Culligan Deutschland GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Getränken
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
James Montupet seit 3.3.2026 | Geschäftsführer |
Peter Schopphoven seit 7.11.2025 | Prokura |
Olaf August Martin Wilhelm seit 28.12.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Omosis Buyer Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Culligan Wassertechnik GmbHNeussKonzernabschluss zum 31. Dezember 2022Konzernbilanz
Konzerngewinn- und Verlustrechnung
KonzernanhangBezugnehmend auf die beigefügte Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und die KonzernGewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 der Gesellschaft machen wir entsprechend den gesetzlichen Vorschriften folgende Angaben: I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben Die Culligan Wassertechnik GmbH (im Folgenden auch kurz "Culligan Wassertechnik", "die Gesellschaft" oder "das Mutterunternehmen") ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter HRB 21271 eingetragen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der aufgestellte Konzernabschluss besteht aus: - Konzernbilanz - Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung - Konzern-Kapitalflussrechnung - Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals - Konzernanhang mit Konzern-Anlagenspiegel Der Konzernabschluss wurde auf den 31. Dezember 2022, den Abschlussstichtag des Mutterunternehmens, erstellt. Dieser entspricht dem Abschlussstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Tochterunternehmen. 2. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst neben dem Mutterunternehmen neun einbezogene Tochter- bzw. Enkelgesellschaften (davon sechs ausländische Unternehmen), deren Anteile zum 31. Dezember 2022 unmittelbar oder mittelbar zu mehr als 50 % Konzernunternehmen gehören.
Zwischen der Culligan Wassertechnik GmbH als herrschendem Unternehmen (Organträgerin) und der Culligan Deutschland GmbH als Organgesellschaft ist am 17. Mai 2019 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2019 geschlossen worden. Diesem hat die Gesellschafterversammlung vom 17. Mai 2019 zugestimmt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 25. Juni 2019. Auf dieser Grundlage ist die Culligan Deutschland GmbH gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und ggf. einen Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufzustellen, offenzulegen und ggfs. prüfen zu lassen. Die Culligan Deutschland GmbH hat mit Wirkung vom 18. Februar 2022 sämtliche Anteile der Frangart Matthias & Co. GmbH, Bexbach, erworben. Hierbei handelt es sich um einen Anbieter von Wasserspendern auf dem deutschen Markt. Zur Finanzierung des Anteilserwerbs wurde von der Gesellschafterin eine Einzahlung in die freie Kapitalrücklage vorgenommen. Nach § 300 Abs. 2 HGB i.V.m. § 297 Abs. 3 Satz 1 HGB sind in den Konzernabschluss alle Aufwendungen und Erträge der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaft aufgenommen, die während der Konzernzugehörigkeit vom 18. Februar bis zum 31. Dezember 2022 entstanden sind. Die Culligan Deutschland GmbH hat mit Wirkung vom 29. April 2022 sämtliche Anteile der Saframo GmbH, Neu-Isenburg, erworben. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Anbieter von Wasserspendern auf dem deutschen Markt. Zur Finanzierung des Anteilserwerbs wurde von der Gesellschafterin eine Einzahlung in die freie Kapitalrücklage vorgenommen. Nach § 300 Abs. 2 HGB i.V.m. § 297 Abs. 3 Satz 1 HGB sind in den Konzernabschluss alle Aufwendungen und Erträge der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaft aufgenommen, die während der Konzernzugehörigkeit vom 29. April bis zum 31. Dezember 2022 entstanden sind. Darüber hinaus hat die Culligan Deutschland GmbH die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der O-VIVA GmbH, Wesseling, im Wege von Asset Deals mit Wirkung zum 1. Januar 2022 übernommen. Mit Vertrag vom 18. Juli 2022 hat die Culligan Deutschland GmbH das "Wassergeschäft" von der Atlantis Trinkwassertechnik GmbH, Hartheim am Rhein, erworben. Gegenstand des Erwerbs waren insbesondere die vermieteten Tafelwasseranlagen und Wasserspender sowie die entsprechenden Kundenverträge. Die Green Clean Sp.z o.o., Warschau/Polen, hat mit Wirkung vom 26. Juli 2022 sämtliche Anteile der EWT Woda Sp.z o.o., Warschau/Polen, erworben. Hierbei handelt es sich um einen Anbieter von Wasserenthärtungsanlagen auf dem polnischen Markt. Nach § 300 Abs. 2 HGB i.V.m. § 297 Abs. 3 Satz 1 HGB sind in den Konzernabschluss alle Aufwendungen und Erträge der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaft aufgenommen, die während der Konzernzugehörigkeit vom 26. Juli bis zum 31. Dezember 2022 entstanden sind. Durch die erstmalige Einbeziehung der YAZAMCO POLAND Sp.z o.o. zum 2. Dezember 2021 sowie durch die Unternehmenserwerbe der Culligan Deutschland GmbH sind die Angaben im Konzernabschluss 2022 mit den Angaben des Vorjahres zum Teil nur eingeschränkt vergleichbar. Die wesentlichen Auswirkungen für den Konzernabschluss 2022 betreffen hinsichtlich der Konzernbilanz die vom Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2022 fortgeführten Werte für die Frangart Matthias & Co. GmbH und die Saframo GmbH sowie die im Rahmen der übrigen Unternehmenserwerbe/ Asset Deals erworbenen Kundenbeziehungen und Geschäfts- und Firmenwerte. Im Hinblick auf die wesentlichen Effekte auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir den Unterschiedsbetrag der operativen Erträge und Aufwendungen für ein ganzes Geschäftsjahr im Vergleich zur nur zeitanteiligen Einbeziehung der YAZAMCO POLAND Sp.z o.o. dargestellt. Zudem haben wir die tatsächlichen Erträge und Aufwendungen seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Frangart Matthias & Co. GmbH und der Saframo GmbH dargestellt.
Die im Rahmen der übrigen Unternehmenserwerbe erworbenen Kundenstämme belaufen sich auf insgesamt TEUR 3.274. 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung auf der Ebene der Culligan Wassertechnik GmbH wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB vorgenommen. Grundlage für die Erstkonsolidierung und die Neubewertung der einbezogenen Gesellschaften waren die Wertverhältnisse zum Zeitpunkt der wirtschaftlichen Übernahme der jeweiligen Gesellschaftsanteile. Sofern die Wertansätze zu diesem Zeitpunkt nicht endgültig ermittelt werden können, sind sie innerhalb der darauffolgenden zwölf Monate anzupassen. Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 303 Abs 1 HGB konsolidiert. Zwischenergebnisse aus Lieferungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 304 HGB eliminiert. Umsatzerlöse und andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 305 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse bzw. die Handelsbilanzen II der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden erstellt worden. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten, d.h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen, als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und nach Fertigstellung planmäßig linear über ihre erwartete Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der AQUA VITAL Gruppe zum 19. Juli 2018 wurden der Kundenstamm mit einem Wert von TEUR 47.323 und die Markenrechte mit einem Wert von TEUR 3.658 als zusätzliche immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens angesetzt. Die Bewertung des Kundenstamms erfolgte nach der Residualwertmethode. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Erfahrungen über die zugrunde liegenden vertraglichen Verhältnisse geschätzt und beträgt 18 Jahre. Die Markenrechte wurden nach der Methode der Lizenzpreisanalogie bewertet. Da deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, erfolgt die Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB über einen Zeitraum von 10 Jahren. Im Rahmen der mit der Erstkonsolidierung der Triple A Aqua Service Holding GmbH und deren Tochtergesellschaft Triple A Aqua Service GmbH verbundenen Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften zum 31. Juli 2019 wurden der Kundenstamm mit einem Wert von TEUR 7.930 und die Markenrechte mit einem Wert von TEUR 1.530 als zusätzliche immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens angesetzt. Die Bewertung des Kundenstamms erfolgte nach der Residualwertmethode. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Erfahrungen über die zugrunde liegenden vertraglichen Verhältnisse geschätzt und beträgt 13 Jahre. Die Markenrechte wurden nach der Methode der Lizenzpreisanalogie bewertet. Da deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, erfolgt die Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB über einen Zeitraum von 10 Jahren. Im Rahmen der mit der Erstkonsolidierung der Green Clean Sp.z o.o. verbundenen Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaft zum 14. Juli 2020 wurden der Kundenstamm mit einem Wert von TPLN 15.100 (TEUR 3.374) und die Markenrechte mit einem Wert von TPLN 1.500 (TEUR 335) als zusätzliche immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens angesetzt. Die Bewertung des Kundenstamms erfolgte nach der Residualwertmethode. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Erfahrungen über die zugrunde liegenden vertraglichen Verhältnisse geschätzt und beträgt 18 Jahre. Die Markenrechte wurden nach der Methode der Lizenzpreisanalogie bewertet. Da deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, erfolgt die Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB über einen Zeitraum von 10 Jahren. Im Rahmen der mit der Erstkonsolidierung der Hoellinger GmbH, Frankfurt (in 2021 verschmolzen auf die Culligan Deutschland GmbH), verbundenen Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften zum 26. Februar 2021 wurde der Kundenstamm mit einem Wert von TEUR 1.331 als zusätzlicher immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens angesetzt. Die Bewertung des Kundenstamms erfolgte im Wege der Schätzung auf der Grundlage von Erfahrungen mit 50 % des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Erfahrungen über die zugrunde liegenden vertraglichen Verhältnisse geschätzt und beträgt 12 Jahre. Im Rahmen der mit der Erstkonsolidierung der YAZAMCO POLAND Sp.z o.o. verbundenen Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaft zum 2. Dezember 2021 wurde der Kundenstamm mit einem Wert von TPLN 13.279 (TEUR 2.890) als zusätzlicher immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens angesetzt. Die Bewertung des Kundenstamms erfolgte im Wege der Schätzung auf der Grundlage von Erfahrungen mit 50 % des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Erfahrungen über die zugrunde liegenden vertraglichen Verhältnisse geschätzt und beträgt 12 Jahre. Im Rahmen der mit der Erstkonsolidierung der Saframo GmbH verbundenen Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaft zum 29. April 2022 wurde der Kundenstamm mit einem Wert von TEUR 2.479 als zusätzlicher immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens angesetzt. Die Bewertung des Kundenstamms erfolgte im Wege der Schätzung auf der Grundlage von Erfahrungen mit 50 % des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Erfahrungen über die zugrunde liegenden vertraglichen Verhältnisse geschätzt und beträgt 12 Jahre. Im Rahmen der mit der Erstkonsolidierung der Frangart Matthias & Co. GmbH verbundenen Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaft zum 18. Februar 2022 wurde der Kundenstamm mit einem Wert von TEUR 1.601 als zusätzlicher immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens angesetzt. Die Bewertung des Kundenstamms erfolgte im Wege der Schätzung auf der Grundlage von Erfahrungen mit 50 % des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Erfahrungen über die zugrunde liegenden vertraglichen Verhältnisse geschätzt und beträgt 12 Jahre. Im Rahmen der mit der Erstkonsolidierung der EWT Woda Sp.z o.o. verbundenen Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaft zum 26. Juli 2022 wurde der Kundenstamm mit einem Wert von TPLN 803 (TEUR 175) als zusätzlicher immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens angesetzt. Die Bewertung des Kundenstamms erfolgte im Wege der Schätzung auf der Grundlage von Erfahrungen mit 50 % des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Erfahrungen über die zugrunde liegenden vertraglichen Verhältnisse geschätzt und beträgt 12 Jahre. Die im Rahmen von Asset Deals erworbenen Kundenbeziehungen werden mit dem Residualwert aus Kaufpreis und den übernommenen übrigen Vermögenswerten und Schulden angesetzt. Die Nutzungsdauer wurde anhand der Erfahrungen und der individuellen Gegebenheiten geschätzt und beträgt zwischen 5 und 12 Jahren. Im Geschäftsjahr 2021 hat die Triple A Aqua Service GmbH, Wien (ab dem 13. September 2023 umfirmiert in Culligan Austria GmbH, Wien) den Geschäftsbetrieb der Freshwater Vertriebs GmbH übernommen. Die Marke "Freshwater" wurde im Vorjahr außerplanmäßig abgeschrieben (TEUR 700), da die Marke nicht weiter genutzt wird. Der erworbene Firmenwert von TEUR 1.892 wird über die erwartete Nutzungsdauer von 5 Jahren planmäßig abgeschrieben. Als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird der Residualwert zwischen den Anschaffungskosten der Anteile der einbezogenen Unternehmen und deren neubewertetem Eigenkapital abzüglich der planmäßigen Abschreibungen ausgewiesen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer wurde aufgrund des auf Langfristigkeit angelegten Geschäftsmodells der Gesellschaft, das auf hoher Kundenbindung durch mehrjährige, sich in vielen Fällen revolvierende Mietverträge beruht, sowie die langen Lebenszyklen der Produkte des Konzerns auf 15 Jahre geschätzt. Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 1 bis 5 Jahre zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear über Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren vorgenommen. Im Rahmen der Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden der Culligan Deutschland GmbH und der Triple A Aqua Service GmbH wurde der Wertansatz der Betriebs- und Geschäftsausstattung um TEUR 6.405 bzw. um TEUR 736 auf den jeweiligen Wert zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss aufgestockt. Die Ermittlung des Zeitwertes erfolgte jeweils auf der Grundlage der Wiederbeschaffungskosten. Der Aufstockungsbetrag wird jeweils über die erwartete durchschnittliche Restnutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der 5 Jahre unterstellt wird. Mit Ausnahme der Triple A Aqua Service GmbH, Wien / Österreich, werden die Cooler im Rahmen der Grundsätze für die zuvor genannten Sammelposten grundsätzlich über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen (andere Hersteller, andere Kundenstruktur) werden die Cooler bei der Triple A Aqua Service GmbH davon abweichend linear über einen Zeitraum von 8 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Diese betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen und sind mit dem Aktivwert laut Bestätigung der ERGO Lebensversicherung AG, Hamburg, ausgewiesen. Wegen ihres langfristigen Charakters und des Verwendungszusammenhanges mit den in den Pensionsrückstellungen ausgewiesenen langfristigen Verpflichtungen des Unternehmens erfolgt der Ausweis der Rückdeckungsversicherungen unter den Finanzanlagen. Bei den Vorräten erfolgte die Bewertung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Rabatt- und Skontoabzug sowie der gewogenen Durchschnittsbewertung gemäß § 240 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird für die deutschen Konzerngesellschaften durch pauschale Abschläge in Abhängigkeit von der Restlaufzeit der jeweiligen Forderungen mit Prozentsätzen in einer Bandbreite von 1% bis 100% Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen sowie auf der Passivseite vor dem Bilanzstichtag erhaltene Einnahmen, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden grundsätzlich saldiert in der Bilanz ausgewiesen. Es erfolgt jedoch keine Verrechnung der latenten Steuern nach § 274 HGB mit denen nach § 306 HGB (insoweit unsaldierter Ausweis). Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Das Gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei dem Sonderposten für Investitionszuschüsse handelt es sich um eine Investitionsprämie der österreichischen Bundesregierung im Rahmen der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Der Sonderposten wird analog zu den Abschreibungen auf die Investitionsgüter aufgelöst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:
Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre einerseits (neuer Bewertungszeitraum) und dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahren andererseits (alter Bewertungszeitraum) ergibt (§ 253 Abs. 6 Satz 1 HGB), beträgt EUR 4.788,00 (Vorjahr: EUR 8.499,00). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen, angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten durchschnittlichen Marktzins. Die für die Mitarbeiter der Triple A Aqua Service GmbH zu bildende Abfertigungsrückstellung ist nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,44 % (Vorjahr: 1,35 %) und des gesetzlichen Pensionsantrittsalters in Österreich ermittelt worden. Aufgrund der geringen Unsicherheit des Eintritts einer Abfertigungszahlung wurde bei der Rückstellungsberechnung ein Fluktuationsabschlag in Höhe von 10 % (Vorjahr: 10 %) berücksichtigt. Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde nach finanzmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz von 1,44 % (Vorjahr: 1,35 %) berechnet und es wurde ein gestaffelter, altersbezogener Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Im Berichtsjahr war erstmalig eine Rückstellung für Gesundheitskonto zu bilden. Sie wurde nach finanzmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz von 1,44 % (Vorjahr: 1,35 %) berechnet und es wurde eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 60 % aufgrund betriebsinterner Aufzeichnungen zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. 5. Währungsumrechnung Eine Währungsumrechnung wurde für AQUA VITAL Hungary Kft., Green Clean Sp.z o.o., YAZAMCO POLAND Sp.z o.o. und EWT Woda Sp.z o.o. notwendig, welche nicht den Euro als Landes- bzw. funktionale Währung (= Konzernwährung) haben. Entsprechend § 308a HGB kommt die modifizierte Stichtagskursmethode zur Anwendung. Die Umrechnung des in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlusses in Euro erfolgte bei den Bilanzposten (mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs umgerechnet wurde) zum Mittelkurs am Bilanzstichtag und bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu Jahresdurchschnittskursen. Die sich aus den Wechselkursänderungen ergebenden Umrechnungsdifferenzen sind erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt worden. Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR ./. 344.402,76 (Vorjahr: EUR ./. 159.617,77). Darüber hinaus bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. II. Erläuterungen zur Konzernbilanz (1) Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel. (2) Die Bilanzierung und Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgte auf folgenden Grundlagen:
Annahmen zur betrieblichen Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte sind begründet durch das auf Langfristigkeit angelegte Geschäftsmodell der Gesellschaft, das auf hoher Kundenbindung durch mehrjährige, sich in vielen Fällen revolvierenden Mietverträgen beruht, sowie die langen Lebenszyklen der Produkte des Unternehmens. (3) Die Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsberechtigten bei der Culligan Wassertechnik GmbH. (4) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 6.501 (Vorjahr: TEUR 5.810) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (5) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen i.H.v. TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 33) kurzfristige Darlehensforderungen. Darüber hinaus enthalten sie mit TEUR 2.400 eine kurzfristige Forderung gegen die Gesellschafterin aus einer beschlossenen Einzahlung in die Kapitalrücklage. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 0) resultierten aus Lieferungen und Leistungen und haben ebenfalls eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (6) Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Forderungen gegen Finanzbehörden aus Steuererstattungen für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 sowie Kautionen. Hiervon haben TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 127) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (7) Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. TEUR 287 (Vorjahr: TEUR 422) beinhaltet Ausgaben, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. (8) Zu der Entwicklung der Kapitalrücklage verweisen wir auf die Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapitalspiegel. (9) Der Differenzbetrag aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von TEUR 5 unterliegt bei dem Mutterunternehmen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. (10) Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf folgende Sachverhalte:
Die Pfandrückstellung betrifft die erfahrungsgemäß zu erwartenden und abgezinsten Aufwendungen aufgrund der Auszahlung des Pfandgeldes bei Rückgabe der Wasserflaschen und CO 2 -Flaschen. Die Änderungen im Geschäftsjahr wurden erläutert unter Punkt III. 3. Die Rückstellung für sonstige Personalkosten umfasst insbesondere Boni, Tantiemen, Abfertigungen, Jubiläums- und ähnliche Sonderzahlungen. Darüber hinaus sind im Berichtsjahr auch Abfindungen in Höhe von TEUR 486 enthalten. Die Rückstellung für Entsorgungskosten betrifft die Entsorgung der im Umlauf befindlichen Cooler. Sie wird mit dem fristenkongruenten Marktzinssatz abgezinst. (11) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen i.H.v. TEUR 103.754 (Vorjahr: TEUR 100.021) Darlehensverbindlichkeiten. Diese entfallen mit einem Betrag von TEUR 90.544 (Vorjahr: TEUR 87.279) auf die Gesellschafterin, Osmosis Buyer Ltd., Berkshire/UK, und mit TEUR 13.210 (Vorjahr: TEUR 12.742) auf die AI Aqua Merger Sub Inc., Rosemont, Illinois/USA. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 443 (im Vorjahr: TEUR 3.972) resultieren aus dem Cashpooling mit der AI Aqua UK Ltd., Reading/ UK, in welches die deutschen und österreichischen Culligan-Gesellschaften seit 2020 einbezogen werden. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren i.H.v. TEUR 1.559 (Vorjahr: TEUR 1.792) aus Lieferungen und Leistungen. Von den Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der AI Aqua Merger Sub Inc., Rosemont, Illinois/USA, sind TEUR 8.421 im Juli 2023 (mit Vereinbarung vom 8. Februar 2024 auf den Dezember 2030 verlängert) fällig. Sämtliche Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Osmosis Buyer Ltd., Berkshire/UK, (TEUR 90.544) sind ebenfalls im Juli 2023 (mit Vereinbarung vom 8. Februar 2024 auf den Dezember 2030 verlängert) fällig. (12) Die Verbindlichkeiten weisen zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten auf:
* Verbindlichkeiten sind mit 98.966 TEUR bezogen auf die Darlehen Note 121 und Note 155 welche zum 8. Februar 2024 verlängert wurden auf den 31 Dezember 2030 Mit Vereinbarung vom 13. Dezember 2022 hat die AI Aqua Merger Sub Inc., Rosemont/USA, eine Rangrücktrittserklärung gegenüber der Culligan Wassertechnik GmbH bezüglich sämtlicher fälligen, aus den Darlehensverträgen Nr. 155 (TEUR 8.421) vom 25. Juli 2019 und Nr. 195 (TEUR 2.585) vom 1. Juli 2020 bestehenden und zukünftigen Forderungen abgegeben. Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die o.g. mit einem Rangrücktritt versehenen Verbindlichkeiten der Culligan Wassertechnik GmbH gegenüber der AI Aqua Merger Sub Inc. Auf insgesamt TEUR 11.007. Eine Rückzahlung kann danach erst nach Befriedigung sämtlicher Gläubiger der Gesellschaft verlangt werden und nur, soweit ein die Verbindlichkeiten übersteigendes Vermögen der Gesellschaft zur Verfügung steht. Zudem wurde das Darlehen Nr. 155 zum 8. Februar 2024 bzgl. des Rückzahlungszeitpunktes verlängert auf den 31. Dezember 2030. Darüber hinaus bestehen weitere Darlehensverbindlichkeiten mit AI Aqua Merger Sub Inc. in Höhe von TEUR 2.203, die im Mai 2026 fällig sind. Mit Vereinbarung vom 6. Dezember 2022 hat die Osmosis Buyer Ltd., Berkshire/UK, als Muttergesellschaft der Culligan Wassertechnik GmbH, eine Rangrücktrittserklärung bezüglich sämtlicher fälligen, aus dem Darlehensvertrag Nr. 121 vom 19. Juli 2018 bestehenden und zukünftigen Forderungen abgegeben. Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die o.g. Verbindlichkeiten der Culligan Wassertechnik GmbH gegenüber der Osmosis Buyer Ltd. auf insgesamt TEUR 90.544. Eine Rückzahlung kann danach erst nach Befriedigung sämtlicher Gläubiger der Gesellschaft verlangt werden und nur, soweit ein die Verbindlichkeiten übersteigendes Vermögen der Gesellschaft zur Verfügung steht. Zudem wurde das Darlehen (Nr. 121) zum 8. Februar 2024 bzgl. dem Rückzahlungszeitpunktes verlängert auf den 31 Dezember 2030. Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr beinhalten im Wesentlichen erhaltene Mietkautionen in Höhe von TEUR 3.315 (Vorjahr: TEUR 2.836).Darüber hinaus bestehen TEUR 2.100 Verbindlichkeiten für Einbehalte die über 5 Jahre fällig sind. (13) Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet erhaltene Einnahmen aus Mietverträgen, die Erträge für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. (14) Es ergibt sich ein Passivüberhang der latenten Steuern in Höhe von TEUR 14.702 (Vorjahr: TEUR 15.021). Dieser resultiert aus temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge der einbezogenen Gesellschaften. Bei der Bewertung der inländischen latenten Steuern wurde ein Steuersatz von Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von 31,2 % verwendet. Bei der Bewertung der latenten Steuern für die österreichischen Gesellschaften wurde ein Steuersatz von 23,0 % verwendet. Bei der Bewertung der latenten Steuern der polnischen und der ungarischen Gesellschaften wurden die jeweiligen individuellen Steuersätze von 9 % (Green Clean Sp.z o.o., EWT Woda Sp.z o.o. und AQUA VITAL Hungary Kft.) bzw. 19 % (YAZAMCO POLAND Sp.z o.o.) verwendet. Darüber hinaus ergeben sich aus den Konsolidierungsmaßnahmen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 13). Diese resultieren aus der Schuldenkonsolidierung und aus der Zwischenergebniseliminierung. Die Entwicklung der latenten Steuern im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
* Posten beziehen sich auf die deutschen Gesellschaften ** Posten beziehen sich auf die österreichischen Gesellschaften *** Posten beziehen sich auf Green Clean Sp.z.o.o. und EWT Woda Sp.z.o.o. **** Posten beziehen sich auf die Yazamco Sp.z.o.o. Durch die Erstkonsolidierung der Frangart Matthias & Co. GmbH, der Saframo GmbH und der EWT Woda Sp.z o.o. sind per Saldo passive latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.290 entstanden, die erfolgsneutral eingebucht wurden (Buchwert zum 31. Dezember 2022: TEUR 1.208). Die übrige Differenz in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 resultiert aus der Fortführung der Steuerlatenzen im Geschäftsjahr 2022. Der sich im Einzelabschluss der AQUA VITAL Hungary Kft. aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerlichen Bilanzansatz beim Anlagevermögen und bei den Rückstellungen insgesamt ergebende Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 19 wurde in Ausübung des Ansatzwahlrechtes des § 274 HGB nicht angesetzt. III. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (1) Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Absatzmärkten:
Von den Gesamtumsatzerlösen entfallen ca. 59 % (Vorjahr: 54 %) auf den Tätigkeitsbereich Vermietung und Verkauf Cooler. Die restlichen Umsatzerlöse entfallen mit ca. 24 % (Vorjahr: 26 %) auf den Tätigkeitsbereich Verkauf Wasser/CO 2 sowie mit 17 % (Vorjahr: 20 %) auf sonstige Leistungen. (2) Die Abschreibungen betreffen mit TEUR 7.135 (Vorjahr: TEUR 6.690) den Geschäfts- oder Firmenwert. (3) Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 2.795 (Vorjahr: TEUR 486), insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen und der Ausbuchung von Verbindlichkeiten. Der deutliche Anstieg ist mit TEUR 2.021 im Wesentlichen bedingt durch die teilweise Auflösung von Rückstellungen für Pfandverpflichtungen aufgrund der im Rahmen einer angepassten Beurteilung der Rücklaufquoten für die herausgegebenen Pfandflaschen. Darüber hinaus sind Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 89) enthalten. (4) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 527 (Vorjahr: TEUR 768) außergewöhnliche und periodenfremde Aufwendungen. Diese entfallen im Wesentlichen auf Verluste aus dem Verkauf von Anlagevermögen, Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste. Darüber hinaus sind Aufwendungen für Unternehmenserwerbe von TEUR 808 (Vorjahr: TEUR 626) enthalten. (5) Die Personalaufwendungen enthalten im Geschäftsjahr 2022 Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 816 (Vorjahr: TEUR 0). IV. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, bestehen wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung haben wir die Konzern-Kapitalflussrechnung um eine Spalte "Effekte aus Veränderung Konsolidierungskreis" ergänzt. V. Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Der Konzernjahresfehlbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns von TEUR 10.534 führt nach Berücksichtigung des Verlustvortrages in Höhe von TEUR 30.764 zu einem Bilanzverlust von TEUR 41.299. Der Konzernjahresfehlbetrag enthält in Höhe von TEUR 131 die Jahresergebnisse der Frangart Matthias & Co. GmbH, der Saframo GmbH sowie der EWT Woda Sp.z o.o. für den Zeitraum ihrer jeweiligen Zugehörigkeit zur Culligan Gruppe im Geschäftsjahr 2022. Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag TEUR 84.559 (Vorjahr: TEUR 65.359). Die Erhöhungen im Berichtsjahr in Höhe von insgesamt TEUR 16.800 erfolgten durch entsprechende Einzahlungen der Gesellschafterin, Osmosis Buyer Ltd., Berkshire/UK. Ein Teilbetrag von TEUR 2.400 der am 21. Dezember 2022 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde noch nicht eingezahlt. VI. Sonstige Angaben (1) Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Außerbilanzielle Geschäfte Aus Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen finanzielle Verpflichtungen bis 2025 von insgesamt TEUR 8.146 (Vorjahr: TEUR 6.527). Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte (Mietverträge) dienen der mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der kürzeren Vertragsbindung. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in den höheren Refinanzierungskosten. (2) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die Geselschafterin, Osmosis Buyer Ltd., hat im Zuge der Übernahme mehrerer deutscher Wettbewerber im ersten Halbjahr 2022 drei Kapitaleinzahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 8.100 vorgenommen, welche in die freie Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt wurden. Eine weitere Einzahlung der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 4.800 erfolgte gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20. Dezember 2022 zur Ablösung von Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Cash Pooling. Die Osmosis Buyer Ltd. hat sich darüber hinaus mit Beschluss vom 21. Dezember 2022 verpflichtet eine weitere Kapitaleinzahlung zugunsten der freien Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 6.300 vorzunehmen. Ein Teilbetrag von TEUR 3.900 wurde bis zum Bilanzstichtag bereits eingezahlt. Die verbliebene Forderung in Höhe von TEUR 2.400 wird unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. (3) Abschlussprüferhonorar
(4) Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: - Herr Olaf August Martin Wilhelm, Kaufmann (ab dem 1. November 2022) - Herr Nemanja Mijic, Kaufmann (bis zum 30. November 2022) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabea wird gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (5) Anzahl der Arbeitnehmer Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:
Der Zuwachs bei den Arbeitnehmern entfällt im Wesentlichen mit 32 Mitarbeitern auf den Erwerb der Yazamco Sp.z o.o. zum 2. Dezember 2021 sowie mit 27 Mitarbeitern auf die in 2022 erfolgten Unternehmenserwerbe. (6) Konzernabschluss, Mutterunternehmen Die Culligan Wassertechnik GmbH, Neuss, wird zum 31. Dezember 2022 in den Konzernabschluss der Osmosis Holdings, LP, Cayman Islands, einbezogen (größter und kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Osmosis Holdings, LP ist an deren Sitz erhältlich. (7) Vorschlag über die Gewinnverwendung des MutterunternehmensÜber die Verwendung des Ergebnisses muss nicht beschlossen werden, da die Muttergesellschaft das Geschäftsjahr mit einem Bilanzverlust beendet hat. (8) Nachtragsbericht Mit Vertrag vom 27. Dezember 2022 hat die Culligan Deutschland GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023 sämtliche Anteile an der AQUA VITAL Hungary Kft., Székesfehérvar/Ungarn, verkauft. Mit notariellem Vertrag vom 29. Dezember 2022 hat die Culligan Deutschland GmbH sämtliche Anteile an der GT GasTech GmbH, Witten, mit Wirkung zum 1. Januar 2023 erworben. Gegenstand dieser Gesellschaft sind der Handel und Service für medizinische und technische Gase sowie Kohlensäure. Mit notariellem Vertrag vom 16. Mai 2023 wurde das Vermögen der Saframo GmbH im Wege der Verschmelzung zur Aufnahme (unter Auflösung ohne Abwicklung) auf die Culligan Deutschland GmbH übertragen. Im November 2022 hat die Gesellschafterin der Culligan Wassertechnik GmbH, die Osmosis Buyer Ltd., die Waterlogic Gruppe, einen weltweit tätigen Entwickler, Hersteller, Vertriebspartner und Dienstleister für gereinigte Trinkwasserspender, übernommen. Mit Vertrag vom 20. Juni 2023 erfolgte zunächst die Verschmelzung der Waterlogic Holdings GmbH, als alleinige Gesellschafterin der WATERLOGIC GMBH, auf die Culligan Wassertechnik GmbH. Im unmittelbaren Anschluss, aber unter der aufschiebenden Bedingung der Wirksamkeit der vorgenannten Verschmelzung wurde das Vermögen der WATERLOGIC GMBH im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme auf die Culligan Deutschland GmbH übertragen. Diese wurde am 28. Juni 2023 in das Handelsregister eingetragen. Mit Vertrag vom 2. November 2023 hat die Culligan Wassertechnik GmbH sämtliche Anteile an der Yazamco Sp.z.o.o., Piaseczno/Polen, verkauft. Mit Vertrag vom 2. November 2023 hat die Culligan Wassertechnik GmbH sämtliche Anteile an der Green Clean Sp.z.o.o., Warschau/Polen, einschließlich ihrer mit Vertrag vom 26. Juli 2022 erworbenen Tochtergesellschaft EWT Woda Sp.z.o.o., Warschau/Polen, verkauft. Mit den Vereinbarungen vom 8. Februar 2024 wurden die Darlehen mit Osmosis Buyer Ltd., Berkshire/UK (Nr. 121) und AI Aqua Merger Sub Inc., Rosemont, Illinois/USA (Nr. 155) auf den 31. Dezember 2030 verlängert. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.
Neuss, 15. März 2024 Olaf August Martin Wilhelm, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzernlagebericht1. Geschäftsverlauf des Konzerns 1.1 Geschäftstätigkeiten Culligan Wassertechnik GmbH (im Folgenden auch kurz: "die Gesellschaft", "die Muttergesellschaft") wurde mit Vertrag vom 30. Juni 1982 gegründet. Gegenstand der Gesellschaft waren Herstellung, Betrieb, Erwerb, Übertragung, Verkauf, Vermietung und Vertrieb von allen Vorrichtungen und Erzeugnissen, die dem Aufbereiten und chemischen Behandeln von Wasser und anderen Flüssigkeiten dienen. Mit der Neufassung des Gesellschaftsvertrages am 15. Mai 2018 wurde der Gegenstand des Unternehmens geändert. Dieser umfasst nunmehr den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Gesellschaften sowie die Koordination der strategischen Geschäftsentwicklung und Personalentwicklung der Tochtergesellschaften. Die Culligan Wassertechnik GmbH hat mit Wirkung zum 19. Juli 2018 die damalige Aqua Vital Gruppe (jetzt: Culligan Deutschland GmbH) übernommen. Grundlage hierfür waren der Kauf- und Übertragungsvertrag vom 5. Juni 2018 sowie das Closing Memorandum vom 18. Juli 2018, durch welche die Gesellschaft sämtliche Geschäftsanteile an der Aqua Vital Holding GmbH, Neuss, und deren Tochterunternehmen (im Folgenden kurz: "die Aqua Vital Gruppe"), erworben hat. Nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 8. August 2018 wurde die Culligan Wassertechnik GmbH ("übernehmende Gesellschaft") als übernehmender Rechtsträger mit der Aqua Vital Holding GmbH ("übertragende Gesellschaft") mit Wirkung zum 1. Januar 2018 unter Auflösung ohne Abwicklung gemäß §§ 2 Nr.1, 46 ff. UmwG verschmolzen. 1.2 Konzernstruktur Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft neun einbezogene Tochter- bzw. Enkelgesellschaften (davon sechs ausländische Unternehmen) (im Folgenden "Culligan Gruppe"), deren Anteile zum 31. Dezember 2022 unmittelbar oder mittelbar zu mehr als 50 % Konzernunternehmen gehören. Das Geschäftsjahr aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ist das Kalenderjahr.
Die Culligan Deutschland GmbH hat mit Wirkung vom 18. Februar 2022 sämtliche Anteile der Frangart Matthias & Co. GmbH erworben. Hierbei handelt es sich um einen Anbieter von Wasserspendern auf dem deutschen Markt. Zur Finanzierung des Anteilserwerbs wurde von der Gesellschafterin eine Einzahlung in die freie Kapitalrücklage vorgenommen. Nach § 300 Abs. 2 HGB i.V.m. § 297 Abs. 3 Satz 1 HGB sind in den Konzernabschluss alle Aufwendungen und Erträge der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaft aufgenommen, die während der Konzernzugehörigkeit vom 18. Februar bis zum 31. Dezember 2022 entstanden sind. Die Culligan Deutschland GmbH hat mit Wirkung vom 29. April 2022 sämtliche Anteile der Saframo GmbH, erworben. Hierbei handelt es sich um einen Anbieter von Wasserspendern auf dem deutschen Markt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Mai 2022 wurde zur Finanzierung des Anteilserwerb von der Gesellschafterin eine Einzahlung in die freie Kapitalrücklage vorgenommen. Nach § 300 Abs. 2 HGB i.V.m. § 297 Abs. 3 Satz 1 HGB sind in den Konzernabschluss alle Aufwendungen und Erträge der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaft aufgenommen, die während der Konzernzugehörigkeit vom 29. April bis zum 31. Dezember 2022 entstanden sind. Die Green Clean Sp.z o.o., Warschau/Polen hat mit Wirkung vom 26. Juli 2022 sämtliche Anteile der EWT Woda Sp.z o.o. Warschau /Polen, erworben. Hierbei handelt es sich um einen Anbieter von Wasserspendern auf dem polnischen Markt. Zur Finanzierung des Anteilserwerb wurde von der Gesellschafterin eine Einzahlung in die freie Kapitalrücklage vorgenommen. Nach § 300 Abs. 2 HGB i.V.m. § 297 Abs. 3 Satz 1 HGB sind in den Konzernabschluss alle Aufwendungen und Erträge der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaft aufgenommen, die während der Konzernzugehörigkeit vom 26. Juli bis zum 31. Dezember 2022 entstanden sind. Darüber hinaus hat die Culligan Deutschland GmbH die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten O-Viva GmbH, Wesseling (mit Wirkung zum 1. Januar 2022) im Wege eines Asset Deals übernommen . Mit Vertrag vom 18. Juli 2022 hat die Culligan Deutschland GmbH das "Wassergeschäft" von der Atlantis Trinkwassertechnik GmbH, Hartheim am Rhein, erworben. Gegenstand des Erwerbs waren insbesondere die vermieteten Tafelwasseranlagen und Wasserspender sowie die entsprechenden Kundenverträge. Durch die erstmalige Einbeziehung der YAZAMCO POLAND Sp.z o.o. zum 2. Dezember 2021 sowie durch die Unternehmenserwerbe der Culligan Deutschland GmbH sind die Angaben im Konzernabschluss 2022 mit den Angaben des Vorjahres zum Teil nur eingeschränkt vergleichbar. Die wesentlichen Auswirkungen für den Konzernabschluss 2022 betreffen hinsichtlich der Konzernbilanz die vom Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2022 fortgeführten Werte für die Frangart Matthias & Co. GmbH und die Saframo GmbH sowie die im Rahmen der übrigen Unternehmenserwerbe/Assets Deals erworbenen Kundenbeziehungen und Geschäfts- und Firmenwerte. Im Hinblick auf die wesentlichen Effekte auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir den Unterschiedsbetrag der operativen Erträge und Aufwendungen für ein ganzes Geschäftsjahr im Vergleich zur nur zeitanteiligen Einbeziehung der YAZAMCO POLAND Sp.z o.o. dargestellt. Zudem haben wir die tatsächlichen Erträge und Aufwendungen seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Frangart Matthias & Co. GmbH und der Saframo GmbH dargestellt.
1.3 Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung wurde nicht betrieben. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung / Unternehmensentwicklung 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung/Rahmenbedingungen Europa, insbesondere Deutschland, Österreich, Ungarn und Polen, sind die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit der Culligan Wassertechnik GmbH. Dabei spielt die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes ("BIP") als ein wesentlicher Indikator für das allgemeine Wirtschaftswachstum eine wichtige Rolle für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung. Im Jahr 2022 wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus [1]. Im Jahr 2022 stieg das Bruttoinlandsprodukt in Österreich um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit gab es das zweite Jahr in Folge ein Wirtschaftswachstum, und somit höher als noch 2021 [2]. Im Jahr 2022 hat das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Ungarn rund 4,58 Prozent betragen. Für das Jahr 2023 wird das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Ungarn auf rund -0,34 Prozent prognostiziert. Im Jahr 2022 hat das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Polen rund 5,13 Prozent betragen. Für das Jahr 2023 wird das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Polen auf rund 0,56 Prozent prognostiziert [3] [4]. Im Jahr 2022 stieg das reale BIP in der EU-27 um rund 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr; in der Euro-Zone stieg es ebenso um rund 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr [5]. Auch der westeuropäische Markt für Wasserversorgung erholte sich im Jahr 2022 weiter von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Nach einem Zuwachs von 4,8 % im Jahr 2021 konnte im Jahr 2022 ein Wachstum von 3,8 % verzeichnet werden [6]. Für den Bereich der Bottled Watercooler ("BWC") stieg die Anzahl der installierten Geräte um 55.517 auf 1.945.088 oder 2,9 % gegenüber dem Vorjahr (Geräte: 1.889.571) an [7]. Auch die Anzahl der leistungsgebundenen Wasserspender (Point-of-Use; "POU") stieg gegenüber dem Vorjahr von 1.384.554 auf 1.447.637 (+63.083) oder um 4,6 % an [8]. Für Integrated Tap Systems ("ist") war der stärkste Anstieg in diesem Bereich zu verzeichnen. DistITS stiegen um 16.298 (6,8%) auf 255.096 installierte Geräte an (i.Vj.: 238.798) [9]. Die Anzahl aller installierten Geräte (BWD, POistnd ITS) stieg somit im Geschäftsjahr von 3.512.923 um 134.898 auf 3.647.821 (3,8%; i.Vj.: 4,8%) [10]. 2.2 Unternehmensentwicklung Die Entwicklung der Culligan Gruppe im Geschäftsjahr 2022 wird maßgeblich geprägt durch die von den operativen Gesellschaften betreuten Wasserspender. Basierend auf der Entwicklung der Mietgeräte hat sich 2022 im BWC Bereich folgende Entwicklung ergeben: der Vorjahresbestand von 32.601 Geräten verringerte sich um 3.953 auf 28.648 Geräte. Diese negative Entwicklung ergibt sich durch eine höhere Kündigungsrate. Bei den POU Mietgeräten erhöhte sich der Bestand von 19.200 im Vorjahr auf 20.452 Geräten. Die Akquisitionen der Saframo GmbH und Frangart Matthias & Co. GmbH im Bereich POU haben die negative Entwicklung durch vermehrte Kündigungen im Basisgeschäft überkompensiert. Mit einem verbesserten Service versuchen wir diese Entwicklung umzukehren. AQUA VITAL Hungary Kft. hat im ungarischen Markt einen Bestand von rund 5.790 (i.Vj.: rd. 7.200) Geräten. Die Triple A Aqua Service GmbH, Wien (ab dem 13. September 2023 umfirmiert in Culligan Austria GmbH, Wien), konnte ihren Bestand an Wasserspendern von 28.589 um 722 auf 29.311 Geräte ausbauen. 3. Vermögenslage und Finanzierungssituation
Die langfristigen Vermögensgegenstände enthalten ausschließlich das Anlagevermögen. Dieses beinhaltet insbesondere die aus der Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte (TEUR 79.358; i.Vj.: TEUR 81.060) sowie Kundenstämme (TEUR 60.063; i.Vj.: TEUR 57.858) und Markenrechte (TEUR 3.277; i.Vj.: TEUR 4.315). Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 16.600) entfallen im Wesentlichen mit TEUR 4.369 auf die Kundenbeziehungen und mit TEUR 5.433 auf die Geschäfts- und Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der im Berichtsjahr erworbenen Beteiligungen an der Frangart Matthias & Co. GmbH, Saframo GmbH und EWT Woda Sp.z o.o. sowie weiteren erworbenen Kundenstämmen von TEUR 3.274 (im Wesentlichen O-VIVA, Atlantis). Die Betriebs- und Geschäftsausstattung betrifft insbesondere die vermieteten Wasserspender. Bei den geleistesten Anzahlungen in Höhe von TEUR 3.787 auf immaterielle Vermögensgegenstände handelt es sich im Wesentlichen um eine Anzahlung für eine weitere Unternehmensübernahme. Neben dem Anlagevermögen umfasst die Aktivseite im Wesentlichen die für das Geschäft benötigten Vorratsbestände (insbesondere Wasser, Zubehör und Reinigungsmittel) sowie die aus dem Geschäft resultierenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und liquiden Mittel. Die Abnahme der Vorratsbestände ist im Wesentlichen bedingt durch eine verbesserte Lagerhaltung. Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 691 ist neben der Ausdehnung des Geschäftsumfangs durch Zukäufe von Unternehmen (+ TEUR 211) auch durch die weitere Erholung des Wassermarktes nach der COVID-19-Pandemie bedingt. Die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.408 ist mit TEUR 2.400 im Wesentlichen auf eine noch ausstehende Kapitaleinzahlung der Gesellschafterin zurückzuführen. Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände zum 31. Dezember 2022 resultiert insbesondere aus Steuererstattungsansprüchen. Die Passivseite ist im Wesentlichen durch die im Rahmen der Kaufpreisfinanzierungen seitens der Gesellschafterin Osmosis Buyer Ltd. und der AI Aqua Merger Sub Inc. an die Culligan Wassertechnik GmbH und die Triple A Aqua Service GmbH gewährten Darlehen (TEUR 103.754, i.Vj.: TEUR 100.021) geprägt. Darüber hinaus hat die Culligan Wassertechnik GmbH von der Gesellschafterin, Osmosis Buyer Ltd., im Berichtsjahr zusätzliche Einlagen in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 19.200 für die Finanzierung von Anteilserwerben und Kundenstämmen sowie der Ablösung von Cash Pooling-Verbindlichkeiten beschlossen (davon wurden durch Einzahlungen bis zum Stichtag TEUR 16.800 erhalten). Die Verminderung der sonstigen Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.704 entfällt mit TEUR 2.043 im Wesentlichen auf die teilweise Auflösung von Rückstellungen für Pfandverpflichtungen aufgrund der angepassten Beurteilung der Rücklaufquoten für die herausgegebenen Pfandflaschen. Darüber hinaus beinhaltet die Passivseite insbesondere auch die aus dem Geschäft resultierenden Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen, für erhaltene Mietkautionen, für Rücknahme- und Entsorgungskosten, für Personalkosten usw. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 950 ist verbunden mit dem Rückgang der Vorräte im laufenden Geschäftsjahr. Die Veränderung der Verbindlichkeiten im Verbundbereich setzt sich im Wesentlichen zusammen aus den im Berichtsjahr aufgelaufenen Darlehenszinsen (TEUR 3.732) sowie den durch eine Kapitaleinzahlung der Gesellschafterin um TEUR 3.528 verminderten Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten entfällt mit TEUR 2.504 auf ausstehende Kaufpreiszahlungen. Passive latente Steuern in Höhe von TEUR 15.042 (i.Vj.: TEUR 15.299) sind durch die Konsolidierung der Tochterunternehmen entstanden. Darüber hinaus sind aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 340 (i.Vj.: TEUR 278) auf Ebene der Muttergesellschaft entstanden, die mit den oben genannten passiven latenten Steuern saldiert wurden. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 23,2 % (i.Vj.: 19,5 %). Nach Eliminierung der Effekte aus Veränderung des Konsolidierungskreises hat der Konzern im Geschäftsjahr 2022, wie im Vorjahr, einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt (TEUR 8.536; i.Vj.: TEUR 3.853). Diesem stehen Abflüsse aus der Investitionstätigkeit von insgesamt TEUR 22.684 (i.Vj.: TEUR 22.093) gegenüber, insbesondere für Cooler und die Übernahmen der Frangart Matthias & Co. GmbH, der Saframo GmbH, des Wassergeschäfts der Atlantis Trinkwasser GmbH sowie der Kunden der O-VIVA GmbH. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 13.307 (i.Vj.: TEUR 15.133) betrifft im Wesentlichen mit TEUR 16.800 die Erhöhung der Kapitalrücklage, teilweise kompensiert durch die Tilgung der Cash-Pool Verbindlichkeiten (TEUR 3.529). Mit Vereinbarung vom 6. Dezember 2022 hat die Osmosis Buyer Ltd. Berkshire/UK, als Muttergesellschaft der Culligan Wassertechnik GmbH eine Rangrücktrittserklärung bezüglich sämtlicher fälligen, aus den Darlehensvertrag Nr. 121 vom 19. Juli 2018 bestehenden und zukünftigen Forderungen abgegeben. Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die o.g. Verbindlichkeiten der Culligan Wassertechnik GmbH gegenüber der Osmosis Buyer Ltd. auf insgesamt TEUR 90.544. Eine Rückzahlung kann danach erst nach Befriedigung sämtlicher Gläubiger der Gesellschaft verlangt werden und nur, soweit ein die Verbindlichkeiten übersteigendes Vermögen der Gesellschaft zur Verfügung steht. Zudem wurde das Darlehen (Nr. 121) zum 8. Februar 2024 bzgl. dem Rückzahlungszeitpunktes verlängert auf den 31. Dezember 2030. Mit Vereinbarung vom 13. Dezember 2022 hat die AI Aqua Merger Sub Inc., Rosemont/USA, eine Rangrücktrittserklärung gegenüber der Culligan Wassertechnik GmbH bezüglich sämtlicher fälligen, aus den Darlehensverträgen Nr. 155 (TEUR 8.421) vom 25. Juli 2019 und Nr. 195 (TEUR 2.585) vom 1. Juli 2020 bestehenden und zukünftigen Forderungen abgegeben. Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die o.g. mit einem Rangrücktritt versehenen Verbindlichkeiten der Culligan Wassertechnik GmbH gegenüber der AI Aqua Merger Sub Inc. auf insgesamt TEUR 11.007. Eine Rückzahlung kann danach erst nach Befriedigung sämtlicher Gläubiger der Gesellschaft verlangt werden und nur, soweit ein die Verbindlichkeiten übersteigendes Vermögen der Gesellschaft zur Verfügung steht. Zudem wurde das Darlehen Nr. 155 zum 8. Februar 2024 bzgl. des Rückzahlungszeitpunktes verlängert auf den 31. Dezember 2030. Darüber hinaus bestehen weitere Darlehensverbindlichkeiten mit AI Aqua Merger Sub Inc. in Höhe von TEUR 2.203, die im Mai 2026 fällig sind. Die zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten betreffen die in Anspruch genommene Kreditlinien der Triple A Aqua Service GmbH (TEUR 1, i.Vj: TEUR 12) und der Saframo GmbH (TEUR 107) sowie ein Bankdarlehen der YAZAMCO POLAND Sp.z o.o. (TEUR 18; i.Vj.: TEUR 49). Im Allgemeinen wird der laufende Finanzmittelbedarf hauptsächlich aus den Mittelzuflüssen der laufenden Geschäftstätigkeit sowie dem Cash-Pool mit der AI Aqua UK Ltd., Reading / UK, gedeckt. Die Cash-Pool-Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag TEUR 443 (i. Vj.: TEUR 3.972). 4. Konzernergebnis Insgesamt weist die Culligan Gruppe für das Berichtsjahr einen Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 10.534 (i.Vj.: TEUR 12.175) aus. Dieser wurde insbesondere durch die planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus Kapitalkonsolidierungen in Höhe von TEUR 7.135 (i.Vj.: TEUR 6.690) sowie weitere Abschreibungen von TEUR 5.875 (i.Vj.: TEUR 5.776) sonstiger immateriellen Vermögenswerte (im Wesentlichen Kundenstämme und Markenrechte), die im Zusammenhang mit den M&A-Aktivitäten in den letzten Jahren entstanden sind, geprägt. Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch die aus den Kaufpreisfinanzierungen für die Anteilserwerbe resultierenden Zinsaufwendungen mit TEUR 3.715 (i.Vj. TEUR 3.402) belastet. Hinsichtlich der operativen Geschäftstätigkeit sei nochmals darauf hingewiesen, dass aufgrund des im Vorjahr unterjährigen Erwerbs der YAZAMCO Sp.z o.o und der ganzjährigen Einbeziehung im Geschäftsjahr 2022 sowie aufgrund der unterjährigen Erwerbe der Frangart Matthias & Co. GmbH und der Saframo GmbH im Geschäftsjahr 2022 die Angaben des Berichtsjahres mit denen des Vorjahres nur sehr eingeschränkt vergleichbar sind. Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf Abschnitt I.2. Konsolidierungskreis des Konzernanhangs. Im Hinblick auf die Effekte der erstmalig vollständigen Einbeziehung der YAZAMCO Sp.z o.o auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir den Unterschiedsbetrag der operativen Erträge und Aufwendungen für das ganze Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zur nur zeitanteiligen Einbeziehung im Vorjahr dargestellt. Zudem haben wir die tatsächlichen Erträge und Aufwendungen seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Frangart Matthias & Co. GmbH und der Saframo GmbH im Geschäftsjahr 2022 dargestellt.
Der Anstieg der Umsatzerlöse ist in Höhe von TEUR 3.211 auf die im Unterschied zum Vorjahr für ein vollständiges Geschäftsjahr durch die YAZAMCO Sp.z o.o. generierten Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 3.471 sowie mit insgesamt TEUR 3.201 auf die Umsatzerlöse der zum 18. Februar 2022 erworbenen Frangart Matthias & Co. GmbH und der zum 29. April 2022 erworbenen Saframo GmbH zurückzuführen. Bereinigt um diese Effekte ergibt sich für den gesamten Konzern ein Umsatzanstieg von TEUR 4.395, welcher im Wesentlichen dadurch begründet ist, dass die im Vorjahr noch enthaltenen pandemiebedingten Einbußen bei den Verkäufen von Wasser und CO 2 -Behältern sowie Serviceleistungen weitgehend kompensiert werden konnten. Bereinigt um die Effekte aufgrund der erstmaligen für ein gesamtes Geschäftsjahr erfolgten Einbeziehung der YAZAMCO Sp.z o.o. in Höhe von TEUR 644 sowie der sonstigen Effekte in der Tabelle oben (TEUR 704) steht dem Anstieg der Umsatzerlöse ein Anstieg der Materialaufwendungen von TEUR 284 gegenüber, welcher durch den mit dem Umsatzzuwachs verbundenen gestiegenen Einkauf von Wasser und Zubehör im Geschäftsjahr verursacht wurde. Der deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist mit TEUR 2.021 im Wesentlichen bedingt durch die teilweise Auflösung von Rückstellungen für Pfandverpflichtungen aufgrund der angepassten Beurteilung der Rücklaufquoten für die herausgegebenen Pfandflaschen. Der Anstieg der Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 3.760 resultiert mit TEUR 885 aus der erstmaligen vollständigen Einbeziehung der YAZAMCO Sp.z o.o. und mit TEUR 967 aus der Übernahme des Personals der Frangart Matthias & Co. GmbH und der Saframo GmbH. Darüber hinaus führten Gehaltserhöhungen sowie Abfindungen (TEUR 816) zu einem weiteren Anstieg der Personalaufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Ausgangsfrachten, IT-Kosten, Raumkosten und Fahrzeugkosten. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.564 gegenüber dem Vorjahr resultiert neben den in der o.g. Tabelle dargestellten Auswirkungen aus Veränderungen im Konsolidierungskreis im Wesentlichen aus höheren Kosten für Rechts- und Beratungskosten, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben. Das EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug im Berichtszeitraum TEUR 12.529 (i.Vj.: TEUR 8.643). Unter Berücksichtigung der anhaltenden Herausforderungen aus der Integration immer weiterer Unternehmen in den Konzernverbund wird die Entwicklung im Berichtsjahr als zufriedenstellend bewertet. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Steuerungsgrößen zur Messung des Erfolgs sind die Umsatzerlöse und das EBITDA. 6. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben finanziellen Kennzahlen sind auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren (z.B. Vertragsentwicklung, Miet-Cooler Basis) für uns wichtig. Zudem ist uns die Ausrichtung auf Umweltaspekte ebenfalls wichtig, die auch durch unser zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2015 bei der Culligan Deutschland GmbH unterstützt wird (siehe auch 7.1.2). 7. Chancen und Risikobericht 7.1 Risikobericht 7.1.1 Risikomanagement Die Culligan Gruppe verfügt über ein eigenes und einheitliches Chancen- und Risikomanagementsystem, dass die Aufgabe hat, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten sowie angemessen darauf zu reagieren. Es konnten keine bestandgefährdenden Risiken für die Culligan Wassertechnik sowie deren Tochtergesellschaften festgestellt werden. Aufgrund des immer noch anhaltenden Ukraine-Konfliktes, der hohen Inflation sowie der Energiekrise steht die Weltwirtschaft weiterhin vor immer wieder neuen Herausforderungen. Es handelt sich immer noch um eine sehr dynamische und sehr ernst zu nehmende Situation. Inwieweit sich die schnell verändernden Rahmenbedingungen auf eine Verschlechterung der Risikosituation für die Unternehmensgruppe auswirken, kann im Moment nur sehr schwer abgeschätzt werden. 7.1.2 Wesentliche Einzelrisiken Zur Beurteilung wesentlicher Einzelrisiken wird ein Betrachtungszeitraum von mindestens einem Jahr zugrunde gelegt. Für die wesentlichen Risiken, die aus der Tatsache des "Umgangs mit Lebensmitteln" resultieren, verfügt die Unternehmensgruppe über ein Hygienekonzept, das von der HACCP-Analyse über interne Schulungspläne bis zum Krisenhandbuch, z. B. für eventuelle Produktrückrufe, reicht. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird in Deutschland jährlich durch das SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH, Taunusstein, im Rahmen von Audits überprüft und zertifiziert. Es besteht ein Qualitätsmanagementsystem, entsprechend DIN EN ISO 9001:2015, sowie ein Umweltmanagementsystem, entsprechend DIN EN ISO 14001:2015. 7.1.3 Marktbedingte Risiken Dem Geschäftsmodell der Culligan-Gruppe liegt eine schwerpunktmäßige Orientierung auf ein B2B begrenztes Marktsegment zugrunde. Ein hieraus resultierendes Risiko für die künftige Entwicklung ist jedoch lediglich in der Marktdurchdringung zu sehen. Gute Entwicklungsmöglichkeiten bestehen aber in den Bereichen Neugeräte, Zubehör und Service. Daher sind die mit diesem Geschäft zusammenhängenden Risiken als kalkulierbar zu beurteilen. 7.1.4 Personalbedingte Risiken Für die Culligan Gruppe stellt die Gewinnung und die Bindung von qualifiziertem Personal eine große Herausforderung dar. Im Jahr 2022 ist ein Rückgang von hochqualifizierten Bewerbern erkennbar und die Culligan Unternehmensgruppe konkurriert mit anderen Unternehmen um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Diesem Risiko begegnet die Unternehmensgruppe mit einer Vielzahl von personalpolitischen Maßnahmen. Zu diesen Maßnahmen gehören beispielsweise ein umfangreiches Aus- und Weiterbildungsprogramm, sowie die Möglichkeit des hybriden Arbeitens mit der Möglichkeit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. 7.1.5 Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Die Unternehmensgruppe verfügt über ein integriertes Steuerungssystem für den Vertrieb. Bedingt durch die Marktentwicklung in den unterschiedlichen Bereichen, in denen die Gesellschaften als Anbieter und Nachfrager auftreten, ergeben sich sehr unterschiedliche Preisentwicklungen, deren Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der jeweiligen Gesellschaft diametral unterschiedlich sein können und damit sowohl Chancen als auch Risiken beinhalten, die nicht vorhersehbar sind. Für diese Preisänderungsrisiken bestehen keine Sicherungsgeschäfte. Die wesentlichen Preisänderungsrisiken ergeben sich bei folgenden Erlös- bzw. Kostenarten: - Mieterlöse (Kundenpreise, Einkaufspreise Watercooler/POU-Geräte) - Spediteure (Treibstoffkosten, Personalkostenentwicklung) - Personal (Lohnabschlüsse/-regulierungen auch anderer Branchen, zunehmender Wettbewerb um Vertriebsmitarbeiter aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungsentwicklung) - Wettbewerbssituation (Preise bzw. Alternativprodukte wie POU) - Wareneinkauf (Preise durch Lohnabschlüsse, steigende Energiekosten) Für die polnischen und die ungarische Tochtergesellschaft/-en ist in diesem Zusammenhang auch auf Risiken durch Schwankungen der Wechselkurse hinzuweisen. Die wesentlichen Ausfallrisiken beziehen sich zum einen auf den vorhandenen Forderungsbestand und zum anderen auf den Ausfall der zukünftigen Mieteinnahmen, beispielsweise durch Insolvenz eines Mieters. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie historisch hohe Inflation und geringeres Wachstum, das Ausfallrisiko durch finanzielle Schwierigkeiten und Insolvenzen von Kunden für 2023 und für die Folgejahre steigen wird. Die Konzerngesellschaften versuchen diesem Risiko durch ein aktives Forderungsmanagement und eine Anpassung der bilanziellen Risikovorsorge entgegenzuwirken. Die Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen waren in der Vergangenheit aufgrund der vorhandenen Liquidität bzw. Finanzierungsstruktur äußerst gering und werden auch für die Zukunft als gering angesehen. 7.2 Chancen und Risiken der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen Die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens sind im Wesentlichen durch nationale und internationale rechtliche Rahmenbedingungen geregelt, die einer ständigen Weiterentwicklung unterliegen. Hinzuweisen ist an dieser Stelle auch auf die Risiken der immer wieder aufkommenden Hygiene-, Umwelt- und Verbraucherschutzdiskussion, insbesondere auf europäischer Ebene. Seit Beginn der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sind die Folgen für die deutsche und die Weltwirtschaft nicht vollumfänglich abschätzbar. Stark gestiegene Energiepreise und die steigende Inflation stellen eine große Belastung der Volkswirtschaften dar. Daneben wird die Weltwirtschaft durch die Verzögerungen in den internationalen Zuliefererketten zusätzlich belastet. Durch die hohe Inflation verringert sich die Kaufkraft der verfügbaren Einkommen und wirkt einer Konsumdynamik entgegen. Laut IfW-Kiel schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,3% und für 2024 rechnet das IfW-Kiel mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 0,9%. Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 mit 6% auf einem Allzeithoch im wiedervereinigten Deutschland. [11] Die Lieferbeziehungen unserer Unternehmensgruppe für die Hauptumsatzträger Watercooler und Wasser sind langjährig bewährt; die Kundenstruktur ist weitgehend atomisiert und Abhängigkeiten von Großkunden bestehen nicht. Die Dauer der bestehenden Mietverträge und das damit bereits vertraglich gesicherte Umsatzvolumen sichert den Konzerngesellschaften bereits heute die Basis für Einnahmekomponenten in der Zukunft. 8. Ausblick Verbesserungen unserer internen Unternehmensprozesse, verbunden mit den Anstrengungen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit, sollen dazu beitragen, die stabile wirtschaftliche Situation der Culligan Gruppe auch zukünftig zu sichern. Für den deutschen Markt verfolgt die Geschäftsführung das Ziel, durch die Übernahme bzw. Ablösung von externen Vertriebspartnern und Subunternehmern ihre Marktpräsenz und die Servicequalität für den gesamten deutschen Markt zu gewährleisten. Die Geschäftsführung geht daher davon aus, dass die Marktposition auf dem deutschen Markt auch unter intensiveren Wettbewerbsbedingungen weiter ausgebaut werden kann. Darüber hinaus erwartet die Geschäftsführung insbesondere aufgrund der erfolgten Akquisitionen eine weiterhin positive Entwicklung. Aus der bisherigen Entwicklung des Absatzes und des Umsatzes ergibt sich eine weitere Erholung beim Verkauf von Wasser und Zubehör sowie bei den Serviceleistungen. Für das Wirtschaftsjahr 2023 erwarten wir für den Konzern im Vergleich zu 2022 eine Verdoppelung des nicht konsolidierten Umsatzes aufgrund der Akquisition der Waterlogic GmbH sowie eine mehr als Verdoppelung des Konzern-EBITDA vor Konsolidierung. Für das Wirtschaftsjahr 2024 erwarten wir für den Konzern im Vergleich zu 2023 einen Anstieg des nicht konsolidierten Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereichs sowie für den Konzern-EBITDA vor Konsolidierung einen Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich.
Neuss, 15. März 2024 Olaf August Martin Wilhelm, Geschäftsführer [1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/ [2] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14530/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-oesterreich/ [3] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14539/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-ungarn/ [4] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14550/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-polen/ [5] Statista; https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156282/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts- bip-in-der-eu-und-der-eurozone/ [6] Zenith Global Commercial Report 2023: West Europe Water Dispense Market Report, S.12 [7] Zenith Global Commercial Report 2023: West Europe Water Dispense Market Report, S.13 [8] Zenith Global Commercial Report 2023: West Europe Water Dispense Market Report, S.13 [9] Zenith Global Commercial Report 2023: West Europe Water Dispense Market Report, S.13 [10] Quell: Zenith Global Report 20232 "West Europe Water Dispense Market Report", S. 12 und S. 13 [11] https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/aktuelles/haushaltskonsolidierung-belastet-konjunkturaussichten-inflation-sinkt-deutlich/ Winterprognose vom 12.12.2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Culligan Wassertechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Culligan Wassertechnik GmbH, Neuss, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Culligan Wassertechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; • holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 25. März 2024 EY
GmbH & Co. KG
Schlüter, Wirtschaftsprüfer Crisan, Wirtschaftsprüfer |
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