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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
solvadis polymere gmbhFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022Bilanz zum 31. März 2022Aktiva
Passiva
Anhang für das Geschäftsjahr 2021/2022I Allgemeine Angaben Die solvadis polymere gmbh hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Handelsregisternummer HRB 104377 eingetragen. Die solvadis polymere gmbh ist wie im Vorjahr eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Wie im Vorjahr wurden größenabhängige Erleichterungen der §§ 274a HGB (Erläuterung bestimmter Forderungen und Verbindlichkeiten und Abgrenzung der latenten Steuern), 276 HGB (Zusammenfassung der GuV Posten Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand zum Rohergebnis) sowie § 288 Abs. 1 HGB (Aufstellung eines Anlagenspiegels, und Angabe der Geschäftsführerbezüge) teilweise in Anspruch genommen. II Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden 1 Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 5 bis 13 Jahren. Soweit erforderlich werden Zuschreibungen vorgenommen. Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre Anschaffungskosten EUR 800 nicht übersteigen. Bei Anschaffungskosten unter EUR 250 werden diese sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Die Vorräte (Waren) sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Gesellschaft verkauft im Rahmen eines echten Factoring Forderungen an einen Dritten. Dabei geht das Delkredererisiko vollständig auf den Käufer über. Die Gesellschaft erzielt daraus neben dem positiven Liquiditätseffekt den Vorteil der Unabhängigkeit von Kundenzahlungszielen. Das Veritätsrisiko in Bezug auf die Forderungen trägt die Gesellschaft. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung werden dabei mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die sonstigen Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 2 (i. Vj. TEUR 2) sind wie im Vorjahr im Gewinn- und Verlustrechnungsposten Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. 2 Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der neuen biometrischen Rechnungsgrundlagen (Richttafeln Heubeck 2018 G) bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat März 2022 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,81 % p. a. (i. Vj. 2,19 % p. a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unverändert zum Vorjahr jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % p. a. und Rentensteigerungen von jährlich 1,85 % p. a. (i.Vj. 1,75%) zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,5 % p. a. unterstellt. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Bei der Rückstellungsbemessung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung oder dem Kurs der zugrunde liegenden Devisensicherung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken werden kurzfristige Währungsforderungen und kurzfristige Währungsverbindlichkeiten aus sämtlichen operativen Transaktionen und aus der Finanzierungstätigkeit, soweit gleiche Währung und Fristigkeit vorliegen, mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Die verbleibende Spitze je Währung wird mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. III. Erläuterungen zu Bilanzposten Vorräte Bei den Vorräten (Waren) wurden Abschreibungen auf zukünftige niedrige Marktpreise in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1) vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.480 (i. Vj. TEUR 1.311) verkauft. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung gegen die Factoringgesellschaft aus dem laufenden Verrechnungsverkehr über TEUR 126 (i. Vj. TEUR 194) enthalten. Eigenkapital Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. März 2022 eine 6%ige Tochtergesellschaft der solvadis deutschland gmbh, Frankfurt am Main, sowie mit 34% eine Tochtergesellschaft der solvadis distribution gmbh, Frankfurt am Main. Die restlichen 60% werden als eigene Anteile von der Gesellschaft gehalten. Das im Handelsregister eingetragene und in bar voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 38.900 und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 39 (i. Vj. TEUR 40). Der Unterschiedsbetrag ermittelt sich aus dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,81 %; i. Vj. 2,19 %) und dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,35 %; i. Vj. 1,51 %). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 134 (i. Vj. TEUR 189) und ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 47 (i. Vj. TEUR 63). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 1.403 (i. Vj. TEUR 2.119) aus Finanzverbindlichkeiten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 30 (i. Vj. TEUR 1) entfallen mit TEUR 22 (i. Vj. TEUR 1) auf die Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Fremdlieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 146 (i. Vj. TEUR 140) und Versicherungen in Höhe von TEUR 17 (i. Vj. TEUR 18). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Betrag der Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 32 (i. Vj. TEUR 33) betrifft die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag mit einem Ertrag in Höhe von EUR 4 (i. Vj. TEUR 64) betreffen ausschließlich Vorjahre (i. Vj. TEUR Aufwand 67). V. Sonstige Angaben Geschäftsführung Als Geschäftsführer der solvadis polymere gmbh sind bestellt: Guido Ambaum, Duisburg Andreas Weimann, Eltville am Rhein Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB zum 31. März 2022 aus Kreditverträgen. Die solvadis polymere gmbh haftet gesamtschuldnerisch für verschiedene Gesellschaften der solvadis-Gruppe mit einem Gesamtbetrag in Höhe von EUR 60,0 Mio (i. Vj. EUR 45,0 Mio). Für die angeführten Haftungsverhältnisse wurde keine Rückstellung gebildet, da keine Indizien für eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung vorliegen. Die Gesellschaften sind in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit aus eigenen Mitteln zu begleichen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt: Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 13 (i. Vj. TEUR 29), davon im Geschäftsjahr 2022/23 in Höhe von TEUR 12. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen insgesamt für diesen Zeitraum in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 15). Die Miet- und Leasingverträge betreffen die Büroräume am Standort der Gesellschaft sowie Mieten für den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. "Operating-Lease"-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Konzernverhältnisse Die solvadis polymere gmbh wurde in den Konzernabschluss zum 31. März 2022 der solvadis deutschland gmbh, einbezogen, die den Konzernabschluss nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften für den kleinsten Kreis von verbundenen Unternehmen aufstellt und im Bundesanzeiger offenlegen wird. Die Sojitz Corporation, Tokio (Japan), stellt für den größten Organkreis einen Konzernabschluss zum 31. März 2022 auf, in den die solvadis polymere gmbh ebenfalls einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss ist auf der Homepage www.sojitz.com der Sojitz Corporation erhältlich. Ergebnisabführungsvertrag Mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss vom 5. Dezember 2019 wurde mit der solvadis deutschland gmbh (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 90556) als Organträger ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat dem Ergebnisabführungsvertrag am 10. Dezember 2019 zugestimmt. Die Eintragung erfolgte am 12. März 2020 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main und ist rückwirkend ab dem 1. April 2019 (Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020) gültig. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben können, bestehen in der andauernden Corona-Pandemie und in Form des Ukraine-Kriegs. Zurzeit können die Auswirkungen noch nicht eingeschätzt werden.
Frankfurt am Main, den 7. Juli 2022 Guido Ambaum Andreas Weimann Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr der solvadis polymere gmbh zum 31. März 2022Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. Juli 2022 wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. März 2022 festgestellt. |
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