Boender & Beutel GmbHLiquidiert

50827 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 76316
Eingetragen
29.8.2012
Branche
Großhandel mit TextilienBinden von Druckerzeugnissen und damit verbundene DienstleistungenDruck- und Medienvorstufe
Gegenstand
Textildruck und -veredelung, der Handel mit Textilien, Vertrieb und Produktion von Köln-Merchandising-Artikeln, die Produktion von Werbemitteln, Beschriftungen aller Art, Printproduktion, insbesondere Offsetdruck, Digitaldruck, Grafikdesign, sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten und Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nino Boender
seit 29.8.2012
Geschäftsführer
Philipp Beutel
seit 29.8.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
250.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Boender & Beutel GmbH

Köln

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

BOENDER & BEUTEL GMBH, KÖLN

Geschäftsmodell

Die Boender & Beutel GmbH ist eine europaweite E-Commerce Plattform, die es Kunden ermöglicht, eine unbeschränkte Vielzahl an Designs auf einer grossen Anzahl an Produkten mit Schwerpunkt Textil zu entwerfen, verbreiten und zu verkaufen. Darüber hinaus bietet die Boender & Beutel GmbH Schnittstellen für bestehende Onlineshopsysteme an, um diese an den Produktionsbetrieb anzuschliessen und on demand zu produzieren.

Das Unternehmen wurde 2012 in Pulheim gegründet und beschäftigt im Jahr 2021 im Durchschnitt 142,59 Mitarbeiter in Deutschland.

Tochtergesellschaften:

Koma Merchandising GmbH 90%
GetMerch UG (haftungsbeschränkt) 100%

Weltweit nutzen zahlreiche Unternehmen, Organisationen, Vereine, Künstler und Privatpersonen als Shopbetreiber das Angebot der Boender & Beutel GmbH. Für unsere Kunden bedrucken und vertreiben wir rund 160 Produkte von T-Shirts und Hoodys über Taschen und Brotdosen bis hin zu Tassen und Aufklebern. Der meistbedruckte Artikel im Boender & Beutel GmbH Sortiment ist das schwarze Basic Shirt.

Ziele und Strategien

Die Boender & Beutel GmbH strebt an, unter Nutzung von Print on demand Technologien im Bereich der personalisierten Bekleidung und Geschenkartikel sowie als Merchandising- und Fulfillment-Dienstleister eine führende Rolle auf den internationalen Märkten einzunehmen. Im Rahmen dieser Ausrichtung wird die Boender & Beutel GmbH ihre Marktposition weiter ausbauen und innovative Produkte entwickeln.

Forschung und Entwicklung

Die Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten im Jahr 2021 fokussierten sich weiterhin auf die Flexibilisierung der Boender & Beutel GmbH Plattform und auf die Möglichkeit, externe Onlineshops mit der Produktion zu verknüpfen.

Mit der Bestickung wurde eine neue Veredlungsart eingeführt. Ein Schwerpunkt war auch der digitale Rollendruck und die Konfektionierung im Anschluss zum Endprodukt.

Allgemeine Entwicklung der Märkte

Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Berichtsjahr 2021 immer noch von den Auswirkungen der Corona Pandemie geprägt. Auch wenn sich Handel und Konsum leicht erholen konnten, blieb die Arbeitslosigkeit auf einem vergleichbar hohen Niveau. Zwar stabilisierte sich die Wirtschaft in vielen Ländern im weiteren Verlauf des Jahres etwas durch die massive Unterstützung durch die Geld- und Fiskalpolitik, dennoch sank die Wirtschaftsleistung weltweit in allen Regionen, vor allem in Europa, aber auch in den USA. Lediglich China gehörte zu den wenigen Ländern der Welt, die ein leichtes Wachstum verzeichnen konnten.

Entwicklung des direkten Geschäftsumfelds

Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce stieg im Gesamtjahr 2021 auf 99,1 Mrd. Euro nach 83,3 Mrd. Euro im Jahr 2020. Das Wachstum zum Vorjahr beträgt entsprechend 19,0 Prozent, 2020 wuchs die Branche um 14,6 Prozent zum Jahr davor. 40,2 Prozent des Umsatzes wurde über mobile Endgeräte erwirtschaftet. Inklusive der digitalen Dienstleistungen, die nochmals leicht auf 8 Mrd. Euro zurückgingen, betrug das Gesamtvolumen mehr als 107 Mrd. Euro (inkl. Umsatzsteuer).

Das starke Wachstum ist auch weiter auf die Corona Pandemie zurückzuführen. Die Umsätze im Bereich Ecommerce Bekleidung stiegen auch im zweiten Corona Jahr um 19,2% und erzielte mit 24,6 Mrd. Euro einen neuen Rekord.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf war wieder stark von der Coronapandemie beeinflusst, der sich sehr positiv auf den Verlauf auswirkte. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 lag mit 18,89 Mio. Euro 29,38% über dem Vorjahr (14,60 Mio.) Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2021 versendeten Bestellungen lag mit 757.163 um 45% über dem Vorjahr.

Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr

Im Februar 2021 wurden neue, großzügige Geschäfts- und Produktionsräume bezogen, sowie die Lagerkapazitäten durch neue Lagerräume erweitert. Des Weiteren wurde der Maschinenpark erweitert und weiter vollautomatisiert.

Blick auf das Folgejahr

Der Terminkredit der Kreissparkasse Köln von 1,5 Mio EUR wurde Anfang 2022 durch ein Gesellschafterdarlehen abgelöst.

Im Zusammenhang mit der Anschaffung von 3 Hybridfahrzeugen (Ablöse von bisherigen PKW) in 2022 hat die Gesellschaft weitere Investitionszuschüsse i.H.v. insgesamt 13.500,00 EUR erhalten.

Ertragslage

Im Jahr 2021 betrug der Umsatz der Boender & Beutel GmbH 18,89 Mio. EUR und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 29,38%: Das Rohergebnis (bestehend aus Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich des Materialaufwands) beläuft sich auf 13,05 Mio. EUR.

Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist gegenüber dem Vorjahr um 19,82% von 530.519,32 EUR auf 603.334,96 EUR gestiegen. Die Personalkosten sind mit 3,67 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Kapitalstruktur

Zum 31.12.2021 weist die Bilanz ein Eigenkapital von 979.434,83 EUR aus. Damit ist das Eigenkapital um etwa 32,7% gestiegen. Die Kapitalrücklage stammt aus der Zeit der Gründung der Gesellschaft, in Verbindung mit der Einbringung der damaligen Einzelunternehmen. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 8,16%.

Die kurzfristigen Schulden betragen zum Bilanzstichtag 7,17 Mio. EUR, während die langfristigen Schulden bei 3,52 Mio. EUR liegen. Es liegt eine Fremdkapitalquote von 91,84% vor.

Investitionen

Für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände wurden 4,09 Mio. EUR aufgewendet. Der überwiegende Anteil davon in neue Maschinen (Drucker, Verpackungsmaschine), (Roboter-)Lagerhaltung und in Webseitenentwicklung.

Liquidität

Trotz der höheren Umsätze in 2021 fällt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aufgrund des höheren Warenbestands zum Jahresende, der gestiegenen Fremdleistungen und Lohnkosten, sowie erhöhten Aufwendungen für Werbung und Leasing entsprechend geringer aus als im Vorjahr.

In die (selbstgeschaffenen) immateriellen Vermögensgegenstände wurden in 2021 1.394.436,96 EUR investiert, was die Liquidität entsprechend belastet hat.

Statt der Finanzierung von Anlagevermögen über Darlehen, wurden in 2021 mehr Maschinen im Wege des Leasings der Produktion zugeführt.

Gleichzeitig zählen im Berichtsjahr, anders als im Vorjahr, die Bestände der Wallets, Amazon und Mollie nicht mehr zu den Finanzmitteln.

Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist in etwa gleichem Maße gestiegen. Dieser Einfluss auf die Finanzmittel hat sich also gegenseitig negiert.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich von 3,24 Mio. EUR auf 4,15 Mio. EUR erhöht. Im Wesentlichen ist dies auf die getätigten Investitionen in Sachanlagen sowie in die Selbstenwicklung immaterieller Vermögensgegenstände zurückzuführen. Die Bilanzsumme verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 eine Erhöhung auf 12,00 Mio. EUR. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 0,55 Mio. EUR auf 1,47 Mio. EUR erhöht.

Fazit

Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung zufrieden.

Prognosebericht

Der Ausblick auf die Zukunft enthält weiterhin zahlreiche Unsicherheiten bezüglich der Weiterentwicklung der Beschränkungen der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pandemie und deren Dauer. Allerdings kann auf Basis des vergangenen Jahres festgestellt werden, dass hiervon kein erheblicher negativer Einfluss auf das Geschäftsjahr der Boender & Beutel GmbH zu erwarten ist. Abzuwarten bleibt auch der Ukraine - Russland Konflikt und sein Einfluss auf die weltweite Wirtschaft.

In 2022 ist der Umsatz nur leicht gewachsen während weiterhin in die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände investiert wurde - in 2022 etwa 6% mehr als in 2021. Aufgrund diverser Preissteigerungen, auch im Bereich der Personalaufwendungen aufgrund der Erhöhungen des Mindestlohns, wird für 2022 ein Jahresfehlbetrag erwartet.

Risikobericht

Als international tätiges Unternehmen ist die Boender & Beutel GmbH naturgemäß unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Um diese Risiken erfolgreich zu meistern bewertet das Unternehmen systematisch die Risiken und schätzt die möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen ein. Auf dieser Basis werden Strategien zur Abwehr und Bewältigung entwickelt und etabliert. Folgend die wichtigsten und möglichen Gegenmassnahmen.

Beschaffungsrisiken

Kurzfristige Beschaffungsrisiken können sich aus Lieferproblemen von Lieferanten sowie Schwierigkeiten bei der Prognose des Bedarfs ergeben. Zur Minderung dieses Risikos hat die Boender & Beutel GmbH folgende Maßnahmen ergriffen:

Für die meisten Lieferanten im Produktbereich wurden Ersatzlieferanten identifiziert.

Durch den Ausbau an Lagerflächen konnte die Boender & Beutel GmbH höhere Bestände für die Kernprodukte aufbauen. Längerfristige Reserven gestalten sich allerdings trotzdem aufgrund des Platzbedarfes und des hohen Umschlagvolumens als schwierig.

Auf der Beschaffungsseite besteht mittel- und langfristig das Risiko der Unterbrechung der Lieferketten. Dies kann durch politische Ereignisse erfolgen, wie z.B. durch den Brexit oder den Ukraine Krieg, die den Freihandel behindern.

Weiter ist damit zu rechnen, dass es zu Knappheiten bezüglich bestimmter Rohstoffe oder Produkte kommen kann. Dies kann den Preis für Rohstoffe stark schwanken lassen oder zur Nichtverfügbarkeit bestimmter Rohstoffe oder Produkte führen. So zeigen sich jetzt bereits Tendenzen, dass die Nachfragen nach ökologischer Baumwolle das Angebot übersteigen.

Um diese Risiken zu minimieren wird versucht eine eigene Produktion neben den Lieferanten aus Fernost aufzubauen. Somit hat man die Konfektion und Herstellung in eigener Hand vor Ort und ist nicht auf Lieferketten und Produktionen im Ausland angewiesen.

Produktion

Risiken bestehen im Bereich der Produktionstechnologie. Hier ist es möglich, dass Mitbewerber einen Kosten- bzw. Qualitätsvorteil durch technologischen Innovationen erlangen. Durch die geringe Anzahl an Anbietern im digitale Textildruck kann es zu Monopolbildungen auf der Anbieterseite kommen bzw. zu Beteiligungen oder Übernahmen, die den Zugang zu bestimmten Technologien erschweren.

Ein finanzielles Risiko stellt auch die zunehmende Kapitalintensität der Drucktechnologien mit hohem Durchsatz dar, da der Kapitaleinsatz hohe Anforderungen an Verfügbarkeit und Auslastung für einen wirtschaftlichen Betrieb stellt. Das saisonal stark schwankende Auftragsvolumen ist eine besondere Herausforderung in diesem Zusammenhang. Durch die Konzentration auf mehrere Säulen und Geschäftsbereiche mit komplementärer Saisonkurven hat die Boender & Beutel GmbH hier ein geringeres Risiko als andere Print on demand Anbieter.

Dem Risiko des Lohnanstiegs durch wirtschaftliche Entwicklung wirkt die Boender & Beutel GmbH mit zunehmender Automatisierung entgegen.

IT Systemrisiken

Da das gesamte Unternehmen vom erfolgreichen Betrieb der IT Infrastruktur abhängig ist und die Generierung der Umsätze fast ausschließlich über das Internet erfolgt, bestehen hier wesentliche Risiken, denen durch die eine adäquate Risikostrategie begegnet wird. Zur Sicherstellung des ununterbrochenen Betriebes steht eine weitgehend redundant ausgelegte Serverplattform zur Verfügung. Ausserdem hat man eine zusätzliche Entwicklungsfirma beauftragt, um einer Abhängigkeit entgegenzuwirken.

Zahlungsausfall von Kunden

Bei der Zahlungsabwicklung besteht das Risiko des Betrugs durch Kunden und der damit verbundene Forderungsausfall. Insbesondere durch gestohlene Kreditkarten sowie betrügerische Lastschriften könnten dem Unternehmen Risiken entstehen. Zur Minimierung dieser Risiken wird ein Zahlungsverkehranbieter eingesetzt, der das Risiko trägt. "Kauf auf Rechnung" wird aufgrund des Ausfallsrisiko nur in wenigen Fällen angeboten.

Rechtliche Risiken

Die Verletzung von Marken- und Urheberrechten und damit zusammenhängend von finanziellen Schadensersatzanforderungen der Rechteinhaber sowie mögliche Strafen ist ein Geschäftsrisiko.

Das Geschäftsmodell ermöglich Kunden sowie Shoppartnern selbst gestaltete Designs hochzuladen. Somit besteht ein Risiko, dass marken- oder urheberechtlich geschützte Inhalte verletzt werden. Für eine Inanspruchnahme der Boender & Beutel GmbH durch Rechteinhaber kann es ausreichen, dass das entsprechende Motiv im Shop angeboten wird.

Die Boender & Beutel GmbH hat detaillierte Prozesse und Techniken entwickelt zur Sichtung und Freischaltung hochgeladenen Contents. Ein eigenes Team ist mit hauptsächlich mit dieser Aufgabe betraut. User, die mehrfach gegen Markenrechtsbestimmungen verletzen werden verwarnt und letztendlich ausgeschlossen.

Es ist nicht möglich, sich trotz aller Massnahmen vor Ansprüchen Dritter zu schützen. Im Zweifel müssen Anwälte das vor Gericht klären.

Strategische Risiken

Strategische Risiken bestehen in der Veränderung von Vebrauchergewohnheiten, dem Markteintritt von neuen Wettbewerbern sowie der Reputation des Unternehmens.

Derzeit kann man nicht davon ausgehen, dass die Nachfrage von bedruckten Textilien im Casual Bereich in naher Zukunft abnehmen wird. Gerade während Corona war ein gegenteiliger Effekt zu beobachten.

Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich die Erwartungen der Konsumenten in ständigem Wandel befinden werden. Der Onlineeinkauf ist inzwischen die Basis vieler Branchen und nur wenige Geschäfte befinden sich noch vor dieser Transformation. Durch die Print on demand Technologie und die hohe emotionale Bedeutung der Inhalte für die Kunden können sich Vorteile bezüglich der Nachhaltigkeitsaspekte ergeben. Der Markteintritt von neuen Unternehmen aber auch die Entwicklung der bestehenden Unternehmen im Print on demand Segment stellen eine dauerhafte Herausforderung dar. Der befürchtete Markteintritt vom Merch by Amazon hat sich nicht wie befürchtet negativ auf die Entwicklung der Boender & Beutel GmbH ausgewirkt. Aufgrund des Standortes und der Flexibilität der Boender & Beutel GmbH sieht man sich im direkten Vergleich konkurrenzfähig und für die Zukunft gut vorbereitet.

Zusammenfassende Darstellung der Risiken

Die Geschäftsführung informiert sich regelmäßig über die Risikosituation des Unternehmens. Die Corona Pandemie stellt eine grosse Herausforderung für das Unternehmen dar. Doch hat sich mehrfach bewiesen, dass sich die Ausrichtung der verschiedenen unabhängigen Geschäftsbereiche mindernd auf das unternehmerische Gesamtrisiko auswirkt. Das ist auch im Vergleich zum Wettbewerb als Vorteil zu bewerten.

Chancenbericht

Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie Umfeldszenarien aus und konzentrieren uns auf den Umfang unseres Produktportfolios, die Kostentreiber und die kritischen Erfolgsfaktoren unserer Branche. Sofern man davon ausgehen kann, dass Chancen eintreten, sind sie in unseren Geschäftsplänen und Ausblicken für 2022 mit aufgenommen.

Positive Abweichungen von unserem Ausblick können entstehen, wenn unsere Plattform neue Anwendungs- und Geschäftsmöglichkeiten eröffnet, die aus heutiger Sicht im Plan noch nicht erfasst sind. Corona könnte weiterhin dazu beitragen, dass sich das Einkaufsverhalten der Konsumenten weiter in den Onlinebereich, weg vom stationären Handel, verlagert. Auch der steigende Trend zum Homeoffice könnte eine Chance sein. Wir schauen gelassen und voller Zuversicht in die Zukunft.

 

Köln, den 14.04.2023

Philipp Beutel, Geschäftsführer

Nino Boender, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

BOENDER & BEUTEL GMBH, KÖLN

AKTIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.151.334,68 3.247.456,24
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.430.484,00 2.036.762,00
II. Sachanlagen 1.701.849,68 1.130.694,24
III. Finanzanlagen 19.001,00 80.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.314.649,40 5.491.560,37
I. Vorräte 1.740.067,29 749.443,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.082.232,57 847.493,12
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.492.349,54 3.894.623,97
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 539.737,94 75.544,45
- davon Disagio: EUR 6.439,14 (Vorjahr: EUR 12.705,67)    
  12.005.722,02 8.814.561,06

PASSIVA

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 979.434,83 738.097,66
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 56.761,83 56.761,83
III. Bilanzgewinn 672.673,00 431.335,83
B. RÜCKSTELLUNGEN 160.286,01 120.636,00
C. VERBINDLICHKEITEN 10.701.126,18 7.955.827,40
- davon aus Steuern: EUR 916.011,58 (Vorjahr: EUR 647.543,21)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 13.644,50 (Vorjahr: EUR 1.964,67)    
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 164.875,00 0,00
  12.005.722,02 8.814.561,06

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Rohergebnis 13.519.479,03 9.088.716,95
2. Personalaufwand -3.671.030,07 -2.400.277,01
a) Löhne und Gehälter -3.072.273,04 -2.006.115,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -598.757,03 -394.161,96
- davon für Altersversorgung: EUR 9.285,12 (Vorjahr: EUR 28.432,40)    
3. Abschreibungen -1.312.484,43 -964.962,20
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.312.484,43 -964.962,20
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.952.878,74 -5.325.189,49
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 9.808,35 (Vorjahr: EUR 11.493,30)    
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 872,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 961,88 91,16
- davon aus Gesellschaftern: EUR 858,98 (Vorjahr: EUR 0,00)    
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 102,90 (Vorjahr: EUR 4,00)    
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 11,22)    
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen -61.000,00 0,00
- davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen: EUR 61.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -122.348,10 -52.949,72
- davon an Gesellschafter: EUR 63.005,65 (Vorjahr: EUR 0,00)    
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.054,50)    
- davon aus Abzinsung von Rückstellungen: EUR 0,33 (Vorjahr: EUR 0,00)    
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -164.875,25 -111.970,75
- davon aus der Zuführung latente Steuern: EUR 164.875,00 (Vorjahr: EUR 0,00)    
10. Ergebnis nach Steuern 235.824,32 234.330,94
11. Sonstige Steuern -2.875,16 -3.414,94
12. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 232.949,16 230.916,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

BOENDER & BEUTEL GMBH, KÖLN

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Boender & Beutel GmbH in 50827 Köln auf den 31.12.2021 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbHG sowie des Gesellschaftsvertrags zu beachten.

Nach den in den §§ 242 ff. HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Größenabhängige Erleichterungen wurden bei der Erstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister Köln eingetragen unter der Nummer HRB 76316.

Die Saldenvorträge zum 1. Januar 2021 entsprechen den Ansätzen in der Bilanz zum 31. Dezember 2020.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr wie folgt angepasst:

Die Shirtee Webseite und Shirtee Cloud, welche im Vorjahr unter den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen wurden, werden ab 2021 bei den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen erfasst.

Handelsrechtlich wurden die fertigen Erzeugnisse und Waren in 2021 nach der FiFo-Methode bewertet. Im Vorjahrerfolgte die Bewertung, passend zur Steuerbilanz, nach der LiFo-Methode.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden ab 2021 gesondert ausgewiesen.

Die Zahlungsmittel Payoneer, Wallets, Amazon und Mollie werden ab 2021 nicht mehr beim "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" ausgewiesen, sondern unter den sonstigen Vermögensgegenständen.

Darlehen zur Finanzierung von Anlagevermögen werden ab 2021 unter den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst (im Vorjahr unter "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten").

Auwendungen für Saisonarbeitskräfte, welche in Vorjahren bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurden, werden ab 2021 den Fremdleistungen im Bereich Materialaufwand zugeordnet.

Zinserträge von Gesellschaftern wurden ab 2021 gesondert ausgewiesen.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Die Darstellung der Bilanz erfolgt in Kontoform nach § 266 HGB.

In 2021 hatte die Gesellschaft Umsätze aus den internen Bereichen (Geschäftszweigen) X-Print, Shirtee, Amazon und Dropshipping erzielt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, insbesondere sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den eigenen Entwicklungskosten zzgl. Aufwendungen von fremden Dritten angesetzt - in 2021 wurden 465.081,33 EUR eigene Löhne zzgl. Nebenkosten aktiviert sowie Aufwendungen i.H.v. 929.355,63 EUR von fremden Dritten.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige (ggf. außerplanmäßige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge im Geschäftsjahr wurden zeitanteilig berechnet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert, vermindert um Wertberichtigungen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten die gemäß § 256a HGB umzurechnen sind bestanden nicht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden unterjährig zum Tageskurs eingebucht und die Kursdifferenz bei Zahlung auf Erträge oder Aufwendungen aus Kursdifferenzen gebuchtg.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Latente Steuern wurden erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag nach Verwendung von 439.723,84 EUR einbezogen.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden in Höhe von insgesamt 2.408.816,00 EUR zum 31.12.2021 aktiviert. Es erfolgte eine Umgliederung von 2.028.515,00 EUR zum 01.01.2021 von "entgeltlich erworbenen" zu "selbstgeschaffenen" immateriellen Vermögensgegenständen. Eine neue Aktivierung von 1.394.436,96 EUR wurde im Berichtsjahr vorgenommen, sowie eine Abschreibung von insgesamt 1.014.181,96 EUR.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Einkaufspreisen bzw. Herstellkosten bewertet, nach dem "First-in-First-out" Prinzip. Es wurde zum Teil eine rollende Inventur (Waren im "AutoStore") sowie eine manuelle Inventur durchgeführt.

Forderungen

Einzelwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen. Es wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 87.950,00 EUR vorgenommen.

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 61.287,40 EUR (Vorjahr: 3.000,00 EUR).

Forderungen gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen, die gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG gesondert auszuweisen sind, bestanden zum Bilanzstichtag i.H.v. 193.014,83 EUR (Vorjahr: 114.094,10 EUR).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die in 2021 entstanden sind und zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung zum Bilanzstichtag abgegrenzt wurden. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Rabatte/Boni von Zulieferern für Einkäufe in 2021.

Außerdem hier enthalten sind Doppelzahlungen an den Zulieferer Stanley/Stella, welche in Folgejahren erstattet wurden.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagio von 6.439,14 EUR enthalten (Vorjahr: 12.705,67 EUR).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen 2021 inklusive Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer, eine Rückstellung für bestehende Urlaubsansprüche der Mitarbeiter, sowie die Kosten aus der Verpflichtung zur Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen. Aufgrund einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde die Aufbewahrungsrückstellung abgezinst.

Rückstellung BW 01.01. Zuführung Abzinsung Inanspruchnahme Auflösung BW (H) 31.12.
GewerbesteuerRS 54.880,00 0,00 - -6.648,00 0,00 48.232,00
KörperschaftsteuerRS 42.696,00 0,00 - 0,00 0,00 42.696,00
RS Personalkosten 0,00 26.233,01 - 0,00 0,00 26.233,01
sonstige RS 3.060,00 64,67 0,33 0,00 0,00 3.125,00
sonstige RS VBB Immo GmbH 82,00 0,00 - 0,00 -82,00 0,00
RS Jahresabschluss 20.000,00 20.000,00 - -17.013,90 -2.986,10 20.000,00
RS Wirtschaftsprüfer 0,00 20.000,00 - 0,00 0,00 20.000,00
RS Jahresabschluss VBB Immo 900,00 0,00 - -900,00 0,00 0,00

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag i.H.v. 3.850.151,61 EUR (Vorjahr: 4.080.539,69 EUR).

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Berichtsjahr Stand 31.12.2021
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verb. gegenüber Kreditinstituten 1.968.449,02 1.532.511,52 225.000,00 210.937,50
- davon geg. Ges. und vU 0,00 0,00 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 2.158.880,17 2.158.880,17 0,00 0,00
- davon geg. Ges. und vU 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten / erh. Anz. 6.573.796,99 3.481.052,12 2.942.858,23 149.886,64
- davon geg. Ges. und vU 3.850.151,61 1.262.345,62 2.587.805,99 0,00
Summe: 10.701.126,18 7.172.443,81 3.167.858,23 360.824,14
Vorjahr Stand 31.12.2020
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verb. gegenüber Kreditinstituten 736.679,40 18.838,84 267.840,56 450.000,00
- davon geg. Ges. und vU 0,00 0,00 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 1.087.715,11 1.087.715,11 0,00 0,00
- davon geg. Ges. und vU 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten / erh. Anz. 6.131.432,89 2.063.584,34 4.067.848,55 0,00
- davon geg. Ges. und vU 4.080.539,69 12.691,14 4.067.848,55 0,00
Summe: 7.955.827,40 3.170.138,29 4.335.689,11 450.000,00

Auf einen Terminkredit der Kreissparkasse KölnBonn haben die Gesellschafter-Geschäftsführer eine persönliche Bürgschaft i.H.v. jeweils 1.500.000,00 EUR übernommen. Der Terminkredit wurde in 2022 durch ein Gesellschafterdarlehen abgelöst. Bei den restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Finanzierung von Anlagevermögen), besteht eine Sicherungsübereignung der jeweils finanzierten Maschine.

Latente Steuern

Der Saldo der (passiven) latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 164.875,00 EUR. Die latenten Steuern wurden gebildet, aufgrund der Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen (Abweichung zur Steuerbilanz i.H.v. 2.430.435,00 EUR) sowie der unterschiedlichen Bewertung des Warenbestands in der Handels- und Steuerbilanz (Abweichung von 139.523,87 EUR). Der steuerliche Verlustvortrag zum 31.12.2020 in Höhe von 2.088.063,00 EUR (Körperschaftsteuer) bzw. 2.042.886,00 EUR (Gewerbesteuer) wurde dagegen gerechnet.

Auf den verbleibenden Betrag wurden 15% Körperschaftsteuer zzgl. 5,5% Solidaritätszuschlag berechnet. Für die Berechnung der Gewerbesteuer wurde ein Hebesatz von 475% zugrundegelegt.

Ausschüttungssperre

Aufgrund der aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände ergibt sich nach § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von 2.243.941,00 EUR.

Eine Ausschüttung darf nicht vorgenommen werden, da die Kapitalrücklage zzgl. Bilanzgewinn (56.761,83 EUR + 672.673,00 UER = 729.434,83 EUR) die aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände abzgl. der passiven latenten Steuern (2.408.816,00 EUR - 164.875,00 EUR = 2.243.941,00 EUR) nicht übersteigt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse werden überwiegend im DACH-Raum und aus Onlinekanälen erwirtschaftet und sind im Geschäftsjahr von 14,60 Mio EUR auf 18,89 Mio EUR gestiegen.

Der Materialaufwand des Geschäftsjahrs beträgt 6.961.549,67 EUR und gliedert sich wie folgt:

Materialaufwand EUR
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.464.083,12
b) bezogene Leistungen 532.701,11

Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs beträgt 3.671.030,07 EUR und gliedert sich wie folgt:

Personalaufwand EUR
a) Löhne und Gehälter 3.072.273,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung 598.757,03
davon für Altersversorgung 9.285,12

Auf die Beteiligung an der KOMA Merchandising GmbH wurde eine Teilwertabschreibung vorgenommen. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden nicht vorgenommen.

In der Erfolgsrechnung sind keine periodenfremde Erträge enthalten.

In 2021 wurden überfällige Forderungen aus Vorjahren im Wege der Pauschalwertberichtigung i.H.v. insgesamt 87.950,00 EUR (netto) ausgebucht. Die Berichtigung erfolgte in Höhe von 0,25% der Nettoerlöse aus 2020 sowie um 0,75% der Nettoerlöse aus 2021, als auch zu 50% von ausgewählten Debitoren. Weitere wesentliche zu erläuternde periodenfremde Aufwendungen oder Erträge sind nicht angefallen.

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung Betrag
EUR
+ Jahresüberschuss 232.949,16
- Jahresfehlbetrag 0,00
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 431.335,84
- Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00
- Ausschüttung 3.188,00
+ Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 0,00
+ Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00
+ Rückforderung von Ausschütungen 11.576,00
Entnahmen aus Gewinnrücklagen  
+ Entnahmen aus der gesetzlichen Rücklage 0,00
+ Entnahmen aus der Rücklage für eigene Aktien 0,00
+ Entnahmen aus satzungsmäßigen Rücklagen 0,00
+ Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 0,00
Einstellungen in Gewinnrücklagen  
- Einstellungen in die Rücklage nach den Vorschriften über die Kapitalherabsetzung 0,00
- Einstellungen in die gesetzliche Rücklage 0,00
- Einstellungen in die Rücklage für eigene Aktien 0,00
- Einstellungen in die satzungsmäßigen Rücklagen 0,00
- Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen 0,00
= Bilanzgewinn 672.673,00
= Bilanzverlust 0,00

Sonstige Angaben

Das Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich auf 250.000,00 EUR und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Mitarbeiter in der Verwaltung (Büro)   36,92
Mitarbeiter in der Produktion   103,67
leitende Angestellte   2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 142,59  

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer lagen bei 380.776,02 EUR; davon wurden 149.564,56 EUR im Rahmen der selbstgeschaffenen immateriellen Wirtschaftsgüter aktiviert.

Zum 31.12.2021 war die Gesellschaft zu 90% an der KOMA Merchandising GmbH in Wuppertal sowie zu 100% an der GetMerch UG (haftungsbeschränkt) in Köln beteiligt.

Folgende weitere finanzielle Verpflichtungen bestehen zum 31.12.2021:

Leasing Maschinen Leasinggeber Jahresraten Netto Laufzeitende
abc finance GmbH 1.650,49 jährlich kündbar
Grenke 5.887,16 halbjährlich kündbar
DLL Leasing 32.280,00 31.01.2024
DLL Leasing 2.697,84 jährlich kündbar
DLL Leasing 9.410,42 halbjährlich kündbar
CR Leasing 109.117,92 28.02.2025
CR Leasing 113.503,97 30.09.2025
CR Leasing 111.718,59 30.11.2026
CR Leasing 129.079,66 31.10.2028
CR Leasing 12.926,02 30.11.2024
CR Leasing 9.498,96 31.10.2025
Leasing PKW Leasinggeber Jahresraten Netto Laufzeitende
VW Leasing 1.668,00 31.08.2021
VW Leasing 3.306,96 30.06.2021
FordBank 3.420,00 30.04.2022
Mercedes Benz Leasing 11.459,16 31.12.2021
VW Leasing 4.392,00 31.12.2022
VW Leasing 3.660,00 28.02.2023
Sixt Leasing 3.875,16 30.09.2022
Mercedes Benz Leasing 8.482,08 31.07.2024
VW Leasing 15.288,00 31.08.2024
VW Leasing 1.140,00 31.08.2021
Sixt 2.310,84 30.11.2022
PSA Bank 3.254,32 30.11.2024
Mieten für Hallen/Räume Vermieter Jahresmiete Netto Laufzeitende
SEGRO Zwanzigste Grundbesitz GmbH 275.968,44 30.09.2030
Kuntze 16.080,00 30.09.2023
Kuntze 18.000,00 30.12.2023

Weitere finanzielle Verpflichtungen oder Haftungsrisiken außerhalb der Bilanz bestehen nicht.

Im Zeitraum 01.01.2021 bis 31.12.2021 waren folgende einzelvertretungsberechtigte und von den Beschränkungen des Selbstkontrahierungsverbotes gemäß § 181 BGB befreite Geschäftsführer bestellt:

Philipp Beutel, Kaufmann, Köln

Nino Boender, Kaufmann, Köln

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen den Jahresüberschuss i.H.v. 232.949,16 EUR (Vorjahr: Jahresüberschuss i.H.v. 230.916,00 EUR), nach Berücksichtigung der in 2021 erfolgten Gewinnausschüttung sowie der erfassten Rückforderungen, auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Jahresabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Köln, 14.04.2023

Philipp Beutel, Geschäftsführer

Nino Boender, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1.394.436,96 3.569.564,03 0,00 4.964.000,99
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.586.452,83 19.850,00 -3.569.564,03 0,00 36.738,80
  3.586.452,83 1.414.286,96 0,00 0,00 5.000.739,79
II. SACHANLAGEN          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 310.028,02 0,00 310.028,02
Technische Anlagen und Maschinen 121.576,64 459.136,56 1.140.717,86 1.017.715,48 703.715,58
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.220.799,45 849.721,41 47.880,62 1.019.018,87 1.099.382,61
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 249.649,24 1.375.876,94 -1.498.626,50 0,00 126.899,68
  1.592.025,33 2.684.734,91 0,00 2.036.734,35 2.240.025,89
III. FINANZANLAGEN 80.000,00 1,00 0,00 0,00 80.001,00
  5.258.478,16 4.099.022,87 0,00 2.036.734,35 7.320.766,68
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021
EUR
Zuführungen
EUR
Umbuchungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 1.014.135,96 1.541.049,03 0,00 2.555.184,99
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.549.690,83 6.429,00 -1.541.049,03 0,00 15.070,80
  1.549.690,83 1.020.564,96 0,00 0,00 2.570.255,79
II. SACHANLAGEN          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 9.304,02 0,00 0,00 9.304,02
Technische Anlagen und Maschinen 15.600,64 42.641,94 0,00 0,00 58.242,58
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 445.730,45 239.973,51 0,00 215.074,35 470.629,61
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  461.331,09 291.919,47 0,00 215.074,35 538.176,21
III. FINANZANLAGEN 0,00 61.000,00 0,00 0,00 61.000,00
  2.011.021,92 1.373.484,43 0,00 215.074,35 3.169.432,00
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2021
EUR
31. Dez. 2020
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.408.816,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.668,00 2.036.762,00
  2.430.484,00 2.036.762,00
II. SACHANLAGEN    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 300.724,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 645.473,00 105.976,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 628.753,00 775.069,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 126.899,68 249.649,24
  1.701.849,68 1.130.694,24
III. FINANZANLAGEN 19.001,00 80.000,00
  4.151.334,68 3.247.456,24

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Boender & Beutel GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Boender & Beutel GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Boender & Beutel GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der Boender & Beutel GmbH, Köln, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 17. April 2023

Flick Gocke Schaumburg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Hoppen, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 18. April 2023 festgestellt.

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