music support group GmbHLiquidiert

81379 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 196730
Eingetragen
30.1.2012
Branche
Einzelhandel mit Musikinstrumenten und NotenHerstellung von MusikinstrumentenHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Gegenstand
Produktion und Erbringung von Dienstleistungen sowie Betrieb einer Akademie für Aus- und Weiterbildung im Musik- und Medienbereich, insbesondere der Einzelhandel mit Musikinstrumenten und Zubehör, Computern, Soft- und Hardware sowie Kaffee, Herstellung und Vertrieb von Merchandisingartikeln, Tonund Bildtonträgern, Betrieb von Ton- und Videostudios, Musik- und Buchverlag, Radio- und TV-Sendern, Plattenfirma und Agentur für Marketing sowie Onlinedienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Rüdiger Veith
seit 30.1.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Rüdiger J. Veithmsg Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

music support group GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

BILANZ zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 70.715,00 83
2. Übrige 2,00 0
70.717,00 (83)
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.452,00 22
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 337.957,00 39
354.409,00 (61)
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.635.937,70 1.635
7.061.063,70 (1.779)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 497.817,91 211
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.160.867,76 2.818
2. Übrige 25.649.664,07 24.121
26.810.531,83 (26.939)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 96.859,75 45
27.405.209,49 (27.195)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 70.187,67 194
- davon Damnum/Disagio: € 55.231,84 (Vorjahr: T€ 0)
34.536.460,86 29.168

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000;00 25
II. Kapitalrücklage 25.000,00 25
III. Gewinnvortrag 10.520.082,29 5.410
IV. Jahresüberschuss 2.126.753,68 5.110
12.696.835,97 (10.570)
B. Rückstellungen 741.949,38 1.233
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.655.816,74 1.469
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.949,74 997
3. Übrige 3.268. 836,16 2.900
10.934.602,64 (5.366)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 10.059.877,84 11.942
E. Passive latente Steuern 103.195,03 57
34.536.460,86 29.168

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2020

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 20.494.567,67 22.853
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.518.094,55 -2.343
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -569.981,52 -530
- davon für Altersversorgung: € 1.555,12 (Vorjahr: T€ 8) -3.088.076,07 (-2.873)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -55.579,37 -22
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.598.873,36 -13.744
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 132.707,73 65
- davon von verbundenen Unternehmen: € 132.707,73 (Vorjahr: T€ 63)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -317.388,41 -140
davon
- an verbundene Unternehmen: € 19.468,18 (Vorjahr: T€ 12)
- Aufwendungen aus Abzinsungen: € 213.478,45 (Vorjahr: T€ 62)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -440.486,51 -1.029
- davon aus latenten Steuern: € 46.202,90 (Vorjahr: T€ 34)
8. Ergebnis nach Steuern 2.126.871,68 5.110
9. Sonstige Steuern -118,00 0
10. Jahresüberschuss 2.126.753,68 5.110

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Informationen und Grundlagen der Berichterstattung

Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 196730 beim Amtsgericht München im Handelsregister eingetragen und hat ihren Sitz in München.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Grundsätzen der Rechnungslegungsvorschriften des HGB erstellt.

Die Regelungen des GmbH-Gesetzes wurden ebenfalls berücksichtigt.

Der Jahresabschluss wurde gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 ff. HGB aufgestellt.

Nach den in § 267 Abs. 1 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzuordnen.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Im Berichtsjahr wurden die im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen gegen Gesellschafter unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 2.155) aufgrund der inzwischen aufgetretenen Daueranlageabsicht in die Finanzanlagen umgegliedert. Das Vorjahr wurde nicht entsprechend angepasst.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 265 ff. HGB. Sie wurde auf Grundlage einer positiven Fortführungsprognose der Geschäftstätigkeit aufgestellt.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Dabei wurde eine Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren zugrunde gelegt.

Anschaffungskosten abnutzbarer beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen abziehbaren Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde mit den Anschaffungskosten bilanziert und wird über zehn Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips und des Wertaufholungsgebots angesetzt.

Die Vorräte sind mit ihren Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Unfertigen Leistungen betreffen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Standortentwicklung, der Vorbereitung zukünftiger Schulungsleistungen sowie weiter zu belastenden Projektentwicklungsleistungen. Die Bewertung erfolgte mit den im Wege einer sachgerechten Schätzung zugerechneten internen Personaleinzelkosten zuzüglich eines angemessenen Gemeinkostenzuschlags.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Eindringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die Forderungen mit einer anzunehmenden Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Für die Ermittlung des Abzinsungssatzes wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, veröffentlicht durch die Bundesbank, zugrunde gelegt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzung werden Ausgaben bis einschließlich des Bilanzstichtages ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendigen Betrags.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Einnahmen bis zum Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung nicht abgezinst.

III. Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel gesondert dargestellt.

Die Finanzanlagen enthalten mit T€ 3.557 (Vorjahr: T€ 0) Ausleihungen an Gesellschafter.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen wie im Vorjahr vollständig auf Sonstige Vermögensgegenstände. Im Vorjahr waren hierin auch Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 2.155 enthalten, die im Geschäftsjahr in die Ausleihungen an verbundene Unternehmen umgegliedert wurden.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände entfallen mit T€ 14.079 (Vorjahr: T€ 11.847) auf noch nicht fällige Forderungen gegen Teilnehmer, die ihre Kursgebühren in Raten zahlen.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Stand Restlaufzeit
31.12.2020 bis 1 Jahr Über 1 Jahr
(T€) (T€) (T€)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.161 0 1.161
(Vorjahr) (2.818) (2.172) (646)
Übrige 25.650 13.202 12.448
(Vorjahr) (24.121) (14.360) (9.761)
Gesamt 26.811 13.202 13.609
(Vorjahr) (26.939) (16.532) (10.407)

3. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital beträgt wie im Vorjahr € 25.000 und ist zu 100 % eingezahlt.

4. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage wurde im Zuge der Verschmelzung einer Schwestergesellschaft auf die music support group GmbH dotiert. Es handelt sich um eine Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 893) Sonstige Verbindlichkeiten sowie in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 104) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

6. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vereinnahmte Kursgebühren, die Ertrag des Folgejahres darstellen.

7. Passive latente Steuern

Die Passiven latenten Steuern resultieren aus dem Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanz und betreffen ausschließlich die abweichende Abzinsung der langfristigen Forderungen gegen Ratenzahler (im Bilanzposten "Sonstige Vermögengegenstände" enthalten). Die Passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Forderungen gegen Ratenzahler Handelsbilanz Steuerbilanz Unterschiedsbetrag Steuersatz Latente Steuern
(T€) (T€) (T€) % (T€)
Stand
01.01.2020 7.935 7.575 -360 15,825 57
31.12.2020 13.505 12.852 -653 15,825 103
Veränderung im Geschäftsjahr +5.570 +5.277 -293 15,825 +46

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

Geschäftsjahr Vorjahr
(T€) (T€)
Raumkosten 3.061 2.848
Intercompany Leistungen 3.137 2.984
Versicherungen, Beiträge, Abgaben 17 10
Reparaturen und Instandhaltungen 54 66
Fahrzeugkosten 21 20
Werbe- und Reisekosten 3.511 3.495
Kosten der Warenabgabe 91 44
Forderungsbeitreibung und Forderungsbewertung 2.881 2.649
Übrige 1.825 1.628
Gesamt 14.598 13.744

Unter den Aufwendungen für Forderungsbeitreibung und Forderungsbewertung sind Aufwendungen in Höhe von T€ 2.467 (im Vorjahr T€ 2.432) aus vorgenommenen Einzelwertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mit Datum vom 11.08.2020 eine Patronatserklärung zugunsten des verbundenen Unternehmens UNITED POP Online GmbH, München, abgegeben und die Sicherung der Liquidität für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 zugesichert. Zum Aufstellungszeitpunkt wird davon ausgegangen, dass mit keiner Inanspruchnahme zu rechnen ist.

Die Gesellschaft hat mit Datum 14.08.2020 eine Bürgschaft in Höhe von T€ 1.000 für die msg GmbH & Co. KG, München, gegenüber der Sparkasse Harburg-Buxtehude abgegeben. Zum Aufstellungszeitpunkt wird davon ausgegangen, dass mit keiner Inanspruchnahme zu rechnen ist.

Die Gesellschaft hatte zum Bilanzstichtag 2020 finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnissen in Höhe von insgesamt T€ 8.631 (Vorjahr: T€ 9.111 zuzüglich Umsatzsteuer).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die den geschäftsüblichen Umfang übersteigen, bestehen nicht.

2. Zahl der Beschäftigten

Während des Berichtsjahres und im Vorjahr waren gemäß § 285 Nr. 7 i.V.m. § 267 Abs. 5 HGB im Durchschnitt beschäftigt:

Geschäftsjahr (Mitarbeiter) Vorjahr (Mitarbeiter)
Angestellte 83 75
Auszubildende 2 4

3. Namen der Organmitglieder (§ 285 Nr. 10 HGB)

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Rüdiger Veith, Unternehmer, München.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

4. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss für 2020 soll nach Vorschlag der Geschäftsführung auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

München, den 12. Oktober 2021

gez. Rüdiger J. Veith, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2020

(Anlagenspiegel)

Anschaffungskosten
1.1.2020 Umgliederungen Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 176.819,13 0,00 0,00 0,00 176.819,13
2. Übrige 824,40 0,00 0,00 0,00 824,40
177.643,53 0,00 0,00 0,00 177.643,53
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.960,65 27,34 0,00 0,00 83.987,99
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 43.698,54 -27,34 336.605,37 0,00 380.276,57
127.659,19 0,00 336.605,37 0,00 464.264,56
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.635.205,52 0,00 6.927.869,18 -1.927.137,00 6.635.937,70
1.940.508,24 0,00 7.264.474,55 -1.927.137,00 7.277.845,79
Abschreibungen
1.1.2020 des Geschäftsjahres 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 94.310,13 11.794,00 106.104,13
2. Übrige 822,40 0,00 822,40
95.132,53 11.794,00 106.926,53
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.699,65 5.836,34 67.535,99
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.370,54 37.949,03 42.319,57
66.070,19 43.785,37 109.855,56
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
161.202,72 55.579,37 216.782,09
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 70.715,00 82.509,00
2. Übrige 2,00 2,00
70.717,00 82.511,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.452,00 22.261,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 337.957,00 39.328,00
354.409,00 61.589,00
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.635.937,70 1.635.205,52
7.061.063,70 1.779.305,52

Aufgliederung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2020

(Verbindlichkeitenspiegel)

Restlaufzeit
bis 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre Stand 31.12.2020 Sicherheiten
T€ T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.866 5.790 125 7.656 4.073 *
(Vorjahr) (1.403) (66) (0) (1.469) (0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10 0 0 10
(Vorjahr) (159) (838) (21) (997)
3. Übrige 3.013 256 0 3.269
(Vorjahr) (2.853) (47) (0) (2.900)
Summe 4.889 6.046 125 10.935
(Vorjahr) (4.415) (951) (21) (5.366)

* Drittschuldnerabtretung i. H. v. T€ 4.055 und Abtretung Bankkontoguthaben i.H.v. T€ 18

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die music support group GmbH (im Folgenden kurz: Unternehmen oder msg) ist ein mittelständisches Dienstleistungsunternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft im Firmenverbund der music support group mit den Geschäftsbereichen Musik/ Medien -Produktion, -Services und -Akademie.

Der Geschäftsbereich Produktion & Services umfasst u. a. die Sparten Verlagswesen (Marke ,sonic media'), CD, DVD und Vinyl-Pressungen als Full-Service Anbieter (Marke, Mastershome'), Musik- und Mediaproduktionen (Marke msg) sowie Betrieb und Vermietung von Ton- und Masteringstudios (Marke ,Dorian Gray Studios').

Im Akademiebereich bietet die msg unter dem Markennamen ,Deutsche POP' Praxisausbildungen und Studiengänge für die Kreativindustrie an. Des Weiteren führt die music support group/Deutsche POP als autorisierter Partner der University of West London (UWL), einer staatlich anerkannten britischen Universität, Bachelor (BA Hons) -Studiengänge der UWL an ausgewählten Akademiestandorten durch und nimmt im Namen der UWL entsprechende Prüfungen ab.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden 12 nichtselbständige Niederlassungen in Deutschland (Berlin, Bochum, Bremen, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Stuttgart) sowie eine nichtselbständige Niederlassung in Österreich mit dem Standort in Wien betrieben.

Mit seinem breiten Leistungsspektrum hebt sich das Unternehmen gegen seine Mitbewerber im Bildungsbereich deutlich ab - es gewährt engere Praxisbezüge zum Kreativmarkt, die auch die Kunden im Bildungsbereich, je nach Ausbildungslehrgang, unmittelbar nutzen können.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Wirtschaftliches Umfeld und Rahmenbedingungen

Im Zuge der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen kam es im zweiten Quartal 2020 zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung in nahezu allen Sektoren der Wirtschaft, auch aufgrund von parallelen Behinderungen der Lieferketten im internationalen Umfeld. Durch stark steigende Infektionszahlen in den Wintermonaten wurde ein erneuter Lockdown erforderlich, der primär die Dienstleistungsbereiche hart einschränkte. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft ging im Jahr 2020 mit einer Rate von 5,0 Prozent zurück. 1 Nach einem Zuwachs der Weltwirtschaft von 3,58 % im Jahr 2018 2 betrug das preisbereinigte Wachstum im Jahr 2019 rund 2,8 % und sank im Folgejahr 2020 auf ein Rekordtief von -3,5 %. 3

Für das Gesamtjahr 2021 erwartet das ifo Institut in seiner Prognose vom 16. Juni 2021 eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 3,3 Prozent. 4 Mit der Verlangsamung des Infektionsgeschehens und dem Fortschritt bei den Impfungen gegen Covid-19 ist konjunkturelle Erholung beim Handel und in den kontaktintensiven Dienstleistungsbereichen bis Ende 2021 zu erwarten. Kurzfristig dämpfend wirken jedoch weiterhin Engpässe bei der Lieferung von Vorprodukten sowie eine über die Lockdown-Phasen hinaus zu beobachtende Zurückhaltung der Konsumenten bei der Entscheidung für größere oder sich über längere Zeiträume erstreckende Investitionsvorhaben.

1 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Jahreswirtschaftsbericht 2021, S. 106
2 Statista, Online [https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/], Abruf 7.09.2021
3 Statista, Online [https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/], Abruf 7.09.2021
4 Ifo Institut, Online [https://www.ifo.de/prognosen/ifo-konjunkturprognose], Abruf 7.09.2021

Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird insbesondere von Freiberuflern sowie von Klein- und Kleinstbetrieben geprägt. Sie sind überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert - also nicht primär im öffentlichen Sektor wie in Museen, Theater oder in Orchestern in öffentlicher Trägerschaft tätig oder im zivilgesellschaftlichen Sektor bei Kultur-, Kunstvereinen oder Stiftungen aktiv. Sie beschäftigen sich vielmehr mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und/oder der medialen Verbreitung von kulturellen oder kreativen Gütern und Dienstleistungen.

Neben den bereits gut etablierten Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft gibt es mit der Software-/Games-Industrie und Designwirtschaft resiliente Märkte, welche durchaus von der Krise profitieren 5 und in den nächsten Jahren gut ausgebildete Fachkräfte benötigen, die aufgrund des digitalen Wandels in veränderten Berufsbildern tätig sein werden. Diese Entwicklung antizipierte die msg früh und entwickelte Ihr Produktangebot konsequent weiter, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Die Branche erzielte im Jahr 2019 eine Bruttowertschöpfung von schätzungsweise 106,4 Milliarden Euro (in 2018 100,5 Milliarden Euro) mit einem Anteil von 3,1 % am Bruttoinlandsprodukt und einen Umsatz von 174,1 Milliarden Euro nach 168,3 Milliarden Euro im Jahr 2018. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von 3,4 %. 6 Damit übertrifft die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachen Wertschöpfung weiterhin andere wichtige Branchen wie die chemische Industrie, die Energieversorger oder aber die Finanzdienstleister. Nur die Automobilindustrie erzielt mit 162,1 Milliarden Euro eine deutlich höhere Bruttowertschöpfung. 7 Gemäß Auskunft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sind die finalen Zahlen für 2020 noch nicht veröffentlicht, eine Hochrechnung liegt bisher ebenfalls nicht vor.

2.2. Geschäftsverlauf

Die gravierenden Beeinträchtigungen des Gesamtmarktes durch die Pandemielage führten dazu, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2020 nicht nahtlos an das ungebrochene und starke Wachstum der Vorjahre anknüpfen konnte. Die Auswirkungen der Pandemie auf den Geschäftsverlauf sind im Branchenvergleich jedoch als gering einzustufen: Mit Umsatzerlösen in Höhe von T€ 25.205 schloss das Geschäftsjahr 2020 bei robusten 90 % des vorangegangenen Jahres (T€ 28.096) und blieb nur um T€ 1.585 (5 %) hinter den Erwartungen zurück. Ursächlich hierfür war eine rückläufige Neukundengewinnung, die vor allem auf Entscheidungsunsicherheiten als Folge erhöhter existentieller und wirtschaftlicher Unsicherheiten im Pandemieumfeld zurückzuführen ist. Die Zahl der Kurs-Starter verringerte sich bei den Diploma-Studiengängen von 13.033 Teilnehmern im Jahr 2019 auf 11.892 in 2020 (- 8,8 %) und bei den Bachelor-Modulen von 2.254 in 2019 auf 1.846 in 2020 (- 18,1 %). Übergreifend gesehen konnten größere Erlöseinbrüche vermieden werden und trotz der unsicheren Lage ein stabiles Ergebnis erzielt werden, so dass die Entwicklung im Geschäftsjahr als zufriedenstellend anzusehen ist.

Der Jahresüberschuss vor Steuern beläuft sich auf T€ 2.567. Dies entspricht einem Rückgang um T€ 3.572 (-58,2 %) gegenüber dem Vorjahr (T€ 6.139) und einer Planverfehlung um T€ 3.766 (59 %). Neben der pandemiebedingt rückläufigen Erlösseite zeigte sich ein Anstieg bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um T€ 855. Die geplanten Aufwendungen wurden um T€ 2.288 überschritten. Ursächlich hierfür sind die nicht in dem Ausmaß geplanten Wertberichtigungen sowie gestiegene Rechts- und Beratungskosten (vgl. Ertragslage), bei denen im Rahmen der Planung von einer rückläufigen Entwicklung ausgegangen wurde. Hier wirkte sich die Pandemie stärker auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden aus, als dies erwartet wurde.

Der Steueraufwand hat sich entsprechend der Minderung des Jahresüberschusses vor Steuern in etwa halbiert.

Der Jahresüberschuss 2020 (T€ 2.127) ist aus den vorgenannten Gründen um T€ 2.983 niedriger im Vergleich zum Vorjahr (T€ 5.110) ausgefallen.

Die Umsatzrentabilität sank von 18 % im Vorjahr auf 8 %.

5 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2020, S. 64 ff
6 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2020, S. 5 und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2019, S. 5
7 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2020, S. 12

3. Erläuterungen zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

3.1. Ertragslage

2020 2019 Ergebnisveränderung
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 25.205 96,5 28.096 98,6 -2.891
Bestandsveränderungen 280 1,1 -106 -0,4 386
Sonstige betriebliche Erträge 641 2,5 518 1,8 123
Betriebsleistung 26.126 100 28.508 100 -2.382
Aufwendungen für Fremdleistungen -5.632 -21,6 -5.655 -19,8 23
Personalaufwand -3.088 -11,8 -2.873 -10,1 -215
Planmäßige Abschreibungen
Anlagevermögen -56 -0,2 -22 -0,1 -34
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.599 -55,9 -13.744 -48,2 -855
Betriebsaufwendungen -23.374 -89,5 -22.294 -78,2 -1.080
Betriebsergebnis 2.752 10,5 6.214 21,8 -3.462
Zinserträge 133 0,5 65 0,2 68
Zinsaufwendungen -317 -1,2 -140 -0,5 -177
Jahresüberschuss vor Steuern 2.567 9,8 6.139 21,5 -3.572
Ertragsteuern -440 -1,7 -1.029 -3,6 589
Sonstige Steuern 0 0,0 0 0,0 0
Jahresüberschuss 2.127 8,1 5.110 17,9 -2.983

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 28.096 auf T€ 25.205 und damit um T€ 2.891 (10,3 %). Zur Ursache dieser Entwicklung vgl. Punkt 2.2.

Der Jahresüberschuss vor Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.572 reduziert. Zur Ursache dieser Entwicklung vgl. Punkt 2.2.

Die Betriebsaufwendungen lagen bei T€ 23.374 und erhöhten sich somit um T€ 1.080 (4,8 %) gegenüber Vorjahr. Ein Anstieg in Höhe von T€ 855 entfiel dabei auf die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen, der insbesondere durch höhere Einstellungen in die Pauschalwertberichtigungen (T€ +392) sowie höhere Kosten für Rechtsberatung und Forderungsbeitreibung (T€+198) getrieben war. Hier zeigen sich die direkten Folgen der Pandemielage, die teilweise schwächere Bonitäten der Kunden zur Folge hatte. Die Personal aufwendungen stiegen um T€ 215, während Abschreibungen sowie Aufwendungen für Fremdleistungen (hierin v.a. Kosten für externe Dozenten) nahezu unverändert blieben.

3.2. Finanzlage

Die folgende Kapitalflussrechnung zeigt Entwicklung und Struktur der Finanzlage im Jahr 2020 und im Vorjahr:

2020 2019
T€ T€
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -1.354 -740
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -826 -434
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 6.550 -40
Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.205 -140
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -835 -1.354
Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode setzt sich wie folgt zusammen: Liquide Mittel 97 45
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten (Kontokorrent) -932 -1.399

Die finanziellen Mittel aus der laufenden Geschäftstätigkeit lagen um T€ 392 unter dem Vorjahr. Wesentliche Ursachen hierfür sind im Vergleich zum Vorjahr neben dem Rückgang des Jahresergebnisses kompensiert insbesondere durch die weniger ausgeprägte Zunahme des Umlaufvermögens bei gleichzeitig deutlicher Abnahme der Verbindlichkeiten.

Der positive Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit resultiert aus den die Tilgung übersteigenden Neuaufnahmen von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der überwiegende Teil entfällt hierbei auf Mittelaufnahmen zur Sicherung der Liquidität während der Corona Pandemie in Höhe von T€ 3.000 durch die KfW sowie T€ 3.113 im Rahmen der Refinanzierung langlaufender Bildungsdarlehen.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit setzt sich im Wesentlichen aus Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen (Finanzanlagen T€ 6.928 sowie Sachanlagevermögen T€ 337) vermindert um Rückflüsse (Finanzanlagen T€ 1.927) aus Tilgungen von Ausleihungen gegen verbundene Unternehmen zusammen.

Die Kapitalstruktur per 31.12.2020 stellt sich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr zusammenfassend wie folgt dar:

Stand zum Stand zum Veränderung Veränderung
31.12.2020 in T€ 31.12.2019 in T€ In T€ In %
Eigenkapital 12.697 10.570 2.127 20,1
Kurzfristiges Fremdkapital 11.114 14.412 -3.298 -22,9
Langfristiges Fremdkapital 10.726 4.186 6.540 156,2
Bilanzsumme 34.536 29.168 5.368 18,4

Die msg kann aufgrund der guten Vorjahresergebnisse sowie den wirksamen Risikobegrenzungsmaßnahmen, wie die standortübergreifende Zusammenlegung von Kursen durch Überführung in Video-Formate, die angespannte Lage aufgrund der Corona Pandemie gut überbrücken und ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit uneingeschränkt nachkommen. Um die Liquidität ebenso in diesen angespannten Zeiten zu sichern, wurde der Kontokorrentrahmen der Commerzbank München im September 2020 aufgestockt und beläuft sich nun auf T€ 920. Die von der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg gewährte Kontokorrent-Linie in Höhe von T€ 500 als auch die Kontokorrent-Linie der Sparkasse Fürstenfeldbruck in Höhe von T€ 150 wurden in unveränderter Höhe beibehalten. Die Kreditlinien wurden zum 31.12.2020 in Höhe von T€ 932 in Anspruch genommen.

Mit einer seitens der Gesellschaft im Jahr 2020 abgegebenen Patronatserklärung wurde die Sicherung der Liquidität der UNITED POP Online GmbH, München, für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 zugesagt. Mit einer Inanspruchnahme ist zurzeit nicht zu rechnen.

Insgesamt steht die Liquiditätsentwicklung innerhalb des Geschäftsjahres im Einklang mit dem Geschäftsverlauf. Die msg hat die notwendigen Instrumente implementiert, um eine jederzeitige Überwachung, Analyse und Prognose der Liquiditätsentwicklung zu gewährleisten.

3.3. Vermögenslage

Zur Beurteilung der Vermögenslage und ihrer Veränderung werden die Bilanzen der letzten beiden Geschäftsjahre im Folgenden in verdichteter Form gegenübergestellt.

Die Vermögenslage zum 31. Dezember 2020 zeigt im Vergleich zum Vorjahresstichtag folgendes Bild:

VERMÖGENSLAGE - AKTIVA

2020 2019 Vermögensveränderung
T€ % T€ % T€
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 71 0,2 83 0,3 -12
Sachanlagen 354 1,0 61 0,2 293
Finanzanlagen 6.636 19,2 1.635 5,6 5.001
7.061 20,4 1.779 6,1 5.282
Umlaufvermögen
Vorräte 498 1,4 211 0,7 287
Forderungen
- Lieferungen und Leistungen 11.366 32,9 12.088 41,4 -722
- verbundene Unternehmen 1.161 3,4 2.818 9,7 -1.657
Sonstige Vermögensgegenstände 14.284 41,4 12.033 41,3 2.251
Flüssige Mittel 97 0,3 45 0,2 52
27.405 79,4 27.195 93,2 210
Rechnungsabgrenzungsposten 70 0,2 194 0,7 -124
Aktiva gesamt 34.536 100 29.168 100 5.368

VERMÖGENSLAGE - PASSIVA

2020 2019 Vermögensveränderung
T€ % T€ % T€
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25 0,1 25 0,1 0
Kapitalrücklagen 25 0,1 25 0,1 0
Gewinnvortrag 10.520 30,5 5.410 18,5 5.110
Jahresüberschuss 2.127 6,2 5.110 17,5 -2.983
12.697 36,8 10.570 36,2 2.127
Fremdkapital
Rückstellungen
- Steuern 512 1,5 796 2,7 -284
- Sonstige 230 0,7 437 1,5 -206
742 2,2 1.233 4,2 -491
Verbindlichkeiten
- Kreditinstitute 7.656 22,2 1.469 5,0 6.187
- Lieferungen und Leistungen 2.666 7,7 2.293 7,9 373
- Verbundene Unternehmen 10 0,0 997 3,4 -988
- Übrige 603 1,7 607 2,1 -4
10.935 31,7 5.366 18,4 5.569
Rechnungsabgrenzungsposten 10.060 29,1 11.942 40,9 -1.882
Passive latente Steuern 103 0,3 57 0,2 46
Passiva gesamt 34.536 100 29.168 100 5.368

Die Bilanzsumme ist im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 18 % gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die in den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen aus Bildungsfinanzierungen um T€ 2.251 (Vorjahr T€ 5.588) zurückzuführen, deren Anteil am generierten Neugeschäft im Pandemie-Jahr 2020 zugenommen hat. Zudem stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 3.344, die nunmehr im Wesentlichen unter der Position Finanzanlagen bilanziert sind. Der Betrag ergibt sich somit aus einer Erhöhung der Finanzanlagen um T€ 5.001 sowie der Reduktion der kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 1.657.

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Vorjahr um ca. 20 % und ist auf das Jahresergebnis 2020 in Höhe von T€ 2.127 zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich damit am Bilanzstichtag auf 37 % nach 36 % Ende 2019 und 29 % Ende 2018.

Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme liegt mit 31,7 % über dem Niveau des Jahres 2019 (18,4 %). Der Anstieg rührt aus der Aufnahme eines geförderten KfW-Darlehens zur Sicherung der Liquidität während der Pandemie in Höhe von T€ 3.000 sowie der Beschaffung weiterer Mittel in Höhe von T€ 3.113 zum Zweck der Refinanzierung der in den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen aus vereinbarten Ratenzahlungen und Bildungsfinanzierungen. Diese Mittel stehen dem Unternehmen im Rahmen eines revolvierend in Anspruch zu nehmenden Kreditrahmens zur Verfügung und werden jeweils fristenkongruent mit den Ratenzahlungen aus den Bildungsfinanzierungsverträgen getilgt.

Die Minderung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um T€ 1.882 rührt aus der Reduzierung der erhaltenen Vorauszahlungen von Kursgebühren durch Leistungserbringung.

3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wirtschaftliche Steuerung der Gesellschaft erfolgt mit Hilfe der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Jahresüberschuss vor Steuern. Beide Indikatoren haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres aufgrund der Pandemie-Lage und der daraus resultierenden Belastungen des Geschäftsverlaufs abgeschwächt. Die zügig installierte laufende Überwachung sicherte die Ergreifung rechtzeitiger und angemessener Maßnahmen, um die negativen Auswirkungen der Pandemie-Lage einzudämmen. So wurde mit der schnellen teilweisen Verlagerung von Kursinhalten auf Video-Formate reagiert und ein umfassendes Digitalisierungsprojekt der Lehrinhalte gestartet.

3.5. Gesamtaussage

Die Gesellschaft konnte der Belastungsprobe durch die Pandemie-Lage im Jahr 2020 erfolgreich begegnen: Zwar konnte an den langjährig ungebrochenen Wachstumskurs nicht nahtlos angeknüpft werden, da sowohl ein Umsatz- als auch ein Rückgang des Jahresergebnisses vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr (10 % bzw. 58 %) bzw. zur Planung (5 % bzw. 59 %) zu verzeichnen war. Jedoch sind die vorgenannten Verschlechterungen der Kennzahlen für das Geschäftsjahr in Anbetracht der Risikolage durch die massiven Beeinträchtigungen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens während des Geschäftsjahres als zufriedenstellend zu bezeichnen und die ergriffenen Gegensteuerungsmaßnahmen als erfolgreich einzuschätzen.

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gesichert.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das gesamte Geschäftsjahr 2020 war von starken Corona-bedingten Marktreaktionen gekennzeichnet und verlief somit innerhalb eines faktischen Risikoumfeldes. Insbesondere die Kultur- und Kreativbranche war und ist von diesem besonders betroffen. Nach einer Analyse des Kompetenzzentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes ist der Umsatz in diesem Sektor im Jahr 2020 um 13 % eingebrochen, wobei einzelne Teilmärkte, wie zum Beispiel die Musik- und Filmwirtschaft sogar weit höhere Umsatzrückgänge von ca. 50 % zu verkraften hatten, einzelne Segmente sogar bis zu 85% (darstellende Kunst) 8. Die starke wirtschaftliche Belastung dieses Sektors als auch deutlich verschlechterte Hinzuverdienstmöglichkeiten für potenzielle Kursteilnehmer in geringfügig beschäftigten Anstellungsverhältnissen zum Beispiel in der Gastronomie, wirkten und wirken sich auch auf das Bildungsgeschäft des Unternehmens aus und schlugen sich in rückläufigem Absatz von Ausbildungsverträgen nieder.

In diesem Risikoumfeld konnte sich das Unternehmen gut behaupten und hat damit bewiesen, dass die Geschäftsführung konsequent und effizient auf Risiken reagiert und wirksame Gegensteuerungsmaßnahmen einleitet. Im Mittelpunkt stand und steht hierbei der Start intensiver Digitalisierungsmaßnahmen, die nicht nur die zu Beginn der Pandemie vorgenommene Verlagerung der Kursdurchführung in virtuelle Klassenräume mit sich bringt, sondern deutlich weitreichender gefasst ist: Das gesamte Bildungskonzept wird in einer Digitalisierungsinitiative neu ausgerichtet. Dies beinhaltet nicht nur die Plattform der Kursdurchführungen, sondern die vollständige Neukonzeption der Lehrinhalte. Das Unternehmen hat seine langjährigen Erfahrungen im Gestalten attraktiven Unterrichtes eingesetzt und in ein Investitionsprogramm zur Digitalisierung überführt, dass in den kommenden Jahren bedarfsgerechtes und praxisorientiertes Lernen an den Akademiestandorten mit den entscheidenden Vorteilen virtueller Wissensvermittlung intelligent verbindet. Dadurch erschließen sich zeitlich und räumlich neue Flexibilitäten der Produktgestaltung und -auslieferung und der Unterricht wird moderner und attraktiver für die tendenziell junge und digital affine Zielgruppe. Die Digitalisierung bietet darüber hinaus Potentiale für eine effizientere und kostengünstigere Allokation des Lehrpersonals wie auch für optimierte Raumnutzungen an den Akademiestandorten. Diese Fortschritte richten das Unternehmen und deren Schwestergesellschaften auch und vor allem über die Krise hinaus noch deutlich besser als bisher für das zukünftige Wachstum aus.

8 Kompetenzzentrum für die Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, Online [https://kreativ-bund.de/wp-content/uploads/2021/03/Themendossier_Betroffenheit_KKW2021.pdf), Seite 2; Abruf 7.09.2021.

Auch im Bereich der Kundengewinnung fokussiert sich das Unternehmen noch stärker auf die digitalen Kanäle mit dem Ziel, Präsenz und Auffindbarkeit des Bildungsangebots und der Marke im Web und den Social-Media-Kanälen weiter zu erhöhen.

Im Bereich Forderungsmanagement wird durch kontinuierliche Prozessoptimierung und Schaffung von zusätzlichen IT-Lösungen sowie der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern Forderungsausfällen systematisch und proaktiv begegnet.

Im Hinblick auf die Pandemielage ist die Geschäftsführung optimistisch, dass von der inzwischen gut fortgeschrittenen Impfquote in Höhe von 62,7 % 9 der Gesamtbevölkerung zum Berichtszeitpunkt und die damit einhergehende zunehmende Herdenimmunität einen stabilisierenden Faktor darstellen wird. Selbst eine Verschlechterung der Pandemielage aufgrund der steigenden Durchdringung mit ansteckenderen Virusvarianten als auch über den saisonalen Einfluss des kommenden Herbstes und Winters hinweg sollten nicht erneut zu einer sehr starken Einschränkung des wirtschaftlichen und sozialen Lebens in Deutschland und Europa führen. Im Gegenteil sollten die bereits zu beobachtenden Aufholeffekte in vielen von der Pandemie ehemals stark eingeschränkten Branchen, wie zum Beispiel der Touristik, auch bei der msg stattfinden. Der während der Pandemie beobachtete Rückgang der Kursteilnehmer wird sich aufgrund der länger laufenden Ausbildungsverträge noch etwas nachlaufend auf die Vermögenssituation der Gesellschaft auswirken. Diesem Aspekt wird jedoch angemessen in den Geschäftsplanungen Rechnung getragen.

Mit der verstärkten Digitalisierung gehen weiter steigende Anforderungen an die Sicherheit der IT-Systeme, den Schutz der Kundendaten als auch die Einhaltung der gesetzlichen Informationspflichten einher. Diesen trägt das Unternehmen durch die qualifizierte Besetzung der hierfür vorgesehenen Rollen bzw. Funktionen und die regelmäßige Bewertung der Einhaltung der Richtlinien auf Geschäftsführungsebene Rechnung.

Weitere wirtschaftliche und rechtliche Risiken liegen im Bereich des allgemeinen Unternehmerrisikos. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeiten dieser Risiken als gering ein. Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, sind nicht bekannt.

4.2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Geschäftsführung hat die Planung für das Jahr 2021 den Corona-bedingten Auftragsverschiebungen angepasst und geht nach den vergangenen kontinuierlichen Wachstumsjahren bis 2019 und dem Belastungsjahr 2020 für das Geschäftsjahr 2021 vorsorglich von einer Stabilisierung auf dem Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2020 aus. Konkret wird mit einem leichten Umsatzrückgang von T€ 25.205 im Jahr 2020 auf T€ 24.191 im Jahr 2021 gerechnet, somit einer Verringerung um 4 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020. Beim Jahresüberschuss vor Steuern erwartet die Gesellschaft auf Grund der Einführung des digitalen Kurskonzeptes und der damit deutlich effizienteren und kostengünstigeren Bereitstellung des Kursangebotes eine Steigerung von T€ 2.567 im Geschäftsjahr 2020 auf T€ 3.202 im Geschäftsjahr 2021. Dies entspricht einem Zuwachs um 25 %.

Durch die während der Pandemiephase eingeleiteten Strukturmaßnahmen insbesondere aus dem Digitalisierungs-Programm werden jedoch bereits 2021 Kosteneinsparungen realisiert, die sich positiv auf die Rentabilität auswirken werden. Der Semesterzyklus für die Auslieferung der Kurse lässt die Kosteneffekte stets im Halbjahresrhythmus wirksam werden, wodurch sich die zu erwartenden Kostenentlastungen schrittweise auswirken. Die Geschäftsführung sieht das Unternehmen mit den eingeleiteten Maßnahmen dabei stabil und zukunftsweisend aufgestellt und in der Lage, auch weitere Unwägbarkeiten im Rahmen der Pandemieentwicklung aufzufangen.

Davon ausgehend, dass sich neuerliche Lockdown-Situationen zukünftig nicht mehr einstellen werden, erwartet die Geschäftsführung, dass die Nachfrage wieder anzieht und sich das Geschäft bei wachsenden Umsatzzahlen und verbesserter Rentabilität weiterhin stabil entwickeln wird.

Die Digitalisierungseffekte im Marketing- und Kursdurchführungsbereich werden sich mit Schwerpunkt auf den deutschen Markt positiv auswirken, aber auch die bereits in den Vorjahren angestoßene internationale Expansion und die damit verbundene Durchdringung zusätzlicher Märkte unterstützen.

9 https://impfdashboard.de (Stand 15.9.2021)

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts deutet die allgemeine Situation trotz fortbestehendem, wenn auch in den Folgen und Beeinträchtigungen sich deutlich moderater zeigendem COVID-19 Verlauf für das Jahr 2021 auf eine seitwärts gerichtete bis positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hin.

 

München, den 12. Oktober 2021

gez. Rüdiger J. Veith, Geschäftsführer

In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276, 288 und 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die music support group GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der music support group GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der music support group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 18. Oktober 2021

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Rainer Weichhaus, Wirtschaftsprüfer

gez. Danijela Mijatov, Wirtschaftsprüferin"

HRB 196730

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 15.12.2021 festgestellt.

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Der Jahresüberschuss 2020 in Höhe von € 2.126.753,68 wird gemäß Gesellschafterbeschluss vom 15.12.2021 auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

48 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.