Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 138584
Vorher
Jade 1370. GmbHInstacargo GmbH
Eingetragen
14.12.2011
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungGüterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Das Betreiben eines Dienstleistungsunternehmens als Spediteur unter Bereitstellung einer Online-Plattform für Beratung, Organisation und Vermittlung von Speditionsdienstleistungen und Transporten aller Art unter Ausschluss von Güterkraftverkehrsdienstleistungen, die im In- und Ausland erbracht werden sowie alle Dienstleistungen, die geeignet erscheinen den Gesellschaftszweck zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maximilian Schäfer
seit 5.10.2017
Geschäftsführer
Philipp Ortwein
seit 9.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Digital Services XLVII S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Digital Services XLVII S.à r.l.
Luxembourg
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Instafreight GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

der InstaFreight GmbH, Berlin

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftstätigkeit

Die InstaFreight GmbH (im Folgenden Kurz "InstaFreight" oder "Gesellschaft" genannt) ist ein führendes digitales Logistikunternehmen, welches sich mit der Durchführung von Transporten und der Optimierung von Datenflüssen beschäftigt. Im Geschäftsjahr fokussierte sich die Gesellschaft auf die Abwicklung des Landverkehrs in Europa.

Das im Jahre 2011 gegründete Unternehmen beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter und führt wöchentlich mehrere Tausend Transporte durch. InstaFreight vereint in einer selbstentwickelten digitalen Plattform den Laderaum von mehr als 25.000 Frachtunternehmen und ermöglicht Verladern den Zugriff auf diese Kapazitäten. Dank digitaler Innovationen schafft das Logistikunternehmen mit Hauptsitz in Berlin Transparenz und Effizienz im Transportprozess.

Für Verlader wickelt InstaFreight Transporte zuverlässig und unkompliziert ab. Durch die Digitalisierung des Transportprozesses profitieren Verlader von effizienten Prozessen, die Zeit und Kosten sparen, und einer stets einsehbaren Supply Chain. Frachtführer können mit InstaFreight die digitalen Bedürfnisse der Verlader erfüllen, ihre Auslastung optimieren und werden bei attraktiven Frachtraten schneller bezahlt.

II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung wurde im Jahr 2021 weiterhin stark durch die andauernde Corona Pandemie beeinflusst. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe hat sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr aber erholt, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht wurde. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2021 (preisbereinigt) um 2,7 Prozent höher als im Jahr 2020. Jedoch lag das BIP im Jahr 2021 noch um 2,0 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019.

2. Entwicklung der Logistikbranche

Die Logistik ist in Deutschland der drittgrößte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie weist eine Beschäftigtenzahl von mehr als 3,2 Millionen aus.

Die Logistik und deren Aufgaben der Steuerung der Waren- und Informationsflüsse aber auch der Transport der Güter und ihre Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Im Jahr 2021 wurden rund 293 Milliarden Euro Umsatz branchenübergreifend erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser um rund 5 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg beruht auch auf den deutlichen Preis- und Kostensteigerungen der vergangenen Monate.

Die Aufgabenbereiche der Logistik sind sehr vielseitig. Knapp die Hälfte der in Deutschland erbrachten logistischen Leistungen bestehen in der physischen Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich der Branche liegt in der Planung, Steuerung und Umsetzung von Prozessen innerhalb von Unternehmen.

Die deutsche Logistikbranche ist im Vergleich zu anderen Wirtschaftssektoren eher traditionell geprägt. Die angewendeten Technologien und Prozesse entsprechen oft nicht dem aktuellen Entwicklungsstand in Bezug auf Digitalisierung und Automatisierung. An diesem Punkt setzt das Geschäftsmodell von InstaFreight an. Als eine der führenden digitalen Speditionen werden moderne Technologien und digitale Prozesse zur Steigerung der Effizienz und Produktivität der Kunden adaptiert.

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen rechtlichen Änderungen, die von Bedeutung für den Geschäftsverlauf der Gesellschaft waren.

3. Entwicklung des Geschäftsverlaufes

Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen, welche durch die andauernde Corona Pandemie bedingt wurden, gelang es InstaFreight, den Umsatz im Jahre 2021 gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Die Umsatzerlöse stiegen um 82 % von EUR 32.075.043 in 2020 auf EUR 58.262.158 in 2021 an.

Für das Geschäftsjahr 2021 ging die Geschäftsführung von einem Anstieg des Umsatzes im hohen zweistelligen Prozentbereich aus. Diese Erwartungen wurden insgesamt erfüllt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde neben dem Speditionsgeschäft mit dem Angebot des Transport Managements für Kunden ein neuer Geschäftsbereich erschlossen. In diesem Bereich übernimmt InstaFreight das ganzheitliche Management der Logistikprozesse und erhöht für die Kunden die Transparenz und Qualität.

Insgesamt ergab sich für 2021 ein Jahresfehlbetrag von EUR 3,10 Mio. (Vj.: EUR 7,19 Mio.). Die Entwicklung des Jahresfehlbetrages ist auf die Erweiterung des Dienstleistungsangebotes, den weiteren Ausbau der geschäftlichen Aktivitäten sowie die Aktivierung einer Unternehmensbeteiligung zurückzuführen.

4. Lage der Gesellschaft

a) Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr um EUR 8,9 Mio. auf EUR 19,15 Mio. an. Diese Entwicklung ist im Großenteil auf die Aktivierung selbstgeschaffener Software sowie einer Beteiligung an einem australischen Unternehmen zurückzuführen. Weiterhin wurde die Liquidität der Gesellschaft durch die Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt 9,0 Mio. EUR verbessert.

Im Geschäftsjahr stieg das Anlagevermögen um TEUR 7,1 auf 7,3 Mio. EUR an. Dieses wurde maßgeblich verursacht durch die Aktivierung einer Beteiligung an einem australischen Unternehmen (5,1 Mio. EUR) sowie der erstmaligen Aktivierung von selbstgeschaffener Software für die Erschließung eines neuen Geschäftsbereichs in Höhe von 2,1 Mio. EUR.

Der Bankbestand sank aufgrund des negativen Cash-Flows auf TEUR 3.207 im Berichtsjahr (Vj.: TEUR 5.506). Diese Entwicklung wurde durch das negative Jahresergebnis sowie die Steigerung der Forderungen bestimmt. Gegenläufig kam es zu einer Einlage in Höhe von 9,0 Mio. EUR der Gesellschafterin.

Auf der Passivseite der Bilanz kam es zu einer Steigerung des Eigenkapitals auf TEUR 12.549 (Vj.: TEUR 6.654). Dieses wurde durch die Einlage von 9,0 Mio EUR sowie den Jahresfehlbetrag in Höhe von 3,1 Mio. EUR bedingt.

b) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 hat sich der Umsatz um EUR 26,19 Mio. auf EUR 58,26 Mio. erhöht. Bedingt wurde dieses Wachstum durch die Generierung neuer Märkte und Kundengruppen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 5,3 Mio. EUR (Vj.: TEUR 197). Im Wesentlichen ist dieses bestimmt durch die Aktivierung einer Beteiligung an einem australischen Unternehmen.

Die Erhöhung der Umsätze führte ebenfalls zu einer Steigerung der Aufwendungen für bezogene Leistungen auf TEUR 55.894 (Vj.: TEUR 30.059). Weiterhin stiegen die Löhne und Gehälter auf TEUR 5.625 (Vj.: TEUR 5.200) sowie die verbundenen Lohnnebenkosten auf TEUR 1.464 (Vj.: TEUR 985).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 292 auf TEUR 3.478 an. Dieses resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der bezogenen Fremdleistungen.

Der Jahresfehlbetrag betrug EUR 3,10 Mio. (Vj.: EUR 7,19 Mio.). Die Entwicklung des Jahresfehlbetrages ist auf die erstmalige Aktivierung der selbstgeschaffenen Software sowie den sonstigen betrieblichen Ertrag basierend auf der Aktiverung der Unternehmensbeteiligung zurückzuführen. Gegenläufige Effekte resultieren aus dem Anstieg der operativen Tätigkeit und der Ausweitung des Geschäftes.

c) Finanzlage

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR -9.168 (Vorjahr: TEUR -7.984), der Cash Flow aus Investitionstätigkeit TEUR -2.131 (Vorjahr: TEUR -212) und der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit TEUR 9.000 (Vorjahr: TEUR 367).

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2021 insgesamt einen negativen Cash Flow in Höhe von EUR 2,3 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Die finanziell verfügbaren Mittel zum Ende des Geschäftsjahres betrugen EUR 3,2 Mio. Der Finanzmittelfonds setzte sich zum Bilanzstichtag zusammen aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten. Damit verfügte die Gesellschaft im ganzen Geschäftsjahr über eine ausreichende Liquidität.

Durch den erfolgreichen Abschluss einer Finanzierungsrunde im Oktober 2021 stehen der Gesellschaft weitere liquide Mittel in Höhe von TEUR 10.000 zur Verfügung.

Im Jahr 2022 wurde zur Stärkung der Liquidität ein langfristiger Finanzierungsvertrag mit der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 25 Mio. EUR geschlossen.

5. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Unternehmenssteuerung werden neben dem Auftragseingang und dem Jahresergebnis maßgeblich die Kennzahlen Cash Flow, Umsatz sowie die Umsatzrendite herangezogen. Letztere wird auf Basis des EBIT (earnings before interests and taxes) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen berechnet. Monatlich findet ein Abgleich zur detaillierten Jahresplanung statt. Auf Basis dieser Ergebnisse kommt es zur Anpassung der Erwartungswerte des Geschäftsjahres.

b) Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen werden auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung herangezogen. Hier sind besonders die Anzahl der durchgeführten Transporte, die Kundenzufriedenheit sowie das Verhältnis von gewonnenen und verlorenen Kunden relevant.

Im Geschäftsjahr wurde weiterhin ein Schwerpunkt auf die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter gelegt. Neben den Bereichen Arbeitssicherheit, Qualität und Produkte, stand im Berichtsjahr die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit durch Trainingsmaßnahmen im Bereich Arbeitstechniken und Technologien im Mittelpunkt.

III. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Der im Jahre 2022 gestartete russische Angriff auf die Ukraine und die aktuell weiterhin herrschende Corona Pandemie beeinflusst weltweit Märkte und das Leben der Menschen. Durch den Ukraine-Krieg und die Pandemie kam es zu einer Reduzierung von Handelsströmen, zu einer starken Steigerung der Inflation sowie einem starken Preisanstieg bei fossilen Brennstoffen. Die zukünftige Entwicklung und Auswirkungen des russischen Angriffes auf die Ukraine sowie der Pandemie stellen die größten externen Risiken dar. Der mögliche Rückgang der Produktion sowie die Steigerung der Treibstoffpreise und die damit verbundenen Auswirkungen auf die weltweiten Transportvolumen haben direkten Einfluss auf die Wachstumspläne der Gesellschaft.

Des Weiteren stellt die erhöhte Wahrscheinlichkeit von Insolvenzen der Kunden ein finanzwirtschaftliches Risiko für den Cash Flow und der damit verbundenen Finanzkraft des Unternehmens dar.

Ein weiteres finanzwirtschaftliches Risiko stellt die potentielle Entwicklung des Venture Capital Marktes dar. Durch den negativen Cash Flow sind weitere Kapitalerhöhungen zur Realisierung des geplanten Unternehmenswachstums erforderlich. Eine mögliche Reduzierung der Investitionsbereitschaft könnte die Wachstumsplanung negativ beeinflussen.

2. Chancenbericht

Die Chancen der Gesellschaft liegen im Umsatzsteigerungspotential durch die weitere geographische Expansion, die Erschließung weiterer Geschäftsmodelle sowie der Gewinnung weiterer neuer Kunden. Die Wirtschaftlichkeit wird besonders durch die Optimierung der Mitarbeiterproduktivität mittels der Automatisierung der operativen Prozesse sowie von Skaleneffekten verbessert.

Der zunehmende Trend zur Digitalisierung stellt eine große Chance für das Unternehmen dar. Durch die Digitalisierung des Transportprozesses profitieren Verlader von effizienten Prozessen, die Zeit und Kosten sparen, und einer stets einsehbaren Supply Chain. Frachtführer können mit InstaFreight die digitalen Bedürfnisse der Verlader erfüllen, ihre Auslastung optimieren und werden bei attraktiven Frachtraten schneller bezahlt.

3. Prognosebericht

Für das Jahr 2022 gehen wir von einer durch die Ukraine-Krise bestimmten Geschäftsentwicklung aus und rechnen erst mit der Normalisierung der Wirtschaftsentwicklung in den Folgejahren. Die Auswirkungen auf andere Wirtschaftsbranchen werden sich indirekt auch in der Branche der Logistik auswirken.

Der zunehmende Drang nach Digitalisierung von Prozessen wird auch im Jahr 2022 zu einem Umsatzanstieg der Gesellschaft führen. Die Arbeitswelt verändert sich weiterhin zunehmend in Sicht auf die Arbeitsplatzverlagerung in Richtung Heimarbeit. Dieses erfordert auch die Digitalisierung der logistischen Prozesse. Dieses stellt auch in der Zukunft einen wichtigen Wettbewerbsvorteil von InstaFreight dar.

Die Erweiterung der Produktpalette durch das Transport Management, die geographische Expansion aber auch der Gewinn von weiteren Neukunden wird sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Wir rechnen mit einer Erhöhung des Umsatzes im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 90 Mio und einem Jahresergebnis von EUR -8 Mio.

4. Gesamtaussage

Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Gesellschaft die Umsatzerlöse um 82% auf TEUR 58.262 steigern und es gelang die regionale Expansion sowie die Erschließung neuer Geschäftsbereiche. Die Erwartungen hinsichtlich der Unternehmensentwicklung wurden bestätigt und auch im Jahr 2022 rechnet die Geschäftsführung mit einer Steigerung der Umsatzerlöse.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 7.291.002,33 220.249,78
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.961.114,78 7.643,78
1. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.961.114,78 7.643,78
II. Sachanlagen 232.492,00 212.606,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 232.492,00 212.606,00
III. Finanzanlagen 5.097.395,55 0,00
1. Beteiligungen 5.097.395,55 0,00
B. Umlaufvermögen 11.792.056,47 9.980.595,61
I. Vorräte 103.500,00 536.626,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.482.001,01 3.938.375,94
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.225,39 12.331,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 8.467.775,62 3.926.044,94
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.206.555,46 5.505.592,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.256,20 95.546,13
Summe Aktiva 19.150.315,00 10.296.391,52

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 12.549.277,04 6.653.643,81
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 34.512.233,18 25.512.233,18
III. Verlustvortrag 18.883.589,37 11.689.977,10
IV. Jahresfehlbetrag 3.104.366,77 7.193.612,27
B. Rückstellungen 612.329,80 903.138,32
C. Verbindlichkeiten 5.988.708,16 2.739.609,39
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 459.284,98 313.966,34
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.529.423,18 2.425.643,05
davon aus Steuern 2.192.124,06 87.659,40
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 12.076,34 9.944,35
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.427.627,55 100.002,51
Summe Passiva 19.150.315,00 10.296.391,52

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 7.622.325,49 2.213.130,30
2. Personalaufwand 7.089.178,11 6.184.402,35
a) Löhne und Gehälter 5.625.163,41 5.199.559,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.464.014,70 984.843,07
davon Aufwendungen für Altersversorgung 16.030,44 5.288,00
3. Abschreibungen 159.232,74 34.208,92
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 159.232,74 34.208,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.478.229,48 3.186.221,19
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63,03 29,10
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 63,03 29,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 1.773,21
davon an verbundene Unternehmen 0,00 1.720,21
7. Ergebnis nach Steuern -3.104.251,81 -7.193.446,27
8. sonstige Steuern 114,96 166,00
Jahresfehlbetrag 3.104.366,77 7.193.612,27

Anhang

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht Instafreight GmbH

Firmensitz laut Registergericht Berlin

Registergericht Charlottenburg

Register-Nummer HRB 138584 B

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kaufleute (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§§ 276, 288 HGB) wurden in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurden Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen.

ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB) und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus hat die Gesellschaft die ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften beachtet.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Im Geschäftsjahr wurde erstmalig das Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens Gebrauch gemacht. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres betragen insgesamt TEUR 2.210, wobei TEUR 2.056 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert wurden.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die zum Bilanzstichtag aufgrund der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen bestehenden passiven latenten Steuern wurden vollständig mit aktiven latenten Steuern aus ertragsteuerlichen Verlustvorträgen saldiert.

Hinsichtlich der den aktiven Steuerlatenzen zugrunde liegenden Verlustvorträge ist eine Verlustverrechnung innerhalb des zulässigen Zeitraums zu erwarten. Bei der Berechnung wurde ein Ertragsteuersatz von 30,2 % zugrunde gelegt.

MITZUGEHÖRIGKEITSVERMERKE

Einzelne Sachverhalte können in der Bilanz mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten:

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 14.225,39 (Vorjahr EUR 12.222,60) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 459.284,98 (Vorjahr EUR 313.966,34) enthalten.

In der Bilanz sind folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen:

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 14.225,39 (Vorjahr EUR 12.222,60) enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 459.284,98 (Vorjahr EUR 313.966,34) enthalten.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ - AKTIVA

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Zum Bilanzstichtag war die Instafreight GmbH an der Digital Services Australia IV Pty Ltd., New South Wales (Australien) beteiligt:

Kapitalanteil Eigenkapital in AUD Jahresergebnis in AUD
Digital Services Australia IV Pty Ltd. 12,6% 11.963.229 -2.938.208

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden antizipative (vorwegnehmende) Posten als Erträge, die im alten Jahr entstanden sind, aber deren Rechnungsstellung erst im neuen Jahr stattfindet, als sonstige Forderungen in Höhe von EUR 6.898.638,17 brutto (Vorjahr EUR 78.839,41, brutto) ausgewiesen.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ - PASSIVA

In die freie Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB wurden insgesamt Einlagen in Höhe von TEUR 9.000 im Berichtsjahr eingezahlt.

Im Posten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (EUR 271.749,80) sind die nachfolgenden wesentlichen Rückstellungen enthalten:

Position Wertansatz in EUR

Frachtleistungen von Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft

für kombinierten Güterverkehr mbH & Co. KG 103.500,00
Versicherungsleistungen der Euler Hermes GmbH 70.000,00

RESTLAUFZEITEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

Es bestehen keine Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Am Abschlussstichtag bestehen folgende in der Bilanz nicht ausgewiesene Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB:

Haftungsverhältnisse aus der Begebung und Übertragung von Wechseln aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften aus Gewährleistungsverträgen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
davon durch Pfandrechte oder sonstige Sicherheiten gesichert   350.000,00    
Summe 0,00 350.000,00 0,00 0,00

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der Haftungsverhältnisse wird aufgrund der Weiterführung der Geschäftstätigkeit als unwahrscheinlich eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen:

In Höhe von EUR 14.342,04 brutto je Monat, die aus Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Büroflächen in der Oranienstraße 25 - 5. Obergeschoss, 10999 Berlin resultieren. Das Mietvertragsende laut Vertrag vom 07.05.2019 ist der 31.07.2023.

In Höhe von EUR 19.387,58 brutto je Monat, die aus Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Nutzung von Büroflächen in der Oranienstraße 25 - 2. Obergeschoss, 10999 Berlin resultieren. Das Mietvertragsende laut Vertrag vom 15.05.2020 ist der 30.06.2023.

SONSTIGE ANGABEN

Aufgrund der Aktivierung eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes des Anlagevermögens in der Bilanz, dürfen Gewinne gem. § 268 Abs. 8 HGB nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens den insgesamt angesetzten Beträgen abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern entsprechen.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.953 und stammt ausschließlich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 150
Leitende Angestellte 2

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 152.

Geschäftsführer

Familienname Vorname ausgeübter Beruf
Ortwein Philipp Geschäftsführer
Schäfer Maximilian Geschäftsführer

Die Angabe der Gesamtbezüge der in 2021 tätigen Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9 HGB unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

NACHTRAGSBERICHT

Der im Jahre 2022 gestartete russische Angriff auf die Ukraine beeinflusst weltweit Märkte und das Leben der Menschen. Der weitere Fortgang des Krieges und die Auswirkungen für die Weltwirtschaft und die Gesellschaft sind derzeit nur mit großen Unsicherheiten vorhersehbar. Wir gehen gegenwärtig davon aus, dass der Krieg zu keiner wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten, sind nicht eingetreten.

ERGEBNISVERWENDUNG

Der Jahresabschluss wurde vor Ergebnisverwendung aufgestellt. Über die Ergebnisverwendung wird die Gesellschafterversammlung beschließen.

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.104.366,77 auf neue Rechnung vorzutragen.

UNTERZEICHNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2021

 

Berlin, 05.01.2023

gez. Philipp Ortwein

gez. Maximilian Schäfer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Instafreight GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Instafreight GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Instafreight GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 27. September 2022

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

 

30.09.2022

gez. Matthias Hondt, Wirtschaftsprüfer

gez. Lutz Beck, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel (brutto)

Handelsbilanzwert 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode
Anlagevermögen 7.291.002,33 7.545.101,82 315.116,53
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.961.114,78 2.063.928,78 7.643,78
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.961.114,78 2.063.928,78 7.643,78
Sachanlagen 232.492,00 383.777,49 307.472,75
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 232.492,00 383.777,49 307.472,75
Finanzanlagen 5.097.395,55 5.097.395,55 0,00
Beteiligungen 5.097.395,55 5.097.395,55 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Zugänge Abgänge Umbuchungen
davon aktivierte Zinsen für Fremdkapital
Anlagevermögen 7.229.985,29 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.056.285,00 0,00 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.056.285,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 76.304,74 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 76.304,74 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 5.097.395,55 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 5.097.395,55 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Kumulierte Abschreibungen
Kumulierte Abschreibungen zum Anfang der Periode Abschreibungen, Sonderabschreibungen und sonstige Abzüge der Periode Erfolgsneutrale Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 254.099,49 94.866,75 159.232,74 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 102.814,00 0,00 102.814,00 0,00 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.814,00 0,00 102.814,00 0,00 0,00
Sachanlagen 151.285,49 94.866,75 56.418,74 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 151.285,49 94.866,75 56.418,74 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode Buchwert zum Ende der Vorperiode
Zuschreibungen
Anlagevermögen 0,00 220.249,78
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.643,78
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 7.643,78
Sachanlagen 0,00 212.606,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 212.606,00
Finanzanlagen 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 5.1.2023.

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