Autohaus Road Star GmbHLiquidiert
Tennenloher Straße 2, 90425 Nürnberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Füssinger seit 6.5.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Road Star GmbHNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Das Autohaus Road Star GmbH ist ein Kfz-Betrieb mit den Markenvertretungen für Jaguar und Land Rover im Verkauf und Service sowie Hyundai Fahrzeuge im Verkauf und Service. Es werden Neu-, Jahres-, wie auch Gebrauchtfahrzeuge hauptsächlich dieser Marken vertrieben. Des Weiteren werden der komplette Service, die Reparatur, der Ersatzteilverkauf und die Unfallinstandsetzung für beide Marken angeboten. Die Vermietung von Fahrzeugen als Lang- und Kurzzeitmiete sowie als Mobilitäts-Modell ist ein weiteres Geschäftsfeld. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2020 verringerte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 5,0 % gegenüber dem Vorjahr. Nach zehn Jahren Wirtschaftswachstum in Folge ging die Wirtschaftsleistung Deutschlands somit erstmals wieder deutlich zurück. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP noch angestiegen, 2018 um 1,3 % und 2019 um 0,6 %. Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland hat sich aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stark verändert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März 2021 mitteilt, gingen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland nach den Konzepten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % in jeweiligen Preisen und um 5,0 % preisbereinigt zurück. Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4 % auch in der Corona-Krise stabilisierend, wozu unter anderem die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen beitrug. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf den Außenhandel massiv aus: Die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders groß war der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen In Deutschland wurden 2020 insgesamt nur 2,92 Mio PKW neu zugelassen. Das entspricht einem Minus von 19,1% gegenüber dem Vorjahr. Für unsere Marken ergaben sich folgende Zahlen im Jahr 2020: Hyundai erreichte ein Minus von 19,8% auf 105.051 Zulassungen, das entspricht einem gleichbleibenden Marktanteil von 3,6% wie zuvor in 2019. Bei Jaguar ergibt sich ein weiteres Minus von 19,6% auf 6.933 Zulassungen, das entspricht einem Marktanteil von 0,2% gleichbleibend zu 2019. Land Rover verzeichnet ebenfalls ein weiteres Minus von 25,5% auf 12.984 Zulassungen, das entspricht einem Marktanteil von 0,4% im Vergleich zu 0,5% in 2019. Bei der Marke Jaguar Land Rover, die zum größten Teil mit Diesel Motoren ausgestattet sind, hat sich die ständige Diskussion in den Medien um CO 2 und NOx und die Sinnhaftigkeit von SUV-Fahrzeugen weiterhin negativ auf den Absatz in 2020 ausgewirkt. Auch die anhaltende Diskussion und das Tauziehen um einen geregelten oder ungeregelten Brexit von Großbritannien verunsicherte die Kunden zunehmend mehr. Der Gebrauchtwagenmarkt zeigte mit 7,02 Mio. Fahrzeugen ein stabiles Ergebnis, fast auf dem Niveau von 2019 7,19 Mio. Wir mussten dennoch durch den hohen Dieselanteil unserer Fahrzeuge längere Standzeiten und nötige Preisabschläge hinnehmen. Insbesondere unsere Vorführwagen und jungen Gebrauchtwagen waren hiervon stark betroffen, Durch die fehlenden attraktive und nicht subventionierte Finanzierungen bzw. Leasingangebote seitens des Herstellers Jaguar Land Rover im Vergleich zu den Mitbewerbern Audi, BMW und Mercedes können diese Fahrzeuge im Prinzip nur an Barzahler verkauft werden. Dies schränkt den Kundenkreis sehr ein. 3. Darstellung der Lage 3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 11.496 auf TEUR 9.103 verringert. Hauptursache dafür waren niedrigere Fahrzeugbestände im Vorratsvermögen. Der Warenbestand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 20,25 % auf TEUR 7.613. Im Zuge dessen verringerten sich auch die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten um 18,9 %. Das Eigenkapital hat durch den Jahresüberschuss um TEUR 151,9 zugenommen auf TEUR 481,7. Im Verhältnis zu der Bilanzsumme liegt die Eigenkapitalquote jetzt bei 5,3 % im Vergleich zu 2,9 % im Vorjahr. 3.2 Finanzlage Wir finanzieren uns ganz überwiegend durch kurzfristige Verbindlichkeiten unserer Herstellerbanken. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen konnten stets erfüllt werden. Die Einkaufsfinanzierung war durch die bereitgestellten Kreditvolumina sichergestellt. 3.3 Ertragslage Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2020 war nicht zufriedenstellend. Der Umsatz im Neuwagenverkauf ist von 13.185 Tsd € auf 10.599 Tsd € um 19,6% zurück gegangen. Der Rohertrag im Neu-, Vorführwagen- und Gebrauchtwagenverkauf konnte jedoch um 4,3% im Vergleich zu 2019 gesteigert werden. Eine weitere erhöhte Abwertung der Vorführfahrzeuge und jungen Gebrauchtwagen wurde wegen des schlechteren Abverkaufes schon 2019 durchgeführt und um lange Standzeiten zu vermeiden. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Werkstattbereich verlief trotz Lock-Down im Verkauf, als systemrelevant geltender geöffneter Unternehmensbereich, erwartungsgemäß gut anlog dem Jahr 2019. Der Jahresergebnis hat sich von minus 409 Tsd € auf plus 151,9 Tsd € zum Vorjahr erhöht. C. Prognose über die voraussichtliche Entwicklung Für das Jahr 2021 erwarten wir insgesamt einen Umsatzrückgang. In der Hauptsache verursacht durch die Covid 19 Pandemie und den Lockdown in Nürnberg von Januar 2021 bis Mitte Juni 2021 können wir diesen bereits mit minus 30% beziffern. Wir gehen von einer weiteren Umsatzreduzierung im Neuwagen-Bereich sowie einem stabilen Ergebnis im After-Sales-Bereich aus. Zudem kam es zu Lieferengpässen und enorm verlängerten Lieferzeiten bei Jaguar und Land Rover durch die Pandemie und den längeren Lockdown in Großbritannien. Die Anzahl der Mitarbeiter wird sich um zwei in 2021 verringern. Unser Fokus für die weitere Entwicklung des Unternehmens liegt neben dem Neuwagengeschäft weiterhin auf dem Gebrauchtwagengeschäft der Marken Jaguar und Land Rover, das durch die Diesel- und SUV-Diskussion auch in 2019 nicht einfach war, wir aber für 2020 eine Stabilisierung erfahren konnten. Bei der Marke Hyundai erwarten wir das Neuwagen- und Gebrauchtwagengeschäft mit einem leichten Zuwachs, insbesondere durch die neue Modellpalette und im Prinzip bis jetzt erträglichen Liefereinschränkungen Trotz des Umsatzrückgangs in 2020 war es uns möglich das Rohergebnis um 5,13% im Vergleich zu 2019 zu steigern. Dies ist uns gelungen durch eine geänderte Verkaufsstrategie, weg von den zu hohen Zielvorgaben bei Jaguar Land Rover, hin zu qualitativ ertragsseitig besseren Verkäufen und günstigeren Fzg-Einkäufen D. Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht Die Modelle der Marke Hyundai erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Heute profitiert der Hersteller Hyundai von der Strategie und Konstanz, mit der er auf dem deutschen Markt auftritt und insbesondere mit den angebotenen alternativen Antriebskonzepten, angefangen von Hybrid, Plug-In-Hybrid und Elektro bis zur Brennstoffzelle verteilt über fast die gesamte Modellpalette. Bei Jaguar und Land Rover sieht die Situation leider anders aus. Der Konzern befindet sich aktuell in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Phase, noch verstärkt durch die Pandemie und den nicht vorhersagbaren Folgen des Brexit. Trotz dieser negativen Vorzeichen wurde seitens des Herstellers auf eine Investition unserseits in Höhe von 2,5 Mio EUR für einen neuen CI-Auftritt im Gebäudebereich bestanden. Angesichts der zukünftigen Marktchancen für Jaguar und Land Rover in Deutschland ist diese Investition unsere Meinung nach aktuell nicht tragbar. Wir haben uns deshalb entschieden den Händlervertrag zum 31.03.2021 einvernehmlich mit dem Hersteller zu beenden. Damit sind die Risiken im Verkauf von Vorführwagen und im Verkauf von jungen Gebrauchtwagen, die uns in der Vergangenheit die hohen Verluste bereitet haben eliminiert Wir werden uns in Zukunft im Neuwagenverkauf auf die Marke Hyundai konzentrieren und hier nach positiver Analyse unseres Marktes den Absatz deutlich erhöhen und die noch vorhanden Potentiale nutzen. Zusätzlich stehen wir in Verhandlungen mit Herstellern für einer neuen Markenvertretung, die preislich oberhalb von Hyundai positioniert ist. Das Gebrauchtwagengeschäft mit Jaguar und Land Rover Fahrzeugen, sowie das Service-Geschäft werden wir weiterhin betreiben. 2. Risikobericht Konjunkturelle Risiken Die weltweiten konjunkturellen Risiken werden durch die Präsenz im lokalen deutschen Markt begrenzt. Damit ist die Entwicklung der Gesellschaft stark von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland abhängig. Das Abflauen der wirtschaftlichen Entwicklung und die immer noch bestehende Pandemie in Deutschland können den Absatzerfolg der Gesellschaft beeinflussen. Marktrisiken Die Hauptfaktoren der Risikoeinschätzung im Automobilhandel sind die Entwicklung der Inlandsnachfrage insgesamt, der jeweiligen Marken sowie deren Positionierung im regionalen Markt. Dabei führt ein im Wesentlichen gesättigter Kfz-Markt in Deutschland, verstärkt um die seitens der Hersteller umgelenkten Warenströme, zusätzlich zu einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs und schlussendlich zu einer Bereinigung. Zeitnahe und regelmäßige Analysen sind für unsere Gesellschaft von erheblicher Bedeutung, um die Veränderungen im Absatzmarkt schnell zu erkennen. Die Begrenzung der Risiken aus der Vermarktung der Vorführwagen- und jungen Gebrauchtwagenbestände stellt im Jahr 2020 ein Schwerpunkt unserer Risikoüberwachung dar. Bilanziell wurde diesem Risiko schon im Jahr 2019 durch erforderliche Abwertungen Rechnung getragen. Operativ stellen die Leasing-Rücknahmeverpflichtungen bei Jaguar und Land Rover für uns gegenwärtig kein wesentliches Risiko dar. Das Restwertrisiko der Leasingrückläufer wird über die sorgfältige Kalkulation beim Vertragsabschluss und regelmäßige Überwachung der Restwerte durch eine Restwertkommission gesteuert. Des Weiteren nehmen wir an dem Restwertmodell von Jaguar Land Rover teil, bei dem der Hersteller für den größten Teil, Minimum die Hälfte, eines möglichen Verlustes aufkommt. Bei Hyundai nimmt die Hyundai Leasing generell die Fahrzeuge mit Kilometervertrag zurück, und es besteht gar kein Restwertrisiko. Finanzrisiken Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen in erster Linie Liquiditäts-, Zins- und Ausfallrisiken. Die Verfügbarkeit von Liquidität und die Stabilität der Gesamtfinanzierung haben oberste Priorität. Zur Begrenzung der Liquiditätsrisiken bestehen Einkaufsfinanzierungen unserer Herstellerbanken. Sich im Jahr 2019 aufgrund des schwierigen Marktumfelds abzeichnende Liquiditätsengpässe konnten durch die Liquiditätsbereitstellung durch den Hauptgesellschafter vermieden werden. Das Zinsrisiko ist angesichts der andauernden Niedrigzinsphase begrenzt. Im Hinblick auf das Forderungs-Ausfallrisiko besteht kein wesentliches Risiko für den Handelsbetrieb. Umfeld- und Branchenrisiken: Hier sind vor allem Risiken aus dem Beschaffungsmarkt oder Risiken infolge gesetzlicher und politischer Rahmenbedingungen sowie Risiken in der Wirtschaftsentwicklung einzelner Länder in Europa zu nennen. Risiken infolge des anstehenden Brexits sehen wir für unser Unternehmen als aktuell nicht mehr überschaubar an, da Großbritannien und die Europäische Union sich nach langem Ringen zwar auf einen Brexit-Deal geeinigt haben, aber die trotzdem entstehenden Auswirkungen nicht absehbar und einschätzbar sind. Auch wurden die alternativen Produktionsstandorte in der Euro-Zone in Österreich und der Slowakei bis jetzt nicht weiter ausgebaut, wie dies ursprünglich von Jaguar Land Rover angekündigt war. Unternehmensspezifische Risiken: Dem Garantie- und Kulanzanspruchsrisiko wurde durch eine Rückstellung im Jahresabschluss ausreichend Rechnung getragen. Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft und damit auf das Ergebnis des Unternehmens liegen nicht vor. Gesamtaussage Wir sehen uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. E. Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente Zu den im Unternehmen verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir daher eine konservative Risikopolitik.
Nürnberg, den 31. Dezember 2021 AUTOHAUS ROAD STAR GMBH Jürgen Füssinger Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Autohaus Road Star GmbH hat ihren Sitz in Nürnberg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter HRB 8033 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit der Vermerk im Anhang gewählt. 3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3.1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Es wurde zu Fortführungswerten (going concern) bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden sofort abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungetabellen linear vorgenommen. Dabei werden die zulässigen Höchstsätze verwendet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt, in die Material- und Fertigungseinzelkosten und angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet werden. Die Neufahrzeuge werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen bewertet. Bei Vorführwagen und Gebrauchtfahrzeugen erfolgt die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts ausgehend von den bis zur Bilanzerstellung erzielten bzw. voraussichtlich erzielbaren Verkaufspreisen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine auf Erfahrungswerte gestützte Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei zeitlichen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen werden sich daraus ergebende steuerliche Belastungen gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB als passive latente Steuern ausgewiesen. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für die Berücksichtigung sich insgesamt ergebender steuerlicher Entlastungen als aktive latente Steuern wird kein Gebrauch gemacht. 4. Angaben zur Bilanz AKTIVA Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter von EUR 211.997,14 (Vj. EUR 190.283,04) enthalten. PASSIVA Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der besicherten Verbindlichkeiten beträgt EUR 7.264.767,34 (Vj. EUR 10.192.160,00). Die Verbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignungen und Sicherungsabtretungen sowie verlängerte Eigentumsvorbehalte gemäß der jeweiligen allgemeinen Geschäftsbedingungen der Lieferanten besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von EUR 6.728.833,49 (Vj. EUR 9.459.999,57). Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von EUR 240.888,14 (Vj. EUR 446.621,61), davon betreffen EUR 0,00 (Vj. EUR 3.054,95) Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Betrag von EUR 3.013.854,56 (Vj. EUR 5.750.930,62) enthalten, bei dem es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt, welche die Gläubiger im Rahmen des Factorings an ein Kreditinstitut verkauft haben. Wie im Vorjahr haben zum Bilanzstichtag 2020 sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Passive latente Steuern Zum Bilanzstichtag sind passive latente Steuern von EUR 773,00 bilanziert. Im Jahr 2020 wurden EUR 2.829,00 aufgelöst. 5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 6. Sonstige Angaben 6.1. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Zum Bilanzstichtag bestehen Rücknahmeverpflichtungen von Gebrauchtwagen aus vertraglichen Vereinbarungen. Der Vorteil dieser Vereinbarungen besteht darin, dass mit einer genauen Art und Menge der zurückzunehmenden Fahrzeuge kalkuliert werden kann und dass möglicherweise ein Verkaufserlös über dem festgelegten Restwert erzielt werden kann. Der Nachteil besteht in dem Verwertungsrisiko der Gebrauchtfahrzeuge. 6.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag. Die Jahresmiete beträgt EUR 300.000,00; der Vertrag hat eine Laufzeit bis 30. Mai 2024. 6.3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
6.4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Jahr 2020 wurden Erlöse aus Fahrzeugvermietung von EUR 5.402,60 und Provisionen von EUR 17.011,99 mit nahestehenden Unternehmen erzielt. Dienstleistungen im Wert von EUR 35.623,24 wurden von nahestehenden Unternehmen bezogen. Für Forderungen gegen Gesellschafter wurden Zinserträge von EUR 1.934,06 vereinnahmt. Die Zinsaufwendungen für Gesellschafterdarlehen betragen EUR 3.568,78. 6.5. Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Jürgen Füssinger, Kaufmann, geführt. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge entfällt unter Hinweis auf §§ 286 Abs. 4, 285 Nr. 9 a HGB. 6.6. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zum Abschlussstichtag bestehen Forderungen gegen den geschäftsführenden Gesellschafter von EUR 211.997,14 (Vj. EUR 190.283,04). Es handelt sich um Verrechnungsforderungen, die mit 1,0 % p. a. verzinst wurden. Die Forderungen haben sich um insgesamt EUR 21.714,10 erhöht. Sicherheiten bestehen nicht.
Nürnberg, den 08.04.2022 gez. Jürgen Füssinger sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.04.2022 festgestellt. BestätigungsvermerkFür den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der Autohaus Road Star GmbH den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Road Star GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Road Star GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Nürnberg, den 22.04.2022 RK
revisionskontor gmbh
gez. Dietmar Zanzinger, Wirtschaftsprüfer |
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