Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 82929
Vorher
BFI Berliner Facility Management Gesellschaft für die Immobilienwirtschaft mbHGEWOBAG HS Hausservicegesellschaft mbH
Eingetragen
6.7.2004
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DritteErbringung von haushaltsbezogenen Dienstleistungen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Hausserviceleistungen aller Art für die Wohnungs- und immobilienwirtschaft, insbesondere in den Bereichen Hauswart-, Sicherheits- und Empfangdienste sowie aller dazugehörigen Nebentätigkeiten einschließlich Wartung und Instandhaltung; dazu gehören auch Leistungen in den Bereichen Haus- und Außenanlagenreinigung; Winterdienst, Pflege von Grünanlagen sowie Entsorgungsmanagement und damit verbundene Koordinierungsund Kontrolltätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Siegmund-Düker
seit 1.2.2023
Geschäftsführer
Richard Wilhelm Dorka
seit 19.10.2020
Geschäftsführer
Klaus Junck
seit 6.7.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

fletwerk GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

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Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.990,00 29
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.314,00 231
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 6
368.304,00 266
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 689.779,39 807
2. Unfertige Leistungen 74.955,69 154
764.735,08 961
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.969.930,82 3.568
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 78.054,30 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.429.773,35 1.218
7.477.758,47 4.786
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.296.535,86 2.779
14.539.029,41 8.526
C. Rechnungsabgrenzungsposten 77.826,78 72
14.985.160,19 8.864

PASSIVA

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Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500
II. Gewinnrücklagen
Satzungsmäßige Rücklagen 250.000,00 250
III. Bilanzgewinn 1.402.043,10 632
2.152.043,10 1.382
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 315,50 1
2. Sonstige Rückstellungen 5.667.364,59 5.254
5.667.680,09 5.255
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.931.800,00 541
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 837.690,18 1.206
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 101.368,72 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.294.578,10 480
- davon aus Steuern: € 620.642,81 (Vorjahr: T€ 467) 7.165.437,00 2.227
14.985.160,19 8.864

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

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Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 45.751.745,21 44.156
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -79.314,47 -264
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.883.624,74 1.487
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.658.173,56 -3.678
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -13.980.466,41 -13.906
-17.638.639,97 -17.584
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.331.054,63 -14.759
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.720.435,37 -3.026
- davon für Altersversorgung: € 29,07 (Vorjahr: € 154,71) -19.051.490,00 -17.785
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -135.173,34 -192
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.711.862,07 -8.853
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.783,02 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.485,72 -6
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -614.055,86 -298
11. Ergebnis nach Steuern 1.434.131,54 661
12. Sonstige Steuern -33.898,45 -30
13. Jahresüberschuss 1.400.233,09 631
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 631.810,01 1.626
15. Ausschüttung -630.000,00 -1.625
16. Bilanzgewinn 1.402.043,10 632

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeine Hinweise

Die fletwerk GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Registernummer HRB 82929 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die fletwerk GmbH eine große Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei direkt zurechenbare Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne und Sondereinzelkosten berücksichtigt werden.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und Erlösschmälerungen vorgenommen.

Soweit erkennbare Risiken im Vorratsvermögen bestehen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden für diese, angemessene Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind auf Seite fünf dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr, bis auf die unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Sicherheitseinbehalte in Höhe von T€ 8 (Vj. T€ 14), eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 78 (Vj. T€ 72) beinhaltet im Wesentlichen Softwarelizenzen für die Jahre 2025 und 2026.

Zusammensetzung Bilanzgewinn

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T€
Jahresüberschuss 2024 1.400
Gewinnvortrag 2
Bilanzgewinn 1.402

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich Rückstellungen für Gewerbesteuer (Vj. T€ 0,5).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen unter anderem mit T€ 1.621 (Vj. T€ 1.193) Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen.

Die Rückstellungen für die Personalsachverhalte in Höhe von T€ 2.346 (Vj. T€ 1.932) erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr.

Darüber hinaus betreffen die sonstigen Rückstellungen, Rückstellungen für Schadensersatz in Höhe von T€ 1.002 (Vj T€ 1.476) und Rückstellungen für Gewährleistung von T€ 624 (Vj. T€ 606), davon langfristig T€ 518 (Vj. T€ 509).

Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Beitragsforderungen der SOKA enthalten, die im Rahmen der rückwirkenden Umsetzung für den Zeitraum ab 2021 entstanden sind. Diesen stehen in den sonstigen Vermögensgegenständen Forderungen aus Urlaubserstattungen und Ausbildungsförderungen gegen die SOKA in annähernd gleicher Höhe gegenüber. Eine abschließende Auflösung dieses Sachverhaltes wird in den nächsten 8 Wochen erwartet.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251, 268 Abs. 7 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Außerbilanzielle Geschäfte

Das Operating-Leasing bei der fletwerk GmbH, Berlin, hat den Vorteil, dass die liquiden Mittel nicht durch die Anschaffung von Anlagegütern gebunden sind. Es bestehen keine wesentlichen Risiken aus diesen Geschäften.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.975.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

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T€
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in 2025 1.722
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren 1.253
Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren 0

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2024

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.062,00 0,00 0,00 46.062,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 886.925,56 243.348,34 73.037,69 1.057.236,21
2. Geleistete Anzahlungen 6.367,85 6.367,85 0,00
939.355,41 243.348,34 79.405,54 1.103.298,21
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kumulierte Abschreibungen
1.1.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.859,00 5.213,00 0,00 22.072,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 655.999,56 129.960,34 73.037,69 712.922,21
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
672.858,56 135.173,34 73.037,69 734.994,21
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Restbuchwerte
31.12.2024 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.990,00 29.203,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.314,00 230.926,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 6.367,85
368.304,00 266.496,85

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland getätigt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten größtenteils Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.847.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Managementleistungen und Umlagen (T€ 2.173), Fahrzeugkosten (T€ 1.592), EDV-Aufwendungen (T€ 1.418), Raumkosten (T€ 1.119), Schadenersatzleistungen (T€ 662), Aufwand für Gewährleistungen (T€ 214) sowie Kosten für Werkzeugbeschaffung (T€ 170).

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Richard Dorka, Berlin

Jan Siegmund-Düker, Berlin

Die Geschäftsführer nehmen diese Tätigkeit hauptberuflich wahr.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge macht die Gesellschaft von der Befreiung der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt T€ 42. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen T€ 34 und auf Steuerberatungsleistungen T€ 8.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

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Gewerbliche Arbeitnehmer 279
Angestellte 104
383
Auszubildende 14
397

Nachtragsbericht

In den Verträgen mit dem Hauptkunden Gewobag bestehen zu insgesamt drei Zeitpunkten Teilkündigungsrechte, welche ein Herauslösen von jeweils bis zu 15.000 Einheiten, entsprechend ca. 20 % des Gesamtbestandes, ermöglichen. Die Gewobag hat von dem ersten Teilkündigungsrecht mit Wirkung zum 1. Juli 2025 Gebrauch gemacht. Weitere Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der fletwerk GmbH von besonderer Bedeutung gem. § 285 Nr. 33 HGB wären, sind bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht eingetreten.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.400 auf neue Rechnung vorzutragen.

Im Kalenderjahr 2025 ist bisher keine Ausschüttung vorgesehen.

 

Berlin, 25. März 2025

fletwerk GmbH

Richard Dorka, Geschäftsführer

Jan Siegmund-Düker, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

I. Geschäftsmodell

1. Geschäftsfelder und Organisation

Unser seit dem 1. Januar 2011 als fletwerk GmbH firmierendes Unternehmen war bis zu diesem Zeitpunkt als Gewobag HS Hausservicegesellschaft mbH, Berlin, (nachfolgend Gewobag HS) eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, (nachfolgend Gewobag) und damit ein Unternehmen im Gewobag-Konzern. In der Folge einer Ausgründung entwickelte das Unternehmen weitere Geschäftsfelder und verzeichnete ein stetiges Wachstum hin zum Premium-Dienstleister für die Unternehmen des Gewobag-Konzerns. Aus dieser strategischen Geschäftsverbindung resultieren nach wie vor die wesentlichen Erträge unseres Unternehmens.

Kerngeschäft unseres seit 2001 bestehenden Unternehmens ist die Systemdienstleistung für wohnungswirtschaftliche Unternehmen. Dazu bündeln wir infrastrukturelle Dienstleistungen wie den Hauswartservice mit der Sanierung und Instandsetzung sowie den damit verbundenen Managementleistungen für die Bestandsportfolien der wohnungswirtschaftlichen Kunden, denen wir auch eine Servicenummer für Mängelmeldungen zur Verfügung stellen. Die systemische Verknüpfung der Geschäftsfelder erfolgt über eine spezielle Software zum Auftragsmanagement, mit der alle erforderlichen operativen Arbeitsschritte einschließlich der Beauftragung von eigenen Handwerkenden und Nachunternehmen sowie die Abrechnung gesteuert werden. Wir gestalten unsere Organisation entsprechend den folgenden operativen Geschäftsfeldern:

Reparaturmanagement

Reparaturservices

Infrastrukturelle Leistungen (Hauswartservice, Baumkontrolle und -management)

Wohnungssanierung (Leerwohnungssanierung bei Mieterwechsel, Schadstoffsanierung)

Wartung und Instandsetzung kraftbetätigter Anlagen

Zu den einzelnen Geschäftsfeldern ist folgendes festzuhalten:

In den Geschäftsfeldern Reparaturmanagement und Reparaturservices erledigen wir die reaktive Instandsetzung und die Mängelbeseitigung in den Wohngebäuden unserer Kunden, im Wesentlichen der Gewobag, im Rahmen eines Pauschalmodells sowie die Bearbeitung versicherter (Frequenz-)Schäden. Die Administration erfolgt durch das Reparaturmanagement, die handwerkliche Ausführung durch den Bereich Reparaturservices. Die Auftragslage in diesen Geschäftsfeldern ist über die letzten Jahre hinweg stabil.

Im Geschäftsfeld Infrastrukturelle Leistungen erbringen wir im Wesentlichen Hauswartserviceleistungen für die Gewobag. Außerdem erledigen wir Baumkontrolle und -management. Auch hier besteht eine über die letzten Jahre hinweg stabile Auftragslage mit einem kontinuierlichen leichten Wachstum infolge von Bestandserweiterungen unserer Kunden.

Im Geschäftsfeld Wohnungssanierung erledigen wir die Sanierungen von Wohnungen, etwa nach Mieterwechsel (Leerwohnungssanierung), sowie Schadstoffsanierungsarbeiten für die Gewobag sowie für Drittkunden. In der Leerwohnungssanierung überraschte uns der Markt entgegen unserer Erwartung positiv und sorgte für ein Umsatzplus in Höhe von 24 % gegenüber Plan. Bei der Schadstoffsanierung blieb die Auftragslage im Berichtsjahr hinter den Erwartungen zurück (Umsatzerlöse 41 % unter Plan), was auf eine vor dem Hintergrund mietpreisdämpfender Regeln gebremste Investitionstätigkeit sowie auf die internen Vergabeprozesse der Kunden zurückzuführen ist. Grundsätzlich decken wir mit unserem Leistungsportfolio die Marktnachfrage gut ab.

Im Bereich der Schadstoffsanierung verfügen wir über das erforderliche spezielle Knowhow, die behördlichen Genehmigungen und Nachweise sowie über die technische Infrastruktur, um alle Arbeiten aus einer Hand durchführen zu können. Dazu gehören insbesondere die Sanierung von asbesthaltigen Bodenbelägen und Klebstoffen - auch in bewohntem Zustand - sowie die Sanierung von asbesthaltigen Abwasserrohren und die Beseitigung schwach gebundener Asbestprodukte.

Im Geschäftsfeld Türen, Tore, Schranken erledigen wir die Wartung und Instandsetzung kraftbetätigter Anlagen mit einer hohen Eigenleistungsquote. Auch in dieser Sparte haben im Berichtsjahr reduzierte Budgets unserer Kunden zu einem Umsatzvolumen unter Plan geführt.

Für die Mieter unserer Kunden stellen wir eine zentrale Rufnummer für die Meldung aller Mängel und technischen Probleme zur Verfügung. Diese Rufnummer gilt auch bei Notfällen an 24 Stunden am Tag und 365 Tagen im Jahr. Diesen Service erbringen wir nicht in Eigenleistung, sondern durch Untervergabe an ein Unternehmen der B&O Gruppe.

Die Anzahl der in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern betreuten Einheiten konnte wegen der Zukäufe und Neubauten der Gewobag im Berichtsjahr leicht um knapp 1 %-gesteigert werden.

Unser Unternehmenssitz liegt in Berlin. Von dort steuern wir das operative Geschäft (City-Büro). Unsere gewerblichen Leistungen erbringen wir hauptsächlich direkt vor Ort in den Gebäuden und Wohnanlagen der Kunden, überwiegend in Berlin. In den Wohnanlagen der Gewobag unterhalten wir für den Hauswartservice verschiedene Stützpunkte, die auch als Anlaufpunkte („„Servicebüros“) für die Handwerkenden zur Verfügung stehen. Unser Handwerkspersonal nutzt vollausgestattete Werkstattwagen, um die jeweiligen Einsatzorte anzufahren.

Wir verfügen über Konzessionen in den Handwerkszweigen Elektrotechnik, Installateur und Heizungsbau, Maler und Lackierer, Maurer und Betonbauer, Tischler sowie für die Kategorie Schlosser/Stahlbau/Metallbau. Sowohl in dem Gewerk Elektrotechnik als auch in dem Gewerk Installateur und Heizungsbau bilden wir aus.

Das Unternehmen unterhält ein nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem, das regelmäßig vom TÜV Rheinland überprüft und im Berichtsjahr im Rahmen eines Überwachungsaudits nach ISO 9001:2015 bestätigt wurde.

2. Haustarifverträge

Das Unternehmen hat mit der Gewerkschaft ver.di mehrere Tarifverträge abgeschlossen. Im März 2024 wurden neue Tarifkonditionen mit Wirkung zum 1. Januar 2024 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2026 verhandelt. Unter dem 11. September 2024 wurden entsprechende Änderungstarifverträge zum Vergütungs- und zum Manteltarifvertrag abgeschlossen. Ergänzend wurde ebenfalls unter dem 11. September 2024 eine Arbeitgeber-Gesamtzusage zur Sicherstellung einer Mindestvergütungserhöhung abgegeben.

3. Datenschutz, IT-Sicherheit

Für die Belange des Datenschutzes ist ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt.

Die IT-Sicherheit ist durch ein professionelles IT-Management in Zusammenarbeit mit einem leistungsfähigen Dienstleister sichergestellt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Situation

Die stabile Situation der Wohnungswirtschaft bedeutet für unser Unternehmen ein stabiles Basisgeschäft, auch wenn die weiterhin gebremste Investitionstätigkeit der städtischen Wohnungsbaugesellschaften im Bestand, insbesondere im Bereich Sanierung und Modernisierung, dämpfend wirkt.

Folgende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen wirken sich derzeit insbesondere auf unser Unternehmen aus:

Der Fachkräftemangel, insbesondere in den Gewerken Sanitär- und Elektrotechnik, macht den verstärkten Einsatz von Nachunternehmern erforderlich.

Ebenfalls auf den branchenweiten Fachkräftemangel gehen Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Nachunternehmern zurück. Dies führt zu verlängerten Ausführungszeiten und zu erhöhtem Aufwand für bezogene Leistungen.

Die allgemeine Preisentwicklung führt zu erhöhtem Aufwand bei Material und bezogenen Leistungen.

2. Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung unter den herausfordernden Rahmenbedingungen positiv.

Die Ergebnisentwicklung im Bereich Infrastrukturelle Leistungen lag über Plan.

In den Bereichen Wartung und Instandsetzung kraftbetätigter Anlagen und Wohnungssanierung lagen die Ergebnisse unter Plan, allerdings konnte in diesen Sparten die Umsatzrendite weitgehend stabil gehalten werden.

Der Bereich Schadstoffsanierung konnte im Berichtsjahr keinen positiven Deckungsbeitrag erzielen. Allerdings sind Maßnahmen zur Stabilisierung der Umsatzsituation und zur Erhöhung der Eigenleistungsquote eingeleitet, die sich in den kommenden Monatsergebnissen niederschlagen sollten.

Die Anzahl der Aufträge im Bereich der Wohnungs- und Schadstoffsanierung hat sich wie folgt entwickelt:

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2023 2024 Plan 2025
Asbest/Schadstoffe 256 258 151
Wohnungssanierung 717 713 501

Die Fallzahlen im Bereich der pauschalen Instandsetzung (Reparaturmanagement) haben sich wie folgt entwickelt:

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2023 2024 Plan 2025
Pauschalaufträge 111.126 113.156 81.358

Die Planzahlen für 2025 umfassen eine Reduktion von jeweils rund 20 % für die Sparten Schadstoffsanierung, Leerwohnungssanierung und Kleinreparaturmanagement. Für die Sanierungssparten liegt dies daran, dass der bisherige Hauptkunde den Kreis der Leistungserbringer erweitert hat. Für das Kleinreparaturmanagement ist dies der Teilkündigung für rd. 20 % der betreuten Gewobag-Objekte zuzuschreiben. Nähere Infos hierzu finden sich auf Seite 12.

Primäres Ziel unserer Personalentwicklung war im Jahr 2024 die Zahl unserer Handwerker konstant zu halten, die Fluktuation gering zu halten und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Die Zahl aller Beschäftigten der fletwerk betrug zum Jahresende 397 und sank damit gegenüber dem Vorjahr um 15 Personen. Die Gesamtanzahl der beschäftigten Handwerkenden blieb annähernd gleich (2023: 139 ohne 11 Azubis; 2024: 135 ohne 15 Azubis).

Die wesentlichen Bau- und Dienstleistungsverträge über das Reparaturmanagement und die Infrastrukturellen Leistungen (83 % des Umsatzes) mit der Gewobag einschließlich des Vertrages über die Bearbeitung versicherter Schäden sind mit vertraglichen Mindestlaufzeiten bis zum 30. Juni 2026 abgeschlossen. Vertraglich wurde eine marktübliche Vergütung sowie eine an branchentypische Indizes gekoppelte Wertsicherung vereinbart. Die vergebenen Verträge stellen somit eine solide und nachhaltige Grundlage für das Geschäft in den Hauptsparten dar.

3. Ertragslage

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2023 2024 Veränderung
T€ T€ T€
Umsatzerlöse 44.156 45.752 1.596
EBIT 966 2.019 1.053
Finanzergebnis -6 29 35
Ergebnis vor Steuern 959 2.048 1.089
Jahresergebnis 631 1.400 769

Im Einzelnen verteilen sich die Umsatzerlöse auf die Bereiche wie folgt:

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Umsatz in T€ 2023 2024
Reparaturmanagement (inkl. Versicherung) 27.255 29.161
Wohnungssanierung inkl. Asbest 5.960 6.134
Infrastrukturelle Leistungen 9.291 9.535
Wartung und IH kraftbetätigter Anlagen 1.643 877
Sonstige Umsätze 7 1

Wesentliche Kostenblöcke im EBIT waren wie in den vergangenen Jahren die bezogenen Leistungen T€ 13.980 (Vj. T€ 13.906), die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe T€ 3.658 (Vj. T€ 3.678) und die Personalkosten T€ 19.051 (Vj. T€ 17.785). Die Personalkosten stiegen im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um ca. 7,1 %. Dies ist auf den seit Januar 2024 geltenden neuen Vergütungstarifvertrag zurückzuführen.

Das EBIT liegt mit T€ 2.019 um T€ 1.053 über dem Vorjahresniveau. Wesentliche ergebniserhellende Faktoren sind auf die Anpassung des VPI in den Verträgen zurückzuführen. Auch interne Prozessanpassungen, welche zur Erhöhung unserer Eigenleistungsquote im Bereich Reparaturmanagement führte, wirkte sich positiv aus. Durch Korrektur der Risikobewertung konnte zudem ein Teil unserer Rückstellungen für Vertragsstrafen aufgelöst werden.

Der Rückgang des Umsatzes in den Bereichen Schadstoffsanierung und Türen, Tore, Schranken resultiert weiterhin aus der gebremsten Investitionstätigkeit sowie den internen Vergabeprozessen des Kunden.

Ein weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator ist die Umsatzrendite als Maßstab für die wirtschaftliche Effizienz des Unternehmens. Sie beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf 3,1 % (Vorjahr: 1,4 %).

4. Finanzlage

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2023 2024
T€ T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.181 4.900
Cashflow aus Investitionstätigkeit -201 -101
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.631 -630

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber 2023 deutlich gestiegen. Der Anstieg resultiert aus einem höheren Jahresergebnis sowie aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber der Sozialkasse des Baugewerbes, aber auch durch erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist aufgrund einer geringeren Ausschüttung an die Gesellschafter gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Der Finanzmittelfonds, der ausschließlich aus liquiden Mitteln besteht, ist somit von T€ 2.779 auf T€ 6.297 im Geschäftsjahr 2024 gestiegen.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus den laufenden Kundenaufträgen. Die neuen Verträge mit einer Laufzeit bis mindestens Mitte 2026 mit garantierten Auftragsvolumina sorgen für den nötigen Mittelzufluss.

5. Vermögenslage

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2023 2024 Veränderung
T€ % T€ % T€
Vermögen
Anlagevermögen 267 3 368 2,5 101
Langfristige Forderungen 14 0 8 0 6
Vorräte 961 11 765 5 -196
Kurzfristige Forderungen 4.771 54 7.469 49 2.501
Flüssige Mittel 2.779 31 6.297 43 3.518
Aktive Rechnungsabgrenzung 72 1 78 0,5 6
8.864 100 14.985 100 5.924
Kapital
Eigenkapital 1.382 16 2.152 15 879
Rückstellungen 5.255 59 5.668 36 107
kurzfristige Verbindlichkeiten 2.227 25 7.165 49 4.938
8.864 100 14.985 100 5.924

Das Anlagevermögen ist etwas gestiegen.

Die kurzfristigen Forderungen sind deutlich gestiegen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden fertige, noch nicht fakturierte Leistungen berücksichtigt. Darüber hinaus sind Steuerüberzahlungen entstanden. Durch die Klärung einer kollektivarbeitsrechtlichen Auseinandersetzung mit den Sozialkassen der Bauwirtschaft (siehe dazu näher unter III. 1.) sind Erstattungsansprüche und Beitragspflichten entstanden, welche unter den kurzfristigen Forderungen und den kurzfristigen Verbindlichkeiten erfasst werden.

Die Rückstellungen enthalten im Vergleich zum Vorjahr höhere Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 1.621; Vj. T€ 1.193) jedoch niedrigere Rückstellungen für Abrechnungsrisiken durch eine Vertragsstrafenklausel im seit dem 01. Juli 2022 bestehenden Dienstleistungsvertrag (T€ 1.002; Vj. T€ 1.407). Die Rückstellungen für die Personalsachverhalte in Höhe von T€ 2.346 (Vj. T€ 1.932) erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr, unter anderem durch die benannte Klärung einer kollektivarbeitsrechtlichen Auseinandersetzung mit den Sozialkassen der Bauwirtschaft.

6. Leistungsindikatoren

Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie die vertraglich vereinbarten Servicelevel im Reparaturmanagement (70 % Fertigstellungen innerhalb von sieben Arbeitstagen, in 2024: 41,2 % (Vj. 46 %) und in der Anrufannahme (Entgegennahme von 80 % innerhalb von 15 Sekunden, in 2024: 81,0 % (Vj. 81 %)) werden als Qualitätsziele definiert, regelmäßig überwacht und im QM-Report unternehmensintern veröffentlicht. Bei negativen Abweichungen werden die Ursachen mit den Bereichen analysiert und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Durch die weiterhin erhöhten Krankenstände im Handwerkerbereich von durchschnittlich 13,4 % konnte die angestrebte Eigenleistungsquote nicht erreicht werden. Die Krankenstände verbunden mit knappen Kapazitäten bei den Nachunternehmen haben dazu geführt, dass einige Servicelevel nicht gehalten werden konnten. Für das sich daraus ergebende Vertragsstrafenrisiko wurde in angemessener Höhe bilanzielle Vorsorge getroffen. Die Abweichungen und deren Ursachen wurden regelmäßig mit dem Kunden erörtert und ausgewertet.

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren wirken das EBIT und die Umsatzrendite als Hauptindikatoren. Der Abgleich zum Plan erfolgt monatlich. Beide Kennzahlen liegen über Plan. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr (1,4 %) auf 3,1 % gestiegen.

Die Personalfluktuation bewegt sich im Bereich der Vorjahre. Die Krankheitsquote (über alle Mitarbeitende) ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 % auf 11,5 % gestiegen.

7. Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist stabil. Die wesentlichen Handlungsfelder sind weiterhin der Fachkräftemangel, die Verfügbarkeit von Nachunternehmen und die allgemeine Kostenentwicklung, auch wenn sich die Situation auf diesen Feldern gegenüber dem Vorjahr entspannt hat. Aus dem Kundenbereich sind auch weiterhin die Auswirkungen der mietpreisdämpfenden Maßnahmen auf die Investitionen bei Mieterwechseln spürbar.

Dem Fachkräftemangel begegnen wir durch verstärkte Rekrutierungsanstrengungen sowie durch geeignete Maßnahmen, um die Mitarbeiterfluktuation weiterhin auf einem niedrigen Niveau zu halten. Die im Vorjahr erfolgte Einrichtung der Stabstelle Mitarbeitergewinnung/Mitarbeiterbindung hat sich dabei bewährt. Vakanzen bei den Handwerkenden konnten wir verringern. Im Bereich der Hauswartinnen und Hauswarte konnte der Einsatz von Leihpersonal reduziert werden. Durch den Aufbau eigenen Personals und durch Produktivitätssteigerung konnten wir die Eigenleistungsquote erhöhen, was sich sowohl auf die Leistungsqualität als auch auf die Ergebnissituation positiv ausgewirkt.

Wir haben einen guten Ruf als fairer Arbeitgeber. Wir haben mehrere Haustarifverträge mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di abgeschlossen: Manteltarifvertrag, Vergütungstarifvertrag, Tarifvertrag über Not- und Bereitschaftsdienste, Tarifvertrag über betriebliche Altersversorgung (fletwerk-Rente). Nach einer ersten Erhöhung der Tarifentgelte im Vorjahr, konnte im März 2024 ein langfristiger Tarifabschluss bis Mitte 2026 erreicht werden. Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat ist konstruktiv und konsensual.

Die ergebnisseitigen Erwartungen gemäß Jahresplan konnten im Berichtsjahr für das Gesamtunternehmen übertroffen werden. Die personelle und wirtschaftliche Situation des Unternehmens ist konsolidiert und bildet eine gute Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung. Auf den wichtigen und volumenstärksten Geschäftsfeldern Kleinreparaturmanagement, Beseitigung versicherter Schäden und Hauswartservice sorgen die 2021 abgeschlossenen langfristigen Verträge mit unserem Hauptkunden für eine stabile und schwankungsarme Auslastung. In den Bereichen Wohnungssanierung, Schadstoffsanierung sowie Wartung und Instandsetzung kraftbetätigter Anlagen machen sich weiter die Auswirkungen der mietpreisdämpfenden Maßnahmen auf die Investitionsbereitschaft bemerkbar. Durch effektivere und flexiblere Arbeitsabläufe sowie durch die Anpassung von Vertragskonditionen stellen wir uns auf geänderte Kundenanforderungen ein.

Im Berichtsjahr wirkten sich verschiedene der im Vorjahr eingeführten Maßnahmen positiv aus:

Implementierung der Stabstelle Mitarbeitergewinnung/Mitarbeiterbindung,

Einrichtung einer neuen Organisationseinheit Strategischer Einkauf, die einen Schwerpunkt auf die Pflege und den Ausbau von Nachunternehmerbeziehungen setzt,

Weiterentwicklung des Systems operativer Kennzahlen, einschließlich Verbesserung des Berichtswesens.

Im Berichtsjahr wurde im Bereich Digitalisierung eine Applikation eingefügt, welche den Monteuren einen leichteren Zugang zum Auftragsverwaltungssystem per Smartphone-App ermöglicht. Außerdem wurde die Umstellung auf einen elektronischen Rechnungsworkflow weiter vorangetrieben. Die Aufnahme des Regelbetriebs steht kurz bevor. Außerdem wurden die Prozesse und Berichtsformate im Qualitätsmanagement überarbeitet und besser auf die Anforderungen der operativen Bereiche abgestimmt.

III. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsführung und die kaufmännische Leitung sowie der Qualitätsbeauftragte überwachen sämtliche risikorelevanten Geschäftsvorgänge, identifizieren und analysieren mögliche Risiken und ergreifen die notwendigen Steuerungsmaßnahmen. Potentielle Schadensquellen werden im Hinblick auf Schadenseintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe ständig beobachtet.

Die Gesellschaft erstellt monatliche Abschlüsse mit einer Soll-Ist-Analyse und leitet bei Bedarf entsprechende Gegenmaßnahmen ein. Die Fallzahlen und die Bearbeitungsdauer werden durch monatliche Reports ermittelt und im Hinblick auf potentielle Risiken ständig analysiert.

Auch im Rahmen des Qualitätsmanagements werden aufgetretene Fehler erfasst, bewertet und korrigiert. Dies wird dem Gesellschafter regelmäßig berichtet und in den Gesellschafterversammlungen vertiefend präsentiert.

Der Kunde Gewobag ist durch die Datensynchronisation via Webservice in der Lage, die Bearbeitungsstände und -dauer sowie etwaige Bearbeitungshindernisse in seinem System nachzuvollziehen. Ferner berichten wir regelmäßig die relevanten KPIs. Eventuell entstehende Abweichungen von den vertraglich vereinbarten Servicelevels können zeitnah erkannt und analysiert werden.

Die vertraglich vereinbarten Vergütungen in den langfristigen Dienstleistungsverträgen sind an den Verbraucherpreisindex (VPI) oder ähnliche Indizes gebunden. Dies koppelt die Vergütungshöhe grundsätzlich an die allgemeine Preisentwicklung. Allgemeine Risiken können sich daraus ergeben, dass Steigerungen der für uns wesentlichen Personal- und Materialkosten unter Umständen nicht vollständig von Indexerhöhungen erfasst werden oder dass indexbedingte Vergütungserhöhungen aufgrund vertraglicher Stichtagsregelungen mit Zeitverzug erfolgen.

Im März 2024 wurde mit ver.di ein neuer Vergütungstarifvertrag bis Mitte 2026 abgeschlossen. Die vergleichsweise lange Laufzeit des Tarifvertrags erhöht die Planungssicherheit in Bezug auf die Personalkosten.

Der Fachkräftemangel vor allem in den haustechnischen Gewerken wird weiterhin andauern. Mit verstärkten Rekrutierungsanstrengungen, dem Aufbau eigener Recruiting-Kapazitäten und der Stärkung strategischer Partnerschaften mit Nachunternehmen steuert das Unternehmen dagegen. Mit ähnlich großer Kraftanstrengung wird ebenso durch differenzierte Maßnahmen die Mitarbeiterbindung an unser Unternehmen weiterhin gefördert und intensiviert.

Die Liquidität des Unternehmens ist - insbesondere durch die vereinbarten Pauschalen und deren pünktliche Zahlungen - jederzeit gewährleistet. Insoweit besteht nur ein sehr geringes Forderungsausfallrisiko. Für die Forderungen aus dem Berichtsjahr wurde ebenfalls eine Risikobewertung vorgenommen.

Die Marktchancen für das Unternehmen sind insbesondere wegen der hohen Fertigungstiefe in Eigenleistung und den Personalressourcen im Handwerk gut. Aufgrund der Wettbewerbssituation im Bereich der handwerklichen und technischen Dienstleistungen sichern sich Kunden die benötigten Kapazitäten an wohnungswirtschaftlichen Systemdienstleistungen längerfristig. Ausstattung und Qualifikation des Personals sind im Branchenvergleich überdurchschnittlich. Ferner gibt es wenige Marktteilnehmer, die die systemische Verknüpfung der technischen Dienstleistungen in einer integrierten IT-Anwendung sowie den vollumfänglichen Datentransfer mit den wohnungswirtschaftlichen Kunden erfolgreich umgesetzt haben.

Im Berichtsjahr konnten mit dem Hauptkunden Gewobag diverse Fragen der Durchführung der zentralen Verträge über das Kleinreparaturmanagement und die Beseitigung versicherter Schäden geklärt werden. Die Ergebnisse dieser Gespräche, die in Vertragsnachträgen dokumentiert wurden, vereinfachen und verbessern die Zusammenarbeit mit unserem Hauptkunden.

Unsere IT-Sicherheitsarchitektur wird laufend überprüft. Um das Risiko zu minimieren, mit weitreichenden Schäden aus Cyberangriffen konfrontiert zu sein, unterhält das Unternehmen zudem eine Cyberschutzversicherung.

Nachdem im Jahr 2023 die rechtliche Auseinandersetzung mit den Sozial- und Unterstützungskassen der Bauwirtschaft (SOKA-Bau) durch den Abschluss einer tatsächlichen Verständigung beigelegt werden konnte, ist die Verständigung die den Zeitraum seit 2017 betrifft im Berichtsjahr umgesetzt worden. Der aus der teilweisen Mitgliedschaft in der SOKA-Bau resultierende zusätzliche Aufwand für Sozialversicherung ist in der Unternehmensplanung berücksichtigt.

Mit unserem Hauptkunden Gewobag besteht eine langjährige Geschäftsbeziehung. Wir verstehen uns als Premium-Dienstleister des Kunden und konzentrieren uns auf eine optimale Erfüllung der Verträge, um ein Höchstmaß an Zufriedenheit mit der Leistungserbringung sowohl bei unserem Kunden als auch bei dessen Mieterinnen und Mietern zu erreichen. Die Hauptverträge (Kleinreparaturmanagement, Beseitigung versicherter Schäden, Hauswartservice mit Betriebskosten- und Verwaltungsleistungen) laufen seit dem 1. Juli 2022 für eine Festlaufzeit von vier Jahren.

In den genannten Verträgen sind der Gewobag zu insgesamt drei Zeitpunkten Teilkündigungsrechte eingeräumt, welche ein Herauslösen von jeweils bis zu 15.000 Einheiten, entsprechend circa 20 % des Gesamtbestandes, ermöglichen. Die Gewobag hat von dem ersten Teilkündigungsrecht mit Wirkung zum 1. Juli 2025 für alle vier Verträge Gebrauch gemacht. Die Teilkündigungen erfolgten angabegemäß zu dem Zweck, das Dienstleisterportfolio zu verbreitern. Im Hauswartbereich will die Gewobag in den von der Kündigung betroffenen Beständen eigene Hauswarte einsetzen. Wir werden mit den Teilkündigungen wie folgt umgehen: In den Sparten Kleinreparaturmanagement und versicherte Schäden werden wir den Nachunternehmereinsatz reduzieren und können so unsere Eigenleistungsquote steigern. Betriebsbedingte Kündigungen aufgrund der Teilkündigung sind nicht vorgesehen. Dies gilt auch für den Hauswartbereich. Wir gehen davon aus, dass die Gewobag Hauswarte unseres Unternehmens einstellt. Etwaige Personalüberhänge werden durch regelmäßige Fluktuation abgebaut.

Für die Zeit nach dem 30.06.2026 stehen der Gewobag Optionsrechte zur Verlängerung der genannten vier Hauptverträge im Reparaturservice und im Hauswartbereich für zwei Zeiträume von jeweils zwei Jahren zu. Diese Optionsrechte müssen spätestens bis zum 31.03.2026 ausgeübt werden. Wir stellen uns allerdings aufgrund der erfolgten Teilkündigungen und weiterer Indizien darauf ein, dass die Gewobag die Optionsrechte nicht nutzen wird und die genannten Auftragsverhältnisse folglich nicht über den 30.06.2026 fortgesetzt werden. Die strategische Ausrichtung unseres Unternehmens auf die Gewobag als Hauptkunden schließt die Akquisition von Drittgeschäft in einem zur Kompensation der wegfallenden Umsätze erforderlichen Umfangs aus. Wir bereiten uns daher auch auf das Szenario vor, unsere geschäftlichen Aktivitäten in der zweiten Jahreshälfte 2026 geordnet abzuwickeln.

2. Prognosebericht

Das Unternehmen arbeitet weiterhin in erster Linie für die Gesellschaften des Gewobag-Konzerns. Die wesentlichen Verträge mit der Gewobag über das Reparaturmanagement, das Versicherungsschadensmanagement und den Hauswartservice haben eine (Mindest-)Laufzeit bis Mitte 2026, sodass das Unternehmen eine solide Basis für die Fortführung des Geschäfts bis zu diesem Zeitpunkt hat.

Für die Zeit nach dem Ende der Festlaufzeit Mitte 2026 stellen wir uns wie unter III. 1. ausgeführt auf ein Szenario ein, dass die Gewobag-Hauptverträge nicht fortgeführt werden und eine geordnete Abwicklung des Geschäftsbetriebs erforderlich wird. Für dieses Szenario gehen wir von folgenden wesentlichen Annahmen aus.

Die fletwerk-Belegschaft ist gut ausgebildet, erfahren, motiviert und hat eine ausgeprägte Kundenorientierung. Viele Mitarbeitende haben langjährige Erfahrungen im Kundendienst. fletwerk-Beschäftige treffen auf einen „Arbeitnehmer-Arbeitsmarkt“, der weiterhin qualifizierte und erfahrene Fachkräfte sucht. Wir werden daher jedenfalls dem überwiegenden Teil der Mitarbeitenden attraktive Anschlussarbeitsverhältnisse vermitteln können. Die mittelbaren fletwerk-Gesellschafter - drei große Facility-Management-Unternehmensgruppen mit ausgeprägten Standorten in Berlin und Umland - haben bereits ihr ernsthaftes Interesse an der Übernahme von fletwerk-Beschäftigten bekundet. Wir gehen davon aus, dass auch bei der Gewobag (in Bezug auf Hauswarte, aber auch in Bezug auf andere Mitarbeitendengruppen) sowie bei weiteren Marktteilnehmer Interesse an der Übernahme von fletwerk- Beschäftigten besteht. Sofern betriebsbedingte Kündigungen im Jahre 2026 dennoch erforderlich werden sollten, werden sich diese auf kleinere Anzahl von Beschäftigten beschränken. Das Volumen eines Sozialplans wird sich am unteren Rand des Prognosespektrums bewegen.

Die Laufzeiten von Dauerschuldverhältnissen und sonstiger langfristiger Verträge (insbesondere Miet-, Leasing-, Dienstleistungsverträge) passen wir auf ein prognostiziertes Ende zur Mitte des Jahres 2026 an. Vertragliche Verpflichtungen mit Laufzeiten über den 30.06.2026 hinaus sind erfasst und kalkuliert.

Der sich aus den vorstehend genannten Aspekten (Personal, Verträge) ergebende mögliche Abwicklungsaufwand ist vom Eigenkapital der Gesellschaft gedeckt.

Mögliche operative Performanceeinbußen durch eine verstärkte Personalfluktuation werden wir erforderlichenfalls durch verstärkten Nachunternehmereinsatz ausgleichen.

Insgesamt gestaltet sich die Lage in unserem Zielmarkt Wohnungswirtschaft stabil. Vor allem wegen der auch künftig stabilen Nachfrage nach Handwerksleistungen und Leistungen des infrastrukturellen Gebäudemanagements ist das Unternehmen mit einem hohen Bestand an entsprechend qualifiziertem Personal gut aufgestellt.

Auslastungsoptimierung und Effizienzsteigerung bleiben im Bereich Reparaturservice auch im nächsten Geschäftsjahr eine wesentliche Aufgabenstellung. Die in den letzten Jahren verstärkten Bemühungen um eine Entwicklung von Nachunternehmen zu strategischen Partnern haben eine gute Grundlage geschaffen für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit auch unter geänderten Rahmenbedingungen. Wir werden weiterhin transparent und fair mit unseren Partnerunternehmen zusammenarbeiten.

Die Gesellschaft geht weiter davon aus, dass keine Aufnahme von Drittmitteln notwendig sein wird und ein Zahlungsmittelüberschuss aus der laufenden Geschäftstätigkeit erzielt wird. Die Vermögenslage des Unternehmens wird sich wie in den Vorjahren positiv entwickeln.

Das Risiko von Kostensteigerungen bei Material und Nachunternehmerleistungen hat sich gegenüber den Vorjahren abgeschwächt. In Bezug auf die Personalkosten bringt der im Berichtsjahr abgeschlossene Vergütungstarifvertrag Kostensicherheit bis Mitte 2026. Im Übrigen gehen wir davon aus, dass wir Kostensteigerungen über vertragliche Wertsicherungsmechanismen weitgehend kompensieren können.

Aufgrund der Regelungen in den zentralen Pauschalverträgen (Reparaturmanagement, Hauswartservice) und der Vertragsgestaltung der Bearbeitung versicherter Schäden müssen wir nicht mit Umsatzausfällen rechnen. Die erteilten Aufträge der Wohnungssanierung sowie die Mängelbeseitigung werden vertragsgemäß ausgeführt und - sofern nicht Gegenstand der Pauschalverträge - abgerechnet. Es stehen bislang ausreichend eigene Kapazitäten und Kapazitäten von Nachunternehmen zur Verfügung.

Die Servicelevel als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren gelten auch in den ab dem 1. Juli 2022 geltenden Verträgen fort. Das Unternehmen geht davon aus, die vertraglich vereinbarten Servicelevel durch die produktivitätssteigernden Projekte einhalten zu können. Die Eigenleistungsquote im Bereich Kleinreparaturmanagement wird für 2025 mit 80 % geplant. Diese Zielstellung setzt eine erfolgreiche Umsetzung der Rekrutierungsanstrengungen sowie der Maßnahmen zur Erhöhung der Produktivität voraus.

Die Geschäftsführung plant für das Geschäftsjahr 2025 mit einem gegenüber 2024 leicht reduzierten EBIT von ca. T€ 1.242 und einer Umsatzrendite von 2,8 %. Die Reduzierung ist Folge der Teilkündigungen mit Wirkung zum 01.07.2025.

 

Berlin, 25. März 2025

fletwerk GmbH

Geschäftsführung

Richard Dorka

Jan Siegmund-Düker

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die fletwerk GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der fletwerk GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der fletwerk GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir machen auf die Ausführungen im Chancen- und Risikobericht sowie im Prognosebericht des Lageberichts aufmerksam, in welchem die aktuelle Vertragssituation mit dem Hauptkunden sowie die daraus möglicherweise entstehenden Folgen für die Gesellschaft beschrieben sind. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmens-tätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 31. März 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hendrik Jung, Wirtschaftsprüfer

Martina Ismer, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss per 31.12.2024 der Gesellschaft wurde durch die Gesellschafterversammlung am 09.05.2025 festgestellt.

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