SMMP Walburgisschule gGmbH

Bergkloster 1, 59909 Bestwig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 13577
Eingetragen
11.12.2020
Branche
Allgemeinbildende weiterführende Schulen des Sekundarbereichs IIAußerunterrichtliche Betreuung für Schulkinder (ohne Jugendarbeit)Allgemeinbildende Schulen des Sekundarbereichs I
Gegenstand
Unterhaltung und Führung eines privaten, staatlich anerkannten Gymnasiums, einer privaten, staatlich anerkannten Realschule und Unterhaltung und Führung privater, staatlich anerkannter Berufskollegs; Organisation und Durchführung von Jugend- und Schulsozialarbeit sowie Schulseelsorge; religionspädagogische Angebote; Durchführung von Gottesdiensten; Unterstützung minderbemittelter Schüler durch Beratung und materielle Hilfen und Zusammenarbeit mit anderen Trägern der Jugendhilfe; ferner arbeitsteiliges und planmäßiges Zusammenwirken gem. § 57 Abs. 3 Abgabenordnung mit anderen steuerbegünstigten Körperschaften

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Burk
seit 15.7.2021
Prokura
Raphael Ittner
seit 15.7.2021
Geschäftsführer
Andreas Reichert
seit 11.12.2020
Prokura
Michael Bünger
seit 11.12.2020
Prokura
Jörg Paul Stoffels
seit 11.12.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel Europa e.V.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SMMP Holding gGmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SMMP Walburgisschule gGmbH

Bestwig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Die Geschäftsführung der SMMP Walburgisschule gGmbH stellt in diesem Bericht die Lage der Gesellschaft in ihrem wirtschaftlichen Umfeld wie folgt dar:

1) Grundlagen der Gesellschaft

2) Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

b) Geschäftsverlauf

c) Ertragslage

d) Vermögenslage / Finanzlage

e) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Chancen- und Risikobericht

b) Prognosebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die SMMP Walburgisschule gGmbH, deren einziger Gesellschafter die SMMP Holding gGmbH ist, betreibt folgende Ersatzschulen:

- Placida Viel Berufskolleg, Menden

- Walburgisgymnasium, Menden

- Walburgisrealschule, Menden

Die Schulgemeinde umfasst zum Schuljahr 2023/2024 1.383 (VJ 1.402) Schülerinnen und Schüler. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 wurden 137(Vollkräfte) Lehrerinnen und Lehrer, Angestellte der Verwaltung, der Cafeteria und Hausmeister beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Bereich der Schulen in freier Trägerschaft hielt der Wachstumstrend wie in Vorjahren weiter an.

Im Bereich der Ersatzschulen werden nur als refinanzierungsfähig anerkannte Kosten zu 94 % als Zuschuss gewährt. Kosten, die darüber hinaus entstehen, muss die gGmbH selbst erwirtschaften.

Hierzu gehören bestimmte Verwaltungskosten, Gebäudekosten (im Wesentlichen größere Baumaßnahmen sowie Anschaffungs- und Abschreibungskosten) sowie Kostenpositionen, bei denen der vorgegebene Rahmen des Landes gem. FESchVO überschritten wird. Aus diesem Grund erhält die gGmbH an den Standorten der Ersatzschulen Unterstützung des Fördervereins, die diese Lücke schließen wollen, um so den Fortbestand der Schulen zu sichern.

b) Geschäftsverlauf

Auf Grund der konstanten Nachfrage nach christlichen, gymnasialen und beruflichen Schulplätzen in der Stadt Menden und ihrem Umkreis, ist der Geschäftsverlauf stabil. Negativ wirkt sich die Ersatzschulfinanzierung durch das Land Nordrhein-Westfalen aus, die nicht in vollem Umfang die gesetzlich vorgesehene Finanzierung leistet.

Größere Investitionen laufen vor allem in den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes. Hier sind vor allem anderen Auflagen im Rahmen des Brandschutzes zu nennen. Das gilt auf für das Gebäude des Berufskollegs.

c) Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 539,6 oder 4,8 % auf TEUR 11.854 erhöht. Sie enthalten hauptsächlich staatliche Beihilfen gem. Ersatzschulfinanzierungsgesetz in Höhe von TEUR 10.192, Unterstützungsleistungen des Fördervereins in Höhe von TEUR 1.210 und Zuwendungen des Erzbistums Paderborn (TEUR 164).

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 747 (Vorjahr TEUR 931).

Die betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 13.118 (VJ 12.758) entfallen u.a. auf die Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 9.489 (VJ TEUR 9.349), Abschreibungen TEUR 877 (VJ TEUR 832), Aufwendungen für Schülerfahrtkosten in Höhe von TEUR 376 (VJ TEUR 400) und Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen (TEUR 588; VJ TEUR 426).

Der Anstieg der Personalaufwendungen ist trotz der Verringerung der Vollkräfte, auf die Tariflohnerhöhungen, eine Verschiebung innerhalb des Personals und eine Erhöhung bei den Rückstellungen zurückzuführen.

Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresverlust in Höhe von TEUR 542. Der für das Geschäftsjahr prognostizierte Jahresfehlbetrag in Höhe von über TEUR 880 wurde damit deutlich unterschritten.

d) Vermögenslage / Finanzlage

Das Aktivvermögen beinhaltet langfristig gebundenes Anlagevermögen in Höhe von TEUR 11.331 (VJ TEUR 12.109). Das Umlaufvermögen beträgt TEUR 1.642 (Vorjahr TEUR 1.140).

Darüber hinaus bestehen aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 406 (Vorjahr: TEUR 425).

Die Passiva setzen sich aus dem Eigenkapital in Höhe von TEUR 7.193 (VJ: TEUR 7.735), den Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.937 (VJ TEUR 3.832), den Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.249 (VJ TEUR 2.107) zusammen.

Die Eigenkapitalquote (Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme) beträgt zum 31. Dezember 2023 insgesamt 54 % (VJ 57 %). Diese Minderung ist im Saldo bedingt durch den Jahresfehlbetrag und auf die Änderung der Bilanzierungssumme zurückzuführen.

Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.540 (Vorjahr TEUR 3.389).

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, da diese im Vorjahr durch Gesellschafter-Darlehen abgelöst wurden. Im Berichtsjahr wurde eine weiteres Gesellschafter-Darlehen in Höhe von TEUR 150 zur Finanzierung der Bautätigkeiten aufgenommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 520 (VJ: TEUR 424).

Die operative Lage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Durch das Ersatzschulfinanzierungsgesetz, die Unterstützung des Fördervereins ab 2014 und die Zuschüsse des Erzbistums Paderborn ist die Finanzierung der SMMP Walburgisschule gGmbH auf eine operative verlässliche Basis gestellt. Die wirtschaftliche Lage ist aber auch durch die hohen Abschreibungen als herausfordernd zu bezeichnen.

Auf der Ausgabenseite ist die Entwicklung der Personalkosten ebenso verlässlich anzusehen, da eine Bindung an öffentliche bzw. kirchliche Tarife vorliegt.

Investitionen

Im Berichtsjahr 2023 wurden TEUR 99 investiert. Dabei wurde insbesondere in die digitale Ausstattung der Schulen mit TEUR 26 und in Anlagen in Bau in Höhe von TEUR 68 investiert.

Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenLiquidität

Die Gesellschaft verfügt am Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 1.246 (VJ TEUR 781). Am Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (VJ TEUR 0).

Die Summe der liquiden Mittel erhöhte sich Berichtsjahr um TEUR 465.

Zahlungen auf der Kreditorenseite erfolgten überwiegend innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist, bei der Einräumung von Skontoabzügen innerhalb der Skontofrist. Allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen konnte nachgekommen werden. Zum Ausgleich von Zahlungsspitzen kann auf kurzfristig mögliche Kreditzusagen und liquide Mittel aus dem Schulverbund zurückgegriffen werden. Daher sind Liquiditätsengpässe derzeit nicht zu erwarten. Die Gesellschaft verfügt über eine gute Liquidität.

Die Zahl der Anmeldungen ist höher als das Angebot an Schulplätzen.

3. Prognose, Risiko- und Chancenbericht

a) Chancen- und Risikobericht

i. Risikobericht

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf die frühzeitige Erkennung von wesentlichen Risiken ausgerichtet, um der Unternehmensleitung eine rechtzeitige Reaktion mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf bestandsgefährdende Risiken zu ermöglichen. Wesentliche Elemente einer frühzeitigen Erkennung von Risiken und deren Kommunikation an die Unternehmensleitung sowie zur Einleitung von Maßnahmen im Hinblick auf einen angemessenen Umgang mit den Risiken sind:

• Regelmäßiger Informationsaustausch zwischen der Geschäftsführung, Kaufmännischen Leitungen, Schulleitungen und dem Gesellschafter

• Erstellung eines jährlichen Wirtschaftsplans mit entsprechender Abweichungsanalyse

• Analyse der betriebswirtschaftlichen Auswertungen und des Controllings

Die Risiken der Gesellschaft liegen insbesondere in

- den hohen Pensionsrückstellungen

- der demografischen Entwicklung

- im Risiko des Bestands des Zuschusses der Diözese und der Zuwendungen des Fördervereins

- Instandhaltung

ii. Chancenbericht

Chancen eröffnet für die Zukunft das weiter hohe Interesse der Familien und jungen Erwachsenen an einer attraktiven wertegeprägten schulischen Bildung und guter pädagogischer Arbeit. Durch Befragungen und Rückmeldungen von Eltern ergibt sich ein entsprechendes Feedback. Die Schulen haben eine marktprägende Stellung in der Region.

iii. Prognosebericht

Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 planen wir mit Erträgen in Höhe von TEUR 13.101. Die Zuschüsse vom Bistum werden auf dem identischen Niveau des Vorjahres erwartet. Durch die Kostensteigerungen, die auch die Gesellschaft betrifft, erwarten wir ein Ergebnis in Höhe eines Jahresfehlbetrages von TEUR 870,9. Dies entspricht einer Zunahme des Fehlbetrages in Höhe von TEUR 329,1 zum Jahr 2023.Auch für die kommenden Geschäftsjahre gehen wir auf Grund einer weiterhin unzureichenden staatlichen Förderung und durch den zeitlichen Verzug der Anpassungen von Zuwendungen durch den Förderverein von einem negativen Ergebnis aus.

 

Bestwig, 13. September 2024

Raphael Ittner, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizensen an solchen Rechten und Werten 7.656,00 5.061,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.914.588,00 11.438.314,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 110.012,00 142.554,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.900,00 515.762,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.398,78 5.355,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.535,00 1.535,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 31.562,76 43.115,18
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 365.014,64 315.806,48
davon Forderungen gegen Gesellschafter 300.000,00 150.000,00
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.264,21 137.579,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.245.895,35 780.877,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 406.259,60 425.222,77
SUMME AKTIVA 13.379.822,13 13.673.603,00

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 7.000.000,00 7.000.000,00
III. Gewinnvortrag 710.261,59 1.270.458,60
IV. Jahresfehlbetrag -541.808,70 -560.197,01
B. Rückstellungen 3.937.059,69 3.831.524,75
C. Verbindlichkeiten 2.249.309,55 2.106.816,66
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 519.500,14 424.447,34
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.760,59 239.109,16
SUMME PASSIVA 13.379.822,13 13.673.603,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 11.993.539,26 11.734.157,91
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.359.137,84 -8.331.863,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.130.265,32 -1.016.954,39
-9.489.403,16 -9.348.818,23
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -876.656,21 -831.655,24
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.119.937,56 -2.041.094,28
-492.457,67 -487.409,84
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.982,83 663,15
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -50.391,86 -72.430,32
-48.409,03 -71.767,17
7. Ergebnis nach Steuern -540.866,70 -559.177,01
8. Sonstige Steuern -942,00 -1.020,00
9. Jahresfehlbetrag -541.808,70 -560.197,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die SMMP Walburgisschule gGmbH hat ihren Sitz in Bestwig und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Arnsberg, Reg. Nr. HRB 13577. Die Gesellschaft ist durch Abspaltung zur Neugründung nach § 123 Abs. 2 Nr. 2 UmwG mit den im notariell beurkundeten Spaltungsplan vom 3. September 2020 bezeichneten Vermögensteilen der SMMP Berufskolleg Bergkloster Bestwig gGmbH, Bestwig, entstanden.

Der Jahresabschluss der SMMP Walburgisschule gGmbH, Bestwig, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert angewandt.

Die Gesellschaft hat in den Vorjahren Zuwendungen erhalten, welche in einen Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Sachanlagevermögen eingestellt wurden. Zum 31. Dezember 2020 bestanden Sonderposten in Höhe von 62.196,00 €.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses 2021 wurden die gebildeten Sonderposten für erhaltene und zweckentsprechend verwendete, aus der Mittelbindungsfrist herausgelaufene Fördermittel aufgelöst; hieraus resultierte im Jahresabschluss 2021 ein zusätzlicher Ertrag in Höhe von 58 T€. Dieser Ertrag hat das Jahresergebnis 2021 und das Eigenkapital zum 31. Dezember 2021 entsprechend erhöht. Die Erträge stehen in den Folgejahren zur Neutralisierung der Abschreibungen auf geförderte Investitionen nicht mehr zur Verfügung, so dass die Folgejahre entsprechend stärker belastet sind.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde auf Basis einer positiven Unternehmensfortführungsprognose entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Der Ansatz der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, die um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen vermindert werden. Die Abschreibungen bemessen sich nach der linearen Methode. Dabei richten sich die Abschreibungssätze nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 EUR (ohne Umsatzsteuer) werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben.

Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Vorräte wurden mit den letzten Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der abgegrenzten Beträge erfolgt entsprechend dem Zeitablauf.

Rückstellungen für Pensionen und Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen wurden in Höhe des Trägeranteils von 3 % passiviert. Diesem Wert liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zum 31. Dezember 2023 zugrunde. Die Verpflichtungen werden anhand des allgemein anerkannten Teilwertverfahrens ermittelt. Der Bewertung lagen die folgenden weiteren Parameter zugrunde:

• Biometrische Parameter: Richttafeln 2018 G nach Dr. Klaus Heubeck

• Dynamik der Teilwertprämien: 2,0 %

• Durchschnittszinssatz der Deutschen Bundesbank für Pensionen: 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %)

• Durchschnittszinssatz der Deutschen Bundesbank für Beihilfen: 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %)

• Gehaltsanpassungen 2,0 %

• Rententrend: 2,00 %

• Fluktuationswahrscheinlichkeit: nicht berücksichtigt

Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag von 88.651,00 EUR. Der sich aus den unterschiedlichen Abzinsungssätzen ergebende Betrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Aufgrund der in dem Sanierungskonzept vom Mai 2019 beschlossenen Leistungskürzungen für Rentner der Pensionskasse der Caritas VVaG, Köln, wurden im Rahmen der im Zusammenhang mit der Leistungskürzungen eintretenden Subsidiärhaftung der Gesellschaft für die Ansprüche von zwölf Mitarbeitern Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet. Bei der Ermittlung der Höhe der Pensionsrückstellungen wurde der Durchschnittszinssatz der Deutschen Bundesbank für einen Zeitraum von zehn Geschäftsjahren verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Angaben zu den Posten der Bilanz

Zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel als Bestandteil dieses Anhangs.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen in voller Höhe sonstige Forderungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 519.500,14 EUR betreffen mit 4.101,43 EUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit 515.398,71 EUR sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 43.760,59 EUR (Vorjahr 239 TEUR) betreffen mit 44.788,89 EUR (Vorjahr 237 TEUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit 1.028,30 EUR (Vorjahr 2 TEUR) sonstige Verbindlichkeiten.

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
EUR bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
davon über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten Gesamt 2.249.309,55 1.788.722,45 460.587,10 298.249,24
(Vorjahr) (2.106.816,66) (1.732.095,61) (374.721,05) (221.458,39)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 519.500,14 58.913,04 460.587,10 298.249,24
(Vorjahr) (424.447,34) (49.726,29) (374.721,05) (221.458,39)
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.760,59 43.760,59 0,00 0,00
(Vorjahr) (239.109,16) (239.109,16) (0,00) (0,00)

4. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0 TEUR enthalten.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Sonstige Angaben

Den Arbeitnehmern der Gesellschaft wird eine Zusatzversorgung gewährt, die über die Kirchliche Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands Anstalt des öffentlichen Rechts (KZVK), Köln, abgewickelt wird. Die Zusatzversorgung umfasst eine Alters-, Erwerbsminderungs- sowie eine Hinterbliebenenversorgung, für die eine Wartezeit von 60 Monaten erfüllt sein muss. Die Beiträge zur KZVK werden für alle ständig Beschäftigten der Gesellschaft entrichtet. Sie belaufen sich für das Jahr 2023 auf 6,0 % (Vorjahr 6,0 %) der zusatzversicherungspflichtigen Entgelte. Die Summe der der Beitragserhebung zugrunde liegenden umlagepflichtigen Entgelte beträgt 1.856.172,19 EUR.

Bezüglich der Rentenansprüche und Rentenanwartschaften aus Zusagen, die vor dem 1. Januar 2002 (Umstellungsstichtag auf kapitalgedeckte Zusagen) von der Gesellschaft getätigt wurden, reicht das Vermögen der KZVK für eine vollständige Deckung nicht aus. Die Erfassung dieser Rentenansprüche und Rentenanwartschaften erfolgte ursprünglich in dem sog. Abrechnungsverband S der KZVK. Nach Zusammenlegung der bisher getrennten Abrechnungsverbände S und P der Pflichtversicherung mit Wirkung zum 1. Januar 2020 sind zur Angleichung der Kapitaldeckung der beiden Abrechnungsverbände für einen Zeitraum von voraussichtlich 7 Jahren bis zum Jahr 2026 von den Beteiligten zusätzlich zu den Regelbeiträgen Angleichungsbeiträge zu leisten, die von der KZVK unter Berücksichtigung des im Rahmen des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 ermittelten Angleichungsbedarfs jährlich neu festgesetzt werden. Im Berichtsjahr 2023 beläuft sich der von der Gesellschaft zu leistende Angleichungsbeitrag auf 29.380,79 EUR. Die dann jeweils noch verbleibende von der KZVK nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelte und der Gesellschaft mitgeteilte Barwertdifferenz als Bemessungsgrundlage für den Angleichungsbeitrag aus der ursprünglichen Zugehörigkeit zu dem Abrechnungsverband S beläuft sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 504.888,00 EUR.

Im Rahmen der Abspaltung wurde die stille Last aus den mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2020 als Pensionsrückstellung berücksichtigt. Der Ansatz der Rückstellung erfolgt mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 S. 2, Abs. 2 HGB. Die Ermittlung des Barwerts erfolgte dabei unter der Zugrundelegung eines geschätzten Ausgleichszeitraums von insgesamt 25 Jahren. Für das Jahr 2023 ist ein Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB von 1,82 % für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zur Anwendung gekommen. Insgesamt wurde eine Rückstellung in Höhe von 624.254,75 EUR gebildet.

Anzahl der Mitarbeiter

Die Zahl der im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer ergibt sich wie folgt:

Lehrpersonal 88
Verwaltung/Technischer Dienst 7
Sonstige Dienste (davon Pensionäre: 40) 40
135

Finanzielle Verpflichtungen

Die Gesamtsumme vertraglicher Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB für die Folgejahre beträgt 59 TEUR.

Organe der Gesellschaft

Gesellschafterversammlung und Geschäftsführung

Konzernzugehörigkeit

Das Mutternunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die SMMP Holding gGmbH, Bestwig. Der von der SMMP Holding gGmbH aufgestellte Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Geschäftsführung

Raphael Ittner, Geschäftsführer der SMMP Walburgisschule gGmbH, Bestwig

Die Geschäftsführung hat keine Vergütung für ihre Tätigkeit erhalten, die Vergütung erfolgt in Form von Umlagen des Gesellschafters.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres bisher nicht eingetreten.

 

Bestwig, den 13. September 2024

gez. Raphael Ittner, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte
Stand 01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.877,10 4.775,17 0,00 0,00 54.652,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.275.119,61 0,00 0,00 0,00 17.275.119,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 956.935,52 0,00 0,00 0,00 956.935,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.634.696,11 26.346,04 0,00 0,00 2.661.042,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.355,00 68.043,78 0,00 0,00 73.398,78
20.872.106,24 94.389,82 0,00 0,00 20.966.496,06
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.535,00 0,00 0,00 0,00 1.535,00
Summe 20.923.518,34 99.164,99 0,00 0,00 21.022.683,33
Entwicklung der Abschreibungen Restbuchwerte
Stand 01.01.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Abgänge
Stand 31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.816,10 2.180,17 0,00 46.996,27 7.656,00 5.061,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.836.805,61 523.726,00 0,00 6.360.531,61 10.914.588,00 11.438.314,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 814.381,52 32.542,00 0,00 846.923,52 110.012,00 142.554,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.118.934,11 318.208,04 0,00 2.437.142,15 223.900,00 515.762,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 73.398,78 5.355,00
8.770.121,24 874.476,04 0,00 9.644.597,28 11.321.898,78 12.101.985,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.535,00 1.535,00
Summe 8.814.937,34 876.656,21 0,00 9.691.593,55 11.331.089,78 12.108.581,00

Ergebnisverwendungsbeschluss

In der Gesellschafterversammlung vom 02. Oktober 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

Das Ergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SMMP Walburgisschule gGmbH, Bestwig

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der SMMP Walburgisschule gGmbH, Bestwig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SMMP Walburgisschule gGmbH, Bestwig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterversammlung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relavanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Gütersloh, 27. September 2024

ETL WRG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Schürmann, Wirtschaftsprüfer (digital signiert)

Bodenhausen, Wirtschaftsprüfer (digital signiert)

"Der bei der Offenlegung wiedergegebene Bestätigungsvermerk ist für den vollständigen Jahresabschluss erteilt worden und bezieht sich nicht auf die verkürzte offengelegte Fassung des Jahresabschlusses."

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