Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 24237
Eingetragen
15.9.2014
Branche
Herstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus GlasGroßhandel mit FlachglasGroßhandel mit keramischen Erzeugnissen und Glaswaren
Gegenstand
ist An- und Verkauf von Glas-, Steingut- und Kunststoffartikeln sowie Zubehör, insbesondere von Flaschen und Flaschenzubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robert Cipin
seit 6.1.2022
Geschäftsführer
Sven Olaf Weiser
seit 6.1.2022
Prokura
Tobias Mayer
seit 3.4.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Flaschenland Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Flaschenland GmbH

Ransbach-Baumbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Flaschenland GmbH

Inhalt

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Zweigniederlassungsbericht

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Vermögens- Finanz- und Ertragslage

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risiken

2. Chancen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Flaschenland GmbH ist ein Handelsunternehmen mit Sitz in Ransbach-Baumbach, welches Handelsaktivitäten mit Flaschen und Gläsern ausübt.

Die Gesellschaft ist in einem vielschichtigen Markt tätig, der sowohl von Offline- als auch von Online-Händlern bedient wird.

2. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr am Standort Ransbach-Baumbach tätig

Das Unternehmen verfügt neben der Betriebsstätte in Ransbach-Baumbach auch über einen Standort in Berlin.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 haben sich zwei wesentliche makroökonomische Herausforderungen, die Deutschland im Vorjahr stark belastet hatten, deutlich entspannt. Die Inflationsrate, die im Jahr 2022 beinahe zweistellige Werte erreichte, ist im Verlauf des Jahres 2023 stetig gesunken und hat sich bis Dezember auf 3,7% reduziert. Dieser Rückgang der Inflation wurde ursprünglich als positiver Indikator für eine Belebung der Verbrauchernachfrage angesehen. Jedoch blieb die erwartete Steigerung in der Nachfrage weitestgehend aus, was darauf hindeutet, dass andere wirtschaftliche Unsicherheiten oder Sparneigungen der Konsumenten diese potenziellen Effekte dämpften.

Parallel dazu erlebte auch die Energiekrise, die in den vergangenen Jahren, insbesondere für energieintensive Industrien wie die Glasproduktion, zu einer der größten Herausforderungen geworden war, eine signifikante Verbesserung. Nachdem die Energiepreise im Jahr 2022 Rekordwerte von bis zu 300 Euro pro Megawattstunde (MWh) erreicht hatten, sind diese im Jahr 2023 stark gefallen. Zum ersten Mal konnten Preise unterhalb von 30 Euro/MWh realisiert werden, was einen erheblichen Rückgang darstellt. Zwar liegen die Preise immer noch deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2020, doch dieser Rückgang hat erstmalig zu Preisreduktionen bei einigen Lieferanten im Bereich der Handelsware für Behälterglas geführt.

Trotz dieser positiven Trends im Bereich der Inflation und Energiepreise bleibt die allgemeine wirtschaftliche Lage herausfordernd. Die Tatsache, dass trotz fallender Inflationsraten keine Zunahme der Nachfrage zu verzeichnen ist und die Energiepreise noch immer den langjährigen Durchschnitt übertreffen, unterstreicht die Dringlichkeit für eine angepasste Strategie zur effektiven Bewältigung dieser Marktdynamiken.

2. Geschäftsverlauf

Zu Anfang des Jahres haben die meisten Lieferanten unserer Handelsware ihre Preise weiter angehoben, was hauptsächlich auf steigende Energiekosten und erhöhte Preise für Produktionsrohstoffe wie Soda zurückzuführen ist. Diese Entwicklung spiegelt sich in der gesamten Branche wider, wo ähnliche Faktoren zu Preissteigerungen bei vielen Herstellern geführt haben. Nichtsdestotrotz konnten einige Lieferanten ihre Preise über das Jahr hinweg stabil halten, was eine gewisse Marktstabilität in Teilen der Lieferkette suggeriert, und für eine langsame Trendumkehr sprechen könnte.

In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine positive Entwicklung hinsichtlich der Verfügbarkeit von Glasbehältern. Die Lieferzeiten haben sich deutlich reduziert, was auf eine Entspannung in der Produktions- und Lieferkette hindeutet.

Im Jahr 2023 setzte sich der Trend der Vorjahre fort, bei dem der typische umsatzseitige saisonale Verlauf innerhalb des Jahres nicht bestätigt werden konnte. Insbesondere in Zeiten, die üblicherweise als Hochphasen für den Absatz gelten, wie die Erntezeit und die anschließende Weihnachtszeit, wurde eine deutliche Kaufzurückhaltung in verschiedenen Kundensegmenten beobachtet.

Die Prognose für das geplante Ergebnis (EBIT) für das Jahr 2023 lag leicht unterhalb des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen so eingetreten. Während das Ergebnis im Jahr 2022 bei 2,87 Mio€ lag, konnte im Jahr 2023 ein Ergebnis von 2,52 Mio€ erwirtschaftet werden.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Trotz einer Verbesserung einiger vorab beschriebener Indikatoren, ist der Rohertrag der Flaschenland GmbH im Vergleich zum Vorjahr um 7,3% gesunken. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die fortgesetzte Kaufzurückhaltung zurückzuführen, die ihrerseits größtenteils durch die erheblichen Preissteigerungen der letzten zwei Jahre bedingt ist. Dieser Trend ist durch alle Kundensegmente und Vertriebskanäle erkennbar, obwohl einige Kundengruppen besonders stark betroffen sind. Eine nachträgliche Bereinigung der Daten, die die außergewöhnlich hohe Nachfrage während der Corona-Pandemie berücksichtigt, zeigt, dass sich das Marktniveau nach wie vor oberhalb des Vorkrisenniveaus stabilisiert.

Im Jahr 2023 zeigte sich eine deutliche Entspannung im Bereich der Verpackungskosten im Vergleich zu den Vorjahren. Besonders auffällig war der Rückgang der Papierpreise, der eine Erleichterung für die Kosten von Verpackungsmaterialien mit sich brachte. Diese Materialien konnten zudem wieder in den gewohnten kurzfristigen Lieferzeiten bestellt werden, was die Logistik und Planungssicherheit erheblich verbesserte.

Die Verfügbarkeit von Handelswaren, insbesondere Glas, hat sich im Laufe des Jahres 2023 merklich verbessert. Dies führte zu einer Stabilisierung der Preise und bei vielen Lieferanten gab es unterjährig keine weiteren Preisveränderungen, was darauf hindeutet, dass sich die hohe Preisvolatilität der letzten Jahre beruhigt.

Die im Prognosebericht 2022 vorhergesagte Kostensteigerung bei den Personalkosten ist nicht eingetroffen. Die Personalkosten konnten von 2,53 Mio€ auf 2,32 Mio€ gesenkt werden. Dies ist im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückzuführen: einen leicht gesunkenen Rohertrag, eine zeitliche Verschiebung von zentralen Projekten und die Nichtbesetzung einiger Planstellen.

Durch langfristige Verträge haben sich die Raumkosten erwartbar stabil gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 entwickelt.

Im letzten Quartal des Jahres gab es bewusste Kostensteigerungen durch die Einführung verschiedener neuer IT-Systeme, die das Unternehmen auf langfristiges Wachstum ausrichten. Auf Jahressicht konnten die laufenden Betriebskosten von 0,241 Mio. € im Jahr 2023 im Vergleich zu 0,246 Mio. € im Jahr 2022 relativ konstant gehalten werden.

Trotz der angespannten Marktsituation konnte die Flaschenland GmbH einen Ertrag von 2,52 Mio€ erreichen. Dies entspricht der Planung eines leichten Rückgangs gegenüber Vorjahr (2,87 Mio€). Die Ursachen waren allerdings leicht anders gelagert als geplant. Der Rückgang lässt sich hauptsächlich durch den rückläufigen Rohertrag erklären. Dem entgegen wirkten die beschriebenen Kostensenkungen im Personalbereich.

b) Finanzlage

Seit 2022 hatte das Unternehmen Warenbestände aufgebaut, um auf weitere Lieferengpässe vorbereitet zu sein. Mit der jüngsten Entspannung in der Lieferfähigkeit begann die Flaschenland GmbH in 2023, diese überhöhten Lagerbestände abzubauen. Diese Maßnahme hatte einen positiven Effekt auf die Liquiditätsposition des Unternehmens, indem sie finanzielle Ressourcen freisetzte, die zuvor gebunden waren.

Auch im Geschäftsjahr 2023 gab es zu keinem Zeitpunkt die Notwendigkeit die eingeräumten Kreditlinien vollständig in Anspruch zu nehmen. Die Gesellschaft konnte zu jeder Zeit ihre fälligen Verbindlichkeiten ohne Schwierigkeiten begleichen und finanzielle Engpässe traten im Laufe des Geschäftsjahres nicht auf.

Die Mehrheit der Investitionen wurde für die Modernisierung der vorhandenen IT-Systeme getätigt. Dies führte zu einem Anstieg im Sachvermögen von 0,65 Mio€ auf 2,20 Mio€.

Die Investitionen wurden aufgrund einer vorsichtigen Bilanzierungspolitik langfristig finanziert, was die finanzielle Stabilität des Unternehmens weiter stärkt und zukünftige operative Flexibilität sichert.

Die Finanzlage des Unternehmens ist gut.

c) Vermögenslage

Die jüngsten Maßnahmen zur Modernisierung der IT-Systeme der Flaschenland GmbH haben eine erhebliche Investition in die Sachanlagen dargestellt. Diese Modernisierung war notwendig, um die technologische Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen und somit die Effizienz und Sicherheit unserer Betriebsabläufe zu verbessern. Als direkte Folge dieser Investitionen ist der Wert der Sachanlagen in unserer Bilanz gestiegen. Dieser Anstieg der Sachanlagen hat auch zu einer Erhöhung der Bilanzsumme geführt: von 5,90 Mio€ im Vorjahr auf nun 7,187 Mio€.

Insgesamt schätzen wir unsere Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage weiterhin als gut bis sehr gut ein.

Das EBIT hat sich im Rahmen der Marktsituation erwartbar entwickelt.

Insgesamt blicken wir auf einen angemessenen Geschäftsverlauf zurück.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der maßgebliche finanzielle Leistungsindikator für die Flaschenland GmbH ist das EBIT, das wir monatlich beobachten. Darüber hinaus existiert eine rollierende Cash-Flow-Betrachtung.

Der Auftragseingang, das Verhältnis zwischen zu Stande gekommenen und nicht zu Stande gekommenen Aufträge, sowie Reklamationsquoten wird ebenfalls laufend betrachtet.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren liegen überwiegend in der Krankenquote unserer Mitarbeiter, die wir grundsätzlich kontinuierlich beobachten.

III. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 zeichnet sich die Entwicklung der Nachfrage als der kritische Erfolgsfaktor ab. Einige positive Indikatoren deuten darauf hin, dass eine Verbesserung des Konsumverhaltens erwartet werden kann. Insbesondere die hohen Tarifabschlüsse der jüngsten Zeit, die eine Stärkung der Kaufkraft bewirken, zusammen mit den rückläufigen Steigerungsraten der Inflation, lassen auf eine Belebung der Verbrauchernachfrage hoffen.

Auf dem Beschaffungsmarkt zeichnen sich ebenfalls positive Veränderungen ab. Es wird erwartet, dass sich die Situation weiter entspannen und dies voraussichtlich mit Preissenkungen im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich verbunden sein wird. Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass das Preisniveau kurzfristig auf das Niveau vor der Krise zurückkehrt.

Die globalen geopolitischen Spannungen, insbesondere der anhaltende Konflikt in der Ukraine und im Gaza-Streifen, bleiben eine Quelle der Unsicherheit. Diese Konflikte könnten makroökonomische Auswirkungen haben, die schwer vorherzusagen sind. Einerseits könnte die damit verbundene Unsicherheit zu einer weiteren Kaufzurückhaltung führen, andererseits könnte in unserer Branche, die Verpackungsbehälter für Nahrungsmittel herstellt, eine Nachfragesteigerung ähnlich wie während der Corona-Pandemie eintreten.

In Anbetracht dieser verschiedenen Einflussfaktoren bleibt die genaue Entwicklung der Marktdynamiken ungewiss. Wir werden weiterhin sorgfältig die ökonomischen Indikatoren und Marktbedingungen überwachen, um angemessen auf Veränderungen reagieren zu können und unsere strategischen Ziele für 2024 effizient zu verfolgen.

Die Rohertrags- und Kostenentwicklung planen wir daher wieder im Rahmen dieser gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Besondere Risiken sehen wir nach wie durch eine potenziell schwächelnde Nachfrage vor allem im Endkundengeschäft.

Für das Jahr 2024 prognostizieren wir ein geplantes Ergebnis (EBIT), das leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Dies ist vor allem auf zukunftsorientierte Investitionen im Bereich Personal und IT zurückzuführen, die notwendig sind, um langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und das Unternehmensgeschäft weiter skalieren zu können.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risiken

Geopolitische Spannungen und Unsicherheiten:

Der anhaltende Konflikt in der Ukraine und neue geopolitische Spannungen im Gaza-Streifen könnten makroökonomische Instabilitäten verursachen, die sich negativ auf die globalen Märkte und damit auf das Geschäft der Flaschenland GmbH auswirken könnten. Wir beobachten die Entwicklungen durchgehend und haben uns lieferantenseitig breit aufgestellt, um eventuellen Lieferengpässen entgegenzuwirken.

Anhaltende hohe Inflationsraten und Rezession:

Trotz einer leichten Entspannung bleiben die Inflationsraten hoch, was die Kaufkraft der Konsumenten einschränken und zu einer anhaltenden Kaufzurückhaltung führen könnte. Die Flaschenland GmbH, die Primärverpackungen für die Getränke-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie vertreibt, ist unmittelbar von den Konsumtrends dieser Branchen betroffen. Da Getränke und Lebensmittel jedoch grundlegende Bedarfsgüter darstellen, bewerten wir das Risiko eines Nachfragerückgangs in unserem spezifischen Sektor im Vergleich zu anderen Konsumgütern als relativ geringer.

Preisvolatilität bei kritischen Rohstoffen:

Trotz der allgemeinen Entspannung am Beschaffungsmarkt bleibt das Risiko bestehen, dass Preise für kritische Rohstoffe, die zur Glasproduktion benötigt werden, weiter und unerwartet steigen. Dies würde sich direkt auf die Beschaffungspreise auswirken.

Cyber- und IT-Risiken

Durch die voranschreitende Digitalisierung sehen wir ein Risiko in der Störung und dem Ausfall von kritischen, aber auch nicht kritischen Geschäftsprozessen. Die Flaschenland GmbH hat verschiedene Monitoring-Tools im Einsatz, um Störungen frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich haben wir verschiedene Back-up-Systeme um einen kontinuierlichen Geschäftsbetrieb sicherzustellen.

Die gesamte Risikolage ist durch eine große Vielfalt geprägt. Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit haben wir mögliche und nötige Vorkehrungsmaßnahmen getroffen, so dass wir die Gesamtlage als nicht übermäßig besorgniserregend einschätzen.

2. Chancen

Entspannung im Beschaffungsmarkt:

Die verbesserte Warenverfügbarkeit ermöglicht eine kontinuierlichere und effizientere Lieferkette, was letztlich die Kundenzufriedenheit steigert und die Betriebsabläufe optimiert. Es besteht die Chance im Geschäftsjahr 2024 wieder zu alten Bestellzyklen zurückzukehren, so dass Ware für Kunden wieder dauerhaft verfügbar ist.

Effizienzsteigerungen durch IT-Modernisierung:

Die Investitionen in die Modernisierung der IT-Systeme könnten die Effizienz steigern, durch erhöhte Flexibilität die Kundenansprache verbessern und damit zu einer Umsatzsteigerung führen.

Nachhaltigkeit als Wachstumstreiber:

In verschiedenen Segmenten der Lebensmittel- und Kosmetikbranche bewirkt ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit einen zunehmenden Übergang von Kunststoff- zu Glasverpackungen. Dieser Wechsel wird sowohl von Endverbrauchern als auch von Geschäftskunden vorangetrieben und bietet Potenzial für weiteres Wachstum durch ein strategisch ausgerichtetes Produktportfolio.

 

Ransbach-Baumbach, 15.03.2024

gez. Tobias Mayer

gez. Christian Schaab

gez. Robert Cipin

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.216.053,23 672.679,16
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.944,00 27.563,00
II. Sachanlagen 2.198.109,23 645.116,16
B. Umlaufvermögen 4.909.129,94 5.179.767,07
I. Vorräte 3.196.145,71 3.703.659,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.427.323,79 1.019.721,35
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 285.660,44 456.386,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 61.808,39 47.553,66
Summe Aktiva 7.186.991,56 5.899.999,89

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.415.499,92 1.415.499,92
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 1.390.499,92 1.390.499,92
B. Rückstellungen 103.841,00 173.701,00
C. Verbindlichkeiten 5.667.650,64 4.310.798,97
Summe Passiva 7.186.991,56 5.899.999,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.401.837,51 11.955.294,04
2. Personalaufwand 2.317.397,04 2.525.850,12
a) Löhne und Gehälter 1.868.681,61 2.061.363,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 448.715,43 464.486,19
3. Abschreibungen 67.479,43 85.043,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 67.479,43 85.043,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.423.107,93 6.459.341,18
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 214,66
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69.534,05 15.492,97
8. Ergebnis nach Steuern 2.524.319,06 2.869.795,46
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.524.319,06 2.869.795,46
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.390.499,92 1.390.499,92
12. Bilanzgewinn 1.390.499,92 1.390.499,92

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Firma Flaschenland GmbH Vertrieb v. Glas-, Steingut- u. Kunststoffartikeln

Inhalt

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Angaben zur Bilanz

Sonstige Angaben

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Flaschenland GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ransbach-Baumbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Montabaur
Register-Nr.: HRB 24237

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden mit dem gleitenden Durchschnittspreis angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 184.305,75 0,00 135.087,45
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 184.305,75 0,00 135.087,45
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 495.444,56 9.458,15 38.910,90
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 419.574,16 1.599.652,75 0,00
Summe Sachanlagen 915.018,72 1.609.110,90 38.910,90
Summe Anlagevermögen 1.099.324,47 1.609.110,90 173.998,35
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 49.218,30
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 49.218,30
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.193,28 479.185,09
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -11.446,68 2.007.780,23
Summe Sachanlagen 1.746,60 2.486.965,32
Summe Anlagevermögen 1.746,60 2.536.183,62
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 156.742,75 9.618,00 135.086,45 0,00 31.274,30
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 156.742,75 9.618,00 135.086,45 0,00 31.274,30
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 269.902,56 57.861,43 38.907,90 0,00 288.856,09
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 269.902,56 57.861,43 38.907,90 0,00 288.856,09
Summe Anlagevermögen 426.645,31 67.479,43 173.994,35 0,00 320.130,39
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 17.944,00 27.563,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 17.944,00 27.563,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 190.329,00 225.542,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.007.780,23 419.574,16
Summe Sachanlagen 0,00 2.198.109,23 645.116,16
Summe Anlagevermögen 0,00 2.216.053,23 672.679,16

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 1.111.524,04 EUR (Vorjahr: 757.666,07 EUR).

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 1.390.499,92 EUR einbezogen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Personalbedingte Kosten

- Abschlussbedingte Kosten

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 1.485.927,05 EUR.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (besichert 760.503,00 EUR)

- Globalzession gegen alle Debitoren A-Z

- Raum-Sicherungsübereignung Warenlager

- Sicherungsabtretung von Domainrechten

- Sicherungsübereignung von Hardware und Betriebsausstattung

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (besichert 710.919,56 EUR)

- Übliche Eigentumsvorbehalte

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 1.137,9 382,60 755,3 0,0
(1.100,2) (635,5) (464,7) (0,0)
erhaltene Anzahlungen 170,2 170,2 0,0 0,0
(40,7) (40,7) (0,00) (0,00)
aus Lieferungen und Leistungen 710,9 710,9 0,0 0,0
(706,2) (706,2) (0,00) (0,00)
gegenüber verbundenen Unternehmen 3.149,2 3.149,2 0,0 0,0
(1.982,8) (1.982,8) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 499,4 460,20 35,50 3,70
(480,9) (480,9) (0,00) (0,00)
Summe 5.667,6 4.873,1 790,8 3,7
(4.310,8) (3.846,1) (464,7) (0,00)

Die in Klammern angegeben Werte betreffen Vorjahreszahlen.

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 3.149.233,70 EUR (Vorjahr: 1.982.841,14 EUR).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Betragsmäßige Bürgschaften in Höhe von 7.500 TEUR zur Besicherung von fremden Verbindlichkeiten.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da sich aufgrund des bestehenden Konzernverhältnisses mit dem Sicherungsnehmer eine unveränderte Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme in Analgoie zu den Vorjahren ableiten lässt, in denen keine Inanspruchnahme erfolgte.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Bis zum Ablauf der Grundmietzeit bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen bei unbeweglichen Vermögensgegenständen in Höhe von 2.100.000,00 EUR.

Der Gesamtbetrag der übrigen Verpflichtungen aus Mietverträgen bei unbeweglichen Vermögensgegenständen beträgt p.a. 41.679,12 EUR.

Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen Miet-, Pacht und Leasingverträgen bei beweglichen Vermögensgegenständen beträgt p.a. 3.353,28 EUR.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Erträge in Höhe von 24.091,48 EUR (Vorjahr: 6.170,72 EUR).

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 30.497,40 EUR (Vorjahr: 11.501,96 EUR).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 48,00
Angestellte 17,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 67,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 58,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 9,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Tobias Mayer, Master of Business Administration (Betriebswirt)

Herr Christian Schaab, Master of Business Administration (Betriebswirt)

Herr Robert Cipin, Master of Business Administration (Betriebswirt)

Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird angewendet.

Ergebnisverwendung

Entsprechend dem mit der Flaschenland Holding GmbH, Hehlen bestehenden Gewinnabführungsvertrag wurde der gesamte Gewinn des Geschäftsjahres abgeführt.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Ransbach-Baumbach, 15.03.2024

gez. Tobias Mayer

gez. Robert Cipin

gez. Christian Schaab

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat der Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Flaschenland GmbH, Ransbach-Baumbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Flaschenland GmbH, Ransbach-Baumbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flaschenland GmbH, Ransbach-Baumbach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Alfeld (Leine), den 10. Juli 2024

JAB Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Alexander Böker, Wirtschaftsprüfer

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