Stammdaten

Register
Amtsgericht Rostock HRB 8056
Vorher
Ms Logistik Systeme GmbHGL Maritime Software GmbH
Eingetragen
4.8.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung und der Vertrieb fortgeschrittener Produkte der Informationstechnik, insbesondere für die maritime Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Rux
seit 19.5.2025
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DNV Maritime Software ASNOR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DNV Maritime Software AS
Norway
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DNV Maritime Software GmbH

Rostock

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die DNV Maritime Software GmbH (kurz: DNV MS) offeriert ihren Kunden ein umfangreiches Portfolio aus Softwarelösungen rund um den Betrieb und das Management der ihr anvertrauten Schiffsflotte. Die Schifffahrtsbranche ist auf Softwarelösungen angewiesen, um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu gewährleisten, die Effizienz zu steigern, die Kosten zu senken und das Endergebnis zu verbessern. Wir haben uns als Softwarelieferant für Schifffahrtsunternehmen weltweit positioniert. Wir setzen unsere maritime Software sowohl für technische als auch für betriebliche Leistungen ein.

1.2. Unternehmensziele und -strategien

Die Vision der DNV MS ist in die globale Ausrichtung der gesamten DNV Gruppe eingebettet, bei der es darum geht, auf globaler Ebene eine sichere und nachhaltige Zukunft zu schaffen, einen positiven Beitrag für die Welt zu leisten und den Bedürfnissen der Menschen und der Umwelt zu entsprechen.

Von dem Ziel des Schutzes von Leben, Eigentum und der Umwelt vorangetrieben, ermöglicht die DNV MS ihren Kunden, die Sicherheit und Nachhaltigkeit ihrer Geschäfte weiterzuentwickeln. Darüber hinaus unterstützt die DNV MS ihre Kunden dabei, noch sicherer, effektiver und umweltbewusster in ihrem Handeln zu sein. Hierbei wird die Vermeidung von Schäden für Menschen und Vermögenswerte immer im Vordergrund stehen.

Durch die Kombination aus technischer Kompetenz und dem Verständnis für ihre Märkte und Kunden plant die DNV MS, ihre Position weiter auszubauen sowie das Ansehen und Vertrauen ihrer Geschäftspartner durch die Kreativität und Motivation ihrer qualifizierten Mitarbeiter zu sichern.

Aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrungen und Kompetenzen, ihrem weltweiten Netzwerk sowie ihrem umfassenden Dienstleistungsportfolio plant die DNV MS auch in der Zukunft gute Ergebnisse zu erzielen. Die Zielsetzung ist, auch zukünftig Geschäftspartner sowie Mitarbeiter zu inspirieren und Umweltbelastungen zu minimieren.

Es gehört zu den Werten der DNV MS, Vertrauen aufzubauen, keine Kompromisse bei Qualität oder Integrität einzugehen und Teamwork und Innovation zu fördern. Sich um Kunden, aber auch umeinander zu kümmern, offen für Veränderungen zu sein und konkrete Ergebnisse in der Arbeit zu liefern, sind weitere Bestandteile des Wertekatalogs.

Die DNV MS unterstützt die in der DNV Group definierten Werte "We care", "We dare", "We share".

1.3. Steuerungssystem (Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung)

Die DNV Group erfasst und analysiert auf Ebene des Konzerns die Umsatz- und Ergebnisentwicklung u. a. nach Geschäftsbereichen, Geschäftsfeldern und Regionen bzw. Ländern. Hierbei basieren die finanziellen Leistungsindikatoren auf den betrieblichen Ergebnissen der einzelnen Beteiligungsgesellschaften, Betriebsstätten und kleineren organisatorischen Einheiten wie Profit Center.

Die nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abgegrenzten finanziellen Steuerungsgrößen umfassen auf Konzernebene u.a. die Gesamtleistung (Total Revenue) und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als Differenz zwischen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen zuzüglich des Beteiligungsergebnisses und des Finanzergebnisses, jedoch vor Steuern. Für die DNV MS ist neben den Umsatzerlösen das Jahresergebnis vor Ergebnisübernahme finanzieller Leistungsindikator.

Die Gesamtleistung der DNV Group stieg in 2023 um 6,6 Mrd. NOK (0,59 Mrd. EUR) von 25,0 Mrd. NOK (2,48 Mrd. EUR) in 2022 auf 31,6 Mrd. NOK (2,82 Mrd. EUR). Neben bedeutendem organischen Wachstum trugen Akquisitionen in den strategischen Schwerpunktbereichen Cybersicherheit, Aquakultur und Energie mit 2,8% zum Wachstum von 26% im Jahr 2023 bei.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 1,2 Mrd. NOK (0,11 Mrd. EUR) von 4,2 Mrd. NOK (0,42 Mrd. EUR) im Jahr 2022 auf 5,4 Mrd. NOK (0,48 Mrd. EUR) im Jahr 2023. Das Betriebsergebnis (EBIT) für 2023 belief sich auf 4,3 Mrd. NOK (0,38 Mrd. EUR), ein Anstieg um 1,1 Mrd. NOK (0,1 Mrd. EUR) im Vergleich zu 3,2 Mrd. NOK (0,32 Mrd. NOK) im Jahr 2022. Organisches Wachstum war der wesentliche Treiber für das verbesserte EBITDA in 2023.

1.4. Geschäftsverlauf

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich im Vergleich der Geschäftsjahre 2023 und 2022 wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 81 2,1 27 0,7 54 200,0
Umlaufvermögen 3.790 96,3 3.903 98,1 -113 -2,9
Rechnungsabgrenzungsposten 63 1,6 47 1,2 16 34,0
Gesamtvermögen 3.934 100,0 3.977 100,0 -43 -1,1

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 54 erhöht. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen durch die planmäßigen Abschreibungen des Jahres in Höhe von TEUR 28 sowie die im Geschäftsjahr erfolgten Anlagenzugänge in Höhe von TEUR 82.

Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 113 verringert. Dabei hat sich das Vorratsvermögen durch einen Bestandsaufbau um TEUR 210 erhöht. Gegenläufig sanken die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 175, hervorgerufen nach Umgliederung von debitorischen Kreditoren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steigen geringfügig um TEUR 5, jedoch sinken die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 153 durch ein gutes Forderungsmanagement.

Die aktive Rechnungsabgrenzung erhöht sich im Berichtsjahr um TEUR 16 durch bereits geleistete Zahlungen an Lieferanten.

Die Kapitalstruktur sieht wie folgt aus:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 525 13,4 525 13,2 0 0,0
Rückstellungen 871 22,1 1.034 26,0 -163 -15,8
Verbindlichkeiten 2.096 53,3 2.036 51,2 60 2,9
Rechnungsabgrenzungsposten 442 11,2 382 9,6 60 15,7
Gesamtkapital 3.934 100,0 3.977 100,0 -43 -1,1

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages zum Vorjahr nicht verändert.

Die Rückstellungen sind um TEUR 163 geringer als in 2022. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus den im Berichtsjahr um TEUR 206 gesunkenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Sonstige Rückstellungen steigen um TEUR 88. Personalrückstellungen fielen um TEUR 45 geringer aus.

Die Verbindlichkeiten im Berichtsjahr erhöhen sich insgesamt um TEUR 60. Im Einzelnen steigen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 245 auf TEUR 1.987. Darin enthalten ist bereits die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 440. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sinken um TEUR 182 und auch sonstige Verbindlichkeiten geringfügig um TEUR 3. Im Berichtsjahr hat sich die Cash-Pool-Verbindlichkeit um TEUR 423 auf TEUR 771 erhöht. DNV MS ist der Überzeugung, dass ausreichend Flexibilität besteht, die Kapitalerfordernisse zu decken. Durch die bestehenden konzerninternen Cash-Pooling Regelungen ist die Liquidität gesichert. Zudem hat sich der Konzern für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab Feststellung des Jahresabschlusses 2023 mittels einer Patronatserklärung zur Sicherung der erforderlichen Liquidität verpflichtet.

Die in der passiven Rechnungsabgrenzung gezeigte Periodenabgrenzung von Erträgen erhöhte sich um TEUR 60 auf TEUR 442 durch bereits realisierte Einnahmen im Geschäftsjahr.

Die Ertragslage hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Delta
TEUR
Umsatzerlöse 14.828 14.941 -113
Bestandsveränderung 210 15 195
Sonstige betriebliche Erträge 45 67 -22
Materialaufwand -7.467 -7.990 523
Personalaufwand -4.130 -4.122 -8
Abschreibungen -28 -19 -9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.016 -2.561 -455
Zinserträge 30 0 30
Zinsaufwendungen -32 -17 -15
Jahresergebnis vor Gewinnabführung 440 314 126

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betragen TEUR 14.828 und sind damit um TEUR -113 geringer als im Vorjahr durch im Berichtsjahr gesunkene weiterbelastete Entwicklungskosten für Software. Insgesamt steigt die Gesamtleistung um TEUR 82 auf TEUR 15.038 (Vorjahr: TEUR 14.956) bedingt durch einen Bestandsaufbau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 67 in 2022 auf TEUR 45 im Geschäftsjahr gesunken. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus realisierten Kursdifferenzen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen im Materialaufwand sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 523 auf TEUR 7.467 gesunken. Diese Veränderung spiegelt eine Verschiebung in der Zusammenarbeit von externen zu internen Entwicklern der DNV Gruppe wider.

Der Personalaufwand ist im Jahr 2023 um TEUR 8 auf TEUR 4.130 gestiegen. Der Anstieg der laufenden Bezüge sowie ein geringerer Bonus im Berichtsjahr und weniger Mitarbeiter als im Vorjahr gleichen sich nahezu aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.016 sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 455 gestiegen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen höhere konzerninterne Verrechnungen und Aufwendungen für Lizenzgebühren. Zudem zeigt sich im Berichtsjahr ein Anstieg der Reisekosten, Beratungsleistungen und Kursaufwendungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Makroökonomische Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Die Weltwirtschaft befindet sich in einer allmählichen Erholungsphase, in der sie die Auswirkungen der Pandemie, den Einmarsch Russlands in der Ukraine und die Herausforderungen durch die Inflation überwunden hat. Rückblickend hat sich die Weltwirtschaft als außergewöhnlich widerstandsfähig erwiesen. Der World Economic Outlook Update des IWF vom Januar 2024 prognostiziert für 2023 eine globale Wachstumsrate von 3,1%, was eine Verlangsamung gegenüber der globalen Wachstumsrate von 3,5% für 2022 bedeutet. Das Wachstumstempo bleibt langsam und ungleichmäßig und ist durch eine zunehmende Divergenz auf globaler Ebene gekennzeichnet. Dies ist niedriger als der historische Durchschnitt von 2000 bis 2019, der bei 3,8% lag. Die erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation, die geringere fiskalische Unterstützung aufgrund der hohen Verschuldung und das gedämpfte zugrundeliegende Produktivitätswachstum haben die Wirtschaftstätigkeit belastet.

Im ersten Quartal (Q1) verzeichneten die Vereinigten Staaten ein Wachstum von 1,1 % und Europa nur einen marginalen Anstieg von 0,1 %. China hingegen setzte seinen rasanten Wachstumskurs fort und verzeichnete ein Wachstum von 8,9% gegenüber dem vierten Quartal 2022, nachdem die Wirtschaftstätigkeit Anfang 2023 nach der COVID-19-Pandemie wieder aufgenommen wurde.

Im Mai 2023 erklärte die Weltgesundheitsorganisation, dass COVID-19 nicht mehr als globaler Gesundheitsnotstand gilt. Trotz eines Anstiegs der Infektionen in bestimmten Regionen zu diesem Zeitpunkt, sind die Krankenhauseinweisungen relativ begrenzt geblieben. Die pandemiebedingten Unterbrechungen der Versorgungskette haben sich weitgehend normalisiert und wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht. Darüber hinaus haben sich die globalen Finanzbedingungen verbessert, da die schweizerischen und US-amerikanischen Behörden im März entschiedene Maßnahmen ergriffen haben, um die Turbulenzen im Bankensektor abzumildern.

Im zweiten Quartal (Q2) wuchs das BIP um 3,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies übertraf frühere Prognosen, einschließlich derer im Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom April 2023. Die beobachtete Widerstandsfähigkeit kann auf den robusten Konsum in den Vereinigten Staaten zurückgeführt werden, der durch angespannte Arbeitsmärkte angetrieben wird. Darüber hinaus trugen Länder mit einem bedeutenden Reise- und Tourismussektor, wie Italien, Mexiko und Spanien, zu einer robusten Wirtschaftstätigkeit bei.

In 2023 wurde weiterhin damit gerechnet, dass sich das Wachstum in den Vereinigten Staaten in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 abschwächen wird, und die Arbeitslosenquote ab dem zweiten Quartal steigen wird. Dies entspricht einer allmählicheren und weicheren wirtschaftlichen Landung als noch Anfang 2023 für die US-Wirtschaft erwartet. In Europa gibt es unterdessen auch eine Divergenz bei den Wachstumsraten der großen Volkswirtschaften innerhalb der Eurozone im Jahr 2023. Insbesondere für Deutschland wurde im Laufe 2023 ein moderater wirtschaftlicher Rückgang in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 prognostiziert. Dieser Rückgang wird durch eine Schwäche in zinssensiblen Sektoren und eine Verlangsamung der Nachfrage von Handelspartnern beeinflusst werden. Darüber hinaus erwartet die Internationale Energieagentur einen Anstieg der Ölnachfrage um 2,2 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) auf 102,2 mb/d im Jahr 2023. Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch.

Am Ende des Jahres 2023 lagen die Prognosen für das durch den Krieg in der Ukraine belastete globale Wachstum Berichtsjahr 2023 bei 3,1 %. Die treibenden Kräfte hinter diesem Wachstum waren die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einer Wachstumsrate von 4,1 %, angeführt von Indien mit 6,7 %. In den Industrieländern wurde für das Berichtsjahr ein globales Wachstum von 1,6 % erwartet. Vor allem Spanien (2,4%), Japan (1,9%) und die Vereinigten Staaten (2,5%) trugen erheblich zu diesem Wachstum bei. Für die Eurozone als Ganzes wurde für 2023 ein Wachstum von 0,5% erwartet, während der Beitrag Deutschlands bei -0,3% lag.

Für die globale Gesamtinflation wird für das Jahr 2023 von einem Rückgang ausgegangen, von ihrem Höchststand von 8,7% im Jahr 2022 (Jahresdurchschnitt) auf 6,8% im Jahr 2023. Während die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung erste Ergebnisse zeigen, ist ein wichtiger Faktor, der zum erwarteten Rückgang der Gesamtinflation im Jahr 2023 beiträgt, der Rückgang der internationalen Rohstoffpreise. In fast drei Vierteln der Volkswirtschaften wird die Gesamtinflation im Jahr 2023 zurückgehen. Die Inflation ist aufgrund positiver Angebotstrends schneller gesunken als erwartet. Jüngste monatliche Daten deuten darauf hin, dass sowohl die Gesamtinflation als auch die zugrunde liegende Inflation (Kerninflation) jetzt in der Nähe des Niveaus liegen, das vor der Pandemie beobachtet wurde.

Nach Angaben des IWF belief sich das Wirtschaftswachstum in den USA im Berichtsjahr auf 2,5%. Es wird erwartet, dass der Leitzins der Federal Reserve auf dem derzeitigen Niveau von etwa 5,4% bleibt. Es wird jedoch erwartet, dass der Realzins unverändert bleibt, bis die Inflationsziele in Sichtweite sind.

China steht aufgrund seiner Immobilienkrise und des schwindenden Vertrauens vor wachsenden Herausforderungen. Die anhaltende finanzielle Belastung des Sektors stellt eine potenzielle Bedrohung für das globale Wirtschaftswachstum dar. Laut IWF liegt das Wirtschaftswachstum für China im Jahr 2023 bei 5,2%. Die Inflation in China liegt jedoch nahe bei Null und die Zentralbank hat die Geldpolitik bereits gelockert.

2.1.2. Branchenspezifische Entwicklungen

Die Digitalisierung bleibt in der Schifffahrt in den kommenden Jahren ein zentrales Thema. Dies betrifft nicht nur den direkten Einfluss der Digitalisierung auf den Handel, sondern auch den Betrieb und das Management der gesamten Schiffsflotte. Wichtige Branchenziele, wie beispielsweise die vollständige Einhaltung der gesetzlichen und unternehmensspezifischen Vorgaben, die Erhöhung der Sicherheitsstandards, die Verringerung der Umweltbelastungen und die Einführung von Environmental Social Governance (ESG) sind ohne digitale Lösungen nicht wettbewerbsfähig realisierbar. Neue Technologien für die Reduzierung der Treibhausgase und die Optimierung der Wartung durch vorausschauende Instandhaltung sind ebenfalls ohne digitale Lösungen nicht einsetzbar.

Die Gesellschaft sieht, dass die operativen Ausgaben für das Flottenmanagement seit vielen Jahren unter hohem Druckstehen und erwartet, dass sie auch in den Folgejahren unter hohem Druck bleiben werden. Daraus leitet sich auch ab, dass Schiffsmanager das Ziel haben die Kosten in allen Kategorien zu senken.

Neben unabhängigen Anbietern entsprechender Fleetmanagement-Softwarelösungen haben sich auch weitere Klassifikationsgesellschaften im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategien in dieses Marktsegment begeben bzw. sind dort seit Jahren als Wettbewerber präsent. Die Klassifikationsgesellschaft RINA hat die Gruppe Logimatic mit dem Unternehmen SERTICA, einem führenden Anbieter für Fleetmanagement-Softwarelösungen, im Jahr 2021 akquiriert und die Produkte in den Jahren 2022 und 2023 aggressiv vermarktet. Der Markt für Fleetmanagement-Softwarelösungen ist dadurch gekennzeichnet, dass es seit seiner Entstehung vor ca. 25 Jahren bisher weder eine Konsolidierungsphase gegeben, noch dass sich ein eindeutiger Marktführer entwickelt hat. Damit ist der Konsolidierungsdruck für Fleetmanagement-Softwarelösungen in der Branche im Verlauf des Jahres 2023 weiter gestiegen.

Neue Produkte und Dienstleistungen, wie beispielsweise das Satellitennetzwerk Starlink von dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX, haben hinsichtlich der permanenten digitalen Verbindung zwischen Schiff und Land zu einer massiven Beschleunigung geführt. Damit entstehen neben einer erhöhten Datenaktualität zwischen Schiff und Land auch neue technische Möglichkeiten für eine Verbesserung der Architektur von Fleetmanagement-Softwarelösungen.

Im Zusammenhang mit der signifikanten Zunahme der globalen Cyberkriminalität im zweiten Halbjahr 2022 sowie im weiteren Verlauf des Jahres 2023 hat das Thema Cyberkriminalität in der Schifffahrt zusätzlich an Relevanz gewonnen.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1. Prognosebericht

3.1.1. Allgemeiner Marktausblick

Die jüngsten Prognosen bestätigen, dass sich die Weltwirtschaft auf einem stabilen Kurs befindet, mit konstanten Wachstumsraten und einem Rückgang der Inflation gegenüber dem Mehrjahrzehnthoch von 2022.

In seinem World Economic Outlook Update Januar 2024 prognostiziert das World Economic Forum (WEF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1% für 2024. Das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird derzeit voraussichtlich stabil bei 1,5% bleiben. Insbesondere im Euroraum (0,9%) und im Vereinigten Königreich (0,6%) sind die Erwartungen gedämpft. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum von 4,1% erwartet. Allerdings dürfte es hier starke regionale Unterschiede geben. Die Weltbank rechnet mit einem Rückgang des globalen Wachstums auf 2,4% im Jahr 2024, beeinflusst durch eine straffe Geldpolitik, eingeschränkte Kreditbedingungen und einen schleppenden globalen Handel und Investitionen.

Was die chinesische Wirtschaft betrifft, so beziffert das WEF seine Wirtschaftsprognose für 2024 auf 4,6% und damit 0,6% niedriger als im Vorjahr (2023: 5,2%).

In den Vereinigten Staaten wird ein Rückgang des Wachstums erwartet, der von 2,5 % im Jahr 2023 auf 2,1 % im Jahr 2024 zurückgeht. Dieser Trend wird auf die verzögerten Auswirkungen der strafferen Geldpolitik, allmähliche fiskalische Einschränkungen und einen schwächelnden Arbeitsmarkt zurückgeführt, die zusammen zu einer Verlangsamung der Gesamtnachfrage beitragen.

Das WEF erwartet, dass sich die globale Inflation auf 5,8% im Jahr 2024 abschwächen wird. Die Faktoren für die rückläufige Inflation sind von Land zu Land unterschiedlich, umfassen aber in der Regel einen Rückgang der Kerninflation aufgrund einer anhaltend straffen Geldpolitik, eine damit verbundene Aufweichung der Arbeitsmärkte und die Auswirkungen früherer und anhaltender Senkungen der relativen Energiepreise.

Das WEF erwartet einen Rückgang der Energiepreise und eine Fortsetzung der sinkenden Inflationsraten im Jahr 2024. Für die Industrieländer wird für 2024 eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,6 % prognostiziert, während sie in den Entwicklungs- und Schwellenländern bei 8,1 % liegt. Wie im World Economic Outlook Update vom Januar 2024 dargelegt, wird durchweg mit einem deutlichen Rückgang der Ölpreise gerechnet. Das WEF rechnet mit einem Rückgang um 16,0 % im Jahr 2023, gefolgt von einem Rückgang um 2,3 % im Jahr 2024. In der Eurozone haben der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien und die verbesserte Verfügbarkeit von Kernenergie die Gaspreise nach unten getrieben. Der Erdgasverbrauch in Europa ging um 7,0 % zurück und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 1995. Die Title Transfer Facility Month-Ahead-Preise gingen ab 2022 um fast 70,0 % zurück und lagen 2023 bei durchschnittlich 13 USD/MBtu. Dies ist jedoch immer noch zweieinhalb Mal so hoch wie der Fünfjahresdurchschnitt zwischen 2016 und 2020.

Das Wachstum des Welthandelsvolumens dürfte mit 3,3 % im Jahr 2024 hinter seinem historischen Durchschnitt von 4,9 % zurückbleiben. Bemerkenswert ist, dass der Wert für 2023 bei bescheidenen 0,4 % liegt. Das erwartete Anhalten der zunehmenden Handelsverzerrungen und der geoökonomischen Fragmentierung wird wahrscheinlich einen Abwärtsdruck auf das Gesamtvolumen des Welthandels ausüben.

Gemäß dem World Economic Outlook bietet die globale Wirtschaftslandschaft einen ausgewogenen Risikoausblick. Zu den Aufwärtsrisiken gehören das Potenzial für eine schnellere wirtschaftliche Erholung in China und die Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz (KI), die das Potenzial hat, sowohl die Produktivität als auch die Erträge zu steigern. Während eine schnellere Disinflation die finanziellen Bedingungen entspannt, bleiben mehrere Risiken bestehen. Geopolitische Schocks, anhaltende Inflation und Störungen in Schlüsselsektoren könnten die straffen monetären Bedingungen verlängern. Die politischen Entscheidungsträger stehen vor der unmittelbaren Aufgabe, den Abstieg der Inflation zum Ziel zu steuern, die Geldpolitik anzupassen und sich auf die Haushaltskonsolidierung zu konzentrieren. Gezielte Strukturreformen sind entscheidend für ein nachhaltiges Produktivitätswachstum und die Tragfähigkeit der Schulden. Eine wirksame multilaterale Koordinierung ist für die Bewältigung von Herausforderungen wie der Schuldenregulierung und der Eindämmung des Klimawandels unerlässlich. Die Bewältigung dieser Herausforderungen wird für die Förderung einer widerstandsfähigen und nachhaltigen globalen Wirtschaftsentwicklung von entscheidender Bedeutung sein.

3.1.2. Branchenspezifischer Ausblick

Aus Sicht der Gesellschaft wird in der Branche die Beschleunigung der digitalen Transformation unter Zuhilfenahme intelligenter "Business Applications" weiter im Fokus der kommenden Jahre stehen. Dabei stehen aus Sicht der Gesellschaft "cloud and web-based all-in-one"- Lösungen im Mittelpunkt der Ausrichtung. Der ständig steigende Informationsbedarf bzw. die schnelle und ortsunabhängige Verfügbarkeit stehen auch hierbei im Vordergrund.

Die Verfügbarkeit dieser Lösungen wird nach Einschätzung der Geschäftsführung die derzeitige Zusammenarbeit von Schiffsmanagern, Zulieferern und Klassifikationsgesellschaften für das Asset Integrity Management bestimmen und die Möglichkeit bieten, traditionelle Services in digitale Services umzuwandeln.

Der Softwaremarkt verlagert sich hin zu SaaS-basierten Geschäftsmodellen und -lösungen (Software as a Service). Immer mehr Kunden in unseren Schlüsselbranchen sehen Möglichkeiten, durch den Kauf von SaaS-Angeboten anstelle lokaler Produkte eigene Infrastruktur- und IT-Kosten einzusparen. Die Geschwindigkeit des Übergangs hängt von zahlreichen Faktoren ab. Kundenbedürfnisse und deren Cloud-Reife werden erwartungsgemäß mit langfristigen Effizienzaspekten bei Entscheidungen in Bezug auf die Stilllegung und den Umbau ihrer IT-Systeme elementar sein. Das gesamte Marktumfeld wird nach Ansicht der Geschäftsführung in den kommenden Jahren aus Kunden im "alten" Setup, Kunden im Cloud-Zeitalter und denen in "beiden Welten" operierenden bestehen.

Der Trend zu einer "Cloud First"-Strategie der Kunden wird sich in dem Jahr 2024 weiter verstärken. Der überwiegende Anteil der Ausschreibungen in dem Jahr 2024 wird hinsichtlich der Technologien und Services ausschließlich Cloud-Lösungen spezifizieren.

Des Weiteren wird der Bereich "API Management" zur Integration von internen und externen Interessenvertretern einschließlich externer Expertensysteme im Jahr 2024 ebenfalls weiter an Bedeutung gewinnen.

Das Satellitennetzwerk Starlink von dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX wird dazu führen, dass die große Mehrheit der globalen Schiffsflotte bereits in den nächsten Jahren über eine permanente digitale Verbindung zwischen Schiff und Land verfügen wird.

Das Ziel der DNV MS, die weiteren Arbeiten für den Produktportfolio im Jahr 2023 so voranzutreiben, um dann im Laufe des Jahres 2024 ein Cloud-basierter Plattformanbieter für digitale Fleetmanagement-Lösungen zu werden, wird aus heutiger Sicht teilweise erreicht. Die erforderliche Verlagerung der Softwareentwicklungszentren von Rostock in Deutschland und Gdynia in Polen nach Pune in Indien führt zu einer Verschiebung der Verfügbarkeit um mehr als ein Jahr und damit von dem Jahr 2023 auf das Jahr 2024.

DNV MS plant eine marktführende Position als Anbieter von Cloud-basierten Plattform- und Softwarediensten einzunehmen. Die DNV Vessel App bietet die Möglichkeit, neben den Produktgruppen der Ship Product Line auch die Daten weiterer interner und externer Produkte in die Fleet/Shore Kommunikation zu integrieren.

Die Marktanalyse für Fleet Management Software auf Basis der Daten des DNV Geschäftsbereiches Maritime sowie die zurzeit weiterhin aktuellste Marktübersicht für Fleet Management Software vom Fraunhofer Institut aus dem Jahr 2021 (Market Review "Fleet Management Systems 2021", Fraunhofer Center for Maritime Logistics and Services CML) unterstützen bisherige Annahmen hinsichtlich eines verfügbaren Marktpotenzials. Dieses umfasst ungefähr 50.000 Schiffe und zeigt für digitale Lösungen in der Schifffahrt ein Marktvolumen in Höhe von ungefähr 200 Millionen EUR p.a. mit einer Wachstumsrate von 8% im Jahr 2020 und 9% im Jahr 2021 sowie 25% bis zum Jahr 2025 und 54% bis zum Jahr 2030. Aufgrund der Beschleunigung der digitalen Transformation geht die Gesellschaft davon aus, dass die neueste Ausgabe der Marktübersicht für Fleet Management Software vom Fraunhofer Institut in 2024 die oben genannten Wachstumsraten bis zum Jahr 2025 beziehungsweise bis zum Jahr 2030 grundsätzlich bestätigen wird.

Ein möglicher Konsolidierungsbedarf des Marktes für Fleetmanagement-Softwarelösungen wird von der DNV MS weiter beobachtet.

Die mittelfristige Geschäftsentwicklung der globalen Schifffahrt ist grundsätzlich von der Weltwirtschaft abhängig und damit ist die Investitionsbereitschaft der Schifffahrt in Digitalisierungsinitiativen ebenfalls direkt an die Weltwirtschaft gekoppelt. Die höchsten Risiken nach Clarksons Research für die Schifffahrt für das Jahr 2024 sind die Umleitungen aufgrund des Terrorismus im Roten Meer sowie der militärische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine.

Im Zusammenhang mit der signifikanten Zunahme der globalen Cyberkriminalität im zweiten Halbjahr 2022 sowie im weiteren Verlauf des Jahres 2023 wird das Thema "IT Security" für digitale Produkte und Services in der Schifffahrt im Jahr 2024 zusätzlich an Relevanz gewinnen.

3.1.3. Unternehmensleistung und -ergebnis

Für 2023 erwartete die DNV MS bei gleichbleibenden Umsätzen ein ähnliches Ergebnis vor Ergebnisabführung wie 2022. Der Umsatz ist 2023 um 113 TEUR gesunken durch einen Rückgang im Entwicklungsprojekt "New Navigator Port on Veratcity". Dagegen hat sich das Ergebnis vor Ergebnisabführung von 314 TEUR auf 440 TEUR verbessert. Hier zeigt sich kostenseitig eine positive Entwicklung durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit internen Entwicklern der DNV Gruppe als noch wie im Vorjahr mit externen Entwicklern.

Ein Ransomeware-Angriff vom 07. Januar 2023 auf die von der DNV MS offerierte Software ShipManager hat im Berichtsjahr keine signifikanten finanziellen Auswirkungen nach sich gezogen. Sämtliche Ermittlungen wurden von den norwegischen Behörden durchgeführt, da das IP Recht der ShipManager Software in der norwegischen Gesellschaft DNV AS liegt. Die DNV MS hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik informiert und die Aufklärungsarbeit der Behörden zu jeder Zeit unterstützt.

Für 2024 erwartet die DNV MS bei gleichbleibenden Umsätzen ein ähnliches Ergebnis vor Ergebnisabführung durch das weitere Auslaufen des Entwicklungsprojektes "New Navigator Port" wie in 2023.

3.2. Risikobericht

Der DNV MS bieten sich durch ihre internationale Aufstellung und ihr breites Leistungsangebot vielfältige wirtschaftliche Chancen, aber auch unternehmerische und branchenspezifische Risiken. Diese Risiken betreffen insbesondere externe Einflüsse, das Marktumfeld, aber auch operative Risiken, die aus Kern- und Unterstützungsprozessen resultieren können.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der DNV-Gruppe integriert

Die Risikoidentifikation erfolgt durch die verantwortlichen Manager der Geschäftseinheiten. Die Einordnung der relevanten Risiken wird, unterstützt durch ein geschäftsbereichsübergreifendes Gremium (Risiko-Forum), zentral vorgenommen. Zur Identifikation und Nachverfolgung der notwendigen Gegenmaßnahmen wurden Risiko-Verantwortliche für alle Risiken benannt. In halbjährlichen Risikoberichten wird die Geschäftsführung über die aktuelle Risikosituation unterrichtet. Sollte sich die Risikolage entscheidend ändern, werden signifikante Einzelrisiken mit Hilfe einer Ad-hoc-Berichterstattung aufgezeigt.

Um der Gewichtung der im Risikobericht aufgeführten Risiken Sorge zu tragen, wurden die Aspekte nachstehend in absteigender Reihenfolge, beginnend mit dem größten Risiko, dargestellt. Hierbei wurden insbesondere die folgenden Risiken identifiziert:

Liquiditätsrisiken

Der Jahresabschluss wird nach dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Liquiditätsausstattung hat sich im Berichtsjahr grundsätzlich positiv entwickelt im Rahmen des konzernweiten Cash Managements. Für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab Feststellung des Jahresabschlusses 2023 hat sich der Konzern zur Sicherung der erforderlichen Liquidität mittels einer Patronatserklärung verpflichtet. Damit wird der relevanten Abhängigkeit von der weiteren finanziellen Unterstützung des Gesellschafters Sorge getragen.

Personalrisiken

Durch Mitarbeiterfluktuation kann wichtiges Know-how verloren gehen. Daher binden wir unsere Fach- und Führungskräfte mit Fach- und Förderprogrammen, leistungsorientierten Vergütungssystemen und internationalen Entwicklungsperspektiven stärker an uns.

Es ist entscheidend, dass DNV MS eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und Veränderungsprozesses schafft. DNV MS muss Vertrauen und Neugier aufbauen, die Kundenorientierung verbessern und die Menschen stärken. Ferner muss DNV MS in der Lage sein, eine überzeugende Geschichte über ihre Vision für 2024 zu erzählen und ihre Mitarbeiter zu inspirieren, auf dieser Reise der Cloud-Transformation nach Möglichkeiten zu suchen.

Insbesondere in der Personalsituation und der damit verbundenen Bindung von Know-how besteht ein besonderes Risiko. Dies kann sich im negativen Fall besonders auf die Transformationsgeschwindigkeit und damit auf die Marktzugangsgeschwindigkeit auswirken.

Die DNV MS versucht, diesem Risiko durch Anpassung der Gehälter an die Marktgegebenheiten zu begegnen.

Risiken aus vorsätzlichen rechtswidrigen Handlungen einzelner Mitarbeiter sind nicht auszuschließen. Dem wird mit einer restriktiven Funktionstrennung, Vier-Augen-Prinzip sowie dem konzernweit geltenden DNV Management System und dem Verhaltenskodex entgegengewirkt. Möglichem Fehlverhalten wird konsequent nachgegangen.

Informationstechnische Risiken

Laufend werden Vorkehrungen von hoher Priorität getroffen, die der Sicherheit der Informationssysteme dienen, um einen Systemausfall mit unter Umständen gravierenden Folgen für das gesamte Unternehmen zu vermeiden. Dieses Risiko wird durch diverse Sicherheitsmaßnahmen wie Zutrittskontrollsysteme, Notfallpläne und die unterbrechungsfreie Stromversorgung wichtiger Systeme sowie durch Datenspiegelungen minimiert. Gegen Datensicherheitsrisiken durch unberechtigte Zugriffe auf IT-Systeme werden u. a. Firewall Systeme und Virenscanner sowie sogenannte Penetration Tests eingesetzt.

Am 07. Januar 2023 wurde die von der DNV Maritime Software GmbH offerierte Software ShipManager Ziel eines Ransomeware-Angriffes. Die getroffenen Maßnahmen der DNV Gruppe im Risikomanagement zum Umgang mit informationstechnischen Risiken greifen und es liegen der DNV Maritime Software GmbH bis zum heutigen Tag keine Anhaltspunkte für eine illegale Extraktion oder Veröffentlichung von Daten der ShipManager Software vor.

Compliance

Unter Compliance-Risiken werden u. a. rechtliche Risiken, Risiken aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften und Risiken aus Verstößen gegen anwendbares Recht betrachtet. Die DNV Group hat eine Compliance-Organisation eingerichtet, die durch ein Compliance-Programm für Mitarbeiter diesen Risiken begegnet. Das Compliance-Programm der DNV Group wird stetig weiterentwickelt und den sich ändernden Anforderungen angepasst. Der Group Compliance-Officer berichtet an den Group CEO sowie an das Board of Directors der DNV Group AS über den Aufbau und die Weiterentwicklung des Compliance-Programms für die ganze Gruppe sowie über Non-Compliance Fälle und Maßnahmen der DNV MS, die zur Aufklärung, Prävention und gegebenenfalls Sanktionierung ergriffen wurden.

Wesentliche Compliance-Einzelrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

Risiken aus Investitionen

Investitionsentscheidungen sind im Allgemeinen Entscheidungen unter Unsicherheit über Umweltfaktoren. Um diesem inhärenten Risiko zu begegnen, führt die DNV MS detaillierte Investitionsanalysen durch, bei denen Chancen und Risiken analysiert bzw. quantifiziert werden. Diese Quantifizierung erfolgt anhand von allgemein anerkannten Investitionsrechnungsverfahren wie Kapitalwert- oder Interner Zinsfußmethode.

Forschungs- und Entwicklungsrisiken

Die DNV MS befindet sich mitten in einer Transformationsphase. Sowohl das bisherige traditionelle Geschäftsmodell als auch das Softwareprodukt befinden sich in einem Wandlungsprozess. Sollte dieser Weg nicht erfolgreich bestritten werden, kann dies die Ertragslage der DNV MS negativ beeinflussen.

Die DNV MS begegnet diesem Risiko, indem ihre Entwicklung im Rahmen des gruppeninternen Transformationsprozesses aller "Ecosystems" ständig durch das Management überprüft wird. Daneben werden finanzielle und nicht-finanzielle Steuerungsgrößen laufend überwacht.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen detaillierte Richtlinien und Vorgaben. Im Geschäftsjahr wurden die bestehenden Konzernrichtlinien im Verbund mit der Konzernmuttergesellschaft DNV Group AS Norwegen weiter angepasst. Der deutsche Teilkonzern DNV SE und seine Gruppengesellschaften verhalten sich in diesem Sinn als Teil des Gesamtkonzerns. Sämtliche Finanzprozesse im Treasury der DNV SE (und ihrer Tochtergesellschaften) werden im Rahmen einer einheitlichen Konzernsteuerung in der Holdingfunktion "Group Treasury" an den Standorten Hamburg und Høvik organisiert.

Währungsrisiken bestehen insbesondere aus operativen Ein- und Auszahlungen, die in einer anderen als der funktionalen Währung der DNV Group-Konzerngesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei bilanziellen Fremdwährungspositionen. Diesen Risiken begegnet die DNV Group AS über den Abschluss von Derivaten zu Sicherungszwecken. Derivative Finanzinstrumente dürfen nicht zu spekulativen Zwecken eingesetzt werden. Geeignete Sicherungsgeschäfte (Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und Devisenswaps) werden durch die Abteilung Group Treasury der Konzernmuttergesellschaft DNV Group AS mit externen Kontrahenten gehandelt und überwacht.

Die jederzeitige Liquidität und Finanzierung wird ebenfalls durch Group Treasury sichergestellt. Zum Teil bestehen Cash Pooling Strukturen mit Banken, die den Zugang zu Liquidität gewährleisten. Im DNV Konzern besteht ein konzernweites Finanzberichtssystems zur Abbildung der Liquiditätssituation aller Konzerngesellschaften inklusive der DNV SE Tochtergesellschaften. Langfristige Finanzmittel werden den Konzerngesellschaften über interne Kreditvereinbarungen gewährt, die sich an dem Maßstab des Drittvergleichs orientieren.

Die Finanzierungspolitik des Konzerns ist auf eine langfristige Finanzplanung abgestimmt und wird zentral gesteuert. Ziel der Liquiditätssteuerung für alle Gesellschaften des Konzerns ist es, den Finanzbedarf innerhalb des Konzerns zu koordinieren und jederzeit zu gewährleisten.

Risiken aus Forderungsausfällen werden im Rahmen eines aktiven Forderungsmanagements gesteuert. Wesentliche Elemente hierbei sind sorgfältige Auswahl von Neukunden und eine Risikoeinschätzung des Kundenbestandes.

Haftungsrisiken

Rechtsstreitigkeiten, die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung entstehen können, werden durch die frühzeitige Einbindung des Zentralbereichs "Group Legal" sowie externer lokaler Rechtsberater begegnet.

Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken aus den täglichen Geschäften werden Versicherungen abgeschlossen, wenn dies möglich ist. Im DNV Konzern bestehen unter anderem branchenübliche Haftpflicht- und Sachversicherungen. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Für mögliche finanzielle Belastungen aus rechtlichen Risiken wurden wie in den vergangenen Jahren Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rechtsstreitigkeiten

Etwaige Rechtsstreitigkeiten werden unmittelbar nach Kenntnis von der zentralen Rechtsabteilung "Group Legal" bearbeitet. Sich daraus ergebende Risiken sind im Jahresabschluss durch die Bildung von Rückstellungen angemessen berücksichtigt.

Derzeit bestehen bei der DNV MS keine Rechtsstreitigkeiten, die von materieller Bedeutung sind.

Gesamtrisiko

Die Gesamtrisikosituation der DNV MS wird im Rahmen des Risikomanagements bewertet und gesteuert.

Aufgrund des weiterhin bestehenden militärischen Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine sowie der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland in 2023 wird die Entwicklung der globalen Schifffahrt 2024 erwartungsgemäß im Wesentlichen von der allgemeinen Unsicherheit der geopolitischen Lage bestimmt werden. Da die Entwicklung der Schifffahrt unmittelbar mit der Entwicklung der Weltwirtschaft verbunden ist, sind die Risiken für das Jahr 2023 und gegebenenfalls auch für die Folgejahre höher als in den vergangenen Jahren.

Die Gesellschaft hat aktuell keine Kunden in Russland und der Ukraine. Im Rahmen der Geschäftsplanung der Gesellschaft haben die Märkte in Russland und der Ukraine keine Relevanz. Damit haben die aktuelle Situation in Russland und der Ukraine sowie die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland keine direkten Konsequenzen für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Der Plan, in 2024 weiter in die eingesetzten Softwarelösungen zu investieren, um die Kunden optimal bedienen zu können, wird unverändert fortgesetzt. Darüber hinaus wird die Situation vom Management fortlaufend analysiert, um entsprechende Maßnahmen, etwa ein konsequentes Forderungsmanagement, zum Schutze der Belegschaft, der Kunden und der Gesellschaft einleiten zu können. Entsprechende Maßnahmen halten auch im Jahr 2024 an oder werden entsprechend der aktuellen Entwicklungen angepasst.

3.3. Chancenbericht

Um der Gewichtung der im Chancenbericht aufgeführten Chancen Sorge zu tragen, wurden die Aspekte nachstehend in absteigender Reihenfolge, beginnend mit der bedeutsamsten Chance, dargestellt.

Die Digitalisierung ermöglicht neue Geschäfts- und Betriebsmodelle mit neuen Produkten und Dienstleistungen. Damit führt die Digitalisierung zu dynamischen Veränderungsprozessen der etablierten Geschäftsstrukturen mit signifikantem Wachstumspotenzial für digitale Lösungen. Dieses Wachstumspotenzial wird auch durch den zurzeit weiterhin aktuellsten Market Review "Fleet Management Systems 2021", Fraunhofer Center for Maritime Logistics and Services CML untermauert. Aufgrund der Beschleunigung der digitalen Transformation geht die Gesellschaft davon aus, dass die neueste Marktübersicht für Fleet Management Software vom Fraunhofer Institut in 2024 die Wachstumsraten bis zum Jahr 2025 beziehungsweise bis zum Jahr 2030 grundsätzlich bestätigen wird.

In dem Bereich der digitalen Lösungen für den maritimen Markt besteht nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der Anzahl der Anbieter ein wachsender Konsolidierungsbedarf, aus dem sich auch Möglichkeiten zu Kooperationen ergeben

In Ergänzung zu dem im Jahr 2021 gestarteten Turnaround-Programm und der Zusammenführung des globalen Geschäfts für die Ship Product Line einschließlich Vertrieb und Beratung in den Geschäftsbereich Digital Solutions als Global Business Unit (GBU) wurde die Softwareentwicklung in den Bereich Software Engineering von Digita Solutions im Jahr 2023 integriert. Effekte aus disem Zusammenschluss bieten gute Voraussetzungen Softwarelösungen bestmöglich umzusetzen.

Die Transformation des Produktportfolios der Ship Product Line wird, wie die Transformation der anderen internen Produktportfolios und externer digitaler Unternehmenslösungen in anderen Branchen, in der Umstellungsphase mit einem Hybrid-Modell durchgeführt. Zur Reduzierung des Entwicklungsaufwands und zur Erhöhung der Qualität wurde die Transformationsstrategie im Jahr 2021 von Voll-Hybrid auf Minimum-Hybrid angepasst. Diese Methode hat für die Bestandskunden weiterhin den Vorteil, Innovationen schneller mit den eigenen Daten des Produktivsystems testen zu können und schrittweise an die neuen Möglichkeiten herangeführt zu werden. Die Innovationen können gemeinsam mit Bestandskunden entwickelt und getestet werden, um gute Ergebnisse zu erzielen, Risiken frühzeitig zu minimieren sowie die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und auszubauen. So kann die DNV MS effizienter auf Kundendedürnisse eingehen und eine langfristige Kundenbindung vertiefen. Des Weiteren unterstützt dieses Modell die initiale Migration für den Upgrade von ShipManager (Classic) zu ShipManager (Cloud).

 

Rostock, 15.06.2024

Die Geschäftsführung

Torsten Kappel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 81.132 27.330
81.132 27.330
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 327.065 117.144
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.521.981 1.516.674
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.928.526 2.081.799
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.474 3.462.981 187.223 3.785.696
3.790.046 3.902.840
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63.454 47.342
3.934.632 3.977.512

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Kapitalrücklage 500.000 500.000
525.000 525.000
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 117.418 114.217
2. Sonstige Rückstellungen 753.840 920.203
871.258 1.034.420
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.590 242.777
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.987.464 1.742.193
3. Sonstige Verbindlichkeiten 48.114 51.067
2.096.168 2.036.036
D. Rechnungsabgrenzungsposten 442.206 382.056
3.934.632 3.977.512

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 14.827.848 14.940.932
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 209.920 15.158
3. Sonstige betriebliche Erträge 45.384 67.298
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.467.416 -7.989.599
5. Personalaufwand
a) Gehälter -3.379.948 -3.412.278
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -749.545 -4.129.493 -710.558 -4.122.836
6. Abschreibungen auf Sachanlagen -27.713 -18.943
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.015.874 -2.561.140
8. Zinsen und ähnliche Erträge 29.797 0
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 29.797 (i. Vj. EUR 0) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -32.479 -16.399
- davon an verbundene Unternehmen EUR -29.652 (i. Vj. EUR -13.494) -
10. Ergebnis nach Steuern 439.974 314.471
11. Aufwendungen aus Gewinnabführung -439.974 -314.471
12. Jahresüberschuss 0 0

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Sitz der DNV Maritime Software GmbH ist Rostock. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 8056 im Register des Amtsgerichtes Rostock eingetragen.

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer kleinen Kapitalgesellschaft und hat im Rahmen der Aufstellung die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise angewandt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in diesem Anhang gemacht.

Der Jahresabschluss wurde nach dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Liquiditätsausstattung erfolgt aktuell im Rahmen des konzernweiten Cash Managements, wobei die Gesellschaft auf die über das konzernweite Cash Management kurzfristig zur Verfügung stehende Liquidität angewiesen ist. Für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab Feststellung des Jahresabschlusses 2023 hat sich die Gesellschafterin DNV SE (vormals DNV GL SE) zur Sicherung der erforderlichen Liquidität mittels einer Patronatserklärung verpflichtet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen erfolgen Bilanzierung und Bewertung nach folgenden Grundsätzen:

Die entgeltlich erworbenen immaterielle Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagenvermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer, angesetzt. Sie werden linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Wertminderungen und Wertaufholungen werden, wenn erforderlich, berücksichtigt.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die unfertigen Leistungen wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Das bestehende Wahlrecht hinsichtlich der Aktivierung von Verwaltungskosten und Zinsen wurde nicht ausgeübt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Fremdwährungsforderungen wurden zum Mittelkurs am Tag der Entstehung angesetzt und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden im Jahresabschluss 2023 unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (i. Vj. 1,78 %) und der Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Pensionsrückstellungen wurden gem. der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) bewertet.

Folgende Parameter kommen zum Einsatz: Als Gehaltssteigerung wurde 2,7 % p. a. (i. Vj. 2,7 % p. a.), als Rentensteigerung 2,2 % p. a. (i. Vj. 2,2 % p. a.) angesetzt. Die angenommene Fluktuationsrate beträgt 4,0 % p. a. (i. Vj. 4,0 % p. a.). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe EUR 46 (Vorjahr: EUR 223), der gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (das heißt einschließlich künftiger Preis- und Kostensteigerungen) gebildet worden. Es handelt sich mit Ausnahme der Jubiläumsrückstellungen um kurzfristige Rückstellungen, sie werden deshalb nicht abgezinst.

Die Jubiläumsrückstellungen wurden im Jahresabschluss 2023 unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) und der Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Jubiläumsrückstellungen wurden gemäß der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode) bewertet. Als Gehaltssteigerung wurden 0,0 % p. a. (Vorjahr: 0,0 % p. a.) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Mittelkurs am Tag der Entstehung angesetzt und am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Mindeststeuergesetz

Im Jahr 2021 veröffentlichte die OECD detaillierte Regeln zur Umsetzung der Reform des internationalen Steuersystems, die sicherstellen soll, dass multinationale Unternehmen einem Mindeststeuersatz von 15% unterliegen. Das Mindeststeuergesetz ist am 28.12.2023 in Kraft getreten. Die Mindeststeuern werden erstmalig für das Geschäftsjahr 2024 erhoben.

Die DNV Maritime Software GmbH als deutsches Konzernunternehmen der DNV SE, wird eigenständig keine Mindeststeuern zahlen, da das Unternehmen Teil einer Mindeststeuergruppe in Deutschland ist. Für diese Mindeststeuergruppe werden mögliche Zusatzsteuern von der DNV SE als oberste Muttergesellschaft bzw. Gruppenträgerin im Sinne des Mindeststeuergesetzes geschuldet werden. Deutsche Konzernunternehmen, die keine oberste Muttergesellschaft oder im Teileigentum stehende Muttergesellschaft darstellen, können nach Inkrafttreten des deutschen Mindeststeuergesetzes von einer Mindeststeuer nur durch die Umlage einer etwaigen nationalen Ergänzungssteuer durch die DNV SE betroffen sein. Da die Mindeststeuern erstmalig für das Geschäftsjahr 2024 erhoben werden, unterliegt die DNV Maritime Software GmbH keiner Steuerbe- oder -entlastung im Geschäftsjahr 2023.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.929 (Vorjahr: TEUR 2.082) betreffen die Leistungsverrechnung in Höhe von TEUR 1.929 (Vorjahr: TEUR 2.082), davon gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 1).

3. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000 und ist voll eingezahlt. Die DNV SE, Hamburg, ist alleinige Gesellschafterin.

Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der DNV SE mit Sitz in Hamburg, Amtsgericht Hamburg, HRB 115442 als beherrschender Gesellschaft und der DNV Maritime Software GmbH als abhängiger Gesellschaft.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Rückstellungen 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 439 487
Übrige 315 433
754 920

Die personalbezogenen Rückstellungen des Berichtsjahres setzen sich vorrangig aus Rückstellungen für Boni in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 289) und Rückstellungen für nicht verbrauchte Urlaube in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 81) zusammen. In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 393) enthalten.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 776 (Vorjahr: TEUR 1.080) aus Lieferungen und Leistungen innerhalb des Konzernverbundes sowie einer Cashpool-Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 771 (Vorjahr: TEUR 348) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 440 (Vorjahr: TEUR 314).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 459 (Vorjahr: TEUR 367), davon aus Lieferungen und Leistungen TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 53) und einer Verbindlichkeit aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 440 (Vorjahr: TEUR 315).

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden aus der Bilanz nicht ersichtliche Zahlungsverpflichtungen aus unbefristeten Miet- und Leasingverträgen von TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 215).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Jahr 2023 Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 62), die analog zum Vorjahr überwiegend realisierte Kursdifferenzen betreffen.

Darüber hinaus enthalten sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 0).

2. Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr: TEUR 711) sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Jahr 2023 Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 52), die analog zum Vorjahr realisierte Kursdifferenzen betreffen.

V. Sonstige Angaben

1. Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr von folgendem hauptberuflichen Geschäftsführer vertreten:

Herr Torsten Kappel, Hamburg, Dipl.-Ing.

2. Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 51 Mitarbeiter (Vorjahr: 57), davon im Durchschnitt 39 Männer und 12 Frauen.

3. Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist die DNV SE, Hamburg.

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts war die DNV SE zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die DNV Group AS, Hovik/Norwegen, in ihrer Eigenschaft als Konzernleitung zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung nach § 3-9 des Norwegischen Accounting Act and Regulations on Simplified IFRS (in der vom norwegischen Finanzministerium beschlossenen Fassung vom 7. Februar 2022) nach den IFRS für die DNV SE erstellt; dieser wird im Unternehmensregister offengelegt. Der Konzernabschluss der DNV Group AS wird seinerseits in den Konzernabschluss der Stiftelsen Det Norske Veritas, Hovik/Norwegen, als höchster Konzernspitze einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann bei DNV (Corporate Communications), P.O. Box 300, 1322 Hovik/Norwegen, angefordert werden.

4. Nachtragsbericht

Für einen Zeitraum von zwölf Monaten ab Feststellung des Jahresabschlusses 2023 hat sich der Konzern zur Sicherung der erforderlichen Liquidität mittels einer Patronatserklärung verpflichtet.

 

Rostock, den 15.06.2024

DNV Maritime Software GmbH

Die Geschäftsführung

Torsten Kappel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Programme 456.309 0 0 0 456.309
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 307.123 81.515 0 0 388.638
763.432 81.515 0 0 844.947
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Programme 456.309 0 0 456.309 0 0
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 279.793 27.713 0 307.506 81.132 27.330
736.102 27.713 0 763.815 81.132 27.330

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 / Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird festgestellt und genehmigt.

Aufgrund des mit der DNV SE seit dem 14. Dezember 2016 geschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wird das Ergebnis wie folgt verwendet:

Jahresergebnis vor Ergebnisabführung: EUR 439.974
./. Gewinnabführung: EUR - 439.974
Jahresergebnis nach Ergebnisabführung: EUR 0

 

Hamburg, 19. Juli 2024

DNV SE

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