C.E.P.L. Wiesbaden GmbHLiquidiert
76726 Germersheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jean-Luc Duquesne seit 30.4.2012 | Geschäftsführer |
Patrick Dupont seit 30.4.2012 | Geschäftsführer |
Gerd Freimund seit 6.6.2003 | Prokura |
Joachim Michael Walter seit 5.5.2003 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
C.E.P.L. Wiesbaden GmbHWiesbadenJahresabschluss zum 31. August 2012 und LageberichtBilanzBilan au 31 Aout 2012 AKTIVA
Total passif Gewinn- und VerlustrechnungCompte de résultats pour la période du 01 septembre 2011 au 31. aout 2012
Bénéfice de l'exercice AnhangAngaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich der Vornahme steuerrechtlicher MaßnahmenErleichterungen: Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der C.E.P.L. Wiesbaden GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung nach Verabschiedung des BilMoG sowie unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unter der Annahme der Nicht-Fortführung des Unternehmens. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend steuerlichen Vorschriften linear (und bis 31.12.2007 auch degressiv) vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen für immaterielle Wirtschaftsgüter 3 Jahre und für Sachanlagen 3-10 Jahre. Eine Bewertung des Anlagevermögens zum Liquidationswert ist nicht erfolgt, da eine Erklärung der C.E.P.L. Ozoir SAS vorliegt, die Vermögensgegenstände im Falle der Schließung zum Restbuchwert zu übernehmen. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 wurde ein Sammelposten i.S.d. § 6 Abs. 2 EStG gebildet, wenn der Zugang nach dem 01.01.2008 und vor dem 01.01.2010 erfolgte. Der Sammelposten wird linear über fünf Jahre erfolgswirksam aufgelöst. Ab dem 01.01.2010 wurden selbständig nutzbare Gegenstände des Anlagevermögens deren Anschaffungskosten nicht mehr als € 410,00 betragen, sofort abgeschrieben. Der vollständige Anlagenspiegel befindet sich auf der Folgeseite. Entwicklung des Anlagevermögens
Umlaufvermögen Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel wurden zum Nennwert bewertet. Gründe für eine Wertberichtigung waren nicht erkennbar. Auf die Bildung einer Pauschalwertberichtigung wurde verzichtet. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Cash-Pool-Guthaben in Höhe von T€ 5.570. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde gemäß § 250 Abs.1 S. 1 HGB gebildet für vor dem Stichtag erfolgte Zahlungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Gewinnrücklage von T€ 217 resultiert aus erfolgsneutralen Umstellungseffekten bei der erstmaligen Anwendung des BilMoG im Geschäftsjahr 2010/2011. Rückstellungen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Grundsatzes kaufmännischer Vorsicht für alle erkennbaren Risiken in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die wesentlichen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen (in €): 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Zu 1.1, 1.2 und 3.23 Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, Entgeltumwandlung, und Altersteilzeitverpflichtungen sind gemäß Gutachten der Mercer Deutschland GmbH, Mülheim an der Ruhr vom 18.10.2012 angesetzt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen, Entgeltumwandlungen und Altersteilzeit erfolgte nach versicherungsmathematischen Gesichtspunkten nach den biometrischen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Abkehr vom Going-Concern-Prinzip mit dem Barwert der unverfallbaren Anwartschaft. Der unterstellte Gehaltstrend bei Pensionen und Altersteilzeit beträgt 2,5% p.a. Die Pensionsrückstellung berücksichtigt zudem einen Rententrend von 1,5 % p.a. Abweichend von früheren Geschäftsjahren wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem Zinssatz von 5,08 % entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Im Vorjahr betrug der Abzinsungsfaktor entsprechend Konzernvorgaben 4,5 %. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 01.09.2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31.08.2010 von € 494.234,00. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung auf die Monate bis zur Betriebsschließung. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden € 208.677 als außerordentlicher Aufwand erfasst. Ein weiterer Betrag in Höhe von € 87.864, der notwendig gewesen wäre, um den vollen BilMoG-Stichtagswert zu erreichen, wurde nicht zugeführt. Das Deckungsvermögen für Entgeltumwandlungen in Höhe von € 96.344,98 wird zum aktuellen Rückkaufswert bewertet und wurde mit der korrespondierenden Rückstellung in Höhe von € 112.016,00 verrechnet. Zu 2.1 Die Steuerrückstellungen wurden für das Geschäftsjahr vom 01.09.2009 bis zum 31.08.2010 gebildet. Zu 3.1 Die Jubiläumsrückstellung betrifft Zuwendungen bei 10-, 25- und 40-jähriger Dienstzeit. Der Rückstellungsbetrag wurde dem Gutachten der Mercer Deutschland GmbH, Mülheim an der Ruhr, entnommen. Die Bewertung erfolgte nach dem Teilwertverfahren. Abweichend von früheren Geschäftsjahren wurde die Jubiläumsrückstellung mit dem Zinssatz von 5,08 % entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Im Vorjahr betrug der Abzinsungsfaktor entsprechend Konzernvorgaben 4,5 %. Bei der Rückstellungsberechnung wurde die Betriebsschließung im Februar 2013 berücksichtigt. Zu 3.14 Die Rückstellung für Treuebonus/Sozialplan berücksichtigt die für das Verbleiben im Unternehmen ausgelobten Treueprämien sowie die zu erwartenden Leistungen aus dem vereinbarten Sozialplan. Zu 3.15 Die Rückstellung für Abfindungsverpflichtungen deckt die Abfindungszahlungen bei Betriebsschließung im Februar 2013 infolge Vertragskündigung des Hauptkunden Coty. Entsprechend Konzernvorgaben wurde im vorangegangenen Wirtschaftsjahr entgegen der Vorschrift des § 253 Abs. 2 HGB ein Zinssatz von 4,5 % für die Abzinsung zugrunde gelegt. Zu 3.16 Aus der Schließung des Unternehmens resultiert ein Rückstellungsbedarf in Höhe von € 660.000,00 für Rückbauverpflichtungen. Entsprechend Konzernvorgaben wurde im vorangegangenen Wirtschaftsjahr entgegen der Vorschrift des § 253 Abs. 2 HGB ein Zinssatz von 4,5 % für die Abzinsung zugrunde gelegt. Die Rückstellungen im Zusammenhang mit der Betriebsschließung waren ausreichend bemessen und wurden im Wesentlichen in den der Betriebsschließung folgenden Monaten abgewickelt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat mit Vertrag vom 12.06.2009 Bankguthaben bei der gruppenfinanzierenden Bank zur Sicherung eines dem C.E.P.L.- Konzern gegebenen Darlehens an den darlehensgebenden Bankenpool verpfändet. Bestehende Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft (31.8.2012 € 239 Mio.)gegenüber der Bank können jederzeit bei den Tochtergesellschaften eingefordert werden. Das Inanspruchnahmerisiko aus dieser Verpfändung wird als gering angesehen, weil die französische CEPL-Gruppe die finanzielle Fähigkeit und den Willen hat, die Verbindlichkeiten planmäßig zu tilgen. Weitere Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die wesentlichen für den Geschäftsbetrieb benötigten Gebäude und Maschinen werden entsprechend der Unternehmenspolitik der C.E.P.L.-Gruppe gemietet bzw. geleast. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Avale sowie Zahlungsverpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen für Büro- und Lagerräume, Dreiseitenstapler, Kommissionieranlagen sowie für Fahrzeuge. Die Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Davon bestehen € 167.950 gegenüber verbundenen Unternehmen. Aufwendungen, die nach der Betriebsschließung im Februar 2013 anfallen, wurden vollständig in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Abschreibungen: Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
Periodenfremde Erträge / Aufwendungen betreffen vor allem:
Kosten der Betriebsschließung Aus Gründen der Darstellungskontinuität werden die mit der Betriebsschließung zusammenhängenden Aufwendungen wie in den Vorjahren weiterhin unten den laufenden betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Dies sind im Einzelnen:
Außerordentliche Aufwendungen Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von € 208.677 betreffen in voller Höhe den Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen, der aus der Umstellung des Bewertungsverfahrens gemäß den Neuregelungen des BilMoG resultierte. Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr waren durchschnittlich 116 Angestellte beschäftigt. Cash-Pool Seit Juni 2009 nimmt die Gesellschaft am Cash-Pooling der C.E.P.L. - Gruppe teil. Dabei werden die Banksalden bei der gruppenfinanzierenden Bank über Spiegelkonten auf Konten der Muttergesellschaft übertragen. Daraus ergibt sich eine hohe Abhängigkeit von der finanziellen Situation innerhalb der C.E.P.L-Gruppe. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung der C.E.P.L. GmbH beträgt € 17.000,00 und wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Geschäftsführungsorgane Außer der Geschäftsführung waren im Berichtsjahr keine weiteren Organe bestellt. Im Berichtsjahr wurden die Geschäfte geführt von Herrn Abdelhakim Lamrani, Paris, Frankreich, Leiter des Bereichs Operationen der C.E.P.L. SAS Frankreich bis zum 30.03.2012, Herrn Thomas Aufermann, Direktor für Expansion, Köln, bis zum 31.12.2011 (Löschung im HR 30.4.2012), Herrn Patrick Dupont, Straßburg, Frankreich, Geschäftsführer und Herrn Jean-Luc Duquesne, Cormeilles - en- Parisis, Frankreich, Chief Operating Officer bei der C.E.P.L. SAS Frankreich ab 30.03.2012 Bezüge von Organmitgliedern Mit Ausnahme von Herrn Aufermann haben die Geschäftsführer im Berichtsjahr keine Bezüge erhalten. Auf Einzelangaben wird verzichtet (§ 286 Abs. 4 HGB). Fortsetzung des Unternehmens Mit Schreiben vom 13. Februar 2012 hat COTY Germany GmbH das Logistic Service Agreement vom 14. Februar 2003 mit Wirkung zum 28. Februar 2013 gekündigt. Die Arbeitsverhältnisse sind gekündigt, die Schließung wurde im Februar 2013 durchgeführt. Die Bewertung aller Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte unter der Annahme der Nicht-Fortführung des Unternehmens. Muttergesellschaft Die Berichtsgesellschaft wird in den konsolidierten Jahresabschluss der Muttergesellschaft C.E.P.L. Ozoir SAS, Ozoir Frankreich einbezogen. Oberste Muttergesellschaft ist die C.E.P.L Holding S.A.S Béville Le Comte Frankreich. Die C.E.P.L. Holding SAS veröffentlicht ihren Jahresabschluss bei der Geschäftsstelle des Handelsgerichts von Chartres / Frankreich. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung empfiehlt, den Bilanzgewinn im Hinblick auf die bevorstehende Betriebsschließung erst auszuschütten, wenn alle aus der Schließung resultierenden Verpflichtungen abgerechnet sind. Unterzeichnung gem. § 245 HGB Die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit des Jahresabschlusses, wie er sich aus diesem Bericht ergibt, wird hiermit versichert.
Germersheim, den 9. Juli 2013 Patrick Dupont Jean-Luc Duquesne Lagebericht1. Geschäft und Rahmenbedingungen1.1 Allgemeine Angaben Die C.E.P.L. Wiesbaden GmbH ist spezialisiert auf Lagerlogistik. Für den Kunden Coty Services und Logistics GmbH betreibt C.E.P.L. das weltweit größte Distributionscenter der Coty-Gruppe (selektiver Kosmetikmarkt). Die vom Hersteller angelieferte Ware wird eingelagert und nach Anforderung kommissioniert, bereitgestellt und verladen. Hauptsächlich werden die Märkte Deutschland, Schweiz, Benelux, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, England, Duty Free und Export beliefert und als Intercompany die Märkte USA, Kanada, Australien, Japan, China, Ost-Europa, Russland und der Mittlere Osten. Dieselben Dienstleistungen erbringt C.E.P.L. auch für den Kunden SA.G Perfumes Distribution GbR (ca. 0,84 % des Gesamtumsatzes). Die Geschäftstätigkeit der C.E.P.L. Wiesbaden GmbH wurde zum 28.02.2013 eingestellt. 1.2 Entwicklung der Branche (Kosmetikmarkt) Die Anzahl der Aufträge und Auftragspositionen sind im Vergleich zum Vorjahr ohne nennenswerte Abweichungen. Die Abhängigkeit von Filialisten wie z.B. Douglas oder Kaufhausketten, wie Kaufhof, besteht nach wie vor. Die in der Presse veröffentlichten Umsatzentwicklungen z.B. bei Douglas zeigen im Allgemeinen einen leicht positiven Trend. Der von C.E.P.L. Wiesbaden GmbH belieferte Kosmetikmarkt des gehobenen Preissegments hat sich in der Vergangenheit als stabil erwiesen. 1.3 Angaben zum Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Hauptaufgabe der C.E.P.L. Wiesbaden GmbH ist das Kommissionieren von Multi-Referenz-Aufträgen in einen Karton. Die Umsätze sind abhängig vom Abverkauf der Kundenprodukte in den einzelnen geographischen Märkten. Kontinuierliche Umsätze sind im Bereich Export und Travel-Retail zu verzeichnen (Großkundenbearbeitung - Ganzpaletten und Ganzkarton). Im Bereich Pick & Pack unterliegen die Umsätze je nach geographischem Markt zum Teil erheblichen Wochen- und Saisonschwankungen. Zur Abfederung dieser Spitzen wird die Firma Würz als externer Dienstleister eingesetzt. Planbare Beschäftigungsschwankungen werden durch Zeitarbeitskräfte (durchschnittlich 87, Vorjahr 79) aufgefangen. Der durchschnittliche Palettenbestand für das Berichtsjahr beträgt monatlich 26.749 Paletten. Gegenüber dem Vorjahr (26.956 Paletten) ergab sich keine nennenswerte Veränderung. Das Auftragsvolumen hat sich wie folgt entwickelt:
1.4 Darstellung des Personal- und Sozialbereichs Zum Bilanzstichtag beschäftigt C.E.P.L. 101 Mitarbeiter mit unbefristeten Verträgen und 15 Mitarbeiter mit Jahresverträgen. Im Durchschnitt wurden 116 Mitarbeiter beschäftigt. Wegen Einstellung des Geschäftsbetriebes wurde allen Mitarbeitern zwischen dem 28.02.2013 und dem 30.04.2013 gekündigt. Betriebsvereinbarungen sind abgeschlossen für Arbeitszeiten, Grundsätze des Umgangs mit elektronischer Post und dem Internet, Vereinbarung für Ende der Altersteilzeit am 31.12.2009, Jubiläumszahlungen, betrieblichen Altersvorsorge aus Entgeltumwandlung, Einmaleinzahlung und Altersvorsorge, Handy-Benutzung, Urlaubsgewährung, Mehrarbeit, Nachtschicht, Ausschluss der Abtretung von Lohn- und Gehaltsansprüchen, Regelung des betrieblichen Vorschlagwesens, Zutrittskontrolle, Alkoholverbot. Ein Entgelttarifvertrag liegt vor. Im Wesentlichen werden folgende Sozialleistungen gewährt: 13. Monatsgehalt, zusätzliches Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen, Altersvorsorge (Firmenpension), Essensgeldzuschuss. 2. ErtragslageDie Gesellschaft war im Berichtsjahr gut bis teilweise an der Kapazitätsgrenze beschäftigt. Der Umsatz hat sich im Vgl. zum Vorjahr wie folgt entwickelt: Umsätze Vorjahr
Umsätze Geschäftsjahr
Gegenüber dem Vorjahr hat der Umsatz um T€ 285 abgenommen wegen Abnahme der Auftragsanzahl bei gesteigerter Positionenanzahl. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich um T€ 330 verringert. Hauptursache hierfür waren geringere Umsatzerlöse bei gestiegenen Personalkosten. Der erzielte Jahresüberschuss beträgt T€ 526 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 260 verringert. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 965 aufgrund von hohen Rückstellungsauflösungen von T€ 992. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sanken um T€ 182 aufgrund von gesunkenen Kosten für die Palettenlagerung. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 828 angestiegen. Der Anstieg ist auf eine gestiegene Mitarbeiterzahl sowie auf höhere Personalaufwendungen im Zusammenhang mit der Betriebsschließung (T€ 1.634, Vorjahr T€ 999) zurück zu führen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um T€ 384. Der Anstieg resultiert aus zusätzlichen Kosten für die Betriebsschließung und höheren Aufwendungen für Zeitarbeit. 3. VermögenslageDie Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.004 auf T€ 9.697. Der Buchwert des Anlagevermögens verminderte sich um T€ 85 auf T€ 419 weil die im Berichtsjahr getätigten Ersatzinvestitionen unter den Abschreibungen lagen. Die Kundenforderungen gingen um T€ 11 auf T€ 1.749 zurück. Sie beinhalten die Umsatzabrechnung des Monats August, die geringer lag im Vergleich zur Forderung im Vorjahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen gingen abrechnungsbedingt um T€ 72 auf T€ 5.570 zurück. Die sonstigen Vermögensgegenstände nahmen um T€ 1.205 auf T€ 1.730 zu. Hauptursache war hierbei der Anstieg von Steuerforderungen aus geleisteten Vorauszahlungen. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag T€ 209. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sanken wegen der Berücksichtigung der Betriebsschließung um T€ 258 auf T€ 1.450. Bei den sonstigen Rückstellungen ergab sich eine Zunahme um T€ 1.555 auf T€ 6.175 wegen Berücksichtigung der Belastungen aus der Betriebsschließung. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die nachstehenden Ausführungen unter Kapitel 5 verwiesen. 4. FinanzlageDie finanzielle Ausstattung der Gesellschaft ist unverändert gut. Das Eigenkapital hat um T€ 260 auf T€ 1.130 abgenommen. Dabei wirkte sich der Jahresüberschuss von T€ 526 erhöhend aus. Gegenläufig war die Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 786. Die Eigenkapitalquote hat sich somit bei erhöhter Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr von 16 % auf 12 % vermindert. Die Verbindlichkeiten haben sich um T€ 33 auf T€ 889 vermindert. Hauptsächlich war dies durch die Abnahme von Lieferantenverbindlichkeiten bedingt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Mit der Konzernmutter in Frankreich besteht ein Cash-Pool-Vertrag. Dadurch ergibt sich eine hohe Abhängigkeit von der Finanzsituation in der C.E.P.L.-Gruppe. 5. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht)5.1 Allgemeine und marktorientierte Faktoren Die C.E.P.L. Wiesbaden GmbH ist in ihrer Geschäftsentwicklung von der Lancaster Group (Coty Inc.) und damit von der Entwicklung des Kosmetikmarktes im Marktsegment hochpreisiger Markenartikel abhängig. Die Coty Services und Logistics GmbH war bis zur Schließung der wesentliche Kunde. Die abgeschlossenen Verträge liefen bis 28.02.2013. Danach werden die Aufgaben durch ein Unternehmen des Wettbewerbs übernommen. Der Geschäftsbetrieb ist per Ende Februar 2013 eingestellt worden. Ab Ende Januar 2013 ging die Beschäftigung erheblich zurück. Der Rückgang wurde zunächst durch Abbau der Zeitarbeitskräfte ausgeglichen. 5.2 Leistungswirtschaftliche Risiken Die Umsatzspitzen sind nach wie vor schwer planbar, da eine genaue Information von den zu beliefernden Ländern fehlt. Die Beschäftigungsschwankungen werden durch Subunternehmer und Zeitarbeitskräfte aufgefangen. Die im Logistikbereich genutzte Software (LM6) wird regelmäßig sowie in speziellen Bedarfsfällen aktualisiert und den Erfordernissen angepasst. 5.3 Personalrisiken Die Gesellschaft ist auf die Erfahrung und Leistungsbereitschaft eingearbeiteter Mitarbeiter angewiesen. Die Stammbelegschaft hat eine lange Betriebszugehörigkeit. Neueinstellungen sind aufgrund der Schließung zum Februar 2013 nicht vorgenommen worden. Entschädigungsleistungen und Sozialplan sind abschließend verhandelt und die in diesem Zusammenhang gebildeten Rückstellungen abgewickelt. 5.4 Vertragsrisiken Der Vertrag mit dem Großkunden Coty ist im Februar 2013 ausgelaufen. Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 30.8.2010 sind die Verhandlungen mit dem Kunden gescheitert. Daher wurde die Schließung des Standortes Wiesbaden vorgenommen. Im Abschluss zum 31.08.2012 sind die Kosten für den Rückbau des Mietobjekts i.H.v. T€ 660 sowie für Abfindungen, Gehälter der Mitarbeiter nach Betriebsschließung und Sozialplan von T€ 4.264 abgebildet. In diesem Zusammenhang wurde auch das Mietverhältnis, dessen Grundmietzeit am 31. März 2013 endet, nicht fortgeführt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Nicht-Fortführung des Unternehmens aufgestellt. 6. PrognoseberichtAusblick auf die kommende n Geschäftsjahr e Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 sind keine Auftragsrückgänge gegenüber dem Vorjahr, zum gleichen Zeitraum, zu verzeichnen.
Für das Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Aufträge bis Januar 2013 abgewickelt, danach hat sich die Tätigkeit hauptsächlich auf die Räumung des Lagers konzentriert. Für 2012/2013 bis zur Betriebsschließung wurden wegen der Schließung des Standorts nur noch 50 % der Vorjahresumsätze abgewickelt. Das Ergebnis wird wesentlich durch die Aufwendungen aus der Schließung beeinflusst sein. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergeben habenEs ist geplant, dass die CEPL-Gruppe ( CFL mit allen direkt oder indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften einschließlich CEPL Wiesbaden GmbH und CEPL Michelstadt GmbH) an die Gruppe ID Logistics mit dem Sitz in Cavaillon (Frankreich) übergeht. Hierzu wird ID Logistics 100 % der Anteile an der CFL SAS übernehmen. Dies erfolgt als Konsequenz einer finanziellen Restrukturierung der CEPL Gruppe. Eine Vereinbarung über die Restrukturierung wurde am 12. Juni 2013 unterzeichnet. Diese soll im Juli 2013 zu einer vollständigen Abtretung der Forderungen von Aktionären, Mezzanin-Finanzierungen und Senior-Finanzierungen ( mit Ausnahme der revolvierenden Kredite und der Leasing-Finanzierungen) zu einem vereinbarten Preis und sodann zu einer Rückführung der Gesamtheit revolvierender Kredite führen. Im Übrigen wird die Gruppe ID Logistics die CEPL Gruppe in der Verfolgung und Entwicklung ihrer Logistik-Dienstleistungen bei bestehenden und neuen Kunden unterstützen. Die bilanzielle Gesundung der CEPL Gruppe und die Unterstützung von ID Logistics, einer französischen Gruppe derselben Branche werden es erlauben den Fortbestand der CEPL Gruppe zu sichern. Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind sonst keine Vorgänge eingetreten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der C.E.P.L. Wiesbaden GmbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2011 bis 31. August 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Pflichtgemäß weisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt "Fortsetzung des Unternehmens" des Anhangs und in Abschnitt "Vertragsrisiken" des Lageberichts hin, dass die Gesellschafter in ihrer Versammlung vom 30. August 2010 die Schließung des Standorts der Gesellschaft in Mainz-Kastel und damit die Einstellung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zum 12. Februar 2013 beschlossen haben. Infolge dessen wurde der Jahresabschluss unter Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Absatz 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.
Frankfurt am Main, den 15. Juli 2013 PricewaterhouseCoopers
Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer ppa. Judith Schaub, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss ist noch nicht festgestellt. |
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