Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 167128
Eingetragen
13.5.2015
Branche
BeteiligungsgesellschaftenSonstige vollstationäre PflegeeinrichtungenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
der Erwerb, das Halten, das Verwalten, die Veräußerung von inund ausländischen Unternehmen und Beteiligungen und die Betriebsführung einer Gruppe von Unternehmen, jeweils insbesondere im Bereich Gesundheitsvorsorge, Gesundheitsfürsorge, Senioren- und Pflegeheime, Behindertenpflege, ambulante Pflege und betreutes Wohnen, sowie die Errichtung und Führung von Zweigniederlassungen, im eigenen Namen, auf eigene Rechnung und nicht als Dienstleister für nicht verbundene Dritte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kristin Löwe
seit 24.1.2024
Prokura
Geschäftsführer
Volker Wentz
seit 30.5.2023
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GROUPE MAISONS DE FAMILLE S.AFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DOREA Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DOREA GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 31.10.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DOREA GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DOREA GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DOREA GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt „I. Allgemeine Angaben“ im Anhang und die Angaben in Abschnitt „IV. Chancen- und Risikobericht“, Unterabschnitt „2. Risikobericht“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die DOREA GmbH, Berlin, in einer angespannten Liquiditätslage befindet, die aus Jahresfehlbeträgen der Vorjahre sowohl der DOREA GmbH als auch ihrer Tochtergesellschaften mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen resultiert. Im Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2026 geht die DOREA GmbH von einem Liquiditätsbedarf in Höhe von ca. EUR 41 Mio. aus, um das operative Geschäft (insb. laufende Personal- , Material- und Dienstleistungskosten und Finanzierungskosten) weiter betreiben zu können, sowie in Höhe von EUR 7,1 Mio., um das im November 2026 fällige Bankdarlehen zu tilgen.

Dieser Liquiditätsbedarf soll sowohl aus den per Ende Dezember 2024 zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln in Höhe von EUR 5,2 Mio. als auch aus den Zahlungsmittelzuflüssen aus Konzernumlagen im Rahmen der bestehenden gruppeninternen Vereinbarungen finanziert werden. Dies setzt voraus, dass für die Tochtergesellschaften bzw. für die gesamte Unternehmensgruppe die dem Sanierungskonzept zugrundeliegende Planung im Prognosezeitraum realisiert werden kann, damit die Gesellschaft über ausreichend Liquidität verfügt. Für den Fall, dass die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen nicht wie geplant erfolgreich umgesetzt werden, die Geschäftsentwicklung nicht den geplanten Verlauf nimmt und die Planungsprämissen nicht erreicht werden können, ist die DOREA GmbH zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 8. Dezember 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Canzler, Wirtschaftsprüfer

Beckers, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Oktober 2023

Aktiva

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31.10.2023 30.06.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.038,00 258.997,00
3. Geleistete Anzahlungen 1,00 1,00
178.040,00 258.999,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.683,90 234.901,90
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 104.945.841,53 104.945.841,53
105.339.565,43 105.439.742,43
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.565,08 10.964,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 120.640.217,29 105.074.248,32
2. Sonstige Vermögensgegenstände 14.984.461,77 7.318.397,11
135.624.679,06 112.392.645,43
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 452.966,49 1.259.221,71
136.086.210,63 113.662.831,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 647.085,14 725.545,91
D. Aktive latente Steuern 338.568,66 338.568,66
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 284.383.283,51
242.411.429,86 504.549.972,39

Passiva

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31.10.2023 30.06.2023
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 205.768.653,41 205.768.653,41
III. Verlustvortrag -490.176.936,92 -486.274.055,58
IV. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 331.870.788,08 -3.902.881,34
47.487.504,57 -284.383.283,51
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 0,00 284.383.283,51
47.487.504,57 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 200.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.445.955,79 4.479.286,97
2.445.955,79 4.679.286,97
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.731.345,28 19.699.999,90
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.068.770,47 702.991,92
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 158.539.092,28 475.813.775,66
davon gegenüber Gesellschafter EUR 110.306.295,72 (Vj. EUR 100.079.408,72)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.138.761,47 3.653.917,94
davon aus Steuern EUR 2.722.799,74 (Vj. EUR 1.358.255,48)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 161.011,60 (Vj. EUR 780.740,01)
192.477.969,50 499.870.685,42
242.411.429,86 504.549.972,39

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Oktober 2023

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1.7.-31.10.2023 1.1.-30.06.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 5.906.167,45 7.889.027,68
2. Sonstige betriebliche Erträge 336.472.424,35 10.957.316,92
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.166,67 5.223,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 895.747,45 1.773.399,55
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.449.756,67 3.985.106,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 651.748,21 861.285,92
davon für Altersversorgung EUR 7.611,03 (Vj. EUR 20.678,99)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 104.288,93 281.819,87
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 467.058,03 7.365.722,43
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.989.991,92 7.236.461,18
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.187.569,29 1.745.723,61
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.187.569,29 (Vj. EUR 1.745.723,61)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 131.296,75 2.984.594,66
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 1.939.037,57)
9. Steuern von Einkommen und vom Ertrag 0,00 -26,32
10. Ergebnis nach Steuern 331.874.106,46 -3.901.519,60
11. Sonstige Steuern 3.318,38 1.361,74
12. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 331.870.788,08 -3.902.881,34

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die DOREA GmbH mit Sitz in Berlin ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin- Charlottenburg unter der Nummer HRB 167128 B geführt.

Der vorliegende Abschluss des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Juli bis 31. Oktober 2023 der DOREA GmbH, Berlin, wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Vergleichszahlen für die Vorperiode umfassen den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023, auf eine Anpassung an einen vier Monate umfassenden Berichtszeitraum des Vorjahres für die Vorperiode wurde verzichtet. Insoweit ist eine unmittelbare Vergleichbarkeit nicht gegeben.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern) aufgestellt. In den ersten Monaten des Jahres 2023 befand sich die DOREA GmbH in einer angespannten Liquiditätslage, die aus Jahresfehlbeträgen der Vorjahre und des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023 sowohl der DOREA GmbH als auch ihrer Tochtergesellschaften mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen resultiert. Daraufhin hat die DOREA GmbH am 21. April 2023 ein Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung beim zuständigen Amtsgericht Charlottenburg beantragt. Am 1. Juli 2023 wurde planmäßig das Insolvenzverfahren der DOREA GmbH in Eigenverwaltung eröffnet. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurde der vorgeschlagene Insolvenzplan vom Gläubigerausschuss bestätigt. Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist erlangte der Insolvenzplan mit Beschluss des Insolvenzgerichts vom 1. November 2023 Rechtskraft und zum 3. November 2023 wurde das Insolvenzverfahren aufgehoben. Damit und aus Vereinfachungsgründen endet das Rumpfgeschäftsjahr am 31. Oktober 2023.

Im Ergebnis und hauptsächlich beeinflusst durch Entschuldungseffekte im Zuge des Insolvenzplanverfahrens weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag einen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 331.871 (Vorperiode: Jahresfehlbetrag T€ 3.903) auf. Die durchgeführte Fortbestandsprognose, bestehend aus Finanz- und Ergebnisplanung sowie einem im Rahmen des Insolvenzverfahrens erstellten IDW S6 Sanierungsgutachten, ist positiv.

Hinsichtlich bestandsgefährdender Risiken verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt „IV. Chancen und Risikobericht“, Unterabschnitt „2. Risikobericht“ des Lageberichts.

II. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufgrund der von der DOREA GmbH erstellten positiven Fortbestandsprognose wurde bei der Bewertung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber der Vorperiode im Wesentlichen unverändert.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 10 Jahren.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen sind die voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände zugrunde gelegt, welche zwischen 3 und 13 Jahren liegt. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Geringwertige Wirtschaftsgüter deren Anschaffungskosten 800 EUR nicht übersteigen, werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

2. Finanzanlagen

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert, wenn von einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung ausgegangen werden kann. Sollten die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen.

3. Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. Allen erkennbar risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen worden.

5. Flüssige Mittel

Der Kassenbestand und das Guthaben bei den Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

6. Rechnungsabgrenzungsposten

Für vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen, werden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

7. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen.

8. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

9. Rückstellungen

Für sämtliche zum Bilanzstichtag erkennbare Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung etwaiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet.

10. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr ist aus dem in der Anlage dargestellten Anlagespiegel ersichtlich.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Software und Lizenzen und sind im Rumpfgeschäftsjahr durch planmäßige Abschreibungen auf T€ 178 (Vorperiode: T€ 259) zurückgegangen.

Die Finanzanlagen bestehen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 104.946 (Vorperiode: T€ 104.946). In Folge der im Jahr 2023 durchgeführten Restrukturierung stellten einige direkte und indirekte Tochtergesellschaften reguläre Insolvenzanträge. Diese Gesellschaften werden nach Ablauf bestimmter insolvenzrechtlicher Fristen abgewickelt werden und verbleiben bis dahin im Eigentum der DOREA- Gruppe, auch wenn die Verfügungsgewalt bei den Insolvenzverwaltern liegt. Die Anteile an diesen Gesellschaften wurden bereits im Geschäftsjahr 2022 durch eine vollständige und außerplanmäßige Wertkorrektur abgeschrieben. In der nachfolgenden Tabelle werden die betroffenen Gesellschaften mit einen * dargestellt.

Die DOREA GmbH hält an folgenden Gesellschaften direkt oder indirekt über direkte Tochtergesellschaften Anteile:

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Sitz Eigenkapital per Jahresergebnis
Beteiligung Anteile Sitz 31.12.2022 in T€ 2022 in T€
DOREA Entertain GmbH 100% Berlin -411 -436
DOREA Rent GmbH 100% Berlin 5 -20
DOREA Flex GmbH 100% Berlin -49 -74
*Meritus Seniorenzentren Gesellschaft mbH 100% Berlin -88.439 -91.509
*meritus Seniorenzentrum Wagenfeld Betriebsgesellschaft mbH 100% Berlin -2.711 -2.795
*DOREAFAMILIE Rheine GmbH 100% Berlin -11.955 -11.985
*Meritus Seniorenzentren Schleswig-Holstein Betriebsgesellschaft mbH 100% Berlin -7.236 -7.268
*DOREAFAMILIE Osterrönfeld GmbH 100% Berlin -3.819 -3.851
*DOREAFAMILIE Flensburg GmbH 100% Berlin -3.041 -3.154
*Meritus Seniorenzentrum Brakel GmbH 100% Berlin -8.384 -8.498
*Patrineum Seniorenzentrum Wiefelstede GmbH 100% Berlin -4.327 -4.365
*Meritus Seniorenwohnpark Jesteburg GmbH 100% Berlin -2.549 -2.576
*DOREAFAMILIE Soltau GmbH 100% Berlin -5.360 -5.412
*PCG Servicegesellschaft mbH 100% Berlin -5.010 -5.113
*PCG Liegenschaft GmbH 100% Berlin -4.838 -5.057
Margarethenhof GmbH 100% Berlin -8.466 -15.373
DOREAFAMILIE Braunschweig GmbH 100% Berlin -1.258 -1.621
agitalis GmbH 100% Berlin 5.868 -8.887
DOREA Beta Beteiligungsgesellschaft mbH 100% Berlin -4.484 -6.499
Domicil Seniorenheim mbH 100% Berlin -2.743 -3.511
Domicil Am Klostergarten GmbH 100% Berlin -781 -919
Domicil Servicegesellschaft mbH 100% Berlin 73 0
DOREA Gamma Beteiligungsgesellschaft mbH 100% Berlin 864 -4.948
Murrhardt Care Betriebs GmbH 100% Berlin -5.546 -5.559
DOREA Ambulant GmbH 100% Berlin -3.726 -6.386
*DOREA Norden Beteiligungs GmbH 100% Berlin -7.840 -7.865
*Seniorenheim Stemweder Berg GmbH 100% Berlin -1.234 -1.324
*Residenz Eschenhof GmbH 100% Berlin -2.371 -2.402
*DOREAFAMILIE Osterrode GmbH 100% Berlin -815 -845
*Seniorenpflege Stolzenau GmbH 100% Berlin -901 -931
*Seniorenzentrum "Sonnenhof" Lehrte GmbH 100% Berlin -963 -991
DOREA Beteiligungsgesellschaft mbH 100% Berlin -30.245 -54.897
HVS Hausverwaltung für Senioren GmbH 100% Berlin -189 -165
*Senioren-Pflegeheim Alt-Lehndorf GmbH 100% Berlin -1.559 -2.021
*Seniorenpark Siebenstern GmbH 100% Berlin -1.741 -1.863
*MAK Gesellschaft für Service und Catering mbH 100% Berlin -2.234 -2.345
*Seniorenpflege am Sonnenhang GmbH 100% Berlin -2.243 -2.264
*Privates Alten- und Pflegeheim Knöß GmbH 100% Berlin -555 -586
*Pflegeheim Rothenburgsorter Marktplatz GmbH 100% Berlin -1.273 -1.301
Seniorenresidenz Vivaldi GmbH 100% Berlin 25 0
Senioreneinrichtung Mein Zuhause Zollstraße GmbH 100% Berlin -835 -1.248
Senioreneinrichtung Mein Zuhause Stotel GmbH 100% Berlin -875 -1.455
Senioreneinrichtung Mein Zuhause Lesum GmbH 100% Berlin -1.421 -1.925
DOREA Energy Beteiligungsgesellschaft mbH 100% Berlin -630 -776
ISEA Service GmbH 100% Berlin -17.294 -15.935

2. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 120.640 (Vorperiode: T€ 105.074) betreffen Forderungen aus der gemeinsamen Finanzkontenverwaltung (T€ 28.757, Vorperiode: T€ 28.757), Forderungen aus Darlehen (T€ 28.908, Vorperiode: T€ 44.955) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor allem aus Ergebnisabführungsverträgen und der Gestellung von Verwaltungsleistungen (T€ 62.975, Vorperiode: T€ 31.362). Zum Bilanzstichtag bestanden noch Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 23.051 (Vorperiode: T€ 91.179).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten eine Forderung gegen die Gesellschafterin DOREA Holding GmbH, Berlin, in Höhe von T€ 19.177 (Vorperiode: T€ 19.177) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Avale in Höhe von T€ 4.721 (Vorperiode: T€ 4.631), Forderungen aus Umsatzsteuer die Vorjahre betreffend in Höhe von T€ 559 (Vorperiode: T€ 559) und insolvenzbedingt gesperrte Bankguthaben in Höhe von T€ 6.963 enthalten.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, mit Ausnahme der darin enthaltenen Avale und der o. g. Forderung gegen die DOREA Holding GmbH, haben wie in der Vorperiode eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten ist im Wesentlichen ein Disagio in Höhe von T€ 270 (Vorperiode: T€ 405), welches mit einem Darlehen im Zusammenhang steht, das im Juli 2020 aufgenommen wurde.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Risiken für drohende Verlusten aus einem nachteiligen Pachtvertrag in Höhe von T€ 1.031 (Vorperiode: T€ 1.031), Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 765 (Vorperiode: T€ 765) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 631 (Vorperiode: T€ 541).

5. Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

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31.10.2023
davon mit einer Restlaufzeit
in T€ Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.731 19.731 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.069 5.069 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 158.539 48.233 110.306 100.626
Sonstige Verbindlichkeiten 9.139 9.139 0 0
192.478 82.172 110.306 100.626
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30.06.2023
davon mit einer Restlaufzeit
in T€ Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.700 19.700 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 703 703 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 475.814 375.735 100.079 90.399
Sonstige Verbindlichkeiten 3.654 3.654 0 0
499.871 399.792 100.079 90.399

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 158.539 (Vorperiode: T€ 475.814) betreffen Verbindlichkeiten aus der gemeinsamen Finanzkontenverwaltung in Höhe von T€ 4 (Vorperiode: T€ 86.870), Verbindlichkeiten aus IC-Darlehen in Höhe von T€ 0 (Vorperiode: T€ 29.123), Verbindlichkeiten aus ausstehenden Einlagen in Höhe von T€ 62 (Vorperiode: T€ 62), sowie Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen und sonstigen Verrechnungen in Höhe von T€ 57.847 (Vorperiode: T€ 269.360).

Seitens des Gesellschafters wurden weitere Darlehen an die DOREA GmbH gegeben und die Darlehenszinsen kapitalisiert. Dies führt zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren auf T€ 100.626 (Vorperiode: T€ 90.399).

Das Darlehen der mittelbaren Gesellschafterin GMDF Holding GmbH über T€ 9.680 mit einer Restlaufzeit bis zu 5 Jahren besteht wie in der Vorperiode unverändert fort.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe der Bankguthaben der Gesellschaft besichert. Außerdem tritt der französische Mutterkonzern der GMDF Holding GmbH für sämtliche Zahlungsausfälle ein. Die Group Maisons de Famille S.A. hat dazu gegenüber den Gläubigerbanken mit Datum vom 13. Juli 2020 eine Garantieerklärung über einen Betrag in Höhe von T€ 26.700 abgegeben. Diese Garantierklärung wurde mit Änderungsvereinbarung vom 28. März 2024 nochmals bestätigt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Quotenverbindlichkeiten aus dem Restrukturierungsverfahren in Höhe von T€ 6.149, für die in den sonstigen Vermögensgeständen gesperrte Bankguthaben bereitstehen. Ebenfalls enthalten sind laufende Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.612 (Vorperiode: T€ 955).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren wie in der Vorperiode aus der Verwaltungskostenumlage gegenüber den Tochtergesellschaften.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Entschuldung im Rahmen des Restrukturierungsverfahrens in Höhe von T€ 333.330.

3. Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren im Wesentlichen aus IT-Fremdleistungen in Höhe von T€ 842 (Vorperiode: T€ 1.519) und Verwaltungs- und Buchführungsfremdleistungen in Höhe von T€ 48 (Vorperiode: T€ 242).

4. Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von T€ 467 (Vorperiode: T€ 7.366) beinhalten Abschreibungen auf Forderungen gegen insolvente Tochtergesellschaften.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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31.10.2023 30.06.2023
in T€ in T€
Mieten, Leasing 1.365 1.890
Beratungs- und Jahresabschlusskosten 454 2.149
Verwaltungskosten wie Telefon, Porto und Werbekosten 134 296
Instandhaltung und Wartung 32 19
Abgaben, Gebühren und Versicherungen 0 63
Insolvenzbedingte Aufwendungen 4.682 977
Übrige 323 1.842
Summe 6.990 7.236

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in T€ 31.10.2023
davon mit einer Restlau fzeit
bis 1 Jahr zwischen 1-5 Jahren mehr als 5 Jahre
Pachtverträge 359 1.831 977
Leasingverpflichtungen 20 7 0
379 1.838 977
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in T€ 30.06.2023
davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr zwischen 1-5 Jahren mehr als 5 Jahre
Pachtverträge 353 1.437 1.078
Leasingverpflichtungen 22 13 0
375 1.450 1.078

2. Ausschüttungssperre

Zum Bilanzstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von insgesamt T€ 339 (Vorperiode: T€ 339), die in voller Höhe auf die Aktivierung latenter Steuern entfallen.

3. Haftungsverhältnisse

Es wurden seitens des Bankenkonsortiums Mietavale in Höhe von T€ 6.523 (Vorperiode: T€ 6.523) zum 31. Oktober 2023 zur Verfügung gestellt. Im Geschäftsjahr 2023 sind im Zuge des Insolvenzverfahrens Mietavale in Höhe von T€ 5.380 in Anspruch genommen worden.

4. Angaben zum Gesellschafter

Die DOREA Holding GmbH, Berlin, hält 100 % der Anteile an der DOREA GmbH.

5. Geschäftsführung

Herr Dr. Walter von Horstig, CEO, Ratzeburg, ab 31. Januar 2023

Herr Dr. Lothar Heinrich, COO, Horben, ab 30. Mai 2023

Herr Volker Wentz, CFO, Bonn, ab 30. Mai 2023

6. Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung ist unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet worden.

7. Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers im Betrachtungszeitraum belief sich für Abschlussprüfungsleistungen auf T€ 110 (Vorperiode: T€ 110) und für Steuerberatungsleistungen auf T€ 0 (Vorperiode: T€ 216).

8. Anzahl der Arbeitnehmer

Die DOREA GmbH hat im Geschäftsjahr zum 31. Oktober 2023 im Durchschnitt 106 (Vorperiode: 107) Arbeitnehmer beschäftigt, wovon durchschnittlich 50 männlich und 56 weiblich waren.

9. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt, die nicht zu marktüblichen Konditionen zu Stande gekommen sind.

10. Konzernzugehörigkeit

Die Groupe Maisons de Familie S.A., Courbevoie, Frankreich, als unmittelbares Mutterunternehmen der Gesellschaft stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Konzernunternehmen auf, in den der Jahresabschluss der DOREA GmbH einbezogen wird. Einzusehen ist dieser Abschluss unter https://www.infogreffe.fr/entreprise/groupe-maisons-de-famille/493488571/61177d6bea19-4aff-82eb-2f7bc5b1414c. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, geprüft und in englischer Sprache von der GMDF Holding GmbH im Unternehmensregister offengelegt. Die DOREA GmbH nimmt die Befreiung für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 HGB in Anspruch.

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist erlangte der Insolvenzplan mit Beschluss des Insolvenzgerichts vom 1. November 2023 Rechtskraft und zum 3. November 2023 wurde das Insolvenzverfahren aufgehoben. Die Groupe Maisons de Famille S.A. als oberste Muttergesellschaft der Gruppe bekräftigte somit das Interesse an der Fortführung und nachhaltigen Entwicklung der „Doreafamilie“ durch den Abschluss der Investmentvereinbarung. Daher sieht der Insolvenzplan vor, dass die Groupe Maisons de Familie S.A. weiterhin mittelbare Gesellschafterin der DOREA GmbH ist. Hierzu wurde eine entsprechende Investmentsumme als notwendige Voraussetzung zur Erfüllung des Insolvenzplans zur Verfügung gestellt und die DOREA GmbH nach Planwirksamkeit mit einer Working-Capital Finanzierung ausgestattet. Die bestehende Garantieerklärung der Groupe Maisons de Familie S.A. vom 13. Juli 2020 für die Übernahme der Zahlungsverpflichtungen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 26.700 wurde mit Änderungsvereinbarung vom 28. März 2024 nochmals bestätigt. Um das Fortbestehen des Unternehmens weiter zu unterstützen, wurde im April 2024 ein bestehendes Bank-Darlehen umfinanziert und ein Gesamtvolumen von bis zu T€ 26.223 und einer Laufzeit bis November 2026 vereinbart. Es wurde vertraglich vereinbart, dass ein Teil des Darlehens im Rahmen eines debt push-up auf die Muttergesellschaft DOREA Holding GmbH übertragen wird. Von dem Gesamtvolumen blieben T€ 7.077 als endfälliges Darlehen bei der Gesellschaft bestehen, den restlichen Darlehensbetrag übernahm die DOREA Holding GmbH. Im Kreditvertrag ist geregelt, dass die Zinszahlungen für das Jahr 2024 durch die DOREA Holding GmbH erfolgen unter gleichzeitiger Entstehung von konzerninternen Verbindlichkeiten und Forderungen mit Rangrücktritt. Für den Fall eines Covenant Breaches bzw. Defaults, von welchem wir nach der aktuellen Unternehmensplanung nicht ausgehen, käme die oben erläuterte Garantieerklärung vom 28. März 2024 mit einer Laufzeit bis November 2026 zum Tragen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zur Einschätzung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit in Abschnitt „IV. Chancen und Risikobericht“, Unterabschnitt „2.Risikobericht“ des Lageberichts.

Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft haben.

 

Berlin, 5. Dezember 2025

Geschäftsführung

gez. Dr. Walter von Horstig

gez. Volker Wentz

gez. Dr. Lothar Heinrich

Entwicklung des Anlagevermögens für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Oktober 2023

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.07.2023 Zugänge Abgänge 31.10.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 166.648,99 0,00 0,00 166.648,99
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.216.192,69 0,00 1.662,53 2.214.530,16
3. Geleistete Anzahlungen 31.654,78 0,00 0,00 31.654,78
2.414.496,46 0,00 1.662,53 2.412.833,93
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 480.131,04 5.774,46 0,00 485.905,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 137.530.037,05 0,00 0,00 137.530.037,05
140.424.664,55 5.774,46 1.662,53 140.428.776,48
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Kumulierte Abschreibungen
01.07.2023 Zugänge 31.10.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 166.647,99 0,00 166.647,99
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.957.195,69 79.296,47 2.036.492,16
3. Geleistete Anzahlungen 31.653,78 0,00 31.653,78
2.155.497,46 79.296,47 2.234.793,93
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.229,14 24.992,46 270.221,60
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 32.584.195,52 0,00 32.584.195,52
34.984.922,12 104.288,93 35.089.211,05
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Buchwerte
31.10.2023 30.06.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.038,00 258.997,00
3. Geleistete Anzahlungen 1,00 1,00
178.040,00 258.999,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 215.683,90 234.901,90
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 104.945.841,53 104.945.841,53
105.339.565,43 105.439.742,43

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2023

I. Unternehmensstruktur und Geschäftsentwicklung

Die DOREA GmbH (DOREA) ist ein in Deutschland ansässiger Pflegekonzern, der im Jahr 2015 gegründet wurde. Seit 2018 gehört die DOREA zur Groupe Maisons de Famille S.A. (GMDF), mit Sitz in Courbevoie, Frankreich, die als oberste Muttergesellschaft agiert. Als Bindeglied zwischen der GMDF und der DOREA GmbH fungiert die DOREA Holding GmbH, diese ist wiederum die direkte Muttergesellschaft der DOREA GmbH.

In den ersten Monaten des Jahres 2023 befand sich die DOREA GmbH in einer angespannten Liquiditätslage, die aus Jahresfehlbeträgen der Vorjahre und des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023 sowohl der DOREA GmbH als auch ihrer Tochtergesellschaften mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen resultierte. Daraufhin hat die DOREA GmbH im April 2023 einen Teil der Ergebnisabführungsverträge gekündigt und ein Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung beim zuständigen Amtsgericht Berlin-Charlottenburg beantragt. Dem Vorschlag der Eigenverwaltung wurde zugestimmt und das Insolvenzverfahren wurde zum 1. Juli 2023 eröffnet. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurde weiterhin ein Insolvenzplan zum 1. November 2023 gerichtlich beschlossen. Zum 3. November 2023 wurde das Insolvenzverfahren aufgehoben.

Daraus resultiert die Pflicht zur Aufstellung des vorliegenden Lageberichts für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2023. Die angegebenen Vergleichszahlen für die Vorperiode umfassen das erste Halbjahr 2023, auf eine Anpassung an einen vier Monate umfassenden Berichtszeitraum für die Vorperiode wurde verzichtet. Insoweit ist eine unmittelbare Vergleichbarkeit nicht gegeben.

In Rahmen des Insolvenzplanverfahrens wurde ein Teil der stationären Einrichtungen abgestoßen, sodass die DOREA GmbH über ihre Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2023 noch 43 stationäre Pflegeeinrichtungen betreibt. Dabei ist hervorzuheben, dass GMDF bereits bei Antragsstellung das Interesse bekräftigte, die DOREA fortzuführen und nachhaltig weiterzuentwickeln und hierzu auch im Rahmen des Insolvenzplans die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt hat.

Die DOREA GmbH betreibt über ihre Tochtergesellschaften stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Zudem umfasst das Angebot auch betreutes Wohnen und Tagespflege. Damit hängt die Geschäftsentwicklung und die damit verbundenen Chancen und Risiken wesentlich an der Entwicklung der operativen Tochtergesellschaften. Über die Tochtergesellschaften werden zum 31. Oktober 2023 68 stationäre Pflegeeinrichtungen (Vorperiode: 73), neun ambulante Pflegedienste (Vorperiode: 9) sowie 14 betreute Wohneinrichtungen (Vorperiode: 19) und drei Einrichtungen der Eingliederungshilfe betrieben. Im Berichtszeitraum 1. Juli bis 31. Oktober 2023 wurden drei Einrichtungen von anderen Betreibern übernommen (Esens, Stolzenau, Wackersdorf) und zwei Einrichtungen geschlossen (Jerxheim, Osterode).

Die DOREA GmbH bietet im Rahmen ihrer Rolle als Holdinggesellschaft Management- und Serviceleistungen für ihre Tochtergesellschaften an. Serviceleistungen umfassen unter anderem HR-, Finanz-, IT-, Legal- und Einkaufsfunktionen. Hierzu beschäftigt die DOREA GmbH im Durchschnitt 106 Arbeitnehmer im Geschäftsjahr zum 31. Oktober 2023 (Vorperiode: 107). Von den 106 Arbeitnehmern sind 52,8 % weiblich (Vorperiode: 51,4 %).

II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 war die konjunkturelle Entwicklung weiterhin stark von den Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine geprägt, was sich in Lieferengpässen und einer weiterhin hohen Inflation widerspiegelte. Dadurch stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) im Vergleich zum Vorhalbjahr um 6,2 % (https://www.destatis.de/DE/Presse/ Pressemitteilungen/2023/08/PD23_311_611.html).

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland hatte auch erhebliche Auswirkungen auf die Pflegebranche. Die gestiegenen Kosten für Energie, Miete und Personal setzten die Unternehmen wirtschaftlich unter Druck. Ein wesentlicher Faktor der Inflation war und ist die Erhöhung von Energiepreisen, welche direkt zu steigenden Betriebskosten führten. Diese Entwicklung beeinflusste damit indirekt die Kosten für Lebensmittel, da deren Herstellung teurer wurde und es infolge auch zu Lieferengpässen kam. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, die gestiegenen Kosten durch einen proportionalen Anstieg des Umsatzes zu kompensieren.

Trotz der prägenden Wirtschaftsentwicklungen sind die Rahmenbedingungen der Pflegebranche, aufgrund der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts, grundsätzlich aussichtsreich. Die Anzahl der Personen im Alter ab 67 Jahren ist nach Angaben des statistischen Bundesamts zwischen 1991 und 2021 von 10,4 auf 16,4 Millionen Menschen gestiegen. Darüber hinaus wird die Zahl der Menschen im Alter ab 80 Jahren beständig zunehmen (https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/index.html). Die steigende Lebenserwartung geht gleichzeitig mit einer erhöhten Pflegebedürftigkeit einher.

Laut den Ergebnissen zur Pflegevorausberechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland bis zum Jahr 2055 um 37% zunehmen. Dabei werden bereits 2035 etwa 5,6 Millionen (+14%) erreicht (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_124_12.html).

Insgesamt sieht sich die DOREA mit schwierigen Marktbedingungen konfrontiert, gleichzeitig gibt es auch Chancen, die sich aus einer erhöhten Pflegenachfrage ergeben.

III. Wirtschaftsbericht

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2023 betrugen die Umsatzerlöse der DOREA GmbH T€ 5.906 (Vorperiode: T€ 7.889). Dabei handelt es sich um Management- und Serviceleistungen, die die DOREA GmbH für ihre Tochtergesellschaften und deren Töchter erbringt. Die Gesamtleistung beträgt T€ 342.379 (Vorperiode: T€ 18.846). Zur Gesamtleistung tragen hauptsächlich Entschuldungseffekte im Zuge des Insolvenzplanverfahrens bei. Die DOREA GmbH hat das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 331.871 (Vorperiode: Jahresfehlbetrag T€ 3.903) abgeschlossen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme ist - unter Berücksichtigung des in der Vorperiode auf der Aktivseite ausgewiesenen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages in Höhe von T€ 284.383 - um T€ 262.139 auf T€ 242.411 gesunken.

Das Anlagevermögen, welches im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 104.946 besteht, reduzierte sich insgesamt um T€ 100 auf T€ 105.340. Dies resultiert aus Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 6 und regulären Abschreibungen in Höhe von T€ 105.

Die Sachanlagen reduzierten sich einschließlich der planmäßigen Abschreibungen um T€ 19 auf T€ 216.

Das Umlaufvermögen gliedert sich entsprechend der nachfolgenden Tabelle:

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in Tausend € 31.10.2023 30.06.2023
Vorräte 9 0,01% 11 0,01%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 120.640 88,65% 105.074 92,44%
Sonstige Vermögensgegenstände 14.984 11,01% 7.318 6,44%
Liquide Mittel 453 0,33% 1.259 1,11%
Umlaufvermögen 136.086 113.662

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist vor allem auf einen Anstieg der Forderungen aus laufender Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Im Zuge der Restrukturierungsverfahren bei den Tochtergesellschaften kam es zu weiteren Freigabeprozessen, weshalb Forderungen der DOREA GmbH länger ausstehend blieben.

Im Eigenkapital führte der Jahresüberschuss von T€ 331.871 zu einer kompletten Kompensation des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags auf T€ 0 (Vorperiode: T€ 284.383). Insgesamt ergibt sich ein positives Eigenkapital in Höhe von T€ 47.488.

Die kurzfristigen Rückstellungen reduzierten sich insgesamt um T€ 2.033 auf T€ 2.446. Der Rückgang resultiert fast ausschließlich aus der Entschuldung im Rahmen des Restrukturierungsverfahrens.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich insgesamt um T€ 307.393 auf T€ 192.478 im Berichtszeitraum. Der Rückgang lässt sich im Wesentlichen auf Entschuldungen im Rahmen der Insolvenz zurückführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken zum 31. Oktober 2023 um T€ 317.275 auf T€ 158.539. Im Berichtszeitraum wurden weitere Darlehen der Gesellschafter in Anspruch genommen, sodass die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter um T€ 10.227 auf T€ 110.306 stiegen. Davon sind T€ 9.680 mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren und T€ 100.626 erst nach mehr als 5 Jahren fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Berichtszeitraum um T€ 31 auf T€ 19.731 (Vorperiode: T€ 19.700) und haben allesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtszeitraum um T€ 4.366 auf T€ 5.069 und die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 5.485 auf T€ 9.139.

Im Geschäftsjahr zum 31. Oktober 2023 erzielte die DOREA GmbH einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 11.332 (Vorperiode: T€ 15.977). Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen auf den Abbau von Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigt für den Berichtszeitraum einen Zufluss von T€ 31 (Vorperiode: T€ -94), welcher auf Zinseinnahmen aus Darlehen an Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 36 und Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 6 resultiert.

Im Geschäftsjahr zum 31. Oktober 2023 wurden weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 10.495 (Vorperiode: T€ 16.329) zur Finanzierung der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Daraus ergibt sich der positive Finanzierungs-Cashflow in Höhe von T€ 10.495 (Vorperiode: T€ 15.683). Der Bestand an flüssigen Mitteln ist im Vergleich zur Vorperiode um T€ 806 gesunken (Vorperiode: T€ 388). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Im Rumpfgeschäftsjahr zum 31. Oktober 2023 konnte die Prognose in Bezug auf die Ergebnisverbesserung nicht erreicht werden. Dabei wird das Ergebnis der DOREA GmbH maßgeblich von der operativen Entwicklung der Tochtergesellschaften beeinflusst. Die angestrebte Verbesserung des EBITDA der gesamten DOREA Gruppe wurde nicht erreicht. Das EBITDA aus Sicht der DOREA GmbH exkl. der Ergebnisabführungsverträge der Tochtergesellschaften beläuft sich auf ca. € 364,2 Mio. Dies ist auf im Wesentlichen auf die Entschuldung im Rahmen des Restrukturierungsverfahrens zurückzuführen.

Im Berichtszeitraum wurden die zentralen Dienstleistungen stabilisierend konsolidiert. In diesem Zuge ist es dem Unternehmen erfolgreich gelungen, die Mitarbeiterzahl bei durchschnittlich 106 (Vorperiode: 107) konstant zu halten.

Gesamtaussage

Der Jahresüberschuss im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2023 der DOREA GmbH in Höhe von T€ 331.871 (Vorperiode: Jahresfehlbetrag T€ 3.903) resultiert im Wesentlichen aus den Entschuldungsmaßnahmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens. Die Gesellschaft verfehlte im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 2023 ihre Prognosen, die Geschäftsentwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind aus Sicht der Geschäftsführung nicht zufriedenstellend. Die Gesellschaft war im Berichtszeitraum auf die finanzielle Unterstützung durch die GMDF angewiesen.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Pflegebranche sowie das gesamte Gesundheitswesen stehen weiterhin unter dem erheblichen Einfluss der Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie. Zusätzlich beeinflusst der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die wirtschaftliche Lage Deutschlands erheblich, was zu Lieferengpässen und einer Inflation geführt hat. Demzufolge stehen die Rahmenbedingungen der im Folgenden dargestellten Chancen und Risiken unter dem Einfluss dieser makroökonomischen Faktoren.

1. Chancenbericht

Der demografische Wandel verändert Deutschland so tiefgreifend wie kaum eine andere gesellschaftliche Entwicklung. Geburtenstarke Jahrgänge sowie der stetige medizinische Fortschritt führen dazu, dass heutzutage laut des Statistischen Bundesamts jede zweite Person in Deutschland älter als 45 Jahre und jede fünfte Person älter als 66 Jahre alt ist (https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/index.html). Die höhere Lebenserwartung geht mit einer steigenden Pflegebedürftigkeit einher, sodass die Nachfrage nach pflegerischen und Betreuungsdienstleistungen in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Diese Entwicklung bietet der DOREA GmbH große Chancen, dauerhaft eine hohe Auslastung zu erzielen bzw. auszubauen und weitere Dienstleistungen anzubieten.

Im Jahr 2023 erreichten ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen eine Bruttowertschöpfung in Höhe von € 60 Mrd. (ambulant: € 29,5 Mrd.; stationär: € 30,5 Mrd.). Insbesondere der ambulante Bereich birgt ein großes Wachstumspotential. Die Bruttowertschöpfung der ambulanten Pflege verzeichnete zwischen 2012 und 2023 einen signifikanten Anstieg von 165 %. (https://de.statista.com/statistik/daten /studie/1363354/umfrage/bruttowertschoepfung-ambulanter-und-stationgerer-pflege-in-deutschland). Die Erhöhung der Pflegesätze der Pflegeversicherung für Leistungen der ambulanten Dienste seit 2008 und der Ausbau der ambulanten Pflege im Rahmen der Pflegestärkungsgesetze trägt zu einer Stärkung der ambulanten Pflege bei. Durch die Weiterfassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs ist zudem die Zahl der Pflegegeldempfänger deutlich gestiegen. Die DOREA GmbH als Verwaltung der Tochtergesellschaften sieht hierbei gute Chancen, der wachsenden Nachfrage nach pflegerischen Versorgungsleistungen mit einem integrierten Angebot von der ambulanten Pflege über die Tagespflege, betreutem Wohnen und Service Wohnen bis hin zur stationären Pflege erfolgreich bedienen zu können. Die Anpassung an die demografischen Entwicklungen und die Diversifizierung des Dienstleistungs-portfolios bieten eine fundierte Grundlage für die nachhaltige und erfolgreiche Geschäftsentwicklung.

Eine weitere erhebliche Chance bietet die Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegewesen, indem sie einen schnelleren und flächendeckenden Zugang zu qualitativ hochwertiger Versorgung ermöglicht und die Kommunikation zwischen Leistungserbringern, pflegendes sowie verwaltendes Personal, vereinfacht. Sie entlastet das medizinisch-pflegerische Personal durch effiziente und sichere Zugriffe auf relevante Daten sowie digitale Unterstützung bei Routinetätigkeiten, was zur Attraktivität der Gesundheitsberufe beiträgt. Zudem trägt die Digitalisierung zur Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz bei, indem sie Papier- und Zeiteinsparungen durch digitale Dokumentation realisiert. Insgesamt verbessert die Digitalisierung die Qualität der Gesundheits- und Pflegeversorgung und bietet Lösungen für Herausforderungen wie Fachkräftemangel und steigende Kosten (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/digitalisierung/digitalisierungsstrategie/moeglichkeiten-der-digitalisierung.html).

Die DOREA GmbH hat im Kalenderjahr 2023 einen Restrukturierungsprozess durchlaufen und ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchgeführt. Durch gezielte Maßnahmen zur Portfoliooptimierung, Kostensenkung und Prozessoptimierung kann die DOREA GmbH weiterhin wettbewerbsfähig bleiben. Diese Maßnahmen tragen zur nachhaltigen Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage bei und sollen den langfristigen Erfolg sichern. Die DOREA GmbH sieht den Restrukturierungsprozess als Chance, gestärkt und zukunftsorientiert aus der herausfordernden Situation hervorzugehen, und ist zuversichtlich, dass die getroffenen Maßnahmen das Unternehmen nachhaltig positiv beeinflussen werden.

2. Risikobericht

Liquiditätsrisiken

Das operative Geschäft liegt ausschließlich bei den Tochtergesellschaften der DOREA GmbH. Die Gesellschaft befindet sich in einer angespannten Liquiditätslage, die aus Jahresfehlbeträgen der Vorjahre und des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023 sowohl der DOREA GmbH als auch ihrer Tochtergesellschaften mit entsprechenden Liquiditätsabflüssen resultiert.

Zum Bilanzstichtag war die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft und der ganzen Unternehmensgruppe maßgeblich von der weiteren Unterstützung durch den Gesellschafter und die finanzierenden Kreditinstitute respektive einer nachhaltigen Refinanzierung der Gesellschaft abhängig.

Die Gesellschaft finanzierte sich durch einen im Juli 2020 angepassten Rahmenkreditvertrag mit der Credit Agricole Corporate in Höhe von insgesamt € 26,7 Mio. über eine Laufzeit bis November 2023. Darüber hinaus wurde der Finanzierungsbedarf durch mehrere bestehende Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt € 41,5 Mio. mit einer Restlauzeit zwischen sechs und zehn Jahren gedeckt. Sämtliche Gesellschafterdarlehen sind mit einem Rangrücktritt versehen. Darüber hinaus hat die GMDF mit Datum vom 13. Juli 2020 eine Garantieerklärung für die Übernahme der Zahlungsverpflichtungen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 26,7 Mio., die mit Änderungsvereinbarung vom 28. März 2024 nochmals bestätigt wurde, abgegeben. Die Laufzeit der Garantieerklärung ist an die Laufzeit des Kredits gekoppelt.

Aufgrund der schlechten Ergebnis- und Liquiditätssituation und des daraus resultierenden Insolvenzverfahrens wurde in 2023 in enger Abstimmung mit den finanzierenden Banken, dem Gesellschafter und entsprechender Beraterunterstützung eine Restrukturierungsplanung erstellt und ein entsprechendes Sanierungskonzept mit dahinter liegenden Maßnahmenpaketen entwickelt.

Die Gesellschaft hat am 21. April 2023 ein Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung beim zuständigen Amtsgericht Berlin-Charlottenburg beantragt. Dem Vorschlag der Eigenverwaltung wurde zugestimmt und das Insolvenzverfahren wurde am 1. Juli 2023 eröffnet. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurde der vorgeschlagene Insolvenzplan vom Gläubigerausschuss bestätigt. Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist erlangte der Insolvenzplan mit Beschluss des Insolvenzgerichts vom 1. November 2023 Rechtskraft und zum 3. November 2023 wurde das Insolvenzverfahren aufgehoben.

Der Insolvenzplan sieht vor, dass die GMDF weiterhin mittelbare Gesellschafterin der Gesellschaft bleibt. Hierzu wurde eine entsprechende Investmentsumme als notwendige Voraussetzung zur Erfüllung des Insolvenzplans durch GMDF zur Verfügung gestellt und die DOREA GmbH nach Planwirksamkeit mit einer Working-Capital Finanzierung ausgestattet.

Um das Fortbestehen des Unternehmens weiter zu unterstützen, wurde im April 2024 ein bestehendes Bankdarlehen umfinanziert und ein Gesamtvolumen von bis zu T€ 26.223 und einer Laufzeit bis November 2026 vereinbart. Es wurde vertraglich vereinbart, dass ein Teil des Darlehens im Rahmen eines debt push-up auf die Muttergesellschaft DOREA Holding GmbH übertragen wird. Von dem Gesamtvolumen bleiben T€ 7.077 als endfälliges Darlehen bei der Gesellschaft bestehen, den restlichen Darlehensbetrag übernimmt die DOREA Holding GmbH. Im Kreditvertrag ist geregelt, dass die Zinszahlungen für das Jahr 2024 durch die DOREA Holding GmbH erfolgen, unter gleichzeitiger Entstehung von konzerninternen Verbindlichkeiten und Forderungen mit Rangrücktritt. Für den Fall eines Covenant Breaches bzw. Defaults, von welchem wir nach der aktuellen Unternehmensplanung nicht ausgehen, käme die oben erläuterte Garantieerklärung vom 28. März 2024 zum Tragen, die an die neue Restlaufzeit des Bankdarlehens gekoppelt wurde.

Die vorgenannten Handlungen und Vereinbarungen spiegeln sich in einer positiven Entwicklung der Cashflow-Planung der Gesellschaft wider und unterstützen somit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Bestandsgefährdendes Risiko im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Die DOREA GmbH geht im Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2026 von einem Liquiditätsbedarf in Höhe von ca. ca. EUR 41 Mio. aus, um das operative Geschäft (insb. laufende Personal-, Material- und Dienstleistungskosten und Finanzierungskosten) weiter betreiben zu können sowie in Höhe von EUR 7,1 Mio., um das im November 2026 fällige Bankdarlehen zu tilgen. Darüber hinaus plant die Gesellschaft mit einem ausgeglichenen Investitions-Cashflow und - aufgrund der oben erwähnten Vereinbarungen - Finanzierungs-Cashflow.

Dieser Liquiditätsbedarf soll sowohl aus den per Ende Dezember 2024 zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln in Höhe von € 5,2 Mio. als auch aus den Zahlungsmittelzuflüssen aus Konzernumlagen im Rahmen der bestehenden gruppeninternen Vereinbarungen finanziert werden. Dies setzt voraus, dass für die Tochtergesellschaften bzw. die gesamte Unternehmensgruppe die dem Sanierungskonzept zugrundeliegende Planung im Prognosezeitraum realisiert werden kann, damit die Gesellschaft über ausreichend Liquidität verfügt. Ein bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft besteht darin, dass die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen und die dem Sanierungskonzept zugrundeliegende Planung nicht wie geplant erfolgreich umgesetzt werden, da nur in diesem Falle ausreichend Liquidität zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Verfügung steht. Für den Fall, dass die Geschäftsentwicklung nicht den geplanten Verlauf nimmt und die Planungsprämissen nicht erreicht werden können, ist die DOREA GmbH zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen.

Insbesondere wurde zur Steuerung der Liquidität der Cashpool nach Beendigung des Insolvenzverfahrens wieder eingeführt. Eine auf Wochenbasis durchgeführte kurzfristige und mittelfristige Liquiditätsplanung überwacht engmaschig die bestehende und geplante Liquidität.

Risiken im Bereich Personalwesen

Im Pflegemarkt besteht seit einigen Jahren eine hohe Nachfrage an qualifizierten Personalkräften und die Fachkraftlücke steigt seit Jahren stetig. Eine wesentliche Ursache für den Fachkräftemangel in der Pflege sind neben dem demografischen Wandel die Arbeitsbedingungen. Dadurch gestaltet es sich zunehmend schwerer, qualifiziertes Personal zu rekrutieren und durch den demografischen Wandel die Personalbesetzung im Pflegewesen zu gewährleisten. Der Anstieg des Bedarfs an Pflege steigt nicht proportional zu dem beschäftigten Pflegepersonal, weshalb hierbei ein Risiko entsteht. (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_033_23_12.html)

Im Kalenderjahr 2023 stiegen die Personalmehraufwendungen in der Gruppe durch Mehrarbeit, Neueinstellungen, Stellenaufstockungen und den Einsatz von Leiharbeitskräften weiter an. Aufgrund des weiterhin erheblichen Fachkräftemangels im Pflegebereich besteht das Risiko, den erhöhten Personalbedarf langfristig nicht decken zu können und in Folge die Belegungskapazitäten zu gefährden.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 wurden die bis 2019 im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Pflegeausbildungen im Gesetz zur Reform der Pflegeberufe zusammengeführt. Alle Auszubildenden erhalten zwei Jahre lang eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung, in der sie einen Vertiefungsbereich in der praktischen Ausbildung wählen. Die Auszubildenden haben im dritten Ausbildungsjahr die Möglichkeit, ihre generalistische Ausbildung fortzusetzen oder aber einen Schwerpunkt in der Pflege alter Menschen oder der Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu setzen, um danach einen gesonderten Abschluss in der Altenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu erwerben (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pflegeberufegesetz.html). Da die Spezialisierung innerhalb der Ausbildung noch angepasst werden kann, besteht die Möglichkeit, dass eine Mehrheit der Auszubildenden die generalistische Ausrichtung der Ausbildung fortsetzt und so erst einmal für die Altenpflege nicht zur Verfügung stehen. Um dem entgegenzuwirken, wird neben der Ausbildung und der Rekrutierung neuer Mitarbeiter auch aus dem europäischen Ausland, insbesondere auf die Personalbindung gesetzt. Zur Personalstrategie gehören unter anderem einheitliche Lohnmodelle an allen Standorten, attraktive Zuschläge und Prämien, E-Learning Angebote und die Erhöhung des Urlaubsanspruchs über die Betriebszugehörigkeit. Weiterhin wird durch ein integriertes Führungskräftecoaching die Zufriedenheit und damit die Mitarbeiterbindung kontinuierlich verbessert. Die Weiterentwicklung der Personalstrategie ist ein zentraler Fokus der DOREA GmbH in den nächsten Jahren.

Operative Risiken

Pflegenoten und die damit verbundene Veröffentlichung der Ergebnisse bedeuten für die Einrichtungen, wie auch für die gesamte DOREA Gruppe, sowohl Risiken als auch Chancen für die Belegung. Positive Beurteilungen erhöhen die Nachfrage, während negative Berichterstattungen mit den verbundenen, nachhaltigen Imageschädigungen eine erschwerte Ausgangssituation bei Pflegesatzverhandlungen und weitere negative Effekte bei der Auslastung zur Folge haben. Unser zentral gesteuertes Qualitätsmanagement, welches im Jahr 2023 weiterentwickelt wurde, stellt eine geeignete Maßnahme zur Risikominimierung dar.

Ein weiteres bedeutendes operatives Risiko können nicht gezahlte Rechnungen durch Krankenkassen oder Bewohner sein. Diese ausbleibenden Forderungen können zu erheblichen finanziellen Engpässen führen und die wirtschaftliche Stabilität der Einrichtungen gefährden. Wenn Krankenkassen Rechnungen nicht fristgerecht begleichen oder Bewohner ihre Zahlungen nicht leisten, entstehen Liquiditätsengpässe, die durch das operative Geschäft nicht kompensiert werden können und sich negativ auf die finanzielle Lage und die Betriebskontinuität auswirken können. Hierzu hat die DOREA GmbH in den letzten Jahren umfangreiche Maßnahmen zur Realisierung und Bereinigung der offenen Posten getroffen.

Regulatorische und rechtliche Risiken

In der stationären Pflege dominieren Pflegekassen und Sozialhilfe die Einnahmen. Da die Preisgestaltung reguliert ist, besteht das Risiko, dass steigende Kosten nicht kurzfristig oder in vollem Umfang über Entgelterhöhungen kompensiert werden. Die DOREA Gruppe konnten in den Verhandlungen in den Geschäftsjahren 2022, 2023 und 2024 gute Ergebnisse erzielen, was für einen Großteil der Einrichtungen die Kostensteigerungen seit 2020 kompensiert.

Aufgrund des anhaltenden Anstiegs der Zahl der Pflegebedürftigen steht die gesetzliche Pflegeversicherung vor einem schwer lösbaren Finanzierungsproblem. Im Falle einer fortdauernden konjunkturellen Schwäche und der damit verbundenen angespannten Finanzsituation der Pflegeversicherung und der kommunalen Kassen besteht zunehmend das Risiko steigender Belastungen für die Kommunen aus Zahlungen für Sozialhilfe, aber auch durch steigende Eigenanteile für Bewohner. Dies wird einerseits begünstigt durch das im Jahr 2021 verabschiedete Pflegestärkungsgesetz sowie andererseits durch die fehlende Kompensation weiterer Preissteigerungen im Bereich der Löhne und Sachkosten für die Betreiber.

Pflegeeinrichtungen sind in Deutschland zahlreichen Gesetzen, Verordnungen und stetigen Kontrollmaßnahmen ausgesetzt. Um die Qualität der Einrichtungen zu halten, werden neue Gesetze auf den Weg gebracht, welche zu mehr Dokumentationsaufwand und Bürokratie für die Betreiber führen. Gleichzeitig wird dieser Zusatzaufwand nicht durch höhere Pflegesätze durch die Pflegekassen abgegolten. Das kann bei Betreibern zu steigenden finanziellen und organisatorischen Belastungen führen. Darüber hinaus können Änderungen der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene auch die Nachfrage nach stationären Pflegeplätzen direkt beeinflussen.

V. Künftige Entwicklung

Die Entwicklung der DOREA GmbH in ihrer Funktion als eine Holdinggesellschaft, die Management- und Serviceleistungen für die gesamte Unternehmensgruppe erbringt, hängt maßgeblich von der Entwicklung der gesamten DOREA-Gruppe (insb. der operativ tätigen Tochterunternehmen) ab.

Das Kalenderjahr 2023 wurde maßgeblich durch das Insolvenzverfahren und die Restrukturierungshandlungen in der Gruppe geprägt. Infolgedessen teilt sich das Kalenderjahr in drei Geschäftsjahre mit den Stichtagen zum 30. Juni 2023, zum 31. Oktober 2023 und zum 31. Dezember 2023. Zur besseren Vergleichbarkeit wird hier nur auf Daten für das gesamte Kalenderjahr 2023 Bezug genommen.

Die Umsatzerlöse der DOREA GmbH haben sich in 2023 auf € 16 Mio. reduziert, was auf ein optimiertes Portfolio mit weniger Tochtergesellschaften zurückzuführen ist. Im Ergebnis hat die DOREA GmbH einen kumulierten Jahresüberschuss von ca. € 322,3 Mio. für das gesamte Kalenderjahr 2023 ausgewiesen. Maßgeblich für das Ergebnis sind die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Entschuldung durch das Insolvenzverfahren.

Im Geschäftsjahr 2024 konnte die DOREA Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 236,3 Mio. ein positives EBITDA in Höhe von € 5,5 Mio. in Folge der in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 umgesetzten Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen erzielen. Der Bestand der liquiden Mittel zum 31. Dezember 2024 betrug € 5,8 Mio.

Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Unternehmensgruppe mit Umsatzerlösen in Höhe von € 239,9 Mio., einem EBITDA in Höhe von € 8,6 Mio. und mit einem positiven operativen Cashflow.

Für das Geschäftsjahr 2026 plant die Unternehmensgruppe mit Umsatzerlösen in Höhe von € 250,8 Mio., einem EBITDA in Höhe von € 10,7 Mio. und mit einem positiven operativen Cashflow.

Die positive Prognose der DOREA Gruppe wird sich auch positiv auf das Jahresergebnis der DOREA GmbH auswirken.

Die DOREA GmbH konnte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz aus den Konzernumlagen in Höhe von € 18,1 Mio. und ein positives EBITDA von € 0,3 Mio. erzielen. Für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 plant die Gesellschaft jeweils mit Umsatzerlösen in Höhe von rd EUR 18 Mio., mit einem EBITDA von EUR 0,1 Mio. und mit einem positiven operativen Cashflow. Auch für die folgenden Jahre sind ebenfalls ausgeglichene EBITDA Ergebnisse geplant.

Folgende Annahmen lagen der Planung der DOREA Gruppe zugrunde. Nach den Großereignissen Corona und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine rechnen wir ab 2024 neben einer allgemeinen wirtschaftlichen Stabilisierung in Deutschland und einem leichten konjunkturellen Aufschwung auch mit einem weiteren Rückgang der Inflation auf ein Zielniveau von 2,0 % bis 2026 sowie einem Absenken des Zinsniveaus in der Eurozone. Der Budgetplanung stehen folgende Annahmen zugrunde: Die Belegung in der vollstationären Pflege steigt auf 94 % in 2024 und in den Folgejahren auf bis zu 96 %. Preise steigen in 2024 um durchschnittlich 4,8 % und ab 2025 ff. um 2,0 % jährlich. Die Preissteigerung wurde für die Bereiche ambulanter Dienst und betreutes Wohnen mit ca. 2,0 % jährlich angesetzt. Der Personalaufwand orientiert sich an den verhandelten Schlüsseln und am Tariftreue-Gesetz. Die Planung erfolgte auf Hausebene. In 2024 wird von einer Gehaltssteigerung von 5,0 % ab Start der neu verhandelten Preise und für 2025 ff. werden 2,0 % als durchschnittliche Jahressteigerung angesetzt. Für die Sachaufwendungen wurde eine Steigerung anhand der Inflationsrate von 2,5 % berücksichtigt. Mittels einer Sensitivitätsanalyse wurde der Zielkorridor für die Finanz- und Ergebnisplanung positiv bestätigt.

Aus vorgenannten Gründen geht die Geschäftsführung aus aktueller Perspektive weiterhin von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus.

 

Berlin, 5. Dezember 2025

Geschäftsführung

Dr. Lothar Heinrich

Volker Wentz

Dr. Walter von Horstig

Der Jahresabschluss zum 31.10.2023 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 8. Dezember 2025 festgestellt.

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