Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 102852
Eingetragen
31.8.2020
Branche
Herstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Die Herstellung von und der Handel mit Heizelementen und Heizsystemen sowie verwandter Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Dr. Mann
seit 24.5.2024
Prokura
Dirk-Lars Gerlach
seit 24.5.2024
Geschäftsführer
Florian Schäfer
seit 15.5.2023
Geschäftsführer
Sabine Schreiber
seit 21.12.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Alleima GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Alleima GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kanthal GmbH

Mörfelden-Walldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Als Teil der Alleima Gruppe betätigt sich die Kanthal GmbH. Mörfelden-Walldorf, im Wesentlichen in der Herstellung von und dem Handel mit Heizelementen und Heizsystemen. Im Bereich Heiztechnik werden Produkte der Kategorie Ofen- und Heizsysteme sowie Materialien in Draht- und Bandform gefertigt. Daneben obliegt der Gesellschaft auch der Vertrieb von Produkten, die an anderen Standorten innerhalb der Kanthal Gruppe gefertigt wurden.

Die Gesellschaft gehört zum schwedischen Alleima-Konzern und ist in den Geschäftsbereich Kanthal eingebunden.

Der Alleima-Konzern war unter Namen "Sandvik Materials Technology" im Geschäftsbereich der Sandvik AB eingegliedert. In der Hauptversammlung vom 27. April 2022 wurde die Trennung der SMT vom Sandvik Konzern und ein separater Börsengang beschlossen. Der neue Name "Alleima" wurde am 23.05.2022 veröffentlicht. Die Alleima AB wird an der Nasdaq Stockholm Exchange seit dem 31.08.2022 gelistet.

Der Sitz der Gesellschaft liegt mit Eintragung in das Handelsregister vom 27. Dezember 2021 (HR B 102852 Amtsgericht Darmstadt) in Mörfelden-Walldorf.

1.2 Forschung und Entwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Kanthal GmbH im Bereich CO 2 Shift an mehreren Forschungs- und Entwicklungsprojekten gearbeitet. In diesem Zusammenhang trug die Gesellschaft in 2022 Aufwendungen i.H. v. EUR 0,2 Mio. (0,3 Mio. im Vorjahr).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen mitteilte. Kalenderbereinigt habe das Wirtschaftswachstum 2,0 Prozent betragen. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei einer Pressekonferenz. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Jahr 2021 war die deutsche Wirtschaft noch um 2,9 Prozent gewachsen. 1

Die deutschen Maschinenbauer haben im vergangenen Jahr ihre Exporte dem Branchenverband VDMA zufolge auf einen Rekordwert gesteigert. Die Ausfuhren seien 2022 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes um nominal 6,1 Prozent auf 192,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag mit.

Preisbereinigt verbuchten die Unternehmen einen Rückgang von real 1,3 Prozent. "Zwar schönen Preiseffekte die Jahresbilanz. Doch auch real kann sich das Ergebnis sehen lassen. Der von vielen gefürchtete starke Rückgang ist 2022 ausgeblieben", erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Insbesondere das vierte Quartal sei gut gelaufen, fügte Wiechers hinzu. "Neben zahlreichen Indikatoren wie gesunkenen Frachtraten belegen die jüngsten Exportdaten, dass sich Störungen der globalen Lieferketten weiter aufgelöst haben." Auch die Exporterwartungen der Hersteller seien zuletzt gestiegen.

Die USA seien weiterhin der wichtigste Exportmarkt für Maschinenlieferungen aus Deutschland. Im vergangenen Jahr sei der Vorsprung vor China sogar gestiegen. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten legten um nominal 20 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro zu. Die Exporte nach China verringerten sich dagegen um nominal 2,3 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. 2

2.2 Geschäftsverlauf

Um Lieferengpässen und Lieferproblemen vorzubeugen, wurden vor allem in der ersten Jahreshälfte Aufträge platziert, wodurch wir am Ende des Jahres einen Anstieg um 7,5% zum Vorjahr aufweisen konnten.

Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag stellt eine Auslastung von rund fünf Monaten sicher.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist trotz der tendenziell negativen Auswirkungen des Ukraine-Krieges ein positives Ergebnis erwirtschaftet worden. Wie in der gesamten Weltwirtschaft, war auch das gesamte Jahr bei Kanthal gekennzeichnet von gerissenen oder stark angespannten Lieferketten. Durch gutes Krisenmanagement hat sich die Kanthal GmbH auf dem schweren Markt behauptet.

Die Umsatzerlöse stiegen um 8,4% auf EUR 59,1 Mio. Hervorzuheben ist die positive Entwicklung im Bereich Heating Materials +29,8 %. Dieser Anstieg ist Resultat der stärkeren Nachfrage in den Bereichen Elektrotechnik, Elektromobilität und Energie. Hingegen blieben die Umsatzerlöse in den Bereichen Ofenbau (Heating Systems) nahezu unverändert (-1,9%). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen hat sich um EUR 1,1 Mio. auf EUR 4,4 Mio. reduziert. Die Reduzierung ist mit dem Umsatzanstieg mit gering-margigen Produkten begründet.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Im Jahresvergleich haben sich die Umsatzerlöse um EUR 4,6 Mio., auf EUR 59,1 Mio. gesteigert. Deutlich gewachsen sind die Bereiche Elektrotechnik, Elektromobilität und Energie.

Der Materialaufwand ist um 14,3% auf EUR 39,7 Mio. gestiegen. Die Materialaufwandsquote lag im Berichtsjahr bei 67,1% (i. Vj. 63,6%). Die erhöhte Quote ist insbesondere auf die veränderte Produktpalette zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich der Personalaufwendungen um EUR 0,7 Mio. auf EUR 9,9 Mio. (Vorjahr EUR 9,2 Mio.). Die höheren Kosten 2022 begründeten sich hauptsächlich durch Personalaufbau und Sondereffekten aus der Bewertung der ATZ- und Jubiläumsrückstellung.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht und betragen in der abgelaufenen Berichtsperiode EUR 0,6 Mio.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahresbericht um EUR 0,5 Mio. gestiegen (Vorjahr EUR 4,6 Mio.). Sie enthalten im abgelaufenen Geschäftsjahr überwiegend Instandhaltungsaufwand, Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen sowie Frachtkosten. Der Anstieg resultiert hauptsächlich durch die Abschreibung von Forderungen für den Russland Markt EUR 0,3 Mio.

Das Finanzergebnis, welches sich aus sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen zusammensetzt, resultiert im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, sowie dem Zinsaufwand aus dem Deckungsvermögen.

Die Steuer vom Einkommen und Ertrag weist sich in Höhe von EUR 1,2 Mio. aus.

Aufgrund des Produktmix und dem gestiegenen Personalaufwand ist der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,1 Mio. auf EUR 2,7 Mio. (Vorjahr 3,8 Mio. €) gesunken.

2.3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist zum Bilanzstichtag (31. Dezember 2022) im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2,1 Mio. auf EUR 24,9 Mio. gestiegen.

Im Berichtsjahr blieb das Anlagevermögen mit EUR 4,3 Mio. (Vorjahr EUR 4,4 Mio.) nahezu unverändert.

Das Umlaufvermögen ist im Berichtszeitraum um EUR 2,2 Mio. auf EUR 20,6 Mio. gestiegen. Ursächlich hierfür ist ein Aufbau der Vorräte (+EUR 1,1 Mio.) und Anstieg der Forderungen aus LuL (+EUR 0,9 Mio.) sowie eine Erhöhung aus dem Cash Pooling System (+EUR 0,3 Mio.) die Sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. gesunken.

Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert aus dem positiven Jahresergebnis i.H.v. EUR 2,7 Mio. auf EUR 14,2 Mio.

Die Pensionsrückstellungen belaufen sich im Berichtsjahr auf EUR 1,7 Mio. Der Wert setzt sich aus den Verpflichtungen für Altzusagen i. H. v. EUR 1,4 Mio., sowie aus dem mit Deckungsvermögen verrechneten Verpflichtungswert aus dem beitragsorientierten System, i. H. v. EUR 0,3 Mio. zusammen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 2,8 Mio. bestehen im Wesentlichen aus Personalrückstellungen (EUR 1,9 Mio.), Bonusverpflichtungen (EUR 0,4 Mio.) sowie übrige sonstige Rückstellungen (EUR 0,5 Mio.).

Die zum 31.12.2021 noch bestehende Steuerrückstellung in Höhe von EUR 1,0 Mio. für das Jahr 2020 wurde im Lauf des Jahres 2022 vollständig verbraucht. Zum 31.12.2022 stehen die Steuerrückstellungen für 2021 in Höhe von EUR 0,9 Mio. und 2022 in Höhe von 0,6 Mio. EUR noch offen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind 2022 im Vergleich zum Vorjahr, durch angepassten Einkaufsvolumen um EUR 1 Mio. auf EUR 3 Mio. gesunken. Im Gegenzug hierzu sind die externen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 0,4 Mio. auf EUR 1,1 Mio., wegen leicht höherem Bedarf an Materialien von externen Lieferanten, angestiegen. In Summe sind die Verbindlichkeiten um EUR 0,3 Mio. auf EUR 4,7 Mio. unwesentlich gesunken.

2.3.3 Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die Konzernfinanzierung mit der Muttergesellschaft abgesichert. Der Finanzmittelfonds setzt sich dabei aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks in Höhe von TEUR 1,0 sowie Forderungen gegen die Alleima Treasury AB aus Cash-Pooling in Höhe von EUR 11,0 Mio. zusammen.

2.3.4 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen i. H. v. EUR 0,5 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen getätigt. Diese betreffen folgende Anlagegüter:

Immaterielle Vermögensgegenstände: EUR 0,05 Mio.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: EUR 0,13 Mio.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau: EUR 0,3 Mio.

2.3.5 Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte 2022 durchschnittlich 130 Mitarbeiter (Vorjahr 122), davon 64 Angestellte und 66 gewerbliche Mitarbeiter.

2.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Umsatz

Der Umsatz der Kanthal Gmbh belief sich auf EUR 59,1 Mio. (VJ EUR 54,5 Mio.) und ist um 4,6% besser als erwartet ausgefallen. Grund hierfür ist die stärkere Nachfrage aus den Bereichen der Elektrotechnik, Elektromobilität und Energie, die trotz der schweren Lieferkettensituation geliefert werden konnten.

2.4.2 EBIT

Die Gesellschaft erwirtschaftet im abgelaufenen Berichtsjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) i.H.v. EUR 4,4 Mio. (VJ 5,5 Mio.). Das EBIT hat die Erwartungen um 36% übertroffen. Grund hierfür ist der Umsatzanstieg und der besser ausgefallene Produktmix als prognostiziert.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis wegen angestiegenem Personal und damit verbundenem Personalaufwand (+EUR 0,7 Mio.) und sonstige betrieblichen Aufwendungen (+EUR 0,5) reduziert.

2.4.3 Umweltbelange

Die Gesellschaft betreibt ein zertifiziertes, integriertes Managementsystem, bestehend aus den Normen gemäß ISO 9001, 14001 sowie der OHSAS 28001 an ihrem Produktionsstandort. Dadurch sind wir der Meinung, dass wir in der Lage sind, den Erfordernissen von Markt, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in angemessener Weise zu begegnen.

Einen großen Fokus der Geschäftsleitung genießt das Thema Umweltschutz. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurde in einen Solarpark auf dem Dach der Produktionshalle mit einer Gesamtleistung von 91 kW/p investiert. Hiermit stellt das Unternehmen seinen nachhaltigen Beitrag zur Reduzierung der eigenen CO 2 Emission in der Region sicher. Der in den Vorjahren installierte Solarpark hat 84,6 kW/p produziert.

2.4.4 Gesamtaussage

Im Berichtsjahr entwickelte sich die Geschäftsbereich Kanthal positiv. Sowohl die Erwartungen bezüglich der Umsatzerlöse, als auch bezüglich des Ergebnisses wurden übertroffen.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Basisprognose sieht einen Rückgang des Wachstums von 3,4 Prozent im Jahr 2022 auf 2,8 Prozent im Jahr 2023 vor, bevor es sich 2024 bei 3,0 Prozent einpendelt. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird eine besonders deutliche Wachstumsverlangsamung von 2,7 Prozent im Jahr 2022 auf 1,3 Prozent im Jahr 2023 erwartet. In einem plausiblen Alternativszenario mit weiterem Stress im Finanzsektor sinkt das globale Wachstum auf etwa 2,5 Prozent im Jahr 2023, wobei das Wachstum der fortgeschrittenen Wirtschaft unter 1 Prozent fällt. Die globale Gesamtinflation im Basisszenario wird aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise voraussichtlich von 8,7 Prozent im Jahr 2022 auf 7,0 Prozent im Jahr 2023 fallen, aber die zugrunde liegende (Kern-)Inflation wird wahrscheinlich langsamer zurückgehen. Die Rückkehr der Inflation zum Ziel ist in den meisten Fällen vor 2025 unwahrscheinlich. 3

Der Internationale Währungsfond (IWF) sieht die Zukunft der Weltwirtschaft schlechter als noch zu Beginn des Jahres. Angesichts der Turbulenzen im Finanzsektor, der hohen Inflation, der anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und drei Jahren Corona-Pandemie seien die Aussichten erneut ungewiss, so der IWF. In Deutschland dürfte die Wirtschaft demnach in 2023 sogar leicht schrumpfen (-0,1 Prozent ggü. dem Vorjahr).

In seiner Prognose senkte der IWF zudem seine Vorhersage weltweit: Das globale Wachstum werde sich im Vergleich zu 2022 (3,4 Prozent) in 2023 auf 2,8 Prozent verlangsamen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belaste die Wirtschaft weltweit. Die Invasion habe die Inflationsraten rund um den Globus nach oben getrieben, was deutliche Zinserhöhungen und weniger Wachstum in vielen Ländern nach sich gezogen hätte. Der Westen habe die ökonomischen Beziehungen zu Russland weitgehend auf Eis gelegt, was vor allem mit höheren Energiekosten einherginge. Weltweit, so der IWF, sei es eine Gratwanderung die Preisstabilität wiederherzustellen und ein Abrutschen in eine Rezession zu vermeiden. 4

Der Industriesektor hat in den G7-Verhandlungen einen wichtigen Stellenwert eingenommen: Er ist global für etwa ein Viertel der CO 2 -Emissionen verantwortlich (IEA, 2021). Das sind 9 Gigatonnen CO 2 , von denen 4,7 Gigatonnen CO 2 nur aus Stahl- und Zementproduktion (IEA, 2022) stammen. Zum Vergleich: Der Anteil des Flugverkehrs am globalen CO 2 -Ausstoß liegt bei rund drei Prozent. Auch in Deutschland machen die Emissionen des Industriesektors rund ein Viertel der CO 2 -Emissionen aus. Für die Erreichung der Ziele des Übereinkommens von Paris ist es daher unabdingbar, die Industrie zu "dekarbonisieren". Dies bietet zeitgleich die Chance, neue Technologien und Produkte als Vorreiter auf einen sich wandelnden weltweiten Markt zu bringen.

"Dekarbonisieren" bedeutet, Produktionsverfahren und Grundprodukte so zu verändern, dass wenig oder gar kein Kohlenstoff umgesetzt beziehungsweise nicht in die Atmosphäre freigesetzt wird. In vielen Sektoren sind dafür grundlegende Umstellungen der Prozesse notwendig. Primärstahl wird beispielsweise bisher sehr kohlenstoffintensiv in Hochöfen mit Eisenerzreduktion unter Einsatz von Kokskohle hergestellt. Dieser Prozess müsste umgestellt werden. 5

Ein Weg zur Dekarbonisierung ist die Elektrifizierung der gesamten Energieinfrastruktur. Fossile Energieträger werden durch erneuerbare elektrische Energien ersetzt.

Heizung und Kühlung, Stromerzeugung sowie Transport werden CO 2 -neutraler gestaltet. 6

Daher rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 mit einem Anstieg der Umsatzerlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich. Es wird erwartet dass das EBIT sich im unteren einstelligen Prozentbereich verringern wird.

Die Prognose basiert auf Annahmen des nach wir vor andauernden Ukraine-Konflikts und ebenfalls andauernden hohen Inflationsrate.

Auch in 2023 hat sich die Gesellschaft verpflichtet, den Umweltbelangen gerecht zu werden und das zertifizierte integrierte Managementsystem aufrecht zu erhalten.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Angaben zum Risikomanagementsystem

Die Risiken, denen ein Unternehmen ausgesetzt ist, lassen sich unterscheiden in operative Risiken und Finanzrisiken.

Ziel des Risikomanagements der Kanthal GmbH ist es, die bestehenden Risiken zu identifizieren und deren potenzielle Auswirkungen auf das operative Geschäft transparent zu machen und dann auf dieser Basis die beeinflussbaren Risiken durch geeignete und angemessene Maßnahmen zu minimieren.

Zu den Maßnahmen einer Risikobegrenzung gehören insbesondere der Abschluss von Einkaufskontrakten mit Kunden, die Preis- und Mengenvereinbarungen beinhalten. Kundenkreditrisiken werden einerseits durch Bonitätsabfragen und andererseits durch Warenkreditversicherungen minimiert. Lieferanten und Dienstleister werden hinsichtlich ihrer Qualität und Lieferfähigkeit überprüft. Zur Handhabung der Währungsrisiken besteht eine vom Mutterkonzern initiierte Absicherungsstrategie. Diese gibt einen Rahmen für die unternehmensindividuelle Absicherung dieser Risikobereiche vor.

Es gibt Vorgaben und Maßnahmenpläne für die Einführung und Zertifizierung von Systemen zur Qualitätssicherung (ISO 9001), zum Umweltschutz (ISO 14001) und zum Arbeitsschutz (OHSAS 18001).

Anhaltende Inflation auf den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe und Energie belasten das Ergebnis, da diese nur bedingt an den Absatzmarkt weitergegeben werden können.

Weitere Risiken können sich insbesondere aufgrund einer weiteren Marktdurchdringung durch Anbieter aus Asien und teilweise auch aus Osteuropa ergeben. Neben dem Verlust von Kundenaufträgen besteht hierdurch die Gefahr, dass das Preisniveau weiter gedrückt wird. Hier wird es entscheidend darauf ankommen, die bestehenden Wettbewerbs- und Know-how-Vorteile zu optimieren, um erfolgreich zu sein. Das Risiko und die Eintrittswahrscheinlichkeit werden als gering eingestuft.

3.2.2 Einzelrisiken

Die wirtschaftliche Entwicklung der Kanthal GmbH ist stark von der allgemeinen Konjunktur sowie von den für die einzelnen Geschäftsbereiche maßgeblichen Entwicklungen abhängig. Aufgrund der Tätigkeit der Gesellschaft in den unterschiedlichsten Regionen der Welt, sind auch Einflüsse, die aus politischen Instabilitäten resultieren, nicht zu unterschätzen. Zusätzlich stellt die hohe Staatsverschuldung einiger Länder im europäischen Raum eine Gefahr für das finanzielle Gleichgewicht der Weltwirtschaft und damit für die Nachfrage dar. Das Risiko wird als moderat eingestuft, dessen Eintritt im mittleren Bereich eingestuft wird.

Während die positive Entwicklung des chinesischen Marktes der Krise zum Trotz einerseits weiterhin Chancen bietet, ist andererseits zu erwarten, dass auch 2023 das Exportvolumen der Branche aus Deutschland unter demjenigen aus China liegen wird. Die aktuell in der Szenarien-Studie der Bertelsmann-Stiftung mit Beteiligung des VDMA untersuchten Auswirkungen von "Made in China 2025" auf den deutschen Maschinenbau" zeigen sich auch im Wettbewerb um den Markt für Industrieöfen.

Ein weiteres Risiko ergibt sich aus der in bestimmten Geschäftsbereichen bestehenden hohen Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten. Um etwaigen Engpässen bei der Produktion und damit bei der Belieferung von Kunden vorzubeugen, gilt es hier, alternative Beschaffungswege aufzubauen. Das Risiko wird als moderat eingestuft, dessen Eintritt als gering eingestuft werden kann.

Abhängigkeiten von einzelnen Großaufträgen können zu Verwerfungen im Hinblick auf Produktionsauslastung, Personalplanung und Liefertermine führen. Durch eine effektive Projekt- und Personalplanung und ein kontinuierliches Projektmonitoring wird das Risiko als moderat eingestuft und dessen Eintrittswahrscheinlichkeit im mittleren Bereich eingeordnet.

Aus Sicht der Geschäftsführung besteht das Risiko, dass der Wettbewerbsdruck auf dem Weltmarkt in unserem Geschäftsbereich durch asiatische Anbieter größer wird. Jedoch wird die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts des Risikos als eher gering eingestuft, es würde aber im Falle eines Eintritts zu weiteren Einschnitten der Umsatzerlöse führen und sich demzufolge auf das Ergebnis niederschlagen.

Die Gesellschaft zeigt sich im Hinblick auf die Konsequenzen des "Ukraine-Krieges" robust. Zwar waren auch wir von gerissenen oder stark angespannten Lieferketten betroffen, konnten die schwierige Situation aber durch gutes Management ohne Verluste bewerkstelligen. Die gute Marktposition und das Zukunftserfolgspotential der angebotenen Technologien werden nach Auffassung des Managements zu einem schnellen Überwinden der Krise führen.

3.2.3 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Mithilfe des bestehenden Risikomanagementsystems werden die bestehenden Risiken regelmäßig überprüft, aufgegriffen und diskutiert. Die wesentlichen Risiken werden dabei von den externen Marktgegebenheiten bestimmt. Unter der Annahme, dass die Gesamtsituation im Rahmen des normalen Umfangs von Änderungen verbleibt, wird die Risikolage der Kanthal GmbH als eher gering eingeschätzt.

3.3 Chancenbericht

3.3.1 Chancenmanagement

Aufgrund von in den letzten Jahren getätigten Investitionen in modernste Produktionsanlagen und Ausbildung von Mitarbeitern sind wir der Meinung, dass wir im internationalen Vergleich gut positioniert.

Das bewährte Konzept, gemeinsam mit dem Kunden an Produktivitätsverbesserungen und Produktinnovationen zu arbeiten, wird weiter zu einer positiven Entwicklung beitragen. Zusätzliche Chancen liegen in der weiteren Stärkung zukunftsträchtiger Produktsegmente sowie der Erstellung von kundenspezifischen Sonderlösungen.

Hilfreich für die weitere Entwicklung der Gesellschaft wird auch die Zugehörigkeit zu einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe sein. Durch den Alleima Konzern bietet sich für die Kanthal GmbH die Chance, im Verbund mit anderen Unternehmen des Konzerns und Nutzung vorhandener Ressourcen weltweit an Wachstumstrends auch in Regionen außerhalb Europas teilzunehmen und sich bietende Synergieeffekte zu nutzen.

Darüber hinaus wird weiterhin kontinuierlich nach Kosteneinsparpotenzialen und Möglichkeiten der Prozessoptimierung gesucht. Besondere Bedeutung im Umfeld starken Wettbewerbs hat die Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit bezüglich Produktivität, kurzer Lieferzeiten, Termintreue und Personalentwicklung.

3.3.2 Einzelchancen

Der VDMA rät dem Maschinenbau sich nach anderen Märkten "jenseits von China" wie Indien, Australien, Vietnam oder Malaysia umzusehen. Das könne die Bunderegierung unterstützen, indem Versicherungen für Exportkredite auch für kleinere Aufträge von staatlicher Seite gewährt würden, so Brodtmann. "Auch die EU kann hier helfen und Handelsabkommen mit dem lateinamerikanischen Mercosur, Afrika und anderen Ländern Asiens abschließen."

Hinsichtlich des amerikanischen "Inflation Reduction Acts", der heimische Unternehmen bevorzugt, kann für die EU das ein Einlass sein, die eigenen nationalen Hemmnisse und bürokratischen Hürden abzubauen und so die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Unternehmen zu verbessern.

Eine große Chance für den Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Industrie sowie der technologischen Souveränität in Deutschland und Europa sieht der VDMA im Ausbau der Digitalisierung. Hierbei kann das Projekt "Manufacturing-X" eine entscheidende Rolle spielen. Hier soll ein Datenökosystem für die Industrie entstehen, in dem Unternehmen ihre Daten untereinander sicher teilen können, ohne diese abgeben zu müssen. "Für die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen und für die europäische Datenökonomie ist das eine extrem wichtige Entwicklung", betont Haeusgen, der davon ausgeht, dass "im Frühjahr die Initiative in eine konkrete Umsetzungsform kommt."

Im Rahmen von Climate-Change sind hohe Investitionen von Gas to Electric, Electrifikation, Decarbonisierung geplant.

Da die Gesellschaft Elektro-Heizer anbietet und Firmen in naher Zukunft Emissionen reduzieren müssen, bestehen gute Chancen die Nachfrage für diese Produkte zu steigern.

Gerade der immer weiter in den Vordergrund rückende "grüne Fußabdruck" und die damit einhergehenden Neuinvestitionen für eine Dekarbonisierung unterstützen Kanthal sehr gut in der weiteren Geschäftsentwicklung.

Sowohl die Elektrifizierung von derzeit gasbeheizten Thermoprozeßanlagen, sowie die Gewinnung und Speicherung von elektrischer Energie aus erneuerbaren Energien für solche Anlagen benötigen Produkte die von Kanthal hergestellt werden.

3.4 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Kanthal GmbH fakturiert ihre Umsätze zum großen Teil in Euro. Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken wurden nicht eingesetzt.

 

Mörfelden-Walldorf, den 13. Oktober 2023

Kanthal GmbH

Florian Schäfer

Stefan Schatz

1 Quelle: Destatis: Deutsche Wirtschaft wächst 2022 um 1,9 Prozent | Deutsche Bundesbank
2 Quelle: Industrie: Maschinenbauer erzielen 2022 bei Exporten Rekordergebnis (wiwo.de)
3 Quelle: World Economic Outlook, April 2023: A Rocky Recovery (imf.org)
4 Quelle: Infografik: IWF senkt Prognose für Weltwirtschafts-Wachstum | Statista
5 Quell: BMWK - Die G7-Route zur grünen Industrie
6 Quelle: Elektrifizierung: So gelingt die Dekarbonisierung in Ihrem Unternehmen (mvv.de)

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.292,09 24.433,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.779.182,76 1.905.952,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.236.241,47 1.486.557,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 297.669,67 316.281,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 955.092,43 665.895,48
4.268.186,33 4.374.686,41
4.295.478,42 4.399.119,61
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.862.037,15 1.046.721,11
2. Unfertige Erzeugnisse 855.251,16 632.287,25
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 228.610,77 138.887,97
4. Geleistete Anzahlungen 30.232,97 30.232,97
2.976.132,05 1.848.129,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.579.156,88 4.632.552,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.492.027,67 11.073.868,32
3. Sonstige Vermögensgegenstände 561.761,12 812.349,78
17.632.945,67 16.518.770,79
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 966,58 288,72
24.905.522,72 22.766.308,42

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 2.173.173,93 2.173.173,93
III. Gewinnvortrag 8.326.994,60 4.478.982,96
IV. Jahresüberschuss 2.714.763,41 3.848.011,64
14.214.931,94 11.500.168,53
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.666.694,20 1.602.008,00
2. Steuerrückstellungen 1.527.810,00 1.990.400,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.844.675,43 2.692.575,39
6.039.179,63 6.284.983,39
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.073.570,08 668.802,79
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.010.745,76 4.028.793,49
3. Sonstige Verbindlichkeiten 567.095,31 283.560,22
- davon aus Steuern EUR 47,641.05 (im Vj. EUR 46,929.46) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 13,026.99 (im Vj. EUR 7,392.72) -
4.651.411,15 4.981.156,50
24.905.522,72 22.766.308,42

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 59.094.814,30 54.540.030,87
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 312.686,71 -121.798,47
3. sonstige betriebliche Erträge 282.058,23 175.833,05
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -36.736.302,64 -31.405.356,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.924.100,72 -39.660.403,36 -3.282.119,62 -34.687.476,03
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.882.948,36 -7.433.314,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.056.286,87 -9.939.235,23 -1.807.243,30 -9.240.557,58
- davon Ertrag für Altersversorgung EUR 211.521,93 (im Vj. EUR 77,700.46)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -569.398,67 -542.328,85
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.096.463,48 -4.574.632,10
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.830,69 4.105,15
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -259.353,44 -3.536,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.165.091,94 -1.681.948,00
11. Ergebnis nach Steuern 3.014.443,81 3.867.692,04
12. sonstige Steuern -299.680,40 -19.680,40
13. Jahresüberschuss 2.714.763,41 3.848.011,64

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Kanthal GmbH, Mörfelden-Walldorf, für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) über die Rechnungslegung von großen Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 HGB in der Rechtsform der GmbH aufgestellt.

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Darmstadt unter HRB 102852 eingetragen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von einem bis fünf Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Geringstwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich € 250,00, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagenzugänge zwischen EUR 250,00 und 800,00 EUR wurden als Geringwertige Wirtschaftsgüter aktiviert und im Jahr der Anschaffung komplett abgeschrieben. Von der Nutzung des Sammelpostens bei geringwertigen Wirtschaftsgütern wird kein Gebrauch gemacht.

Beim Sachanlagevermögen kamen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung:

Jahre
Gebäude 8 bis 50
Außenanlagen, Einbauten 10 bis 20
Maschinen und maschinelle Anlagen 3 bis 21
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 23
PC-Equipment 3 bis 8

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem letzten Einstandspreis unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen werden Einzelwertberichtigungen gebildet, die den erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Uneinbringliche Forderungen werden voll abgeschrieben.

Für das allgemeine Kreditrisiko wird im Allgemeinen eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden nicht mit entsprechenden gleichartigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert ausgewiesen.

Fremdwährungsforderungen werden grundsätzlich mit dem Devisenbriefkurs bzw. dem Devisengeldkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet und zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gilt dies nur, falls die Umrechnung einen niedrigeren Betrag ergibt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden zum 31. Dezember 2022 wie folgt bewertet:

Aufgrund des Wahlrechts der Versorgungsberechtigten zwischen einer Auszahlung als monatliche Rente im Versorgungsfall oder anderweitig als Einmalbetrag oder als zehnjährige Ratenzahlungen wurden die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten der Inanspruchnahme bei der Bewertung zum 31. Dezember 2022 berücksichtigt.

Die Höhe der Pensionsrückstellungen ergibt sich aus den versicherungsmathematischen Gutachten, erstellt zum Stichtag 31. Dezember 2022, durch die Mercer Deutschland GmbH, Frankfurt am Main. Als Bewertungsmethode wurde die Projected Unit Credit-Method angewandt. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung berücksichtigt. Hierbei wurde von jährlichen Anpassungen von 3,25 % bei den Entgelten und von 2,25 % bei den Renten ausgegangen. Für die versicherungsmathematischen Annahmen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB-Gebrauch gemacht. Demnach wurde für den Gesamtbestand der durchschnittliche Marktzinssatz bezogen auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Es wurde ein von der Deutschen Bundesbank ermittelter Diskontierungssatz von 1,79 % (i. Vj. 1,87 %) verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung mit dem 10-jährigen Durchschnittszins und dem 7-jährigen Durchschnittszins (1,45 %) beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 65 (i. Vj. TEUR 101). Gemäß § 253 Abs. 6 ist dieser Unterschiedsbetrag ausschüttungsgesperrt.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert. Weiterhin werden die Vermögensgegenstände gemäß der Saldierungspflicht nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der jeweils zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet. Da sich ein Verpflichtungsüberhang ergibt, wird dieser unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

In den Steuerrückstellungen sowie in den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und unter Einbeziehung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,52 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,25 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen, soweit mit diesen gerechnet wird, gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles bewertet und zum Stichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gilt dies nur, falls die Umrechnung einen höheren Betrag ergibt.

Aktive und passive latente Steuern beruhen im Wesentlichen auf temporären Wertdifferenzen für Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen sowie für das Deckungsvermögen. Die Bewertung erfolgt mit einem Steuersatz von rd. 30 %. Aktive und passive Steuern werden saldiert; der sich ergebene Überhang aktiver latenter Steuern wird in der Bilanz nicht angesetzt.

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.492 TEUR (i. Vj. TEUR 11.074) bestehen im Wesentlichen aus dem Cash Pooling i. H. v. TEUR 11.005 (i. Vj. TEUR 10.760) und aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 487 (i.Vj. TEUR 313).

Sämtliche Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 1.000.000,00 und wird zum 31. Dezember 2022 ausschließlich von der Alleima GmbH, Werther, gehalten.

Aus der Bewertung des Deckungsvermögens zur Finanzierung der Pensionsrückstellungen (funded), um die der beizulegende Zeitwert die Anschaffungskosten übersteigt, sowie aus der Ermittlung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2022 mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, ergibt sich ein Betrag von insgesamt TEUR 253. Diese unterliegen gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre. Auf die Ausführungen zu den Rückstellungen für Pensionen wird verwiesen. Da diesen ausschüttungsgesperrten Beträgen höhere frei verfügbare Rücklagen gegenüberstehen, besteht eine Ausschüttungssperre in Bezug auf das Ergebnis des Geschäftsjahr 2022 nicht.

4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

TEUR TEUR
Verpflichtungswert (unfunded) 1.430
Verpflichtungswert (funded) 2.477
- Zeitwert des Deckungsvermögens 2.241
Unterschiedsbetrag (funded) 237
Pensionsrückstellungen 31.12.2022 1.667

Die Altersversorgung der Gesellschaft umfasst neben dem beitragsorientierten System zudem Verpflichtungen für Altzusagen, Rentner und unverfallbar Ausgeschiedene, die bereits vor der Einführung des Sandvik Kapitalkontenplans (seit 2022: "Alleima Kapitalkontenplan") im Jahr 2008 - der auch nach der Ausgliederung aus dem Sandvik Konzern 2022 weiterhin gilt - bestanden haben. Der Verpflichtungswert dieser Pensionsrückstellungen (unfunded) beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.430 (i. Vj. TEUR 1.348).

Im Jahr 2008 wurde die Altersversorgung der Gesellschaft auf ein beitragsorientiertes System umgestellt. Der Kapitalkontenplan besteht aus dem Basis- und dem Aufbaukonto. Das Basiskonto bildet das Fundament der betrieblichen Altersversorgung und wird nur mit Beiträgen des Arbeitgebers finanziert. Im Aufbaukonto können die Mitarbeiter durch Entgeltumwandlung selbst Verantwortung für ihre Altersversorgung übernehmen. Die Beiträge zu den Konten werden gebündelt und in Wertpapierfonds investiert. Dieses Fondsvermögen wird über einen CTA (Contractual Trust Arrangement) auf einen unabhängigen externen Träger ausgelagert. Das Vermögen wird treuhänderisch von der Mercer Treuhand GmbH, Frankfurt, verwaltet. Die Fondsanteile dienen nur zur Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen und sind dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen. Dieses Vermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 2.241 (i. Vj. TEUR 2.276) wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Der Verpflichtungswert der durch das Vermögen gedeckten Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 2.477 (i. Vj. TEUR 2.530).

Der Anschaffungswert des Deckungsvermögens zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 2.053 liegt um TEUR 188 niedriger als der Zeitwert des Geschäftsjahres (TEUR 2.241).

Zum 31. Dezember 2022 bestehen insgesamt Pensionsrückstellungen (funded) nach Verrechnung mit dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 237 (i. Vj. TEUR 254).

5. Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 2022
TEUR
2021
TEUR
Sonstige Personalrückstellungen 1.938 1.901
Ausstehende Rechnungen 44 121
Garantieverpflichtungen 135 95
Kundenboni 369 305
Übrige 359 271
2.844 2.693

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 2.839 (i. Vj TEUR 3.946) und aus der Umsatzsteuer i. H. v. TEUR 172 (i. VJ. TEUR 82).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 172 (i. Vj. TEUR 82) auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Regionen wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Deutschland 27.442 29.393
Übrige EU-Länder 17.851 15.825
Übriges Europa 4.874 6.003
Amerika 1.896 292
Asien 6.109 2.424
Afrika 923 604
Sonstige Länder 0 0
59.095 54.540

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Heating Systems 36.727 37.421
Heating Materials 21.105 16.260
Sonstige 1.263 859
59.095 54.540

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 282 (i.Vj. TEUR 176) betreffen im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 242 aus der Auflösung von Rückstellungen (i. Vj. TEUR 140) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 35 (i. Vj. TEUR 18).

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.096 (i. Vj TEUR 4.575) bestehen im Wesentlichen aus Vertriebs- und Verwaltungskosten in Höhe von TEUR 1.264 (i. Vj. TEUR 1.111), Aufwendungen für Group Royalties und Management Service Fees in Höhe von TEUR 2570 (i. Vj. TEUR 2.256), sowie Aufwendungen aus der Bildung von Wertberichtgungen i. H. v. TEUR 360 (i. Vj TEUR 51). Außerdem sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung TEUR 65 (i. Vj. TEUR 31) enthalten.

10. Zinsergebnis

2022
TEUR
2021
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15 4
(davon aus verbundenen Unternehmen) 15 0
(davon aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen Funded und Unfunded) * 0 -82
(davon Ertrag aus dem Deckungsvermögen) * 0 86
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -259 -3
(davon an verbundene Unternehmen) 0 0
(davon aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen) -4 -3
(davon aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen Funded und Unfunded) * -71 0
(davon Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen) * -184 0
-245 1

* Abweichend von dem Vorjahresausweis wurden die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen (funded und unfunded) sowie den Aufwendungen aus dem Deckungsvermögens unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

D. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer:

2022 2021
Angestellte 64 59
Gewerbliche Arbeitnehmer 66 63
130 122

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat als Leasingnehmer Verträge über die Nutzung von Kfz sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Ferner existieren Mietverträge über Räumlichkeiten.

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen Produktionsgebäude, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

2022
Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen
TEUR
Bestellobligo/ Abnahmeverpflichtungen
TEUR
Gesamt
TEUR
< 1 Jahr 398 672 1.070
> 1 Jahr 2.059 0 2.059
davon > 5 Jahre 295 0 295
Gesamt 2.457 672 3.129
2021
Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen
TEUR
Bestellobligo/ Abnahmeverpflichtungen
TEUR
Gesamt
TEUR
< 1 Jahr 357 106 464
> 1 Jahr 1.830 0 1.830
davon > 5 Jahre 591 0 591
Gesamt 2.187 106 2.294

Die Kanthal GmbH ist in das zentrale Cash-Pooling-System der Alleima Gruppe eingebunden. Für hieraus resultierende Verbindlichkeiten haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch mit allen anderen im Cash-Pooling einbezogenen Gesellschaften der Alleima Gruppe gegenüber den beteiligten Banken.

Aufgrund der im Jahr 2020 vollzogenen Ausgliederung zur Neugründung des Geschäftsbereiches Kanthal haftet die Kanthal GmbH als übernehmender Rechtsträger gemäß § 133 f. UmwG für die vor dem Wirksamwerden der Ausgliederung am 3. September 2020 begründeten Verbindlichkeiten des Geschäftsbereiches Kanthal mit der Alleima GmbH, Werther, als Gesamtschuldner über einen Zeitraum von fünf bzw. für Pensionsverpflichtungen von zehn Jahren. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten beträgt TEUR 10.600. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 5.761 sowie aus Altersversorgung TEUR 1.560.

Die Kanthal GmbH geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Beurteilung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Gesellschaft derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Sie schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

3. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Alleima AB, Sandviken/Schweden, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

4. Organe der Gesellschaft und Aufwendungen für Organe

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Jan Folke Christofer Hedvall, Geschäftsführer der Alleima GmbH, Werther (bis 30.04.2023)

Herr Florian Schäfer, Geschäftsführer der Alleima GmbH, Werther (seit 01.05.2023)

Herr Stefan Schatz, Geschäftsführer

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe zu den Honoraren des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgt im Konzernabschluss der Alleima AB, Sandviken/Schweden.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der Alleima AB, Sandviken/Schweden, und wird zum 31. Dezember 2022 in den Konzernabschluss der Alleima AB, Sandviken/ Schweden, der gemäß den International Financial Reporting Standards aufgestellt wird, einbezogen. Der Konzernabschluss der Alleima AB wird beim Patent- und Registreringsverket unter der Corporate Register Number 559224-1433 hinterlegt und kann dort eingesehen werden. Es ist beabsichtigt, den Konzernabschluss der Alleima AB, Sandviken/Schweden, im Bundesanzeiger bekanntzumachen.

Oberstes inländisches Mutterunternehmen ist die Alleima GmbH, Werther (vormals Sandvik Materials Technology Deutschland GmbH, Düsseldorf).

7. Nachtragsbericht

Seit Beginn des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mörfelden-Walldorf, den 13.10.2023

Kanthal GmbH

Florian Schäfer

Stefan Schatz

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 (erweiterte Bruttodarstellung)

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 333.905,26 0,00 47.214,59 381.119,85
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 47.214,59 -47.214,59 0,00
333.905,26 47.214,59 0,00 381.119,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.968.425,35 0,00 0,00 4.968.425,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.702.210,34 0,00 0,00 4.702.210,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.697.306,98 0,00 129.345,94 1.826.652,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 665.895,48 418.542,89 -129.345,94 955.092,43
12.033.838,15 418.542,89 0,00 12.452.381,04
12.367.743,41 465.757,48 0,00 12.833.500,89
kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Zugänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 309.472,06 44.355,70 353.827,76
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
309.472,06 44.355,70 353.827,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.062.473,29 126.769,30 3.189.242,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.215.652,60 250.316,27 3.465.968,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.381.025,85 147.957,40 1.528.983,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
7.659.151,74 525.042,97 8.184.194,71
7.968.623,80 569.398,67 8.538.022,47
Nettobuchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.292,09 24.433,20
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
27.292,09 24.433,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.779.182,76 1.905.952,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.236.241,47 1.486.557,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 297.669,67 316.281,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 955.092,43 665.895,48
4.268.186,33 4.374.686,41
4.295.478,42 4.399.119,61

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kanthal GmbH, Mörfelden-Walldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kanthal GmbH, Mörfelden-Walldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kanthal GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 13. Oktober 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Hoppe, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 31.10.2023 festgestellt.

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