Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 16518
Vorher
Bakuti Neunundsiebzigste Beteiligungs GmbH
Eingetragen
21.9.2015
Branche
Herstellung von ParketttafelnHerstellung von TapetenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung von Bodenbelägen jeglicher Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Leon Agnel Verdes
seit 12.3.2026
Prokura
Pier Vincenzo Marozzi
seit 23.1.2025
Prokura
Lutz Michaelsen
seit 23.1.2025
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HIL International GmbH

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

Konzernbilanz zum 31. März 2022

Aktiva

31.03.2022 31.03.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.340 7.183
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.201 16.540 11.790 18.973
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.640 24.007
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.168 13.962
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.560 1.443
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 560 38.928 1.235 40.647
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 100 100
55.568 59.720
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe 22.781 14.511
2. Unfertige Erzeugnisse 5.021 3.875
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 15.680 43.481 12.944 31.330
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.392 1.838
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.114 230
3. Sonstige Vermögensgegenstände 5.644 8.150 10.164 12.232
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.678 13.446
57.309 57.008
C. Rechnungsabgrenzungsposten 144 93
113.020 116.821

Passiva

31.03.2022 31.03.2021
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 34.025 34.025
II. Gewinnvortrag 6.123 704
III. Konzernjahresüberschuss 770 5.420
40.919 40.149
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung mit Deckungsvermögen 2.827 2.680
2. Steuerrückstellungen 787 1.973
3. Sonstige Rückstellungen 9.051 9.221
12.666 13.874
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.490 31.180
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.758 11.554
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.071 9.710
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.377 3.202
52.695 55.646
D. Passive latente Steuern 6.740 7.152
113.020 116.821

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

1.3.2021 - 31.3.2022 1.4.2020 - 31.3.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 177.703 169.219
2. Erhöhung (Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.810 -2.186
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 26 26
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.915 1.377
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 112.767 88.469
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 25.515 24.957
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.909 31.424 5.444 30.401
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.343 8.427
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 27.422 30.427
9. Erträge aus Beteiligungen 172 0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3 3
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.762 2.063
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.613 2.966
13. Konzernergebnis nach Steuern 1.299 5.686
14. Sonstige Steuern 529 266
15. Konzernjahresüberschuss 770 5.420

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

1.4.2021 -31.3.2022 1.4.2020 -31.3.2021
TEUR
Konzernjahresüberschuss 770 5.420
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 8.343 8.427
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -1.208 3.246
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -8.120 2.523
Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.739 -3.407
Summe von Zinsaufwendungen (+)/Zinsertrag (-) 1.759 2.060
Ertragsteueraufwand (+) 1.613 2.966
Ertragsteuerzahlungen (-) -2.025 -4.077
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.871 17.158
Auszahlungen (-) für Investitionen in Sachanlagen -3.843 -4.268
Auszahlungen (-) für Investitionen in immaterielle Anlagen -347 -153
Erhaltene Zinsen (+) 3 3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.187 -4.418
Auszahlungen (-) zur Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -4.690 -6.790
Gezahlte Zinsen -1.762 -2.063
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.452 -8.853
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -7.768 3.887
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.446 9.559
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.678 13.446

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. April 2020 bis 31. März 2021

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Konzern-bilanzgewinn/-verlust Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 1. April 2020 34.025 0 704 34.729
Konzernjahresüberschuss 0 0 5.420 5.420
Kapitalerhöhung/-herabsetzung 0 0 0 0
Stand am 31. März 2021 34.025 0 6.123 40.149
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Konzern-bilanzgewinn/-verlust Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. April 2021 34.025 0 6.123 40.149
Konzernjahresüberschuss 0 0 770 770
Kapitalerhöhung/-herabsetzung 0 0 0 0
31. März 2022 34.025 0 6.893 40.919

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

A. Allgemeine Angaben

Das Mutterunternehmen des Konzerns ist die HIL International GmbH, Düsseldorf, die im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 83991 eingetragen ist.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die dem Konzernabschluss zum 31. März 2022 zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Die Parador GmbH und die Parador Holding GmbH, die als Tochterunternehmen in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen sind, machen von den Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB dergestalt Gebrauch, dass auf die Prüfung und Offenlegung der beiden Jahresabschlüsse verzichtet wird.

B. Allgemeine Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungskreis

Neben der Muttergesellschaft werden folgende Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Sitz Anteil am Kapital
Parador Holding GmbH Coesfeld, Deutschland 100 %
Parador GmbH Coesfeld, Deutschland 100 %
Parador Parkettwerke GmbH Güssing, Österreich 100 %

Neben den o.g. Firmen hält die Parador GmbH eine 50 %ige Beteiligung an der Parador (Shanghai) Trading Co. Ltd. mit Sitz in Shanghai, China. Da das Unternehmen im Verhältnis zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eine untergeordnete Bedeutung hat, wird nach § 296 Abs. 2 HGB auf eine Einbeziehung in den Konzernabschluss verzichtet.

Konsolidierungsgrundsätze

Es wurde eine Vollkonsolidierung nach den §§ 300 bis 307 HGB durchgeführt.

Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgte zum 27. August 2018 nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 HGB in der Gestalt, dass die Anschaffungskosten der Anteile an einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag seines Eigenkapitals sowie "Sonderposten aus Investitionszuschüssen" verrechnet wurden. Das Eigenkapital wurde nach § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen am 1. September 2018 beizulegen war. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3, Abs. 2 und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB bewertet worden.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 27. August 2018 wurden die stillen Reserven und Lasten im Anlagevermögen aufgedeckt. Der nach Verrechnung verbleibende aktive Unterschiedsbetrag zwischen dem sich dabei ergebenden anteiligen Eigenkapital und dem Beteiligungsbuchwert wurde als Firmenwert nach § 301 Abs. 1 HGB ausgewiesen und wird über zehn Jahre gemäß § 253 Abs. 3 S.3 HGB planmäßig abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises wurden gemäß § 303 HGB gegeneinander aufgerechnet (Schuldenkonsolidierung).

Konzerninterne Umsätze sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den Unternehmen des Konsolidierungskreises wurden gemäß § 305 HGB miteinander verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung).

Zwischengewinne wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert.

Eine Abgrenzung aktiver latenter Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 Abs.1 HGB wurde mit dem durchschnittlichen Konzernsteuersatz von 31,6 % vorgenommen, soweit sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Die temporären Differenzen gem. § 274 HGB betreffen im Wesentlichen Vorräte und Pensionsrückstellungen.

Auf den Unterschiedsbetrag zwischen den Buchwerten der Einzelgesellschaften und den Konzernwerten (Fair Value) per 31.März 2022 wurde eine Abgrenzung passiver latenter Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 Abs. 1 HGB vorgenommen. Diese wurden mit dem durchschnittlichen Steuersatz von 31,6 % auf den für Parador GmbH, Deutschland, und 25,0 % auf den für die Parador Parkettwerke, Österreich, entfallenen Unterschiedsbetrag vorgenommen.

Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden saldiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse zum 31. März 2022 der oben genannten Unternehmen wurden einheitlich nach den deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gem. § 308 HGB aufgestellt.

Bei den Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs-/Herstellungskosten um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungsbeträge werden anhand der voraussichtlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen ermittelt und bewegen sich in folgenden Rahmen.

Gebäude 10 - 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Gebraucht erworbene bewegliche Anlagengegenstände werden verkürzt abgeschrieben.

Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um Firmenwert, Marke, Patente, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen. Der Firmenwert und die Marke werden nach §253 Abs. 3 HGB über 10 Jahre abgeschrieben, die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände mit der tatsächlichen Nutzungsdauer.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Der beizulegende Wert wird innerhalb einer Reichweitenanalyse ermittelt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in den Herstellungskosten einbezogen. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird von zulässigen Bewertungsvereinfachungsverfahren Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch angemessene Abwertung in Form von Wertberichtungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel beinhalten sowohl Kassenbestände als auch Guthaben bei Kreditinstituten und werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen beinhalten sowohl Pensionsrückstellungen für die Parador GmbH, Deutschland, und Rückstellungen der Parador Parkettwerke GmbH, Österreich, und werden basierend auf den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck nach der Projected-Unit-Credit-Method (PUCM) berechnet. Der Abzinsungssatz der Parador GmbH zum 31. März 2022 gem. RückAbzinsV beträgt unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren 1,81 % (Vorjahr: 2,19 %). Soweit angezeigt, wird bei der Berechnung eine erwartete Rentensteigerung von p.a. 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen der Parador Parkettwerke GmbH wurde auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,65 % (Vorjahr: 2,04 %) (10-jähriger Durchschnittszinssatz basierend auf Marktzinssätzen von Unternehmen hoher Bonität mit 15-jähriger Laufzeit, entsprechend der Veröffentlichung der deutschen Bundesbank) unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Bezugserhöhung von 3,10 % (Vorjahr: 2,40 %) und des gesetzlichen Pensionsantrittsalters ermittelt.

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die gebildeten pauschalen Gewährleistungsrückstellungen werden grundsätzlich prozentual auf den gewährleistungspflichtigen Umsatz berechnet. Der hierfür verwendete Prozentsatz wird aus betrieblichen Erfahrungen abgeleitet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

C. Erläuterungen zum Konzernabschluss

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung des Bestandes und die Entwicklung der einzelnen Posten sind aus dem Konzern-Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten nur Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegenüber dem Gesellschafter betragen TEUR 14 (i.Vj. TEUR 47) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denn ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen TEUR 1.114 (i.Vj. TEUR 230) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen Zum Zwecke der Working-Capital-Finanzierung wird ein echtes/offenes Factoring der Kundenforderungen durchgeführt. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen in Höhe von TEUR 22.919 (i.Vj. TEUR 17.056) an den Factor verkauft. Das Factoring führt zu einem vorgezogenen Liquiditätszufluss. Bei einer Beendigung des Vertrags würde sich kurzfristig ein erhöhter Finanzbedarf ergeben.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der HIL International GmbH beträgt unverändert TEUR 34.025 im Nennbetrag von je EUR 1.

Pensionsrückstellungen

Zur Bilanzierung und Bewertung wird auf die Ausführungen in Abschnitt B verwiesen.

Für Pensionsverpflichtungen der Parador GmbH existieren Rückdeckungsversicherungen, welche an die Begünstigten verpfändet sind. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden solche Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen) mit einem Zeitwert, der den Anschaffungskosten entspricht, von TEUR 263 mit entsprechenden Pensionsverpflichtungen (TEUR 2.172) saldiert. Im Geschäftsjahr hat es keine Erträge aus dem Deckungsvermögen gegeben. Innerhalb der Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen (TEUR 45, i. Vj. TEUR 53) enthalten. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S.1 HGB beläuft sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 116 (i.Vj. TEUR 239).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.051 (i.Vj. TEUR 9.222) beinhalten zum 31. März 2022 vor allem Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche i. H. v. TEUR 1.100 (i.Vj. TEUR 1.450), für Tantiemen und Zielerreichungsprämien i. H. v. TEUR 933 (i.Vj. TEUR 991), Rückstellungen gegenüber Lieferanten und Kunden i. H. v. TEUR 4.417 (i.Vj. TEUR 3.992) sowie für sonstige Personalverpflichtungen i. H. v. TEUR 1.939 (i. Vj. TEUR 1.909).

Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten zum 31. März 2022 teilen sich hinsichtlich der Restlaufzeiten gem. § 268 Abs. 5 HGB und § 314 Abs. 1 HGB wie folgt auf:

Verbindlichkeiten Bis 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 8.290 18.200 0 26.490
aus Lieferungen und Leistungen 13.758 0 0 13.758
gegenüber verbundenen Unternehmen 571 9.500 0 10.071
- davon gegenüber Gesellschafter 571 9.500 0 10.071
Sonstige Verbindlichkeiten 2.377 0 0 2.377
- davon aus Steuern 377 0 0 377
- davon im Rahmen sozialer Sicherheit 184 0 0 184
Summe 24.995 27.700 0 52.695

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten zum 31. März 2021 teilen sich hinsichtlich der Restlaufzeiten gem. § 268 Abs. 5 HGB und § 314 Abs. 1 HGB wie folgt auf:

Verbindlichkeiten Bis 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 8.845 22.335 0 31.180
aus Lieferungen und Leistungen 11.555 0 0 11.555
gegenüber verbundenen Unternehmen 210 0 9.500 9.710
- davon gegenüber Gesellschafter 210 0 9.500 9.710
Sonstige Verbindlichkeiten 3.202 0 0 3.202
- davon aus Steuern 1.121 0 0 1.121
- davon im Rahmen sozialer Sicherheit 175 0 0 175
Summe 23.812 22.335 9.500 55.647

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden (TEUR 17.000) in Coesfeld, Deutschland und Güssing, Österreich sowie Verpfändungen des beweglichen Anlagevermögens, des gesamten Umlaufvermögens, gewerblicher Schutzrechte und Patente besichert.

D. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen sämtlich den Verkauf von Bodenbelägen und gliedern sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt:

TEUR
Inland 84.812
Ausland 92.891
Gesamt 177.703

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr keine periodenfremden Erträge. Es sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 329 (i.Vj. 419 TEUR) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Zinsen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Berichtsjahr keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen. Es sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 422 (i.Vj. TEUR 414) enthalten. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen TEUR 1.762 (i.Vj. TEUR 2.063), davon an verbundene Unternehmen/Gesellschafter TEUR 760 (i.Vj. TEUR 980).

Latente Steuern

Die zum 31. März 2022 erfassten passiven latenten Steuern wurden mit den aktiven latenten Steuern saldiert und betragen TEUR 6.740 (i.Vj TEUR 7.152).

Stand 01.04.2021 Veränderung Stand 31.03.2022
in TEUR in TEUR in TEUR
Aktive latente Steuern 678 -40 638
- davon aus Pensionsrückstellungen 371 30 401
Passive latente Steuern -7.830 452 -7.378
- davon aus Unterschiedsbetrag Buchwerten Anlagevermögen der Einzelgesellschaften und den Marktwerten des Konzerns -7.830 452 -7.378

Die passiven latenten Steuern ergeben sich vollumfänglich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den Buchwerten des Anlagevermögens der Einzelgesellschaften und den zu Marktwerten bilanzierten Konzernwerten. Diese wurden mit dem durchschnittlichen Steuersatz von 31,6 % auf den für Parador GmbH, Deutschland und 25,0 % auf den für die Parador Parkettwerke GmbH, Österreich entfallenen Unterschiedsbetrag vorgenommen.

Die aktiven latenten Steuern fallen insbesondere auf den Unterschiedsbetrag zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Einzelgesellschaften Parador GmbH, Parador Parkettwerke GmbH und Parador Holding GmbH und auf Konsolidierungsmaßnahmen im Rahmen der Konzernabschlusserstellung an.

E. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen und beläuft sich auf TEUR 5.678 (i.Vj. TEUR 13.446).

F. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen stellen sich wie folgt dar:

Verpflichtungen Bis 1 Jahr > 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 1.080 1.100 47 2.227

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Personen:

Dhirup Roy Choudhary (Electrical & Electronics Ingenieur)

Dr. Stephan Degmair (Rechtsanwalt)

Dr. Bettina Wawretschek (Rechtsanwältin)

Dr. Arvind Sahay (Hochschullehrer)

Die Geschäftsführer haben für Ihre Geschäftsführertätigkeit keine Vergütung durch die Gesellschaft erhalten.

Mitarbeiter

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter beträgt im Konzern 526 (i.Vj. 512), davon 226 Gehaltsempfänger (i. Vj. 211) und 300 Lohnempfänger (i.Vj. 301).

Konzernzugehörigkeit

Die HIL International GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der HIL Ltd., Hyderabad, Indien, gelistet an der "BSE Limited" und "National Stock Exchange of India". Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HIL Ltd. Hyderabad, Indien, einbezogen, die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss wird auf https://hil.in/ veröffentlicht.

Prüfungshonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB für das Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 168 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Nachtragsbericht

Noch nicht im vollen Umfang absehbar sind die Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine, die am 24. Februar 2022 begonnen hat, und der hieraus resultierenden weiter zunehmenden geopolitischen Spannungen auf die Weltwirtschaft.

Sonstiges

Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens HIL International GmbH für das Geschäftsjahr 2021/22 beträgt TEUR 3.147 und wird auf Vorschlag des Gesellschafters auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Düsseldorf, den 11. Juli 2022

HIL International GmbH

Dhirup Roy Choudhary, Geschäftsführer

Dr. Stephan Degmair, Geschäftsführer

Dr. Bettina Wawretschek, Geschäftsführer

Dr. Arvind Sahay, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.4.2021 Zugänge Abgänge Um-Umbuchungen 31.3.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.383 347 0 111 10.841
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.897 0 0 0 15.897
26.280 347 0 111 26.738
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.029 118 0 326 26.473
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.242 1.690 45 651 24.538
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.632 1.626 4 3 5.257
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.235 417 0 -1.091 560
53.138 3.851 49 -111 56.828
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 100 0 0 0 100
100 0 0 0 100
79.518 4.198 49 0 83.666
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2021 Zugänge Abgänge 31.3.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.199 1.302 0 4.501
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.107 1.590 0 5.697
7.306 2.892 0 10.198
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.022 811 0 2.833
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.280 3.130 40 11.370
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.189 1.510 2 3.697
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
12.491 5.451 42 17.900
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0 0 0
0 0 0 0
19.797 8.343 42 28.098
Nettobuchwerte
31.3.2022 31.3.2021
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.340 7.183
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.201 11.790
16.540 18.973
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.640 24.007
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.168 13.962
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.560 1.443
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 560 1.235
38.928 40.647
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 100 100
100 100
55.568 59.720

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022

I. Grundlagen des Konzerns

Die HIL International GmbH ist eine deutsche große Kapitalgesellschaft, die mit ihren Tochtergesellschaften eine Unternehmensgruppe (PARADOR) bildet und aus vier Gesellschaften besteht (Parador GmbH, Parador Parkettwerke GmbH, Parador (Shanghai) Trading Co. Ltd. sowie der Parador Holding GmbH). Die HIL International GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der HIL Ltd. mit Sitz in Hyderabad / Indien.

PARADOR produziert und vertreibt qualitativ hochwertige Boden-, Wand- und Deckenprodukte für den Innenausbau. Es wird an zwei Standorten produziert. Der eine Standort befindet sich in Deutschland (Coesfeld) und konzentriert sich insbesondere auf Laminatböden, Vinylböden und modulare Böden auf Polypropylen Basis sowie Leisten, Wand- und Deckenpaneele. Der zweite Standort liegt in Österreich (Güssing) mit dem Werk für die Herstellung von Fertigparkett. Die Parador (Shanghai) Trading Co. Ltd. ist ein im August 2018 gegründetes paritätisches Vertriebs - Joint Venture zur strategischen Erschließung des chinesischen Marktes mit Sitz in Shanghai / China. PARADOR ist eine internationale bekannte Designmarke für Boden- und Wandgestaltung.

Die Absatzvermittler für PARADOR sind der Facheinzelhandel, geeignete Großflächenanbieter (Baumärkte) und Fachhandelsketten, der Onlinehandel, zunehmend 2-stufige fachhandelsorientierte Vertriebssysteme in Europa sowie Importeure in Übersee. Das Projektgeschäft über Partner oder in der direkten Abwicklung mit Bauträgern/Verarbeitern entwickelt sich. Seit Juni 2020 hinzugekommen ist der eigene PARADOR Online-Brand-Store in Deutschland, der für Endkunden in Deutschland eine direkte Kaufmöglichkeit online ermöglicht. Eine Ausweitung dieses Vertriebskanals hat bereits in Österreich stattgefunden und ist für weitere europäische Länder geplant.

Die Verwaltung und die zentrale PARADOR-Ausstellung (Trendcenter) befinden sich in Coesfeld. Hier wird kontinuierlich die aktuelle PARADOR-Markenkollektion auf einer Ausstellungsfläche von 3.000 m 2 präsentiert. Das Trendcenter zeigt die neuen Sortimente, das moderne Point-of-Sale-Konzept für den stationären Handel sowie die zusätzlich angebotenen e-Commerce Unterstützungen für die PARADOR-Handelspartner umfangreich. Die Produktausstellung und die PoS-Konzepte werden kontinuierlich entlang der unterjährig durchgeführten Produkt- und Konzepteinführungen der Märkte aktualisiert.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Das Bruttoinlandsprodukt ist in diesem volatilen Jahr in Deutschland im Kalenderjahr 2021 preisbereinigt um 2,7 % gestiegen, die ersten Monate des Jahres hat das Wachstum einen wesentlichen Beitrag geleistet. Demgegenüber ist die Bauwirtschaft nach Angaben des Zentralverbandes der Deutschen Bauwirtschaft (ZDB) im Jahr 2021 um rund +0,5 % gewachsen und liegt damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Der positive Coronaeffekt in der Bauwirtschaft konnte im Geschäftsjahr 2021/2022 nicht durchgetragen werden, obwohl das Jahr erst noch mit sehr guten Monaten gestartet ist. Die späteren Versorgungsengpässe und die Preissteigerungen haben das Mengenwachstum deutlich eingeschränkt.

Das Geschäftsjahr 2021/2022 ist daher massiv durch externe Faktoren geprägt worden. Die massiven Verknappungen im Rohstoffmarkt, die nahezu alle Branchen betroffen haben, sind auch in der Baubranche sowie im Holzmarkt massiv eingeschlagen. Im Frühjahr/Sommer 2021 sind HDF- und MDF-Verfügbarkeiten eingebrochen, es folgten deutliche Einschränkungen im Bauholz und damit in Mittellagen für Parkett, gefolgt von Chemikalien (Melamin/Urea), Dekorpapieren als auch Verpackungsmaterial. Eine Verknappung treibt auch immer die Preisstellung - parallel dazu sind die Rohstoffpreise im z.T. hohen zweistelligen Prozentbereich nach oben nivelliert. Frachtkosten stiegen um das Mehrfache. Die Preiskurve zeigte über das Geschäftsjahr kontinuierlich steil nach oben. Zudem ist das Jahr weiterhin durch die Pandemie beeinflusst und gekennzeichnet. Das bedingt weitere Lockdowns in unterschiedlichen Ländern, zeitweise Einschränkungen in der POS-Frequenz im Einzelhandel sowie weiterhin Leistungsausfälle bei Mitarbeitern aufgrund von Infektionen oder sicherheitsbedingter Quarantänemaßnahmen.

Im Februar 2022 eskalierte zudem der Konflikt in der Ukraine. Der Kriegsausbruch schränkte die Rohmaterialversorgung im Holzbereich massiv ein. Die Ukraine deckt ca. 35 % der benötigten Holzprodukte in Europa ab, gerade bei der Holzart Eiche ist die Ukraine ein Hauptversorgungsland. Handelsembargos gegenüber Russland und Belarus haben die Versorgung weiter verschärft.

Für PARADOR war das oberste Ziel, die Liquidität stabil zu halten, da die Bestände aufgrund der Preissteigerung und entsprechender Bewertung massiv gestiegen sind und zusätzlich Working Capital beanspruchte. Dazu war es notwendig, die Wertschöpfungskette aufrecht zu erhalten und die Rohstoffpreiserhöhungen schnellstmöglich an den Markt weiterzugeben.

In Europa konnte mit +4 % in Summe eine Umsatzsteigerung zum Vorjahr erzielt werden, wenngleich sich dieses sehr unterschiedlich über die Absatzländer verteilt hat. Südeuropa, hier mit Spanien als dem größten Absatzmarkt, konnte mit +30 % den stärksten Zuwachs generieren. Es folgen Osteuropa mit +17 %, Nordeuropa mit +10 % und Westeuropa mit +7 %.

Die Überseemärkte, welche sehr stark vom Projektgeschäft geprägt sind, konnten sich nach dem Pandemiejahr wieder ein Stück weit erholen. Amerika konnte damit zum Vorjahr mit +69 % wachsen, Asien mit + 15 % und Ozeanien mit + 9 %.

Ein sich fortsetzender Trend in Europa ist weiterhin bei den elastischen Böden (Designböden), wie Vinylböden und Böden auf Polypropylen- und Polyurethan-Basis gegeben. Authentische Holzoptik und -strukturen punkten bei dieser Produktgruppe. Die Designböden werden mit hoher Wasserbeständigkeit bzw. auch Wasserfestigkeit mittlerweile zu einer verlegefreundlichen Alternative zu Keramik. Bei Modular One, der erfolgreichsten Produktgruppe bei nachhaltigen Designböden bei PARADOR, konnte dadurch ein gutes Wachstum erzielt werden (+5 %), trotz deutlicher Verfügbarkeitseinschränkungen in den Sommermonaten 2021. Bei den Vinylböden konnte das Umsatzvolumen vom Vorjahr ebenso gesteigert werden (+5 %). Die Produktgruppe Laminat hingegen hat leider leicht verloren (-2 %), hier werden am deutlichsten die Verfügbarkeitseinschränkungen im HDF sichtbar. Die Produktgruppe Parkett ist mit einem Zuwachs von +17 % zum Vorjahr am erfolgreichsten gewesen und konnte das erzielte Gesamtwachstum unterstützen. Neben parkettstarken Ländern wie Schweiz, Dänemark und Schweden, sind auch über die Projektumsätze in Nordamerika und China Zuwächse erzielt worden. Parkett ist gerade in bestimmten Sortierungen in der Oberfläche sehr gefragt, hier sprechen wir im Wesentlichen von Eiche Natur mit entsprechender geölter Deckschicht.

PARADOR zielt auf eine Politik ab, die durch die klare Marktausrichtung im Kundenportfolio auf das Premiumsegment fokussiert. Hier greifen unterstützend die Markenpositionierung von PARADOR sowie die Sortimentsausrichtung im mittleren und hochwertigen Bereich, die gerade in Zentraleuropa etabliert ist und für entsprechendes Vertrauen der Abnehmer sorgt. Langjährig gefestigte Kundenbeziehungen im In- und Ausland stabilisieren in volatilen Zeiten die geschäftlichen Aktivitäten.

Das definierte Geschäftsmodell von PARADOR wurde im Geschäftsjahr 2021/2022 weiter erfolgreich fortgesetzt - bestehende Märkte und Vertriebskanäle, gerade im Retailgeschäft in Europa und China, wurden weiter ausgebaut. Der Bereich e-Commerce, der durch die Onlineaktivitäten unserer Kunden sowie durch den Aufbau des eigenen Online-Brand-Stores in Deutschland und mittlerweile Österreich forciert wurde, hat einen Rückgang zum umsatzstarken Coronajahr erfahren (-28 %). Der Bereich DIY/Multiples, welches Baumärkte und größere Handelsketten umschreibt, hat sich weiterhin positiv entwickelt und zu einem Zuwachs von 4 % geführt. Das Projektgeschäft bietet ebenso weiteres Potenzial, was trotz der eingeschränkten Verfügbarkeiten um +29 % ausgebaut werden konnte. Der Vertriebskanal der Fachhändler hat mit +7 % ebenso positiv zum Umsatzzuwachs beigetragen. Die kooperierten Fachhändler sind im Umsatz stabil geblieben (+1 %).

Die Unternehmensstrategie, die auf Flexibilität in Fertigung und Logistik, auf Service, Online-Kompetenz und ein breit gefächertes, modernes Produktportfolio setzt, war gerade im vergangenen Geschäftsjahr eine wichtige Grundlage für den erzielten Geschäftserfolg. Gerade im letzten Quartal des Geschäftsjahres konnte damit ein hohes Umsatzvolumen von über EUR 55 Mio. erzielt werden, der März 2022 sticht da mit einem Bruttoumsatz von über EUR 22 Mio. explizit heraus.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen wir unseren Konzern steuern, sind Umsatz und Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Wir weisen darauf hin, dass uns nachstehende nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wichtig sind, allerdings werden sie derzeit nicht zur unmittelbaren Steuerung unseres Konzerns eingesetzt:

Arbeitssicherheit

Nachhaltigkeit (EMAS Zertifizierung, FSC zertifizierte Produkte)

Prozessstabilität (ISO 9001, 14001)

Markenbekanntheit, gestützt und ungestützt

2. Lage

2.1 Vermögenslage

Die wesentlichen immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten den sich aus der Erstkonsolidierung ergebenden Firmenwert von EUR 10,2 Mio., sowie die Marke "Parador" von EUR 4,75 Mio. Die im Geschäftsjahr getätigten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen summierten sich im Berichtszeitraum auf rd. EUR 8,3 Mio. Den Abschreibungen standen im Geschäftsjahr 2022 getätigte Investitionen von EUR 4,2 Mio. gegenüber, insbesondere zur Ausweitung der technischen Kapazitäten.

Die Vorräte betrugen zum Stichtag rd. EUR 43,5 Mio. Im Vergleich zum 31. März 2021 ergab sich ein Aufbau von ca. EUR 12,2 Mio. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen hat sich insbesondere aufgrund massiv gestiegener Rohstoffpreise um EUR 8,3 Mio. aufgebaut. Der Bestand an Halb- und Fertigerzeugnissen wurde um EUR 3,9 Mio. aufgebaut, dies ebenso aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise.

Das Vermögen der HIL International GmbH beträgt per 31. März 2022 rd. EUR 113,0 Mio. (VJ: EUR 116,8 Mio.). Es ist mit ca. 31,8 % (VJ: 34,8 %) durch Bankkredite und Gesellschafterdarlehen finanziert. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beläuft sich auf 36,2 % (VJ: 34,4 %). Bei Einschließen des nachrangigen Gesellschafterdarlehen über EUR 9,5 Mio. (VJ: EUR 9,5 Mio.), welchen wir eigenkapitalähnlichen Charakter zuschreiben, ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 44,6 % (VJ: 42,5 %) 1.

1 Berechnung Wirtschaftliches EK: ((Bilanzielles Eigenkapital EUR 40,9 Mio.+ Gesellschafterdarlehen EUR 9,5 Mio.) / Bilanzsumme EUR 113,02 Mio.) x 100 = 44,61 %

2.2 Finanzlage

Die Umsatzfinanzierung erfolgt im Wesentlichen über offenes/echtes Factoring. Zum Stichtag wurde eine Linie von EUR 17,6 Mio. in Anspruch genommen.

Die Bankverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf EUR 26,5 Mio. (VJ: EUR 31,2 Mio.). Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von EUR 8,3 Mio. beinhalten ein jährlich revolvierendes Darlehen in Höhe von EUR 4,0 Mio. sowie planmäßige Tilgungen. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden zusätzlich zu den regulären Tilgungen über EUR 4,3 Mio. weitere außerordentliche Tilgungen über EUR 0,6 Mio. geleistet. Es gibt eine weitere Kontokorrentlinie in Höhe von EUR 3,0 Mio., welche per Stichtag nicht in Anspruch genommen wurde.

Der Free Cashflow (= zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds) beläuft sich im Geschäftsjahr 2021/22 auf EUR -7,77 Mio.

Der Verschuldungsgrad beläuft sich 1,67 2 (VJ: 0,96).

2 Berechnung Verschuldungsgrad: (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 26,49 Mio. + gegebener Bankgarantien über EUR 0,6 Mio. ./. liquider Mittel EUR 5,68 Mio.) / EBITDA EUR 12,84 Mio. = 1,67

Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gewährleistet.

2.3 Ertragslage

Der Bruttoumsatz (Umsatz vor Rabatten und Skonti), der im Geschäftsjahr mit EUR 191,6 Mio. erzielt wurde, hat damit das Vorjahr, welches mit EUR 183,7 Mio. abgeschlossen wurde, um 7,9 Mio. Euro übertroffen, was ein Wachstum von 4,3 % bedeutet. Die netto Umsätze sind mit EUR 177,7 Mio. um 5 % gegenüber dem Vorjahr (EUR 169,2 Mio.) gestiegen.

Der Umsatz von PARADOR-Produkten erfolgte im Geschäftsjahr mit folgenden regionalen Anteilen: 47,7 % in Deutschland, 45,3 % im übrigen Europa und 7 % in Überseemärkten.

Europa konnte sich mit einem Plus von 4,0 % (+ 6,5 Mio. Euro) zu Vorjahr behaupten, hier sind als starke Wachstumsländer Spanien, Schweiz und Österreich zu nennen. Deutschland hat einen leichten Rückgang von - 3,0 % erzielt, was ein Minus von 3,3 Mio. Euro bedeutet. Die Versorgungsengpässe in den Sommermonaten 2021 sind der wesentliche Grund dafür. In Übersee konnte ein Plus in Höhe von + 2,4 Mio. Euro erzielt werden, hier sind Amerika und Asien als Wachstumsmärkte zu nennen.

Zum Wachstum beigetragen haben im Wesentlichen die Vertriebskanäle Commercial (Projektgeschäft), DIY/Multiples (Baumärkte und Fachhandelsketten) sowie die Fachhändler inkl. Verbände. Der Bereich der Performance Partner wurde neu etabliert und im GJ 2021/2022 aufgebaut.

Das deutlichste Wachstum in den Produktgruppen konnte im Bereich Parkett mit einem Zuwachs von +17 % zum Vorjahr (+7,5 Mio. Euro) erzielt werden. Im Bereich der elastischen Böden konnte bei Modular One ein Plus zum Vorjahr in Höhe von 5 % (+ 1,5 Mio. Euro) und bei Vinyl ein Plus von 5 % (2,0 Mio. Euro) erzielt werden. In der Produktgruppe Laminat musste ein Rückgang von -2 % (0,8 Mio. Euro) verzeichnet werden, hier schlägt am massivsten der Versorgungsengpass von HDF-Platten zu. Dieser war auch bei Vinyl (Designböden) zu spüren, trotzdem konnte man dank SPC-Bodenbelägen die Produktgruppe auf stabilem Umsatzniveau zum Vorjahr halten.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 konnte ein EBIT (Position 13 zuzüglich Positionen 11 und 12 der Gewinn- und Verlustrechnung) i. H. v. EUR 4,7 Mio. und ein EBITDA (Position 13 zuzüglich Positionen 11, 12 und 7 der Gewinn- und Verlustrechnung, abzüglich der Positionen 9 und 10) von EUR 12,84 Mio. erzielt werden.

3. Personalbereich

Im Personalbereich lag der Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2021/22 weiterhin bei der Umsetzung und Einhaltung von Corona-Gesetzen und Einrichtung entsprechender Schutzmaßnahmen. Dabei wurden Maßnahmen über die gesetzlichen Regelungen hinaus dauerhaft eingeführt (zum Beispiel Verfahrensanweisungen und Luftreinigungsgeräte). Die Einführung weitere digitaler Kommunikationslösungen und mobiler Anwendungen haben dazu geführt, dass PARADOR operativ durchgängig handlungsfähig blieb. 47 neue Mitarbeiter sind im Geschäftsjahr 2021/2022 in die Gesellschaft eingetreten. Es waren im Durchschnitt 570 Mitarbeiter (inklusive Leiharbeitnehmer und Auszubildende) im Konzern beschäftigt (VJ: 570 Mitarbeiter), wobei hiervon 436 Mitarbeiter am Standort Coesfeld und 134 Mitarbeiter am Standort in Güssing tätig waren. Um den Auswirkungen des demografischen Wandels entgegenzuwirken und den zukünftigen Fachkräftebedarf zu bedienen, wurde das Ausbildungsangebot ausgeweitet (Prozesstechniker-/in und Kauffrau-/mann für e-Commerce) und das Angebot zum Abschluss von Altersteilzeitverträgen fortgeführt.

Weiterhin wurden zur Sicherung des Unternehmens das Gesundheitsmanagement weiterentwickelt und operative Personalprozesse im Bereich Abrechnung und Zeiterfassung optimiert und stabilisiert.

4. Gesamtaussage

Aus Sicht der Geschäftsführung stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zufriedenstellend dar. Die Nettoumsatzerlöse sind zum Vorjahr von EUR 169,2 Mio. auf EUR 177,7 Mio. um 5,0 % gestiegen und lagen dabei leicht über dem Planwert. Das EBITDA (EUR 12,8 Mio.) ist zum Vorjahr (EUR 19,1 Mio.) stark gesunken und liegt unter dem Budgetwert. Aufgrund der negativen externen Einflüsse, besonders im zweiten und dritten Quartal des Jahres, ist das Ergebnis als zufriedenstellend zu bezeichnen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen- und Risikobericht

Die Chancen und Risiken werden in abnehmender Bedeutung erläutert.

Chancen

Als Ausdruck von Hochwertigkeit und Kreativität setzen Böden von PARADOR Maßstäbe. Dem Anspruch verpflichtet, Trends nicht nur zu erspüren, sondern zu setzen, entwickeln wir immer wieder neue Böden, die die Grenzen der Gestaltung verschieben. PARADOR setzt dabei sowohl auf ein erfahrenes und mehrfach ausgezeichnetes Team von Inhouse-Designern als auch auf Kooperationen mit namhaften Designern und Architekten unserer Zeit. So entstehen immer wieder Böden, die ihresgleichen suchen. Hierfür wurde PARADOR schon mehrfach mit internationalen Design-Preisen wie dem red dot Award, dem German Design Award, dem European Design Award, dem Good Design Award, dem Iconic Award oder dem iF Award gekrönt.

PARADOR nutzt dieses Potenzial, der starken und bekannten Marke, attraktive Vertriebskanäle, wie Performance Partner, e-Commerce oder Commercial, weiter auszubauen und zu forcieren. Dieses schafft zusätzliche Opportunitäten in bestehenden Strukturen.

Weiterhin bauen wir unsere Position in Regionen und Ländern aus, zu denen bereits erste Kundenkontakte existieren. Dieses Potenzial werden wir für zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten nutzen.

Die Bauwirtschaft wird aktuell durch Preiserhöhungen und steigende Finanzierungszinsen geprägt, dieses vermag potenzielle Bauträger und Bauherren noch zu schnellen und vorgezogenen Vertragsabschlüssen treiben und könnte damit den Hausbau noch kurzfristig stimulieren.

Durch ein breiteres Lieferantenportfolio in den wichtigsten Warengruppen, abgesichert durch teilweise langfristige Verträge, erzielen wir bessere Verfügbarkeiten und Wettbewerbsvorteile.

Unsere Produkte werden regelmäßig von unabhängigen Instituten auf ihre Qualitätsmerkmale und ihre Umweltverträglichkeit hin geprüft. Im Frühjahr 2020 erfolgte die Einführung der international anerkannten Qualitätsmanagement-Norm nach DIN EN ISO 9001.

ISO 9001 ist eine Qualitätsmanagement-Norm, die sicherstellen soll, dass ein Unternehmen alles tut, um gute Produkte herzustellen oder eine gute Dienstleistung zu erbringen. Die Norm zeigt auch, dass ein Unternehmen international anerkannte Qualitätsmanagement-Prinzipien befolgt und sein Handeln messbar und vergleichbar macht.

Risiken

Die politischen und wirtschaftlichen schwierigen Rahmenbedingungen, zuletzt getrieben durch den Kriegsausbruch in der Ukraine, schüren aktuell Verunsicherungen in Europa und auch in der Welt. Absatz- als auch Einkaufsmärkte in Osteuropa werden schwerer zugänglich. Weitere Preissteigerungen, insbesondere auch aufgrund des Handelsembargos und der Energiepreissteigerung, sind nicht auszuschließen.

Sollten die Beschaffungspreise weiter steigen, bedingt das Preisanpassungen zum Markt, die sehr proaktiv und kurzfristig umzusetzen sind. Hier sind entsprechende Maßnahmen und Routinen aufgebaut worden, die ein schnelles und professionelles Umsetzen der Preisanpassungen zu den Kunden möglich macht.

Die Investitionsbereitschaft von Konsumenten sinkt durch die hohe Inflation in vielen europäischen Ländern. Dieses könnte zu Kaufkraftverlust führen und den Konsum insbesondere auch im Renovierungssektor hemmen oder zu einer Verschiebung zu preisgünstigeren Sortimenten führen.

Die Corona-Pandemie greift weiterhin in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehen ein, auch hier werden wir weiter an unseren etablierten Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen festhalten. Einschränkungen in den Reisemöglichkeiten werden durch alternative Kommunikationswege zu den Kunden ausgeglichen, dazu wurde z.B. ein digitales Videostudio zur Präsentation der Produkte eingerichtet.

Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich mögliche Folgen eintretender Risiken in Grenzen halten bzw. ganz ausgeschlossen werden. Deren Umfang wird laufend geprüft und bei Bedarf angepasst. Um dem Risiko aus steigenden Zinsen Rechnung zu tragen, wird eine Zinsabsicherung abgeschlossen.

Um möglichen Risiken aus steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen begegnen zu können, werden Entscheidungen sowie die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf rechtliche Beratung und externe Berater gestützt.

2. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wird laut einschlägiger Institute ein leichter Anlauf der Konjunktur erwartet. PARADOR hat eine Planung für das neue Geschäftsjahr aufgesetzt, ist allerdings im Rahmen der aktuellen Rohstoffversorgungsprobleme, gerade im Bereich Holzwerkstoffe sowie Rohholz für Parkett, mit starken Herausforderungen belegt.

Als Konsequenz daraus wurden erste Preiserhöhungen erfolgreich umgesetzt, weitere werden regelmäßig geprüft und nach Bedarf ausgesteuert. Die Perspektive in der Rohstoffversorgung ist ebenso schwierig einzuschätzen, da der Beschaffungsmarkt derzeitig höchst volatil agiert und kurzfristige Verschiebungen in Mengen möglich sind.

Trotz oben genannter Herausforderungen erwarten wir im Umsatz eine leichte Steigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2021/2022. Im EBITDA rechnen wir ebenfalls mit einer leichten Steigerung zum Vorjahr. Diese Einschätzung wird durch den zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung sehr hohen Auftragsbestand gestützt.

Neben der Preiserhöhung unserer Produkte umfasst der weitere Maßnahmenkatalog je nach Bedarf auch die Bereiche Personal, Kreditoren, Working Capital, Investitionen und Kosten. Je nach weiterer Entwicklung werden kurzfristig notwendige Maßnahmen umgesetzt, um die Liquidität der Gesellschaft zu schonen.

Aktive Messeteilnahmen seitens PARADOR, national oder auch international, werden von der Pandemielage abhängig gemacht und ist je Region/Land individuell und eher kurzfristig zu entscheiden. Das im letzten Geschäftsjahr etablierte "digitale Kundenstudio" hat gute Erfolge erzielt bei Produkteinführungen und dient weiterhin der Pflege von Kundenkontakten.

PARADOR ist mit seiner Markenbekanntheit, den attraktiven Produkten und einem breiten Portfolio, flexibel aufgestellt und in der Lage, die Möglichkeiten im deutschen und in den internationalen Märkten zu nutzen.

Alle getroffenen und entschiedenen Maßnahmen sind ausgerichtet auf Ertrags- und Liquiditätssicherung.

 

Düsseldorf, den 11. Juli 2022

HIL International GmbH

Die Geschäftsführung

Dhirup Roy Choudhary, Geschäftsführer

Dr. Stephan Degmair, Geschäftsführer

Dr. Bettina Wawretschek, Geschäftsführerin

Dr. Sahay Arvind, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HIL International GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HIL International GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HIL International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 11. Juli 2022

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