Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 22187
Eingetragen
4.8.2010
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Die Gesellschaft betreibt ein Unternehmen mit den Betriebszweigen Strom, Gas, Wasser, Fernwärme, Telekommunikation und Bäder. Sie bietet außerdem Dienstleistungen für Dritte in diesen Betriebsbereichen an. Zum Unternehmensgegenstand gehören auch der Vertrieb von Energie und der Betrieb von Parkierungsanlagen. Bei der Durchführung des Unternehmenszwecks kann die Gesellschaft im Rahmen zumutbarer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen umweltverträgliche und umweltschonende Techniken anwenden. Die Wahrnehmung des Unternehmensgegenstandes durch die Gesellschaft erfolgt im Rahmen der §§ 85 ff. Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz sowie der entsprechenden Bestimmungen der Gemeindeordnung Baden-Württemberg. Andere kommunalwirtschaftliche Aufgaben können gemäß der kommunalwirtschaftlichen Bestimmungen der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz und Baden-Würtemberg übernommen werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Hoppenz
seit 22.1.2019
Geschäftsführer
Dominik Neswadba
seit 31.1.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler
51.00%
49.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler
Germany
8.815.159 €
51.00%
Germany
8.469.468 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ahrtal-Werke GmbH

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG, TKG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 39.808,01 56
II. Sachanlagen 62.310.048,47 54.040
III. Finanzanlagen 15,48 62.349.871,96 0
54.096
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 493.679,97 558
2. Emissionszertifikate 542.011,50 1.035.691,47 357
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.374.936,81 5.591
2. Forderungen aus verbundenen Unternehmen 32.942,02 26
3. Forderungen gegen Gesellschafter 483.771,70 1.026
4. Sonstige Vermögensgegenstände 5.701.160,62 12.592.811,15 8.151
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 564.377,73 1.739
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.949,95 30
D. Aktive latente Steuern 129.196,00 304
76.694.898,26 71.878

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 17.284.627,00 16.285
II. Bilanzverlust (-) -788.750,08 -1.302
Eigenkapital 16.495.876,92 14.983
B. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage 0,00 1.000
C. Empfangege Ertragszuschüsse 5.294.991,70 0
D. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 5.299.902,74 9.264
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.539.332,30 37.247
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.891.918,66 7.043
3, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.955.560,49 698
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.217.315,45 49.604.126,90 1.643
(davon aus Steuern 116.426,78 € , VJ 331.825,62 €)
(davon i.R.d. soz. Sicherheit 0,00 €, VJ 0,00 €)
76.694.898,26 71.878

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
T€ T€
1. Umsatzerlöse 30.432.415,33 32.602
- darin erhaltene Stromsteuer -302.723,90 -569
- darin erhaltene Energiesteuer -93.694,59 -115
30.035.996,84 31.918
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 320.488,99 492
3. Sonstige betriebliche Erträge 597.565,72 1.891
30.954.051,55 34.301
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 19.551.271,05 24.338
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.845.763,39 21.397.034,44 1.944 26.282
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.469.362,41 1.176
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 405.677,62 1.875.040,03 320 1.496
(davon für Altersversorgung 110.883,01 €; VJ 97.865,89 €)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.873.806,80 3.355
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 3.873.806,80 29 3.384
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.989.521,05 2.143
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.977,65 1
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 564.053,63 410
1.263.573,25 587
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(davon Erträge aus Zuführung (-) / Aufwendungen aus Auflösung aktive latente Steuern € 175.152,00; VJ € 63.268,00) 238.497,56 63
11. Ergebnis nach Steuern 1.025.075,69 524
12. Sonstige Steuern 511.696,81 423
13. Jahresüberschuss 513.378,88 101
14. Verlustvortrag -1.302.128,96 -1.403
15. Bilanzverlust (-) -788.750,08 -1.302

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Sitz der Ahrtal-Werke GmbH ist Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 22187 im Register des Amtsgerichts Koblenz eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes, des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) sowie des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Bilanz wurde entsprechend § 266 Abs. 2 und 3 HGB in Verbindung mit § 265 Abs. 7 HGB aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Als Branchenbesonderheit von Versorgungsunternehmen wurden die in Rechnung gestellten Strom- und Energiesteuern offen von den Umsatzerlösen abgesetzt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 ist durch die Flutkatastrophe, die das Ahrtal in der Nacht vom 14./15. Juli 2021 heimgesucht hat, weiterhin geprägt. Neben den direkten Schäden in die Infrastruktur der Netze wurden auch die Bürger und Bürgerinnen im Versorgungsgebiet mit Notstrom und Notwärme unbürokratisch und schnell wieder versorgt. Den Ausgleich hierfür erhielt die Gesellschaft durch Versicherungsentschädigungen und Finanzhilfen des Landes Rheinland-Pfalz.

Eine besondere Herausforderung stellte die durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine verursachte Energiepreiskrise sowie die daraus resultierenden bundespolitischen Zusatzanforderungen an Energieversorger dar.

Der bundespolitsche Paradigmenwechsel bezüglich einer nachhaltigen Energieversorgung fördert unsere bestehenden Geschäftsmodelle.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angesetzt. Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden im Geschäftsjahr 2023 die bisher aktivisch abgesetzten Baukosten- und Hausanschlusskostenbeiträge ab dem Geschäftsjahr 2010 umgegliedert zu den Empfangenen Ertragszuschüssen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 wurde der entsprechende Wert in Höhe von T€ 4.418 aktivisch abgesetzt. Weitere Erläuterungen erfolgen bei den entsprechenden Posten.

Anlagevermögen

Software und Nutzungsrechte sind zu den Anschaffungskosten bewertet. Sie werden auf eine Nutzungsdauer von 3 Jahren (Software) bzw. 5 Jahren (ERP-Software) linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind nach § 255 Abs. 1 und 2 HGB zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (Nettorechnungsbeträge zuzüglich Nebenkosten und abzüglich Skonti und Rabatte) abzüglich erhaltener Investitionszuschüsse bewertet worden, wobei auf die eigenen Leistungen auch Lohn- und Materialgemeinkosten berechnet wurden. Zusätzlich wurde bei Anschaffungs- / Herstellungskosten im Versorgungsnetz ein Regiekostenaufschlag in Höhe von 3 v. H. für Planungsleistungen als aktivierte Eigenleistungen berücksichtigt.

Die nach § 253 Abs. 3 HGB notwendigen Abschreibungen wurden vorgenommen. Die Nutzungsdauern der planmäßigen Abschreibungen werden anhand der allgemeinen Erfahrungswerte ermittelt. Die Anlagenzugänge ab 2010 wurden pro rata temporis (zeitanteilig) linear abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als € 250 aber nicht mehr als € 1.000 betrugen, wurde ein Sammelposten gebildet, welcher in diesem und in den nächsten vier Jahren mit je einem Fünftel ergebnismindernd aufgelöst wird.

Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden im Geschäftsjahr 2023 die bisher aktivisch abgesetzten Baukosten- und Hausanschlusskostenbeiträge ab dem Geschäftsjahr 2010 umgegliedert zu den Empfangenen Ertragszuschüssen. Die Auflösung dieser Positionen erfolgt über die Umsatzerlöse. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 wurde der entsprechende Wert in Höhe von T€ 4.418 aktivisch abgesetzt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungswerten oder zum niedrigeren Tagespreis angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessen vorgenommen.

Die Bewertung der Emissionszertifikate erfolgt zu Nennwerten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dabei sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Die Aktivierung der aktiven latenten Steuern resultiert aus den in den folgenden fünf Jahren geschätzten nutzbaren Verlustvorträgen sowie aus den unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Ansätzen bei den sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung liegen die Planjahre 2024 bis 2028 mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 2023 zu Grunde.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Empfangene Ertragszuschüsse

Die seit 2010 erhaltenen Baukosten- und Hausanschlusskostenbeiträge werden erstmals im Geschäftsjahr als empfangene Ertragszuschüsse auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen, Sie werden nach der gleichen Methode wie das jeweils zugehörige Anlagegut aufgelöst, die Auflösung erfolgt über die Umsatzerlöse. Der Wert betrug zum 31.12.2022 T€ 4.418.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind nach § 253 HGB mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Bei der Abzinsung kommt die Nettomethode zur Anwendung.

Im Bereich der Strom- und Gastarifkunden (Standardlastprofil) werden schwebende Lieferverträge mit schwebenden Beschaffungsverträgen zusammengefasst. Aufgrund dessen, dass die Kundenstruktur der Gesellschaft im Tarifbereich ausschließlich Standardlastprofilkunden beinhaltet, deren Verbrauchsmengen somit weitgehend konjunkturunabhängig sind und daher nahezu homogenen Verbrauchsstrukturen unterliegen, können die geplanten Absatzmengen als quasisicher angesehen werden. Die Bewertung erfolgt deckungsbeitragsbezogen.

Für Sondervertragskunden, bei welchen eine eindeutige Zuordnung der Absatz- und Bezugsverträge (Back-to-Back-Verträge) möglich ist, wurden Mikro-Bewertungseinheiten gebildet; die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagenspiegel dargestellt. ́

2. Vorräte

in T€ Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe 494 558
Schadstoffemissionsrechte 542 357
1.036 915

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ Stand 31.12.2023 Davon RLZ > 1 Jahr Stand 31.12.2022 Davon RLZ > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.375 0 5.591 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33 0 26 0
Forderungen gegen Gesellschafter 484 0 1.026 0
Sonstige Vermögensgegenstände 5.701 4.113 8.151 7.208
12.593 4.113 14.794 7.208

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auch der abgegrenzte Verbrauch zwischen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten.

Wie im Vorjahr werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen bei Bestehen einer Aufrechnungslage im Sinne des § 387 BGB miteinander saldiert. Davon ausgenommen sind Leistungen aus Darlehen an verbundene Unternehmen oder andere Verpflichtungen, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr ausweisen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 484. Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Erstattungsansprüchen aus den Betrauungsakten sowie aus Forderungen aus den Soforthilfen Wärme sowie aus Energiesteuererstattungsansprüchen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Erstattungsansprüchen aus den Betrauungsakten sowie aus Forderungen aus den Soforthilfen Wärme sowie aus Energiesteuererstattungsansprüchen; davon sind T€ 2.117 rechtlich noch nicht entstanden."

5. Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen kurzfristige Geldanlagen und Mittel auf Kontokorrentkonten.

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten beinhaltet überwiegend Ausgaben vor dem Abschlusstag, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

7. Aktive latente Steuern

Im Berichtsjahr verminderten sich die aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 304 um T€ 175 auf T€ 129. Sie resultieren im Wesentlichen aus festgestellten Verlustvorträgen und wurden mit einem Steuersatz in Höhe von 15,8 % berechnet.

8. Eigenkapital

in T€ Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 17.285 16.285
Bilanzverlust -789 -1.302
16.496 14.983

Zum Abschlussstichtag besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB aus der Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von T€ 129. Der Verlustvortrag beträgt T€ 1.302 (Vorjahr: 1.403 T€).

9. Empfangene Ertragszuschüsse

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die bisher aktivisch abgesetzten Baukosten- und Hausanschlusskostenbeiträge seit Geschäftsjahr 2010 umgegliedert zu den Empfangenen Ertragszuschüssen. Diese werden entsprechend der Abschreibungsmethode des jeweils bezuschussten Anlageguts aufgelöst und betragen zum Ende des Geschäftsjahres T€ 5.295. Die Auflösung dieser Positionen erfolgt über die Umsatzerlöse.

10. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
in T€
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Ausstehende Rechnungen 5.137 9.105
Überstunden, Gleitzeit, Urlaubsansprüche 125 123
Sonstige (Berufsgenossenschaft, Jahresabschluss etc.) 38 36
5.300 9.264

11. Verbindlichkeiten

in T€ Stand 31.12.2023 davon RLZ bis 1 Jahr davon RLZ 1-5 Jahre davon RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.539 3.292 11.356 25.891
(Vorjahr) (37.247) (2.883) (10.417) (23.947)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.892 4.892 0 0
(Vorjahr) (7.043) (7.043) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.956 1.956 0 0
(Vorjahr) (698) (698) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.217 2.217 0 0
(Vorjahr) (1.643) (1.643) (0) (0)
Summe 49.604 12.357 11.356 25.891
(Vorjahr) (46:631) (12.267) (10.417) (23.947)

Die Vorjahreswerte sind in Klammern dargestellt.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 11.617 durch Ausfallbürgschaften der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie der Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH gesichert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenüblichem Eigentumsvorbehalte als eingeräumte Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen im Wesentlichen ein Darlehen in Höhe von T€ 1.000, Verbindlichkeiten aus Strom- und Gaslieferungen sowie die Abrechnung der Avalprovisionen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

12. Umsatzerlöse

in T€ 2023 2022
Strom (ohne Stromsteuer) 19.829 18.286
Erdgas (ohne Energiesteuer) 4.183 6.094
Fernwärme 5.895 3.607
Weiterberechnungen und Dienstleistungen 129 396
Umsatzerlöse aus Notstrom- und Notwärmeabrechnung 0 3.536
30.036 31.919

In den Umsatzerlösen sind erstmals Erträge aus den Auflösungen von empfangenen Ertragszuschüssen in Höhe von T€ 276 enthalten, im Vorjahr wurden die Erträge aus der Auflösung von empfangenen Ertragszuschüssen in Höhe von T€ 223 bei den Abschreibungen berücksichtigt.

13. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind u. a. Erträge aus der Energiesteuer-Erstattung in Höhe von T€ 343 enthalten.

14. Materialaufwand

in T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezo-
gene Waren 19.551 24.338
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.846 1.944
21.397 26.282

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren betreffen im Wesentlichen den Energiebezug und den Brennstoffeinsatz in der Kraft-Wärme-Kopplung sowie die Kosten für das vorgelagerte Netz und den Instandhaltungsbedarf des Stromnetzes.

15. Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 1.469 1.176
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 406 320
1.875 1.496

Während des Geschäftsjahres 2023 waren durchschnittlich 23 (Vorjahr: 19) Mitarbeiter beschäftigt. Auf Vollzeit umgerechnet ergeben sich 22,7 Mitarbeiter.

16. Abschreibungen

Die Abschreibungen in Höhe von T€ 3.874 (Vorjahr: T€ 3.384) entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von T€ 3.874 und auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von 0 T€.

Ohne Berücksichtigung der Auflösung der empfangenen Ertragszuschüsse beträgt die Abschreibung für das Vorjahr T€ 3.607.

17. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Konzessionsabgaben in Höhe von € 1,0 Mio. ausgewiesen.

18. Finanzergebnis

in T€ 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 564 409
-555 -408

Sonstige Angaben

Energiebeschaffungs- und -absatzverträge

Für Sondervertragskunden, bei welchen eine eindeutige Zuordnung der Absatz- und Bezugsverträge (Back-to-Back-Verträge) möglich ist, wurden Mikro-Bewertungseinheiten gebildet. Das Volumen, der für solche Geschäfte beschafften Mengen beträgt T€ 374; damit werden Preisrisiken der entsprechenden Absatzgeschäfte (zuzüglich einer Gewinnmarge) in dieser Höhe abgesichert. Da es sich um identische Commodities handelt gleichen sich gegenläufige Änderungen der Zahlungsströme über die Laufzeit der Geschäfte aufgrund übereinstimmender Bedingungen und Parameter voraussichtlich vollständig aus.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Dienstleistungs- sowie Pachtverträgen ergeben sich wie folgt: ́

in T€ Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Fälligkeit bis 1 Jahr 1.219 873
Fälligkeit 1 bis 5 Jahre 1.256 904
Fälligkeit über 5 Jahre 22 22
2.497 1.799

Zum Bilanzstichtag bestand nur in geringem Umfang ein Bestellobligo in Höhe von ca. T€ 145.

Verpflichtungen aus Energiebezugsverträgen bestehen in Höhe von T€ 13.221.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf rund T€ 13 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 sind Herr Dominik Neswadba und Herr Thomas Hoppenz.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat. Im Geschäftsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:

Bürgermeister Orthen, Guido, Vorsitzender

Oberbürgermeister Bullinger, Daniel, stellvertretende Vorsitzender

Stadtrat Baumann, Hartmut, Dipl.-Ing. (FH), Statiker (bis 31.10.2023)

Stadträtin Jörg-Unfried, Monika, Richterin am Amtsgericht i.R.

Stadtrat Kniel, Christoph, Bankkaufmann (bis 18.09.2024)

Stadtrat Schlagwein, Wolfgang, IT-Administrator (bis 18.09.2024)

Stadtrat Sebastian, Gregor, Getränkebetriebsmeister (bis 18.09.2024)

Stadtrat Kasel, Werner, Polizeibeamter

Stadtrat Terporten, Peter, Dipl.-Ing. selbstständig (bis 19.02.2024)

Stadtrat Dr. Graf von Westerholt, Ludger, Rechtsanwalt (bis 18.09.2024)

Stadtrat Sakellariou, Nikolaos, Rechtsanwalt (bis 18.09.2024)

Stadtrat Waller, Friedrich, Gärtnermeister (ab 01.11.2023)

Stadtrat Ropertz, Peter, Geschäftsführer (ab 19.09.2024)

Stadtrat Appel, Vitus, Entwicklungsingenieur (ab 19.09.2024)

Stadtrat Jakobs, Rainer, Angestellter (ab 19.09.2024)

Stadtrat Scheuer, Christoph, Technischer Zeichner (ab 19.09.2024)

Stadtrat Pelgrim, Hermann-Josef, Oberbürgermeister a.D. (ab 19.09.2024)

Stadträtin Härterich, Andrea, Oberstudienrätin i.R. (ab 19.09.2024)

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen für das Geschäftsjahr 2023 T€ 11.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von rund T€ 513 mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

Ergänzende Angaben

Geschäfte größeren Umfangs mit dem Gesellschafter und verbundenen Unternehmen nach § 6b Abs. 2 EnWG bestanden im Jahr 2023 wie folgt:

• mit Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH in Höhe von T€ 1.348 für in Anspruch genommene Dienstleistungen, T€ 29 für erbrachte Dienstleistungen, T€ 7.262 für Strombezug, T€ 3.119 für Stromlieferung, T€ 6.607 für Gasbezug, T€ 663 für Gaslieferung und T€ 7 für Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen.

Nachtragsbericht

Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine, sowie im Nahen Osten nehmen weiter zu, aufgrund derer die EU, die USA und andere Staaten Sanktionen gegen Russland und einzelne Personen verhängt haben. Die weiteren Eskalationen in der Ukraine können weitere Risiken nach sich ziehen, die sich auch auf uns auswirken können. Wir beschäftigen uns daher regelmäßig intensiv mit den weltpolitischen Rahmenbedingungen sowie der Entwicklung der Energiemärkte.

Risiken werden insbesondere in den weiter volatilen Energiepreisen gesehen, die unter Umständen zu deutlich höheren Drohverlusten führen und das Ergebnis der Folgejahre beeinflussen können. Zudem kommt es durch die gestiegenen Preise und die hohe Volatilität zu steigenden Kreditrisiken, die sich unter Umständen negativ auf die Ahrtal-Werke auswirken könnten.

Obwohl schon vieles instandgesetzt oder neu erbaut wurde, sind die Schäden aus der Flutkatastrophe vom Juli 2021 noch nicht vollumfänglich beseitigt und werden die Ahrtal-Werke auch in den Folgegeschäftsjahren weiter beschäftigen.

Insgesamt sehen die Ahrtal-Werke jedoch weder die Versorgungssicherheit noch die Liquiditätslage derzeit als gefährdet an und haben keine Ereignisse identifiziert, die eine wesentliche Unsicherheit begründen können.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres mit Auswirkungen auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben.

Die bundespolitisch nachhaltig ökologische Ausrichtung der Energiewirtschaft entspricht unserem Geschäftsmodell, sie lässt daher auch zukünftig eine positive Geschäftsentwicklung sowie steigende Ergebnisse erwarten.

 

Bad Neuenahr-Ahrweiler, den 08. November 2024

Dominik Neswadba, Geschäftsführer

Thomas Hoppenz, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 286.345,51 0,00 40.950,00 0,00 327.295,51
286.345,51 0,00 40.950,00 0,00 327.295,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 9.422.692,77 411.633,08 0,00 5.195,46 9.829.130,39
2. Technische Anlagen und Maschinen einschl. Verteilungsanlagen 57.292.547,22 5.980.185,57 6.141.145,54 0,00 69.413.878,33
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstatttung 1.758.780,42 155.415,12 0,00 0,00 1.914.195,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.551.417,73 1.168.304,77 -745.084,83 0,00 2.974.637,67
71.025.438,14 7.715.538,54 5.396.060,71 5.195,46 84.131.841,93
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 15,03 0,45 0,00 0,00 15,48
15,03 0,45 0,00 0,00 15,48
71.311.798,68 7.715.538,99 5.437.010,71 5.195,46 84.459.152,92
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 230.790,80 56.696,70 0,00 0,00 287.487,50
230.790,80 56.696,70 0,00 0,00 287.487,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 907.598,85 217.871,96 0,00 0,00 1.125.470,81
2. Technische Anlagen und Maschinen einschl. Verteilungsanlagen 15.188.357,76 3.412.572,45 1.019.313,50 0,00 19.620.243,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstatttung 889.413,25 186.665,69 0,00 0,00 1.076.078,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
16.985.369,86 3.817.110,10 1.019.313,50 0,00 21.821.793,46
III. III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
17.216.160,66 3.873.806,80 1.019.313,50 0,00 22.109.280,96
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 39.808,01 55.554,71
39.808,01 55.554,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 8.703.659,58 8.515.093,92
2. Technische Anlagen und Maschinen einschl. Verteilungsanlagen 49.793.634,62 42.104.189,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstatttung 838.116,00 869.367,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.974.637,67 2.551.417,73
62.310.047,87 54.040.068,28
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 15,48 15,03
15,48 15,03
62.349.871,96 54.095.638,02

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftsmodell

Die Gesellschaft mit Sitz in Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde im Juli 2010 gegründet. An der Gesellschaft sind mit 51 % die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und mit 49 % die Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH beteiligt. Die Gesellschaft betreibt ein Unternehmen mit den Betriebszweigen Strom, Gas, Wasser, Fernwärme, Telekommunikation und Bäder. Sie bietet außerdem Dienstleistungen für Dritte in den Betriebsbereichen Strom, Gas und Fernwärme an. Zum Unternehmensgegenstand gehören weiterhin der Vertrieb von Energie und der Betrieb von Parkierungsanlagen.

Zu den primären Zielen der Ahrtal-Werke gehörte aus Sicht der Gesellschafter bei Gründung die Unabhängigkeit von großen, marktbeherrschenden Energiekonzernen, verbunden mit dem Einstieg in eine dezentrale, umweltschonende Energieversorgung.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland[1]

Im Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaft vor dem Hintergrund der Folgen der Energiepreiskrise, gestiegener Zinsen, einem außergewöhnlich hohen Krankenstand sowie der schwachen Weltwirtschaft um 0,3 Prozent geschrumpft. Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung gemäß des Jahreswirtschaftsberichts 2024 eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage und geht von einem minimalen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2% aus. Übermäßige Bürokratie, der Fach- und Arbeitskräftemangel, sowie nicht ausreichende private und öffentliche Investitionen bremsen derzeit die wirtschaftliche Entwicklung.

Die Inflation ist im Laufe des Jahres 2023 merklich zurückgegangen und betrug im Durchschnitt 5,8%. Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 einen deutlich geringeren Anstieg der Inflationsrate von 2,8%. Damit kommt diese dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent wieder deutlich näher. Die Energiepreise sind sowohl in Bezug auf Strom als auch auf Gas nach der Reduzierung der Abhängigkeit von dem Import fossiler Energieträger aus Russland wieder deutlich gesunken, liegen zum Teil jedoch noch über dem Vorkrisenniveau.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte 2023 mit über 46 Millionen Personen einen Höchststand.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2024 mit einem unterdurchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von durchschnittlich +3,1 % sowie einem Anstieg des Welthandelsvolumens von +0,4 % im Jahr 2023 auf +3,3 % im Jahr 2024.

Zur Sicherung des Wohlstandes sowie zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschlands hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, die Investitionstätigkeit sowie Innovationsfähigkeit zu steigern, Bürokratie abzubauen sowie die digitale Transformation voranzutreiben. Zugleich soll nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum geschaffen, die Verkehrsinfrastruktur modernisiert und nachhaltige Mobilität gestärkt werden. Neben der durch die derzeitige geopolitische Lage erforderlichen Erneuerung der militärischen Wehrhaftigkeit, soll auch die Wirtschaftssicherheit durch die Reduzierung von Abhängigkeiten u.a. bei Rohstoffen, medizinischen Produkten, Batterien und Halbleitern erhöht werden.

Um die Transformation zur Klimaneutralität zu fördern und gleichzeitig das Wachstumspotenzial zu stärken, sollen Investitionen in Klimaschutz, Energiewende, Mobilität und Digitalisierung gefördert werden. Über den Klima- und Transformationsfonds (KTF) werden Maßnahmen zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele finanziert. Insgesamt werden im Jahr 2024 rund 49,1 Milliarden Euro für die Programmausgaben des KTF bereitgestellt. Davon sind rund 15,0 Milliarden Euro für Entlastungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen, rund 16,9 Milliarden Euro für die Gebäudeförderung, rund 3,6 Milliarden Euro für die Dekarbonisierung der Industrie und den Aufbau der Wasserstoffindustrie, rund 3,2 Milliarden Euro Förderung der Elektromobilität mit Batterie und Brennstoffzelle sowie zur Weiterentwicklung der Tank- und Ladeinfrastruktur und rund 4,8 Milliarden Euro für die Förderung der Mikroelektronik vorgesehen. Im Zuge der Dekarbonisierung gewinnt die Bepreisung von CO 2 zunehmend an Bedeutung.

Für die sichere Versorgung mit bezahlbarer und zunehmend treibhausgasneutraler Energie sieht die Bundesregierung einen schnellen, flächendeckenden und kosteneffizienten Ausbau der erneuerbaren Energien, mehr Flexibilität auf der Erzeugungs- und Nachfrageseite, den Aus- und Aufbau aller dazugehörigen Infrastrukturen, die kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz sowie Anpassungen des Stromsystems, insbesondere des Strommarktes, als notwendig an.

Die Bundesregierung hat im Jahr 2023 u.a. Novellen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sowie das neu verfasste Wind-an-Land-Gesetz auf den Weg gebracht. Der Photovoltaikausbau lag mit mehr als 14 GW deutlich über dem Jahresziel für das Jahr 2023 und die Leistung der genehmigten Windprojekte stieg mit rund 8 GW gegenüber dem Jahr 2022 um mehr als 80 Prozent.

Geschäftsverlauf

Die Sparten Stromvertrieb, Strom sonstige Tätigkeiten, Gasvertrieb sowie Kraftwerke leisten 2023 mit einem Vorsteuerergebnis von insgesamt rund 2,3 Mio.€ einen positiven Beitrag zum Unternehmensergebnis.

Insbesondere durch die Übernahme regionaler Verantwortung in Verbindung mit der Entwicklung innovativer und servicestarker Produkte will die Gesellschaft ihren Kundenanteil in der Fernwärme-, Strom- und Gasversorgung im regionalen Umfeld von Bad Neuenahr-Ahrweiler weiter erhöhen sowie die Loyalität der Bestandskunden ausbauen. Ziel ist es, die Position in der Wahrnehmung der regionalen Bevölkerung, ein fester Bestandteil der Region zu sein, weiter zu stärken um darauf basierend die Grundlage für einen auch zukünftig wirtschaftlichen Betrieb zu schaffen.

Auch das Jahr 2023 war noch beeinflusst durch das schreckliche Extremwetterereignis, als in der Nacht vom 14.07.2021 auf den 15.07.2021 eine Jahrhundertflut das Ahrtal verwüstete.

Die gemessen an der Anzahl betroffener Personen am stärksten betroffene Stadt im Kreis war Bad Neuenahr-Ahrweiler. Aus Sicht der Ahrtal-Werke war nahezu das gesamte Netzgebiet betroffen. Das große Ausmaß der Zerstörung forderte und fordert das Unternehmen in allen Bereichen von der Wiederherstellung der technischen Infrastruktur und Versorgung über intensive Kundenkontakte bis zum Umgang mit aus der Flut resultierenden Risiken.

Aus Verantwortungsbewusstsein der ortsansässigen Bevölkerung gegenüber, haben die Ahrtal-Werke als Stadtwerk der BürgerInnen von Bad Neuenahr-Ahrweiler bis einschließlich August 2022 Notstromlieferungen bereitgestellt.

Zur Absicherung des einhergehenden finanziellen Risikos wurde ein Betrauungsakt mit dem Land Rheinland-Pfalz sowie der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler erwirkt, der das Unternehmen in die Lage versetzte, Förderanträge für die erbrachten Leistungen zu stellen.

Es konnten weiterhin große Erfolge in der Neugewinnung von Fernwärmekunden erzielt werden. Viele Kunden erkannten, auch aufgrund der sehr schnellen Wiederverfügbarkeit, die Vorteilhaftigkeit unserer ökologischen Fernwärme.

Basierend auf den umfangreichen Neukundengewinnen, war der Fernwärmebetrieb auch in 2023 weiterhin geprägt durch umfangreiche Netzerweiterungen sowie den energiepolitischen Paradigmenwechsel der Bundesregierung.

Bereits in 2020 waren die Auswirkungen der COVID19 Pandemie durch vorrübergehende Betriebsschließungen mehrerer Großkunden spürbar. Einige dieser Kunden haben auch in 2023 den Betrieb noch nicht wiederaufgenommen.

Das zum 01.01.2019 erworbene Gasnetz ist auch im Jahr 2023 noch an die Energienetze Mittelrhein GmbH & Co. KG in Koblenz verpachtet.

Im Zuge der Flut kam es auch im Gasnetz zu umfangreichen Schäden, wodurch die Betriebsfähigkeit durch den Pächter erst im Dezember 2021 wiederhergestellt werden konnte. Der Umfang und die finanziellen Auswirkungen sind derzeit mit dem Pächter in Klärung.

Zum 01.01.2025 werden die Ahrtal-Werke den operativen Betrieb des Gasnetzes in Bad Neuenahr-Ahrweiler übernehmen. Vor diesem Hintergrund wurde bereits frühzeitig mit vorbereitenden Maßnahmen für die Übernahme begonnen.

Ertragslage

In der Stromsparte konnten Erlöse in Höhe von T€ 19.829 (Vorjahr: T€ 18.286) erwirtschaftet werden. Neben der Abgabe an Letztverbraucher sind hierin auch die Erlöse aus Netzentgelten, Erlöse aus der Auflösung von Empfangenen Ertragszuschüssen und aus dem Betrieb des grundzuständigen Messstellenbetreibers enthalten.

In der Sparte Gasvertrieb ergeben sich Umsatzerlöse in Höhe von T€ 9.586 (Vorjahr: T€ 12.223) wovon T€ 6.188 (Vorjahr: T€ 6.906) auf die Belieferung eigener Erzeugungsanlagen entfallen; handelsrechtliche Außenumsätze fielen somit in Höhe von T€ 3.398 (Vorjahr: T€ 5.317 an. Für den Gasnetzbetrieb wurden T€ 786 (Vorjahr: T€ 778) vereinnahmt.

Auch im Bereich Fernwärme konnten im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wieder erfolgreich Kunden gewonnen werden. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf insgesamt T€ 5.895 (Vorjahr: T€ 3.711).

Mit erbrachten Dienstleistungen und Weiterberechnungen konnten Umsatzerlöse in Höhe von T€ 129 (Vorjahr: T€ 396) erwirtschaftet werden.

In den Umsatzerlösen sind keine (Vorjahr: T€ 3.536) Erstattungen des Landes Rheinland-Pfalz für die zur Verfügung gestellte Notstrom und Notwärme enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.293 auf T€ 598 (Vorjahr: T€ 1.891). Diese Reduzierung ist im Wesentlichen in den geringeren Kostenerstattungen für die Schäden und Kosten aus der Flutkatastrophe zu sehen.

Der Gesamtmaterialaufwand reduzierte sich von T€ 26.282 auf T€ 21.397. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen durch die gesunkenen Beschaffungskosten für Strom- und Gasbezüge begründet.

Der Personalaufwand erhöhte sich um T€ 379 auf T€ 1.875 (Vorjahr: T€ 1.496). Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter nahm von 18 auf 23 zu.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen um T€ 518 auf T€ 3.873 (Vorjahr: T€ 3.355). Diese ergeben sich hauptsächlich aus den Verteilnetzbetrieben Strom, Gas und Wärme sowie dem Kraftwerksbetrieb.

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens belaufen sich auf T€ 0 (Vorjahr: T€ 29).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind als größte Positionen die Konzessionsabgaben für Strom und Gas zu nennen.

Das Finanzergebnis lag 2023 bei - T€ 555, verglichen mit - T€ 409 im Vorjahr.

Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf T€ 1.264 (Vorjahr: T€ 587). Nach Steuern beträgt das Ergebnis T€ 513 (Vorjahr: T€ 101).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr von 71,9 Mio.€ auf 76,7 Mio.€.

Aktiva

Das Anlagevermögen stieg von 54,1 Mio.€ auf 62,4 Mio.€. Grund hierfür sind hauptsächlich die die Investitionen in Erzeugungsanlagen und in die Netzinfrastrukturen Strom und Fernwärme sowie in der geänderten Darstellung der erhaltenen Hausanschluss- und Baukostenzuschüsse seit dem Geschäftsjahr 2010. Diese wurden in der Vergangenheit aktivisch abgesetzt und werden ab dem Geschäftsjahr 2023 unter der Position Empfangene Ertragszuschüsse ausgewiesen.

Die Anlagenintensität nahm aufgrund des Einmaleffektes durch die Ausweisänderung der erhaltenen Hausanschluss- und Baukostenzuschüsse von 75,3 % im Vorjahr auf nunmehr 81,3 % zu. Das langfristig gebundene Vermögen ist zu 26,5 % vom bilanziellen Eigenkapital gedeckt, gegenüber 27,7 % im Vorjahr.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 3,2 Mio.€ auf 14,2 Mio.€ (Vorjahr: 17,4 Mio.€). Dies ist im Wesentlichen im Rückgang in den Forderungen gegenüber dem Land Rheinland-Pfalz für den Ausgleich der Kosten für die Flutkatastrophe begründet.

Passiva

Das Eigenkapital liegt zum 31. Dezember 2023 bei 16,5 Mio.€ (Vorjahr: 15,0 Mio.€). Die Eigenkapitalquote beträgt damit 21,5 % (Vorjahr: 20,8 %).

Die Rückstellungen reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund der geringeren noch ausstehenden Aufwendungen aus der Flutkatastrophe um 4,0 Mio.€ auf 5,3 Mio.€ (Vorjahr: 9,3 Mio.€).

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Mio.€ auf 49,6 Mio.€ (Vorjahr: 46,6 Mio.€). Die Erhöhung ist in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund von Darlehensaufnahmen begründet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mio.€ auf 4,9 Mio.€ (Vorjahr: 7,0 Mio.€) an.

Cashflow

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 2,2 Mio.€ (Vorjahr: 6,3 Mio.€).

Ausgehend von einem Jahresüberschuss in Höhe von 513 T€ (Vorjahr: 101 T€), sind im Wesentlichen die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen des Anlagevermögens, die Abnahme der Rückstellungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, für den positiven Cashflow maßgeblich.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt - 7,7 Mio.€ (Vorjahr: - 10,9 Mio.€). Die Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen betrafen im Wesentlichen Versorgung und Erzeugung.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 4,3 Mio.€ (Vorjahr: 5,5 Mio.€). Einzahlungen aus der Netto-Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von 7,2 Mio.€ (Vorjahr: 7,0 Mio.€) standen vor allem die Tilgungen von Finanzkrediten von 2,9 Mio.€ (Vorjahr: 2,5 Mio.€) gegenüber.

Liquidität

Der negative Cashflow führte zu einer Verminderung der kurzfristig verfügbaren Mittel um T€ 1.175 auf T€ 564 (Vorjahr: T€ 1.739).

Um ihre langfristigen Investitionen im Bereich der Netzinfrastruktur, der Erzeugung insbesondere in Erneuerbare Energien, und Immobilien zu finanzieren, nimmt die Gesellschaft in der Regel Kredite mit Laufzeiten zwischen 10 bis 20 Jahren auf.

Investitionsschwerpunkte waren in diesem Jahr der Ausbau der Infrastruktur im Strom- und Wärmenetz und in Erzeugungsanlagen, sowie die Instandsetzung beschädigter Anlagengüter oder Infrastruktur.

Soll-Ist-Vergleich

In 2023 konnte in der Sparte Stromnetz nicht das im Wirtschaftsplan avisierte Ergebnis erzielt werden. Die gegenüber dem Wirtschaftsplanansatz den Ahrtal-Werken zugestandene Erlösobergrenze konnte aufgrund geringerer Absatzmengen nicht realisiert werden, wird uns aber in den Folgejahren über die periodenübergreifende Saldierung wieder zufließen.

Das Ergebnis in der Sparte Gasnetz lag aufgrund verminderter Erträge bei gestiegenen Abschreibungen unterhalb des Planansatzes.

Im Stromvertrieb konnte durch gestiegene Umsatzerlöse gegenüber Dritten bei einhergehenden gesunkenen Materialaufwendungen das Planergebnis deutlich gesteigert werden.

Auch im Gasvertrieb konnte das Planergebnis deutlich übertroffen werden. Auslöser waren erfolgreiche Vertriebsaktivitäten in Verbindung mit der Realisierung von Chancen durch eine vorausschauende Beschaffungspolitik im Zuge der Auswirkungen der Energiepreiskrise verbunden mit den daraus resultierenden extrem volatilen Marktpreisen.

In der Fernwärmesparte stellte sich ein Ergebnis deutlich oberhalb des Planansatzes ein.

Aufgrund unserer konstant realisierten Vertriebserfolge konnte eine Steigerung der Umsatzerlöse erzielt werden, die auch zu einem verbesserten Ergebnis führten.

Bedingt durch die kontinuierliche Reorganisation unseres Kraftwerksparkes, in Verbindung mit einer aus Sicht der Erzeugung positiven Preisentwicklung an den Energiemärkten, konnte die Sparte Kraftwerke ein weiterhin positives Ergebnis deutlich oberhalb des Planansatzes erzielen.

In der gemeinsamen Betrachtung des Geschäftsmodells der Wärmeerzeugung und Vermarktung stellt sich das Geschäftsmodell weiterhin als nachhaltig tragend dar.

Das anvisierte Ziel des Unternehmens von rund T€ 250 konnte im Jahr 2023 mit einem realisierten Nachsteuerergebnis von rund T€ 513 deutlich übertroffen werden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Leistungsfähigkeit der Ahrtal-Werke GmbH wird neben den wirtschaftlichen Kennzahlen auch durch verschiedene nicht finanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Von besonderer Bedeutung sind die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern sowie eine nachhaltige und umweltfreundliche Unternehmenspolitik.

Aufgrund der Größe des Unternehmens wurden zur Messung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren bislang keine kontinuierlich zu überwachenden Beurteilungskriterien festgelegt.

Die Tatsache, dass nach einem Jahr mit einer weltweiten Pandemie, trotz einer nie dagewesenen Naturkatastrophe 2021 im Versorgungsgebiet die mit erheblichen Schäden an nahezu allen unternehmenseigenen Anlagegütern einherging, gefolgt von einem Jahr mit einer durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine ausgelösten, historisch bislang einmaligen Energiepreiskrise und einer Vielzahl bundespolitischer Gesetzesanpassungen, das noch junge Unternehmen in 2021 wie auch in 2022 ein positives Jahresabschlussergebnis realisieren konnte, demonstrierte bereits eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der Ahrtal-Werke GmbH. Trotz der Tatsache, dass sich in 2023 die Energiepreise etwas beruhigten, jedoch dennoch auf einem gegenüber der Vorenergiepreiskrisenzeit weiterhin sehr hohen Niveau etablierten, gelang es dem Unternehmen einen deutlichen Gewinnsprung zu realisieren, was die zuvor getroffene Aussage zur Leistungsfähigkeit erneut manifestiert.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Zum 01.01.2019 haben die Ahrtal-Werke als Netzbetreiber die Betriebsführung des Stromnetzes übernommen. Bereits vor der Flut war der Betrieb von der Erneuerung überalterter Netzanlagen im Rahmen der Zielnetzplanung geprägt. Die durch die Flut verursachten Schäden forcieren die Notwendigkeit der Erneuerung noch, weshalb auch die kommenden Jahre von entsprechender Sanierungstätigkeit ausgegangen werden kann.

Im Rahmen der im Jahr 2024 beginnenden 4. Regulierungsperiode erwartet die Gesellschaft erstmals positive Spartenergebnisse im Stromnetz.

Im Gasnetz wird nach dem Erwerb von der Energieversorgung Mittelrhein (evm) zum 01.01.2019, im Rahmen einer Verpachtung bis zum 31.12.2024, in Folge der Flut an einer Neubewertung der Zielnetzplanung gearbeitet. Weiterhin werden vorbereitende Maßnahmen für eine erfolgreiche Übernahme des operativen Gasnetzbetriebes zum 01.01.2025 ergriffen.

Der Vertrieb beabsichtigt bei auskömmlichen Deckungsbeiträgen der Strom-, Gas- und Fernwärmeprodukte die aktuellen Marktanteile weiter zu steigern. Dem weiteren Ausbau der Brand Awareness sowie einer regionalen Präsenz kommt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung zu. 2024 steht daher weiterhin im Zeichen der Bearbeitung kundenseitig individueller Kundenanliegen.

Bereits zuvor wurde beschrieben, dass sich die Energiepreise an den Märkten nach der Energiepreiskrise in 2023 zwar wieder beruhigten, auch wenn Sie sich weiterhin auf einem gegenüber der Vorenergiepreiskrisenzeit hohen Niveau bei starker Volatilität bewegen. Dies wird im Vergleich zu 2023 die Umsätze und Materialaufwendungen senken, aber die Kosten für die Strukturierung und die Preisabsicherung erhöhen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass damit eine Veränderung der Rahmenparameter für die Kraftwerke einhergehen wird.

Insgesamt wird die Gesellschaft trotz der extrem herausfordernden Anforderungen der letzten Jahre, in Verbindung mit den stetig komplexer werdenden energiepolitischen Rahmenbedingungen, auch in den kommenden Jahren ihren Wachstumskurs in den aktuellen Unternehmensbereichen fortsetzen, sowie selbigen mit Investitionen, vorrangig in den regulierten Sparten sowie den Bereichen Erzeugung und Netze unterstützen.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Zielsetzung ist die Früherkennung und Abwendung von Risiken, die wesentlich sind bzw. den Fortbestand des Gesamtunternehmens gefährden können.

Zur Beurteilung und Einschätzung unserer Chancen und Risiken wurde ein zentrales Risikomanagement aufgebaut, in dem alle wesentlichen Risiken der Gesellschaft erfasst und überwacht werden. Insbesondere im Zuge der Einschätzung von Risiken im Zusammenhang mit der Flut wurde in 2023 eine erneute Bestandsaufnahme durchgeführt sowie regelmäßige Informationen an die Gesellschafter gegeben.

Risikolage

Aktives Handeln in Unternehmen ist immer mit Chancen und Risiken verbunden.

Zur bestmöglichen Nutzung unserer Chancen geht die Gesellschaft aktiv nur die Risiken ein, die sie für beherrschbar hält. Hierzu werden für alle Projekte entsprechende Wirtschaftlichkeitsprüfungen vorgenommen und die verbundenen Risiken durch den Abschluss von Haftpflicht- und Schadensversicherungen begrenzt.

Die Gesellschaft verfügt über ein ihrer Unternehmensgröße angemessenes Risikomanagement, welches eine Risikoanalyse und einen umfassenden Risikobericht beinhaltet.

Die im Berichtszeitraum festgestellten branchenüblichen Risiken wirken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit unternehmensgefährdend. Die außergewöhnlichen, aus der Flut resultierenden Risiken konnten durch Versicherungsleistungen sowie den zuvor beschriebenen Betrauungsakt oder eine vom Land verabschiedete Wiederaufbauförderung beherrscht werden.

Zu den wesentlichen identifizierten branchenüblichen Risiken zählen unter anderem folgende:

1. Schäden an unseren Erzeugungsanlagen bewirken sowohl Sach- als auch Vermögensschäden, gegen die wir uns weitestgehend versichert haben. Durch den Ausbau unseres Anlagenparks wird die damit verbundene höhere Flexibilität das Risiko für Vermögensschäden verringern.

2. Risiken durch Schäden an Netzanlagen der Strom-, und Fernwärmeversorgung

Zur frühzeitigen Feststellung von Schäden haben wir entsprechende Überwachungs- und Diagnosesysteme installiert. Außerdem wurden mögliche Haftpflicht- und Sachschäden zusätzlich versichert.

3. Risiko von Abnahmeschwankungen im Vertrieb

Klassisch bestehen im Vertriebsgeschäft Risiken durch Absatzeinbrüche in Folge von Kundenverlusten, sowie Witterungseinflüssen. Zuletzt wurden historisch hohe Energiepreise sowie Volatilitäten an den Energiebörsen verzeichnet. Daraus resultiert ein gestiegener Wettbewerbsdruck, da Discounter, die keine vorausschauende Eindeckung zum Schutz ihrer Kunden getätigt hatten, durch die in 2023 wieder sinkenden Preise, verhältnismäßig attraktive Akquise Produkte anbieten können.

Zusätzlich existieren Risiken aus potenziellen Forderungsausfällen oder kundenseitigen Bonitätsrisiken. Diese könnten aufgrund der Corona-Pandemie, sowie von Flutfolgeschicksalen oder stark steigenden Energiepreisen verstärkt auftreten. Durch eine frühzeitige Bonitätsabfrage vor dem Abschluss von Lieferverträgen insbesondere bei Großkunden, die Einführung eines diversifizierten Produktportfolios mit unterschiedlichen Laufzeiten bei Strom und Gas, eine laufende Marktbeobachtung, sowie eine konsequente Überwachung der Zahlungseingänge, wird diesen Risiken entgegengewirkt.

Ein durch den Erwerb des Gasnetzes zusätzlich zu berücksichtigendes Risiko besteht in der Fortführungsprognose des Geschäftsmodells aufgrund der politischen Bestrebungen eines zukünftigen Gasversorgungsausstieges. Verstärkt wird das Risiko durch die flutbedingten Instandsetzungskosten für das Gasnetz welche zum heutigen Zeitpunkt nicht abschließend beziffert werden können, jedoch als regulatorisch anerkennungsfähig zu werten sind.

Chancenbericht

Für die Tätigkeitsfelder der Ahrtal-Werke können eine Vielzahl von Chancen identifiziert werden. So liegen hohe Umsatz- und Wachstumspotenziale im Vertrieb von Strom-, Gas- und Fernwärmeprodukten. Potentiale liegen auch im Zusammenwirken von Wärmeerzeugung und -vermarktung.

Durch die weitere Entwicklung des Querverbundes ist die Gesellschaft zukünftig in der Lage, erhebliche Synergien zu nutzen und wirtschaftlich zu verwerten. Insbesondere in der in 2019 übernommenen Betriebsführung des Stromnetzes im Zusammenhang mit der in 2019 erfolgten Übernahme des Gasnetzes, verbunden mit der Übernahme des operativen Gasnetzbetriebes in 2025, in Bad Neuenahr-Ahrweiler, werden erhebliche Synergiepotenziale gesehen.

Weitere Chancen bestehen im Bereich energienaher serviceintensiver Produkte, deren Einführung von der Geschäftsführung kontinuierlich geprüft wird.

Die zunehmende gesellschaftliche Fokussierung auf den Klimaschutz, welche sich auch durch die aktuelle Rechtsprechung des Verfassungsgerichtes zeigt, kommt den Ahrtal-Werken in Ihrer nachhaltig ökologisch basierenden Ausrichtung des Geschäftsmodells entgegen und lässt auch für die Zukunft ein positives Wachstum erwarten.

Gesamtaussage

Insgesamt wächst die Ahrtal-Werke GmbH im Bereich ihrer bestehenden Geschäftsfelder kontinuierlich weiter. In 2024 wird weiterhin mit einem positiven Jahresergebnis gerechnet.

Schwerpunkte der Investitionstätigkeit bilden die Investitionen in die Erweiterung und Erneuerung der Netze, der Ausbau erneuerbarer Energien oder der Kraftwerksanlagen.

Auch der operative Betrieb weiterer Netze kann einen Beitrag dazu leisten zukünftig weiterhin stabil positive Ergebnisse zu erzielen.

Das professionelle Krisenmanagement der vergangenen Jahre in Verbindung mit den realisierten Ergebnissen des Unternehmens verdeutlichen die nachhaltige Ausrichtung sowie die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Basierend auf dem positiven Jahresergebnis im Jahr 2023 erwartet die Gesellschaft für 2024 ein Planergebnis in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro.

 

Bad Neuenahr-Ahrweiler, den 8. November 2024

Dominik Neswadba

Thomas Hoppenz

[1] Gemäß dem Jahreswirtschaftsbericht 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz

Tätigkeits-Bilanz Elektrizitätsverteilung zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 39.808,01 42
II. Sachanlagen 20.580.457,98 17.949
III. Finanzanlagen 5,17 20.620.271,16 0
17.991
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 463.751,89 527
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.367.070,21 2.033
2. Forderungen gegen Gesellschafter 124.125,28 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 238.003,54 1.729.199,03 4
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 77.498,30 237
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.988,43 16
22.902.708,81 20.808

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
Zugeordnetes
Eigenkapital 15.023.028,14 12.803
B. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage 0,00 855
C. Empfangene Ertragszuschüsse 1.056.169,09 0
D. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 598.782,45 750
E. Verbindlickeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.865.466,30 5.103
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 785.176,59 820
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 307.402,83 115
4. Sonstige Verbindlichkeiten 266.683,41 6.224.729,13 362
22.902.708,81 20.808

Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
T€ T€
1. Umsatzerlöse 11.252.277,25 10.803
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 193.776,84 290
3. Sonstige betriebliche Erträge 24.428,76 9
11.470.482,85 11.102
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 8.575.867,10 8.155
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 881.926,56 9.457.793,66 726 8.881
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 708.579,55 632
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 195.687,36 904.266,91 176 808
(davon für Altersversorgung € 53.471,79 €; VJ T€ 52)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.214.326,26 1.121
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.194.854,59 1.387
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.514,37 1
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; VJ T€ 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 66.648,59 55
-1.364.892,79 -1.149
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(davon Erträge aus Zuführung (-) / Aufwendungen aus Auflösung aktive latente Steuern € 0,00; VJ T€ 0) 0,23 0
11. Ergebnis nach Steuern -1.364.893,02 -1.149
12. Sonstige Steuern 7.438,54 8
13. Jahresfehlbetrag (-) -1.372.331,56 -1.157

Tätigkeits-Bilanz Gasverteilung zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 3
II. Sachanlagen 11.754.649,95 9.236
III. Finanzanlagen 2,78 11.754.652,73 0
9.239
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.061.244,91 846
2. Forderungen gegen Gesellschafter 4.311,79 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 223.227,95 2.288.784,65 7
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 102.577,50 99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 389,95 1
14.146.404,83 10.192

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
Zugeordnetes
Eigenkapital 6.981.121,81 6.099
B. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage 0,00 407
C. Empfangene Etragszuschüsse 329.661,16 0
D. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 5.461,32 2
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.614.307,42 3.570
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.073.675,11 99
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 137.534,90 5
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.643,11 6.830.160,54 10
14.146.404,83 10.192

Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung Gasverteilung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
T€ T€
1. Umsatzerlöse 786.074,20 778
2. Sonstige betriebliche Erträge 362,22 0
786.436,42 778
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 1.537,06 2
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 297,52 1.834,58 0 2
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 23.372,18 10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.308,64 29.680,82 2 12
(davon für Altersversorgung € 1.763,74; VJ T€ 1)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 497.645,44 429
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 225.205,09 153
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 163,74 0
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; VJ T€ 0)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.461,12 39
-18.226,89 143
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag
(davon Erträge aus Zuführung (-) / Aufwendungen aus Auflösung aktive latente Steuern € 0,00; VJ T€ 0) 0,02 6
10. Ergebnis nach Steuern -18.226,91 137
11. Sonstige Steuern 432,88 1
12. Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) -18.659,79 136

Tätigkeits-Bilanz Messwesen zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0
II. Sachanlagen 435.784,84 441
III. Finanzanlagen 0,10 435.784,94 0
441
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 196.342,25 33
2. Sonstige Vermögensgegenstände 13.652,22 209.994,47 24
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9411,42 7
C. Rechnungsabgrenzungssposten 77,93 0
D. Aktive latente Steuern 23.480,86 30
678.749,62 535

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
Zugeordnetes
Eigenkapital 592.086,35 493
B. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung
geleistete Einlagen 0,00 33
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 470,22 1
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.616,60 4
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 3
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 79.548,16 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 28,29 86.193,05 1
678.749,62 535

Ttigkeits-Gewinn und Verlustrechnung Messwesen für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
T€ T€
1. Umsatzerlöse 95.532,17 171
2. Sonstige betriebliche Erträge 102,81 0
95.634,98 171
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 524,10 1
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 167.968,69 168.492,79 197 198
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.311,13 1
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 541,33 2.852,46 1 2
(davon für Altersversorgung € 174,41; VJ T€ 1)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.531,45 8
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.219,30 16
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32,72 0
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; VJ T€ 0)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 92,37 0
-106.520,67 -53
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(davon Erträge aus Zuführung (-) / Aufwendungen aus Auflösung aktive latente Steuern € 0,00; VJ T€ 0) 0,00 0
10. Ergebnis nach Steuern -106.520,67 -53
11. Sonstige Steuern 141,44 0
12. Jahresfehlbetrag (-) -106.662,11 -53

Tätigkeitsabschluss für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 6b Absatz 3 EnWG in Verbindung mit § 3 Abs. 4 MsbG

A Allgemeine Erläuterungen

Am 30. Juni 2011 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Novelle des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG), die am 3. August 2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Aufgrund der geänderten Vorschriften hat die Ahrtal-Werke GmbH als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen den Tätigkeitsabschluss (§ 6b Absatz 3 EnWG) mit dem geprüften Jahresabschluss beim elektronischen Bundesanzeiger zur Veröffentlichung einzureichen und über die Tätigkeiten gemäß § 6b Absatz 3 EnWG zu berichten (§ 6b Absatz 7 EnWG).

Für die Ahrtal-Werke GmbH ergeben sich die folgenden Tätigkeitsbereiche:

Elektrizitätsverteilung

Andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors Gasverteilung

Andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors Messwesen

Andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors

Mit unseren Tätigkeitsabschlüssen 2023 erfüllen wir die Berichtspflicht nach § 6b EnWG. In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie für andere Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Für die Elektrizitäts- und Gasverteilung erstellen wir eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) gemäß den Anforderungen § 6b Absatz 3 EnWG.

Die Tätigkeit des grundzuständigen Messstellenbetriebs für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme (Tätigkeit ,Messwesen') ist von dem abschließend in § 6b EnWG festgelegten Katalog der Tätigkeiten, für welche separate Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen und zu testieren sind, nicht umfasst. Nach § 3 Abs. 4 MsbG ist die Unabhängigkeit des grundzuständigen Messstellenbetreibers von anderen Tätigkeiten lediglich über die buchhalterische Entflechtung sicherzustellen. Die Regulierungsbehörden haben am 8. Juli 2018 Auslegungsgrundsätze zu entflechtungsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem Messstellenbetrieb veröffentlicht. Dort wird u.a. gefordert, dass für den grundzuständigen Messstellenbetrieb für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme auch ein eigener Tätigkeitsabschluss zu erstellen ist, der testiert werden muss. Neben den in § 6b Abs. 3 EnWG aufgeführten Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung umfasst dieser Bericht daher auch die Tätigkeit Messwesen.

Es wird kein Tätigkeitsabschluss gem. § 7c Abs. 1 EnWG aufgestellt, da die Ladepunkte für Elektromobile nicht der Tätigkeit des Betreibers von Elektrizitätsverteilernetzen zugeordnet sind.

Angaben über die Zuordnungsregeln gemäß § 6b Absatz 3 Satz 7 EnWG:

Im Hinblick auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die den Tätigkeitsabschlüssen zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 der Ahrtal-Werke GmbH.

Für die Berichterstattung wurden die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge den einzelnen Unternehmenstätigkeiten direkt oder durch Schlüsselung progressiv oder retrograd zugeordnet. Das Anlagevermögen, die Umsätze und die Personalaufwendungen sind die wesentlichen Positionen für die Zuordnung der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auf die einzelnen Tätigkeiten.

Die Elektrizitäts- sowie die Gasverteilung ist auf die Positionen Aktiva und Passiva sowie Aufwand und Ertrag des handelsrechtlichen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 direkt oder durch Schlüsselung zugeordnet.

Es wurden insbesondere folgende Schlüssel verwendet:

Bilanzposition/GuV-Position Zuordnung
Immaterielle Vermögensgegenstände im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Sachanlagevermögen im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Vorräte direkte Zuordnung
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Forderungen gegen Gesellschafter im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Sonstige Vermögensgegenstände im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Flüssige Mittel Sachgerechter Verteilschlüssel
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Aktive latente Steuern Sachgerechter Verteilschlüssel
Empfangene Ertragszuschüsse direkte Zuordnung
Rückstellungen im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Sachgerechter Verteilschlüssel, direkte Zuordnung
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Sonstige Verbindlichkeiten im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Umsatzerlöse im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
sonstige betriebliche Erträge im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Materialaufwand im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Personalaufwand im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Bilanzposition/GuV-Position Zuordnung
Abschreibungen im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
sonstige betriebliche Aufwendungen im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel
Finanzergebnis im Wesentlichen direkte Zuordnung, sonst sachgerechter Verteilschlüssel

Die durch Aufteilung der Bilanzposten entstandene Residualgröße geht in das Eigenkapital als Zugeordnetes Eigenkapital ein. Die Aufteilung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfolgt in Abhängigkeit des Ergebnisses vor Steuern und nach sonstigen Steuern. Es wird jährlich ein neuer Schlüssel ermittelt, nach dem die Steuern auf die einzelnen positiven Geschäftsbereiche verteilt werden. Negative Ergebnisse führen nicht zu Steuergutschriften.

Bei der Zuordnung und Wahl der Kostenschlüssel wurde das Stetigkeitsgebot beachtet.

Die Leistungsbeziehungen zwischen den Tätigkeitsbereichen wurden auf der Grundlage der angefallenen Kosten bewertet.

Für die Berichterstattung wurden die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie die Aufwendungen und Erträge den einzelnen Unternehmenstätigkeiten direkt oder durch Schlüsselung zugeordnet. Das Anlagevermögen, die direkt zuordenbaren Positionen und die Tätigkeitsnachweise sind die wesentlichen Faktoren für die Zuordnung der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auf die einzelnen Tätigkeiten.

Die Elektrizitäts- sowie die Gasverteilung ist auf die Positionen Aktiva und Passiva sowie Aufwand und Ertrag des handelsrechtlichen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 direkt oder durch Schlüsselung zugeordnet.

Es wurden folgende Schlüssel verwendet:

• Anschaffungs-/Herstellungskostenschlüssel

• Forderungsschlüssel

• Unternehmensergebnisschlüssel

• Finanzierungsschlüssel

• Tätigkeitsschlüssel

• Quadratmeterschlüssel

Die Kontensalden bei denen eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder nur mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, werden in zwei Stufen auf die Tätigkeitsbereiche geschlüsselt:

• Erster Schritt: Schlüsselung auf die Sektoren,

• Zweiter Schritt: Schlüsselung auf die Tätigkeitsbereiche.

Die Leistungsbeziehungen zwischen den Tätigkeitsbereichen wurden auf der Grundlage der angefallenen Kosten bewertet.

Tätigkeitsabschluss Elektrizitätsverteilung

Sonstige Angaben

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
in T€
Stand 31.12.2023 Davon RLZ > 1 Jahr Stand 31.12.2022 Davon RLZ > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.367 0 2.033 0
Forderungen gegen Gesellschafter 124 0 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 238 0 4 0
1.729 0 2.037 0
Rückstellungen
in T€
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Sonstige Rückstellungen 599 750
598 750

Bei den sonstigen Rückstellungen werden die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Überstunden, Gleitzeit, Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaft und Jahresabschluss ausgewiesen.

Verbindlichkeiten
in T€
Stand 31.12.2023 davon RLZ bis 1 Jahr davon RLZ 1-5 Jahre davon RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.866 467 1.341 3.058
(Vorjahr) (5.103) (466) (1.405) (3.232)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 785 785 0 0
(Vorjahr) (820) (820) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 307 307 0 0
(Vorjahr) (115) (115) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 267 267 0 0
(Vorjahr) (362) (362) (0) (0)
Summe 6.225 1.826 1.341 3.058
(Vorjahr) (6.400) (1.763) (1.405) (3.232)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und im Rahmen von Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 65) enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen die Kosten für Baumaßnahmen und den Strombezug für das vorgelagerte Netz.

Tätigkeits-Abschluss Gasverteilung

Sonstige Angaben

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
in T€
Stand 31.12.2023 Davon RLZ > 1 Jahr Stand 31.12.2022 Davon RLZ > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.061 0 846 0
Forderungen gegen Gesellschafter 4 0 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 224 0 7 0
2.289 0 853 0
Rückstellungen
in T€
31.12.2023 5 Stand 31.12.2022 2
Sonstige Rückstellungen 5 2

Bei den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für den Jahresabschluss ausgewiesen.

Verbindlichkeiten
in T€
Stand 31.12.2023 davon RLZ bis 1 Jahr davon RLZ 1-5 Jahre davon RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.614 282 1.016 2.316
(Vorjahr) (3.570) (264) (1.002) (2.304)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.074 3.074 0 0
(Vorjahr) (99) (99) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 137 137 0 0
(Vorjahr) (5) (5) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 5 5 0 0
(Vorjahr) (10) (10) (0) (0)
Summe 6.830 3.498 1.016 2.316
(Vorjahr) (3.684) (378) (1.002) (2.304)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und im Rahmen von Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 6) enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen die anteiligen Netzkosten und Kosten für Baumaßnahmen.

Tätigkeitsabschluss Messwesen

Sonstige Angaben

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
in T€
Stand 31.12.2023 Davon RLZ > 1 Jahr Stand 31.12.2022 Davon RLZ > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 196 0 33 0
Sonstige Vermögensgegenstände 14 0 24 0
210 0 57 0
Rückstellungen
in T€
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Sonstige Rückstellungen 1 1
1 1

Bei den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für den Jahresabschluss ausgewiesen.

Verbindlichkeiten
in T€
Stand 31.12.2023 davon RLZ bis 1 Jahr davon RLZ 1-5 Jahre davon RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6 1 1 4
(Vorjahr) (4) (1) (1) (2)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
(Vorjahr) (3) (3) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 80 80 0 0
(Vorjahr) 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
(Vorjahr) (1) (1) (0) (0)
Summe 86 81 1 4
(Vorjahr) (8) (5) (1) (2)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) und im Rahmen von Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 1) enthalten.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Der Tätigkeitsabschluss ist nach den Vorschriften des § 6b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

 

Bad Neuenahr-Ahrweiler, den 08. November 2024

Dominik Neswadba, Geschäftsführer

Thomas Hoppenz, Geschäftsführer

Aufgliederung Anlagevermögen der Tätigkeiten

Elektrizitätsverteilung Gasverteilung

31.12.2023
T€
31.12.2022

31.12.2023
T€
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 39.808,01 42 0,00 4
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.399.726,66 3.463 325.759,66 332
2. Technische Anlagen und Maschinen einschl. Verteilungsanlagen 15.872.074,32 12.872 9.984.252,39 8.447
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstatttung 711.194,77 742 8.555,05 10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 597.462,63 872 1.436.082,85 446
20.580.457,98 17.949 11.754.649,95 9.235
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 5,17 0 2,78 0
20.620.271,16 17.991 11.754.652,73 9.239
Messwesen

31.12.2023
T€
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 117.351,37 120
2. Technische Anlagen und Maschinen einschl. Verteilungsanlagen 317.929,37 321
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstatttung 302,19 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 201,91 0
435.784,84 441
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,10 0
435.784,94 441

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ahrtal-Werke GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ahrtal-Werke GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ahrtal-Werke GmbH, Bad Neuenahr-Ahrweiler für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlich falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtige Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG UND § 3 ABS. 4 S. 2 MSBG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Gasverteilung" und "Messstellenbetrieb" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften der § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG " weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften der§ 6 b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

- ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

- ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften der § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung fürdie Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Stuttgart, 27. November 2024

BBH AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Beck, Wirtschaftsprüfer

Udo Glusa, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Beschluss der Gesellschafterversammlung (Umlaufverfahren) der Ahrtal-Werke GmbH vom 11.03.2025

Die Gesellschafterversammlung stimmt dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke GmbH für das Jahr 2023 zu.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 513.378,88 € wird auf neue Rechnung vorgetragen, wodurch der Bilanzverlust in Höhe von 1.302.128,96€ auf 788.750,08 € sinkt.

Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung werden für das Jahr 2023 Entlastung erteilt.

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