Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 141235
Eingetragen
10.6.2010
Branche
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehörGroßhandel mit Tabakwaren
Gegenstand
Der Handel (Import und Export) von Waren aller Art, soweit dafür keine gesetzliche Erlaubnis erforderlich ist, insbesondere der Import von chinesischen Produkten nach Europa, wie zum Beispiel von Zoofachartikeln, Spielwaren, Dekoartikeln, Sportartikeln, Haushaltsartikeln und Gartenzubehör, Möbel- und Elektronikartikeln, sowie deren Verkauf über eine elektronsiche Handelsplattform und im Groß- und Einzelhandel. Die Gesellschaft darf Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, sie darf sich an solchen Unternehmen beteiligen und zwar auch als persönlich haftende Gesellschafterin. Die Gesellschaft darf im In- und Ausland Zweigniederlassungen unter gleicher oder anderer Firma errichten. Die Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen Online-Handel, Online-Marketing sowie im Bereich der Warenlogistik einschließlich Fulfillment-Dienstleistungen und Lagerhaltung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Chunhua Wang
seit 28.10.2020
Geschäftsführer
Michael Sylvester
seit 28.10.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MH Star UK LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MH Star UK Limited
United Kingdom
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MH Handel GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die MH Handel GmbH ist ein im Online-Handel etabliertes Unternehmen, das sich auf die Lieferung von Haus- und Gartenprodukten insbesondere nach Deutschland und an Deutschland angrenzende Staaten spezialisiert hat.

Das Unternehmen ist Teil einer internationalen Gruppe, die es dem Unternehmen ermöglicht, unter dem gemeinsamen Markennamen AOSOM starke Kundenbeziehungen und einen guten Ruf bei ihren Geschäftspartnern zu entwickeln.

Unmittelbare Muttergesellschaft ist die MH Star Ltd mit Sitz in Großbritannien. Oberste Muttergesellschaft ist die AOSOM E-Commerce Inc., ein in China registriertes Unternehmen.

Das Unternehmen ist vorwiegend im Inland tätig und ist somit grundsätzlich von der konjunkturellen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland - insbesondere dem verfügbaren Einkommen privater Haushalte - abhängig. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Nachfrage nach dem Warensortiment des Unternehmens nur in geringem Maße von normalen konjunkturellen Schwankungen betroffen ist.

2. Forschung und Entwicklung

Der Online-Handel mit Haus- und Gartenprodukten setzt die effektive Nutzung aller technischen Möglichkeiten des Online-Marketings auf allen verfügbaren Marktplätzen voraus.

Um Kosten zu reduzieren, werden moderne und effiziente Software-Lösungen aus dem Angebot führender Hersteller eingesetzt. Diese werden durch ein starkes Softwareteam zusammen mit einem kompetenten Sales-Team innerhalb der Unternehmensgruppe ständig den aktuellen Erfordernissen angepasst. Dasselbe gilt für die Entwicklung von neuen Produkten sowie für die Sicherstellung hochwertiger Qualität vom Produktionsprozess über die Auswahl der Online-Marktplätze bis zur Lieferung an den Endkunden.

II. Wirtschaftsbericht

1.1 Deutsche Wirtschaft 2023 und Ausblick auf 2024

Im Jahr 2023 ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt laut Statistischem Bundesamt (Destatis) im Gesamtjahr um 0,2 % gesunken. Die deutsche Wirtschaft hat damit gegenüber dem Vorjahr an Schwung verloren.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich in 2023 gemessen an der Zahl der Erwerbstätigen und Erwerbslosen gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert gezeigt. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt von knapp 45,93 Mio. Erwerbstätigen erbracht.

Der gesamtwirtschaftliche Ausblick auf das Jahr 2024 ist weiterhin durch die geopolitischen Entwicklungen aufgrund der Ukraine-Krise und des Nahost-Konflikts geprägt. Diese führen in Deutschland insbesondere zu hohen Energiekosten und damit zu einer Verringerung der verfügbaren Haushaltseinkommen. Dieser negative Effekt auf die verfügbaren Haushaltseinkommen und damit die privaten Konsumausgaben wird durch in 2022 begonnene und in 2023 sich fortsetzende Verteuerung der Verbraucherkreditzinsen und einer anhaltend hohen Inflation von 5,9% verstärkt werden. Für 2024 wird wieder eine Absenkung der Inflationsrate auf 2,8% erwartet.

Das preisbereinigte BIP wird im Jahr 2024 mit nur 0,2 % Wachstum gegenüber dem Vorjahr fast unverändert erwartet.

Für 2024 wird damit gerechnet, dass sich die Ausgaben der privaten Haushalte trotz einer erwarteten leichten Steigerung des nominal verfügbaren Nettoeinkommens infolge der zurückgehenden Inflation wegen eines durch die Unsicherheiten der multiplen Krisen verursachten Sicherheitsbedürfnisses und damit einhergehender höheren Sparneigung, kaum verändern werden.

1.2 Entwicklungen der Branche

Die Corona-Krise hatte einen langfristigen Trend beschleunigt, der bereits seit dem Jahr 2015 deutlich erkennbar war. Die Umsätze im Onlinehandel lagen bereits im Jahr 2020 um 23,8 % deutlich über denen des Jahres 2019. Im Jahr 2021 hat sich dieser Trend mit einem Gesamtumsatz im E-Commerce von rund 87 Milliarden Euro in Deutschland und einem Plus von 19 % weiter fortgesetzt. Seit 2022 gehen die Umsätze wieder zurück. Dieser Trend setzte sich auch 2023 fort, indem sich die Aktivität der Kundinnen und Kunden im Onlinehandel weiter abkühlte. Der Anteil regelmäßig aktiver Onlinekunden, die innerhalb der letzten sieben Tage eingekauft haben, fiel auf nur noch 34,3 Prozent. Das ist deutlich weniger als im Jahr 2019, als der Anteil im Jahresmittel noch rund 40 Prozent erreichte, und weiter unter dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Skepsis gegenüber günstigeren ausländischen Anbietern aktuell sinkt. Danach gefragt, ob Kundinnen und Kunden (aller Altersklassen) bereits sind, bei ausländischen Shops einzukaufen, wenn die Preise niedriger sind, stimmten mit 22,1 Prozent deutlich mit "voll und ganz" mehr zu als bei der Vergleichsmessung aus dem Jahr 2022 (16,8 Prozent). Insgesamt würden aktuell 61,0 Prozent der Kundinnen und Kunden "eher" oder "voll und ganz" einen ausländischen Anbieter vorziehen, wenn der Einkauf dort günstiger ist.

Für 2024 wird damit gerechnet, dass sich der langfristige Trend zu einem Umsatzwachstum im Online-Handel wieder durchsetzen wird; insbesondere, da der Anstieg der Lebenshaltungskosten durch eine entsprechende Erhöhung der Arbeitslöhne wieder aufgefangen wird. Für den Gesamtmarkt wird für 2024 ein Umsatzwachstum von 2% erwartet.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Im Geschäftsjahr 2023 ist der in 2022 zu verzeichnende Umsatzrückgang gegenüber 2021 wieder zu einem großen Teil aufgeholt und es wurden bereits wieder 85% der Umsatzerlöse des bisher umsatzstärksten Geschäftsjahres erreicht.

Das Umsatzwachstum gegenüber 2022 beträgt 9%.

Der Rohertrag ist um 3,8 Mio. Euro (= 12,9 %) auf nunmehr 33,3 Mio. Euro gestiegen. Die Rohertragsmarge ist um rd. 1,6 %-Punkte verbessert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um rd. 0,3 Mio. Euro höher als im Vorjahr ausgefallen.

Das Ergebnis vor Zinsaufwendungen und Steuern (EBIT) beträgt im Geschäftsjahr 666 TEUR gegenüber dem Vorjahr in Höhe von - 2.129 TEUR.

Diese Verbesserung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr beruht insbesondere auf der starken Steigerung der Umsatzerlöse bei besserer Auslastung der im Vorjahr erfolgten Anmietung zusätzlicher Lagerflächen. Insoweit hat die im Vorjahr erfolgte Sicherung von Lagerkapazitäten mit zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens beigetragen. Die weitere Verringerung der Personalkosten um 0,7 Mio. Euro konnte den Mehraufwand für Lagermieten vollständig kompensieren.

Insgesamt wurde mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 8 TEUR ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt.

Mit dem bereits in 2021 erfolgten Ausbau der Logistikflächen in Rade und der Anmietung eines Lagers in Schwanewede (Bremen) wurden die für das Umsatzwachstum notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen. Die durch das Auftreten der Corona-Pandemie und ihrer Beendigung ausgelösten Schwankungen führen zwar zu einer vorübergehenden Unterauslastung der geschaffenen Lagerkapazitäten, diese stellen jedoch gleichzeitig die Basis für das weitere Wachstum des Unternehmens dar.

Der bereits im Vorjahr verminderte Personalaufwand konnte aufgrund optimierter Lagerabläufe trotz der Umsatzsteigerung von 9% um 20 % gegenüber dem Vorjahr auf 2.810 TEUR vermindert werden.

a) Ertragslage

Die Umsätze der MH Handel GmbH in Höhe von 72,9 Mio. Euro werden fast ausschließlich im Online-Handel erzielt. Der Rohertrag stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich von 44,2% auf 45,7% des Umsatzes. Mit dem im Geschäftsjahr erzielten geringfügigen Jahresfehlbetrag in Höhe von 8 TEUR wurde ein um 2.787 TEUR verbessertes Ergebnis als im Vorjahr erreicht.

Kennzahlen Geschäftsjahr Vorjahr
Umsatzerlöse in T€ 72.863 66.793
Jahresfehlbetrag in T€ -8 -2.795
Rohertrag (in Prozent vom Umsatz) 45,7 % 44,2 %

b) Finanzlage

Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen aus Eigenmitteln der Gesellschaft sowie Lieferantenkrediten innerhalb der Unternehmensgruppe.

c) Vermögenslage

Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Sachinvestitionen getätigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben mit 4,2 Mio. Euro ebenso nahezu unverändert wie die sonstigen Vermögensgenstände von 1,85 Mio. Euro.

Die Vorräte sind um rd. 11,7 Mio. Euro auf nunmehr rd. 27,5 Mio. Euro vermindert.

Zum 31.12.2023 verfügt das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 2,4 Mio. Euro sowie ein Eigenkapital in Höhe von 2,07 Mio. Euro.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Neben einem schwerpunktmäßigen Umsatz- und Gemeinkostencontrolling stehen vor allem lohn- und gehaltsbezogene Kennzahlen, (Lager-)Raumkosten, Kosten der Warenabgabe und Werbekosten im Fokus.

Darüber hinaus spielen Instrumente zur Liquiditätsplanung und -steuerung (kurz- und mittelfristiges Cashflow-Controlling sowie eine langfristige Liquiditätsplanung) eine wesentliche Rolle.

Zusätzlich beobachten wir permanent die Entwicklung des Online-Handels, insbesondere im Bereich Home & Garden sowie die branchenbezogenen Trends.

4. Gesamtaussage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 konnten wir unsere Marktposition in einem für unser Handelssortiment schwierigem Umfeld weiter positiv entwickeln. Die Umsatzsteigerung um 9% konnte den Vorjahresrückgang wieder zu einem großen Teil ausgleichen und zeigt die Fähigkeit des Unternehmens, sich dynamisch am Markt zu betätigen. Der im Geschäftsjahr erreichte Umsatz liegt um 254% über demjenigen des Vor-Corona-Jahres 2019.

Der Rohertrag hat sich mit +12,9% überproportional zum Umsatz (+9%) entwickelt.

Die erfolgreiche Anknüpfung an die während der Corona-Pandemie erzielten Umsatzsteigerungen zeigt, dass der kurzzeitige Umsatzrückgang im Vorjahr auf Sondereffekte zurückzuführen ist und die Entscheidungen der Geschäftsführung in den Vorjahren für den Ausbau und die Verbesserung der Lagerkapazitäten insgesamt erfolgreich war.

Die schnelle Rückkehr zu einem starken Umsatzwachstum und das gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr bestätigen den Kurs der Geschäftsführung, den Marktanteil im Internethandel kontinuierlich auszubauen und die Bekanntheit der Marke Aosom weiter zu stärken.

Dabei werden die bei der Besetzung der Handelsplattformen seit den Jahren der Unternehmensgründung gewonnenen Erfahrungen und langjährig aufgebauten Kernkompetenzen des Unternehmens im Bereich des Online-Handels weiterhin zum Unternehmenserfolg beitragen.

III. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

1. Kurzfristige Entwicklung

Das Geschäftsjahr 2024 wird durch eine unveränderte Konsumentennachfrage geprägt sein. Dabei ist zu erwarten, dass die Preissensitivität der Konsumenten dazu führt, dass die von dem Unternehmen angebotenen preisgünstigen Produkte verstärkt nachgefragt werden. Ziel wird es sein, durch effiziente Logistikabläufe und ausreichende Logistikkapazitäten die zu erwartende Nachfragesteigerung optimal zu nutzen.

Diese bestehenden Logistikflächen ermöglichen es der Gesellschaft, ihre langfristigen Wachstumsziele zu erreichen. Neben dem Kerngeschäft sollen künftig auch verstärkt Logistikdienstleistungen im Bereich der Lagerhaltung und Kommissionierung angeboten werden.

2. Mittel- bis langfristige Entwicklung

Die Gesellschaft verfügt als Teil einer internationalen Unternehmensgruppe mit langjährigen guten Erfahrungen und Lieferbeziehungen zu den wichtigen Produktionsstandorten in Fernost, in Kombination mit den in ihrer Wachstumsphase gewonnenen regionalen Kenntnissen der örtlichen Handelsplattformen und Märkte über hervorragende Voraussetzungen, eine starke Stellung auf ihrem Zielmarkt zu erreichen.

Zur Absicherung gegen geopolitische Entwicklungen, wie den aktuell stark gestiegenen Preisen für den Seetransport der Waren, werden künftig insbesondere Lieferantenbeziehungen zu europäischen Herstellern aufgebaut.

Nach dem erfolgten Ausbau der Logistikflächen in Deutschland wird langfristig eine Erweiterung der Logistikflächen in den Nachbarländern angestrebt, um die Lieferzeiten zu verkürzen und eine größere Nähe zu den jeweiligen Zielmärkten zu erreichen.

In Deutschland sollen die Logistikstandorte in Rade (Hamburg) und Schwanewede (Bremen) gestärkt werden.

Das wirtschaftliche Geschäftsrisiko des Unternehmens ist gering, da die Ergebnisse in hohem Maße von der als gesichert anzusehenden Verfügbarkeit der Waren sowie der vorhandenen guten Organisation der Handelsplattformen und der Logistik abhängen.

3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das Management verfügt als Konzerngesellschaft über ein leistungsfähiges und weltweit erfolgreich umgesetztes e-commerce-Modell. Es bestehen daher nur geringe Risiken im Hinblick auf die Verfügbarkeit, Effizienz und Zuverlässigkeit der IT-Systeme.

Entsprechendes gilt für die Beurteilung der Beschaffungsrisiken. Das Kernsortiment wird fast ausschließlich über konzernangehörige Lieferanten bezogen.

Forderungsrisiken bestehen allenfalls in sehr geringem Umfang, da die Belieferung von Endkunden im Online-Handel zu großen Teilen gegen Vorkasse erfolgt. Soweit Bonitätsrisiken von Handelspartnern identifiziert werden, sollen künftig verstärkt Warenkreditversicherungen eingesetzt werden.

Das Warenbestandsrisiko wird durch ein aktives Warenwirtschaftsmanagement beobachtet. Durch eine laufende Verwertung von Retouren-Ware und Kontrolle der Liegezeiten wird eine ausreichende Vorsorge für das "Altwarenrisiko" getroffen.

Das Unternehmen wird die sich aus dem sich fortsetzenden Trend zur Nutzung des Online-Handels bietenden Wachstums-Chancen nutzen können, da es auf leistungsfähige Lieferanten zurückgreifen kann.

Weitere Wachstumschancen ergeben sich aus dem kontinuierlichen Ausbau der Marktpräsenz in den Niederlanden, Skandinavien, Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz sowie der konsequenten Nutzung neuer wachstumsstarker Plattformen wie Shein und Temu.

4. Prognose

Wir erwarten für das Jahr 2024, dass die Nach-Corona-Effekte überwunden werden, und das angebotene Warensortiment eine verstärkte Nachfrage erfährt. Insgesamt wird ein starkes Umsatzwachstum von 30 % auf dann 95 Mio. Euro angestrebt.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir trotz der aufgrund einer in diesem Jahr zu erwartenden größeren Forderungsabschreibung über 0,8 Mio. Euro wieder mit einem zumindest ausgeglichenen Ergebnis.

Für das Jahr 2025 gehen wir von einem sich nachhaltig fortsetzenden Umsatzwachstum aus. Angestrebt wird ein Umsatzwachstum von 20 % und ein Jahresüberschuss in Höhe von 2,0 Mio. Euro.

Wir sind jederzeit in der Lage, die im Wachstumsmarkt Online-Handel liegenden Wachstumspotentiale auszuschöpfen und die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens zu schaffen.

 

Hamburg, 21. Oktober 2024

gez. Chunhua Wang

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.464.734,42 3.784.589,42
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
II. Sachanlagen 3.464.732,42 3.784.587,42
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.464.732,42 3.784.587,42
B. Umlaufvermögen 36.019.387,06 47.775.170,23
I. Vorräte 27.538.854,66 39.269.233,29
1. fertige Erzeugnisse und Waren 27.538.854,66 39.269.233,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.087.506,55 6.078.565,30
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.238.798,22 4.251.290,97
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.848.708,33 1.827.274,33
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.393.025,85 2.427.371,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 143.676,31 190.590,37
Bilanzsumme, Summe Aktiva 39.627.797,79 51.750.350,02

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.074.323,80 2.082.207,52
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 10.000.000,00 10.000.000,00
III. Verlustvortrag 8.017.792,48 5.222.837,38
IV. Jahresfehlbetrag 7.883,72 2.794.955,10
B. Rückstellungen 900.370,14 799.196,79
1. Steuerrückstellungen 683.370,14 544.196,79
2. sonstige Rückstellungen 217.000,00 255.000,00
C. Verbindlichkeiten 36.605.058,85 48.868.945,71
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.640,99 20.142,72
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.590.769,62 943.191,09
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.954.497,47 44.821.863,20
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.054.150,77 3.083.748,70
davon aus Steuern 1.592.763,25 655.647,57
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.168,16 2.812,20
D. Rechnungsabgrenzungsposten 48.045,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 39.627.797,79 51.750.350,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 72.862.649,41 66.792.886,16
2. sonstige betriebliche Erträge 2.072.366,30 1.767.900,49
davon Erträge aus Währungsumrechnung 1.514.831,47 1.607.003,08
3. Materialaufwand 39.546.424,69 37.291.544,18
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.546.424,69 37.291.548,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 -4,52
4. Personalaufwand 2.810.426,21 3.510.128,23
a) Löhne und Gehälter 2.310.747,07 2.902.849,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 499.679,14 607.278,71
davon für Altersversorgung 2.758,48 657,10
5. Abschreibungen 460.143,45 373.556,99
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 381.434,80 373.556,99
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 78.708,65 0,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 31.333.550,61 29.514.774,72
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 925.449,71 25.801,26
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.036,84 23.478,08
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 645.027,16 642.230,55
9. Ergebnis nach Steuern 110.406,75 -2.794.926,10
10. sonstige Steuern 118.290,47 29,00
Jahresfehlbetrag 7.883,72 2.794.955,10

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MH Handel GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Hamburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Hamburg
Register-Nr.: 141235

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlicher Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag gemäß § 256 a Satz 2 HGB bewertet (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB).

Fremdwährungsverbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen werden zu einem zwischen den Parteien zum Jahresbeginn festgelegten Wechselkurs bewertet (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB).

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.646,05 0,00 0,00 18.646,05
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.791.057,72 61.579,80 0,00 4.852.637,52
4.809.703,77 61.579,80 0,00 4.871.283,57
Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.644,05 0,00 0,00 18.644,05 2,00 2,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.006.470,30 381.434,80 0,00 1.387.905,10 3.464.732,42 3.784.587,42
1.025.114,35 381.434,80 0,00 1.406.549,15 3.464.734,42 3.784.589,42

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen von insgesamt TEuro 217 sind Rückstellungen für den Personalbereich von TEuro 117 und für Jahresabschluss und Prüfung von TEuro 100 enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

Davon mit einer Restlaufzeit Davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr Vorjahreswert
EUR
mehr als einem Jahr Vorjahreswert
EUR
von mehr als fünf Jahren Vorjahreswert
EUR
EUR Arten der Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.640,99 5.640,99 0,00 0,00 0,00
20.142,72 20.142,72 0,00 0,00
2. erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.590.769,62 1.590.769,62 0,00 0,00 0,00
943.191,09 943.191,09 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.954.497,47 31.954.497,47 0,00 0,00 0,00
44.821.863,20 44.821.863,20 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.054.150,77 2.164.611,38 889.539,4 0,00 1.377.538,89 Eigentumsvorbehalt
3.083.748,70 1.647.547,72 1.436.200,98 117.225,00 1.971.964.78
36.605.058,85 35.715.519,46 2.325.740,37 0,00 1.377.538,89
48.868.945,71 47.432.744,73 1.436.200,98 117.225,00 1.971.964,78

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Anhangsangabe gemäß § 285 Nr. 3a HGB)

Der Gesellschaft entstehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Lager- und Büroräume:

TEuro
2024 4.384
2025-2028 17.131
2029 ff. 29.888
51.403

Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsätze gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Deutschland 60.988 55.910
EU 10.935 10.696
Übrige Länder 940 187
72.863 66.793

Angaben zu außergewöhnlichen Aufwands- und Ertragsposten (§ 285 Nr. 31 HGB)

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge für Währungsumrechnungen in Höhe von TEuro 1.515 enthalten. Weitere Erträge oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung oder Größenordnung liegen nicht vor.

Sonstige Angaben

Honorare des Abschlussprüfers

2023
TEUR
Abschlussprüferleistungen 30
andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 0
30

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Logistikmitarbeiter 34
Verwaltungsmitarbeiter 23
leitende Angestellte 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 58

Namen der Geschäftsführer

Während des Geschäftsjahres 2023 bis zum Bilanzaufstellungszeitpunkt erfolgte die Geschäftsführung durch:

- Chunhua Wang ausgeübter Beruf: Kauffrau

Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden 0 Euro gewährt.

Einbeziehung in den Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der AOSOM E-Commerce, Inc., Ningbo, China, die gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AOSOM E-Commerce, Inc., Ningbo, China, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag von 7.883,72 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hamburg, den 21. Oktober 2024

gez. Chunhua Wang

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MH Handel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MH Handel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MH Handel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, 21. Oktober 2024

Rades Wirtschaftsprüfung GmbH
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