Binks Reinhardt-Technik GmbH

Waldheimstraße 3, 58566 Kierspe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Iserlohn HRB 3291
Vorher
Reinhardt Verwaltungsgesellschaft mbH.Reinhardt-Technik GmbH
Eingetragen
19.6.1975
Branche
Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung und der Handel mit Maschinen oder ähnlichen Artikeln sowie die Durchführung von Ingenieurplanungen und Montageaufträgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter David White
seit 27.8.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Christian Hose
seit 2.11.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Binks Germany GmbH
Germany
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reinhardt-Technik GmbH

Kierspe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24


1. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 Allgemeines


Die Kernkompetenz der Reinhardt-Technik GmbH ist die Verarbeitung von Flüssigkunststoffen für Anwendungen in den Bereichen Kleben und Dichten, Vergusstechnologie sowie Oberflächenbehandlung. In diesen Bereichen werden für die Industrie Misch- und Dosiersysteme angeboten. Zu den Absatzmärkten der Gesellschaft gehören EMEA mit einem Gebietsvertrieb mit eigenen Mitarbeitern in Deutschland und Händlern im restlichen Europa sowie den Regionen Amerika und Asien. Die wesentlichen Ziel-Kundensegmente, in denen ca. 80 % des Umsatzes erzielt werden, sind die allgemeine Industrie, Automobil-/Automobilzulieferindustrie, Glas, erneuerbare Energien, Transport und Logistik und weiße Ware. Die Gesellschaft ist seit 2012 Teil der Wagner Gruppe (Wagner International AG) mit Sitz in Altstätten/Schweiz und wird in deren Konzernabschluss einbezogen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Nach den notwendigen Re-Engineering Aktivitäten zur Absicherung der Lieferfähigkeit auf Grund der Beschaffungskrise im Jahr 2022 konnten wir uns im Jahr 2023 wieder auf Neuentwicklungen fokussieren. Schwerpunkte waren die Fertigentwicklung und Markteinführung einer neuen Applikationspistole für die EcoStar sowie die Markteinführung von zwei neuen Vecdos Dosiereinheiten mit 300 ccm und 700 ccm. Darüber hinaus wurde der Designbaukasten für standardisierte Lösungen weiterentwickelt. Weiterhin sind die Qualitätssteigerung und Effizienzerhöhung der Geräte, die Automatisierung von Abläufen sowie die Digitalisierung des Produktportfolios mit Blick auf Konnektivität und moderne Bedienmethoden ein Haupttreiber in der Entwicklung. Die im Geschäftsjahr 2023/24 erfolgswirksam erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung belaufen sich auf 576 TEUR (Vorjahr: 421 TEUR). Im Jahr 2023 haben wir Forschungszulagen nach dem Forschungszulagengesetz (FZulG) für die Jahre 2020, 2021 und 2022 beantragt. Die Zulagen wurden per Bescheid festgesetzt und das Volumen beträgt insgesamt 87 TEUR (2020: 30 TEUR, 2021: 29 TEUR, 2022: 28 TEUR). Im Bereich Forschung und Entwicklung waren im Durchschnitt sieben Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: vier Arbeitnehmer).

1.3 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2023/24 81 (Vorjahr: 78) Personen, zuzüglich zwei Geschäftsführern und vier (Vorjahr: vier) Auszubildenden.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen


Zum Vergleich der allgemeinen Geschäftsentwicklung wird, auf Grund der diversifizierten Kundensegmente, auf die Daten des Statistischen Bundesamtes Bezug genommen. Nach dessen Veröffentlichungen zur Konjunkturlage lag die Produktionsleistung des verarbeitenden Gewerbes im Jahr 2023 durchschnittlich um 1,6% unter dem Vorjahr [1] und setzte damit den Trend des vorangegangenen Zeitraums 2022 (-1,0%) fort. Bei den Auftragseingängen des verarbeitenden Gewerbes aus dem In- und Ausland war die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage noch deutlicher zu beobachten: Im Durchschnitt des Jahres 2023 verringerte sich der Wert der Auftragseingänge der Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr [2] um 3,2%, während bei derselben Betrachtung im Jahr 2022 noch eine Erhöhung von 5,8% verzeichnet wurde.

2.2 Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,5% zurückgegangen, der Umsatz dagegen um 24,3% gestiegen. Für das Geschäftsjahr 2023/24 war ein deutliches Umsatzwachstum erwartet worden. Die Umsatzentwicklung war etwas höher als erwartet und hat wesentlich dazu beigetragen, das Geschäftsjahr mit einem positiven Jahresergebnis abzuschließen. Prognostiziert worden war ein ausgeglichenes Jahresergebnis.

Angesichts des wirtschaftlichen Umfelds ist die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf und der Lage der Gesellschaft zufrieden.

2.3 Vermögenslage

Die folgenden Ausführungen geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Jahresergebnis die für die interne Steuerung der Gesellschaft bedeutsamsten Leistungsindikatoren darstellen.

Die Bilanzsumme beläuft sich auf 7.790 TEUR (Vorjahr: 7.784 TEUR).

Die Zugänge im Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2023/24 bestanden aus einer Vielzahl an kleineren Positionen und belaufen sich auf insgesamt 91 TEUR. Unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewegt sich das Anlagevermögen mit 1.652 TEUR im Wesentlichen auf dem Niveau des Vorjahres (1.763 TEUR).

Der Geschäftsverlauf 2023/24 mit einer deutlichen Steigerung des Umsatzes führte zu einer Erhöhung der Lagerbestände auf 3.574 TEUR (Vorjahr: 3.337 TEUR). Die Lagerbestände sind damit weiterhin auf einem hohen Niveau und haben sich durch Zulauf aus Rahmenvereinbarungen sogar nochmals erhöht. Gleichzeitig sind durch den höheren Umsatz die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 1.792 TEUR (Vorjahr: 1.018 TEUR) gestiegen. [3] Der deutliche Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus einem überdurchschnittlich hohen letzten Umsatzmonat des Geschäftsjahres. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf 362 TEUR (Vorjahr: 582 TEUR) gesunken und liegen nach einem Anstieg im Vorjahr wieder auf einem historisch üblichen Niveau.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens auf 831 TEUR (Vorjahr: 1.060 TEUR) gesunken. [4]
2.4 Finanzlage

Die Reinhardt-Technik GmbH weist zum 31. Januar 2024 ein Eigenkapital in Höhe von 1.297 TEUR aus (Vorjahr: 1.290 TEUR). Der Anstieg resultiert aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 7 TEUR. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Bilanzstichtag unverändert auf 16,6%.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich über das Mutterunternehmen J. Wagner GmbH, Markdorf. Zu diesem Zweck hat die Muttergesellschaft eine in der Höhe unbegrenzte Unterstützungserklärung mit einer Laufzeit bis 31. Januar 2026 abgegeben. Zum 31. Januar 2024 hat die Reinhardt-Technik GmbH ein Darlehen in Höhe von 4.700 TEUR in Anspruch genommen (Vorjahr: 4.700 TEUR). Das Darlehen wird mit 3-Monats-Euribor plus einem festen Aufschlag von 0,75% verzinst.

Die Geschäftsführung lässt sich wöchentlich über die Liquidität des Unternehmens berichten. Für den Fall, dass sich ein Liquiditätsengpass im Rahmen der monatlichen Liquiditätsvorschau abzeichnen würde, ist es in der Wagner Gruppe üblich, vorrangig eine gruppeninterne Finanzierung zu nutzen. Die Gesellschaft kann im Rahmen der von der Muttergesellschaft ausgestellten Unterstützungserklärung mit 14-tägiger Vorlaufzeit den Darlehensbetrag erhöhen. Zudem besteht eine zeitlich unbeschränkte Kreditlinie bei der Deutschen Bank für kurzfristigen Liquiditätsbedarf in Höhe von 1.500 TEUR (Vorjahr: 1.500 TEUR).

Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 338 TEUR (Vorjahr: 1.017 TEUR). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die zum Ende des Geschäftsjahres gestiegenen Forderungen sowie höhere Lagerbestände zurückzuführen. Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gewährleistet und wird nach Einschätzung der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der vorhergehend beschriebenen Maßnahmen des Gesellschafters auch für die Dauer des Prognosezeitraums aufrechterhalten werden, da die Gesellschaft eine zentrale Bedeutung für den Geschäftsbereich "Industrial Solutions" der Wagner International AG hat. Aufgrund der Kernkompetenz der Reinhardt-Technik GmbH im Bereich Kleb- und Dichtstoffverarbeitung gilt die Gesellschaft als relevante Ergänzung und eine Möglichkeit der Risikodiversifikation im Produktportfolio der Wagner International AG.

2.5 Ertragslage

Der Umsatz der Reinhardt-Technik GmbH erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023/24 um 24,3 % gegenüber dem Vorjahr von 12.125 TEUR auf 15.076 TEUR.
Die Gesamtleistung lag mit 15.239 TEUR analog zum Umsatz deutlich über dem Niveau des Vorjahres (12.382 TEUR).

Aus der höheren Gesamtleistung resultiert auch eine Steigerung des Materialaufwands auf 6.731 TEUR (Vorjahr: 5.451 TEUR). Die Materialaufwandsquote [5] konnte durch Weitergabe der Preiserhöhungen an die Kunden und einen vorteilhaften Produktmix weiter reduziert werden auf 44,6% (Vorjahr: 45,0%).

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr durch Personalveränderungen und Gehaltsanpassungen deutlich gestiegen und beläuft sich auf 6.568 TEUR (Vorjahr: 6.097 TEUR). Wesentlicher Treiber war der Tarifabschluss der Tarifparteien in Nordrhein-Westfalen. Die Personalaufwandsquote [6] hat sich auf 43,6% reduziert (Vorjahr: 50,3 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023/24 leicht auf 1.856 TEUR (Vorjahr: 1.815 TEUR) gestiegen. Neben einer generellen Erhöhung der Kosten durch die Inflation, wurde die Präsenz beim Kunden durch Vertriebs- und Kundendienstaktivitäten verstärkt.

Der ausgewiesene Jahresüberschuss beträgt 7 TEUR (Vorjahr: 933 TEUR (Jahresfehlbetrag)).

3. CHANCEN- UND RISIKENBERICHT

Die Geschäftsführung der Reinhardt-Technik GmbH befasst sich regelmäßig, insbesondere jedoch im Rahmen eines jährlichen Strategiereviews, mit den wesentlichen Risiken, aber auch den sich unter Umständen ergebenden Chancen.

Die Ergebnisse dieser Analysen finden Eingang in die Budgetierung oder werden in Projekten abgearbeitet. Darüber hinaus wird unterjährig regelmäßig eine Überprüfung der Rahmenbedingungen und zugrunde gelegten Annahmen durchgeführt und es werden bedarfsgerechte Anpassungen der Planung vorgenommen.

Für das Unternehmen wesentliche Risiken sind im Folgenden dargestellt.

Ein dominierendes Risiko, das als "hoch" eingestuft wird, bleibt der weitere Verlauf des Russland-Ukraine-Kriegs, der mittlerweile über zwei Jahre dauert und dessen Ausgang nicht absehbar ist. Der Krieg belastet in erheblichem Maße die Konjunktur in Europa und darüber hinaus. Zwar sind anfangs durch den Krieg ausgelöste Preissprünge für Energie, Waren und Dienstleistungen größtenteils im Markt verarbeitet und die Inflation durch Zinserhöhungen wieder rückläufig. Allerdings zögern die Zentralbanken trotz der geschwächten Konjunktur, hier insbesondere in Zentraleuropa, mit Zinssenkungen. Die Reinhardt-Technik GmbH ist von dieser Entwicklung aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung bzw. der internationalen Ausrichtung ihrer Kunden umfänglich betroffen. Jedoch wurden verschiedene Maßnahmen getroffen, um den beschriebenen Auswirkungen bestmöglich begegnen zu können und negative Effekte abzufedern (z.B. Preiserhöhungen für eigene Produkte, keine Aufnahme von Bankkrediten, Lieferantendiversifizierung). Sollte sich der Russland-Ukraine-Krieg zuspitzen und auf weitere Länder ausweiten, hätte dies voraussichtlich erhebliche Folgen auf die Konjunktur und würde die Umsatz- und Ergebnissituation der Reinhardt-Technik GmbH negativ beeinflussen. Umgekehrt würden sich aus einer überraschenden zeitnahen Beilegung des Konflikts Chancen für den Umsatz und die Ergebnissituation der Reinhardt-Technik GmbH ergeben.

Eine verlässliche Messgröße für die Marktzuversicht und ein Indikator für die Konjunkturentwicklung in Deutschland ist der ifo Geschäftsklimaindex [7] . Demnach wurde die Konjunktur im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 weiter stark von dem Russland-Ukraine-Krieg und den sich daraus ergebenden Folgen für Inflation, Zinsen und Lieferkettenstabilität beeinflusst. Die Marktzuversicht fiel demnach von 91,1 Punkten im Februar 2023 erneut zurück auf einen niedrigen Wert von 85,9 im August und konnte sich ab dann kaum erholen. Erst zum März 2024 ist ein erneuter Anstieg auf 87,8 zu erkennen, der eine gewisse Bodenbildung in der angespannten Gesamtlage erkennen lässt. Dies täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass sich die Wirtschaft derzeit wegen sinkender Investitionen und einer Flaute am Bau in einem Konjunkturtal befindet. Die Bundesbank geht davon aus, dass die Wirtschaft auch im ersten Quartal schrumpft und damit in einer technischen, also vorübergehenden, Rezession steckt. Eine Verbesserung wird von den meisten Marktteilnehmern frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2024 erwartet.

Auf der Beschaffungsseite ergeben sich aktuell insbesondere Dispositions- und Preisrisiken. Nach Ausbruch des Russland-Ukraine-Kriegs haben sich zum einen die Preise für internationale Beschaffungs- und Logistikdienstleistungen teilweise in einem erheblichen Maß erhöht, zum anderen war die Verfügbarkeit zahlreicher Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie von Fertigkomponenten nicht selten eingeschränkt und führte zu Engpässen in der Produktion und Auslieferung. Zwar hat sich die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen im Geschäftsjahr 2023/24 weiter und teils erheblich verbessert, allerdings mussten die daraus resultierenden Preissteigerungen größtenteils an die Kunden durch Erhöhung der Verkaufspreise für Waren und Dienstleistungen weitergegeben werden, was einen zusätzlichen dämpfenden Effekt auf die Nachfrage hat. Sollte sich der Russland-Ukraine-Krieg ausdehnen, könnten die Lieferketten wieder unterbrochen oder verlangsamt werden und zu einer weiteren Verknappung und Teuerung von Waren und Dienstleistungen führen, mit negativen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnissituation der Reinhardt-Technik GmbH. Preissteigerungen von Waren und Dienstleistungen können nur bis zu einem bestimmten Maß an die Kunden weitergegeben werden, bevor sich negative Auswirkungen auf die Umsätze ergeben. Zum anderen könnten erneute Verfügbarkeitsprobleme die zeitgerechte Produktion und Auslieferungen von Produkten gefährden. Die Risiken werden als "hoch" eingestuft.

Aufgrund der vorgenannten Themenkomplexe sind andere Risiken aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt worden, aber zum Teil ebenfalls von erheblicher Bedeutung. Es bestehen weiterhin folgende politische Unsicherheiten außerhalb Deutschlands:

Handelsstreit zwischen den USA und China und in diesem Zusammenhang erlassene wechselseitige Strafzölle für den Import von Waren. Insbesondere bei einer möglichen Wiederwahl Donald Trumps als Präsident der USA könnte es zu weiteren wirtschaftlichen Spannungen zwischen den beiden Ländern kommen.

Technologische Entkopplung der Wirtschaftsräume China, USA und Europa ("Decoupling"), was zu höheren gesamtwirtschaftlichen Kosten aufgrund reduzierter Standardisierung und erschwertem Handel führt.

Geopolitische Spannungen zwischen China und Taiwan, die jederzeit in einen offenen militärischen Konflikt übergehen können.

Weiterhin ungeklärte Fragestellungen im politischen Konflikt zwischen Nordkorea und Südkorea sowie der NATO.


Phasen politischer Unsicherheit könnten negative Auswirkungen auf Konsum- und Investitionsentscheidungen von Haushalten und Unternehmen haben. Im Extremfall können sie auch Verwerfungen an den Finanzmärkten und entsprechende Einbußen beim Wirtschaftswachstum nach sich ziehen. Sofern sich diese Risiken substantiieren würden, hätten sie aller Voraussicht nach Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnissituation der Reinhardt-Technik GmbH. Das Risiko wird grundsätzlich als "mittel" eingestuft.

Die Risiken durch die indirekte Finanzierung von Staatsschulden durch die Europäische Zentralbank (EZB) bleiben weiterhin hoch. Die Haushaltsdefizite der EU-Staaten hatten sich bereits in einem erheblichen Umfang durch die COVID-19-Pandemie vergrößert. Im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg wurden weitere Schulden zur Krisenbewältigung aufgebaut, insbesondere zum Ausgleich der Ausfälle von Energielieferungen aus Russland, zur Kompensation der Energiepreissteigerungen sowie langfristig durch erhöhte Rüstungsbudgets. Die Refinanzierung der sich daraus ergebenden höheren Staatsschulden gestaltet sich mit Blick auf das veränderte Zinsniveau herausfordernd. Die EZB hat die Leitzinsen im Geschäftsjahr 2023/24 deutlich erhöht und hat in Aussicht gestellt, das Zinsniveau auch in den nächsten Monaten vor dem Hintergrund der nur leicht sinkenden Inflation nicht wesentlich zu verändern. Aus dieser Situation besteht nach Einschätzung der Reinhardt-Technik GmbH das Risiko einer länger andauernden negativen Konjunkturlage mit Auswirkungen auf die Ertragslage. Dieses Risiko wird als "hoch" eingestuft.

Allgemeine Finanzierungsrisiken bestehen grundsätzlich im Zusammenhang mit einer potenziellen Verschlechterung der Bonität von Geschäftspartnern, sodass z.B. Forderungen aufgrund der Zahlungsunfähigkeit von Kunden ganz oder teilweise uneinbringlich werden können (Adressenausfall- oder Kreditrisiko). Das Risiko wird als "mittel" eingestuft. Die Reinhardt-Technik GmbH begegnet den Kreditrisiken mit Bonitätsprüfungen auf Basis standardisierter Scoring- und Ratingverfahren, der Besicherung der Forderungen und einem leistungsfähigen Risikomanagement mit einem starken Augenmerk auf das Monitoring von sowohl internen als auch makroökonomischen Frühwarnindikatoren.

Die Reinhardt-Technik GmbH ist weder auf dem Absatzmarkt noch auch auf dem Beschaffungsmarkt direkten Risiken aus Währungskursschwankungen ausgesetzt. Umsätze werden in der Regel nur in Euro fakturiert. Der Beschaffungsanteil außerhalb des Euro Währungsraums ist mit ca. 1 % des gesamten Beschaffungsvolumens unwesentlich. Die Risiken werden als "gering" eingestuft.

Wesentliche Erfolgsfaktoren bei der Durchsetzung des gewünschten Preisniveaus für die Produkte der Reinhardt-Technik GmbH und folglich für die Erreichung der Unternehmensziele sind das Markenimage, das Design, die Qualität und damit die Kundenakzeptanz der erzeugten Produkte sowie technische Merkmale auf der Basis innovativer Forschung und Entwicklung. Trotz aller Sorgfalt können Fehler in der Entwicklung, Produktion oder Vermarktung von Waren nie vollständig ausgeschlossen werden. Wesentliche Probleme, die nicht durch den bestehenden Versicherungsschutz gedeckt sind, waren zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung nicht bekannt.

Produktseitige Chancen beruhen auf der Markteinführung von Neuprodukten und innovativen Ideen, die Wettbewerbsvorteile bieten. Wie in den letzten Jahren wird die Reinhardt-Technik GmbH ihre Innovations-Strategie fortsetzen und sich an den wettbewerbsrelevanten Produkttrends der Zukunft ausrichten. Daher sind die wesentlichen Zielsetzungen für die Produktentwicklungen: Weniger Materialverbrauch, leichtere Bedienbarkeit der Geräte bei gleichzeitig verbesserten Ergebnissen sowie Digitalisierung und zusätzliche Services. Auch im Geschäftsjahr 2024/25 wird die Reinhardt-Technik GmbH wieder aus dieser Ausrichtung neue Produkte zur Marktreife bringen. Hierüber werden die Bestandskunden und potenziellen Neukunden durch geeignete Marktkommunikation informiert. Die damit verbundenen Chancen werden als "hoch" eingestuft.

Risiken aus der Informationstechnologie betreffen insbesondere den Ausfall von IT-Systemen der Reinhardt-Technik GmbH und damit einhergehende Ausfallzeiten, Know-how-Verlust, Datenmissbrauch und unberechtigte Datenzugriffe. Das Risiko erheblicher Schäden wird in diesem Zusammenhang als "mittel" bewertet. IT-Risiken begegnet die Reinhardt-Technik GmbH mit Investitionen in zeitgemäße Hard- und Software sowie mit einem Informationssicherheitsmanagementsystem, das regelmäßig überprüft wird. Schulungen der Belegschaft vermitteln sowohl ein grundsätzliches Bewusstsein über IT-Risiken als auch konkrete Vorgaben für die praktische Handhabung dieser Risiken. IT-Sicherheitsrichtlinien regeln insbesondere den Umgang mit unternehmenseigener Hard- und Software sowie mit Belangen der Datensicherheit. In Zusammenarbeit mit einem externen IT-Sicherheitsbeauftragten wird das Informationssicherheitsmanagement regelmäßig weiterentwickelt und Tests unterzogen.

Chancen im Bereich der Informationstechnologie ergeben sich aus der Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen und Arbeitsabläufen. Hierzu zählen beispielsweise die Digitalisierung von Arbeitsabläufen entlang der Wertschöpfungsprozesse und eine moderne und effiziente Arbeitsweise durch mobiles Arbeiten, papierloses Büro und damit verbundener jederzeit verfügbarer und schneller Zugang zu Daten und Informationen. Diese Chancen werden durch die Reinhardt-Technik GmbH im Rahmen verschiedener Projekte evaluiert und nach Möglichkeit realisiert. Sie werden grundsätzlich als "mittel" eingestuft.

Risiken im Bereich Datenschutz liegen zum einen im Verlust oder im öffentlich werden von vertraulichen internen Informationen und dem damit einhergehenden möglichen Reputationsverlust. Zum anderen drohen bei Verstößen die Verhängung von Bußgeldern und die Geltendmachung von Klagen wegen des öffentlich werden von personenbezogenen oder anderweitig sensiblen Daten Dritter. Das Risiko wird durch die Reinhardt-Technik GmbH als "gering" eingestuft. Im Bereich Datenschutz arbeitet die Reinhardt-Technik GmbH mit einem externen Datenschutzbeauftragten zusammen, lässt sich von ihm im Wege einer kontinuierlichen Optimierung beraten und setzt die abgestimmten Maßnahmen um.

Da eine Quantifizierung der vorgenannten Positionen nur mit vielen Annahmen und Schätzungen möglich ist, konzentriert sich die Geschäftsführung darauf, die Risiken zu beobachten und ihnen so weit wie möglich durch entsprechende Maßnahmen entgegenzuwirken. Die Darstellung der Risiken erfolgt insofern unter der Berücksichtigung von Maßnahmen zur Risikobegrenzung (Netto-Darstellung).

Um internen Risiken entgegenzuwirken, werden die Dienstleistungen einer in der Wagner Gruppe eingerichteten Internen Revision in Anspruch genommen.

Wie eingangs erwähnt, befasst sich die Geschäftsführung der Reinhardt-Technik GmbH regelmäßig mit den wesentlichen Risiken, von denen die - aus derzeitiger Sicht - kritischsten vorstehend aufgeführt wurden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass unterjährig neue oder bisher weniger gewichtige Risiken oder auch Chancen an Bedeutung gewinnen.

4. PROGNOSEBERICHT

Die nachfolgenden Ausführungen betreffen den vorgeschriebenen Mindestprognose-zeitraum von einem Jahr ab dem Bilanzstichtag.

Wie bereits im Risikobericht erwähnt, ist das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiterhin durch erhebliche Unwägbarkeiten und konjunkturelle Belastungen gekennzeichnet, denen sich die Reinhardt-Technik GmbH nicht entziehen kann. Es ist davon auszugehen, dass sich Planungsparameter weiterhin erheblich verändern können, mit entsprechenden Effekten auf Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft.

Unter Berücksichtigung der herausfordernden Rahmenbedingungen wurde bei der Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2024/25 ein konstanter Umsatz mit einem erneut ausgeglichenen Jahresergebnis prognostiziert. Aufgrund der erwähnten Unsicherheiten weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2024/25 von den dargestellten Budgetplanungen erheblich abweichen können. Die Reinhardt-Technik GmbH wird die Entwicklungen der nächsten Wochen und Monate weiterhin stringent überwachen und ihre Planung bedarfsgerecht anpassen.

1 Statistisches Bundesamt, Produktionsindex für das Verarbeitende Gewerbe, Deutschland, WZ2008, X13 JDemetra+ kalender- und saisonbereinigt; 2021 = 100; Abfrage am 21.03.2024.
2 Statistisches Bundesamt, Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe, Deutschland, Insgesamt, X-13-JDemetra+ kalender- und saisonbereinigt, 2021 = 100; Abfrage am 21.03.2024.
3 Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
4 Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus dem Lieferung- und Leistungsverkehr.
5 Materialaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen.
6 Personalaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen.
7 ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V., ifo Geschäftsklimaindex Deutschland // Bericht von März 2024; Abfrage am 24.03.2024.

 

Kierspe, 28. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Christian Glaser

Dr. Peter Ripphausen

Bilanz zum 31. Januar 2024

Aktiva


31.01.2024 31.01.2023

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten 97.930,00 143.448,00

97.930,00 143.448,00
II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 1.281.094,67 1.331.701,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 504,00 668,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 272.731,00 287.119,47

1.554.329,67 1.619.489,14

1.652.259,67 1.762.937,14
B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.291.000,00 2.260.000,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.173.000,00 2.083.000,00
3. Fertige Erzeugnisse 303.000,00 230.000,00
4. Erhaltene Anzahlungen -1.192.698,69 -1.236.091,72

3.574.301,31 3.336.908,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.323.775,95 822.861,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 468.328,44 195.497,33
3. Sonstige Vermögensgegenstände 361.690,31 582.166,49

2.153.794,70 1.600.525,01
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 337.592,46 1.017.489,71

6.065.688,47 5.954.923,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 71.935,45 66.601,90

7.789.883,59 7.784.462,04


Passiva

31.01.2024 31.01.2023

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 25.564,60 25.564,60
II. Kapitalrücklage 9.800.000,00 9.800.000,00
III. Verlustvortrag -8.535.239,04 -7.602.082,60
IV. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 6.502,42 -933.156,44

1.296.827,98 1.290.325,56
B. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 776.830,29 656.723,44
C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 478.598,08 689.782,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 352.012,06 370.392,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.700.000,00 4.700.000,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 185.615,18 77.238,83
davon aus Steuern

EUR 57.349,52 (Vj. EUR 52.446,41)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

EUR 14.685,14 (Vj. EUR 0,00)


5.716.225,32 5.837.413,04

7.789.883,59 7.784.462,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024


01.02.2023-
31.01.2024
01.02.2022-
31.01.2023

1. Umsatzerlöse 15.075.588,75 12.124.719,36
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen und

fertigen Erzeugnissen 163.000,00 257.000,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 340.622,60 340.762,29

15.579.211,35 12.722.481,65
4. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

und für bezogene Waren 6.703.411,83 5.426.063,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.563,76 24.462,25

6.730.975,59 5.450.526,22
5. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 5.535.040,92 5.183.778,33
b) Soziale Abgaben 1.032.503,38 912.882,17

6.567.544,30 6.096.660,50
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-

stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 199.108,42 207.747,84
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.855.971,82 1.814.987,42

2.055.080,24 2.022.735,26
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15,00 10,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 209.806,68 72.154,69
10. Ergebnis nach Steuern 15.819,54 -919.585,02
11. Sonstige Steuern 9.317,12 13.571,42
12. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 6.502,42 -933.156,44

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/24

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Reinhardt-Technik GmbH hat ihren Sitz in Kierspe und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Iserlohn (HRB Reg. Nr. 3291).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) zum 31. Januar 2024 aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 264 Abs. 1 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschiften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung aufzunehmenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang aufzunehmen sind, überwiegend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Gegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussicht-lichen Nutzungsdauer auf der Grundlage der jeweiligen betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern unter Berücksichtigung der steuerlichen AfA-Tabellen (zulässige Höchstsätze) grundsätzlich linear abgeschrieben. Zugänge während des Jahres werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu den Anschaffungskosten, welche sich nach dem gleitenden Durchschnittspreis bemessen, oder den niedrigeren Marktpreisen zum Bilanzstichtag bewertet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die anteiligen aktivierungspflichtigen Gemeinkosten des Einkaufs- und Produktionsbereiches. Die Material- und Fertigungsgemeinkosten werden in angemessenem Umfang berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden in den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen für bereits angearbeitete Aufträge werden zum Nennwert bilanziert und, soweit zulässig, von den Vorräten offen abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden einzelwertberichtigt. Das in den Forderungen enthaltene allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr werden, in Ausübung des entsprechenden Wahlrechts, nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für temporäre Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden berücksichtigt, soweit eine hohe Wahrscheinlichkeit der Verlustverrechnung besteht bzw. zu versteuernde temporäre Differenzen vorhanden sind.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden - soweit vorhanden - mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden diese Fremdwährungsposten mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger finden das Anschaffungskosten- und Realisationsprinzip keine Anwendung.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der auf sie entfallenden Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023/24 ist im Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang in der gemäß § 284 Abs. 3 HGB vorgeschriebenen Form dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (468 TEUR) resultieren wie im Vorjahr vollumfänglich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen, analog Vorjahr, nicht.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus den Rückstellungen für Mitarbeiterboni (214 TEUR), der Rückstellung für Garantien und Gewährleistungen (168 TEUR), sowie den Rückstellungen für Urlaub und Gleitzeit (151 TEUR).

Die zum 31. Januar 2024 ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Januar 2024


davon Restlaufzeit

Gesamt-

mehr als

betrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre 5 Jahre

TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen



und Leistungen 479 479 0 0
(Vorjahr) -690 -690 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber



verbundenen Unternehmen 352 352 0 0
(Vorjahr) -370 -370 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber



Gesellschaftern 4.700 0 4.700 0
(Vorjahr) -4.700 0 -4.700 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 186 186 0 0
(Vorjahr) -77 -77 0 0

5.716 1.016 4.700 0


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen wie im Vorjahr vollumfänglich auf gewährte Darlehen. Das Darlehen hat gemäß Kreditvertrag eine Laufzeit < 1 Jahr. In Übereinstimmung mit der Darlehensgeberin ist eine Rückzahlung innerhalb eines Jahres nicht geplant.

Die Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte - nicht besichert.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 89 TEUR aus gewährten Forschungszulagen für die Jahre 2020 bis 2022 enthalten.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 194 TEUR (Vorjahr: 66 TEUR). Effekte aus der Ab- bzw. Aufzinsung von Rückstellungen liegen, analog Vorjahr, nicht vor.

Effekte aus der Währungsumrechnung sind, analog Vorjahr, ebenfalls von untergeordneter Bedeutung.

V. Sonstige Angaben
Zum 31. Januar 2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von insgesamt 308 TEUR. Die Miet- und Leasingverhältnisse stellen eine Finanzierungsalternative zum Kauf der ihnen zugrunde liegenden Vermögensgegenstände dar. Die Vorteile aus den Leasing- und Mietverträgen liegen insbesondere in der geringeren Kapitalbindung und dem Wegfall des Verwertungsrisikos im Vergleich zum Erwerb. Risiken könnten sich insbesondere aus nicht vorzeitig kündbaren Vertragslaufzeiten ergeben, sollten die Vermögensgegenstände nicht mehr vollständig nutzbar sein.

Im Geschäftsjahr 2023/24 war im Durchschnitt die folgende Anzahl Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt.


2023/24 2022/23
Verwaltung 39 37
Vertrieb 24 24
Produktion 18 17

81 78


Geschäftsführung
Zum Geschäftsführer waren bestellt:

Herr Christian Glaser, Bad Waldsee, Geschäftsführer (GVP Finance Bereich Industrial Solutions bei der J. Wagner GmbH, Markdorf)

Herr Dr. Peter Ripphausen, Eschweiler, Geschäftsführer


Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverhältnisse

Die Reinhardt-Technik GmbH gehört seit dem Erwerb durch die J. Wagner GmbH, Markdorf, zum Konzern der Wagner International AG.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Wagner International AG, Altstätten/Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Wagner International AG, Altstätten/Schweiz, erhältlich.

VI. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Ablauf des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.

 

Kierspe, 28. Juni 2024

Christian Glaser

Dr. Peter Ripphausen

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis 31. Januar 2024


Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.02.2023 Zugänge Abgänge 31.01.2024

I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen,



gewerbliche Schutzrechte und



ähnliche Rechte und Werte sowie



Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.214.526,98 2.700,00 126.315,02 4.090.911,96
II. Sachanlagen



1. Grundstücke und Bauten 4.697.567,90 0,00 0,00 4.697.567,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.104,67 0,00 0,00 39.104,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 1.971.247,15 88.301,95 559.118,54 1.500.430,56

6.707.919,72 88.301,95 559.118,54 6.237.103,13

10.922.446,70 91.001,95 685.433,56 10.328.015,09

Kumulierte Abschreibungen Restbuchwerte



01.02.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres

Abgänge


31.01.2024


31.01.2024


31.01.2023

I. Immaterielle Vermögensgegenstände





Entgeltlich erworbene Konzessionen,





gewerbliche Schutzrechte und





ähnliche Rechte und Werte sowie





Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.071.078,98 48.197,00 126.294,02 3.992.981,96 97.930,00 143.448,00
II. Sachanlagen





1. Grundstücke und Bauten 3.365.866,23 50.607,00 0,00 3.416.473,23 1.281.094,67 1.331.701,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.436,67 164,00 0,00 38.600,67 504,00 668,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und





Geschäftsausstattung 1.684.127,68 100.140,42 556.568,54 1.227.699,56 272.731,00 287.119,47

5.088.430,58 150.911,42 556.568,54 4.682.773,46 1.554.329,67 1.619.489,14

9.159.509,56 199.108,42 682.862,56 8.675.755,42 1.652.259,67 1.762.937,14

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Reinhardt-Technik GmbH, Kierspe
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Reinhardt-Technik GmbH, Kierspe‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reinhardt-Technik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, den 28. Juni 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer

Könnecke, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses


Der Jahresabschluss zum 31. Januar 2024 wurde am 22. Juli 2024 festgestellt.

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