Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 33467
Eingetragen
1.6.2022
Branche
Herstellung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von nichtelektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Geräten zur Optimierung von Wasser und anderen Substanzen nebst Zubehör sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Rüdiger Dr. Kraege
seit 1.6.2022
Vorstandsmitglied
Vorsitzender des Vorstands
Thomas Gruner
seit 1.6.2022
Prokura
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BRITA SE

Taunusstein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der BRITA SE, Taunusstein

Geschäftsumfeld und Rahmenbedingungen

Grundlagen

Die BRITA Gruppe ist weltweit im Bereich der Trinkwasseroptimierung tätig. Die BRITA SE und die BRITA Gruppe (im Folgenden kurz: BRITA) sind in die drei Strategic Business Segments Consumer, Professional Filter und Dispenser gegliedert. Alle drei Strategic Business Segments beschäftigen sich ausschließlich mit der Wasseroptimierung (Wasserfiltration und -individualisierung) am Punkt des Gebrauchs.

Die BRITA SE verfügt im abgelaufenen Geschäftsjahr über operative Tochter- und Gruppengesellschaften in Australien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Italien, Indien, Japan, Kanada, den Niederlanden, Polen, der Schweiz, Spanien, Südkorea, Taiwan, Türkei und den USA sowie eine Betriebsstätte in Österreich. Neben Deutschland befinden sich noch eigene Produktionsstätten in China, Großbritannien und Italien.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Datenquelle: bmwk, Statista)

Die Weltwirtschaft verzeichnet eine Abschwächung, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Gemäß der Gemeinschaftsdiagnose der beteiligten Forschungsinstitute hat sich die Weltkonjunktur nach einem starken Start im Jahr 2023 im Sommer spürbar verlangsamt. Dies ist hauptsächlich auf eine schwache Industrieproduktion und steigende Zinsen in den meisten Weltregionen zurückzuführen. Zusätzlich wird die verhaltene Entwicklung in China als weiterer dämpfender Faktor identifiziert, die vor allem aus der Verschuldung im Immobiliensektor resultiert.

Die Prognosen für das Wachstum des Welthandels zeigen ebenfalls eine deutliche Verlangsamung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet einen Rückgang des Wachstums von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023, bevor es 2024 auf 3,5 % ansteigt. Gründe für diesen Rückgang sind die Entwicklung der globalen Nachfrage, eine Verschiebung hin zu inländischen Dienstleistungen und verzögerte Auswirkungen der Dollaraufwertung, die den Handel behindern, sowie zunehmende Handelsschranken.

Im Euroraum wird das Wachstum gemäß den Prognosen des IWF ebenfalls verlangsamt. Deutschland befindet sich in einer Rezession und verzeichnet einen Rückgang des Wirtschaftswachstums, während Frankreich eine leicht positive Entwicklung verzeichnet. Insgesamt zeigt der Euroraum ein gedämpftes Wachstum für 2023 und eine leichte Erholung für 2024, wobei die größten Volkswirtschaften des Euroraums unterschiedliche Trends aufweisen.

Deutschland ist im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht: Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das BIP im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment, die hohe Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als vorher angenommen.

Branchenentwicklung

BRITA nimmt auch im Jahr 2023 eine bedeutende Marktstellung im globalen Wasserfiltrationsmarkt ein.

Die Marktentwicklung ist weiterhin durch den Wunsch der Konsumenten nach mehr Nachhaltigkeit und dem Ersatz von Einweg-Kunststoff-Flaschen geprägt.

Entgegen den starken Coronajahren sind wie bereits in 2022 auch in 2023 die Marktvolumina bei Systemen und Kartuschen leicht rückläufig. Insbesondere in Europa und China ist das Marktumfeld schwierig, in der Region Asien-Pazifik ohne China zeigt sich hingegen eine positive Marktentwicklung. Zudem ist eine Verschärfung des Wettbewerbsumfelds durch Eintritt neuer Wettbewerber und ein Anstieg der margenschwächeren Eigenmarken zu beobachten. Die Höhe der Produktpreise sind noch stärker ins Zentrum der Konsumentenentscheidungen gerückt. Auch die Preis- und Konditionsverhandlungen zwischen Handelsunternehmen und Markenherstellern im Online und Offline Bereich bleiben weiterhin herausfordernd.

Die Nachfrage in den Bereichen Professional Filter und Dispenser profitiert von den zunehmenden regulatorischen Vorgaben, dem Trend zu mehr Nachhaltigkeit sowie der zunehmenden Rückkehr in die Büros. Arbeitgeber setzen sich durch die Installation von Wasserspendern und Kaffeemaschinen vermehrt aktiv für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter ein und verbessern über die bewusste Reduktion des ökologischen Fußabdrucks auch ihr Image. Die Bereiche Professional Filter und Dispenser haben in 2023 jeweils einen neuen Rekordumsatz erzielt.

Für 2024 erwartet BRITA eine stabile bis leicht steigende Umsatzentwicklung in allen Marktsegmenten.

Wesentliche Geschäftsvorfälle

Der neue BRITA-Campus in Taunusstein konnte mit dem Umbau des Bestandgebäudes und der Fertigstellung der neuen Bürogebäude in 2023 eröffnet werden. Die beim Neubau verwendete Holz-Beton-Hybridbauweise folgt der BRITA Philosophie, da hier besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt worden ist.

Das in 2022 eingeleitete Liquidationsverfahren der Tochtergesellschaft BRITA OOO in Russland wurde in 2023 abgeschlossen.

Aufgrund der aktuell schwierigen Entwicklung im Sodamarkt, wurde eine in 2020 erworbene Beteiligung um EUR 19,2 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben.

Zum 13. November 2023 hat BRITA eine Minderheitsbeteiligung von 30,0 Prozent an dem Start-up Teaballs GmbH aus Gründau erworben. Das Start-Up aus dem Bereich Flavoring & Nutrition entwickelt und vertreibt kleine Presslinge aus reinem Tee, Pflanzenbestandteilen und Extrakten. Mit den sogenannten Teaballs lässt sich sehr einfach ein Erfrischungsgetränk mit kaltem oder heißem Wasser mit Geschmack herstellen und das ganz ohne Beutel und Ziehzeit. Das Sortiment bestehend aus ca. 35 Sorten ist sowohl in Glasflaschen als auch in Spendern erhältlich.

Im März 2023 wurde die MAXTRA PRO Filterkartusche auf den europäischen Markt gebracht. Die neue MAXTRA PRO gibt es in zwei Varianten, um die unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher noch besser zu erfüllen. Die MAXTRA PRO ALL-IN-1 ist ein Universalfilter für wohlschmeckendes reines Wasser. Sie reduziert beispielsweise Spuren von Herbiziden, Pestiziden sowie Medikamenten (sofern im Leitungswasser vorhanden) und verbessert den Geschmack durch die Reduktion von Kalk, Chlor oder anderen geschmacksstörenden Stoffen. Sie ist ideal für kalte und heiße Getränke. Die MAXTRA PRO LIMESCALE EXPERT verfügt im Vergleich zur MAXTRA PRO ALL-IN-1 über eine um 50 Prozent verbesserte Kalkreduktion und ist hauptsächlich für Heißgetränke und den ultimativen Geräteschutz in Gebieten mit besonders hartem Wasser gedacht. Beide Filter liefern 150 Liter frisches gefiltertes BRITA-Wasser. Damit erhöht sich die Kapazität gegenüber der MAXTRA+ um 50 Prozent. Für die Produktion des neuen Kartuschenbechers und -deckels wird 50 Prozent bio-basiertes Material (gemäß Massenbilanzansatz) verwendet. Somit leistet BRITA einen sichtbaren Beitrag zum Schutz unseres Planeten und trägt entscheidend zum Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele bei.

Mit der Markteinführung des Glas-Jugs in 2023 wird das Jug-Portfolio nachhaltiger. Der Glas-Jug hat eine Kapazität von 2,5 Litern. Die Kanne des Glas-Jugs besteht aus robustem und gleichzeitig leichtem Borosilikatglas, das sich zu mindestens 60 Prozent aus recyceltem Glas aus Produktionsüberschüssen zusammensetzt. Für die Produktion des Trichtereinsatzes wird zu 100 Prozent bio-basierter BPA-freier Kunststoff verwendet (gemäß Massenbilanzansatz). Der Umweltdienstleister Interseroh hat der Verpackung zudem das "Made for Recycling"-Zertifikat verliehen und bestätigt damit die 100%-ige Recycelbarkeit aller Verpackungsbestandteile. Die speziell für den Online-Handel konzipierte Versandfaltschachtel erfordert keine zusätzliche Umverpackung - dies spart wertvolle Ressourcen.

Im März 2023 wurde in Europa mit der Markteinführung des Sprudelsystems sodaTRIO begonnen. Neben dem eleganten und schlanken Sprudelsystem ist die Flasche das Herzstück des sodaTRIO, denn sie ist der wichtigste und ständige Kontaktpunkt für den Verbraucher. Der sodaTRIO ist der erste Trinkwassersprudler auf dem Markt, der mit drei Flaschentypen kompatibel ist. Alle Flaschen sind spülmaschinenfest und aus hochwertigen Materialien gefertigt.

Forschung und Entwicklung

Durch die Fortführung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2023 konnten wichtige Produktneu- und -weiterentwicklungen für die BRITA-Gruppe vorangetrieben werden, welche die Grundlage für weiteres Wachstum sind.

Bei der Entwicklung von neuen Produkten nehmen die Aspekte der Nachhaltigkeit und Umwelt einen bedeutenden Platz ein. Durch Produktinnovationen soll eine positive und nachhaltige Veränderung in der Welt des Wassers erreicht werden.

Derzeit wird ein verstärkter Fokus auf die Entwicklung eines Online-Dispensers und neuen Professional Filtern gelegt.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (Absätze 2 bis 4 nicht geprüft)

Auf der legal rechtlichen Ebene der BRITA SE wird keine Ergebnisplanung vorgenommen. Diese erfolgt gruppenweit über konsolidierte Ergebnisbeiträge verschiedener regionaler Märkte und Produktsegmente sowie zentraler Supportfunktionen. Die interne Steuerung auf Unternehmensebene erfolgt neben den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren hauptsächlich über den Umsatz und die Ergebnisbeträge der drei Strategic Business Segments.

BRITA ist ein werteorientiertes Familienunternehmen und nimmt seit vielen Jahrzehnten seine unternehmerische Verantwortung gegenüber den eigenen Produkten, den Mitarbeitern und der Umwelt wahr. Das daraus abgeleitete Engagement ist breit gefächert und wird in der Unternehmensstrategie "Shaping Sustainable Solutions" mit konkreten Nachhaltigkeitszielen untermauert. Mit der sogenannten "Planet Contribution" haben wir zudem eine Systematik entwickelt, mit der wir unseren Beitrag zur Nachhaltigkeit auf Unternehmensebene messen. Wie sich dieser Ansatz weiterentwickelt hat, und welche Inhalte daraus entstanden sind, kann im BRITA Nachhaltigkeitsbericht nachgelesen werden. Der Bericht orientiert sich in seiner Form und auch inhaltlich an dem international bekanntesten Standard in der Nachhaltigkeitsberichtserstattung: der GRI ("Global Reporting Initiative").

Als verantwortungsvolles, mittelständisches Unternehmen leistet BRITA einen Beitrag zum Schutz des Planeten und für eine lebenswerte Zukunft. Umweltschutz, Energieeffizienz und sinnvolle Ressourcennutzung werden mithilfe zertifizierter Umweltmanagementsysteme an den Produktionsstandorten kontinuierlich vorangetrieben. Seit 1992 recycelt BRITA gebrauchte Filterkartuschen in einer hauseigenen Recyclinganlage. Mit dem Recycling-Programm übernimmt BRITA unternehmerische Verantwortung und reduziert seinen ökologischen Fußabdruck. Die Bekanntheit des Kartuschen-Recyclings soll bei den Direktkunden weiter ausgebaut werden, um diese zum Mitmachen am Recycling-Programm zu motivieren und damit langfristig die Recycling-Quote weiter zu erhöhen. Unsere Produkte tragen zur Reduzierung von Plastikmüll bei, haben einen deutlich niedrigeren CO 2 -Fußabdruck als Flaschenwasser und leisten damit einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft. Durch den Genuss von BRITA-gefiltertem Wasser anstelle von Flaschenwasser wurden auch im Jahr 2023 wieder knapp 5 Milliarden Flaschen vermieden.

BRITA erhielt in 2023 die Silbermedaille von EcoVadis und gehört nun zu den besten 25 Prozent der von EcoVadis bewerteten Unternehmen. Die Leistung wurde in den Bereichen Umweltleistung, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung bewertet.

Mitarbeitende (nicht geprüft)

Der Erfolg von BRITA basiert wesentlich auf der Qualifikation und Eigenverantwortung der Mitarbeitenden.

Mit der Campus-Eröffnung in Taunusstein ist ein fortschrittliches und flexibles Büronutzungskonzept umgesetzt worden. Die Digitalisierung und Vernetzung des Arbeitsplatzes ermöglichen ein agiles Arbeiten in moderner und attraktiver Umgebung.

Die BRITA SE plant künftig, verstärkt die Entwicklung von Frauen insbesondere in Führungspositionen weiter auszubauen. Der Aufsichtsrat der BRITA SE ist nicht mitbestimmt, da der Betriebsrat auf ein Aufsichtsratsmandat verzichtet hat. Es liegt aus Sicht des Vorstandes keine Verpflichtung nach §§ 76, 111 AktG vor, Zielgrößen und Fristen für den Frauenanteil festzulegen.

BRITA hat ein Whistleblower System implementiert. Hinweise leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz des Unternehmens, seiner Wettbewerbsfähigkeit und seiner Reputation. Damit sich Hinweisgeber sowohl anonym als auch mit ihren Namen melden können, implementierte BRITA - zusätzlich zu den bewährten internen Kommunikationskanälen - ein System, das sowohl von der gesamten BRITA Gruppe weltweit als auch von Externen wie Kunden, Dienstleistern oder Lieferanten genutzt werden kann. Dieses gewährt dem Hinweisgeber besonderen Schutz.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die BRITA SE einen Umsatz in Höhe von EUR 445,1 Mio. und liegt mit einem Anstieg von 6,6% leicht oberhalb der Erwartungen des Vorjahres (Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert (EUR 417,3 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Verkäufe in den Strategic Business Segments Professional Filter +29,8% und Dispenser +30,2%. Der Bereich Consumer ist mit +0,8% nur leicht über Vorjahr. Die Verkäufe im Inland konnten um 6,3% gesteigert werden und im Ausland insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen um 6,8%.

Personalaufwendungen und Mitarbeiterentwicklung

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeitenden beträgt 959 (Vorjahr: 951). Der gesamte Lohn- und Gehaltsaufwand beläuft sich auf EUR 86,6 Mio. und liegt aufgrund gestiegener Löhne und Gehälter über dem Vorjahr (Vorjahr: EUR 83,9 Mio.); dies entspricht einem Anteil von 19,4% am Umsatz (Vorjahr: 20,1%).

Ergebnis

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (ohne Beteiligungsergebnis und Abschreibungen auf Finanzanlagen) beträgt EUR 48,3 Mio. (Vorjahr: EUR 19,5 Mio.) und liegt deutlich über dem Vorjahr. Maßgeblich hierfür war der Anstieg der Umsatzerlöse bedingt durch die Volljahreseffekte der in der zweiten Jahreshälfte 2022 durchgeführten Preiserhöhungen sowie Veränderungen im Produktmix. Gleichzeitig sind die Materialaufwendungen, begünstigt durch leicht gesunkene Rohstoffpreise, rückläufig. Zudem hat sich der Personalaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen unterproportional entwickelt.

Der Jahresüberschuss liegt mit EUR 46,4 Mio. über dem Vorjahr (EUR 35,4 Mio.). Die Erträge aus Beteiligungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich höher ausgefallen. Eine Beteiligung an einem Tochterunternehmen ist um EUR 19,2 Mio. abgewertet worden, die Abschreibungen auf Finanzanlagen sind dadurch gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen.

Finanzlage

Die liquiden Mittel und sonstigen Wertpapiere der BRITA SE belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf zusammen EUR 61,0 Mio., was einer Erhöhung um EUR 35,6 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2022 bedeutet.

In 2023 wurden Investitionen in die Modernisierung und Erweiterung des Standorts Taunusstein und zur Effizienzsteigerung in Anlagen, insbesondere in Werkzeuge sowie in IT Soft- und Hardware getätigt. Die Investitionen in das Immaterielle- und Sachanlagevermögen betragen insgesamt EUR 25,4 Mio. (Vorjahr: EUR 24,6 Mio.).

Die Investitionen in Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen Ausleihungen an verbundene Unternehmen und betragen insgesamt EUR 5,8 Mio. (Vorjahr: EUR 45,1 Mio.).

Der operative Cash-Flow beträgt im Jahr 2023 EUR 62,6 Mio. (Vorjahr: EUR 34,3 Mio.) und berechnet sich aus dem Jahresüberschuss, verringert um das Finanzergebnis, das Beteiligungsergebnis und erhöht um die Abschreibungen und die Steueraufwendungen des Jahres.

Vermögenslage

Die handelsrechtliche Bilanzsumme der BRITA SE zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf EUR 489,9 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr (EUR 486,0 Mio.) entspricht dies einem Anstieg von 0,8%.

Aufgrund der Abwertung einer Beteilung hat sich das Finanzanlagevermögen deutlich reduziert, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie das Vorratsvermögen gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen durch die Rückzahlung gewährter Darlehen nicht mehr.

Am Bilanzstichtag beträgt das Eigenkapital EUR 406,5 Mio., das Grundkapital bleibt mit EUR 20,0 Mio. unverändert zum Vorjahr. Die BRITA SE weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 83,0% (Vorjahr: 78,2%) aus.

Die Bankverbindlichkeiten wurden stark reduziert und betragen zum Bilanzstichtag EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 9,2 Mio.).

Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BRITA SE als positiv eingestuft.

Risiko- und Chancenbericht

Die BRITA SE ist als international tätiges Unternehmen naturgemäß einer Reihe von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Wir begegnen diesen Risiken mit einem umfassenden Risikomanagement, das integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen ist. Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, der konzernweit einheitliche Planungs- und Controlling-Prozess sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Darüber hinaus werden die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft und weiterentwickelt.

Unser Ziel ist es, ein integriertes Management und Compliance System für BRITA aufrechtzuerhalten, das präventiv Risiken von BRITA abwendet und sicherstellt, dass alle kundenspezifischen, ethischen und legalen Anforderungen an BRITA jederzeit erfüllt werden.

Neben den Anforderungen der ISO Standards, erfüllt die BRITA Gruppe die Anforderungen an Managementsysteme der entsprechenden Kunden sowie den BRC Standard und entsprechende Ethik Audit Standards (z.B. SMETA).

Eine Risikoanalyse sowie Möglichkeiten zur Begrenzung und Bewältigung von Risiken sind in der Unternehmensstrategie verankert und fließen in die operative Konzernplanung ein. Für die BRITA SE bestehen im Wesentlichen folgende Risiken:

Operative Risiken

Betriebsstörungen oder längere Produktionsausfälle von Anlagen oder Komponenten könnten unsere Ertragslage beeinträchtigen. Wir ergreifen unter anderem die folgenden umfangreichen Maßnahmen, um diesen Risiken zu begegnen:

Produktion an verschiedenen Standorten

Systematische Schulungs- und Qualifikationsprogramme für unsere Mitarbeitenden

Weiterentwicklung unserer Produktionsverfahren und -technologien

Regelmäßige Wartung unserer Anlagen und Datennetze

Qualitätssicherung und -kontrolle entlang des Produktlebenszyklus und der gesamten Lieferkette.

Gegen dennoch eintretende Schadensfälle sind wir in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Der Umfang dieser Versicherung wird laufend überprüft.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für die BRITA SE vor allem durch die andauernden Volatilitäten erhebliche Währungsrisiken. Die derivativen Finanzinstrumente, die zur Sicherung dieser finanzwirtschaftlichen Risiken eingesetzt werden, sind nicht nach § 254 HGB als Bewertungseinheit bilanziert. Diese Instrumente sind im Anhang ausführlich beschrieben. Darüber hinaus ergeben sich Kursänderungsrisiken aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, die durch ein geeignetes Fondsmanagement gesteuert werden. Die Überwachung und Steuerung von Liquiditätsrisiken erfolgen im Rahmen kurz- und langfristiger Finanzplanungen.

Zur Begrenzung von Forderungsausfallrisiken hat die BRITA SE ein aktives Kundenforderungsmanagement und eine fortlaufende Überwachung der Kundenbonität etabliert.

Externe Risiken

Das internationale Marktumfeld, in dem sich die BRITA SE bewegt, ist durch allgemeine konjunkturelle und zunehmend politische Risiken, eine weiterhin ansteigende Wettbewerbsintensität und eine Konzentration im Handel gekennzeichnet.

Unser Geschäft ist auf den internationalen Märkten Preis- und Absatzrisiken ausgesetzt. Durch ein umfassendes Vertriebs- und Kostencontrolling und ein intensives Kundenmanagement minimieren wir diese Risiken. Dennoch ist insbesondere in der nahen Zukunft mit vergleichsweise hohen Unsicherheiten zu rechnen, die eine schnelle Reaktionsfähigkeit erforderlich machen.

Produkt- und Umweltschutzrisiken

Produkt- und Umweltschutzrisiken tragen wir durch entsprechende Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Rahmen eines zertifizierten Umweltmanagementsystems und durch ein risiko-basiertes Lieferkettenmanagement Rechnung. Hierzu gehören die ständige Verbesserung von Anlagen und Verfahren sowie die Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten. Wir messen der Sicherheit unserer Produkte sowie deren sachgemäßer Nutzung durch die Abnehmer große Bedeutung bei. Für Haftungsrisiken und Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen, um die möglichen Folgen von im Unternehmen verbleibenden Risiken in Grenzen zu halten bzw. sie auszuschließen.

Beschaffungsrisiken

Störungen der internationalen Lieferketten durch externe Einflüsse sowie hoher Inflation können zu limitierter Warenverfügbarkeit bzw. einer negativen Preisentwicklung führen. Darüber hinaus können Ausfälle wie Mangel an Komponenten, Energierestriktionen oder Vertragsverletzungen der Lieferanten zu Lieferengpässen und damit zu Umsatzverlusten führen. Um dem entgegen zu wirken, sind seitens BRITA Initiativen eingeleitet worden, um die Transparenz in der Vorlieferkette zu optimieren sowie alternative Lieferquellen zu qualifizieren. Zusätzlich bewerten wir kontinuierlich die Leistungsfähigkeit unserer Lieferanten, um bei Bedarf kurzfristig weitere Maßnahmen zu ergreifen.

IT-Risiken

Die strategische und operative Steuerung der BRITA SE ist maßgeblich abhängig von einer komplexen Informationstechnologie. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten sowie durch diverse technologische Sicherungsmaßnahmen gewährleistet. Daneben begegnet die BRITA SE den Risiken aus unberechtigtem Datenzugriff, -missbrauch und -verlust mit Gegenmaßnahmen technischer und organisatorischer Art.

Gesamtbild der Risikolage

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist durch die anhaltende hohe Inflation vor allem in Europa negativ beeinflusst. Die hohe Inflation ist beim Konsumenten durch Verunsicherung und Kaufzurückhaltung spürbar. Weitere Logistik- und Versorgungsengpässe können nicht ausgeschlossenen werden. Nicht zuletzt ist zu erwarten, dass die Energiepreise länger auf hohem Niveau verbleiben und somit die Wirtschaft bremsen und das hohe Preisniveau verstärken werden. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie ggf. zusätzlicher geopolitischer Konflikte können zu einer weiteren Verschärfung der Situation führen.

Da die BRITA SE operative Einheiten in Form von Tochtergesellschaften in China, Hongkong und Taiwan hat, würden potentielle Verschärfungen im Konflikt zwischen China und Taiwan wesentliche Auswirkungen auf die Tochtergesellschaften haben.

Sonstige wirtschaftliche oder rechtliche Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zurzeit nicht zu erwarten. Insgesamt wird die Risikolage für die BRITA SE als moderat eingeschätzt. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sehen wir derzeit nicht.

Chancen

Für die Zukunft ergeben sich Wachstums- und Ertragschancen aus der globalen Ausrichtung der BRITA SE, Innovationen und Produktweiterentwicklungen sowie der Bearbeitung bestehender und der Erschließung neuer Märkte. Klimaschutz und Nachhaltigkeit genießen weltweit eine hohe Bedeutung. BRITA-Produkte wie Wasserfilter und Dispenser bieten eine ökologische und praktische Alternative zu Flaschenwasser und können dabei helfen, CO 2 -Emissionen, Plastikmüll und den Verbrauch an natürlichen Ressourcen nachhaltig zu reduzieren.

Prognosebericht

Aktuelle politische Entwicklungen, das anhaltend hohe Preisniveau, insbesondere in Europa, der Russland-Ukraine-Konflikt sowie weitere geopolitische Spannungen und die Einschränkungen bei globalen Handelsrouten machen sich in einer gestiegenen Unsicherheit und höheren Volatilität bemerkbar. Hieraus können und werden sich voraussichtlich weiterhin negative Folgen für den Welthandel ergeben, weitere Einschränkungen in den globalen Lieferketten sind dabei nicht auszuschließen. Aber auch ein geändertes Konsumverhalten der Verbraucher, stark getrieben durch den inflationsbedingten Anstieg der Kosten für Energie- und Lebensmittel sowie eine höhere Volatilität der Fremdwährungskurse sind weiterhin zu erwarten.

Trotz der genannten Unsicherheiten und schwierigen Rahmenbedingungen geht die BRITA SE davon aus, dass die weitere Marktdurchdringung mit den bestehenden Produkten und zusätzlichen Innovationen auch in Zukunft eine solide Position in den bearbeiteten Marktsegmenten sichern wird. Das Eintreten neuer Wettbewerber, die fortschreitende Produkt- und Anwendungssegmentierung im Bereich Wasserfiltration und der zunehmende Druck der Handelspartner bieten zugleich Chancen als auch Risiken. Für die Nutzung dieser Chancen ist es mittelfristig wichtig, die BRITA Gruppe weiterhin konsequent global auszurichten und die Fokussierung auf die Kunden und deren Ansprüche fortzuführen.

Für 2024 erwartet BRITA trotz des anhaltenden hohen Preisniveaus eine stabile bis leicht steigende Umsatzentwicklung in allen Marktsegmenten. Es ergeben sich Wachstums- und Ertragschancen insbesondere in Märkten, in denen die Penetration mit Haushaltswasserfiltern noch ausbaufähig ist oder bei Strategic Business Segments mit einem stark ausgeprägten Marktwachstum, sowie in neuen Absatzgebieten.

Weitere Impulse werden in 2024 durch eine starke Fokussierung auf Innovationen und Produktweiterentwicklungen gesetzt. Innerhalb der heute erfolgreichen Produktgruppen sollen weitere Innovationen geschaffen bzw. etabliert werden, insbesondere im Bereich der Dispenser. BRITA ist dabei fest entschlossen, eine positive und nachhaltige Veränderung in der Welt des Wassers zu erreichen. Gemäß dem Leitsatz der aktuellen Unternehmensstrategie "Shaping Sustainable Solutions" haben viele unserer Produkte bereits einen positiven Effekt auf unsere Umwelt und helfen dabei, CO 2 -Emissionen und Plastikmüll zu reduzieren. Diese Vision wird konsequent weiterverfolgt und in der Entwicklung neuer Produkte berücksichtigt.

Der Vorstand rechnet für das Geschäftsjahr 2024 trotz der schwierigen Marktbedingungen im Consumer-Bereich mit einer Erhöhung des Umsatzes im unteren einstelligen Prozentbereich. Das Wachstum wird durch eine anhaltende positive Entwicklung der Bereiche Professional Filter und Dispenser unterstützt und von allen Regionen getragen, insbesondere aber von Europa und Nordamerika. Auf der legal rechtlichen Ebene der BRITA SE wird keine Ergebnisplanung vorgenommen. Diese erfolgt gruppenweit über konsolidierte Ergebnisbeiträge verschiedener regionaler Märkte und Produktsegmente sowie zentraler Supportfunktionen.

Abhängigkeitsbericht

Da mit der Mehrheitsaktionärin Hanvest Holding GmbH, Taunusstein, kein Beherrschungsvertrag besteht, war der Vorstand der BRITA SE zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen der BRITA SE und deren Tochtergesellschaften zu der Mehrheitsaktionärin und deren verbundenen Unternehmen dargestellt. Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 AktG: "Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen, durch die die Gesellschaft benachteiligt wurde, haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden."

 

Taunusstein, den 4. April 2024

Der Vorstand

Markus Hankammer

Stefan Jonitz

Dr. Rüdiger Kraege

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 276.100.239,59 291.576.630,11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.293.568,71 16.121.446,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.293.568,71 16.121.446,50
II. Sachanlagen 83.964.302,04 72.296.824,36
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.172.951,58 22.388.137,58
2. technische Anlagen und Maschinen 25.679.775,00 28.401.059,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.867.452,00 3.772.069,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.244.123,46 17.735.558,78
III. Finanzanlagen 180.842.368,84 203.158.359,25
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 124.040.156,70 143.240.156,70
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 55.184.747,08 59.099.919,65
3. Beteiligungen 1.451.317,24 594.534,00
4. Sonstige Ausleihungen 166.147,82 223.748,90
B. Umlaufvermögen 210.628.597,21 191.522.869,32
I. Vorräte 41.186.405,05 46.872.767,65
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.039.678,86 19.240.522,92
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.977.111,57 3.880.864,91
3. fertige Erzeugnisse und Waren 23.169.614,62 23.751.379,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 108.401.615,16 119.217.026,16
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.741.471,43 35.186.417,23
2. Forderungen gegen Gesellschafter 2.062.054,37 0,00
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 66.244.509,32 74.308.353,69
4. sonstige Vermögensgegenstände 6.353.580,04 9.722.255,24
III. Wertpapiere 18.175.141,20 18.668.315,60
1. sonstige Wertpapiere 18.175.141,20 18.668.315,60
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 42.865.435,80 6.764.759,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.163.272,75 2.905.749,52
Summe Aktiva 489.892.109,55 486.005.248,95

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 406.514.316,52 380.072.384,37
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 20.000.000,00 20.000.000,00
II. Kapitalrücklage 33.114.394,79 33.114.394,79
III. Gewinnvortrag 306.957.989,58 291.519.681,07
IV. Jahresüberschuss 46.441.932,15 35.438.308,51
B. Rückstellungen 37.473.508,33 30.226.299,11
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.737.287,04 1.836.626,84
2. Steuerrückstellungen 7.394.921,42 27.082,00
3. sonstige Rückstellungen 28.341.299,87 28.362.590,27
C. Verbindlichkeiten 45.904.284,70 75.706.565,47
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.583.333,35 9.166.666,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.433.526,32 13.694.053,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 28.397,82
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.565.127,23 47.082.361,88
5. sonstige Verbindlichkeiten 7.293.899,98 5.763.483,20
Summe Passiva 489.892.109,55 486.005.248,95

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 44.674.966,13 18.517.565,39
a) Rohergebnis 253.276.154,39 218.816.649,47
Gesamtleistung 442.896.887,39 420.759.135,89
Umsatzerlöse 445.082.042,29 417.327.090,89
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.185.154,90 3.432.045,00
sonstige betriebliche Erträge 6.787.661,26 12.246.985,03
Materialaufwand 196.408.394,26 214.189.471,45
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 158.286.202,05 174.857.292,78
Aufwendungen für bezogene Leistungen 38.122.192,21 39.332.178,67
b) Personalaufwand 86.561.735,79 83.910.714,15
Löhne und Gehälter 72.299.759,61 70.090.551,09
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.261.976,18 13.820.163,06
c) Abschreibungen 17.903.389,43 15.781.376,87
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 17.903.389,43 15.781.376,87
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 104.136.063,04 100.606.993,06
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 20.721.911,67 25.754.710,04
a) Erträge aus Beteiligungen 30.507.809,19 16.456.045,36
b) Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 10.876.605,73 8.983.234,97
c) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.983.309,69 692.530,85
d) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.126.867,29 473.822,26
e) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 24.248.846,86 694.949,39
f) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 523.833,37 155.974,01
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18.877.871,19 8.954.192,11
4. Ergebnis nach Steuern 46.519.006,61 35.318.083,32
5. sonstige Steuern 77.074,46 -120.225,19
Jahresüberschuss 46.441.932,15 35.438.308,51

Anhang für 2023

BRITA SE, Taunusstein

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist unter der Firma BRITA SE mit Sitz in Taunusstein im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 33467 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, zum Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode sowie für Altbestände nach der degressiven Abschreibungsmethode vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tagespreisen angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Es werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt und in die Bewertung mit einbezogen.

Zur Ermittlung der Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkten Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen, Maschinenkosten und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens soweit durch die Fertigung veranlasst auf Basis einer SAP gestützten Kalkulation ermittelt und in die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse einbezogen.

Soweit die Wiederbeschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren gefallen sind, wird entsprechend dem Niederstwertprinzip bewertet. Auf auslaufende Produkte und Produkte mit geringer Gängigkeit werden angemessene Abschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Eine allgemeine Risikovorsorge wurde auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen durch angemessene prozentuale Abschläge für In- und Ausland vorgenommen. Ebenso werden Erlösschmälerungen für zu erwartende Kundenskonti berücksichtigt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die Sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungspositionen werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Anwendung von versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Zur Vermeidung von großen Schwankungen der Rückstellungen aufgrund starker Zinsänderungen zwischen den Bilanzstichtagen, wird ein Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatz für Restlaufzeiten von 15 Jahren als Rechnungszinsfuß zugrunde gelegt. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Herrn Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden innerhalb des Finanzergebnisses dargestellt.

Rückstellungen für Langzeitguthaben auf den Langzeitarbeitskonten von Mitarbeitern werden mit dem entsprechenden Deckungsvermögen, welches ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus Langzeitguthaben dient und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist, verrechnet. Das Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen. Die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen werden innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Für sämtliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr haben wir das Abzinsungswahlrecht in Anspruch genommen und nicht abgezinst.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Anwendung von versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Zur Vermeidung von großen Schwankungen der Rückstellungen, aufgrund starker Zinsänderungen zwischen den Bilanzstichtagen, wird bei den Jubiläumsrückstellungen ein Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz für Restlaufzeiten von 15 Jahren als Rechnungszinsfuß zugrunde gelegt. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgte unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Herrn Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden innerhalb des Finanzergebnisses dargestellt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Name Sitz Eigenkapital zum Abschlussstichtag 2023
in EUR
Anteil
%
Ergebnis 2023
in EUR
Inland
BRITA Beteiligungs GmbH Taunusstein, DEUTSCHLAND 22.285 100 -138
BRITA International GmbH Taunusstein, DEUTSCHLAND 683.455 100 -273
BRITA VIVREAU GmbH Neutraubling, DEUTSCHLAND 4.937.156 100 0 *
PL Produkte GmbH Wiesbaden, DEUTSCHLAND 26.173 100 0
BRITA Corporation Taunusstein, DEUTSCHLAND 6.733.708 100 347.796
Filltech GmbH Warburg, DEUTSCHLAND 7.887.226 100 854.192
Ausland
BRITA Belux BV Antwerpen, BELGIEN 502.868 100 262.021
BRITA Benelux BV Eindhoven, NIEDERLANDE 885.152 100 136.531
BRITA China Co., Ltd. Shanghai, CHINA 10.097.778 100 248.481
BRITA China Manufacturing Co., Ltd. Suzhou, CHINA 23.585.571 100 5.991.957
BRITA France SARL Evry, FRANKREICH 7.016.163 100 1.118.795
BRITA Hong Kong Ltd. Hongkong, CHINA 3.547.537 100 369.348
BRITA Ibéria S.L.U. Barcelona, SPANIEN 6.722.797 100 470.923
BRITA India Water Solutions Private Limited Bangalore, INDIEN 3.279.815 100 59.810
BRITA Italia Manufacturing S.r.l. Arsago Seprio, ITALIEN 1.080.932 100 -201.749
BRITA Italia S.R.L. Grassobbio, ITALIEN 7.109.169 100 985.365
BRITA Japan KK Tokio, JAPAN 7.712.749 100 1.142.691
BRITA Korea Co., Ltd. Seoul, KOREA 3.201.507 100 621.372
BRITA NORDIC A/S Sorø, DÄNEMARK 1.159.603 100 249.268
BRITA Polska Sp. z o.o. Ożarów Mazowiecki, POLEN 6.493.844 100 1.071.293
BRITA Taiwan Co. Ltd. New Taipei City, TAIWAN 8.002.294 100 1.148.167
BRITA Turkey Su Cözümleri Ltd., Sirketi Istanbul, TÜRKEI 1.042.053 100 286.016
BRITA (UK) Ltd. Bicester, GROSSBRITANNIEN 1 100 0
BRITA Vivreau Limited Uxbridge, GROSSBRITANNIEN 5.106.859 100 726.347
BRITA Wasser-Filter-Systeme AG Neudorf, SCHWEIZ 11.375.222 100 1.320.451
BRITA Water Filter Systems Ltd. Bicester, GROSSBRITANNIEN 26.652.588 100 3.523.532
BRITA Water Filter Systems PTY Ltd. North Ryde, AUSTRALIEN 9.160.871 100 323.495
Chadvend PTY Ltd. North Ryde, AUSTRALIEN 30.745 100 0
Heinz Hankammer US Holding Dover, USA -2.093.128 100 -1.959.977
LARQ Inc. San Mateo, USA 4.097.130 100 -3.125.836
MAVEA Canada Inc. Toronto, KANADA 983.019 100 122.632
MAVEA LLC Portland, USA 1.990.348 100 -180.840
Vivreau Canada Inc. Vancouver, KANADA 1.904.284 90 -11.788
Vivreau USA LLC New York, USA -162.680 90 -19.057
Vivreau USA LP New York, USA -1.139.753 90 432.283

_____

* Jahresüberschuss nach Ergebnisabführungsvertrag

Das Geschäftsjahr der Chadvend PTY Ltd., North Ryde, Australien, endete am 30. Juni 2023. Eigenkapital und Jahresergebnis sind dem Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 entnommen. Das Geschäftsjahr der BRITA India Water Solutions Private Ltd, Bangalore, Indien, endet am 31. März 2024. Eigenkapital und Jahresergebnis sind dem Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2023 entnommen.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 55.185 (Vj. TEUR 59.100) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 9 (Vj. TEUR 17) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter von TEUR 2.062 aus (Vj. TEUR 0).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 41.836 (Vj. TEUR 49.645) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 20.000. Das Grundkapital ist eingeteilt in 20.000 auf den Namen lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von jeweils EUR 1.000,00.

Es erfolgte weder eine Einstellung noch eine Entnahme in / aus der Kapitalrücklage.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen sind auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,78 %), einem Rententrend von 2,50 % (Vj. 2,5 %) und der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt worden. Als Bewertungsverfahren für im aktiven Arbeitsverhältnis befindliche Berechtigte wird das Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit"-Methode) verwendet.

Zum Stichtag werden für ein ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 767 (Vj. TEUR 820) ausgewiesen.

Rückstellungen für Langzeitguthaben

Für die eingerichteten Langzeitarbeitskonten von Mitarbeitern wurden die mit ihrem Erfüllungsbetrag bewerteten sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.700 (Vj. TEUR 8.521) mit dem entsprechenden beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 9.700 (Vj. TEUR 8.521) verrechnet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 9.700 (Vj. TEUR 8.521). Es wurden keine wesentlichen Aufwendungen/Erträge saldiert.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 7.395 betreffen das Geschäftsjahr 2023. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 817 ausgewiesen, die auf das Geschäftsjahr 2021 und 2022 entfallen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen wie im Vorjahr im Wesentlichen für Bonus-Ansprüche von Kunden, ausstehende Rechnungen, sonstige Personalrückstellungen, Jubiläen und Garantien.

Die Rückstellungen für Jubiläen sind auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,75 % (Vj. 1,44 %) und der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt worden.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Darlehen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr enthalten i. H. v. TEUR 2.583 (Vj. TEUR 9.167).

Die Gesellschaft weist zum Stichtag eine Verbindlichkeit i. H. v. TEUR 28 (Vj. TEUR 28.000) gegenüber Gesellschaftern in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 20.865 (Vj. TEUR 18.595) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Haftungsverhältnisse

Am Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die BRITA SE mietet neben Fuhrpark und IT-Infrastruktur auch längerfristig ein Bürogebäude am Standort in Taunusstein, ein Produktionsgebäude in Bad Camberg sowie ein Logistikgebäude in Beselich an, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Dies hat positive Auswirkungen auf die Kapitalbindung und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung und den im Allgemeinen höheren Kosten.

2024
TEUR
2025 u. später
TEUR
Summe
TEUR
Miet- und Leasingverpflichtungen 9.679 43.623 53.302

Erfasst sind alle wesentlichen bekannten Einzelverpflichtungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Erwerb von Anlagevermögen (Bestellobligo) i.H.v. TEUR 6.059.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatzerlöse
Nach Produktgruppen
- Consumer 311.061 308.610
- Professional Filter 89.187 68.714
- Dispenser 27.685 21.275
- Sonstige 17.149 18.728
445.082 417.327
Nach Regionen
- Inland 96.309 90.638
- Ausland 348.773 326.689
445.082 417.327

Die Umsatzerlöse beinhalten Erträge aus Weiterberechnungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 16.394 (Vj. TEUR 18.605).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie von Finanzgeschäften, periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.356 (Vj. TEUR 3.225) sowie weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 220 (Vj. TEUR 813).

Außerplanmäßige Abschreibung

In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 319 (Vj. TEUR 0) enthalten.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen beinhalten eine Wertberichtigung der Anteile an der Filltech GmbH in Höhe von TEUR 19.200 sowie die Wertberichtigung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen in US Dollar in Höhe von TEUR 5.049 aufgrund des veränderten Währungskurses.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Weiterberechnungen von verbundenen Unternehmen, Werbe- und Marketingkosten, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie von Finanzgeschäften, Rechts- und Beratungskosten, IT-Kosten, Entwicklungskosten, Sonstige Personalkosten, Raumkosten, Ausgangsfrachten, Instandhaltung, Kraftfahrzeugkosten sowie Reisekosten. Sie enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 13 (Vj. TEUR 18). Die für die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betrugen TEUR 112 (Vj. TEUR 77).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 18.878 entfallen TEUR 18.847 auf das abgelaufene Geschäftsjahr (Vj. TEUR 8.937) und Steuernachberechnungen in Höhe von TEUR 31 betreffen das Vorjahr.

Latente Steuern

Im Wesentlichen ergeben sich latente Steuern aus abweichenden Wertansätzen aus dem Anlagevermögen sowie bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und den sonstigen Rückstellungen.

Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Gesamtsteuersatz von 30 % zu Grunde gelegt. Aktive und passive Steuerlatenzen wurden verrechnet. Auf Grund des ausgeübten Wahlrechts, auf den Ansatz eines aktiven Überhangs latenter Steuern zu verzichten, wurde zum 31. Dezember 2023 kein Bilanzposten angesetzt.

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung

Die BRITA SE vereinnahmte im Geschäftsjahr Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 30.508 (Vj. TEUR 16.456) durch sieben Dividendenzahlungen von verbundenen Unternehmen.

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages mit einem verbundenen Unternehmen realisierte die Gesellschaft Erträge in Höhe von TEUR 10.877 (Vj. TEUR 8.983).

Honorar der Abschlussprüfer

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 200 beträgt für Abschlussprüferleistungen TEUR 200 und für Steuerberatungsleitungen TEUR 0.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeitenden:

2023 2022
Mitarbeitende 959 951

Davon waren 172 (Vj. 182) gewerbliche und 787 (Vj. 769) angestellte Mitarbeitende.

Art und Umfang derivativer Finanzinstrumente

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die BRITA SE Wechselkursänderungsrisiken ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Der Einsatz von zins- und währungsbezogenen derivativen Finanzinstrumenten darf demnach grundsätzlich nicht zu spekulativen Zwecken erfolgen, sondern dient ausschließlich der Absicherung von bestehenden oder geplanten Grundgeschäften. Zur Begrenzung von Wechselkursänderungsrisiken kommen insbesondere Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Zur Minimierung des Ausfallrisikos aus derivativen Finanzinstrumenten werden die entsprechenden Finanztransaktionen nur mit bonitätsmäßig erstklassigen Kontrahenten abgeschlossen.

Der Marktwert der Devisentermingeschäfte wurde auf Basis von am Bilanzstichtag geltenden Marktdaten (Zinsstrukturkurven) errechnet.

Zum Bilanzstichtag bestanden Sicherungsgeschäfte für die Währungen Britisches Pfund (GBP), Taiwan Dollar (TWD) und Hong Kong Dollar (HKD).

Die nachfolgende Tabelle zeigt die derivativen Finanzinstrumente per 31. Dezember 2023 nach Art, Währung, Umfang (Kontraktwert) und Marktwert.

Devisentermingeschäfte Gesichertes Volumen in Fremdwährung (Nominalwert) zum 31.12.2023 Laufzeit Marktwert in TEUR zum 31.12.2023
GBP Verkauf -12.415.000,00 2024 -12
TWD Verkauf -160.000.000,00 2024 -56
HKD Kauf 17.631.593,88 2024 -26

Vorstand

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren neben Herrn Markus Hankammer, Diplom-Betriebswirt, Wiesbaden, Herr Stefan Jonitz, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Idstein, und Herr Dr. Rüdiger Kraege, Diplom-Ökonom, Idstein, als Vorstand bestellt. Alle genannten Vorstandsmitglieder üben ihre Vorstandstätigkeit hauptberuflich aus.

In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung/Vorstand.

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats bestehen aus Moss Kadey, Präsident und CEO von Mossco Capital Inc. (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Dr. Gerd Walger, geschäftsführender Direktor des Instituts für Unternehmer- und Unternehmensentwicklungen (IUU) (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats), und Brita Hankammer, geschäftsführende Gesellschafterin des Golf Resorts Hofgut Georgenthal.

Die für die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betrugen TEUR 112 (Vj. TEUR 77).

Mutterunternehmen

Die BRITA SE ist Mutterunternehmen für die unter den Finanzanlagen aufgeführten Tochterunternehmen i.S.d. § 290 HGB.

Die BRITA SE ist eine Tochtergesellschaft der Hanvest Holding GmbH. Als oberstes Mutterunternehmen erstellt die Hanvest Holding GmbH einen befreienden Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von einbezogenen Unternehmen. Der Konzernabschluss der Hanvest Holding GmbH ist am Sitz der Gesellschaft in Taunusstein erhältlich.

Nachtragsbericht

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gibt es nichts zu berichten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, das Jahresergebnis 2023 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Taunusstein, den 4. April 2024

Der Vorstand

Markus Hankammer

Stefan Jonitz

Dr. Rüdiger Kraege

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.145.776,88 225.365,74 1.031.988,41 58.431,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.894.229,78 3.514.365,61 1.362.708,91 14.086.524,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 88.917.792,77 3.760.606,14 8.394.580,38 2.849.013,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.887.247,03 7.353.516,05 2.249.381,26 75.847,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.735.558,78 10.581.986,57 3.605,00 -17.069.816,89
154.434.828,36 25.210.474,37 12.010.275,55 -58.431,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 168.351.244,43 0,00 694.949,39 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 59.099.919,65 4.984.172,29 3.850.498,00 0,00
3. Beteiligungen 594.534,00 856.783,24 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 223.748,90 0,00 57.601,08 0,00
228.269.446,98 5.840.955,53 4.603.048,47 0,00
434.850.052,22 31.276.795,64 17.645.312,43 0,00
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2023
EUR
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.397.585,81 36.024.330,38 5.106.725,13 1.027.038,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.132.411,31 11.506.092,20 1.452.013,44 998.645,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 87.132.831,89 60.516.733,77 9.165.070,50 8.228.747,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.067.228,92 10.115.178,03 2.179.580,36 2.094.981,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.244.123,46 0,00 0,00 0,00
167.576.595,58 82.138.004,00 12.796.664,30 11.322.374,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 167.656.295,04 25.111.087,73 19.200.000,00 694.949,39
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 60.233.593,94 0,00 5.048.846,86 0,00
3. Beteiligungen 1.451.317,24 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 166.147,82 0,00 0,00 0,00
229.507.354,04 25.111.087,73 24.248.846,86 694.949,39
448.481.535,43 143.273.422,11 42.152.236,29 13.044.362,56
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.104.017,10 11.293.568,71 16.121.446,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.959.459,73 38.172.951,58 22.388.137,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 61.453.056,89 25.679.775,00 28.401.059,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.199.776,92 8.867.452,00 3.772.069,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 11.244.123,46 17.735.558,78
83.612.293,54 83.964.302,04 72.296.824,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.616.138,34 124.040.156,70 143.240.156,70
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.048.846,86 55.184.747,08 59.099.919,65
3. Beteiligungen 0,00 1.451.317,24 594.534,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 166.147,82 223.748,90
48.664.985,20 180.842.368,84 203.158.359,25
172.381.295,84 276.100.239,59 291.576.630,11

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärin,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die Arbeit des Vorstands laufend überwacht undintensiv beratend begleitet. Der Aufsichtsratwurde in regelmäßig stattfindenden Sitzungenausführlich über die wirtschaftliche Entwicklung der BRITA-Gruppe und alle sie beeinflussenden Faktoren informiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten vom Vorstand regelmäßig Berichte über die aktuelle Geschäftslage und über die laufenden und geplanten Aktivitäten des Konzerns. Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden eingehend besprochen und einer Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat zugeführt. Darüber hinaus gab es zwischen den Sitzungen bei wichtigen Anlässen einen unmittelbaren Informationsaustausch zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dem Vorstandsvorsitzenden.

Der Aufsichtsrat der BRITA SE hat im Jahr 2023 insgesamt drei ordentliche Präsenzsitzungen abgehalten, wobei die Teilnahme teilweise per Video- bzw. Telefonkonferenz erfolgte. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 27. April wurde detailliert über die Geschäftsentwicklung der BRITA-Gruppe diskutiert. Weiterhin wurde der Jahresabschluss 2022 festgestellt. In der Aufsichtsratssitzung am 06. September wurde detailliert die Geschäftsentwicklung der BRITA-Gruppe insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen weltwirtschaftlichen Situation erörtert. In der Aufsichtsratssitzung am 7. Dezember wurde ebenfalls die Geschäftsentwicklung der BRITA-Gruppe erörtert, insbesondere im Hinblickauf die Entwicklungen in der SBS Consumer. Darüber hinaus lag der Fokus auf der Budgetplanung für 2024.

Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Weiterhin ist Herr Moss Kadey der Vorsitzende und Herr Prof. Dr. Gerd Walger der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates. Weiteres Aufsichtsratsmitglied ist Frau Brita Hankammer. Der Vorstand besteht aus den in der Sitzung anwesenden Herren Markus Hankammer (Vorstandsvorsitzender), Stefan Jonitz und Dr. Rüdiger Kraege.

Jahresabschluss

Der vorgelegte Jahresabschluss inkl. Prüfberichtder BRITA SE, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden von der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Das vom Vorstand eingerichtete interne Kontrollsystem und die angewandten Rechnungslegungsmethoden wurden vom Abschlussprüfer als angemessen bewertet.

Dem Aufsichtsrat lagen die vorgenannten Dokumente rechtzeitig zur Prüfung vor und wurden von ihm umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Beratung des Jahresabschlusses in der Sitzung des Aufsichtsrates am 26. April 2024 teil, um über wesentliche Ergebnisse der Prüfung zu berichten und umfassend ergänzende Auskünfte zu geben.

Nach gründlicher eigener Prüfung und Diskussion des Jahresabschlusses und des Lageberichts schloss sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und billigte in seiner Sitzung vom 26. April 2024, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss wurde damit festgestellt. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns der BRITA SE zu.

Abhängigkeitsbericht

Dem vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften Bericht für das Jahr 2023 über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Aktiengesetz wurde vom Abschlussprüfer der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt, wonach die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder eventuelle Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Wir habenden Bericht auch selbst geprüft. Wir erheben nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstandes und stimmen dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zu.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeitenden sowie den Arbeitnehmervertretungen der BRITA-Gruppe für die erbrachten Leistungen, den außerordentlichen Einsatz sowie die große Loyalität, die entscheidend zu diesem Erfolg beigetragen haben.

 

Taunusstein, 26. April 2024

Moss Kadey, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BRITA SE

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BRITA SE, Taunusstein - bestehend aus der Bilanzzum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahrvom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRITA SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Ausführungen der Geschäftsführung zu "Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren" (Absätze 2 bis 4) und "Mitarbeitende" im Lagebericht haben wir nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogen.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lageberichtin Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklungzutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu den oben genannten, nicht indie inhaltliche Prüfung einbezogenen Ausführungen der Geschäftsführung zu "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" (Absätze 2 bis 4) und "Mitarbeitende" im Lagebericht.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtsgeführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Ausführungen der Geschäftsführung zu "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" (Absätze 2 bis 4) und "Mitarbeitende" im Lagebericht. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unserenbei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dasseine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschlussund den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklangsteht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zukönnen.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissenin Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stetsaufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlussesund Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren einekritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risikendurch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlussesrelevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschlussund im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrundegelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir währendunserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 4. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schier, Wirtschaftsprüfer

Vöhl, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

23 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.