Deutsche Assistance Service GmbH

Hansaallee 199, 40549 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 27947
Vorher
ÖRAG Service GmbH
Eingetragen
29.1.1992
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenKreditinstitute des SparkassensektorsMit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Der Betrieb einer Service- und Notrufzentrale als Assistance der öffentlichen Versicherer und der Sparkassen-Finanzgruppe sowie anderer Versicherungsgesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Schübel
seit 9.1.2025
Prokura
Anja Dorn
seit 8.8.2024
Prokura
Alexander Dr. Metz
seit 16.2.2024
Geschäftsführer
Dominik Langenscheidt
seit 16.2.2024
Prokura
Christian Buchner
seit 27.9.2023
Prokura
Marc Stinn
seit 27.9.2023
Prokura
Geschäftsführer
Martina Gruß
seit 2.5.2019
Prokura
Philipp Topoll
seit 19.6.2013
Prokura
Jürgen Schmitt
seit 30.4.2009
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deutsche Assistance Service GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhalt

BERICHTE

Bericht der Geschäftsführung

GESELLSCHAFTSORGANE

Geschäftsführung

ORGANISATION UND LEISTUNGSSPEKTRUM

Gesellschafterin

Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen

Auftraggeber

Leistungsspektrum

LAGEBERICHT

Wirtschaftsbericht

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsergebnis

Risiken der künftigen Entwicklung

Ausblick und Chancen

JAHRESABSCHLUSS

Jahresbilanz zum 31.12.2023

Gewinn- und Verlustrechnung

ANHANG

Bilanzierungsregeln

Erläuterung der Bilanz

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben

Bestätigungsvermerk

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den mathematisch genau gerundeten Werten auftreten können.

Deutsche Assistance Service GmbH, Hansaallee 199, 40549 Düsseldorf, Registergericht Düsseldorf HRB 27947

BERICHT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Sehr geehrte Damen und Herren,

für die Deutsche Assistance Service GmbH verlief das Geschäftsjahr 2023 erfolgreich. Unsere Marktaktivitäten konnten wir zielgerichtet vergrößern und das Umsatzvolumen auf 23,0 Mio. € ausbauen, was einer Steigerung um 11,4 % entspricht. Die in der Gesamtbetrachtung planmäßige Geschäftsentwicklung gelang in einem Umfeld, das hohe Anforderungen stellte. So war das zweite Halbjahr vor allem von klimabedingten Großschadenereignissen geprägt.

Als positives Gegengewicht bewährten sich im vergangenen Geschäftsjahr erneut unsere auf Effizienz, Qualität und Zuverlässigkeit ausgerichteten Prozessabläufe. Auch mit ihrem Geschäftsmodell sowie ihren operativen Tätigkeiten ist die Deutsche Assistance Service GmbH gut im Markt positioniert.

Im Berichtsjahr passte die Deutsche Assistance Service GmbH erneut ihre Leistungsvergütung an. Aufgrund der im vergangenen Jahr hohen Inflationsrate bot die Deckungsbeitragsrechnung nicht mehr genug Spielraum, um die aus den veränderten Konstellationen resultierenden Kostensteigerungen zu kompensieren.

Neben Assistance-Lösungen wie Krankenrücktransport oder Pannenhilfe erbrachten wir im vergangenen Ge-schäftsjahr Leistungen im Business Process Outsourcing. Im Sinne einer Shared Economy wurden sowohl im Betriebs- als auch im Schadenbereich Teilprozesse unserer Auftraggeber übernommen.

Auf der Ergebnisseite erzielte die Deutsche Assistance Service ein Ergebnis nach Steuern von -3,3 Mio. € (Vj.: -729T€). Der starke Rückgang spiegelt verschiedene Einmaleffekte wider, insbesondere die Erhöhung des Mindestlohns in Kombination mit Einflüssen der an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezahlten Corona-Prämie. Im Wesentlichen wirkten sich jedoch Aufwendungen im Zusammenhang mit unserem Investitionsprojekt DAvinci-neo auf das Gesamtergebnis aus. Als neues Assistance- und Schaden-System ist DAvinci-neo aktuell eines der größten und komplexesten Vorhaben in der ÖRAG-Gruppe.

DAvinci-neo vernetzt unser Unternehmen mit Auftraggebern und Dienstleistern, was sowohl die Effektivität der Zusammenarbeit als auch die Qualität der gemeinsam erbrachten Leistungen weiter voranbringt. Zu den wesentlichen Fortschritten des strategisch bedeutsamen Workflow-Projekts zählte vor allem der Release im Oktober 2022. Durch die erfolgreiche Freischaltung erfolgt jetzt die Schadenbearbeitung der Deutsche Assistance Versicherung in dem neuen System. Die Services der Bereiche Medizin, Kraftfahrt und Immobilien sollen sukzessive folgen, sodass wir voraussichtlich noch im laufenden Geschäftsjahr komplett auf der leistungsstarken digitalen Plattform arbeiten können.

Die Deutsche Assistance Service agiert unverändert in einem nachfragestarken Markt. So haben Assistance-Leistungen dem Assistance Barometer 2023 zufolge für Versicherungsunternehmen eine sehr hohe Bedeutung. 76 % der Befragten erachten eindeutig definierte Serviceleistungen als wichtig oder sehr wichtig. 1 Aus diesem Grund vertiefte die Deutsche Assistance Service im Berichtsjahr unter dem Motto "Zusammen unschlagbar" die Zusammenarbeit mit ihren Kunden und wird dies auch 2024 weiter forcieren.

Auf dem Weg in die Zukunft sind unsere personellen Ressourcen ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt begegnen wir folglich mit zahlreichen Recruiting-Initiativen und ergreifen zudem auch neue Möglichkeiten. In diesem Zusammenhang wollen wir den Ausbau der Betriebsstätte in Arnsberg weiter voran treiben.

Zum 1. Januar 2024 wechselt Dr. Alexander Metz in die Geschäftsführung der Deutschen Assistance Service GmbH. Er war zuvor Hauptabteilungsleiter Finanzen und Rechnungswesen bei der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs-AG. Mit ihm hat die ÖRAG-Gruppe eine sehr gute interne Lösung gefunden, die zum weiteren Erfolg der Gesellschaft beitragen wird.

Die vielversprechenden Chancen des Assistance-Marktes wollen wir weiterhin engagiert nutzen, gemeinsam mit der Deutschen Assistance Versicherung AG und den Partnern in der Sparkassen-Finanzgruppe. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Unternehmens danken wir für ihren engagierten Einsatz im Geschäftsjahr 2023 und den geleisteten Beitrag zum Erfolg.

 

Düsseldorf, den 20. März 2024

Deutsche Assistance Service GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Alexander Metz

Birgitte Munk Trautner

Jürgen Schmitt

1 Assistance Barometer 2023 S. 11

GESELLSCHAFTSORGANE

GESCHÄFTSFÜHRUNG

DR. ALEXANDER METZ, Düsseldorf

Geschäftsführer der Deutschen Assistance Service GmbH (seit 01.01.2024)

BIRGITTE MUNK TRAUTNER, Düsseldorf

Geschäftsführerin der Deutschen Assistance Service GmbH

JÜRGEN SCHMITT, Düsseldorf

Geschäftsführer der Deutschen Assistance Service GmbH

Geschäftsführer der Deutschen Assistance Telematik GmbH

ORGANISATION DER GESELLSCHAFT

GESELLSCHAFTERIN

Deutsche Assistance Versicherung AG, Düsseldorf

Mit der Gesellschafterin besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Deutsche Assistance Telematik GmbH, Berlin

Mit dem Tochterunternehmen besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

BETEILIGUNGEN

assistance partner GmbH & Co. KG, München

Reha Assist GmbH, Arnsberg (bis 31.10.2023)

AUFTRAGGEBER

Auftraggeber sind alle öffentlichen Versicherer und Verbundpartner sowie einzelne Versicherungen aus dem Drittmarkt.

LEISTUNGSSPEKTRUM

Die Deutsche Assistance Service GmbH ist Spezialist für hochwertige Assistance- und Service-Leistungen, die wir für die Kunden unserer Auftraggeber organisieren. Integriert in Produkte öffentlicher Versicherer und der Sparkassen bieten unsere Leistungen einen zusätzlichen Mehrwert, den wir über besondere Professionalität und vorbildliche Effizienz absichern.

ASSISTANCE UND SCHADENSERVICE

Die Deutsche Assistance Service GmbH agiert im Markt als Dienstleistungspartner mit ganzheitlichem Service - von allgemeiner Beratung bis hin zur Schadenfallregulierung. Für die Kunden unserer Auftraggeber organisieren wir im Bedarfsfall ein breites Spektrum an Hilfs- und Serviceleistungen. Unsere internen Prozesse sind so ausgerichtet, dass diese Beistandsleistungen schnell, zuverlässig, wirtschaftlich und auf einem hohen Qualitätsniveau erbracht werden können. Einen Schwerpunkt der Aktivitäten bildeten im Berichtsjahr unverändert konkrete Hilfs- und Serviceleistungen, die im Zusammenhang mit Assistance-Lösungen erbracht werden. Im Mittelpunkt standen zudem technologische Lösungen zur weiteren Optimierung der Vernetzung mit unseren Partnern sowie die Integration neuer technischer Entwicklungen in das Geschäftsmodell der Deutschen Assistance Service GmbH.

Unsere Dienstleistungen sind in die Produkte der öffentlichen Versicherer und der Deutschen Assistance Versicherung AG integriert. Dies verpflichtet uns in hohem Maße zu einer kundenorientierten Gestaltung und erstklassigen Umsetzung der Beistandsleistungen. Im Bereich Assistance und Schadenservice verfügt unser Unternehmen über 30 Jahre Erfahrung und ebenso erprobte wie zukunftsgerichtete Strukturen. Auch 2023 sorgten unsere fachlich versierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr für die zuverlässige Organisation, Vermittlung und Koordination von Hilfs- und Serviceleistungen.

Unsere Assistance- und Schadenservice-Leistungen erstreckten sich 2023 unverändert über alle relevanten Lebensbereiche. Und das in den Geschäftsbereichen Assistance, Business Prozess Outsourcing und Calls and Services mit den fünf verschiedenen Kompetenzfeldern Reise, Wohnen, Mobilität, Gesundheit und Sicherheit. Mit unseren eigenen Kompetenzen sowie denen der Tochtergesellschaft Deutsche Assistance Telematik GmbH sind wir hier schon heute gut im Markt positioniert und vorausschauend auf künftige Entwicklungen vorbereitet.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Die Deutsche Assistance Service GmbH legt großen Wert darauf, den Anforderungen ihrer Auftraggeber und deren Versicherungskunden umfassend gerecht zu werden. So wurden alle für das Jahr 2023 geplanten Maßnahmen und Kontrollen umgesetzt. Damit einhergehend wurden die Zufriedenheitswerte unserer Kunden regelmäßig erhoben und mit deren Erwartungen und Erfahrungen systematisch abgeglichen. Die Wirksamkeit und Effektivität unserer Ablaufprozesse wurden kontinuierlich und unter Berücksichtigung von versicherungstechnischen Themen und Vorgaben, zum Beispiel mittels unserer Schlüsselkontrollen, die sich an den gesetzlichen Vorgaben und Mindeststandards für Versicherungsunternehmen orientieren, überprüft. Trotz des aktuellen laufenden großen Migrationsprojekts, das die internen Ressourcen bindet sowie Personalveränderungen konnte das Prüfverfahren, in reduzierter Form, aufrechterhalten werden.

Positive sowie negative Kundenrückmeldungen werden im Rahmen des integrierten bereichsübergreifenden Beschwerdemanagements umgehend aufgegriffen, systematisch bearbeitet und analysiert. Unser Beschwerdemanagement erfüllt die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) herausgegebenen Mindestanforderungen an die Beschwerdebearbeitung durch Versicherungsunternehmen. Auftraggebern, die diese Vorgaben erfüllen müssen, können wir folglich die hierfür erforderlichen relevanten Informationen bereitstellen.

Um die Bedürfnisse und die Erfahrungen der Kunden in unsere Arbeit stetig einfließen zu lassen, werden unterschiedliche Kundenbefragungen durchgeführt. Zum Beispiel wird in unmittelbarem Anschluss an das geführte Leistungsgespräch sowie während der Inanspruchnahme einer Leistung durch den eingeschalteten Dienstleister oder Kooperationspartner der Kunden zur Zufriedenheit befragt. Dies dient uns als wesentlicher Gradmesser der erlebten Qualität. Für uns ist die kontinuierliche Einholung von Kundenfeedbacks eine wichtige Informationsgröße für unseren Unternehmenserfolg.

Unser Qualitätsmanagementsystem, das alle Unternehmensbereiche umfasst und Teil unserer Konzern-Unternehmensphilosophie ist, ist damit fester Bestandteil unserer DNA und wird im Sinne der fortlaufenden Verbesserung stetig weiterentwickelt. Die daraus abgeleitet Maßnahmen zur Qualitäts- und Prozesssicherung sowie die bewährten Qualitätssicherungsinstrumente werden situationsbedingt mit weiteren Instrumenten (z.B. im Bedarfs- oder Beschwerdefall die Anhörung einer Gesprächsaufzeichnung) kombiniert. Unser Qualitätsmanagement erweist sich dabei als eine etablierte Managementmethode zur Bewertung der Kundenperspektive und dem Umgang damit.

Neben der seit 2009 bestehende Zertifizierung gem. DIN EN ISO 9001:2015 erhalten wir seit 2015 regelmäßig die Auszeichnung als servicestarker Schadendienstleister des etablierten Ratings der Firma Service Value. Hierbei wird u.a. die Kompatibilität und Integrationsfähigkeit der Leistungen des Schadendienstleisters zu den Strukturen und Prozessen des Versicherers sowie der Mehrwert hinsichtlich eines serviceorientierten Zusatznutzens des Schadendienstleisters für den Versicherer analysiert. Ebenso wurden wir 2023 als nachhaltiger Schadendienstleister ausgezeichnet. Wir sehen Nachhaltigkeit als grundlegenden Bestandteil aller zukunftsgerichteten und strategischen Prozesse der gesamten Unternehmensgruppe.

BUSINESS DEVELOPMENT

Optimale Assistance-Leistungen orientieren sich an den Wünschen bzw. dem Bedarf der Auftraggeber und ihrer Kunden und überzeugen durch eine reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die mit diesen Anforderungspunkten verknüpften Aktivitäten der Produktgestaltung sind zentral in unserem Funktionsbereich Business Development angesiedelt. Mit seinen fundierten Kunden- und Marktkenntnissen greift der Bereich Trends und Entwicklungen frühzeitig auf, erarbeitet darauf abgestimmt neue Ideen und sorgt für die entsprechende bedarfs- und anforderungsgerechte Produktgestaltung. Zum mehrstufigen Entwicklungsprozess gehört dabei auch die betriebswirtschaftliche Betrachtung des Produktportfolios. So kümmern sich die Mitarbeiter des Business Developments ebenfalls um die jeweilige Preisfindung inklusive Vertragsgestaltung und -verhandlung. Auch die Koordination aller Schnittstellen, und zwar sowohl im Hinblick auf externe Beteiligte als auch innerhalb der Deutschen Assistance Service GmbH sowie zu anderen Gesellschaften der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs-AG und der Deutschen Assistance Versicherung AG, zählt zum Tätigkeitsspektrum.

Neben der produkt- und serviceorientierten Kundenbetreuung im B2B-Segment befassten sich die Spezialisten des Bereiches Business Development im Berichtsjahr unverändert mit klassischen vertrieblichen Aufgaben. Durch diese Aufstellung war erneut eine durchgängige Betreuung über den gesamten Entstehungszyklus der Produkte gewährleistet, von der Konzeption bis zur Marktreife. Nach der Markteinführung wird das Produkt im Rahmen des Produktcontrollings im Hinblick auf Performance und betriebswirtschaftliche Kennzahlen laufend überwacht und gesteuert.

KOOPERATIONSPARTNERMANAGEMENT

Zu den wesentlichen Kernkompetenzen eines Assisteurs zählt der Zugriff auf bedarfsgerechte Netzwerkstrukturen. Dabei steigen die Anforderungen parallel zum Leistungsanspruch: Sind Eventualitäten aus allen Lebensbereichen abzudecken, müssen äußerst vielschichtige Kontakte gegeben sein. Werden Leistungen zusätzlich auch länderübergreifend erbracht, erfordert dies tragfähige internationale Verbindungen. Das weltweite Netzwerk der Deutschen Assistance Service GmbH leistet beides - schnell, ortsnah und auf einem hohen Qualitätsniveau.

Die zur Durchführung der Hilfs- und Servicemaßnahmen eingesetzten Dienstleistungs- oder Kooperationspartner werden vom Kooperationspartnermanagement der Deutschen Assistance Service GmbH ausgewählt. Die dabei angelegten Kriterien sind äußerst streng und beziehen neben betriebswirtschaftlichen Kennzahlen insbesondere qualitative Leistungsfaktoren mit ein. Zusätzlich sorgt das Kooperationspartnermanagement dafür, dass die komplexen Beziehungen innerhalb des Netzwerks reibungslos funktionieren.

Sämtliche für eine Zusammenarbeit erforderlichen Qualitätsstandards werden vertraglich festgelegt. Dabei gilt die Prämisse: hohe Qualität zu akzeptablen Kosten. Um Preisvorteile zu generieren, setzte die Deutsche Assistance Service GmbH im vergangenen Geschäftsjahr erneut auf Volumenbündelung und Rahmenvereinbarungen. Wie bereits in den Vorjahren sicherte dies die angestrebte Wirtschaftlichkeit und ermöglichte zugleich kalkulierbare Schadenkosten.

Durch die zunehmende Digitalisierung wächst zudem die Anzahl an nicht ortsgebundenen Kooperationen, die der Kunde digital nutzen kann. Diese Services sind unabhängig von einem konkreten Schadenort nutzbar.

SYSTEM- UND PROZESSMANAGEMENT

Standardisierte Geschäftsprozesse und bedarfsgerechte IT-Unterstützung sind wesentliche Grundlagen für hohe Servicequalität und größtmögliche Effizienz. Die Experten des System- und Prozessmanagements kombinieren profundes IT-Fachwissen mit umfassenden Kenntnissen unseres Geschäftsbetriebs. Dies sichert Lösungen, die perfekt auf die speziellen Arbeitsabläufe des Unternehmens abgestimmt sind.

Auch im vergangenen Jahr agierte das System- und Prozessmanagement der Deutschen Assistance Service GmbH an der Schnittstelle zwischen Kundenanfragen und deren operativer Bearbeitung. Eine wesentliche Herausforderung war dabei, die vielfältigen Anforderungen qualifiziert aufzugreifen und dafür zu sorgen, dass die Anfragen effizient und hochwertig bearbeitet werden können. Mit DAvinci, einem ganzheitlichen und modernen System für innovative Assistance-Leistungen, hat die Deutsche Assistance Service GmbH die strukturellen Voraussetzungen für ihre Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit geschaffen. Mit der produktiven Nutzung von DAvinci für die Betreuung des Produktportfolios unserer Muttergesellschaft Deutsche Assistance Versicherung AG, hat die Deutsche Assistance Service GmbH bereits Ende 2022 die Grundlage für den sukzessiven Ausbau und die Inbetriebnahme weiterer Produkte gelegt. Mit dem neuen Assistance-System kann die Deutsche Assistance Service GmbH schnell und einfach an die unterschiedlichsten Prozesse "andocken". Dadurch ist nicht nur ein schnellerer Datenaustausch möglich, sondern auch eine effizientere Bearbeitung im Leistungsfall.

Die Fachkomponenten, die im DAvinci-Kernsystem enthalten sind, umfassen die gesamte Bandbreite eines Assistance- Systems. Dazu zählen ein zentrales Vorgangsmodul, in dem alle Vorgänge bearbeitet werden können, ein einfaches Bestandsmodul, intelligente Tools zur Schadenbearbeitung und Dienstleistersteuerung sowie weitere Systeme zur Produktgestaltung und Workflowsteuerung. Eine Skalierung der Funktionalitäten ermöglicht auf Sicht auch im Bereich der Shared Services den Einsatz des neuen Kernsystems DAvinci.

Neben dem Kernsystem nutzt DAvinci auch eine Reihe von zentralen Systemen der ÖRAG-Gruppe, beispielsweise das Beschwerde-, Rechte- und Dokumenten-Management sowie den Zahlungsverkehr und die für uns sehr wichtige Business Intelligence. Diese erlaubt es uns, alle Daten zu erfassen und auszuwerten - ein Thema, das in Zukunft auch für die Deutsche Assistance Service GmbH eine immer wichtigere Rolle spielen wird.

LAGEBERICHT

Wirtschaftsbericht

Nichtfinanzielle Leitungsindikatoren

Geschäftsergebnis

Risiken der künftigen Entwicklung

Ausblick und Chancen

WIRTSCHAFTSBERICHT

Geschäftsmodell der Deutschen Assistance Service GmbH

Die Deutsche Assistance Service GmbH agiert im Markt als Dienstleistungspartner mit ganzheitlichem Service - von allgemeiner Beratung bis hin zur Schadenfallregulierung. Für die Kunden ihrer Auftraggeber organisiert sie im Bedarfsfall Hilfs- und Serviceleistungen. Ihre internen Prozesse sind so ausgerichtet, dass diese Beistandsleistungen schnell und wirtschaftlich erbracht werden können. Einen Schwerpunkt der Aktivitäten bildeten im Berichtsjahr unverändert Hilfs- und Serviceleistungen, die im Zusammenhang mit Assistance-Lösungen erbracht werden.

Das Wirtschaftsjahr in Deutschland

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden 2023 um 0,3 Prozent zum Vorjahr. Ein Jahr zuvor hatte es nach jüngsten Berechnungen noch 1,9 Prozent Wachstum gegeben.

Im ersten Quartal wuchs die Wirtschaftsleistung in Deutschland preis-, saison- und kalenderbereinigt noch minimal um 0,1 Prozent zum Vorquartal. Im zweiten und auch im dritten Vierteljahr stagnierte das BIP dann in Europas größter Volkswirtschaft. Im Schlussquartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung laut einer ersten Schätzung der Statistiker schließlich um 0,3 Prozent.

Experten zufolge ist vor allem die lahmende Weltkonjunktur aber auch die Konsumzurückhaltung der Verbraucher infolge hoher Inflationsraten für die schwache deutsche Konjunktur verantwortlich. "Die deutsche Wirtschaft bewegt sich seit fast vier Jahren in einem nahezu andauernden Krisenmodus", hält das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) fest. Auf die Corona-Krise folgte im Februar 2022 der russische Angriff auf die Ukraine, der die Preise für Energie und Nahrungsmittel zeitweise extrem steigen ließ. Der Nahostkonflikt sorgt für neue Unsicherheit, zudem trifft die jüngste Haushaltskrise Deutschland in einem Moment wirtschaftlicher Schwäche. 2

Einordnung der Deutschen Assistance Service GmbH in das Wirtschaftsjahr 2023

Die Deutsche Assistance Service GmbH konnte im Wirtschaftsjahr 2023 trotz andauernder negativer exogener Einflüsse (Ukraine-Krieg, Inflation) ihre Betriebsleistung (Umsatzerlöse und Sonstige betriebliche Erträge) von 20.858 T€ (2022) um 2.458 T€ auf 23.316 T€ im Jahr 2023 steigern.

2 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-rezession-deutsche-wirtschaft-konjunktur-faq-100.html

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Personalstatistik

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Deutschen Assistance Service GmbH beschäftigt, davon in Vollzeit 97 (53,89 %) und in Teilzeit 83 (46,11 %). Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 sank die Anzahl der Beschäftigten (Vj.: 183) um 1,64 %.

Beschwerdestatistik

Mit ihren Assistance-Leistungen erbringt die Deutsche Assistance Service GmbH als professioneller Dienstleister vielfältige Hilfs- und Serviceleistungen. Diese werden auf höchstem Qualitätsniveau erbracht, um den hohen Standards und Anforderungen unserer Kunden zu entsprechen. Eingaben an die Geschäftsleitung sowie klassische Kundenbeschwerden gegenüber der Deutschen Assistance Service GmbH werden systematisch erfasst und bearbeitet. Mit durchschnittlich 68 Beschwerden pro Monat liegt die Beschwerdequote, bezogen auf das Anrufvolumen, bei ca. 0,17 %. Inhaltlich waren sie zum Teil berechtigt.

GESCHÄFTSERGEBNIS

Die Betriebsleistung * ist von 20.858 T€ (2022) um 2.458 T€ auf 23.316 T€ im Jahr 2023 gestiegen. Sie ist gleichermaßen der bedeutendste finanzielle Leistungsindikator der Deutschen Assistance Service GmbH.

Die Aufwendungen für die Betriebsleistung ** haben sich im Jahr 2023 von 21.495 T€ (2022) um 5.059 T€ auf 26.554 T€ erhöht.

Insgesamt ist im Geschäftsjahr 2023 ein negatives Betriebsergebnis erzielt worden. Das Betriebsergebnis (ohne Steuern) hat sich von -727 T€ (2022) um -2.590 T€ auf - 3.317 T€ (2023) im Vergleich zum Vorjahr verringert. Dementsprechend hat sich das Jahresergebnis nach Steuern von -729 T€ (2022) auf -3.318 T€ (2023) verringert.

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der Deutschen Assistance Versicherung AG wurde der Jahresfehlbetrag ausgeglichen.

* Die Betriebsleistung beinhaltet die Positionen Umsatzerlöse und "Sonstige betriebliche Erträge".
** Die Aufwendungen für die Betriebsleistung beinhalten die Positionen Aufwendungen für bezogene Leistungen, Personalaufwand, Abschreibung und "Sonstige betriebliche Aufwendungen".

RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Hauptauftrag der Deutschen Assistance Service GmbH ist es, die Assistance- und Service-Leistungen in der Sparkassen- Finanzgruppe zu organisieren. In ihrer unternehmerischen Tätigkeit geht es der Gesellschaft darum, sich bietende Chancen optimal zu nutzen und eventuell bestehende Risiken zu kontrollieren und zu begrenzen. Das Risikomanagementsystem des Unternehmens ist in die Risikoorganisation des ÖRAG-Konzerns eingebunden.

Alleinige Gesellschafterin der Deutschen Assistance Service GmbH ist die Deutsche Assistance Versicherung AG. Es besteht ein Beherrschungsvertrag mit Gewinn- bzw. Verlustübernahme. Für finanzielle Risiken der ÖRAG-Gesellschaften wurde ein Überwachungssystem eingerichtet, das geschäftsgefährdende Entwicklungen frühzeitig erkennt.

Innerhalb der Deutschen Assistance Service GmbH liegt die Risikoverantwortung in den Fachbereichen - verbunden mit einem Berichtswesen gegenüber der Geschäftsleitung. Mithilfe eines integrierten Ansatzes einschließlich eines detaillierten Berichts- und Planungswesens sind Risikomanagement, Controlling und Revision über die Geschäftsleitung gewährleistet.

Auftraggeber der Deutschen Assistance Service GmbH sind Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe sowie Dritte. Für die Deutsche Assistance Service GmbH ist eine enge Kooperation mit den Partnern relevant. In der Zusammenarbeit mit ihrer Muttergesellschaft Deutsche Assistance Versicherung AG wird die Kompetenz Assistance weiter etabliert.

In einem durch zunehmenden Verdrängungs- und Preiswettbewerb gekennzeichneten Markt gilt es für das Unternehmen, Assistance-Aufträge auch im Hinblick auf die Personal- und Sachkosten rentabel zu gestalten. Das innovationsgetriebene Geschäft erfordert es, die Abwicklung der Serviceleistungen stets markt- und zukunftsfähig auszurichten.

Die Produkte der Deutschen Assistance Service GmbH sind im Hinblick auf den Serviceumfang ausreichend kalkuliert und durch Erfahrungswerte aus der Assistance-Branche abgesichert. Das Unternehmen stellt sich mit einer hohen Innovationsbereitschaft auf zukünftige Entwicklungen ein. Hier sind es insbesondere die technischen Entwicklungen, die eine zeitgerechte Integration in das Geschäftsmodell der Deutschen Assistance Service GmbH erfordern. Sie gehen einher mit zu tätigenden Investitionen für neue technische Anforderungen und Schnittstellen zwischen den IT-Systemen der Gesellschaften.

Bei der Durchführung der Hilfs- und Servicemaßnahmen ist die Deutsche Assistance Service GmbH auf Dienstleistungs- oder Kooperationspartner angewiesen. Damit eventuelle Ausfälle von Partnern kompensiert werden können, ist das Partnernetzwerk so dimensioniert, dass jederzeit zuverlässige Alternativen bereitstehen. Der demografische und soziologische Wandel sowie der regionale und nationale Arbeitsmarkt stellen Herausforderungen im Rahmen der Mitarbeitergewinnung und -bindung und Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der Belegschaft dar.

Bedingt durch das teilweise vorfinanzierte Geschäft ist das Forderungsmanagement von zentraler Bedeutung für die Gesellschaft. Risiken aufgrund von Zahlungsausfällen begegnet sie mit einem wirksamen Forderungsmanagement, das durch entsprechende Liquiditätsplanung und -steuerung unterstützt wird.

Auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen führen die genannten Risiken zu keiner bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Deutschen Assistance Service GmbH.

AUSBLICK UND CHANCEN

Assistance-Leistungen etablieren sich zunehmend als Marktstandard - und zwar sowohl bei den Endkunden als auch bei den Versicherern. Als professioneller Assisteur mit einem breiten Angebot an konkreten Hilfs- und Serviceangeboten agiert die Deutsche Assistance Service GmbH somit unverändert in einem Marktumfeld, das durch positive Entwicklungstendenzen gekennzeichnet ist.

Ein wesentliches Gütekriterium für Assistance-Leistungen ist die Abwicklungsqualität, ein Faktor, bei dem die Deutsche Assistance Service GmbH in besonderem Maße punkten kann. Mit unseren über Jahre gewachsenen und kontinuierlich weiter optimierten Strukturen sind wir für heutige wie künftige Aufgabenstellungen bestens gerüstet. Neben langjähriger Expertise und konsequenter Kundenorientierung tragen insbesondere die auf Effizienz ausgerichteten Prozesse und Arbeitsabläufe zur Marktstärke bei. Sie sichern eine kompetente Erfüllung der Aufgaben im Assistance- und Schadenmanagement und gewährleisten neben der erforderlichen Qualität zugleich die notwendige Wirtschaftlichkeit der erbrachten Leistungen.

Das anhaltend hohe Interesse an Unterstützungs- und Beistandsleistungen wird vom demografischen und gesellschaftlichen Wandel forciert. Für zusätzliche fördernde Impulse sorgen zudem die allgemein fortschreitende Digitalisierung und die höhere Mobilität. Beide Entwicklungen bereiten den Boden für zusätzliche Assistance-Angebote. Parallel stellt die zunehmende Regeldichte im Finanzdienstleistungsbereich unsere Auftraggeber vor wachsende Herausforderungen. Mit ihrem breiten Leistungsspektrum kann die Deutsche Assistance Service GmbH in diesem Kontext wesentlichen Mehrwert erschließen.

Als Assisteur agieren wir gemeinsam mit unseren Auftraggebern. Dabei liegt unser hauptsächliches Tätigkeitsfeld in der praktischen Umsetzung und damit an der wichtigen Schnittstelle zum Kunden. Parallel arbeiten wir gemeinsam mit den Auftraggebern an produktseitigen Lösungen und an Optimierungen, die es erlauben, Geschäftsabläufe noch variabler und schneller zu gestalten. Die enge Zusammenarbeit mit den Auftraggebern und Partnern sowie die starke Ausrichtung an Wünschen und Erwartungen der Endkunden bleiben auch weiterhin entscheidende Determinanten unseres Unternehmenserfolgs. Zusätzlich wird es nach wie vor darauf ankommen, interne und übergreifende Prozessabläufe ideal miteinander zu verzahnen, um auf diesem Wege weitere Synergien erschließen und ergänzende Effizienzvorteile heben zu können.

In einem auch in 2023 aufgrund der anhaltend hohen Inflation schwierigen Umfeld konnte die Deutsche Assistance Service GmbH ihren Umsatz weiter steigern. Wir schließen das Geschäftsjahr aufgrund umfangreicher IT-Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung mit einem Verlust ab.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Deutsche Assistance Service GmbH aufgrund weiterhin hoher Investitionen ein negatives Geschäftsergebnis. Wir rechnen aufgrund des robusten Bestandsgeschäftes, umfangreicher Maßnahmen zur Realisierung von Neugeschäft sowie inflationsbedingter Preisanpassungen mit deutlich steigenden Umsätzen und einer weiteren Ergebnisverbesserung im operativen Geschäft.

Die Erreichung dieser erneut ambitionierten Zielsetzungen hängt nach wie vor maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und der Euro-Zone sowie der geopolitischen Lage im Osten Europas ab.

JAHRESABSCHLUSS

Jahresbilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

JAHRESBILANZ ZUM 31.12.2023

AKTIVSEITE

2023 2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.235.627,00 2.568.327,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.450.609,00 1.819.692,00
3. Geleistete Anzahlungen 1.465.636,61 128.548,34
5.151.872,61 4.516.567,34
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 295.967,00 422.922,00
295.967,00 422.922,00
III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 175.000,00 175.000,00
2. Beteiligungen 119.206,00 402.006,00
294.206,00 5.742.045,61 577.006,00 5.516.495,34
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 11.000,00 11.000,00
11.000,00 11.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.973.930,23 9.940.725,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.369.133,64 1.292.283,18
Davon gegenüber Gesellschafterin: 3.886.627,34 € (Vj.: 1.219.113,67 €)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 178.500,00 821.756,04
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.854.955,23 2.202.543,54
17.376.519,10 14.257.308,72
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.247.646,89 1.966.458,71
2.247.646,89 19.635.165,99 1.966.458,71 16.234.767,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 246.067,10 279.572,82
Summe der Aktiva 25.623.278,70 22.030.835,59

PASSIVSEITE

2023 2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 4.601.626,94 4.627.191,53 4.601.626,94 4.627.191,53
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.445.224,00 1.381.039,00
2. Sonstige Rückstellungen 914.909,00 2.360.133,00 764.432,00 2.145.471,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 233.853,36 301.954,20
Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 233.853,36 € (Vj.: 301.954,20 €)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.206.740,64 14.252.117,01
Davon gegenüber Gesellschafterin: 0,00 € (Vj.: 0,00 €)
Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 18.206.740,64 € (Vj.: 14.252.117,01 €)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 188.392,13 619.608,30
Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 188.392,13 € (Vj.: 619.608,30 €)
Davon aus Steuern: 72.486,20 € (Vj.: 73.499,92 €)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 € (Vj.: 0,00 €) 18.628.986,13 15.173.679,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.968,04 84.493,55
Summe der Passiva 25.623.278,70 22.030.835,59

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

2023 2022
POSTEN
1. Umsatzerlöse 23.050.444,13 20.694.657,65
2. Sonstige betriebliche Erträge 265.930,37 163.315,04
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.299.217,50 5.248.166,73
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.197.797,50 7.063.293,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.446.145,44 1.436.808,38
Davon für Altersversorgung: 196.193,78 € (Vj.: 194.067,40 €) 8.643.942,94 8.500.101,45
5. Abschreibungen
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.266.249,30 569.643,47
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.344.442,06 7.176.989,51
7. Erträge aus Beteiligungen 66.477,20 28.020,44
Davon aus verbundenen Unternehmen: 40.241,30 € (Vj.: 21.270,56 €)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 221.200,01 3.000,00
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 5.381,14
10.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 367.289,89 115.935,25
Davon an verbundene Unternehmen: 355.543,07 € (Vj.: 51.881,78 €)
11.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
12.Ergebnis nach Steuern -3.317.089,98 -727.224,42
13.Sonstige Steuern 1.384,00 1.405,00
14.Erträge aus Verlustübernahme 3.318.473,98 728.629,42
15.Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG

Bilanzierungsregeln

Erläuterung der Bilanz

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben

BILANZIERUNGSREGELN

Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die Deutsche Assistance Service GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

AKTIVA

Immaterielle Vermögensgegenstände

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für die selbst geschaffene Software wurden die Entwicklungskosten in Höhe von 2.235.627,00 € angesetzt. Diese wurden in voller Höhe aktiviert.

Die Ausschüttungssperre gem. § 285 Nr. 28 HGB iVm § 268 Abs. 8 HGB beträgt 1.536.180,00€. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus den aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen von 2.235.627,00 € abzüglich zugehöriger passiver latenter Steuer von 699.447,00 €

Sachanlagen

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von bis zu 250 € werden direkt als Aufwand verbucht (gemäß § 6 Abs. 2 EStG). Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 1.000 € wird eine Sammelbewertung unter Berücksichtigung einer pauschalen Nutzungsdauer von fünf Jahren durchgeführt (analog § 6 Abs. 2a EStG). Dieser Sammelposten bleibt auch bei Entnahme, Veräußerung oder Untergang eines darin enthaltenen Vermögensgegenstands unverändert.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert.

Vorräte

Vorräte wurden gemäß § 240 Abs. 3 HGB mit einem Festwert angesetzt.

Übrige Posten des Umlaufvermögens und Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den übrigen Posten des Umlaufvermögens wie auch bei den Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte die Bilanzierung zu Nominalbeträgen.

Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit ihren Nominalwerten angesetzt.

PASSIVA

Pensionsrückstellungen

Grundlage für die Berechnung der Pensionsrückstellungen ist die Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Anwendung der Richttafeln (Sterbetafeln von 2018 G) von der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln. Berücksichtigt sind neben den gegenwärtigen auch künftige Entwicklungen, Trends sowie Fluktuationen. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsVO) veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Für die Ermittlung der Verpflichtungen wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter verwendet:

Pensionsalter Vertragliche Altersgrenze
Gehaltsdynamik 2,4 %
Rentendynamik 2,2 %
Fluktuation 1,5 %
Zinssatz 1,83 %

Ermittlung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB:

Rückstellung unter Verwendung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes: 1.445.224 €
Zum Vergleich:
Rückstellung unter Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,75 %): 1.469.584 €
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB: 24.360 €

Rückstellung für Jubiläen

Die Ermittlung der Verpflichtung für die Jubiläumsrückstellung erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit einem Rechnungszins von 1,75 %.

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen bemessen sich nach dem voraussichtlichen Bedarf in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abgezinst.

Andere Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Währungsumrechnung ist die amtliche Devisenkurstabelle zum Stichtag zugrunde gelegt worden.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Latente Steuern

Es besteht eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft zum Organträger ÖRAG Rechtsschutzversicherungs AG. Etwaige Steuerlatenzen wären deshalb grundsätzlich auf Ebene des Organträgers zu erfassen. Dieser bildete in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erstmalig im Geschäftsjahr 2016 aktive latente Steuern.

ERLÄUTERUNG DER BILANZ (AKTIVA)

A. ANLAGEVERMÖGEN

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS (ANLAGENSPIEGEL) 2023 GEMÄß § 284 ABS. 3 HGB

auf volle Euro-Beträge gerundet

Buchwert 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.568.327 354.990 0 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.819.692 30.323 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 128.548 1.337.088 0 0
4.516.567 1.722.401 0 0
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 422.922 198.702 146.504 0
422.922 198.702 146.504 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 175.000 0 0 0
2. Beteiligungen 402.006 0 282.800 0
577.006 0 282.800 0
Summe 5.516.495 1.921.103 429.304 0
Zuschreibungen Abschreibungen des Geschäftsjahres Buchwer 31.12.2023t
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 687.690 2.235.627
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 399.406 1.450.609
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 1.465.637
0 1.087.096 5.151.873
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 179.153 295.967
0 179.153 295.967
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 175.000
2. Beteiligungen 0 0 119.206
0 0 294.206
Summe 0 1.266.249 5.742.046

III. Finanzanlagen

1. Die Aufstellung eines Konzernabschlusses entfällt im Hinblick auf § 293 Abs. 1 HGB.

2. Anteile an verbundenen Unternehmen

Das Stammkapital der Deutschen Assistance Telematik GmbH beträgt 25.000 € (Vj.: 25.000 €). Der Anteil am Kapital beträgt 100% (Vj.: 100%). Zum 31.12.2023 beträgt das Eigenkapital 280.410,41 € (Vj.: 280.410,41 €).

Gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der im Geschäftsjahr 2020 abgeschlossen wurde, führt die Deutsche Assistance Telematik GmbH ihr Ergebnis für 2023 in Höhe von 40 T€ in voller Höhe an die Deutsche Assistance Service GmbH ab.

3. Beteiligungen

An den folgenden Unternehmen ist die Deutsche Assistance Service GmbH beteiligt (Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB):

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis
Name und Sitz der Gesellschaft % T€ T€
assistance partner GmbH & Co. KG, München * 12,50 1.362 212

* Werte aus 2022

Im Geschäftsjahr wurden die Anteile an der Reha Assist GmbH an die Deutsche Assistance Versicherung AG verkauft.

B. UMLAUFVERMÖGEN

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bestehen Forderungen in Höhe von 0,00 € (Vj .: 0,00 €) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

ERLÄUTERUNG DER BILANZ (PASSIVA)

B. RÜCKSTELLUNGEN

2023 2022
2. Sonstige Rückstellungen
Urlaubsverpflichtungen 67.324 48.184
Variable Vergütung 138.500 147.000
Jahresabschlusskosten 74.362 69.057
Beiträge Berufsgenossenschaft 518 2.119
Jubiläumsaufwendungen 193.504 184.529
Übrige Aufwendungen 440.701 313.543
914.909 764.432

ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Gemäß § 277 Abs. 5 HGB sind in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" Währungskursgewinne in Höhe von 3.929,24 € (Vj.: 1.100,99 €) enthalten.

Die Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" umfasst Währungskursverluste in Höhe von 5.206,86 € (Vj.: 2.867,98 €).

In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellung sowie der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 11.746,82 € (Vj.: 52.680,08 €) enthalten.

ALLGEMEINE ANGABEN

Es waren im Jahresdurchschnitt 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt; davon 97 Vollzeitkräfte und 83 Teilzeitkräfte.

Das Honorar unseres Abschlussprüfers Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft beträgt 11.330,00 €.

Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung haben wir Pensionsrückstellungen in Höhe von 800.849,00 € bilanziert.

Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung wurden nicht vergeben.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft gegenüber der Reha Assist Deutschland GmbH in Höhe von 200 T€. Die Bürgschaft hat keine zeitliche Beschränkung.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

Die ÖRAG Rechtsschutzversicherungs-AG hat der Deutschen Assistance Service GmbH zur Liquiditätssicherung einen Darlehensrahmen in Höhe von 16,0 Mio. € eingeräumt, wonach Darlehensbeträge bis zu dieser Höhe in Teilbeträgen abgerufen werden können. Zum 31. Dezember 2023 bestanden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs-AG in Höhe von 11,3 Mio. €.

Die Mitglieder der Geschäftsführung sind auf Seite 5 aufgeführt. Bezüglich der aktiven Geschäftsführerbezüge wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft wird als verbundenes Unternehmen in den Konzernabschluss der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs AG, Düsseldorf, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der HGB-Konzernabschluss der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs-AG wird von der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs- AG, Düsseldorf, in deutscher Sprache bei der das Unternehmensregister führenden Stelle offengelegt.

 

Düsseldorf, den 20. März 2024

Deutsche Assistance Service GmbH

Birgitte Munk Trautner

Jürgen Schmitt

Dr. Alexander Metz

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Deutsche Assistance Service GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deutsche Assistance Service GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deutsche Assistance Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichtes mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 22. März 2024

Mazars GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Volkmer, Wirtschaftsprüfer

Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer

Deutsche Assistance Service GmbH

Hansaallee 199

40549 Düsseldorf

Telefon 0211 529-50

Telefax 0211 529-5199

E-Mail info@deutsche-assistance.de

Internet www.deutsche-assistance.de

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