Kawasaki Robotics GmbH

Im Taubental 32, 41468 Neuss, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 8188
Eingetragen
26.6.2002
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Herstellung und Verkauf von Robotern und Automationssystemen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Shuhei Kuraoka
seit 6.3.2023
Geschäftsführer
Makoto Tanami
seit 25.8.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kawasaki Heavy Industries Ltd.JPN
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Kawasaki Heavy Industries Ltd.
Japan
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kawasaki Robotics GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024
EUR
31.03.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 65.764,00 103.803,00
2. Geleistete Anzahlungen 269.416,46 226.908,96
335.180,46 330.711,96
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 749.279,95 918.598,06
1.084.460,41 1.249.310,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 30.440.404,52 31.153.982,11
2. Geleistete Anzahlungen 133.602,70 320.059,79
30.574.007,22 31.474.041,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.420.246,39 18.017.013,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 592.036,10 568.637,14
davon aus Lieferung und Leistung gegen Gesellschafter EUR 355.627,67
(Vj. EUR 317.449,45)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.281.155,38 1.512.218,59
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 197.490,98 (Vj. EUR 193.602,98)
17.293.437,87 20.097.868,81
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.831.229,88 4.061.064,16
49.698.674,97 55.632.974,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.718,12 81.489,69
50.879.853,50 56.963.774,58

Passiva

31.03.2024
EUR
31.03.2023
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Kapitalrücklage 255.645,94 255.645,94
III. Gewinnvortrag 12.629.903,12 12.067.421,50
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -1.209.706,60 1.000.481,62
11.931.488,40 13.579.195,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 163.322,29 429.201,80
2. Sonstige Rückstellungen 775.528,51 1.083.413,17
938.850,80 1.512.614,97
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 230.676,21 215.523,05
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 230.676,21 (Vj. EUR 215.523,05)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 906.154,42 757.843,53
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 906.154,42 (Vj. EUR 757.843,53)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.452.100,42 39.624.815,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 36.452.100,42 (Vj. EUR 39.624.815,48)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter EUR 26.525.538,14 (Vj. EUR 33.401.893,58)
davon aus Lieferungen und Leistung EUR 26.310.244,77 (Vj. EUR 33.419.758,14)
davon aus Zinsaufwendungen EUR 215.293,37 (Vj. EUR 0,00)
davon aus Cash-Pool EUR 9.905.593,97 (Vj. EUR 6.205.057,34)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 145.761,94 1.023.207,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 145.761,94 (Vj. EUR 1.023.207,93)
davon aus Steuern EUR 81.340,00 (Vj. EUR 932.172,51)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 17.766,05 (Vj. EUR 23.342,26)
37.734.692,99 41.621.389,99
D. Rechnungsabgrenzungsposten 274.821,31 250.574,62
50.879.853,50 56.963.774,58

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

01.04.2023 -31.03.2024
EUR
01.04.2022 -31.03.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 49.822.410,38 62.339.176,13
2. Sonstige betriebliche Erträge 548.566,08 681.296,31
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 234.238,16 (Vj. EUR 426.237,86)
50.370.976,46 63.020.472,44
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -39.135.967,35 -49.504.409,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -723.461,36 -658.870,82
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.842.704,35 -5.617.250,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.004.848,87 -1.000.296,81
davon für Altersversorgung EUR 15.917,68 (Vj. EUR 15.578,62)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -323.669,95 -344.937,26
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.085.238,77 -4.141.085,24
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 461.242,88 (Vj. EUR 403.780,93)
-51.115.890,65 -61.266.850,44
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 32,12 8,18
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -554.780,05 -62.235,02
-554.747,93 -62.226,84
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 95.369,32 -687.669,54
10. Ergebnis nach Steuern -1.204.292,80 1.003.725,62
11. Sonstige Steuern -5.413,80 -3.244,00
12. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -1.209.706,60 1.000.481,62

Anhang zum 31. März 2024

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG in Euro aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Registerinformation

Die Gesellschaft ist unter der Firma Kawasaki Robotics GmbH mit Sitz in Neuss im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter der Nummer HRB 8188 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

(1) Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

(2) Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

(3) Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den jeweils niedrigeren Marktpreisen angesetzt.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen berücksichtigt.

(5) Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

(6) Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben (Passivseite: Einnahmen) vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand (Passivseite: Ertrag) für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

(7) Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) gebildet, mit denen die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird, oder die sie zur Abdeckung der Risiken benötigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

(8) Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

(9) Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts, da es einen aktiven latenten Steuerüberhang gibt.

(10) Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet, da die Restlaufzeiten wie im Vorjahr jeweils unter einem Jahr lagen.

(11) Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke für Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

(2) Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen Industrie-Roboter sowie Teile, die für die Ersatzteil-Bevorratung erforderlich sind.

(3) Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche für Vorsteuer, Einfuhrumsatzsteuer sowie Ertragsteuern und Mietkautionen.

(4) Die Forderungen haben wie im Vorjahr im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(5) Der Gewinnvortrag hat sich um TEUR 562 auf TEUR 12.630 erhöht. Diese Veränderung setzt sich aus der Zuführung des Vorjahresüberschusses, verringert um eine Dividendenzahlung im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 438 zusammen.

(6) Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten, Jahresabschlusskosten, Gewährleistungsleistungen und sonstige ausstehende Rechnungen gebildet.

(7) Die Steuerrückstellungen betreffen die noch ausstehenden Steuerzahlungen der Gesellschaft.

(8) Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gliedern sich nach Tätigkeiten wie folgt:

1. April 2023- 31. März 2024
EUR
1. April 2022-31. März 2023
EUR
Umsatzerlöse mit Robotern 36.128.043,42 46.880.579,49
Umsatzerlöse mit Teilen 10.668.790,66 12.604.412,96
Umsatzerlöse durch Serviceleistungen 3.025.576,30 2.854.183,68
49.822.410,38 62.339.176,13

(9) In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Verwaltungskosten für aus Japan entsandte Mitarbeiter enthalten, die an den Mutterkonzern weiterbelastet wurden mit TEUR 204 (VJ TEUR 192).

(10) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Werbemaßnahmen inklusive Messen TEUR 815 (VJ TEUR 623), Miet- und Leasingaufwendungen inklusive Nebenkosten TEUR 795; (VJ TEUR 770), Reisekosten TEUR 406 (VJ TEUR 383), Rechts- und sonstige Beratungs- und Prüfungsaufwendungen TEUR 349 (VJ TEUR 323) und Wartungs- und Gewährleistungsaufwendungen TEUR 251 (VJ TEUR 272).

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.210 mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 12.630 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Aufwendungen für Miet- und Leasingverpflichtungen für das Geschäftsjahr 2024 und die folgenden Geschäftsjahre belaufen sich auf TEUR 4.785. Hiervon entfallen TEUR 1.182 auf einen Büromietvertrag, der für die gesamte Laufzeit von zehn Jahren durch das Mutterunternehmen abgesichert ist und für die Schwestergesellschaft Medicaroid Europe GmbH, Düsseldorf, mit voller Kostenerstattung abgeschlossen wurde.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2032. Sie dienen dem Zweck der Schonung der Liquidität bzw. der zeitlichen Verteilung der Auszahlungen über den Zeitraum der Nutzung. Diesem Vorteil steht das Risiko der Bindung an eine festgelegte Vertragslaufzeit gegenüber.

Zudem ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von mindestens TEUR 510 aus dem Servicevertrag mit dem Lagerverwalter, der mindestens bis Juni 2025 läuft. Die Mindestvergütung beläuft sich umsatzunabhängig auf TEUR 34 monatlich.

Mitglieder der Geschäftsführung im Geschäftsjahr

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an

- Makoto Tanami, Geschäftsführer Kawasaki Robotics GmbH , Hyogo, Japan

- Shuhei Kuraoka, Geschäftsführer Kawasaki Robotics GmbH, Düsseldorf

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da ausschließlich der aktive Geschäftsführer Herr Kuraoka Bezüge von der Gesellschaft erhält.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu marktunüblichen Konditionen durchgeführt.

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar für die Prüfung des Einzelabschlusses beträgt für das aktuelle Berichtsjahr TEUR 50. Das Honorar für im aktuellen Berichtsjahr erbrachte Steuerberatungsleistungen beläuft sich auf TEUR 39.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beläuft sich auf:

1. April 2023- 31. März 2024 1. April 2022-31. März 2023
Vertrieb 14 15
Verwaltung 21 18
Service 38 40
73 73

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Kawasaki Heavy Industries Ltd., Akashi, Japan, einbezogen, der am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich ist (kleinster und größter Kreis).

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkung auf den Jahresabschluss zum 31. März 2024 haben könnten. Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

 

Neuss, 10. Juni 2024

Kawasaki Robotics GmbH

Die Geschäftsführung

Shuhei Kuraoka

Makoto Tanami

Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 31. März 2024

1. Konjunkturelle Lage 2023

Weltwirtschaftliches Umfeld

Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verzeichnete die Gesamtwirtschaft im Jahr 2023 ein Wachstum von +5,2 Prozent, während die weltweite Inflationsrate bei geschätzten +6,8 Prozent lag. Die pandemiebedingten Störungen in den Wertschöpfungsketten nahmen im Laufe des Jahres 2023 sukzessive ab. Obwohl die Inflationsraten im Jahresverlauf in den meisten Ländern zurückgingen, lagen sie größtenteils immer noch über dem angestrebten Niveau. Die Zentralbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, was zu einer weiteren Erhöhung der Kreditkosten in mehreren Ländern führte. Die negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa weiterhin spürbar. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent, und die Industrieproduktion entwickelte sich mit real +0,9 Prozent äußerst schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück, wobei nur in den USA ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden konnte. In China belastete der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. [1]

Deutsche Konjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, welches fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Als stützend für die Wirtschaft erwiesen sich die meisten Dienstleistungsbereiche im vergangenen Jahr, die ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten konnten.[2]

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro.[3]

Robotik

Deutschland dominiert den europäischen Robotermarkt bei weitem. Weltweit rangiert Deutschland auf dem fünften Platz in Bezug auf die Anzahl der betriebenen Industrieroboter, hinter den Vereinigten Staaten, der Republik Korea, Japan und China. Die Robotik- und Automatisierungsbranche in Deutschland erwartet für 2023 einen Umsatzanstieg von 13 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro. Im Jahr 2022 verzeichneten Unternehmen bereits ein Umsatzwachstum von 5 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro. Laut Frank Konrad, dem Vorsitzenden von VDMA Robotik + Automation, sind die Auftragsbücher gut gefüllt. Während der Pandemie haben Anbieter große Lagerbestände aufgebaut, die nun nach und nach abgearbeitet werden, da die Engpässe in den Lieferketten nachlassen.[4]

2. Konjunkturelle Aussichten 2024

Weltwirtschaft

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen frühzeitiger senken.[5]

Deutsche Konjunktur

Die deutsche Bundesregierung betrachtet die erwartete Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 als geringfügig. Dieser Anstieg wird jedoch durch geopolitische Krisen und geldpolitische Straffungen belastet, was die erwartete Erholung beeinträchtigt. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Dennoch bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt unter Druck. Die Bundesregierung beabsichtigt, dieser aktuellen Schwächephase mit umfassenden und gezielten Maßnahmen entgegenzuwirken. Das Hauptziel besteht darin, den Wirtschaftsstandort zu stärken, beispielsweise durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft vorsieht. Durch diese Entlastungen soll die Investitionsdynamik erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Anreize für Innovationen zu schaffen, ist unter anderem geplant, die Forschungszulage zu erhöhen. Darüber hinaus soll die übermäßige Bürokratie, insbesondere bei der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland, reduziert werden.[6]

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Das Jahr 2024 wird voraussichtlich erneut eine Herausforderung für den Maschinenbau in Deutschland darstellen, während die Belastungen und Herausforderungen im Wesentlichen die gleichen sind wie schon zu Beginn des Jahres 2023. Die Volkswirte des VDMA erwarten einen Rückgang der realen Produktion um 4 Prozent, verglichen mit einem erwarteten Rückgang von 2 Prozent im Vorjahr. Diese Prognose ist mit erheblichen Unsicherheiten verbunden, da die weitere wirtschaftliche Entwicklung von zahlreichen Faktoren abhängt, die derzeit nur bedingt einzuschätzen sind. Die Weltkonjunktur befindet sich weiterhin in einer Flaute, und die Stimmung in den Unternehmen des Maschinenbaus bleibt bestenfalls verhalten, wie das ifo-Geschäftsklima zeigt. Insbesondere sind die Erwartungen aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen als pessimistisch anzusehen. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real im Vergleich zum Vorjahr) setzt den Trend der schwachen Monate zum Jahresende 2023 nahtlos fort.[7]

Robotik

Die Automatisierung wird zukünftig sowohl im produzierenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor Deutschlands eine entscheidende Rolle spielen. Heutzutage stammen 70 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung aus dem Dienstleistungsbereich. Besonders dringlich ist der Bedarf an Servicerobotik, um trotz des Mangels an Arbeitskräften die Produktivität aufrechtzuerhalten, beispielsweise durch den Einsatz von Laborautomation. Die Nachfrage nach Robotik und Automation in der Fertigung wird auch durch bedeutende Transformationsprozesse vorangetrieben. Die Automobilindustrie entwickelt derzeit neue Fertigungstechniken für Elektroautos. Um den Klimaschutz voranzutreiben, ist der Ausbau erneuerbarer Energien von entscheidender Bedeutung, was eine kostengünstige und hoch automatisierte Massenproduktion von Green-Tech-Produkten wie Brennstoffzellen erfordert. In allen Branchen ist es von Bedeutung, nachhaltiger zu wirtschaften, die Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu erhalten und den Fachkräftemangel auszugleichen. Daher wird die Initiative des Zukunftsrats des Bundeskanzlers zur Stärkung von Robotik und Automation in Deutschland von der Branche begrüßt.[8]

3. Geschäftsmodell

Die Kernaktivität des Unternehmens Kawasaki Robotics GmbH konzentriert sich auf den Verkauf von Industrierobotern, die von der Muttergesellschaft, Kawasaki Heavy Industries, Ltd., Japan, produziert und bezogen werden, sowie auf Produkt- und Anwendungsunterstützung, Training, Kundendienst und Service sowie den Verkauf von Teilen und Zubehör. Die Eröffnung der Betriebsstätte in Paris, Frankreich, im Jahr 2019, die all diese Leistungen lokal abdeckt, ermöglichte eine bessere Betreuung eines der größten europäischen Märkte. Im Jahr 2021 wurde zudem eine Zweigniederlassung mit Fokus auf technischem Support und Produktentwicklung in Leutenbach, Baden-Württemberg, eröffnet.

Das Vertriebsgebiet des Unternehmens erstreckt sich hauptsächlich über Kontinentaleuropa, einschließlich der mittel- und osteuropäischen Länder, den Nahen und Mittleren Osten und Afrika. Die Vertriebsstruktur von Kawasaki Robotics GmbH umfasst neben dem Direktvertrieb auch die strategische Zusammenarbeit mit unabhängigen Distributoren, die lokal in bedeutenden europäischen Ländern den Markt für Industrierobotern abdecken. Darüber hinaus wurden für bestimmte Teilregionen dieser Märkte zentrale Vertriebszentren, sogenannte Hubs, eingerichtet, um die Bedürfnisse der allgemeinen Industrie direkt vor Ort zu erfüllen. Dies beinhaltet die gezielte Zusammenarbeit mit einzelnen Hub-Partnern, die strategisch wichtige regionale Gebiete bedienen können. Diese Hub-Partner werden direkt von Kawasaki Robotics GmbH beliefert, und der Verkauf an lokale Distributoren erfolgt durch den jeweils zuständigen Hub-Partner.

4. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

A. Ertragslage

Im Wirtschaftsjahr 2023 erzielte Kawasaki Robotics GmbH einen Gesamtumsatz (finanzieller Leistungsindikator) von insgesamt TEUR 49.822. Obwohl dies einen Rückgang von 20,1 % gegenüber dem direkten Vorjahr 2022 bedeutete, verzeichnete das Unternehmen 2023 dennoch einen Zuwachs von 7,8 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021. Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 (+34,8 %) war vornehmlich Nachholeffekten aus dem abnehmenden Einfluss der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft geschuldet. Eine frühe Prognose des Vorjahres für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 sah Umsatzerlöse auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 vor, was jedoch nicht erreicht werden konnte. Daher wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 die Prognose stetig den tatsächlichen Geschäfts- und Marktentwicklungen angeglichen und sukzessive reduziert. Ursächlich für diese Entwicklung war insbesondere, dass die Corona-Nachholeffekte in der Branche und die darauf basierende, optimistische Umsatzprognose zu einer höheren Bevorratung führten, da eine schnelle Lieferfähigkeit als Wettbewerbsvorteil gesehen wurde. Die positiven Auswirkungen im Absatzmarkt hielten jedoch nicht lang genug an, um die erhöhten Bestände in 2023 planmäßig abzuverkaufen. Dadurch musste eine erhebliche Bestandsabwertung (TEUR 1.812) vorgenommen werden, die das Jahresergebnis in 2023 stark belastete und letztendlich der entscheidende Faktor im Hinblick auf das deutlich negative Jahresergebnis war.

Verglichen mit dem starken Geschäftsjahr 2022, verzeichneten die Umsatzsparten folgende Entwicklungen. Der Umsatz aus dem Verkauf von Robotern verringerte sich um 22,8 %, während der Umsatz aus dem Verkauf von Teilen im gleichen Zeitraum um 15,9 % zurückging. Dagegengestellt verzeichnete der Umsatz aus dem After-Sales Servicegeschäft einen Anstieg von 6,0 % im selben Vergleichszeitraum. Diese Sparte repräsentiert einen entscheidenden Aspekt der langfristigen Kundenbindung und trägt maßgeblich zum langfristigen Erfolg des Unternehmens bei.

Der konjunkturellen Entwicklung folgend stieg der Personalaufwand des Unternehmens um 4,0% auf TEUR 5.842 gegenüber dem Vorjahr. Der Materialaufwand sank im Geschäftsjahr 2023 infolge des Umsatzrückgangs um 20,9 % im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt TEUR 39.136. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um insgesamt 1,3 % reduziert werden.

Im Vorjahr, dem Geschäftsjahr 2022, stieg der Gewinn vor Steuern um 40,7 % auf TEUR 1.691 verglichen zum Geschäftsjahr 2021. Im aktuellen Geschäftsjahr 2023 wurde insgesamt ein Verlust vor Steuern in Höhe von TEUR 1.300 verzeichnet , vor allem bedingt durch die Erhöhung der Abwertung auf Roboterbestände um TEUR 1.789.

Trotz periodenbedingter Schwankungen in der Betrachtung der vergangenen Geschäftsjahre konnte insgesamt im Geschäftsjahr 2023 eine Umsatzentwicklung von plus 7,8 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 erzielt werden. Allerdings blieb diese Entwicklung hinter dem der Robotik- und Automatisierungsbranche in Deutschland zurück, die sich weiterhin im Wachstum befindet. Der Aufbau des Roboterbestands in Deutschland, sollte nach Einschätzung des Managements dem Unternehmen ermöglichen, sein Kerngeschäft im Vertrieb effizienter zu gestalten und einen regionalen Wettbewerbsvorteil durch schnelle Reaktions- und kurze Lieferzeiten zu erzielen. Auf der anderen Seite können diese Vorteile, sofern Kundenbestellungen nicht im geplanten Umfang und zeitlichem Anfall im jeweiligen Geschäftsjahr eingehen, auch Aufwendungen in Form von erhöhten Lagergebühren und hohen Abwertungen auf Roboterbestände verursachen, die das Unternehmensergebnis im Geschäftsjahr 2023 negativ beeinflusst haben.

Insbesondere vor diesem strategischen Hintergrund war die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung isoliert betrachtet nachvollziehbar und notwendig, um das Vertriebsgeschäft für die nächsten Jahre weiterhin vorteilhaft für die Bedürfnisse des Marktes zu positionieren.

B. Vermögens- und Finanzlage

Die Investitionen im Geschäftsjahr 2023 konzentrierten sich größtenteils auf Software- und SAP Datenbankaktualisierungen sowie allgemeine Ersatzinvestitionen für den laufenden Betrieb. Die immateriellen Vermögenswerte des Unternehmens stiegen um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Für das folgende Geschäftsjahr sind auch weitere Investitionen in diesem Bereich geplant. Zusätzlich werden notwendige Investitionen getätigt, um den zukünftigen gesetzlichen Anforderungen und Digitalisierungsprojekten, beispielsweise hinsichtlich Datensicherheit und CSRD-Berichterstattungen, gerecht zu werden. Diese Investitionen werden einen Mehrwert sowohl für das Unternehmen als auch für die Stakeholder des Unternehmens schaffen, da sie die Transparenz und das Vertrauen stärken.

Die Eigenkapitalquote in Höhe von 23,5 % blieb im Geschäftsjahr 2023 mit einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr trotz des negativen Jahresergebnisses relativ stabil. Gleichzeitig sind die Verbindlichkeiten des Unternehmens insgesamt um 9,3% auf TEUR 37.734 gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 14,4% gegenüber dem Vorjahr 2022 geringer. Beides spiegelt den Rückgang der Geschäftstätigkeit wider.

Um potentielle Liquiditätsrisiken proaktiv zu adressieren, nimmt Kawasaki Robotics GmbH an dem seit Januar 2016 bestehenden Cash Management System (CMS) eines verbundenen Unternehmens teil und verfügt in diesem Zusammenhang über eine jederzeit abrufbare Kreditlinie von bis zu EUR 10 Mio. Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Mutterhaus in Höhe von EUR 15 Mio. unabhängig von ihrer tatsächlichen Fälligkeit bis zum 30. Juni 2025 gestundet.

Aus den durchgeführten Liquiditätsanalysen und vorhandenen Finanzierungszusagen leiten wir daher ab, dass im Zusammenhang mit den aktuellen und mittelfristigen Zahlungsverpflichtungen keine bestandsgefährdenden Risiken für das Unternehmen vorliegen.

5. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung, Prognose für das Geschäftsjahr 2024

Der Hauptteil der Umsätze der Gesellschaft wird über die wesentlichen Distributoren und Hub-Partner erzielt. Zum 31. März 2023 entfielen 39,1 % (Vorjahr: 39,3 %) der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf einen spezifischen Kunden. Diese anhaltende Stabilität langfristiger Kundenbeziehungen ist ein Zeichen für den Wettbewerbsvorteil von Kawasaki Robotics GmbH, birgt jedoch auch Risiken von Abhängigkeiten. Um dieses potentielle Risiko des Verlustes von einem oder mehreren Distributoren oder Hub-Partnern als Großkunden entgegenzuwirken, erweitert das Unternehmen kontinuierlich den Vertrieb in den eigenen Vertriebsregionen und arbeitet mit verschiedenen Distributoren und Hub-Partnern in anderen europäischen Ländern zusammen, um die Abhängigkeit von einzelnen Partnern zu reduzieren. Die Reduzierung des direkten Kundenstamms aufgrund der Etablierung der Hub-Struktur für die allgemeine Industrie bietet große Effizienzsteigerungen und lokale Standortvorteile. Darüber hinaus ermöglicht sie eine beträchtliche Erweiterung des indirekten Kundenstamms, einschließlich lokaler Distributoren, was dem Unternehmen die Erschließung von Märkten ermöglicht, die sonst kurz- bis mittelfristig nicht oder nur schwer zugänglich gewesen wären. Potenziell entstehenden Wechselkursrisiken werden entgegengewirkt, indem Geschäftstransaktionen vornehmlich in einer Währung durchgeführt werden.

Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bestimmten zyklischen Auf- und Abschwüngen unterliegt. Deshalb wird sie weiterhin Vorräte in angemessenem Umfang bereithalten und die Überwachung der Mittelflüsse verstärken, um Unsicherheiten entgegenzuwirken und auf plötzliche Änderungen der Konjunktur und Märkte angemessen reagieren zu können. Außerdem beobachtet Kawasaki Robotics GmbH stets die bevorstehenden relevanten makroökonomischen Veränderungen, zum Beispiel im Automobilgeschäft, politische Veränderungen wie Handelskriege und Steueränderungen sowie weitere Entwicklungen nationaler und internationaler Tragweite und deren (potenzielle) kurz- und mittelfristige Auswirkungen. Das Management sieht keines dieser Risiken als bedeutend genug an, um den Fortbestand des Unternehmens gefährden zu können.

Die Geschäftsführung findet Potenziale und begegnet der Nachfrage nach Industrierobotern, indem sie Regionen und Industriesegmente genaustens beobachtet. Die Industrie ist insgesamt von einem Mangel an Arbeitskräften und Spezialisten geprägt. Eine Steigerung der Produktivität und Effizienz sowie eine gleichbleibend hohe Qualität der Produktion und die Kompensation einer allgemeinen Erhöhung der Arbeits- und Materialkosten müssen zwingend durch eine strategische Automatisierung der Produktionsschritte kompensiert werden. Hinzukommend wirkte sich die Corona-Pandemie und globale Lieferkettenproblematik positiv auf den Automatisierungstrend aus. Unternehmen streben nach mehr Produktionssicherheit durch lokale, kostenoptimierte Fertigung. Weiterhin gerät die Robotik in allen hygienekritischen Arbeitsfeldern in den Fokus von Modernisierungskonzepten.

Das Unternehmen unterliegt einem Beschaffungsrisiko, das sich einerseits auf das Mengen- und andererseits auf das Preisgerüst erstreckt. Bereits zu Anfang der Corona-Pandemie im Jahr 2020 manifestierten sich Lieferengpässe verschiedenster Rohstoffe und (Zwischen-) Produkte in den unterschiedlichsten Branchen weltweit mit erheblichen Auswirkungen auf die meist globalen Lieferketten, die sich durch den Ukrainekrieg teils weiter verschärft haben und/oder erneut entfacht wurden. Dies hat einen kontinuierlichen Beitrag zur im Berichtsjahr und aktuell nach wie vor hohen Inflation geleistet, die mit deutlichen Anstiegen der Einkaufspreise einhergegangen ist. Absatzseitig kann diese Entwicklung die Geschäftstätigkeit des Unternehmens negativ beeinflussen, indem Kunden geplante Investitionen potenziell verschieben, ihnen entsprechende Auftragseingänge ausbleiben oder bestehende Aufträge eingefroren werden könnten. Einkaufseitig erhöht sich analog das Risiko, dass aufgrund von Lieferschwierigkeiten die Zulieferer des Unternehmens Roboter oder Roboterteile nicht zeitgerecht eingekauft und dadurch bedingt Kundenaufträge nicht abgearbeitet werden können und/oder sich durch Erhöhung der Einkaufspreise einerseits sowie der Gemeinkosten andererseits nur geringere Margen realisieren lassen. Das Unternehmen entgegnet dem Risiko von Lieferengpässen insbesondere mit einem erhöhten Lagerbestand und lokalen Standortvorteilen.

Die vornehmlich im Rahmen der Inflationsbekämpfung steigenden (Leit-)Zinsen erschweren zunehmend den Zugang zu Fremdkapital Dies könnte die Geschäftstätigkeit des Unternehmens negativ beeinflussen, wenn Kunden aufgrund dessen geplante Investitionen verschieben oder zahlungsunfähig werden.

Zu Ende des Berichtsjahres war der Auftragseingang tendenziell leicht rückläufig. Unter Berücksichtigung des bestehenden Auftragsbestands und des geschäftsbedingt unterjährig grundsätzlich schwankenden Auftragseingangs erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 Umsätze (finanzieller Leistungsindikator) ungefähr auf Niveau des Berichtsjahres in Höhe von ca. TEUR 50.000. Wir gehen nicht davon aus, dass erneut Abwertungen auf Vorräte in der gleichen Größenordnung wie im Geschäftsjahr 2023 anfallen werden und erwarten daher ein Jahresergebnis von ca. TEUR 900.

Diese Prognose erfolgt unter der Annahme, dass sich weiterhin keine wesentlichen makroökonomischen Auswirkungen negativ auf das Geschäft des Unternehmens ergeben und sich darüber hinaus keine weiteren wesentlichen Risiken manifestieren.

6. Angabe zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten

Das Unternehmen tätigt keine eigene Forschung und Entwicklung (F&E) und ist auch nicht produzierend tätig. Produktion und F&E werden von der Kawasaki Heavy Industries Ltd., Akashi, Japan, übernommen.

Dennoch werden kleine F&E-Projekte vor Ort durchgeführt, um speziellen Kundenwünschen oder allgemeinen lokalen Marktanforderungen entgegenzukommen. Diese F&E-Projekte unterstützen im Wesentlichen bestehende Produkte und stehen nicht im Zusammenhang mit vollständigen Neuentwicklungen, die normalerweise mit einem erhöhten Marktrisiko verbunden sind.

 

Neuss, den 10. Juni 2024

Kawasaki Robotics GmbH

Die Geschäftsführung

Shuhei Kuraoka

Makoto Tanami

[1] Quelle: VDMA; Internationaler Währungsfonds

[2] Quelle: VDMA

[3] Quelle: Statistisches Bundesamt, ifo Institut, VDMA

[4] Quelle: VDMA, Presseinformation 14.06.2023; IFR Word Robotics: Industrial Robots 2023

[5] Quellen: VDMA, IMF World Economic Outlook Update January 2024

[6] Quellen: VDMA, Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

[7] Quellen: VDMA, ifo Institut

[8] Quelle: VDMA, Presseinformation 14.06.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kawasaki Robotics GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kawasaki Robotics GmbH, Neuss - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kawasaki Robotics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 14. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Vlachos, Wirtschaftsprüfer

Hertel, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Gesellschaft hat mit Gesellschafterversammlung vom 29. Oktober 2024 beschlossen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

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