Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 1858
Eingetragen
21.4.1977
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Handel mit VW und Audi Neufahrzeugen, ansonsten der Handel mit Gebrauchtwagen, die Vermietung und Vermittlung von Kraftfahrzeugen sowie der damit verbundene Kunden- und Teiledienst und damit einhergehende Nebengeschäfte. Weiterhin die Beteiligung an anderen Unternehmen der gleichen oder artverwandten Branchen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anja Staaf
seit 4.5.2010
Geschäftsführer
Anja Staat
seit 3.2.2004
Geschäftsführer
Willi Staaf
seit 3.2.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
47.50%
32.50%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Marlies Staat
Goethestraße 7, 63674 Altenstadt
95.000 €
47.50%
Willi Staat
Goethestraße 7, 63674 Altenstadt
65.000 €
32.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Staaf GmbH

Nidderau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 688.950,21 800.747,21
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.728,00 3.323,00
II. Sachanlagen 687.172,21 797.374,21
1. technische Anlagen und Maschinen 48.618,00 75.558,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 479.042,21 520.377,21
3. Geschäfts- und Vorführfahrzeuge 159.512,00 201.439,00
III. Finanzanlagen 50,00 50,00
B. Umlaufvermögen 13.994.180,66 11.292.197,91
I. Vorräte 5.860.308,53 4.957.535,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 781.673,44 1.082.630,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.352.198,69 5.252.032,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.384,14 16.471,61
Aktiva 14.698.515,01 12.109.416,73

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 8.062.393,99 7.111.554,79
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 1.400.000,00 1.400.000,00
III. Gewinnvortrag 5.511.554,79 4.450.139,47
IV. Jahresüberschuss 950.839,20 1.061.415,32
B. Rückstellungen 1.009.811,80 898.252,08
C. Verbindlichkeiten 5.626.309,22 4.099.609,86
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.992.085,51 3.200.941,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.992.085,51 3.200.941,84
2. sonstige Verbindlichkeiten 634.223,71 898.668,02
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 634.223,71 898.668,02
Passiva 14.698.515,01 12.109.416,73

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 7.539.657,57 7.347.316,25
2. Personalaufwand 3.984.118,31 4.098.716,85
a) Löhne und Gehälter 3.224.460,26 3.458.231,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 759.658,05 640.485,37
davon für Altersversorgung 14.622,92 14.622,92
3. Abschreibungen 216.836,69 214.034,83
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 216.836,69 214.034,83
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.718.748,61 1.438.400,71
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.844,48 537,36
davon Erträge aus Abzinsung 1.274,73 304,23
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 168.527,81 69.167,02
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 475.258,45 441.667,90
9. Ergebnis nach Steuern 978.015,18 1.085.866,30
10. sonstige Steuern 27.175,98 24.450,98
11. Jahresüberschuss 950.839,20 1.061.415,32

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Autohaus Staaf GmbH, Nidderau

Allgemeine Angaben

Die Firma der Gesellschaft lautet Autohaus Staaf GmbH. Sitz der Gesellschaft ist 66130 Nidderau. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hanau unter der Nummer HRB 1858 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Autohaus Staaf GmbH, Nidderau, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Ergänzend hierzu waren Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für den Anhang ist von den Aufstellungserleichterungen des § 286 HGB und den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht worden.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang dargestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurde in der Bilanz das Gliederungsschema des § 266 HGB um den Posten Geschäfts- und Vorführwagen im Bereich des Sachanlagevermögens erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach handelsrechtlichen Grundsätzen. Sie entsprechen grundsätzlich denen des Vorjahres.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, soweit sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Marktpreise am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt (niedrigerer beizulegender Wert). Werbematerialien werden mit einem Festwert angesetzt. Minderungen im Geschäftsjahr werden als Abgang erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Erkennbaren Risiken ist durch die Bildung von Einzel- und einer Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Ausgaben angesetzt, der Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die unter Beachtung vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem notwendigen Erfüllungsbetrag entspricht. Soweit die Restlaufzeit einen Zeitraum von einem Jahr überschreitet, wurden die Rückstellungen abgezinst, wobei die von der Deutschen Bundesbank für die entsprechende Laufzeit veröffentlichten Zinssätze angesetzt wurden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Vorjahr wurden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dieser Ausweis wurde in 2023 berichtigt. Es kommt zu Abweichungen der Vergleichbarkeit zum Vorjahr. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöhen sich im Vorjahr von TEUR -1 um TEUR 50 auf TEUR 49. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringern sich entsprechend im Vorjahr von TEUR 672 auf TEUR 567.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (als Anlage beigefügt) ersichtlich.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die debitorischen Kreditoren betreffen Gutschriften aus der Abrechnung von Verkaufshilfen und Boni.

Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaft- und Gewerbesteuer für das Jahr 2022 und 2023.

In den sonstigen Rückstellungen TEUR 721 (Vorjahr: TEUR 461) sind im Wesentlichen zu erwartende Leistungen aus der Rücknahme von Leasing-Fahrzeugen für die Jahre 2024 bis 2028 in Höhe von TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 268) enthalten. Weiterhin sind hierin Personal Rückstellungen von TEUR 120 und Prozesskosten im Rahmen der SV-Prüfung von TEUR 50 enthalten. Die Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit den Barwerten angesetzt.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Verbindlichkeiten gegenüber der VW Bank in Höhe von TEUR 1.365 (im Vorjahr TEUR 667) ausgewiesen.

Sämtliche übrige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.627 (Vorjahr: TEUR 3.201) sind durch die Sicherungsübereignung des Neu-, Vorführ- und Gebrauchtwagenbestandes durch Raumsicherungsübereignung, Grundschulden auf nicht im Eigentum der Gesellschaft stehendes Immobilienvermögen sowie durch selbstschuldnerische Bürgschaften und Mitverpflichtungserklärungen der Gesellschafter besichert.

Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten, insbesondere Eigentumsvorbehalte.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 126) als Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert der Gebrauchtfahrzeuge erfasst. Zudem wurden TEUR 227 (im Vorjahr: TEUR 192) an Wertminderungen auf Vorführwagen in den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverhältnisse mit befristeter Dauer (2023-2029) bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 54. Hiervon sind TEUR 30 innerhalb eines Jahres fällig.

Mit Gesellschaftern abgeschlossene Mietverhältnisse von unbefristeter Laufzeit bestehen in Höhe von TEUR 198 jährlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Rücknahmeverpflichtungen von Leasingfahrzeugen:

2024 TEUR 2.256
2025 TEUR 2.808
2026 TEUR 2.808
2027/2027 TEUR 1.326

Die Rückkaufverpflichtungen sind in der Regel durch die Werte der bei den Leasinggesellschaften einfinanzierten Fahrzeuge gedeckt. Im Falle der Inanspruchnahme aus dem Schuldbeitritt und der Ablösung der Fahrzeuge gehen diese Fahrzeuge in das Vermögen der Gesellschaft über. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass eine verlustfreie Veräußerung der Fahrzeuge möglich ist. Sofern zum Abschlussstichtag ein möglicher Verlust zu erwarten war, wurden entsprechend Rückstellungen gebildet.

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:

Arbeitnehmergruppe Anzahl 2023 Anzahl 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 25 24
Angestellte 34 35
59 59

Als Geschäftsführer waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Willi Staaf, Kfz-Meister,

Frau Anja Staaf, Kauffrau.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 950.839,20 und den bestehenden Gewinnvortrag von EUR 5.511.554,79 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Nidderau, den 31.03.2024

Autohaus Staaf GmbH

Willi Staaf, Geschäftsführer

Anja Staaf, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Autohaus Staaf GmbH, Nidderau

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.438,82 0,00 0,00 15.438,82
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
15.438,82 0,00 0,00 15.438,82
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 330.243,42 10.610,97 0,00 340.854,39
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.200.007,61 14.438,16 0,00 1.214.445,77
Geschäfts- und Vorführwagen
a) Geschäftswagen und sonstige Fahrzeuge 559.591,10 40.123,90 128,68 599.586,32
b) Mietwagen Euromobil 415.152,81 27.258,36 19.016,26 423.394,91
2.504.994,94 92.431,39 19.144,94 2.578.281,39
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 50,00 0,00 0,00 50,00
50,00 0,00 0,00 50,00
Anlagevermögen insgesamt 2.520.483,76 92.431,39 19.144,94 2.593.770,21
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänage Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.115,82 1.595,00 0,00 13.710,82
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
12.115,82 1.595,00 0,00 13.710,82
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 254.685,42 37.550,97 0,00 292.236,39
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 945.492,61 57.012,16 0,00 1.002.504,77
Geschäfts- und Vorführwagen
a) Geschäftswagen und sonstige Fahrzeuge 293.728,89 38.831,90 75,68 332.485,11
b) Mietwagen Euromobil 213.713,81 66.547,36 16.378,26 263.882,91
1.707.620,73 199.942,39 16.453,94 1.891.109,18
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt 1.719.736,55 201.537,39 16.453,94 1.904.820,00
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.728,00 3.323,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
1.728,00 3.323,00
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 48.618,00 75.558,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 211.941,00 254.515,00
Geschäfts- und Vorführwagen
a) Geschäftswagen und sonstige Fahrzeuge 267.101,21 265.862,21
b) Mietwagen Euromobil 159.512,00 201.439,00
687.172,21 797.374,21
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 50,00
50,00 50,00
Anlagevermögen insgesamt 688.950,21 800.747,21

LAGEBERICHT 2023

Autohaus Staaf GmbH, Nidderau

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Autohaus Staaf GmbH mit Sitz in 61130 Nidderau ist ein familiengeführtes, mittelständig geprägtes Autohaus. Es wird auf im Familienbesitz befindlichen Grundstücken betrieben. Markenhändler- und Serviceverträge bestehen für die Marken Audi, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Für die Marke Skoda, SEAT und Cupra ist ein Servicevertrag geschlossen. Daneben handelt die Gesellschaft mit Gebrauchtwagen, vermietet Kraftfahrzeuge und vermittelt Versicherungsverträge sowie Finanzierungen.

Der weitaus überwiegende Teil der Kunden kommt aus dem Main-Kinzig-Kreis, sodass neben den wirtschaftlichen Entwicklungen das Konsumverhalten auch von der lokalen Konkurrenzsituation bestimmt wird.

Die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft wird nicht nur von uns, sondern insbesondere von externen, hauptsächlich gesamtwirtschaftlichen und lieferanten- bzw. herstellerbezogenen Entwicklungen bestimmt, die von uns nicht bzw. nur wenig beeinflussbar sind. Bei unserer Betrachtung sind wir, sofern nichts anderes an betreffender Stelle genannt ist, von einem Zeitraum von einem Jahr ausgegangen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt nominal auf rund 4,12 Billionen Euro an. Begründet ist dieser Anstieg durch die hohe Inflation, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3% gegenüber dem Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Nach den vorläufigen Berechnungen des statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 auf dem gleichen Niveau wie in 2022. Somit ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland seit 2006 - mit Ausnahme der von den ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie geprägten Jahre - fast kontinuierlich gestiegen. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Autoabsatz im Jahr 2023 lt. KBA Flensburg um 7,3%. Insgesamt wurden 2023 2,84 Millionen Pkw neu zugelassen. Bezogen auf unsere Marken Volkswagen und Audi sind unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Während Audi erneut einen zweistelligen Zuwachs von 15,7% verzeichnen konnte lag das Plus bei Volkswagen bei 7,9%. Mit einem Marktanteil von fast einem Fünftel (18,2%) ist Volkswagen auch weiterhin die anteilsstärkste Marke im deutschen Automobilmarkt.

2. Geschäftsverlauf

Auch in diesem Jahr haben die Hersteller unserer Vertriebsmarken Sonderaktionen gefahren, die - wie bisher schon - einen Eigenanteil unserer Marge erforderten.

Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir, vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Verunsicherung der Käufer, weiterhin mit einem schwierigen Jahr gerechnet. Wir konnten jedoch das angestrebte positive Ergebnis auf Niveau des Vorjahres erreichen.

Daher sind wir mit dem Geschäftsjahr zufrieden.

3. Lage

Ertragslage

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft kann im abgelaufenen Jahr wie folgt skizziert werden:

Die Umsatzerlöse sind um 8,9% (TEUR 2.601) auf TEUR 31.982 und der Materialaufwand um 9,5% (TEUR 2.308) auf TEUR 24.312 gestiegen, sodass der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 6,3% (TEUR 485) auf TEUR 7.670 gestiegen ist. Aufgrund gesunkener Personalaufwendungen (TEUR 115) und gestiegener sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 280) sowie gesunkenen sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 66) liegt der Jahresüberschuss nach Steuern mit TEUR 951 um TEUR 111 unter dem Vorjahresergebnis. Damit haben wir die im Vorjahr für das Jahr 2023 prognostizierte Umsatz und Ergebnisziele erreicht.

Das Neuwagengeschäft wurde aufgrund der verstärkten Nachfrage nach Elektromobilität bei unserer Umsatzpalette sowie der Einführung der Umweltprämie positiv beeinflusst.

Finanzlage

Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren jederzeit sichergestellt. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit, auch unter Berücksichtigung externer Kreditmöglichkeiten, sichergestellt.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit betrug TEUR 568. Aus der Investitionstätigkeit der Gesellschaft resultiert ein Cashflow von TEUR -90. Durch die Ausschöpfung von Kreditlinien bei den Hausbanken resultiert ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 1.622. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 31.12.2023 rd. TEUR 7.352.

Aufgrund der Entwicklung unserer Gesellschaft gehen wir davon aus, dass auch künftig bei Bedarf ausreichende Kreditlinien bestehen werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 2.589 auf TEUR 14.699 erhöht. Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf höhere Vorräte (TEUR 903) sowie den Zuwachs der Bankguthaben (TEUR 2.100) zurückzuführen.

Auf der Passivseite haben sich im Wesentlichen der Gewinnvortrag vor Verwendung (TEUR 1.061) und der Zuwachs an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 1.791) ausgewirkt.

Die Eigenkapitalquote liegt mit 55,0% aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Personal

Auch im abgelaufenen Jahr wurden die Mitarbeiter überwiegend durch online Schulungen fortgebildet, sodass die Vorgaben für den Qualitätsstandard des Volkswagen-Konzerns im Hinblick auf die Service- und Händlerverträge erfüllt werden konnten. Eine Zertifizierung der Prozesse nach den Herstellervorgaben, die bestätigen, dass die Standards vollumfänglich eingehalten werden, liegt vor.

Der Personalaufwand ist um TEUR 115 auf TEUR 3.984 auch auf Grund von Personalwechseln gesunken, der Personalaufwand bezogen auf die Umsatzerlöse ist mit 12,5% leicht verringert gegenüber dem Vorjahr.

Zum Stichtag 31.12.2023 waren 34 Angestellte und 23 gewerbliche Arbeitnehmer. Hinzukommen noch 12 Auszubildende in technischen und kaufmännischen Berufsfeldern.

Investitionen

Vorrangig wurden die Investitionen für die Elektromobilität im Verkauf- und Werkstattbereich getätigt sowie für Vermiet- und Vorführfahrzeuge.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Marktrisiko

Auf Grund der Hersteller unterstützten Vertriebsmaßnahmen sowie hauseigener, kurzfristiger Maßnahmen, die wir den Markgegebenheiten anpassen, und der ständig wachsenden Modellpalette an E-Fahrzeugen unserer Hersteller ist unser Unternehmen gut aufgestellt. Wir stufen das Marktrisiko als gering ein.

Interne Risiken

Wir sehen für die zertifizierte Aufbau- und Ablauforganisation keine außergewöhnlichen Risiken. Jede Schlüsselstellung ist mit einem Stellvertreter besetzt. Auch in der Unternehmensleitung wird die Kontinuität mit der Übertragung der Verantwortung auf die nächste Generation weiter fortgesetzt.

Personalrisiko

Den Anforderungen an Qualität und Qualifikation der Mitarbeiter wird ständig Rechnung getragen Die Gesellschaft bildet gegenwärtig 9 Mechatroniker und 3 Automobilkaufleute aus.

IT-Risiko

Die von der Gesellschaft eingesetzten IT-Systeme werden von spezialisierten Fachlieferanten betreut. Authentizität, Vertraulichkeit und Vereinbarkeit mit den betrieblichen Erfordernissen, ausgerichtet an den gängigen Standards, sind gegeben. Ausreichende Vorsorge gegen unberechtigten Datenzugriff, Datenverlust und -manipulation ist aus unserer Sicht gewährleistet.

Liquiditäts- und Adressenausfallrisiko

Für den Bereich der Kraftfahrzeugfinanzierung stehen Kreditzusagen sowohl im Neu- als auch Gebrauchtwagenbereich der kreditgebenden Banken zur Verfügung

Die Gesellschaft nimmt bei ihren Kunden die üblichen Kreditwürdigkeitsprüfungen vor. Privatkunden wird nur eingeschränkt ein Zahlungsziel, insbesondere bei Serviceleistungen, gewährt.

Mit gewerblichen Kunden bestehen regelmäßige und langjährige Geschäftsverbindungen, sodass das Bonitätsrisiko zuverlässig eingeschätzt werden kann.

Verpflichtungen aus der Rücknahme von Leasingfahrzeugen werden von uns, wie auch in der Vergangenheit, durch eine marktgerechte Bewertung der Fahrzeuge erfüllt.

Wir sehen aufgrund der verbindlichen Vertragszusagen von Volkswagen und Audi keine bestandsgefährdenden Risiken für unsere Gesellschaft.

2. Prognose- und Chancenbericht

Die anhaltend starke Stellung unserer Lieferanten im Markt und die damit einhergehenden Möglichkeiten der Vertriebsunterstützung lässt uns zusammen mit den zu erwartenden neuen Modellen insbesondere E-Modelle sowohl bei Audi als auch bei Volkswagen mit einem weiterhin stabilen Absatz rechnen.

Im ersten Quartal 2024 gab es laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 694.785 Pkw-Neuzulassungen; 304.725 Pkw davon waren mit einem alternativen Antrieb ausgerüstet. Gegenüber 2023 entspricht dies einem Plus bei den Neuzulassungen von 4,2%; bei Pkw mit alternativem Antrieb einem Zuwachs von 4,4%.

Bedingt durch Leasingrücknahmeverpflichtungen aus vorjährigen Verkäufen sowie der Inzahlungnahme aus Neu- und Gebrauchtwagenverkäufen ist uns der Gebrauchtwagenankauf teilweise vorgegeben.

Dem stetigen Fachkräftemangel wirken wir mit Ausbildung und Qualifizierung unserer Fachkräfte/ Mitarbeiter entgegen. Im Bereich der Berufsausbildung bilden wir jährlich die Berufe Automobilkaufmann/ -frau sowie Kfz- Mechatroniker/ in aus. In den letzten Jahren zählten unsere Auszubildenden teilweise zu den Innungsbesten.

Im Rahmen der Planung für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von stagnierenden Umsatzerlösen im Vergleich zu 2023 aufgrund der vereinbarten Absatzziele und unserer Einschätzung des Gebrauchtwagenmarktes sowie des After-Sales-Bereichs aus. Der Jahresüberschuss sollte auf dem Niveau des Jahres 2023 liegen.

Inwiefern sich der Ukrainekrieg auf die Zielerreichung 2024 weiterhin auswirkt, können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht einschätzen. Wir gehen jedoch noch von einem positiven Geschäftsergebnis in Höhe von TEUR 951 auf Niveau des Vorjahres aus.

 

Nidderau, den 31. März 2024

Anja Staaf, Geschäftsführerin

Willi Staaf, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Staaf GmbH:

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Staaf GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Staaf GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen augrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falsche Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtige Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außenkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 31.05.2024

dhpg Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Steuerberater GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Berufsausübungsgesellschaft

Dr. Matthias Johnen, Wirtschaftsprüfer

Benedikt Owerdieck, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit einer Bilanzsumme von 14.698.515,01 € und einem Jahresüberschuss von 950.839.20 € wurde am 10. Juni 2024 festgestellt.

Die Gesellschafterversammlung hat am 10. Juni 2024 beschlossen, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 950.839,20 € auf neue Rechnung vorzutragen.

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