inSyca Assets & Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eirini Eleftheria Psariai seit 26.1.2023 | Prokura |
Alexandros Chatzopoulos seit 16.12.2008 | Prokura |
Anastasios Papadopoulos seit 16.12.2008 | Geschäftsführer |
Georgios Korinthias seit 16.12.2008 | Prokura |
Georgios Sextos seit 16.12.2008 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.11% | |
| 18.75% | |
A********* P*********** | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EXPA-Frucht GmbHOttobrunnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens 1. Organisatorische Struktur des Unternehmens Die Tätigkeit der EXPA-Frucht GmbH erstreckt sich vom Import über Lagerung bis hin zum Vertrieb von frischen Obst- und Gemüseprodukten, vornehmlich an den organisierten deutschen LEH, also die sogenannten "Ketten". Es gibt auch Lieferungen in das europäische Ausland. Die wichtigsten Einkaufsländer sind: Griechenland und Türkei. Andere Länder wie z. B. Spanien oder Italien sichern das Sortiment ab oder ergänzen es. 2. Produkte Mit einem attraktiven, hochwertigen Warenangebot im Obst und Gemüse Frischfrucht Segment sehen wir uns hervorragend aufgestellt. Die wichtigsten Warengruppen sind Steinobst (speziell Kirschen), Erdbeeren, Kiwi, Trauben, und Spargel, weitere wie z. B. Granatäpfel, Paprika, Clementinen und Aprikosen runden das Sortiment ab. Unser qualitativ hochwertiges Produktportfolio ermöglichte den weiteren Ausbau strategischer Partnerschaften im nationalen und internationalen Markt. Auf Grundlage guter und enger Beziehungen zu professionellen und leistungsfähigen Produzenten haben wir den Finger am Puls der Produktion, sprich: wir beschaffen ersthändig und verbessern somit kontinuierlich die Wertschöpfung. Die enge Anbindung an die Primärproduktion ermöglicht uns Gestaltungsspielraum bis hin zur Anbauplanung auf Basis von Kundenanforderungen, womit wir die Marktanforderungen nach mehr Frische und Nachhaltigkeit ganzjährig noch besser bedienen können. Auch hinsichtlich Produktlegalität (Lebensmittelsicherheit, Produktschutz, Lebensmittelbetrug) erreichen wir durch ersthändigen Einkauf und unmittelbare Kontrollmöglichkeiten ein sehr hohes Level. 3. Absatzmärkte Aufgrund der kundenseitigen Oligopol-Stellung im Markt (Lebensmitteleinzelhandel Discounter) und der inkongruenten Anzahl von Dienstleistern und Handelspartnern in den vorgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette setzt sich der enorme Margendruck und Preiskampf unverändert fort. Die Marktbereinigung ist weiterhin in vollem Gange und führt aufgrund des Preisdrucks zu einem sehr angespannten Handelsumfeld. Die Europäisierung des Marktes schreitet weiter voran, auch durch die Globalisierung des Absatzes unserer Provenienzen. In temporär unglücklicher Paarung mit witterungsbedingten Ausfällen, kam es im Berichtszeitraum teilweise zur Verknappung von Ware und damit einhergehend zu deutlich höheren Einstands- und folglich auch Verbraucherpreisen. Dem Trend der Direktbeschaffung durch den Lebensmitteleinzelhandel konnte im Berichtszeitraum durch enge Erzeugerbindung und erfolgreiche Akquise in diesem Bereich sowie hohes Servicepotenzial in allen Geschäftsbereichen entgegengewirkt werden. Die Nachfrage bzgl. frischem Obst & Gemüse aus hinreichend zertifizierter Produktion - auch unsere Provenienzen betreffend - ist in den vergangenen Jahren rasant angestiegen. Soziale Aspekte, Produktschutz und -legalität sowie Nachhaltigkeitskonzepte sind unverändert von Verbraucherschutzorganisationen und dem organisierten LEH zum zentralen Thema in der Vermarktung von Obst & Gemüse avanciert. Zunehmenden Ausmaßes kommen warenbegleitende Aspekte wie Nachhaltigkeit entlang der gesamten Prozesskette sowie Müllvermeidung und Recyclingfähigkeit von Verpackungen ins Spiel und prägen die Kaufentscheidung des organisierten LEH. Auch mittels proaktiver Unterstützung und Einflussnahme sind wir und unsere strategischen Lieferanten hierzu für die Zukunft gut aufgestellt. 4. Externe Einflussfaktoren für das Geschäft Die externen Einflussfaktoren sehen wir im Wesentlichen im Strukturwandel des Beschaffungsmarktes, sowie dem Lebensmitteleinzelhandel, gepaart mit einem im Vergleich zur Vergangenheit stark gestiegenen Konsumentenbewusstsein nach Bio- und qualitativ hochwertigen Produkten. Leider hat der BIO-Sektor einen Dämpfer bekommen aufgrund stark gestiegener Lebenshaltungskosten, die gerade niedrige Einkommensschichten davon abhielten, wie gewohnt bei BIO zuzugreifen. Die bei den meisten Artikeln deutlich höheren Verbraucherpreise im Vergleich zu den beiden Vorjahren führten folglich zu einer Wanderung vom BIO zum konventionellen Regal und dort meist im Run auf preisgünstige Sonderangebote. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedinqunaen Branchensituation und unsere Position in diesem Umfeld Das Brutto-Inlandsprodukt im Jahr 2023 ist weiterhin geprägt vom Krieg in der Ukraine sowie extremen Preissteigerungen, die alle Anspruchsgruppen des Markts hinnehmen mussten. Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist da Brutto-Inlandsprodukt in Deutschland um 0,3 % gesunken. In der europäischen Union erhöhte sich das Brutto-Inlandsprodukt leicht um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die privaten Ausgaben für Nahrungsmittel sind in den letzten Jahren trotz der Krisensituationen kontinuierlich angestiegen. Diese Entwicklung unterstreicht, dass die Obst- und Gemüsebranche weniger als der Gesamtmarkt von der konjunkturellen Entwicklung abhängig ist und die Nachfrage nach Obst- und Gemüseprodukten in diesem Kontext eine untergeordnete Bedeutung hat. Da seit jeher unsere Beschaffung weder direkt noch indirekt auf die Gastronomie oder C&C Schiene, sondern auf den privaten Konsum via organisiertem LEH ausgerichtet ist, hatten wir erst einmal gute Voraussetzungen, am weiteren Wachstum dieses gewaltigen Marktsegments teilzuhaben. Leider jedoch erfüllte sich diese Chance in 2023 nicht, da längere Phasen schlechten Wetters bis hin zu starken Unwettern, Hagel und Staunässe in unseren griechischen Hauptanbaugebieten sich ungünstig auf Exportmengen und -qualitäten auswirkten. Es gab zwar oftmals höhere Preise, welche die Ausfälle jedoch finanziell nicht ausgleichen oder abfedern können, da in anderen Ländern, z. B. im westlichen Mittelmeerraum, wo wir weniger aktiv sind, annähernd normale Ernteverläufe gemeldet worden sind und der Markt hinreichend bedient werden konnte. Ergo: wir mussten gegenüber dem Vorjahr Umsatzverluste hinnehmen. Aufgrund der im europäischen Vergleich höheren Kaufkraft geben die deutschen Verbraucher einen geringeren Teil ihres Einkommens für Lebensmittel aus als jene in anderen EU Ländern. Zudem ist der deutsche Markt sehr preisaggressiv. Allerdings ist auch ein Teil der Verbraucher bereit, für nachhaltige oder ökologische Produkte höhere Preise zu bezahlen, ausgenommen wie oben beschrieben einkommensschwache Verbraucher. Der europäische Strukturwandel wird auch unsere Branche weiter beschäftigen. Der Prozess der Globalisierung wird die Konzentration bei Erzeugern auf immer größere Produktionsflächen oder mittels Erzeugerzusammenschlüssen vorantreiben, wie auch der europäische Lebensmitteleinzelhandel sich diesem Konsolidierungsprozess nicht entziehen kann. Es gibt Anzeichen, dass der Klimawandel direkt oder indirekt zur Verknappung von Ware führt und Kaufanfragen oder attraktive Bieterangebote auch an unsere Lieferanten gelangen, denen wir und somit auch der deutsche LEH sich stellen müssen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Lebenshaltungskosten in den nächsten Jahren sinken; Überproduktionen in unserem Warensegment werden aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels eher kaum eintreten; Warennebenkosten werden weiter steigen. Folglich sehen wir dauerhaft ungewohnt hohe Preise für frisches Obst & Gemüse. Strategische Partnerschaften in der Warenbeschaffung wie auch in der kundenseitigen Ausrichtung werden die Grundlage für weiteres organisches Wachstum sein. Nachhaltigkeit und hohes Qualitätsbewusstsein seitens eines Teils der Endkonsumenten werden eine weitere Intensivierung der strategischen Partnerschaften zwischen Serviceprovidern, Erzeugern/Produzenten und dem Kunden erforderlich machen. Strategische Nachhaltigkeitsprojekte untermauern die Verpflichtung eines sinnvollen Umgangs mit Ressourcen und können somit wichtige Impulse zur langfristigen Anpassung der Produzenten und Erzeuger geben, um ökologischem wie auch rentablem Warenanbau und effizienter Vermarktung gerecht zu werden. Die EXPA-Frucht GmbH als ein KMU ist derzeit noch nicht gesetzlich verpflichtet, gemäß LkSG-Daten zu erheben und zu veröffentlichen. Als Vorlieferant von größeren Unternehmen sind wir jedoch dazu angehalten, jedoch auch aus eigener Überzeugung heraus, haben wir ein Nachhaltigkeitskonzept entwickelt sowie uns Klimaziele für die gesamte Beschaffungskette gesetzt und sind in beiden Belangen per Berichtsjahr 2023 "gut unterwegs". Wir wollen unser Emissionsziel 2030 nicht durch Zukauf von Umwelt-Zertifikaten erreichen, sondern durch kluge Entscheidungen im Warengeschäft sowie Nutzung von Innovationen bzw. technisch gegebener Möglichkeiten zum Einsparen von Ressourcen. Diesbezüglich sind uns persönliches Engagement aller Mitarbeiter im Unternehmen sehr wichtig. 2. Geschäftsverlauf Der Gesamtumsatz der EXPA-Frucht GmbH belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf rd. 59 Mio EUR und liegt somit um unter dem Vorjahresumsatz (rd. 71 Mio EUR). Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf witterungsbedingt geringere Exportmengen und -qualitäten zurückzuführen. Die höheren Preise zum Vorjahr konnten das nicht auffangen. Der Wegfall eines Großkunden Mitte des Jahres konnte durch Umsatzsteigerungen bei anderen Großkunden nur teilweise kompensiert werden. 3. Vermögenslage Die Verminderung der Bilanzsumme unseres Unternehmens um TEUR 4.004 von TEUR 12.327 auf TEUR 8.323 ist im Wesentlichen auf die Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 3.045 (Vorjahr TEUR 4.877) und der flüssigen Mittel auf TEUR 1.020 (Vorjahr 5.127) bei gleichzeitiger Erhöhung der Vorräte auf TEUR 3.244 (Vorjahr 1.838) und der sonstigen Vermögensgegenstände auf TEUR 899 (Vorjahr TEUR 393) verursacht. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um TEUR 2.611 von TEUR 6.630 auf TEUR 4.019 vermindert. Ursächlich ist die erfolgte Gewinnausschüttung von TEUR 3.370 sowie das positive Jahresergebnis von TEUR 759. Des Weiteren sind die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 797 vermindert. Hierbei haben sich die Steuerrückstellungen um TEUR 285 und die sonstigen Rückstellungen um TEUR 512 vermindert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben sich auf TEUR 2.574 (Vorjahr TEUR 3.907) vermindert wie auch sonstigen Verbindlichkeiten auf TEUR 118 (Vorjahr 351). Demgegenüber haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern auf TEUR 966 (Vorjahr TEUR 0) erhöht. 4. Finanzlage Kapitalstruktur Unsere Kapitalstruktur stellt sich zum Abschlussstichtag als angemessen für die Größe unseres Unternehmens dar. Die Eigenkapitalquote verminderte sich auf Basis der veränderten Bilanzsumme auf 48,3 v.H. (Vorjahr 53,8 v.H.) Das Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2023 nur geringfügige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 5). Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 haben wir Investitionen in Höhe von insgesamt TEUR 23 getätigt, bei denen es sich im Wesentlichen um diverse Ersatzinvestitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt und Kosten für die Fertigstellung für die neue Homepage. Mittels unserer festen und mobilen Hard- und Software, in die wir in den letzten Jahren laufend investiert haben, sehen wir uns für 2024/2025 gut aufgestellt und es besteht somit kein akuter Handlungsbedarf, abgesehen von Ersatz für defekte Geräte sowie weiterer Software zum anstehenden elektronischen Datenaustausch mit Kunden. Liquidität Die liquiden Mittel verminderten sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.020 (Vorjahr TEUR 5.127). Während des Geschäftsjahres konnten kurzfristige Fremdverbindlichkeiten zu jeder Zeit aus den liquiden Mitteln sowie kurzfristig fällig werdenden Kundenforderungen und sonstigen Vermögensgegenständen gedeckt werden. Unser Unternehmen verfügt über ausreichend Liquidität, um seinen finanziellen Verpflichtungen vollständig aus eigener Kraft nachzukommen. Der im Geschäftsjahr 2023 von uns erwirtschaftete operative Cash-Flow von TEUR -714 hat unsere Liquiditätslage negativ beeinflusst. Leasing wurde als außerbilanzielles Finanzierungsinstrument eingesetzt. Der Aufwand für Leasing belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 88. Im Geschäftsjahr 2023 konnten sämtliche finanziellen Verpflichtungen jederzeit vollumfänglich bedient werden. 5. Ertragslage im Jahr 2023 lag der Umsatz mit TEUR 59.140 um TEUR 11.795 unter dem Vorjahresniveau von TEUR 70.935. Der Materialaufwand verminderte sich hierbei von TEUR 55.295 um TEUR 6.617 auf TEUR 48.678. Dies entspricht einer erhöhten Materialaufwandsquote von 82,3 % (Vorjahr 78,0 %). Unser Ergebnis vor Ertragssteuern verminderte sich um TEUR 2.224 auf TEUR 1.055 (Vorjahr TEUR 3.279). Negativ ausgewirkt hat sich hierbei die Verminderung des Rohertrages um TEUR 5.178 auf TEUR 10.462 (Vorjahr TEUR 15.640). Hierbei haben sich die Personalaufwendungen um TEUR 455 auf TEUR 2.385 (Vorjahr TEUR 2.840) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 2.618 auf TEUR 6.991 (Vorjahr TEUR 9.609) vermindert. Die sonstigen Steuern betragen TEUR 2 (Vorjahr TEUR -102). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag haben sich um TEUR 613 auf TEUR 296 (Vorjahr TEUR 909) vermindert. Das positive Jahresergebnis verschlechterte sich danach um TEUR 1.611 auf TEUR 759 (Vorjahr TEUR 2.370). Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich die durchschnittliche Zahl unserer Mitarbeiter von 18 auf 19 Mitarbeiter. Unsere Vermögensstruktur stellt sich zum Abschlussstichtag als angemessen für die Größe unseres Unternehmens dar. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt gesichert. Die Finanzlage unseres Unternehmens kann als sehr gut bezeichnet werden. In diesem Zusammenhang werden wir auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Auch die Ertragslage stellt sich weiterhin als stabil dar. 6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Einen wesentlichen Bestandteil unseres Erfolgs stellt nach wie vor unsere Belegschaft mit ihrem Know-how, ihrer Leistungsbereitschaft, ihrer Identifikation mit dem Unternehmen und ihrem Engagement dar. Dies zeigt sich insbesondere durch eine überdurchschnittlich lange Betriebszugehörigkeit sowie einer niedrigen Fluktuationsrate und einem bemerkenswert niedrigen Krankenstand. Ein wichtiger Garant für unseren Unternehmenserfolg ist das Qualitätsmanagement mit dem Kernstück Lebensmittelsicherheit. Damit stellen wir sicher, dass von Produkten und Verpackungen, die wir in Verkehr bringen, keinerlei Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher ausgeht und uns somit die Kunden auch weiterhin Ihr Vertrauen schenken. Deshalb setzen wir zunehmenden Maßes bei all unseren Bemühungen den Fokus auf Prävention und nicht auf Reaktion im Problemfall. Wir unterhalten aufwendige und engmaschige Monitorings zu Lieferanten, Produkten, Verpackungen, Pflanzenschutzmittelrückständen und anderen Themen mehr auf Basis gesetzlicher Anforderungen, Kundenspezifikationen und Vorgaben der für uns zutreffenden Standards IFS Global G.A.P. CoC und der EU ÖKO Verordnung. Im Punkt Nachhaltigkeit sind wir hinsichtlich gesetzlicher und Großkunden spezifischer Anforderungen geschult und gut gerüstet. Wir haben uns Emissionsziele gesetzt und unsere Nachhaltigkeitsstrategie deckt das gesamte Geschäftsumfeld ab. Gleich welcher Kunde an uns herantreten sollte und ob seiner Verpflichtungen aus dem LkSG Daten von uns benötigt, dafür steht die Struktur. Wir sind also auch da für die Zukunft gut gerüstet. Die vorstehenden Leistungsindikatoren werden ebenso zur Realisierung der geplanten Geschäftsziele 2024 beitragen. 7. Verqleich der Prognosen der Vorperioden Das Geschäftsjahr 2023 war wie auch im Vorjahr größtenteils geprägt durch witterungsbedingt ungünstige Rahmenbedingungen im südöstlichen Mittelmeerraum, also den Hauptbeschaffungsgebieten unseres Unternehmens, beginnend im Frühjahr mit lokal intensiven Regenfällen, Hagel und Staunässe, was sowohl der Erntemenge als auch der Widerstandsfähigkeit von Gehölzen und dem storelife der Früchte nicht zuträglich war. Es gab in Griechenland schlichtweg bei mehreren Produkten weniger exportfähige Ware als im Vorjahr. Der bereits aufgrund der Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2023 in unserer Prognose für das Jahr 2023 erwartete Umsatz- und Ergebnisrückgang hat sich bestätigt. In Bezug auf die Finanz-, Vermögens-, und Ertragslage zeigte sich dennoch weiterhin ein stabiles Bild. C. Risiko- Chancen- und Prognosebericht 1. Darstelluni.; der wesentlichen Risiken Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken ist eine Grundvoraussetzung für unseren nachhaltigen Erfolg. Die Steuerung unserer Aktivitäten folgt konsequent den Vorgaben eines umfassenden Risikomanagement-Systems. Unternehmerisches Handeln vollzieht sich im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken. Nachfolgend erläutern wir die Risiken, denen die EXPA-Frucht GmbH aufgrund ihrer unternehmerischen Tätigkeit ausgesetzt ist. Die Risiken sind dabei hinsichtlich ihrer Bedeutung, welche auf Basis von Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt wird, in absteigender Reihenfolge aufgeführt. Kundenrisiken Das Kundenrisiko ist beherrschbar, da wir in Deutschland relativ breit aufgestellt sind und in anderen europäischen Ländern Chancen sehen, unser Warengeschäft auszubauen. Unabdingbar bleibt es auch weiterhin, den mit der Breite und Tiefe des Warengeschäfts einhergehenden höheren Administrations-, Schulungs- und Personalbedarf kurz-, mittel- und langfristig abzusichern. Individuelle Anforderungen zu IT oder Nachhaltigkeit bedürfen ebenso proaktiver Vorbereitung für den Bedarfsfall. Marktrisiken Als wesentliche Marktrisiken werden die im Nachfolgenden aufgelisteten Trends in der Vermarktung von Obst und Gemüse im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) eingeordnet: • Convenience: für uns eher nicht relevant • Gesundheit (Anbau aus integriert kontrollierter Produktion): als EK Voraussetzung • Nachhaltigkeit: als Bestandteil unserer Leitlinien und Unternehmenspolitik • Regionalität: für uns eher nichtzutreffend Die Risiken daraus bestehen im Wesentlichen in potenzieller Fehleinschätzung der obigen Trends und somit einhergehenden Umsatz- und Marktanteilsverlusten. Die Konsumenten wenden sich vermehrt Qualitätsprodukten zu. Qualität und Produktsicherheit spielen daher mehr denn je eine zentrale Rolle und haben weitreichende Folgen für Hersteller und Handel bei Enttäuschung des Konsumenten. Sowohl die Einkommensverbesserungen in den Schwellenländern als auch ein Wachstum der Bevölkerung wird weltweit eine Nachfrageerhöhung nach Obst und Gemüse generieren. Produktionsüberkapazitäten werden sich zunehmend reduzieren, was durch den Klimawandel eher noch an Drive gewinnt. Es ist damit zu rechnen, dass einzelne Warengruppen knapp und teuer werden, was auch Grundnahrungsmittel treffen kann. Tendenziell werden sich Bioprodukte stabilisieren, obwohl wir uns derzeit in Deutschland in einer Nachfragedelle befinden aufgrund hoher finanzieller Belastungen seit der Energiewende und dem Ukrainekrieg. Der Convenience-Bereich hat großes Marktpotential, spielt jedoch momentan in unserem Geschäftsmodell eine untergeordnete Rolle, mit Ausnahme von griechischen Granatapfelkernen. Wir haben dieses Segment kontinuierlich als Ganzjahresgeschäft ausgebaut mittels Rohwarenimport aus Ubersee und Belieferung des Herstellers unserer Convenience Ware. Produkte aus regionalem Anbau nehmen in der Verbrauchergunst immer mehr zu, was erst einmal nicht für unsere Herkunftsländer spricht. Die Inlandsproduktion in Deutschland reicht saisonbedingt jedoch nicht aus, den Markt ganzjährig mit hochwertigen Produkten zu versorgen, was uns weiterhin Basispotential, aber auch Einstiegsmöglichkeiten eröffnet. Aufgrund nicht auszuschließender temporärer und partieller Angebotsverknappungen und den Veränderungen des Leistungsprofils (Nachhaltigkeit, Produktsicherheit, Sozialstandards, Warensicherung) wird es zu einer hohen Bindung an national und international tätigen Serviceprovidern kommen, welche wiederum die Beschaffungsvielfalt nur durch eine strukturierte Erzeuger- und Produktionslandschaft bewerkstelligen können. Erzeuger/Produzenten wie auch Service-Provider werden sich zunehmend massiven Anforderungen zur weiteren Effizienzsteigerung, aber auch erforderlichen Zertifizierungsstandards sowie Nachhaltigkeit in ihrer gesamten Prozesskette stellen müssen. Nur wer sich diesen Herausforderungen nicht entzieht, wird langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen können. Genau da sehen wir unsere Chancen, was weiter unten erläutert wird. Risiken im Einkaufsbereich Da sich die Konsumenten immer mehr Qualitätsprodukten zuwenden, stellen Qualität und Produktsicherheit eine zentrale Rolle für unser Unternehmen dar. Um die Kosten für Reklamationen und Rückholaktionen zu reduzieren bzw. den Vertrauensverlust der Kunden bei derartigen Fällen uns gegenüber zu verringern, haben wir auch in 2023 unser Qualitätsmanagement weiter in allen Teilbereichen der Wertschöpfungskette ausgebaut und veränderten Gegebenheiten angepasst. So sind wir zu einem Partner für unsere Kunden geworden, der Qualität und Sicherheit nicht nur verspricht, sondern sie liefert. Das Risiko besteht im Wesentlichen darin, dass Erzeuger gegen gesetzliche oder kundenspezifische Vorgaben verstoßen und ggf. harte Sanktionierungen bis hin zu temporären Auslistungen unseres Unternehmens die Folge sein können. Genau deshalb unterhalten wir proaktive Monitoringsysteme, informieren, schulen und überprüfen wir unsere Lieferanten zu den jeweils aktuellen Kundenanforderungen. Wegen zunehmend elektronischer Warenvereinnahmung und -abgabe sind kundenspezifische Anforderungen zur Ware selbst, aber auch warenbegleitende und logistische Parameter proaktiv bei Lieferanten und Dienstleistern umzusetzen. Das Lieferkettensorgfaltspflichtgesetzt (LkSG) betrifft die EXPA-Frucht GmbH - laut Definition ein "Kleines Mittleres Unternehmen" (sog. KMU) - insofern durchaus auch, da unsere Großkunden ab 01.01.2023 gesetzlich verpflichtet sind, die Bemühungen zur Wahrung von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit entlang ihrer gesamten Prozesskette, wovon die EXPA-Frucht GmbH ein Teilstück ist, zu dokumentieren. Wir liefern also Daten, die sich nun ebenso auf unsere gesamte Prozesskette beziehen, quasi bis zum Erntehelfer auf dem Feld. Diese Anforderungen sind Risiko und Chance zugleich. Risiko bei Nichtbefolgen gesetzlicher Vorgaben oder Kundenerwartungen. Es ist abzusehen, dass in nicht allzu ferner Zeit, die Einkaufsentscheidung unserer Kunden auch geprägt wird von der Umsetzung der Anforderungen in diesem Belang. Die Tendenz dazu zeichnet sich bereits seit Jahren ab. Wir sind darauf vorbereitet, indem wir die Anforderungen unserer Kunden hinsichtlich Umsetzung von Menschenrechten und ökologischen Kriterien über Verträge, Zertifikate, eigene Kontrollen, Schulung, Überzeugung u.a.m. bis hin zum Ursprung der Ware ebenso seit Jahren absichern. Abgesehen davon sehen wir diese Anforderungen weniger als Risiko, vielmehr als Chance zur Absicherung des Geschäfts oder dem Erlangen eines gewissen Wettbewerbsvorteils gegenüber anderen Marktteilnehmern. Das Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sehen wir jedoch nicht nur als Verpflichtung, sondern wir engagieren uns aus Überzeugung im Rahmen der uns gebotenen Möglichkeiten. Wir setzen uns SBTi basierte Emissionsziele bis 2030 und unterziehen uns diverser Nachhaltigkeitsbewertungen entsprechend unseres Betriebsprofils. Finanzielle Risiken Die kontinuierliche Beschaffung und darauf basierend die geschäftliche Entwicklung der EXPA-Frucht GmbH sind davon abhängig, dass die Gesellschaft bei den Kreditversicherern der Lieferanten über ein positives Rating verfügt. Voraussetzung hierfür ist, dass die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage ist, jederzeit ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. Risiken im personellen Bereich Innerhalb unseres Unternehmens stehen eigenverantwortliches Denken und kompetentes Handeln im Vordergrund. Daher legen wir großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung eigenen Personals, um jetzt sowie auch künftig über ausreichend Personal mit solidem Fachwissen zu verfügen. Gleichwohl eruieren wir Potenziale am Markt hinsichtlich Quereinsteigern mit Berufserfahrung oder hilfreichen Kontakten, woraus sich ggf. neue Geschäftsfelder im kaufmännischen Bereich eröffnen könnten. Dem Risiko im personellen Bereich begegnen wir mittels unserer Personalpolitik nicht nur im kaufmännischen, sondern auch in allen anderen Bereichen wie Lager, Administration, Buchhaltung und Qualitätsmanagement, die zur Absicherung und Weiterentwicklung des Warengeschäfts unabdingbar sind. Last not least lassen wir auch den internen demografischen Wandel nicht außer Acht. Risiken im Forderungsbereich Bedingt durch ein eigenes effizientes Forderungsmanagement, das die fortlaufende Überwachung der Altersstruktur und unzweifelhafter Forderungen beinhaltet, stellt der Ausfall von Forderungen für unser Unternehmen ein geringeres Risiko dar. Risikoabsicherung Ein Teil des Risikomanagements ist die Abdeckung von Risiken durch Versicherungen. Unser Unternehmen besitzt unter anderem branchenübliche Haftpflicht- und Sachversicherungen. Die Art und Effizienz dieser Versicherungen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Wir sehen keine weiteren wesentlichen Risiken, welche die typischen Risiken jeder geschäftlichen Betätigung übersteigen. Insbesondere sind keine Risiken erkennbar, die den wirtschaftlichen oder rechtlichen Bestand unseres Unternehmens gefährden oder diesen deutlich verschlechtern würden. 2. Darstellung der wesentlichen Chancen Nachfolgend erläutern wir die wesentlichen Chancen, die wir aufgrund der unternehmerischen Tätigkeit der EXPA-Frucht GmbH identifizieren können. Die Chancen sind dabei hinsichtlich ihrer Bedeutung, welche auf Basis von Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt wird, in absteigender Reihenfolge aufgeführt. Kundenchancen Die Chancen im Kundenbereich liegen in der Ausweitung unserer Vermarktungsaktivitäten im Bereich des europäischen Exportgeschäfts, also der Kundenakquise außerhalb unseres Hauptabsatzgebiets Deutschland. Weiteres Potenzial sehen wir im Ausbau des griechischen Erdbeergeschäfts hinsichtlich Belieferung weiterer Großkunden in Deutschland aber auch in Richtung EU Länder. Erste Erfolge hatten wir bereits mit höheren Lieferanteilen bei Bestandskunden und der Gewinnung von Neukunden mit Erdbeeren und in deren Gefolge z.T. auch andere Artikel. Nicht selten waren kundenseits qualitativen Problemen bei spanischen Erdbeeren zu vernehmen und deshalb kann Griechenland mit geschicktem Produktmanagement künftig eine Alternative zu Spanien sein. Die Zeichen dafür stehen günstig: 1. Die zu Spanien annähernd zeitgleichen griechischen Erdbeeren haben Saison über ca. 6 Monate (ab Mitte November bis zum Beginn der deutschen Ernte). Es ist also möglich, durch die Länge dieser Periode mit einem "guten Job" hohe Kunden- und Verbraucherbindung zu erreichen. 2. Zunehmender Anbau moderner, robuster und geschmacklich attraktiver Sorten. 3. Spanische Anbaugebiete haben ein Wasserproblem, griechische haben keins. Hierzu haben wir eine tiefgreifende Analyse erstellt auf Basis des staatlich gesteuerten Wasserprojekts im Panachaiko-Gebirge (Nord-Peloponnes), aus dessen Stausee auch die Erdbeerregion ihr Wasser bezieht. Unser ökonomischer Nutzen wäre somit begleitet durch ökologischen Benefit und auch die klassisch dritte Säule der Nachhaltigkeit wird abgedeckt durch hohes soziales Engagement der Erdbeeranbauer in der Region. EDI (electronic data interchange) wird weiter Raumgreifen, was in seiner Komplexität hohe Ansprüche an das Know-how der Mitarbeiter voraussetzt. Auch hierfür werden wir die Zeit nicht verschlafen und diesbezüglichen Wettbewerbsnachteilen vorbeugen. Die uns betreffenden Items des LkSG, speziell Ressourcenschonung, reichen vom Lieferanten bis hin zum Kunden. Somit sind Chancen, die bereits unter "Risiken im Einkaufsbereich" aufgeführt sind, ebenso geltend. Marktchancen Die zuvor dargestellten Marktrisiken sind zugleich als Herausforderungen für die EXPA-Frucht GmbH zu sehen. Da vermehrt qualitativ hochwertige Produkte aus regionalem Anbau nachgefragt werden (für die strategische Ausrichtung der EXPA-Frucht GmbH eher nachteilig) und dieser Trend wohl auch in Zukunft nicht abflachen wird, werden wir uns den mit dieser Veränderung verbundenen neuen Herausforderungen stellen und unsere Position als Service-Provider weiter ausbauen. Diese Position stellen wir mittels mehrerer Säulen auf ein breites Fundament wie folgt: o Professionalität Personal, Logistik, Administration, Wettbewerbsfähigkeit o Breites und tiefes Sortiment o Saisonplanungen: speziell bei den "Schwergewichten" Kirschen und Erdbeeren gilt es den bisherigen, rasant positiven Trend abzusichern. Gleichwohl scheint hier weiteres Wachstum möglich mittels Projekte oder strategischer Entscheidungen bis hin zu Beteiligungen, in welcher Form auch immer. o effizienter sowie originärer Direktbezug vertrauensvoller, strategischer Partnerschaften, Mengenbündelung, Problemlöser der Lieferanten o "Sandwichposition" unseres modernen, strategisch gut gelegenen Lagers in München / Ottobrunn Spitzenabdeckung, Verfügbarkeit Problemlösungen für Kunden o systemtechnische Kompatibilität mit dem organisierten LEH Personalausbildung, Hard- und Software Anpassungen o Produktqualität, -sicherheit und -legalität proaktive Sicherungssysteme, die laufend anzupassen sind Somit werden wir auch in Zukunft unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit am Markt sicherstellen können. Chancen im personellen Bereich Da wir unsere Mitarbeiter durch regelmäßige Schulungen permanent auf neuestem Wissensstand halten, ist fachliche Kompetenz in dem zunehmend anspruchsvolleren Marktumfeld auch künftig gesichert. Die Chancen daraus sehen wir für unser Unternehmen im Transformationsprozess der Digitalisierung in der Obst- und Gemüsebranche. Die daraus resultierenden positiven Auswirkungen sehen wir insbesondere für die Neuausrichtung im Handel als auch andererseits zur Steigerung der Mitarbeiterqualifizierung. Durch diese Maßnahmen möchten wir auch zur Reduzierung der Auswirkungen des demografischen Wandels beitragen. Dem "Heranziehen" eigenen Nachwuchses messen wir hohe Bedeutung bei, ebenso einer hohen Identifikation der gesamten Belegschaft mit dem Unternehmen. An sich stellen die Absicherungen der Risiken, wie bereits ausgeführt, auch die Chancen im personellen Bereich dar Chancen im Forderungsbereich Durch unser sehr effektives und effizient aufgebautes Forderungsmanagementsystem sind wir in der Lage, Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah einzuleiten. Auch wird uns dadurch ermöglicht, im Falle von Fehlentwicklungen rechtzeitig auf geänderte Kundenbedürfnisse zu reagieren, ohne den Kunden zu verlieren. 3. Prognosebericht Im abgelaufenen Geschäftsjahr mussten wir witterungsbedingte Umsatzeinbußen sowie den Verlust eines Großkunden hinnehmen. Durch mittel- und langfristige Aktivitäten, Investitionen sowie Innovationen in den letzten Jahren sind bei unseren Lieferanten und Dienstleistern sowie bei der EXPA-Frucht GmbH selbst hinreichend Ressourcen und Möglichkeiten verfügbar, so dass bei normalem bzw. durchschnittlichen Exportaufkommen von griechischem Obst & Gemüse künftig an das Niveau sogenannter starker Jahre angeknüpft oder dieses noch übertroffen werden kann. Die aktuellen Krisenherde (z.B. Ukraine, Migration, Israel) aber auch die Unwägbarkeiten der Energiewende und deren Folgen für Deutschland werden aus unserer Sicht zu allgemein weiter steigenden Preisen auch für Obst & Gemüse führen. Die Verbraucher werden sich dennoch dem allgemeinen Trend in Richtung gesunder Lebensweise nicht verschließen, wovon wir profitieren sollten. Nicht auszuschließen ist jedoch, dass es für Ware im gehobenem Qualitätssegment oder auch bei B[O-Ware schwieriger werden könnte, sofern noch mehr Menschen aus der Mittelschicht nach unten abdriften. Es ist auch weiterhin ungebrochener Preisdruck der LEH Kunden zu erwarten und es wird es nicht immer gelingen, die Kosten der Prozesskette zu erwirtschaften. Dem Management kommt in diesen Zeiten eine besonders wichtige Rolle zu. Da sich die Unternehmen derzeit in einer völlig neuen Situation befinden, können hierbei auch Maßnahmen zum Tragen kommen, die in der Vergangenheit noch nicht eingesetzt wurden. Ziel ist es stets, das Unternehmen, die Mitarbeiter und die Stakeholder zu schützen und den langfristigen Betrieb des Unternehmens zu gewährleisten. Neben den starken Veränderungen ergeben sich in Zeiten wie diesen auch Chancen, die aufgrund der Situation in einer deutlich kürzeren Zeit aufgegriffen und erfolgreich umgesetzt werden können. Ein weiterer Risikofaktor ist die Zulieferkette, die erheblichen Einfluss auf die Aufrechterhaltung des Warenbezuges hat. Durch die vorhandene Lieferantenstruktur sowie leistungsfähige Dienstleister sehen wir uns hier jedoch gut aufgestellt, ohne ein immer vorhandenes Restrisiko gänzlich ausschließen zu können. In Bezug auf unser Forderungsmanagement sehen wir uns gut aufgestellt. Dennoch besteht in Zeiten wie diesen ein erhöhtes Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Worauf wir schlussendlich keinen Einfluss haben, ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auf den Absatzmärkten. Diese Rahmenbedingungen werden sich in unserer Branche durch erhöhte Anforderungen auf Erzeuger 1 Kunde und Service-Provider niederschlagen. Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt zur Beschaffung von Fachkräften bleibt wie in den Jahren zuvor weiter schwierig, da sich der Fachkräftemangel weiter ausbreitet. Wir haben den internen Generationswandel im Blick, zu dem die einzelnen Bereiche kurz- und mittelfristig anzupassen sind. Maßnahmen hierzu sind eingeleitet. Die fortschreitende Globalisierung und der rasante digitale Wandel gehen mit tiefgreifenden Veränderungen einher und bestimmen die Art und Weise wie Warenbeschaffung, Qualitätssicherung und nachhaltige Vermarktung im Einklang zwischen Produzenten und Kunden erfolgreich positioniert werden muss. Die Kundenzufriedenheit wollen wir auch in 2024/2025 sicherstellen mittels großen Engagements und individuellem Verantwortungsbewusstsein sowie hoher Identifikation der gesamten Belegschaft mit dem Unternehmen EXPA-Frucht GmbH. Durch verstärkte Aktivitäten bei Saisonplanungen und Projektarbeiten streben wir in den Jahren 2024/2025 an, weiteres Absatzpotential bei der Direktbelieferung des national organisierten LEH sowie Kunden in weiteren Ländern zu generieren bzw. Absatzpotential zurück zu gewinnen. Unter Würdigung dieser Risiken sehen wir unser Unternehmen trotz aller Widrigkeiten gut aufgestellt, insbesondere, da die Obst- und Gemüsebranche weniger als der Gesamtmarkt von der konjunkturellen Entwicklung abhängig ist. Als Ergebnis hieraus ist festzustellen, dass wir keine bestandsgefährdenden Auswirkungen erkennen können. Den mittel- und langfristigen Ausblick betreffend, sehen wir für die EXPA-Frucht GmbH aufgrund unseres guten Standings im Kerngeschäft Griechisches Obst & Gemüse durchaus wieder Wachstumschancen, um an das Niveau der sog. starken Jahre anknüpfen zu können. Im laufenden Jahr 2024 jedoch müssten wir einen Dämpfer hinnehmen, da sich gerade bei einigen Sommerobst Kulturen extreme Hitze über einen sehr langen Zeitraum hinzog und deshalb z. B. bei Steinobst und Trauben die Erntemengen geringer ausfallen. Trotz aller Risiken und Widrigkeiten des Marktes werden wir es dennoch 2024 schaffen, den Umsatz des Berichtsjahres mit ca. 10 % zu übertreffen. Die Weichen sind gestellt und wir arbeiten zielgerichtet daran, um durch Ausnutzung aller oben aufgezeigten Chancen, künftig an das Umsatzniveau starker Jahre anknüpfen und übertreffen zu können. Das Ergebnis vor Steuern in 2024 wird sich etwas verringern, wofür ein Mix von Gründen ursächlich ist wie z. B.: 1. Niedrige Margen bei einigen griechischen Kernprodukten unseres Sortiments, da monetär attraktive "Bieter" aus Ländern in den Markt eingestiegen sind, aus denen es bislang keine Nachfrage gab. 2. Höhere bei uns anfallende Kosten bei wegen Hitze schwach konditionierter Ware. 3. Preisdruck seitens unserer Kunden. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 erfolgte auf Grundlage der zum Erstellungszeitpunkt absehbaren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Ottobrunn, 4. September 2024 HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach §§ 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierung- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig über die erwartete Nutzdauer von 3 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zwischen 3 und 13 Jahren linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und sofort abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Mögliche Ausfallrisiken wurden durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der monatlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Sonstige Vermögensgegenstände Der Ausweis der sonstigen Vermögensgegenstände enthält Vorsteuerbeträge in Höhe von TEUR 15, die rechtlich erst nach dem Stichtag entstanden sind. Die sonstigen Rückstellungen von insgesamt TEUR 637 setzen sich wie folgt zusammen:
Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG I § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 0,00. Angaben zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 3.700,00 (Vorjahr: Euro 3.700,00). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 3.667.267,45 (Vorjahr: Euro 4.263.311,04). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Steuern Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von insgesamt TEUR 10. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres acht gewerbliche Arbeitnehmer und elf Angestellte beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. Geschäftsführungsorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer Anastasios Papadopoulos, Kaufmann, wahrgenommen. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 HGB wurde von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Sonstige Finanzielle Verpflichtungen Es bestehen neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Vertragsverhältnissen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Leasingverträge: Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasinggeschäften bestehen in Höhe des Gesamtbetrages von insgesamt TEUR 187 Mietverträge: Die Mietaufwendungen inkl. Nebenkosten für die Büro- und Lagerräume in Ottobrunn betragen jährlich TEUR 473. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung für das Geschäftsjahr ergeben sich keine. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. Bericht des AufsichtsratsEs gibt keinen Aufsichtsrat. sonstige Berichtsbestandteile
Unterschrift der Geschäftsführung
Ottobrunn, 4. September 2024 gez. Anastasios Papadopoulos Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers an die EXPA-Frucht GmbHPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EXPA-Frucht GmbH, Ottobrunn, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EXPA-Frucht GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 4. September 2024 B&C
Revision Treuhand GmbH
ppa. Frey, Wirtschaftsprüfer Seifermann, Wirtschaftsprüfer * * * * * Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. * * * * * |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Vermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen