GP Friedrich GmbH
Selbe AdresseRückgewinnung sortierter Werkstoffe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elmar Rüthing seit 23.10.2024 | Geschäftsführer |
Patrick Volkert seit 15.9.2021 | Prokura |
Ingo Harald Kramer seit 17.2.2010 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EF Holding GmbHSalzgitterKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Mutterunternehmen des Konzerns ist die EF Holding GmbH, Salzgitter, eingetragen beim Amtsgericht Braunschweig (HRB 206661). 2. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gemäß des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die einbezogenen Jahresabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften wurden auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Für die inländischen Tochterunternehmen (Friedrich Services GmbH und Friedrich Rohstoffe GmbH) sind die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt, so dass die Gesellschaften von den entsprechenden Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit sind. 3. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der EF Holding GmbH, Salzgitter, wurden gemäß §§ 290 und 294 HGB die nachfolgenden Gesellschaften einbezogen.
4. Konsolidierungsmethoden Die Erstkonsolidierung zum 31. Juli 2017 erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB unter Anwendung der Neubewertungsmethode. Bei der erstmaligen Einbeziehung der oben genannten Gesellschaften wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegengenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet, wobei insbesondere die im Anlage- / Umlaufvermögen enthaltenen stillen Reserven zu einer Höherbewertung gegenüber dem Jahresabschluss der Tochterunternehmen führten. Der Beteiligungsbuchwert des Mutterunternehmens wurde zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung mit dem neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Die Erstkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte zu dem Zeitpunkt, an dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind (Erwerbsmethode). II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Bilanzierungsmethoden Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Angewandte Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Gegenstände des Sachanlagevermögens einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Erstkonsolidierung von Anteilen in den Konzernabschluss einbezogener Gesellschaften wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 20 Jahren linear vorgenommen. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Erstkonsolidierung erfolgt über einen Zeitraum von 7,4 Jahren. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des niedrigeren beizulegenden Wertes zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Daneben wurden Festwerte gem. § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Langfristige Rückstellungen werden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Hierbei wurden Kostensteigerungen von 3 % p.a. berücksichtigt. Die zu erwartenden zwischenzeitlichen Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Latente Steuern werden unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes beziehungsweise einer Schuld in der Konzernbilanz und dem steuerlichen Wertansatz angesetzt. Latente Steuern werden mit den Steuersätzen bewertet, die bei Realisierung des Vermögenswertes oder der Schuld erwartet werden. Der erwartete Steuersatz ist der Steuersatz, der am Bilanzstichtag bereits gilt oder angekündigt ist, sofern dies der materiellen Wirkung einer tatsächlichen Inkraftsetzung gleichkommt. Soweit sich aus dem Saldo von passiven und aktiven latenten Steuern insgesamt ein Aktivüberhang ergibt, wird gemäß §§ 274 Abs. 1 S. 2 i. V. m. 298 Abs. 1 HGB auf den Ansatz von latenten Steuern verzichtet. Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten aus Kommissionsgeschäften werden unter der Bilanz (jeweils zum Nominalwert) ausgewiesen. III. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ 1. Anlagevermögen Der Anlagespiegel zum 31. Dezember 2022 ist nachfolgend abgebildet. 2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Zur Absicherung der Darlehenszinsen aus dem Akquisitionskredit wurde ein Zinsderivat bei der UniCredit Bank AG abgeschlossen. Die Prämie hierfür wurde aktiviert und wird über eine Laufzeit von 5,75 Jahren aufgelöst. Das Zinsderivat weist zum Abschlussstichtag einen positiven Wert aus, sodass keine Rückstellung zu bilden ist. 4. Eigenkapital Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss der EF Holding GmbH in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Rückstellungen Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen:
7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch branchenübliche Sicherungsübereignungen und betreffen im Wesentlichen Fahrzeuge und Maschinen. 8. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern betreffen in Höhe von TEUR 51 (VJ: TEUR 73) stille Reserven aus der Erstkonsolidierung. Die sich ergebenden Differenzen wurden mit einem Steuersatz in Höhe von 30,17 % bewertet. IV. ANGABEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Verschrottung einer stationären Aufbereitungsanlage in Höhe von TEUR 215 enthalten. Weiterhin sind Erträge aus dem Abgang des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 383 (VJ: TEUR 85) und Zuschüsse in Höhe von TEUR 33 (VJ: TEUR 46) enthalten. Außerdem werden Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 87 (VJ: TEUR 93) angegeben. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 21 (VJ: TEUR 27) enthalten. Diese entfallen auf Konsolidierungsmaßnahmen. V. FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.431. Die Laufzeiten betragen zwischen einem und vier Jahren. VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG Die Darstellung der Konzernkapitalflussrechnung folgt dem Mindestgliederungsschema aus dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21). Der Finanzmittelfonds umfasst den Bestand der Zahlungsmittel, d.h. den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.
VII. SONSTIGE ANGABEN 1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2022 waren bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften 113 gewerbliche Arbeitnehmer und 43 Angestellte, also insgesamt 156 eigene Arbeitnehmer beschäftigt. 2. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für 2022 betrug insgesamt TEUR 47. Das Honorar setzt sich wie folgt zusammen:
3. Gesellschaftsorgane Mitglied der Geschäftsführung waren/sind: Herr Jörgen Sassen, Geschäftsführer (bis 7. März 2023) Herr Ralf Jeffraim, Geschäftsführer Herr Matthias Redeker, Geschäftsführer Auf die Angabe gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird mit Hinweis auf § 286 Abs 4 HGB verzichtet.
Salzgitter, den 30. März 2023 Ralf Jeffraim, Geschäftsführer Matthias Redeker, Geschäftsführer Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022EF HOLDING GMBH, SALZGITTERI. Grundlagen des Unternehmens Der Konzern entwickelt leistungsstarke und innovative Dienstleistungskonzepte für die Eisen- und Stahlindustrie und setzt diese entsprechend um. Insbesondere die vollständige Wiedernutzbarmachung der anfallenden Reststoffe und diese wieder in die Kreislaufwirtschaft zurückzuführen, ist eine der wichtigen Zukunftsstrategien des Unternehmens. Um dieses zu ermöglichen, wird intensiv an Verfahren geforscht, Reststoffe so aufzubereiten, dass diese in den Stoffkreislauf wieder zurückgeführt werden können. Daraus ergeben sich auch für die Unternehmensgruppe neue Wege des Absatzes und der Vermarktung. Zusammen mit unseren Kunden arbeiten wir intensiv an Lösungen für die anstehenden Aufgaben der Zukunft. Circular Economy stellt einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmensstrategie des Konzerns dar. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im Jahr 2022 angesichts der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme als doch widerstandsfähig erwiesen. Trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise konnte die deutsche Wirtschaft im Gesamtjahr um 1,9% wachsen. Dieses Wachstum wurde zum großen Teil durch den privaten Konsum begünstigt. Nicht ganz so positiv hat sich die deutsche Industrie und hier insbesondere die Stahlindustrie entwickelt. Die Rohstahlerzeugung 2022 ist in Deutschland um 8,4 % von 40,1 Mio. t auf 36,8 Mio. t gesunken. Auch die Rohstahlerzeugung 2022 weltweit hat sich um 4,2 % auf 1.878,5 Mio. t verringert. Die Transformation der europäischen und insbesondere der deutschen Stahlindustrie von der bisher kohlenstoffbasierten Stahlerzeugung hin zu einer fossilfreien Produktion hat weiter an Fahrt aufgenommen. Insbesondere unser größter Kunde setzt am Standort Salzgitter ein zukunftsweisendes Projekt mit hoher Geschwindigkeit um. Daraus ergeben sich für unseren Konzern auch neue Herausforderungen aber auch Potentiale, die Transformation aktiv und mit innovativen Ideen, Vorschlägen und Maßnahmen zu begleiten. Geschäftsverlauf Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein operativer Konzernüberschuss vor Steuern (vor planmäßiger Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes) von TEUR 4.829 erreicht im Vergleich zum Vorjahr i. H. v. TEUR 4.439. Zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung i. H. v. TEUR + 390. Prognostiziert wurde der operative Konzernüberschuss vor Steuern (vor planmäßiger Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes) in Höhe von TEUR 4.587, das tatsächlich erreichte Ergebnis liegt um TEUR 242 über der Prognose. Dies ist im Wesentlichen darin begründet, dass der Umsatz aufgrund Preissteigerung sowie Mengenerhöhung in der Schlackenaufbereitung und Vermarktung deutlich gesteigert werden konnten. Zu Beginn des Jahres war die Geschäftsentwicklung insbesondere durch den Angriffskrieg Russland gegen die Ukraine geprägt. Die Verfügbarkeit von Energie sowie deren Preisentwicklung waren nur schwer hervorsehbar. Dies hatte in unserem Konzern in 2022 einen signifikanten Einfluss auf die Kosten. Da der Konzern in Bezug auf Dienstleistungen von der Entwicklung der Stahlproduktion an den Standorten Salzgitter, Georgsmarienhütte und Peine abhängig ist, wurde in 2022 verstärkt Augenmerk auf die Aufbereitung und Vermarktung von Althalden aus Schlacken gelegt. Bis auf den Standort in Georgsmarienhütte lagen alle anderen Standorte bei der Stahlproduktion unter den Vorjahreswerten. Teilweise wurde an Standorten die Stahlproduktion temporär für mehrere Tage außer Betrieb genommen, da die Nachfrage insbesondere in der Fahrzeug- und Automobilindustrie weiter sehr wechselhaft verläuft. Positiv zu vermerken sind die deutlich gestiegenen Stahlpreise, die trotz rückläufiger Produktionszahlen zu einem deutlichen Umsatzplus bei den Stahlproduzenten führten. Grundsätzlich gehen unsere Kunden von einer Belebung des Geschäftsverlaufes erst im 2ten Halbjahr 2023 aus. Neben Dienstleistungen werden auch an drei Standorten verschiedene Schlacken zu unterschiedlichen Produkten aufbereitet, veredelt und vermarktet. Insgesamt konnte der Absatz an Schlacken um 87 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Insbesondere der Absatz in den Produktsegmenten Konverterkalk / Dünger, Asphaltedelsplitte sowie Baustoffe für den Straßen- und Deponiebau konnten deutlich gesteigert werden. Neben dem bisher stark dominierenden Absatz der Produkte per LKW wurde in 2022 der Absatz über Binnenschiff und Eisenbahn deutlich forciert und gesteigert. In 2022 wurden auch entsprechende Industrieversuche erfolgreich abgeschlossen, LD-Schlacken aus dem Konverter in neue Einsatzbereiche zu etablieren. Zusammenfassend konnte sich der Konzern trotz des Ukraine Krieges, der Lieferkettenengpässe und Energiepreiskrise erfolgreich im Jahr 2022 behaupten. 2. Lage a) Ertragslage Der Konzern-Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.933 gegenüber dem Vorjahr i. H. v. TEUR 1.590. Die Umsatzrentabilität (Verhältnis Konzern-Jahresüberschuss zu Umsatzerlöse) beträgt 7,7 % und konnte somit im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 %-Punkte gesteigert werden. Die Umsätze betreffen im Wesentlichen verschiedene Dienstleistungen an unterschiedlichen Standorten. Insgesamt ergeben sich Aufwendungen für bezogene Leistungen i. H. v. TEUR 1.445, diese liegen über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 940). Grund hierfür liegt in höheren Aufwendungen für Logistik (TEUR 710), zugekauften Frachten (TEUR 218) - im Vorjahr TEUR 105, Fremdarbeiten (TEUR 157) auf Vorjahresniveau und von Kunden weiterbelastete Lohnkosten (TEUR 124) - im Vorjahr TEUR 140. Es ergibt sich im Geschäftsjahr ein Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 2.829 - gegenüber dem Vorjahr i. H. v. TEUR 1.651. Den größten Anteil tragen die Aufwendungen für den Zukauf von Diesel und Benzin (TEUR 2.138) - gegenüber dem Vorjahr i. H. v. TEUR 1.613. Der Personalaufwand beträgt TEUR 10.877 - gegenüber im Vorjahr TEUR 10.735 und liegt somit auf annährend gleichem Niveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 3.833 - gegenüber im Vorjahr TEUR 3.531. Die größten Aufwandsposten aus diesem Bereich stellen die Aufwendungen für Reparatur/Instandhaltung/Verschleißteile/Reifen (TEUR 1.684) - gegenüber im Vorjahr TEUR 1.358, die Kosten für Leasing (TEUR 384) - auf Vorjahresniveau und Rechts- und Beratungskosten (TEUR 142) - gegenüber im Vorjahr TEUR 265. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 1.447 - gegenüber im Vorjahr TEUR 1.401. Davon stellen TEUR 22 Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern - gegenüber im Vorjahr TEUR 27 - dar. b) Finanzlage Die Kapitalflussrechnung stellt sich in verkürzter Form wie folgt dar:
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 5.348 - im Vorjahr TEUR 5.180 - zeigt die Kraft der Unternehmensgruppe, aus dem Dienstleistungsgeschäft einen positiven Cashflow zu generieren. Basis der Tätigkeiten sind die langfristigen Dienstleistungsverträge mit den unterschiedlichen Kunden aus der Eisen- und Stahlindustrie. Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten beträgt TEUR - 1.267, im Vorjahr TEUR -2.322. Den wesentlichen Anteil am Cashflow aus Investitionstätigkeiten haben Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Diese wurden entsprechend dem fortgeschriebenen Investitionsplan vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 wird mit einer erhöhten Investitionstätigkeit an Investitionen gerechnet aufgrund einer größeren turnusmäßigen Ersatzinvestition in mobiler Technik. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten beträgt TEUR -3.303, im Vorjahr TEUR -1.793. Der Aufnahme von Darlehen für laufende Investitionen in Höhe von TEUR 1.200 gegenüber dem Vorjahr i. H. v. TEUR 903 stehen Tilgungen i. H. v. TEUR 1.317 gegenüber dem Vorjahr TEUR 1.661 entgegen. Zusammenfassend beträgt im Ergebnis der Finanzmittelfonds TEUR 2.777 gegenüber dem Vorjahr TEUR 1.999. Die Fähigkeit des Konzerns, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, ist jederzeit gegeben. Die Entwicklung des Finanzmittelfonds wird mit Hilfe eines fortgeschriebenen Finanzplans auf Soll und Ist monatlich überprüft. c) Vermögenslage Die Konzern-Bilanzsumme beträgt TEUR 15.131 - im Vorjahr TEUR 17.246. Die Aktiva bestehen zu 63 % aus Anlagevermögen - im Vorjahr 68 %. Weiterhin stellt der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 2.896 aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Konzerngesellschaften einen weiterhin wesentlichen Posten dar, der durch jährliche Abschreibung weiter reduziert wird. Die erworbenen Konzerngesellschaften verfügen über Kundenverträge mit Restlaufzeiten von mehreren Jahren. Das Eigenkapital beträgt TEUR 9.308. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um ca. 15,2 %. Die Eigenkapitalquote (Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital) beträgt 61,5 % und ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 % leicht zurückgegangen. Die Gesamtkapitalrentabilität (Verhältnis von Ergebnis vor Zinsen zu Gesamtkapital) beträgt im Berichtsjahr 13,4 %. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung um 41,6 %. Der Konzern hat in Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.144, die einen Anteil von ca. 20,8 % an der Bilanzsumme haben. Die Verbindlichkeiten liegen auf Vorjahresniveau und werden fristgerecht getilgt. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Kapitalflussrechnung 2022 verwiesen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Der Konzern-Jahresüberschuss und die Eigenkapitalrendite sind die wesentlichen Steuerungszahlen auf Konzernebene. Der Konzernjahresüberschuss beträgt TEUR 1.933. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Konzernjahresüberschuss um 21,6 % gesteigert werden. Die Eigenkapitalrentabilität (Verhältnis Jahresergebnis zu Eigenkapital) beträgt 20,8 %. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 43,3 %. 4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren identifiziert sich der Konzern maßgeblich mit nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Diese betreffen im Wesentlichen Beziehungen zu Kunden sowie die Qualitätssicherung. Im Zuge der Kundenzufriedenheit wird der Konzern jährlich durch zwei unserer größten Auftraggeber bewertet. Insgesamt bewerten beide Auftraggeber den Konzern mit "gut". Die Gesamtpunktzahl konnte im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem hohem Niveau gehalten werden. Hinsichtlich der Maßnahmen zur Qualitätssicherung verweisen wir auf den Abschnitt Risikomanagement Entsorgungsbetriebe dieses Lageberichts. III. Prognosebericht Trotz des Ukraine Krieges, der Lieferkettenengpässe und der Energiepreiskrise hat sich die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland erfreulich widerstandsfähig gezeigt. Nach Aussagen des statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,9 % zu, wobei die starken Wachstumsimpulse vor allem aus dem privaten Konsum kamen. Auch der Friedrich Konzern hat sich trotz der Herausforderungen erfolgreich behaupten können. Neben Umsatz- und Ergebnissteigerungen konnten auch wichtige Dienstleistungsverträge verlängert oder erneuert werden. Diese Vertragsverlängerungen geben dem Konzern Planungssicherheit für die nächsten Jahre. Derzeit geht die Bundesregierung von verbesserten Wirtschaftsaussichten aus, als noch zu Beginn des Jahres. Die Bundesregierung rechnet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht mit einer leichten Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 %. Für das Jahr 2024 wird mit einem Zuwachs um weitere 1,8 % gerechnet. Trotzdem bestehen für 2023 auch weiterhin größere Unsicherheiten aufgrund des Kriegs in der Ukraine, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der hohen Energiepreise. Auch bezüglich der weiteren Entwicklung der Inflation ist weiterhin Vorsicht geboten. Die Bundesregierung rechnet für 2023 mit einem geringeren Anstieg des Verbraucherpreisniveaus um 6,0 % gegenüber dem vergangenen Jahr. 2022 musste Deutschland eine Inflationsrate von durchschnittlich 7,9 % verkraften. Im Herbst stieg diese sogar auf einen Wert von 10 %. Durch die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat auch die Transformation hin zu einer klimaneutralen und innovationsgetriebenen Wirtschaft eine deutlich größere Dynamik erhalten. Diese Transformation wird nun auch in der europäischen und deutschen Stahlindustrie immer stärker umgesetzt. Für das erste Halbjahr gehen unsere großen Kunden von einer verhaltenen Nachfrage an Stahl aus. Auch wird in der Stahlindustrie damit gerechnet, dass die positive Preisentwicklung für Stahlerzeugnisse aus dem Jahr 2022 im Jahr 2023 nicht gehalten werden kann. Erst mit dem zweiten Halbjahr wird von einer leichten Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung und steigenden Produktionsmengen ausgegangen. Auch werden im ersten Halbjahr 2023 die Verhandlung mit einem großen Kunden abgeschlossen, aus eisenhaltigen Reststoffen Briketts herzustellen, die wieder in den Hochofenprozess zur Herstellung von Eisen genutzt werden. Mit dieser innovativen Technik steht ein Friedrich Konzept nun kurz vor der Realisierung, welches den strategischen Unternehmensansatz der Circular Economy deutlich hervorhebt. Insgesamt rechnet der Friedrich Konzern für das Jahr 2023 mit einem leicht rückläufigen Umsatz, einem vergleichbaren operativen Ergebnis und einem leicht reduzierten Konzern-Jahresüberschuss vor Steuern. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Eines der Hauptrisiken ist die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und weltweit. Hier sind wir als Dienstleistungsunternehmen in der Eisen- und Stahlindustrie insbesondere von der Nachfrage nach Rohstahlerzeugnissen abhängig. Auch die weitere Verfügbarkeit von Energie und deren Kostenentwicklung hat für die Unternehmensgruppe einen wichtigen Stellenwert. Auf Grundlage unserer Planung werden die Unternehmungen eng überwacht und bei wesentlichen Änderungen oder Abweichungen zu Vorjahreswerten oder Planwerten werden durch die Geschäftsführung entsprechende Maßnahmen eingeleitet und Entscheidungen getroffen. Wichtige Instrumente hierbei sind die konzernweite flexible Arbeitszeitregelung sowie einer indexierten Beschaffung an Rohstoffen und Energieträgern. In diesem Jahr wird am 01. August 2023 die Ersatzbaustoffverordnung (EBV) nach ihrer Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt als Teil der sogenannten Mantelverordnung in allen Bundesländern in Kraft treten. Mit in Kraft treten dieser Verordnung besteht nun eine bundesweite Angleichung der Anforderungen und bildet somit eine bundeseinheitlich verbindliche Grundlage für die ordnungsgemäße und schadlose Verwertung mineralischer Abfälle. Dazu gehören Recyclingbaustoffe, industrielle Abfälle genauso wie aufbereitete Schlacken aus der Eisen- und Stahlproduktion sowie Schlacken aus der Müllverbrennung und Hausmüllverbrennungsschlacken. Als ein Hauptrisiko sehen wir derzeit die mögliche fehlende breite Akzeptanz in der Anwendung der EBV sowohl in den Behörden als auch bei Privatunternehmen. Wichtig erscheint es uns, dass im Jahr 2024 die Erkenntnisse aus Umsetzung der EBV analysiert und gegebenenfalls gesetzliche Anpassungen durchgeführt werden, um die Einsatzmöglichkeiten dieser Stoffströme weiter zu unterstützen. Grundsätzlich stellte der durch Russland verursachte Angriffskrieg gegenüber der Ukraine ein Risiko für ein neues wirtschaftliches Wachstum in Deutschland und Europa dar. Aber auch neben diesem Krieg gibt es weitere Krisenherde wie Taiwan und Nordkorea, die ein nicht unerhebliches mögliches Risiko für einen weltweiten konjunkturellen Aufschwung darstellen. Ein weiteres Risiko ist die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Neben der Verfügbarkeit von ausreichend Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen, muss die Produktion von Wasserstoff, und hier insbesondere von grünem Wasserstoff, mit Nachdruck vorangetrieben werden. Eine Vielzahl der deutschen energieintensiven Industrie plant den Einsatz von grünem Wasserstoff für Ihre zukünftige Produktion und investiert Milliardenbeträge in die entsprechende Umsetzung. Hier müssen die politischen und steuerlichen Rahmenbedingungen gegeben sein, auch zukünftig im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Auch unsere großen Kunden stellen Ihre Produktion von kohlenstoffbasierte auf wasserstoffbasierte Prozesse um. Sollte es hier zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Wasserstoff kommen, sind auch wir als Dienstleister davon betroffen. Risikomanagement Entsorgungsbetriebe Um unsere Leistungen ständig zu erfassen, zu bewerten und zu optimieren, haben die Konzerngesellschaften freiwillig ein Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagementsystem eingeführt und sind nach DIN ISO 9001, 14001 und 50001 erfolgreich zertifiziert. Weiterhin wurde auch die Zertifizierung nach ISO 45001 im Rahmen des Gütesiegels "Sicher mit System" durch die Berufsgenossenschaft RCI umgesetzt. Die erfolgreiche Re-Zertifizierung erfolgte für die Konzerngesellschaften in 2022. Des Weiteren sind die Unternehmen Friedrich Services GmbH und Friedrich Rohstoffe GmbH als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert. Die Einsetzung der verschiedenen Betriebsbeauftragten erfolgt aufgrund gesetzlicher bzw. behördlicher Anordnung oder freiwillig. Die für diese Systeme notwendigen Anweisungen sind in einem Managementhandbuch dokumentiert, welches laufend aktualisiert wird. In regelmäßigen Abständen werden Schulungen für die Mitarbeiter in den unterschiedlichen Bereichen durchgeführt. Zur Überprüfung, ob die Systeme dem aktuellen Stand entsprechen, finden jährlich interne und externe Audits statt. Die Rezertifizierungen finden im Abstand von drei Jahren statt. Betriebsbeauftragte und externer Berater Zur Unterstützung der Geschäfts- und Betriebsleitung werden für die verschiedenen Bereiche Beauftragte eingesetzt. Dies sind im Einzelnen: - Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragte- Immissionsschutz-, Abfallbeauftragter (wird durch ein externes Fachunternehmen gestellt)- Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagementbeauftragter- Strahlenschutzbeauftragter- Entsorgungsfachbetriebsverantwortlicher- Datenschutzbeauftragter- Beauftragter für IT-Sicherheit Für die Überwachung der vorhandenen Betriebsgenehmigungen hat der Konzern einen Fachberater beauftragt, diese auf Termine und Inhalte zu überwachen. 2. Chancenbericht Durch den Transformationsprozess der deutschen und europäischen Stahlindustrie hin zu einem CO 2 -freien Stahl ergeben sich für den Konzern als Dienstleistungsunternehmen neue Chancen und Möglichkeiten, diese Umstellung proaktiv zu begleiten. Hier wird zukünftig der Fokus noch stärker auf die Fortsetzung der Verschiebung des Produkt- und Dienstleistungsportfolio in Richtung einer nachhaltigen, höchst anspruchsvollen Kundenlösungen mit einer hohen Wertschöpfungstiefe liegen. Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft wird zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen auch in Hinblick auf eine Verknappung von primären Ressourcen. Die Nutzung bzw. die Nutzbarmachung von Reststoffen für den Einsatz in der Kreislaufwirtschaft haben somit höchste Prioritäten. Als Unterstützung für diese Umsetzung wird auch weiterhin innerhalb des Konzerns ein Fokus auf den Bereich der Forschung und Entwicklung gelegt. Zielsetzung dieser Abteilung ist die Entwicklung von maßgeschneiderten Lösungen für die Eisen- und Stahlindustrie, wie vorhandene und zukünftige Reststoffe entsprechend vor- und nachbehandelt werden müssen, um diese wieder in den vorhandenen Materialkreislauf der Eisen- und Stahlerzeugung oder einer anderen wirtschaftlich sinnvollen Verwertung zuzuführen. In diesem Zusammenhang arbeitet die Unternehmensgruppe eng mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen und anderen Privatunternehmen zusammen. Auch die technische Umsetzung von zukunftsorientierten Produktionsverfahren, wie die Brikettierung von eisenhaltigen Reststäuben für den Wiedereinsatz in den Herstellungsprozess von Eisen und Stahl, unterstützen den Anspruch an die Kreislaufwirtschaft und einer nachhaltigen Reduktion von CO 2. 3. Nachhaltigkeit Die Marktbedingungen in unseren Kernmärkten verändern sich im Lichte der Nachhaltigkeitsdebatte und den Zielsetzungen zur CO 2 -Reduktion. Die Unternehmensgruppe möchte seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der kommenden Generation wahrnehmen. Nachhaltigkeit erfordert demnach immer einen ganzheitlichen Ansatz, der die komplexen Parameter und ihre jeweiligen Wechselwirkungen berücksichtigt. Im Einzelfall müssen widersprüchliche Effekte gegeneinander abgewogen werden. Unter Nachhaltigkeit verstehen wir die Integration von Umweltbelangen, sozialer Verantwortung und wirtschaftlichem Erfolg. Begrenzte natürliche Ressourcen und der fortschreitende Klimawandel sind die zentralen Treiber für die Dekarbonisierung und der Kreislaufwirtschaft (Circular Economy). Für Friedrich bedeutet Kreislaufwirtschaft vor allem effiziente Lösungen zu erarbeiten, damit Reststoffe und Produkte wieder in den Wertschöpfungskreislauf zurückgeführt werden. So sollen daraus neue Werte generiert werden. Natürliche Ressourcen effizient und innovativ zu nutzen, ist der Fokus unserer Forschung und Entwicklung. Friedrich verfolgt hierbei einen ganzheitlichen Ansatz, damit wir durch die Umsetzung von Zirkularität den Ressourcenverbrauch minimieren und Deponievolumen schonen. Neben der Entwicklung neuer Verfahren treiben wir deshalb die Kreislaufwirtschaft auch durch die Berücksichtigung von Zirkularität bei der Produktgestaltung, im Einkauf, bei der Erzeugung und Nutzung von Energie und Rohstoffen sowie bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle entschieden voran. Die Transformation einer bislang vor allem auf lineare Geschäftsmodelle ausgerichteten Eisen- und Stahlindustrie hin zu einer Zirkularität ausgerichteten Wirtschaftsweise birgt große Chancen für Friedrich, u.a. durch die Entwicklung neuer Technologien, Kooperationen und Geschäftsmodelle. Durch die Fortentwicklung bestehender und das Initiieren neuer Kooperationen und Geschäftsmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette soll die Entwicklung der Unternehmensgruppe weiter vorangetrieben werden. 4. Gesamtaussage Die Unternehmensgruppe fühlt sich für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen gut aufgestellt. Das Unternehmen besitzt mit seinem sehr guten Know-how, seiner jahrzehntelangen Erfahrungen und den gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine sehr gute Basis, um die zukünftigen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und erfolgreich langfristig zu bestehen. Die Arbeitssicherheit mit der Strategie "Zero Injury" und dem Gesundheitsmanagement nehmen eine zentrale Rolle in der gesamten Unternehmensstrategie ein. Um den gut ausgebildeten Mitarbeiterstand zu erhalten und weiter fortzubilden, stehen die Verantwortlichen der einzelnen Bereiche in engem Austausch mit dem Personalmanagement, um maßgeschneiderte Lösungen für die jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entwickeln und umzusetzen. Ein zentraler Baustein für unser erfolgreiches Handeln sind die langfristigen Dienstleistungsverträge mit unseren Kunden. Die kontinuierliche Kommunikation, die konstruktive Zusammenarbeit und der intensive Austausch mit unseren Kunden auf den unterschiedlichen Ebenen verfestigt die Vertrauensbasis für eine weitere zukünftige Zusammenarbeit. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumente zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Konzern verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind nicht zu erwarten. Zudem besteht eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern überwiegend mit Eigenmitteln. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Ersatzinvestitionen in das Sachanlagevermögen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Konzernerfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird in regelmäßigen Abständen ein Liquiditätsplan erstellt und analysiert. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Rückstellungen gebildet. Ansonsten werden neben einer jährlichen Planung, einem monatlichen Soll- / Ist-Vergleich, auch die finanziellen Entwicklungen anhand spezifischer KPI ́s überwacht.
Salzgitter, 30. März 2023 Ralf Jeffraim, Geschäftsführer Matthias Redeker, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EF Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der EF Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EF Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ● entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und ● vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: ● identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. ● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. ● beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. ● holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. ● beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. ● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 20. April 2023 Baker
Tilly GmbH
Britta Martens, Wirtschaftsprüferin Michael Esser, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wurden in der Gesellschafterversammlung am 24. Mai 2023 festgestellt. |
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