Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 723390
Vorher
TMS-Telemedizinische Systeme GmbH
Eingetragen
2.1.2001
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Gegenstand
Die Entwicklung, Vertrieb, industrielle Herstellung, Fertigung und Montage von Komponenten, Systemen der Telemedizin.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nils Dr. Hellrung
seit 3.4.2018
Geschäftsführer
Kamilo Kolarz
seit 8.3.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Vitagroup AG
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vitasystems GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Vitasystems GmbH, Mannheim

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

I. Geschäftstätigkeit

Die vitagroup mit ihren Unternehmen ist als Wegbereiter der Digitalisierung seit mehr als zwanzig Jahren ihrer Zeit voraus.

In der vitagroup arbeiten deutschlandweit über 300 Spezialisten daran, die Gesundheitsversorgung durch fortschrittliche Technologie und intelligente Services nachhaltig zu verbessern.

Wir sind nicht nur Wegbegleiter unserer Kunden, sondern auch Wegbereiter der digitalen Transformation. Seit mehr als 20 Jahre etablieren wir praxisrelevante innovative Versorgungslösungen und Services erfolgreich am Markt.

Unsere digitalen Produkte und vernetzten Versorgungslösungen machen heute schon möglich, was viele noch für Zukunftsmusik halten. Von ambulanter und stationärer Versorgung bis zum Health Dialog bieten wir segmentübergreifend Lösungen für das patientenzentrierte Gesundheitswesen der Zukunft.

Die Voraussetzung dafür ist echte Interoperabilität auf Basis offener Standards. Denn nur so kann das entstehen, was wir HEALTH INTELLIGENCE nennen. Seit 2021 organisiert sich die vitagroup in die zwei Unternehmensbereiche: Health Intelligence Plattform (HIP) und Health Dialog (HD). Zwei völlig unterschiedliche Ansätze, mit denen das Unternehmen den Bedarfen des Marktes Rechnung trägt. Mit dem Unternehmensbereich HIP ist die vitagroup Tech Enabler, mit dem Health Dialog Versorgungsdienstleister.

Zentrale Lösung des HIP-Unternehmensbereichs ist das HIP Clinical Data Repository (HIP CDR). Das HIP CDR ist der zentrale Datenspeicher, der die Gesundheitsdaten aus den Anwendungen befreit. Mit dem HIP CDR nutzen Kliniken und andere Gesundheitseinrichtungen ihre medizinischen Daten ohne Konvertierung in allen Systemen - unabhängig von deren Herstellern und teuren individuellen Schnittstellen. Es ist somit die flexible und investitionssichere Grundlage für die Digitalisierungsstrategie der Gesundheitseinrichtungen, ohne dass diese ihre bestehende Systemlandschaft aufgeben müssen.

Interoperabilität ist die Eigenschaft eines Systems, mit anderen Systemen kooperieren zu können. Mit "nativ" erhält diese Kooperationsfähigkeit eine natürliche Dimension. Die Systeme verwenden einen natürlichen Code für das Zusammenspiel. Daten aus verschiedenen Anwendungen werden übersetzt, zusammengeführt und in einheitlich lesbarer Form gespeichert.

Die vitasystems GmbH ist hierbei im Unternehmensbereich HIP als Entwicklungs- und Projektkompetenzcenter ein wesentlicher Bestandteil der vitagroup. Sie hat sich als systemrelevanter Dienstleister u.a. durch die Entwicklung und Anpassung des Epidemie-Management-Systems SORMAS für unsere Gesundheitsämter und die Erstellung der Forschungsplattform NUM CODEX für unsere Unikliniken fest im Markt etabliert.

Das Hauptgeschäft der Gesellschaft ist die Entwicklung und das Inbetriebnehmen der spezifischen Softwareprojekte. Weitere Umsätze werden aus dem Betrieb (Hosting) der Software, wie auch aus Maintenance und Services generiert. Die Hauptabsatzmärkte befinden sich im Inland. Maßnahmen zur Internationalisierung befinden sich im Aufbau, da der Interoperabilitätsansatz des HIP CDRs auch außerhalb des deutschen Gesundheitssystems großen Anklang findet.

Das HIP Clinical Data Repository (HIP CDR) ist die umfassende, nahtlos integrierte Gesamtlösung, die es ermöglicht, Digitalisierungsprojekte schnell, zukunftssicher und flexibel skalierbar zu starten. Das herstellerneutrale Backend für interoperable klinische Anwendungssysteme speichert Gesundheitsdaten nach offenen Standards und vollständig interoperabel. Daten werden von den Anwendungen getrennt und können dadurch ohne Konvertierung in allen Systemen genutzt werden. So sind z. B. Krankenhäuser optimal darauf vorbereitet, alle Anforderungen in puncto Interoperabilität zu erfüllen.

Eine wissenschaftliche Forschungsabteilung betreibt die Gesellschaft nicht. Es werden aber Entwicklungsleistungen an der eigenen Software getätigt. Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der vitagroup AG.

II. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Mit einem massiven coronabedingten Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 3,8 % im Jahr 2020 erlebte die deutsche Wirtschaft in den Jahren 2021 und 2022 zunächst ein Wachstum von 3,2 %, bzw. 1,8 %, während im Jahr 2023 wiederum ein Rückgang um 0,3 % zu erwarten ist. Dies ist Ausdruck der bisher schwersten Rezession der Nachkriegszeit.

Historisch betrachtet hingen die Rezessionsphasen oft mit einer relativ hohen Inflation zusammen. Dabei gingen hohe Preissteigerungen für Verbraucherinnen und Verbraucher einer Rezession in der Regel zeitlich voraus. Die Teuerung lässt die Kaufkraft sinken und kann so zu Konsumzurückhaltung und einer sich abkühlenden Konjunktur führen, woraus letztlich eine Rezession resultieren kann. Im Jahr 2022 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahr - bei 6,9 % und war damit so hoch wie seit fast 50 Jahren nicht. Im Jahr 2023 lag sie bei durchschnittlich bei 5,9% und somit nur gering unter dem Vorjahresniveau. Die Teuerung wurde wiederum von Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen antrieb.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 insgesamt um 0,3 % gegenüber dem Jahr 2022 zurück. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6% und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0%) und die Unternehmensdienstleister (+0,3%) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0%) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1%).

Während sich das Wachstum des deutschen ITK-Markts laut Bitkom für das Jahr 2023 auf ca. 2,4 % belief, steigt das Marktvolumen für Software im gleichen Zeitraum um 12,1%.

Insbesondere das Segment der Digitalisierungsprozesse im Gesundheitswesen zeigt starke Wachstumstendenzen.

Die COVID-19-Pandemie hat die Entwicklung noch einmal verstärkt - während Patienten zunehmend digitale Angebote erwarten und nutzen, bemühen sich Gesetzgeber und Anbieter, Lösungen zur Förderung und Finanzierung digitaler Gesundheitslösungen zu finden. Richtig eingesetzt kann die Digitalisierung helfen, eine vierfache Zielsetzung zu erreichen: höhere Versorgungsqualität, größere Kosteneffizienz, ein verbessertes Patientenerlebnis und ein optimiertes Arbeitserlebnis für das Personal im Gesundheitswesen.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 13. Juli 2023 den Referentenentwurf zum Digitalgesetz vorgelegt. Damit soll die elektronische Patientenakte (ePA) für alle Versicherten angelegt und das E-Rezept als verbindlicher Standard eingerichtet werden.

Gleichermaßen treibt das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) die Digitalisierung der Krankenhäuser voran. Durch den Krankenhauszukunftsfond (KHZF) vom Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) wurden Projekte mit einem Gesamtvolumen von bis zu 4,3 Milliarden Euro gefördert. Der bestehende Krankenhausstrukturfonds II wurde bis 2024 verlängert. Dafür stellte der Bund 3 Milliarden Euro bereit, die Länder steuern weitere 1,3 Milliarden Euro bei. Das ermöglicht Krankenhäusern in zukunftsweisende Notfallkapazitäten, in Digitalisierungsprojekte und in ihre IT-Sicherheit zu investieren. 15% der Fördermittel müssen dabei für die Verbesserung der Informationssicherheit eingesetzt werden.

B. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzvolumen von TEUR 5.247 erzielt. Der Vorjahreswert von TEUR 8.608 wird damit um 39,0% unterschritten. Dies ist insbesondere auf die Verlagerung von Geschäftsfeldern innerhalb der Firmengruppe zurückzuführen. Wesentlicher Umsatzträger waren firmengruppeninterne Abrechnungen, die aus der Bereitstellung von Entwicklungsleistungen an Schwestergesellschaften resultieren. Darüber hinaus wurden IT-Dienstleistungen für diese Schwestergesellschaften im Bereich der zentralen IT und im Zusammenhang mit Rechenzentrumsservices erbracht.

Insgesamt wurden Entwicklungsressourcen aufgebaut, um der Wachstumsstrategie in der Produktentwicklung Rechnung zu tragen. Insbesondere wurde der HIP CDR (Clinical Data Repository) weiterentwickelt, der als zentraler Datenspeicher Anwendungen von Daten trennt und somit eine herstellerunabhängige Nutzung ohne ansonsten notwendige Konvertierungen gewährleistet.

Bereits in 2022 wurde innerhalb der vitagroup die Organisation weitergehend angepasst, sodass hieraus zwei unabhängige Unternehmensbereiche entstanden sind, die durch ihre Spezialisierung die Bedürfnisse des Markts fokussierter ansprechen können: Mit dem Unternehmensbereich HIP ist die vitagroup Tech Enabler, mit dem Health Dialog Versorgungsdienstleister. In diesem Kontext verstetigt sich die Rolle der Gesellschaft als interner Technologielieferant und Dienstleister zunehmend. Im Jahr 2023 haben sich bereits mehrere Klinikkunden für den Einsatz des HIP CDR als herstellerneutrales Datenbackend entschieden.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 39,0 % auf TEUR 5.247 gesunken. Der wesentliche Umsatzanteil wird nunmehr in der Firmengruppe durch die Verrechnung von Entwicklungsleistungen für verschiedene Softwareprojekte erzielt. Ein wesentlicher Anteil entfällt hierbei auf das Arztportal-Projekt für die AOK-Niedersachsen. Weiterhin werden zentrale IT-Dienstleistungen für die Schwesterunternehmen erbracht, die zu sog. Innenumsätzen führen.

Die Erträge aus der Aktivierung von Eigenleistungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 305 bzw. 22,7 % zu. Dies ist auf den weiteren Ausbau der Softwareentwicklung - insbesondere mit dem Schwerpunkt der weiteren Entwicklung des HIP CDR - zurückzuführen. Infolgedessen wurde selbsterstellte Software in deutlich höherem Umfang als im Vorjahr aktiviert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich leicht um TEUR 17 auf TEUR 274 erhöht. Wesentlicher Posten ist die Verrechnung von Raumkosten an Schwesterunternehmen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich infolge der fortgeführten Neuausrichtung von Geschäftsaktivitäten innerhalb der Firmengruppe von TEUR 4.953 auf TEUR 4.574 (-7,7 %) reduziert. Nach wie vor setzen wir auf den Ausbau flexibler Software-Entwicklungsressourcen in verlängerten Werkbänken im europäischen Ausland.

Infolge von Effizienzsteigerungsprogrammen in den internen Entwicklungsressourcen steigt der Personalaufwand unter Berücksichtigung des Mitarbeiteranstiegs (+2) nur leicht um TEUR 388. Dies entspricht einer Steigerung von 6,0 % auf TEUR 6.847.

Die Abschreibungen im Berichtsjahr sind insbesondere infolge der aktivierten Entwicklungen ebenfalls um 2,7 % auf TEUR 2.041 (Vorjahr: TEUR 1.988) angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich auf TEUR 2.198 (Vorjahr: TEUR 2.593). Wesentlicher Treiber ist hierbei der Rückgang von Verlusten aus Anlagenabgängen immaterieller Vermögensgegenstände. Im Vorjahr fielen hier TEUR 595 an - im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Anlagenabgänge immaterieller Vermögensgegenstände.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über das Mutterunternehmen vitagroup AG sowie über die Schwestergesellschaft vitaphone GmbH, die der vitasystems GmbH Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt haben. Infolge der Inanspruchnahme dieser Darlehen ist der Zinsaufwand, auch bedingt durch eine gruppenweite Zinsanpassung, im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 2.189 (Vorjahr: TEUR 828) angestiegen.

Als Resultat aus den beschriebenen Einflüssen stieg der Jahresfehlbetrag auf TEUR10.671 (Vorjahr: TEUR 6.614).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 16,2 % auf TEUR 72.104 (Vorjahr: TEUR 62.062). Wesentliche Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr zeigen sich bei den immateriellen Vermögensgegenständen. Infolge von Anlagenzugängen und Umbuchungen nehmen die selbst geschaffenen Werte um TEUR 3.914 zu, während die in der Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenstände aufgrund der Umbuchungen insgesamt um TEUR 3.220 abnahmen. Infolge von planmäßigen Abschreibungen reduzierten sich die immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR1.027.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöhte sich auf TEUR 63.168. Er wird durch bereits bestehende qualifizierte Rangrücktrittserklärungen für ausgereichte Darlehn (TEUR 70.913) sowie eine durch die Muttergesellschaft abgegebene Patronatserklärung vom 23.07.2024 (TEUR 24.200 abzüglich der realisierten Intercompany-Verrechnungen) abgesichert.

Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus Fremdkapital, das über die Muttergesellschaft und eine Schwestergesellschaft bereitgestellt wird.

Für die Gesamtfinanzierung sind weiter auch Einzahlungen aus Kundenprojekten und Intercompany-Dienstleistungen von wesentlicher Bedeutung. Der Gesamt-Cashflow des Geschäftsjahres betrug TEUR +147, im Vorjahr lag er bei TEUR -366. Der Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -8.445 (Vorjahr: TEUR -8.288).

Zusätzliche im Geschäftsjahr 2023 gewährte Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR8.200 stellten die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sicher.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren wie unter anderem Umsatzerlöse, EBITDA und operativer Cashflow werden monatlich ermittelt und analysiert. Auf Basis dieser Kennzahlen werden Maßnahmen definiert und ergriffen, um eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft sicherzustellen.

Gesamteinschätzung

Die Geschäftsführung betrachtet die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 rückblickend trotz der schwierigen Umstände angesichts der für das Geschäftsjahr erreichten Kennzahlen, insbesondere bei der Senkung der operativen Kosten, beim Aufbau der erforderlichen Entwicklungskapazitäten und der Produktentwicklung als zufriedenstellend.

In Anbetracht der erfolgreich durchgeführten Ausrichtung des Unternehmens und der angepassten Personalstruktur ist für die kommenden Geschäftsjahre mit deutlichen Verbesserungen der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage zu rechnen.

D. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Die vitasystems GmbH ist heute als einer der führenden Dienstleister in der Digitalisierung der Prozesse im Gesundheitswesen etabliert. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet weltweit voran. Die COVID-19-Pandemie hat die Entwicklung noch einmal verstärkt - während Patienten zunehmend digitale Angebote erwarten und nutzen, bemühen sich Gesetzgeber und Anbieter, Lösungen zur Förderung und Finanzierung digitaler Gesundheitslösungen zu finden.

Die Marktpotenziale sind sehr groß und nur zu einem sehr geringen Anteil erschlossen. Interoperabilität ist hierbei einer der wesentlichen Faktoren zur Effizienzsteigerung der Prozesse im Gesundheitswesen.

Zu den großen Herausforderungen des deutschen Gesundheitswesens zählen der demogra?sche Wandel und die Kostenexplosion. Die Digitalisierung kann dazu beitragen, diesen Herausforderungen zu begegnen. War es bislang nur möglich, entweder die medizinische Versorgungsqualität für den Einzelnen zu steigern oder die Kosten für die Allgemeinheit zu senken, lässt sich dieser Zielkon?ikt mithilfe digitaler Innovationen au?ösen: Die Digitalisierung ermöglicht eine hochwertige, bezahlbare Versorgung für alle. Sie sorgt ebenso dafür, dass Menschen in ländlichen strukturschwachen Regionen durch telemedizinische Lösungen Zugang zu medizinischer Expertise haben.

Durch eine offene, hochstrukturierte und standardisierte Datenspeicherung wird die Handlungsfähigkeit in Digitalisierungsvorhaben deutlich erhöht. Insbesondere ergeben sich infolge von Plattformskalierungen, im Zuge derer verschiedene spezialisierte Anbieter in einem Netzwerk orchestriert werden, große Effizienzsteigerungs- und Markterschließungspotentiale.

Wir investieren signifikant in die Entwicklung, um innovative Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für unsere Kunden im Feld der Digitalisierung zu entwickeln. Damit bezwecken wir gleichzeitig auch unsere Wettbewerbsfähigkeit zu auszubauen. Dies wird ebenfalls durch den Ausbau unserer Internationalisierungsaktivitäten untermauert.

Risiken

Die vitasystems GmbH unterliegt Risiken, die untrennbar mit der Geschäftstätigkeit verbunden sind. Das Unternehmen ist bestrebt, seine Risiken auf ein akzeptables Maß zu begrenzen. Wesentlichen Risiken wird, wenn möglich, durch organisatorische Maßnahmen, adäquate vertragliche Gestaltungen und Versicherungen vorgebeugt. Ein wesentliches Marktrisiko wird durch den intensiven Wettbewerb repräsentiert.

Die Märkte für unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sind mit Blick auf Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, Produktentwicklungs- und -einführungszeiten und Kundenservice hochgradig wettbewerbsintensiv. Gleichermaßen ist die Marktnachfrage Veränderungen unterworfen, die zum Teil durch rasante und signifikante Änderungen infolge der Einführung innovativer Technologien bedingt sind.

Die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine belasten die konjunkturelle Entwicklung nicht nur in Deutschland merklich. Die Inflation und spürbare Lieferengpässe könnten negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit durch Einschränkungen in den Lieferketten und der technologischen Infrastruktur, Verzögerungen bei der Markteinführung bestimmter Produkte oder Produktlebenszyklen oder Veränderungen bei Installations- und Betriebskapazitäten nach sich ziehen. Weitere wichtige potenzielle Auswirkungen umfassen Umsatzrückgänge, beispielsweise aufgrund der Verschiebung von Investitionen, Umverteilungen staatlicher Förderungen oder finanzieller Schwierigkeiten unserer Kunden.

Ein wesentliches Risiko stellt für uns auch der Fachkräftemangel dar, infolgedessen wir unsere Personalbeschaffungsstrategien laufend anpassen. Dieser Fachkräftemangel betrifft gleichermaßen auch unsere Zielgruppen. Im Gesundheitswesen ist bereits ein signifikanter Fachkräftemangel zu verzeichnen, der viele Berufsgruppen trifft.

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen spitzt sich zu: Wie Studien belegen, werden bis zum Jahr 2030 mindestens 400.000 Vollzeitkräfte in Deutschland fehlen. Den Fachkräftemangel spüren die Versicherten schon jetzt - sie kritisieren, dass niedergelassene Ärzte sich zu wenig Zeit nehmen, und Patienten zu lange auf einen Facharzttermin warten müssen. Auch im Krankenhaus fällt den Versicherten bereits der Personalmangel auf. Die Digitalisierung kann dazu beitragen, dem Fachkräftemangel zu begegnen: Digitale Technologien tragen dazu bei, dass Ärzte und P?egekräfte deutlich entlastet werden, etwa bei administrativen Tätigkeiten und der Dokumentation, aber auch in der Diagnostik und bei alltagspraktischen Tätigkeiten.

Die vitagroup begegnet den anhaltenden Herausforderungen mit einer durchgehenden Marktbeobachtung und einer unmittelbaren Reaktion durch Produktanpassungen. Unsere Entwicklungskapazitäten erlauben es uns, auf Marktschwankungen flexibel reagieren zu können.

Die Geschäftsführung plant in den beiden kommenden Geschäftsjahren eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses. Umsatzsteigerungen werden mit unterproportionalen Kostenerhöhungen verbunden sein.

Sollten diese Planziele signifikant verfehlt werden, kann frühzeitig mit geeigneten Anpassungsmaßnahmen (z. B. Reduzierung der Personalkapazität und der Fremdleistungen) gegengesteuert werden. Zur Gewährleistung der zeitnahen Möglichkeit der Gegensteuerung nimmt das Management regelmäßige Vergleiche der Ist-Situation von Umsatz, Kosten, Cashflow, etc. mit dem Unternehmensbudget vor.

Aufgrund des Krieges in der Ukraine und der negativen wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland besteht für die geplanten Umsätze 2024 und 2025 eine größere Unsicherheit. Für die Einschätzung von bestandsgefährdenden Risiken haben wir entsprechend die in der Prognose für das Jahr 2024 sowie 2025 genannte aktualisierte Planung zu Grunde gelegt. Zur Berechnung des zukünftigen Finanzierungsbedarfes der Gesellschaft wurden entsprechend für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 die aktualisierten Planungsergebnisse (EBIT) von minus TEUR 5.925 für das Jahr 2024 sowie minus TEUR 5.635 für das Jahr 2025 zu Grunde gelegt.

Der daraus resultierende nicht durch Eigenkapital gedeckte Jahresfehlbetrag Ende 2025 wird neben bereits bestehenden Rangrücktrittserklärungen für ausgereichte Darlehen mit einer Patronatserklärung vom 23.07.2024, abgegeben durch die Muttergesellschaft, in Höhe von TEUR 24.200 abzüglich der realisierten Intercompany-Verrechnungen

- entweder in Form einer Kapitalerhöhung und/oder durch die Gewährung von Darlehen mit überschuldungsvermeidenden Rangrücktritt - abgesichert. Dadurch sind wir zuversichtlich, selbst mit den erheblichen Unsicherheiten aufgrund des russisch-ukrainischen Krieges und der negativen wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland, bis zum Ende des Jahres 2025 ausreichend finanziert zu sein. Sollte die Gesellschaft wider Erwarten in 2024 sowie in 2025 die in der aktualisierten Planung zugrundeliegenden Umsatzziele wesentlich unterschreiten oder sollten die Kosten ungeplant steigen, läge ein entsprechendes Bestandsgefährdungsrisiko vor.

Neben den Finanzierungszusagen des Gesellschafters bestehen derzeit keine weiteren Kreditlinien, es wird jedoch davon ausgegangen, dass sich durch eine Ausweitung der Softwaremiete ein Vorfinanzierungseffekt über eine passivische Rechnungsabgrenzung ergeben wird.

Die vorhandenen Kreditfinanzierungen mit der Muttergesellschaft sehen eine Verzinsung von 1 %-Punkt über dem jeweiligen Basiszinssatz vor. Insoweit unterliegt die Gesellschaft einem Zinsänderungsrisiko im Hinblick auf zukünftige Neufinanzierungen und in Bezug auf bestehende Finanzierungen. Unsere Kunden sind ganz überwiegend namhafte Großunternehmen. Nichtsdestotrotz wird als Vorsorge gegen einen Forderungsausfall ein konsequentes Mahnwesen betrieben.

Risiken der operativen Geschäftstätigkeit liegen vor allem in der Erfüllung der Qualitätsansprüche und Terminvorgaben unserer Kunden. Die verkaufsbezogenen Maßnahmen, die im Vor- und Berichtsjahr ausgebaut wurden, zeigten im Laufe des Jahres weiter positive Wirkung und sollen sich im Folgejahr weiterhin entfalten.

E. Prognosebericht

In den kommenden Jahren dürfte sich im Gesundheitssektor einiges ändern, sobald die neuen Reformen ihre volle Wirkung entfalten. Die Einführung der elektronischen Patientenakte und des E-Rezepts sind ein wichtiger Schritt in Richtung eines digitalisierten Gesundheitswesens. Zudem ist in Zukunft mit einer Weiterentwicklung der Telemedizin in Deutschland zu rechnen, da diese durch die Coronakrise einen Schub erhalten hat. Angesichts der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung ist zugleich ein steigender Bedarf an Gesundheitsleistungen zu erwarten.

Im Jahr 2024 soll das BIP in Deutschland laut Prognose um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr sinken.

Der Branchenverband BITKOM erwartet im Jahr 2024 hingegen ein erneutes Wachstum von 4,3 % für den deutschen Softwaremarkt.

Wir gehen daher davon aus, dass die anhaltende Inflation auch ihren Niederschlag in den Faktorpreisen der für uns relevanten Ressourcen finden wird. Diesem Umstand begegnen wir durch Effizienzsteigerungsmaßnahmen in allen Bereichen des Unternehmens. Die zunehmende Verdichtung der Arbeitslast wird gleichermaßen zu Effizienzsteigerungsmaßnahmen u.a. im Gesundheitswesen führen, die ihren Niederschlag in einer fortgeführten und ausgeweiteten Digitalisierung und der Vereinheitlichung von Prozessen finden werden.

Die aktualisierten Planungsergebnisse der Gesellschaft sehen für das Geschäftsjahr 2024 bei Umsatzerlösen mit Dritten in Höhe von TEUR 85 und Umsatzerlösen mit Intercompany-Verrechnungen in Höhe von TEUR 5.424 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 5.925 vor. Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Geschäftsführung mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 5.635. Auskunftsgemäß plant die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2026 erstmals ein positives operatives Ergebnis.

 

Mannheim, 24.10.2024

vitasystems GmbH

Geschäftsführung

Kamilo Kolarz, Geschäftsführer

Dr. Nils Hellrung, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.968.025,00 7.236.404,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.813.291,00 7.146.368,03
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.600.485,00 686.348,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 3.219.739,03
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.212.806,00 3.240.281,00
II. Sachanlagen 154.534,00 89.836,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 154.534,00 89.836,00
III. Finanzanlagen 200,00 200,00
1. Genossenschaftsanteile 200,00 200,00
B. Umlaufvermögen 1.930.918,25 2.241.368,99
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.107.828,79 1.565.835,08
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 141.920,69 388.289,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 919.032,64 1.107.574,89
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 2.747,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 46.875,46 67.224,10
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 823.089,46 675.533,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.452,74 87.655,47
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Entnahmen 63.167.529,10 52.496.914,25
Summe Aktiva 72.103.925,09 62.062.342,74

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 150.023,03 150.023,03
III. Verlustvortrag 52.672.937,28 46.058.546,59
IV. Jahresfehlbetrag 10.670.614,85 6.614.390,69
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 63.167.529,10 52.496.914,25
B. Rückstellungen 436.222,71 183.637,13
1. sonstige Rückstellungen 436.222,71 183.637,13
C. Verbindlichkeiten 71.517.062,92 61.806.763,81
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 332.523,07 463.854,06
2. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 42.674.994,46 33.512.077,25
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.323.533,92 27.691.711,03
4. sonstige Verbindlichkeiten 186.011,47 139.121,47
davon aus Steuern 137.183,21 89.331,56
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 24.670,26 26.379,49
D. Rechnungsabgrenzungsposten 150.639,46 71.941,80
Summe Passiva 72.103.925,09 62.062.342,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 5.246.828,05 8.654.413,18
2. andere aktivierte Eigenleistungen 1.646.814,02 1.341.841,94
3. sonstige betriebliche Erträge 270.067,33 147.772,43
4. Materialaufwand 1.263.853,78 1.083.626,29
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.263.853,78 1.083.626,29
5. Personalaufwand 10.839.329,72 10.508.901,93
a) Löhne und Gehälter 9.801.359,90 9.514.434,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.037.969,82 994.467,59
davon Aufwendungen für Altersversorgung 27.726,21 27.387,74
6. Abschreibungen 2.040.859,21 1.988.051,48
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.040.859,21 1.988.051,48
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.511.405,37 2.348.997,46
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10.012,94 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.188.907,11 828.164,08
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -10.670.632,85 -6.613.713,69
12. sonstige Steuern -18,00 677,00
Jahresfehlbetrag 10.670.614,85 6.614.390,69

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Vitasystems GmbH hat ihren Sitz in Mannheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 723390 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§288HGB) und bei der Offenlegung (§327HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

I. Going Concern Prämisse

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der Going Concern Prämisse aufgestellt. Die Entscheidung der Gesellschaft, unter Beibehaltung von Fortführungswerten zu bilanzieren, basiert dabei auf den folgenden Prämissen:

In der Planung geht das Unternehmen für das Jahr 2024 von Umsatzerlösen mit Dritten in Höhe von TEUR 85 und Umsatzerlösen aus Intercompany-Verrechnungen in Höhe von TEUR 5.424 und einem Jahresfehlbetrag von TEUR 5.925 aus. Zur Ermittlung des künftigen Finanzierungsbedarfes ist die Vitasystems GmbH für das Jahr 2025 von Umsatzerlösen mit Dritten in Höhe von TEUR 110 und Umsatzerlösen aus Intercompany-Verrechnungen in Höhe von TEUR 6.237 und einem Jahresfehlbetrag von TEUR 5.635 ausgegangen.

Auf Basis dieser Planung wird der hieraus bis zum 31.12.2025 resultierende nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag durch bereits bestehende Rangrücktrittserklärungen sowie mit einer durch die Muttergesellschaft abgegebenen Patronatserklärung vom 23.07.2024 in Höhe von TEUR 24.200 abzüglich der realisierten Intercompany-Verrechnungen gedeckt.

Gemäß dieser Patronatserklärung kann die Finanzierung entweder durch eine Kapitalerhöhung und/oder mit überschuldungsvermeidenden Rangrücktritten versehenen Darlehen erfolgen.

Unter Berücksichtigung der Planung der Vitasystems GmbH, der noch zur Verfügung stehenden liquiden Mittel sowie der Patronatserklärung durch die Muttergesellschaft ist der Liquiditätsbedarf für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 gedeckt.

Daher erscheint, unter Abwägung und Berücksichtigung der Gesamtumstände, die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 unter Beibehaltung der Going Concern Prämisse sachgerecht und angemessen. Der Eintritt der vorstehend ausgeführten Prämissen und die Fortführungstätigkeit der Gesellschaft sind überwiegend wahrscheinlich.

Sollte die Gesellschaft wider Erwarten in 2024 sowie in 2025 die in der Planung zugrundeliegenden Umsatzziele wesentlich unterschreiten oder sollten die Kosten ungeplant steigen und keine entsprechenden Finanzierungsmittel zur Verfügung gestellt werden, läge ein entsprechendes Bestandsgefährdungsrisiko vor.

II. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des §249HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des §250HGB gebildet.

III. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Vom Wahlrecht, Entwicklungskosten zu aktivieren, wurde Gebrauch gemacht. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 5 und 6 Jahren betragen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 7 Jahren betragen.

2. Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen gemäß §7Abs.1EStG nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden sofort abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Genossenschaftsanteile wurden zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit erforderlich wurden angemessene Einzelwertberichtungen bzw. eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Langfristige Rückstellungen werden zum Barwert unter Anwendung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bewertet. Voraussichtliche, erst in der Zukunft sich bis zur Erfüllung der Verpflichtung auswirkende Kostensteigerungen wurden berücksichtigt.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

IV. Umsatzsteuerliche Organschaft

Umsatzsteuerlich besteht seit dem 01.01.2022 ein Organschaftsverhältnis mit der Vitasystems GmbH als Organtochter und der Vitagroup AG als Organträgerin (=Umsatzsteuerschuldnerin).

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

Für diverse Entwicklungen wurde vom Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Für noch in der Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde im Vorjahr ein separater Bilanzausweis gewählt.

Bei den aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen ergibt sich nach Abzug der hierauf angefallenen Abschreibungen eine Bewertungsdifferenz zwischen der Handels- und der Steuerbilanz per 31.12.2023 in Höhe von TEUR 4.600.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe EUR 919.032,64 (Vorjahr: EUR 1.107.574,89) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.747,00) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR4.600.485,00 und gliedert sich wie folgt:

Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens EUR 4.600.485,00
Gesamtbetrag EUR 4.600.485,00

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten (TEUR385) und für Jahresabschlusskosten (TEUR50) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr
Art der Verbindlichkeiten 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 332.523,07 463.854,06 332.523,07 463.854,06
(davon gegenüber Gesellschaftern)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.323.533,92 27.691.711,03 63.751,29 353.235,05
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 42.674.994,46 33.512.077,25 21.867,37 318.238,10
Sonstige Verbindlichkeiten 186.011,47 139.121,47 186.011,47 139.121,47
(davon aus Steuern)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit)
(davon gegenüber Gesellschaftern) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
71.517.062,92 61.806.763,81 604.153,20 1.274.448,68
Restlaufzeit größer 1 Jahr davon Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Art der Verbindlichkeiten 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(davon gegenüber Gesellschaftern)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.259.782,63 27.338.475,98 28.259.782,63 27.338.475,98
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 42.653.127,09 33.193.839,15 42.653.127,09 33.193.839,15
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00
(davon aus Steuern)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit)
(davon gegenüber Gesellschaftern) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
70.912.909,72 60.532.315,13 70.912.909,72 60.532.315,13

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 63.751,29 (Vorjahr: EUR 353.235,05) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 28.259.782,63 (Vorjahr: EUR 27.338.475,98) Darlehensverbindlichkeiten. Bezüglich der Darlehensverbindlichkeiten wurde der Rangrücktritt erklärt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen in Höhe von EUR 2.740,00 (Vorjahr: EUR 4.458,31) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von EUR 42.653.127,09 (Vorjahr: EUR 33.193.839,15) Darlehensverbindlichkeiten und in Höhe von EUR 19.127,37 (Vorjahr: EUR 313.779,79) Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft. Bezüglich der Darlehensverbindlichkeiten wurde der Rangrücktritt erklärt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Jahresbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, beläuft sich auf EUR 157.369,05.

Bezeichnung Jahresbetrag
EUR
Restdauer der Verpflichtung
Gewerberaummietvertrag für Augustaanlage Mannheim EUR 157.369,05 31.12.2024

C. Sonstige Angaben

I. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:

Familienname Vorname Berufsbezeichnung Vertretungsbefugnis
Kolarz Kamilo Geschäftsführer Einzelvertretung
Hellrung Dr. Nils Geschäftsführer Einzelvertretung

Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Vergütung.

II. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 78 Arbeitnehmer beschäftigt.

III. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis

Verlustvortrag 31.12.2022 EUR -52.672.937,28
Jahresfehlbetrag 2023 EUR -10.670.614,85
Bilanzverlust 31.12.2023 EUR -63.343.552,13

wie folgt zu verwenden:

Vortrag auf neue Rechnungen EUR -63.343.552,13

 

Mannheim, 24.10.2024

Vitasystems GmbH

Geschäftsführung

Kamilo Kolarz Dr. Nils Hellrung

C. Anlage IV Anlagenspiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge (davonZinsen für Fremdkapital)
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.284.286,73 4.866.553,05 37.898,16 0,00 6.112.941,62
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 3.219.739,03 0,00 0,00 -3.219.739,03 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechteundähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzenansolchen Rechten und Werten 5.161.485,93 0,00 0,00 0,00 5.161.485,93
Zwischensumme 9.665.511,69 4.866.553,05 37.898,16 -3.219.739,03 11.274.427,55
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 324.136,20 141.411,21 22.670,62 -1.678,05 441.198,74
Zwischensumme 324.136,20 141.411,21 22.670,62 -1.678,05 441.198,74
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 200,00 0,00 0,00 0,00 200,00
Zwischensumme 200,00 0,00 0,00 0,00 200,00
Summe Anlagevermögen 9.989.847,89 5.007.964,26 60.568,78 -3.221.417,08 11.715.826,29
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 597.938,73 938.355,05 23.837,16 0,00 1.512.456,62
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechteundähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzenansolchen Rechten und Werten 1.921.204,93 1.027.475,00 0,00 0,00 2.948.679,93
Zwischensumme 2.519.143,66 1.965.830,05 23.837,16 0,00 4.461.136,55
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 234.300,20 75.029,16 22.664,62 0,00 286.664,74
Zwischensumme 234.300,20 75.029,16 22.664,62 0,00 286.664,74
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.753.443,86 2.040.859,21 46.501,78 0,00 4.747.801,29
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 4.600.485,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 0,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechteundähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzenansolchen Rechten und Werten 0,00 2.212.806,00
Zwischensumme 0,00 6.813.291,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 0,00 154.534,00
Zwischensumme 0,00 154.534,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 200,00
Zwischensumme 0,00 200,00
Summe Anlagevermögen 0,00 6.968.025,00

sonstige Berichtsbestandteile

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom wird der Jahresabschluss zum 31. Dezember genehmigt und festgestellt. Den Geschäftsführern wurde Entlastung erteilt.

 

Mannheim, den 24.10.2024

gez., Geschäftsführer

gez., Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vitasystems GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vitasystems GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vitasystems GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe "A. I. Going Concern Prämisse" im Anhang der Gesellschaft sowie die Angaben in Abschnitt "D. Chancen- und Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet.

Die Geschäftsführung geht in ihrer Planung von einem Verlust in Höhe von TEUR 5.925 für das Jahr 2024 und in Höhe von TEUR 5.635 für das Jahr 2025 aus.

Auf Basis dieser Planung wird der daraus resultierende nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag zum 31.12.2025 neben bereits bestehenden Rangrücktritten mit einer durch die Muttergesellschaft abgegebenen harten Patronatserklärung vom 23.07.2024 in Höhe von TEUR 24.200 abzüglich der realisierten Intercompany-Verrechnungen gedeckt. Gemäß dieser Patronatserklärung kann die Finanzierung entweder durch eine Kapitalerhöhung und/oder mit überschuldungsvermeidenden Rangrücktritten versehenen Darlehen erfolgen.

Die Geschäftsführung geht auf dieser Grundlage davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Planungszeitraum gegeben ist.

Sollte die Vitasystems ihre der Planung zugrundeliegenden Umsatzziele für die Jahre 2024 und 2025 nicht erreichen oder wesentlich höhere Kosten als geplant haben, würde sich der Kapitalbedarf entsprechend erhöhen. Sollte in diesem Fall der zusätzlich erforderliche Liquiditätsbedarf nicht durch die eben genannten Finanzierungsmittel oder über alternative Finanzierungsmittel gedeckt werden, müsste die Vitasystems einen Insolvenzantrag stellen.

Wie in diesen Angaben dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 24.10.2024

MENOLD BEZLER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Schupeck, Wirtschaftsprüfer

Widmaier, Wirtschaftsprüferin

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 24.10.2024.

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21 nahegelegene Organisationen

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