Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 17595 HB
Eingetragen
4.7.2005
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von BergwerksmaschinenHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Gegenstand
Der Betrieb einer Maschinenfabrik, insbesondere für den Bau von Förderanlagen, alle damit zusammenhängenden Geschäfte und Beteiligungen an gleichartigen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Markus Elbrecht
seit 21.11.2023
Prokura
Lars Dr. Gauer
seit 31.7.2008
Prokura
Birgit Nikisch
seit 29.7.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

N + M Anlagentechnik GmbH
Germany
2.209.000 €

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Louis Schierholz GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Louis Schierholz GmbH ist Hersteller von Fördertechnik und Materialflusssystemen. Das Leistungsspektrum unseres Unternehmens reicht von der Projektplanung über die Fertigung bis hin zur Baustellenmontage mit Inbetriebnahme. Schierholz entwickelt für seine Kunden neben einfachen Anlagen auch hochkomplexe anspruchsvolle Fördertechnik exakt und präzise nach deren Bedürfnissen und Ansprüchen. Dabei wird die Louis Schierholz GmbH sowohl in der Herstellung und Montage von Förderanlagen als auch in der Planung und Konzeption als Generalunternehmen tätig.

Das Produktspektrum umfasst fünf verschiedene Fördersysteme:

Power and Free, Elektrohängebahn, Kreisförderer und Bodenfördertechnik sowie Verschiebetechnik, die je nach Aufgabenstellung des Kunden zum Einsatz kommen. Die Produkte von Schierholz sind modular konzipiert und erlauben flexible Lösungsmöglichkeiten für nahezu alle Branchen und Materialflussaufgaben. Fördertechnik von Schierholz ist seit Jahrzehnten weltweit im Einsatz. Die ständige Weiterentwicklung und die Integration technischer Innovationen ermöglicht unseren Kunden das Betreiben von Anlagen auf dem neuesten Stand der Technik über viele Jahre.

Der Vertrieb der Anlagen erfolgt von unserem Stammsitz in Bremen aus und über unsere Vertreter in Europa und Asien. Die Kunden unseres Unternehmens kommen aus verschiedensten Branchen von Automobil- und Landmaschinenherstellern über Unternehmen für Oberflächentechnik bis zur Lebensmittelindustrie im In- und Ausland.

Wesentliche Einflussfaktoren auf unser Geschäft sind die jeweilige Branchenentwicklung im Geschäftsfeld unserer Kunden als auch die wirtschaftliche Entwicklung in den für uns relevanten Auslandsmärkten.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im dritten Quartal 2023 beschleunigte sich die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt, weil sowohl in China als auch in den USA die Expansionsdynamik zulegte. Die globale Industrieproduktion stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal, ein nachhaltiger Aufschwung zeichnete sich aber noch nicht ab (ifo-Institut Konjunkturprognose Winter 2023). Die aktuellen Wirtschaftsdaten für die größten Länder in der Währungsunion bestätigen die schwierige konjunkturelle Lage des gesamten Euroraumes. In Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien ist die Produktion im 4. Quartal gesunken. Es ist nicht nur Deutschland mit dem Sonderproblem hoher Energiekosten, in dem sich die Industrie schwer tut. Die mit den Zinserhöhungen der EZB stark gestiegenen Finanzierungskosten der Unternehmen belasten die Aussichten wie auch der verhaltene globale Außenhandel.

Die Wirtschaft wirkt unter dem Einfluss der hohen Inflation und der steigenden Zinssätze wie gelähmt. Die Umfragen unter Einkaufsmanagern in der Industrie des Euroraumes zeigen eine etwas weniger negative Stimmung, deuten aber auf eine Rezession hin. Auffällig ist im Vergleich der großen Eurostaaten, dass sich die Geschäftsumfragen für Deutschland schon länger und weit mehr verbessert haben als in Frankreich , Italien und Spanien.

Die deutsche Wirtschaftsleistung schrumpfte im vierten Quartal 2023. Der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes zufolge ging das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) saisonbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal zurück, nachdem es in den ersten drei Quartalen nahezu stagniert hatte. Die Industrie litt weiter unter der schwachen Auslandsnachfrage. Die gestiegenen Finanzierungskosten bremsten nach wie vor die Investitionen und dadurch die inländische Nachfrage nach Industriegütern und Bauleistungen. Einige Belastungsfaktoren bleiben wohl auch im ersten Quartal 2024 bestehen. Die industrielle Auslandsnachfrage war in der Tendenz auch zuletzt deutlich rückläufig (Monatsbericht Deutsche Bundesbank II/2024).

Die gestiegenen Finanzierungskosten dürften die Investitionen weiterhin dämpfen. Die Rohstoffpreise für Energie entwickelten sich zuletzt uneinheitlich. Die europäischen Gaspreise sanken vor dem Hintergrund der anhaltenden Schwäche der Industrie im Euroraum, der zeitweise milden Wintertemperaturen sowie der stabilen Gasimporte deutlich. IWF Volkswirte führen die fiskalischen Maßnahmen der Bundesregierung als einen Grund dafür an, dass die Volkswirtschaft den Energieschock meistern konnte. Zudem hätten weniger energieintensive Branchen die Verluste der Sektoren mit hohem Energieverbrauch kompensiert.

Noch gibt es Auftragspolster in der Industrie und im Bau. Sie schwinden aber. Im ersten Quartal 2024 könnte die Wirtschaftsleistung daher erneut etwas zurückgehen. Mit dem zweiten Rückgang der Wirtschaftsleistung in Folge befände sich die deutsche Wirtschaft in einer technischen Rezession (Monatsbericht Deutsche Bundesbank II/2024).

Gleichzeitig ist auch zu bedenken, dass viele Aufträge angesichts von instabilen Lieferketten, Materialknappheit und Fachkräftemangel erst einmal abgearbeitet werden müssten. Zwei Drittel der Maschinenbauunternehmen wollten Neueinstellungen vornehmen und finden nicht genügend Fachkräfte.

Stefan Kooths, Direktor Konjunktur und Wachstum des Kieler Instituts für Weltwirtschaft beobachtet, dass Unternehmen in allen Branchen klagen, dass ihnen die Fachkräfte fehlen. Dieser Mangel spreche dafür, dass die Produktionsmöglichkeiten geringer sind als Schätzungen von Ökonomen nahelegen.

Laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ging im Geschäftsjahr 2023 der Auftragseingang um 12% zurück. Im Inland verbuchten die Unternehmen 2023 ein Orderminus von 11 %, aus dem Ausland kamen 13 % weniger Bestellungen. Dabei betrug das Auftragsminus aus den Euro-Ländern16 %, die Nicht-Euro-Länder schlugen mit einem Rückgang von 11 % zu Buche. Ursächlich für diese Entwicklung sind neben der Zinsentwicklung und der damit verbundenen Erhöhung der Finanzierungskosten die multiplen politischen Krisen, namentlich dem Ukraine-Krieg, den Spannungen im nahen Osten sowie die wirtschaftlichen Spannungen zwischen den Einflusssphären Chinans und den USA. Im Inland kommt das hohe Energiepreisniveau hinzu. .

Relevanten Einfluss auf das Exportgeschäft der Louis Schierholz GmbH hat weiterhin der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, sowie die Unruhen im Nahen Osten. Dieses Umfeld führt zu einer weiter anhaltenden Rückhaltung der Investitionen bei den Export-Kunden von Schierholz.

Die verschobenen Projekte aus der Türkei liegen weiterhin in der Schublade, da durch die unsichere politische Lage keine verbindlichen Zusagen gemacht werden können.

Verschiebungen der Termine durch die Kunden, sind für die Louis Schierholz GmbH ein ständiges Risiko. Durch Verzögerungen im Terminplan wegen fehlender Baugenehmigungen oder fehlendem Material, insbesondere elektrischer Bauteile wird die Verweildauer im Lager zu hoch. Viele Projekte verschieben sich um Monate. Das bedeutet für Unternehmen, die eine eigene Produktion haben, oft eine hohe Flexibilität mit zusätzlichen Kosten sowie eine hohe Zahl von Reisestunden und Montagezeiten vor Ort.

Durch Verhandlungen mit den Kunden ist es uns möglich, wegen der vorgenannten Probleme auf Vertragsstrafen in den Verträgen zu verzichten.

Der hohe Wettbewerbsdruck in der Automobil- und Automobilzuliefererindustrie hat sich 2023 fortgesetzt. Neben einem starken Preisdruck wird ein hohes Maß an Flexibilität und Termintreue vom Kunden erwartet, sodass kundenseitig Produktionsausfälle und Stillstandzeiten möglichst vermieden werden.

Das erfordert für den Fördertechniklieferanten ein umfassendes Wissen über die Schnittstellen der angrenzenden Gewerke, denn die Fördertechnik ist das verbindende Element in der Produktion unserer Kunden. Da unsere Kunden oft im Dreischichtbetrieb arbeiten, werden die Zeitfenster der Montage immer kürzer.

Die Angaben zu der Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft basieren neben dem Branchenverband VDMA aus den Publikationen der deutschen Bundesbank und der EZB.

2. Geschäftsverlauf 2023

Das Geschäftsjahr 2023 verlief aus Sicht der Geschäftsführung im Ergebnis positiv aber nervenaufreibend. Die für die Vermögens-, Finanz- und Erttragslage bedeutsamen Aufträge wurden termingetreu abgeliefert und wenn es die Mitarbeiterverfügbarkeit hergab wurden darüber hinaus auch Service- und Inspektionsleistungen erbracht. Durch fehlende Materialien konnten einige Aufträge nicht zur Abnahme angemeldet werden. Trotz der genannten Schwierigkeiten erhöhte sich der Umsatz um 9,5 Millionen Euro.

Die Tochterfirma in Pilsen erwirtschaftete einen Gewinn in Höhe von TEUR 133,6 (Vorjahr TEUR 4,1).

Die abgearbeiteten und abgenommenen Projekte des Geschäftsjahres 2023 haben wir effizient abgearbeitet, so dass wir ein positives Betriebsergebnis von TEUR 1.236 ausweisen.

Die Betriebsleistung hat sich anders als prognostiziert nur um 7,49 % erhöht. Die Vorjahresprognose sah eine Steigerung um 10% vor. Das Betriebsergebnis hat sich zum Vorjahr verringert. Der Rückgang des Betriebsergebnisses liegt aber unter den im Vorjahr prognostizierten 10% Rückgang. Ursächlich für das gesunkene Betriebsergebnis sind im Wesentlichen Kostensteigerungen in Material und Fertigung, die nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir wieder kontinuierlich die Prozesskette in den Aufträgen abgearbeitet, wie es uns unsere Strukturen vorgeben.

Da die Margen der gewonnenen Projekte aufgrund der Wettbewerbssituation und der Kostenentwicklung immer kleiner werden, ist eine effiziente Abarbeitung der Aufträge immer wichtiger, da die Wettbewerbssituation keinen großen Spielraum zur Verfügung stellt.

Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung günstig verlaufen.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Einer der finanziellen Leistungsindikatoren ist die Betriebsleistung. Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) war etwas höher als im Vorjahr, die Erhöhung lag mit 7,5% aber unter den prognostizierten 10%..

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 46,4 %. Der Anteil des Auslandsumsatzes betrug im Geschäftsjahr 46,9 %(Vorjahr 47,6 %).

Die Umsatzerhöhung ist der durch die Pandemie verzögerten Abnahmen im Jahr 2022 geschuldet. Bei vielen Projekten wird der Fördertechnik-Lieferant immer abhängiger von den Generalunternehmern des Kunden. Gibt es Probleme mit den Behörden vor Ort oder mit dem Generalunternehmer in den Zeitfenstern, so hat Schierholz schon produziert, kann aber auf der Baustelle die Komponenten nicht termingerecht einbauen, wie es in dem Vertrag vorgesehen war. Dieses betraf in 2023 insbesondere Aufträge in der Logistikbranche.

Das bedeutete auch für das Geschäftsjahr 2023 eine höhere Verweildauer der Aufträge im Bestand. Das hatte nicht nur Auswirkungen auf die Kapazitätsplanung der Personalressourcen, sondern auch Einflüsse auf die Liquiditätsplanung. Die Montageende-Rechnungen werden dadurch bedingt später gestellt, die Raten dieser Beträge betragen oft 30% der Auftragssumme. Somit liegt auch immer ein erhöhtes Risiko in der Bewertung des Auftrages, insbesondere in den Drittländern.

Aufgrund der verschobenen Abnahmen durch die Kunden ergibt sich ein immer größer werdendes Zeitfenster, zwischen der Produktion in Bremen und der Fertigstellung beim Betreiber. Das birgt Risiken, da die Garantie der verarbeiteten Teile oft schon aus der Gewährleistung fällt.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Betriebsleistung) erhöhte sich von 48,6 % auf 56,9 %, was hauptsächlich auf die Verteuerung von Materialpreisen im Stahl sowie im Elektronikbereich und auf Verteuerungen im Dienstleistungsbereich zurückzuführen war.

Der Personalaufwand reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 585. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus weniger Überstunden und Abgängen in die Rente. Die Tariferhöhung bestand aus einer Einmalzahlung und zusätzlichen Urlaubstagen sowie 5,2 % Entgelterhöhung ab Juni 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um TEUR 263 auf TEUR 3.962. Die Verringerung resultiert insbesondere aus niedrigeren Reisekosten sowie aus niedrigeren Provisionen.

Ein weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator ist das Betriebsergebnis. Für das Geschäftsjahr wird ein um TEUR 72 niedrigeres Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 1.236 ausgewiesen. Ursächlich für die Veränderung sind die vorstehend beschriebenen Entwicklungen.

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 367,4 getätigt. Sie betrafen im Wesentlichen Investitionen in der IT und der Anschaffung von Fahrzeugen für die Montageabteilung.

Die unfertigen Erzeugnisse waren vollständig durch Anzahlungen gedeckt. Der Vorfinanzierungsgrad liegt somit deutlich über dem für die Branche üblichen Durchschnitt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegen.

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Neuaufnahmen von Fremdkapital sind nicht geplant. Die Eigenkapitalquote beträgt 52 %.

Die Liquiditätslage ist geprägt durch das hohe Maß an Anzahlungen durch Kunden, sodass die Zahlungsfähigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gesichert war.

Der Auftragsbestand zum Ende 2023 umfasste Aufträge in Höhe von EUR 45,2 Mio., die Auftragsreichweite beträgt bei derzeitiger Auslastung 6 Monate.

D. Chancen- und Risikobericht

Die Louis Schierholz GmbH unterliegt den unternehmenstypischen Branchen- und Marktrisiken, die im Folgenden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für das Unternehmen dargestellt sind. Dazu zählen im Wesentlichen Bonitätsrisiken bei Kunden und Rechtsrisiken bei juristischen Auseinandersetzungen.

Daneben bestehen Länderrisiken, insbesondere durch die krisenhafte Entwicklung im Nahen Osten und das politische Umfeld in der Türkei und in Russland. In diesen Ländern und Regionen bestehen Investitionshemmnisse, die zu Verzögerungen und Verschiebungen von Auftragsabschlüssen führen können.

Durch die Globalisierung und nur teilweise Harmonisierung der Steuergesetze entstehen immer höhere steuerliche Risiken bei der Lieferung innerhalb Europas sowie bei Lieferungen und Montagen in den sogenannten Schwellenländern.

Das Steuerrisiko bleibt immer bei dem ausführenden Unternehmen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, hat die Geschäftsführung wiederholt Schulungen innerhalb des Hauses durchgeführt und selbst an Steuerveranstaltungen teilgenommen. Um alle Außenhandelsgesetze einzuhalten, werden Compliance-Prüfungen mit einer zertifizierten Software vorgenommen.

Konjunkturelle Risiken ergeben sich für die Louis Schierholz GmbH aus den unruhigen Märkten sowie aus den schwer abschätzbaren Entwicklungen in den Euro-Ländern und durch die Nachwirkungen der Pandemie, z.B. durch Lieferverzögerungen in der Abnahme der Aufträge, Investitionsrückhaltung bei den Kunden. Durch den hohen Kostendruck bei Ausschreibungen bestehen immer höhere Wettbewerbsrisiken, denen nur mit hoher Ausgabendisziplin bei gleichzeitiger konsequenter Kundenorientierung begegnet werden kann. Da viele Wettbewerber der Louis Schierholz GmbH nicht in Deutschland produzieren, werden die Marktpreise, denen wir uns stellen müssen, durch das niedrigere Lohnniveau tendenziell immer niedriger sein. Durch die breite Aufstellung unserer Produktpalette ist es uns jedoch möglich, Aufträge mit zu hohem Risiko oder zu niedrigen Marktpreisen abzulehnen.

Der vorhandene Auftragsbestand sichert dem Unternehmen eine ausreichende Auslastung. Durch flexible Arbeitszeiten können wir Auslastungsschwankungen begegnen.

Den für das Unternehmen bestehenden Risiken wird durch die aktive Beobachtung der Risikoindikatoren und deren Berücksichtigung in der Geschäftspolitik begegnet. Bonitätsrisiken auf Seiten der Kunden und Forderungsausfallrisiken werden im Rahmen der Auftragsannahme durch die Vereinbarung von Anzahlungen minimiert.

Den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

Chancen der zukünftigen Entwicklung sehen wir in der Stärkung unserer Wettbewerbsposition. Um den technischen Innovationen begegnen zu können, werden regelmäßig Versuchsanlagen in unserem firmeneigenen Technikum mit spezifischen Aufgabenstellungen aufgebaut. Es gibt einen eigenen Raum für die unterschiedlichen Hubwerke sowie eine EHB-Teststrecke mit unterschiedlichen Palettenfahrzeugen.

Die proaktive Annahme der Herausforderungen der Digitalisierung (Industrie 4.0) sowie die Ausarbeitung einer standardisierten Visualisierung sollen unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern und unseren Kunden einen Mehrwert bieten.

E. Prognosebericht

Die Wertschöpfungstiefe in der eigenen Produktion hat sich bereits durch die Anschaffung modernster Maschinen gesteigert. Im Geschäftsjahr 2024 werden wir in einen neuen Schweissroboter investieren. Frei gewordene Personalressourcen werden dann in der Prozesskette anderweitig eingesetzt.

Schierholz produziert die kundenspezifischen Materialflusssysteme Just-in-Time mit einer objektorientierten Auftragsfertigung. Durch eine schlanke Organisationsstruktur, moderne EDV-Systeme, computer- bzw. robotergestützte Produktionseinrichtungen sowie durch hochqualifizierte Mitarbeiter weist das Unternehmen am Standort Bremen eine hohe Wettbewerbsfähigkeit auf.

Das Unternehmen berücksichtigt bei allen Veränderungen stets die Wechselbeziehungen zwischen Technik, Organisation und Personal. Den Mitarbeitern wird eine mindestens genauso hohe Bedeutung beigemessen wie der Produktions- und Organisationskultur.

Schierholz ist heute so aufgestellt, dass trotz der hohen Lohnkosten am Standort in Deutschland eine durchaus wettbewerbsfähige Produktion möglich ist. Aufgrund geringer Durchlaufzeiten und kaum vorhandener Schnittstellen kann sehr schnell auf die unterschiedlichen Kundenanforderungen reagiert werden.

Die in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Bereich der Prozessabwicklung steigern nachhaltig die Ertragssituation des Unternehmens.

Das Marktumfeld ist aufgrund der dargestellten Unsicherheiten, insbesondere im Auslandsgeschäft, weiterhin durch Investitionszurückhaltung der Kunden geprägt. Wir gehen davon aus, dass die Auftragseingänge für den Anlagenbereich durch die politischen Unsicherheiten, der Auswirkungen der Rezession sowie durch die Handelskonflikte aus dem Ausland zurückgehen werden. Die Auftragseingänge aus dem Service- und Ersatzteilbereich werden weiterhin steigen, da wir mehr Personal in diesem Bereich einsetzen werden.

Eine Tochtergesellschaft der Louis Schierholz GmbH hat im Dezember 2018 die Firma KJ Sonderanlagen, Berlin, übernommen. Durch diesen Zukauf können wir die sogenannte Shuttle-Technologie mit in unser Produkt-Portfolio einbringen. Damit lassen sich besonders gut lange Güter und Lasten ab 500 Kilogramm transportieren. Zum Einsatz kommen diese Fördersysteme beispielsweise in der Automobilindustrie. Bereits im Geschäftsjahr 2020 zeigte sich, dass es eine wichtige strategische Entscheidung war, auch in die Shuttle Technologie zu investieren. Für 2024 erwarten wir aus diesem Produktbereich einen höheren Auftragseingang.

Die Betriebsleistung für das Geschäftsjahr 2024 wird etwa 10 % höher liegen als in 2023. Das Betriebsergebnis wird durch den vorhandenen Auftragsbestand etwa in gleicher Höhe erwartet, da der Produktmix sich anders darstellt als in 2023.

Da die Louis Schierholz GmbH über eine ausreichende Liquidität verfügt und die Aufträge im Bestand keine drohenden Verluste beinhalten, sehen wir trotz der Behinderungen, die uns die wirtschaftlichen Ausblicke in den Konjunkturberichten signalisieren einigermaßen entspannt in die Zukunft.

 

Bremen, den 30.04.2024

gez. Birgit Nikisch, Geschäftsführerin

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
EUR
EUR
A. Anlagevermögen 10.028.302,21 9.926.810,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.294,00 4.933,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.294,00 4.933,00
II. Sachanlagen 958.008,21 9.921.877,00
1. technische Anlagen und Maschinen 572.671,00 706.565,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 385.337,21 165.312,00
III. Finanzanlagen 9.050.000,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.050.000,00 9.050.000,00
B. Umlaufvermögen 9.690.729,86 12.441.503,60
I. Vorräte 19.902.234,79 21.309.232,30
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.321.104,00 1.169.274,00
2. unfertige Erzeugnisse 18.429.417,90 18.210.676,07
3. geleistete Anzahlungen 151.712,89 1.929.282,23
abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -18.200.000,00 -18.000.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 954.945,09 974.742,07
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 845.264,43 919.377,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,03 0,02
3. Sonstige Vermögensgegenstände 109.680,63 55.364,06
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.033.549,98 8.157.529,23
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.694,98 148.217,74
SUMME AKTIVA 19.797.727,05 22.516.531,34

PASSIVA

31.12.2023
EUR
EUR 31.12.2022
EUR
EUR
A. Eigenkapital 10.259.451,90 10.278.352,20
I. Gezeichnetes kapital 2.351.950,00 2.351.950,00
II. Kapitalrücklage 1.050.000,00 1.050.000,00
III. Gewinnrücklagen 48.084,13 48.084,13
IV. Gewinnvortrag 5.828.318,07 5.966.969,79
V. Jahresüberschuss 981.099,70 861.348,28
B. Rückstellungen 3.748.270,79 3.994.042,50
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.856.459,79 1.888.554,00
2. Steuerrückstellungen 240.000,00 437.038,50
3. sonstige Rückstellungen 1.651.811,00 1.668.450,00
C. Verbindlichkeiten 5.592.004,36 8.026.136,64
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.814.832,29 6.143.770,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.681.600,79 1.531.463,71
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,01
4. Sonstige Verbindlichkeiten 95.571,28 350.902,92
- davon aus Steuern: EUR 95.571,28 (Vorjahr: EUR 347.443,04)
D. Passive latente Steuern 198.000,00 218.000,00
SUMME PASSIVA 19.797.727,05 22.516.531,34

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 13.939.587,46 14.818.604,32
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.041.666,06 - 7.586.569,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.433.110,83 - 1.473.155,39
- davon für Altersversorgung: EUR 104.764,08 (Vorjahr: EUR 118.512,78)
- 8.474.776,89 - 9.059.724,43
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 265.863,63 - 225.119,52
4. sonstige betriebliche Aufwendungen - 3.962.462,81 - 4.225.307,69
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 7.852,56 (Vorjahr: EUR 3.013,78)
5. Betriebsergebnis 1.236.484,13 1.308.452,68
6. Erträge aus Beteiligungen - -
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145.945,65 -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 104.337,64 - 124.652,12
- davon aus der Aufzinsung: EUR 34.176,60 (Vorjahr: EUR 36.360,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 293.747,44 - 319.810,48
- davon Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern: EUR 20.000,00 (Vorjahr: EUR 20.000,00) -
10. Ergebnis nach Steuern 984.344,70 863.990,08
11. sonstige Steuern - 3.245,00 - 2.641,80
12. Jahresüberschuss 981.099,70 861.348,28

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Louis Schierholz GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren und der Jahresabschluss unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern richten sich nach der amtlichen AfA-Tabelle (drei bis vier Jahre).

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern richten sich nach der amtlichen AfA-Tabelle (drei bis zwölf Jahre). Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgte unter Einbeziehung der Materialeinzelkosten, der Fertigungseinzelkosten und angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung am Bilanzstichtag erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind grundsätzlich mit den Einkaufspreisen oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag, abzüglich pauschalierter Abschläge für Lagerhüter unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips, bewertet.

Bestände an unfertigen Erzeugnissen werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungsgemeinkosten angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihrem Nennwert nach Abzug von Einzelwertberichtigungen wegen spezieller Ausfallrisiken und Pauschalwertberichtigungen zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos bilanziert.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Teilwertverfahren auf der Basis eines 10-Jahres-Durchschnitts-Zinsfußes von 1,82 % und unter Anwendung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018 G ermittelt. Rentenanpassungen, Gehaltstrends und Fluktuation wurden mit 0,00 % berücksichtigt, da die zu berücksichtigenden Zusagen Festbeträge umfassen. Bei der Ermittlung des Abzinsungszinssatzes wurde die Vereinfachungsregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in Anspruch genommen. In Vorjahren wurde die Pensionsrückstellung mit dem 7-Jahres-Durchschnittskurs bewertet. Dieser entspricht im Geschäftsjahr 1,74 %. Durch die unterschiedliche Bewertung ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag von TEUR 17,79 (Vorjahr TEUR 80,54).

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Personalaufwand erfasst.

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die nicht ausgewiesene Rückstellung für Pensionen und Anwartschaften TEUR 13,5 (Vorjahr TEUR 26,7 ).

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Die Bewertung erfolgt mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Sämtliche Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Differenzen zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise nach § 274 HGB. Das Wahlrecht, nur den passivischen Überhang latenter Steuern zu bilanzieren, wird grundsätzlich in Anspruch genommen.

3. Erläuterungen zu den Einzelposten des Jahresabschlusses

a) Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem, dem Anhang als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Die verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr und betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr TEUR 432), Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr TEUR 205), Rückstellungen für Nacharbeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr TEUR 1.000) sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr TEUR 100).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Abweichend von der Darstellung in der Bilanz werden die erhaltenen Anzahlungen für Zwecke der Darstellung der Restlaufzeiten vor Verrechnung mit den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesen.

Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen bestehen in der Bewertung der Anteilsrechte zum beizulegenden Zeitwert. Die passiven latenten Steuern werden jährlich um TEUR 20 gemindert.

b) Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 13 erfasst. Diese Aufwendungen betreffen den Umstellungsaufwand aus der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen im Zusammenhang mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. Der Umstellungsaufwand wird ratierlich über einen Zeitraum von ursprünglich 15 Jahren zugeführt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten in Höhe von TEUR 20 einen Ertrag aus der Auflösung latenter Steuern.

4. Sonstige Angaben

Im Durchschnitt wurden folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2023 2022 2021
Angestellte 46 54 67
gewerbliche Mitarbeiter 52 55 58
Gesamt 98 109 125

Im Geschäftsjahr 2023 war Frau Birgit Nikisch hauptberuflich als Geschäftsführerin bestellt.

Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Mietvertrag mit der Louis Schierholz Immobilien GmbH & Co. KG bis zum 31. Dezember 2024 von jährlich TEUR 456.

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Bremen, 30. April 2024

Geschäftsführerin

Birgit Nikisch

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.307.927,38 29.078,76 0,00 1.337.006,14
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.307.927,38 29.078,76 0,00 1.337.006,14
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 5.249.044,88 31.913,85 0,00 5.280.958,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.268.330,66 306.363,23 0,00 5.574.693,89
Summe Sachanlagen 10.517.375,54 338.277,08 0,00 10.855.652,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.389.923,50 0,00 0,00 9.389.923,50
Summe Finanzanlagen 9.389.923,50 0,00 0,00 9.389.923,50
Gesamtsumme 21.215.226,42 367.355,84 0,00 21.582.582,26
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.302.994,38 13.717,76 0,00 1.316.712,14
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.302.994,38 13.717,76 0,00 1.316.712,14
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 4.542.479,88 165.807,85 0,00 4.708.287,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.103.018,66 86.338,02 0,00 5.189.356,68
Summe Sachanlagen 9.645.498,54 252.145,87 0,00 9.897.644,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 339.923,50 0,00 0,00 339.923,50
Summe Finanzanlagen 339.923,50 0,00 0,00 339.923,50
Gesamtsumme 10.948.492,92 265.863,63 0,00 11.214.356,55
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 20.294,00 4.933,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 20.294,00 4.933,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 572.671,00 706.565,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 385.337,21 165.312,00
Summe Sachanlagen 958.008,21 871.877,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.050.000,00 9.050.000,00
Summe Finanzanlagen 9.050.000,00 9.050.000,00
Gesamtsumme 10.028.302,21 9.926.810,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Louis Schierholz GmbH, Bremen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Louis Schierholz GmbH, Bremen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Louis Schierholz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 31. Mai 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Zypress, Wirtschaftsprüfer

gez. Renken, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 20. Dezember 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

15 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.