dataform greenpower GmbH
Selbe AdresseElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Dieter Vollmer seit 6.3.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 82.00% | |
| 5.00% | |
| 5.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
3 von 4 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
dataform dialogservices GmbHRoßtalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 30.06.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens dataform ist ein qualifizierter Full-Service-Dienstleister in den Bereichen Dialog und Fulfillment. Im Bereich Dialog verfügt dataform über fast 45 Jahre Markterfahrung. Das Leistungsspektrum deckt alle Facetten des modernen und responsivem Dialogmarketings ab, umfasst klassische DIN-Lang-Mailings, Selfmailer und C4-Mailings in verschiedensten Ausführungen, Postkartenproduktion, Katalogversand und vertrauliches Dokumentenmanagement. Wir unterstützen unsere Kunden bei der effektiven und zielgruppenorientierten Umsetzung von Marketingaktionen. Durch unsere hochmodernen und sehr flexiblen Verarbeitungssysteme sind wir für alle Anforderungen bestens gerüstet. Die eingesetzte Technologie bietet sehr viele Möglichkeiten: von der Endlos-Laserbeschriftung mit High-Light-Color über Vollfarb-Digitaldruck mit individuellen Texten, Bildern und Farben bis hin zu Print-on-Demand mit tagesaktuellem Versand der Mailings oder Dokumente. Darüber hinaus stehen zahlreiche Maschinen für die Weiterverarbeitung/Kuvertierung zur Verfügung. So ist es für uns auch ein Leichtes, für unsere Kunden Mailings zu personalisieren und individuell mit Etiketten, Düften, Post-it oder sonstigem zu veredeln. Mit der Produktion von über 80 Millionen Direktmailings pro Jahr gehören wir zu den leistungsstarken Spezialisten in Europa. Pro Tag entstehen bei uns bis zu 500.000 Mailings für nationale und internationale Kunden. Dabei sind wir auch auf spezielle Sprach-, Sicherheits- und Mentalitätsunterschiede eingestellt. Innerhalb des Bereiches Dialog wird unser Portfolio mittlerweile ergänzt durch die Produktion von hochvariablen Angebots-, Messe- und Versicherungsunterlagen als klebegebundene Broschüren. Als Traditionsunternehmen legt dataform großen Wert auf kurze, direkte Kommunikationswege, die zu einer stärkeren und persönlichen Kundenbindung führen. Im Bereich Logistik/eCommerce-Fulfillment liegen die Schwerpunkte in der Einlagerung, Picken/Packen, Konfektionierung, dem Versand unterschiedlichster Waren und dem Bearbeiten von Retouren. Als Full-Service-Dienstleister bietet dataform seit über 15 Jahren die gesamte Bandbreite für Logistik und eCommerce-Fulfillment. Dazu gehören nicht nur flexible Lagerkapazitäten und ein professionelles Versandmanagement, sondern auch ein umfassender multilingualer Kundenservice. Im Logistikbereich verfügen wir über eine Gesamtlagerfläche von 30.000 m 2 . Für eine fachgerechte Lagerung und Archivierung von Dokumenten und Waren für ca. 60 Mandanten stehen 45.000 Fachbodenregalplätze und 35.000 Palettenstellplätze bereit. Eine hochmoderne Intralogistikanlage inkl. Picktower auf drei Ebenen, 20 Packtischen und Fördertechnik bis in den LKW der jeweiligen KEP-Dienstleister geht ab Anfang 2022 in Betrieb. Wir unterstützen unsere Kunden (aus den Bereichen Pharma, Schmuck, Fashion, Kosmetik, Elektronik, Lifestyle, DiY, Gartenmöbel, Koffer, Kühlschränke, Spielwaren usw.) von der Warenannahme über Lagerung und Versand bis hin zum Retouren- und Forderungsmanagement. Just-in-time und weltweit organisieren wir die gesamte Abwicklung und Lieferkette. Mit einer bedarfsgerechten Organisationsstruktur passen wir dabei unsere Abläufe an die firmenspezifischen Anforderungen und persönlichen Wünsche unserer Kunden an. Schnell, zuverlässig und sicher bringen wir auf diese Weise täglich zwischen 2.000 und 10.000 und jährlich über eine Million Pakete auf den Weg. Ab Herbst 2021 generieren wir zusätzlich zu unseren beiden gewachsenen Geschäftsfeldern weitere Einnahmen durch die zielgerichtete Teilvermietung von Flächen am neuen Firmensitz in Buchschwabach. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen während der anhaltenden Corona-Pandemie. Der deutsche Werbemarkt lag 2020 mit einem Volumen von 39,3 Mrd. Euro an Werbeausgaben pandemiebedingt insgesamt 7% unter dem Vorjahresniveau. Die Dialogmedien haben in 2020 erstmals mit 20,4 Mrd. Euro die Klassikmedien (18,9 Mrd. Euro) überholt und erreichen 52 Prozent Marktanteil. Der Handel investiert 60 Prozent seines Werbebudgets in Dialogmedien, die Dienstleister 55 Prozent und das produzierende Gewerbe 37 Prozent. Beinahe jedes zweite Unternehmen (44%) setzt gezielt auf die Aktivierung von Bestandskunden. Die Leitmedien sind dabei E-Mail-Newsletter (für 31 Prozent der Befragten) und volladressierte Werbesendungen (für 29 Prozent). Die DPAG hat in ihrem jährlichen Dialogmarketing-Monitor weiterhin ermittelt, dass 8 von 10 Empfänger*innen adressierte Werbesendungen lesen und knapp die Hälfte diese für den Einkauf oder Bestellungen nutzt. Quelle Dialogmarketing-Monitor 2021 (Deutsche Post AG) Mit dem Ausbruch der Coronakrise im März 2020, der Anordnung von infektionsbedingten Einschränkungsmaßnahmen und dem damit verbundenen Nachfrage- und Auftragseinbruch, verschlechterte sich die Geschäftslage der Unternehmen der Druck- und Medienwirtschaft sichtlich. Ein überwiegender Anteil der Unternehmen war von Umsatz- und Gewinneinbrüchen betroffen. Während alle Druckproduktsegmente von der Krise stark beeinträchtigt wurden, traf der coronabedingte Stillstand des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens den Werbedruckbereich besonders hart. So meldeten 50 % der Unternehmen, die Direct Mailings herstellen, im Jahr 2020 einen Umsatzrückgang von mehr als 20 %. Staatliche Schließungsanordnungen führten zu einer massiven Beeinträchtigung des stationären Einzelhandels, der Hotellerie, der Tourismusbranche, der Gastronomie, der Veranstaltungsbranche sowie der Kulturbranche, deren Entwicklung für den Werbedruck von essentieller Bedeutung ist. Dass die Unternehmen trotz der coronabedingt massiven Beeinträchtigung ihrer Geschäftslage 2020 durch die Krise kamen, ist vor allem auf die starke Inanspruchnahme des Kurzarbeitergeldes zurückzuführen, dessen Zugangsvoraussetzungen coronabedingt deutlich vereinfacht wurden. So gaben 80 % der Umfrageteilnehmer beim BVDM (Bundesverband Druck & Medien) an, im Jahr 2020 von Kurzarbeit Gebrauch gemacht zu haben. Der auch in Coronazeiten anhaltende Preisdruck in Verbindung mit zu erwartenden Kostensteigerungen in den Folgeperioden könnte zu einer weiteren Verschärfung der angespannten Wettbewerbssituation führen. Quelle: BVDM - Befragung zur wirtschaftlichen Lage der Druck- und Medienwirtschaft 2021 - Juni 2021 Erst seit Sommer 2021 kommen wieder mehr Anfragen und die Anzahl der durchgeführten Dialogmarketingmaßnahmen nimmt ab Q3 2021 spürbar zu. Abhängig von der Entwicklung der Pandemie werden die noch vorhandenen Marketingbudgets im Vorweihnachtsgeschäft wohl doch noch teilweise ausgeschöpft. Die Logistik ist in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie rangiert noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau, mit rund 3 Mio. übertrifft sie dessen Beschäftigtenzahl um das Dreifache. Die Steuerung der Waren- und Informationsflüsse aber auch der Transport der Güter und ihre Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Rund 272 Milliarden Euro Umsatz wurden im Jahr 2020 branchenübergreifend erwirtschaftet. Im Bereich der logistischen Dienstleistungen agieren mehr als 70.000 Unternehmen, die überwiegend mittelständisch geprägt sind. Nicht nur wegen seiner Beschäftigungswirkung und der Versorgungsfunktion ist die Logistik für den Wirtschaftsstandort Deutschland lebenswichtig. Unser Fokus liegt dabei auf dem konstant wachsenden Bereich eCommerce-Fulfillment vor allem für Online-Händler. Der Onlinehandel ist ein dynamischer und stark wachsender Teilbereich des Einzelhandels. In den vergangenen Jahren konnte der Onlinehandel auch in Deutschland immer größere Marktanteile für sich gewinnen und dabei den Umsatz pro Jahr um etwa 10 % steigern. Die Analysten des Handelsverbands Deutschland (HDE), die im Online Monitor (PDF) regelmäßig einen Überblick über den eCommerce in der Bundesrepublik geben, vermelden dass im Jahr 2020 der Umsatz des Onlinehandels in Deutschland um 14 Milliarden Euro auf 73 Milliarden Euro gewachsen ist. Das bedeutet einen prozentualen Zuwachs von 23 % gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr 2021 erwartet der HDE eine weitere Steigerung um 17 % auf 85 Milliarden Euro. Dass dies auch so kommt manifestieren die aktuellen Zahlen des bevh (Bundesverband eCommerce und Versandhandel). Nach starken Nachholeffekten zu Jahresbeginn 2021 sind die eCommerce-Umsätze mit Waren im zweiten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19,4 % auf 24.141 Mio. Euro gestiegen (Q2/2020: 20.222 Mio. Euro). Obwohl die Restriktionen im stationären Handel mittlerweile gelockert wurden und wieder mehr Menschen in die Geschäfte gehen, ist der Wachstumstrend der Branche damit ungebrochen. Mit Blick auf das gesamte erste Halbjahr 2021 schlägt ein konsolidiertes Wachstum von 23,2 % (von 36,7 Mrd. Euro in H1/2020 auf 45,2 Mrd. Euro in H1/2021) zu Buche. Dank der guten Umsatzentwicklung mit Waren liegt der eCommerce im vom bevh prognostizierten Wachstumskorridor und könnte in diesem Jahr erstmals die Umsatzgrenze von 100 Mrd. Euro übertreffen. "Dass der Onlinehandel nicht mehr nur auf schwachen Vergleichszahlen wie im ersten Quartal wächst, sondern auch auf überproportional starken Vorjahreswerten, deutet auf einen Substanzeffekt hin. Die Menschen haben den E-Commerce in der Pandemie als verlässlichen Partner kennengelernt und nutzen ihn noch selbstverständlicher als zuvor…", so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh. (Quellen: https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung; HDE ONLINE-MONITOR 2021, bevh Pressemitteilung, 2. Juli 2021) In beiden beschriebenen Bereichen ist der Markt verglichen mit unserem Anteil daran sehr groß. Dies bietet uns nachhaltige und beachtliche Wachstumspotentiale sowohl im Bereich Dialog durch gezielte Akquise bei Unternehmen in Wachstumsbranchen mit wiederkehrendem crossmedialem B2C Bedarf als auch im Bereich des eCommerce/Fulfillments. 2. Geschäftsverlauf Insgesamt gesehen war das Geschäftsjahr 07/2020-06/2021 für die dataform dialogservices GmbH durchwachsen mit unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Bereichen und war maßgeblich geprägt durch die Themen Corona und das Projekt zur Zusammenlegung der bisher drei Standorte an den neuen Standort in Buchschwabach. Die Sommermonate 2020 waren noch geprägt von der Pandemie und dem ersten Lockdown. Ab September hat sich die Auftragslage etwas erholt und auf etwas niedrigerem Niveau als im Vorweihnachtsgeschäft gewohnt bis zum Jahresende stabilisiert. Ab Anfang 2021 bis Ende des Geschäftsjahres waren die Auswirkungen des zweiten Lockdowns deutlich zu spüren. Speziell der Bereich Dialog litt weiterhin unter der Pandemie, den damit verbundenen Umsatzeinbrüchen und verstärktem Preiskampf am Markt. Der Anfang 2020 neu aufgebaute Vertrieb konnte weiterhin nur viel zu selten zu den Kunden. Diese hatten bis über den Sommer 2020 Marketing/Werbung erst einmal zurückgestellt und sich um organisatorische Dinge rund um die Pandemie gekümmert. Am meisten betroffen waren Aufträge aus den Bereichen Reisen, Messe, Automotive, Banken und dem Handel. Die größten Rückgänge hatten wir bei den Produkten B2C Mailings und Flyern im Bereich Digitaldruck. Erst im Herbst haben sich der Markt und die Auftragslage wieder soweit stabilisiert, dass wir ab September die Kurzarbeit einstellen konnten. Ab Januar und dem zweiten Lockdown ist die Auftragslage wieder ähnlich wie im Vorjahr eingebrochen und hat sich abgesehen vom einigermaßen normalen Ostergeschäft im März bis Ende Juni noch nicht erholt. Erst ab Ende August 2021 lässt sich eine Verbesserung der Situation erkennen und eine gute Auslastung im Herbst erwarten. Der Bereich eCommerce-Fulfillment hat sich mit leichten Schwankungen insgesamt so entwickelt wie geplant. Auch eine Sortimentsumstellung eines großen Kunden und den damit verbunden Umsatzrückgang konnten wir durch die Gewinnung von mehreren Neukunden aus Wachstumsbranchen kompensieren. Durch die Erhöhung gezielter Vertriebs- und Marketingaktivitäten und die durch den Umzug gewachsenen Kapazitäten sind wir hier auf Plan. Im Zuge unseres Projekts für den neuen Standort in Buchschwabach wurden die zum letzten Stichtag noch zur Veräußerung gehaltenen Grundstücke mit Buchgewinn veräußert und die Wege und Verkehrsflächen die gemäß Durchführungsvertrag abgehen vorausblickend abgewertet. 3. Lage Bei der Betrachtung muss berücksichtigt werden, dass das vorangegangene Geschäftsjahr ein sechsmonatiges Rumpfgeschäftsjahr war und Vorjahresvergleiche mit diesem in absoluten Zahlen deshalb nur bedingt aussagekräftig sind. Ertragslage Die dataform hat im Geschäftsjahr ihre Marktposition weiter gefestigt, während die Konsolidierung des Mailingmarktes weiter voranschreitet und durch die Corona-Pandemie noch beschleunigt wird. Die bestehenden Kunden setzten vornehmlich die Zusammenarbeit fort und im Zuge des neu aufgestellten Vertriebsteams konnten mehrere Zielkunden mit großem Potenzial dazugewonnen werden. Der Umsatz liegt trotz großer coronabedingter Einbußen bei TEUR 19.222. Der Materialaufwand beträgt TEUR 10.085. Im Verhältnis zu den Umsatzerlösen ist er im Vergleich zum letzten Wirtschaftsjahr um ca. 24 %-Punkte von 28 % auf 52 % gestiegen. Dies ist hauptsächlich dadurch bedingt, dass im vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahr hohe Umsätze mit dem Handel von Grundstücken erzielt wurden. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Umsatzerlöse) erhöhte sich gegenüber dem letzten Wirtschaftsjahr von 19 % auf 34 %. Dies resultiert maßgeblich aus den hohen Umsätzen durch den Grundstückshandel im Rumpfgeschäftsjahr und den folgenden Entwicklungen. Um das Volumen, das wir von unserer neuen Vertriebsmannschaft mit einem zweiten Geschäftsführer und zwei weiteren Key Account Managern ab Februar 2020 erwarteten, organisatorisch abbilden zu können, haben wir unsere Organisationsstruktur angepasst und uns gezielt verstärkt. Ebenfalls haben wir die Organisation im Bereich Fulfillment durch einen neuen operativen Leiter und einen weiteren Vertriebsmitarbeiter erweitert, um den Wachstumskurs am neuen Standort forcieren zu können. Weiterhin haben wir im Bereich Fulfillment um Kosten zu sparen dauerhafte Zeitarbeiter durch motiviertes eigenes Personal ersetzt. Das Jahresergebnis verschlechterte sich mit TEUR -1.049 insgesamt um TEUR 1.564 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 515). Finanzlage Die Gesellschaft ist kurz- und mittelfristig über Darlehen finanziert. Wesentliche operative Einflussgrößen waren dabei Vorfinanzierungen von Materiallieferungen bei unseren Kundenaufträgen bzw. unterschiedliche Zahlungsziele durch den Kundenauftragsmix Mailing/Logistik. Zusätzlich wird ein Großteil der Forderungen über Factoring abgewickelt. Zur Finanzierung der Investitionen am neuen Standort und Sicherstellung der Liquidität wurden vom Hauptgesellschafter Darlehen in Höhe von TEUR 5.200 gewährt. Die bestehenden Darlehen von Dritten wurden fortgeführt und zum Teil verlängert. Im Zuge der Umsatzeinbrüche durch die Corona-Pandemie haben wir zur Verbesserung der Finanzsituation folgende Maßnahmen ergriffen.
Die Rückführung der gestundeten Steuer erfolgte bis Ende 09/2021. Die Gesellschaft tätigt einen Großteil der Investitionen über Gesellschafterdarlehen, Finanzierungsleasing und Mietkäufe. Die finanziellen Verpflichtungen daraus sind im Anhang dargestellt. Die freie Liquidität (Kassenbestand zu Ende des Berichtsjahres zuzüglich verfügbare Kreditlinie) ging zurück auf TEUR 137 (VJ. TEUR 1.558). Eine freie Linie von TEUR 1.300 aus einem gewährten Gesellschafterdarlehen war zum Ende des Wirtschaftsjahres noch nicht abgerufen. Die Liquidität wird gestützt durch sechs mietfreie Monate ab Abnahme am neuen Standort bei gleichzeitigen Mieteinnahmen durch Untervermietung von Teilflächen. Wir gehen davon aus, dass eine Finanzierung auf Basis der Planung für das 2. Halbjahr 2021 und 2022 gesichert ist und wir unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Vermögenslage Die Struktur unseres langfristigen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.151 erhöht. Das Anlagevermögen beträgt zum 30.06.2021 TEUR 5.567 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.493 erhöht. Dies resultiert maßgeblich aus bereits geleisteten Anzahlungen für Anlagen im Bau. Der kleinere Teil des Vermögens ist aktuell im Umlaufvermögen (TEUR 2.142) gebunden. Der Vorratsbestand ohne Grundstücke ist auf Grund von größeren Projekten, die über das Ende des Geschäftsjahres gelaufen sind, gegenüber dem Vorjahr um TEUR 98 gestiegen. Im Zuge unseres Projekts für den neuen Standort in Buchschwabach wurden Grundstücke im Wert von TEUR 1.625 veräußert und aus den Vorräten ausgebucht. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind v.a. wegen der Tilgung von gewährten Darlehen um TEUR 886 zurückgegangen. Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um TEUR 701 verringert. Die Rückstellungen wurden v.a. durch geringere Urlaubsrückstellungen um TEUR 31 verringert. Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.182 gestiegen. Das Stammkapital der Gesellschaft wurde im Zuge des Gesellschafterwechsels auf TEUR 500 erhöht. Die Gesellschaft weist ein nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR -745 (VJ. TEUR -94) bei einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.049 im Berichtsjahr aus. Für ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.000 besteht ein qualifizierter Rangrücktritt. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse, Umsatzrentabilität und das operative Ergebnis (EBIT) heran. Die Umsätze je Geschäftssparte ohne Fracht/Portoerlöse (Mailing TEUR 9.904, Logistik TEUR 5.748, Grundstückshandel TEUR 3.166, sonstige Erlöse TEUR 404) ermitteln wir anhand der Buchhaltungskonten aus dem Programm 10-it. Die Umsatzrentabilität berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu der Gesamtleistung. Zur Ermittlung unserer Kennzahlen verwenden wir größtenteils ein Reportingtool. Sowohl die Umsatzrentabilität (VJ. 5,2 %, Berichtsjahr -4,3 %) als auch das EBIT (VJ. TEUR 811, Berichtsjahr TEUR -824) zeigen das Ergebnis eines operativ durchwachsenen Geschäftsjahres. Für die nicht finanziellen Leistungsindikatoren betreibt dataform dialogservices ein Managementsystem und ist im Zuge dessen zertifiziert für Qualitätsmanagement nach der Norm DIN EN ISO 9001 und Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001. Zusätzlich hat dataform das DDV Qualitäts- und Leistungssiegel QuLS für Lettershop, Datenverarbeitung und Fullfilment erhalten und sorgt für die Sicherstellung der Leistungsqualität und besonderen Anforderungen an den Datenschutz. Darüber hinaus ist dataform dialogservices zertifiziert nach FSC, d.h. für eine umweltgerechte, nachhaltige, sozialverträgliche und wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung der Wälder, hat ein Bio Zertifikat und ist Mitglied im Umweltpakt Bayern. Im Rahmen unseres Managementsystems werden systematisch mehrere Indikatoren betrachtet und im Sinne eines Regelkreises (PDCA) gemäß der Norm kontinuierlich verbessert. Dazu gehören u.a. Unternehmenspolitik, Zielplanung, Interne Audits, Kundenzufriedenheitsanalyse, Chancen-/ Risikoanalyse, Umfeld-, Stakeholderanalyse, Darstellung der Prozesslandschaft, Dienstleisterbewertungen, Reklamationsauswertungen und -management, Schulungsplanung, Erhebung von Umweltkennzahlen bis hin zum Jahresbericht zur Arbeitssicherheit. Gesamtaussage Unsere wirtschaftliche Lage kann wegen den durch die Corona-Pandemie verursachten Einflüssen insgesamt als herausfordernd bezeichnet werden. Es wurden dennoch, wie schon in 2019 begonnen, weitere entscheidende Weichen für einen operativen Turnaround gestellt um uns mittelfristig als finanzstarkes, erfolgreiches Unternehmen zu etablieren. III. Prognosebericht Durch hohen Einsatz ist es uns nach mehrjährigen Planungen gelungen das Ziel, unsere drei Standorte an einem neuen Standort in Buchschwabach zu vereinen, zu erreichen. Der Gebäudekomplex steht und der Umzug begann plangemäß in Q3/2021 mit den Standorten Ammerndorf und Nürnberg. Dies gab uns seit Jahren erstmalig die Möglichkeit aktive Akquise im Wachstumsbereich eCommerce-Fulfillment zu betreiben. So können wir gleich zu Beginn am neuen Standort mehrere Neukunden gewinnen und einbinden. Erst die größeren neuen räumlichen Möglichkeiten und Flächen lassen dies zu. Wir haben hierfür personelle Kapazitäten geschaffen und sind auf dem Markt sehr präsent und aktiv. Wir investieren darüber hinaus in eine topmoderne Intralogistikanlage, mit der wir unser bestehendes Kundenportfolio optimal und effizienter abbilden und problemlos auch größere Neukunden aufnehmen können. Die Anlage wird uns ab Anfang 2022 dabei unterstützen, die in diesem Bereich hohen anteiligen Personalkosten massiv zu senken. Im Bereich Mailing/Digitaldruck haben wir die Weichen ebenfalls auf Wachstum gestellt. So ist es unserem Vertriebsteam gelungen, mehrere strategische Zielkunden mit großem Potential für uns zu gewinnen und erste Aufträge mit diesen abzubilden. Die Kapazitäten und Strukturen, um die daraus resultierenden Aufträge möglichst effizient abbilden zu können, sind geschaffen. Im dritten Quartal 2021 trägt das nun Früchte und die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Die neue Ausrichtung des Vertriebs zielt auf Kunden in wachsenden Marktsegmenten wie z.B. Energieversorgern und Fundraising, in denen wir uns bisher noch nicht bewegt haben und auf Aufträge mit höherer Fertigungstiefe und Wertschöpfung als bisher ab. Wir arbeiten daran eine kontinuierlichere/höhere Auslastung zu generieren, um auch die auslastungsbedingten Spitzen im Jahreszyklus glätten zu können. Wir haben uns seit Mai 2021 aus der zuletzt defizitär gewordenen Hardcover Buchproduktion zurückgezogen, um den Fokus und die Energie auf die Bereiche mit höherem Potenzial und Wertschöpfung zu legen. Im Investitionsbereich haben wir uns im Bereich der Mailingproduktion durch die Erneuerung und Anpassung des Digitaldruckmaschinenparks und eine intelligente Kuvertierstraße technisch weiter verstärkt, um effizienter und kostenoptimierter zu arbeiten und gleichzeitig unsere Produktionskapazität zu erweitern. Der Umzug in den neuen Standort wird sich, durch die auf unsere Anforderung perfekt zugeschnittene Arbeitsumgebung und daraufhin optimierte Prozesse, ebenfalls positiv auf die Effizienz unserer Leistung auswirken. Weitere Effekte erwarten wir durch eine nun im Zuge der Zusammenlegung der Standorte mögliche, optimierte Personaleinsatzplanung für beide Bereiche. Mit der Untervermietung von Teilen der Gebäudekomplexe kommt ab Q3/2021 ein weiteres Geschäftsfeld hinzu, das uns die kommenden Jahre dabei unterstützen wird unser Ergebnis planbar und nachhaltig zu verbessern. Wir planen für 2021/2022 eine Umsatzsteigerung auf TEUR 19.420. Unser Vertrieb in beiden Unternehmensbereichen ist sich sicher, dieses Ziel erreichen zu können. Der Umsatz kommt zu 44 % aus dem Bereich Dialog, zu 50 % aus dem Bereich Fulfillment und die übrigen 6 % aus Mieteinnahmen. Für das kommende Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis 30.06.2022 planen wir wieder ein positives EBIT in Höhe von TEUR 581. Wir erwarten durch die Kombination aus dem erweiterten Vertrieb, der angepassten und optimierter Organisationsstruktur, in Verbindung mit den Synergien und dem Potenzial durch den neuen Standort und der neuen Technik für die kommenden 5 Jahre ein kontinuierliches Wachstum im Umsatz und eine überproportionale Ergebnisentwicklung. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Durch die schwierige Gesamtsituation im Zuge der Corona-Pandemie herrschte große Unsicherheit im Marktumfeld und diese beeinträchtigt bis heute die wirtschaftliche Situation unserer Kunden. Die Nachfrage nach Mailing- und Druckdienstleistungen war ab Mitte März 2020 schlagartig stark zurückgegangen, hatte sich ab September 2020 etwas verbessert, ist im Zuge des zweiten Lockdown Anfang 2021 erneut eingebrochen und erholt sich nun langsam ab Q3 2021. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten und hängt insgesamt von dem weiteren Verlauf der Pandemie ab. Ein weiterer Lockdown stellt ein großes Risiko dar und würde nicht nur Aufträge aus dem Markt nehmen, sondern auch den Wettbewerb um die verbleibenden Aufträge verstärken. Wir schmälern die Auswirkung dieses Risikos durch weiteres Wachstum in unserem Fulfillmentbereich, der sich pandemiebedingt eher positiv entwickelt. Ertragsorientierte Risiken Für unser Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern haben wir einen relativ hohen Fixkostenblock für Verwaltung, Mieten, Software und Investitionen in neue Infrastruktur und Betriebsmittel zu tragen. Um hier eine größere Degression zu erreichen, brauchen wir in allen Bereichen eine höhere Auslastung. Dazu muss es uns gelingen, in allen Bereichen neue Kunden und Aufträge zu gewinnen. Die Marktsituation im Bereich Dialog bleibt dabei weiterhin angespannt und die Entwicklung im Zuge der Corona-Pandemie hat diese Situation zusätzlich verschärft. Wir gehen davon aus, dass wir unsere Marktanteile im Bereich Dialog nur durch einen höheren Vertriebsdruck im klassischen Mailingbereich, sowie durch spezielle vertriebliche Ansprache von Unternehmen in Wachstumsbranchen mit wiederkehrendem crossmedialem B2C Bedarf, intelligenten Marketing-Automationslösungen und gezieltes Cross Selling von eCommerce-Fulfillment Dienstleistungen ausbauen können. Hier ist die Preissituation weniger angespannt und durch längerfristige Verträge erreichen wir eine höhere Planungssicherheit. Sollte es uns nicht gelingen, die Auslastung merklich zu erhöhen, stellt dies für uns ein mittleres bis hohes Risiko dar. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund des saisonalen Projektgeschäfts und unserem Umsatzmix kommt es im Laufe eines Geschäftsjahres zu Schwankungen im Kapitalbedarf. Die Liquiditätslage bleibt kurzfristig durch Darlehen von Gesellschaftern/Dritten und Factoring stabil. Investitionen in unsere Infrastruktur, den Ausbau oder Erschließung neuer Geschäftsfelder werden langfristig durch Gesellschafter und Dritte finanziert. Größere Umsatzeinbrüche oder ausbleibende Aufträge wie im Zuge der Corona-Pandemie stellen je nachdem wie lange diese andauern ein hohes Risiko für uns dar. Wir haben, um den Übergang zu erleichtern, begonnen die am neuen Standort zu Anfang nicht benötigte Fläche mit Aufschlag zu vermieten und erwarten keine Engpässe. Währungsrisiken bestehen aufgrund Beauftragungen in Euro-Valuta nicht. 2. Chancenbericht Die Qualität unserer Dienstleistungen ist nach wie vor die Basis für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Geschäftspartnern. Unsere Ausrichtung auf Qualität, Kundennutzen und Vertrauen ist die wesentliche Voraussetzung für umfassende Kundenzufriedenheit. Mit unserer jährlichen Meinungsumfrage zur Zufriedenheit unserer Kunden im Bereich Mailing hat dataform, wie in den vergangenen sechs Jahren, erneut sehr gute bis gute Ergebnisse erzielt. Neben den vornehmlich zufriedenen Bestandskunden haben wir Zielkunden aus Branchen und Marktsegmenten, in denen wir in der Vergangenheit noch nicht so vertreten waren, definiert, die wir z.T. durch aktiven Vertrieb bereits für unser Unternehmen gewinnen konnten und weiter im Fokus haben. Wir werden diese durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität und Innovation begeistern und langfristig binden. Der neue Standort eröffnet uns hierfür nun ganz andere Möglichkeiten in Bezug auf Kapazität, Produktionsumgebung, Prozesse, Personaleinsatzplanung und Außendarstellung des Unternehmens. Durch den anhaltenden Konsolidierungsprozess im Mailingmarkt, der durch die Corona-Pandemie noch verstärkt wurde, werden immer wieder kurzfristig Kapazitäten frei. Hier gilt es zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein um diese für uns zu gewinnen. Durch unser zweites Standbein im Bereich Logistik/eCommerce-Fulfillment konnten wir den Bereich Dialog erneut etwas stützen. Dieser ohnehin und stets weiter wachsende Bereich verzeichnet durch den Einfluss der Corona-Pandemie weitere Zuwächse. Hier haben sich bestimmte Handelsbereiche nachhaltig verstärkt und in den Bereich Online-Handel verschoben was unseren Kunden aber auch uns zu Gute kommt. Nach dem Umzug in den neuen Standort können Synergien genutzt, Personaleinsatzplanung und Produktionsabläufe optimiert und neue Flächen für Zuwächse im stetig wachsenden eCommerce-Fulfillmentbereich geschaffen werden. Die neue Intralogistikanlage wird den heute noch personalintensiven Prozess ab Anfang 2022 erheblich verschlanken. Die nachhaltigen und planbaren Erlöse aus der Vermietung von Teilflächen aus dem Gebäudekomplex unterstützen uns kurz und mittelfristig auf unserem Weg zu einem profitablen Unternehmen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und ggf. Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmitteln und Lieferantenkrediten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und Eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement, verbunden mit Bonitätsprüfungen der Kunden im Vorfeld bzw. stetige Überwachung der Bestandskunden. Zusätzlich wird regelmäßig ein Mahnlauf durchgeführt. Darüber hinaus besteht für die über Factoring finanzierten Forderungen ein Delkredereschutz. VI. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 07/2020-06/2021 war insgesamt durchwachsen. Dabei waren Teilbereiche besser und andere schwächer als geplant. Wir bewerten dieses Jahr trotzdem insgesamt positiv, da dieses effektiv genutzt wurde, um die strategischen Weichen auf einen soliden und nachhaltigen Wachstumskurs mit den richtigen Kunden und Dienstleistungen, in einer perfekt auf uns zugeschnitten, modernen Produktionsumgebung mit ausreichend Fläche am neuen Standort zu stellen.
Roßtal, 23. November 2021 dataform dialogservices GmbH Walter Dinkelmeyer Klaus Vollmer Bilanz zum 30. Juni 2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021
AnhangA. Grundlagen und Methoden Die dataform dialogservices GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Fürth unter HRB 1671 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Feuchtwanger Str. 7, 90574 Roßtal-Buchschwabach, Deutschland. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH Gesetzes beachtet. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich gegenüber dem Vorjahr nicht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Es ist in Bezug auf den Vergleich mit der Vorperiode darauf hinzuweisen, dass es sich im Vorjahr um ein sechsmonatiges Rumpfgeschäftsjahr handelte. I. Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben. II. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet: 1. Immaterielle Vermögensgegenstände
2. Sachanlagen
3. Vorräte
4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände
5. Liquide Mittel
6. Rechnungsabgrenzungsposten
7. Rückstellungen
8. Verbindlichkeiten
B. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt. Sämtliche ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Für den neuen Standort in Buchschwabach wurden bereits Anzahlungen auf Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 4.556 geleistet. Die größten Gewerke sind dabei eine Intralogistikanlage für den Bereich Fulfillment, die neue IT-Infrastruktur und eine Absauganlage für die Produktion im Bereich Dialog. Die zur Veräußerung gehaltenen Grundstücke wurden mit Gewinn verkauft. Die verbleibenden Flurstücke für Wege/Verkehrsflächen, die nach Übergabe an den Markt Roßtal und die BRD umgewidmet werden, wurden abgeschrieben. Das Stammkapital des Unternehmens wurde im Dezember 2020 im Zuge des Gesellschafterwechsels von TEUR 102 auf TEUR 500 erhöht. Die Betriebsmittelkreditlinie bei der HVB wurde gekündigt: Die Linie bei der Sparkasse wurde auf TEUR 30 aval reduziert. In den sonstigen Rückstellungen sind u.a. Rückstellungen für Personalkosten TEUR 144, Berufsgenossenschaft TEUR 12 und Jahresabschlusskosten TEUR 17 enthalten. Zur Finanzierung der Investitionen für den neuen Standort und Sicherung der Liquidität wurden vom Hauptgesellschafter Prodelocx GmbH Darlehen im Wert von TEUR 5.200 gewährt. Auf TEUR 1.000 davon wurde zur Stützung des Eigenkapitals ein Rangrücktritt erklärt. Die Aufgliederung, die Restlaufzeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. Am Abschlussstichtag bestehende Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert erläutert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind, die aber für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, sind nachfolgend gesondert erläutert. Im Zuge des Neubauprojekts wurde für den Betrieb der auf dem Dach geplanten Photovoltaikanlagen und der Vermarktung der damit erzeugten Energie die dataform greenpower GmbH gegründet. Die dataform dialogservices GmbH ist daran mit 90% beteiligt und hat eine Stammkapitaleinlage in Höhe von TEUR 90 geleistet. C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung In den Umsatzerlösen sind TEUR 3.166 aus dem Verkauf von Grundstücken enthalten (Vj. TEUR 7.944). Die Geschäftsführer schlagen vor den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. D. Ergänzende Angaben I. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane Geschäftsführer
Es bestanden keine Forderungen aus Vorschüssen und Krediten an Organmitglieder. II. Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
E. Verbindlichkeitenspiegel
F. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen I. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Am Abschlussstichtag bestanden keine in der Bilanz nicht ausgewiesene Haftungsverhältnisse. II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag aus:
Die Gesellschaft hat in betriebsgewöhnlichem Umfang Operate Leasingverträge abgeschlossen. Zweck dieser Verträge ist die Verbesserung der Liquidität und eine Entlastung der Bilanzsumme. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird über Factoring finanziert, was ebenfalls der Verbesserung der Liquidität dient und gleichzeitig das Risiko von Forderungsausfällen verringert. Die Gesellschaft hat in betriebsgewöhnlichem Umfang Finance Leasingverträge abgeschlossen. Zweck dieser Verträge ist die Umsetzung von Investitionsvorhaben. III. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind, dass zu Ende August mit dem Umzug in den neuen Standort Buchschwabach begonnen wurde. Der Standort Ammerndorf ist im laufenden Betrieb bereits komplett umgezogen und produziert nun am neuen Standort. Mit Umzug der Verwaltung wurde auch der Sitz der Firma verlegt. Der Umzug des Standorts in Nürnberg wurde bis Ende Oktober abgeschlossen. Für die zur Vermietung vorgesehen Flächen im neuen Standort gibt es bereits Zusagen von den zukünftigen Mietern.
Roßtal, 23. November 2021 Walter Dinkelmeyer Klaus Vollmer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis 30. Juni 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die dataform dialogservices GmbH, Ammerndorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der dataform dialogservices GmbH, Ammerndorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der dataform dialogservices GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 23. November 2021 KPMG
AG
Dr. Kelle, Wirtschaftsprüfer Eberle, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDie Feststellung des Jahresabschlusses der dataform dialogservices GmbH erfolgte am 17. Januar 2022. |
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