Ide Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jean-Baptiste Jurbert seit 11.3.2025 | Geschäftsführer |
Daniel Jens Pöhlking seit 4.10.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Lidea France S.A.S. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lidea Germany GmbHNorderstedtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lidea Germany GmbH, Norderstedt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 31. Januar 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Sonja Karwinski, Wirtschaftsprüferin Lutz Beck, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. August 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie der Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt worden. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen im neuen Geschäftsjahr. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen € 93.034,17. Versicherungsmathemasche Gutachten liegen vor. Aufgrund von allgemeinen Verlautbarungen wird weiter der Aktivwert verwendet. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln von 2018 G" (Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck). Die Pensionsrückstellung wurde mit dem Rückdeckungsanspruch aus Lebensversicherungen saldiert. Die Zuführung zur Absicherung von Pensionszusagen wurde mit der Zuführung zur Pensionsrückstellung in der GuV saldiert. Von dem Wahlrecht der Verteilung auf 15 Jahre wurde im Jahr der BilMoG - Umstellung kein Gebrauch gemacht. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Im Gegensatz zum Vorjahr wurden die Aufwendungen für Fremdarbeiten im Bereich des Vertriebs unter Aufwendungen für bezogene Leistungen und nicht wie im Vorjahr unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Weitere Wechsel von grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fanden nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Zu genaueren Darstellung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Im Berichtsjahr bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 4.878.981,03 (im Vorjahr: € 317.979,39). Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen € 93.034,17.
Versicherungsmathematische Gutachten zur Versorgungszusage der Firma Lidea Germany GmbH, von Herrn Carsten Harbert (Diplom-Mathematiker), Warendorf, vom 18. Juli 2023, liegen vor. Aufgrund von allgemeinen Verlautbarungen wird weiter der Aktivwert verwendet. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln 2018 G" (Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck). Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalkosten (T€ 418), für ausstehende Rechnungen (T€ 426) sowie für Urlaubsrückstellungen (T€ 112) zusammen. Restlaufzeiten Die ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten unter 1 Jahr. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind im Geschäftsjahr nicht angefallen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Erträge aus Steuern vom Einkommen und Ertrag resultieren im Berichtsjahr aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für die Jahre 2020, 2021 und 2022. Die Erstattungen resultieren aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen sowie Anpassungen an die zwischenzeitlich für die Jahre 2021 und 2022 abgegebenen Steuererklärungen. Ferner wurde ein steuerlicher Verlustvortrag vorgenommen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Geschäftsführer sind jeweils allein vertretungsberechtigt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Anteile an verbundenen Unternehmen Es wird eine 100% Beteiligung an Lidea Czechia gehalten. Das Eigenkapital beträgt € 818.721,37, der Jahresüberschuss der Gesellschaft beläuft sich auf € 71.692,96. Konzernzugehörigkeit Die Lidea Germany GmbH wurde in den Konzernabschluss der LIDEA FRANCE SAS, Lescar - Frankreich, einbezogen. Die LIDEA FRANCE SAS stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konzernkreis auf. Der offen gelegte Konzernabschluss ist bei der Muttergesellschaft LIDEA FRANCE SAS, Lescar - Frankreich erhältlich. Angaben zu einem befreienden Konzernabschluss Angaben zum Mutterunternehmen, das einen befreienden Konzernabschluss aufstellt:
Im befreienden Konzernabschluss wurde bezüglich der Bilanzierungs -, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden von deutschem Recht abgewichen. Die Lidea Germany GmbH hat trotz des befreienden Konzernabschlusses den Einzelabschluss veröffentlicht. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss beträgt € 83.851,78. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von € 6.388.487,99, der zu verwenden ist. Eine Ausschüttung ist nicht vorgesehen. Auf neue Rechnung werden € 6.388.487,99 vorgetragen.
Norderstedt, 31. Januar 2024 Unterschrift Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 / 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023I. Grundlagen des Unternehmens Rechtliche Grundlagen und Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind eine Tochtergesellschaft des französischen Züchterunternehmens LIDEA FRANCE SAS Mit Wirkung vom 1. September 2020 wurde die bisherige Muttergesellschaft Caussade S.A. auf die Euralis Semences S.A. verschmolzen und firmiert inzwischen unter dem Namen LIDEA FRANCE SAS. Mit Wirkung vom 1. Januar 2021 ist die Caussade Saaten GmbH auf die Euralis Saaten GmbH verschmolzen worden. Die Gesellschaft hat im August 2021 die Firmierung geändert in Lidea Germany GmbH. Die Verschmelzung wurde am 6. Oktober 2021 in das Handelsregister eingetragen. Im Rahmen der Verschmelzung wurde das Stammkapital um T€ 132 auf T€ 250 erhöht. Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten. Im Geschäftsjahr wurde folgende Wechsel in der Geschäftsführung vorgenommen:
Der Großhandel mit Saatgut, hauptsächlich von Mais, ist unser Metier. Wir vertreiben ausschließlich die Produkte unserer französischen Muttergesellschaft. Zu unseren Kunden zählen insbesondere Raiffeisengenossenschaften, Agrar- und Landhandelsunternehmen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Auf dem Züchtermarkt ist nach wie vor eine zunehmende Konzentration zu beobachten. Dies führt zu einem anhaltend scharfen Wettbewerb und einem zunehmenden Preisdruck. In Folge des Ukraine-Kriegs sind die Einkaufspreise, aber auch die Preise für bezogene Dienstleistungen und Energie erheblich gestiegen. Dies hat Auswirkungen sowohl auf die eigene wirtschaftliche Beschaffungsseite als auch auf die Abnehmer. 2. Geschäftsverlauf Das Berichtsjahr vom September 2022 bis August 2023 erfasst erstmalig nach der Verschmelzung zwei vergleichbare Zeiträume. Die Vergleichbarkeit wird allerdings dadurch erschwert, dass das Saatgutgeschäft durch die Einflüsse des Ukraine-Krieges im abgeschlossenen Geschäftsjahr und im Vorjahr unterschiedlich stark betroffen sind. Das Hauptgeschäft des Maisverkaufs ist ein sehr saisonales Geschäft, wobei das Halbjahr beginnend ab dem 1. September 2022 das ertragreichere Halbjahr darstellt. Hier erfolgen die Maisverkäufe, welches das Hauptgeschäft der Gesellschaft ist. Das abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 hatte komplett unter dem Einfluss des Ukraine-Krieges gestanden. Demgegenüber war das Vorjahr 2021/2022 erst in der 2. Geschäftsjahreshälfte betroffen. Der Vollständigkeit halber werden die Vorjahreszahlen angegeben, eine vergleichende Darstellung wird aber nur bei Kennzahlen vorgenommen. Aufgrund der anhaltenden schwierigen Marktsituation konnte das für das Geschäftsjahr 2022/2023 prognostizierte Vorsteuerergebnis in Höhe von T€ 1.000 nicht erreicht werden. Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Umsatz von T€ 41.727 (Vorjahr: T€ 42.414). Die Materialaufwendungen betrugen im Berichtsjahr T€ 29.104 (Vorjahr: T€ 28.045). Die Materialintensität beträgt 69,75% (Vorjahr: 66,12%). Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist gegeben. Im Berichts- und Vorjahr hat die Lidea Germany GmbH ausschließlich Handelsgeschäft betrieben. Die Lidea Germany GmbH hat kein Vorratsvermögen. Sämtliche Verkäufe stammen aus Lagern der Muttergesellschaft. Zum Ende des Geschäftsjahres waren bei Lidea Germany GmbH folgende Mitarbeiter beschäftigt:
3. Lage des Unternehmens a. Vermögenslage Bedingt durch den Rückgang des Saldos aus Bankguthaben aufgrund der Liquiditätsoptimierung innerhalb des Konzerns, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sank die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag von T€ 13.111 auf T€ 11.540. Vorräte waren am Bilanzstichtag nicht vorhanden, da die Gesellschaft die Wareneinkäufe vorwiegend bei der Muttergesellschaft vornimmt. Der Versand der Ware erfolgt direkt aus den Lagern der Muttergesellschaft. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen von T€ 318 auf T€ 5.039. Dies. resultiert im Wesentlichen aus Abrechnungen zum Geschäftsjahresende sowie erstmaligen Forderungen aufgrund von Cash-Pooling. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag T€ 2.880 (Vorjahr: T€ 7.223). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu ca. 325 % durch das Umlaufvermögen unserer Gesellschaft gedeckt. Die Eigenkapitalquote beträgt 58 % (im Vorjahr 55 %). Die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens ist trotz schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen als noch befriedigend zu bezeichnen. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr trotz schwierigerer Rahmenbedingungen operativ auf noch vertretbarem Niveau gehalten. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens ist als gut zu bezeichnen. In Summe bildet die Vermögenslage ein solides Gerüst für die Aktivitäten unserer Gesellschaft und wird dem Umfang des Geschäftsvolumens gerecht. b. Finanzlage Die Cash-Ratio (Liquide Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) beläuft sich im Berichtsjahr auf 112 %. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 2.043). Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen zum größten Teil innerhalb des Zahlungsziels vereinnahmt. Wir verfügen über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind fast nicht vorhanden. c. Ertragslage Aufgrund unserer intensiven Marketingaktivitäten und Verkaufsbemühungen ist der Umsatz stichtagsbedingt im erwartbaren Rahmen. Der Vorsteuergewinn beträgt T€ 360. Der Nachsteuergewinn beträgt T€ 84. Unsere wirtschaftliche Lage ist unter dem Gesichtspunkt der aktuellen wirtschaftlichen Lage insgesamt als noch zufriedenstellend zu bezeichnen. Die Gesellschaft unterhält nach wie vor eine Betriebsstätte in Görzig. Diese ist eine reine Versuchs- und Züchtungsstation. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die Investitionsbereitschaft der Landwirte sinkt aufgrund ihrer doch immer schlechter werdenden Finanzlage. Die Anbaufläche von Raps ist nach einem starken Rückgang 2 Jahre vorher konstant geblieben. Die Subvention der Biogasanlagen durch den Staat wird in naher Zukunft gestoppt. Dies löst Unsicherheit in diesem Bereich und somit beim Maisgeschäft aus. Trotzdem ist die Anbaufläche von Mais erstmal stabil geblieben. Es herrscht auf dem Markt ein harter Wettbewerb, der Mengen und Margeneinbußen nach sich zieht. Auf diesen Wettbewerb reagiert die Gesellschaft durch eine innovative und kundennahe Verkaufspolitik. Die Logistikkosten nehmen wegen hoher Inflation zu, die Kunden legen sich keinen Vorrat mehr auf das eigene Lager, deshalb ergibt sich eine höhere Anzahl von Lieferungen. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an die aktuellen Änderungen angepasst wird und als Basis für Geldmitteldispositionen dient. Die seit dem Sommer 2018 anhaltende Dürre könnte dazu führen, dass in einigen Regionen Deutschlands weniger Raps angebaut werden könnte, weshalb Umsatzeinbußen nicht auszuschließen wären. Der Krieg in der Ukraine beeinträchtigt die erwartete wirtschaftliche Entwicklung in der Lidea Gruppe. Der Anbau in der Ukraine wird deutlich unterhalb des Vorkriegs-Niveaus erwartet. Währungsrisiken bestehen nicht, es wird ausschließlich in EUR fakturiert. 2. Chancenbericht Der vermehrte Einsatz von Zwischenfruchtsaaten und Gräsern tut unserem Geschäft gut, da wir auch in diesem Bereich gut aufgestellt sind. Die Diversifikation von Produktarten, nämlich durch das Rapsgeschäft und Zwischenfrüchte, wird uns helfen, eventuelle Einbußen auf dem Maisbereich zu kompensieren. Der enge Endkundenkontakt an der Basis und die besondere Trockentoleranz von unseren Sorten sind die Faktoren, die uns helfen werden, die Herausforderungen zu überwinden. Der Wettbewerb wird aggressiver. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Stabilisierung unserer Marktposition. Die Instrumente hierfür werden gezielte Marketingaktivitäten und eine neustrukturierte Vertriebsmannschaft mit schlanker Führungsebene sein. Durch die Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten der beiden verschmolzenen Gesellschaften erwarten wir weiterhin Synergie-Effekte insbesondere in folgenden Bereichen: • Marktseite Durch die Straffung und gezielte Ausrichtung der Marketingaktivitäten erwarten wir eine Erhöhung und Verbesserung der globalen Position auf den Absatzmärkten. Lidea wird zukünftig die gesamte Wertschöpfungskette von der Zucht über die Produktion bis zum Vertrieb der fertigen Produkte noch effektiver gestalten. Um die individuellen Bedarfe unserer Kunden und potenzieller Kunden noch besser erfüllen zu können, werden sogenannte ready-to-use Lösungen effizienter kreiert. Lidea ist der beste Partner für Landwirte, die das ganze Jahr über leistungsstarke Saatgutmischungen benötigen. Durch die Reorganisation der Marketingabteilung ist bereits ein Effizienzgewinn eingetreten. Ziel ist es, den Vertrieb stärker mit Marktkenntnissen zu unterstützen. • Kosten Durch die Zusammenlegung der Verwaltungseinheiten und gemeinsame Nutzung der Infrastruktur gruppenweit wird sich eine deutliche Ersparnis, aber auch eine Effizienzsteigerung durch die gemeinsame Nutzung tragender Systeme (z.B. ERP-, Finanz- und allgemeine Steuerungssysteme) einstellen. IV. Prognosebericht Die Gesellschaft hat das zweite vollständige Geschäftsjahr nach der Verschmelzung der Caussade GmbH auf die Euralis Saaten GmbH wirtschaftlich zufriedenstellend abgeschlossen. Durch die Verschmelzung der beiden Gruppen in Frankreich ist ein Konzern mit mehr als 2.000 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatzvolumen in Höhe von T€ 400 entstanden. Im Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. T€ 41.000 und ein Vorsteuerergebnis in Höhe von ca. T€ 500. Die Unsicherheiten insbesondere aufgrund des Krieges in der Ukraine können die Planungen und Erwartungen nicht unerheblich beeinflussen. Wir erwarten sukzessive erhebliche Synergieeffekte sowohl auf Marktseite als auch bei den Kosten.
Norderstedt, 31. Januar 2024 Nigel David Peter Thwaites Kokouvi Mawussi Banissan |
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