PH Capital Invest AGLiquidiert

82211 Herrsching a. Ammersee, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 177526
Eingetragen
29.1.2009
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaftenFinanzierungs-Conduits
Gegenstand
a) Anlageberatung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG dergestalt, dass individuelle und persönliche Empfehlungen an Dritte abgegeben werden, die sich auf Geschäfte mit Finanzinstrumenten beziehen. b) Anlagevermittlung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG. Das Unternehmen hat bei der Erbringung der beiden vorstehend aufgeführten Finanzdienstleistungen keine Befugnis, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen (§ 32 Abs. 2 Satz 2 KWG). c) Eigengeschäft für das Anlagebuch gemäß § 1 Abs. 1a Satz 3 KWG. Das Unternehmen darf Eigengeschäfte nur für das Anlagebuch abschließen und im Übrigen nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln (§ 32 Abs. 2 Satz 2 KWG i.V.m. § 33 Abs. 1 Nr. 1 lit. a KWG). d) Darüber hinaus kann das Unternehmen die Funktion als Repräsentant, lnformations- oder Vertriebsstelle im Rahmen des öffentlichen Vertriebs von ausländischen Investmentanteilen in der Bundesrepublik Deutschland übernehmen, wobei das Unternehmen dabei keine Befugnis hat, Zahlungen oder lnvestmentfondsanteile von Kunden oder an Kunden entgegen zu nehmen oder sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen (§ 32 Abs. 2 Satz 2 KWG).

Historie

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Management

NameRolle
Peter Harbauer
seit 29.7.2019
Sonstige

Konzern- und Jahresabschlüsse

PH Capital Invest AG

Herrsching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017

der PH Capital Invest AG, Herrsching

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PH Capital Invest AG wurde am 05.12.2008 gegründet. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Anlageberatung dergestalt, dass individuelle und persönliche Empfehlungen an Dritte gegeben werden, die sich auf Geschäfte mit Finanzinstrumenten beziehen. Hierbei ist es dem Unternehmen nicht gestattet, sich Eigentum oder Besitz an Kundengeldern oder Kundenwerten zu verschaffen. Die Zulassung für diese Anlageberatung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG erhielt unser Unternehmen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht am 06. August 2009 ebenso wie für das Eigengeschäft (Anlagebuch) im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 3 KWG.

1.2. Geschäftsaufnahme

Am 14.05.2010 hat unser Unternehmen seine Geschäftstätigkeit durch die Übernahme der Beratung der DJE Kapital AG in Bezug auf die Verwaltung der zwei Sondervermögen StrategieInvest Classic und StrategieInvest Dynamic aufgenommen, wobei DJE Kapital AG der Fondsmanager der zwei Sondervermögen ist. Die Summe der Volumina der beiden Sondervermögen schwankte im Jahr 2017 zwischen 20 und 22 Mio. EUR. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit wurde der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß der erteilten Zulassung unverzüglich angezeigt.

Das Unternehmen hat am 05. Juni 2012 die Erlaubnis für die Anlagevermittlung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG und zur Abschlussvermittlung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG erhalten, die beide bisher nicht ausgeübt wurden. Der Erlaubnisgegenstand der Abschlussvermittlung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG wurde zum Ende des ersten Quartals 2015 zurückgegeben.

1.3. Strategie für die Anlageberatung

Da die Wertentwicklung, wie wissenschaftlich häufig bewiesen, zu über 90 % von der Asset Allocation und zu wenigen Prozent von der Titelauswahl abhängt, legt das Unternehmen in seiner Beratung ihr Hauptaugenmerk auf Überlegungen, wie hoch Anteile an Aktien, Anleihen, Edelmetallanlagen und geldmarktnahen Anlagen in Kundenportefeuilles sein sollen.

Alle nach außen gegebenen Anlagevorschläge unterlaufen mehrere Analysestufen, die auf der Erfahrung des Vorstandes aus über zwei Jahrzehnten Forschung und Analyse der Finanz- und Kapitalmärkte basieren. Unterstützt wird das Research auch durch externe Analysen weltweit tätiger Brokerhäuser und Banken. Unsere Anlagevorschläge leiten wir schließlich aus einer Vielzahl fundamentaler, monetärer und markttechnischer Indikatoren ab. Dieses Verfahren war auch für die Auszeichnung des StrategieInvest Dynamic für einen ersten Platz beim österreichischen Dachfonds-Award im Jahr 2011 und für die im Vergleich zu anderen vermögensverwaltenden Fonds guten Wertentwicklungen im Jahr 2013 und von Mai 2014 bis März 2016 und von November 2016 bis Dezember 2017 maßgeblich.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Kapitalmärkte resultierte weiter aus davor mehrjährigen, beinahe weltweit durchgeführten monetären und fiskalischen Konjunkturstützungsaktionen, die seit Mitte des Jahres 2016 zu einer fast weltweit einsetzenden Konjunkturerholung führten.

Während in den USA, wo die Konjunkturerholung schon früher einsetzte, die monetären Unterstützungsmaßnahmen bereits im vierten Quartal 2014 beendet und erste Zinserhöhungen von der amerikanischen Notenbank FED vorgenommen wurden, wurden in Europa und Japan immense Gelddruckprogramme mit monatlichen Anleihen-Aufkaufvolumen in der Höhe zweistelliger Milliarden-Euro-Beträge fortgeführt.

Erstmals nach mehreren Jahren erhöhte die US-Notenbank FED die Geldmarktzinsen im Dezember 2015, worauf vier weitere Erhöhungen im Dezember 2016 und im März, Juni und Dezember 2017 um jeweils 0,25 % folgten. Die FED sorgt sich, dass ein enger Arbeitsmarkt zukünftig zu stärkeren Lohnerhöhungen und damit zu höheren Inflationsraten führen könnte, weshalb sie bisher fünfmal die Geldmarktzinsen erhöhte. Derzeit befindet sich die Kerninflationsrate in den USA jedoch mit einem Wachstum von ca. 1,5 % p.a. bestenfalls im Seitwärts- wenn nicht sogar immer noch im Abwärtstrend.

Da die FED Zinserträge, die sie auf die aufgekauften Anleihen erhielt, weiter für den Kauf von US-Staatsanleihen einsetzte und der Geldmarktzins von 1,50 % p.a. immer noch nicht höher als die Inflationsrate lag, wirkte die Geldpolitik der FED expansiv.

Der enge Arbeitsmarkt in den USA brachte keine inflationären Tendenzen, in deren Folge die Geldpolitik restriktiver geworden wäre, hervor, da sich viele Menschen, die sich wegen aussichtsloser Arbeitsplatzsuche vom Arbeitsmarkt abgewendet hatten, wieder um einen Arbeitsplatz bemühten und weil eventuell die Gewerkschaften in den USA nicht mehr so mächtig sind wie früher.

In China, dem zweiten großen Wirtschaftsmarkt dieser Welt, verfestigte sich die Wirtschaftsentwicklung ebenfalls, die zum Teil in Hinblick auf den alle fünf Jahre stattfindenden Parteikongress im Oktober 2017 besonders belebt wurde. Mit einem Wirtschaftswachstum von um die 6,5 % p.a. ist die chinesische Wirtschaft das stärkste "Zugpferd" unter den großen Nationen. Jedoch haben in China vor allem Unternehmen mit staatlicher Beteiligung erhebliche Schulden aufgebaut, die gemäß den Ergebnissen des Parteikongresses ebenso wie Überkapazitäten in den "alten" Industrien, wie z.B. Rohstoffe und Stahl, reduziert werden sollen. Erste Vorboten dieser Politik sind stärker auf ca. 5,4 % p.a. gestiegene Renditen bei chinesischen zehnjährigen Industrieanleihen, die auf die wirtschaftliche Entwicklung in China bremsend wirken, während vergleichbare Europäische nur bei ca. 0,6 % p.a. liegen. Gleichzeitig verbesserte sich die Konjunktur in Japan, Europa und in den Emerging Markets, was erstmals seit vielen Jahren zu einem beinahe globalen Konjunkturaufschwung mit steigenden Unternehmensgewinnen führte.

Für die Aktienbörsen herrschte damit ein günstiges Klima aus steigenden Unternehmensgewinnen, tendenziell expansiven Notenbanken und geringen Inflationsraten, die mit wenigen Ausnahmen (= z.B. China) nicht zu steigenden Anleiherenditen führten, wodurch sich Anleihen nicht zu einer guten Alternative zur Aktienanlage entwickeln konnten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen begann das Jahr 2017 mit einer Rendite von 2,44 % p.a. und beendete es bei 2,42 % p.a. beinahe unverändert, während sich die vergleichbaren Renditen europäischer Kernländer, wie z.B. Deutschland, mit ca. 0,42 % p.a. im Vergleich zum Jahresanfang beinahe verdoppelten.

Während der amerikanische Aktienmarkt gemessen am breiten US-Aktienindex S&P500 kontinuierlich ohne einen Rückgang von mehr als 5 % zunahm, erreichten die europäischen Aktienmärkte vertreten durch den EuroStoxx50 ihr Hoch Anfang November 2017, das allerdings kaum mehr höher als der vorherige Hochpunkt im Mai 2017 lag. Europäische Aktien schnitten im weltweiten Vergleich ab Anfang November 2017 weniger gut ab, da befürchtet wurde, dass der Trend schwacher Unternehmensergebnisse der letzten Jahre anhält. Ebenfalls belastete die Bundestagswahl in Deutschland im September 2017, deren Ergebnis auch Monate danach noch nicht zu einer Regierungsbildung führte. Das Wirtschaftswachstum in Europa im Jahr 2017 lag aber über dem in den USA.

Die Aktienkursentwicklung in den USA wurde außer von einem guten

Unternehmensgewinnwachstum zum Ende des Berichtszeitraums immer mehr von der Aussicht auf eine Steuerreform beflügelt, die wohl als wichtigstes Element eine Senkung des Unternehmenssteuersatzes auf 21 % vorsieht.

Jedoch verlor der US-Dollar im Vergleich zum Euro ca. 14 %, da einerseits das extreme monetäre Unterstützungsmomentum der europäischen Zentralbank EZB durch reduzierte monatliche Anleihekäufe nachlässt und andererseits auch die Leistungsbilanz/Handelsbilanz (vor allem wegen Deutschland) viel positiver als in den USA liegt, die ein monatliches Defizit von ca. über 40 Mrd. US-$ aufweist, das mit Geld aus dem Ausland finanziert werden muss.

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Geschäftsverlauf in Bezug auf das Unternehmen

2.2.1.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2017 konnte unser Unternehmen Beratungshonorare, die vom Volumen der beiden Sondervermögen StrategieInvest Classic und StrategieInvest Dynamic abhängig sind, in Höhe von insgesamt EUR 10.119,76 (Vj. EUR 11.032,21) einnehmen. Erfolgsbezogene Honorare erhält das Unternehmen zurzeit nicht. Nach Abzug der Aufwendungen und Rückstellungen verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 529,88.

Angaben in EUR 2017 2016
Zinsergebnis 0,00 0,00
Provisionsergebnis 10.119,76 11.032,21
Saldo sonst. betriebl. Erträge und Erträge aus Wertpapierverkauf/Verwaltungsaufwand -9.589,88 -13.148,88
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 529,88 -2.116,67
Steuern 0,00 0,00
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 529,88 -2.116,67

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit setzte sich einerseits aus gesunkenen Provisionseinnahmen und dem Ertrag aus dem Verkauf eines Teils von im Anlagevermögen geführten Investmentfondsanteilen und andererseits aus gesunkenen Verwaltungsaufwendungen zusammen. Die Kosten für Wirtschaftsprüfung haben an den Gesamtkosten des Unternehmens weiterhin den größten Anteil eingenommen. Personalkosten sind im Geschäftsjahr 2017 keine angefallen, während aufgrund der Anpassungen der Compliance der Gesellschaft an MiFID II-Regelungen entsprechende Rechtsberatungskosten entstanden sind.

2017 2016
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit +529,88 -2.116,67
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag +529,88 -2.116,67
Eigenkapitalrendite vor Steuern * +1,03% -4,18%
Umsatzrendite ** +5,24% -19,19%
Aufwand/Ertrags-Relation *** 110,22% 135,38%

* Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in % des Eigenkapitals
** Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in % der Provisionserträge
*** Saldo allg. Verwaltungsaufwendungen und sonst. betriebliche Aufwendungen in % der Provisionserträge

Da das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit zugenommen hat, hat sich die Eigenkapitalrendite von -4,18 % im Jahr 2016 auf +1,03 % im Jahr 2017 und die Umsatzrendite ebenfalls von -19,19 % auf +5,24 % verbessert. Entsprechend hat die Aufwands/Ertrags-Relation von 135,38 % auf 110,22 % abgenommen.

2.2.1.2. Finanzlage

Das Unternehmen verfügt über jederzeit liquidierbare kurzfristige Vermögensposten. Die Liquidität des Unternehmens war im abgelaufenen Geschäftsjahr überwiegend in Wertpapieren angelegt.

Kapitalflussrechnung: 2017 2016
1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten 529,88 -2.116,67
2. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 595,00 -4.560,00
3. Ergebnis aus Abgängen von Wertpapieren -1.148,32 0,00
4. Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -324,54 560,61
5. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 0,00 0,00
6. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 5) -347,98 -6.116,06
7. Einzahlung aus Abgängen von Wertpapieren = Cashflow aus Investitionstätigkeit 15.000,00 0,00
8. Einzahlungen aus Kapitalerhöhung = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0,00 2.000,00
9. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe 6 bis 8) 14.652,02 -4.116,06
10. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.499,73 9.615,79
11. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe 9 bis 11) 20.151,75 5.499,73

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute zusammen.

Das Unternehmen hat im abgelaufenen Berichtsjahr keine Investitionen durchgeführt, die zu Finanzabflüssen geführt haben oder zu Finanzabflüssen führen werden.

Der Vorstand ist der Auffassung, dass das Unternehmen über ausreichend finanzielle Mittel, die überwiegend in täglich veräußerbaren Investmentfondsanteilen angelegt sind, verfügt, um alle Verbindlichkeiten des Unternehmens bedienen zu können. Daher ist auch die zukünftige Liquiditätslage als gesichert anzusehen, zumal der in Investmentfondsanteilen angelegte Betrag ein Vielfaches der jährlichen Kosten beträgt.

Das Unternehmen hat im Berichtszeitraum keine Fremdmittel benötigt.

Wie im Vorjahr existierten keinerlei Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen erhöhten sich vor allem wegen Kosten für Rechtsberatung. Insgesamt sanken die Aufwendungen stärker als die Erträge.

Das Grundkapital blieb unverändert. Durch den Jahresüberschuss sank der Bilanzverlust von EUR 9.331,87 auf EUR 8.801,99. Mit einer weiterhin hohen Eigenkapitalquote von 87,97 % (Vorjahr 88,78 %) weist unser Unternehmen eine solide Kapitalstruktur auf.

2017 2016 Veränderung
Sonstige Verbindlichkeiten EUR 0,00 0,00 0,00%
Rückstellungen EUR 7.000,00 6.405,00 +9,29%
Eigenkapital EUR 51.198,01 50.668,13 +1,05%
Bilanzsumme EUR 58.198,01 57.073,13 +1,97%
Eigenkapitalquote % 87,97 88,78 -0,91%
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag EUR 529,88 -2.116,67 +125,03%

2.2.1.3. Vermögenslage

Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich durch den Verkauf von Wertpapieranlagen um 366,41 % erhöht. Im Posten "Forderungen an Kunden" sind dem Geschäftsjahr 2017 zuzurechnende Provisionen enthalten, die das Unternehmen aus abrechnungstechnischen Gründen erst im Januar 2018 erhalten hat. Die Bilanzsumme stieg um 1,97 %.

2017 2016 Veränderung
Forderungen an Kreditinstitute EUR 20.151,75 5.499,73 +266,41%
Forderungen an Kunden EUR 2.485,86 2.573,40 -3,40%
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere EUR 35.148,32 49.000,00 -28,27%
Sonstige Vermögensgegenstände EUR 412,08 0,00 n.v.
Bilanzsumme EUR 58.198,01 57.073,13 +1,97%

Alles in allem stellt sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unverändert dar, weil einerseits im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung wie im Vorjahr die Provisionseinnahmen die Kosten nicht decken und nur durch eine Gewinnrealisierung aus der Veräußerung von Wertpapieren ein Jahresüberschuss erwirtschaftet werden konnte und andererseits das Eigenkapital wie im Vorjahr ca. EUR 51.000 beträgt.

Der Bilanzverlust hat sich nur geringfügig verringert. Die Ertragskennzahlen haben sich durch die Veräußerung von Wertpapieren verbessert. Die hohe Eigenkapitalquote kann jedoch eine solide Basis für eine Ausweitung der Geschäftsvolumina sein. Nicht zuletzt gewährleisten die liquiden Mittel und jederzeit liquidierbare Wertpapieranlagen die jederzeitige Erfüllung laufender Zahlungsverpflichtungen.

2.2.1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Steuerung unseres Unternehmens werden folgende finanzielle Leistungsindikatoren verwendet:

Entwicklung der Ertragskennzahlen PH Capital Invest AG

2017 2016
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit +529,88 -2.116,67
Provisionsergebnis +10.119,76 +11.032,21

Ziel des Unternehmens ist die Steigerung des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit und des Provisionsergebnisses, die durch eine Erhöhung der Volumina der zu beratenden Mandate erreicht werden soll. Im Jahr 2017 konnte das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit durch eine Gewinnrealisierung aus Investitionstätigkeit in den positiven Bereich geführt werden. Da das Provisionsergebnis abgenommen hat, wäre andernfalls das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit negativ gewesen.

2.2.2. Geschäftsverlauf in Bezug auf die zu beratenden Sondervermögen

Der StrategieInvest Classic verzeichnete im Jahr 2017 einen Wertzuwachs von 1,7 %. Der Wert der Anteile des StrategieInvest Dynamic stieg um 8,1 %. Von Mai 2014 bis März 2016 und von November 2016 bis Dezember 2017 verzeichnen beide StrategieInvest Fonds einen stärkeren Zuwachs in der Wertentwicklung als der von vielen vergleichbaren Fonds.

Die Tendenz, dass Anleger ihre Fondsanteile aufgrund der Verunsicherung durch die Eurokrise und wegen dem starken Einbruch der Fonds in der Wertentwicklung im Jahr 2008, der noch nicht wieder aufgeholt wurde, zurück gaben, hielt in vermindertem Maße an.

Die Zusammenarbeit mit dem Mandanten DJE Kapital AG, die der Fondsmanager der beiden Fonds StrategieInvest Classic und StrategieInvest Dynamic ist, funktionierte reibungslos.

3. Prognose, Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikobericht

Wer an den Kapitalmärkten Chancen nutzen will, geht damit immer auch Risiken ein. Jedoch versteht es PH Capital Invest AG als ihre vorrangige Aufgabe, nicht nur im Rahmen der Anlageberatung bei allen Vorschlägen ein ausgewogenes Chance-Risikoverhältnis sondern auch intern die Risiken zu beachten. Diese sind in den einschlägigen Arbeitsanweisungen des Unternehmens dokumentiert, welche die wesentlichen Elemente der Aufbau- und Ablauforganisation und des Risikomanagements zusammenfasst. In ihr sind auch alle weiteren Maßnahmen geregelt, um Risiken aus dem Umgang mit Geldwäsche und allen weiteren das Unternehmen betreffenden Themen aus dem Wertpapierhandelsgesetz gerecht zu werden. Kontrollfunktionen übernimmt auch der Aufsichtsrat des Unternehmens.

Unsere Risikostrategie sieht vor, dass die Risikosituation regelmäßig durch die Geschäftsleitung aufgenommen und geprüft wird sowie gegebenenfalls Risiko mindernde Maßnahmen ergriffen werden.

Aufgrund laufend erweiterter und veränderter aufsichtsrechtlicher Vorgaben werden die Arbeitsanweisungen des Unternehmens regelmäßig auf ihre Konformität mit den gesetzlichen Vorschriften überprüft und bei Bedarf angepasst. Zum Jahresende 2017 wurden wegen MiFID II entsprechende Regelungen vorgenommen. Damit entsprechen wir weiterhin den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgegebenen Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und MiFID II in der jeweils aktuellen Fassung. Gemäß seiner Geschäftsordnung legt der Vorstand die aufbau- und ablauforganisatorischen Voraussetzungen für eine leistungsfähige Risikopolitik fest und schafft die Rahmenbedingungen für funktionierende Kontrollverfahren. In strategischen und risikopolitischen Fragen wird der Vorstand von einer renommierten und erfahrenen Rechtsanwaltskanzlei unterstützt, die sich auf das Bank- und Bankaufsichtsrecht spezialisiert hat.

Das Institut unterliegt verschiedenen Risikoarten, die im Folgenden beschrieben werden und deren Einfluss auf die Risikolage des Institutes eingeschätzt wird. Als Finanzdienstleistungsinstitut betreuen wir im Rahmen der Anlageberatung lediglich einen professionellen Kunden, der wiederum Investmentfonds betreut. Das Unternehmen investiert Eigenmittel in die von ihr betreuten Investmentfonds.

Adressausfallrisiken aus der Kreditvergabe bestehen nicht, da das Unternehmen keine Kredite vergibt. Adressausfallrisiken bestehen insoweit nur hinsichtlich der Forderungen an Kreditinstitute, Honorarforderungen und hinsichtlich von Geschäften, die im Rahmen von Eigengeschäften getätigt werden. Länderrisiken bestehen nur indirekt aufgrund des Portfolios der Anlagenfonds bei Eigengeschäften.

Das Risiko der Nichtrealisierbarkeit von Honorarforderungen wird aufgrund der Kundenstruktur vom Vorstand als vernachlässigbar eingestuft. Der einzige Kunde des Instituts ist ein großes zugelassenes Finanzdienstleistungsinstitut, das selbst den entsprechenden Kapitalanforderungen unterliegt (zum Ertragsrisiko s.u.). Forderungen an Kreditinstitute bestehen nur gegen eine deutsche Raiffeisenbank, die vollständig abgesichert sind. Aus aktueller Sicht ist das Ausfallrisiko hier ebenfalls als vernachlässigbar einzustufen.

Das Liquiditätsrisiko von Finanzinstituten ergibt sich zum einen aus dem Refinanzierungsrisiko, zum anderen aus dem Marktliquiditätsrisiko.

Das Unternehmen unterliegt keinem Refinanzierungsrisiko.

Im Rahmen der Eigengeschäfte werden Eigenmittel des Unternehmens nur bei Kreditinstituten mit als belastbar geltender Bonität angelegt (Standardrating mehr als mindestens AA oder vergleichbar). Zudem muss das Kreditinstitut einer anerkannten Einlagensicherung des EWR angehören.

Die Marktpreisrisiken werden vom Vorstand ebenfalls als gering eingeschätzt. Die Realisierung von Zinsänderungsrisiken ist nicht geeignet, nachhaltigen Einfluss auf die Kapitalstruktur des Instituts auszuüben. Es erfolgen keine Anlagen in Fremdwährungen. Soweit in Wertpapiere mit Kursrisiko investiert wird, erfolgt die entsprechende Investition über breit diversifizierte Investmentfonds, die das Institut selbst betreut. Es besteht mithin jederzeitige Transparenz hinsichtlich der Risikostruktur der angelegten Mittel. Ein Verkauf kursvolatiler Anlageformen erfolgt spätestens bei Verlusten von 22 %.

Das wesentliche Risiko des Instituts besteht daher in der Ertragssituation (operationelles Risiko). Die Erträge werden durch die Betreuung zweier Investmentfonds im Wege der Anlageberatung generiert. Maßgebliches Risiko ist daher zum einen der Verlust von Kunden oder ganzen Kundengruppen bei den beratenen Investmentfonds. Vor dem Hintergrund des heterogenen und breit diversifizierten Kundenportfolios in den beiden Sondervermögen ist mit dem gleichzeitigen Verlust einer bestimmten Kundengruppe oder einer Gruppe aus einer bestimmten örtlichen Region nicht zu rechnen. Dennoch war das Anlagevolumen rückläufig, da Anleger, die die Fonds vor der Finanzkrise im Jahr 2008 erworben haben, aufgrund des Kursverfalls im Jahr 2008 über mehrere Jahre mit ihrer Wertentwicklung im negativen Bereich lagen.

Es besteht das Risiko, dass die Absicht des Unternehmens, mit einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung in den StrategieInvest Fonds über mehrere Jahre weitere Mandate zu akquirieren, nicht erfolgreich umgesetzt werden kann und Bilanzverluste weiter durch den alleinigen Anteilseigner gedeckt werden müssen, wozu dieser aber jederzeit bereit ist. In den letzten Jahren dauerten mehrere sehr erfolgreiche Performancephasen, in denen der StrategieInvest Dynamic sogar einen Award für einen ersten Platz erhielt, nicht lange genug an, um Marketingmaßnahmen erfolgreich umsetzen zu können.

Die Einnahmen und Zahlungseingänge des Unternehmens hängen zum anderen von dem einen zu beratenden Kunden, der DJE Kapital AG, ab. Sollte diese den Beratungsvertrag mit unserem Unternehmen aus welchen Gründen auch immer kündigen, würde das Unternehmen zumindest vorübergehend keine Einnahmen erzielen. Jedoch ist dies aus unserer Sicht nicht zu erwarten. Würde eine derartige Kündigung erfolgen, könnte auf Grund der schlanken Kostenstrukturen, der vorhandenen Reserven und der ergänzenden Möglichkeit einer Kapitalerhöhung, eine Übergangszeit überbrückt werden, um neue Kunden im Bereich der professionellen Anleger zu finden.

Auch die mit niedrigen Kosten betriebene Abwicklung des aktiven Beratungsgeschäftes sowie die dazu vergleichsweise hohen Eigenmittel beinhalten ein ausreichendes Risikodeckungspotential, um die sich aus der überschaubaren Geschäftstätigkeit möglicherweise ergebenen Risiken zu tragen.

Das erfolgreiche Risikomanagement unseres Unternehmens erfordert vor allen Dingen eine systematische und sorgfältige Prüfung aller Kapitalmarktrisiken. Daher haben wir das frühzeitige Erkennen und das effektive Management von Risiken als eine unserer Kernaufgaben definiert und entsprechende Ablauforganisationen installiert. Auch künftig werden wir Risiken über ein Rahmenwerk von Risikogrundsätzen, Organisationsstrukturen sowie geeigneten Prozessen steuern, um damit nicht nur unsere, sondern auch die Risiken unserer Kunden zu minimieren.

3.2. Chancenbericht

Der zukünftigen Chance des Unternehmens liegt wie seit Gründung der Gedanke zu Grunde, dass mit einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung der StrategieInvest Fonds über mehrere Jahre Marketingaktivitäten unternommen werden sollen, die zu einer Steigerung der Fondsvolumina führen. Das Management der Gesellschaft wird weiter größte Bemühungen unternehmen, dass Wertentwicklungen wie bisher nicht nur über ein Jahr oder zwei Jahre überdurchschnittlich sind, sondern auch länger. Für die Wertentwicklung über einen Einjahreszeitraum wurde PH Capital Invest AG bereits einmal für einen ersten Platz ausgezeichnet. Dies voraus gesetzt, könnten Marketingaktivitäten über selbstständige Finanzvermittler unternommen werden, zumal die StrategieInvest Fonds von ca. 500 freien Finanzberatern an mehrere tausend Kunden vermittelt wurden. Viele von diesen betreuen und beraten ihre Kunden bis heute. Da die StrategieInvest Fonds auch bei Fondspools vermittelbar sind, könnten auch Kontakte zu diesen aufgenommen werden.

3.3. Zusammenfassende Darstellung der Risiken und Chancen

Das Unternehmen unterliegt verschiedenen Risikokategorien, die jedoch nach Einschätzung des Vorstandes nicht zu Verlusten führen, die eine bilanzielle Risikovorsorge erfordern würden und/oder das vorhandene Eigenkapital in unternehmensgefährdender Höhe mindern. Moderne und innovative Analysemethoden und Indikatoren sowie die Erfahrung der Geschäftsleitung aus über zwei Jahrzehnten bieten zukünftig Chancen auf eine Steigerung der Provisionseinnahmen.

3.4. Prognose

3.4.1. Finanz- und Kapitalmärkte

Die ökonomischen Entwicklungen in den größten Wirtschaftsnationen USA und China haben sehr großen Einfluss auf das weltweite Wirtschaftsgeschehen und damit auf die Entwicklung der Finanz- und Kapitalmärkte.

In den USA herrscht beinahe Vollbeschäftigung, so dass die US-Notenbank außer den vermutlich vier Zinserhöhungen für das Jahr 2018 je vier weitere für die Jahre 2019 und 2020 plant, wobei die Inflationsrate immer noch unter dem Ziel von 2 % p.a. liegt.

Die von der US-Notenbank FED gestartete Verringerung der Bilanzsumme, die im zweiten Halbjahr 2018 50 Mrd. US-$ pro Monat betragen kann, und eine etwaige Verlangsamung des hohen Wirtschaftswachstums in China sowie ein vielleicht weiter steigender Euro-Devisenkurs zum US-Dollar können im Jahr 2018 auch Anleihen vorübergehend aussichtsreicher erscheinen lassen.

In den USA wächst die Industrieproduktion mit einem ansprechenden Zuwachs von 2,9 %. Die Senkung des US-Unternehmenssteuersatzes könnte die Konjunktur weiter über eine seit langer Zeit nicht mehr vorgenommene Erhöhung von Investitionen in Unternehmenskapazitäten beschleunigen. Alternativ könnten die US-Unternehmen gesparte Steuern über Aktienrückkaufprogramme oder höhere Dividenden auch an die Aktionäre zurückgeben, was ebenfalls positiv auf den Aktienmarkt wirken würde.

Kurzfristig betrachtet sind die Aktienmärkte tendenziell markttechnisch überkauft. Andererseits befinden sich die Aktienmärkte weiter in einem wirtschaftlich günstigen Umfeld von steigenden Unternehmensgewinnen, niedrigen Zinsen, niedriger Inflation und extrem expansiver Geldpolitik in Europa und Japan.

In Europa z.B. boomt nicht nur der Export nach China und USA, sondern auch die Auftragseingänge aus Euro-Europa steigen stark. Die neuen Regierungen in Frankreich (Macron) und in Deutschland (Merkel) sollten der Region Stabilität verleihen und die im Vergleich zu den USA günstiger bewerteten Aktienmärkte in Europa unterstützen.

Aufgrund der flexiblen Anlagepolitik in den StrategieInvest Fonds kann wie immer zeitnah auf aktuelle Ereignisse reagiert und abgewartet werden, welche wirtschaftlichen Entwicklungen im Jahr 2018 die Aktien- und Anleihenmärkte dominieren.

3.4.2. Unternehmen PH Capital Invest AG

Für das laufende Geschäftsjahr 2018 nehmen wir an, dass sich ein geringfügig negatives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ergeben wird. Darin enthalten ist die Prognose, dass das Provisionsergebnis wegen weiter sinkendem Fondsvolumen der StrategieInvest Fonds noch einmal abnehmen wird und keine Kosten für Rechtsberatung anfallen. Durch die Realisation von Gewinnen aus der Investitionstätigkeit könnte ein Jahresüberschuss erzielt werden. Eine solche Realisation ist von der Entwicklung der Finanzmärkte im laufenden Jahr abhängig.

Die Kosten werden sich wie bisher vor allem aus Wirtschaftsprüfungs- und Publizierungskosten, dem Beitrag für die EdW sowie Kosten der BaFin zusammensetzen.

Im Folgejahr 2019 könnte sich der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten fortsetzen, wenn sich die weltweite Konjunktur weiter verbessert und die in den USA eingeführten wirtschaftsstimulierenden Maßnahmen im Jahr 2019 ihre Wirkung entfalten sollten.

Dieser mögliche Aufwärtstrend am Aktienmarkt könnte mit einem hohen Aktienanteil in den StrategieInvest Fonds genutzt werden und ein Teil einer überdurchschnittlichen Performance über mehrere Jahre werden. Eine überdurchschnittliche Performance würde das Fondsvolumen auch durch Wertsteigerung erhöhen.

Wenn die Performance der StrategieInvest Fonds erstmalig über einen längeren Zeitraum überdurchschnittlich gewesen ist, sollen mit diesem Nachweis auch weitere Kunden akquiriert werden.

Die Annahme, dass die von unserem Unternehmen zu betreuenden Anlagevolumina vermutlich erst deutlicher zunehmen, wenn über mehrere Jahre eine gute Wertentwicklung erzielt worden ist, floss bereits bei Gründung in die Formulierung der Strategie unseres Unternehmens in der Gestalt ein, dass ein Wachstum der Anlagevolumina mit einem guten Leistungsnachweis über mehrere Jahre erzielt werden soll, was eine längere Anlaufphase impliziert. Die Anlaufphase, die ursprünglich mit fünf Jahren erwartet wurde und sogar mit einer Auszeichnung für den StrategieInvest Dynamic bereits nach 15 Monaten nach Aufnahme der Beratung des Managements führte, wurde jedoch durch eine Gesetzesänderung in Österreich im Oktober 2011 bis Ende des Jahres 2012 unterbrochen. Die Gesetzesänderung verhinderte eine Umsetzung der erfolgreichen Anlagestrategie. Gleich nach Änderung der Fondsbestimmungen der StrategieInvest Fonds Ende November 2012, die eine Umgehung der restriktiven Auswirkungen der Gesetzesänderung ermöglichte, belegten beide StrategieInvest Fonds im Jahr 2013 und von Mai 2014 bis März 2016 und November 2016 bis Dezember 2017 im Vergleich zu namhaften Mitbewerbern wieder vordere Plätze im Performancevergleich.

Obwohl das aktuelle Geschäftsjahr sicher nicht mehr in eine Anlaufphase fällt, wird das Management weiter das strategische Ziel der Erreichung einer überdurchschnittlichen Performance über mehrere Jahre verfolgen, solange bis es erreicht ist.

Daher geht der Vorstand unbedingt davon aus, dass die erfolgreiche Anlagestrategie in einigen Jahren auch zu stärkerem Zufluss in den Anlagevolumina führen wird, wenn mit einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung über mehrere Jahre aussichtsreich Marketingaktivitäten unternommen werden können.

Deswegen ist der Vorstand auch weiter bereit, bei Bedarf Einzahlungen in die Kapitalrücklage zu leisten, selbst wenn das Risiko auftreten sollte, dass Alt-Anleger ihre Fondsanteile --- trotz mittlerweile guter Wertentwicklung --- weiter zurückgeben.

 

Herrsching, den 28. März 2018

Peter Harbauer, Vorstand

Jahresbilanz zum 31.12.2017

der PH Capital Invest AG

Aktivseite

Euro 31.12.17
Euro
31.12.16
Euro
1. Forderungen an Kreditinstitute      
a) täglich fällig 20.151,75   5.499,73
b) andere Forderungen 0,00   0,00
    20.151,75 5.499,73
2. Forderungen an Kunden darunter:   2.485,86 2.573,40
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 2.485,86 Euro      
durch Grundpfandrechte gesichert 0 Euro      
Kommunalkredite 0 Euro      
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere   35.148,32 49.000,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände   412,08 0,00
Summe der Aktiva   58.198,01 57.073,13

Passivseite

     
  Euro 31.12.17
Euro
31.12.16
Euro
1. Rückstellungen      
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00   0,00
b) Steuerrückstellungen 0,00   0,00
c) andere Rückstellungen 7.000,00   6.405,00
    7.000,00 6.405,00
2. Eigenkapital      
a) gezeichnetes Kapital 50.000,00   50.000,00
b) Kapitalrücklage 10.000,00   10.000,00
c) Gewinnrücklagen 0,00   0,00
d) Bilanzverlust -8.801,99   -9.331,87
    51.198,01 50.668,13
Summe der Passiva   58.198,01 57.073,13

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2017

der PH Capital Invest AG

Euro 2017
Euro
2016
Euro
1. Provisionserträge   10.119,76 11.032,21
2. Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren   1.562,40 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge   2,06 1.787,06
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen      
a) Personalaufwand      
aa) Löhne und Gehälter 0,00   0,00
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 0,00   0,00
darunter: für Altersversorgung 0,00 Euro      
b) andere Verwaltungsaufwendungen 11.154,34   14.935,94
    11.154,34 14.935,94
5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit   529,88 -2.116,67
6. Jahresüberschuss/Vorjahr Jahresfehlbetrag   529,88 -2.116,67
7. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -9.331,87 -7.215,20
8. Bilanzverlust   -8.801,99 -9.331,87

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017

der PH Capital Invest AG, Herrsching

I. Allgemeine Angaben und rechtliche Grundlagen

Die Gesellschaft, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 177526, ist eine Finanzdienstleistungsgesellschaft i. S. des § 1 Abs. 1a KWG. Die Erlaubnis gemäß §1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG wurde unter Beschränkung gemäß § 32 Abs. 2 Satz 2 KWG in 2009 erteilt.

Finanzdienstleistungsinstitute haben neben den für Kapitalgesellschaften bestehenden Vorschriften, die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute gemäß §§ 340 bis 340o HGB sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) einschließlich der Formblätter anzuwenden.

Die "Forderungen an Kunden" beinhalten Forderungen aus der Dienstleistungserbringung.

Die Gesellschaft unterliegt gemäß § 340k HGB der Prüfungspflicht nach § 316 ff HGB. Die aufsichtsrechtlichen Prüfungs- und Berichtspflichten nach § 29 KWG sind zu beachten.

Der Vorjahresabschluss wurde vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat festgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert angewendet.

Die Bewertung der Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden erfolgte zum Nennwert. Erkennbare Risiken liegen nicht vor. § 340e Abs. 1 HGB wurde beachtet.

Die Bestände an sonstigen Wertpapieren wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Rücknahmepreisen bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Fristigkeitsspiegel

Aktiva Restlaufzeit bis 3 Monate
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Insgesamt
EUR
Andere      
Forderungen an Kreditinstitute 0,00 0,00 0,00
Forderungen an Kunden 2.485,86 0,00 2.485,86
  2.485,86 0,00 2.485,86

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von EUR 20.151,75 sind täglich fällig.

Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen die Kosten für Jahresabschlussprüfung, Rechtsberatung sowie den Jahresbeitrag für die EdW.

Eigenkapital

Der unter dem Eigenkapital ausgewiesene Bilanzverlust beinhaltet einen Verlustvortrag in Höhe von EUR 9.331,87.

Angaben gemäß § 35 RechKredV

Bei dem Postenvermerk "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" handelt es sich um in Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassene Investmentfondsanteile.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge erhält die Gesellschaft insgesamt für ihre Tätigkeit der Beratung des Managements zweier Investmentfonds im Inland in Euro.

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

VI. Sonstige Pflichtangaben

1. Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Mitarbeiter beschäftigt.

2. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurden für den Berichtszeitraum keine Bezüge und keine Kredite gewährt oder Haftungen übernommen.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den alleinigen Vorstand Herrn Peter Harbauer, Berater für das Asset Management offener Sondervermögen, geführt.

Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

Herr Walter Harbauer, Steuerberater in eigener Kanzlei (Vorsitzender)

Herr Martin Haas, Rechtsanwalt in eigener Kanzlei

Herr Ralph Berger, Versicherungskaufmann

3. Für die erbrachten Dienstleistungen der Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2017 fiel ein Gesamthonorar in Höhe EUR 5.576,34 an. Es wurden ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen erbracht.

4. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist auf fünfzigtausend Inhaberstammaktien ohne Nennwert aufgeteilt, die sich im unveränderten Bestand vom Gründer und Gesellschafter, Herr Peter Harbauer, befinden.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde am 28. März 2018 aufgestellt.

 

Herrsching, den 28. März 2018

PH Capital Invest AG

Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PH Capital Invest AG, Herrsching, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der PH Capital Invest AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 30. Mai 2018

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mauermeier, Wirtschaftsprüfer

Schuster, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2017

der PH Capital Invest AG

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das zum 31. Dezember 2017 endende Geschäftsjahr wurden am 12. Juni 2018 vom Aufsichtsrat festgestellt. Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts durch den Aufsichtsrat kam zu keinem anderen Ergebnis wie die des Wirtschaftsprüfers, der den Jahresabschluss und den Lagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen hat. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstandes, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen, einstimmig zu. Der Wirtschaftsprüfer hat über keine Umstände informiert, die seine Befangenheit besorgen lassen oder über Leistungen, die er zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbracht hat. Die Prüfung der Tätigkeit des Vorstandes führte zu keinerlei Beanstandungen.

 

Herrsching, den 12. Juni 2018

Aufsichtsratvorsitzender

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