Stammdaten

Register
Amtsgericht Schweinfurt HRB 1809
Eingetragen
12.12.1989
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieBauträger für Wohngebäude
Gegenstand
Die Entwicklung und Innovation auf dem Gebiet der Gebäudetechnik, sowie der Einbau von und der Handel mit Geräten, Vorrichtungen und Anlagen auf diesem Gebiet.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Ackva
seit 7.4.2022
Prokura
Angela Sperber
seit 4.11.2015
Geschäftsführer
Michael Rotter
seit 4.11.2015
Prokura
Axel Feyh
seit 7.1.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bechert Haustechnik GmbH

Schweinfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.366,00 8,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 212.981,00 262.411,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.697,55 532.739,55
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe 512.800,00 460.350,00
2. unfertige und fertige Leistungen 4.629.000,00 7.623.800,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.881.396,57 2.407.684,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.392,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 771.994,73 836.428,20
III. Wertpapiere 1.295.236,19 302.765,31
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.305.370,67 3.504.332,68
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 4.930,00 15.311,00
Bilanzsumme 15.262.772,71 15.947.222,00

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Gewinnvortrag 4.743.785,15 4.327.184,93
III. Jahresüberschuss 1.033.990,75 416.600,22
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 2.049.930,00 1.943.651,00
2. Steuerrückstellungen 254.037,26 17.976,00
3. sonstige Rückstellungen 729.481,28 495.892,48
C. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.937.162,00 6.015.127,80
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 435.684,99 610.262,24
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.289.012,98 1.330.196,64
4. sonstige Verbindlichkeiten 278.396,42 279.038,81
Bilanzsumme 15.262.772,71 15.947.222,00

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Rohbetriebsergebnis 8.773.157,27 7.454.240,61
Personalaufwand:
Löhne und Gehälter 4.289.922,04 4.052.877,82
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.156.016,32 1.298.009,96
5.445.938,36 5.350.887,78
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 251.821,95 227.185,85
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.382.395,20 1.025.855,50
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.700,00 12.639,83
Erträge aus anderen Wertpapieren 9.090,11 138,20
Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 21.012,08 12.485,59
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 230.242,94 231.591,28
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 430.201,57 193.064,14
Sonstige Steuern 11.344,53 9.348,28
Jahresüberschuss 1.033.990,75 416.600,22

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Der vorliegende Jahresabschluss der Bechert Haustechnik GmbH, mit Sitz in 97424 Schweinfurt, Rudolf-Diesel-Straße 10, HRB 1809 Amtsgericht Schweinfurt, wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft beabsichtigt, die Erleichterungen des § 327 HGB bei der Offenlegung in Anspruch zu nehmen, sowie alle sonstigen Erleichterungen, die für mittelgroße Kapitalgesellschaften zulässig sind.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht von der Fortführung des Unternehmens aus (going concern). Gründe, die gegen die Fortführung sprechen, sind nicht erkennbar.

Über außergewöhnliche Sachverhalte, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten wird im Nachtragsbericht in der gebotenen Kürze hinreichend berichtet.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren - im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr - die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften, der §§ 246 bis 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, den §§ 268 - 274a, 277 und 278 HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze des HGB beachtet.

Die dem Vorjahresabschluss zugrundeliegenden Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden und -wahlrechte werden unverändert fortgeführt.

Der Jahresabschluss enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Das immaterielle Anlagevermögen sowie das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach Maßgabe der handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden soweit notwendig vorgenommen.

Die Abschreibungen erfolgen linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr der Anschaffung nach den steuerlichen Maßgaben abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Verkehrswert angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bei den Handelswaren sowie den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. In Arbeit befindliche Aufträge wurden mit den Material- und Lohneinzelkosten zuzüglich angemessener Teile der Gemeinkosten bewertet.

Fremdkapitalzinsen sind in der Bewertung nicht erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Zur Abdeckung des Ausfallrisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Einzelwertberichtigungen werden - soweit notwendig - durchgeführt.

Sonstige Wertpapiere wurden mit dem Kaufpreis, bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

In den Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Soweit im Jahresabschluss Positionen in fremder Währung enthalten sind, werden sie grundsätzlich mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls, unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zum Bilanzstichtag, bewertet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Wertpapieren ist ein Aktivwert von Schatzbriefen iHv. T€ 986 enthalten, zur Absicherung der Pensionsansprüche der Geschäftsführer. Des Weiteren sind Wertpapierdepots iHv. T€ 309 enthalten als Aktivwert von Pensionszusagen, T€ 214 sind an Empfänger der Pensionszusagen verpfändet.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Posten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten mit Ausnahme einer Darlehensforderung gegen die Geschäftsführer in Höhe von T€ 725 (VJ 775), die mit 1,3% p.a. verzinst wird. Der Betrag von T€ 674 hat eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 511.291,88 €.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellung ist nach handelsrechtlichen Maßgaben unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze berechnet. Die Pensionsverpflichtung wurde auf eine externe Versorgungseinrichtung übertragen. Die bilanzierte Pensionsverpflichtung resultiert aus dem nicht durch das Vermögen der Versorgungseinrichtung zur Erfüllung der Verpflichtung gedeckten Betrag.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Personalkosten und Gewährleistungen.

Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter iHv. T€ 1.289 (VJ 1.330), davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr iHv. T€ 767 (VJ 767).

In den übrigen Verbindlichkeiten sind keine Posten mit Restlaufzeiten von über einem Jahr enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind, Verbindlichkeiten aus Steuern iHv. T€ 210 (VJ 45) enthalten sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit iHv. T€ 0 (VJ 3).

Zum Bilanzstichtag sind keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vorhanden, lediglich Avale, wie nachstehend aufgeführt.

Die möglichen Kredite der Banken, einschließlich der Avale sind durch Abtretungen von Forderungen, Grundschulden, Bürgschaften, Mithaftung als Gesamtschuldner, Darlehensbelassungen und Rangrücktrittserklärungen besichert.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Aval-Konten bei Kreditinstituten für Gewährleistungsansprüche weisen zum Bilanzstichtag einen Betrag von T€ 832 (VJ 390) aus, die Erfüllungsbürgschaften bei einer Versicherung betragen zum Bilanzstichtag insgesamt T€ 952 (VJ 1.177).

Darüber hinaus bestehen die üblichen Gewährleistungsansprüche nach BGB und VOB. Zum Bilanzstichtag bekannte Gewährleistungsansprüche sind in den sonstigen Rückstellungen enthalten.

Es besteht ein Pacht- und Überlassungsvertrag mit der Firma F.W. Bechert GmbH & Co KG aus einer Betriebsaufspaltung. Die Pacht betrug im Berichtsjahr T€ 255 (VJ 216). Aus Leasingverträgen bestehen zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen iHv. T€ 12 (VJ 16).

Die Gesellschaft hat eine Unterstützungskasse zur Deckung von zukünftigen Zahlungen an pensionsberechtigte Arbeitnehmer, daher wird für diesen Sachverhalt keine Rückstellung im Jahresabschluss gebildet. Der Erfüllungsbetrag der U-Kassenverpflichtung nach HGB (BILMOG) beträgt zum Bilanzstichtag 4,3 Mio. Euro. Der Berechnung liegen ein Rechnungszins von 1,74% und eine Rentendynamik von 2% zugrunde. Bei der Berechnung fanden die Richttafeln Dr. Klaus Heubeck 2018 G und die PROJECTED UNIT CREDIT METHOD Anwendung.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten, wie im Vorjahr, keine wesentlichen periodenfremden Posten.

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung und Aufwendungen für die Unterstützungskasse iHv. T€ 304 (VJ 229).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In der Position sonstige betriebliche Aufwendungen sind im Wesentlichen der Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsaufwand erfasst. Hiervon sind keine wesentlichen Beträge periodenfremd.

V. SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

Axel Feyh, Dipl.-Ing., Schweinfurt

Angela Sperber, Betriebswirtin

jeweils alleinvertretungsberechtigt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 83 Arbeitnehmer, davon 61 gewerbliche Arbeitnehmer und 22 Angestellte.

Angaben zur Berechnung der Pensionsrückstellung

Für die Berechnung der Pensionsrückstellung wurden folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde gelegt:

Die versicherungsmathematische Bewertungsmethode ist die Methode der laufenden Einmalprämien (PUC-Methode). Die Rechnungsgrundlage beruht auf den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Das erwartete Pensionierungsalter ist die Regelaltersgrenze. Die Fluktuationsrate wurde mit Null angenommen. Der Abzinsungssatz zur Diskontierung der Verpflichtung ist mit 1,78 % jährlich angesetzt. Die erwartete Steigerung in der Anwartschaftsphase beträgt 1,5% jährlich.

Die erwartete Dynamik laufender Renten beträgt 1,5% jährlich, für aktive Anwärter 1,5% jährlich.

Konzernverhältnisse

Es besteht eine Betriebsaufspaltung zwischen der Bechert GmbH (Betriebsunternehmen) und der F.W. Bechert GmbH & Co KG (Besitzunternehmen).

Die Bechert Haustechnik GmbH ist ein Tochterunternehmen der F.W. Bechert GmbH & Co KG.

Gewinnvortrag und Ergebnisverwendung

Gewinnvortrag am 1.1.2023 4.743.785,15
zuzüglich Jahresüberschuss 2023 1.033.990,75
neuer Gewinnvortrag zum 1.1.2024 5.777.775,90

Die Geschäftsleitung hat als Ergebnisverwendung den Vortrag auf neue Rechnung vorgeschlagen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahrs haben sich wie folgt ereignet:

Unser Unternehmen war während der Corona-Krisenjahren 2020 bis 2022 - bedingt durch unser Produktprogramm und unseren Kunden - nur wenig bis gar nicht von den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen betroffen.

Allerdings hat die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine im Jahr 2023, der anziehenden Inflation verbunden mit einem steilen Anstieg der Zinsen insgesamt zu einer Verunsicherung der geschäftlichen Lage geführt. Konkrete Auswirkungen, die direkt mit diesen Ereignissen in Zusammenhang stehen sind jedoch bisher kaum zu vermerken.

Die anziehende Teuerung der Vorprodukte war für unsere Gesellschaft im Baunebengewerbe in den Vorjahren ein ständiger Begleiter. Insofern sind wir von der spürbaren Inflation weder überrascht noch in größerem Maße betroffen. Wir rechnen allerdings weiter mit spürbaren Kostenschüben in den Lohnverhandlungen. Insofern sind wir uns bewusst, dass wir auch in Zukunft mit Preissteigerungen auf breiter Front zu kalkulieren haben.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einem Rückgang unserer Geschäfte aus, auch wegen der oben beschriebenen steigenden Kosten auf der Beschaffungsseite. Wir erwarten auch Nachfragerückgänge aufgrund der gestiegenen Zinsen und der Verunsicherung aufgrund der "Wärmewende". Das betrifft sowohl den gewerblichen und insbesondere auch den privaten Sektor.

Wir beobachten die Lage sehr genau und lassen die angemessene Vorsicht eines umsichtigen Kaufmanns walten.

 

Schweinfurt, 29. Juni 2024

Geschäftsführung

Anlagenspiegel

Bechert Haustechnik GmbH, Schweinfurt

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 30.879,75 5.037,50 0 35.917,25
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 322.322,10 0,00 0 322.322,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.989.465,63 313.796,45 318.891,72 1.984.370,36
Summe Sachanlagen 2.311.787,73 313.796,45 318.891,72 2.306.692,46
Summe Anlagevermögen 2.342.667,48 318.833,95 318.891,72 2.342.609,71
Wertberichtigungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 30.871,75 1.679,50 0 32.551,25
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 59.911,10 49.430,00 0 109.341,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.456.726,08 200.712,45 318.765,72 1.338.672,81
Summe Sachanlagen 1.516.637,18 250.142,45 318.765,72 1.448.013,91
Summe Anlagevermögen 1.547.508,93 251.821,95 318.765,72 1.480.565,16
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 3.366,00 8,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 212.981,00 262.411,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 645.697,55 532.739,55
Summe Sachanlagen 858.678,55 795.150,55
Summe Anlagevermögen 862.044,55 795.158,55

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2023

1. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Wir konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr als Anbieter von Bauinstallationsleistungen (Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektroinstallation) an der insgesamt guten Baukonjunktur teilnehmen und unsere Leistungen zu angemessenen Preisen auf den Markt bringen. Aufgrund unseres umfassenden Leistungsspektrums und Betriebsgröße sowie der allgemein anerkannten hohen handwerklichen und planerischen Qualität unserer Bauleistungen konnten wir bei Großprojekten im Neubau und Sanierungsbereich unsere Kapazitäten auslasten. Das Rohbetriebsergebnis stieg um 17 %. Im Berichtsjahr wurde ein Jahresüberschuss von T€ 1.033 (VJ 416) erwirtschaftet. Wir verweisen auf die Erläuterung zur Ertragslage unter II.3.

2. Investitionen

Die Investitionen iHv. T€ 318 im Berichtsjahr wurden im Wesentlichen im Bereich Fuhrpark und sonstige Transportmittel (T€ 168), Betriebsausstattung und Betriebsvorrichtung (T€ 22), Wirtschaftsgüter und GWG bis 1.000 Euro (T€ 17) sowie Werkzeuge (T€ 105) vorgenommen.

3. Materialkosten

Die Materialkosten sind gesunken.

4. Personalentwicklung

Der Bestand an Arbeitskräften ist in etwa gleich hoch geblieben. Der Einsatz an Leiharbeitskräften war im Berichtsjahr nicht notwendig, um das Auftragsvolumen zeitgerecht zu bewältigen.

II. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote iHv. 41,2% (VJ 33,0%) auf. Die erhaltenen Anzahlungen sind gesunken. Die in Arbeit befindlichen Aufträge ebenfalls. Am Bilanzstichtag stehen den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen iHv. T€ 2.881,3 (VJ 2.407,7) lediglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen iHv. T€ 435,6 (VJ 610,3) gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen im Berichtsjahr T€ 1.289 (VJ 1.330).

2. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Aufträge werden zum größten Teil über Anzahlungen der Kunden finanziert, die Inanspruchnahme von Bankkrediten konnte vermieden werden. Die eingeräumten Kreditlinien wurden von unserer Gesellschaft im vergangenen Jahr nicht in Anspruch genommen. Zum Bilanzstichtag war die Liquiditätslage sehr gut, den Bankguthaben von T€ 4.305 (VJ 3.504) standen, wie im Vorjahr, keine Bankverbindlichkeiten gegenüber.

3. Ertragslage

Die Ertragssituation ist trotz Inflation von einem intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Die Margen sinken durch die steigenden Kosten. Die Einstandspreise sind auch im Berichtsjahr weiter gestiegen. Die Einzel- und Auftragsfertigung im Bauinstallationsgewerbe sowie die unvorhersehbaren Auftragsrisiken in der zeitlichen Abwicklung der Bauaufträge lassen eine exakte Kalkulation der Aufträge nicht zu. Es wurde ein Jahresüberschuss iHv. T€ 1.033 (VJ 416) erwirtschaftet.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Es sind keine wesentlichen Änderungen in unserer Geschäftspolitik zu erwarten. Wir können auf eine 125-jährige erfolgreiche Geschäftstätigkeit zurückblicken. Die Bechert Haustechnik GmbH feierte dieses Jahr ihr Jubiläum. Das Familienunternehmen genießt sowohl in der Branche als auch in der Region, bei Auftraggebern, Lieferanten und Arbeitnehmern ein hohes Maß an Vertrauen, sodass keine entwicklungsbeeinträchtigenden Sachverhalte auf diesen Gebieten vorliegen.

II. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Die Risiken bezüglich Forderungsausfall sind aufgrund der Kundenstruktur und dem Finanzmanagement weitgehend minimiert. Das Kalkulationsrisiko ist zwar aufgrund der projektbezogenen Einzel- und Auftragsfertigung grundsätzlich vorhanden, kann jedoch durch bestehende Controlling-Abläufe innerhalb des Betriebsablaufs schnell und effizient ermittelt, und soweit möglich, durch geeignete Gegenmaßnahmen reduziert werden.

Unsere Hauptauftraggeber sind Industrie, Städte und Gemeinden im Umkreis, Wohnungsbaugesellschaften und andere gewerbliche Unternehmen. Der Umsatz mit Endkunden wurde in der Wartungsabteilung weiter gefestigt. Der Bestand an Halbfertigen Arbeiten zum Bilanzstichtag ist gesunken. Aufgrund der angespannten politischen Lage rechnen wir im Jahr 2024 mit einem sinkenden Gewinn.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir weiterhin auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen und Handelshäuser zurück, mit denen i.d.R. langfristige Geschäftsbeziehungen bestehen. Es werden ausschließlich Fabrikate renommierter Hersteller verwendet, um die Gewährleistungsrisiken so gering wie möglich zu halten. Diplom-Ingenieure und Meister in der Planung und Projektierung, sowie Meister und hochqualifiziertes Fachpersonal in der Montage und Bauausführung garantieren die hohe Qualität aller unserer angebotenen Bauinstallationsleistungen.

2. Spezieller Risikobericht

Die Liquiditätslage ist sehr gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Aufträge werden soweit wie möglich mit Anzahlungen der Kunden finanziert. Die Gesellschaft verfügt über effiziente Forderungskontrolle und Mahnwesen. Forderungsausfälle sind, auch aufgrund der Kundenstruktur, die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Skonto- und Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Darüber hinaus ist die Gesellschaft bestrebt, einen adäquaten Guthabensaldo auf den Bankkonten auszuweisen, um bei eventuellen Zahlungsverzögerungen von Kunden Liquiditätsengpässe zu vermeiden.

III. Chancenbericht

Grundsätzlich sehen wir die weitere Zukunft für unsere Branche hoffnungsvoll:

Der Geschäftszweig Heizung wird nach unserer Einschätzung aufgrund der umweltrechtlichen Anforderungen (CO 2 -Reduktion, Steigerung der Energieeffizienz, etc.) und der Innovationen auf diesem Sektor wachsen. Wir befinden uns allerdings in diesem Sektor in starker Konkurrenz mit den Wettbewerbern. Zusammen mit unserem zweiten Standbein, Elektrotechnik können sich Synergieeffekte ergeben, wie z.B. der Einbau von Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplung und Solarkollektoren bzw. kombinierte Heizungssysteme. Aber auch als einzelner Geschäftszweig wird die Elektroinstallation von Neuinstallationen, Sanierungen und Innovationen in unserem regionalen industriellen Umfeld profitieren. Seit diesem Jahr haben wir mit der Glasfaserverlegungein neues Standbein geschaffen. Der Geschäftsbereich Wartung und Kundendienst bestätigt sich weiter von kleinen Projekten und Reparaturen bei Privathaushalten. Durch Wegfall oder sinkende staatliche Förderungen bei Heizungstausch sind Privatkunden allerdings zögerlich. Der Bereich Lüftung entwickelt sich weiter als eigenständiger, lukrativer Bereich. Die Nachrüstung aber auch die Erstinstallation großer Gebäude mit energieeffizienten Lüftungssystemen (Wärmerückgewinnung), sowie Ladestationen gewinnen immer größere Bedeutung.

Insgesamt sind wir der Annahme, dass gerade unser Leistungsspektrum der kompletten Bauinstallation, Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik ein Wettbewerbsvorteil sein kann, da insbesondere bei großen Projekten die Auftraggeber zunehmend die Aufträge an ein einziges Unternehmen vergeben, um Reibungsverluste in der Bauabwicklung zu vermeiden. Außerdem werden diese Gewerke aufgrund des technischen Fortschritts und der hohen umwelt- und energietechnischen Anforderungen immer mehr miteinander verzahnt werden.

Die Bechert Haustechnik GmbH sieht sich daher für die Bewältigung der zukünftigen Anforderungen des Marktes gut gerüstet.

C. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft betreibt keine eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Sie nimmt vielmehr an den Neuentwicklungen der industriellen Anbieter bei den eingesetzten Geräten und Materialien teil und hält sich hier auf dem neuesten technischen Stand.

D. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Schweinfurt, 07. Juni 2024

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bechert Haustechnik GmbH, Schweinfurt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bechert Haustechnik GmbH, Schweinfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bechert Haustechnik GmbH, Schweinfurt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Würzburg, den 7. Januar 2025

C. Hubmann GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft

Christian Hubmann, Wirtschaftsprüfer

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