tarent solutions GmbHLiquidiert

Am Dickobskreuz 10, 53121 Bonn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 5168
Vorher
Tarent Gesellschaft für Softwareentwicklung und IT-Beratung mbH
Eingetragen
8.5.1990
Branche
UnternehmensberatungVermittlung von ArbeitskräftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Unternehmensberatung, Personalvermittlung, Agenturleistungen, Marketing bezüglich der vorgenannten Tätigkeiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Oliver Felchner
seit 20.6.2018
Prokura
Stefan Dr. Barth
seit 20.2.2014
Geschäftsführer
Alexander Steeg
seit 20.2.2014
Geschäftsführer
Kai Axel Ebenrett
seit 20.2.2014
Geschäftsführer
Boris Esser
seit 4.1.2006
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

tarent solutions GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen 1.629.075,50 1.492.164,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.149.997,50 1.278.154,50
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.074.300,50 700.554,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.497,00 15.698,00
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 61.200,00 561.902,00
II. Sachanlagen 475.515,50 210.447,13
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 170.174,00 13.102,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 305.341,50 197.345,13
III. Finanzanlagen 3.562,50 3.562,50
1. Beteiligungen 3.562,50 3.562,50
B. Umlaufvermögen 4.281.435,57 4.772.157,71
I. Vorräte 155.079,58 250.286,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.002.003,41 2.375.952,14
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 105.969,79 89.439,15
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 100.887,50
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 741,67
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.895.291,95 2.286.512,99
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.500,10 3.500,06
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.124.352,58 2.145.918,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 105.703,84 35.109,82
Aktiva 6.016.214,91 6.299.431,66

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital 3.104.300,34 3.104.300,34
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnvortrag 2.904.300,34 2.904.300,34
B. Rückstellungen 147.008,29 202.768,14
C. Verbindlichkeiten 2.749.923,94 2.941.467,42
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.499.359,12 2.037.544,72
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 627.609,12 538.185,60
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 871.750,00 1.499.359,12
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 214.703,33
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 214.703,33
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.035.861,49 903.922,70
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.035.861,49 903.922,70
D. Rechnungsabgrenzungsposten 14.982,34 50.895,76
Passiva 6.016.214,91 6.299.431,66

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021 1.1.2020 - 31.12.2020
EUR EUR
1. Rohergebnis 17.063.649,87 17.169.162,25
2. Personalaufwand 12.816.419,11 11.928.905,64
a) Löhne und Gehälter 10.649.718,00 9.978.849,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.166.701,11 1.950.055,71
davon für Altersversorgung 26.750,85 30.596,68
3. Abschreibungen 654.300,95 796.377,76
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 654.300,95 761.377,76
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 35.000,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.492.907,07 3.015.787,89
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 31,88 85,91
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.925,52 34.195,26
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.042,19 34.687,31
8. Ergebnis nach Steuern 1.090.937,95 1.427.684,82
9. sonstige Steuern 324,09 1.229,14.
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.090.613,86 1.426.455,68
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die tarent solutions GmbH, Bonn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der tarent solutions GmbH, Bonn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der tarent solutions GmbH, Bonn für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021

sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 10. August 2022

BDLV GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Lenzen, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Daniels, Wirtschaftsprüfer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.363.595,70 337.155,82 529.581,59 954.167,25 4.125.337,18
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.123.395,73 45.005,82 56.113,99 -954.167,25 158.120,31
3. Geschäfts- oder Firmenwert 18.000,00 18.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.504.991,43 382.161,64 585.695,58 0,00 4.301.457,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 119.543,30 166.734,71 97.289,13 188.988,88
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.240.170,29 247.133,72 362.025,11 1.125.278,90
Summe Sachanlagen 1.359.713,59 413.868,43 459.314,24 1.314.267,78
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 3.562,50 3.562,50
Summe Finanzanlagen 3.562,50 3.562,50
5.868.267,52 796.030,07 1.045.009,82 0,00 5.619.287,77
kumulierte Abschreibung 01.01.2021 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.663.041,20 476.534,82 529.578,59 441.039,25 3.051.036,68
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 561.493,73 30.967,32 54.501,49 -441.039,25 96.90,31
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.302,00 1.201,00 3.503,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.226.836,93 508.703,14 584.080,08 0,00 3.151.459,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 106.441,30 9.283,21 96.909,63 18.814,88
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.042.825,16 136.314,60 359.202,36 819.937,40
Summe Sachanlagen 1.149.266,46 145.597,81 456.111,99 838.752,28
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
4.376.103,39 654.300,95 1.040.192,07 0,00 3.990.212,27
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2021 Buchwert Vorjahr 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.074.300,50 700.554,50
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.200,00 561.902,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 14.497,00 15.698,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.149.997,50 1.278.154,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 170.174,00 13.102,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 305.341,50 197.345,13
Summe Sachanlagen 475.515,50 210.447,13
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 3.562,50 3.562,50
Summe Finanzanlagen 3.562,50 3.562,50
1.629.075,50 1.492.164,13

Anhang 2021

1. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Sitz der Gesellschaft ist Bonn. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 5168 im Register des Amtsgerichts Bonn eingetragen.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages beachtet.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem Gliederungsschema des § 266 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Aufstellungserleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB und nach § 286 Abs. 4 HGB wurden in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss ist in EUR aufgestellt.

Hinsichtlich der folgenden Positionen wurden im Geschäftsjahr Ausweisänderungen vorgenommen, die Zahlen sind insoweit nicht mit dem Vorjahr vergleichbar:

Aus den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen wurde ein Betrag mit einem Vorjahreswert von TEUR 513 in die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände umgegliedert

Die bisher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen bezogenen Fremdleistungen für Kundenprojekte werden nunmehr im Materialaufwand ausgewiesen. Im Vorjahr betrug der Aufwand TEUR 1.338.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste wurden berücksichtigt.

Ebenso wurden Risiken berücksichtigt, die zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt wurden. Dem Realisationsprinzip folgend sind nur Gewinne, die bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden, berücksichtigt.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 und Abs. 2a HGB aktiviert und planmäßig linear über drei bis fünf Jahre, in einem begründeten Einzelfall über 8 Jahre sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. In die Herstellungskosten werden die folgenden Bestandteile einbezogen: Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bilanziert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge wurden pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, die zwischen drei und dreizehn Jahren beträgt, linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die in den Vorräten enthaltenen unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB unter Beachtung des strenges Niederstwertprinzips aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Der Ansatz erfolgte zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 0,5% der Nettoaußenstände Rechnung getragen.

Kassenbestand sowie Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe gebildet, in der Ein-/ Auszahlungen geleistet wurden, die Ertrag / Aufwand für das Folgejahr darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 sind im Anlagespiegel dargestellt. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist ebenfalls dem Anlagespiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung der geringwertigen beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens wird als Zu- und Abgang ausgewiesen.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 200 und ist in voller Höhe eingezahlt.

sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Resturlaub (TEUR 35) und Überstunden (TEUR 26), aus Rückstellungen für Berufsgenossenschaft (TEUR 46) sowie Jahresabschlusskosten (TEUR 25) zusammen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten belaufen sich insgesamt auf TEUR 2.941 und setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 1.442 und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren in Höhe von TEUR 1.499. Bei den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren handelt es sich ausschließlich um Bankverbindlichkeiten.

Bilanzansatz davon mit einer Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Bilanzposten GJ VJ GJ VJ
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.499 2.038 628 538
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 556 384 556 384
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 214 0 214 0
Sonstige Verbindlichkeiten 479 520 479 520
davon aus Steuern 448 447 448 447
davon aus soziale Sicherheit 32 70 32 70
davon mit einer Restlaufzeit
von 1 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren
Bilanzposten GJ VJ GJ VJ
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 872 1.499 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0
davon aus Steuern 0 0 0 0
davon aus soziale Sicherheit 0 0 0 0

latente Steuern

Sachverhalte aus vororganschaftlicher Zeit zur Bildung von latenten Steuern bestanden zum 31.12.2021 nicht mehr. Aktive oder passive Steuerlatenzen für Sachverhalte aus organschaftlicher Zeit wurden - falls notwendig - auf Ebene der Organträgerin (Muttergesellschaft) abgebildet.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den Fällen, in denen Leistungen für einen Zeitraum nach Bilanzstichtag erbracht werden, werden die Umsätze ratierlich auf die Laufzeit des Vertrages verteilt und zeitanteilig periodengerecht vereinnahmt.

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 43 mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Materialaufwand

Hinsichtlich der Ausweisänderung im Vergleich zum Vorjahr wird auf die Ausführungen unter 1. verwiesen.

Sonstige betriebliche Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen TEUR 70 aus Sachbezügen der Mitarbeiter und TEUR 15 aus Erstattungen auf Grund des Aufwendungsausgleichsgesetzes. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Raumkosten in Höhe von TEUR 1.412 (Vorjahr TEUR 752), Wartungskosten in Höhe von TEUR 233 (Vorjahr TER 193), Fortbildungskosten in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr TEUR 109) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr TEUR 27) und Aufwendungen für Werbe- und Reisekosten in Höhe von TEUR 80.

Angaben zu Forschungs- und Entwicklungskosten

Die nach § 248 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten betragen TEUR 337.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen TEUR 761.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Neben den in der Bilanz ausgeführten Verbindlichkeiten bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft sonstige finanzielle Verpflichtungen eingegangen, die über die in der Handelsbilanz zum 31.12.2021 ausgewiesenen Verbindlichkeiten hinausgehen. Beim Gesamtbetrag handelt sich dabei im Wesentlichen um Mietverträge in Höhe von TEUR 11.965 (Nominalwert), sowie aus Leasing- und Lizenzverträgen in Höhe von TEUR 177. Die jährliche Belastung beträgt aktuell TEUR 1.481.

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG/§ 264 Abs. 1 HGB

Gegen die Gesellschafterin tarent AG, Bonn, bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 89) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 215 (Vj.: TEUR 0).

Beschäftigte Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 210 Mitarbeiter (2020: 200) beschäftigt, davon 4 als leitende Angestellte und 206 als Arbeitnehmer.

Bezüge der Geschäftsführung

Die gemäß § 285 Nr. 9 HGB erforderlichen Angaben zum Geschäftsführergehalt unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Ergebnisabführungsvertrag

Mit der tarent AG mit Sitz in Bonn (Amtsgericht Bonn HRB 18196) als beherrschendem Unternehmen ist am 17.12.2013 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden. Diesem haben die Hauptversammlung bzw. die Gesellschafterversammlung der beteiligten Gesellschaften am 17.12.2013 zugestimmt. Die Eintragung in das Handelsregister der tarent solutions GmbH erfolgte am 19.12.2013.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Herr Boris Esser, Kaufmann, Leverkusen

Geschäftsführer: Herr Alexander Steeg, Kaufmann, Alfter

Geschäftsführer: Herr Dr. Stefan Barth, Kaufmann, Bonn

Geschäftsführer: Herr Kai Ebenrett, Kaufmann, Bonn

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer vertreten.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Hinsichtlich der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Im Sommer 2022 wurde der Geschäftsbereich "Pricing-Suite", welche die Produkte oraya, copio, rupio umfasst, aus der tarent solutions GmbH in eine Tochtergesellschaft veräußert.

 

Bonn, 10. August 2022

Dr. Stefan Barth

Kai Ebenrett

Boris Esser

Alexander Steeg

Lagebericht 2021

I. Die Gesellschaft und Geschäftsmodell

Die tarent solutions GmbH ("tarent") ist seit 1996 Hersteller hochwertiger Software für Geschäftskunden mit einem besonderen Fokus auf innovativen, Open Source orientierten Lösungsansätzen mit insgesamt rund 220 Mitarbeitern an unseren Standorten Bonn, Köln, Berlin.

Das profunde Leistungsportfolio, das breite Spektrum realisierter Lösungen sowie die langjährige Erfahrung in der wirksamen Steuerung von Entwicklungsprojekten versetzen die tarent in die Lage, anspruchsvolle Auftraggeberwünsche effizient umzusetzen. Hierbei bleibt es nicht bei der Softwareentwicklung allein: die tarent unterstützt den gesamten Entstehungsprozess digitaler Plattformen von der Ideenfindung über die Softwareentwicklung bis hin zur Organisationsentwicklung. Hierauf aufbauend wird die tarent zum starken und verlässlichen Partner bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten.

Die tarent erbringt IT-Dienstleistungen für Ihre Kunden, insbesondere Leistungen in den Bereichen:

Software Engineering und Development

Technologie Consulting

Agile Consulting und Agile Coaching

Innovation Consulting

II. Wirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft und die IT-Branche vor immense Herausforderungen gestellt: Die Nachfrage in den wichtigen Abnehmerbranchen brach weg, Lieferketten waren unterbrochen und geplante Projekte mussten auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Dies hat dazu geführt, dass die Umsätze der IT-Branche nach mehreren Wachstumsjahren in Folge erstmals gesunken sind. Die durch die Corona- Pandemie ausgelöste Rezession hat sich auch in der IT-Branche bemerkbar gemacht. So verzeichnete die Sparte IT-Dienstleistungen, die zuvor sechs Jahre in Folge Umsatzsteigerungen generiert hatte, einen Umsatzrückgang von 2,1%. Diese Entwicklung war vor allem darauf zurückzuführen, dass Abnehmer unter anderem ihre Budgets für externe Dienstleistungen kürzten. Zusätzlich verschoben sie geplante Projekte, die zu keinen unmittelbaren Kostensenkungen oder Effizienzsteigerungen führten, bzw. dabei halfen, sich den neuen, durch die Pandemie diktierten Rahmenbedingungen anzupassen.

Parallel dazu erlebte aber die Implementierung von Technologien, mit denen das Tagesgeschäft auch unter Pandemie-Bedingungen und Kontaktbeschränkungen weitergeführt werden kann, eine Sonderkonjunktur. 1 Eine weitere, noch nicht in den wirtschaftszahlen repräsentierte Herausforderung ist der Krieg in der Ukraine. Die Auswirkungen lassen sich jedoch bereits in den ifo Indexzahlen ablesen.

Unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine und seiner wirtschaftlichen Folgen hat sich das Geschäftsklima in der Digitalbranche messbar eingetrübt. Im März 2022 gab der Index für die aktuelle Geschäftslage zunächst um 2,8 auf 39,8 Punkte nach. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate gingen stark zurück und fielen auf -3,9 Punkte und damit in den negativen Bereich. Der verbrecherische russische Angriffskrieg in der Ukraine hat die bislang vorherrschende Zuversicht für einen wirtschaftlichen Aufschwung umgekehrt. "Trotz einer weiterhin exzellenten aktuellen Geschäftslage sind die Erwartungen an die kommenden sechs Monate verhalten", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Dieser Krieg führt uns vor Augen, wie wichtig digitale Souveränität und Resilienz sind. Digitale Technologien sind unverzichtbar, um die Sicherheit und Handlungsfähigkeit von Demokratien gerade in Krisen wie der Pandemie und bei militärischen Bedrohungen zu festigen. 2

1 Branchenreport der Sparkasse 2021 IT-Service WZ62

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Im Juni 2022 beurteilten die ITK-Unternehmen ihre Geschäftslage insgesamt wieder als sehr gut, wie Erhebungen von Bitkom und ifo Institut zeigen. So stieg der Bitkom-ifo-Digitalindex, der das Geschäftsklima abbildet und sich aus der aktuellen Lage und den künftigen Erwartungen berechnet, um 2,3 auf 22,8 Punkte - das entspricht dem Niveau von vor der Corona-Pandemie. Dass sich der Aufwärtstrend fortsetzt, glauben allerdings nur wenige Unternehmen. Dementsprechend notiert der Teilindex für die Erwartungen an die kommenden sechs Monate nur schwach im Plus (2,9 Punkte), das ist deutlich niedriger als in den Monaten vor Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine. 4

Das beherrschende Thema auch der kommenden Jahre bleibt daher die Digitalisierung. Insbesondere in industriellen Prozessen treibt das Zusammenspiel von Automatisierungs- und Energietechnik, IT-Plattformen und künstlicher Intelligenz sowie maschinellem Lernen die digitale Transformation voran. Daten bilden die Grundlage digitaler Schlüsseltechnologien. Auch die bereits in den vergangenen Jahren vorherrschenden Themen Cloud Computing und Big Data bleiben aktuell.

Risiken gehen von der schwer einzuschätzenden Weiterentwicklung der Corona-Pandemie, dem anhaltenden Fachkräftemangel, Cyberkriminalität und der Anfälligkeit für konjunkturelle Schwankungen aus. 5

Digitalisierung ist weiterhin wesentlicher Wachstumstreiber

Wesentlicher Wachstumstreiber bleibt die Digitalisierung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Vermehrte Diskussionen um 5G-Netze, digitale Souveränität und Industrie 4.0 unterstreichen die hohe Bedeutung der digitalen Wirtschaft. Immer mehr Unternehmen und Organisationen verändern ihre Strukturen und entwickeln digitale Strategien, mit dem Ziel, ihre Geschäftsmodelle zukunftsfähig zu machen. Das stimuliert die Nachfrage nach IT-Beratung und Software-Anwendungen. Laut der im Herbst 2021 durchgeführten Trends-Studie 2021 des Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmens Capgemini plant die große Mehrheit der Unternehmen und Behörden, trotz der Corona-Pandemie und ungewisser Konjunkturaussichten die Digitalisierung auszubauen. Häufig genannte Ziele sind Effizienzerhöhungen, Kostenreduzierungen und die Entwicklung neuer, innovativer IT-Produkte und -Services. Auch die bekannten Themen Cloud Computing und Big Data verlieren weiterhin nicht an Bedeutung. Daten bilden die Grundlage digitaler Schlüsseltechnologien. 6

2 Bitkom - Ukraine-Krieg drückt Geschäftsklima in der Digitalbranche (https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Ukraine-Krieg-drueckt-Geschaeftsklima-in-Digitalbranche)
3 Bitkom Grafik - Bitkom-ifo-Digitalindex (https://www.bitkom.org/sites/main/files/2022-04/220404-Bitkom-ifo-Digitalindex-M%C3%A4rz-2022_Web_1.png)
4 Bitkom - Multiple Krise belastet künftiges Digitalgeschäft (https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Konjunktur-Multiple-Krise-belastet-Digitalgeschaeft)
5 Branchenreport der Sparkasse 2021 IT-Service WZ62

Das Corona-Virus als Beschleuniger der Digitalisierung

Die Folgen der Bekämpfung des Corona-Virus könnten die Digitalisierung in den kommenden Jahren beschleunigen. So zeigt die Corona-Krise die vielfältigen Möglichkeiten digitaler Technologien für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft sehr deutlich auf. Zudem schreitet der Ausbau intelligenter Netze für die Bereiche Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung und Behörden voran. Um mit internationalen Wettbewerbern Schritt zu halten, sind zusätzliche Investitionen in die Forschung und Entwicklung von IT-Technologien erforderlich.

Fachkräftemangel bleibt der begrenzende Faktor für das Wachstum

Der Bedarf an Fachkräften ist weiterhin hoch - auch im vergangenen Jahr blieben Stellen aufgrund fehlender Spezialisten unbesetzt. Gesucht werden neben Programmierern unter anderem auch Data Scientists und IT-Projektmanager. Einen wahren Digitalisierungsschub hat die Corona-Krise ausgelöst, im Zuge dessen die Nachfrage nach IT-Fachkräften weiter steigen dürfte, da digitale Geschäftsmodelle, Technologien und Prozesse entsprechendes Know-how erfordern. Da die Anzahl der Absolventen von Informatikstudiengängen deutlich unter der Anzahl offener Stellen liegt, dürfte diese Lücke neben einer Weiterentwicklung des Bildungssystems allein mit inländischen Fachkräften nicht zu schließen sein. 7

Branchenrentabilität

Mit fortschreitender Digitalisierung gehen die Leistungen der Branche in nahezu alle Wirtschaftsbereiche ein. Zugleich reagiert die Branche sehr sensibel auf die Einzelkonjunkturen und die Investitionsfreudigkeit ihrer Abnehmerbranchen. Darüber hinaus haben hoher Wettbewerb, Preisdruck sowie die steigende Anzahl der Unternehmen zur Folge, dass Gewinnmargen zurückgehen und sich Preissteigerungen am Markt nur schwer durchsetzen lassen. Die gegenüber dem Vorjahr geringere Rendite dürfte in erster Linie auf anteilig gestiegene Personalkosten zurückzuführen sein. Gegenüber dem Vorjahr nahm die durchschnittliche Personalaufwandsquote um 2 Prozentpunkte zu und lag bei 39,9% der Gesamtleistung. Die Rendite nimmt mit der Größe der Unternehmen ab. So liegt die Umsatzrentabilität der Unternehmen mit einer Gesamtleistung von mehr als 50 Mio. € lediglich bei 3,4%. 8

Kostenstruktur

Hohe Kosten für Material, insbesondere für Personal, kennzeichnen die Kostenstruktur. Mit dem anhaltenden Fachkräftemangel und teils überdurchschnittlichen Gehältern für Spezialisten dürften die Personalkosten weiter steigen. Mit Ausnahme der Kleinstunternehmen arbeiten alle Größenklassen mit einer hohen Personalintensität. Diese begründet sich damit, dass Umsatzzuwächse in der Branche vor allem über eine größere Anzahl von Aufträgen erzielt werden, die wiederum einen höheren Personalbedarf erfordern. Alle Größenklassen, deren Gesamtleistung über 0,25 Mio. € liegt, arbeiten mit einem Personalaufwand von knapp 30% oder mehr. Mit 46,6% ist der Personalaufwand in den Unternehmen mit einer Gesamtleistung zwischen 5 und 12,5 Mio. € am höchsten. Über dem Branchenmittel von 39,9% liegt die Personalaufwandsquote in den Segmenten Sonstige Softwareentwicklung mit 44,8% und Programmierungstätigkeiten mit 44,7% 9

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Hoher internationaler Wettbwerb

Die Branche unterliegt einem hohen internationalen Wettbewerb. Diese fachen vor allem weltweit agierenden Softwarehäuser an, die ihrerseits oft kleinere Wettbewerber und Startups aufkaufen, um auf diesem Weg ihr Know-how zu erweitern. Im Bereich der IT Dienstleistungen zeigt sich eine Verlagerung von IT-Leistungen zu niedrigeren Marktpreisen an Offshore-Standorte. Leistungen sind international vergleichbar und unterliegen einem hohen Preisdruck. Zusätzlich versuchen auch branchenfremde Großkonzerne, durch die Übernahme kleinerer innovativer IT-Unternehmen Zugang zum digitalen Markt sowie zu Nutzern und möglichen Kunden zu finden. Der Trend hin zu Systemanbietern, die neben modularen Softwarelösungen auch zusätzliche Beratungsleistungen anbieten, hält weiter an. Im Beratungssektor ist eine Vielzahl kleinerer Unternehmen aktiv. Insgesamt reagiert die Sparte sehr konjunktursensibel. 10

Konjunkturabhängigkeit

Für die Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen spielen konjunkturelle Entwicklungen in den Abnehmerbranchen und die Investitionstätigkeit der Kundenunternehmen eine wichtige Rolle. Da sich die Dienstleistungen der Unternehmen auf nahezu alle Wirtschaftsbereiche erstrecken, reagiert die Branche äußerst konjunktursensibel. Die Anbieter sind zudem in hohem Maße von der Höhe der IT-Budgets ihrer Abnehmerunternehmen abhängig. Da Aufträge vielfach projektgebunden sind, können fehlende Anschlussaufträge sich schnell auf die Liquidität der Unternehmen auswirken. 11

III. Geschäftsentwicklung

Geschäftsentwicklung

Auch im Jahr 2021 verfolgten wir weiterhin konsequent die Strategie unsere Positionierung als technologieorientierter Dienstleister im Digitalisierungsumfeld auszubauen.

Die im Verlauf der Berichtsperiode anhaltende Pandemiesituation konnten wir erfolgreich begegnen, auch wenn insbesondere zu Beginn des Berichtsjahrs - mit Auswirkung auf das Gesamtjahr - eine Auftragseingangsschwäche zu verzeichnen war. Der konsequente Lockdown auch innerhalb der tarnet und das mobile Arbeiten von Zuhause hat tarnet vor hohen Infektionszahlen und damit verbundenen Arbeitsausfällen geschützt.

Das zu Beginn der Corona-Krise aufgesetzte Risikomanagementsystem haben wir auch im Jahr 2021 hindurch fortgesetzt. Dies hat uns in die Lage versetzt jederzeit diverse Szenarien und Risikoabstufungen zu prognostizieren.

Remote-Arbeit war und ist bei der tarent seit Jahren bereits Kulturmerkmal: die freie Wahl des Arbeitsplatzes ist seit langem gestattet, jeder Mitarbeiter hat die hierfür notwendige Ausstattung.

Unsere größten Kunden bewegen sich in den Branchen Retail, Telekommunikation, Logistik. Keiner unserer großen Kunden hat bestehende Projektsituationen in der Krise in Frage gestellt, vielmehr - gerade im Retail - entstand neuer Unterstützungsbedarf.

Die Auslastungsquote war zu Beginn des Jahres schlecht. Dies resultiert aus einer erschwerten, vertrieblichen Ansprache zu Mitte und Ende 2020. Die Zurückhaltung in diese Phase im Markt war ursächlich auf den zweiten großen Lock-Down in der Weihnachtszeit zurückzuführen. Die Wahrnehmung, in der Krisenbekämpfung keinen echten Fortschritt erzielen zu können, dämpfte die Investitionsbereitschaft. Im Ergebnis führte es dazu, dass wir in dieser Phase nach auslaufenden Projekten nur erschwert unmittelbaren Anschlussprojekte gewinnen konnten. Diese Situation hat sich zum Jahresende 2021 wieder maßgeblich zum Positiven verändert. Die letztliche Ergebnissituation für das Jahr 2021 wurde durch diese Erholung zwar nicht signifikant verbessert, sie ermöglicht jedoch eine sehr gute Ausgangsposition für den Start in das Jahr 2022.

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11 Branchenreport der Sparkasse 2021 IT-Service WZ62

Trotz anhaltender Pandemiesituation gelang es uns, unserer strategischen Linie treu zu bleiben. Die Organisation wurde entsprechend dieser Orientierung weiterentwickelt:

QVEST: Im ersten Quartal 2021 konnten wir mit der Qvest Group GmbH (einem Unternehmen der RSBG SE Unternehmensgruppe) einen neuen Mehrheitseigner für die tarent AG, der 100 %igen Muttergesellschaft der tarent solutions GmbH gewinnen. Diese Partnerschaft eröffnet uns Zugang zur Medienbranche sowie zu allen -Unternehmen der RSBG SE Unternehmensgruppe. Darüber hinaus stellt die Qvest Group GmbH einen starken Partner für das zukünftige Wachstum der tarent dar.

Consulting-Kompetenz: Um den Markt fokussierter anzusprechen, haben wir unsere Consulting Struktur in drei Unterbereiche aufgeteilt, die den Kern unserer Wertschöpfung, die Softwareentwicklung, flankieren. Die folgenden drei Fachrichtungen wurden dabei herausgestellt und weiterentwickelt: Innovations-Consulting, IT-Business Consulting mit Technologiefokus und Agile Coaching (Organisationsentwicklung in einem digitalen Umfeld). Jedes dieser Subteams konzentriert sich vollständig auf den entsprechenden Teilbereich und dem damit einhergehenden Marktangang.

Produkte: Die Produkte copio, rupio und oraya liefern in 2021 einen stabilen und planmäßigen Ergebnisbeitrag. Sie haben sich am Markt etabliert und können auf einen starken Kundenstamm blicken. Im Sommer 2022 wurden die Produkte copio, rupio und oraya an eine Tochtergesellschaft veräußert.

Um das Jahr in wenigen Worten zusammenzufassen: wir sind im Vergleich zu den Vorjahren sehr schwach gestartet und haben den Rückstand im Ergebnis über das gesamte Jahr hinweg nicht vollständig aufgeholt bekommen. Zum Ende des Jahres 2021 hat sich die Auslastungssituation maßgeblich erholt, so dass wir stark in das Jahr 2022 starten konnten. Unsere Kundenbeziehungen sind stabil (geblieben) und unsere interne Strukturen haben sich in hohem Maße als krisenfest erwiesen. Trotz der allgemeinen Krisenstimmung gelang es uns fortlaufend im Jahr 2021, Neukunden zu gewinnen. Wir blicken positiv nach 2022 und beenden das Jahr 2021 mit einem unter planmäßigem Ergebnis bei einer gesunden Liquidität.

IV. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Leistungsindikatoren

Im Jahresabschluss 2021 der tarent solutions GmbH wurden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu größten Teilen unverändert zum Vorjahr angewendet. Alle notwendigen Anpassungen wurden im Rahmen zulässiger Wahlrechte abgebildet und im Anhang erläutert.

Vermögenslage

Die Vermögenslage ist geprägt durch einen Rückgang des Umlaufvermögens (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) um TEUR 420 auf TEUR 4.387 (Vj. TEUR 4.807), der insbesondere auf einen Rückgang der liquiden Mittel um TEUR 1.021 (TEUR 1.124, Vorjahr TEUR 2.145) bei gleichzeitigem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 604 (TEUR 2.882, Vorjahr TEUR 2.277) resultiert.

Die Vorräte sind aufgrund der gesunkenen unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 155 (Vj.: TEUR 250) insgesamt um TEUR 95 gesunken, was auf die Abrechnung von Werkverträgen im Geschäftsjahr zurückzuführen ist.

Die Höhe der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 17 auf TEUR 106 (Vj. TEUR 89) und die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 4 auf TEUR 13 (Vj. TEUR 9) gestiegen.

Das Anlagevermögen beträgt TEUR 1.629 (Vj. TEUR 1.492). Die Veränderung ist insbesondere bei den Sachanlagen zu beobachten und auf die Investitionen im Zusammenhang mit dem Umzug der Gesellschaft in neue Räumlichkeiten zurückzuführen.

In Folge des bestehenden Gewinnabführungsvertrages beträgt das Eigenkapital unverändert zum Vorjahr TEUR 3.104. Die Eigenkapitalquote ist im Vorjahresvergleich von 49,3% auf 51,6% gestiegen.

Der Rückgang des Fremdkapitals um TEUR 247 auf TEUR 2.897 (Vj. 3.144) ergibt sich bei um TEUR 56 gesunkenen sonstigen Rückstellungen, bei um TEUR 172 gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, bei um TEUR 215 gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie um TEUR 75 gesunkenen sonstigen Verbindlichkeiten (inkl. Rechnungsabgrenzungsposten) insbesondere aus den um TEUR 538 gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund von Tilgungen von Darlehen.

Finanzlage

Die Finanzlage 2021 ist geprägt durch den Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (TEUR +1.011), der insbesondere durch das Jahresergebnis vor Gewinnabführung (TEUR + 1.091) beeinflusst ist. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -594) resultiert aus den Investitionen der Gesellschaft in das Anlagevermögen, vor allem Sachanlagenvermögen in Höhe von TEUR 414, und kann aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie dem Finanzmittelfonds der Gesellschaft finanziert werden. Unter Berücksichtigung des Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -1.438, davon TEUR 1.090 aus Gewinnabführung und TEUR 538 aus Tilgung von Krediten) verbleibt eine Veränderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von TEUR -1.021.

Der Finanzmittelbestand beträgt zum 31.12.2021 TEUR 1.124 (Vj. TEUR 2.146). Das EBIT liegt damit unter der Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr.

Ertragslage

Die Umsätze betrugen im Jahr 2021 TEUR 18.389 und liegen damit TEUR 1.114 über Vorjahresniveau (TEUR 17.275). Die Umsätze liegen damit auf dem Niveau der Planungen für das Geschäftsjahr 2021.

In 2021 weisen wir bei einem Betriebsergebnis/EBIT von TEUR 1.100 (Vj. TEUR 1.428) aus.

Der Personalaufwand (TEUR 12.816, VJ: TEUR 11.929) stellt nach wie vor die bedeutendste Aufwandsposition dar und ist aufgrund von Neueinstellungen sowie Steigerung des Gehaltsniveaus und variablen Gehaltsbestandteilen gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 2.594) sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 421 gesunken. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass nunmehr die Fremdleistungen in den Materialaufwendungen ausgewiesen werden. Der daraus resultierende Effekt beträgt TEUR 1.415. Bereinigt um diesen Effekt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 994 gestiegen, was vor allem auf die höheren Mietaufwendungen (TEUR 518) und Raumkosten (TEUR 128) zurückzuführen ist.

Wir sehen das unter Berücksichtigung der gestiegenen Aufwendungen aufgrund von Investitionen stabile Betriebsergebnis als Beleg für die weiteren Fortschritte der Organisation und der strategischen Linie des Managements. Die stetige Verbreiterung der Umsatz- und Kundenbasis in der Retailbranche sowie erfolgreiche Projekte in Zukunftsmärkten wie dem IoT Sektor haben diese Fortschritte in 2021 weiter stark angetrieben. Zusätzlich haben unsere in den Vorjahren gestarteten Consulting Kompetenzen dazu beigetragen, unser Ergebnis maßgeblich zu steigern. Im Bereich Marketing und Vertrieb werden wir unsere Ausgaben weiterhin hoch halten, um unseren Bekanntheitsgrad regional und überregional zu erhöhen. Nach Einschätzung der Geschäftsführung steht die Unternehmung auf einer soliden Basis.

Insgesamt sehen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut an.

Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus der Gesellschaft auf der Entwicklung des Betriebsergebnisses (EBIT) sowie der Entwicklung des Umsatzes.

V. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht)

2021 haben wir unsere Strategie als technologieorientierter Digitalisierungsdienstleister weiter ausgebaut. Unsere strategischen Leitlinien sind geklärt und die Marktangangsstrategie durch Consulting-Dienstleistungen über zwei Jahre verprobt. So sehen wir uns in der Lage - trotz der aktuellen Krisensituationen - wieder verstärkt eine Wachstumsstrategie zu verfolgen:

Die Softwareentwicklungsorganisation wird kontinuierlich vergrößert standortübergreifend bzw. standortunabhängig.

Parallel dazu bauen wir unsere Consultingzweige Innovation, Technologie und Agile Organisationsentwicklung weiter aus. Diese dienen zur Neukundengewinnung, tragen mit hohen Tagessätzen direkt zum Wertschöpfungsprozess bei, wirken als Vertriebskanal für unser Softwareentwicklungskerngeschäft und werten dieses noch mit hochwertigen, begleitenden Dienstleistungen (IT-Business Consulting und agile Organisationsentwicklung) auf.

Wir reagieren auf die steigenden Gehaltsanforderungen unserer Kollegen und heben unsere Tagessätze an.

Trotz einer kontinuierlichen Wachstumsstrategie werden wir unsere Verwaltungskosten auf einem absolut vergleichbar niedrigen und relativ sinkenden Niveau halten können.

die bestehenden Produkte (copio, rupio, oraya) liefern einen kontinuierlich steigenden Wertbeitrag in einer strukturell zunehmend separaten Einheit

Überarbeitungen unserer internen Prozesse und Regelwerke führen zu einer Steigerung der Buchungsquoten.

Mit der bereits in 2018 erfolgten Ausgründung von snabble (vormals das Produkt sellfio) und der fortgeschrittenen Trennung des Marktauftritts von copio, rupio und oraya ist unsere Ausrichtung als projektorientierter Digitalisierungsdienstleister nun klar ausgeprägt.

Im Laufe des Jahres 2022 wurde überprüft, ob die Produktsuite copio/rupio/oraya nicht auch besser in einer Tochtergesellschaft aufgehoben ist, die zur Akquisition fremder Finanzmittel befähigt wird. Die Prüfung hat ergeben, dass dies der Fall ist, so dass im Juli 2022 die Produktsuite in eine Tochtergesellschaft ausgegründet wurde.

Wir haben so die Voraussetzungen dafür hergestellt, als idealer Partner für Unternehmen mit Digitalisierungsherausforderungen zu gelten - unabhängig davon, ob die Kunden das bestehende Geschäftsmodell lediglich optimieren wollen oder digitalisierte Produkte als Derivat der eigenen Kernkompetenzen am Markt platzieren möchten.

Die Ausdifferenzierung unserer Beratungskompetenzen vereint mit hochwertiger Softwareentwicklung ermöglicht es uns, den Kunden in allen Schritten seines Veränderungsprozesses zu begleiten: von der Innovation über die Machbarkeitsstudie hin zu ersten Produktisierung, in der Skalierung und der Aufstellung der Organisation zur eigenständigen Weiterentwicklung. Thematische Grundlagen all dessen bleibt jedoch stets Digitalisierung mit Softwareentwicklung als dem entscheidenden Handwerkszeug.

Unsere Kundenbasis ist robust und die Mehrzahl der Kunden durch die Pandemiesituation in ihrem Kerngeschäft nicht übermäßig negativ beeinträchtigt - punktuell profitieren diese sogar von der aktuellen Situation. So dürfen wir davon ausgehen, dass unsere Strategie auf einer soliden umsatz- und ertragsseitigen Grundlage steht.

Aufbauend auf dieser robusten Ausgangslage sind so die grundsätzlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, in 2022 das budgetierte Ergebnis zu übertreffen. Für das kommende Geschäftsjahr wird mit einer leichten Umsatzsteigerung bei einer signifikanten Steigerung des EBIT gerechnet.

Der Blick in die fernere Zukunft ist angesichts der generellen Volatilität der aktuellen Marktentwicklung und der völlig unklaren, mittel- bis langfristigen Effekte der Pandemie und des Ukraine Kriegs auf die gesamtwirtschaftliche Situation außerordentlich schwierig.

2. Chancenbericht

Stationärer Handel auf dem Digitalisierungspfad

Die Reformnotwendigkeit des Produktangebots und der Produktpräsentation im stationären Handel ist mittlerweile zu einem Common Sense der Branche geworden. Aufgrund unseres frühen Eintritts in Projekten bei Großunternehmen des deutschen Einzelhandels können wir mittlerweile als Digitalisierungsspezialisten im Retail gelten. Unser Know-How reicht von der Implementierung von Cross-Channel-Plattformen bis hin zu mobilen Payment Lösungen.

Diese Positionierung gilt es zu halten und auszubauen. Eine Reduktion der Investitionsbereitschaft unserer Kunden ist nicht wahrnehmbar.

Digitalisierung

Der Begriff der "Digitalisierung" ist mittlerweile in aller Munde. Budgets zur "Digitalisierung" werden nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern - gerade auch als Ergebnis der aktuellen Krisensituation - auch vom öffentlichen Sektor verstärkt zur Verfügung gestellt.

Durch die Positionierung unserer Beratungsangebote gelingt es uns mittlerweile, sehr früh in die Ideenbildung für die Digitalisierungsstrategien unserer Kunden einzutreten. Dies birgt mehrere Vorteile: neben der Möglichkeit unsere Realisierungskompetenz einzubringen, kommen wir zunehmend in die Lage, mit dem Kunden nicht nur das "wie" sondern auch das "was" zu erarbeiten. Darüber hinaus haben wir größeren Einfluss auf die Methodik der Projektumsetzung, was sich erfahrungsgemäß nachhaltig auf den Erfolg auszahlt.

Neuer Zugang zur Medienlandschaft, zum öffentlichen Dienst und einem erweiterten Netzwerk

Die Übernahme der Aktienmehrheit der Muttergesellschaft tarent AG durch die Qvest Group GmbH festigt die Partnerschaft zwischen den Unternehmen. Ebenso durch das direkte Geschäft der Qvest Group wie durch das breite Beteiligungsnetzwerk der dahinterstehenden RAG Stiftung erwarten wir weitere vertrieblicher Potenziale. Hierdurch dürfen wir unter anderem mit Neukundenoptionen in der Medienbranche.

Technologieführerschaft

Durch unsere Weiterbildungsmaßnahmen in der Vergangenheit konnten wir bis zum jetzigen Zeitpunkt unsere Positionierung als Technologieagentur festigen und ausbauen.

Wir behalten nicht nur neue Programmiersprachen und Frameworks im Auge, sondern verfolgen auch gezielt generelle Technologietrends. Bewerten wir sie als interessant, wird neues Know-How aufgebaut und in unser Kompetenzportfolio eingereiht (so z.B. Blockchain, Augmented Reality, Virtual Reality)

Know-How-Kombination als Enabler der Digitalisierung

Die tarent vereint Beratungskompetenz, Technologiekompetenz, IT-Projekterfahrung, Erfahrung in der Organisationsentwicklung sowie Produkt- und Betriebs-Know-How. Dies ermöglicht die ganzheitliche Betreuung unserer Kunden von der Ideenbildung bis zum Plattformbetrieb - wenn wir auch letzteres außerhalb unseres strategischen Fokus sehen.

Wir positionieren uns als Dienstleister, der dem Kunden - bildlich gesprochen - auf das Pferd hilft und das Reiten beibringt. Wir wollen aber weder langfristig das Pferd stellen, noch mitreiten, noch die Zügel führen. Unser Ziel ist es, den Kunden in einer digitalisierten Welt mit seiner eigenen Organisation sowohl zukunfts- als auch handlungsfähig zu machen - und hierfür technische und methodische Grundlagen zu schaffen.

Dieser Ansatz wird von unseren Kunden in hohem Maße wertgeschätzt und differenziert uns ganz klar von anderen Beratungs- und Softwareentwicklungshäusern.

3. Risikobericht

Ökonomische, politische, gesellschaftliche und regulatorische Risiken

Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden bei der Beauftragung und bei der Implementierung neuer Softwareprojekte hängt immer auch von den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie von etwaigen Störungen und Schwankungen an den globalen Finanzmärkten ab.

Eine weltweite Wirtschaftskrise, eine Rezession in der Eurozone oder in Deutschland könnte sich nachteilig auf unser Unternehmen auswirken. Insbesondere das Risiko, dass die andauernde Pandemie und der Krieg in der Ukraine mit ihren massiven Auswirkungen auf die nationale und internationale Wirtschaft nicht spurlos an uns vorbeigehen, ist spürbar. Denkbare, negative Effekte sind:

Allgemeine Investitionszurückhaltung am IT-Markt,

damit einhergehend ein Rückgang der Kundennachfrage nach unserem Know-How und unseren Dienstleistungen, einschließlich Auftragsverzögerungen und -stornierungen sowie verringerter Auftragsvolumina,

vermehrtes Auftreten von Zahlungsverzug oder Insolvenz bei Kunden, Partnern und wichtigen Lieferanten,

größerer Preisdruck bei unseren Tagessätzen, Entwicklungsangeboten und Dienstleistungen,

Druck auf unsere operative Marge.

Dem negativen Einfluss einer möglichen Rezession auf unser Geschäft können wir nach unserer Einschätzung kurz- bis mittelfristig durch unser Geschäftsmodell gut begegnen. Den Unternehmen ist bewusst, dass auch in Zeiten der Verknappung die Fortführung von Digitalisierungsstrategien maßgeblich für das weitere Überleben sind - hiervon können wir im Krisenfall profitieren.

Auftragsrückgang und ausbleibende Neubeauftragungen

Sollten sich unsere Bestandskunden entscheiden, keine zusätzlichen Softwareprojekte zu beauftragen, ihre Wartungsverträge nicht zu verlängern oder keine weiteren Beratungsleistungen zu erwerben, könnten sich daraus erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unseren Cashflow ergeben.

Die in den letzten sieben Jahren erreichte, zunehmende Diversität in Kunden und Projekten reduziert an dieser Stelle die in der Vergangenheit befürchteten Schadensdimensionen signifikant. Die nun bereits etablierte Strategie des Marktangangs über Beratungsdienstleistungen wirkt sich dahingehend aus, dass die Anzahl von Neukunden steigt und so die Basis unserer Wertschöpfung verbreitert wird.

Dennoch besteht immer das Risiko, dass Projekte einer punktuell signifikanten Größenordnung aus Gründen, die außerhalb unseres Steuerungsvermögen liegen, abrupt beendet werden. Hierdurch kann es aufgrund der dann zwingend folgenden Phase der fehlenden Vollauslastung zu Umsatz- und Ertragseinbrüchen kommen.

Wir sind stets nahe an unseren Kunden, kommunizieren offen und direkt und überwachen in kurzen Zyklen die Projektstrategie. Insofern sehen wir uns in der Lage, solche Entwicklungen so früh wie nur möglich zu erkennen, um so rechtzeitig schadensmindernde Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Darüber hinaus gelang es uns in den letzten Jahren unsere Vertriebskraft und unsere Kundenbasis so zu stärken, dass wir mit einer plausiblen Chance auch kurzfristig in der Lage sind, durch Neuprojekte die Zeitspanne zur Wiederherstellung einer Vollauslastung zu verkürzen und damit mögliche Verluste zu minimieren. Das kontinuierliche Wachstum der Organisation trägt auch insofern zur Stabilisierung bei, als dass die zunehmende Größe als solche bereits risikohemmend wird.

Corona-krisenbedingt haben wir unser wirtschaftliches Risikomanagement nun noch engmaschiger gefasst. Dies entfaltet auch im Hinblick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine Kriegs seine Wirkung.

Personalgewinnung- und -bindung

Wenn es uns nicht gelingt, Führungskräfte und Mitarbeiter mit speziellem Fach- und Technologiewissen zu gewinnen und ans Unternehmen zu binden, sind wir möglicherweise nicht mehr in der Lage, unserer Geschäftstätigkeit effektiv nachzugehen und erfolgreiche neue Projekte durchzuführen und Dienstleistungen anzubieten.

Unsere hoch qualifizierten Mitarbeiter und Führungskräfte bilden die Grundlage für unseren nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und unser Wachstum. Der Wettbewerb in unserer Branche um kompetente und spezialisierte Fach- und Führungskräfte ist jedoch intensiv. Wenn wir es nicht schaffen, gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen, oder wenn solche Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und kein adäquater Ersatz verfügbar ist, wären wir nicht mehr in der Lage, wie geplant unserer Geschäftstätigkeit effektiv nachzugehen und erfolgreiche neue Projekte und Dienstleistungen zu entwickeln. Dies betrifft insbesondere innovative Technologien, die wir künftig auf den Markt bringen wollen.

Trotz dieser Risiken sehen wir uns aufgrund unserer guten Marktposition als agil geführter Softwaredienstleister mit glaubhafter Innovationsfähigkeit, unserer umfassenden Zusatzleistungen sowie unseres sozialen Engagements nach wie vor in der Lage, auch künftig hervorragend qualifizierte Spitzenkräfte mit Potenzial zur Steigerung des Geschäftserfolgs der tarent solutions GmbH einstellen zu können.

Bereits 2021 haben wir aufgrund dieser Aufstellung wesentlich erfolgreich Personal gewinnen können, als dies im Branchenumfeld gelang. Dennoch - aufgrund der zunehmenden Verknappung der Fachkräfte - wird dies auch für uns 2022 eine Herausforderung sein. Wir reagieren hierauf mit neuen Strategien im Recruiting und einem bewussten, höheren Mitteleinsatz.

Selbiges gilt für das Halten von Personal. Trotz der hohen unternehmenskulturellen Bindung, die wir aufgrund unseres Führungsansatzes herstellen können, bleiben der derzeit massiv im IT-Markt steigenden Gehälter ein Risiko. In Abhängigkeit von der Jahresentwicklung 2022 werden wir hier ggf. mit höheren relativen Gehaltssteigerungen arbeiten müssen, als dies in den Vorjahren der Fall war.

Technologiefortschritt und -wettbewerb

Falls wir nicht in der Lage sind, mit technologischen Innovationen und steigenden Kundenanforderungen Schritt zu halten, könnte unsere Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt werden.

Unser zukünftiger Erfolg hängt weiterhin von unserer Fähigkeit ab, unsere vorhandenen Expertisen, Technologien und Dienstleistungen zu verbessern und auszubauen und mit technischen Entwicklungen Schritt zu halten.

Es könnte uns nicht gelingen, neue Lösungsansätze oder Services, zu vom Markt akzeptierten Kosten, vor unseren Wettbewerbern auf den Markt zu bringen oder ausreichend Umsatz zu erwirtschaften, um die Forschungs-, Einarbeitungs- und Entwicklungsausgaben auszugleichen. Darüber hinaus könnte es uns nicht gelingen, technologische Verbesserungen vorausschauend zu entwickeln und in unser Lösungsportfolio aufzunehmen.

Wir passen unsere Organisation und unsere Prozesse sowie unser Produktportfolio und unsere Dienstleistungen laufend den aktuellen Marktgegebenheiten und Kundenanforderungen an. Der Technologieentwicklung wird kontinuierlich gefolgt und neue Technologien werden im Hinblick auf die Nutzbarkeit für unsere Kunden auf den Prüfstand gestellt. Die Ausprägung unserer Consulting-Kompetenzen, die zunehmende Präsenz unserer Spezialisten auf Konferenzen und die Fortführung der Academy zur internen Fortbildung sowie zur projektbegleitenden, externen Fortbildung stabilisiert unsere Weiterentwicklung in diesem Kontext und sichert die Marktwahrnehmung unseres Unternehmens als Technologieführer zusätzlich ab.

In Anbetracht dieser Maßnahmen schätzen wir das Risiko einer negativen Auswirkung auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unseren Cashflow als gering ein.

VI. Nachtragsbericht

Im Juli 2022 wurde der Geschäftsbereich "Pricing-Suite" an eine 80%ige Tochtergesellschaft veräußert. Der Geschäftsbereich umfasst die Produkte copio, rupio und oraya. Von dieser "Ausgliederung" verpricht man sich eine Konzentration der Kompetenzen einmal im Kerngeschäft der Gesellschaft und darüber hinaus im Bereich pricing in der neuen Gesellschaft.

 

Bonn, 10.August 2022

Boris Esser

Alexander Steeg

Dr. Stefan Barth

Kai Ebenrett

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