RABA Verpackungen GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-Metall
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Weber seit 6.6.2024 | Prokura |
Nico Schmidt seit 6.6.2024 | Prokura |
Annika Roth seit 7.9.2020 | Geschäftsführer |
Hugo Sebastian Trappmann seit 2.7.2015 | Geschäftsführer |
Thomas Fachinger seit 6.1.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Obenauer GmbHSaarbrückenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht 20231. Grundlagen des Konzerns Der Obenauer Konzern umfasst eine Gruppe von fünfzehn nationalen und internationalen Gesellschaften, die unter der Führung der Holding-Gesellschaft Obenauer GmbH stehen. Daneben bestehen Beteiligungen an sechs Gemeinschafts- bzw. assoziierten Unternehmen (einschließlich deren Tochterunternehmen). Zum Abschlussstichtag war der Obenauer Konzern an folgenden Standorten vertreten: ![]() ![]() Der Konzern unterteilt sich in die beiden Geschäftsbereiche Herstellung und Vertrieb von Verpackungen und sonstigen Gegenständen aus Blech und Kunststoff (Produktionsbereich) und Handel mit Waren aller Art, insbesondere Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs (Handelsbereich). Die Absatzmärkte im Produktionsbereich liegen im Wesentlichen in Deutschland, Polen sowie Dänemark, die des Handelsbereichs liegen im Wesentlichen in Deutschland. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch ansteigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Der private Konsum im Jahr 2023 nahm preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Gemäß Destatis reduzierte auch der Staat im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar. Der Außenhandel ging trotz sinkender Preise gemäß Destatis im Jahr 2023 zurück. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate für 2023 fiel damit geringer aus als im Jahr zuvor (6,9 %). Gemäß Destatis verteuerten sich Energieprodukte 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Jahr 2022. Im Jahresverlauf zeigte sich zudem von März bis Dezember 2023 bei der Energie insgesamt eine Entspannung bei der Preisentwicklung. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2023 gegenüber 2022 erneut spürbar für die Verbraucherinnen und Verbraucher um 12,4 %. Bereits 2022 hatte die Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln mit +13,4 % deutlich über der Gesamtteuerung gelegen. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren fast alle Nahrungsmittelgruppen von Preiserhöhungen betroffen. Besonders stark verteuerten sich beispielsweise Brot und Getreideerzeugnisse (+16,4 %), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils: +15,7 %). Auch andere Nahrungsmittelgruppen wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+14,7 %) oder Gemüse (+13,3 %) wurden 2023 gegenüber 2022 überdurchschnittlich teurer. Im Jahresdurchschnitt 2023 verbilligten sich hingegen Speisefette und Speiseöle (-3,5 %, darunter Butter: -17,8 %). Der Handelsbereich (VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH mit VLG Fleischwaren GmbH, Piemonte GmbH, Feinkost Cremona GmbH, VLG Trier c-gro C&C Großhandel GmbH und VLG Lux S.à r.l.) ist in der GV-Food-Branche tätig. Nachdem bereits im Jahr 2022 das Umsatzniveau des Vor-Corona-Jahres 2019 übertroffen werden konnte, konnten im Jahr 2023 die Umsätze erheblich gesteigert werden, Beeinflusst wurde dies allerdings auch durch eine Erhöhung der Verkaufspreise. Die Lieferkettenunterbrechungen und die teilweise schlechte Warenverfügbarkeit des Vorjahres normalisierte sich, sodass eine hohe Lieferfähigkeit gewährleistet werden konnte. Der Produktionsbereich (Blechwarenfabrik Limburg GmbH, Blechwaren Manufaktur GmbH, Blechwaren Logistik GmbH, Blechwaren Recycling GmbH, ADL GmbH, Baltic Packaging ApS, FPS Polska Sp. Z.o.o ., I.C.E. SE, I.C.E. Russia) ist in der Metallverpackungsbranche tätig. Das Hauptbetätigungsfeld ist die Herstellung von Feinstblechverpackungen für chemisch-technische Füllgüter. Geografisch liegen die Absatzmärkte in Mittel-, Nordeuropa und Polen, wobei Deutschland den größten Absatzmarkt darstellt. Die russischen Gesellschaften agieren operativ komplett unabhängig auf ihrem lokalen Markt. Der Markt von Metallverpackungen für chemisch-technische Füllgüter zeigte im Jahr 2023 in Deutschland eine differenzierte Entwicklung. Während die Nachfrage an kleineren Gebinden im Vergleich zum Vorjahr stabil war, reduzierte sich die Nachfrage an Großgebinden vor allem aus dem Markt für Bau- und Profiprodukte deutlich. Nach den Zahlen von Destatis verringerte sich der Umsatz von in Deutschland produzierten Blechverpackungen unter 501 Volumen für Farben, Lacke und verwandte Erzeugnisse in 2023 relativ zum Vorjahr um 5,3 %. Auch die verarbeitete Masse reduzierte sich um 5,0 %, während sich die hergestellte Stückzahl leicht um 0,9 % erhöhte. Der Produktionswert von Aerosoldosen aus Verpackungsstahl stieg um 7,5 %, die verarbeitete Masse sogar um 14,9 %. b) Geschäftsverlauf Der Umsatz im Handelsbereich konnte im Vergleich zu 2022 (+11,5 %) auf TEUR 88.523 gesteigert werden. Die bereits im Jahr 2022 sichtbaren Nachholeffekte in der Gastronomie waren insbesondere auch im 1. Halbjahr 2023 spürbar. Sehr stark entwickelten sich dabei die Bereiche Fleisch- und Wurstwaren, Obst und Gemüse und Tiefkühlkost. Insbesondere in Luxemburg konnte die Geschäftstätigkeit überdurchschnittlich ausgebaut werden. Durch weitere Digitalisierung der Verwaltung, der Finanzbuchhaltung und der Auftragsabwicklung inklusive der Kommissionierung können Arbeitsabläufe besser gesteuert und daraus resultierende Informationen transparenter und schneller für Entscheidungen und zur Kundeninformation bereitgestellt werden. Der Geschäftsverlauf des Produktionsbereichs der Obenauer GmbH war geprägt von intensiven Verhandlungen mit den Kunden. Leichte Preisreduzierungen des eingekauften Bleches wurden umfänglich an die Kunden weitergegeben. Durch einen erhöhten Absatz konnte der Preiseffekt nahezu ausgeglichen werden, sodass sich der Umsatz im Produktionsbereich insgesamt nur um 3,6 % auf TEUR 90.989 reduziert hat. Der Marktanteil hat sich entsprechend erhöht. Entsprechend der Prognose im Lagebericht 2022 haben sich die Konzernumsätze insgesamt um TEUR 5.819 (= 3,3 %) auf TEUR 180.017 leicht erhöht. Das Konzernjahresergebnis hat sich jedoch um TEUR 1.667 auf TEUR 7.025 deutlich reduziert, womit ein im Lagebericht 2022 prognostiziertes Konzernergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 nicht erreicht wurde. Wir sind jedoch mit dem Geschäftsverlauf, trotz des rückläufigen Konzernergebnisses, insgesamt zufrieden. c) Ertragslage scroll
Die Veränderung der Umsatzerlöse (TEUR +5.819) verteilt sich auf Handelsaktivitäten (+TEUR 9.133), den Produktionsbereich (-TEUR 3.347) sowie sonstige Umsätze (+TEUR 33). Nach Berücksichtigung der Bestandsverminderung (TEUR -2.257) und der anderen aktivierten Eigenleistungen (TEUR +234) ergibt sich eine um TEUR 1.313 höhere Gesamtleistung (TEUR 177.994, Vorjahr TEUR 176.681) gegenüber dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 256 auf TEUR 800 angestiegen. Ursächlich sind insbesondere höhere Auflösungen von Rückstellungen (+TEUR 237). Der Materialaufwand hat sich überproportional um TEUR 4.134 auf TEUR 112.255 erhöht. Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung im Konzern liegt damit bei 63,1 % (Vorjahr 61,2 %). Der Rohertrag hat sich so um TEUR 2.565 auf TEUR 66.539 vermindert. Der Personalaufwand hat sich um TEUR 958 auf TEUR 33.394 erhöht und beträgt 50,2 % bezogen auf den Rohertrag (Vorjahr 46,9 %). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich nur minimal von 676 im Vorjahr auf 678 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 16.148 auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 16.033). Die Abschreibungen liegen mit TEUR 8.064 (Vorjahr TEUR 8.212) weiterhin auf hohem Niveau. Insbesondere ein stark verbessertes Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 894 (Vorjahr TEUR 196) sowie ein erheblich gestiegener positiver Zinssaldo (TEUR +375; Vorjahr TEUR -249) führte zu einem um TEUR 1.322 besseren Finanzergebnis. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR -3.062) wird ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.667 gesunkener Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.025 ausgewiesen. d) Finanzlage Die Eigenkapitalquote beträgt 70,3 % (Vorjahr 65,3 %). Die Finanz- und Liquiditätslage war in 2023 und im laufenden Geschäftsjahr 2024 jederzeit geordnet. Aufgrund der vorhandenen Bankguthaben und Kreditlinien stehen dem Obenauer Konzern zum Abschlussstichtag ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Finanzierung ist gesichert. Die Cashflows stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Finanzierung des Obenauer Konzerns insgesamt erfolgt zum Teil über langfristige Bankdarlehen, die überwiegend bereits in 2017 aufgenommen wurden. Die Darlehen wurden in 2023 planmäßig getilgt. Daneben wurden weitere kurzfristige Betriebsmittelkredite in Anspruch genommen. Es wird auf die Konzernkapitalflussrechnung verwiesen. Die Investitionen im Geschäftsjahr betreffen überwiegend technische Anlagen und Maschinen für den Produktionsbereich sowie LKW für den Handelsbereich. e) Vermögenslage scroll
Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 774 (0,6 %) auf TEUR 130.076 verkürzt. Auf der Aktivseite zeigt sich hierbei eine durch die hohen Abschreibungen bedingte Abnahme des Anlagevermögens (-TEUR 4.746). Ebenfalls hat sich der Bestand der Vorräte um TEUR 10.172 (= 22,8 %) deutlich vermindert. Die Verminderung betrifft hauptsächlich den Produktionsbereich. Die Zunahme des übrigen Umlaufvermögens (+TEUR 2.470) ist überwiegend auf kurzfristige Finanzmittelanlagen zurückzuführen. Zur Zunahme der flüssigen Mittel (+TEUR 11.363) verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung. Die Passivseite zeigt eine im Wesentlichen durch den Konzernjahresüberschuss (TEUR 7.025) bedingte Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 6.030 (Verweis auf den Eigenkapitalspiegel des Konzerns). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich aufgrund planmäßiger Tilgungen der Darlehen und der Rückführung kurzfristiger Mittelaufnahmen um insgesamt TEUR 11.705 reduziert. Die Erhöhung der Steuerrückstellungen (+TEUR 3.036) betrifft Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Geschäftsjahr 2023. f) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Eigenkapitalrendite, bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern, liegt bei 11,2 % (Vorjahr 14,5 %). Die Gesamtkapitalrendite, bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern und vor Fremdkapitalzinsen liegt bei 8,6 % (Vorjahr 9,9%). Motivierte Fach- und Führungskräfte, die sich eng mit dem Unternehmen und seinen Zielen verbunden fühlen, bilden im Konzern der Obenauer GmbH eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Damit wir für alle Aufgaben die besten Talente gewinnen, halten und weiterqualifizieren können, schaffen wir Rahmenbedingungen, die die Mitarbeiter dabei unterstützen, immer optimale Leistungen für den Erfolg des Unternehmens zu erbringen. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich die Zahl der Mitarbeiter im Konzern auf durchschnittlich 678 (Vorjahr 676). Bereits seit 1996 ist das Qualitätsmanagementsystem des Handelsbereiches nach der jeweiligen europäischen Norm zertifiziert. Seit 2006 besteht auch die Zertifizierung für den Handel mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln. Im Produktionsbereich sind folgende Zertifizierungen vorhanden: Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015 Umweltmanagement nach ISO 14001:2015 Energiemanagement nach ISO 50001:2018 Arbeitsschutzmanagement nach OHSAS 18001:2018 3. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken a) Chancen- und Risikobericht Im Rahmen eines implementierten Risikomanagements des Obenauer Konzerns findet ein kontinuierliches Risikomonitoring statt, in welchem Risiken bewertet und behandelt werden. Durch die Implementierung bisher nicht angewandter Technologien, wie bspw. der tiefgreifenden Digitalisierung und Automatisierung des Materialflusses entstehen Risiken, die bewusst eingegangen und kontrolliert werden. Durch die Corona-Pandemie und die Ukrainekrise wurden Probleme bei der Warenverfügbarkeit und in Form einer hohen Volatilität der Einkaufspreise außergewöhnlich spürbar. Hierzu wurden in den letzten Jahren digitale Möglichkeiten geschaffen, Bestellvorgänge und Warenflüsse vom Lieferanten bis zum Kunden zu optimieren und die Prozesse transparenter zu steuern. Der Ausbau der Steuerungsmöglichkeiten wird eines der zentralen Themen in den nächsten Jahren sein. Die Verfügbarkeit von Personal wird zukünftig ein Risikofaktor, aber auch eine Chance der Entwicklung unseres Unternehmens sein. Dazu müssen oft Dienstleistungen und Service gegenüber dem Kunden neu definiert, angepasst und auf neuer meist digitaler Basis angeboten werden. Die in der Optik stehenden Verkaufspreise werden durch den harten Wettbewerb bestimmt und begrenzen den Spielraum von Preisanpassungen, die durch Erhöhung von Kosten insbesondere im Energiebereich, bei Personal und der Erfüllung regulatorischer und bürokratischer Anforderungen, notwendig sind. Das Ziel für 2024 ist es, weiterhin Kunden mit Großverbraucher- und C&C-typischen Sortimenten zu gewinnen und hierbei Umsätze weiter auszubauen, um ertragsstarke Auftragsgrößen bei der Belieferung zu erhalten. Spezielle Chancen sehen wir hier in der Entwicklung im Sortiment der High Convenience und in Spezial- und Frischesortimenten. Insgesamt ergeben sich im Produktionsbereich für Metallverpackungen Chancen durch das steigernde öffentliche Bewusstsein für Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Dies wurde von der Politik aufgegriffen und resultierte auf europäischer Ebene in der „Packaging and Packaging Waste Regulation“ (PPWR) und in Deutschland im Kreislaufwirtschaftsgesetz. Metallverpackungen eignen sich durch ihre inhärenten Eigenschaften in hervorragender Weise für eine solche Kreislaufwirtschaft. Und auch zum Klimaschutz wurden durch den Produktionsbereich Alternativtechnologien und Verfahren entwickelt, durch die man komplett auf fossile Energieträger verzichten kann. Diese weltweit einzigartigen Innovationen ermöglicht eine CO2 neutrale Produktion der Produktlinie „Neocan“, welche sich in der Zertifizierung befindet. Die wesentlichen IT-Risiken verteilen sich auf die Bereiche „Angriffe von außen“ (Hacking der Systeme), „Angriffe von innen“ (Phishing-Mails, Mails mit Trojanern) und Ausfall der IT durch Hardwaredefekte (Datenverlust). Zum Schutz gegen Angriffe werden Programmlösungen sowie Zugriffsbeschränkungen eingesetzt. Sämtliche Zugriffe werden protokolliert und täglich analysiert. Um Hardwareausfällen vorzubeugen wird die Hardware von einem IT-Systemhaus auf mögliche Ausfälle überwacht (Monitoring), damit diese frühzeitig ausgetauscht werden kann. Zusätzlich sind die Serversysteme doppelt (Backup) vorhanden. Die Daten werden dabei in Echtzeit auf die Backup-Systeme gespiegelt. Daneben wird für alle Server täglich eine Komplettsicherung auf Magnetbändern durchgeführt. Ein zentraler Punkt der IT-Sicherheit wird eine verstärkte Schulung aller Mitarbeiter bezüglich der Risiken sein. Der Obenauer Konzern finanziert sich im Wesentlichen durch eigene Mittel, aber auch durch kurz-, mittel- und langfristige Bankkredite. Leasing wird lediglich in untergeordnetem Umfang betrieben. Die Bankkredite betreffen überwiegend die in Vorjahren im Produktionsbereich vorgenommenen Investitionen in den Neubau in Limburg-Offheim. Bereits im Jahr 2023 wurden die Bankkredite erheblich zurückgeführt. Ziel ist der Aufbau weiterer Liquidität, um zukünftige Investitionen unabhängiger gestalten zu können. Aufgrund von Zinsbindungen bei den langfristigen Krediten wurden keine zusätzlichen Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Der Konzern ist insgesamt betrachtet solide und risikoarm finanziert. Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit, insbesondere beim Einkauf, ist der Obenauer Konzern Währungskursschwankungen ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, dieses Marktrisiko durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden nach Einschätzung des Managements gegebenenfalls Währungsderivate, insbesondere Devisentermingeschäfte, zur Absicherung von Kursschwankungen eingesetzt. Diese Währungsderivate werden nicht als bilanzielle Sicherungsbeziehungen eingestuft. Das Ausfallrisiko für derivative Finanzinstrumente wird als gering eingestuft, da diese nur mit Banken geschlossen werden, zu denen langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Daneben wirken sich Währungsschwankungen auch bei der Umrechnung der Abschlüsse der Konzernunternehmen außerhalb des Euroraums aus. Wesentliche Einzelrisiken oder sogar eine Gefährdung des Fortbestands des Konzerns und der einzelnen Konzernunternehmen werden aus heutiger Sicht nicht gesehen. b) Ausblick Im Handelsbereich liegen die Umsätze aufgelaufen per Ende Juni 2024 unter dem Niveau des Jahres 2023. Hier erwarten wir im 2. Halbjahr eine Stabilisierung und eine leichte Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die Verstärkung des Vertriebs des webbasierten Küchenmanagementsystems stabilisiert weiterhin unsere Kundenbeziehungen. Hier stellen wir bei den Kunden eine Neuorientierung des Bestellverhaltens und des web- oder softwarebasierten Küchenmanagements fest. Ein benutzerfreundlicherer Webshop wurde bereits ab Anfang 2021 eingeführt und in den Abholbetrieben (cash & carry), wie auch im GV-Lieferbereich unseren Kunden angeboten. Für das gesamte Geschäftsjahr 2024 rechnen wir im Handelsbereich mit einem Umsatz, der leicht unter dem des Jahres 2023 liegen wird. Kostenerhöhungen sind insbesondere im Personalbereich, im Energiebereich und im Fuhrpark zu verzeichnen. Höhere Zinserträge sind durch die Anlage der Liquidität zu erwarten. Investitionen ergeben sich insbesondere in den Bereichen des Fuhrparks und den cash & Carry-Betrieben. Der Produktionsbereich der Obenauer GmbH erwartet in 2024 Umsätze leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Ertragslage soll deutlich gesteigert werden. Per Ende Juni 2024 liegt beides im Plan. Für das Geschäftsjahr 2024 wird für den Konzern insgesamt mit stabilen Umsatzerlösen gerechnet. Das Konzernergebnis sowie die Eigen- und Gesamtkapitalrendite werden voraussichtlich deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen.
Saarbrücken, 31. Juli 2024 Der Geschäftsführer Thomas Hempel Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva scroll
Passiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023scroll
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDer Konzernabschluss der Obenauer GmbH, Saarbrücken, eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken unter der Registernummer HRB 4157, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB (§§ 290 ff.) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Ausweis ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Der in der nach DRS 21 erstellten Kapitalflussrechnung des Konzerns ausgewiesene Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten“ abzüglich jederzeit fälliger kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das Geschäftsjahr für den Konzern und alle konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. II. Konsolidierungskreis und AnteilsbesitzIn den Konsolidierungskreis sind neben der Obenauer GmbH nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis folgende fünfzehn (im Vorjahr vierzehn) Tochter- und Enkelunternehmen einbezogen (die Blechwaren Recycling Limburg GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 neu gegründet): scroll
Die Tochter- und Enkelunternehmen Blechwarenfabrik Limburg GmbH, VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH, RABA Verpackungen GmbH, Blechwaren Logistik GmbH, Blechwaren Manufaktur GmbH, Blechwaren Recycling Limburg GmbH, Piemonte GmbH, Feinkost Cremona GmbH, VLG Trier cgro C&C Großhandel GmbH, VLG Fleischwaren GmbH und Oblimas GmbH & Co. KG nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des § 264b HGB bezüglich der Aufstellung, Prüfung - soweit sie prüfungspflichtig sind - und Offenlegung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch. Die Blechwarenfabrik Limburg GmbH, Limburg, sowie die VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH, Saarbrücken, sind gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit, da diese in den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Obenauer GmbH, Saarbrücken, einbezogen werden. Darüber hinaus sind folgende Unternehmen im Konzernabschluss berücksichtigt worden: Gemeinschaftsunternehmen (§ 310 HGB)scroll
Assoziierte Unternehmen (§ 311 HGB)scroll
Die Bewertung der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen I.C.E. Innovative Canmakers Europe SE, München, und den assoziierten Unternehmen ADL GmbH, Limburg, workflow FPS Polska Sp. z o.o., Skarbimierz/Polen, sowie GOB Immobilien GmbH, St. Ingbert, erfolgt nach der Equity-Methode.
1
Mittelbar über die Blechwarenfabrik Limburg GmbH, Limburg. III. KonsolidierungsgrundsätzeKapitalkonsolidierungen vor Einführung des BilMoG wurden nach der Buchwertmethode durchgeführt. Hiernach wurden die Buchwerte der Beteiligungen an den zu konsolidierenden Unternehmen mit dem zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung vorhandenen konzernanteiligen Eigenkapital dieser Gesellschaften aufgerechnet. Die sich ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung auf den 31. Dezember 1988 wurden nach § 309 Abs. 1 Satz 1 HGB von 1989 bis 1992 jährlich zu einem Viertel durch Abschreibungen getilgt. Weitere aktivische Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen nach dem 31. Dezember 1988 wurden an den Gewinnrücklagen abgesetzt. Kapitalkonsolidierungen nach Einführung des BilMoG wurden gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB n.F. nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Dabei wurden die Wertansätze der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an Tochterunternehmen mit dem zu Zeitwerten angesetzten anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung verrechnet. Die sich ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben. Aus der Konsolidierung der Baltic Packaging ApS ergab sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.349. Aufgrund der absehbaren negativen Ertragsentwicklung bzw. der erwarteten Verluste durch Änderungen im Kundenstamm, die zu einer Minderung des Kaufpreises geführt haben, hat der passive Unterschiedsbetrag Fremdkapitalcharakter. Eine planmäßige Auflösung über einen bestimmten Zeitraum unterblieb deshalb. Da in den Vorjahren der erwartete Verlust realisiert wurde, wurde der passive Unterschiedsbetrag bereits vollständig ertragswirksam aufgelöst. In 2022 und 2023 angefallene nachträgliche Kaufpreiszahlungen in Höhe von TEUR 78 für den Erwerb der Baltic Packaging ApS wurden aufgrund retrospektiver Berücksichtigung ergebniswirksam erfasst. Die Equity-Bewertung des Gemeinschafts- bzw. der assoziierten Unternehmen erfolgt gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 1 HGB unter Ansatz des Buchwerts. Die erstmalige Aufrechnung wurde auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung bzw. des Erwerbs der Anteile vorgenommen. Ein Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Aufrechnung hat sich nicht ergeben. Die innerhalb des Eigenkapitals unter entsprechender Bezeichnung ausgewiesenen Nicht beherrschende Anteile wurden von dem am Bilanzstichtag vorhandenen konsolidierungspflichtigen Eigenkapital errechnet. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen aufgerechnet. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Zwischenergebnisse, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich sind, wurden gem. § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Hierzu wurden die in den Konzernabschluss zu übernehmenden Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen den vollkonsolidierten Konzernunternehmen beruhen, mit dem Betrag angesetzt, zu dem sie in der auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellten Jahresbilanz dieses Unternehmens angesetzt werden könnten, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden. IV. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Tochterunternehmen sowie des inländischen Gemeinschaftsunternehmens und der assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Obenauer GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Das polnische Tochterunternehmen FPS Polska Sp. z o.o., das dänische Tochterunternehmen Baltic Packaging ApS sowie das luxemburgische Tochterunternehmen VLG LUX S.à r.l., das assoziierte Unternehmen workflow FPS Polska Sp. z o.o. sowie die russischen Tochterunternehmen Innovative Canmakers Europe Holding LLC und Innovative Canmakers Europe LLC des Gemeinschaftsunternehmens I.C.E. Innovative Canmakers Europe SE wenden davon abweichend die gesetzlichen Vorschriften über die Rechnungslegung der jeweiligen Länder an. Eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften ist aus Wesentlichkeit nicht erfolgt. In fremder Währung lautende Abschlüsse von Tochtergesellschaften werden nach der modifizierten Stichtagsmethode gemäß § 308a HGB umgerechnet. Die Durchschnittskurse wurden dabei als Mittelwert der täglichen Referenzkurse des Geschäftsjahres, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlicht werden, ermittelt. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ ausgewiesen. Der Währungsunterschied aus der Schuldenkonsolidierung wird erfolgswirksam ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Summe der negativen Equity-Werte TEUR 6. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und beim Sachanlagevermögen wurden die Zugänge zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten ohne Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände wurden nach der linearen und der degressiven Methode über die geschätzte Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände vorgenommen. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände liegt - mit Ausnahme eines Einzelfalls, welcher eine Nutzungsdauer von zehn Jahren hat - zwischen drei und fünf Jahren. Die Vorjahresabschreibungen wurden planmäßig fortgeführt. Die Finanzanlagen stehen zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen zu Buche. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Lagen der Börsen- oder Marktpreis oder der Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen war, niedriger als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, kamen die hieraus sich ergebenden Werte zum Ansatz. Für Qualitätsminderungen und Ungängigkeiten wurden Abschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag bewertet. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einem, einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf TEUR 31. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Die Bewertung erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren bzw. dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Dabei wurden folgende Annahmen bei der Berechnung berücksichtigt:
Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 1.125. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurden demgemäß TEUR 73 den Pensionsrückstellungen zugeführt und gesondert in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 73 (Art. 67 Abs. 2 EGHGB). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt ohne Rücksicht auf den Ausweis unrealisierter Gewinne zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1. Angaben zu Posten der KonzernbilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich. Anlagevermögen (Anlagenspiegel)scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
Von den Guthaben bei Kreditinstituten unterliegt ein Betrag von TEUR 701 (Vorjahr TEUR 700) einer Verfügungsbeschränkung. Die Obenauer GmbH hält einen eigenen Geschäftsanteil im Nominalwert von EUR 1.500,00. Dies entspricht einem Anteil von 0,06 % am Stammkapital. Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Rückstellungen für Personal. Die Verbindlichkeiten 2023: scroll
Die Verbindlichkeiten 2022: scroll
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte auf eigenem Grundbesitz und Verpfändung von Bankguthaben gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Posten in der Handelsbilanz und Steuerbilanz. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf abweichenden Bewertungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen und auf steuerlichen Verlustvorträgen. Außerdem haben sich aus einer unterschiedlichen Bewertung in dem Posten „Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken“ passive latente Steuern ergeben. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der unternehmensindividuelle Steuersatz in Höhe 29,86 % bzw. 14,035 % (für gewerbesteuerliche Verlustvorträge) oder 15,825 % (für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge) angesetzt. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zu Finanzierungszwecken wurden Miet- und Leasingverträge über vorwiegend Technische Anlagen und Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung geschlossen. Risiken bestehen in den in diesen Verträgen vereinbarten Miet- und Leasingzahlungen und dem daraus resultierenden Abfluss von liquiden Mitteln. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren überwiegend aus Bestellungen technischer Anlagen und Maschinen. Die zukünftigen Zahlungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
2. Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse scroll
scroll
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (periodenfremd) in Höhe von TEUR 237 enthalten. VI. Sonstige AngabenKapitalflussrechnung Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge betreffen insbesondere die Ergebnisse aus der Equity-Bewertung der assoziierten Unternehmen und des Gemeinschaftsunternehmens. Von den in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen liquiden Mitteln (TEUR 17.621; Vorjahr TEUR 6.258) unterliegt ein Betrag von TEUR 701 (Vorjahr TEUR 700) einer Verfügungsbeschränkung. Abschlussprüferhonorar scroll
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt: scroll
Geschäftsführer der Obenauer GmbH war im Geschäftsjahr Herr Thomas Hempel (Saarbrücken), Geschäftsführer der VLG Großverbraucherdienst Südwest GmbH, Saarbrücken. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers des Mutterunternehmens wurde verzichtet (§ 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB). Nachtragsbericht Es haben sich nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.
Saarbrücken, den 31. Juli 2024 Der Geschäftsführer Thomas Hempel Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023scroll
Eigenkapitalspiegel des Konzerns für das Geschäftsjahr 2023scroll
scroll
scroll
scroll
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Obenauer GmbH, Saarbrücken Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Obenauer GmbH, Saarbrücken, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Obenauer GmbH, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 31. Juli 2024 Gottschalk, Becker & Partner Prof. Dr. Gottschalk, Wirtschaftsprüfer Ansel, Wirtschaftsprüfer Sonstige Angaben Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Obenauer GmbH, Saarbrücken, wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Oktober 2024 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Verpackungen und Verschlüssen aus Eisen, Stahl und NE-Metall
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen