695.297,00 (Vorjahr: EUR 859.189,00). Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Latente Steuern Aktive latente Steuern wurden gemäß § 274 HGB in der Bilanz nicht angesetzt. Passive latente Steuern waren nicht zu bilden. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nicht bilanzierte Verpflichtungen aus Mietverträgen für Betriebsräume und -flächen sowie Läger in Höhe von insgesamt EUR 1.246.658,61, davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 847.382,61 sowie mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren von EUR 399.276,00. Ferner bestehen Leasing- und Mietverträge für bewegliche Vermögensgegenstände von insgesamt EUR 389.285,48, davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 188.022,57 und mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren von EUR 200.207,91 und mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren von EUR 1.055,00. V. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 105. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Bergsiegel Produktions- und Handels-GmbH, Münsing. Das Eigenkapital der Bergsiegel Produktions- und Handels-GmbH zum 30.09.2022 beträgt EUR 5.268,55, der Jahresüberschuss EUR 5.268,55. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt EUR 3.609.872,65. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von EUR 15.996.287,87, der zu verwenden ist. Der Betrag soll in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Degerndorf den 7. Oktober 2024 Florian Berger Simon Berger sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss macht von den Offenlegungserleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Agrobs GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Agrobs GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Agrobs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 und • ermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Geretsried, 7. Oktober 2024 Franz Stöger, Wirtschaftsprüfer |
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