AVL Software and Functions GmbH

Im Gewerbepark 29, 93059 Regensburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 11141
Eingetragen
15.7.2008
Branche
Entwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareEntwicklung und Programmierung von InternetpräsentationenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Software- und Funktionsentwicklung im automotiven und industriellen Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Schmid
seit 10.2.2023
Geschäftsführer
Georg Dr. Schwab
seit 2.10.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AVL List GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
AVL Holding GmbH
Austria
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVL Software and Functions GmbH

Regensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

AVL Software and Functions GmbH

1. Grundlagen und Geschäftsentwicklung des Unternehmens

Die AVL Software and Functions GmbH, Regensburg wurde im Juni 2008 gegründet. Die Gesellschaft gehört zur weltweit tätigen AVL Gruppe mit Sitz in Graz.

Die Tätigkeit der Gesellschaft konzentriert sich auf Software-, Elektronikhardware und Systemlösungen für umweltfreundliche Mobilität. Des Weiteren ist die Gesellschaft im Bereich Elektromobilität, inkl. Entwicklung von E-Motoren aktiv. Das Thema Software und Algorithmen für Laden wurde ebenfalls gestartet und gewinnt sukzessive an Bedeutung. Auch werden im Bereich des autonomen Fahrens mit einem größeren Team Entwicklungsleistungen für Kunden erbracht. Zusätzlich werden neue Businessmodelle im Bereich Digitalisierung evaluiert.

Mit zum 31.12.2023 696 Mitarbeitern (607 Festangestellte, 3 Leiharbeitskräften, 86 Studenten) aus mehr als 40 Nationen ist das Unternehmen regional bestens verankert und mit seinen Produkten und Dienstleistungen weltweit anerkannter Partner in der Automobil-, Nutzfahrzeug- und Großmotorenbranche.

Speziell die auf Innovation ausgerichtete Unternehmenskultur des Hauses AVL hat ein klares Bekenntnis für strategische Entwicklungsprojekte abgegeben und damit den Innovationsvorsprung des Regensburgers Unternehmens ermöglicht. Die AVL Software and Functions hat sich inzwischen als das weltweite Kompetenzzentrum für Software und Elektronikentwicklung der AVL Gruppe etabliert.

Zusätzlich wurde die AVL Software and Functions GmbH innerhalb der AVL Gruppe das Kompetenzzentrum für E-Drive Lösungen weltweit.

Weiterhin spielt man im Bereich neue E/E Architekturen eine zentrale Rolle innerhalb der AVL Gruppe.

Die Kapazität bzgl. PowerHIL-Prüfstande zum Testen und Validieren von Leistungselektroniken war in 2023 gut ausgelastet. Um den Anforderungen der E-Mobilitätswende gerecht zu werden, wurde zusätzlich ein E-Motoren Prüfstand aufgebaut und in Betrieb gesetzt. Damit ist man nunmehr umfassend in Bezug auf Testkapazitäten für die Hauptkomponenten im E-Drive ausgestattet.

In der Automobilindustrie ist mittlerweile das Thema Software das beherrschende Element. Zusätzlich zu der Wende hin zur Elektromobilität, kommt die Beherrschung der Software als zusätzliche Herausforderung auf die Industrie zu. Der Bedarf an Unterstützung für Software- Entwicklung ist weiterhin steigend. Insbesondere Software Entwicklung, die gewissen Normen, wie z.B. A-spice, folgt, ist am Markt gefragt.

Das Testzentrum für Sensoren für das autonome Fahren in Roding konnte im Jahre 2022 eröffnet werden. Nachdem hier unterschiedliche Sensoren unter reproduzierbaren Wetterverhältnissen getestet und verglichen werden können, ist das Interesse von potenziellen Kunden an dieser Einrichtung sehr groß. Wie prognostiziert konnten erste Kundenaufträge in 2023 abgearbeitet werden.

Auch der neuere Bereich "Cybersecurity Lösungen" konnte 2023 weiteres Wachstum verzeichnen. Cybersecurity ist mittlerweile ein Muss in allen Ausschreibungen der Automobilhersteller. Dies bietet weitere Wachstumschancen für die AVL SFR. Allerdings treten mittlerweile sehr viele kleinere Firmen auf, die insbesondere im Penetrationstesten mit sehr niedrigen Preisen versuchen Aufträge zu bekommen. Diesem Wettbewerb gilt es sich zu stellen.

Das Unternehmen nutzt weiterhin die Nähe der Hochschule und der Universität Regensburg und arbeitet in vielen Projekten eng mit verschiedenen Instituten der regionalen Hochschulen zusammen. Auch mit anderen Universitäten wurde die Zusammenarbeit aufgenommen, bzw. ausgebaut.

Generell besteht auf den globalen Arbeitsmärkten weiterhin ein Mangel an qualifizierten Entwicklungsingenieuren. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen, zum Teil eventuell noch verstärken. Dies hat die positive Seite, dass die Geschäftschancen sehr gut sind.

Hybrides Arbeiten im Wechsel Homeoffice und Büro ist zum Standard geworden, was von Seiten der Mitarbeiter sehr geschätzt wird.

2. Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft wird vor dem Hintergrund der weitgehenden Finanzierung durch Gesellschafterdarlehen als bedingt zufriedenstellend beurteilt. Allerdings gilt es in Anbetracht der gestiegenen Fremdkapitalkosten die Eigenkapitalausstattung zu verstärken. Die Ertragslage kann trotz des nach wie vor positiven operativen Ergebnisses in Anbetracht des Jahresfehlbetrags nicht befriedigen.

In Bezug auf die Ertragslage der Gesellschaft hat sich die Aktivität im Geschäftsjahr 2023 sowohl in Deutschland als auch bei unserer Betriebsstätte in Polen erhöht, so dass eine deutliche Steigerung der Unternehmensleistung und ein höherer Auftragseingang zu verzeichnen waren. Dennoch ergab sich im Vergleich zum Vorjahr (Jahresüberschuss 1,2 Mio. €) ein Verlust von 1,4 Mio. €. Während sich im operativen Bereich noch eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr einstellte, ist die Ergebnisverschlechterung insbesondere auf die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die deutlich angestiegenen Zinsaufwendungen zurückzuführen.

Der Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 100,9 Mio. € auf 146,1 Mio. € gestiegen, was auch für die nächsten Jahre Zuversicht auf eine größere Dynamik gibt. Es macht sich nun bezahlt, dass in der Vergangenheit auf die jetzt benötigten Innovationen gesetzt wurde. Der Auftragsbestand lag zum Geschäftsjahresende bei 144,3 Mio. € (VJ 107,0 Mio. €).

Die Unternehmensleistung konnte von 83,3 Mio. € im Vorjahr auf 101,5 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert werden.

Bei den Umsätzen liegt die Zuwachsrate bei 20,9% und damit der Gesamtbetrag von 99,0 Mio. € um rund 17,2 Mio. € über dem Vorjahreswert von 81,8 Mio. €.

Deutschland als wichtigster Markt erzielte eine Umsatzhöhe von 73,8 Mio. € und verzeichnet damit ein Umsatzplus von 21,9 Mio. €. Im restlichen Europa ging der Umsatz um 1,2 Mio. € auf 15,5 Mio. € zurück. Beim Drittlandexport erreichten die Umsatzerlöse aufgrund der schwierigen Marktsituation vor allem in China 9,6 Mio. € und bewegen sich damit um 3,5 Mio. € unter dem Vorjahresniveau.

Als strategischer Standort für Entwicklungsprojekte im Konzernverbund wurden auch im KJ 2023 erhebliche Investitionen für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten vorgenommen. Insgesamt wurden 12,1 Mio. € bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert (VJ 8,0 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Zuschüsse für Forschungsaufwendungen von dritter Seite und aus dem Konzernverbund, welche mit 4,9 Mio. € etwas unter dem Vorjahr (5,5 Mio. €) lagen.

Der Materialaufwand erhöhte sich infolge der gesteigerten Unternehmensleistung von 30,4 Mio. € im Vorjahr auf 44,4 Mio. €. Die Materialquote bewegt sich mit 45% über dem Vorjahreswert von 37%. Hiervon entfallen 36,1 Mio. € (VJ 22,1 Mio. €) auf Bezüge von Konzernunternehmen. Die Aufwendungen für die Zeitarbeitskräfte liegen mit 0,7 Mio. € um 0,4 Mio. € niedriger als im Vorjahr.

Der Personalbestand stieg im Jahresdurchschnitt auf 603 Angestellte (VJ 557). Sechs Personen befanden sich in Ausbildung. Der Personalaufwand nahm beschäftigungs- und vergütungsbedingt um 12,0% von 50,0 Mio. € im Vorjahr auf 56,0 Mio. € im abgelaufenen Jahr zu.

Die Abschreibungen bewegen sich mit 8,1 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert von 8,3 Mio. € und spiegeln vor allem die über die Jahre hohen Investitionen für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wider.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 8,3 Mio. € um 1,3 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Die Zunahme wurde wie im Jahr 2022 insbesondere durch vermehrte Reisekosten, erhöhte Mietaufwendungen und steigende Wartungskosten für Software sowie Lizenzen bedingt.

Der Anstieg der Zinsaufwendungen (3,3 Mio. €; VJ 2,0 Mio. €) ist im Wesentlichen auf die gegenüber dem Vorjahr angestiegene Konzern-Fremdfinanzierung und die Anhebung der Zinssätze zurückzuführen.

Auch die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Jahr 2023 durch den wieder eingeschlagenen Wachstumskurs geprägt.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 4,3 Mio. € auf 94,2 Mio. € (VJ 89,9 Mio. €).

Auf der Aktivseite stieg das Anlagevermögen um 5,5 Mio. € auf 50,7 Mio. € (VJ 45,2 Mio. €). Das Umlaufvermögen (42,3 Mio. €; VJ 43,5 Mio. €) nahm um 1,2 Mio. € ab, wobei sich die Vorräte um 2,5 Mio. € erhöhten und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Fremde und Konzernunternehmen um 2,2 Mio. € sanken. Die sonstigen Vermögensgegenständen, welche unter anderem Forderungen für noch nicht zugeflossene Zuschüsse für Forschungsgelder enthalten, reduzierten sich um 1,0 Mio. €.

Im Anlagevermögen beliefen sich die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände auf 12,5 Mio. €. Weitere 1,3 Mio. € wurden in Sachanlagen investiert, wovon ein Teil auf technische Anlagen sowie auf IT-Ausstattung entfiel.

Auf der Passivseite sank In Folge des Jahresfehlbetrags das Eigenkapital auf 8,8 Mio. € (VJ 10,2 Mio. €), so dass die Eigenkapitalquote bedingt durch die höhere Bilanzsumme zum Bilanztag nunmehr bei 9,4 % (VJ 11,4%) liegt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin und anderen Konzernunternehmen stiegen um 6,5 Mio. €, während sich bei den übrigen Passivposten keine nennenswerten Veränderungen ergaben.

Die Finanzlage und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft werden durch die eingerichteten Controlling-Instrumentarien überwacht und sichergestellt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Aufgrund des nach wie vor verfolgten Wachstumskurses ist die AVL Software and Functions GmbH auch weiterhin auf Fremdmittel ihrer Gesellschafterin angewiesen. Nachdem im Vorjahr eine Umstrukturierung der Gesellschafter-Fremdfinanzierung erfolgte, wurde im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Konzernfinanzierung das Cash-Pooling implementiert.

3. Ausblick, Risiken und Risikomanagement

Für 2024 erwarten wir vor dem Hintergrund einer nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage bei einem deutlich reduzierten Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr stabile Umsatzerlöse. Aufgrund der zu erwartenden Kostensteigerungen rechnen wir für das neue Geschäftsjahr mit einem gegenüber 2023 erhöhten Jahresfehlbetrag.

Zwar erwarten wir trotz des geplanten Jahresfehlbetrags 2024 einen positiven Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aufgrund der notwendigen weiteren Investitionen in die Entwicklung von Zukunftstechnologien wird es voraussichtlich dennoch nicht möglich sein, den erforderlichen Finanzbedarf durch laufende Einnahmen zu decken. Insofern gehen wir davon aus, dass die Liquiditätslücke entsprechende Mittelbereitstellung aus dem AVL Konzern erfordert. Ohne entsprechende Mittelbereitstellung aus dem Konzernkreis ist das finanzwirtschaftliche Gleichgewicht der Gesellschaft nach unserer Einschätzung nicht aufrecht zu erhalten.

Die Elektromobilität ist die zentrale Technologie der Zukunft. Insbesondere im Bereich Inverterentwicklung gestaltet sich die Nachfrage sehr groß. Dies wird nach unseren Erwartungen auch die nächsten Jahre so bleiben. Mit den großen Vorleistungen, die in den letzten Jahren getätigt wurden, ist die AVL SFR hier sehr gut platziert.

2023 war geprägt durch Vollauslastung und Aufbau weiterer Mitarbeiter. Dies wird sich planungsgemäß so fortsetzen. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage muss Sorge getragen werden, den Mitarbeiteraufbau gezielt und strukturiert vorzunehmen. Trainingsmaßnahmen wurden entwickelt, um die Mitarbeiter schnell in die Sachthemen zu bringen.

Die regionale Aufstellung ist ein sehr wichtiger Aspekt für die zukünftige Geschäftsentwicklung. Nur über starke globale Netzwerke wird es möglich sein, die Kunden umfassend zu betreuen und zufrieden zu stellen. Das Netzwerk wird auch mit externen Partnern aufgebaut.

Hilfreich ist in diesem Kontext auch, dass innerhalb des AVL-Verbundes nach den gleichen Prozessen entwickelt wird und die identische Toollandschaft Verwendung findet.

Ein weiteres Thema der Zukunft bedeuten neue elektrisch-elektronische Architekturen (E/E), die in vielen Fahrzeugplattformen Einzug halten werden. Dies wird gekoppelt sein mit mittel- und langfristig sehr starken Wachstumsphasen, auf die es sich vorzubereiten gilt. Die Themen Elektroantriebssysteme und neue E/E Architektur in der Automobilindustrie werden hier als besonders herausfordernd angesehen. Ein eigenes Team E/E Architektur wurde etabliert, die intensive Kopplung mit dem Headquarter der AVL in Graz verstärkt.

Erste Software-Entwicklungen im Industriebereich wurden akquiriert. Das Umfeld der Industrieanwendungen zeigt gerade im Bereich Cloud Anwendungen große Synergien zu den Automobilanwendungen. Das Geschäft wurde als zweites Standbein 2023 weiter ausgebaut. Die entsprechenden Verantwortlichkeiten wurden festgelegt, ein Businessplan ist erstellt worden. In 2024 werden hier deutliche Zuwächse erwartet. Ende 2023 konnte ein sehr wichtiger Auftrag von einem deutschen Industriekunden akquiriert werden.

Sorgfältig beobachtet wird das Geschäft in Asien. Hier birgt insbesondere das China Geschäft gewisse Risiken und muss sehr fokussiert betrieben werden. Allerdings ergeben sich nach unserer Einschätzung sowohl im asiatischen Raum als auch in den USA weitere deutliche Wachstumschancen. Eine sehr positive Entwicklung hat das Geschäft in Taiwan genommen, Japan hat sich wieder stabilisiert.

Die aktuelle Marktsituation im Zusammenhang mit der Ukraine Krise hat sich eingependelt, größere Auswirkungen sind momentan nicht mehr zu erkennen. Dies muss aber nach wie vor eng verfolgt werden.

Auswirkungen könnte die Krise in Nahost haben, da erste vielversprechende Aktivitäten in dieser Region bzgl. Akquise angelaufen sind. Aber auch das gilt es eng zu beobachten.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AVL Software and Functions GmbH, Regensburg

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 38.383.979,96 31.645.696,87
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 693.222,25 39.077.202,21 564.216,39 32.209.913,26
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.034.454,40 7.792.170,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.997.663,49 1.378.246,63
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 583.340,58 11.615.458,47 3.774.020,56 12.944.438,13
50.692.660,68 45.154.351,39
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 175.015,90 174.649,60
2. Unfertige Leistungen 13.462.526,10 10.963.097,98
3. Geleistete Anzahlungen 5.326,91 13.642.868,91 5.326,91 11.143.074,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.722.697,84 21.836.994,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.052.722,56 4.908.838,37
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.428.678,34 1.665.734,43
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.086.344,92 28.290.443,66 3.069.660,29 31.481.227,94
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 374.558,42 884.334,63
42.307.870,99 43.508.637,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.184.464,96 1.204.920,37
94.184.996,63 89.867.908,82

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 13.465.000,00 13.465.000,00
III. Verlustvortrag -3.249.078,69 -4.458.107,20
IV. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -1.418.364,01 8.822.557,30 1.209.028,51 10.240.921,31
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 748.752,00 763.593,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.214.180,19 4.962.932,19 4.717.062,49 5.480.655,49
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.552.364,00 2.822.503,91
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.470.422,58 4.144.207,30
3. Verbindlichkeiten ggü. Gesellschafter 57.587.045,30 53.393.543,94
4. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern EUR 3.597.844,46 i. Vj. EUR 3.456.481,79
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 271.577,53; i. Vj. EUR 283.976,81 4.026.882,71 70.636.714,59 4.006.729,02 64.366.984,17
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.583.592,55 7.500.547,85
E. Passive latente Steuern 3.179.200,00 2.278.800,00
94.184.996,63 89.867.908,82

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

AVL Software and Functions GmbH, Regensburg

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 98.981.228,41 81.847.577,29
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 2.499.441,99 1.407.004,20
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 12.368.013,01 9.832.878,64
4. sonstige betriebliche Erträge
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 17.388,68; i. Vj. EUR 9.906,07 5.713.162,79 6.026.222,84
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.287.199,81 4.768.780,83
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 41.100.497,16 44.387.696,97 25.654.974,27 30.423.755,10
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 47.393.575,08 42.389.744,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstüzung
davon für Altersversorgung EUR 421.929,97 i. Vj. EUR 487.783,48 8.591.018,17 55.984.593,25 7.608.823,89 49.998.568,38
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.125.059,22 8.305.743,38
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 34.616,69; i. Vj. Euro 49.111,45 8.298.228,76 6.987.281,98
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.988,12 688,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen EUR 3.272.425,09 i. Vj. EUR 1.958.988,91
davon aus der Abzinsung EUR 8.835,00 i.Vj. EUR 24.565,00 3.281.477,81 1.983.668,34
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon aus latenten Steuern EUR 900.400,00; i. Vj. EUR 413.157,09 908.151,82 289.141,44
12. Ergebnis nach Steuern -1.418.373,51 1.126.212,35
13. sonstige Steuern -9,50 -82.816,16
14. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -1.418.364,01 1.209.028,51

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter HRB 11141 eingetragen.

Die GmbH ist im Bereich der Automobilindustrie tätig. Die Tätigkeit der Gesellschaft konzentriert sich auf Software- und Systemlösungen für umweltfreundliche Mobilität.

Für das Geschäftsjahr 2023 erfüllt die AVL Software and Functions GmbH, Regensburg, die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 III HGB. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden in Ausübung des Wahlrechts gem. § 248 Abs. 2 HGB ausgewiesen. Die Zugangsbewertung erfolgt zu Herstellungskosten einschließlich notwendiger und angemessener Gemeinkosten. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear bei Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von sechs Jahren vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, unter Zugrundelegung von Nutzungsdauern von drei bis sechs Jahren ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungszeiten liegen bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 10 Jahren und bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 10 Jahren.

In Analogie zur steuerlichen Behandlung wurden geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 im Jahr des Zugangs voll, im Wert von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben.

Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und geleistete Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten bei Beachtung des Niederstwertprinzips. Angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, wurden berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich angemessener Abschläge für akut erkennbare Risiken bewertet. Auf fremde Währung lautende Forderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Ausgaben bis zum Bilanztag, welche Aufwand für Folgeperioden darstellen, wurden als Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert.

Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck, Köln nach der PUC-Methode bei Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,82% p.a. auf Basis eines Durchschnittszeitraumes von 10 Jahren bewertet. Als Entwicklungstrend der anrechenbaren Bezüge wurde ein Wert von 2% p.a. angesetzt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 9.021,00.

Die sonstigen Rückstellungen wurden entsprechend des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und für die erkennbaren Risiken ausreichend bemessen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Einnahmen bis zum Bilanztag, welche Ertrag für Folgeperioden darstellen, wurden als Rechnungsabgrenzungsposten passiviert.

Passive latente Steuern wurden auf temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz auf der Grundlage der aktuell gültigen Ertragsteuersätze und unter Saldierung steuerlicher Verlustvorträge gebildet.

II. Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gem. § 284 Abs. 3 HGB ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen mit 3.633.034,78 EUR (VJ. 4.258.436,38 EUR) auf Personalrückstellungen für Boni, mit 239.674,52 EUR (VJ. 136.554,68 EUR) auf Personalrückstellungen für Urlaub, mit 286.064,65 EUR (VJ. 279.807,26 EUR) auf ausstehende Eingangsrechnungen und Nachlaufkosten und mit 55.406,24 EUR (VJ. 42.264,17 EUR) auf übrige Rückstellungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 57.587.045,30 EUR (VJ. 53.393.543,94 EUR) betreffen in Höhe von 52.389.242,81 EUR (VJ. 50.302.542,82 EUR) Darlehensverpflichtungen und im Übrigen Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter haben in Höhe von 21.587.045,30 EUR (VJ 15.393.543,94 EUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, wie im Vorjahr in Höhe von 8.000.000,00 EUR von einem bis zu fünf Jahren und in Höhe von 28.000.000,00 EUR (VJ 30.000.000,00 EUR) eine Restlaufzeit über fünf Jahre.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.470.422,58 EUR (VJ. 4.144.207,30 EUR) stammen aus Lieferungen und Leistungen und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben ebenfalls eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Teil übliche verlängerte Eigentumsvorbehalte.

Die latenten Steuern gehen auf die folgenden Differenzen und steuerliche Verlustvorträge zurück:

EUR Steuersatz EUR
Aktive Latenzen 394.886 30,70% 121.230
Passive Latenzen -38.383.980 30,70% -11.783.882
Verlustvorträge 27.633.375 30,70% 8.483.452
Saldo -10.355.719 -3.179.200

Die aktiven Latenzen gehen auf unterschiedliche Wertansätze bei den Pensionsrückstellungen, die passiven Latenzen auf den Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz zurück.

III. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Geographisch bestimmter Markt Umsatz
31.12.2023 31.12.2022
Inland 73.795.280,29 51.856.011,17
Europäische Union 15.548.519,91 16.768.262,24
Drittland 9.637.428,21 13.223.303,88
98.981.228,41 81.847.577,29

Forschungs- und Entwicklungskosten (§ 285 Nr. 22 HGB)

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres liegt bei rund 13,8 Mio. EUR. Hiervon entfallen 12,1 Mio. EUR auf die selbst erstellten immateriellen Anlagegegenstände.

C. Ergänzende Angaben

Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB

Der Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich wie folgt:

EUR
Buchwert der aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 38.383.980 €
abzüglich hierfür gebildete passive latente Steuer -11.783.882 €
Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB 26.600.098 €

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen mit einem Gesamtwert von TEUR 5.773 (VJ. TEUR 6.973). Außerdem bestehen Leasingverhältnisse für bewegliches Vermögen mit einer Gesamtverpflichtung über die Vertragslaufzeit von TEUR 511 (VJ. TEUR 401).

Die Gesellschafterin AVL List GmbH sprach in der Vergangenheit mehrere auflösend bedingte Darlehensverzichte über einen Gesamtbetrag von TEUR 13.465 aus, welche jeweils als Zugang in der Kapitalrücklage erfasst wurden. Nach den Besserungsvereinbarungen leben die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in der Höhe wieder auf, in welcher die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote von 25% überschreitet.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar beträgt TEUR 40 und betrifft in Höhe von TEUR 29 die Abschlussprüfung, in Höhe von TEUR 4 sonstige Prüfungsdienstleistungen und in Höhe von TEUR 7 Steuerberatungsleistungen.

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

 

Herr Dr. Georg Schwab, Diplom-Kaufmann, Bernhardswald

 

Herr Anton Angermeier, Diplom-Ingenieur, Buch am Irlbach

 

Herr Stefan Schmid, Diplom-Ingenieur, Obertraubling, (ab 10.2.2023)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans verzichtet.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer ohne Auszubildende betrug 603 (VJ. 557 Arbeitnehmer). Es handelt sich um Angestellte.

Die Gesellschafterin der Gesellschaft ist die AVL List GmbH, Graz/Österreich. Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft dieser Gesellschaft und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der AVL List GmbH ist beim Firmenbuchgericht Graz offen zu legen.

D. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind, sind nicht zu berichten.

 

Regensburg, 15. Mai 2024

AVL Software and Functions GmbH

Die Geschäftsführer

Dr. Georg Schwab

Anton Angermaier

Stefan Schmid

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.23 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.23
EURO EURO EURO EURO EURO
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 54.669.219,70 12.074.918,09 130.025,79 0,00 66.614.112,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.413.922,84 455.635,72 0,00 0,00 6.869.558,56
61.083.142,54 12.530.553,81 130.025,79 0,00 73.483.670,56
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.744.310,61 149.085,14 0,00 3.180.297,88 17.073.693,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.122.442,33 663.021,23 0,00 461.116,22 8.246.579,78
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.774.020,56 450.734,12 0,00 -3.641.414,10 583.340,58
24.640.773,50 1.262.840,49 0,00 0,00 25.903.613,99
INSGESAMT 85.723.916,04 13.793.394,30 130.025,79 0,00 99.387.284,55
Abschreibungen Buchwerte
Stand am 01.01.23 Zugänge Stand am 31.12.23 Stand am 31.12.23 Stand am 31.12.22
EURO EURO EURO EURO EURO
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 23.023.522,83 5.206.609,21 28.230.132,04 38.383.979,96 31.645.696,87
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.849.706,45 326.629,86 6.176.336,31 693.222,25 564.216,39
28.873.229,28 5.533.239,07 34.406.468,35 39.077.202,21 32.209.913,26
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.952.139,67 2.087.099,56 8.039.239,23 9.034.454,40 7.792.170,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.744.195,70 504.720,59 6.248.916,29 1.997.663,49 1.378.246,63
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 583.340,58 3.774.020,56
11.696.335,37 2.591.820,15 14.288.155,52 11.615.458,47 12.944.438,13
INSGESAMT 40.569.564,65 8.125.059,22 48.694.623,87 50.692.660,68 45.154.351,39

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AVL Software and Functions GmbH, Regensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AVL Software and Functions GmbH, Regensburg bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AVL Software and Functions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Um-ständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Ver-tretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bruchsal, den 21. Mai 2024

Benz & Gunzenhäuser
Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Benz, Wirtschaftsprüfer

Gunzenhäuser, Wirtschaftsprüfer

Sonstige offenlegungspflichtige Angaben gem. § 328 Abs. 1 HGB

1. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB

2. Der Jahresabschluss 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 4.6.2024 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Jahresfehlbetrag von EUR 1.418.364,01 auf neue Rechnung vorzutragen.

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