VÖS Positionierung und Managementberatung GmbH
Selbe AdresseUnternehmensberatung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Grewe seit 2.12.2021 | Prokura |
Christian Schwarzenberger seit 6.6.2017 | Geschäftsführer |
Marc-Stephan Vogt seit 9.11.2004 | Geschäftsführer |
Thomas Ötinger seit 9.11.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 36.67% | |
| 36.67% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
marcapo GmbHEbernJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung wird festgestellt, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 mit einem realen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 Prozent konfrontiert war. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf anhaltende geopolitische Spannungen, insbesondere den fortdauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, sowie auf strukturelle Herausforderungen wie den demografischen Wandel und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zurückzuführen. Für das Jahr 2024 prognostiziert die Bundesregierung einen weiteren leichten Rückgang des realen BIP um 0,2 Prozent. Diese verhaltene Prognose reflektiert die fortbestehenden Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft, die Auswirkungen hoher Energiepreise und die Herausforderungen in den internationalen Lieferketten. Zudem wird erwartet, dass die Inflation im Jahr 2024 auf 2,8 Prozent sinkt, was teilweise auf die Entspannung der Energiepreise zurückzuführen ist. Die Bundesregierung betont die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nachhaltig zu stärken, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen wirksam zu begegnen. Hierzu zählen insbesondere Maßnahmen zur Förderung von Innovationen, Investitionen in digitale und nachhaltige Infrastrukturen sowie der Abbau bürokratischer Hemmnisse für Unternehmen. Es ist zu beachten, dass die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung von einer Vielzahl exogener und endogener Faktoren beeinflusst wird und daher von den aktuellen Prognosen abweichen kann. 2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Quellen: Nielsen.com, GWA Frühjahrsmonitor 2024 zaw.de (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e.V.) Werbemarkt Im Jahr 2023 verzeichnete der deutsche Werbemarkt eine moderate Erholung. Laut Nielsen stiegen die Bruttowerbeausgaben um 5,1 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten insgesamt 35,74 Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert war das Wachstum in den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel, Streaming-Dienste und Süßwaren, die signifikante Zuwächse verzeichneten. Für das Jahr 2024 prognostizieren Experten eine Fortsetzung dieses positiven Trends, jedoch mit einer leicht abgeschwächten Dynamik. Es wird erwartet, dass die Werbeausgaben um etwa 3 % steigen werden, wobei digitale Medien weiterhin den größten Anteil am Wachstum haben dürften. Die zunehmende Bedeutung von Online-Plattformen und Streaming-Diensten als Werbekanäle spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Agenturumfeld Der GWA Frühjahrsmonitor 2024 bietet einen detaillierten Einblick in die Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der GWA-Agenturen im Jahr 2023 und gibt Prognosen für das Jahr 2024 ab. Umsatzentwicklung und Rendite Die GWA-Agenturen konnten im Jahr 2023 ihre Umsätze um durchschnittlich 3,3 % steigern, was über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre liegt. Die Rendite stagnierte jedoch bei 8,2 %, was auf gestiegene Kosten und einen intensiveren Wettbewerb hindeutet. Fachkräftemangel und Konjunktur Der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales Problem für die Agenturen, hat jedoch im Vergleich zum Vorjahr an Dringlichkeit verloren. Aktuell sehen 86 % der GWA-Agenturen die schwächelnde Konjunktur als größtes Wachstumshemmnis, während der Fachkräftemangel bei 63 % der Agenturen die Entwicklung bremst. Investitionen in Personal und IT Trotz der Herausforderungen investieren viele Agenturen weiterhin in Personal und Technologie. Etwa 50 % der befragten Agenturen haben mehr Festangestellte als im Vorjahr, während 36 % einen Rückgang verzeichnen. Zudem haben 19 % der Agenturen neues Personal speziell für den Bereich Künstliche Intelligenz eingestellt, um den technologischen Fortschritt voranzutreiben. Diversifikation und Wachstumstreiber Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) hat in der Branche an Bedeutung gewonnen. KI wird regelmäßig eingesetzt, insbesondere in der Kreation, um Prozesse zu optimieren und innovative Lösungen zu entwickeln. Die rechtlichen Unsicherheiten stellen jedoch eine Herausforderung dar. Weitere Beobachtungen Die Mehrheit der Umsätze wird mit Projekthonoraren erzielt, während Festpreismodelle weniger verbreitet sind. Zudem haben die Agenturen begonnen, vermehrt in nachhaltige Praktiken zu investieren, um den steigenden Anforderungen der Kunden und der Gesellschaft gerecht zu werden. Schlussfolgerung Die deutsche Werbebranche zeigte sich 2023 robust mit moderatem Wachstum. Die Agenturen konnten ihre Umsätze steigern, stehen jedoch vor Herausforderungen wie der schwächelnden Konjunktur und dem anhaltenden Fachkräftemangel. Investitionen in Personal, Technologie und Diversifikation, insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz, sind entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben und zukünftiges Wachstum zu sichern. Die Branche muss flexibel bleiben und sich kontinuierlich an die sich wandelnden Marktbedingungen anpassen, um langfristigen Erfolg zu gewährleisten. 3. Wirtschaftsbericht marcapo konnte sich auch im Jahr 2023 positiv weiterentwickeln. Trotz weiterhin herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen verzeichnete das Unternehmen erneut ein leichtes Wachstum beim Betriebsergebnis. Die gestiegenen Personalkosten, die sich im Vergleich zu 2022 um mehr als 15% erhöht haben, bleiben jedoch ein bedeutender Kostentreiber. Der kontinuierliche Personalaufbau stellt weiterhin eine essenzielle Investition in die Zukunft dar, um die angestrebte Expansion langfristig zu sichern. Besonders erfreulich ist der Zuwachs im Bereich Online-Marketing: Der Umsatz mit online-Marketing-Maßnahmen stieg im Vergleich zu 2022 um beeindruckende 52%. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Kundenbindung und das zukünftige Wachstum. Ebenso konnte das Kundensegment, das die innovativen Online-Marketing-Module der marcapo Marketingplattformen nutzt, weiter ausgebaut werden. Der im Januar 2022 eingeleitete strategische Fokus auf Werbewirksamkeit und den Einsatz künstlicher Intelligenz trägt zunehmend Früchte. Erste erfolgreiche Kooperationen und Kundengewinne sind ein vielversprechendes Ergebnis dieser Ausrichtung. Sie bilden eine solide Basis für zukünftiges Wachstum und stärken marcapo in einem dynamischen Marktumfeld. Trotz vereinzelter Kundenabgänge konnte durch Cross-Selling-Maßnahmen und die erfolgreiche Gewinnung von Neukunden eine vollständige Kompensation erreicht werden. Dieser Erfolg unterstreicht die Effizienz der eingeleiteten Maßnahmen zur Stärkung der Kundenbindung und Erschließung neuer Marktpotenziale. 3.1 Beschaffungsbereich Der Bereich Einkauf und Lieferantenmanagement zeichnet sich auch im vergangenen Jahr durch eine klare Kontinuität in der Strategie sowie der Geschäftspolitik aus. Im Zuge der weiteren Digitalisierung konnten zahlreiche Prozesse im Beschaffungsbereich optimiert werden, sodass mittlerweile mehr als 200 Lieferanten und Dienstleister erfolgreich an unsere Systeme angebunden sind. Der Anteil der vollständig digital integrierten Lieferanten ist dabei erneut gestiegen. Besonders hervorzuheben ist der jährlich stattfindende Local Branding Day, den wir in Zusammenarbeit mit unseren wichtigsten Lieferanten organisieren. Diese Veranstaltung, an der jährlich über 200 Marketingentscheider teilnehmen, hat sich als ein bedeutendes Format etabliert, um neue Partnerschaften zu identifizieren und bestehende Kooperationen zu intensivieren. Dank der vollständigen Anbindung aller Hauptlieferanten an unsere Systeme ist eine kontinuierliche Überwachung ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit über die Creditreform gewährleistet. Dies ermöglicht uns eine noch präzisere Bewertung und ein besseres Risikomanagement. Zusätzlich haben wir unsere Kooperation mit Google im Bereich Online-Marketing weiter ausgebaut, was die Reichweite und Effizienz unserer digitalen Kampagnen weiter steigert. Auch die Zusammenarbeit mit Meta konnte im letzten Jahr intensiviert werden und trägt dazu bei, unsere Position im digitalen Raum weiter zu stärken. Diese Fortschritte markieren einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserer kontinuierlichen Bestrebung, operative Prozesse zu optimieren und unser Netzwerk auszubauen. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Effizienz und Effektivität unserer Arbeit und gewährleisten zugleich die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Lieferketten. Im Bereich der physischen Produkte konnten wir sowohl die Lieferzeiten als auch die Termintreue abermals verbessern. Dies führte zu einer weiteren Reduktion der Reklamationsquoten und steigerte die Zufriedenheit unserer Kunden. Zudem haben wir im Zuge der Internationalisierung neue Partnerschaften in Österreich, der Schweiz und in Benelux etabliert, was eine reibungslose Belieferung unserer Kunden in dieser Region sicherstellt. 3.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von einer dynamischen, wachstumsorientierten Entwicklung, die sich in einer Umsatzsteigerung von 24 % widerspiegelte. Insbesondere das Portalgeschäft erwies sich mit einem Wachstum von 23 % als wesentlicher Wachstumstreiber. Der Bereich Nutzungsrechte konnte ebenfalls eine solide Expansion von 10 % verzeichnen, während das Projektgeschäft mit einem Zuwachs von 12 % zur positiven Umsatzentwicklung beitrug. Allerdings entwickelte sich der Rohertrag mit einer Steigerung von 22,2 % nicht im selben Maße wie die Umsätze. Dies ist maßgeblich auf gestiegene Beschaffungskosten zurückzuführen, die aufgrund vertraglicher Bindungen nicht vollständig an unsere Kunden weitergegeben werden können. Zudem wirkte sich die starke Nachfrage nach Streuartikeln, die traditionell eine niedrigere Marge aufweisen, belastend auf die Rohertragsentwicklung aus. Ein weiterer wesentlicher Faktor für die Rohertragsquote im Portalgeschäft ist das Modell, bei dem wir für bestimmte Kunden Artikel zum Einkaufspreis durchschleusen und lediglich eine Bearbeitungsmarge erzielen. Dieser Umstand hat signifikante Auswirkungen auf die Gesamtmarge in diesem Geschäftsbereich. Wir akzeptieren dieses Modell jedoch bewusst, da wir mit diesen Kunden in anderen Bereichen - insbesondere im Projekt- und Nutzungsrechtegeschäft - einen entsprechend attraktiven Rohertrag realisieren. Dies ermöglicht uns eine ganzheitliche Kundenbetreuung und stärkt langfristig die Gesamtprofitabilität der Geschäftsbeziehung. Trotz dieser Herausforderungen blieb die Auftragslage stabil, was die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells unterstreicht, und unsere langfristige strategische Ausrichtung bestätigt. Ausblick auf 2024: Konsolidierung, Investitionen und Vorbereitung auf weiteres Wachstum Für das Jahr 2024 rechnen wir mit weniger Wachstum als in den vergangenen Jahren. Der Fokus wird der Fertigstellung der eigenen KI-Werbeplanung liegen, sowie der Vorbereitung auf die weitere Internationalisierung unseres Geschäftes. Darüber hinaus wird der Fokus auf die Steigerung des Rohertrages und die Optimierung bzw. Automatisierung interner Prozesse gelegt werden, um in den Folgejahren das Wachstum überproportional profitabel gestalten zu können. Um dies bewältigen zu können, werden wir voraussichtlich weniger Neukundengeschäft integrieren können als in den vergangenen Jahren. Im Personalbereich rechnen wir mit weiteren Kostensteigerungen, insbesondere durch geplante Neueinstellungen sowie inflationsbedingte Gehaltsanpassungen innerhalb unserer Marktsegmente. Ab dem zweiten Halbjahr 2024 erwarten wir jedoch, dass die erzielten Effizienzgewinne aus unseren umfangreichen Automatisierungsinitiativen die zusätzlichen Kosten überkompensieren werden. Insbesondere der konsequente Einsatz von prozessoptimierenden Technologien und die digitale Transformation in allen Unternehmensbereichen werden entscheidend zur Produktivitätssteigerung beitragen. 3.3 Geschäftsergebnis Das Geschäftsergebnis ist um TEUR 137 auf TEUR 869 gestiegen
3.4 Investitionsbereich Auch im Jahr 2023 setzen wir unseren Fokus weiterhin auf die gezielte Expansion unserer Werbeplanungs-KI. Wir gehen davon aus, dass wir Ende des Jahres mit den ersten großen Pilotkunden live gehen können, was einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung unserer Technologie darstellt. Zudem werden wir weitere Investitionen in die Digitalisierung unserer Verwaltungsbereiche tätigen. Dies umfasst hauptsächlich die Anschaffung neuer Softwaresysteme sowie die Migration der relevanten Daten in diese Systeme, um die Effizienz und Transparenz in unseren internen Prozessen weiter zu steigern. Wie auch in den Vorjahren, fließen erhebliche Mittel in den Ausbau unserer Marketingplattform. Diese kontinuierlichen Investitionen sind entscheidend, um unsere Position als führender Anbieter im Bereich der AI-gestützten Marketinglösungen weiter auszubauen und unseren Kunden innovative und effiziente Lösungen zu bieten. 3.5 Finanzierungsbereich Die Liquidität ist weiterhin positiv. Es wurden keine Gewinne ausgeschüttet. Das Unternehmen ist ausreichend finanziert. Es wurden Darlehen an Mutter- und Schwesterunternehmen ausgereicht. 3.6 Personal- und Sozialbereich Zum Stichtag 31.12.2023 beschäftigte die marcapo GmbH insgesamt 202 Mitarbeitende, was einem Zuwachs von 6 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Über das gesamte Jahr hinweg lag die durchschnittliche Beschäftigtenzahl ebenfalls bei 202 Mitarbeitenden, was die kontinuierliche Erweiterung unserer operativen Kapazitäten widerspiegelt. Besonders hervorzuheben ist, dass offene Stellen innerhalb angemessener Zeiträume erfolgreich besetzt werden konnten. Dies unterstreicht nicht nur die Attraktivität von marcapo als Arbeitgeber, sondern auch die Effizienz und Zielgerichtetheit unserer Rekrutierungsstrategie. Die Anzahl der Bewerbungen konnte signifikant gesteigert werden, was auf die verstärkte Wahrnehmung unserer Arbeitgebermarke sowie optimierte Recruiting-Prozesse zurückzuführen ist. Mit Blick auf das Jahr 2024 gehen wir von einer weiteren Erweiterung unseres Mitarbeiterstamms aus, die insbesondere durch den zunehmenden Kundenbestand sowie die voranschreitende Internationalisierung getrieben wird. Im Vergleich zu 2023 wird das prozentuale Wachstum des Personalbestands jedoch moderat ausfallen, da die Effekte aus der starken Personalexpansion des Vorjahres sowie Effizienzgewinne aus Automatisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen berücksichtigt werden. Unsere Strategie für 2024 fokussiert sich daher verstärkt auf eine qualitative Skalierung des Personalbestands. Neben der Besetzung wachstumsbedingter neuer Stellen wird ein besonderer Fokus auf die Weiterentwicklung und Optimierung bestehender Teams gelegt, um nachhaltige Produktivitätsgewinne zu realisieren. 3.7 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage: Das Gesamtvermögen hat sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 14.544 bzw. um 12,0 % gegenüber dem Vorjahr vermehrt. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 3,0 %. Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt um TEUR 1.381 erhöht. Es beträgt 94,6 % des Gesamtvermögens.
Finanzlage: Zur Analyse der Finanzlage kann folgende Finanzstruktur abgeleitet werden:
Die Deckungsgrade I und II haben sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt verbessert. Durch die Erhöhung des Anlagevermögens und den gleichzeitigen Anstieg des Eigenkapitals konnte eine Verbesserung um TEUR 829 erreicht werden. Im Berichtsjahr sind weiterhin keine Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr auszuweisen. Dadurch hat sich der Deckungsgrad II analog um TEUR 829 verbessert. Ertragslage:
Im Geschäftsjahr 2023 konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Umsatz betrug in 2023 TEUR 36.104 und ist damit um TEUR 7.012 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.017 auf TEUR 20.912 ebenfalls gestiegen. Der Rohertrag ist um TEUR 2.756 gestiegen und beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 15.196. Das Betriebsergebnis ist auf TEUR 1.236 um 21,2 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das Finanzergebnis hat sich um TEUR 61 verbessert, sodass insgesamt ein um TEUR 137 höheres Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 auszuweisen ist. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Risikomanagement Das frühzeitige Erkennen und proaktive Managen von Risiken ist eine essenzielle Voraussetzung für die nachhaltige Unternehmensentwicklung. Daher setzt die marcapo GmbH auf ein strukturiertes Risikomanagement, das in die strategische Unternehmenssteuerung integriert ist. Ein zentrales Element dieser Strategie sind die quartalsweise stattfindenden Strategietreffen des Managements, in denen eine umfassende Risiko- und Chancenanalyse vorgenommen wird. Identifizierte Risiken werden bewertet, und falls erforderlich, werden gezielte Maßnahmen zur Risikominimierung oder zur Nutzung identifizierter Marktchancen verabschiedet. Ein leistungsfähiges internes Reportingsystem gewährleistet eine kontinuierliche Überwachung der Unternehmensentwicklung. Planabweichungen - sowohl positiver als auch negativer Natur - werden frühzeitig erkannt, sodass das Management unverzüglich Gegensteuerungsmaßnahmen oder Wachstumsinitiativen einleiten kann. Zusätzlich wird durch das Führungsteam eine quartalsweise Fortschreibung der Planung vorgenommen, um eine maximale Transparenz und Anpassungsfähigkeit sicherzustellen. Zur weiteren operativen Steuerung erhalten alle Führungskräfte monatliche Soll-Ist-Vergleiche für ihre jeweiligen Verantwortungsbereiche. Zur Absicherung gegen finanzielle Risiken sind die meisten Forderungen durch eine Forderungsausfallversicherung gedeckt, was die finanzielle Stabilität des Unternehmens zusätzlich stärkt. Parallel dazu wurde eine systematische Sensibilisierung der Organisation für potenzielle Unternehmensrisiken in nahezu allen relevanten Risikobereichen initiiert. Durch gezielte Schulungsprogramme wird das Bewusstsein der Mitarbeitenden weiter geschärft, um ein ganzheitliches Risikomanagement auf allen Unternehmensebenen zu etablieren. Als marktliche Risiken sind für 2024 die allgemein schwache Konjunktur hervorzuheben, die erwarten lässt, dass die Wachstumsraten der Vorjahre nicht mehr zu erreichen sind. 4.2 Risikolage 4.2.1 Rechtliche Risiken marcapo ist den branchenüblichen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Zum Ende des Jahres 2023 gab es keine neuen Rechtsstreitigkeiten. Datenschutz und Compliance - Verschärfte Datenschutzgesetze und -regelungen könnten die Datenerhebung und -verarbeitung für Werbezwecke einschränken. - Die DSGVO in Europa und andere Datenschutzbestimmungen weltweit stellen strikte Anforderungen an die Verwendung von Kundendaten. Durch umfangreiche Schulungen und durch die Hinzunahmen von Experten sind wir auf diese Herausforderungen weiterhin gut vorbereitet. 4.2.2 Branchenrisiken 1. Wirtschaftliche Unsicherheiten: • Globale und lokale wirtschaftliche Volatilität: Anhaltende geopolitische Spannungen und die Nachwirkungen globaler Gesundheitskrisen könnten zu wirtschaftlicher Instabilität führen. Dies könnte Unternehmen veranlassen, ihre Marketingbudgets zu kürzen, was die Nachfrage nach MarTech-Dienstleistungen beeinträchtigen könnte. • Inflation und steigende Zinssätze: Anhaltende Inflation und erhöhte Zinssätze können die Betriebskosten für Unternehmen erhöhen und die Investitionsbereitschaft in Marketingtechnologien dämpfen. 2. Technologische Herausforderungen: • Änderungen in Datenschutzrichtlinien: Die zunehmende Einschränkung von Third-Party-Cookies durch Browser-Anbieter erschwert präzises Targeting und Retargeting in der digitalen Werbung. MarTech-Unternehmen müssen innovative, datenschutzkonforme Lösungen entwickeln, um weiterhin effektive Werbestrategien anbieten zu können. • Fortschritte bei Ad-Blocking-Technologien: Die Verbreitung von Ad-Blockern reduziert die Sichtbarkeit von Online-Werbung erheblich. Dies erfordert die Entwicklung neuer Ansätze, um Zielgruppen effektiv zu erreichen, ohne auf traditionelle Werbeformate angewiesen zu sein. • Schneller technologischer Wandel: Die rasante Entwicklung neuer Technologien erfordert kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung. MarTech-Unternehmen müssen agil bleiben, um mit Innovationen Schritt zu halten und nicht von Wettbewerbern überholt zu werden. 3. Veränderungen im Medienkonsum: • Digitale Transformation des Medienkonsums: Die fortschreitende Verlagerung vom traditionellen zum digitalen Medienkonsum erfordert kontinuierliche Anpassungen der Werbestrategien. MarTech-Unternehmen müssen ihre Technologien entsprechend weiterentwickeln, um den sich wandelnden Konsumgewohnheiten gerecht zu werden. • Aufstieg von Social-Media-Plattformen und Influencer-Marketing: Die zunehmende Bedeutung von sozialen Medien und Influencern erfordert eine Umverteilung der Werbebudgets. MarTech-Unternehmen sollten ihre Angebote erweitern, um diese Kanäle effektiv zu integrieren und zu monetarisieren. • Fragmentierung der Medienlandschaft: Die zunehmende Diversifizierung der Medienkanäle erschwert es, Zielgruppen effektiv zu erreichen. MarTech-Unternehmen müssen ihre Strategien ständig anpassen, um in einer fragmentierten Medienlandschaft relevant zu bleiben. 4. Veränderungen im Konsumentenverhalten: • Wandelnde Kaufgewohnheiten und Erwartungen: Konsumenten erwarten zunehmend personalisierte und nahtlose Online-Erlebnisse. MarTech-Unternehmen müssen fortschrittliche Datenanalysen und KI einsetzen, um diesen Erwartungen gerecht zu werden und relevante Inhalte bereitzustellen. • Steigendes Bewusstsein für nachhaltigen Konsum: Ein wachsendes Umweltbewusstsein beeinflusst die Wahrnehmung von Werbebotschaften. MarTech-Unternehmen sollten nachhaltige Praktiken fördern und transparente Kommunikation unterstützen, um das Vertrauen der Konsumenten zu gewinnen. • Datenschutzbewusstsein der Verbraucher: Ein steigendes Bewusstsein für Datenschutz führt dazu, dass Konsumenten sensibler auf die Nutzung ihrer Daten reagieren. MarTech-Unternehmen müssen transparente und datenschutzkonforme Praktiken implementieren, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen. 5. Intensivierung des Wettbewerbs: • Zunehmender Konkurrenzdruck: Der MarTech-Sektor verzeichnet ein rapides Wachstum, was zu einem intensiveren Wettbewerb führt. Unternehmen müssen kontinuierlich innovativ sein und ihre Alleinstellungsmerkmale klar kommunizieren, um sich im Markt zu behaupten. • Aufkommen neuer Werbeplattformen und -formate: Innovative Plattformen und Formate könnten traditionelle Geschäftsmodelle herausfordern. MarTech-Unternehmen müssen diese Entwicklungen proaktiv verfolgen und gegebenenfalls ihr Angebot anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. • Marktsättigung: Der MarTech-Sektor wird zunehmend gesättigt, was den Wettbewerb verschärft und Preisdruck erzeugt. Unternehmen müssen sich durch einzigartige Wertangebote differenzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 6. Cybersecurity-Risiken: • Zunahme von Cyberangriffen: Mit der fortschreitenden Digitalisierung steigt das Risiko von Cyberbedrohungen. MarTech-Unternehmen müssen robuste Sicherheitsmaßnahmen implementieren und kontinuierlich aktualisieren, um Datenintegrität und -sicherheit zu gewährleisten. • Zunehmende Komplexität der Bedrohungen: Cyberkriminelle entwickeln immer ausgeklügeltere Angriffsmethoden, die traditionelle Sicherheitsmaßnahmen umgehen können. MarTech-Unternehmen müssen in fortschrittliche Sicherheitslösungen investieren und ihre Mitarbeiter regelmäßig schulen, um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken. 4.2.3 Risiken des Produktprogramms Das Produktportfolio der marcapo GmbH präsentiert sich als stabil und weist keine inhärenten signifikanten Risiken auf. Potenzielle Herausforderungen könnten sich primär aus unvorhergesehenen Preissteigerungen bei Vorlieferanten ergeben - insbesondere in Fällen, in denen bestehende Kundenverträge eine unmittelbare Weitergabe der gestiegenen Kosten nicht zulassen. Aufgrund des Geschäftsmodells von marcapo, das in hohem Maße auf der ad-hoc-Vergabe von Aufträgen an Lieferanten basiert, bleiben die hieraus resultierenden Risiken jedoch fragmentiert und steuerbar. Darüber hinaus zeichnet sich unser Produktangebot nicht nur durch Stabilität, sondern auch durch eine zukunftsgerichtete Ausrichtung aus. Insbesondere der Bereich der Online-Produkte verzeichnet ein überproportionales Wachstum gegenüber anderen Produktsegmenten. Diese Entwicklung reflektiert die fortschreitende Digitalisierung und die steigende Relevanz von technologiegestützten Marketinglösungen. Mit Blick auf das Jahr 2024 verfolgt marcapo weiterhin einen konsequenten Innovationskurs, um die Wettbewerbsfähigkeit und das Leistungsangebot kontinuierlich zu optimieren. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung eines neuen Moduls zur KI-gestützten Optimierung der Werbeplanung. Diese Initiative unterstreicht unser stetes Bestreben, technologische Fortschritte frühzeitig zu adaptieren, um unsere Produktlandschaft und Dienstleistungen gezielt weiterzuentwickeln und an dynamische Marktbedingungen anzupassen. Durch diese strategische Ausrichtung wird sichergestellt, dass marcapo nicht nur auf aktuelle Marktentwicklungen reagiert, sondern auch aktiv Innovationsimpulse setzt, um sich als führender Anbieter im Bereich technologiegestütztes Marketing zu positionieren. 4.2.4 Produktions-, Beschaffungsmarkt- und Umweltrisiken Die Beziehungen zu unseren Lieferanten sind durch vertragliche Vereinbarungen klar definiert, welche sowohl Leistungszusagen als auch Haftungsfragen präzise regeln. Diese vertraglichen Grundlagen gewährleisten eine rechtssichere und verlässliche Zusammenarbeit, minimieren jedoch nicht sämtliche externe Risiken innerhalb der Lieferkette. Die Nachwirkungen der globalen Pandemie führten temporär zu Lieferengpässen und Verzögerungen, die sich vor allem auf einzelne Warengruppen auswirkten. Ein weiterhin relevantes Risiko besteht in Preisvolatilitäten, insbesondere im Bereich Handelsware und Papierprodukte. Sollten Kostensteigerungen nicht unmittelbar an Kunden weitergegeben werden können, könnte dies kurzfristig die Margenstruktur beeinflussen. Ein weiteres potenzielles Risiko ergibt sich durch Lieferantenausfälle, beispielsweise durch Insolvenzen oder Marktbereinigungen, insbesondere im Online- und Print-Sektor. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzt marcapo gezielt auf eine doppelte Besetzung kritischer Lieferanten, wo dies wirtschaftlich und operativ umsetzbar ist. Dadurch wird die Resilienz der Lieferkette gestärkt und das Ausfallrisiko reduziert. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die Marktmacht einzelner Anbieter, insbesondere im Bereich der digitalen Werbeplattformen. So besitzt beispielsweise Google im Segment der Suchmaschinenwerbung eine quasi-monopolistische Stellung. Änderungen in den Preis- und Konditionenmodellen oder Modifikationen im Produktangebot solcher marktbeherrschenden Anbieter können kurzfristige Schwankungen bei Umsatz und Ertrag nach sich ziehen. Zunehmend beeinflussen auch geopolitische Instabilitäten und wirtschaftliche Unsicherheiten die globalen Lieferketten. Insbesondere durch: • Beeinträchtigungen von Transportwegen und steigende Logistikkosten • Handelskonflikte, die zusätzliche Zölle und regulatorische Handelsbarrieren mit sich bringen könnten • Strengere Umwelt- und Regulierungsauflagen, die sich auf die Verfügbarkeit und Kosten bestimmter Rohstoffe auswirken könnten Um diesen vielschichtigen Beschaffungsrisiken wirkungsvoll zu begegnen, unterliegt unser Risikomanagement einer kontinuierlichen Optimierung. Durch den Einsatz strategischer Einkaufs- und Diversifikationsmaßnahmen stellen wir sicher, dass auch in einem volatilen Marktumfeld eine nachhaltige und stabile Beschaffungsstrategie gewährleistet bleibt. 4.2.5 It-Risiken Die Integrität und Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur - insbesondere der Server, die unsere Marketingportale hosten - ist von kritischer Bedeutung für den Geschäftsbetrieb von marcapo. Ein technischer Ausfall oder ein externer Angriff auf diese Systeme stellt daher ein signifikantes operatives Risiko dar. Zur Absicherung dieses Risikos besteht weiterhin eine umfassende Cyber-Versicherung. Um die Resilienz der IT-Landschaft weiter zu stärken, befindet sich marcapo in einer strategischen Migration kritischer Serverstrukturen in ein zentrales Rechenzentrum, das durch höhere Sicherheitsstandards und verbesserte Schutzmechanismen eine wesentlich höhere Ausfallsicherheit als die bisherigen Serverstandorte gewährleistet. Im Jahr 2023 gab es keine nennenswerten sicherheitsrelevanten Vorfälle im IT-Bereich. Die kontinuierliche Investition in IT-Sicherheitsmaßnahmen wurde konsequent fortgeführt, um die technologische Widerstandsfähigkeit des Unternehmens weiter zu stärken. Die Cyber-Versicherung bleibt unverändert bestehen und bietet eine zusätzliche Absicherung gegen potenzielle Cyberangriffe und IT-Ausfälle. Neben diesen strukturellen Maßnahmen sind allgemeine IT-Risiken wie: • Softwarefehler, • menschliche Bedienfehler, • externe Bedrohungen durch Malware, Phishing und Cyberangriffe stetige Herausforderungen im IT-Betrieb. Um diesen Risiken wirksam entgegenzuwirken, setzt marcapo auf eine umfassende IT-Sicherheitsstrategie, die auf folgenden Säulen basiert: • Proaktive Präventionsmaßnahmen zur frühzeitigen Erkennung und Abwehr potenzieller Bedrohungen • Regelmäßige Schulungen des Personals, um das Bewusstsein für IT-Sicherheit und den Umgang mit Cybergefahren zu schärfen • Kontinuierliche Software- und Sicherheitsupdates, um IT-Systeme stets auf dem neuesten Stand zu halten • Erweiterte Monitoring- und Incident-Response-Prozesse, um verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu identifizieren und darauf reagieren zu können Durch diese mehrstufige Absicherungsstrategie stellt marcapo sicher, dass die IT-Infrastruktur höchsten Sicherheitsstandards entspricht und gleichzeitig auf zukünftige Bedrohungsszenarien vorbereitet bleibt. 4.2.6 Finanzwirtschaftliche Risiken Im Rahmen ihrer regulären Geschäftstätigkeit ist die marcapo GmbH einer Vielzahl finanzieller Risiken ausgesetzt, darunter Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und verschiedene Marktrisiken, die potenziell erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Ein besonderes Augenmerk gilt im Jahr 2024 den Zinsrisiken, die sich aus der anhaltenden Inflationsdynamik und den damit verbundenen geldpolitischen Maßnahmen ergeben könnten. Steigende Zinssätze haben das Potenzial, die Finanzierungskosten zu erhöhen, was sich direkt auf die Rentabilität auswirken kann. Um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen und eine nachhaltige finanzielle Stabilität zu gewährleisten, setzt marcapo auf eine vorausschauende Finanzstrategie. Zu den zentralen Maßnahmen gehören: • Solide Finanzplanung zur frühzeitigen Identifikation und Steuerung potenzieller Zinsbelastungen • Weitergabe von Zinskosten bei Vorfinanzierungen, insbesondere bei Artikelbeständen und größeren Produktionsmaßnahmen, um Margenstabilität zu gewährleisten • Optimierung der Liquiditätssteuerung, um finanzielle Flexibilität zu erhalten und unnötige Finanzierungskosten zu vermeiden • Kontinuierliches Monitoring der Zinsentwicklung, um schnell und zielgerichtet auf Marktveränderungen reagieren zu können Durch diese proaktiven Steuerungsmaßnahmen stellt marcapo sicher, dass sich das Unternehmen auch in einem volatilen Zins- und Marktumfeld finanziell widerstandsfähig und strategisch anpassungsfähig aufstellt. Kreditrisiken Ausfallrisikobehaftete Forderungen der marcapo GmbH werden durch eine Forderungsausfallversicherung abgesichert. Im Banken- und Versicherungsbereich wurde aus wirtschaftlicher Sinnhaftigkeit auf eine derartige Absicherung verzichtet, da das Ausfallrisiko bei diesen Kunden als nahezu ausgeschlossen gilt. Ein besonderer Vorteil zeigt sich im Portalgeschäft, wo die Forderungsausfälle aufgrund der primären Abwicklung über Gutscheinzahlungen und Lastschrifteinzüge eine nicht nennenswerte Größe darstellen. Durch dieses automatisierte Zahlungsmodell wird das Risiko von Zahlungsausfällen erheblich reduziert und eine hohe Zahlungssicherheit gewährleistet. Darüber hinaus setzt marcapo auf ein konsequentes und strukturiertes Mahnwesen, um säumige Zahlungen frühzeitig zu identifizieren und schnellstmöglich zu bearbeiten. Sollte ein Kunde trotz mehrfacher Mahnstufen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, wird er unverzüglich für weitere Bestellungen gesperrt, um das Risiko weiterer Zahlungsausfälle zu eliminieren. Die enge Kooperation mit der Creditreform im Teilnehmergeschäft hat zudem dazu beigetragen, das Kreditrisiko signifikant zu minimieren und auf ein operativ vertretbares Maß zu reduzieren. Im Verlauf des Jahres 2023 konnte verzeichnet werden, dass es zu keinem nennenswerten Forderungsausfall kam. Durch diese differenzierte und proaktive Risikosteuerung stellt marcapo sicher, dass die Finanzstabilität des Unternehmens gewahrt bleibt, während gleichzeitig eine effiziente Steuerung des Forderungsmanagements umgesetzt wird. Liquiditätsrisiken Die Liquiditätsplanung wird bei marcapo vom Finanzbereich quartalsweise erstellt und fortlaufend überwacht, um eine optimale Steuerung der finanziellen Mittel sicherzustellen. Auch im Jahr 2023 zeichnete sich das Unternehmen durch eine besonders vorteilhafte Liquiditätssituation aus. Bestehende Kontokorrent-Kreditrahmen wurden - wenn überhaupt - nur kurzfristig in Anspruch genommen. Aufgrund der starken Geschäftsentwicklung und des gestiegenen Finanzierungsbedarfs für größere Auftragsvolumina wurden die Kreditlinien am Jahresende signifikant erweitert, um auch sehr hohe Vorfinanzierungen zuverlässig sicherzustellen. Zudem wurden im Jahr 2023 sämtliche Zahlungen stets innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen geleistet, was die finanzielle Disziplin und Stabilität des Unternehmens weiter unterstreicht. Obwohl Kreditvergaben an Mutter- und Schwestergesellschaften zu Liquiditätsabflüssen führten, blieb die Gesamtliquidität des Unternehmens stabil. Dies ist maßgeblich auf das positive Geschäftsergebnis zurückzuführen, das auch in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld eine nachhaltige finanzielle Handlungsfähigkeit gewährleistet hat. Marktrisiken Besondere Marktrisiken sind derzeit nicht zu erkennen. Lediglich das geringe Wirtschaftswachstum könnte zu Budgetkürzungen bei Kunden führen. Durch unsere diversifizierte Kundenstruktur sind die Risiken jedoch geringer Natur. Währungsrisiken Währungsrisiken spielen für die marcapo GmbH eine untergeordnete Rolle, da der Großteil der Geschäftsaktivitäten in Euro abgewickelt wird. Die vorhandenen Auslandsguthaben in Schweizer Franken (CHF) sind von geringer wirtschaftlicher Relevanz und haben daher keinen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Durch diese begrenzte Exponierung gegenüber Fremdwährungen sind keine signifikanten Absicherungsmaßnahmen erforderlich. 4.3 Chancen Chancen für Marketingportale im Werbemarkt können aus unterschiedlichen Faktoren und Trends resultieren, und dies sowohl in Bezug auf den allgemeinen wirtschaftlichen Kontext als auch auf spezielle Entwicklungen im Marketing- und Werbesektor. Technologische Fortschritte und Datenanalyse KI und Datenanalyse: Die zunehmende Integration von Künstlicher Intelligenz und fortschrittlichen Datenanalysemethoden ermöglicht präzisere, personalisierte Werbestrategien, die effektiver auf individuelle Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Automatisierung: Der vermehrte Einsatz von Automatisierung kann dazu beitragen, Marketingprozesse zu vereinfachen und zu optimieren, und somit eine effizientere und kosteneffektive Ausrichtung der Marketingstrategien unterstützen. Die Kooperation mit der Hase & Igel GmbH im Bereich des media-Mi-Modellings kann zur Erschließung eines weiteren großen Marktes führen. Dieses kann zum Vermehrten Shift von nationale in lokale Mediabudgets bei unseren großen Kunden führen. Konsumentenverhalten Online-Engagement: Die kontinuierliche Verlagerung des Konsumentenverhaltens hin zum Online-Engagement bietet Plattformen, die digitale Werbemaßnahmen unterstützen, zunehmend lukrative Möglichkeiten. Multikanal-Strategien: Die Nachfrage nach integrierten Multikanal-Strategien steigt, da Marken nach Wegen suchen, Konsumenten über verschiedene Plattformen hinweg konsequent und effektiv zu erreichen. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Trends Remote Work: Durch den Anstieg von Remote Work könnten Marketingportale, die virtuelle Zusammenarbeit und Fernzugriff auf Werbetools ermöglichen, an Relevanz gewinnen. Nachhaltigkeit: Ein wachsendes Bewusstsein für nachhaltige Praktiken eröffnet Möglichkeiten für Portale, die umweltfreundliche Werbemaßnahmen und -produkte unterstützen oder hervorheben. Globalisierung und Lokalisierung Globalisierung: Der globalisierte Markt verlangt nach Werkzeugen, die es ermöglichen, Kampagnen über Grenzen hinweg effektiv zu managen und dabei gleichzeitig lokalspezifische Nuancen zu berücksichtigen. Lokalisierung: Gleichzeitig gibt es eine steigende Nachfrage nach lokalen, individuell zugeschnittenen Marketingstrategien, um gezielt auf spezifische Demografien und Regionen einzugehen. Datenschutz und Sicherheit Datenschutz: In Anbetracht verschärfter Datenschutzbestimmungen könnten Portale, die umfassende Compliance-Tools anbieten, für Unternehmen besonders attraktiv sein. Cybersicherheit: Angesichts steigender Cyberbedrohungen kann ein Fokus auf robusten Sicherheitsfeatures von Marketingportalen eine kritische Rolle spielen. Zusammenfassende Analyse: Die Aussichten für Hersteller von Marketingportalen erscheinen vielversprechend, vorausgesetzt, sie können sich diesen Entwicklungen und den sich ständig ändernden Anforderungen der Branche anpassen. Insbesondere die Fähigkeit, fortschrittliche Technologien, datengetriebene Einblicke, und sichere sowie compliance-konforme Lösungen anzubieten, könnte sich als entscheidender Wettbewerbsvorteil erweisen. Hersteller, die es schaffen, sowohl globale als auch lokale Marketinganforderungen effizient zu adressieren und dabei aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends im Auge zu behalten, dürften in der Zukunft erfolgreich auf dem Werbemarkt agieren können. marcapo hat bei all seinen Weiterentwicklungen die oben genannten Punkt im Blick und wird seinen Innovationsweg konsequent weitergehen. 5. Prognosebericht marcapo projiziert für das Jahr 2024 nur ein leichtes Wachstum bzw. eine Konsolidierung des Umsatzes auf dem Niveau von 2023. Gleichzeitig wird ein Rohertragswachstum um ca. 5 % angestrebt. Der Ertrag wird sich auf dem Niveau von 2023 bewegen, da die vorzunehmenden Investitionen - insbesondere in den Personalbereich im Bereich der Technologie - sich kurzfristig auf den Ertrag negativ auswirken. Insgesamt sehen wir für die nächsten Jahre weiterhin ein kontinuierliches Wachstum bei Umsatz und Ertrag im zweistelligen Bereich. 6. Ausblick In den nächsten 2-3 Jahren erwarten wir eine beschleunigte Weiterentwicklung der Marketingbranche, die insbesondere durch fortschreitende technologische Innovationen geprägt sein wird. Künstliche Intelligenz (KI) wird dabei eine noch zentralere Rolle spielen. Insbesondere die Nutzung von KI für hyperpersonalisierte Marketingstrategien und die Automatisierung von Kampagnen bietet enormes Potenzial, die Effizienz und Präzision in der Kundenansprache weiter zu steigern. Marketingportale werden zunehmend in der Lage sein, intelligente, datengetriebene Entscheidungen in Echtzeit zu treffen und dadurch die Marketinglandschaft auf ein neues Niveau zu heben. Die Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit werden in den kommenden Jahren weiterhin wachsen, was zusätzliche technologische und organisatorische Anpassungen von uns erfordern wird. Der Markt wird zunehmend durch strengere regulatorische Rahmenbedingungen geprägt sein, was jedoch auch Chancen für Unternehmen wie uns bietet, die mit sicheren und transparenten Lösungen agieren. Zudem erwarten wir eine verstärkte Internationalisierung im Marketingbereich. Die Ausweitung unserer Plattform auf weitere europäische Märkte wird nicht nur das Wachstum fördern, sondern auch neue Partnerschaften und Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. In einem zunehmend globalisierten Markt sind wir zuversichtlich, dass unsere technologische Innovationskraft und unser Netzwerk an Partnerschaften uns helfen werden, international wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Herausforderungen werden nicht nur in der Technologie liegen, sondern auch in der Fähigkeit, die digitalen Lösungen skalierbar und adaptierbar zu gestalten, um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Unternehmen in verschiedenen Märkten gerecht zu werden. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer kontinuierlichen Investition in die Weiterentwicklung unserer Marketingplattform, der Schaffung effizienter Lösungen und der Fokussierung auf die Bedürfnisse unserer Kunden hervorragend aufgestellt sind, um diese Herausforderungen zu meistern. Die notwendigen wirtschaftlichen Ressourcen, um diese strategischen Initiativen voranzutreiben, sind gesichert und wurden gezielt allokiert, sodass wir gut gerüstet in die Zukunft blicken.
Ebern, 31.03.2025 Marc-Stephan Vogt, Geschäftsführer, Dipl.-Kaufmann Thomas Ötinger, Geschäftsführer, Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Christian Schwarzenberger, Geschäftsführer, Dipl.-Wirtschaftsinformatiker BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023marcapo GmbH, EbernI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Das Unternehmen firmiert unter marcapo GmbH und hat seinen Sitz in Ebern. Das Unternehmen ist im Handelsregister bei dem Registergericht Bamberg unter der Registernummer HRB 697 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der marcapo GmbH ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches, nach den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften §§ 264 ff. HBG, erstellt. Die größenabhängigen Erleichterungen, die für mittelgroße Kapitalgesellschaften gelten, wurden bei der Erstellung des Anhangs gemäß § 288 HGB in Anspruch genommen. Die Gliederungen entsprechen den gesetzlichen Vorschriften der §§ 266, 275 HGB. Größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen. Von der Regelung des § 265 Abs. 5 HGB, einzelne Posten weiter zu untergliedern bzw. neue hinzuzufügen, wurde Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Die Werte der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind direkt mit dem Vorjahr vergleichbar. III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246-256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 265, 268-274a HGB, §§ 276-277 HGB erstellt. Die Bilanzierung- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr unverändert fortgeführt. Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden unter einem gesonderten Posten ausgewiesen. Es wäre auch ein Ausweis als Forderungen gegenüber Gesellschaftern möglich. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden unter einem gesonderten Posten ausgewiesen. Es wäre auch der Ausweis als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen möglich. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i.H.v. 458.757,72 (Vorjahr: EUR 423.817,83) werden unter den Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen ausgewiesen. A. Anlagevermögen Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder zu Herstellungskosten bilanziert. Fremdkapitalzinsen sind in die Herstellungskosten nicht mit einbezogen worden. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Höhe der Abschreibungen erfolgte unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Dabei werden Nutzungsdauern von längstens 10 Jahren zugrunde gelegt. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Höhe der Abschreibungen erfolgte unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Dabei werden Nutzungsdauern von 2 bis 37 Jahren zugrunde gelegt. Für die im Geschäftsjahr neu angeschafften Vermögensgegenstände wird die Abschreibung pro rata temporis berechnet. Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, mit Einzelanschaffungskosten von EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 wurden analog den Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen, die unter den Finanzanlagen ausgewiesen sind, sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. B. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind gem. § 240 Abs. 3 HGB mit einem Festwert angesetzt worden. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse bzw. der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die notwendigen Gemeinkosten mit einbezogen worden. Es fand die retrograde Bewertungsmethode Anwendung. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Einzelwertberichtigungen wurden für die erkennbaren einzelnen Risiken berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. C. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie betreffen Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. D. Eigenkapital Die Posten des Eigenkapitals sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. E. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. F. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, wie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstige Verbindlichkeiten, sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben über die Restlaufzeit und die Höhe der Verbindlichkeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind der Höhe nach dem Verhältnis der noch ausstehenden Gegenleistung zur gesamten Gegenleistung bewertet. Sie betreffen Einnahmen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. IV. Weitere Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Eine Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens gibt der dargestellte Anlagenspiegel wieder.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr i.H.v. EUR 1.725.789,32 (Vorjahr: EUR 1.037.782,79). In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr enthalten. Die Restlaufzeiten der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen mehr als ein Jahr i.H.v. EUR 3.015.000,00 (Vorjahr: EUR 2.525.000,00). 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betragen (gerundet) TEUR 295 und entfallen auf
4. Verbindlichkeiten Zum 31.12.2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. EUR 458.757,72 (Vorjahr: EUR 423.817,83). In den Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen sind die an Stichtag noch nicht ausgeglichenen Entgelte für die Geschäftsbesorgung i.H.v. EUR 57.384,15 (Vorjahr: EUR 59.223,65) enthalten. Die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitsspiegel:
Es bestehen folgende Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: - Abtretung von Außenständen, Globalzession Forderungen A - Z. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag besteht eine Mitbürgschaft der marcapo GmbH zu Darlehen der Gesellschafterin, der VÖS Investment GmbH, und begründet somit eine gesamtschuldnerische Mithaftung für Darlehen in Höhe von TEUR 1.500. Von einer Inanspruchnahme seitens des Kreditinstitutes ist aufgrund der soliden wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der VÖS Investment GmbH zum Bilanzstichtag 31.12.2023 nicht ausgehen. Zum Bilanzstichtag besteht eine Mitbürgschaft der marcapo GmbH zu Darlehen der Schwestergesellschaften, der VÖS Wohnimmobilien GmbH sowie der Nature Holliday Lodges GmbH, und begründen somit jeweils eine gesamtschuldnerische Mithaftung für Darlehen. Bei der VÖS Wohnimmobilien GmbH beträgt die Höhe TEUR 640. Bei der Nature Holliday Lodges GmbH liegt eine Bürgschaft in Höhe von TEURO 335 vor. Von einer Inanspruchnahme seitens des Kreditinstitutes ist jeweils aufgrund der soliden wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse der Gesellschaften zum Bilanzstichtag 31.12.2023 nicht ausgehen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:
3. Organmitglieder Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr: - Herr Marc-Stephan Vogt, Diplom-Kaufmann, Haßfurt - Herr Thomas Ötinger, Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Kirchlauter - Herr Christian Schwarzenberger, Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Bamberg 4. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss i.H.v. EUR 868.779,24 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 5. Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder Die Gesamtbezüge der aktiven Mitglieder der Geschäftsführung im Jahr 2023 be tragen TEUR 676 (Vorjahr: TEUR 577). 6. Anzahl der Mitarbeiter Folgende Mitarbeiter waren im Jahresdurchschnitt beschäftigt: Folgende Mitarbeiter waren im Jahresdurchschnitt beschäftigt:
7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Im Jahr 2023 erfolgten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Ebern, 31.03.2025 Marc-Stephan Vogt Geschäftsführer, Dipl.-Kaufmann Thomas Ötinger Geschäftsführer, Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Christian Schwarzenberger Geschäftsführer, Dipl.-Wirtschaftsinformatiker sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkHinweis Bei der Veröffentlichung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - der marcapo GmbH, Ebern für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde von den Offenlegungserleichterungen gem. § 327 HGB Gebrauch gemacht. Der nachfolgend aufgeführte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die marcapo GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der marcapo GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der marcapo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bayreuth, 31.03.2025 Hubert Grünbaum, Wirtschaftsprüfer |
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