Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 5262 NO
Vorher
EURALIS Saaten GmbH
Eingetragen
30.12.2004
Branche
Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Vertrieb der Produkte von Pflanzenzucht-Unternehmen, die Vermehrung und der Vertrieb von landwirtschaftlichem Saatgut sowie der Handel mit Agrarprodukten und alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jean-Baptiste Jurbert
seit 11.3.2025
Geschäftsführer
Daniel Jens Pöhlking
seit 4.10.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lidea France S.A.S.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Lidea France S.A.S.
France
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lidea Germany GmbH

Norderstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lidea Germany GmbH, Norderstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 31. Januar 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Sonja Karwinski, Wirtschaftsprüferin

Lutz Beck, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. August 2023

AKTIVA

31.8.2023 31.08.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.617,12 30.944,49
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 247.323,75 256.809,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.085,04 224.234,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.754,90 0,00
415.163,69 481.043,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.315,95 8.315,95
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 117.729,27 117.729,27
126.045,22 126.045,22
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.461.664,95 1.764.811,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.039.431,23 317.979,39
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.442.273,92 2.988.667,24
7.943.370,10 5.071.457,81
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.880.124,70 7.222.934,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 167.689,73 178.398,92
11.540.010,56 13.110.824,33

PASSIVA

31.08.2023 31.08.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 250.120,00 250.120,00
II. Kapitalrücklage 10.400,00 10,400,00
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 14.725,21 14.725,21
IV. Gewinnvortrag 6.304.636,21 4.939.616,82
V. Jahresüberschuss 83.851,78 1.365.019,39
6.663.733,20 6.579.881,42
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 93.034,17 136.135,58
2. Steuerrückstellungen 319.534,95 710.907,21
3, Sonstige Rückstellungen 1.132.202,51 1.172.017,10
1.544.771,63 2.019.059,89
C, Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 748,88 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 748,88 (€ 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 443.252,75 101.285,01
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 443.252,75 (€ 101.285,01)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 842.703,98 3.067.741,16
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 842.703,98 (€ 3.067.741,16)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.043.380,51 1.341.446,68
- davon aus Steuern € 251.944,19 (€ 81.191,05)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 2.892,38 (€ 30.913,66)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.043.380,51 (€ 1.341.446,68)
3.330.086,12 4.510.472,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.419,61 1.410,17
11.540.010,56 13.110.824,33

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023

2022 / 2023 2021 / 2022
1. Umsatzerlöse 41.726.579,02 42.413.950,56
2. Sonstige betriebliche Erträge 697.441,08 502.400,83
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 7.466,47 (€ 0,00)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 26.690.779,00 28.044.975,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.413.546,23 0,00
29.104.325.23 28.044.975,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.978.729,11 5.561.719,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.355.609,50 1.108.753,27
- davon für Altersversorgung € 124.660,71 (€ 87.168,68)
7.334.338,61 6.670.472,68
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 211.385,92 231.852,47
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.645.045,84 6.949.956,71
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 4.382,98 (€ 39.000,00)
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 1.339.654,29
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.979,63 6.315,19
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 294.850,49 69.745,63
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -252.549,56 896.317,76
11. Ergebnis nach Steuern 107.603,20 1.399.000,35
12. Sonstige Steuern 23.751,42 33.980,96
13. Jahresüberschuss 83.851,78 1.365.019,39

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Lidea Germany GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Norderstedt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kiel
Register-Nr.: HRB 5262

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Beteiligungen zu Anschaffungskosten

sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt worden.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen im neuen Geschäftsjahr.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen € 93.034,17.

Versicherungsmathemasche Gutachten liegen vor. Aufgrund von allgemeinen Verlautbarungen wird weiter der Aktivwert verwendet. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln von 2018 G" (Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck).

Die Pensionsrückstellung wurde mit dem Rückdeckungsanspruch aus Lebensversicherungen saldiert. Die Zuführung zur Absicherung von Pensionszusagen wurde mit der Zuführung zur Pensionsrückstellung in der GuV saldiert. Von dem Wahlrecht der Verteilung auf 15 Jahre wurde im Jahr der BilMoG - Umstellung kein Gebrauch gemacht.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Im Gegensatz zum Vorjahr wurden die Aufwendungen für Fremdarbeiten im Bereich des Vertriebs unter Aufwendungen für bezogene Leistungen und nicht wie im Vorjahr unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Weitere Wechsel von grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fanden nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Zu genaueren Darstellung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Im Berichtsjahr bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 4.878.981,03 (im Vorjahr: € 317.979,39).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen.

Pensionsrückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen € 93.034,17.

Erfüllungsbetrag gemäß Gutachten € 927.018,00
Verrechnete Rückdeckung € 833.983,83

Versicherungsmathematische Gutachten zur Versorgungszusage der Firma Lidea Germany GmbH, von Herrn Carsten Harbert (Diplom-Mathematiker), Warendorf, vom 18. Juli 2023, liegen vor. Aufgrund von allgemeinen Verlautbarungen wird weiter der Aktivwert verwendet. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln 2018 G" (Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck).

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,77 %
Anwartschaftsdynamik 1,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln nach Heubeck

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalkosten (T€ 418), für ausstehende Rechnungen (T€ 426) sowie für Urlaubsrückstellungen (T€ 112) zusammen.

Restlaufzeiten

Die ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten unter 1 Jahr.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Erträge aus Steuern vom Einkommen und Ertrag resultieren im Berichtsjahr aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2020, 2021 und 2022. Die Erstattungen resultieren aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen sowie Anpassungen an die zwischenzeitlich für die Jahre 2021 und 2022 abgegebenen Steuererklärungen. Ferner wurde ein steuerlicher Verlustvortrag vorgenommen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 25,00
Angestellte 70,00
Leitende Angestellte 10,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 105,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 52,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 53,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer Nigel Thwaites (seit 22.02.2023), Kaufmann
Geschäftsführer Kokouvi Mawussi Banissan (seit 22.02.2022), Kaufmann
Geschäftsführerin Célia Simone Denise Bocquet (bis 22.02.2023), Kauffrau
Geschäftsführer Peter Fleck (bis 25.07.2023), Kaufmann

Die Geschäftsführer sind jeweils allein vertretungsberechtigt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Es wird eine 100% Beteiligung an Lidea Czechia gehalten. Das Eigenkapital beträgt € 818.721,37, der Jahresüberschuss der Gesellschaft beläuft sich auf € 71.692,96.

Konzernzugehörigkeit

Die Lidea Germany GmbH wurde in den Konzernabschluss der LIDEA FRANCE SAS, Lescar - Frankreich, einbezogen.

Die LIDEA FRANCE SAS stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konzernkreis auf.

Der offen gelegte Konzernabschluss ist bei der Muttergesellschaft LIDEA FRANCE SAS, Lescar - Frankreich erhältlich.

Angaben zu einem befreienden Konzernabschluss

Angaben zum Mutterunternehmen, das einen befreienden Konzernabschluss aufstellt:

Name LIDEA FRANCE SAS
Sitz 64230 Lescar - Frankreich

Im befreienden Konzernabschluss wurde bezüglich der Bilanzierungs -, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden von deutschem Recht abgewichen.

Die Lidea Germany GmbH hat trotz des befreienden Konzernabschlusses den Einzelabschluss veröffentlicht.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt € 83.851,78.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von € 6.388.487,99, der zu verwenden ist.

Eine Ausschüttung ist nicht vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden € 6.388.487,99 vorgetragen.

 

Norderstedt, 31. Januar 2024

Unterschrift

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 / 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.09.2022 Zugänge 2022/2023 Abgänge 2022/2023 Stand am 31.08.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 301.193,65 0,00 0,00 301.193,65
Summe immatrielle Vermögensgegenstände 301.193,65 0,00 0,00 301.193,65
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 707.033,96 37.193,07 0,00 744.227,03
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.545.179,85 77.356,87 111.697,79 1.510.838,93
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 10.754,90 0,00 10.754,90
Summe Sachanlagevermögen 2.252.213,81 125.304,84 111.697,79 2.265.820,86
Finanzanlagen
1. Beteiligungen 8.315,95 0,00 0,00 8.315,95
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 117.729,27 0,00 0.00 117.729,27
Summe Finanzanlagevermögen 126.045,22 0,00 0,00 126.045,22
Summe 2.679.452,68 125.304,84 111.697,79 2.693.059,73
Abschreibungen
Stand am 01.09.2022 Zugänge 2022/2023 Abgänge 2022/2023 Stand am 31.08.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 270.249,16 23.327,37 0,00 293.576,53
Summe immatrielle Vermögensgegenstände 270.249,16 23.327,37 0,00 293.576,53
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 450.224,78 46,678,50 0,00 496.903,28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.320.945,61 141.380,05 108.571,77 1.353.753,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagevermögen 1.771.170,39 188.058,55 108.571,77 1.850.657,17
Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 2.041.419,55 211.385,92 108.571,77 2.144.233,70
Buchwerte
Stand am 31.08.2023 Stand am 31.08.2022
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.617,12 30.344,49
Summe immatrielle Vermögensgegenstände 7.617,12 30.344,49
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 247.323,75 256.809,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157.085,04 224.234,24
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.754,90 0,00
Summe Sachanlagevermögen 415.163,69 481.043,42
Finanzanlagen
1. Beteiligungen 8.315,95 8.315,95
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 117.729,27 117.729,27
Summe Finanzanlagevermögen 126.045,22 126.045,22
Summe 548.826,03 638.033,13

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Rechtliche Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind eine Tochtergesellschaft des französischen Züchterunternehmens LIDEA FRANCE SAS Mit Wirkung vom 1. September 2020 wurde die bisherige Muttergesellschaft Caussade S.A. auf die Euralis Semences S.A. verschmolzen und firmiert inzwischen unter dem Namen LIDEA FRANCE SAS.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2021 ist die Caussade Saaten GmbH auf die Euralis Saaten GmbH verschmolzen worden. Die Gesellschaft hat im August 2021 die Firmierung geändert in Lidea Germany GmbH.

Die Verschmelzung wurde am 6. Oktober 2021 in das Handelsregister eingetragen.

Im Rahmen der Verschmelzung wurde das Stammkapital um T€ 132 auf T€ 250 erhöht. Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten.

Im Geschäftsjahr wurde folgende Wechsel in der Geschäftsführung vorgenommen:

Peter Fleck ist am 25.07.2023 als Geschäftsführer ausgeschieden.

Célia Simone Denise Bocquet ist am 22.02.2023 als Geschäftsführer ausgeschieden.

Nigel Thwaites ist am 22.02.2023 als Geschäftsführer bestellt worden.

Horst Spateneder ist am 04.10.2023 als Prokurist bestellt worden

Der Großhandel mit Saatgut, hauptsächlich von Mais, ist unser Metier. Wir vertreiben ausschließlich die Produkte unserer französischen Muttergesellschaft.

Zu unseren Kunden zählen insbesondere Raiffeisengenossenschaften, Agrar- und Landhandelsunternehmen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Auf dem Züchtermarkt ist nach wie vor eine zunehmende Konzentration zu beobachten. Dies führt zu einem anhaltend scharfen Wettbewerb und einem zunehmenden Preisdruck. In Folge des Ukraine-Kriegs sind die Einkaufspreise, aber auch die Preise für bezogene Dienstleistungen und Energie erheblich gestiegen. Dies hat Auswirkungen sowohl auf die eigene wirtschaftliche Beschaffungsseite als auch auf die Abnehmer.

2. Geschäftsverlauf

Das Berichtsjahr vom September 2022 bis August 2023 erfasst erstmalig nach der Verschmelzung zwei vergleichbare Zeiträume.

Die Vergleichbarkeit wird allerdings dadurch erschwert, dass das Saatgutgeschäft durch die Einflüsse des Ukraine-Krieges im abgeschlossenen Geschäftsjahr und im Vorjahr unterschiedlich stark betroffen sind. Das Hauptgeschäft des Maisverkaufs ist ein sehr saisonales Geschäft, wobei das Halbjahr beginnend ab dem 1. September 2022 das ertragreichere Halbjahr darstellt. Hier erfolgen die Maisverkäufe, welches das Hauptgeschäft der Gesellschaft ist. Das abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 hatte komplett unter dem Einfluss des Ukraine-Krieges gestanden. Demgegenüber war das Vorjahr 2021/2022 erst in der 2. Geschäftsjahreshälfte betroffen. Der Vollständigkeit halber werden die Vorjahreszahlen angegeben, eine vergleichende Darstellung wird aber nur bei Kennzahlen vorgenommen.

Aufgrund der anhaltenden schwierigen Marktsituation konnte das für das Geschäftsjahr 2022/2023 prognostizierte Vorsteuerergebnis in Höhe von T€ 1.000 nicht erreicht werden.

Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Umsatz von T€ 41.727 (Vorjahr: T€ 42.414).

Die Materialaufwendungen betrugen im Berichtsjahr T€ 29.104 (Vorjahr: T€ 28.045). Die Materialintensität beträgt 69,75% (Vorjahr: 66,12%). Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist gegeben. Im Berichts- und Vorjahr hat die Lidea Germany GmbH ausschließlich Handelsgeschäft betrieben.

Die Lidea Germany GmbH hat kein Vorratsvermögen. Sämtliche Verkäufe stammen aus Lagern der Muttergesellschaft.

Zum Ende des Geschäftsjahres waren bei Lidea Germany GmbH folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2 Geschäftsführer,

110 Angestellte - davon 25 gewerbliche Arbeitnehmer.

3. Lage des Unternehmens

a. Vermögenslage

Bedingt durch den Rückgang des Saldos aus Bankguthaben aufgrund der Liquiditätsoptimierung innerhalb des Konzerns, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sank die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag von T€ 13.111 auf T€ 11.540.

Vorräte waren am Bilanzstichtag nicht vorhanden, da die Gesellschaft die Wareneinkäufe vorwiegend bei der Muttergesellschaft vornimmt. Der Versand der Ware erfolgt direkt aus den Lagern der Muttergesellschaft.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen von T€ 318 auf T€ 5.039. Dies. resultiert im Wesentlichen aus Abrechnungen zum Geschäftsjahresende sowie erstmaligen Forderungen aufgrund von Cash-Pooling.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag T€ 2.880 (Vorjahr: T€ 7.223). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu ca. 325 % durch das Umlaufvermögen unserer Gesellschaft gedeckt.

Die Eigenkapitalquote beträgt 58 % (im Vorjahr 55 %).

Die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens ist trotz schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen als noch befriedigend zu bezeichnen. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr trotz schwierigerer Rahmenbedingungen operativ auf noch vertretbarem Niveau gehalten. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens ist als gut zu bezeichnen.

In Summe bildet die Vermögenslage ein solides Gerüst für die Aktivitäten unserer Gesellschaft und wird dem Umfang des Geschäftsvolumens gerecht.

b. Finanzlage

Die Cash-Ratio (Liquide Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) beläuft sich im Berichtsjahr auf 112 %. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 2.043).

Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen zum größten Teil innerhalb des Zahlungsziels vereinnahmt. Wir verfügen über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind fast nicht vorhanden.

c. Ertragslage

Aufgrund unserer intensiven Marketingaktivitäten und Verkaufsbemühungen ist der Umsatz stichtagsbedingt im erwartbaren Rahmen. Der Vorsteuergewinn beträgt T€ 360. Der Nachsteuergewinn beträgt T€ 84.

Unsere wirtschaftliche Lage ist unter dem Gesichtspunkt der aktuellen wirtschaftlichen Lage insgesamt als noch zufriedenstellend zu bezeichnen.

Die Gesellschaft unterhält nach wie vor eine Betriebsstätte in Görzig. Diese ist eine reine Versuchs- und Züchtungsstation.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Investitionsbereitschaft der Landwirte sinkt aufgrund ihrer doch immer schlechter werdenden Finanzlage. Die Anbaufläche von Raps ist nach einem starken Rückgang 2 Jahre vorher konstant geblieben. Die Subvention der Biogasanlagen durch den Staat wird in naher Zukunft gestoppt. Dies löst Unsicherheit in diesem Bereich und somit beim Maisgeschäft aus. Trotzdem ist die Anbaufläche von Mais erstmal stabil geblieben.

Es herrscht auf dem Markt ein harter Wettbewerb, der Mengen und Margeneinbußen nach sich zieht. Auf diesen Wettbewerb reagiert die Gesellschaft durch eine innovative und kundennahe Verkaufspolitik.

Die Logistikkosten nehmen wegen hoher Inflation zu, die Kunden legen sich keinen Vorrat mehr auf das eigene Lager, deshalb ergibt sich eine höhere Anzahl von Lieferungen.

Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an die aktuellen Änderungen angepasst wird und als Basis für Geldmitteldispositionen dient.

Die seit dem Sommer 2018 anhaltende Dürre könnte dazu führen, dass in einigen Regionen Deutschlands weniger Raps angebaut werden könnte, weshalb Umsatzeinbußen nicht auszuschließen wären.

Der Krieg in der Ukraine beeinträchtigt die erwartete wirtschaftliche Entwicklung in der Lidea Gruppe. Der Anbau in der Ukraine wird deutlich unterhalb des Vorkriegs-Niveaus erwartet.

Währungsrisiken bestehen nicht, es wird ausschließlich in EUR fakturiert.

2. Chancenbericht

Der vermehrte Einsatz von Zwischenfruchtsaaten und Gräsern tut unserem Geschäft gut, da wir auch in diesem Bereich gut aufgestellt sind. Die Diversifikation von Produktarten, nämlich durch das Rapsgeschäft und Zwischenfrüchte, wird uns helfen, eventuelle Einbußen auf dem Maisbereich zu kompensieren.

Der enge Endkundenkontakt an der Basis und die besondere Trockentoleranz von unseren Sorten sind die Faktoren, die uns helfen werden, die Herausforderungen zu überwinden.

Der Wettbewerb wird aggressiver. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Stabilisierung unserer Marktposition. Die Instrumente hierfür werden gezielte Marketingaktivitäten und eine neustrukturierte Vertriebsmannschaft mit schlanker Führungsebene sein.

Durch die Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten der beiden verschmolzenen Gesellschaften erwarten wir weiterhin Synergie-Effekte insbesondere in folgenden Bereichen:

• Marktseite

Durch die Straffung und gezielte Ausrichtung der Marketingaktivitäten erwarten wir eine Erhöhung und Verbesserung der globalen Position auf den Absatzmärkten. Lidea wird zukünftig die gesamte Wertschöpfungskette von der Zucht über die Produktion bis zum Vertrieb der fertigen Produkte noch effektiver gestalten. Um die individuellen Bedarfe unserer Kunden und potenzieller Kunden noch besser erfüllen zu können, werden sogenannte ready-to-use Lösungen effizienter kreiert. Lidea ist der beste Partner für Landwirte, die das ganze Jahr über leistungsstarke Saatgutmischungen benötigen.

Durch die Reorganisation der Marketingabteilung ist bereits ein Effizienzgewinn eingetreten. Ziel ist es, den Vertrieb stärker mit Marktkenntnissen zu unterstützen.

• Kosten

Durch die Zusammenlegung der Verwaltungseinheiten und gemeinsame Nutzung der Infrastruktur gruppenweit wird sich eine deutliche Ersparnis, aber auch eine Effizienzsteigerung durch die gemeinsame Nutzung tragender Systeme (z.B. ERP-, Finanz- und allgemeine Steuerungssysteme) einstellen.

IV. Prognosebericht

Die Gesellschaft hat das zweite vollständige Geschäftsjahr nach der Verschmelzung der Caussade GmbH auf die Euralis Saaten GmbH wirtschaftlich zufriedenstellend abgeschlossen.

Durch die Verschmelzung der beiden Gruppen in Frankreich ist ein Konzern mit mehr als 2.000 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatzvolumen in Höhe von T€ 400 entstanden.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. T€ 41.000 und ein Vorsteuerergebnis in Höhe von ca. T€ 500.

Die Unsicherheiten insbesondere aufgrund des Krieges in der Ukraine können die Planungen und Erwartungen nicht unerheblich beeinflussen.

Wir erwarten sukzessive erhebliche Synergieeffekte sowohl auf Marktseite als auch bei den Kosten.

 

Norderstedt, 31. Januar 2024

Nigel David Peter Thwaites

Kokouvi Mawussi Banissan

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