Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 118483
Vorher
Platin 1925. GmbH
Eingetragen
10.3.2020
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
das Betreiben von Bankgeschäften und die Erbringung von Finanzdienstleistungen im Sinne des Kreditwesengesetzes ("KWG") sowie anderer Nebentätigkeiten, die im Zusammenhang mit diesen Dienstleistungen und weiteren Dienstleistungen stehen, insbesondere: Einlagengeschäft gemäß § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 KWG Kreditgeschäft gemäß § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 KWG Finanzkommissionsgeschäft gemäß § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 4 KWG Garantiegeschäft gemäß § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 8 KWG Emissionsgeschäft gemäß § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 10 KWG Anlagevermittlung gemäß § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1 KWG Anlageberatung gemäß § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1a KWG Platzierungsgeschäft gem. § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1c KWG Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 2 KWG Sortengeschäft gem. § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 7 KWG Eigengeschäft gemäß § 1 Abs. 1a S. 3 KWG und § 32 Abs. 1a S. 1 KWG Eigenhandel gemäß § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 4 KWG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Nell
seit 22.1.2026
Prokura
Prokura
Patricia Geiseler
seit 9.4.2025
Prokura
Lukas Bierer
seit 9.4.2025
Prokura
Gregor Randl
seit 13.8.2024
Geschäftsführer
Axel Bok
seit 26.7.2024
Prokura
Waltraud Mag. Orisich
seit 22.4.2024
Geschäftsführer
Antje Borcherdt
seit 10.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Westpac Banking CorporationAUS
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Westpac Banking Corporation
Australia
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Westpac Europe GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Westpac Europe GmbH, Frankfurt am Main

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Westpac Europe GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Westpac Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Dar- über hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1 Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

(1)

Sachverhalt und Problemstellung

(2)

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3)

Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

(1) Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft

(1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden im Passivposten Nr. 1a) unter dem Strich "unwiderrufliche Kreditzusagen" in Höhe von T€ 82.000 ausgewiesen. Für die Kreditzusagen besteht zum Bilanzstichtag eine pauschale Risikovorsorge in Höhe von T€ 81, die unter den Rückstellungen ausgewiesen ist. Die Bemessung der Risikovorsorge wird insbesondere durch die Struktur und Qualität des Kreditportfolios gesamtwirtschaftliche Einflussfaktoren und die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle bestimmt. Die pauschale Risikovorsorge wird für vorhersehbare, aber noch nicht bei einzelnen Kreditnehmern konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft gebildet. Dazu wird für nicht einzelwertberichtigte Kredite eine pauschale Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Verlusts für einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten gebildet, es sei denn das Kreditausfallrisiko hat sich seit Zugang signifikant erhöht. Bei einer signifikanten Erhöhung des Kreditausfallrisikos seit Zugang wird für nicht einzelwertberichtigte Kredite eine pauschale Risikovorsorge für die über die Restlaufzeit erwarteten Verluste der betreffenden Kredite gebildet. Die Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft ist mit erheblichen Ermessenspielräumen der gesetzlichen Vertreter verbunden. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Ausgestaltung des relevanten internen Kontrollsystems beurteilt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der unwiderruflichen Kreditzusagen, einschließlich der Angemessenheit der gebildeten Risikovorsorge, beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir die intern vergebenen Ratings auf Basis der wirtschaftlichen Verhältnisse nachvollzogen, da diese die Grundlage für die Risikovorsorge darstellen. Ferner haben wir zur Beurteilung der vorgenommenen pauschalen Risikovorsorge die von der Gesellschaft angewandten Berechnungsmethoden sowie die zugrundeliegenden Annahmen und Parameter gewürdigt. Zusätzlich haben wir eine Nachberechnung der für die unwiderruflichen Kreditzusagen gebildete pauschale Risikovorsorge durchgeführt. Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt von der Vertretbarkeit, der bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Kreditportfolios von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen überzeugen.

(3) Die Angaben zum Kreditgeschäft und dem Ausweis der Risikovorsorge sind im Anhang, Abschnitt 2 (Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) und Abschnitt 3 (Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz- und der Gewinn- und Verlustrechnung), enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusss für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grund-sätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU- APrVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 19. September 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. November 2024 vom Prüfungsausschuss beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2023 als Abschlussprüfer der Westpac Europe GmbH, Frankfurt am Main, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Kay Böhm.

 

Frankfurt am Main, den 24. Februar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kay Böhm, Wirtschaftsprüfer

ppa. Yasmin Palacios Vásquez, Wirtschaftsprüferin

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Grundlegende Information zum Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen der Westpac Europe GmbH

Die Westpac Europe GmbH (im Folgenden auch "die Bank") ist eine 100%-ige Tochter der Westpac Banking Corporation (WBC) mit Sitz in Sydney, Australien und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Firmennummer HRB 118483 eingetragen. Die Bank unterhält außerhalb ihres Stammsitzes in Frankfurt am Main weder Filialen noch Niederlassungen. WBC beschäftigt weltweit etwa 35.000 Mitarbeiter. 1

Die Bank beschäftigt zum 30.09.2024 15 Mitarbeiter einschließlich der Geschäftsführung. Sie fördert die Weiterbildung unserer Mitarbeiter durch interne und externe Fortbildungsmaßnahmen. Die Organe der Bank bestehen aus der Geschäftsführung (Management Board) und der Gesellschafterversammlung. Ergänzend besteht ein Audit Committee, das die Pflichten und Aufgaben des Prüfungsausschusses nach § 324 HGB übernimmt.

Die Bank erhielt ihre Vollbanklizenz am 30. August 2022. Die Bank nahm am 3. Juli 2023 die Geschäftstätigkeit auf. Die Bank unterliegt gemäß ihrer Einstufung als "Less Significant Institution" der direkten Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.

Die Bank hält weiterhin folgende Kreditratings: S&P -,AA-/A-1+', stabile Aussichten, und Moody's - Aa3/P-1, stabile Aussichten.

Die Strategie der Bank besteht darin, Firmen- und institutionelle Kunden mit Geschäftsbeziehungen nach Australien und Neuseeland zu unterstützen, sowohl zum Erhalt der bestehenden europäischen Kundenfranchise der Westpac-Gruppe als auch zum Ausbau und Vertiefung weiterer Kundenbeziehungen. Die Haupttätigkeit der Bank konzentriert sich dabei auf das Kreditgeschäft und Wertpapierdienstleistungen für Unternehmen und institutionelle Kunden mit Hauptsitz in Europa und einem Bezug zu Australien (alle diese Kunden sind zugelassene Gegenparteien oder professionelle Kunden).

Diesbezüglich bietet die Bank ihre Bankdienstleistungen neben in Deutschland ansässigen Kunden im Rahmen des europäischen "Passporting" auch in ausgewählten Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) an.

Die Geschäftsprozesse der Bank sind im Organisationshandbuch niedergelegt. In Anbetracht der Größe des Instituts ist die Geschäftsführung bereits in der Anbahnungsphase von Großkrediten frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Darüber hinaus ist die Geschäftsführung zeitnah über sämtliche risikorelevante Veränderungen der Bank informiert und in die Entscheidungsprozesse maßgeblich involviert.

Die Bank betreibt keinen Eigenhandel und hat nicht die Absicht von kurzfristigen Preisdifferenzen zu profitieren und wird lediglich, im seltenen Fall einer verzögerten Abwicklung, Handelspositionen in geringem Umfang (CRR Art. 94) halten. Darüber hinaus betreibt die Bank keinen risikorelevanten Handel im Sinne von BTO 2.1 (2) MaRisk, da sich der Handel der Bank ausschließlich auf langfristige Vermögenswerte und Liquiditätsreserven konzentriert und einen geringen Grad an Komplexität, Volatilität und Risiko aufweist. Darüber hinaus betreibt die Bank keine Geschäfte mit Privatkunden.

1 WBC Group Annual Report 2024, S. 26

2. Wirtschaftsbericht

2.1.Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Deutschland und Europa 2

Deutschland ist seit 2019 die am langsamsten wachsende G7-Wirtschaft. 3 Die allgemeine Wirtschaftstätigkeit in Deutschland leidet weiterhin unter den Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine auf die Energieversorgung, dem Übergang zur Elektromobilität auf dem Automobilsektor und der Unterbrechung der Lieferketten infolge der Covid-Pandemie. Zusätzlich belasten die andauernden Konflikte in der Ukraine und dem Mittleren Osten die Sicherheitslage und dementsprechend Investitionstätigkeiten in Deutschland und Europa.

Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich weiterhin in Stagnation und das im globalen und europäischen Vergleich geringere Wirtschaftswachstum legt sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Probleme nahe. Energiepreise sind zwar im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufig, haben sich allerdings weit über dem Niveau vor der Corona-Pandemie stabilisiert. In der Industrie ist die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich weiter gesunken und sowohl Kapazitätsauslastungen als auch Arbeitsproduktivität sind in Deutschland rückläufig. Daher wird im Jahr 2024 mit einem Rückgang des Bruttosozialproduktes um 0,1% gerechnet und einer leichten Verbesserung für 2025 mit einem Wachstum von 0,4%. 4

Die Inflationsrate hat sich im Laufe des Jahres weiter stabilisiert, 5 allerdings haben sich die Realeinkommen nicht vollständig erholt und zehren weiterhin an der Kaufkraft der privaten Haushalte. Der private Konsum wird auch durch eine weiterhin hohe Sparquote beeinträchtigt. Auch die Reduktion der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank konnte den privaten Verbrauch nicht wesentlich anregen. Die Investitionsbereitschaft deutscher Firmen, vor allem im verarbeitenden Gewerbe und der Industrie, ist weiterhin niedrig und liegt unter den Werten vor der Coronapandemie.

Australien

Die australische Wirtschaft hat im Privatsektor eine längere Phase eines unterdurchschnittlichen Wachstums erlebt. Die Staatsausgaben haben neben einem angespannten Arbeitsmarkt und verbesserten Handelsbedingungen etwas Unterstützung geboten. Das starke Bevölkerungswachstum hat jedoch die schwächste Phase des Pro-Kopf-Wachstums seit Jahrzehnten verschleiert. Das australische Wirtschaftswachstum wird sich jedoch voraussichtlich von 1,5% in diesem Jahr auf 2,5% im Jahr 2025 erholen. 6

Die realen Haushaltseinkommen wurden durch hohe Zinssätze, steigende Lebenshaltungskosten und höhere Steuern negativ beeinflusst, und haben zu einem schwächeren Konsum geführt. Eine gewisse Erleichterung ist durch sinkende Inflation und Steuersenkungen zu erwarten.

Australische Unternehmen haben sich in einem schwierigen Geschäftsumfeld mit schwächerer Nachfrage und Kostendruck behauptet. Die Rentabilität ist auf ein Niveau gesunken, das dem des Jahrzehnts vor Covid-19 entspricht. Kleinere Unternehmen, insbesondere solche, die in den Bereichen der nicht essenziellen Konsumgüter tätig sind, hatten mit einem schwierigeren Geschäftsumfeld zu kämpfen. Eine starke Kapitalausstattung, hohe Kapazitätsauslastungen und das Bevölkerungswachstum haben die Kreditnachfrage jedoch angekurbelt, insbesondere durch Investitionen in den Bereichen Infrastruktur, Gesundheit, Bildung und Technologie.

2 Jahresgutachten 2024-25 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Dezember 2024
3 International Monetary Fund - World Economic Outlook Database - GDP G7-Staaten 2019-2024 (Stand Oktober 2024)
4 Jahresgutachten 2024-25 des Sachverständigenrats (Fn 2)
5 Inflationsrate in Deutschland, Statista 10 Dezember 2024
6 WBC Annual Report 2023, S. 12 ,Operating Environment'

2.2. Geschäftsentwicklung

Nach einem Rumpfgeschäftsjahr 2022/23 lag der Fokus der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2024 weiter im Aufbau der Bank.

In diesem Geschäftsjahr nahm die Bank den Wertpapierhandel (ausschließlich in Form von Bonds und Delivery versus Payment) auf und hat das Geschäftsvolumen im Kunden- und Treasury Geschäft im Laufe des zweiten Halbjahres sukzessive erhöht. Darüber hinaus hat die Bank weiterhin in den Ausbau der Prozessorganisation investiert und ihre Prozesse im Einklang mit regulatorischen Vorgaben überarbeitet.

Allerdings ist der Ausbau der Geschäftstätigkeit hinter der ursprünglichen Planung geblieben. Auch zum Ende des ersten vollständigen Geschäftsjahres bestand das Kreditgeschäft daher nur aus ungezogenen Kreditfazilitäten von bestehenden Gruppen-Kundenbeziehungen. Dies lag zum einen daran, dass wesentliche Prozesse neu überarbeitet werden mussten. Zum anderen war das Jahr auch von starken Veränderungen in der Geschäftsführung und dem Mitarbeiterumfeld geprägt. Die neue Geschäftsführung hat jedoch mit einer veränderten Personalplanung für das Folgejahr sowie der im September 2024 erfolgten Kapitalerhöhung die Grundlage für ein Wachstum in den Folgejahren geschaffen. Diese Kapitalerhöhung trug wesentlich zum Bilanzwachstum im laufenden Berichtsjahr bei.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielt die Bank einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.878, der in erster Linie aus dem Zinsüberschuss und den Erträgen aus dem Cost-Plus Agreement resultiert.

Ertragslage

Die Ertragslage hat sich im laufenden Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Im Wesentlichen ist dies auf die Diversifizierung der Wertpapierveranlagung im Euroraum und die ausgeweitete Kapitalanlage aufgrund der Kapitalerhöhung zurückzuführen. Ein weiterer Punkt für den Anstieg der Ertragslage liegt darin begründet, dass das Berichtsjahr 2024 im Gegensatz zu dem Rumpfgeschäftsjahr 2023 zwölf volle Monate umfasst.

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften beinhalten hauptsächlich Zinserträge aus Zero-Kupon Bonds in Höhe von TEUR 6.366 und Zinserträge aus den Kreditgeschäften in Höhe von TEUR 602. Die Zinsaufwendungen beinhalten hauptsächlich Zinsaufwendungen für die Barsicherheiten, die von der Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt wurden, in Höhe von TEUR 5.466.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 9.033 resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Cost-Plus Agreement genannten Vereinbarung zwischen der Muttergesellschaft und der Bank als Kostenausgleich für die Kundenbetreuung in Europa.

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 6.757 beinhalten im Wesentlichen Personalaufwendungen, Aufwendungen für die Geschäftsräume, Technologie Kosten, Beratungskosten und Rückstellungen für die interne Revision und externe Jahresabschlussprüfung.

Vermögens- und Finanzlage

Die Posten Barreserve beträgt TEUR 1.574 und besteht ausschließlich aus Guthaben bei der Deutschen Bundesbank, das u.a. zur Deckung der Mindestreserveanforderungen dient. Die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassenen Wechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen betragen TEUR 280.407.

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 22.779 enthalten Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 491 und Zinsabgrenzung in Höhe von TEUR 12.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 120.429 resultieren aus Verpflichtungen zur Rückgewähr von erhaltenen Barsicherheiten sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften innerhalb der Westpac Gruppe und Zinsabgrenzung für die Barsicherheiten.

In der Position Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind abgegrenzte Gebühren in Höhe von TEUR 121, die für künftige Rechnungsperioden vereinnahmt wurden, enthalten.

Die Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.254 betreffen hauptsächlich Bonuszahlungen, Miete, Urlaub, Steuer, interne und externe Prüfungskosten.

Die Bilanzsumme beläuft sich zum 30. September 2024 auf TEUR 305.117. Darüber hinaus weist die Bank außerbilanzielle Geschäfte in Form von unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von TEUR 82.000 aus, die auf revolvierende Kreditfazilitäten zurückzuführen sind.

Kapitalstruktur

Im September führte die Bank eine Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 125.000 durch.

Die Bank investiert ihr Eigenkapital in Übereinstimmung mit den Anlagerichtlinien der Bank in hochliquide Aktiva. Gemeinsam mit der Investition der Barsicherheiten in hochliquide Aktiva bilden diese Aktiva das HQLA-Portfolio der Bank. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 183.286 Die Kapitalrendite gemäß §26a Abs. 1 Satz 4 KWG berechnet sich als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme und beträgt zum Bilanzstichtag 0,6%.

Das regulatorische Gesamtkapital vor Feststellung beläuft sich auf TEUR 181.074. Die harte Kernkapitalquote per 30. September 2024 beträgt 434,6% 7.

Die harte Kernkapitalquote wird im Geschäftsjahr eingehalten. Die Ausstattung mit Eigenkapital ist somit ausreichend.

Liquidität

Der Liquiditätsgrundsatz sowie die LCR- und NSFR-Kennziffer wurden eingehalten:

LCR Ratio zum 30.09.2024: 757%

NSFR Ratio zum 30.09.2024: 828%

7 Die Werte für das regulatorische Gesamtkapital und die Gesamtkapitalquote basieren auf Bilanzwerten vor Aufstellung/ Feststellung.

3. Leistungsindikatoren

Die Bank hat folgende wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren definiert:

Harte Kernkapitalquote (CET1) (%)

Leverage Ratio (%)

Liquidity Coverage Ratio (LCR) (%)

Net Stable Funding Ratio (NSFR) (%)

Die Berechnung der Leistungsindikatoren erfolgt nach den in der CRR vorgegebenen Formeln und gestaltet sich im Detail wie folgt:

Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital und der Summe der risikogewichteten Aktiva. Die Summe der risikogewichteten Aktiva beinhaltet im Geschäftsjahr die risikogewichteten Forderungsbeträge für das Kreditrisiko, die Eigenmittelanforderungen für das Fremdwährungsrisiko und die Eigenmittelanforderungen für das operationelle Risiko.

Die Leverage Ratio (Verschuldungsquote) berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital und der Gesamtrisikopositionsmessgröße. Die Gesamtrisikopositionsmessgröße ist die Summe der Risikopositionswerte aller Aktiva und außerbilanziellen Posten, die bei der Festlegung der zu berücksichtigenden Kapitalmessgröße nicht abgezogen werden.

Die Liquidity Coverage Ratio (Mindestliquiditätsquote) berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an lastenfreien erstklassigen liquiden Aktiva (HQLA) und dem gesamten Nettoabfluss von Barmitteln in den nächsten 30 Kalendertagen. Die Mindestliquiditätsquote soll sicherstellen, dass die Bank ausreichend hochwertige liquide Aktiva (HQLA) hält, um ihre Nettoabflüsse in einem gestressten 30-tägigen Zeitraum zu decken.

Die Net Stable Funding Ratio (strukturelle Liquiditätsquote) berechnet sich als Quotient aus dem auf der Passivseite der Bilanz verfügbaren Betrag stabiler Refinanzierung und dem erforderlichen Betrag stabiler Refinanzierung auf der Aktivseite der Bilanz. Die strukturelle Liquiditätsquote zielt darauf ab, eine nachhaltige Finanzierungsstruktur der Bank zu gewährleisten, indem sie die Fristentransformation zwischen Aktiva und Passiva begrenzt. Sie verhindert eine übermäßige Abhängigkeit der Bank von kurzfristigen Refinanzierungsquellen und fördert die mittel- und langfristige Finanzierungsstabilität.

Im Vergleich zu den Planzahlen für das Geschäftsjahr 2023/24 haben sich unsere Steuerungsgrößen im laufenden Geschäftsjahr durchgehend positiv entwickelt, im Wesentlichen getrieben durch die Kapitalerhöhung, die wir im September 2024 durchgeführt haben.

Leistungsindikator Ist-Werte Aktuelles Geschäftsjahr 8 (per 30.09.2024) für das Geschäftsjahr 2023/24 Delta (Aktuelles Geschäftsjahr vs. Prognose)
Harte Kernkapitalquote 434,6% 152,7% +281,9ppt
Leverage Ratio 52,3% 15,3% +37,0ppt
LCR 757,3% 686,7% +70,6ppt
NSFR 827,9% 496,1% +331,8ppt

8 Die Werte für das aktuelle Geschäftsjahr basieren auf aufgestellten Bilanzwerten

4. Risikobericht

4.1.Risikorelevante Rahmenbedingungen

Ziel der Geschäftsführung der Westpac Europe GmbH im Geschäftsjahr war die Weiterentwicklung und Etablierung des gesamten Risikomanagements, um damit ein adäquates Risikomanagementsystem im Sinne der Anforderungen der geänderten MaRisk in der 8. Novelle zu gewährleisten. Das Risikomanagementsystems der Bank ist darauf ausgerichtet, durch kontrolliert und bewusst eingegangene Risiken, die geschäftsstrategischen Ziele zu realisieren, bei gleichzeitiger Begrenzung und Vermeidung von Verlusten.

Um die Risiken zu steuern, werden diese im Rahmen von etablierten Prozessen identifiziert, bewertet, limitiert und regelmäßig an die Geschäftsführung berichtet. Die Gestaltung der Risikomanagementprozesse ist zum einen an den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorgaben ausgerichtet und stellt zum anderen sicher, dass die vorgegebene Risikobereitschaft der Bank als Teil der Risikostrategie eingehalten wird.

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Festlegung einer nachhaltigen Geschäftsstrategie, um eine konsistente Risikostrategie für die daraus resultierenden Risiken zu definieren. Dies umfasst auch die ordnungsgemäße Organisation und Überwachung der Geschäfte.

Für die Aufnahme von Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf neuen Märkten wird im Rahmen des Neu- Produkte-Prozesses der Bank eine Analyse des Risikogehalts auf die bestehenden Geschäftsaktivitäten und -prozesse durchgeführt, und die Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet.

Das Gremium für die Steuerung der Gesamtrisiken der Bank ist das Management Board, das turnusmäßig vierteljährlich über die aktuelle Risikolage im Rahmen des quartalsweise erstellten Risikoberichts informiert wird. Darüber hinaus wird anlassbezogen aber mindestens monatlich an das Management Board berichtet, falls wesentliche Änderungen mit Auswirkung auf das Gesamtrisikoprofil, die Kapitalausstattung, Profitabilität oder Liquiditätssituation der Bank auftreten.

Eine starke Risikokultur ist für ein wirksames Risikomanagement unerlässlich, da sie das individuelle und organisatorische Risikobewusstsein fördert, um eine solide Entscheidungsfindung und angemessene Risikobereitschaft, die mit der Geschäftsstrategie und Risikostrategie im Einklang steht, gewährleistet. Die Bank definiert Risikokultur als die gemeinsamen Überzeugungen, Verhaltensweisen, Einstellungen und Werte, die die Art und Weise bestimmen, wie Mitarbeiter bestehende und neu entstehende Risiken, mit denen die Bank konfrontiert ist, betrachten, identifizieren, verstehen, diskutieren und bewältigen. Alle Mitarbeiter sind für die Stärkung der Risikokultur mit verantwortlich. Die Westpac-Gruppe hat ein Risikokulturmodell eingeführt, das die wichtigsten Verhaltensweisen beschreibt, die eine starke Risikokultur schaffen.

Die Geschäftsführung stellt zudem sicher, dass die Vergütungspolitik und -praxis ein solides Risikomanagement unterstützt und Einzelpersonen fair und verantwortungsbewusst entlohnt werden.

4.2. Risikomanagementsystem

Die Bank hat einen internen Prozess zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit (ICAAP) etabliert, der sowohl das Ziel der Fortführung des Instituts als auch den Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht gemäß dem neuen RTF- Leitfaden 9 der BaFin verfolgt. Zu diesem Zweck hat die Bank alle wesentlichen Risiken innerhalb einer normativen und ökonomischen Perspektive berücksichtigt und bewertet.

Für die Identifizierung der Risiken zur Erstellung des Gesamtrisikoprofils und Beurteilung der Wesentlichkeit, inklusive der damit verbundenen Risikokonzentrationen, führt die Bank regelmäßig, mindestens jährlich, eine Risikoinventur durch und berücksichtigt dabei auch den Einfluss von ESG-Risken (Environmental, Social and Governance) auf das Risikprofil der Bank. Im Ergebnis hat die Bank folgende wesentliche Risiken identifiziert:

9 Aufsichtliche Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessualer Einbindung in die Gesamtbanksteuerung ("ICAAP") - Neuausrichtung

Adressenausfallrisiko

Marktrisiko (Zinsänderungsrisiko und Credit Spread Risiko)

Liquiditätsrisiko

Operationelles Risiko

Die Quantifizierung von Risiken erfolgt in der ,normativen Perspektive' unter Anwendung der aufsichtsrechtlichen Standardmodelle (Säule I), die in der ,ökonomischen Perspektive' um interne Berechnungsmethodiken ergänzt werden (Säule II). Eine Quantifizierung von Chancen erfolgt grundsätzlich nicht.

Zur Begrenzung der Risiken hat die Bank im Rahmen ihrer Risikotragfähigkeitsrechnung in der ökonomischen Perspektive Limite für die wesentlichen Risiken festgelegt.

Zusätzlich werden Stressszenarien von der Geschäftsführung definiert, deren Ergebnisse dem gesamten Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt werden, um die Kapitalausstattung unter einem historischen, transitorisches Klima-Stressszenario, schweren konjunkturellen Abschwung und im inversen Stress zu beurteilen.

Ökonomische Perspektive

In der ökonomischen Perspektive wird, ausgehend von der gewählten Methodik der barwertnahen Ermittlung der Risikotragfähigkeit, das gesamte Risikodeckungspotenzials den ermittelten wesentlichen Risiken gegenübergestellt.

Zum Stichtag 30.09.2024 ermittelt die Bank ein barwertnahes Risikodeckungspotenzial in Höhe von TEUR 182.571 auf Basis von aufgestellten Bilanzwerten.

Die Risikoquantifizierung erfolgt anhand konsistenter Bewertungsmethoden in der Gesamtbanksteuerung unter Berücksichtigung eines Konfidenzniveaus von 99,9% mit einem Risikohorizont von 12 Monaten.

Die Risikoauslastung setzt sich zum Stichtag 30.09.2024 wie folgt zusammen:

Risiken Risiko Risikolimit Auslastung
(TEUR) (TEUR) (%)
Adressenausfallrisiko 5.808,6 42.000 14
Marktrisiko 9.154,8 23.000 40
Liquiditätsrisiko 0 1.000 0
Operationelles Risiko 3.280,5 4.500 73
Gesamtsumme 18.243,9 70.500 26

Die Limitierung der wesentlichen Risiken macht 39% (41% mit 2% Managementpuffer) des Risikodeckungspotenzials aus. Die Gesamtsumme der wesentlichen Risiken stellt eine Auslastung von 10% (12% mit 2% Managementpuffer) des Risikodeckungspotenzials dar.

Im Stresstest betrachtet die Bank neben den risikoartenspezifischen Sensitivitätsanalysen vier Stressszenarien (historisches Szenario, transitorisches Klima-Stressszenario, schwerer konjunktureller Abschwung und inverser Stresstest).

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war im Berichtszeitraum durchgehend gegeben.

Die Sensitivitätsanalysen für alle materiellen Risikoarten ergaben keine Limitüberschreitung. In den unterschiedlichen Stresszenarien steigt die Limitauslastung auf bis zu 37% im schweren konjunkturellen Abschwung.

Die Risikotragfähigkeit ist in allen Stressszenarien weiterhin gegeben, da der gestresste Gesamtrisikobetrag immer in allen Szenarien niedriger ist als das Risikodeckungspotential der Bank. Dies liegt an der Kapitalerhöhung von EUR 125m zum Geschäftsjahresende bei gleichbleibendem Kreditgeschäft.

Normative Perspektive

Ausgangspunkt zur Sicherstellung der normativen Risikotragfähigkeit ist der Prozess der Kapitalplanung und das damit verbundene Basisszenario. Die Risikoarten haben in der normativen Perspektive, insbesondere im adversen Szenario, verschiedene Ausprägungen und schlagen sich in der GuV bzw. den risikogewichteten Aktiva nieder.

Die Kapitalplanung erfolgt jährlich und betrachtet einen Planungshorizont von drei Jahren. Die jeweils aktuelle Planung wird von der Geschäftsführung genehmigt.

Für die Ermittlung der Eigenmittelanforderungen für das Kreditrisiko wendet die Bank den Kreditrisikostandardansatz (KSA), für das operationelle Risiko den neuen Standardansatz unter CRR III und für das Fremdwährungsrisiko die Berechnung gem. Art. 351 CRR an.

Die Kapitalanforderungen in der normativen Perspektive ergeben sich aus den regulatorisch vorgegebenen Anforderungen (Gesamtkapitalanforderungen), die um einen internen Managementpuffer (2% im Geschäftsjahr) zu einer internen Soll-Kapitalanforderung ergänzt werden.

Im Rahmen der Kapitalplanung zum 30.09.2024 ermitteln sich im Basis- und adversen Szenario folgende Kapital- und Liquiditätsquoten:

CET 1 Ratio (in %) Bilanzstichtag 10 (30.09.2024) Bilanzstichtag +1 Jahr (30.09.2025) Bilanzstichtag +2 Jahre (30.09.2026) Bilanzstichtag +3 Jahr (30.09.2027)
- im Basisszenario 434,6 294,2 121,9 64,1
- im adversen Szenario 157,3 70,7 38,9
Leverage Ratio (in %) Bilanzstichtag (30.09.2024) Bilanzstichtag +1 Jahr Bilanzstichtag +2 Jahre Bilanzstichtag +3 Jahre
- im Basisszenario 52,3 25,7 11,7 7,0
- im adversen Szenario 19,5 8,6 4,9
LCR (in %) Bilanzstichtag (30.09.2024) Bilanzstichtag +1 Jahr Bilanzstichtag +2 Jahre Bilanzstichtag +3 Jahre
- im Basisszenario 757,3 842,5 646,1 532,1
- im adversen Szenario 701,4 540,5 421,9
NSFR (in %) Bilanzstichtag (30.09.2024) Bilanzstichtag +1 Jahr Bilanzstichtag +2 Jahre Bilanzstichtag +3 Jahre
- im Basisszenario 827,9 233,0 238,8 203,2
- im adversen Szenario 178,3 182,0 166,3

Alle regulatorischen Kennzahlen werden im Berichtszeitraum durchgehend, sowohl im Basis- als auch im adversen Szenario, eingehalten.

10 Die Werte für das aktuelle Geschäftsjahr basieren auf aufgestellten Bilanzwerten

Gesamtbeurteilung

Für alle wesentlichen Risiken wurden angemessene Risikosteuerungs- und -controllingprozesse implementiert, die eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation sicherstellen. Durch geeignete Maßnahmen und Limite stellt die Bank sicher, dass die Risiken und damit verbundene Risikokonzentrationen unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit und der Risikobereitschaft wirksam begrenzt und überwacht werden. In dem Berichtszeitraum sind die Anforderungen an die ökonomische und normative Perspektive zu jedem Zeitpunkt erfüllt.

Die interne Revision ist ausgelagert und überwacht unabhängig, risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen durch einen vorgegebenen Prüfungsplan sicher. Der Prüfungsplan wurde mit der Geschäftsführung abgestimmt. Ziel ist es, die Ordnungsmäßigkeit aller Aktivitäten und Prozesse sicherzustellen.

4.3. Risikostrategien

Die Risikostrategie der Bank wird durch die Geschäftsführung festgelegt, die auf der genehmigten Geschäftsstrategie basiert und mit der sie konsistent ist. Die Ziele der Risikostrategie bestehen darin, die Bank nur in dem Maße Risiken auszusetzen, wie es für die Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit erforderlich ist und innerhalb der, durch die Geschäftsführung gesetzten, Grenzen der Risikobereitschaft zu operieren.

Das Geschäftsmodell der Bank ist darauf ausgerichtet, das Markt- und Liquiditätsrisiko zu minimieren, während ein gewisses Kreditrisiko im Unternehmen verbleibt. Der Geschäftsplan der Bank basiert hauptsächlich auf dem Ansatz interner Risikotransfervereinbarungen.

Die Bank erreicht die Umsetzung und Überwachung der Risikostrategie über ein Risikomanagementrahmenwerk, welches mehrere Komponenten umfasst: i) Definition der Risikobereitschaft der Bank (Risikoappetit), ii) Definition und Materialitätsbewertung verschiedener Risikoarten, die aus der Geschäftsstrategie resultieren, und iii) Prozesse, die zur Verfolgung der strategischen Ziele der Geschäfts- und Risikostrategie eingegangene Risiken identifizieren, bewerten, überwachen und zu steuern.

Die Bank hat das Risikomanagementrahmenwerk in Übereinstimmung mit dem gruppenweit gültigen Code of Conduct aufgebaut, um sicherzustellen, dass die Verhaltensweisen und Praktiken faire und angemessene Ergebnisse für ihre Kunden erzielen. Dazu gehören die Vermeidung von Verhaltensweisen, die die Marktintegrität untergraben, sowie unangemessene Verkaufs- und Vertriebspraktiken.

Wesentliche Risiken werden im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs und als Reaktion auf Veränderungen im Unternehmen oder im externen Umfeld ermittelt und bewertet.

Unter Berücksichtigung der Art, des Umfangs und der Komplexität der Geschäftstätigkeit und der vertraglich festgelegten Risikotransfervereinbarungen mit der Konzernmutter, hat die Geschäftsführung folgende Risiken als wesentlich klassifiziert:

Adressenausfallrisiko

Marktrisiko

Liquiditätsrisiko

Operationelles Risiko

Die Risikostrategie ist in Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risiken unterteilt und auf die Risiken, die sich aus der Geschäftsstrategie ergeben, ausgerichtet.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlustes, wenn ein Geschäftspartner (Kreditnehmer, Kontrahent, sonstige Vertragspartner) seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Bank nicht nachkommt. Die Risikoquantifizierung erfolgt anhand eines VaR-Modells mit einem Risikohorizont von 1 Jahr und einem Konfidenzniveau von 99,9% auf Basis der Gordy-Formel, erweitert um die Berücksichtigung von Portfoliokonzentrationen und Migrationsrisiken. Für die Zwecke des Kreditrisikomanagements und der Bewertung des Kreditrisikokapitals verwendet die Bank interne Ratingstufen der WBC.

Zur Quantifizierung und Steuerung des Adressenausfallrisikos, einschließlich derjenigen zur Bestimmung von Ausfallwahrscheinlichkeiten und zukünftiger Risikoexponiertheit sowie zur Bewertung von Verlusten bei Ausfall, werden die Bewertungsverfahren der Konzernmutter verwendet. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten werden über eine Scorecard (PD) und die erwarteten Verluste (LGD) über ein internes Modell ermittelt. Diese werden auch für die Bewertung der Risikovorsorge verwendet. Hierfür greift die Bank auf das IFRS 9 Modell der Konzernmutter zurück.

Das Adressenausfallrisiko resultiert aus dem Kundenkredit- und Eigengeschäft der Bank. Die Bank geht das Risiko ein, wenn

der Kunde zum Zielsegment der Bank gehört und die entsprechenden Standards für die Kreditvergabe erfüllt;

die Bank fachlich und prozessual in der Lage ist, das Risiko aus dem Kreditgeschäft zu bewerten, damit fundierte und angemessene Kreditentscheidungen innerhalb der gesetzten Limite getroffen werden können;

die Kreditpositionen laufend überwacht und regelmäßig überprüft werden können, um eine rechtzeitige Bewertung der Kreditqualität zu gewährleisten; und

alle Risikokonzentrationen innerhalb des Kreditportfolios aktiv überwacht werden können.

Im Geschäftsjahr beträgt die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) des Kundenportfolios, bestehend aus unbesicherten ungezogenen Kreditlinien, 0,17% und die erwarteten Verluste bei Ausfall (LGD) 50%. Das Wertpapierportfolio, bestehend aus hochwertigen staatlichen Wertpapieren, hat eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 0,02% und einen erwarteten Verlust bei Ausfall von 45%.

Das Adressenausfallrisiko auf Kundenebene wird durch Limite und eine Risikotransfervereinbarung mit der Konzernmutter begrenzt. Bonitätsbeurteilung und das Kreditengagement werden laufend überwacht und beurteilt. Das Adressenausfallrisiko aus dem Eigengeschäft wird über die Vorgaben der Anlagerichtlinie zur Investition in hochliquide Mittel mit guten Bonitäten von staatlichen Wertpapieren begrenzt.

Die Bank übertragt das Risiko in Teilen (80%) an die WBC mittels einer Risikobeteiligung. Dieser Risikotransfer führt zu einer Risikokonzentration gegenüber Westpac, welche durch die Bereitstellung von Sicherheiten zwischen der Bank und Westpac mitigiert wird.

Erkennt die Bank im Rahmen der regelmäßigen Kreditrisiko-Überwachung, dass bei einem bestehenden Kreditengagement ein erhöhtes Risiko eingetreten ist, wird das Kreditengagement an den Spezialbereich ,Intensivbetreuung' für Problemkredite übergeben. Sofern bei einem Kreditengagement akute Ausfallrisiken festgestellt werden, wird eine entsprechende Risikovorsorge in Form von individuellen Wertberichtigungen und Rückstellungen vorgenommen.

Für allgemeine erwartete Adressenausfallrisiken werden Pauschalwertberichtigungen nach dem IFRS 9 Standard zur Risikovorsorge gebildet. Konzentrationsrisiken auf bestimmte Länder, Branchen und Kreditnehmereinheiten werden erfasst, analysiert und im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung an die Geschäftsführung kommuniziert.

Es bestanden im Geschäftsjahr folgende Risikokonzentrationen:

Länderrisiko Frankreich, Deutschland und Niederlande

Kredit-Volumenkonzentrationen im eher großvolumigen Bereich

Kontrahentenrisiko Frankreich, Deutschland und Niederlande

Die laufende Überwachung des Adressenausfallrisikos der Bank erfolgt durch die Risikocontrolling-Funktion der Bank.

Zum Bilanzstichtag beschränkt sich das Adressenausfallrisiko der Bank auf das Kreditnehmerrisiko mit ungezogenen zugesagten Kreditfazilitäten im Kreditgeschäft und Kontrahentenrisiko gegenüber der Deutschen Bundesrepublik im Wertpapierportfolio.

Die zwei zugesagten ungezogenen Kreditfazilitäten haben folgende Zurechnungskriterien:

Schuldner mit Konzernsitz in Frankreich

Schuldner mit gleichem internen Rating (C72)

Branchenzugehörigkeit: 'Getränkeherstellung' und 'Großhandel'

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko einer nachteiligen Auswirkung auf die Finanzlage der Bank aufgrund von Änderungen von Finanzmarktfaktoren wie Wechselkurse, Zinssätze, Spreads, Rohstoffpreise und Aktienkurse.

Die Bank verfügt über ein Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken, die sich aus den Aktivitäten des Anlagebuchs und des Handelsbuchs ergeben.

Im Geschäftsjahr 2024 beschränkt sich das Marktrisiko auf das Anlagebuch, welches sich aus nicht handelsbezogenen Aktivitäten wie Kreditvergabe, Einlagengeschäft, Refinanzierung von Kreditvergaben und Zusagen, Liquiditäts- und Kapitalmanagement, ergibt.

Im Marktrisiko betrachtet die Bank das Zinsänderungs- und Credit Spread Risiko separat. Die Risikoquantifizierung erfolgt dabei anhand eines VaR-Modells mit einem Risikohorizont von 1 Jahr und einem Konfidenzniveau von 99,9% unter Anwendung historischer Simulation auf Basis von Sensitivitäten.

Die Hauptfaktoren für das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch der Bank sind der Anteil der inkongruent finanzierten Kundenkredite sowie die liquiden Aktiva und Kapitalanlagen im Eigengeschäft. Das Credit Spread Risiko resultiert aus den Investitionen in hochliquide Wertpapiere im Eigengeschäft.

Marktrisiken können nur innerhalb der von der Geschäftsführung zugewiesenen und genehmigten Zinsänderungsrisiko und Credit Spread Limite eingegangen werden. Die Limite gelten sowohl für Intraday- als auch für End-of-Day-Positionen. Die Limiteinhaltung wird täglich in den Risikomanagementsystemen überwacht und eine zeitnahe Eskalation an die Geschäftsführung im Falle von Limitüberschreitungen sichergestellt.

Im Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Währungsrisiken, da das Kunden- und Eigenanlagegeschäft ausschließlich aus EUR-Positionen besteht. Die Bank hat Nostro-Konten für ausgewählte Fremdwährungen eingerichtet, die in der Säule 1 berücksichtigt werden.

Die Handelsaktivitäten im Financial Markets (FM) Bereich wurden im Februar des Geschäftsjahres aufgenommen und erfolgt ausschließlich im Rahmen einer Risikoübernahme durch die Konzernmutter, in dessen Folge kein Marktrisiko, Liquiditätsrisiko und Kontrahentenrisiko in der Bank verbleibt. Das FM-Handelsgeschäft erfolgt ausschließlich für Delivery-versus-Payment (DvP) Bonds welche mit gleichlaufendem Gegengeschäften mit der Konzernmutter ausgeglichen wird, sodass keine Risikoposition im Handelsbuch der Bank verbleibt.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann oder nicht über eine angemessene Refinanzierungsmöglichkeit und Liquiditätausstattung verfügt, um ihre Vermögenswerte zu sichern. Das Liquiditätsrisiko wird unterteilt in das Refinanzierungsrisiko und das Zahlungsunfähigkeitsrisiko. Diese werden in den Risikomanagementsystemen der Bank bewertet. Die Risikoquantifizierung für das Refinanzierungsrisiko erfolgt dabei anhand eines auf die Liquiditätsablaufbilanz abgestellten VaR-Modells mit einem Risikohorizont von 1 Jahr und einem Konfidenzniveau von 99,9%, das mögliche Liquiditätslücken mit einem historischen Liquiditätsspread-Risikoaufschlag berechnet. Das Modell für das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt ebenfalls auf die Liquiditätsablaufbilanz, unter Einbezug von (Stress-) Szenarien, ab, die die Cashflow-Struktur der Bank beeinflussen.

Für die laufende Überwachung und Steuerung der Liquidität werden täglich die für die Bank relevanten Liquiditätskennzahlen (LCR und NSFR) ermittelt. Zusätzlich wird täglich eine Liquiditätsablaufbilanz erstellt, die eine Liquiditätsvorschau zur Bestimmung des kurz- und mittelfristigen Liquiditätsstatus enthält. Darüber hinaus wird ein täglicher Soll-/Ist-Abgleich der Barsicherheiten erstellt (Bedarf vs. Bestand).

Liquiditätsrisiken werden entsprechend der Liquiditätsrisikomanagementrichtlinie gesteuert. Die Refinanzierung erfolgt vollständig über die Konzernmutter zu marktüblichen Zinssätzen im Rahmen von konzerninternen Refinanzierungsvereinbarungen. Die Höhe der Barsicherheiten umfasst die vollen Zahlungsverpflichtungen aus zugesagten Kreditfazilitäten sowie einen Managementpuffer von mindestens 5%, um potentielle nachteilige Marktwertentwicklungen bei der Veräußerung liquider Aktiva abzufedern. Die Barsicherheiten werden von Treasury in Übereinstimmung mit der Anlagerichtlinie in liquide Vermögenswerte investiert, um sicherzustellen, dass ausreichend hochliquide Aktiva gehalten werden, um die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen der Bank zu erfüllen. Die Bestände können hochwertige Bankpapiere und staatliche/staatlich garantierte Wertpapiere umfassen.

Im aktuellen Geschäftsjahr investiert die Bank ausschließlich in staatliche Wertpapiere mit sehr guter Bonität und hoher Liquidität. Die Bank schätzt das Marktliquiditätsrisiko der gehaltenen liquiden Aktiva als gering ein und setzt die marktüblichen Abschläge bei der Berichterstattung an. Die Bank hält keine Engagements an illiquiden Märkten.

Im Falle von unplanmäßigen liquiditätswirksamen Entwicklungen hat die Bank Liquiditätsmaßnahmen für den Stressfall definiert. Diese umfassen die Veräußerung liquider Aktiva durch den direkten Verkauf oder ein einfaches Pensionsgeschäft auf einem allgemein anerkannten Markt für Pensionsgeschäfte. Darüber hinaus hat die Bank die Option, zusätzliche konzerninterne Mittel im Rahmen der bestehenden Refinanzierungsvereinbarungen anzufordern.

Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge von Unangemessenheit oder Versagen von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse entstehen können. Die Definition umfasst Rechtsrisiken, schließt jedoch strategische und Reputationsrisiken aus. Die Risikoquantifizierung erfolgt anhand eines Risk Assessments, in dem mögliche Schadensereignisse mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial bewertet werden.

Das operationelle Risiko ist Bestandteil jeder Geschäftstätigkeit. Die Bank begrenzt das operationelle Risiko über schriftlich fixierte Prozesse sowie ein internes Kontrollsystem.

Regelmäßige Schulungen zur Sensibilisierung aller Mitarbeiter zu operationellen Risiken ermöglichen es, ein hohes Maß an Risikobewusstsein und Verständnis für den Prozess des operationellen Risikomanagements aufrechtzuerhalten.

Im Falle von eingetretenen operationellen Risiken werden diese in einer Schadensfalldatenbank erfasst, um geeignete Maßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Verluste festzulegen. Allgemeine Risiken aufgrund von einem möglichen Ausfall von Personal, IT oder externen Dienstleistern werden durch Backup-Systeme und Notfallpläne abgedeckt.

Zur Vermeidung von Rechtsrisiken werden Standardverträge verwendet. Darüber hinaus werden interne sowie externe Juristen im Bedarfsfall hinzugezogen um potenzielle Beratungsrisiken, Risiken aus Gerichtsprozessen, Risiken aus Sicherheitenverträgen, richtige Anwendung von ausländischen und internationalen Vorschriften, aufsichtsrechtliche Risiken und steuerliche Risiken zu vermeiden beziehungsweise gering zu halten.

Das Geschäftsmodell der Bank sieht ein hohes Maß an konzerninternen Auslagerungen an qualifizierte Drittanbieter vor. Die hieraus resultierenden Auslagerungsrisiken stellen eine Risikokonzentration dar und werden mindestens jährlich überprüft und im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung an die Geschäftsführung kommuniziert.

Die Bewertung der Einzelrisken zeigt für die Bank ein erhöhtes Risko im Bereich Technologie und Compliance. Das Technologie Risiko bezieht sich vor allem auf den Ausfall, Störung oder Nichtverfügbarkeit der Informationstechnologie und -infrastruktur, welches sich durch erhöhte weltweite Cyberangriffe und technische Störungen ergibt. Das Risiko ist gemindert, da die Bank Teil der durch die Gruppe in Europe zur Verfügung stehenden Notfallpläne und Sicherheitsmaßnahmen ist. Das Compliance Risiko entsteht durch die erhöhten regulatorischen Anforderungen und wird bei der Bank durch ein einheitliches Kontrollsystem innerhalb des operationellen Risikomanagements reduziert.

Die folgenden operationellen Risiken stuft die Bank im Rahmen der jährlichen Risikobewertung, die quartalsweise aktualisiert wird, wie folgt ein:

Risiken aus fehlerhaften Planungs-, Entscheidungs- und Kontrollprozessen der Bank, die Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen und auf das Kostenmanagement der Bank haben, werden als mittel eingestuft. Die Prozesse der Bank sind in die Standardprozesse der Gruppe integriert und in der schriftlich fixierten Ordnung der Gruppe dokumentiert. Alle wesentlichen Prozesse der Bank sind Teil des internen Kontrollsystems, welches eine regelmäßige Bewertung der Kontrollwirksamkeit sicherstellt und Kontrollschwächen frühzeitig identifiziert und mitigiert.

Risiken im Zusammenhang mit Datenverarbeitung (Ausfall, unerlaubter Zugriff, unerwünschter Datenverlust, fehlerhafte Verarbeitung) werden als insgesamt gering bis mittel eingestuft. Die Bank wendet das gruppenweit gültige Data Risk Management Rahmenwerk an, um kritische Datenelemente zu identifizieren, zu bewerten und angemessene Maßnahmen zur Vermeidung von unerlaubtem Zugriff, Datenverlust oder fehlerhafter Verarbeitung zu vermeiden.

Risiken im Personalbereich werden insgesamt als mittel eingestuft. Das Risiko von unerlaubten Handlungen durch Mitarbeiter wird dadurch mitigiert, dass alle Mitarbeiter mit dem Code of Conduct, den Werten und der Risikokultur der Bank vertraut sind und dieses Bewusstsein durch regelmäßige Schulungen und Veranstaltungen zur Stärkung der Risikokultur durch die Geschäftsführung aufrechterhalten wird. Zur Sicherstellung der personellen Qualifikation und Ressourcenausstattung fördert und fordert die Bank neben den allgemeinen Pflichtschulungen auch die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter über zusätzliche fachliche Trainingsangebote. Die Planung der Geschäftsstrategie und das avisierte Wachstum der Bank schließt die Sicherstellung einer ausreichenden personellen Ressourcenausstattung mit ein und kann unter anderem auch über interne Auslagerungsverträge erreicht werden.

Risiken aus dem Ausfall von Strom, Wasser, Energie, Telekommunikationsanlagen werden für den Standort Frankfurt als mittel eingestuft. Die Bank hat zur Bewertung dieser Risiken ein Notfallmanagement etabliert, um die Aufrechterhaltung der kritischen Prozesse im Notfall sicherzustellen und für alle potentiellen Ausfallszenarien angemessene Notfallpläne vorzuhalten. Darüber hinaus ist die Bank in die gruppenweit regelmäßig durchgeführten Notfalltests eingebunden.

4.4. Organisation des Risikomanagement

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt die Geschäftsführung der Bank. Die Risikocontrolling Funktion berichtet direkt an den Geschäftsführer Marktfolge und ist verantwortlich für die Weiterentwicklung und Umsetzung des Risikomanagementsystems sowie Überwachung und Kommunikation der Risiken an die Geschäftsführung.

Die ablauforganisatorischen Regelungen und Verantwortlichkeiten sind in zahlreichen Risiko-Richtlinien und Organisationsanweisungen festgelegt.

Ausgelagerte Risikoprozesse und damit verbundene Verantwortlichkeiten werden im Rahmen von internen Auslagerungsvereinbarungen dokumentiert.

Darüber hinaus setzt die Bank auf die gruppenweit gültigen Risikomanagementprozesse und schriftlichen Regelungen auf, welche um lokale aufsichtsrechtlich getriebene Anpassungen ergänzt wurden.

Die regelmäßige Risikoberichterstattung erfolgt über den vierteljährlichen Risikobericht und beinhaltet neben der Betrachtung der Risikotragfähigkeit eine Kommentierung der aktuellen Geschäfts- und Risikosituation und Entwicklung der einzelnen wesentlichen Risiken unter Berücksichtigung von ESG-Faktoren.

5. Prognose- und Chancenbericht

5.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die Bank geht davon aus, dass sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Laufe des Jahres 2025 leicht verbessert. Die Inflationsrate wird weitestgehend stabil erwartet und sollte im Prognosezeitraum voraussichtlich in der Nähe des Inflationszieles der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent liegen. Da das Preisniveau allerdings insgesamt noch hoch bleibt, werden private sowie staatlichen Haushalte weiterhin belastet.

International stellen die Konflikte im Nahen Osten, der China-Taiwan Konflikt sowie der weiter andauernde Ukrainekrieg weiterhin erhebliche Risiken für die Konjunktur dar. Dies wird weiterhin die Investitionstätigkeiten der Unternehmen sowie die Anschaffungsneigung privater Haushalte belasten. Planungsunsicherheit wird dieses Jahr noch durch die im Februar stattfindenden vorgezogenen Neuwahlen in der Bundesrepublik Deutschland sowie die neue Regierung in den USA erhöht.

Nichtsdestotrotz erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im kommenden Jahr ein leicht erhöhtes Wirtschaftswachstum für die deutsche Volkswirtschaft in Höhe von 0,7% sowie den Euro-Raum in Höhe von 1,3%. 11

5.2. Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage

Das Chancenmanagement ist in den jährlichen Strategieüberprüfungsprozess der Bank integriert. Während die Bank daran arbeitet, die etablierten Prozesse stetig zu optimieren und weiterzuentwickeln, konzentriert sich die Bank vermehrt auf die Chancen, die sich aus der Migration von Geschäften der europäischen Tochtergesellschaft (Westpac Europe Ltd.), die nach dem Brexit abgewickelt wurde sowie des Ausbaus weiteren Kundengeschäftes ergeben.

Die strategische Ausrichtung der Bank für das kommende Geschäftsjahr ist derzeit unverändert, wobei die bestehenden Kundenbeziehungen innerhalb der Gruppe genutzt werden und ein stabil steigendes Geschäftsvolumen geplant ist.

Die Bank verfolgt einen maßvollen Ansatz bei der Gewinnung neuer Kunden und ist vollständig in das globale strategische Geschäftsmodell integriert. Derzeit ist ein kontinuierliches Wachstum im Kreditgeschäft mit Nexus zu Australien und Neuseeland geplant, das im Einklang mit dem weiteren Ausbau an Mitarbeiterkapazitäten sowie einer Stärkung des Kapitals steht. Die Ausweitung des Kreditgeschäftes wird direkt zu erhöhten Zinserträgen führen. Indirekt erwartet die Bank darüber hinaus eine Ausweitung der Zinserträge durch ein erhöhtes Anlagevolumen durch das zusätzlich erforderliche Collateral sowie die geplante zweite Kapitalerhöhung im kommenden Geschäftsjahr.

Die Möglichkeit einer Ausweitung der bestehenden Geschäftsbeziehungen auf andere neue Produktarten, z.B. Garantien oder Asset Finance, wird jedoch erst in späteren Geschäftsjahren in Betracht gezogen.

Im Einklang mit dem konservativen Ansatz wird die Bank ihre Financial Markets (FM)-Aktivitäten erst im Laufe dieses Geschäftsjahres ausweiten, da bis dahin eine Ausweitung der FM-Produktpalette (u.a. DvP Bonds in weiteren Währungen) erfolgt. Eine signifikante Ausweitung des Geschäftes wird erst im nächsten Geschäftsjahr angestrebt, da die Bank bis dahin weitere Produkte einführen will (inkl. Einlagengeschäft sowie Interest Rate Swaps).

5.3. Auswirkungen auf Leistungsindikatoren

Auf der Grundlage einer vorausschauenden Finanzplanung geht die Bank davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist und die bankaufsichtlichen Anforderungen eingehalten werden können. Durch die Liquiditätsmanagementfunktion erwartet die Bank für das Jahr 2025, dass die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stable Funding Ratio (NSFR) im Geschäftsjahr 2024/2025 gemäß den intern festgelegten Schwellenwerten über 140% liegen und damit deutlich über der aufsichtsrechtlichen Anforderung liegen. Die intern festgelegten Schwellenwerte für die Harte Kernkapitalquote in Höhe von >23,5% und das Leverage Ratio in Höhe von >4,5% werden nach aktueller Planung für das Jahr 2025 mit 294,2% Harte Kernkapitalquote und 25,7% Leverage Ratio ebenfalls eingehalten.

11 Jahresgutachten 2024-25 des Sachverständigenrats (Fn 2)

Die folgenden Werte ergeben sich bei der Berechnung der Leistungsindikatoren zum aktuellen Geschäftsjahr und für die Dreijahres-Prognose:

Leistungsindikator Aktuelles Geschäftsjahr 12 (per 30.09.2024) Planjahr 2025 Planjahr 2026 Planjahr 2027
Harte Kernkapitalquote 434,6% 294,2% 121,9% 64,1%
Leverage Ratio 52,3% 25,7% 11,7% 7,0%
LCR 757,3% 842,5% 646,1% 532,1%
NSFR 827,9% 233,0% 238,8% 203,2%

Diese Werte basieren auch auf einer weiteren Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 90.000, die für September 2025 geplant ist.

5.4. Gesamtaussage

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist wegen ausreichend zur Verfügung stehenden Mitteln und liquiden Assets im Planungs- und Prognosezeitraum (3-Jahre) nicht zu rechnen. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Mindestreservebestimmung sowie die ergänzenden Anforderungen der CRR erwartet die Bank auch, in den folgenden Jahren gut einzuhalten. Als Ergebnis ihrer Planungsrechnungen erwartet die Bank eine nachhaltige Stärkung ihrer Eigenmittel durch die geplante Kapitalerhöhung.

Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen nur bei einer signifikanten, lange anhaltenden, Verschlechterung der Gesamtwirtschaft oder einer deutlichen Reduktion des derzeitigen Zinsniveaus. Wesentliche Chancen für die Ertragslage und den Geschäftsverlauf bestehen im Planungszeitraum bei einer spürbaren, anhaltenden Erholung der europäischen Wirtschaft, die zu einer Beschleunigung der Geschäftsentwicklung der Bank führen würde.

Zusammengefasst beurteilt die Bank die erwarteten Rahmenbedingungen für das kommende Geschäftsjahr als zufriedenstellend.

Wir sprechen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz im weiteren Aufbau der Bank unseren besonderen Dank und unsere Anerkennung aus.

 

Frankfurt am Main, den 24.02.2025

Westpac Europe GmbH

Die Geschäftsführung

Gregor Randl

Waltraud Orisich

12 Die Werte für das aktuelle Geschäftsjahr basieren auf aufgestellten Bilanzwerten

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die Westpac Europe GmbH (nachfolgend die Bank) mit Sitz in Frankfurt am Main ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 118483 eingetragen. Die Geschäftsanschrift lautet Westpac Europe GmbH, Taunusanlage 17, 60325 Frankfurt am Main. Die Gesellschaft wurde am 10. März 2020 gegründet und hat ihre Tätigkeit als Bank am 3. Juli 2023 aufgenommen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024 (von 1. Oktober 2023 bis 30. September 2024) wird unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) vom 11. Dezember 1998 in der Fassung vom 7. August 2021 und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG).

2. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Der Ansatz von Vermögensgegenständen, Schulden, Aufwendungen und Erträgen erfolgt nach den Vorschriften der §§ 246 ff. HGB sowie 252 ff. HGB. Dabei werden die besonderen Regelungen für Kreditinstitute (§§ 340 ff. HGB) berücksichtigt. Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt.

Die Bestände der Barreserve werden zum Nennwert bilanziert.

Der Posten Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind, beinhaltet ausschließlich Wertpapierbestände des Anlagevermögens, die dem gemilderten Niederstwertprinzip unterliegen. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Von einer dauerhaften Wertminderung von öffentlich gehandelten Wertpapieren ist auszugehen, wenn der Zeitwert des Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorangegangenen sechs Monaten permanent um mehr als 20% unter dem letzten Buchwert lag. Die Zero-Coupon-Bonds werden zu fortgeführten Anschaffungskosten zuzüglich der bis zum Abschlussstichtag nach Maßgabe der Effektivzinsmethode ermittelten Zinsen bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert bilanziert.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft umfasst Wertberichtigungen und Rückstellungen für alle erkennbaren Bonitäts- und Länderrisiken und für latente Ausfallrisiken. Für Bonitätsrisiken werden nach vorsichtigen Maßstäben Vorsorgen in Höhe des erwarteten Ausfalls gebildet. Länderrisiken sind im Rahmen dieser Berechnungen abgedeckt.

Die Höhe der Risikovorsorge für das latente Kreditrisiko (Pauschalwertberichtigung) im Kreditgeschäft wird auf Basis des IFRS 9 Standards bestimmt. Die Abbildung der Risikovorsorge für das bilanzunwirksame Geschäft (Kreditzusagen) erfolgt als Rückstellung im Kreditgeschäft.

Die Bank folgt bei der Ermittlung der handelsrechtlichen Pauschalwertberichtigungen dem IDW RS BFA 7 und bildet eine Pauschalwertberichtigung in Höhe der erwarteten Kreditverluste innerhalb von zwölf Monaten beziehungsweise im Falle eines signifikant erhöhten Ausfallrisikos in Höhe des zu erwartenden Verlusts für die gesamte Restlaufzeit. Für diejenigen finanziellen Vermögenswerte, die als ausgefallen klassifiziert sind, bildet die Bank eine Wertberichtigung in Höhe der erwarteten Kreditverluste auf Basis der erwarteten erzielbaren Zahlungsströme des Vermögenswerts.

Bilanzielle und außerbilanzielle zinsbezogene Finanzinstrumente des Bankbuchs werden nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 einer verlustfreien Bewertung unterzogen. Soweit aus den in ihrer Gesamtheit bewerteten Geschäften des Zinsbuchs ein Verpflichtungsüberschuss droht, wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Bewertung erfolgt auf Basis von Barwerten unter Einbeziehung von Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten. Zum Bilanzstichtag liegt ein Verpflichtungsüberschuss nicht vor, damit ist die Bildung einer Rückstellung nicht erforderlich.

Die Finanzinstrumente des Handelsbestands werden nach dem Grundsatz der Bilanzierung zum Erfüllungstag verbucht und zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. Unter dem beizulegenden Zeitwert ist der Betrag zu verstehen, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern zum Abschlussstichtag ein Vermögensgegenstand getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte. Soweit verfügbar, werden vorrangig Preise an einem aktiven Markt genutzt, oder der beizulegende Zeitwert wird aus beobachtbaren Preisen oder Parametern abgeleitet. Ist dies nicht möglich, wird der beizulegende Zeitwert anhand von Bewertungsmodellen, die für das jeweilige Finanzinstrument angemessen sind, ermittelt. Wird der beizulegende Zeitwert mithilfe von Modellen ermittelt oder aus beobachtbaren Preisen und Parametern abgeleitet, sind Einschätzungen seitens des Unternehmens erforderlich. Derartige Einschätzungen sind mit Unsicherheiten verbunden und können Änderungen unterliegen, die sich in einer Abweichung zwischen den auf Einschätzungen beruhenden und den tatsächlichen Werten niederschlagen können."

Sachanlagen sowie immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Für die Ermittlung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer werden die von der Finanzverwaltung zu Verfügung gestellten Abschreibungstabellen als Hilfsmittel verwendet. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Gebühren, die für künftige Rechnungsperioden vereinnahmt wurden, enthalten.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB passiviert.

Sonstige Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit ihrem Barwert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen nicht.

Die Währungsumrechnung folgt den in den §§ 256a und 340h HGB vorgegebenen Grundsätzen.

Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage werden zum Nennwert ausgewiesen.

Unwiderrufliche Kreditzusagen werden zum Nennwert angesetzt.

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der angesetzten Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Aufgrund des Vorliegens aktiver Wertansatzdifferenzen im Wesentlichen in den steuerlicher Verlustvorträgen ergab sich ein Aktivüberhang latenter Steuern, auf dessen Ansatz gemäß dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet wurde. Zur Bewertung der latenten Steuern zieht die Westpac Europe GmbH die unternehmensindividuellen Steuersätze heran. Dabei beträgt der Ertragsteuersatz der Westpac Europe GmbH 31,9% (Vorjahr: 31,9%). Dieser setzt sich aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 16,1% zusammen.

Im Dezember 2023 hat der Bundesrat das Gesetz zur Umsetzung der globalen Mindeststeuer beschlossen. Dieses kommt erstmalig im Wirtschaftsjahr 2024 zur Anwendung. Die Westpac Europe GmbH wird voraussichtlich nicht der Mindeststeuer unterliegen, sie unterhält keine Tochtergesellschaften und Betriebsstätten. Eine etweilige Nachversteuerung würde auf der Ebene der obersten Muttergesellschaft der Westpac Banking Corporation in Australien stattfinden.

3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Angaben zur Bilanz

Barreserve

Das Guthaben bei Zentralnotenbanken in Höhe von TEUR 1.574 (Vorjahr: TEUR 687) handelt sich ausschließlich um die Mindestreserve bei der Deutschen Bundesbank.

Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel

Die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassenen Bundesschatzanweisungen betragen TEUR 280.407 (Vorjahr: TEUR 181.188).

Forderungen an Kreditinstitute

30.09.2024 30.09.2023
TEUR TEUR
a) täglich fällig 20,084 11,258
b) bis 3 Monate 2,683 1,663
c) mehr als drei Monate bis ein Jahr - -
d) mehr als ein Jahr bis fünf Jahre - -
e) mehr als fünf Jahre - -
f) Zinsabgrenzung 12 13
22,779 12,933

In dem Posten "Forderungen an Kreditinstitute" sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern/verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.070 (Vorjahr: TEUR 2.178) inklusive der dazugehörigen Zinsabgrenzung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 13) enthalten.

Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände beläuft sich auf TEUR 2.481 (Vorjahr: TEUR 2.684).

Immaterielle Anlagewerte

Die immateriellen Anlagewerte in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 334) sind ausschließlich Softwarelizenzen. Die Verminderung der immateriellen Anlagewerte seit Zugang resultiert aus den betriebsgewöhnlichen Abschreibungen.

Sachanlagen

Bei den Sachanlagen in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 199) handelt es sich in voller Höhe um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verminderung der Sachanlagen resultiert aus den betriebsgewöhnlichen Abschreibungen.

Die Entwicklung der Immateriellen Anlagenwerte, Wertpapiere des Anlagevermögens und Sachanlagen ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Anlagenspiegel

Anlagevermögen (in TEUR)

01.10.2023 Zugänge Abgänge 30.09.2024
Immaterielle Anlagewerte 423 - - 423
Wertpapiere des Anlagevermögens 181.188 360.666 261.429 280.425
Sachanlage 562 22 - 585
182.173 360.688 261.429 281.432

Kumulierte Abschreibungen (in TEUR)

01.10.2023 Zugänge Abgänge 30.09.2024 Restbuchwert
Immaterielle Anlagewerte 89 141 - 230 193
Wertpapiere des Anlagevermögens 9 9 - 18 280.407
Sachanlage 363 118 - 481 103
461 268 - 729 280.703

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 69) enthalten ausschließlich die Position Mietkaution.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.S.d. § 43 (3) GmbHG / verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 120.429 (Vorjahr: TEUR 138.243) inklusive der dazugehörigen Zinsabgrenzung in Höhe von TEUR 1.187 (Vorjahr: TEUR 568).

Es bestehen keine auf Fremdwährung lautenden Verbindlichkeiten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 58) betreffen Umsatzsteuerzahllasten.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

In der Position Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind abgegrenzte Gebühren in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 97), die für künftige Rechnungsperioden vereinnahmt wurden, enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.006 (Vorjahr: TEUR 605) betreffen im Wesentlichen erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile in Höhe von TEUR 237 (Vorjahr: TEUR 241), eine Rückstellung für interne, externe Prüfungskosten und Beratungskosten in Höhe von TEUR 616 (Vorjahr: TEUR 200) und eine Rückstellung für latente Adressenausfallrisiken aus unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 78).

Die Berechnung der verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs gemäß IDW RS BFA 3 basiert auf einer barwertigen Bewertung (net present value) zur Berechnung des Verpflichtungsüberschusses. Zum 30. September 2024 besteht kein Verpflichtungsüberschuss, so dass keine Drohverlustrückstellung zu bilden ist.

Eigenkapital

30.09.2024 30.09.2023
TEUR TEUR
a) Gezeichnetes Kapital 5.000 5.000
b) Kapitalrücklagen 180.000 55.000
c) Gewinnrücklagen - -
d) Bilanzverlust - 1.714 - 3.592
183.286 56.408

Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage werden zum Nennwert ausgewiesen. Der Bilanzverlust enthält sowohl den Verlustvortrag aus den Vorjahren in Höhe von TEUR 3.592 als auch den Gewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 2.037.

Andere Verpflichtungen

Unwiderrufliche Kreditzusagen werden zum Nennwert angesetzt und betreffen in Höhe von TEUR 82.000 (Vorjahr: TEUR 82.000) Kreditzusagen an Kunden.

3.2 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge

Die gesamten Zinserträge in Höhe von TEUR 6.968 (Vorjahr: TEUR 954) beinhalten Zinserträge aus Zero-Kupon Bonds in Höhe von TEUR 6.366 (Vorjahr: TEUR 892) und Zinserträge aus den Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von TEUR 602 (Vorjahr: 62).

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von TEUR 5.726 (Vorjahr: TEUR 658) beinhalten hauptsächlich Zinsaufwendungen für Barsicherheiten in Höhe von TEUR 5.466 (Vorjahr: TEUR 611). Es handelt sich hierbei um Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschaftern i.S.d. § 43 Abs. 3 GmbHG.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis besteht ausschließlich aus Upfront Gebühren bei der Kreditvergabe. Diese Upfront Gebühren (Provisionserträge) in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 5) werden direkt gruppenintern weitergeleitet (Provisionsaufwendungen), so dass das Provisionsergebnis in Summe zum Bilanzstichtag Null ist.

Nettoergebnis des Handelsbestands

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Handelsbestände in WEG, das Nettoergebnis des Handelsbestands beträgt somit 0.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 9.033 (Vorjahr: TEUR 1.943) resultieren ausschließlich aus Erträgen aus dem Cost-Plus Agreement zwischen der Muttergesellschaft und der Bank als Ausgleich für die Kundenbetreuung in Europa. Es handelt sich hierbei um Erträge von Gesellschaftern i.S.d. § 43 Abs 3 GmbHG.

Erträge nach geografischen Märkten

Der Gesamtbetrag der Zinserträge, der Provisionserträge und der sonstigen betrieblichen Erträge verteilt sich wie in der Tabelle dargestellt auf verschiedene geografische Märkte:

30.09.2024 30.09.2023
TEUR TEUR
a) Deutschland 6.366 892
b) Australien 602 62
c) England 9.033 1.943
d) Frankreich 81 5

Allgemeine Verwaltungsaufwendung

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 6.598 (Vorjahr: TEUR 3.153) betreffen Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 3.158 (Vorjahr: TEUR 2.050). Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.599 (Vorjahr: TEUR 1.103) beinhalten im Wesentlichen die Umlage der Kosten von der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 1.279 (Vorjahr: 0), Aufwendungen für die Geschäftsräume in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 243) und für die externe Jahresabschlussprüfung in Höhe von TEUR 449 (Vorjahr: TEUR 200).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen belaufen sich auf TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 250).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.197 (Vorjahr: TEUR 306) resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen aus dem Cost-Plus Agreement zwischen der Muttergesellschaft und der Bank als Ausgleich für die Serviceleistungen in UK, in Höhe von TEUR 1.103 (Vorjahr: TEUR 306) und Verluste aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 94 (Erträge im Vorjahr: TEUR 52).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft betragen TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 9).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag im Geschäftsjahr weisen einen Saldo in Höhe von TEUR 158 aus (Vorjahr TEUR 0).

Verwendung des Ergebnisses

Der Jahresgewinn in Höhe von TEUR 1.878 wird mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 3.592 aus dem Vorjahr verrechnet.

3.3 Sonstige Erläuterungen

Sonstige finanziellen Verpflichtungen

Die sonstigen Verpflichtungen beinhalten künftige Mietzahlungen aus langfristigen Mietverträgen in einer Gesamthöhe von TEUR 342 (Vorjahr: TEUR 530) für die Büroräume in Frankfurt.

4 Sonstige Angaben

Die Westpac Europe GmbH ist eine 100 %-ige Tochter der Westpac Banking Corporation mit Sitz in Sydney, Australien. Der Jahresabschluss der Bank wird in den Konzernabschluss der Westpac Banking Corporation, Sydney (kleinster & größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Muttergesellschaft offengelegt.

Der Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss der Bank setzt sich wie folgt zusammen:

Christopher Ian Bannister, Vorsitzender

Amol Patwardhan, Group Deputy Chief Auditor

Leisha White, Head of Legal Europe & America

Gayle Turner, Head of Finance, Westpac Institutional Banking

Die Geschäftsführung

Christopher Jonathan Lloyd Burgess, Geschäftsführer (bis 30.06.2024)

Andrew John Bowen, Geschäftsführer (bis 31.07.2024)

Waltraud Orisich, Geschäftsführerin (ab 01.04.2024), Magistra der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

Gregor Randl, Geschäftsführer (ab 01.08.2024), Diplomkaufmann

Organbezüge

Die Bank macht von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und weist die Gesamtbezüge der Geschäftsleitung nicht aus. Die Inanspruchnahme des Wahlrechts ist möglich, da einer der vier Geschäftsführer über die Muttergesellschaft vergütet wird.

Mandate in Aufsichtsräten und anderen Gremien

Die Mitglieder der Geschäftsführung und andere Mitarbeiter üben keine Aufsichtsratsmandate in großen Kapitalgesellschaften aus.

Prüferhonorar

Für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Berichtsjahr Honorare in Höhe von TEUR 269 (Vorjahr: TEUR 180) angefallen, welche sich ausschließlich auf Abschlussprüferleistungen beziehen.

Andere Bestätigungsleistungen und Steuerberatungsleistungen durch den Abschlussprüfer sind nicht angefallen.

Arbeitnehmer

Die Bank beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 15 Mitarbeiter (Vorjahr 9).

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

 

Frankfurt am Main, den 24.02.2025

Gregor Randl

Waltraud Orisich

Bilanz zum 30. September 2024

Aktiva

30.09.2024 30.09.2023
EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 1.574.010,00 686.610.00
darunter: bei der Deutschen Bundesbank: 1.574.010,00 Euro (Vj. 686.610,00 Euro)
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 280.407.457,26 181.188.152,26
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar: Euro 152.728.994,97 (Vj. 181.188.152,26 Euro)
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 20.083.918,52 11.257.633,67
b) andere Forderungen 2.694.785,89 1.675.612,10
4. Immaterielle Anlagewerte
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 192.553,90 333.797,98
5. Sachanlagen 103.326,70 199.300,65
6. Sonstige Vermögensgegenstände 61.275,37 69.183,12
Summe der Aktiva 305.117.327,64 195.410.289,78
30.09.2024 30.09.2023
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 1.780.702,53 5.732.746,84
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigunsfrist 118.648.311,87 132.510.109,88
2. Sonstige Verbindlichkeiten 27.503,41 58.157,35
3. Rechnungsabgrenzungsposten 120.732,63 96.867,94
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 89.288,96 -
b) andere Rückstellungen 1.164.817,20 604.691,99
5. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
b) Kapitalrücklage 180.000.000,00 55.000.000,00
c) Bilanzverlust 1.714.028,96 3.592.284,22
Summe der Passiva 305.117.327,64 195.410.289,78
1. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 82.000.000,00 82.000.000,00

 

Frankfurt am Main, den 24. Februar 2025

Gregor Randl

Waltraud Orisich

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2023 bis 30. September 2024

30.09.2024 30.09.2023
EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 602.125,38 61.867,67
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 6.365.837,75 892.117,86
2. Zinsaufwendungen 5.725.999,90 657.912,13
3. Provisionserträge 81.135,31 5.362,62
4. Provisionsaufwendungen 81.135,31 5.362,62
5. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands - -
6. Sonstige betriebliche Erträge 9.033.237,07 1.943.262,99
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 2.907.060,42 1.857.311,69
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorgung und für Unterstützung 250.919,49 192.573,13
b) andere Verwaltungsaufwendungen 3.598.907,52 1.103.452,88
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 259.543,81 249.873,82
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.197.339,60 306.091,31
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 24.841,99 9.009,36
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.036.587,47 - 1.478.975,80
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 158.332,21 0,34
13. Jahresüberschuss/fehlbetrag 1.878.255,26 - 1.478.975,46
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 3.592.284,22 - 2.113.308,76
15. Bilanzverlust - 1.714.028,96 - 3.592.284,22

 

Frankfurt am Main, den 24. Februar 2025

Gregor Randl

Waltraud Orisich

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