SAF GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elmar Geisler seit 27.3.2026 | Geschäftsführer |
Thomas Huber seit 2.6.2025 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MHS Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 75.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Michael Schmidt GmbHStarnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Unsere Hauptgeschäftstätigkeit ist der Verkauf von neuen PKW der Automobilmarken BMW und MINI und der Handel mit Gebrauchtfahrzeugen aller Automobilhersteller sowie die Wartung und Instandhaltung von Fahrzeugen dieser Marken. Weiterhin gehören zu unserem Geschäftsbetrieb der Handel mit Kfz-Ersatzteilen und Zubehör, die Vermittlung von Leasing-, Finanzierungs- und Versicherungsgeschäften sowie die kurzfristige Vermietung von Kraftfahrzeugen. Das Unternehmen ist nicht in Forschung und Entwicklung tätig. II. Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 gekennzeichnet durch einen leichten Wachstumskurs. Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus; im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. (Quelle: de.statista.com) Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. (Quelle: Verband der Automobilindustrie Pressemitteilung vom 18. Januar 2024) Die BMW-Gruppe hat im Jahr 2023 mit weltweit 2.554.183 ausgelieferten Fahrzeugen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce mit 6,4 % einen leichten Anstieg zu verzeichnen. Die Marke BMW behauptet Platz 1 im globalen Premium-Segment +++ Absatz vollelektrischer Fahrzeuge 375.000 Einheiten, 75 % mehr als im Vorjahr. Ende 2024 wird BMW dann bereits mehr als 15 vollelektrische Fahrzeugmodelle anbieten, von MINI bis zu BMW und Rolls-Royce. All das spricht für unser junges, hochattraktives Produktprogramm- bei allen Marken, in allen Segmenten und bei allen Antriebsformen. Auch 2023 hat BMW alle neuen Fahrzeuge wie geplant in die Produktion beziehungsweise den Markt gebracht. Dazu zählen der neue BMW 5er und der neue BMW X2 mit den vollelektrischen Varianten i5 und iX2. MINI hat auf der IAA Mobility zwei Modelle der völlig neuen MINI-Familie vorgestellt: den Cooper 3-Türer und den Countryman. (BMW-Geschäftsbericht 2023) Nach einem Rückgang im Jahr 2022 (-14,1 %) stieg die Anzahl der Besitzumschreibungen von Kraftfahrzeugen (Kfz) und Kfz-Anhängern im Jahr 2023 um +5,3 % auf rund 7,4 Millionen. (KBA-Jahresbilanz 2023) Die Entwicklung des Pkw-Gebrauchtwagenmarktes wird als stabil eingeschätzt. 2. Geschäftsverlauf Umsatz- und Ergebnisentwicklung Das Autohaus Michael Schmidt mit seinen Standorten in Bad Tölz, Germering, Starnberg, Wolfratshausen und Baierbrunn hat im Jahr 2023 in den Bereichen NA (neue Automobile) und GA (Gebrauchtwagen) einen Gesamt-Fahrzeugabsatz von 2.950 Einheiten erzielt. Im Detail wurden 870 Neu- und Vorführfahrzeuge verkauft (Vorjahr 766 Einheiten) und 51 Neufahrzeuge an Großkunden vermittelt (Vorjahr 127 Einheiten). Der Gebrauchtwagenabsatz lag bei 2.031 Einheiten (Vorjahr 2.129 Einheiten). Die Gesellschaft ist mit einem Auftragsbestand für den Verkauf bzw. die Vermittlung von 219 Neu- und Vorführfahrzeugen in das Jahr 2024 gestartet. Der Gesamtumsatz konnte um 4,82 % (TEUR 135.274,3; Vorjahr TEUR 129.054,9) gesteigert werden. Damit konnte die Vorjahresprognose moderat steigender Umsatzerlöse erreicht werden. Der Jahresüberschuss für 2023 beläuft sich dennoch auf TEUR 3.141,0 (Vorjahr TEUR 5.700,2). Die Vorjahresprognose eines moderat steigenden Jahresüberschusses wurde verfehlt. Hauptursachen für das Ergebnis sind: Die Margen im NA-Geschäft gerieten im Geschäftsjahr unter Druck. Die Boni-Vorgaben wurden erfüllt, so dass auch in diesem Jahr wieder Top-Boni in wesentlicher Höhe vereinnahmt werden konnten. Rückzahlungen aus dem BMW-Preissystem konnten vermieden werden. Insgesamt sank die Rohertragsmarge gegenüber dem Vorjahr von 14,6 % auf 12,9 %. A) Der Personalaufwand erhöhte sich um TEUR 447,2 von TEUR 9.139,9 auf TEUR 9.587,1. B) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 1.012,6 auf TEUR 6.315,5. Haupttreiber waren im Jahr 2023 die Kosten für den Fuhrpark in Höhe von TEUR 1.398,3 im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 871,6 und die Betriebskosten in Höhe von TEUR 2.114,7 (Vorjahr TEUR 1.982,9). Kapitalausstattung - Gesellschafterunterstützung - Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen Die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft konnte weiter gestärkt werden. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 12.949 (Vorjahr TEUR 13.208). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beläuft sich nunmehr auf 26,4 % (Vorjahr, inkl. Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt, 42,4 %). Der Bestand an Neu-, Vorführ-, Miet- und Gebrauchtwagen ist im Wesentlichen durch die BMW-Bank finanziert. Die Kreditkonditionen werden durch die Herstellerbank bestimmt und die Kündigungsfristen der Kreditlinien korrespondieren mit denen des jeweiligen Händlervertrags. Zur Sicherstellung der Finanzierung des laufenden Geschäftsverkehrs verfügt die Gesellschaft über ausreichend Liquidität. Es liegen keine bestandsgefährdenden Risiken, sondern lediglich entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen vor. Investitionen Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.498,2 (im Vorjahr TEUR 271,3) und verteilen sich wie folgt:
Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit Kaufvertrag vom 4. Mai 2023 der Erwerb der restlichen Anteile an der Schmidt Premium Cars GmbH über einen Kaufpreis von TEUR 1.500 beschlossen. Der Übergang der Anteile erfolgt aufschiebend bedingt mit vollständiger Kaufpreiszahlung voraussichtlich im Jahr 2024. Bis zum Stichtag 31. Dezember 2023 wurden bereits TEUR 1.167 an Kaufpreiszahlung geleistet, welche in den geleisteten Anzahlungen auf Finanzanlagen ausgewiesen sind. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt (einschließlich Auszubildender) insgesamt 216 Mitarbeiter (Vorjahr 214). Mit im Jahresschnitt 45 Auszubildenden (Vorjahr 43) leistet die Gesellschaft als Ausbildungsbetrieb kontinuierlich ihren Beitrag zur Förderung des Nachwuchses in der Region und schafft damit Potenzial für die Zukunft. Die Zahl der Mitarbeiter stellte sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
3. Steuerungskennzahlen Bedeutsamste Kennzahlen zur Steuerung der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, die im Wesentlichen aus NA, GA und Aftersales bestehen, sowie der Jahresüberschuss. Zusätzlich werden die unterschiedlichen Deckungsbeiträge und das Betriebsergebnis in den einzelnen Bereichen wie auch in den Filialen überwacht. Als weitere nachrangige Steuerungsgröße wird das Eigenkapital verwendet. Die Analyse der Steuerungskennzahlen erfolgt unter Abschnitt II. 2. Geschäftsverlauf bzw. Abschnitt II. 5. Lage der Gesellschaft. Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Fluktuation der Mitarbeiter zu nennen. Im Zusammenhang mit den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf Abschnitt II. 6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. 4. Prognose-/Ist-Vergleich Mit einer annähernd gleichbleibenden Rohertragsquote und erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte das Betriebsergebnis und der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht erneut gesteigert werden. Die Analyse der Steuerungskennzahlen erfolgt in Abschnitt II. 2. Geschäftsverlauf bzw. Abschnitt II. 5. Lage der Gesellschaft. 5. Lage der Gesellschaft Vermögenslage Das Vermögen sowie das Kapital der Gesellschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die leichte Erhöhung der Vorräte ist insbesondere auf den im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Fahrzeugbestand zurückzuführen. Die Erhöhung der Forderungen resultiert im Wesentlichen aus der Forderung gegenüber der Schmidt Premium Cars GmbH im Zusammenhang mit der Gewinnabführung. Im Zusammenhang mit der Entwicklung der flüssigen Mittel wird auf die Erläuterungen zur Finanzlage verwiesen.
Im Geschäftsjahr sank die Eigenkapitalquote leicht. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Bankverbindlichkeiten korrespondierend mit dem Anstieg der Vorräte. Finanzlage Der Cashflow hat sich im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen entwickelt:
Die Veränderung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr ist basierend auf einem geringeren EBIT im Wesentlichen auch auf die Zunahme von Vorräten und Forderungen zurückzuführen. Die Veränderung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit begründet sich insbesondere durch die Investitionen in Finanzanlagen. Die Veränderung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ist insbesondere auf die Erhöhung der Vorräte und der damit korrespondierenden Finanzierungen bei der BMW Bank zurückzuführen. Ertragslage
Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden (TEUR +6.219,4). Insbesondere die Umsatzsteigerung im Bereich Neufahrzeuge führte zu einer geringeren Rohertragsmage 12,9 % (Vorjahr 14,8 %) im Vergleich zum Vorjahr. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 447,2 gestiegen. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere auf gestiegene Betriebskosten und Kosten für den Fuhrpark zurückzuführen. Das Betriebsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr (TEUR 4.339,6) mit TEUR 1.875,1 nicht erneut gesteigert werden. Das im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Finanzergebnis, führte dennoch aufgrund der Gewinnabführung schließlich zu einem guten Jahresüberschuss von TEUR 3.141,0 (Vorjahr TEUR 5.700,2); weitere Ausführungen siehe auch Abschnitt II. 2. Geschäftsverlauf. Insgesamt ist festzuhalten, dass auch im Geschäftsjahr 2023 in Anbetracht des schwierigen Marktumfeldes eine intensive Marktbearbeitung zwecks Realisierung der planmäßigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung erfolgte. 6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Premiumbereich hat die Qualität der Mitarbeiter und damit zusammenhängend die möglichst geringe Fluktuation einen sehr hohen Stellenwert. Um die Mitarbeiter langfristig an die Gesellschaft zu binden, gibt es für Führungskräfte sowie Mitarbeiter im Aftersales, Verkauf NA bzw. GA und Kundenservice leistungsabhängige Entlohnungskomponenten, die von der Erreichung jährlicher Zielvorgaben abhängen. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht Im nachfolgenden Abschnitt werden im ersten Schritt die Entwicklung der Chancen und Risiken im Berichtsjahr 2023 dargestellt, daran anschließend folgt die Prognose für 2023 und ein Ausblick auf 2023 sowie die Entwicklung der Chancen und Risiken für den relevanten Prognosezeitraum. 1. Geschäftsjahr 2023 Das Geschäftsjahr 2023 konnte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen (hoher Wettbewerbsdruck führt zu einer Erosion der Margen im Neuwagenbereich, Autokäufe werden vermehrt im Internet durchgeführt) sehr positiv abgeschlossen werden. BMW unterstützt die Gesellschaft als Händler dabei mit einer erweiterten, attraktiven Modellpalette. Die Marke BMW lieferte 2023 weltweit 2.252.793 (+7,2 %) Fahrzeuge. BMW bleibt auch 2023 mit Platz 1 im globalen Premium-Segment auf Erfolgskurs. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Auslieferungen mit 375.716 vollelektrischen Automobilen um mehr als 74,1 % an (2022: 215.752). (Quelle: BMW-Geschäftsbericht) Die Marke MINI lieferte im Jahr 2023 weltweit 295.358 Fahrzeuge, was einem Plus von 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr (2022: 292.922 Fahrzeuge) entspricht. (Quelle: BMW-Geschäftsbericht) Im Neufahrzeugbereich bleibt nach wie vor die Ertragssteigerung der Einzelgeschäfte sowie die Stabilisierung der durchschnittlichen Standtage Schwerpunkt der Aktivitäten mit dem Ziel der Reduzierung des Fahrzeugbestandes. Aufgrund mangelnder Angebote auf dem Markt konnte das Gebrauchtwagengeschäft nicht auf dem Vorjahresniveau gehalten werden, aber aufgrund des Benchmark Niveaus ist das Risiko im Gebrauchtwagenbestand über alle Marken mit durchschnittlich 53 Tagen Standzeit gering. Nach dem geringeren regionalen Neuwagenabsatz der letzten Jahre hat sich der Bereich Aftersales mit einer neuen Marketingstrategie für die Zukunft fit gemacht. Ziel ist es einerseits, den hohen Lohn- und Teileumsatz pro Fahrzeugdurchgang zu halten bzw. zu steigern, sowie andererseits, Kunden zu loyalisieren bzw. neue Kunden hinzuzugewinnen, besonders für den Standort Starnberg, zurückzugewinnen. 2. Prognose 2024 und weitere Entwicklung Die Prognose und die weitere Entwicklung enthalten zukunftsbezogene Angaben. Dies kann dazu führen, dass die geschäftliche Entwicklung, unter anderem wegen politischer und/oder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen positiv als auch negativ abweichen kann. Die Weltwirtschaft hat sich 2023 besser entwickelt als zu Beginn des Jahres noch erwartet. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Berichtsjahr 2023 bei 3,1 %. Während die USA und China mehr Wachstum verzeichneten als im Vorjahr, schwächte sich das Wirtschaftswachstum in Europa ab. (Quelle: BMW Group Bericht 2023) Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr angesichts der Wirtschaftskrise und des enormen Fachkräftemangel als rückläufig erwiesen. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 0,2 % gesunken. Mit Blick nach vorne gehen diverse Prognosen davon aus, dass die Inflation in Europas größter Volkswirtschaft weiter sinken wird. So geht beispielsweise der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung von einer Teuerungsrate von durchschnittlich 2,6 % im Jahr 2024 aus. Das Ifo-Institut rechnet mit 2,2 % im Durchschnitt dieses Jahres. Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr im Schnitt um 5,9 % gestiegen. Dies war die zweithöchste Inflationsrate seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nach zuletzt rückläufigen Inflationszahlen stieg die Teuerung im Dezember wieder an. Als Grund für den Preisauftrieb im Jahr 2023 nannte die Behörde vor allem teure Nahrungsmittel. Ein Jahr zuvor lag die Inflationsrate wegen der hohen Energiepreise bei dem Spitzenwert von 6,9 %. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, stieg die Teuerung im vergangenen Dezember um 3,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Preistreiber waren vor allem Energieprodukte und Nahrungsmittel. Im November war mit 3,2 % der niedrigste Stand seit Juni 2021 erreicht worden. Dass die Preissteigerung im Dezember nun höher ausgefallen ist, erklären Volkswirte damit, dass der Staat vor einem Jahr einmalig die Kosten für den Abschlag der Gas- und Fernwärmekunden übernommen hatte. Dieser preisdämpfende Effekt entfällt in der Berechnung für Dezember 2023. Auch zum Jahresende erweist sich der Arbeitsmarkt nach wie vor als widerstandsfähig. Die Arbeitskräfteknappheit wird allerdings zunehmend zur Wachstumsbremse. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stieg im Jahr 2023 auf ein Höchstniveau. Insbesondere im Dienstleistungssektor suchen fast alle Branchen nach neuen Mitarbeitenden. Im Jahr 2023 meldeten die Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen 17.814 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 22,1 % mehr als im Jahr 2022. Im Jahr 2022 hatte die Zahl allerdings nur leicht über dem niedrigen Niveau des von Corona-Sonderregelungen geprägten Jahres 2021 gelegen (+4,3 %). Nicht in dieser Prognose enthalten sind:
Für die Eurozone gehen die Prognosen insgesamt von einem leichten Wachstum aus (+0,6 %). Frankreich (+0,7 %), Italien (+0,5 %) und Spanien (+1,6 %) erwarten dabei zum Teil Wachstumsraten über dem Durchschnitt des Währungsraums. Deutschland könnte den Erwartungen zufolge 2024 zumindest einen leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung verzeichnen (+0,3 %). Hier bremst zusätzlich die unverändert mäßig wachsende globale Konjunktur die exportorientierte Wirtschaft. (Quelle: BMW Group Bericht 2023) Für die Steuerungskennzahlen wird für 2024 (Prognosezeitraum) erwartet, dass die Umsatzerlöse gegenüber dem Jahr 2023 moderat wachsen werden. Bei erhöhtem Wareneinsatz, gleichzeitig steigenden Kosten sowie besseren Margen im Fahrzeugverkauf wird ein moderater Anstieg des Jahresüberschusses erwartet. Bei den PKW-Verkäufen soll verstärkt auf die Qualität der Deckungsbeiträge geachtet werden und das attraktive GA-Geschäft ausgebaut werden. Aufgrund des Jahresergebnisses wird ein Wachstum des wirtschaftlichen Eigenkapitals des Jahres 2024 voraussichtlich im niedrigen bis mittleren einstelligen % Bereich erwartet. Ausschüttungen sind geplant. Insgesamt geht die Geschäftsführung davon aus, dass aufgrund der unter III. 1. dargestellten Maßnahmen die Gesellschaft für die zukünftigen Jahre richtig aufgestellt ist und nachhaltig positive Ergebnisse erzielen kann. Dies gilt aufgrund der bereits umgesetzten Service-orientierten Ausrichtung und guten Positionierung im GA-Sektor. 3. Chancen/Risiken 2024 Die Geschäftsführung nimmt keine Quantifizierung der einzelnen Risiken und Chancen vor, allerdings erfolgt eine Klassifizierung der Risiken in niedrig, moderat, hoch und sehr hoch, wobei die Klassifizierung sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft berücksichtigt. In der nachfolgenden Tabelle wird die Systematik der Klassifizierung dargestellt, wobei die Zahlen eins bis fünf in nachfolgender Tabelle in aufsteigender Reihenfolge eine entsprechend höhere Auswirkung bzw. Eintrittswahrscheinlichkeit darstellen.
Chancen: Das Gebrauchtwagenzentrum in Gelting wird auch in Zukunft ein wesentlicher Standort für Gebrauchtautos sein (sehr hoch) und dazu beitragen die Gebrauchtwagenumsätze- und Gebrauchtwagenerträge weiter auf hohen Niveau zu halten. BMW hat überragende Fahrzeuge neu im Markt sowie kurz vor der Markteinführung. Damit schöpft BMW in allen Segmenten und bei allen Antrieben die Potenziale voll aus. Im Jahr 2024 werden völlig neue Modelle wie die SUVs X2 und X3, der als i5 optional elektrisch angetriebene 5er Touring und der neue M5 vorgestellt, ebenso wie die Modellpflegen der 4er-Familie mit dem i4, des 1er und des M3. Zudem wird die endgültige Serienversion der Neuen Klasse erwartet, jener reinen Elektro-Limousine, die in ihrer endgültigen Form im Jahr 2025 auf den Markt kommt (sehr hoch). Durch entsprechende Entlohnungssysteme werden die relevanten Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen gebunden und können dadurch nachhaltige Kundenbeziehungen aufbauen (hoch). Bei erhöhtem Absatz von Fahrzeugen im regionalen Markt erhöht sich das Potenzial für den Bereich Aftersales, das zusammen mit den bereits umgesetzten Bestrebungen, Kunden zu loyalisieren und neue Kunden zu gewinnen, in Zukunft zusätzlichen Aftersales-Umsatz generieren wird (moderat). Die Bau- und Einrichtungsmaßnahmen für Future Retail sind mit der BMW-Vertriebs- und Händlernetzbetreuung schriftlich vereinbart und bereits vollständig umgesetzt. Dadurch können zusätzliche Absatzchancen realisiert werden (moderat). Die Chancen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Risiken: Das wesentliche Risiko aus dem Handelsgeschäft ist eine verzögerte Nachfrage der Kunden, welche in naher Zukunft auf höhere Nachlässe hoffen. Die Auswirkung des Krieges in der Ukraine, die Coronakrise und die anhaltend hohe Inflation haben möglicherweise Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft und führen ggf. zu zeitlich verzögerten Umsatzerlösen (hoch). In der Automobilbranche gibt es eine sehr große Konkurrenz zwischen den deutschen Premiumherstellern. Der Druck der Hersteller, im gesättigten Heimatmarkt entsprechende Absatzerfolge zu erzielen, kann zu einem höheren Rabattniveau bei NA führen (hoch), was sich in weiterer Folge auch negativ auf die Restwerte bei den GA auswirken kann (sehr hoch). Mit der Einigung auf ein umfassendes Abkommen haben die EU und das Vereinigte Königreich ein neues Kapitel in ihren Beziehungen aufgeschlagen. Die BMW Group produziert Fahrzeuge und Ersatzteile in Großbritannien. Somit sind die Folgen für unseren Einkauf definiert. Es sind insbesondere Zollformalitäten zu beachten, wie sie mit Drittstaaten üblich sind, die uns aber, da wir nicht Importeur sind, nicht oder nur in geringem Maße treffen. Das Risiko wird weiterhin als moderat eingeschätzt. Der Brexit könnte der Gesellschaft weiterhin insbesondere durch das Entstehen von Handelshemmnissen in Form von Zöllen und gestiegenen Zinsen zwischen Großbritannien und dem europäischen Binnenmarkt, sofern diese nicht auf den Preis umgelegt werden können, schaden. Neben dem Konkurrenzkampf beim Absatz von NA und GA gibt es auch einen großen Konkurrenzkampf im Aftersales. Hier versuchen insbesondere freie Werkstattketten mit Preiskämpfen und Rabattangeboten Marktanteile zu gewinnen. Das Unternehmen begegnet dem mit Bestrebungen, Kunden durch gute Betreuung zu loyalisieren (niedrig). Im Handelsgeschäft ist die Akzeptanz der angebotenen Produkte bei den Kunden von entscheidender Bedeutung. Aufgrund der innovativen Produktpalette von BMW ist das Risiko in diesem Bereich als niedrig einzustufen. Vermehrte Diskussionen über Umwelt und Klima in der Öffentlichkeit können dazu führen, dass Kunden vermehrt zu kleineren Fahrzeugen oder zu Car-Sharing tendieren (niedrig). Automobilverkauf und -reparatur ist im hohen Maße Vertrauenssache zwischen Kunden und Mitarbeiter. Der auch in der Automobilbranche bestehenden Problematik des Fachkräftemangels wird in zweierlei Hinsicht entgegengewirkt. Zum einen wird das bestehende Personal konsequent geschult und weiterentwickelt und zum anderen werden Arbeitsbedingungen geschaffen, die Mitarbeiter unterstützen und damit qualitativ hochwertige Arbeitsleistungen ermöglichen. Außerdem wird jährlich eine große Zahl von Auszubildenden als potenziell neue Arbeitnehmer der Gesellschaft auf das Arbeitsleben vorbereitet (niedrig). Steuerliche Risiken ergeben sich insbesondere bei Ertragsteuern im Rahmen der Betriebsprüfung. Das Risiko wird als niedrig angesehen. Die Gesellschaft ist in keine größeren Rechtstreitigkeiten verwickelt, so dass das Risiko insgesamt als niedrig einzustufen ist. Grundlegende Risiken, welche die komplette Automobilwirtschaft betreffen, wie zum Beispiel ein Google-Auto oder aber der vermeintliche Trend, dass der Besitz eines eigenen Automobils nicht mehr zum Selbstverständnis gehört, haben sich bisher im Premiumbereich nicht materialisiert (niedrig). Alle Geschäfte erfolgen in Euro - ein Fremdwährungsrisiko ist somit nicht gegeben. Indirekt könnten die Kursentwicklungen des britischen Pfunds im Zusammenhang mit dem oben erwähnten Brexit sich jedoch auf unsere Einkaufspreise auswirken. Sich daraus ergebende Preissteigerungen, wie auch die Entwicklung des Zinsniveau wirken sich negativ auf die Marge und das Ergebnis aus, wenn sie nicht bzw. nicht voll an die Kunden weitergegeben werden können. Hierin sehen wir aktuell ein niedriges Risiko, da dies alle Markenvertreter in gleichem Umfang betrifft und somit nur einen Nachteil in Bezug auf vergleichbare Fahrzeuge inländischer Hersteller darstellen würde. Der Bestand an Neu-, Vorführ-, und Gebrauchtwagen ist im Wesentlichen durch die Herstellerbank finanziert. Die Kreditkonditionen werden durch die Herstellerbanken bestimmt. Zur Sicherstellung der Finanzierung des laufenden Geschäftsverkehrs verfügt die Gesellschaft über ausreichend Liquidität. Die Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr - mit Ausnahme, der durch die Corona-Pandemie verursachten oder veränderten Risiken - nicht wesentlich verändert. Die Nachfrage nach Neufahrzeugen ist stabil und im Service-Bereich bewegen wir uns mit den Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau. 4. Chancen/Risiken 2024 Mittelfristig soll eine weitere Festigung und Stabilisierung der Vertriebs- und Aftersales-Performance erreicht werden. Säulen dieser Strategie, die eine hohe Chance darstellen, sind:
Ansonsten werden für das Jahr 2024 die gleichen Chancen und Risiken wie für das Jahr 2023 gesehen. IV. Risikomanagement und Risikokategorien der Finanzinstrumente Die Unternehmensleitung verfolgt wie in den vergangenen Jahren eine konservative Risikopolitik. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten vereinzelt Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden vorweg Bonitätsauskünfte eingeholt und im Bedarfsfall entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zu den eingesetzten Finanzierungsinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten, Kreditlinien, Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Rückkaufoption betreffend Leasingfahrzeuge zu Gunsten der BMW-Bank. Letztere beinhalten grundsätzlich Ertragsrisiken und finanzielle Risiken.
Starnberg, den 19. Juli 2024 Georg Pfeffer, Geschäftsführer BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. Bilanzierungsgrundsätze Die Autohaus Michael Schmidt GmbH hat ihren Sitz in Starnberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HR B 165983). Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten stetig. Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit Kaufvertrag vom 4. Mai 2023 der Erwerb der restlichen Anteile an der Schmidt Premium Cars GmbH über einen Kaufpreis von TEUR 1.500 beschlossen. Der Übergang der Anteile erfolgt aufschiebend bedingt mit vollständiger Kaufpreiszahlung voraussichtlich im Jahr 2024. Bis zum Stichtag 31. Dezember 2023 wurden bereits TEUR 1.167 an Kaufpreiszahlung geleistet, welche in den geleisteten Anzahlungen auf Finanzanlagen ausgewiesen sind. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäfte in Fremdwährung lagen nicht vor. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden im Wesentlichen im Anhang gemacht. Die Aufstellung erfolgte unter der Going-Concern-Prämisse. II. Bewertungsgrundsätze Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit um planmäßigen Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei immateriellen Vermögensgegenständen werden die Abschreibungen linear und zeitanteilig ermittelt. Bei den Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen nach der linearen Methode. Im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 ohne Umsatzsteuer werden sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 ohne Umsatzsteuer werden einzeln angesetzt und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Es wurde eine Zahlung für den Firmenwert im Geschäftsjahr 2010 geleistet, um den Organisationsaufbau für die Filiale Bad Tölz übernehmen zu können. Diese Zahlung erfolgte auch für eine langfristig aufgebaute Vertriebsstruktur. Die Abschreibung des Firmenwerts erfolgt über einen Zeitraum von 15 Jahren, weil davon ausgegangen wird, dass dies der Zeitraum ist, in dem sich die Vertriebsstruktur frühestens amortisieren wird. Die Nutzungsdauer der weiteren immateriellen Vermögensgegenstände liegt zwischen 3 und 5 Jahren, die Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens liegt zwischen 3 und 23 Jahren. Darüber hinaus werden Abwertungen vorgenommen, wenn eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Ein gegebenenfalls niedrigerer beizulegender Wert berücksichtigt u.a. die Standtage sowie die tatsächlichen Verkaufspreise bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen, die im neuen Jahr Aufwand darstellen. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt bei Gefahrenübergang, d.h. bei Abnahme der Lieferung bzw. Leistung durch den Kunden. Aufwendungen und Erträge werden unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips im Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam gebucht. III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt.
2. Vorräte Die Vorräte wurden mittels vorgelagerter Stichtagsinventur körperlich aufgenommen. Zu- und Abgänge zwischen dem Aufnahmetag und dem Bilanzstichtag wurden berücksichtigt. Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Wertberichtigung setzt sich wie folgt zusammen:
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Einzelwertberichtigungen im Posten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" betragen TEUR 4,7 (Vorjahr TEUR 24,3). Der Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" setzt sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.887,5 (Vorjahr TEUR 175,3) und der Gewinnabführung der Schmidt Premium Cars GmbH in Höhe von TEUR 3.467,5 zusammen. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Mietkautionen in Höhe von TEUR 602,8 (Vorjahr TEUR 602,8) betreffen im Wesentlichen die Liegenschaften in Starnberg, Gelting und Wolfratshausen. Zudem enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Herstellerboni in Höhe von TEUR 1.139,3 (Vorjahr TEUR 947,0). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kurzfristig. 4. Eigenkapital - Kapitalausstattung - Gesellschafterunterstützung Ende 2014 wurde die Gesellschaft vom Gesellschafter Michael Schmidt in die MHS Holding GmbH mit Sitz in Wien, Österreich, eingebracht. Seit diesem Zeitpunkt stellt die MHS Holding GmbH wesentliche Mittel (in Form von Gesellschafterdarlehen, Kapitalerhöhungen sowie durch Erhöhungen der Kapitalrücklage) zur Finanzierung der Gesellschaft bereit. Diese Maßnahmen verbessern die Eigenkapitalsituation und damit die Lage der Gesellschaft ganz wesentlich. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 26,4 % (Vorjahr 42,4 %). 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellung für Leasingrückläufer resultiert aus vertraglich eingeräumten Rechten i.W. zugunsten der BMW-Bank sowie der Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH aus der branchenüblichen Verpflichtung, die verkauften bzw. vermittelten Leasingfahrzeuge zu vereinbarten Restwerten am Ende der Leasinglaufzeit zurückzukaufen. Langfristig sind die Rückstellungen für Garantie bzw. Eigengarantie und Leasing. Alle weiteren Rückstellungen sind wie im Vorjahr kurzfristig. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
7. Latente Steuern Der steuerliche Verlustvortrag führt zum Entstehen einer aktiven Steuerlatenz, die jedoch gemäß § 274 HGB nicht in der Bilanz angesetzt wird. Passive latente Steuern liegen wie im Vorjahr nicht vor. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 Aufgliederung der Umsatzerlöse
Die Umsätze wurden im Wesentlichen im Inland erbracht. V. Sonstige Angaben 1. Angaben zu Geschäftsführungsorganen Im Berichtsjahr war zum Geschäftsführer bestellt:
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge und die Bezüge ehemaliger Geschäftsführer wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Konsolidierungskreis Den zugleich größten und kleinsten Konsolidierungskreis der Gesellschaft stellt die MHS Holding GmbH, Wien, Österreich, dar. Der Konzernabschluss wird beim zuständigen Firmenbuchgericht eingereicht und ist beim Handelsregister Wien erhältlich. 3. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres beschäftigt:
4. Going Concern Die Gesellschaft ist aufgrund der Ergebnisse in den letzten Jahren nachhaltig profitabel. Es werden aufgrund der Profitabilität der Vorjahre durch die Verschmelzung mit der Autohaus Baierbrunn GmbH im Jahr 2020 und der Anteilsübernahme an der Schmidt Premium Cars GmbH weitere positive Synergieeffekte erwartet. Das Working Capital ist positiv. Die Gesellschaft finanziert sich neben der laufenden Händlerfinanzierung selbst. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das auf das Geschäftsjahr 2023 entfallende Honorar (betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen) für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 40,0 (Vorjahr TEUR 27,5). 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen im Wesentlichen in gemieteten Räumen. Die finanziellen Verpflichtungen im Gesamtbetrag (exklusive Leasing Rückkaufverpflichtung) von TEUR 6.777,6 (Vorjahr TEUR 6.879,2) setzen sich wie folgt zusammen (Angaben jeweils für den genannten Zeitraum insgesamt):
Bei den finanziellen Verpflichtungen in Hinblick auf Rückkaufverpflichtungen Leasing sind die vertraglich vereinbarten Restwerte bis zum jeweiligen Laufzeitende angesetzt. Die Rückkaufverpflichtungen Leasing von TEUR 37.590,9 setzten sich wie folgt zusammen (Angaben jeweils für den genannten Zeitraum insgesamt):
7. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss der Gesellschaft beläuft sich laut Gewinn- und Verlustrechnung auf EUR 3.141.016,29. Im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 5. Januar 2024 sowie 9. Februar 2024 wurden die Beschlüsse gefasst, EUR 2.400.000 als Vorabdividende des Jahresergebnisses 2023 auszuschütten, welche zum 31. Dezember 2023 als Verbindlichkeit gegenüber Gesellschafter ausgewiesen werden. Das verbleibende Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. 8. Nachtragsbericht Vorgänge von großer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die nicht in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, bestehen nicht.
Starnberg, den 19. Juli 2024 Georg Pfeffer, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autohaus Michael Schmidt GmbH, Starnberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Michael Schmidt GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Michael Schmidt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, den 19. Juli 2024 INTARIA
AG
Fabian Galler, Wirtschaftsprüfer Stefan Hierl, Wirtschaftsprüfer |
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