Bear Media GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Albrecht Holzer seit 10.12.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Riefer seit 28.4.2011 | Prokura |
Dominik Holzer seit 28.4.2011 | Geschäftsführer |
Buxmann Detmar seit 9.10.2003 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EUSAN GmbHSaarbrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft ist unter der Firma EUSAN GmbH mit Sitz in Saarbrücken im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Nummer HRB 10254 eingetragen. Die EUSAN GmbH weist zum Abschlussstichtag die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anwendung der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Gemäß § 268 Abs. 1 HGB wurde aufgrund der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses der Ausweis im Eigenkapital dahingehend geändert, dass anstelle der Posten Gewinnvortrag und Jahresüberschuss der Posten Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 ausgewiesen wird. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt. Da die Nutzungsdauer der mit dem Geschäfts- oder Firmenwert verbundenen Synergieeffekte nicht verlässlich geschätzt werden konnte, wird dieser über die standardisierte Nutzungsdauer des § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB von zehn Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um lineare, planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 33 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 9 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von bis zu EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zugegangen sind, werden als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit diese Werte über den Werten liegen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird der Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Die Waren werden zu Anschaffungspreisen einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen bewertet, die unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag liegen. Soweit erforderlich, werden Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Die Bewertung bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zu Nennwerten. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Der Bestand der liquiden Mittel wird mit Nominalwerten bewertet. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Dabei werden die übrigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Verrechnungskurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt mit den Devisenkassamittelkursen des Bilanzstichtages. Sofern die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, werden das Anschaffungskostenprinzip und das Imparitätsprinzip bei der Bewertung entsprechend berücksichtigt. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Anteile in Höhe von 100% werden gehalten an der Industriebedarf EUSAN GmbH, Spiesen-Elversberg. Zum 31. Dezember 2022 beträgt das Eigenkapital der Industriebedarf EUSAN GmbH TEUR 286 und das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2022 TEUR 51. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.095 (Vj. TEUR 1.093) betreffen mit TEUR 825 (Vj. TEUR 1.093) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 270 (Vj. TEUR 0) gewährte Darlehen. Der Bilanzgewinn von TEUR 8.101 beinhaltet unter Berücksichtigung der Gewinnausschüttung für das Jahr 2022 von TEUR 10.190 einen Gewinnvortrag von TEUR 9 und einen Jahresüberschuss von TEUR 12.902, wovon gemäß Gesellschafterbeschluss vom 20. Juli 2023 bereits ein Betrag von TEUR 4.810 vorab an die Gesellschafter ausgeschüttet wurde. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.094 betreffen im Wesentlichen Personalkosten (TEUR 474), ausstehende Vertriebsprovisionen (TEUR 531) sowie Jahresabschlusskosten (TEUR 48). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Liefer- und Leistungsbeziehungen. IV. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer/innen betrug insgesamt 75 ; hierbei handelt es sich um 40 Angestellte sowie um 35 gewerblich Tätige. Geschäftsführer im Berichtsjahr war Herr Dominik Holzer, St. Ingbert. Die Berufsbezeichnung entspricht der Organstellung. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der URSAPHARM Arzneimittel GmbH, Saarbrücken, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten sowie den größten Kreis von Unternehmen erstellt. Dieser wird im Unternehmensregister offengelegt. Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der URSAPHARM Arzneimittel GmbH einbezogen wird. Es sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EUSAN GmbH haben.
Saarbrücken-Bübingen, 20. August 2024 Dominik Holzer Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der EUSAN GmbH, SaarbrückenI. Geschäftsmodell des Unternehmens Das Geschäftsmodell der EUSAN GmbH (nachfolgend "EUSAN") ist wie folgt ausgerichtet: 1. Das Vertriebs- und Exportgeschäft von Medizinprodukten im Bereich von Augentropfen sowie Nasentropfen erfolgt vorwiegend nach Asien sowie in den Nahen Osten. Die Gesellschaft verfügt über eigene Produktzulassungen; die Herstellung und Produktion der Produkte erfolgt durch die Vergabe von Lohnherstellungsaufträgen überwiegend an die Muttergesellschaft. 2. Die Gesellschaft tritt im Inland des Weiteren als Dienstleister im Bereich des Apothekenbesuchsdienstes auf. Über 30 Fachkräfte besuchen ausgewählte Apotheken in Deutschland und stellen dort überwiegend die Eigenprodukte der Muttergesellschaft vor und betreiben entsprechende Akquise. 3. Auch tritt das Unternehmen auf lokaler Ebene als Dienstleister im Bereich der Ausführung von industrienahen und haushaltsnahen Dienstleistungen auf. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Schwerpunkte der Absatztätigkeit sind Asien (China) sowie der Nahe Osten. Hinsichtlich dieses Geschäftsfeldes lässt sich als zugehörige Branche die chemisch-pharmazeutische Industrie zumindest partiell zuordnen. Insoweit spiegelt sich die Entwicklung dieser Industrie auch in der Geschäftstätigkeit der EUSAN wider. Gemäß dem Konjunkturbericht für das vierte Quartal 2023 vom 15. März 2024 zur chemisch-pharmazeutischen Industrie des Verbands der Chemischen Industrie (VCI, Frankfurt am Main) hat die chemisch-pharmazeutische Industrie das Jahr 2023 mit einem ernüchternden Schlussquartal abgeschlossen. VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup kommentierte die aktuelle Situation: "Das Jahr 2023 hat auf der ganzen Linie enttäuscht. (...) Die Lage auf den Energie- und Rohstoffmärkten bleibt angespannt. Der anhaltenden Auftragsmangel in Verbindung mit den hohen Produktionskosten am Standort Deutschland belastet weiterhin die Geschäfte." Die Produktion in der Branche ging gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück und die Kapazitäten waren nicht ausgelastet. Wie in den vergangenen fünf Quartalen sanken auch im letzten Quartal 2023 die Verkäufe der Chemie- und Pharmabranche; somit musste wiederholt ein Rückgang der Umsätze im In- und Ausland verzeichnet werden. Laut dem o.g. Konjunkturbericht berichten einzelne Unternehmen seit Februar 2024 von einer - insbesondere durch das Auslandsgeschäft getriebenen - leichten Verbesserung der Auftragslage, dennoch sei trotz diesen vorsichtig positiven Signalen aus Sicht des VCI noch keine konjunkturelle Trendwende erkennbar. Die Indikatoren stellen sich für das Gesamtjahr wie folgt dar. Die Produktion sank um 7,9 % im Vergleich zu 2022; die Erzeugerpreise gingen um 0,4 % zurück. Die Kapazitätsauslastung in der Branche stieg zum Jahresende minimal und lag im vierten Quartal 2023 bei 77,2 %. Die Beschäftigung ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt noch konstant. Der Umsatz der chemisch-pharmazeutischen Industrie - bezogen auf das Gesamtgeschäftsjahr 2023 ist um 12,2 % gegenüber 2022 gesunken. Die Kunden im In- und Ausland hielten sich mit Bestellungen zurück; die Auftragseingänge blieben auf einem niedrigen Niveau. Hieraus resultierten ein deutlicher Rückgang des Umsatzes im Inland von 16,3 % sowie ein um 9,6 % verminderter Auslandsumsatz gegenüber dem Vorjahr. Geschäftsverlauf Insgesamt kann die Gesellschaft - insbesondere vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchenentwicklung - auf einen sehr erfolgreichen Geschäftsverlauf für das Jahr 2023 zurückblicken. Die nachfolgend dargestellten finanztechnischen Jahreskennzahlen sind positiv. Die Planerwartungen hinsichtlich der wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz und EBIT (d.h. Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und vor Finanzergebnis) wurden im Geschäftsjahr 2023 sogar übertroffen. Ertragslage Der Jahresüberschuss 2023 liegt mit 12,90 Mio. EUR um 2,72 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (+26,7 %). Dabei hat sich der Rohertrag von 24,12 Mio. EUR auf 27,76 Mio. EUR erhöht. Der Umsatz ist mit 65,31 Mio. EUR um 7,50 Mio. EUR höher als im Vorjahr, dies entspricht einer Steigerung von 12,96 %. Die Personalaufwendungen liegen mit 5,65 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Der Rückgang der übrigen betrieblichen Aufwendungen von 14,8 % ist v.a. auf niedrigere Kosten der Warenabgabe zurückzuführen. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen wird ein EBIT (Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und vor Finanzergebnis) von 19,23 Mio. EUR ausgewiesen (+26,5 % ggü. dem Vorjahr); die EBIT-Marge bezogen auf den Umsatz des Geschäftsjahres 2023 beläuft sich damit auf 29,4 % (i.Vj. 26,3 %). Vermögens- und Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 hat sich das Gesamtvermögen der Gesellschaft um insgesamt 4,85 Mio. EUR oder 25,7 % auf 14,00 Mio. EUR vermindert. Ursächlich für diesen Rückgang sind im Wesentlichen niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-1,72 Mio. EUR) und ein Abbau der liquiden Mittel (-3,04 Mio. EUR). Die Finanzierung zum Bilanzstichtag erfolgt zu 58,1 % durch Eigenkapital (-2,10 Mio. EUR) und zu 41,9 % mit Fremdkapital (-2,75 Mio. EUR). Innerhalb des Fremdkapitals haben sich die Steuerrückstellungen um 1,43 Mio. EUR auf 1,29 Mio. EUR reduziert; die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 1,32 Mio. EUR auf 3,13 Mio. EUR gesunken. Unter Einbezug des Jahresüberschusses 2023 in Höhe von 12,90 Mio. EUR und der Gewinnausschüttung für das Jahr 2022 (10,19 Mio. EUR) sowie der Vorabausschüttung für das Jahr 2023 (4,81 Mio. EUR) ergibt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 8,13 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 58,1 %. Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit in ausreichendem Maße vorhanden. Die Geschäftsführung geht auch für das laufende Geschäftsjahr davon aus, jedwede Verbindlichkeiten stets bei Fälligkeit bedienen zu können. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2023 12,06 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der Zahlungsmittelabflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit (i. W. geprägt durch die Ausschüttungen an Gesellschafter über 15,00 Mio. EUR) hat sich der Finanzmittelbestand von 9,31 Mio. EUR auf 6,26 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 vermindert. Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung, Interpretation und Optimierung der Umsatzentwicklung in den unterschiedlichen Märkten und Segmenten. Ebenso erfolgt die ständige Beobachtung des Finanzstatus. Das EBIT ist jederzeit präsent und gibt Aufschluss hinsichtlich der Ausgaben und Kosten. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt monatlich. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist erfreulich. Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr gewährleistet, alle Verbindlichkeiten wurden fristgerecht beglichen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Durch kurzfristige Zahlungen an die Lieferanten werden alle möglichen Skontoabzüge realisiert. Liquiditätsüberschüsse werden grundsätzlich bei inländischen Kreditinstituten in Form kurzfristiger Euro-Anlagen angelegt. III. Prognosebericht Laut dem o.g. Bericht des Verbandes der chemischen Industrie für das Jahr 2023 war die Lage zum Jahresende 2023 in der Chemie- und Pharmabranche äußerst angespannt. Die Drosselung der Produktion, der Rückgang der Auftragslage und der Erzeugerpreise sorgten für deutliche Umsatzeinbußen. Im Gegensatz zum enttäuschenden Vorquartal schöpfte die deutsche Chemieindustrie zum Jahresbeginn 2024 wieder Hoffnung. Gemäß dem Konjunkturbericht des VCIs für das erste Quartal 2024 vom 15. Mai 2024 scheint "die rasante Talfahrt" ihr Ende gefunden zu haben. Produktion und Umsatz konnten erstmals wieder gesteigert werden. Die Lage bleibt allerdings weiterhin angespannt; so liegen beide Kennzahlen immer noch rund 15% unter dem Niveau des Jahres 2021 und die Produktionskapazitäten sind weiterhin nicht ausgelastet. Die im internationalen Vergleich hohen Produktionskosten am Standort Deutschland können nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden und setzen die Margen unverändert unter Druck. Konjunkturell scheint die Weltwirtschaft die Schwächephase aber überwunden zu haben und es wird infolge der rückläufigen Inflation in Europa und den USA im Jahresverlauf mit Zinssenkungen gerechnet. Allem voran aus dem Auslandsgeschäft erhofft sich die Branche durch die sich abzeichnenden weltwirtschaftlichen Belebung zu profitieren. Für das Gesamtjahr 2024 ist nach VCI-Einschätzung aus Mai 2024 von einem Anstieg der Produktion um 3,5 % und - trotz rückläufiger Preise - von einer Zunahme des Branchenumsatzes von 1,5 % auszugehen. Im Rahmen der verabschiedeten Gesamtplanung der EUSAN GmbH für das Geschäftsjahr 2024 wurde für die Gesellschaft ein moderater Anstieg des Nettoumsatzes prognostiziert. Für das Gesamtjahr 2024 wird ein positives EBIT erwartet, welches leicht über dem Niveau des EBIT für das Jahr 2023 liegen wird. IV. Chancen- und Risikobericht Chancen Chancen für die Umsatzentwicklung sieht die Geschäftsführung weiterhin durch den bereits erfolgten und gut vorbereiteten OTC Switch - also den Wegfall der Verschreibungspflicht von HYCOSAN in China. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 wurden bereits rund 0,9 Mio. Einheiten mehr abgesetzt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres - hierin zeichnet sich bereits eine deutliche Umsatzsteigerung ab. Die Weiterentwicklung des chinesischen Marktes genießt auch zukünftig hohe Priorität in den Entwicklungsaktivitäten der EUSAN GmbH. Perspektivisch ist die Schaffung der Marktzugangsvoraussetzungen in China für weitere Augentropfenpräparate in Planung, die im Status von Medizinprodukten in den chinesischen Markt eingeführt werden sollen. Risiken Wie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch die EUSAN GmbH von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich unserem direkten Einflussbereich entziehen. So wirken sich sowohl Konjunkturrisiken als auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Geschäftsentwicklung aus. Risiken mit potenzieller Auswirkung auf den Waren- und Materialeinsatz und den Absatz von Produkten der Gesellschaft können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie aktuell durch die Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen zu sehen ist. Zudem rückten im Jahresverlauf auch die Finanzierungsbedingungen in den Fokus: die infolge der hohen Inflationsraten vorgenommen Leitzinserhöhungen - durch wichtige Zentralbanken weltweit - könnten sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Durch die Neuklassifizierung unserer Produkte von Medizinprodukten hin zu Arzneimitteln kann es in Saudi-Arabien und weiteren Ländern des Nahen Ostens zu einer staatlichen Preisregulierung und einer damit einhergehenden Preisreduzierung für einen Teil unserer Produkte kommen. Das wirtschaftliche Umfeld bleibt in 2024 noch mehr als in den Vorjahren von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Neben dem Krieg in der Ukraine und dem darauffolgenden Sanktionspaket gegen den Aggressor Russland, welches sich bspw. in Export-/Importbeschränkungen, steigenden Energiekosten und schlussendlich einem vollständigen Wegfall von Geschäftsbeziehungen mit Partnern in den betroffenen Ländern äußern kann, ist auch die dramatische Entwicklung im Nahen Osten infolge der Terrorangriffe auf Israel ein erheblicher Unsicherheitsfaktor für die Stabilität in Europa. Die damit einhergehenden gesamtwirtschaftlichen Risiken könnten zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer auf die deutsche Wirtschaft ist aus heutiger Sicht quantitativ nicht abschließend möglich. Risiken für EUSAN können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Lieferketten führen. Trotz der Entspannung auf den Energie- und Rohstoffmärkten im Jahresverlauf 2023 könnte sich eine Umkehr dieser Entwicklung oder weitere Störungen der Lieferketten und die generelle Preisentwicklung an den Beschaffungsmärkten negativ auf unsere Profitabilität auswirken, da Preiserhöhungen nicht immer vollständig weitergegeben werden können. Dem möglichen Risiko aus der Abhängigkeit von einem Großkunden in China wird durch aktive Vertragsgestaltung, d.h. durch die Vereinbarung langer Laufzeiten und beidseitiger Exklusivitäts-klauseln Rechnung getragen. In den Bereichen Forderungs- und Liquiditätsmanagement könnte sich infolge des Krieges in der Ukraine und dem Konflikt im Nahen Osten weiterhin Risiken aus dem Zahlungsverzug oder Zahlungsausfall von Kunden für die Gesellschaft ergeben. Währungsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung. Absatz- und Beschaffungsgeschäfte werden grundsätzlich in Euro abgewickelt. Insgesamt lässt sich konstatieren, dass wir vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität keine Risiken sehen, die unsere Entwicklung wesentlich beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.
Saarbrücken-Bübingen, 20. August 2024 Dominik Holzer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EUSAN GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EUSAN GmbH, Saarbrücken - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EUSAN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, 20. August 2024 EY
GmbH & Co. KG
Dr. Zabel, Wirtschaftsprüfer Krämer, Wirtschaftsprüfer Datum der Feststellung des Jahresabschlusses sowie ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 27.09.2024 festgestellt. Es wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn von € 8.101.532,38 einen Betrag von € 8.100.000,00 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. |
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