Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 1343
Vorher
Elektro-Lück GmbHLück Gebäudetechnik GmbH
Eingetragen
10.2.1986
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenIngenieurbüros für Fachplanung von sonstigen technischen Anlagen
Gegenstand
Die Beratung für und die Planung, Errichtung und Instandhaltung von gebäudetechnischen Anlagen. Dies umfasst unter anderem die Bereiche Elektrotechnik, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik, Sicherheitstechnik, Telekommunikationssysteme, Netzwerktechnik, IT-Dienstleistungen sowie die Gestellung von Personal für diese Bereiche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Volker Reiling
seit 13.5.2024
Prokura
Jürgen Dr. Lelito
seit 5.12.2023
Geschäftsführer
Marko Günther
seit 5.12.2022
Prokura
Turhan Can
seit 5.12.2022
Prokura
Jörn Ettenhofer
seit 21.2.2022
Prokura
Jens Helwin
seit 6.7.2020
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPIE Lück GmbH

Lich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft zeigte sich 2023, nach der COVID-19-Pandemie, einem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg und der weltweit hohen Inflation sehr widerstandsfähig. Das BIP-Wachstum fiel mit global 3,1% im Jahr 2023 stärker aus als erwartet. In den USA und einigen Schwellenländern wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal 2023, aufgrund höherer Löhne sowie steigender staatlicher und privater Ausgaben, nochmals stärker als prognostiziert. Durch die Anhebung der Leitzinsen durch die Zentralbanken erholte sich die weltweite Inflation ab dem vierten Quartal 2023 und sank auf prognostizierte 6,8% für das Gesamtjahr 2023. Wiederhergestellte Lieferketten erhöhten die wirtschaftliche Dynamik im zweiten Halbjahr zudem weiter. 1 Im vierten Quartal 2023 kehrte sich diese Entwicklung allerdings wieder um. In Folge des Nahost-Konflikts kam es zu Überfällen auf Containerschiffe im Roten Meer, was zu Lieferverzögerungen auf der Route zwischen Asien und Europa führte. 2

Die Wirtschaftsleistung in der EU hat im Jahr 2023 an Schwung verloren, das BIP-Wachstum schrumpfte auf 0,5%. 3 Hintergrund waren vor allem die hohe Inflation im Euro-Raum (5,4% 4 ), eine härtere Geldpolitik sowie der anhaltende Krieg Russlands gegen die Ukraine. 5

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete für das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang des BIP um -0,3%. Vorangegangene multiple Krisen, eine Inflation von +5,9% 6 , die straffe Geldpolitik, ein hoher Krankenstand der Erwerbstätigen sowie ein kräftiges Wachstum der Lohnstückkosten beeinflussten die deutsche Wirtschaft stark. Die schwache Auslandsnachfrage (-1,8%) stellte für Deutschland als Exportnation einen weiteren, zentralen Belastungsfaktor dar. 7 Lediglich der Außenhandel mit Ländern außerhalb Europas wies 2023 ein leichtes Plus von 0,8% auf. 8 Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Jahresverlauf hingegen robust. Die Arbeitnehmerentgelte (+6,7%) sowie Unternehmens- und Vermögenseinkommen (+6,5%) legten im Verlauf des Jahres, insbesondere aufgrund von deutlichen Lohnerhöhungen und staatlicher Entlastungsmaßnahmen, deutlich zu. 9

1.2 Entwicklung der Branche

Die SPIE Lück GmbH ist ein im Bereich der Gebäudetechnik bundesweit tätiges Unternehmen mit einem Tätigkeitsschwerpunkt in Hessen und den angrenzenden Bundesländern.

Die Gebäudetechnik Branche zeigte nach der stabilen Marktentwicklung des Vorjahres auch im Jahr 2023 in der von geo- und klimapolitischen Ereignissen beeinflussten Lage Kontinuität. Prognosen zufolge wuchs die HKLS-Branche um 5,8% und erreichte ein Umsatzvolumen von Mrd. EUR 78,7. 10 Das Elektrohandwerk bewertete sich als relativ krisenfest. 11 Geschäftsimpulse setzten besonders der Ausbau Erneuerbarer Energien sowie die voranschreitende Elektromobilität und der damit einhergehende Aufbau der Ladeinfrastruktur. 12 Das Gesamthandwerk prognostizierte für 2023 eine etwas rückläufige, aber stabile Entwicklung, mit einer Umsatzsteigerung um 6% gegenüber 2022. 13 Trotz multipler Krisenlagen der Wirtschaft waren im Herbst 2023 die Geschäftserwartungen im Gesamthandwerk zwar getrübt aber weniger pessimistisch als im Jahr zuvor. Der ZDH-Geschäftsklimaindex stieg zum dritten Quartal 2023 um 10 Zähler auf 107 Punkte. Stabilisiert wurde das Geschäft vor allem durch rückläufige Energiekosten sowie einem steigenden privaten Konsum. 14 Besonders das Ausbaugewerbe blickte 2023 positiver auf die Geschäftslage. Es profitierte vor allem von einer Sonderkonjunktur für Modernisierungs- und Effizienzmaßnahmen im Hinblick auf den Gebäudeenergiebedarf. 15

Erschwerend für die Betriebe wirkten sich die Unsicherheiten in der deutschen Bauwirtschaft aus. Der Rückgang der Baukonjunktur setzte sich im Jahr 2023 mit einem Umsatzrückgang von -5,3% fort. Stark gestiegene Bau- und Finanzierungskosten haben vor allem im Wohnungsbau Spuren hinterlassen (-11%). Der Wirtschaftsbau erreicht 2023 einen Umsatz von ca. Mrd. EUR 59,6 (-2%) und der öffentliche Hochbau ein 4%iges Umsatzplus (Mrd. EUR 9). 16

Die deutsche Energiewirtschaft setzte im Jahr 2023 ihren Transformationsprozess unvermindert fort. Regenerative Energien spielen erstmals die bedeutendste Rolle im Energiemix. 17 Die erneuerbar generierte Strommenge lag bei rund 268 Terrawattstunden (TWh). Ungefähr 75% davon wurden durch Wind- und Solaranlagen erzeugt. 18 Die Nachhaltigkeitsbestrebungen zielen zudem auf den effizienten Energieeinsatz. Die Bundesregierung setzt im November 2023 das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) in Kraft. Es verpflichtet Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 7,5 GWh sowie öffentliche Einrichtungen von Bund und Ländern, Energie- und Umweltmanagementsysteme einzuführen. 19 Die Gebäudetechnik-Anbieter unterstützen mit individuellen Lösungen zur Energieeinsparung und zur Integration erneuerbarer Energien. Die SPIE Lück hat 2023 entsprechend ihr Installationsgeschäft von Photovoltaik-Anlagen ausgebaut.

Die von funktionsfähigen Rechenzentren abhängige Internetwirtschaft wächst weiter. Die Kapazitäten der Rechenzentren steigen. Deutschland ist der zweitgrößte Markt für Colocation-Rechenzentren in Europa. 20 Daher ist der Colocation-Markt auch ein wesentlicher Treiber des Wachstums im Bereich Netzwerke, Infrastruktur und Operating mit einer jährlichen Wachstumsrate von 15,7% und wird bis 2025 voraussichtlich einen Umsatz von Mrd. EUR 11,5 erwirtschaften. 21 Auch hier fordert das neue Energieeffizienzgesetz die Betreiber von Rechenzentren auf, mehr Strom aus Erneuerbaren Energien zu beziehen und die anfallende Abwärme effizient zu nutzen. 22

Die Sicherheitstechnik als eines der Geschäftsfelder der SPIE Lück entwickelte sich im Jahr 2023 laut Herbst-Konjunktur-Umfrage des Bundesverbandes für Sicherheitstechnik positiv. Der Bereich Zutrittssteuerung erfuhr dabei einen leichten Aufschwung. Die Entwicklung in den Bereichen Einbruch- und Brandmeldeanlagen sowie Videotechnik war hingegen leicht rückläufig. 23

Die eingeleitete Mobilitätswende führte 2023 zu einem Boom bei der Zulassung von PKWs mit Elektroantrieb. 24,6% der neu zugelassenen Pkw (700.206) waren 2023 mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Ein deutliches Plus vom 11,4% verzeichnen die reinen Elektro-Pkw (BEV) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 24 Der notwendige Aufbau der Ladeinfrastruktur und die Integration der Ladeleistungen in die Energiesysteme der Liegenschaften bieten weiterhin viele Geschäftsmöglichkeiten für die Gebäudetechnik-Unternehmen.

Zusammenfassend stellen sich alle von der SPIE Lück adressierten Märkte in einem von Krisen geprägten Umfeld als stabil dar. Eine Verschiebung von Kapazitäten aus dem rückläufigen Wohnungsbau in Richtung Wirtschaftsbau und eine Erhärtung des Fachkräftemangels könnten dämpfend auf die weitere Geschäftstätigkeit der SPIE Lück wirken.

2. Darstellung der Gesellschaft

2.1 Aufstellung SPIE Lück GmbH

Mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2023 erfolgte die Verschmelzung der Schwestergesellschaft SPIE Pulte GmbH, Heilgenroth, auf die SPIE Lück GmbH, Lich.

Eine Vergleichbarkeit des Berichtsjahres mit dem Vorjahr ist somit nur eingeschränkt gegeben. Die im Folgenden für das Vergleichsjahr 2022 genannten Angaben entsprechen den Werten, die sich ergeben hätten, wenn eine Verschmelzung bereits zum 1. Januar 2022 erfolgt wäre.

Wir sind eine "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" mit Sitz in Lich-Langsdorf sowie Außenstellen in Siegen, Frankfurt/Main, Rüsselsheim und Heiligenroth. Als mittelständisches Unternehmen sind wir mit den Leistungsbereichen elektrische Gebäude- und Energietechnik, technisches Gebäudemanagement, Sicherheitstechnik, Heizungs- und Sanitärtechnik, Lüftungs- und Klimatechnik, erneuerbare Energien sowie IT- und Kommunikationssysteme im Bau- und Ausbaugewerbe am Markt tätig.

Unsere Absatz- und Einsatzgebiete konzentrieren sich auf die geographische Mitte Deutschlands. Für einige unserer überregional tätigen Kunden sind wir auch im gesamten Bundesgebiet, in Ausnahmen auch darüber hinaus, tätig.

Unser Unternehmen ist eingebunden in den Geschäftsbereich Building Technology & Automation (BTA) der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen, (SPIE DZE) der die Bereiche Elektrotechnik, Automation, Mechanik und Beratung abdeckt. Wir sind im Bereich der Elektrotechnik und Mechanik angesiedelt. Die wesentlichen internen Funktionsbereiche werden durch die unterstützende Zentrale abgedeckt.

2.2 Entwicklung der Gesellschaft

a. Marktpositionierung

Unsere Leistungsbereiche sind elektrische Gebäude- und Energietechnik, technisches Gebäudemanagement, Sicherheitstechnik, Heizungs- und Sanitärtechnik, Lüftungs- und Klimatechnik, erneuerbare Energien sowie IT- und Kommunikationssysteme im Bau- und Ausbaugewerbe.

Wir sind im Wesentlichen für Stammkunden aus der gewerblichen Wirtschaft bei komplexeren und anspruchsvolleren Projekten tätig, insbesondere im Rechenzentrumsbau.

b. Geschäftsentwicklung

Die Gesellschaft hat auch in 2023 wieder mehrere Aufträge von Neukunden mit einer hohen Auftragssumme gewonnen.

Darüber hinaus baute die SPIE Lück GmbH erfolgreich die Zusammenarbeit mit Bestandskunden in Deutschland aus.

c. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns

Im Rahmen von Initiativen, wie bspw. der "ONE SPIE-Messe" und in regionalen "ONE SPIE-Roadshows" lädt die SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe ihre Kunden zu Veranstaltungen ein, um einen offenen Austausch über mögliche SPIE-Leistungen, Innovationen und Kundenanforderungen zu führen.

3. Entwicklung von Leistung, Auftragseingang und Umsatz

Der Auftragseingang der SPIE Lück GmbH liegt mit Mio. EUR 39,8 im Geschäftsjahr 2023 unter dem des Vorjahres (Mio. EUR 69,5).

Die Leistung einschließlich Bestandsveränderungen (ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug Mio. EUR 64,7 (Vorjahr: Mio. EUR 64,6) ist auf Vorjahres-Niveau und entsprach unseren Erwartungen. Größter Einzelkunde ist Interxion in Frankfurt/Main.

Der Umsatz betrug Mio. EUR 48,5 (Vorjahr: Mio. EUR 34,0) und ist gegenüber dem Vorjahr um 14 % gestiegen. Er teilt sich folgendermaßen auf:

Geschäftsjahr Umsatz nach Bereich 2023
Mio. EUR
2022
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Veränderung
%
Gebäudetechnik 40,14 25,87 14,27 55%
Prozesstechnik 5,97 5,08 0,89 18%
Sonstige 2,37 3,03 -0,66 -22%
Summe 48,48 33,98 14,50 43%

Durch die Abnahme von größeren Projekten insbesondere in der Gebäudetechnik erhöhten sich die Umsatzerlöse.

4. Personalentwicklung

Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter der SPIE Lück GmbH belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 einschließlich Auszubildenden und Geschäftsführer auf 316 (Vorjahr: 353). Gründe für den Personalrückgang sind unter anderem die Schließung der Niederlassung Erfurt und die schrittweise Trennung vom Mechanik-Geschäft.

II. Wirtschaftsbericht

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die kontinuierliche Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Leistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Working Capital und Liquiditätsentwicklung.

Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Bilanz gegeben.

1.1 Auftragseingang

Der Auftragseingang der SPIE Lück GmbH betrug im Geschäftsjahr insgesamt Mio. EUR 39,8 (Vorjahr: Mio. EUR 69,5) und lag damit unter dem Vorjahr und deutlich unter den Erwartungen. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass ein großes, budgetiertes Data-Competence-Center-Projekt nicht gewonnen werden konnte.

1.2 Leistung

Die Leistung (Umsatzerlöse und Bestandveränderungen) von Mio. EUR 64,7 (Vorjahr: Mio. EUR 64,6) im Geschäftsjahr 2023 ist auf Vorjahres-Niveau und entsprach unseren Erwartungen.

1.3 Ertragslage

Die SPIE Lück GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023 ein negatives EBIT von Mio. EUR -8,9 aus (Verlust Vorjahr: Mio. EUR -20,6). Gründe für das unerwartete negative Ergebnis sind weitere, nicht erwartete Abwertungen auf ein Großprojekt.

Das Finanzergebnis (Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Aufwendungen) beträgt TEUR -378 (Vorjahr: TEUR -261) und beruht im Wesentlichen auf Aufwendungen für Avalprovisionen (TEUR 230) und Cashpool Verzinsung (TEUR 136).

Der im Berichtsjahr erwirtschaftete Verlust in Höhe von TEUR 9.270 (Vorjahr: Verlust von TEUR 20.896) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der SPIE Building Technology & Automation GmbH, Gießen, (SPIE BTA) durch diese ausgeglichen.

1.4 Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme von Mio. EUR 38,2 um Mio. EUR 6,4 auf Mio. EUR 31,8 gesunken. Dies lag auf der Aktivseite im Wesentlichen aus der Zunahme des Leistungsüberschusses, bestehend aus unfertigen Leistungen und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (Mio. EUR 5,2) sowie aus der Verminderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Mio. EUR -9,2). Auf der Passivseite ergibt sich der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen durch die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Mio. EUR -4,3).

Aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 22,1% (Vorjahr: 18,4%) erhöht.

Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse), kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, hat sich von Mio. EUR 6,4 um Mio. EUR 0,9 auf Mio. EUR 5,5 verändert und befindet sich damit unter dem Vorjahres-Niveau.

Bereinigt um die Forderung aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von Mio. EUR 9,3; (Vorjahr: Mio. EUR 20,9) mit der SPIE BTA als auch um die Forderung aus Cash-Pool über Mio. EUR 2,2; (Vorjahr Verbindlichkeit: Mio. EUR 5,5) gegen die SPIE DZE hat sich das Working Capital entgegen unserer Erwartung um Mio. EUR 3,0 auf Mio. EUR -6,0 verändert. Dies ist im Wesentlichen in dem Anstieg der unfertigen Leistungen, der nicht vollständig von der Steigerung der erhaltenen Kundenanzahlungen kompensiert werden konnte, begründet.

1.5 Finanzlage

Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der SPIE Deutschland und Zentraleuropa GmbH, Ratingen, eingebunden. Die verfügbare Stichtagsliquidität aus Bankguthaben und Kassenbeständen sowie Cash-Pool hat sich von Mio. EUR -5,3 auf Mio. EUR 3,3 durch die Verlustübernahme der Alleingesellschafterin und der damit verbundenen Zahlung erheblich erhöht und liegt damit über unseren Erwartungen.

2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Betriebszugehörigkeit

Die Mitarbeitenden der SPIE Lück GmbH waren im Jahr 2023 durchschnittlich 6,3 Jahre beschäftigt (Vorjahr: 6,6 Jahre). Die Fluktuation (Verhältnis der Austritte zum Personalanfangsbestand des Jahres) ist von 29,4 % im Vorjahr auf 23,6 % im Jahr 2023 gesunken.

2.2 Aus- und Weiterbildung

Weiterbildung

Die SPIE Lück GmbH hat im Jahr 2023 über die SPIE Akademie am regelmäßigen Weiterbildungsprogramm mit fachlichen und überfachlichen Seminaren teilgenommen, welches auf spezifische Bedarfe der Mitarbeitenden ausgerichtet war. Nach Fach- und Führungstrainings lagen weitere Trainingsschwerpunkte auf der Methoden- und Sozialkompetenz. Die Schulungs- und Trainingsmaßnahmen sind für verschiedene Karrierestufen von Ausbildungs-Workshops bis zu modularen Führungskräfteprogrammen konzeptioniert und dienen der Verbesserung der persönlichen und arbeitsplatzbezogenen Kompetenzen. Sie orientieren sich an Funktionen, Tätigkeiten und Verantwortungsbereichen. Ziel ist es, Nachbesetzungen wie z.B. Experten- oder Führungspositionen weitestgehend aus den eigenen Reihen vorzunehmen.

Der Besuch von internen Weiterbildungsmaßnahmen ist dementsprechend im Jahr 2023 auf 287 Trainingstage gering gestiegen (Vorjahr: 300 Trainingstage), jedoch im Verhältnis des gesunken Mitarbeiterzahlen real gestiegen.

Neben den intern organisierten Weiterbildungsangeboten der SPIE Akademie hat die SPIE Lück GmbH auch an externen Weiterbildungsangeboten teilgenommen, um die spezifischen Weiterbildungsbedarfe ebenfalls abzudecken.

Der Besuch von externen Seminaren lag 2023 bei 237 Trainingstagen (Vorjahr: 207 Trainingstage).

Ausbildung

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beschäftigt die Gesellschaft 57 Auszubildende (zum Vorjahresstichtag: 53 Auszubildende) und erreicht damit einen Auszubildendenanteil von 18,0 % an der Gesamtbelegschaft (Vorjahresstichtag: 15,0 %). Die Ausbildungsquote ist somit gestiegen.

2.3 Arbeitssicherheit

Übergeordnetes Ziel von SPIE Lück GmbH GmbH ist es, eine Arbeitsschutzkultur nachhaltig im Unternehmen - bei den Führungskräften und Mitarbeitenden - zu etablieren und zu verankern.

Als Messgröße für die Arbeitssicherheit wird die Ereignishäufigkeitsrate (TRCFR = Total Recordable Cases Frequency Rate) herangezogen. Die Kennzahl errechnet sich aus der Summe der Ereignisse "Medical Treatments" und "Lost Time Incidents" bezogen auf eine Million Arbeitsstunden aller Mitarbeitenden - d.h. aller Mitarbeitenden der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und aller Mitarbeitenden, die im Zuge von Arbeitnehmerüberlassungen für die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe tätig sind. Die Reduzierung der Ereignishäufigkeit hat einen positiven Einfluss auf die Kennzahl von SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH.

Die Kennzahl der Gruppe hat sich für das Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegt bei 10,53. Damit wurde die TRCFR im Vergleich zum Vorjahr um 1% gesenkt, die Anzahl der Ereignisse liegt in der Schwankungsbreite. Insgesamt wurde die Ereignishäufigkeitsrate von Dezember 2014 bis Dezember 2023 um 53% gesenkt. Die in den jeweiligen Zeiträumen der Berichterstattung in die Gruppe aufgenommenen Akquisitionen sind ab Zugehörigkeit zu SPIE in die Bildung der Kennzahl aufgenommen worden.

Jede Gesellschaft der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe trägt zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und damit der Senkung der TRCFR bei. Valide vergleichbar ist die Kennzahl auf Ebene der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe, da sowohl durch organisches als auch durch anorganisches Wachstum die KPI auf Ebene der Legaleinheiten, mithin SPIE SAG GmbH im Vergleich der Jahre stark schwanken kann. Die Berichterstattung wurde daher auf Gruppenebene umgestellt.

Mit Beginn der Coronapandemie wurde eine bei SPIE eingeführte Veranstaltung "HSEQ für Führungskräfte" als Präsenzveranstaltung pandemiebedingt vorübergehend eingestellt. Im Jahr 2023 wurde diese Veranstaltung wieder in Präsenz implementiert. Vorab wurde das Training didaktisch komplett überarbeitet. In dem interaktiven Training werden Führungskräfte befähigt die HSEQ-Themen im operativen Umfeld umzusetzen.

SPIE arbeitet kontinuierlich daran, die Arbeitssicherheit entlang des STOP-Prinzips (Substitution, technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen) auszurichten.

Im Bereich neue technische Arbeitsmittel zur Verbesserung der Arbeitssicherheit werden neben Marktrecherchen auch Eigenentwicklungen mit Herstellern umgesetzt.

Ein wichtiges Instrument zur Unterstützung aller Mitarbeitenden in der Fläche sowie der Führungskräfte waren die Hilfestellungen über eine arbeitstäglich 12-stündig erreichbare Beratungshotline sowie eine Vielzahl von Remote- und Präsenzschulungen und Regelbesprechungen.

Um die HSEQ-Themen innerhalb des Unternehmens zu etablieren, lag der Fokus auf dem Trainieren der Führungskräfte, um diese zu befähigen, alle HSE-relevanten Maßnahmen zu entwickeln und in dem jeweiligen Verantwortungsbereich zu implementieren und zu führen. Mit verschiedenen Veranstaltungen wurde das Know-how innerhalb der Organisation etabliert.

In 2023 wurden zielgruppenorientiert Trainings zusätzlich angeboten und die Veranstaltungen um Praxisübungen, die in Kleingruppen durchgeführt wurden, ergänzt. Remoteveranstaltungen wurden im Rahmen der Qualifizierung/Erfahrungsaustauschen von verantwortlichen Elektrofachkräften und befähigten Personen gemäß DGUV V3 zur Überprüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel durchgeführt. Grundlage war in allen Fällen ein großer Fundus an bebilderten Beispielen aus der Unternehmenspraxis. Wenn notwendig, wurden Präsenzschulungen (z. B. Höhenrettung, PSAgA, Erste Hilfe, Umgang mit Trennschleifern, Arbeiten unter Spannung) unter hohen Hygienestandards durchgeführt, um die Befähigung der Mitarbeitenden zu erhalten.

Mit Beginn der Corona-Pandemie ist die HSEQ-Abteilung dem dynamischen Veränderungsprozess der Pandemie mit schneller Erarbeitung und Prozessanpassung begegnet. Durch ein gezieltes Kommunikationskonzept konnten der Lage angepasste Präventivmaßnahmen und Handlungsinformationen individuell und bedarfsgerecht für verschiedene Tätigkeitsfelder und Anforderungen im Unternehmen etabliert werden.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld

1.1 Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung

1.1 Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung

Das weltwirtschaftliche BIP-Wachstum wird sich 2024 auf 2,9% verstetigen und schrumpft im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,2%. 25 Die weltweit zurückgehende Inflation (Prognose für 2024: 5,8%) wird die Weltwirtschaft zwar positiv beeinflussen, doch wirken sich die weiter anhaltende restriktive Geldpolitik der Zentralbanken und das damit einhergehende geringere Investitions- und Produktivitätswachstum negativ auf das Wachstum aus. Auch werden die andauernden geopolitischen Konflikte den Welthandel weiterhin beeinträchtigen. 26

Nach einem schwachen Jahr 2023 (+0,5%) prognostiziert die OECD mit +0,6% ein kaum positiveres BIP für den Euroraum für das Jahr 2024. Zu Beginn des Jahres bleibt das Wachstum den Prognosen zufolge noch schwach. Da die Realeinkommen allerdings steigen, wird es sich im Laufe des Jahres stetig erholen. 27

In Deutschland ist im ersten Quartal aufgrund der anhaltenden geopolitischen Krisen sowie der hohen Inflation erst einmal nicht mit einer Trendwende zu rechnen. 28 Für den weiteren Verlauf im Jahr 2024 wird ein Anstieg des BIP um 0,2% 29 erwartet. Gestiegene Reallöhne und ein robuster Arbeitsmarkt wirken belebend auf die sich erholende Inlandsnachfrage. Die Prognosen für den Außenhandel im Jahr 2024 bleiben eher verhalten (+0,6%), da auch hier die geopolitischen Krisen aber auch die geldpolitischen Maßnahmen der Handelspartner-Länder die Nachfrage dämpfen. 30 sind die weiteren Verläufe des Russland-Ukraine-Kriegs und des Nahost-Konflikts, die sich beide auf die Energiepreise und somit nachteilig auf die in Deutschland ansässige, energieintensive Industrie auswirken können. Ein längeres Anhalten der Störung der Schifffahrtsroute durch das Rote Meer und in der Folge wieder eingesetzten Lieferverzögerungen könnte die deutsche Wirtschaft weiterhin schwächen.

1.2 Erwartete Entwicklung der Branche

Die aktuelle geo- und klimapolitische Situation wird einen starken Einfluss auf die Geschäftstätigkeit deutscher Unternehmen nehmen. Die Energiekrise zeigt die Bedeutung eines klimafreundlichen und krisenfesten Energiesystems für den Wirtschaftsstandort. Die Unternehmen richten ihren Fokus deutlicher auf Nachhaltigkeit und den effizienten Energieeinsatz. Nach den bereits realisierten Maßnahmen zur Energieeinsparung aus dem Energiesicherheitspaket werden die energieintensiven Unternehmen durch das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) zur Umsetzung wirtschaftlicher Energieeffizienzmaßnahmen verpflichtet. Der dadurch ausgelöste Schub an Projektumsetzungen wird das Geschäft der Anbieter von Gebäudetechnik positiv beeinflussen, insbesondere bei der Realisierung von Maßnahmen zur Energieeinsparung, Schaltanlagen für die Stromversorgung, dem Energiemanagement und der Integration erneuerbarer Energien.

Im Bauhauptgewerbe wird für das Jahr 2024 ein Umsatzrückgang von 3% erwartet, vorwiegend wegen des starken Einbruchs im Wohnungsbau (-13%). Der Wirtschafts- und öffentliche Bau hingegen soll um jeweils 3% zulegen. 31 Laut Konjunkturbericht des Zentralverband des Deutschen Handwerks wird sich das Ausbaugewerbe wegen der mangelnden Auftragseingänge im Hochbau ebenfalls schlechter entwickeln, es sieht jedoch Potenzial im Sanierungsgeschäft und der anhaltenden Nachfragen von Energieeffizienzmaßnahmen. 32 Auch profitiert das Elektrohandwerk im Speziellen von den Wachstumsmärkten rund um das Thema Energieeffizienz (Photovoltaik, Energiemanagementsysteme etc.) und sieht mehrheitlich einer stabilen Geschäftsentwicklung in 2024 entgegen. 33 Als ein Marktteilnehmer sieht die SPIE Lück in der elektrischen Energietechnik für energieeffiziente Maßnahmen einen Stabilisierungsfaktor und wachsenden Markt. Im Gesamthandwerk bleibt die Bewältigung des Fachkräftemangels auch im Jahr 2024 weiterhin eine große Herausforderung. 34

Rechenzentren sind mit den Telekommunikationsnetzen das Rückgrat der Digitalisierung in Deutschland. Die Kapazitäten der Rechenzentren werden bis zum Jahr 2025 gegenüber 2021 um über 20% ansteigen. Cloud Computing wird sich bis dahin zum dominierenden Bereitstellungsmodell entwickeln und über 50% der Rechenzentrumskapazitäten ausmachen. 35 Mit dem am 18.11.2023 in Kraft getretenen Energieeffizienzgesetz sind Rechenzentren künftig an Energieeffizienzstandards gebunden. 36 Trends wie ein erhöhter Bedarf an Automatisierung, IoT oder KI im Rahmen eines abgesicherten Umfelds werden auch 2024 weiterer Treiber für den Wachstum im Rechenzentrums-Markt sein. 37 SPIE Lück mit seiner Expertise beim Aufbau und der notwendigen Transformation unterstützen.

Die Sicherheitstechnik hat mit den derzeitigen multiplen Krisen und Unsicherheiten zu kämpfen und sieht wegen Investitionszurückhaltung bei den Unternehmen verhalten in die Zukunft. 38

Für die Bundesregierung ist die nachhaltige Mobilität ein zentrales Zukunftsthema. 39 Bis zum Jahr 2030 sollen 15 Millionen Elektroautos in Deutschland zugelassen sein sowie eine Million öffentliche Ladepunkte geschaffen werden. 40 Im Zuge der Haushaltskonsolidierung wurde zwar der Umweltbonus zur Förderung des Kaufs von E-Autos zum 18.12.2023 vorzeitig abgeschafft 41 , der Bund bleibt jedoch bei der Förderung der Batteriezellfertigung mit rund 500 Millionen Euro und der Förderung der Errichtung der Ladeinfrastruktur mit ca. 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2024 aktiv. 42 Für die Gebäudetechnik-Anbieter eröffnen sich Geschäftschancen für den Aufbau von Ladeinfrastruktur für die E-Fahrzeugflotten an den Kundenstandorten sowie im öffentlichen Raum.

Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE Lück adressierten Märkte trotz Krisen als stabil dar und weisen für die Zukunft Potenziale auf. Ein langfristiges Andauern der geopolitischen Spannungen könnte sich negativ auf Konjunktur und Inflationen auswirken und mittelbaren Einfluss auf die Nachfrage entwickeln. Entscheidend für die weitere Entwicklung des Geschäftspotenzials wird eine schnelle Überwindung der baukonjunkturellen Schwäche in Deutschland sein.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Auftragseingang

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Auftragseingang von Mio. EUR 39,8 erzielt. Für 2024 wird ein deutlich höherer Auftragseingang erwartet, insbesondere aufgrund eines neuen Großprojekts, das wir gewinnen wollen.

2.2 Leistung

Für 2024 rechnen wir mit einer deutlich niedrigeren Leistung als 2023.

2.3 Ertragslage

Für 2024 erwarten wir ein ausgeglichenes Ergebnis. Sollte das erwartete Großprojekt, mit seinem erheblichen Anteil an der Gemeinkostendeckung, nicht wie erwartet beauftragt werden, wird es allerdings schwierig sein, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen.

2.4 Working Capital

Ausgehend von der Verminderung des bereinigten Working Capitals im Geschäftsjahr 2023 gehen wir von einer Stabilisierung des Wertes auf dem Niveau von Mio. EUR -6,0 aus.

2.5 Liquiditäts-Entwicklung

Am Jahresende 2023 belief sich der Cash-Bestand inklusive Cash-Pool auf Mio. EUR 3,3. Analog zur prognostizierten Entwicklung des Working Capitals erwarten wir auch hier einen gleichbleibenden Wert.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3.1 Betriebszugehörigkeit

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit betrug bei der SPIE Lück GmbH im Jahr 2023 6,3 Jahre. Der Wert wird sich erwartungsgemäß im folgenden Berichtsjahr ähnlich verhalten, weil Mitarbeiterbindungsmaßnahmen ihre Wirkung entfalten.

Die Fluktuation betrug im Berichtsjahr 23,6%. Im Jahr 2024 ist eine gleichbleibende Fluktuationsquote zu erwarten, weil eine ähnliche Arbeitsmarktsituation zu erwarten ist wie im Jahr 2023 und die Kündigungswelle abgeebbt ist.

3.2 Aus- und Weiterbildung

Weiterbildung

Für das Jahr 2024 werden gleichbleibende Weiterbildungskennzahlen erwartet, da im Jahr 2024 die gleichen Voraussetzungen wie vor den Corona Pandemie zu erwarten sind.

3.3 Arbeitssicherheit

Fortlaufendes Ziel ist eine stetige Reduzierung der Ereignishäufigkeitsrate und damit der absoluten Anzahl der Ereignisse (MT und LTI). Um dieses Ziel zu erreichen, werden die bereits eingeführten Maßnahmen weitergeführt sowie weitere Maßnahmen und Arbeitsmittel implementiert, die das Bewusstsein erhöhen und damit eine Arbeitssicherheitskultur fördern.

Als Ziel für die Senkung der Unfallhäufigkeit hat sich der Geschäftsleitungskreis auf eine Reduzierung der TRCFR um 5% im Vergleich zur TRCFR des Berichtsjahres 2022 vereinbart.

Im Jahr 2021 wurden gruppenweit die 10 Life Saving Rules (LSR) eingeführt, in 2022 und 2023 weiter verankert. In 2024 wird dieser Prozess weiter fortgesetzt. Um diese Verankerung zu erreichen, wird das Thema LSR durch verschiedene Aktionen und Kampagnen, wie den Tag der Arbeitssicherheit, vertieft. Der Tag der Arbeitssicherheit findet am internationalen Worker Memorial Day (jährlich am 28. April) statt.

Um die Organisation bzgl. Arbeitssicherheit zu entwickeln, werden weiterhin Aktivitäten entlang der Prinzipien "Technische Maßnahmen und Einhaltung von Regeln", "Managementsysteme und Führung", "Umdenken und kultureller Wandel" entfaltet. Ein besonderer Fokus liegt dabei darauf, gemeinsam mit den Mitarbeitenden vor Ort Lösungen für sicheres Arbeiten zu entwickeln.

Besonderes Augenmerk liegt darauf, die Standardarbeitsprozesse auf die ausreichende Beschreibung von Arbeitssicherheitsaspekten zu analysieren und ggf. bedarfsgerecht zu ergänzen.

4. Effiziente Organisation des Risikomanagements

Die Risikopolitik der SPIE Lück GmbH ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern.

Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:

Risikotransparenz (Erkennen - Dokumentieren - Steuern),

Standardisierung und Beschreibung von Prozessen,

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) und

Qualitätssicherung von Kundenaufträgen inkl. Projektaudits.

Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernführung kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet.

Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement einschließlich des Abschlusses einer Forderungsausfallversicherung für Risiken aus Insolvenz und Protected Default für ausgewählte Kunden.

Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird.

Risiken, die aus dem Krieg in der Ukraine entstehen, werden im Rahmen des Business Continuity Managements der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe berücksichtigt. Die sich aus dem Krieg für die Unternehmensgruppe ergebenden Risiken werden weiterhin fortlaufend analysiert, bewertet und angepasst. Mit dem sukzessiven Auslaufen der behördlichen Auflagen aus der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung hat die SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe ebenfalls entsprechende Maßnahmen auslaufen lassen. Der in 2020 eingerichtete Corona-Krisenstab wurde eingestellt. Risiken aus der der Pandemie werden zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr gesehen.

5. Chancen und Risiken zur künftigen Entwicklung

Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich weiterhin aus der Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden und Akquisition von Neukunden, z.B. durch das erweiterte Leistungsspektrum des Konzerns ("ONE SPIE"). Mit dem "ONE SPIE"-Ansatz gelingt eine weitreichende Differenzierung vom Wettbewerb zum Vorteil des Kunden.

Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus dem Abschluss nicht profitabler Aufträge und der Fluktuation sowie aus dem allgemeinen Fachkräftemangel. Ersterem begegnet die Gesellschaft mit der Freigabe von Angeboten über ein unabhängiges Angebotskomitee.

Der Fluktuation versucht das Unternehmen mit verschiedenen attraktiven Angeboten für persönliche Versicherungen oder auch Corporate Benefits zu begegnen. Dem Fachkräftemangel wird mit einer hohen Ausbildungsquote und mit diversen Weiterbildungs- und Entwicklungsprogrammen sowie mit einer eigenen Akademie entgegengewirkt.

Im Jahr 2022 richtete SPIE wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine einen Krisenstab ein, der sich mit möglichen negativen Auswirkungen des Konflikts auf das Geschäft von SPIE beschäftigte. Hierbei standen insbesondere Lieferverzögerungen- und Engpässe sowie der Umgang mit Materialpreissteigerungen im Fokus. Diesen Risiken konnte durch Preisfixierungen oder Preisanpassungen weitgehend reduziert werden. Da sich die Lieferketten inzwischen entspannt haben und die im Jahr 2022 erreichten Preislevel wieder gesunken sind, werden aktuell keine weiteren Risiken aus dem Konflikt sehen. Der Krisenstab konnte in Laufe des Jahres 2023 aus den genannten Gründen aufgelöst werden.

Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken werden für die SPIE Lück GmbH nicht gesehen.

 

Lich, den 15. Mai 2024

SPIE Lück GmbH

Jens Helwin, Geschäftsführung

Dr. Jürgen Lelito, Geschäftsführung

1 Vgl. IMF (2024): World Economic Outlook Update, S. 1ff.
2 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
3 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
4 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
5 Vgl. EU-Kommission (2023): Herbstprognose 2023, o.S.
6 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 21.
7 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 161.
8 Vgl. DESTATIS (2024): Pressemitteilung: Exporte im Dezember 2023: -4,6 % zum November 2023, o.S.
9 Vgl. BMWK (2024): Pressemitteilung - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024, o.S.
10 Vgl. VdZ, VDS (2023): Heizungssparte bleibt Haupttreiber der Umsatzentwicklung der SHK-Branche, S. 1ff.
11 Vgl. ZVEH (2023): Herbst-Konjunkturumfrage des ZVEH, S. 1.
12 Vgl. ZVEH (2023): Herbst-Konjunkturumfrage des ZVEH, S. 2.
13 Vgl. ZDH (2023a): ZDH-Konjunkturbericht 2 / 2023: Unsicherheit dämpft Stimmung, o.S.
14 Vgl. ZDH (2023b): ZDH-Konjunkturbericht 2.2023, S. 4.
15 Vgl. ZDH (2023b): ZDH-Konjunkturbericht 2.2023, S. 7.
16 Vgl. ZDB (2023): Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangel und Kurzarbeit, o.S.
17 Vgl. Bundesregierung: EEG 2023 - Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen, o.S.
18 Vgl. Umweltbundesamt: Erstmals über die Hälfte des Stroms in Deutschland erneuerbar, o.S.
19 Vgl. Bundesregierung (2023): Energieeffizienz - öffentliche Hand wird Vorbild, o.S.
20 Vgl. German DataCenter Association (2023): Datacenter Outlook Germany, S. 9.
21 Vgl. Bitkom, Eco, German Datacenter Association (2022): Rechenzentren für den WirtschaftsstandortDeutschland, S. 3.
22 Vgl. Bundesregierung: Energieeffizienz - öffentliche Hand wird Vorbild, o.S.
23 Vgl. BHE (2023): Herbst- Konjunktur-Umfrage, o.S.
24 Vgl. KBA (2024): Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) im Jahresverlauf 2023, S. 1.
25 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook Interim Report February 2024, S. o.S.
26 Vgl. IMF (2024): World Economic Outlook Update, S. 1.
27 Vgl. OECD (2024): Economic Outlook, Interim Report February 2024, o.S.
28 Vgl. BMWK (2024): Pressemitteilung - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024, o.S.
29 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 10.
30 Vgl. BMWK (2024): Jahreswirtschaftsbericht 2024, S. 156-158.
31 Vgl. ZDB (2023): Baukonjunktur 2023/2024: Zwischen Fachkräftemangel und Kurzarbeit, o.S.
32 Vgl. ZDH (2023): Konjunkturbericht 2.2023: Unsicherheit dämpft Stimmung, S. 7.
33 Vgl. ZVEH (2023): Herbstumfrage: E-Handwerke weiter mit stabiler Konjunktur, o.S.
34 Vgl. ZDH (2023a): Unsicherheit und Risiken dämpfen Stimmung im Handwerk, o.S.
35 Vgl. Bitkom (2022): Rechenzentren in Deutschland 2022, S. 8.
36 Vgl. Bundesregierung (2023): Öffentliche Hand wird Vorbild beim Energiesparen, o.S.
37 Vgl. German Datacenter Conference (2023): Datacenter Outlook Germany, S. 16.
38 Vgl. BHE (2023): Herbst- Konjunktur-Umfrage, o.S.
39 Vgl. BMDV (2023): Überblick: Klimaschutz im Verkehr, o.S.
40 Vgl. Deutscher Bundestag (2023): Regierung: Ziel bei Elektromobilität und Ladepunkten bleibt, o.S.
41 Vgl. BMWK (2024): Information zur Haushaltssituation, o.S.
42 Vgl. Bundesregierrung (2023): Der Klima- und Transformationsfond 2024: Entlastung schaffen,
Zukunftsinvestitionen sichern, Transformation gestalten. o.S.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022 Verschmolzen
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 141.412,00 170.539,00 166.885,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.823,00 29.489,00 29.489,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.889,00 260.276,00 186.133,00
409.124,00 460.304,00 382.507,00
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.127,00 1.127,00 1.127,00
1.127,00 1.127,00 1.127,00
410.251,00 461.431,00 383.634,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 661.116,09 977.951,12 605.689,94
2. Unfertige Leistungen 79.929.384,71 63.698.721,88 54.975.003,46
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 855.533,81 855.533,81
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -67.108.514,54 -56.105.877,99 -50.745.307,30
13.481.986,26 9.426.328,82 5.690.919,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.211.245,65 6.288.575,36 5.362.910,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.216.325,75 21.453.813,03 20.836.330,07
3. Sonstige Vermögensgegenstände 375.626,87 339.253,35 289.825,92
16.803.198,27 28.081.641,74 26.489.066,13
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.098.066,01 183.547,21 179.499,40
1.098.066,01 183.547,21 179.499,40
31.383.250,54 37.691.517,77 32.359.485,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.943,24 4.710,28 0,00
31.813.444,78 38.157.659,05 32.743.119,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022 Verschmolzen
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 275.000,00 275.000,00 275.000,00
II. Kapitalrücklage 6.751.000,00 6.751.000,00 5.725.000,00
7.026.000,00 7.026.000,00 6.000.000,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.884.621,66 2.368.038,69 1.928.896,42
1.884.621,66 2.368.038,69 1.928.896,42
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.892.748,02 8.905.135,60 8.717.349,69
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.617.550,22 12.805.227,81 11.408.209,37
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.957.852,47 6.232.093,76 4.129.378,46
4. Sonstige Verbindlichkeiten 434.672,41 821.163,19 559.285,50
(davon aus Steuern: EUR 164.136,30; Vorjahr: EUR 178.899,77)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 15.241,88; Vorjahr: EUR 36.940,12)
22.902.823,12 28.763.620,36 24.814.223,02
31.813.444,78 38.157.659,05 32.743.119,44

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022 Verschmolzen
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 48.487.113,44 33.984.370,19 28.033.521,27
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 16.230.662,83 30.606.893,68 24.760.856,85
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.115.140,35 924.439,64 748.671,32
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.734.947,23 17.959.885,45 13.742.379,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.454.119,04 41.671.200,62 39.557.957,24
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.011.733,02 13.914.844,42 10.425.293,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.844.190,04 3.196.195,32 2.403.358,41
(davon für Altersversorgung: EUR 41.333,61; Vorjahr: EUR 42.988,83)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des des Anlagevermögens und Sachanlagen 171.201,77 234.684,88 178.080,90
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.392.142,90 9.072.236,44 7.262.932,54
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.228,00 135,00 135,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 380.615,29 261.503,43 258.339,70
(davon an verbundene Unternehmen: EUR 368.213,49; Vorjahr: EUR 237.128,96)
10. Ergebnis nach Steuern -9.153.804,67 -20.794.712,05 -20.285.157,68
11. Sonstige Steuern 115.914,90 100.828,59 81.432,16
12. Erträge aus Verlustübernahme 9.269.719,57 20.895.540,64 20.366.589,84
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Sitz der SPIE Lück GmbH ist Lich, das zuständige Registergericht ist Gießen. Die Handelsregisternummer lautet HRB 1343.

Der Jahresabschluss der SPIE Lück GmbH ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Alleinige Gesellschafterin der SPIE Lück GmbH ist die SPIE Building Technology & Automation GmbH (SPIE BTA) mit Sitz in Gießen mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Die Gesellschaft ist steuerlich in den Organkreis der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH eingebunden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende "Davon"-Vermerke sind teilweise in den Anhang übernommen worden.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 hat die SPIE Pulte GmbH mit Sitz in Heiligenroth ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung nach § 2 Nr. 1 UmwG auf die SPIE Lück GmbH, Lich, übertragen (Verschmelzung durch Aufnahme). Seit dem 1. Januar 2023 gelten damit alle Handlungen und Geschäfte der SPIE Pulte GmbH als für Rechnung der SPIE Lück GmbH vorgenommen.

Eine Vergleichbarkeit der Zahlen des Berichtsjahres in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung mit denjenigen des Vorjahres ist somit nur eingeschränkt gegeben. In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden daher zusätzlich die Vorjahreswerte angegeben, die sich ergeben hätten, wenn eine Verschmelzung bereits zum 1. Januar 2022 erfolgt wäre. Die übernommenen Vermögenswerte und Schulden wurden zu den bei der übertragenden Rechtsträgern zum 31. Dezember 2022 bilanzierten Buchwerten angesetzt. Durch die Verschmelzung erhöhte sich die Kapitalrücklage um TEUR 1.026.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden unverändert folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und beträgt für Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten zehn bis 14 Jahre, für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken acht bis 24 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen zehn bis 19 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung vier bis 19 Jahre. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Geringwertige Anlagegüter von EUR 250 bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Zuschlag für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 1,5% (Vorjahr 1,5%) für das allgemeine Kreditrisiko auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Zinszergebnis ausgewiesen wurden. Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Absatz 2 HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Ergebniseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes sowie aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeiten werden im Zinsergebnis gezeigt.

Jubiläumsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Als Rechnungszinssatz wurde zum 31. Dezember 2023 ein 7-Jahresdurchschnittszinssatz von 1,76% (Vorjahr: 1,45%) zugrunde gelegt. Der von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB), beträgt 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %). Dies führt zu keiner wesentlichen Abweichung bei der Bewertung der Jubiläumsrückstellungen.

Bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellen wurden jährliche Lohn-und Gehaltssteigerungen von 2,85%, sowie eine Fluktuation in Höhe von 5,0% unterstellt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Vorräte

Die unfertigen Leistungen beinhalten ausschließlich unverrechnete Lieferungen und Leistungen aus Kundenaufträgen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus der Cash-Pooling-Vereinbarung von TEUR 2.234 (Vorjahr: TEUR 0), dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 679 (Vorjahr: TEUR 87), sonstige Forderungen von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 472) sowie Forderungen aus der Verlustübernahme aus dem Ergebnisabführungsvertrag von TEUR 9.270 (Vorjahr: TEUR 20.896).

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen Forderungen gegen die Alleingesellschafterin in Höhe von TEUR 9.312 (Vorjahr: TEUR 20.896).

Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

(4) Latente Steuern

Die Bildung erfolgt beim Organträger, der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen.

(5) Mindeststeuer

Der gebuchte Steueraufwand der Organschaft für das laufende Jahr ist höher als der Wert, der sich aus der Berechnung gemäß Mindeststeuergesetz ergeben würde.

(6) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für:

31.12.2023
TEUR
Vorjahr Verschmolzen
TEUR
Personal 1.139 1.265
Gewährleistung 387 173
Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Betriebsprüfungen 107 39
Schadenersatz/Prozesskosten 2 112
Rückstellung für Erlösschmälerung 96 517
Übrige Rückstellungen 154 262
1.885 2.368

(7) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 666 (Vorjahr: TEUR 158), aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.258 (Vorjahr: TEUR 604) und aus dem Cash-Pool von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.470).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.546 (Vorjahr: TEUR 730) gegenüber der Gesellschafterin SPIE BTA.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden im Bereich Gebäudetechnik überwiegend im Inland erzielt.

Die Aufteilung nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
Vorjahr Verschmolzen
TEUR
Fremde 47.123 32.973
Verbundene Unternehmen 1.364 1.011
48.487 33.984

(9) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 411 (Vorjahr: TEUR 300) enthalten.

Sonstige Angaben

(10) Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 zählte die Belegschaft durchschnittlich 265 Arbeitnehmer (Vorjahr: 298).

2023 Vorjahr Verschmolzen
Gewerbliche Arbeitnehmer 145 167
Angestellte 120 131
265 298
Auszubildende 50 52
315 350

(11) Anteilsbesitz

Bezeichnung Anteil am Kapital
in %
Inland
ARGE Interxion FRA 10, Lich 49,00
ARGE Le Méridien, Butzbach 47,08

(12) Geschäftsführer

 

Herr Jens Helwin, Geschäftsführer der SPIE Lück GmbH (Vorsitzender der Geschäftsführung seit 24. Januar 2023)

 

Dr. Jürgen Lelito, technischer Geschäftsführer der SPIE Lück GmbH (seit 01. November 2023)

 

Herr Ulrich van Huet, technischer Geschäftsführer der SPIE Lück GmbH (bis 27. Januar 2023)

(13) Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird von § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht.

(14) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen belaufen sich aus Mieten auf TEUR 6.048 (Vorjahr TEUR 4.006) und aus Leasingverpflichtungen auf TEUR 858 (Vorjahr TEUR 1.069).

(15) Gesamthonorare des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer PwC GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug für das Jahr 2023 TEUR 66 und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen (Vorjahr TEUR 105, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft).

(16) Weitere Angaben

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA, Cergy/Frankreich. Der Konzernabschluss wird unter der Firma SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH beim Unternehmensregister veröffentlicht.

Das Ergebnis nach Steuern wird aufgrund eines mit der SPIE Building Technology & Automation GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von TEUR 9.270 (Vorjahr: TEUR 20.896), durch diese ausgeglichen.

(17) Nachtragsberichterstattung

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.

 

Lich, den 15. Mai 2024

SPIE Lück GmbH

Jens Helwin, Geschäftsführung

Dr. Jürgen Lelito, Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge aus Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.826,50 16.659,91 0,00 0,00 102.486,41
85.826,50 16.659,91 0,00 0,00 102.486,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 506.149,31 6.422,67 0,00 0,00 512.571,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 85.758,81 0,00 0,00 0,00 85.758,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.014.767,10 240.194,98 99.217,50 0,00 1.354.179,58
1.606.675,22 246.617,65 99.217,50 0,00 1.952.510,37
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.127,00 0,00 0,00 0,00 1.127,00
1.127,00 0,00 0,00 0,00 1.127,00
1.693.628,72 263.277,56 99.217,50 0,00 2.056.123,78
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge aus Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.826,50 16.659,91 0,00 102.486,41
85.826,50 16.659,91 0,00 0,00 102.486,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 339.264,31 2.768,67 29.127,00 0,00 371.159,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 56.269,81 0,00 3.666,00 0,00 59.935,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 828.634,10 166.051,98 117.604,50 0,00 1.112.290,58
1.224.168,22 168.820,65 150.397,50 0,00 1.543.386,37
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.309.994,72 185.480,56 150.397,50 0,00 1.645.872,78
Restbuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 141.412,00 166.885,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.823,00 29.489,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.889,00 186.133,00
409.124,00 382.507,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.127,00 1.127,00
1.127,00 1.127,00
410.251,00 383.634,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SPIE Lück GmbH, Lich

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPIE Lück GmbH, Lich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE Lück GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 15. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer

ppa. Reza Esmailian, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Juli 2024 festgestellt.

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