NIMAMAMOMI Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rüdiger Dr. Kraege seit 1.6.2022 | Vorstandsmitglied |
Markus Ralph Hankammer seit 1.6.2022 | Vorsitzender des Vorstands |
Thomas Gruner seit 1.6.2022 | Prokura |
Stefan Rudolf Jonitz seit 1.6.2022 | Vorstandsmitglied |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BRITA SETaunussteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der BRITA SE, TaunussteinGeschäftsumfeld und Rahmenbedingungen Grundlagen Die BRITA Gruppe ist weltweit im Bereich der Trinkwasseroptimierung tätig. Die BRITA SE und die BRITA Gruppe (im Folgenden kurz: BRITA) sind in die drei Strategic Business Segments Consumer, Professional Filter und Dispenser gegliedert. Alle drei Strategic Business Segments beschäftigen sich ausschließlich mit der Wasseroptimierung (Wasserfiltration und -individualisierung) am Punkt des Gebrauchs. Die BRITA SE verfügt im abgelaufenen Geschäftsjahr über operative Tochter- und Gruppengesellschaften in Australien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Italien, Indien, Japan, Kanada, den Niederlanden, Polen, der Schweiz, Spanien, Südkorea, Taiwan, Türkei und den USA sowie eine Betriebsstätte in Österreich. Neben Deutschland befinden sich noch eigene Produktionsstätten in China, Großbritannien und Italien. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Datenquelle: bmwk, Statista) Die Weltwirtschaft verzeichnet eine Abschwächung, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Gemäß der Gemeinschaftsdiagnose der beteiligten Forschungsinstitute hat sich die Weltkonjunktur nach einem starken Start im Jahr 2023 im Sommer spürbar verlangsamt. Dies ist hauptsächlich auf eine schwache Industrieproduktion und steigende Zinsen in den meisten Weltregionen zurückzuführen. Zusätzlich wird die verhaltene Entwicklung in China als weiterer dämpfender Faktor identifiziert, die vor allem aus der Verschuldung im Immobiliensektor resultiert. Die Prognosen für das Wachstum des Welthandels zeigen ebenfalls eine deutliche Verlangsamung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet einen Rückgang des Wachstums von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023, bevor es 2024 auf 3,5 % ansteigt. Gründe für diesen Rückgang sind die Entwicklung der globalen Nachfrage, eine Verschiebung hin zu inländischen Dienstleistungen und verzögerte Auswirkungen der Dollaraufwertung, die den Handel behindern, sowie zunehmende Handelsschranken. Im Euroraum wird das Wachstum gemäß den Prognosen des IWF ebenfalls verlangsamt. Deutschland befindet sich in einer Rezession und verzeichnet einen Rückgang des Wirtschaftswachstums, während Frankreich eine leicht positive Entwicklung verzeichnet. Insgesamt zeigt der Euroraum ein gedämpftes Wachstum für 2023 und eine leichte Erholung für 2024, wobei die größten Volkswirtschaften des Euroraums unterschiedliche Trends aufweisen. Deutschland ist im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht: Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das BIP im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment, die hohe Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als vorher angenommen. Branchenentwicklung BRITA nimmt auch im Jahr 2023 eine bedeutende Marktstellung im globalen Wasserfiltrationsmarkt ein. Die Marktentwicklung ist weiterhin durch den Wunsch der Konsumenten nach mehr Nachhaltigkeit und dem Ersatz von Einweg-Kunststoff-Flaschen geprägt. Entgegen den starken Coronajahren sind wie bereits in 2022 auch in 2023 die Marktvolumina bei Systemen und Kartuschen leicht rückläufig. Insbesondere in Europa und China ist das Marktumfeld schwierig, in der Region Asien-Pazifik ohne China zeigt sich hingegen eine positive Marktentwicklung. Zudem ist eine Verschärfung des Wettbewerbsumfelds durch Eintritt neuer Wettbewerber und ein Anstieg der margenschwächeren Eigenmarken zu beobachten. Die Höhe der Produktpreise sind noch stärker ins Zentrum der Konsumentenentscheidungen gerückt. Auch die Preis- und Konditionsverhandlungen zwischen Handelsunternehmen und Markenherstellern im Online und Offline Bereich bleiben weiterhin herausfordernd. Die Nachfrage in den Bereichen Professional Filter und Dispenser profitiert von den zunehmenden regulatorischen Vorgaben, dem Trend zu mehr Nachhaltigkeit sowie der zunehmenden Rückkehr in die Büros. Arbeitgeber setzen sich durch die Installation von Wasserspendern und Kaffeemaschinen vermehrt aktiv für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter ein und verbessern über die bewusste Reduktion des ökologischen Fußabdrucks auch ihr Image. Die Bereiche Professional Filter und Dispenser haben in 2023 jeweils einen neuen Rekordumsatz erzielt. Für 2024 erwartet BRITA eine stabile bis leicht steigende Umsatzentwicklung in allen Marktsegmenten. Wesentliche Geschäftsvorfälle Der neue BRITA-Campus in Taunusstein konnte mit dem Umbau des Bestandgebäudes und der Fertigstellung der neuen Bürogebäude in 2023 eröffnet werden. Die beim Neubau verwendete Holz-Beton-Hybridbauweise folgt der BRITA Philosophie, da hier besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt worden ist. Das in 2022 eingeleitete Liquidationsverfahren der Tochtergesellschaft BRITA OOO in Russland wurde in 2023 abgeschlossen. Aufgrund der aktuell schwierigen Entwicklung im Sodamarkt, wurde eine in 2020 erworbene Beteiligung um EUR 19,2 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben. Zum 13. November 2023 hat BRITA eine Minderheitsbeteiligung von 30,0 Prozent an dem Start-up Teaballs GmbH aus Gründau erworben. Das Start-Up aus dem Bereich Flavoring & Nutrition entwickelt und vertreibt kleine Presslinge aus reinem Tee, Pflanzenbestandteilen und Extrakten. Mit den sogenannten Teaballs lässt sich sehr einfach ein Erfrischungsgetränk mit kaltem oder heißem Wasser mit Geschmack herstellen und das ganz ohne Beutel und Ziehzeit. Das Sortiment bestehend aus ca. 35 Sorten ist sowohl in Glasflaschen als auch in Spendern erhältlich. Im März 2023 wurde die MAXTRA PRO Filterkartusche auf den europäischen Markt gebracht. Die neue MAXTRA PRO gibt es in zwei Varianten, um die unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher noch besser zu erfüllen. Die MAXTRA PRO ALL-IN-1 ist ein Universalfilter für wohlschmeckendes reines Wasser. Sie reduziert beispielsweise Spuren von Herbiziden, Pestiziden sowie Medikamenten (sofern im Leitungswasser vorhanden) und verbessert den Geschmack durch die Reduktion von Kalk, Chlor oder anderen geschmacksstörenden Stoffen. Sie ist ideal für kalte und heiße Getränke. Die MAXTRA PRO LIMESCALE EXPERT verfügt im Vergleich zur MAXTRA PRO ALL-IN-1 über eine um 50 Prozent verbesserte Kalkreduktion und ist hauptsächlich für Heißgetränke und den ultimativen Geräteschutz in Gebieten mit besonders hartem Wasser gedacht. Beide Filter liefern 150 Liter frisches gefiltertes BRITA-Wasser. Damit erhöht sich die Kapazität gegenüber der MAXTRA+ um 50 Prozent. Für die Produktion des neuen Kartuschenbechers und -deckels wird 50 Prozent bio-basiertes Material (gemäß Massenbilanzansatz) verwendet. Somit leistet BRITA einen sichtbaren Beitrag zum Schutz unseres Planeten und trägt entscheidend zum Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele bei. Mit der Markteinführung des Glas-Jugs in 2023 wird das Jug-Portfolio nachhaltiger. Der Glas-Jug hat eine Kapazität von 2,5 Litern. Die Kanne des Glas-Jugs besteht aus robustem und gleichzeitig leichtem Borosilikatglas, das sich zu mindestens 60 Prozent aus recyceltem Glas aus Produktionsüberschüssen zusammensetzt. Für die Produktion des Trichtereinsatzes wird zu 100 Prozent bio-basierter BPA-freier Kunststoff verwendet (gemäß Massenbilanzansatz). Der Umweltdienstleister Interseroh hat der Verpackung zudem das "Made for Recycling"-Zertifikat verliehen und bestätigt damit die 100%-ige Recycelbarkeit aller Verpackungsbestandteile. Die speziell für den Online-Handel konzipierte Versandfaltschachtel erfordert keine zusätzliche Umverpackung - dies spart wertvolle Ressourcen. Im März 2023 wurde in Europa mit der Markteinführung des Sprudelsystems sodaTRIO begonnen. Neben dem eleganten und schlanken Sprudelsystem ist die Flasche das Herzstück des sodaTRIO, denn sie ist der wichtigste und ständige Kontaktpunkt für den Verbraucher. Der sodaTRIO ist der erste Trinkwassersprudler auf dem Markt, der mit drei Flaschentypen kompatibel ist. Alle Flaschen sind spülmaschinenfest und aus hochwertigen Materialien gefertigt. Forschung und Entwicklung Durch die Fortführung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2023 konnten wichtige Produktneu- und -weiterentwicklungen für die BRITA-Gruppe vorangetrieben werden, welche die Grundlage für weiteres Wachstum sind. Bei der Entwicklung von neuen Produkten nehmen die Aspekte der Nachhaltigkeit und Umwelt einen bedeutenden Platz ein. Durch Produktinnovationen soll eine positive und nachhaltige Veränderung in der Welt des Wassers erreicht werden. Derzeit wird ein verstärkter Fokus auf die Entwicklung eines Online-Dispensers und neuen Professional Filtern gelegt. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (Absätze 2 bis 4 nicht geprüft) Auf der legal rechtlichen Ebene der BRITA SE wird keine Ergebnisplanung vorgenommen. Diese erfolgt gruppenweit über konsolidierte Ergebnisbeiträge verschiedener regionaler Märkte und Produktsegmente sowie zentraler Supportfunktionen. Die interne Steuerung auf Unternehmensebene erfolgt neben den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren hauptsächlich über den Umsatz und die Ergebnisbeträge der drei Strategic Business Segments. BRITA ist ein werteorientiertes Familienunternehmen und nimmt seit vielen Jahrzehnten seine unternehmerische Verantwortung gegenüber den eigenen Produkten, den Mitarbeitern und der Umwelt wahr. Das daraus abgeleitete Engagement ist breit gefächert und wird in der Unternehmensstrategie "Shaping Sustainable Solutions" mit konkreten Nachhaltigkeitszielen untermauert. Mit der sogenannten "Planet Contribution" haben wir zudem eine Systematik entwickelt, mit der wir unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit auf Unternehmensebene messen. Wie sich dieser Ansatz weiterentwickelt hat, und welche Inhalte daraus entstanden sind, kann im BRITA Nachhaltigkeitsbericht nachgelesen werden. Der Bericht orientiert sich in seiner Form und auch inhaltlich an dem international bekanntesten Standard in der Nachhaltigkeitsberichtserstattung: der GRI ("Global Reporting Initiative"). Als verantwortungsvolles, mittelständisches Unternehmen leistet BRITA einen Beitrag zum Schutz des Planeten und für eine lebenswerte Zukunft. Umweltschutz, Energieeffizienz und sinnvolle Ressourcennutzung werden mithilfe zertifizierter Umweltmanagementsysteme an den Produktionsstandorten kontinuierlich vorangetrieben. Seit 1992 recycelt BRITA gebrauchte Filterkartuschen in einer hauseigenen Recyclinganlage. Mit dem Recycling-Programm übernimmt BRITA unternehmerische Verantwortung und reduziert seinen ökologischen Fußabdruck. Die Bekanntheit des Kartuschen-Recyclings soll bei den Direktkunden weiter ausgebaut werden, um diese zum Mitmachen am Recycling-Programm zu motivieren und damit langfristig die Recycling-Quote weiter zu erhöhen. Unsere Produkte tragen zur Reduzierung von Plastikmüll bei, haben einen deutlich niedrigeren CO 2 -Fußabdruck als Flaschenwasser und leisten damit einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft. Durch den Genuss von BRITA-gefiltertem Wasser anstelle von Flaschenwasser wurden auch im Jahr 2023 wieder knapp 5 Milliarden Flaschen vermieden. BRITA erhielt in 2023 die Silbermedaille von EcoVadis und gehört nun zu den besten 25 Prozent der von EcoVadis bewerteten Unternehmen. Die Leistung wurde in den Bereichen Umweltleistung, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung bewertet. Mitarbeitende (nicht geprüft) Der Erfolg von BRITA basiert wesentlich auf der Qualifikation und Eigenverantwortung der Mitarbeitenden. Mit der Campus-Eröffnung in Taunusstein ist ein fortschrittliches und flexibles Büronutzungskonzept umgesetzt worden. Die Digitalisierung und Vernetzung des Arbeitsplatzes ermöglichen ein agiles Arbeiten in moderner und attraktiver Umgebung. Die BRITA SE plant künftig, verstärkt die Entwicklung von Frauen insbesondere in Führungspositionen weiter auszubauen. Der Aufsichtsrat der BRITA SE ist nicht mitbestimmt, da der Betriebsrat auf ein Aufsichtsratsmandat verzichtet hat. Es liegt aus Sicht des Vorstandes keine Verpflichtung nach §§ 76, 111 AktG vor, Zielgrößen und Fristen für den Frauenanteil festzulegen. BRITA hat ein Whistleblower System implementiert. Hinweise leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz des Unternehmens, seiner Wettbewerbsfähigkeit und seiner Reputation. Damit sich Hinweisgeber sowohl anonym als auch mit ihren Namen melden können, implementierte BRITA - zusätzlich zu den bewährten internen Kommunikationskanälen - ein System, das sowohl von der gesamten BRITA Gruppe weltweit als auch von Externen wie Kunden, Dienstleistern oder Lieferanten genutzt werden kann. Dieses gewährt dem Hinweisgeber besonderen Schutz. Ertragslage Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die BRITA SE einen Umsatz in Höhe von EUR 445,1 Mio. und liegt mit einem Anstieg von 6,6% leicht oberhalb der Erwartungen des Vorjahres (Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert (EUR 417,3 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Verkäufe in den Strategic Business Segments Professional Filter +29,8% und Dispenser +30,2%. Der Bereich Consumer ist mit +0,8% nur leicht über Vorjahr. Die Verkäufe im Inland konnten um 6,3% gesteigert werden und im Ausland insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen um 6,8%. Personalaufwendungen und Mitarbeiterentwicklung Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeitenden beträgt 959 (Vorjahr: 951). Der gesamte Lohn- und Gehaltsaufwand beläuft sich auf EUR 86,6 Mio. und liegt aufgrund gestiegener Löhne und Gehälter über dem Vorjahr (Vorjahr: EUR 83,9 Mio.); dies entspricht einem Anteil von 19,4% am Umsatz (Vorjahr: 20,1%). Ergebnis Das Ergebnis vor Ertragsteuern (ohne Beteiligungsergebnis und Abschreibungen auf Finanzanlagen) beträgt EUR 48,3 Mio. (Vorjahr: EUR 19,5 Mio.) und liegt deutlich über dem Vorjahr. Maßgeblich hierfür war der Anstieg der Umsatzerlöse bedingt durch die Volljahreseffekte der in der zweiten Jahreshälfte 2022 durchgeführten Preiserhöhungen sowie Veränderungen im Produktmix. Gleichzeitig sind die Materialaufwendungen, begünstigt durch leicht gesunkene Rohstoffpreise, rückläufig. Zudem hat sich der Personalaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen unterproportional entwickelt. Der Jahresüberschuss liegt mit EUR 46,4 Mio. über dem Vorjahr (EUR 35,4 Mio.). Die Erträge aus Beteiligungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich höher ausgefallen. Eine Beteiligung an einem Tochterunternehmen ist um EUR 19,2 Mio. abgewertet worden, die Abschreibungen auf Finanzanlagen sind dadurch gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen. Finanzlage Die liquiden Mittel und sonstigen Wertpapiere der BRITA SE belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf zusammen EUR 61,0 Mio., was einer Erhöhung um EUR 35,6 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2022 bedeutet. In 2023 wurden Investitionen in die Modernisierung und Erweiterung des Standorts Taunusstein und zur Effizienzsteigerung in Anlagen, insbesondere in Werkzeuge sowie in IT Soft- und Hardware getätigt. Die Investitionen in das Immaterielle- und Sachanlagevermögen betragen insgesamt EUR 25,4 Mio. (Vorjahr: EUR 24,6 Mio.). Die Investitionen in Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen Ausleihungen an verbundene Unternehmen und betragen insgesamt EUR 5,8 Mio. (Vorjahr: EUR 45,1 Mio.). Der operative Cash-Flow beträgt im Jahr 2023 EUR 62,6 Mio. (Vorjahr: EUR 34,3 Mio.) und berechnet sich aus dem Jahresüberschuss, verringert um das Finanzergebnis, das Beteiligungsergebnis und erhöht um die Abschreibungen und die Steueraufwendungen des Jahres. Vermögenslage Die handelsrechtliche Bilanzsumme der BRITA SE zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf EUR 489,9 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr (EUR 486,0 Mio.) entspricht dies einem Anstieg von 0,8%. Aufgrund der Abwertung einer Beteilung hat sich das Finanzanlagevermögen deutlich reduziert, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie das Vorratsvermögen gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen durch die Rückzahlung gewährter Darlehen nicht mehr. Am Bilanzstichtag beträgt das Eigenkapital EUR 406,5 Mio., das Grundkapital bleibt mit EUR 20,0 Mio. unverändert zum Vorjahr. Die BRITA SE weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 83,0% (Vorjahr: 78,2%) aus. Die Bankverbindlichkeiten wurden stark reduziert und betragen zum Bilanzstichtag EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.). Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BRITA SE als positiv eingestuft. Risiko- und Chancenbericht Die BRITA SE ist als international tätiges Unternehmen naturgemäß einer Reihe von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Wir begegnen diesen Risiken mit einem umfassenden Risikomanagement, das integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen ist. Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, der konzernweit einheitliche Planungs- und Controlling-Prozess sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Darüber hinaus werden die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft und weiterentwickelt. Unser Ziel ist es, ein integriertes Management und Compliance System für BRITA aufrechtzuerhalten, das präventiv Risiken von BRITA abwendet und sicherstellt, dass alle kundenspezifischen, ethischen und legalen Anforderungen an BRITA jederzeit erfüllt werden. Neben den Anforderungen der ISO Standards, erfüllt die BRITA Gruppe die Anforderungen an Managementsysteme der entsprechenden Kunden sowie den BRC Standard und entsprechende Ethik Audit Standards (z.B. SMETA). Eine Risikoanalyse sowie Möglichkeiten zur Begrenzung und Bewältigung von Risiken sind in der Unternehmensstrategie verankert und fließen in die operative Konzernplanung ein. Für die BRITA SE bestehen im Wesentlichen folgende Risiken: Operative Risiken Betriebsstörungen oder längere Produktionsausfälle von Anlagen oder Komponenten könnten unsere Ertragslage beeinträchtigen. Wir ergreifen unter anderem die folgenden umfangreichen Maßnahmen, um diesen Risiken zu begegnen:
Gegen dennoch eintretende Schadensfälle sind wir in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Der Umfang dieser Versicherung wird laufend überprüft. Finanzwirtschaftliche Risiken Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für die BRITA SE vor allem durch die andauernden Volatilitäten erhebliche Währungsrisiken. Die derivativen Finanzinstrumente, die zur Sicherung dieser finanzwirtschaftlichen Risiken eingesetzt werden, sind nicht nach § 254 HGB als Bewertungseinheit bilanziert. Diese Instrumente sind im Anhang ausführlich beschrieben. Darüber hinaus ergeben sich Kursänderungsrisiken aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, die durch ein geeignetes Fondsmanagement gesteuert werden. Die Überwachung und Steuerung von Liquiditätsrisiken erfolgen im Rahmen kurz- und langfristiger Finanzplanungen. Zur Begrenzung von Forderungsausfallrisiken hat die BRITA SE ein aktives Kundenforderungsmanagement und eine fortlaufende Überwachung der Kundenbonität etabliert. Externe Risiken Das internationale Marktumfeld, in dem sich die BRITA SE bewegt, ist durch allgemeine konjunkturelle und zunehmend politische Risiken, eine weiterhin ansteigende Wettbewerbsintensität und eine Konzentration im Handel gekennzeichnet. Unser Geschäft ist auf den internationalen Märkten Preis- und Absatzrisiken ausgesetzt. Durch ein umfassendes Vertriebs- und Kostencontrolling und ein intensives Kundenmanagement minimieren wir diese Risiken. Dennoch ist insbesondere in der nahen Zukunft mit vergleichsweise hohen Unsicherheiten zu rechnen, die eine schnelle Reaktionsfähigkeit erforderlich machen. Produkt- und Umweltschutzrisiken Produkt- und Umweltschutzrisiken tragen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Rahmen eines zertifizierten Umweltmanagementsystems und durch ein risiko-basiertes Lieferkettenmanagement Rechnung. Hierzu gehören die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren sowie die Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten. Wir messen der Sicherheit unserer Produkte sowie deren sachgemäßer Nutzung durch die Abnehmer große Bedeutung bei. Für Haftungsrisiken und Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen Folgen von im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen zu halten bzw. sie auszuschließen. Beschaffungsrisiken Störungen der internationalen Lieferketten durch externe Einflüsse sowie hoher Inflation können zu limitierter Warenverfügbarkeit bzw. einer negativen Preisentwicklung führen. Darüber hinaus können Ausfälle wie Mangel an Komponenten, Energierestriktionen oder Vertragsverletzungen der Lieferanten zu Lieferengpässen und damit zu Umsatzverlusten führen. Um dem entgegen zu wirken, sind seitens BRITA Initiativen eingeleitet worden, um die Transparenz in der Vorlieferkette zu optimieren sowie alternative Lieferquellen zu qualifizieren. Zusätzlich bewerten wir kontinuierlich die Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten, um bei Bedarf kurzfristig weitere Maßnahmen zu ergreifen. IT-Risiken Die strategische und operative Steuerung der BRITA SE ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten sowie durch diverse technologische Sicherungsmaßnahmen gewährleistet. Daneben begegnet die BRITA SE den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, -missbrauch und -verlust mit Gegenmaßnahmen technischer und organisatorischer Art. Gesamtbild der Risikolage Die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist durch die anhaltende hohe Inflation vor allem in Europa negativ beeinflusst. Die hohe Inflation ist beim Konsumenten durch Verunsicherung und Kaufzurückhaltung spürbar. Weitere Logistik- und Versorgungsengpässe können nicht ausgeschlossenen werden. Nicht zuletzt ist zu erwarten, dass die Energiepreise länger auf hohem Niveau verbleiben und somit die Wirtschaft bremsen und das hohe Preisniveau verstärken werden. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie ggf. zusätzlicher geopolitischer Konflikte können zu einer weiteren Verschärfung der Situation führen. Da die BRITA SE operative Einheiten in Form von Tochtergesellschaften in China, Hongkong und Taiwan hat, würden potentielle Verschärfungen im Konflikt zwischen China und Taiwan wesentliche Auswirkungen auf die Tochtergesellschaften haben. Sonstige wirtschaftliche oder rechtliche Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zurzeit nicht zu erwarten. Insgesamt wird die Risikolage für die BRITA SE als moderat eingeschätzt. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sehen wir derzeit nicht. Chancen Für die Zukunft ergeben sich Wachstums- und Ertragschancen aus der globalen Ausrichtung der BRITA SE, Innovationen und Produktweiterentwicklungen sowie der Bearbeitung bestehender und der Erschließung neuer Märkte. Klimaschutz und Nachhaltigkeit genießen weltweit eine hohe Bedeutung. BRITA-Produkte wie Wasserfilter und Dispenser bieten eine ökologische und praktische Alternative zu Flaschenwasser und können dabei helfen, CO 2 -Emissionen, Plastikmüll und den Verbrauch an natürlichen Ressourcen nachhaltig zu reduzieren. Prognosebericht Aktuelle politische Entwicklungen, das anhaltend hohe Preisniveau, insbesondere in Europa, der Russland-Ukraine-Konflikt sowie weitere geopolitische Spannungen und die Einschränkungen bei globalen Handelsrouten machen sich in einer gestiegenen Unsicherheit und höheren Volatilität bemerkbar. Hieraus können und werden sich voraussichtlich weiterhin negative Folgen für den Welthandel ergeben, weitere Einschränkungen in den globalen Lieferketten sind dabei nicht auszuschließen. Aber auch ein geändertes Konsumverhalten der Verbraucher, stark getrieben durch den inflationsbedingten Anstieg der Kosten für Energie- und Lebensmittel sowie eine höhere Volatilität der Fremdwährungskurse sind weiterhin zu erwarten. Trotz der genannten Unsicherheiten und schwierigen Rahmenbedingungen geht die BRITA SE davon aus, dass die weitere Marktdurchdringung mit den bestehenden Produkten und zusätzlichen Innovationen auch in Zukunft eine solide Position in den bearbeiteten Marktsegmenten sichern wird. Das Eintreten neuer Wettbewerber, die fortschreitende Produkt- und Anwendungssegmentierung im Bereich Wasserfiltration und der zunehmende Druck der Handelspartner bieten zugleich Chancen als auch Risiken. Für die Nutzung dieser Chancen ist es mittelfristig wichtig, die BRITA Gruppe weiterhin konsequent global auszurichten und die Fokussierung auf die Kunden und deren Ansprüche fortzuführen. Für 2024 erwartet BRITA trotz des anhaltenden hohen Preisniveaus eine stabile bis leicht steigende Umsatzentwicklung in allen Marktsegmenten. Es ergeben sich Wachstums- und Ertragschancen insbesondere in Märkten, in denen die Penetration mit Haushaltswasserfiltern noch ausbaufähig ist oder bei Strategic Business Segments mit einem stark ausgeprägten Marktwachstum, sowie in neuen Absatzgebieten. Weitere Impulse werden in 2024 durch eine starke Fokussierung auf Innovationen und Produktweiterentwicklungen gesetzt. Innerhalb der heute erfolgreichen Produktgruppen sollen weitere Innovationen geschaffen bzw. etabliert werden, insbesondere im Bereich der Dispenser. BRITA ist dabei fest entschlossen, eine positive und nachhaltige Veränderung in der Welt des Wassers zu erreichen. Gemäß dem Leitsatz der aktuellen Unternehmensstrategie "Shaping Sustainable Solutions" haben viele unserer Produkte bereits einen positiven Effekt auf unsere Umwelt und helfen dabei, CO 2 -Emissionen und Plastikmüll zu reduzieren. Diese Vision wird konsequent weiterverfolgt und in der Entwicklung neuer Produkte berücksichtigt. Der Vorstand rechnet für das Geschäftsjahr 2024 trotz der schwierigen Marktbedingungen im Consumer-Bereich mit einer Erhöhung des Umsatzes im unteren einstelligen Prozentbereich. Das Wachstum wird durch eine anhaltende positive Entwicklung der Bereiche Professional Filter und Dispenser unterstützt und von allen Regionen getragen, insbesondere aber von Europa und Nordamerika. Auf der legal rechtlichen Ebene der BRITA SE wird keine Ergebnisplanung vorgenommen. Diese erfolgt gruppenweit über konsolidierte Ergebnisbeiträge verschiedener regionaler Märkte und Produktsegmente sowie zentraler Supportfunktionen. Abhängigkeitsbericht Da mit der Mehrheitsaktionärin Hanvest Holding GmbH, Taunusstein, kein Beherrschungsvertrag besteht, war der Vorstand der BRITA SE zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen der BRITA SE und deren Tochtergesellschaften zu der Mehrheitsaktionärin und deren verbundenen Unternehmen dargestellt. Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG: "Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen, durch die die Gesellschaft benachteiligt wurde, haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden."
Taunusstein, den 4. April 2024 Der Vorstand Markus Hankammer Stefan Jonitz Dr. Rüdiger Kraege BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für 2023BRITA SE, TaunussteinAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist unter der Firma BRITA SE mit Sitz in Taunusstein im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 33467 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, zum Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode sowie für Altbestände nach der degressiven Abschreibungsmethode vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Es werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt und in die Bewertung mit einbezogen. Zur Ermittlung der Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkten Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen, Maschinenkosten und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens soweit durch die Fertigung veranlasst auf Basis einer SAP gestützten Kalkulation ermittelt und in die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse einbezogen. Soweit die Wiederbeschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren gefallen sind, wird entsprechend dem Niederstwertprinzip bewertet. Auf auslaufende Produkte und Produkte mit geringer Gängigkeit werden angemessene Abschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Eine allgemeine Risikovorsorge wurde auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen durch angemessene prozentuale Abschläge für In- und Ausland vorgenommen. Ebenso werden Erlösschmälerungen für zu erwartende Kundenskonti berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungspositionen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Anwendung von versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Zur Vermeidung von großen Schwankungen der Rückstellungen aufgrund starker Zinsänderungen zwischen den Bilanzstichtagen, wird ein Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatz für Restlaufzeiten von 15 Jahren als Rechnungszinsfuß zugrunde gelegt. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Herrn Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden innerhalb des Finanzergebnisses dargestellt. Rückstellungen für Langzeitguthaben auf den Langzeitarbeitskonten von Mitarbeitern werden mit dem entsprechenden Deckungsvermögen, welches ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus Langzeitguthaben dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist, verrechnet. Das Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen. Die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen werden innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für sämtliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr haben wir das Abzinsungswahlrecht in Anspruch genommen und nicht abgezinst. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Anwendung von versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Zur Vermeidung von großen Schwankungen der Rückstellungen, aufgrund starker Zinsänderungen zwischen den Bilanzstichtagen, wird bei den Jubiläumsrückstellungen ein Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz für Restlaufzeiten von 15 Jahren als Rechnungszinsfuß zugrunde gelegt. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgte unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Herrn Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden innerhalb des Finanzergebnisses dargestellt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
_____ * Jahresüberschuss nach Ergebnisabführungsvertrag Das Geschäftsjahr der Chadvend PTY Ltd., North Ryde, Australien, endete am 30. Juni 2023. Eigenkapital und Jahresergebnis sind dem Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 entnommen. Das Geschäftsjahr der BRITA India Water Solutions Private Ltd, Bangalore, Indien, endet am 31. März 2024. Eigenkapital und Jahresergebnis sind dem Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2023 entnommen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 55.185 (Vj. TEUR 59.100) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 9 (Vj. TEUR 17) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter von TEUR 2.062 aus (Vj. TEUR 0). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 41.836 (Vj. TEUR 49.645) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 20.000. Das Grundkapital ist eingeteilt in 20.000 auf den Namen lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von jeweils EUR 1.000,00. Es erfolgte weder eine Einstellung noch eine Entnahme in / aus der Kapitalrücklage. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen sind auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,78 %), einem Rententrend von 2,50 % (Vj. 2,5 %) und der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt worden. Als Bewertungsverfahren für im aktiven Arbeitsverhältnis befindliche Berechtigte wird das Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit"-Methode) verwendet. Zum Stichtag werden für ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 767 (Vj. TEUR 820) ausgewiesen. Rückstellungen für Langzeitguthaben Für die eingerichteten Langzeitarbeitskonten von Mitarbeitern wurden die mit ihrem Erfüllungsbetrag bewerteten sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.700 (Vj. TEUR 8.521) mit dem entsprechenden beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 9.700 (Vj. TEUR 8.521) verrechnet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 9.700 (Vj. TEUR 8.521). Es wurden keine wesentlichen Aufwendungen/Erträge saldiert. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 7.395 betreffen das Geschäftsjahr 2023. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 817 ausgewiesen, die auf das Geschäftsjahr 2021 und 2022 entfallen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen wie im Vorjahr im Wesentlichen für Bonus-Ansprüche von Kunden, ausstehende Rechnungen, sonstige Personalrückstellungen, Jubiläen und Garantien. Die Rückstellungen für Jubiläen sind auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,75 % (Vj. 1,44 %) und der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt worden. Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Darlehen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr enthalten i. H. v. TEUR 2.583 (Vj. TEUR 9.167). Die Gesellschaft weist zum Stichtag eine Verbindlichkeit i. H. v. TEUR 28 (Vj. TEUR 28.000) gegenüber Gesellschaftern in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 20.865 (Vj. TEUR 18.595) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse Am Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. Außerbilanzielle Geschäfte Die BRITA SE mietet neben Fuhrpark und IT-Infrastruktur auch längerfristig ein Bürogebäude am Standort in Taunusstein, ein Produktionsgebäude in Bad Camberg sowie ein Logistikgebäude in Beselich an, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Dies hat positive Auswirkungen auf die Kapitalbindung und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung und den im Allgemeinen höheren Kosten.
Erfasst sind alle wesentlichen bekannten Einzelverpflichtungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Erwerb von Anlagevermögen (Bestellobligo) i.H.v. TEUR 6.059. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse beinhalten Erträge aus Weiterberechnungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 16.394 (Vj. TEUR 18.605). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie von Finanzgeschäften, periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.356 (Vj. TEUR 3.225) sowie weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 220 (Vj. TEUR 813). Außerplanmäßige Abschreibung In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 319 (Vj. TEUR 0) enthalten. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen beinhalten eine Wertberichtigung der Anteile an der Filltech GmbH in Höhe von TEUR 19.200 sowie die Wertberichtigung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen in US Dollar in Höhe von TEUR 5.049 aufgrund des veränderten Währungskurses. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Weiterberechnungen von verbundenen Unternehmen, Werbe- und Marketingkosten, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie von Finanzgeschäften, Rechts- und Beratungskosten, IT-Kosten, Entwicklungskosten, Sonstige Personalkosten, Raumkosten, Ausgangsfrachten, Instandhaltung, Kraftfahrzeugkosten sowie Reisekosten. Sie enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 18). Die für die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betrugen TEUR 112 (Vj. TEUR 77). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 18.878 entfallen TEUR 18.847 auf das abgelaufene Geschäftsjahr (Vj. TEUR 8.937) und Steuernachberechnungen in Höhe von TEUR 31 betreffen das Vorjahr. Latente Steuern Im Wesentlichen ergeben sich latente Steuern aus abweichenden Wertansätzen aus dem Anlagevermögen sowie bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und den sonstigen Rückstellungen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Gesamtsteuersatz von 30 % zu Grunde gelegt. Aktive und passive Steuerlatenzen wurden verrechnet. Auf Grund des ausgeübten Wahlrechts, auf den Ansatz eines aktiven Überhangs latenter Steuern zu verzichten, wurde zum 31. Dezember 2023 kein Bilanzposten angesetzt. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung Die BRITA SE vereinnahmte im Geschäftsjahr Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 30.508 (Vj. TEUR 16.456) durch sieben Dividendenzahlungen von verbundenen Unternehmen. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages mit einem verbundenen Unternehmen realisierte die Gesellschaft Erträge in Höhe von TEUR 10.877 (Vj. TEUR 8.983). Honorar der Abschlussprüfer Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 200 beträgt für Abschlussprüferleistungen TEUR 200 und für Steuerberatungsleitungen TEUR 0. Sonstige Angaben Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeitenden:
Davon waren 172 (Vj. 182) gewerbliche und 787 (Vj. 769) angestellte Mitarbeitende. Art und Umfang derivativer Finanzinstrumente Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die BRITA SE Wechselkursänderungsrisiken ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Der Einsatz von zins- und währungsbezogenen derivativen Finanzinstrumenten darf demnach grundsätzlich nicht zu spekulativen Zwecken erfolgen, sondern dient ausschließlich der Absicherung von bestehenden oder geplanten Grundgeschäften. Zur Begrenzung von Wechselkursänderungsrisiken kommen insbesondere Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Zur Minimierung des Ausfallrisikos aus derivativen Finanzinstrumenten werden die entsprechenden Finanztransaktionen nur mit bonitätsmäßig erstklassigen Kontrahenten abgeschlossen. Der Marktwert der Devisentermingeschäfte wurde auf Basis von am Bilanzstichtag geltenden Marktdaten (Zinsstrukturkurven) errechnet. Zum Bilanzstichtag bestanden Sicherungsgeschäfte für die Währungen Britisches Pfund (GBP), Taiwan Dollar (TWD) und Hong Kong Dollar (HKD). Die nachfolgende Tabelle zeigt die derivativen Finanzinstrumente per 31. Dezember 2023 nach Art, Währung, Umfang (Kontraktwert) und Marktwert.
Vorstand Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren neben Herrn Markus Hankammer, Diplom-Betriebswirt, Wiesbaden, Herr Stefan Jonitz, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Idstein, und Herr Dr. Rüdiger Kraege, Diplom-Ökonom, Idstein, als Vorstand bestellt. Alle genannten Vorstandsmitglieder üben ihre Vorstandstätigkeit hauptberuflich aus. In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung/Vorstand. Aufsichtsrat Die Mitglieder des Aufsichtsrats bestehen aus Moss Kadey, Präsident und CEO von Mossco Capital Inc. (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Dr. Gerd Walger, geschäftsführender Direktor des Instituts für Unternehmer- und Unternehmensentwicklungen (IUU) (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats), und Brita Hankammer, geschäftsführende Gesellschafterin des Golf Resorts Hofgut Georgenthal. Die für die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betrugen TEUR 112 (Vj. TEUR 77). Mutterunternehmen Die BRITA SE ist Mutterunternehmen für die unter den Finanzanlagen aufgeführten Tochterunternehmen i.S.d. § 290 HGB. Die BRITA SE ist eine Tochtergesellschaft der Hanvest Holding GmbH. Als oberstes Mutterunternehmen erstellt die Hanvest Holding GmbH einen befreienden Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von einbezogenen Unternehmen. Der Konzernabschluss der Hanvest Holding GmbH ist am Sitz der Gesellschaft in Taunusstein erhältlich. Nachtragsbericht Über Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gibt es nichts zu berichten. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, das Jahresergebnis 2023 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Taunusstein, den 4. April 2024 Der Vorstand Markus Hankammer Stefan Jonitz Dr. Rüdiger Kraege Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärin, der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die Arbeit des Vorstands laufend überwacht undintensiv beratend begleitet. Der Aufsichtsratwurde in regelmäßig stattfindenden Sitzungenausführlich über die wirtschaftliche Entwicklung der BRITA-Gruppe und alle sie beeinflussenden Faktoren informiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten vom Vorstand regelmäßig Berichte über die aktuelle Geschäftslage und über die laufenden und geplanten Aktivitäten des Konzerns. Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden eingehend besprochen und einer Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat zugeführt. Darüber hinaus gab es zwischen den Sitzungen bei wichtigen Anlässen einen unmittelbaren Informationsaustausch zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorstandsvorsitzenden. Der Aufsichtsrat der BRITA SE hat im Jahr 2023 insgesamt drei ordentliche Präsenzsitzungen abgehalten, wobei die Teilnahme teilweise per Video- bzw. Telefonkonferenz erfolgte. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 27. April wurde detailliert über die Geschäftsentwicklung der BRITA-Gruppe diskutiert. Weiterhin wurde der Jahresabschluss 2022 festgestellt. In der Aufsichtsratssitzung am 06. September wurde detailliert die Geschäftsentwicklung der BRITA-Gruppe insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Situation erörtert. In der Aufsichtsratssitzung am 7. Dezember wurde ebenfalls die Geschäftsentwicklung der BRITA-Gruppe erörtert, insbesondere im Hinblickauf die Entwicklungen in der SBS Consumer. Darüber hinaus lag der Fokus auf der Budgetplanung für 2024. Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats Weiterhin ist Herr Moss Kadey der Vorsitzende und Herr Prof. Dr. Gerd Walger der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates. Weiteres Aufsichtsratsmitglied ist Frau Brita Hankammer. Der Vorstand besteht aus den in der Sitzung anwesenden Herren Markus Hankammer (Vorstandsvorsitzender), Stefan Jonitz und Dr. Rüdiger Kraege. Jahresabschluss Der vorgelegte Jahresabschluss inkl. Prüfberichtder BRITA SE, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden von der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Das vom Vorstand eingerichtete interne Kontrollsystem und die angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden vom Abschlussprüfer als angemessen bewertet. Dem Aufsichtsrat lagen die vorgenannten Dokumente rechtzeitig zur Prüfung vor und wurden von ihm umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Beratung des Jahresabschlusses in der Sitzung des Aufsichtsrates am 26. April 2024 teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und umfassend ergänzende Auskünfte zu geben. Nach gründlicher eigener Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Lageberichts schloss sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und billigte in seiner Sitzung vom 26. April 2024, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss wurde damit festgestellt. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns der BRITA SE zu. Abhängigkeitsbericht Dem vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften Bericht für das Jahr 2023 über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz wurde vom Abschlussprüfer der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt, wonach die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder eventuelle Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Wir habenden Bericht auch selbst geprüft. Wir erheben nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstandes und stimmen dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zu. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeitenden sowie den Arbeitnehmervertretungen der BRITA-Gruppe für die erbrachten Leistungen, den außerordentlichen Einsatz sowie die große Loyalität, die entscheidend zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Taunusstein, 26. April 2024 Moss Kadey, Vorsitzender des Aufsichtsrats Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BRITA SE Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BRITA SE, Taunusstein - bestehend aus der Bilanzzum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahrvom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRITA SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Ausführungen der Geschäftsführung zu "Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren" (Absätze 2 bis 4) und "Mitarbeitende" im Lagebericht haben wir nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogen. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtsgeführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Ausführungen der Geschäftsführung zu "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" (Absätze 2 bis 4) und "Mitarbeitende" im Lagebericht. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dasseine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschlussund den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklangsteht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zukönnen. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissenin Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stetsaufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlussesund Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren einekritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir währendunserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 4. April 2024 EY
GmbH & Co. KG
Schier, Wirtschaftsprüfer Vöhl, Wirtschaftsprüfer |
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