GoTo Technologies Germany GmbH

Ostra-Allee 9, 01067 Dresden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 713721
Vorher
Netviewer GmbHCitrix Online Germany GmbHGetGo Germany GmbHLogMeIn Germany GmbH
Eingetragen
25.1.2012
Branche
Entwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieProgrammierungstätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Die Entwicklung, Programmierung und der Vertrieb von Softwareprogrammen, einschließlich der damit verbundenen Beratungs- und Anpassungsleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
John Joseph Markey II
seit 8.12.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GoTo Technologies Germany GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

GoTo Technologies Germany GmbH, Karlsruhe

Unternehmensprofil und Überblick

GoTo ist ein vertrauenswürdiger Partner für Unternehmen jeder Größe, um sich zu vernetzen, zusammenzuarbeiten, die Belegschaft zu sichern und Mitarbeiter und Kunden zu unterstützen. Die oberste Muttergesellschaft der GoTo hat ihren Hauptsitz in Boston, Massachusetts, USA, mit hundertprozentigen Tochtergesellschaften in Nordamerika, Mittelamerika, Südamerika, Europa, Asien und Australien.

Zu den von GoTo angebotenen Produkten gehören unter anderem:

Geschäftskommunikation

GoToConnect

Zusammenarbeit

GoToMeeting, GoToWebinar, GoToTraining

IT-Management und -support

GoTo Resolve, Rescue, GoToMyPC, Miradore, Central, Pro

Entwicklung der Branche

Laut der Capgemini-Studie IT-Trends im Jahr 2024 "erhöhen nicht mehr so viele Organisationen wie im Vorjahr die IT-Budgets, es wird aber auch nicht massiv gekürzt. Unternehmen investieren jetzt einen größeren Anteil der IT-Budgets in die Implementierung und Entwicklung neuer Systeme [...]. Die Ziele für die IT sind in diesem Jahr die Erhöhung von Sicherheit und Geschwindigkeit sowie die bessere Integration von Anwendungen und Systemen." (QUELLE - Seite 4 der vorgenannten Studie '2. Executive Summary - Technologieausgaben und -ziele').

Die Stimmung in der Wirtschaft ist der des Vorjahres sehr ähnlich und Unternehmen gehen mit der nach wie vor schwierigen Situation auch ähnlich um: Trotz der unsicheren Konjunkturaussichten werden die meisten Projekte offenbar fortgeführt und es wird weiterhin in neue Technologien investiert. Die Prognosen für 2025 sind ähnlich (QUELLE - Seite 8 der vorgenannten Studie '4. Technologieausgaben und Ziele').

Das Online-Informationsportal Statista hat eine Vielzahl von Statistiken ausgewertet und kommt zu dem Schluss, dass die Umsätze der IT-Branche in Deutschland ab 2020 die 100-Milliarden-Euro-Marke überschritten haben und 2024 voraussichtlich die 150-Milliarden-Euro-Marke überschreiten werden (QUELLE - Statista-Screenshot).

Auch die Bitkom Research GmbH (BITKOM-Studie 2024) hat für 2024 eine positive Prognose für den deutschen IT- und Telekommunikationsmarkt mit ITK-Produkten und -Dienstleistungen veröffentlicht, die den Wachstumstrend von 2023 fortsetzt. Während der ITK-Markt im Jahr 2023 um 2 % auf 215 Mrd. EUR zulegte, wird für 2024 ein Anstieg von 4,4 % prognostiziert. Das Segment Telekommunikation ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % gestiegen (für 2024 wird ein Anstieg um 1 % prognostiziert). Das Segment Telekommunikationsinfrastruktur stieg 2023 um 4,4 % und die IT-Dienste um 5,1 %. Nur die IT-Dienstleistungen werden 2024 voraussichtlich um 4,8 % steigen, während für das Segment Telekommunikationsinfrastruktur ein Rückgang um 1 % prognostiziert wird. Der Markt im Softwaresegment wuchs um 9,6 %, wobei ein weiteres Wachstum von 9,4 % im Jahr 2024 erwartet wird. Das Hardwaresegment schrumpfte im Jahr 2023 um 5,4 %, während für 2024 ein Wachstum von 4,6 % prognostiziert wird. (QUELLE - Bitcom ITK-Marktzahlen, Januar 2024)

Geschäftsverlauf während des Berichtsjahres

Ertragslage

GoTo Germany erzielt ihre Umsatzerlöse auf Basis konzerninterner Cost+ Verrechnungspreisvereinbarungen mit der GoTo Technologies Ireland Unlimited Company, Irland, und nur noch in sehr geringem Umfang mit der LastPass Germany GmbH (Vj. LastPass Ireland Limited, Irland).

Wie im Vorjahr stellte GoTo keine Rechnungen an Drittkunden aus, sondern ausschließlich an die jeweiligen Konzerngesellschaften. Die Umsatzgenerierung der GoTo Technologies Germany GmbH basiert auf internen Cost+ Verrechnungspreisabkommen (Weiterverrechnung von Marketingleistungen und Verwaltungskosten, sowie Forschungs- und Entwicklungskosten) mit der GoTo Technologies Ireland Unlimited Company und der LastPass Germany GmbH (Vj. LastPass Ireland Limited, Irland.) Insgesamt beliefen sich die Umsätze aus konzerninternen Verrechnungen in 2023 auf 44,4 Mio. EUR (Vj. 53,4 Mio. EUR).

Die Vorjahresprognose eines Jahresumsatzes in etwa auf dem Niveau der Jahre 2020 und 2021, die jeweils leicht über 50 Mio. EUR lagen, konnte damit in 2023 nicht erreicht werden. Dies resultiert insbesondere aus den Restrukturierungsmaßnahmen und dem damit einhergehenden deutlichen Personalabbau im Geschäftsjahr, was - vor Restrukturierungskosten - zu deutlich geringeren, im Rahmen der Cost+ Verrechnungspreisvereinbarungen weiterberechneten Personal-, Werbe- und Reisekosten und damit zu geringeren Umsätzen geführt hat.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.216 gegenüber TEUR 2.244 im Vorjahr. Diese betreffen im Geschäftsjahr Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen (TEUR 694; Vj. EUR 0), Erträge aus der einmaligen Weiterverrechnung von Personalkosten an ein Schwesterunternehmen (TEUR 360; Vj. EUR 0), Erträge aus der Auflösung der im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten passivierten Linearisierung von Aufwendungen für Staffelmieten, aufgrund der vorzeitigen Beendigung des Mietvertrages für die Büroflächen am Standort Karlsruhe (TEUR 136; Vj. TEUR 143), sowie verschiedene weitere sonstige betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 26 (Vj. TEUR 1). Im Vorjahr waren zudem Erträge aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches LastPass an ein Schwesterunternehmen enthalten (TEUR 2.100).

Die bezogenen Leistungen haben sich im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens um TEUR 4.552 auf TEUR 1.194 (Vj. TEUR 5.746) vermindert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus deutlich geringeren eingekauften Marketingleistungen und den im Vorjahr noch angefallenen einmaligen Kosten für das Rebranding von LogMeIn auf GoTo.

Der Personalaufwand sank, trotz der im Rahmen der Personalmaßnahmen angefallenen Restrukturierungskosten in Höhe TEUR 5.030 (Vj. TEUR 213), gegenüber Vorjahr um TEUR 1.705 auf TEUR 33.883 (Vj. TEUR 35.588).

Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von TEUR 5.850 (Vj. TEUR 7.188) setzt sich im Wesentlichen aus Mietkosten, Rechts- und Beratungskosten, Reisekosten sowie Kosten der Restrukturierungsmaßnahmen (TEUR 1.875; Vj. TEUR 1.066) insbesondere aufgrund der vorzeitigen Nutzungsaufgabe von Mietflächen in Karlsruhe, München und Dresden zusammen.

Bei den Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.078 (Vj. TEUR 1.985) handelt es sich zum einen um planmäßige Abschreibungen, zum anderen - vergleichbar zum Vorjahr - um erhöhte Abschreibungen auf das Anlagevermögen, welches aufgrund der vorzeitigen Nutzungsaufgabe von Mietflächen in Karlsruhe, München und Dresden auf die deutlich verkürzte verbleibende Restnutzungsdauer abgeschrieben wurde.

Bei den Steuern handelt es sich um die auf das Ergebnis entfallende Körperschaft- und der Gewerbesteuer für das Jahr 2023.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.374 (Vj. TEUR 3.416). Der Jahresüberschuss bewegt sich damit unterhalb der Prognose des Vorjahres, eines Niveaus der Jahre 2020 und 2021 (rd. TEUR 2.000). Der Rückgang ist insbesondere im rückläufigen Gesamtumsatz begründet.

Die Geschäftsführung beurteilt den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 dennoch insgesamt als positiv.

Bilanzstruktur, Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen setzt sich aus Immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 2), aus Sachanlagen in Höhe von TEUR 625 (Vj. TEUR 2.398) sowie Finanzanlagen in Höhe von TEUR 543 (Vj. TEUR 543) zusammen. Der Rückgang des Anlagevermögens ist insbesondere in den hohen Abschreibungen aufgrund der verkürzten Restnutzungsdauern im Zusammenhang mit der Nutzungsaufgabe von Mietflächen an den Standorten Karlsruhe, München und Dresden und der einhergehenden geringen Investitionstätigkeit begründet.

Die Forderungen mit insgesamt TEUR 5.224 (Vj. TEUR 7.896), bestehen in Höhe von TEUR 5.020 aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 204 (Vj. TEUR 776).

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 betrugen die liquiden Mittel TEUR 918 (Vj. TEUR 1.273).

Bei einer Bilanzsumme von TEUR 7.414 (Vj. TEUR 12.535) beträgt das gezeichnete Kapital der Gesellschaft, vermindert um eigene Anteile, unverändert EUR 51.710 (Vj. EUR 51.710).

Die Steuerrückstellungen betragen nach Berücksichtigung der tatsächlich geleisteten Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr TEUR 1.014 (Vj. TEUR 836). Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 4.747 (Vj. TEUR 5.416) und betreffen im Wesentlichen Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.280 (Vj. TEUR 918), Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 1.859 (Vj. TEUR 3.094) sowie ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 349 (Vj. TEUR 799). Die sonstigen Rückstellungen fielen insgesamt, insbesondere im Bereich der sonstigen Personalrückstellungen aufgrund getroffener Personalmaßnahmen. Gegenläufig entwickelten sich hingegen die Rückstellungen aufgrund der vorzeitigen Beendigung verschiedener Mietverträge an den Standorten Karlsruhe, München und Dresden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 111 (Vj. TEUR 541) wovon TEUR 18 (Vj. TEUR 80) gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch den operativen Cashflow. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Mitarbeiter

Zum Jahresende 2023 waren bei der Gesellschaft 263 (Vj. 339) festangestellte Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 293 Mitarbeiter (Vorjahr: 330) dauerhaft beschäftigt.

Forschung und Entwicklung für die Produkte der GoTo-Gruppe

Die bei Goto Germany durchgeführten Neuentwicklungen für die Produkte der GoTo-Gruppe fanden in folgenden Bereichen statt:

• Produktentwicklung für GoTo Meeting, GoTo Webinar und GoTo Training

• Weiterentwicklung der web-basierten Join-Flows für obige Produkte

• Produktentwicklung für GoTo Resolve, Rescue und GoToMyPC

• Weiterentwicklung der web-basierten Applikation für GoTo Resolve

• Weiterentwicklung der Mediendatenverarbeitungsplattform für GoTo Resolve ("Next Gen Media Infrastructure")

• Entwicklung einer neuen Echtzeit-Audioinfrastruktur für GoTo Meeting, Webinar und Training ("Bridge 3")

• Neuentwicklung von GoTo Resolve Produktfeatures inkl. Remote Monitoring and Management, Helpdesk, Asset Management, Alerting, GoPilot AI Assistent

• Entwicklung neuer Produktfeatures in allen Bereichen: Webcam-Zoom, Realtime Transcription, Client Lifecycle Management, und vielem mehr.

• Weiterentwicklung von Rescue Produktfeatures inkl. web-basierter Technikerkonsole, Unterstützung von Intel vPro, Unterstützung von beaufsichtigten und unbeaufsichtigten Sitzungen auf dem Linux-Betriebssystem

• Optimierung der Infrastruktur mit dem Ziel besserer Verfügbarkeit, Skalierbarkeit, geringerer Betriebskosten

• Kontinuierliche Optimierung der Produktstabilität für GoTo Resolve , GoTo Meeting, GoTo Webinar und GoTo Training-Sitzungen

• Verbesserung der Wartbarkeit der Software

Chancen und Risiken

Unser Risikomanagementsystem dient der Sicherheit und dem Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens, indem es Einzelrisiken angemessen steuert und transparent aufbereitet. Es gewährleistet eine vorausschauende Identifikation und Kontrolle von Risiken. Dies ist unseres Erachtens eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen geschäftlichen Erfolg, denn Risiken sind untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden.

Unsere Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und unseren Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern.

Die Risikostrategie basiert auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzfeldern gehen wir unseres Erachtens angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf dritte Risikoträger.

Wir identifizieren und überwachen unter anderem die folgenden Risiken im Zusammenhang mit unserem Geschäft:

• Unsere Betriebsergebnisse können aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken, von denen viele außerhalb unserer Kontrolle liegen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Auswirkungen der Inflation auf unsere Kosten, steigende Zinssätze und geopolitische Ereignisse wie Krieg, Kriegsdrohungen oder Terroranschläge.

• Wenn unsere Dienste oder Computersysteme erfolgreich angegriffen werden, kann unser Ruf beschädigt werden.

• Sich entwickelnde Vorschriften und rechtliche Verpflichtungen in Bezug auf, Datenschutz und Informationssicherheit sowie unsere tatsächliche oder wahrgenommene Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen könnten sich nachteilig auf unser Geschäft auswirken.

• Wir sind auf unser hochqualifiziertes Personal angewiesen, um zu wachsen und unser Geschäft zu betreiben. Wenn wir nicht in der Lage sind, solches Personal einzustellen, zu halten und zu motivieren, sind wir möglicherweise nicht in der Lage, effektiv zu wachsen.

Die Geschäftsführung sieht hierin jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken.

Wir sehen folgendes als unsere Marktchance:

• In einer Zeit, in der die Nachfrage nach flexiblerem und hybriderem Arbeiten weiter steigt, helfen unseres Erachtens die Produkte der GoTo-Gruppe Unternehmen praktisch jeder Größe, ihre Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, von überall aus über eine einzige einheitliche Kommunikation- und Supportanwendung zu arbeiten. Die cloudbasierten Konnektivitätsdienste GoTo's ermöglichen Benutzern die Arbeit an Heim- /Telearbeitsplätzen in sicheren Online- oder cloudbasierten Diensten, die Unterstützung und Verwaltung von Remotecomputern und anderen internetfähigen Geräten sowie die Zusammenarbeit mit anderen Nutzern.

Als Geschäftsstärken, die die Goto-Gruppe unseres Erachtens von der Konkurrenz unterscheiden und der Schlüssel zu unserem Erfolg sind, sehen wir zudem:

• Große etablierte Benutzergemeinschaft. Diese Nutzer fördern das Bewusstsein für die GoTo Dienste durch persönliche Empfehlungen, soziale Medien und andere Online-Kommunikationsmethoden und eröffnen so den Zugang zu neuen wichtigen Kunden, an die GoTo Ihre Premium-Dienste vermarkten und verkaufen kann.

• Online- und cloudbasierte Belieferung. Durch die Online-Bereitstellung der GoTo Dienste über die Cloud können neue Kunden mit geringen zusätzlichen Kosten gewonnen und bedient und neue Anwendungen und Upgrades schnell und effizient zur Verfügung gestellt werden.

• Hohe wiederkehrende Einnahmen und hohe Transaktionsvolumina. GoTo's Abonnementbasis bietet ein hohes Maß an wiederkehrenden Einnahmen und Vorhersehbarkeit im Vergleich zu herkömmlichen, auf unbefristeten Lizenzen basierenden Geschäftsmodellen.

Diese Stärken und das Marktpotenzial bieten u.E. den Mitarbeitern von GoTo Germany die Möglichkeit, die GoTo-Gruppe durch ihre Vertriebs- und Entwicklungsarbeit zu stärken und erfolgreicher zu machen.

Ausblick

Ziel der GoTo-Gruppe ist es, unsere Position als Anbieter essenzieller Cloud-basierter Dienste für alle internetfähigen Geräte auszubauen. Um dies zu erreichen und zu unterstützen, beabsichtigen wir:

• Produktentwicklung und Ausbau unseres Service-Portfolios

Wir werden unsere Produkte weiterentwickeln und die Produktstabilität stetig optimieren. Wir beabsichtigen weiterhin, in die Entwicklung neuer cloud-basierter Connectivity-Leistung für Unternehmen, IT-Dienstleister, Verbraucher und mobile Fachleute zu investieren.

• Akquisition neuer Kunden

Die GoTo-Gruppe gewinnt neue Kunden durch kostenpflichtige Online-Werbung, um Besucher auf die Website zu locken. GoTo ermutigt auch seine Website-Besucher, die kostenlosen Dienste auszuprobieren oder sich für kostenlose Testversionen seiner Premium-Dienste zu registrieren. GoTo ergänzt diese Online-Bemühungen mit E-Mail und anderen traditionellen Marketingkampagnen und durch die Teilnahme an Fachveranstaltungen und webbasierten Seminaren. Die bei GoTo Germany dabei anfallenden Marketing- und Vertriebskosten werden unserem Unternehmen im Rahmen der geltenden Kostenaufschlagsvereinbarung zu entsprechenden Einnahmen verhelfen.

• Steigerung des Umsatzes mit bestehenden Kunden

Die Goto-Gruppe bietet das Up-Selling und Cross-Selling ihres breiten Dienstleistungsportfolios für den bestehenden Premium-Kundenstamm an. Um diese Basis weiter zu durchdringen, arbeiten wir daran dieses Dienstleistungsportfolio weiterhin durch E-Commerce und traditionelle Verkaufskanäle erfolgreich zu vermarkten.

• Ausbau unseres Service-Portfolios

Wir beabsichtigen, weiterhin in die Entwicklung neuer cloud-basierter Connectivity- Leistung für Unternehmen, IT-Dienstleister, Verbraucher und mobile Fachleute zu investieren.

• Umstrukturierung

Im Geschäftsjahr 2024 haben wir weitere Umstrukturierungsmaßnahmen durchgeführt, die zu einer Verringerung des Personalbestands geführt haben.

Wir erwarten für die GoTo Technologies Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzniveau in Höhe von rd. 31 Mio. EUR und einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.200.

Wir weisen abschließend darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse von unseren Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

Dresden, 15.11.2024

GoTo Technologies Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Michael J. Donahue

John Joseph Markey II

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.210,48 2.531,00
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.210,48 2.531,00
B. Sachanlagen 625.082,39 2.398.002,03
I. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 625.082,39 2.367.915,26
II. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 30.086,77
C. Finanzanlagen 542.857,74 542.857,74
I. Sonstige Ausleihungen 542.857,74 542.857,74
D. Umlaufvermögen 6.142.004,63 9.168.275,00
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.224.234,75 7.895.660,59
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.019.795,32 7.120.093,62
2. Sonstige Vermögensgegenstände 204.439,43 775.566,97
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 917.769,88 1.272.614,41
E. Rechnungsabgrenzungsposten 102.990,74 423.658,26
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.414.145,98 12.535.324,03

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.457.682,44 5.584.161,45
I. Gezeichnetes Kapital 88.480,00 88.480,00
1. Eigene Anteile -36.770,00 -36.770,00
2. 51.710,00 51.710,00
II. Gewinnrücklage 27.382,73 27.382,73
III. Bilanzgewinn 1.378.589,71 5.505.068,72
B. Rückstellungen 5.761.689,43 6.251.334,73
1. Steuerrückstellungen 1.014.397,75 835.514,88
2. Sonstige Rückstellungen 4.747.291,68 5.415.819,85
C. Verbindlichkeiten 194.774,11 540.800,01
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 93.139,68 460.403,17
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.272,23 80.396,84
3. Sonstige Verbindlichkeiten 83.362,20 0,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 159.027,84
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.414.145,98 12.535.324,03

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 44.426.816,78 53.438.090,79
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.216.124,35 2.243.964,60
3. Materialaufwand 1.194.113,07 5.746.412,67
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.194.113,07 5.746.412,67
4. Personalaufwand 33.882.505,57 35.588.354,36
a) Löhne und Gehälter 29.468.786,16 30.618.491,59
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.413.719,41 4.969.862,77
5. Abschreibungen 2.078.210,64 1.985.316,18
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.078.210,64 1.985.316,18
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.850.339,80 7.188.078,36
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.501,32 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 26.501,32 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.336,26 10.890,77
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.281.416,12 -1.746.624,28
Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 1.373.520,99 3.416.378,77

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 1.373.520,99 3.416.378,77
2. Gewinnvortrag 5.505.068,72 2.088.689,95
3. Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 5.500.000,00 0,00
4. Bilanzgewinn 1.378.589,71 5.505.068,72

Anhang für 2023

GoTo Technologies Germany GmbH, Karlsruhe

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz und Davon-Vermerke im Anhang gemacht.

Der Jahresabschluss wurde in EUR aufgestellt.

Sitz der Firma ist Karlsruhe. Das operative Geschäft wird in Dresden ausgeführt. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 713721 im Register des Amtsgerichts Mannheim eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen erfolgte die Bilanzierung und Bewertung unverändert zum Vorjahr wie folgt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibung sind die Anschaffungskosten auf die Geschäftsjahre verteilt worden, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt wird.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen.

Vermögensgegenstände, für die keine künftige Verwendung mehr besteht, werden auf ihre tatsächlich verbleibende Restnutzungsdauer oder, bei fehlender weiterer Nutzung, auf ihren Erinnerungswert abgeschrieben.

Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent pro Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. ggf. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Kursgesicherte Forderungen und Verbindlichkeiten wurden zum Sicherungskurs angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel des Anhanges dargestellt.

Finanzanlagen

Im Posten "Sonstige Ausleihungen" in Höhe von TEUR 543 spiegeln sich die langfristigen, in bar gezahlten Mietkautionen in Höhe der ursprünglichen Nettojahresmiete - zur Absicherung der Ansprüche des Vermieters - von TEUR 380 für die angemieteten Büros "Kreativpark Karlsruhe" und die Mietkautionen für die angemieteten Büroräume in Dresden mit TEUR 75 und München mit TEUR 88 wider.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.020 7.120
Sonstige Vermögensgegenstände 204 776
5.224 7.896

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.020 (Vj. TEUR 5.320) handelt es sich hauptsächlich um interne Leistungsverrechnung (Marketingdienstleistungen und Forschungs- & Entwicklungskosten) und diese entsprechen in Höhe von TEUR 5.001 (Vj. TEUR 4.519) Forderungen gegenüber dem Gesellschafter. Im Vorjahr bestanden Forderungen in Höhe von TEUR 1.800 gegenüber einer Schwestergesellschaft aus dem Verkauf eines gesamten Geschäftsbereiches. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 204 (Vj. TEUR 776) handelt es sich insbesondere um Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 203 (Vj. TEUR 390) sowie im Vorjahr um die kurzfristige Mietkaution für das Büro in Karlsruhe in Höhe von TEUR 380.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei sonstigen Rückstellungen sowie der Fremdwährungsumrechnung. Bei der Berechnung kommt ein Ertragssteuersatz von 31,66 % zur Anwendung. Der sich insgesamt ergebende Überhang aktiver latenter Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten grenzt im Wesentlichen vorschüssig gezahlte Nutzungsgebühren ab.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 88.480,00. Abzüglich der im Jahr 2021 erworbenen eigenen Anteile in Höhe von nominal EUR 36.770,00 beträgt das eingeforderte Kapital unverändert EUR 51.710,00.

Andere Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage beträgt wie im Vorjahr TEUR 27.

Bilanzgewinn

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von EUR 5.505.068,72 wurden im Geschäftsjahr EUR 5.500.000,00 an den Gesellschafter ausgeschüttet. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 setzt sich aus dem verbleibenden Gewinnvortrag in Höhe von EUR 5.068,72 (Vj. EUR 2.088.689,95), und dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.373.520,99 (Vj. EUR 3.416.378,77) zusammen.

Steuerrückstellungen

Die für das Jahr 2023 ausgewiesenen Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.014 (Vj. TEUR 836) ergeben sich nach Berücksichtigung der tatsächlich geleisteten Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2023.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.747 (Vj. TEUR 5.416) setzen sich im Wesentlichen aus Posten für Verpflichtungen aus variablen Gehältern in Höhe von TEUR 152 (Vj. TEUR 449), Bonuszahlungen in Höhe von TEUR 1.120 (Vj. TEUR 1.939), aus noch nicht genommenem Urlaub in Höhe von TEUR 587 (Vj. TEUR 706), Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 201 (Vj. TEUR 244), Restrukturierungsmaßnahmen im Personalbereich in Höhe von TEUR 710 (Vj. TEUR 0) und für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 349 (Vj. TEUR 799) zusammen. Aufgrund der vorzeitigen Beendigung verschiedener Mietverträge für einen Teil der Büroflächen am Standort Karlsruhe, München und Dresden in 2023, wurden Rückstellungen für noch anfallende Mietkosten für nicht mehr genutzte Flächen in Höhe von insgesamt TEUR 1.570 (Vj. TEUR 1.144) gebildet. Die übrigen Rückstellungen betreffen Steuerberatungs-, Prüfungs- und Erstellungskosten des Jahresabschlusses.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 93 (Vj. TEUR 460). Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 gab es zudem Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 18 (Vj. TEUR 80) die ebenfalls Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen darstellen.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Diese Position enthielt im Vorjahr die Abgrenzung vereinbarter mietfreier Perioden sowie Beträge aus Linearisierung der Aufwendungen für vereinbarte Staffelmieten für bestimmte Büroräume. Der Posten wurde im Berichtsjahr aufgrund der Nutzungsaufgabe der betreffenden Mietflächen vollständig aufgelöst.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 44.427 (Vj. TEUR 53.438) wurden in voller Höhe mit Gesellschaften auf Basis von Verrechnungspreisabkommen innerhalb des Konzernkreis generiert. Davon entfallen TEUR 44.408 (Vj. TEUR 47.023) auf das Mutterunternehmen in Dublin, Irland, sowie TEUR 19 (Vj. TEUR 6.415) auf LastPass Germany GmbH (Vj. LastPass Ireland Limited, Dublin, Irland).

Sonstige betriebliche Erträge

Erträge in Höhe von TEUR 136 resultieren aus der vollständigen Auflösung der im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten passivierten Linearisierung von Aufwendungen für Staffelmieten für die Jahre 2024 - 2027 (Vj. TEUR 129 für 2023), aufgrund der vorzeitigen Beendigung des Mietvertrages für die weiteren Büroflächen am Standort Karlsruhe. Erträge aus der Weiterberechnung von Kosten an die LastPass Germany GmbH (Vj. LastPass Ireland Limited, Dublin, Irland), bestehen in Höhe von TEUR 360 (Vj. TEUR 0). Erträge aus der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen entstanden in Höhe von TEUR 693 (Vj. TEUR 0). Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 26 (Vj. TEUR 5). Im Vorjahr waren zudem Erträge in Höhe von TEUR 2.100 aus dem Verkauf eines Geschäftsbereiches an ein Schwesterunternehmen enthalten.

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 0,8 (Vj. TEUR 0,5).

Personalaufwand

Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 33.883 (Vj. TEUR 35.588) enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 505 (Vj. TEUR 600). Hierin sind außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungmaßnahmen in Höhe von TEUR 5.030 (Vj. TEUR 213) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von TEUR 5.850 (Vj. TEUR 7.188) setzt sich im Wesentlichen aus weiterbelasteten Kosten von verbundenen Unternehmen, Reisekosten, Werbekosten, Mietkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Restrukturierungskosten aufgrund der vorzeitigen Nutzungsaufgabe von Büroflächen an den Standorten Karlsruhe, München und Dresden zusammen.

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 0 (Vj. TEUR 1).

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 11) resultieren in Höhe von TEUR 1,4 (Vj. TEUR -0,5) aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei den Steuern handelt es sich um die auf das Ergebnis entfallende Körperschaft- und der Gewerbesteuer für das 2023.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Operating-Leasing

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus Operating-Leasing für EDV-Equipment in Höhe von TEUR 329 mit einer Fälligkeit von weniger als einem Jahr sowie in Höhe von TEUR 3 mit einer Fälligkeit zwischen einem und fünf Jahren.

Zweck des Operating-Leasings ist die Optimierung der liquiden Mittel.

Miet- und Pachtverpflichtungen

Darüber hinaus bestehen Miet- und Pachtverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.206 mit einer Fälligkeit von weniger als einem Jahr. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen mit einer Fälligkeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von TEUR 2.542.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus Wartungs- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 53 mit einer Fälligkeit von weniger als einem Jahr und TEUR 2 zwischen einem und fünf Jahren.

In Summe sind die genannten finanziellen Verpflichtungen wie folgt fällig:

Jahr TEUR
2024 1.587
2025 953
2026 958
2027 637
2028 und später 0

Die Gesellschaft haftet zum Bilanzstichtag zudem grundsätzlich aus einer für sie herausgelegten Bankbürgschaft in Höhe von TEUR 543. Mit einer Inanspruchnahme aus dieser Bankbürgschaft wird nicht gerechnet.

Organe

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr 2023:

• Herr Michael Joseph Donahue, Senior Vice President, General Counsel and Secretary, GoTo Technologies USA, Inc., Massachusetts, USA.

• Herr John Joseph Markey II, Vice President, Finance & Accounting, GoTo Technologies USA, Inc., Massachusetts, USA.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 293 (Vj. 330).

Personalstand (aufgerundet) aufgeteilt nach Fachbereichen:

Vertrieb: 43
Marketing: 3
Services: 32
Research & Development: 197
Verwaltung: 18

Verwendung Bilanzgewinn

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn 2023 in Höhe von TEUR 1.379 einen Betrag in Höhe von TEUR 1.375 auszuschütten.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es gibt keine berichtspflichtigen Geschäftsvorfälle gem. § 285 Nr. 21 HGB mit nahestehenden Personen.

Abschlussprüferhonorar

Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar i.H.v. TEUR 92 berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 50 auf Steuerberatungsleistungen TEUR 42.

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der GoTo Technologies Germany GmbH wird zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der GoTo Technologies Ireland Unlimited Company, Dublin, Irland, einbezogen. Dieser ist im dortigen Handelsregister (Companies Registration Office) hinterlegt und ist auf Anfrage dort erhältlich. Die Goto Technologies Ireland Unlimited Company, Dublin, Irland, erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Gesellschaften. Die LMI Parent, L.P., Delaware, USA, erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Gesellschaften, in den die GoTo Technologies Germany GmbH einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Es ist über keine Ereignisse von Bedeutung nach dem Bilanzstichtag zu berichten.

 

Dresden, den 15.11.2024

GoTo Technologies Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Michael J. Donahue

John Joseph Markey II

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 450.927,42 0,00 0,00 0,00 0,00 450.927,42
450.927,42 0,00 0,00 0,00 0,00 450.927,42
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.908.013,16 317.125,23 0,00 1.255.020,36 30.086,77 12.000.204,80
Geleistete Anzahlungen 30.086,77 0,00 0,00 0,00 -30.086,77 0,00
12.938.099,93 317.125,23 0,00 1.255.020,36 0,00 12.000.204,80
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 542.857,74 0,00 0,00 0,00 0,00 542.857,74
542.857,74 0,00 0,00 0,00 0,00 542.857,74
13.931.885,09 317.125,23 0,00 1.255.020,36 0,00 12.993.989,96
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 448.396,42 1.320,52 0,00 0,00 0,00 449.716,94
448.396,42 1.320,52 0,00 0,00 0,00 449.716,94
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.540.097,90 2.076.890,13 0,00 1.241.865,62 0,00 11.375.122,41
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.540.097,90 2.076.890,13 0,00 1.241.865,62 0,00 11.375.122,41
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.988.494,32 2.078.210,65 0,00 1.241.865,62 0,00 11.824.839,35
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.210,48 2.531,00
0,00 1.210,48 2.531,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 625.082,39 2.367.915,26
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 30.086,77
0,00 625.082,39 2.398.002,03
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 542.857,74 542.857,74
0,00 542.857,74 542.857,74
0,00 1.169.150,61 2.943.390,77

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GoTo Technologies Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GoTo Technologies Germany GmbH, Karlsruhe - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GoTo Technologies Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 18. November 2024

EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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