Stadtwerke Rostock Aktiengesellschaft

Schmarler Damm 5, 18069 Rostock, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 786
Eingetragen
22.10.1990
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernBeteiligungsgesellschaftenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Versorgung der Hansestadt Rostock sowie des Umlandes mit Energiedienstleistungen durch Erzeugung, Bezug, Fortleitung und Verkauf von elektrischer Energie, Wärme und Gas sowie die Errichtung und der Betrieb der hierfür erforderlichen Anlagen und die Beratung zur rationellen Energieanwendung. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, die Interessen der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu fördern, insbesondere kann sie andere Unternehmen gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen. Sowie Errichtung und Betrieb von Stadtbeleuchtungs- und Verkehrsleitanlagen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Heike Ilse Witzel
seit 29.1.2024
Vorstandsmitglied
Prokura
Christina Dr. Wigger
seit 22.8.2023
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stadtwerke Rostock Aktiengesellschaft

Rostock

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht des Vorstandes zum Abschluss des Geschäftsjahres 2023

A Grundlagen des Unternehmens

1 Geschäftsmodell

2 Strategie

B Wirtschaftsbericht

1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2 Geschäftsverlauf

3 Darstellung der Lage des Unternehmens

C Prognosebericht

D Risiko- und Chancenbericht

1 Risikomanagementsystem

2 Risiken und Chancen

A Grundlagen des Unternehmens

1 Geschäftsmodell

Die Stadtwerke Rostock AG ist der regionale Ansprechpartner für Energiedienstleistungen. Für unsere Kundinnen und Kunden, für die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und für die Region sind wir ein zuverlässiger Anbieter von Wärme, Erdgas und Strom. Zusätzlich zum Betrieb der Infrastrukturen und dem Vertrieb der Energieprodukte erweitern urbane Dienstleistungen, wie der Betrieb von Lichtsignal- und Beleuchtungsanlagen oder die Bereitstellung öffentlicher Elektroladeinfrastruktur in und um Rostock, unser Angebot. Daneben fördern wir mit unseren öffentlichen Biomethantankstellen, den ÖPNV sowie Last- und Nutzfahrsektor, eine weitere klimafreundliche Alternative zur fossilen Mobilität. Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes in vielen Gebieten der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie der Küstenregion stellen wir unseren Kundinnen und Kunden vielfältige Telekommunikationsprodukte zur Verfügung.

Die Stadtwerke Rostock AG ist ein mehrheitlich kommunales Unternehmen, an dem zu 74,9 % die Rostocker Versorgungs- und Verkehrs-Holding GmbH die Anteile hält. Die weiteren Anteile sind zu gleichen Teilen der VNG Erdgascommerz GmbH und der Thüga AG zugehörig.

2 Strategie

Ziel der Stadtwerke Rostock AG ist es, die Versorgung ihrer Kundinnen und Kunden sicherzustellen und hierbei marktgerechte Preise anzubieten. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen eine vertriebliche Expansionsstrategie mit dem Ziel, kompetent und zuverlässig die Marktführerschaft in der Region Rostock auszubauen.

Wir übernehmen die tragende Verantwortung für die Versorgungssicherheit und sehen uns als erster Ansprechpartner vor Ort und in der Region, wenn es um die Energiewende geht. Neben der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sind wir wichtigster gesellschaftlicher Treiber und mitverantwortlich für eine umwelt- und sozialverträgliche Energiewende. Mit der konsequenten klimaneutralen Ausrichtung der eigenen Erzeugerkapazitäten leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Erzielung der Klimaneutralität der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Dabei investieren wir in unsere Anlagen mit höchster Energieeffizienz und setzen uns für die Umsetzung einen hohen Anspruch an die eigene betriebswirtschaftliche Effizienz.

Weiter unterstützen wir in der Region in und um Rostock das gesellschaftliche Umfeld im sportlichen, kulturellen, wissenschaftlichen und sozialen Bereich. Wir positionieren uns als attraktiver Arbeitgeber und bilden eigene Fachkräfte aus.

Seit Beginn 2023 gilt eine neue Unternehmensstruktur. In unserer neuen Aufbauorganisation stehen die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden noch mehr im Zentrum des Handelns. Durch die Neuorganisation mit verbesserten Prozess-, Produkt- und Dienstleistungsangeboten ist die Stadtwerke Rostock AG zukunftssicher zur Umsetzung der Energiewende aufgestellt und kann langfristig hochwertige Arbeitsplätze erhalten.

B Wirtschaftsbericht

1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Deutschland hat mit der Corona-Pandemie und Energiekrise infolge des Ukrainekrieges zwei außergewöhnliche und sich überlappende Krisen erlebt. Während sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie in 2023 weiter abschwächten, waren die Auswirkungen der Energiekrise im Berichtsjahr deutlich spürbar. Eine weiterhin hohe Inflation, Zinsanhebungen, die schwache weltwirtschaftliche Entwicklung und ein hoher Krankenstand hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr um 0,3 % sinken lassen. Aufgrund der ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, der hohen Industrieanteile an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung wurde die deutsche Wirtschaft stärker als andere große westliche Volkswirtschaften in ihrer Entwicklung beeinträchtigt. Dennoch ist es, wie auch im Vorjahr, in 2023 gelungen, russische Energielieferungen insbesondere durch Flüssiggasimporte zu kompensieren, Energiebedarfe effizient zu reduzieren und damit Versorgungsengpässen vorzubeugen sowie auf rückläufige Energiepreise hinzuwirken. Weiter begünstigten milde Witterungsbedingungen und eine entsprechend geringere Nachfrage die Entwicklung.

Die Lage auf den Energiemärkten hat sich im Verlauf des Jahres entspannt. Gegenüber dem Vorjahr sind die Großhandelspreise deutlich gesunken. Dennoch lagen sie im Jahresmittel 2023 immer noch auf einem hohen Stand im Vergleich zum Vorkrisenniveau. Die Energiemärkte reagierten weiterhin sensibel auf Signale insbesondere aus der Gaswirtschaft, wie bspw. Wartungsarbeiten in der norwegischen Gasproduktion, die länger andauerten als geplant oder auch der Angriffskrieg der Hamas auf Israel.

Auf die stark gestiegenen Energiepreise hatte der Gesetzgeber bereits im Herbst 2022 mit der Senkung der Umsatzsteuer auf Gas- und Fernwärmelieferungen bis einschließlich 31.03.2024 sowie dem Gesetz über eine Soforthilfe für Letztverbraucher von leitungsgebundenem Erdgas für Kundinnen und Kunden von Wärme reagiert. Mit dieser Soforthilfe haben die im Gesetz benannten Gruppen von Letztverbrauchern eine einmalige Entlastung erhalten. Für sie entfiel im Dezember 2022 die Pflicht, eine vertraglich vereinbarte Voraus- oder Abschlagszahlung zu leisten. In 2023 wurden mit den Preisbremsengesetzen weitere Maßnahmen zur Entlastung der privaten Haushalte sowie Unternehmen umgesetzt, in dem für einen Großteil der bezogenen Energiemengen ein Preisdeckel festgesetzt wurde. Aufgrund der Auflösung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds endeten die Preisbremsen, wie im Gesetz verankert, zum 31.12.2023.

Nachdem im Oktober 2022 die Inflationsrate in Deutschland mit 10,4 % einen neuen Höchststand erreicht hatte, ist diese im Jahresverlauf 2023 von 8,7 % im Januar auf 3,7 % im Dezember zurückgegangen. Dies lässt sich vor allem auf die deutlich rückläufigen Energiepreise, aber auch auf die steuerlichen und fiskalischen Maßnahmen, wie die Absenkung der Umsatzsteuersätze für die Lieferung von Gas und Wärme, die Preisbremsen für Strom und Gas sowie die Erhöhung des Leitzinses, zurückführen. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 % und damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Preisdruck bei Gütern und Dienstleistungen war weiterhin spürbar.

Der Wettbewerb auf dem Endkundenmarkt für Strom und Gas hat wieder zugenommen. Mit dem Wegfall der entsprechenden Reglementierungen aus den Preisbremsengesetzen Mitte des Jahres nahm die Werbung um Neukunden mit hohen Bonuszahlungen wieder stark zu. Trotz der zum 01.07.2023 erfolgten Preissenkungen für viele Gas- und Stromprodukte im Privat- und Geschäftskundenbereich verzeichnen die Stadtwerke Rostock AG Kündigungen, deren Anzahl über den Erwartungen für das Geschäftsjahr lag. Dieser Kundenrückgang konnte durch Kundenbindungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Neukundenakquise nicht verhindert bzw. kompensiert werden. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir hier eine Stabilisierung.

2 Geschäftsverlauf

Die Stadtwerke Rostock AG erfüllte zu jeder Zeit ihren Auftrag der Daseinsvorsorge und initiierte eine Vielzahl strategisch wichtiger Themen und Projekte zur Umsetzung der Energiewende. Aus Sicht des Vorstandes war es insgesamt ein sehr erfolgreiches Jahr. Das operative Geschäft entwickelte sich deutlich besser als erwartet. Demzufolge liegt das Ergebnis über der Prognose aus dem Vorjahr.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Folgende zentrale finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Darstellung des Geschäftsverlaufs sowie der Lage des Unternehmens herangezogen:

Finanzielle Leistungsindikatoren

scroll
in Mio. EUR 2023 2022
Ergebnis vor Gewinnabführung 50,0 37,0 35 %
Investitionen 45,3 55,3 -18 %
Umsatzerlöse 707,2 602,2 17 %

Das Ergebnis vor Gewinnabführung liegt mit 50,0 Mio. EUR über dem Vorjahresergebnis in Höhe von 37,0 Mio. EUR sowie der Prognose für 2023 in Höhe von 15,1 Mio. EUR. Die Erhöhung ergibt sich im Wesentlichen aus den im weiteren Verlauf des Kapitels sowie in der Ertragslage beschriebenen Faktoren.

Die im Jahr 2023 getätigten Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 43,1 Mio. EUR sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig und liegen unter dem Planwert für 2023. Die Planunterschreitung resultiert aus verschiedenen Maßnahmen, z. B. durch fehlende Genehmigungen oder aufgrund von zeitlichen Verschiebungen in den Projekten. Im Vorjahr führten v. a. hohe Investitionen in unseren Wärmespeicher und die 20-MW-Power-to-Heat-Anlage (PtH-Anlage) zu erhöhten Investitionen im Vergleich zum Berichtsjahr.

Der Fokus der Investitionstätigkeit 2023 der Stadtwerke Rostock AG lag auf Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in unserem Netzbetrieb, der Erzeugung sowie dem Anschluss von Neukunden. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der PtH-Anlage sowie von zwei zusätzlichen Biomethantankstellen wurden weitere Meilensteine hin zu einer CO2 -freien Wärmeversorgung in Rostock bzw. hin zur Klimaneutralität im Verkehrssektor unserer Region gesetzt. Weiterhin wurde in den Ausbau der Ladeinfrastruktur, die Errichtung von Photovoltaikanlagen und den Breitbandausbau investiert.

Die Umsatzerlöse der Stadtwerke Rostock AG sind gegenüber dem Vorjahr um 17 % auf 707,2 Mio. EUR gestiegen. Es wird auf die Erläuterungen in der Ertragslage verwiesen. Die Abweichung zum Planwert beträgt 19 % und ergibt sich aus verschieden Faktoren, wie ungeplante kurzfristige Handelsgeschäfte oder periodenfremde Erlöse. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
in Mio. EUR 2023 2022
Stromvertrieb 216,6 108,7 99 %
Fernwärmevertrieb 91,5 72,2 27 %
Gasvertrieb 104,8 74,8 40 %
Stromhandel 136,0 120,9 13 %
KWK- und EEG-Stromerzeugung 7,2 10,7 -33 %
Gashandel 92,2 163,4 -44 %
Netznutzungsentgelte Gasnetz 9,3 10,3 -10 %
Zertifikatehandel 20,0 17,8 12 %
Betrieb Stadtbeleuchtung/Verkehrsanlagen 3,2 2,7 17 %
Übrige Erlöse 25,4 19,5 30 %
Auflösung empfangener Ertragszuschüsse 1,2 1,2 1 %

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren dienen vor allem die den Umsatzerlösen zugrunde liegenden Absatz- und Erzeugungsmengen als wichtige nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Darüber hinaus werden Mitarbeiter- und Umweltthemen herangezogen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

scroll
in GWh 2023 2022
Stromabsatz 554,5 573,7 -3 %
Fernwärmeabsatz 741,4 780,7 -5 %
Gasabsatz 897,6 951,8 -6 %
Stromhandel 949,0 1.376,3 -31 %
KWK- und EEG-Stromerzeugung 455,9 384,1 19 %
Gashandel 1.426,9 2.547,1 - 44 %
Netznutzungsentgelte Gasnetz 608,0 718,1 -15 %

Die Absatzmengen für das Gas-, Strom- und Fernwärmesegment sind gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der milden Witterung sowie der Kundenentwicklung. Ebenso sind die Handelsmengen aufgrund weniger kurzfristiger Geschäfte für Strom und Gas gesunken, da durch den Kraftwerkseinsatz nicht so viel zusätzliche Mengen für Handelsgeschäfte zur Verfügung standen. Die Stromerzeugungsmenge hingegen ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Verschiebungen in der Erzeugerstruktur angestiegen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Entwicklung des durchschnittlichen Mitarbeiterbestandes stellt sich wie folgt dar:

scroll
2023 2022
Arbeiter 168 165
Angestellte 419 423
Mitarbeitende Gesamt 587 588
Auszubildende 46 49

Angaben zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in Führungsebene

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Rostock AG hat im Jahr 2021 eine Zielgröße für den Frauenanteil gemäß den §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG im Aufsichtsrat von 22 % und im Vorstand von 50 % festgelegt. Die definierten Zielgrößen sind zum 31.12.2023 erfüllt. Weiter wurden in 2022 für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes 56 % bzw. 35,7 % als Zielgrößen, umzusetzen bis zum 30.06.2027, bestimmt. Zum 31.12.2023 sind diese Zielgrößen nicht erfüllt.

Aus- und Fortbildung

In 2023 erhielten 62 junge Menschen eine Ausbildung, davon 38 in technischen, 15 in kaufmännischen und einen im gastgewerblichen Beruf sowie acht dual Studierende mit den Studienschwerpunkten Informatik/Wirtschaftsinformatik oder Elektrotechnik. Einen erfolgreichen Abschluss erlangten neun Auszubildende und drei Studierende.

Fünf Trainees befanden sich in 2023 im Projektdurchlauf. Zusätzlich betreute die Stadtwerke Rostock AG insgesamt 22 Praktikanten.

In Aufstiegsfortbildungsmaßnahmen befanden sich 11 Mitarbeitende. Acht Mitarbeitende starteten in 2023 ein unternehmensübergreifendes Mentoring-Programm.

Für die betriebliche Fort- und Weiterbildung, die vorwiegend an den notwendigen Qualifizierungsmaßnahmen ausgerichtet ist, wurden 0,6 Mio. EUR in Anspruch genommen.

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Für eine gezielte präventive Arbeit auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes steht dem Vorstand ein Sicherheitsingenieur als Fachkraft für Arbeitssicherheit zur Verfügung. Darüber hinaus sind in den Bereichen Sicherheitsingenieure, Sicherheitsbeauftragte und Ersthelfer für den Arbeits- und Gesundheitsschutz tätig.

Im Jahr 2023 ereigneten sich drei meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle. Die Quote meldepflichtiger Arbeitsunfälle pro 1.000 Beschäftigte lag in 2023 bei 5 ‰ und damit unter Vorjahresniveau sowie deutlich unter der durch die zuständige Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro, Medienerzeugnisse für 2022 gemeldete Durchschnittsquote von 19,6 ‰.

Die Zusammenarbeit mit der ias AG, unserem Dienstleister für Arbeits- und Gesundheitsschutz, wurde 2023 fortgesetzt. Neben Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen wurden das betriebliche Gesundheitsmanagement und das betriebliche Eingliederungsmanagement von der Betriebsärztin unterstützt.

Umweltschutz

Umweltschutzmanagement

Das Umweltschutzmanagement wird in einer Umweltschutzrichtlinie geregelt. Durch den Umweltschutzbeauftragten wird die Aufgabe des gesetzlich geforderten Beauftragten für Wasser, Luft, Abfall und Gefahrgut wahrgenommen. Das Gefahrstoffhandbuch sowie das betriebliche Abfallkonzept werden stets auf aktuellen Stand gehalten.

Alle Grenzwerte der Schutzgüter Wasser, Boden und Luft wurden 2023 auflagen- und gesetzesgerecht eingehalten. Es gab keine diesbezüglichen Vorkommnisse in den Anlagen, z. B. an den Sicherheitsölabscheidern und auf den Grundstücken der Stadtwerke Rostock AG.

Altlastensituation

Die Altlastensituation auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes Rostock ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die ausstehende ordnungsbehördliche Bestätigung über die Erledigung der Sanierungsverpflichtung wurde noch nicht erteilt. Die Rückstellung für Altlasten ist unverändert fortzuführen, da die Wirksamkeit der Sanierungskonzeption noch nicht abschließend beurteilt werden kann. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass auch weitere kurzfristige Maßnahmen der Sicherung erforderlich werden.

Sonstiges

Neuer Vorstand zum 01.01.2024

Unser Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 28.06.2023 die Besetzung des neuen Vorstands der Stadtwerke Rostock AG ab 01.01.2024 beschlossen. Oliver Brünnich wurde für weitere fünf Jahre als Vorstandsvorsitzender wiederbestellt. Heike Witzel als Nachfolgerin von Ute Römer wird ab 01.01.2024 neu in den Vorstand der Stadtwerke Rostock AG berufen.

Abschluss Wärmeliefervertrag über Wärmebezug von der Kraftwerks- und Netzgesellschaft mbH

Die Stadtwerke Rostock AG verlängerte mit der Energie Baden-Württemberg AG den benannten Wärmeliefervertrag für die Lieferjahre 2025 bis 2029.

Dynamik in den energiepolitischen Gesetzgebungen

Wie schon im Vorjahr forderte die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben, wie die Preisbremsengesetze, die Mitarbeitenden außerordentlich. Die für die Abrechnung benötigten IT-Systeme und Anwendungen wurden ertüchtigt. Diese Anpassung rechtzeitig innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Fristen umzusetzen, war nicht in allen Punkten vollständig möglich, hat aber im Wesentlichen gut funktioniert und zu keinen Nachteilen in der Abrechnung gegenüber unseren Kundinnen und Kunden geführt. Des Weiteren führten verschiedene rechtliche Fragen zu einem erheblichen Mehraufwand. Ein erhöhter Informations- und Beratungsbedarf seitens der Kundinnen und Kunden führte zu einem signifikanten Anstieg der schriftlichen und telefonischen Kundenanfragen im Kundenservice, der sich über das gesamte Jahr 2023, insbesondere aber im ersten Quartal, bemerkbar gemacht hat.

Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH

Zum 01.01.2023 nahm Gerald Schubert als Nachfolger von Volker Rattey seine Tätigkeit als neuer Geschäftsführer der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH auf.

Das Jahr 2023 war geprägt von einem Zuwachs an Solaranlagen. Insgesamt wurden 1.042 Solaranlagen an das Stromnetz in Rostock angeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Zubau fast vervierfacht. Im Durchschnitt betrug die hinzugebaute Leistung 5,37 kW pro Anlage. Weiterhin hat die Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH in 2023 ihr Dienstleistungsgeschäft ausgebaut, bspw. für Netzführungsaufgaben zur Umsetzung von Redispatch-Maßnahmen in Drittnetzen oder den Bau und die Ausrüstung von kundeneigenen Schaltstationen.

Im Jahr 2023 erzielte die Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH Umsatzerlöse in Höhe von 79,1 Mio. EUR.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Ergebnis von 3,5 Mio. EUR erwirtschaftet, welches im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages in voller Höhe an die Stadtwerke Rostock AG abgeführt wird.

Die Investitionen betrugen 4,4 Mio. EUR. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren Netzerweiterungen und der Anschluss von Neukunden, die Erschließung von neuen Wohngebieten oder Maßnahmen zur Sanierung von Mittel- und Niederspannungskabeln. Weiterhin fielen Investitionen für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme an.

Mit einer Gesellschaftereinlage durch die Stadtwerke Rostock AG in Höhe von 2,2 Mio. EUR erfolgte eine Kapitalerhöhung bei der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH.

Für das Jahr 2024 werden Umsatzerlöse in Höhe von 67,7 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 2,5 Mio. EUR erwartet. Für Investitionen sind 5,1 Mio. EUR vorgesehen. Zur Realisierung dieser ist eine Gesellschaftereinlage durch die Stadtwerke Rostock AG in Höhe von 3,1 Mio. EUR geplant.

3 Darstellung der Lage des Unternehmens

Ertragslage

Ertragslage

scroll
in Mio. EUR 2023 2022
Umsatzerlöse abzüglich Strom- und Energiesteuer 707,2 602,2 105,0
Bestandsveränderungen -0,1 0,0 -0,1
Aktivierte Eigenleistungen 1,0 1,1 -0,1
Sonstige betriebliche Erträge 3,7 3,2 0,5
Materialaufwendungen 577,6 487,7 89,8
Personalaufwendungen 51,1 47,4 3,7
Abschreibungen 21,5 18,4 3,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12,3 10,9 1,4
Finanzergebnis 1,5 -4,3 5,8
Ergebnis nach Steuern 50,1 37,1 13,0
Sonstige Steuern 0,1 0,1 0,0
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne 33,0 22,0 11,0
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 17,0 15,0 2,0

Die Umsatzerlöse abzüglich Energiesteuern sind gegenüber dem Vorjahr um 105,0 Mio. EUR auf 707,2 Mio. EUR angestiegen. Ausschlaggebend hierfür waren Preiseffekte in den verschiedenen Sparten, vermehrte Erlöse durch kurzfristige Verkäufe im Stromhandel sowie Erlöse durch gesetzliche Umlagen oder erhöhte Mehr- und Mindermengenerlöse im Strom- und Gassegment, denen korrespondierend ein gestiegener Bezugsaufwand gegenübersteht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 3,2 Mio. EUR um 0,5 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR. Ursächlich dafür ist im Wesentlichen die Auflösung des privaten Investitionszuschusses von der 50Hertz Transmission GmbH zur PtH-Anlage in Höhe von 1,5 Mio. EUR. Im Vorjahr wurde ein Ertrag aus dem Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Grundstücksteils in Höhe von 1,1 Mio. EUR ausgewiesen, der im Berichtsjahr nicht angefallen ist

Der Anstieg des Materialaufwandes um 89,8 Mio. EUR auf 577,6 Mio. EUR resultiert insbesondere aus den weiterhin hohen Preisen auf den Energiebeschaffungsmärkten, vor allem für Gas. Weiterhin sind höhere Aufwendungen für die CO2 -Freistellung durch erhöhte Kosten für den Verbrauch von Emissionszertifikaten entstanden. Zusätzlich ergab sich ein um 4,1 Mio. EUR erhöhter Instandhaltungsaufwand, begründet größtenteils durch die geplante Revision von einer der drei Dampfturbinen an der GuD-Anlage.

Der Personalaufwand erhöhte sich insgesamt von 47,4 Mio. EUR um 3,7 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR. Die Erhöhung lässt sich auf die Tarifanpassungen und Inflationsausgleichsprämien zurückführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind aufgrund des gestiegenen Bestands an Sachanlagevermögen um 3,2 Mio. EUR auf 21,5 Mio. EUR gestiegen.

Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich gegenüber 2022 von 10,9 Mio. EUR auf 12,3 Mio. EUR. Für diverse Positionen, wie z. B. IT, Lehrgänge/Weiterbildung sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, ist ein höherer Aufwand im Vergleich zum Vorjahr angefallen.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 von -4,3 Mio. EUR um 5,8 Mio. EUR erhöht und liegt bei 1,5 Mio. EUR. Das positive und verbesserte Finanzergebnis resultiert zum einen aus dem erhöhten Ertrag aus der Ergebnisabführung der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH. Im Vorjahr war das Finanzergebnis zudem durch Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 3,9 Mio. EUR geprägt, die aus einer Abwertung der Beteiligung an der Verbundnetz Gas AG resultierte. Der Zinsaufwand erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Kreditvolumens sowie der erhöhten Fremdkapitalzinsen von 2,5 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR, gegenläufig stiegen die Zins- und ähnlichen Erträge um 0,2 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR.

Nach Abzug der Ertrags- und Betriebssteuern ergibt sich ein Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 50,0 Mio. EUR. Das Ergebnis wird im Wesentlichen von den erwirtschafteten Umsatzerlösen aus dem Fernwärme-, Strom- und Gassegment inkl. kurzfristigen nicht planbaren Handelsgeschäften sowie dem damit verbundenen Materialaufwand bestimmt. Den um 105,0 Mio. EUR gestiegenen Umsatzerlösen steht eine Steigerung des Materialaufwands um 89,8 Mio. EUR gegenüber. Das Ergebnis ermöglicht eine Einstellung von 17,0 Mio. EUR in die Gewinnrücklage zur teilweisen Deckung des Finanzierungsbedarfes künftiger Investitionsmaßnahmen. Es wird auf die Erläuterungen in der Vermögens- und Finanzlage verwiesen.

Finanz- und Vermögenslage

Finanzlage

Die Stadtwerke Rostock AG weist zum 31.12.2023 einen Finanzmittelfonds in Höhe von 85,9 Mio. EUR auf, der im Vergleich zum Vorjahr um 48,3 Mio. EUR gestiegen ist. Der Finanzmittelfonds zum 31.12.2023 ergibt sich wie folgt:

scroll
in Mio. EUR 2023 2022
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 83,1 71,0 12,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -41,8 -52,2 10,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 7,0 0,3 6,7
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 37,6 18,6 19,1
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 85,9 37,6 48,3

Der Anstieg von 12,1 Mio. EUR des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert vorrangig aus dem im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Jahresüberschuss (+12,9 Mio. EUR). Der Zunahme der maßgeblichen Aktiva (-13,4 Mio. EUR), den erhöhten Beteiligungserträgen (-1,5 Mio. EUR) und den gestiegenen Zinsaufwendungen (-1,1 Mio. EUR) stehen eine Zunahme der übrigen maßgeblichen Passiva (+26,4 Mio. EUR) sowie verminderte Verluste im Abgang des Anlagevermögens (+1,2 Mio. EUR) gegenüber.

In 2023 ist der Rückgang des negativen der Cashflow aus Investitionstätigkeit durch eine geringere Investitionstätigkeit geprägt.

Die Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus einer höheren Vorjahres-Ergebnisabführung mit einer Auswirkung von -8,5 Mio. EUR, der um 10,8 Mio. EUR erhöhten Aufnahme von Darlehen, den gestiegenen Einzahlungen zum Sonderposten in Höhe von 6,0 Mio. EUR sowie der Veränderung der gezahlten Zinsen mit einem Einfluss von -1,1 Mio. EUR.

Vermögenslage

Aktiva

scroll
in Mio. EUR 2023 2022
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,9 2,1 -0,2
Sachanlagevermögen 265,1 243,6 21,4
Finanzanlagevermögen 42,3 40,1 2,2
Langfristig gebundenes Vermögen 309,3 285,9 23,4
Vorräte 32,9 21,7 11,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 80,2 54,7 25,5
Forderungen im Verbundbereich 10,3 8,8 1,4
Sonstige Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten 2,4 11,6 -9,3
Flüssige Mittel 85,9 37,6 48,3
Kurzfristig gebundenes Vermögen 211,7 134,5 77,2
Bilanzsumme 521,0 420,4 100,7

Es wurden Investitionen in das langfristig gebundene Vermögen in Höhe von 45,3 Mio. EUR getätigt, denen 21,5 Mio. EUR Abschreibungen gegenüberstanden.

Der Anstieg des Vorratsvermögens resultiert vorwiegend aus dem gestiegenen Bestand an nationalen und internationalen Emissionszertifikaten.

Die um 25,5 Mio. EUR auf 80,2 Mio. EUR gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gehen hauptsächlich aus der Forderung des privaten Investitionszuschusses für den Bau der PtH-Anlage sowie die stichtags- und preisbedingte Forderungshochrechnung der Kunden hervor. Zum Stichtag valutierten die Forderungen im Verbundbereich um 1,4 Mio. EUR über dem Vorjahr. Dies resultiert vor allem aus dem allgemeinen Preisanstieg im Bereich Stromvertrieb im RVV-Verbund.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten sanken im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Mio. EUR aufgrund geringerer geleisteter Anzahlungen und gesunkener debitorischer Kreditoren.

Die Veränderung des Bestands an Flüssigen Mitteln wurde in der Finanzlage erläutert.

Passiva

scroll
in Mio. EUR 2023 2022
Eigenkapital 103,5 103,5 0,0
Gewinnrücklage 38,8 21,8 17,0
Sonderverlustkonto -2,5 -2,5 0,0
Sonderposten und erhaltene Zuschüsse (70 %) 24,1 18,0 6,1
Wirtschaftliches Eigenkapital 163,9 140,8 23,1
Sonderposten und erhaltene Zuschüsse (30 %) 10,3 7,7 2,6
Rückstellungen 21,3 19,4 1,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 156,2 135,0 21,2
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital 187,9 162,1 25,8
Rückstellungen 34,0 36,0 -2,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8,4 7,5 0,9
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 2,6 8,5 -5,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, übrige Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten 91,2 65,4 25,8
Kurzfristiges Fremdkapital 136,3 117,4 18,9
Bilanzsumme 521,0 420,4 100,7

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Rahmen der Gewinnverwendung der Gewinnrücklage 17,0 Mio. EUR zur Stärkung der Eigenkapitalbasis aufgrund zukünftig zu finanzierender Investitionsmaßnahmen zugeführt. Weiter stiegen die Sonderposten der empfangenen Ertrags- und Investitionszuschüsse bei Zugängen von 10,6 Mio. EUR und Auflösungen von 1,9 Mio. EUR um 8,7 Mio. EUR, resultierend aus dem weiterhin hohen Niveau des Ausbaus von Hausanschlüssen im Bereich Fernwärme und Breitband.

Die Rückstellungen dotierten annähernd auf Vorjahresniveau in Höhe von 55,3 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 22,1 Mio. EUR erhöht. Den planmäßigen Darlehensaufnahmen von 30,0 Mio. EUR standen im Geschäftsjahr planmäßige Tilgungen von 7,9 Mio. EUR gegenüber.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt um 15,5 Mio. EUR auf 54,5 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten sind insbesondere von den Bau- und Energiehandelsaktivitäten geprägt. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken um 6,4 Mio. EUR. Größtenteils bestehen diese aus saldierten Verbindlichkeiten aus Preisbremsen und einem gesunkenen Bestand an kreditorischen Debitoren. In 2023 errichtete die Stadtwerke Rostock AG eine PtH-Anlage in Höhe von 18,3 Mio. EUR und erhielt dafür einen vollständigen privaten Investitionszuschuss, der in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten passiviert wurde.

Darstellung der Tätigkeiten

Die Stadtwerke Rostock AG führt gemäß § 6 b EnWG für ihre Tätigkeiten getrennte Konten. Strukturbedingt weist die Stadtwerke Rostock AG die Tätigkeiten Gasverteilung, andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors, Dienstleistung Elektrizitätsverteilung, andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors, und andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors aus.

Vermögens- und Finanzlage der Dienstleistung Elektrizitätsverteilung

Die Bilanzsumme der Tätigkeit Dienstleistung Elektrizitätsverteilung ist zum Vorjahresstichtag um 1,2 Mio. EUR auf nun 7,1 Mio. EUR gestiegen.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um 0,5 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR.

Das Umlaufvermögen beträgt 3,7 Mio. EUR und liegt damit 0,8 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Diese erhöhten sich um insgesamt 0,9 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR. Der Kapitalausgleichsposten verringerte sich um 0,2 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR und die Vorräte sanken um 0,1 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR. Die zugeordneten Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten stiegen um 0,3 Mio. EUR auf nunmehr 2,3 Mio. EUR.

Auf der Passivseite erhöhte sich der Kapitalausgleichsposten um 1,4 Mio. EUR auf nunmehr 1,4 Mio. EUR, da es aufgrund der stärker gestiegenen Positionen auf der Aktivseite im Vergleich zur Passivseite der Bilanz in 2023 zu einem Wechsel des Kapitalausgleichspostens von der Aktiv- auf die Passivseite kam.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um 0,1 Mio. EUR auf 2,0 Mio. EUR. Die Sonstigen Rückstellungen liegen unverändert bei 1,5 Mio. EUR.

Die der Dienstleistung Elektrizitätsverteilung zugewiesenen Verbindlichkeiten sanken insgesamt um 0,4 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR. Dabei erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 0,2 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 0,6 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um 1,1 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR.

Ertragslage der Dienstleistung Elektrizitätsverteilung

Die Umsatzerlöse der Tätigkeit Dienstleistung Elektrizitätsverteilung liegen mit 5,7 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

Im Materialaufwand blieben gegenüber dem Vorjahr die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren nahezu unverändert, wohingegen sich die bezogenen Leistungen aufgrund von Aufwand für Weiterverrechnungen um 0,7 Mio. EUR erhöhten, so dass der Materialaufwand auf insgesamt 1,4 Mio. EUR anstieg.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 0,2 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR.

Die Abschreibungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR blieben nahezu unverändert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 0,1 Mio. EUR auf nunmehr 0,5 Mio. EUR.

Unter Berücksichtigung der auf die Dienstleistung Elektrizitätsverteilung entfallenden Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie der sonstigen Steuern beträgt das Ergebnis vor Einstellung in die Gewinnrücklage und vor dem Ergebnisabführungsvertrag -0,8 Mio. EUR nach 0,1 Mio. EUR in 2022.

Vermögens- und Finanzlage der Gasverteilung

Die Bilanzsumme der Tätigkeit Gasverteilung ist zum Vorjahresstichtag um 3,8 Mio. EUR auf nunmehr 61,4 Mio. EUR gestiegen.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um 3,7 Mio. EUR auf 51,6 Mio. EUR. Den Investitionen von 8,0 Mio. EUR stehen Abschreibungen von 4,3 Mio. EUR gegenüber.

Das Umlaufvermögen beträgt 9,7 Mio. EUR und liegt damit 0,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür sind die um 1,6 Mio. EUR aufgrund der Umgliederung von negativen Verbindlichkeiten und die Umsatzsteuer gestiegenen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, die zum Berichtsstichtag 5,4 Mio. EUR betragen. Der Kapitalausgleichsposten erhöhte sich um 0,4 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR und die Vorräte sanken um 0,1 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR. Die zugeordneten Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich um insgesamt 1,8 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR.

Auf der Passivseite erhöhten sich die Anderen Gewinnrücklagen um 0,2 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR.

Die Rückstellungen sanken um 1,7 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR. Ursächlich hierfür sind die um 1,7 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR gesunkenen sonstigen Rückstellungen aufgrund von erhöhten Rückstellungen in 2022 für die Mehr- und Mindermengenabrechnungen.

Die Verbindlichkeiten stiegen um 5,7 Mio. EUR auf nunmehr 31,2 Mio. EUR. Dabei erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 4,7 Mio. EUR auf 27,6 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 1,2 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR aufgrund höherer Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmenstätigkeiten erhöhten sich um 0,2 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR. Dem gegenüber verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 0,1 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken um 0,2 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR.

Ertragslage der Gasverteilung

Die Umsatzerlöse der Tätigkeit Gasverteilung stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. EUR auf 32,2 Mio. EUR. Davon entfallen auf die Gasnetznutzung 22,7 Mio. EUR (Vorjahr 23,0 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 0,3 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR. Hier enthalten sind insbesondere die Erträge aus Auflösung Rückstellungen.

Im Materialaufwand stiegen gegenüber dem Vorjahr die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe vor allem aufgrund erhöhter Mehrmengen um 2,4 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR. Die bezogenen Leistungen erhöhten sich aufgrund angestiegener Netzkosten um 1,3 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR, so dass sich der Materialaufwand um insgesamt 3,7 Mio. EUR auf 15,8 Mio. EUR erhöhte.

Der Personalaufwand sank um 0,8 Mio. EUR auf 8,2 Mio. EUR.

Die Abschreibungen in Höhe von 4,3 Mio. EUR sanken um 0,1 Mio. EUR und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 3,1 Mio. EUR erhöhten sich um 0,2 Mio. EUR.

Unter Berücksichtigung der auf die Gasverteilung entfallenden Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie der sonstigen Steuern beträgt das Ergebnis vor Gewinnrücklage und vor dem Ergebnisabführungsvertrag 1,0 Mio. EUR nach 3,2 Mio. EUR in 2022.

C Prognosebericht

Neben der Stärkung der Investitionsdynamik und der Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft wird unter anderem die Versorgung mit sicherer, bezahlbarer, umweltverträglicher und zunehmend treibhausgasneutraler Energie als besonderes Handlungsfeld der Bundesregierung im Jahreswirtschaftsbericht genannt. Dies bedarf weiterer Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität. Fraglich ist jedoch, inwieweit weitere Maßnahmen jenseits bereits laufender Prozesse von der aktuellen Bundesregierung aktiv angestoßen werden. Eine Vielzahl von Wahlen und eine weiterhin angespannte geopolitische Lage werden einen Großteil der politischen Aufmerksamkeit binden. Weiter prägen eine unstete Politik und mangelnde Zuverlässigkeit politischer Aussagen die aktuelle politische Lage in Deutschland.

Der Arbeitsmarkt ist weitgehend robust. Die derzeit hohen nominalen Lohnerhöhungen bei sinkender Inflation führen zur Stärkung der Binnennachfrage. Deshalb erwartet die Bundesregierung, trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen, ein leichtes gesamtwirtschaftliches Wachstum von 0,2 % für das Jahr 2024.

Die Entwicklung der Inflation dürfte vor allem in der ersten Jahreshälfte durch das Auslaufen steuerlicher sowie fiskalischer Maßnahmen geprägt sein, die im Zuge der Corona- und Energiekrise zur Entlastung der privaten Haushalte ergriffen worden sind. Insgesamt erwartet die Bundesregierung für 2024 einen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringeren Anstieg um nur noch 2,8 %.

Das mittlerweile erreichte Zinsniveau wirkt deutlich inflationsdämpfend, führt aber zu höheren Finanzierungskosten und Wirtschaftlichkeitsnachteilen für Projekte der Energiewende.

Die geopolitische Lage bleibt weiterhin angespannt. Der Nahost-Konflikt hatte bisher kaum energiepolitische Konsequenzen. Inwieweit dieser den Energiemarkt in naher Zukunft zusätzlich beeinflussen wird, ist nicht absehbar. Laut Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung zeigen Zukunftspreise derzeit an, dass die Großhandelspreise für Strom und Gas zumindest auch in den nächsten zwei Jahren auf aktuellem Niveau verbleiben könnten.

Der bestätigte Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2024 weist einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 18,9 Mio. EUR aus. Im Jahr 2024 sind Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 55,5 Mio. EUR geplant. Eine umweltfreundliche, nachhaltige und effiziente Energieversorgung hat für die Stadtwerke Rostock AG eine herausragende Bedeutung und wird in den kommenden Jahren weiterhin maßgeblich sein. Zu diesem Zweck sind Darlehensaufnahmen in Höhe von 10,0 Mio. EUR eingeplant. Weiter ist im Wirtschaftsplan für 2024 eine Gesellschaftereinlage an die Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH in Höhe von 3,1 Mio. EUR vorgesehen. Für das Gas- und Stromkundensegment werden gleichbleibende Absatzmengen in Verbindung mit sinkenden Umsatzerlösen erwartet. Für das Fernwärmekundensegment werden steigende Absatzmengen und Kundenerlöse prognostiziert. Insgesamt sind für 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 559,5 Mio. EUR geplant. Für die Folgejahre wird in den Planansätzen von stabilen, jedoch abnehmenden Ergebnissen ausgegangen. Aufgrund der aktuellen geo- und energiepolitischen Lage sind die getroffenen Prognosen mit einer erhöhten Unsicherheit behaftet und die quantitativen Auswirkungen noch nicht vollumfänglich absehbar.

D Risiko- und Chancenbericht

1 Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem (RMS) der Stadtwerke Rostock AG dient der systematischen Identifikation und der aktiven Prävention von Ereignissen und Entwicklungen, die sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele auswirken könnten. Es wird ständig an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst, gilt für sämtliche Unternehmensbereiche und bezieht alle Mitarbeitenden mit ein. Regelmäßig stattfindende Risikoinventuren und deren Berichterstattung dienen der Überwachung und Begrenzung von gegenwärtigen sowie zukünftigen Risiken. In 2024 erfolgt eine grundlegende Überarbeitung und Erneuerung des RMS, um so noch aktueller und besser die wachsenden Herausforderungen der Stadtwerke Rostock AG abzubilden.

Zusätzlich dazu hat der Energiehandel seit vielen Jahren ein eigenes Risikomanagement etabliert. Die Ergebnisse aus engmaschigen Überwachungen von Prozessen und Risiken werden im sogenannten Risikokomitee, mindestens quartalsweise, dokumentiert.

Weiterführend finden bei Bedarf Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse mit dem übergeordneten unternehmensweit agierenden Arbeitsstab „Energiewirtschaftliche Lage“ statt, um eine vollumfängliche Beurteilung der aktuellen Lage zu gewährleisten.

2 Risiken und Chancen

Für die Stadtwerke Rostock AG als kritische Infrastruktur stellen insbesondere Angriffe auf die IT sowie die Gefährdung der physischen Sicherheit, sprich Angriffe auf Erzeugungs- und Versorgungsanlagen sowie -infrastruktur, Sabotage und Industriespionage, wesentliche Risiken dar. Das Gefährdungspotenzial wird durch die multiplen Krisen, wie den Ukrainekrieg, der Krieg im Nahen Osten, Energiekrise, Klimakrise sowie die Inflation, verstärkt. Sowohl eine störungsfrei arbeitende IT als auch funktionierende Erzeugungs- und Versorgungsanlagen und -infrastruktur sind fundamentale Grundvoraussetzungen zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit. Entsprechend hat die kontinuierliche Erhöhung der Resilienzen, um Angriffen gezielt vorzubeugen, diese abzuwehren und Schäden schnell wieder zu beheben, oberste Priorität. Das etablierte Informationssicherheitssystem als Basis für eine wirksame Risikoanalyse stellt kontinuierlich wirksame Maßnahmen auf, um die Risiken für einen Ausfall digitaler Infrastrukturen zu minimieren. Ebenso entwickelt das Unternehmen das ganzheitliche Konzept zur Werkssicherheit kontinuierlich weiter und trägt mit der Implementierung der erforderlichen Sicherheitsstandards für den Betrieb einer kritischen Infrastruktur zu einer wirkungsvollen Risikobeherrschung bei.

Die geopolitische Lage setzt die Energiemärkte nach wie vor unter große Anspannung. Eine weitere Verschärfung könnte das Marktgeschehen nachhaltig beeinflussen. Signifikant steigende Preise sowie eine drohende Gasmangellage sind daher auch in Zukunft nicht auszuschließen. Im Rahmen des Risikomanagementsystems für den Energiehandel begegnet die Stadtwerke Rostock AG den Preisrisiken mit einer langfristigen, möglichst risikoarmen Beschaffungsstrategie, um eine hohe Preisstabilität zu gewährleisten. Damit kommen wir unserer Verpflichtung als verantwortungsvoller und zuverlässiger Energiedienstleister nach.

Weitere Risiken für die Stadtwerke Rostock AG resultieren aus den energiepolitischen Rahmenbedingungen. Das Bundesverfassungsgerichtsurteil zur Verfassungswidrigkeit des Nachtragshaushalts 2021 im November 2023 betrifft unmittelbar die Förderprogramme für den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Für die Stadtwerke Rostock AG ist noch nicht vollumfänglich absehbar, welche Folgen die Auflösung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds sowie die Senkung des KTF haben werden. Weitere aktuelle Gesetzgebungsverfahren, wie die ursprünglich für 2023 geplante Kraftwerksstrategie, die dritte EnWG-Novelle als Grundlage für eine gemeinsame Netzentwicklungsplanung von Gas und Wasserstoff sowie das ab 01.01.2024 in Kraft tretende Gesetz zur kommunalen Wärmeplanung (WPG) in enger Verzahnung mit dem Gebäudeenergiegesetz, können sich sehr stark auf die Stadtwerke Rostock AG auswirken. Die komplexen, sehr richtungsweisenden energiepolitischen Entscheidungen für die Kernaufgaben und das Produktportfolio des Unternehmens sind praxisnah und unter großem Zeitdruck finanziell sowie personell umzusetzen. Mögliche Risiken sind die fehlende Planungs- und Investitionssicherheit sowie die verzögerte oder nicht vollumfängliche Umsetzung von Gesetzesänderungen. Der durch die Rostocker Bürgerschaft im Jahr 2022 verabschiedete „Wärmeplan HRO 2035“ erfüllt bereits in großen Teilen die Anforderungen des WPG. Die finanziellen Auswirkungen, die sich für die Stadtwerke Rostock AG hieraus ergeben, wurden ermittelt. Der Austausch zwischen den kommunalen Unternehmen der Daseinsvorsorge und politischen Entscheidungsträgern zur konkreten Umsetzung des Wärmeplans hat begonnen.

Risiken, die bestandsgefährdend sein könnten bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadtwerke Rostock AG wesentlich beeinträchtigen, sind für 2024 aktuell nicht zu erkennen.

Das sich stark wandelnde Umfeld in der Energiebranche stellt die Stadtwerke Rostock AG sowie andere Energieversorger vor große Herausforderungen, eröffnet aber auch Chancen.

Insbesondere in der Wärmewende, als Grundvoraussetzung für das Gelingen der Energiewende, liegt für die Stadtwerke Rostock AG großes Potenzial langfristig ertragsstark zu bleiben. Ein über 400 km langes Netz aus Rohrleitungen schließt schon heute zwei Drittel aller Haushalte an die Fernwärmeversorgung an. Die Produktion und Verteilung von klimaneutraler Wärme aus erneuerbaren Energien kann in Rostock unter diesen Grundvoraussetzungen schneller voranschreiten als vergleichsweise in Städten und Kommunen ohne vorhandenes Fernwärmenetz.

Mit der Re-Organisation des Unternehmens im Jahr 2023 können Kundenbedürfnisse entlang der vielen Geschäftsfelder besser eingeschätzt, erfüllt und die Kundenbindung dadurch weiter gestärkt werden. Der InnoCampus, als neue Organisationseinheit, wird dazu beitragen mit den sich ständig ändernden Marktbedingungen Schritt zu halten und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Durch kontinuierliche Verbesserungen und die Einführung neuer Ideen sollen Prozesse weiter optimiert, die Produkte und Dienstleistungen der Stadtwerke Rostock AG noch besser differenziert und damit den Kundinnen und Kunden ein Mehrwert geboten werden.

Durch bestehende und sich in der Entwicklung befindliche Kooperationen mit anderen lokalen Unternehmen werden Synergieeffekte erzielt sowie neue, innovative Produkte und Dienstleistungen am Markt platziert.

Weiter werden durch Investitionen in eine umweltfreundliche, nachhaltige und effiziente Energieversorgung Ertragschancen ergriffen.

 

Rostock, 21. Mai 2024

Stadtwerke Rostock
Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Oliver Brünnich

Heike Witzel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

scroll
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.933.023,00 2.130.870,00
1.933.023,00 2.130.870,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.221.429,40 13.166.549,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 224.203.350,73 206.423.886,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.728.775,17 3.564.638,75
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.936.736,79 20.489.057,85
265.090.292,09 243.644.132,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.734.600,51 23.534.600,51
2. Beteiligungen 13.630.384,77 13.630.384,77
3. Ausleihung an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.940.000,00 2.940.000,00
42.304.985,28 40.104.985,28
309.328.300,37 285.879.988,23
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.254.960,30 2.507.071,85
2. Emissionsberechtigung 30.621.132,04 19.045.892,32
3. Unfertige Leistungen 24.471,29 102.797,46
4. Waren 13.571,89 12.801,19
32.914.135,52 21.668.562,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 80.229.274,59 54.706.303,95
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.274.364,25 8.835.827,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.647.194,80 10.878.750,77
92.150.833,64 74.420.882,52
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 85.930.414,81 37.630.533,98
210.995.383,97 133.719.979,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 722.545,35 760.532,08
D. Sonderverlustkonto aus der Rückstellungsbildung nach § 17 Abs. 4 DMBilG 2.495.494,31 2.503.110,20
523.541.724,00 422.863.609,83

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 35.000.000,00 35.000.000,00
II. Kapitalrücklage 68.525.394,49 68.525.394,49
III. Andere Gewinnrücklagen 38.803.485,60 21.803.485,60
142.328.880,09 125.328.880,09
B. Empfangene Ertragszuschüsse 18.911.174,36 15.211.341,41
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 15.493.648,28 10.485.267,48
D. Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemmisionsrechte 1,00 1,00
E. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.433.637,00 10.845.814,00
2. Steuerrückstellungen 1.466,45 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 42.910.648,84 44.557.874,19
55.345.752,29 55.403.688,19
F. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 164.625.553,14 142.504.885,68
2. Erhaltene Anzahlungen 743.112,24 807.412,24
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.506.591,78 39.020.830,60
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.580.809,22 8.501.911,99
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.283,60 17.051,44
6. Sonstige Verbindlichkeiten 19.175.740,72 25.518.562,18
davon aus Steuern EUR 2.764.788,68 (Vorjahr: EUR 1.998.181,37)
274.637.090,70 216.370.654,13
G. Rechnungsabgrenzungsposten 16.825.177,28 63.777,53
523.541.724,00 422.863.609,83

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

scroll
2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 723.319.144,22 619.071.293,89
abzgl. Energiesteuern -16.077.108,24 -16.865.580,54
707.242.035,98 602.205.713,35
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -78.326,17 -18.492,84
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.019.984,95 1.105.781,51
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.711.189,56 3.186.994,41
Gesamtleistung 711.894.884,32 606.479.996,43
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe 490.239.474,08 407.904.014,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 87.320.729,36 79.840.499,24
577.560.203,44 487.744.514,18
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 39.173.121,64 37.344.617,98
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 11.926.549,95 10.085.329,27
- davon für Altersversorgung: EUR 3.136.277,93 (Vorjahr: EUR 2.233.587,78)
51.099.671,59 47.429.947,25
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegengegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 21.539.628,97 18.382.726,35
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.290.282,99 10.920.073,33
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.456.885,75 1.976.175,75
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.738.614,04 191.260,94
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 3.949.507,06
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon Aufwendungen aus Aufzinsung: EUR 305.842,00 (Vorjahr: EUR 291.241,00) 3.681.266,13 2.541.384,78
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 819.175,85 560.767,31
14. Ergebnis nach Steuern 50.100.155,14 37.118.512,86
15. Sonstige Steuern 147.138,71 128.176,65
16. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 32.953.016,43 21.990.336,21
17. Jahresüberschuss 17.000.000,00 15.000.000,00
18. Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 17.000.000,00 15.000.000,00
0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Angaben zur Identifikation der Kapitalgesellschaft

Die Stadtwerke Rostock Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Rostock und wird beim Handelsregister B des Amtsgerichts Rostock unter der Registernummer HRB 786 geführt.

II. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzes (HGB) für große Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

III. Erläuterungen zu den Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände, im Wesentlichen EDV-Software, sind zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Den Abschreibungen liegen die in den steuerlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde, soweit die dort genannten Nutzungsdauern innerhalb der Bandbreite handelsrechtlich zulässiger Nutzungsdauern liegen. In der Regel werden immaterielle Vermögensgegenstände über drei Jahre abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die in den steuerlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde, soweit die dort genannten Nutzungsdauern innerhalb der Bandbreite handelsrechtlich zulässiger Nutzungsdauern liegen. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken haben Nutzungsdauern von bis zu 40 Jahren bzw. werden nicht abgeschrieben. Technische Maschinen und Anlagen haben Nutzungsdauern von bis zu 40 Jahren. Die anderen Anlagen sowie die Geschäfts- und Betriebsausstattung haben Nutzungsdauern von bis zu 25 Jahren. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden als Sammelposten bilanziert und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Entsprechende Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam gebucht.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Abschreibungen werden bei Bedarf nur aufgrund von dauernden Wertminderungen vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tagespreis angesetzt.

Unentgeltlich erworbene Emissionsrechte werden mit einem Erinnerungswert angesetzt. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte und sonstige Zertifikate werden zum Bilanzstichtag mit den fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. gegebenenfalls mit dem niedrigeren Marktpreis bewertet.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden.

Waren und geleistete Anzahlungen sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferung und Leistung wurde zur Berücksichtigung des allgemeinen Adressausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten und das Sonderverlustkonto sind mit ihren Nennwerten angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Der Posten empfangene Ertragszuschüsse betrifft Zuschüsse, die die Gesellschaft von den Gas- und Fernwärmekunden für die Erstellung von Hausanschlüssen erhält. Baukostenzuschüsse werden zusätzlich für den Netzausbau bzw. die Netzerweiterungen entsprechend den gesetzlichen Regelungen erhoben. Die Aktivierung der Hausanschlüsse erfolgt in vollem Umfang unter dem Posten ‚Technische Anlagen und Maschinen‘. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der jeweilig angeschafften Vermögensgegenstände in den Umsatzerlösen.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beinhaltet Zuschüsse für spezielle Projekte. Auf der Grundlage des Gesetzes für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-G) wurden auch im Jahr 2022 Zuschüsse für den Neu- und Ausbau von Wärmenetzen vereinnahmt. Die Auflösung richtet sich auch hier nach der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände. Der Ertrag aus der Auflösung dieser Zuschüsse wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt.

Im Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Schadstoffemissionsrechte sind die unentgeltlich zugeteilten Zertifikate mit einem Erinnerungswert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method - PUC) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird gemäß § 253 Abs. 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Es wurde der veröffentlichte Zinssatz in Höhe von 1,83 % p.a. angesetzt. Auswirkungen aus Änderungen des Abzinsungssatzes oder der Schätzung der Restlaufzeit werden im Personalaufwand ausgewiesen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen gegenüber der Witwe des ehemaligen Geschäftsführers der Stadtbeleuchtung Rostock GmbH sowie bei den Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern einer betrieblichen Altersversorgung wurde der jährliche Gehalts- und Rententrend mit 0 % p.a. angesetzt. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen gegenüber aktiven und früheren Versorgungsanwärtern wurde der Gehaltstrend mit 2,80 % p.a. und dem jährlichen Anstieg der Pensionen mit 2,20 % p.a. berücksichtigt. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 118.

Es wurde von der Übergangsregelung gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB der Zuführung zu Pensionsrückstellungen bis zum 31.12.2024 mit jeweils 1/15 Gebrauch gemacht. Der dadurch nicht in der Bilanz ausgewiesene Rückstellungsbetrag beträgt TEUR 110. Die Zuführung zu 1/15 wurde in Höhe von TEUR 55 als sonstiger betrieblicher Aufwand berücksichtigt.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach der Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,75 % p.a., einem Gehaltstrend von 2,80 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge, die nach ihrem wirtschaftlichen Charakter eine Abfindungsverpflichtung darstellen, und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Verpflichtungen aus der Altersteilzeit werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sogenanntes Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht und zum 31.12.2023 TEUR 5.157 beträgt.

Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Altersteilzeit beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 10.749.

Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC - Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Abzinsungssatz beträgt 1,76 % p.a. zum 31.12.2023. Er wird gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt. Die Ermittlung der Rückstellungen erfolgte unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2,80 % p.a. sowie eventueller Fluktuationswahrscheinlichkeiten.

Die Rückstellung aus der Rückgabeverpflichtung von internationalen Emissionsberechtigungen setzt sich aus unentgeltlich zugeteilten Zertifikaten mit dem Erinnerungswert und entgeltlich erworbene Zertifikate zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. aus deren niedrigerem beizulegenden Marktwert zusammen.

Die übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung von angenommenen zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Auswirkungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes oder der Schätzung der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Hinsichtlich eines teilweisen Verbrauchs der Rückstellung vor Ablauf der Restlaufzeit wurde die Annahme getroffen, dass dieser Verbrauch unterjährig in mehreren Beträgen erfolgt. Der dabei verwendete Abzinsungssatz wird durch lineare Interpolation der nächstkürzeren und nächstlängeren ganzjährigen Restlaufzeit ermittelt.

Rückstellungen, die bereits vor dem zum 01.01.2010 beginnenden Geschäftsjahr mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestanden, können laut Artikel 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB beibehalten werden, wenn der Auflösungsbetrag bis zum 31.12.2024 wieder zugeführt werden müsste. Dies betrifft die Rückstellung für die Sanierung des Gaswerkes in Höhe von TEUR 2.809 zum 31.12.2023. Auf die Abzinsung der Rückstellung wurde verzichtet. Es ergibt sich hieraus eine Überdeckung in Höhe von TEUR 92.

Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist zum Nennwert angesetzt.

Die Gesellschaft ist Organgesellschaft. Die Bilanzierung latenter Steuern erfolgt beim Organträger.

2. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens werden im Anlagenspiegel dargestellt.

Am 31.12.2023 bestanden folgende Beteiligungen mit einem Anteilsbesitz von mindestens 20,0 %:

scroll
Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital 31.12.2022
in TEUR
Ergebnis 2022
in TEUR
Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH, Rostock 100,0 23.535 0
Landwerke M-V Breitband GmbH, Neustrelitz 20,0 0 -3.543

Mit der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH, Rostock (SWR NG), besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten hochgerechnete Forderungen in Höhe von TEUR 82.019 (Vorjahr TEUR 63.811) aufgrund von Erlösabgrenzungen. Die Ermittlung der abgegrenzten Forderungen erfolgt kundenindividuell. Den Forderungen stehen TEUR 85.254 (Vorjahr TEUR 61.606) Abschlagszahlungen gegenüber. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 10.274 gegen Konzernverbundunternehmen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen umgegliederte debitorische Kreditoren (TEUR 811).

Für bereits im Geschäftsjahr angefallene Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das Sonderverlustkonto aus der Rückstellungsbildung nach § 17 Abs. 4 DMBilG resultiert aus der Rückstellung zur Beseitigung von Altlasten auf dem Grundstück des alten Gaswerks. In Höhe des Eigenanteils (im Wesentlichen 10 %) erfolgte die Inanspruchnahme des Sonderverlustkontos.

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Es besteht unverändert zum Vorjahr aus 70.000 Nennbetragsaktien zu je EUR 500,00. Es werden 74,9 % des Grundkapitals der Stadtwerke Rostock AG, Rostock (SWR), von der Rostocker Versorgungs- und Verkehrs-Holding GmbH, Rostock (RVV), gehalten.

Im Geschäftsjahr wurden in die anderen Gewinnrücklagen TEUR 17.000 (Vorjahr: TEUR 15.000) eingestellt.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, für Zertifikate nach dem nationalen Emissionshandel (BEHG), für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, für die voraussichtlichen Aufwendungen der Altlastenbeseitigung sowie Abbruchkosten auf dem ehemaligen Gaswerksgelände sowie für die Risikoabsicherung aus langfristigen Lieferverträgen.

Überdies wurden weitere branchenübliche und allgemeine handelsrechtliche Rückstellungen gebildet (Rückgabeverpflichtung von CO2 -Zertifikaten, Herkunftsnachweisen und sonstigen Klimaschutzzertifikaten, Regulierungskonto gemäß § 5 ARegV, Mehr- und Mindermengenabrechnungen, Abrechnungsverpflichtungen, Abschluss- und Prüfungskosten, Aufbewahrungskosten).

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten besteht im Wesentlichen aus einem privaten Zuschuss für die in 2023 in Betrieb genommene Power-to-Heat-Anlage.

Für die Verbindlichkeiten bestanden folgende Restlaufzeiten:

(Vorjahreszahlen in Klammern)

scroll
Restlaufzeit
Gesamt
In TEUR
Bis 1 Jahr
In TEUR
Größer 1 Jahr
In TEUR
Größer 5 Jahre
In TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 164.626 8.383 156.243 94.317
(142.505) (7.497) (134.874) (95.250)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 743 743 0 0
(807) (807) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.507 54.507 0 0
(39.021) (39.021) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.581 35.581 0 0
(8.502) (8.502) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5 5 0 0
(17) (17) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 19.176 19.176 0 0
(25.519) (25.519) (0) (0)
274.637 118.395 156.243 94.317
(216.371) (81.363) (134.874) (95.250)

Im Geschäftsjahr wurden Darlehen in Höhe von TEUR 30.000 aufgenommen. Sicherheiten wurden für die Darlehen nicht gewährt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus der Verpflichtung des Ergebnisabführungsvertrags (TEUR 32.952) sowie Forderungen aus Steuerzahlungen (TEUR -3.877). Im Geschäftsjahr wurde an die RVV eine Vorababführung von TEUR 2.000 vorgenommen, die ebenfalls in diesem Posten enthalten ist. Weiterhin sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.545 gegenüber der SWR NG enthalten. Gegenüber den weiteren Unternehmen im Konzernverbund bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 35.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der VNG VuB GmbH, Leipzig, ausgewiesen.

3. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Die im Inland erzielten Umsatzerlöse betreffen:

scroll
2023
TEUR
2022
TEUR
Erlöse aus
Stromvertrieb 216.591 108.748
Stromhandel 136.019 120.874
Gasvertrieb 104.757 74.776
Fernwärmevertrieb 91.454 72.221
Gashandel [2] 92.183 163.364
Zertifikatehandel 19.971 17.775
KWK- und EEG-Stromerzeugung [2] 7.220 10.739
Netznutzungsentgelten Gasnetz 9.292 10.268
Betrieb Stadtbeleuchtung/Verkehrsanlagen [1] 3.151 2.701
Auflösung empfangener Ertragszuschüsse 1.233 1.227
681.871 582.691
Sonstige Umsatzerlöse 12.718 13.072
periodenfremde Umsatzerlöse 12.653 6.442
25.371 19.514
707.242 602.206

[1] Anpassung der Zuordnung der Erlöse aus Elektromobilität führt zur Änderung Vorjahreswert Stadtbeleuchtung und Verkehrsanlagen TEUR -182 und Sonstige Umsatzerlöse TEUR +182.

[2] Anpassung der Spartenzuordnung aufgrund der vollständigen Zuordnung der Bilanzkreisabrechnung Gas zu den Erlösen aus Gashandel führt zu Änderung des Vorjahreswertes um TEUR +3.150 sowie TEUR -2.304 für die Abgabe von Fernwärme und TEUR -847 bei der KWK-, EEG-Stromerzeugung.

Die in den Umsatzerlösen enthaltenen periodenfremden Erlöse resultieren insbesondere aus abgerechneten vermiedenen Netznutzungsentgelten der GuD-Anlage für Vorjahre, aus der Mehrmengenabrechnung für Vorjahre sowie aus Erlösen aus anderen branchenüblichen Erlösabgrenzungsverfahren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen der Auflösung von passiven Abgrenzungsposten (TEUR 1.524), aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 814), aus Auflösungen von Investitionszuschüssen (TEUR 624) und aus Weiterverrechnungen an die Netzgesellschaft (TEUR 519),

Aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen ergeben sich Zinsaufwendungen von TEUR 306. Den Aufwendungen stehen Zinserträge aus der Altersteilzeit-Rückdeckungsversicherung von TEUR 68 entgegen.

Am 19. Mai 2005 wurde zwischen der RVV und der SWR ein Ergebnisabführungsvertrag, gültig in der Änderungsfassung vom 14. Juli 2021, abgeschlossen. Die daraus resultierenden Ergebnisabführung von TEUR 32.952 und die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen von TEUR 17.000 mindern den ausgewiesenen Bilanzgewinn auf einen Betrag von EUR 0.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Bezugsverträgen für kurz- und mittelfristige Energielieferungen sowie abgeschlossene Leasing-, Miet- und Wartungsverträge, Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Dienstleistungsverträge. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf TEUR 458.491. Auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen davon TEUR 34.260.

Gegenüber einer finanzierenden Bank der Landwerke Breitband M-V GmbH hat die SWR Rangrücktritte über die Forderungen aus gewährten Gesellschafterdarlehen von zusammen TEUR 2.060 an das Beteiligungsunternehmen erklärt. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet. Die Gesellschafterdarlehen valutieren per 31. Dezember 2023 mit insgesamt TEUR 2.940.

Für Vertragserfüllungsbürgschaften wurden Avalkreditlinien bei einer Bank in Anspruch genommen. Zum Stichtag beläuft sich der Avalkredit auf TEUR 7.983.

4. Angaben nach § 6 b EnWG

Als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen wurden in der internen Rechnungslegung der SWR gemäß § 6 b Abs. 3 EnWG jeweils getrennte Konten für die Gasverteilung, die Stromverteilung im Rahmen der Dienstleistungserbringung an die Netzgesellschaft sowie die nicht zum Netzbetrieb gehörenden Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors so geführt, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen ausgeführt würden.

Zwischen der SWR und der SWR NG wurde ein Dienstleistungsrahmenvertrag abgeschlossen. In diesem wird die gegenseitige Erbringung von Dienstleistungen für die Absicherung des Geschäftsbetriebs des jeweils anderen Partners für die Bereiche, die personell und sachlich nicht von dem jeweils anderen Partner betrieben werden, vereinbart. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Dienstleistungen in Höhe von TEUR 1.323 vergütet sowie in Höhe von TEUR 5.500 erbracht.

Des Weiteren wurde ein Mietvertrag (TEUR 208) zwischen beiden Gesellschaften abgeschlossen, welcher die Nutzung eines Büro- und Gebäudekomplexes der SWR regelt.

IV. Ergänzende Angaben

1. Angaben zu Organen

Dem Vorstand gehören an:

scroll
Oliver Brünnich, Kühlungsborn Vorstandsvorsitzender
Ute Römer, Rostock Vorstand - bis 31.12.2023
Heike Witzel, Bad Doberan Vorstand - ab 01.01.2024

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:

Johann-Georg Jaeger (Vorsitzender), Projektentwickler regenerative Energien

Andreas Knolle (stellvertretender Vorsitzender), technische Fachkraft

Dr. Christof Schulte, Vorstandsmitglied (bis 30.04.2024)

Oliver F. Hill, Generalbevollmächtigter Handel

Franziska Raeuber, Prokuristin

Dr. Stefan Posselt, Referent Öffentlichkeitsarbeit

Olaf Groth, Angestellter (bis 31.12.2023)

Robert Kröger, Rechtsanwalt (ab 21.03.2024)

Michaela Sachse, Sachbearbeiterin

Helmfried Günther, Sachbearbeiter

Die Gesamtbezüge für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans beliefen sich auf TEUR 588 und für frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans auf TEUR 451.

An die Witwe des ehemaligen Geschäftsführers der Stadtbeleuchtung GmbH, Rostock, wurden im Geschäftsjahr Pensionen von TEUR 17 gezahlt. Für diese Verpflichtung besteht eine Pensionsrückstellung von TEUR 176.

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Berichtsjahr TEUR 17.

2. Arbeitnehmerschaft

Von der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer 587 (Vj. 588) waren 419 (Vj. 423) Angestellte und 168 (Vj. 165) Arbeiter.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ergeben.

4. Sonstige Angaben

Die SWR AG ist von der gesetzlichen Verpflichtung einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen nach § 291 HGB befreit. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RVV, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis einbezogener Unternehmen erstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der RVV wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Im Konzernanhang erfolgt die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 und § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB.

 

Rostock, 21. Mai 2024

Stadtwerke Rostock
Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Oliver Brünnich

Heike Witzel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

scroll
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen ähnliche Rechte sowie an solchen Rechten und Werten 16.575.795,72 790.515,84 0,00 0,00 17.366.311,56
16.575.795,72 790.515,84 0,00 0,00 17.366.311,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.846.794,00 853.673,40 -104.914,17 63.561,73 58.531.991,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 599.140.741,07 23.809.419,46 12.732.538,15 949.511,70 634.733.186,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.543.634,61 1.290.780,37 0,00 4.939.888,37 12.894.526,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.489.057,85 16.333.230,88 -12.627.623,98 257.927,96 23.936.736,79
694.020.227,53 42.287.104,11 0,00 6.210.889,76 730.096.441,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.534.600,51 2.200.000,00 0,00 0,00 25.734.600,51
2. Beteiligungen 17.579.891,83 0,00 0,00 0,00 17.579.891,83
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.940.000,00 0,00 0,00 0,00 2.940.000,00
44.054.492,34 2.200.000,00 0,00 0,00 46.254.492,34
754.650.515,59 45.277.619,95 0,00 6.210.889,76 793.717.245,78
scroll
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen ähnliche Rechte sowie an solchen Rechten und Werten 14.444.925,72 988.362,84 0,00 0,00 15.433.288,56
14.444.925,72 988.362,84 0,00 0,00 15.433.288,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.680.244,09 692.665,23 0,00 62.347,22 45.310.562,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 392.716.854,63 18.734.427,53 0,00 921.445,91 410.529.836,25
3 Andere Anlagen, Betriebs- und . Geschäftsausstattung 12.978.995,86 1.124.173,37 0,00 4.937.417,79 9.165.751,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
450.376.094,58 20.551.266,13 0,00 5.921.210,92 465.006.149,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 3.949.507,06 0,00 0,00 0,00 3.949.507,06
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.949.507,06 0,00 0,00 0,00 3.949.507,06
468.770.527,36 21.539.628,97 0,00 5.921.210,92 484.388.945,41
scroll
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.933.023,00 2.130.870,00
1.933.023,00 2.130.870,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.221.429,40 13.166.549,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 224.203.350,73 206.423.886,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.728.775,17 3.564.638,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.936.736,79 20.489.057,85
265.090.292,09 243.644.132,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.734.600,51 23.534.600,51
2. Beteiligungen 13.630.384,77 13.630.384,77
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.940.000,00 2.940.000,00
42.304.985,28 40.104.985,28
309.328.300,37 285.879.988,23

Bilanz zum 31. Dezember 2023

für den Tätigkeitsabschluss Gasverteilung

AKTIVA

scroll
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 340.988,26 345.317,79
340.988,26 345.317,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.981.062,13 1.828.377,82
2. technische Anlagen und Maschinen 43.030.576,90 42.520.844,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 718.508,48 736.497,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.577.880,53 2.497.416,09
51.308.028,04 47.583.135,75
51.649.016,30 47.928.453,54
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 203.548,55 307.351,22
2. Waren 2.264,18 1.953,96
205.812,73 309.305,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.105.120,57 2.273.426,07
2. Forderungen gegen andere Unternehmenstätigkeiten 1.628.040,34 1.533.841,24
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.655.468,63 20.007,89
4. Sonstige Vermögensgegenstände 59.538,59 48.835,49
5.448.168,13 3.876.110,69
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 1.788.671,18
IV. Kapitalausgleichsposten 4.078.805,47 3.651.041,82
9.732.786,33 9.625.128,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.170,24 35.109,77
61.415.972,87 57.588.692,18

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 13.170.500,00 13.170.500,00
II. Kapitalrücklage 5.071.027,71 5.071.027,71
III. Andere Gewinnrücklagen 2.786.476,87 2.604.576,87
21.028.004,58 20.846.104,58
B. Empfangene Ertragszuschüsse 5.545.280,95 5.856.067,69
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 10.344,19 31.720,89
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.762.610,67 1.786.681,03
2. Steuerrückstellungen 31,09 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.847.951,27 3.567.766,18
3.610.593,03 5.354.447,21
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.555.170,04 22.890.821,87
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.884.219,42 1.724.009,28
3. Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmenstätigkeiten 492.019,09 246.125,11
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 119.400,80
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 285,84 585,35
6. Sonstige Verbindlichkeiten 278.710,86 510.090,87
- davon aus Steuern: EUR 101.805,61 (Vorjahr: EUR 126.152,82)
31.210.405,25 25.491.033,28
F. Rechnungsabgrenzungsposten 11.344,87 9.318,53
61.415.972,87 57.588.692,18

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

für den Tätigkeitsabschluss Gasverteilung

scroll
2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 32.225.805,01 31.441.873,79
2. Andere aktivierte Eigeneleistungen 68.435,52 174.060,56
3. Sonstige betriebliche Erträge 788.956,24 507.477,83
Gesamtleistung 33.083.196,77 32.123.412,18
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 9.822.268,46 7.440.119,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.959.558,31 4.626.338,55
15.781.826,77 12.066.457,64
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.296.174,70 6.951.204,55
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.869.752,29 1.978.538,50
- davon für Altersversorgung: EUR 385.348,12 (Vorjahr: EUR 365.397,42)
8.165.926,99 8.929.743,05
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.279.997,42 4.389.904,39
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.081.448,08 2.877.203,09
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.353,93 7.120,57
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 689.450,99 504.969,01
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 117.806,71 132.189,46
11. Ergebnis nach Steuern 986.093,74 3.230.066,11
12. Sonstige Steuern 26.905,67 26.083,69
13. Einstellung in Rücklagen 181.900,00 1.017.000,00
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 777.288,07 2.186.982,42
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss der Gasverteilung der Stadtwerke Rostock AG zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Erläuterungen

Der Tätigkeitsabschluss ist nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und den Bestimmungen des EnWG aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Erläuterungen zu den Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden gemäß § 6 b (3) Satz 7 EnWG

Für die Anfertigung der Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung und -Bilanz der Stadtwerke Rostock AG (SWR) werden die Aufwendungen und Erträge sowie die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens den Unternehmenstätigkeiten direkt zugeordnet.

In den gemeinsamen Bereichen, in denen eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zuordnung mittels Schlüsselung auf der Basis sachgerechter Bezugsgrößen. Die Schlüsselung ist zum Vorjahr unverändert.

In der Tätigkeits-GuV wurden im Wesentlichen folgende Umlageschlüssel verwendet:

Die nicht direkt zuzuordnenden Umsatzerlöse wurden mittels eines Umsatzschlüssels verteilt.

Die Verteilung der nicht direkt zuzuordnenden sonstigen betrieblichen Erträge erfolgte mittels Ertragsschlüssel.

Der Materialaufwand, der nicht direkt zugeordnet werden konnte, wurde mittels Materialaufwandsschlüssel verteilt.

Der nicht direkt zuzuordnende Personalaufwand wurde über einen Personalaufwandsschlüssel verteilt.

Die Verteilung der nicht direkt zuzuordnenden Abschreibungen erfolgte über Restbuchwertschlüssel.

Der sonstige betriebliche Aufwand (sbA), der nicht direkt zugeordnet werden konnte, wurde durch einen sbA-Aufwandsschlüssel verteilt.

Der nicht direkt zuzuordnende Zinsaufwand wurde über Personalaufwands- und Zinsaufwandsschlüssel verteilt.

Eine direkte Ausgleichszahlung an die Minderheitsgesellschafter erfolgt ab 2022 nicht mehr. Die Ergebnisabführung erfolgt nur an die RVV, welche dann die Ausgleichszahlung an die Minderheitengesellschafter vornimmt.

In der Tätigkeits-Bilanz wurden nachfolgende Umlageschlüssel verwendet:

Das Anlagevermögen, das nicht direkt zugeordnet werden konnte, wurde mittels Restbuchwertschlüssel verteilt.

Die Verteilung des nicht direkt zuzuordnenden Umlaufvermögens erfolgte über Materialaufwands-, Umsatzerlös-, Restbuchwert-, Ergebnis- und Cashflow-Schlüssel.

Das Eigenkapital sowie die empfangenen Ertrags- und Investitionszuschüsse wurden soweit möglich direkt zugeordnet. Der nicht direkt zuzuordnende Anteil des Eigenkapitals wurde mittels kombinierten Restbuchwerts- und Verbindlichkeitsschlüssel verteilt.

Die nicht direkt zuzuordnenden Rückstellungen wurden über Personalaufwands-, Restbuchwert-, Sonstiger betrieblicher Aufwand- und eigene Rückstellungsschlüssel verteilt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden für Kredite bis einschließlich 2014 direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens des Vorjahres der Kreditaufnahme zugeordnet.

Der Kredit aus dem Jahr 2015 (Auszahlung in 3 Tranchen 2015, 2016, 2017) wurde nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens der drei Jahre zugeordnet.

Der Kredit aus dem Jahr 2018 wurde direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens 2018 zugeordnet.

In 2019 wurden 2 Kredite aufgenommen. Der eine betrifft nur das Wärmenetz und wurde dementsprechend zugeordnet. Der andere Kredit wurde direkt nach dem Verhältnis des übrigen Investitionsvolumens 2019 zugeordnet.

In 2020 wurden 2 Kredite aufgenommen. Beide wurden direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens 2020 zugeordnet.

In 2021 wurden 2 Kredite aufgenommen. Beide wurden direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens 2021 zugeordnet.

In 2022 wurden 2 Kredite aufgenommen. Beide wurden direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens 2022 zugeordnet.

In 2023 wurden 2 Kredite aufgenommen. Beide wurden direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens 2023 zugeordnet.

Die nicht direkt zuzuordnenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden über Zinsaufwandschlüssel verteilt.

Die übrigen Verbindlichkeiten, die nicht direkt zugeordnet werden konnten, wurden mittels kombinierten Schlüssels aus Fremdleistungen und Sonstiger betrieblicher Aufwand, Materialaufwands- und Personalaufwandsschlüssel verteilt.

In den Umsatzerlösen und im sonstigen betrieblichen Aufwand wurde die innerbetriebliche Leistungsverrechnung innerhalb des Gasnetzes erfolgsneutral eliminiert.

Die bei der Erstellung des Tätigkeitsabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Abschreibungsmetoden sind im Jahresabschluss der SWR AG ersichtlich.

III. Erläuterungen zur Tätigkeitsbilanz

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens werden im Anlagespiegel dargestellt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Für die Abbildung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmenstätigkeiten wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen angenommen, so dass die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmenstätigkeiten ein Zwölftel der Aufwendungen und Erträge der anderen Unternehmenstätigkeiten darstellen.

Aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen ergeben sich Zinsaufwendungen für die Gasverteilung in Höhe von TEUR 44.

Für die Verbindlichkeiten bestanden folgende Restlaufzeiten:

scroll
Restlaufzeit
Gesamt
TEUR
Bis 1 Jahr
TEUR
Über 1 Jahr
TEUR
Davon über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.583 1.876 24.707 13.673
(22.891) (1.704) (21.186) (13.067)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
(0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.884 2.884 0 0
(1.724) (1.724) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmenstätigkeiten 492 492 0 0
(246) (246) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
(119) (119) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
(1) (1) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 279 279 0 0
(510) (510) (0) (0)
30.238 5.531 24.707 13.673
(25.491) (4.305) (21.186) (13.067)

(Vorjahreszahlen in Klammern)

IV. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus abgeschlossenen Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen für die Jahre 2024 - 2028 in Höhe von TEUR 2.543.

 

Rostock, 21. Mai 2024

Stadtwerke Rostock
Aktiengesellschaft

Oliver Brünnich

Heike Witzel

Tätigkeitsbereich Gasverteilung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

scroll
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen inkl. Geschäftsbereichsumbuchungen
EUR
Abgang
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.086.899,94 153.549,98 428,35 0,00
3.086.899,94 153.549,98 428,35 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.627.287,90 856.128,54 1.227.244,87 4.587,24
2. technische Anlagen und Maschinen 157.245.920,69 3.391.545,13 948.681,34 34668,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.597.353,92 202.379,75 48.641,17 1.145.142,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.497.416,09 3.374.934,54 -1.259.118,40 29.915,91
170.967.978,60 7.824.987,96 965.448,98 1.214.314,09
174.054.878,54 7.978.537,94 965.877,33 1.214.314,09
scroll
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Schlüsselbedingte Veränderungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -73.952,04 3.166.926,23
-73.952,04 3.166.926,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 64.911,52 9.770.985,59
2. technische Anlagen und Maschinen -294.478,69 161.256.999,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -9.349,44 2.693.883,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -5.435,79 4.577.880,53
-244.352,40 178.299.749,05
-318.304,44 181.466.675,28
scroll
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgang
EUR
Schlüsselbedingte Veränderungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.741.582,15 157.114,70 1.041,75 0,00 -73.800,63 2.825.937,97
2.741.582,15 157.114,70 1.041,75 0,00 -73.800,63 2.825.937,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.798.910,08 133.357,27 810.376,09 3.374,73 50.654,75 6.789.923,46
2. technische Anlagen und Maschinen 114.725.075,90 3.765.531,80 -19.682,06 34.665,49 -209.837,21 118.226.422,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.860.856,87 223.993,65 42.733,07 1.144.395,20 -7.813,78 1.975.374,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
123.384.842,85 4.122.882,72 833.427,10 1.182.435,42 -166.996,24 126.991.721,01
126.126.425,00 4.279.997,42 834.468,85 1.182.435,42 -240.796,87 129.817.658,98
scroll
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 340.988,26 345.317,79
340.988,26 345.317,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.981.062,13 1.828.377,82
2. technische Anlagen und Maschinen 43.030.576,90 42.520.844,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 718.508,48 736.497,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.577.880,53 2.497.416,09
51.308.028,04 47.583.135,75
51.649.016,30 47.928.453,54

Bilanz zum 31. Dezember 2023

für den Tätigkeitsabschluss: Dienstleistung Elektrizitätsverteilung

AKTIVA

scroll
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 158.768,37 226.811,29
158.768,37 226.811,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 495.407,46 565.374,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.261.878,70 856.018,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 407.035,99 356.242,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 547.254,65 387.620,35
2.711.576,80 2.165.255,62
2.870.345,17 2.392.066,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 346.870,52 466.739,07
2. Waren 2.122,03 2.065,61
348.992,55 468.804,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.267,56 4.941,23
2. Forderungen gegen andere Unternehmenstätigkeiten 136,77 0,00
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 956.501,12 16.935,10
4. Sonstige Vermögensgegenstände 32.982,97 68.652,63
990.888,42 90.528,96
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.331.031,41 2.072.608,03
IV. Kapitalausgleichsposten 0,00 220.522,33
3.670.912,38 2.852.464,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 114.393,15 157.154,39
D. Sonderverlustkonto aus der Rückstellungsbildung nach § 17 Abs. 4 DMBilG 399.510,92 441.939,83
7.055.161,62 5.843.625,13

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 495.649,00 340.526,90
II. Andere Gewinnrücklagen 24.157,63 22.883,37
519.806,63 363.410,27
B. Kapitalausgleichsposten 1.354.840,88 0,00
C. Empfangene Ertragszuschüsse 5.962,55 0,00
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.960.202,03 1.846.951,24
2. Sonstige Rückstellungen 1.459.794,93 1.450.732,33
3.419.996,96 3.297.683,57
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 865.028,31 694.982,85
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 885.525,49 307.370,91
3. Verbindlichkeiten gegenüber anderen Tätigkeitsbereichen 1.751,94 1.460,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 1.146.886,91
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.158,84 2.920,33
6. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 26.505,23
- davon aus Steuern: EUR 32.756,73 (Vorjahr: EUR 59.566,02) 1.753.464,58 2.180.126,23
F. Rechnungsabgrenzungsposten 1.090,02 2.405,06
7.055.161,62 5.843.625,13

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

für den Tätigkeitsabschluss Dienstleistung Elektrizitätsverteilung

scroll
2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 5.654.171,53 5.667.486,23
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.213,38 8.908,43
3. Sonstige betriebliche Erträge 35.804,71 10.461,84
Gesamtleistung 5.695.189,62 5.686.856,50
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 126.227,25 103.192,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.285.705,78 625.877,60
1.411.933,03 729.070,09
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.065.428,71 3.111.707,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.104.858,28 901.269,74
- davon für Altersversorgung: EUR 236.717,44 (Vorjahr: EUR 206.359,71)
4.170.286,99 4.012.977,15
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 363.956,41 398.960,57
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 526.658,31 408.882,25
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40.247,80 3.652,30
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 73.384,10 59.959,17
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.814,37 3.297,40
11. Ergebnis nach Steuern -813.595,79 77.362,17
12. Sonstige Steuern 19.402,54 20.742,85
13. Einstellung in Rücklagen 0,00 18.744,60
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -832.998,33 37.874,72
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss der Dienstleistung Elektrizitätsverteilung der Stadtwerke Rostock AG zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Erläuterungen

Der Tätigkeitsabschluss ist nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und den Bestimmungen des EnWG aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Erläuterungen zu den Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden gemäß § 6 b (3) Satz 7 EnWG

Für die Anfertigung der Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnung und -Bilanz der Stadtwerke Rostock AG (SWR) werden die Aufwendungen und Erträge sowie die Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens den Unternehmenstätigkeiten direkt zugeordnet.

In den gemeinsamen Bereichen, in denen eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt die Zuordnung mittels Schlüsselung auf der Basis sachgerechter Bezugsgrößen. Die Schlüsselung ist zum Vorjahr unverändert.

In der Tätigkeits-GuV wurden im Wesentlichen folgende Umlageschlüssel verwendet:

Die nicht direkt zuzuordnenden Umsatzerlöse wurden mittels eines Umsatzschlüssels verteilt.

Die Verteilung der nicht direkt zuzuordnenden sonstigen betrieblichen Erträge erfolgte mittels Ertragsschlüssel.

Der Materialaufwand, der nicht direkt zugeordnet werden konnte, wurde mittels Materialaufwandsschlüssel verteilt.

Der nicht direkt zuzuordnende Personalaufwand wurde über einen Personalaufwandsschlüssel verteilt.

Die Verteilung der nicht direkt zuzuordnenden Abschreibungen erfolgte über Restbuchwertschlüssel.

Der sonstige betriebliche Aufwand (sbA), der nicht direkt zugeordnet werden konnte, wurde durch einen sbA-Aufwandsschlüssel verteilt.

Der nicht direkt zuzuordnende Zinsaufwand wurde über Personalaufwands- und Zinsaufwandsschlüssel verteilt.

Eine direkte Ausgleichszahlung an die Minderheitsgesellschafter erfolgt ab 2022 nicht mehr. Die Ergebnisabführung erfolgt nur an die RVV, welche dann die Ausgleichszahlung an die Minderheitengesellschafter vornimmt.

In der Tätigkeits-Bilanz wurden nachfolgende Umlageschlüssel verwendet:

Das Anlagevermögen, das nicht direkt zugeordnet werden konnte, wurde mittels Restbuchwertschlüssel verteilt.

Die Verteilung des nicht direkt zuzuordnenden Umlaufvermögens erfolgte über Materialaufwands-, Umsatzerlös-, Restbuchwert-, Ergebnis- und Cashflow-Schlüssel.

Das Eigenkapital sowie die empfangenen Ertrags- und Investitionszuschüsse wurden soweit möglich direkt zugeordnet. Der nicht direkt zuzuordnende Anteil des Eigenkapitals wurde mittels kombinierten Restbuchwerts- und Verbindlichkeitsschlüssel verteilt.

Die nicht direkt zuzuordnenden Rückstellungen wurden über Personalaufwands-, Restbuchwert-, Sonstiger betrieblicher Aufwand- und eigene Rückstellungsschlüssel verteilt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden für Kredite bis einschließlich 2014 direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens des Vorjahres der Kreditaufnahme zugeordnet.

Der Kredit aus dem Jahr 2015 (Auszahlung in 3 Tranchen 2015, 2016, 2017) wurde nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens der drei Jahre zugeordnet.

Der Kredit aus dem Jahr 2018 wurde direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens 2018 zugeordnet.

In 2019 wurden 2 Kredite aufgenommen. Der eine betrifft nur das Wärmenetz und wurde dementsprechend zugeordnet. Der andere Kredit wurde direkt nach dem Verhältnis des übrigen Investitionsvolumens 2019 zugeordnet.

In 2020 wurden 2 Kredite aufgenommen. Beide wurden direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens 2020 zugeordnet.

In 2021 wurden 2 Kredite aufgenommen. Beide wurden direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens 2021 zugeordnet.

In 2022 wurden 2 Kredite aufgenommen. Beide wurden direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens 2022 zugeordnet.

In 2023 wurden 2 Kredite aufgenommen. Beide wurden direkt nach dem Verhältnis des Investitionsvolumens 2023 zugeordnet.

Die nicht direkt zuzuordnenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden über Zinsaufwandschlüssel verteilt.

Die übrigen Verbindlichkeiten, die nicht direkt zugeordnet werden konnten, wurden mittels kombinierten Schlüssels aus Fremdleistungen und Sonstiger betrieblicher Aufwand, Materialaufwands- und Personalaufwandsschlüssel verteilt.

Die bei der Erstellung des Tätigkeitsabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Abschreibungsmetoden sind im Jahresabschluss der SWR AG ersichtlich.

Das Sonderverlustkonto aus der Rückstellungsbildung nach § 17 Abs. 4 DMBilG resultiert aus der Rückstellung zur Beseitigung von Altlasten auf dem Grundstück des alten Gaswerks. In Höhe des Eigenanteils (im Wesentlichen 10 %) erfolgte die Inanspruchnahme des Sonderverlustkontos in der GuV. Sowohl vom Sonderverlustkonto in der Bilanz als auch von der Inanspruchnahme im sonstigen betrieblichen Aufwand in der GuV erhält die Dienstleistung Elektrizitätsverteilung über die Verwaltungsumlagen jeweils einen Anteil.

Der Anteil der Dienstleistung Elektrizitätsverteilung an der gesamten Dienstleistung wurde entsprechend dem Anteil des Aufwands des Dienstleistungsrahmenvertrages der SWR NG mbH ermittelt.

III. Erläuterungen zur Tätigkeitsbilanz

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens werden im Anlagespiegel dargestellt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Für die Abbildung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmenstätigkeiten wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen angenommen, so dass die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmenstätigkeiten ein Zwölftel der Aufwendungen und Erträge der anderen Unternehmenstätigkeiten darstellen.

Aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen ergeben sich Zinsaufwendungen für die Dienstleistung Elektrizitätsverteilung in Höhe von TEUR 48.

Für die Verbindlichkeiten bestanden folgende Restlaufzeiten:

scroll
Restlaufzeit
Gesamt
TEUR
Bis 1 Jahr
TEUR
Über 1 Jahr
TEUR
Davon über 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 865 45 820 517
(695) (38) (657) (449)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
(0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 886 886 0 0
(307) (307) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmenstätigkeiten 2 2 0 0
(1) (1) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
(1.147) (1.147) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 1 0 0
(3) (3) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
(27) (27) (0) (0)
1.753 934 820 517
(2.180) (1.523) (657) (449)

(Vorjahreszahlen in Klammern)

IV. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus abgeschlossenen Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen für die Jahre 2024 - 2028 in Höhe von TEUR 289.

 

Rostock, 21. Mai 2024

Stadtwerke Rostock
Aktiengesellschaft

Oliver Brünnich

Heike Witzel

Tätigkeitsbereich Diensleistung Elektrizitätsverteilung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

scroll
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen inkl. Geschäftsbereichsumbuchungen
EUR
Abgang
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.072.948,88 87.116,47 -266.087,54 0,00
2.072.948,88 87.116,47 -266.087,54 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.597.168,59 2.340,46 14.055,83 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.685.159,53 307.065,34 -4.731,74 53.301,55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.481.705,06 153.823,66 140.178,76 371.558,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 387.620,35 236.344,84 -30.907,95 51.153,43
7.151.653,53 699.574,30 118.594,90 476.013,76
9.224.602,41 786.690,77 -147.492,64 476.013,76
scroll
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Schlüsselbedingte Veränderungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -523.401,25 1.370.576,56
-523.401,25 1.370.576,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -217.253,28 3.396.311,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 337.603,07 2.271.794,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -100.840,56 1.303.308,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.350,84 547.254,65
24.860,07 7.518.669,04
-498.541,18 8.889.245,60
scroll
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgang
EUR
Schlüsselbedingte Veränderungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.846.137,59 103.180,04 -254.165,85 0,00 -483.343,59 1.211.808,19
1.846.137,59 103.180,04 -254.165,85 0,00 -483.343,59 1.211.808,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.031.793,78 45.073,01 1,69 0,00 -175.964,34 2.900.904,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 829.141,33 98.783,04 -11.062,05 53.300,07 146.353,70 1.009.915,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.125.462,79 116.920,32 100.949,53 371.411,92 -75.648,57 896.272,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.986.397,90 260.776,37 89.889,17 424.711,99 -105.259,21 4.807.092,24
6.832.535,49 363.956,41 -164.276,68 424.711,99 -588.602,80 6.018.900,43
scroll
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 158.768,37 226.811,29
158.768,37 226.811,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 495.407,46 565.374,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.261.878,70 856.018,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 407.035,99 356.242,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 547.254,65 387.620,35
2.711.576,80 2.165.255,63
2.870.345,17 2.392.066,92

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stadtwerke Rostock AG, Rostock

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Rostock AG, Rostock, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Rostock AG, Rostock, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten „Gasverteilung“ und „Dienstleistung Elektrizitätsverteilung“ nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG“ sowie im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) an, die in Einklang mit dem vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) herausgegebenen International Standard on Quality Management 1 (ISQM1) stehen. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

- ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

- ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Leipzig, den 21. Mai 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Dirk Luther, Wirtschaftsprüfer

Matthias Appel, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat ist vom Vorstand während des Geschäftsjahres regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Entwicklung und Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle mündlich und schriftlich unterrichtet worden. Er hat die ihm nach Gesetz und Satzung zustehende Überwachungsfunktion ausgeübt und die ihm obliegenden Entscheidungen getroffen.

Ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates fanden im Berichtszeitraum am 26. Januar 2023, am 27. April 2023, am 22. Juni 2023, am 28. Juni 2023, am 31. August 2023 und am 14. September 2023 statt.

In der Aufsichtsratssitzung am 26. Januar 2023 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Änderung der Geschäftsverteilung ab dem 1. Januar 2024 und mit dem Verkauf zweier Teilflächen in 18059 Rostock, Robert-Koch-Straße an die Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH. Nach umfassender Erörterung der Angelegenheiten fasste der Aufsichtsrat die hierfür notwendigen Beschlüsse. Zentrales Thema in der Januarsitzung war darüber hinaus die Wiederbestellung der Vorstände. Der Aufsichtsrat fasste die für eine Wiederbestellung von Ute Römer und Oliver Brünnich notwendigen Beschlüsse. Herr Brünnich wurde des Weiteren zum Vorstandsvorsitzenden bestellt.

In der Januarsitzung befasste sich der Aufsichtsrat auch mit der Vorbereitung der Neubestellung eines Vorstandsmitgliedes (Nachfolge von Ute Römer) ab dem 1. Januar 2024. Der Aufsichtsratsvorsitzende erläuterte den Vorschlag des Präsidiums zur Auswahl der Personalberater. Im Anschluss fasste der Aufsichtsrat die dazu erforderlichen Beschlüsse.

Themen der Aufsichtsratssitzung am 27. April 2023 waren der Verzicht auf die Teilnahme an der Kapitalerhöhung an der VNG AG, die Information des Vorstandes zur Dotierung von Gewinnrücklagen zum Jahresabschluss 2022 sowie die Beschussfassungen zu den Anstellungsverträgen der Vorstände.

Eine ausführliche Berichterstattung über die kritische Situation der VNG AG Leipzig, an der die SWR AG mittelbar beteiligt ist, erfolgte durch den Vorstand. Der Aufsichtsrat beschloss nach umfassender Erörterung der Angelegenheit in der Folge den Verzicht auf die Teilnahme an der Kapitalerhöhung an der VNG.

Im Rahmen dieser Aufsichtsratssitzung erläuterte Oliver Brünnich die Notwendigkeit der Dotierung von Gewinnrücklagen zum Jahresabschluss 2022 aufgrund der anstehenden Investitionen der SWR AG. Für diese Investitionen gibt es einen hohen Fremdkapitalbedarf. Bei der Aufnahme von Fremdkapital ist die EK-Quote von 30 % erforderlich, die durch die Bildung der Gewinnrücklage mittelfristig gesichert wird. Der Aufsichtsrat diskutierte die Angelegenheit und nahm die Information des Vorstandes zur Dotierung von Gewinnrücklagen zum Jahresabschluss 2022 zur Kenntnis.

In der Aufsichtsratssitzung am 22. Juni 2023 ging es um die Bestellung neuer Prokuristen. Der Aufsichtsrat fasste den dazu notwendigen Beschluss. In der Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat darüber hinaus mit der Neubestellung eines Vorstandsmitgliedes (Nachfolge von Ute Römer) ab dem 1. Januar 2024. Nach umfassender Diskussion der Angelegenheit fasste der Aufsichtsrat die notwendigen Beschlüsse.

Die am 28. Juni 2023 stattfindende Sitzung des Aufsichtsrates zur Bestellung des neuen Vorstandes ab dem 01. Januar 2024 wurde im Umlaufverfahren durchgeführt. Der Aufsichtsrat bestellte Heike Witzel zum neuen Vorstand ab dem 1. Januar 2024. Er fasste den dazu notwendigen Beschluss. Er stimmte im Beschlusswege dem Abschluss des Anstellungsvertrages zwischen der SWR AG und Heike Witzel zu.

In der Aufsichtsratssitzung am 31. August 2023 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Genehmigung des Berichtes des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022, der Feststellung des Jahresabschlusses 2022, der Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2002 und der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023. Im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses 2002 erläuterte der Wirtschaftsprüfer nachfolgende besondere Sachverhalte:

- außerplanmäßige Abschreibung der VNG-Beteiligung (Verwässerungseffekt aus Kapitalerhöhung)

- Dotierung der Gewinnrücklage bei bestehendem Ergebnisabführungsvertrag

Nach intensiver Diskussion fasste der Aufsichtsrat die notwendigen Beschlüsse.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung am 14. September 2023 waren die Unternehmensplanung und -entwicklung, die Finanz-, Personal- und Investitionsplanung. Der Aufsichtsrat erörterte die Angelegenheit umfassend. Er erteilte im Beschlusswege die Zustimmung zur Beschlussfassung des Wirtschaftsplanes 2024.

Zum 31. Dezember 2023 legte das Aufsichtsratsmitglied Olaf Groth sein Mandat nieder. Die Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitgliedes ist zwischenzeitlich erfolgt.

Aufgrund der Beratungen und anhand der vom Vorstand vorgelegten Berichte und der erteilten Auskünfte hat sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Sofern zu den einzelnen Geschäften des Vorstandes nach Geschäftsordnung und Satzung Entscheidungen des Aufsichtsrates erforderlich waren, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse gefasst.

Die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 unter Einbeziehung der Buchführung sowie der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 6b EnWG geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Prüfungsberichte sind allen Aufsichtsratsmitgliedern ausgehändigt worden. Der Aufsichtsrat erhebt gegen das Ergebnis dieser Prüfung keine Einwendungen und billigt den aufgestellten Jahresabschluss 2023.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank und seine Anerkennung für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit aus.

 

Rostock, 13. Juni 2024

Johann-Georg Jaeger, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke Rostock Aktiengesellschaft

Angabe gemäß § 328 Abs. 1a S. 1 HGB

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 13. Juni 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.