Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 1813
Eingetragen
19.2.1991
Branche
Personenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßeGüterbeförderung im StraßenverkehrErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Durchführung von Fern- und Nahtransporten, Durchführung von Dienstleistungen im Kommunalbereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Robin Erler
seit 24.7.2024
Geschäftsführer
Rainer Hasse
seit 12.4.2005
Geschäftsführer
Jürgen Hasse
seit 12.4.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
J**** H****
23.34%
R***** H****
23.33%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hasse Transport Logistik GmbH
Germany
21.000 €
70.00%
Hasse Transport GmbH
Germany
9.000 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hasse Transport GmbH

Radebeul

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

HASSE TRANSPORT GMBH, RADEBEUL

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell

Die Hasse Transport GmbH mit ihrem Hauptsitz in Radebeul zählt zu den herausragenden mittelständischen Unternehmen in der Entsorgungs- und Logistikbranche innerhalb der Region. In ihrer Rolle als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb bedient das Unternehmen Kunden aus diversen Sektoren, darunter die Privatwirtschaft, das Gewerbe und den öffentlichen Dienst. Dabei konkurriert die Hasse Transport GmbH erfolgreich auf regionaler und bundesweiter Ebene.

Das Unternehmen hat sich insbesondere auf folgende Schwerpunktbereiche spezialisiert: Logistikdienstleistungen, Abfalltransport und -entsorgung inklusive Containerdienst, den Handel mit Schüttgütern und Baustoffen, Kanalreinigung und -inspektion, Tiefbau- und Abrissarbeiten sowie den An- und Verkauf von Wert- und Rohstoffen.

II. Unternehmensstruktur

Die Hasse Transport GmbH ist Tochterunternehmen der Hasse Transport Logistik GmbH, Radebeul, die ebenfalls als Familienunternehmen geführt wird. Die Hasse Transport Logistik GmbH hält die Betriebsimmobilien der Hasse Transport GmbH. Zudem besteht zwischen der Hasse Transport GmbH und der Hasse Transport Logistik GmbH eine umsatzsteuerliche und - aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages - auch eine ertragsteuerliche Organschaft.

III. Ziele und Strategien

Unsere Unternehmenskultur als traditionelles Familienunternehmen besteht bereits über mehrere Generationen hinweg. Unser vorrangiges Ziel liegt nicht primär in der Gewinnmaximierung, sondern vielmehr im kompetenten, fairen, zuverlässigen, qualitätsorientierten und kundenzentrierten Umgang mit Kundenanfragen und Kundenaufträgen. Unsere Beziehung zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Familienbetrieb ist von besonderer Wichtigkeit, und wir schätzen die daraus resultierenden Vorteile außerordentlich. Ebenso legen wir großen Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern.

IV. Steuerungssysteme und Leistungsindikatoren

Wichtige Indikatoren zur Steuerung unseres Unternehmens sind für uns der Umsatz, das EBITA sowie der vereinfachte operative Cash-Flow. Die Entwicklung dieser Steuerungsgrößen wird intern laufend überwacht.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Volkswirtschaft war im Gesamtjahr 2023 in eine Rezession gerutscht. Die hohe Inflation im Zuge der Energiepreiskrise dämpfte die Kaufkraft der Verbraucher. Hinzu kommt die lahmende Weltkonjunktur. Die deutsche Wirtschaft bewegt sich seit fast vier Jahren im andauernden Krisenmodus. Auf die Coronakrise folgte im Februar 2022 der russische Angriff auf die Ukraine, der die Preise für Energie und Nahrungsmittel zeitweise extrem ansteigen ließ. Der Nahostkonflikt sorgt für neue Unsicherheit.

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 um insgesamt 0,3 % gesunken. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe ist um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Industrieproduktion sank um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Weiterhin hohe Baukosten und Fachkräftemangel sowie insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen machten sich im Baugewerbe bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Die Produktion im Tiefbau konnte gesteigert werden, sodass das Baugewerbe insgesamt ein kleines Plus von 0,2 % erreichte.

2. Branchenbezogene Geschäftsbedingungen

Im Jahr 2023 konnte die Entsorgungs- und Versorgungssicherheit weitgehend gewährleistet werden. Die Preisgestaltung im Bereich der Entsorgungskosten wies in einigen Segmenten leichte Schwankungen auf, während das allgemeine Preisniveau im Vergleich zum Vorjahr anstieg. Unsere Lieferanten informierten uns zudem über weiter steigende Preise, die auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen sind.

Die Branche kämpft weiterhin mit einem Mangel an Kraftfahrern und Fachkräften. Trotz gestiegener Umsätze stehen regionale mittelständische Dienstleister vor wachsenden Herausforderungen. Die Konsolidierung großer Entsorgungsunternehmen und deren Fachwissen erhöht den Druck, den gestiegenen Anforderungen der Kunden sowie den gesetzlichen Vorschriften und technologischen Entwicklungen gerecht zu werden.

Obwohl verstärktes Recycling, die getrennte Sammlung der Abfallfraktionen, strengere gesetzliche Auflagen und ein umweltbewussteres Handeln in der Wirtschaft gefördert wurden, blieben die anfallenden Abfallmengen auf einem hohen Niveau. Insbesondere bei der Entsorgung von mineralischen Abfällen führten schwindende Kapazitäten zur Ablagerung und höhere regulatorische Anforderungen an die Betreiber zu steigenden Preisen. Die Einhaltung neuer Gesetze und Verordnungen stellte eine besondere Herausforderung dar.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir trotz der genannten Herausforderungen durch eine flexible Anpassung unserer Strategien und Prozesse in der Lage waren, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig auf die sich wandelnden Marktbedingungen zu reagieren. Wir blicken optimistisch in die Zukunft und sind bestrebt, weiterhin innovative Lösungen und qualitativ hochwertige Dienstleistungen anzubieten.

II. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Entwicklung unserer wichtigsten Steuerungsgrößen ist aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Veränderung zum Vorjahr
TEUR
Umsatz 23.917,1 22.093,7 1.823,4
EBITDA 1 5.673,4 4.124,7 1.548,7
Vereinfachter operativer Cash-Flow 2 5.694,1 4.137,9 1.556,2

1 EBITDA = Jahresergebnis vor Ergebnisabführung +/- Ertragsteuern +/- Finanzergebnis + Abschreibungen

2 Vereinfachter operativer Cash-Flow = Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung + Abschreibungen

Die Indikatoren haben sich gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Die Geschäftsentwicklung war insgesamt sehr gut und hat die Erwartungen voll erfüllt.

Wie im Vorjahr profitierten wir davon, dass wir im Geschäftsbereich Entsorgung und Schüttguttransporte viele Stammkunden haben, mit denen wir eine jahrelange partnerschaftliche Geschäftsbeziehung pflegen. Auchkonnten wir Jahresvereinbarungen bei vielen Großkunden fixieren. Die Zahl der Neukunden stieg weiterhin.

2. Personalstruktur

Durch größeres Arbeitsaufkommen haben wir in 2023 personell expandieren müssen. Wir beschäftigen 129 Mitarbeiter (Vorjahr: 115), darunter 5 Auszubildende (Vorjahr: 3). Die Personalkosten stiegen auf TEUR 5.947,1 (Vorjahr: TEUR 5.253,3).

Ein weiteres Wachstum ist besonders in Bezug auf die Erfüllung der Anforderungen unserer Kunden und damit im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit erforderlich. Die gestiegenen Aufwendungen für Personal und damit Erhaltung und Ausbildung von Fachkräften waren unumgänglich.

Maßnahmen zur Bindung des bestehenden Personals sind die Angebote zur betrieblichen Altersvorsorge, laufende Lohnanpassungen und Übernahme von Weiterbildungskosten.

Temporär verstärken Subunternehmer das eigene gewerbliche Personal.

3. Umweltschutz

Die Hasse Transport GmbH wird jährlich durch einen Sachverständigen der DEKRA Certification GmbH als Entsorgungsfachbetrieb nach der Entsorgungsfachbetriebe-Verordnung zertifiziert. Im August 2023 wurde die Zertifizierung erneut erfolgreich durchgeführt.

Wir haben uns zur kontinuierlichen Verbesserung der Leistungen im Umweltschutz und Sicherheit verpflichtet. So wurden die Investitionen in die Neufahrzeuge maßgeblich von abgas- und lärmarmen Bedingungen abhängig gemacht. Zudem sind unsere Fahrzeuge mit Euro 6 ausgerüstet, um den möglichst effizienten Einsatz zu realisieren. Mitarbeiter werden stetig bezüglich einer kraftstoffsparenden und umweltfreundlichen Fahrweise geschult. Durch den Einsatz moderner Telematik und der Ausstattung der Fahrzeuge mit Fleetboard stellen wir eine optimale Tourenplanung und Sensibilisierung der Mitarbeiter zur umweltschonenden Fahrweise sicher.

Die für das Unternehmen geltenden Rechtsvorschriften zum Umweltschutz wurden eingehalten.

III. Lage der Gesellschaft

Im Folgenden gehen wir auf die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens in den Bereichen Erträge, Finanzen und Vermögen ein.

1. Ertragslage

Kurzfassung der GuV 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung zum Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 23.917,1 22.093,7 1.823,4 8,3
+ Bestandsänderung -31,8 66,8 -98,6 -147,6
+ sonst. betriebl. Erträge 422,3 488,3 -66,0 -13,5
- Materialaufwand -11.499,2 -12.145,1 645,9 -5,3
Rohergebnis 12.808,4 10.503,7 2.304,7 21,9
- Personalaufwand -5.947,1 -5.253,3 -693,8 13,2
- Abschreibungen -1.601,9 -1.321,6 -280,3 21,2
- sonst. betriebl. Aufwand -1.187,5 -1.125,2 -62,3 5,5
+/- Finanzergebnis 20,7 13,1 7,6 58,0
+ Ertragsteuern 0,0 0,0 0,0 0,0
- sonstige Steuern -0,4 -0,4 0,0 0,0
= Ergebnis vor Gewinnabführung 4.092,2 2.816,3 1.275,9 45,3
- abgeführter Gewinn -4.092,2 -2.816,3 -1.275,9 45,3
= Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0

Der Hauptumsatz verteilt sich auf folgende vier Geschäftsfelder:

Geschäftsfelder 2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Entsorgung / Material 10.198,2 9.369,2 829,0
Nahverkehr /Schüttguttransporte 3.268,7 3.055,1 213,6
Fernverkehr 5.003,1 4.603,3 399,8
Schrotttransporte 1.566,1 1.597,1 -31,0
Sonstige 3.881,0 3.469,0 412,0
23.917,1 22.093,7 1.823,4

Das Rohergebnis ist um TEUR 2.304,7 oder 21,9 % deutlich gestiegen.

Die Personalaufwendungen haben sich um TEUR 693,8 oder 13,2 % erhöht. Die Personaleinsatzquote liegt bei 24,9 % der Gesamtleistung (Vorjahr: 23,7 %).

Im Geschäftsjahr stiegen die Abschreibungen um TEUR 280,3 oder 21,2 %. Die Investitionen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 697,1 ab.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 62,3 oder 5,5 % leicht gestiegen.

2. Finanzlage

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung zum Vorjahr
TEUR % TEUR % TEU %
Eigenkapital 2.803,6 26,7 2.803,6 33,2 0,0 0,0
Rückstellungen 927,4 8,8 829,3 9,8 98,1 11,8
Erhaltene Anzahlung 89,5 0,8 42,7 0,5 46,8 109,6
Lieferverbindlichkeiten 443,9 4,2 345,0 4,1 98,9 28,7
Verbundverbindlichkeiten 5.971,7 56,8 4.170,4 49,3 1.801,3 43,2
Sonstige Verbindlichkeiten 281,4 2,7 264,9 3,1 16,5 6,2
Abgrenzungsposten 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe Passiva 10.517,5 100,0 8.455,9 100,0 2061,6 24,4

Die Hasse Transport kann auf ein solides Finanzmanagement verweisen. Zur Finanzierung des Unternehmens standen im Berichtszeitraum jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung.Unsere Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 26,7 %. Das Eigenkapital bleibt aufgrund der bestehenden Gewinnabführung nominal konstant.

Die Rückstellungen haben sich um TEUR 98,1 oder 11,8 % leicht erhöht.

Die Lieferverbindlichkeiten sind um TEUR 98,9 oder 28,7 % gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um TEUR 16,5 oder 6,2 % und die Verbundverbindlichkeiten aufgrund des vorliegenden Gewinnabführungsvertrages mit der Hasse Transport Logistik GmbH um TEUR 1.801,3 oder 43,2 % gestiegen.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern. Die Verbindlichkeiten aus abgeschlossenen Mietkaufverträgen wurden im Berichtsjahr vollständig zurückgeführt, Neuaufnahmen erfolgten nicht.

Der vereinfachte Cash-Flow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen/Zuschreibungen) liegt mit TEUR 5.694,1 über dem Vorjahresniveau (TEUR 4.137,9).

3. Vermögenslage

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung zum Vorjahr
TEUR % TEUR % TEU %
Immaterielles Anlagevermögen 29,5 0,3 43,6 0,5 -14,1 -32,3
Sachanlagen 4.533,8 43,1 4.354,5 51,5 179,3 4,1
Finanzanlagen 0,5 0,0 0,5 0,0 0,0 0,0
Vorräte 544,1 5,2 283,7 3,4 260,4 91,8
Forderungen 3.447,2 32,8 2.474,0 29,3 973,2 39,3
Verbundforderungen 69,1 0,6 108,9 1,3 -39,8 -36,5
Vermögensgegenstände 112,3 1,1 121,2 1,4 -8,9 -7,3
Flüssige Mittel 1.778,6 16,9 1.068,3 12,6 710,3 66,5
Rechnungsabgrenzungsposten 2,4 0,0 1,2 0,0 1,2 100,0
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe Aktiva 10.517,5 100,0 8.455,9 100,0 2.061,6 24,4

Die Bilanzsumme erhöht sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 24,4 % auf TEUR 10.517,5 (Vorjahr: TEUR 8.455,9).

Die Investitionen im Bereich des Sachanlagevermögens beliefen sich auf Euro 1,8 Millionen. Dies entspricht einer Verringerung im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 697,1.

Der Bestand an Vorräten ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 260,4 oder 91,8 % deutlich gestiegen.

Der absolute Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 924,5 oder 34,2 %.

Die liquiden Mittel erhöhten sich um TEUR 710,3 oder 66,5 %.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Im Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gehen wir einen höheren Jahresumsatz, bei einem geringeren Jahresergebnis.

Für den Transportbereich, insbesondere den Fernverkehr, erwarten wir ein konstant gutes Auftragsvolumen. Im Bereich Nahverkehr und Schüttgüter gehen wir von einem steigenden Auftragsvolumen aus, da große Bauvorhaben weitergeführt werden und wir neue Großkunden gewinnen konnten, welche wir zukünftig mit unserer Expertise als Entsorgungsfachbetrieb bei großen Projekten unterstützen können. Die Ertragslage im Bereich Containerdienst sollte weiterhin stabil bleiben. Im Bereich Bau erwarten wir ein gleichbleibendes Auftragsvolumen, da weiterhin Fachbetriebe schwinden. Wir werden auch in diesem Bereich unsere Kapazitäten voll auslasten können, da viele bereits bestätigte Aufträge abgearbeitet werden.

Die steigenden Kosten für Energie, Rohstoffe, Fahrzeuge und Personal sowie die geplante Einführung von Maut- und CO 2 -Steuern stellen erhebliche Herausforderungen dar. Dennoch können wir diese Mehrbelastungen weitestgehend durch eine gezielte Weitergabe an unsere Kunden ausgleichen.

Zusätzlich planen wir bedeutende Investitionen in unseren Standort und Fuhrpark, die langfristig unsere Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit steigern. Diese Investitionen sind entscheidend, um unsere Infrastruktur zu modernisieren und auf die wachsenden Anforderungen des Marktes und der Gesetzgebung zu reagieren.

Ein weiterer strategischer Schritt ist die Einführung einer neuen Zeiterfassungssoftware, die unsere internen Prozesse erheblich optimieren wird. Durch die Verbesserung der Zeiterfassung können wir die Arbeitsabläufe effizienter gestalten, die Produktivität steigern und die Transparenz innerhalb des Unternehmens erhöhen.

Diese Maßnahmen unterstreichen unser Engagement für kontinuierliche Verbesserung und Innovation, um den sich wandelnden Marktanforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig unsere Spitzenposition in der Branche zu behaupten.

Durch die konsequente Weiterentwicklung und Digitalisierung unseres effizienten Logistik- und Entsorgungssystems sind wir in der Lage, uns erfolgreich gegen Wettbewerber zu behaupten und unsere Marktposition weiter auszubauen. Die steigenden Abfallmengen sowie die verschärften Gesetzgebungen und Umweltauflagen erfordern ein hohes Maß an Fachwissen und Flexibilität bei der Durchführung von Transportdienstleistungen.

Unsere Strategie umfasst eine kontinuierliche Stärken-Schwächen-Analyse sowie eine detaillierte Chancen-Risiken-Bewertung, wodurch wir potenzielle Risiken frühzeitig erkennen und proaktiv Gegenmaßnahmen ergreifen können. Diese umfassende Analyse ermöglicht es uns, auf Veränderungen im Markt und in der Gesetzgebung schnell zu reagieren und unsere Prozesse entsprechend anzupassen.

Unsere fortschrittlichen Technologien und innovativen Lösungen im Bereich der Logistik und Entsorgung gewährleisten nicht nur eine hohe Effizienz und Zuverlässigkeit, sondern tragen auch zur nachhaltigen Entwicklung und zum Umweltschutz bei. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern können wir maßgeschneiderte Lösungen anbieten, die den individuellen Anforderungen und den neuesten gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.

Insgesamt stärken wir durch unsere vorausschauende Planung und unser Engagement für Qualität und Innovation unsere Position als führendes Unternehmen in der Branche und setzen neue Maßstäbe in der Entsorgungs- und Logistikbranche.

II. Risikobericht

1. Gesamtwirtschaftliches Risiko

Als regionaler Dienstleister sind wir von den Schwankungen des Außenhandels, insbesondere des reinen Im- und Exportgeschäfts, weitestgehend unabhängig. Dennoch müssen wir uns der Risiken bewusst sein, die durch mögliche Engpässe in der Gas- und Energieversorgung entstehen könnten. Solche Engpässe könnten zu Produktionsausfällen, Kurzarbeit und erhöhten Kosten für die Ersatzbeschaffung essenzieller Materialien und Komponenten führen.

2. Beschaffungsrisiken

Zudem bergen die aktuellen geopolitischen Spannungen und Kriegssituationen das Risiko von Lieferkettenstörungen, die sowohl die Beschaffung als auch die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen negativ beeinflussen könnten. Diese Unsicherheiten können die Verfügbarkeit von Rohstoffen und anderen wichtigen Komponenten beeinträchtigen, was wiederum unsere Produktionsprozesse und die Erfüllung von Kundenaufträgen erschwert.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen wir auf eine flexible und anpassungsfähige Beschaffungsstrategie. Durch den Aufbau von Lagerbeständen und die Diversifizierung unserer Lieferantenbasis können wir potenzielle Engpässe abmildern und die Kontinuität unserer Dienstleistungen sicherstellen. Darüber hinaus investieren wir in Energiesparmaßnahmen und alternative Energiequellen, um unsere Abhängigkeit von externen Energieversorgern zu reduzieren und unsere Resilienz gegenüber Versorgungskrisen zu stärken.

Diese vorausschauenden Maßnahmen und unser proaktives Risikomanagement ermöglichen es uns, auch in unsicheren Zeiten stabil zu bleiben und unseren Kunden weiterhin zuverlässige und qualitativ hochwertige Dienstleistungen anzubieten.

3. Fachkräftemangel

Der zunehmende Fachkräftemangel stellt uns vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen Mitarbeitergewinnung, -bindung und -qualifikation. Angesichts dieses Arbeitskräftemangels sind wir gezwungen, unsere Prozesse neu zu überdenken und technische Möglichkeiten vollständig auszuschöpfen. Es ist von entscheidender Bedeutung, unsere wertvollen Fachkräfte zu halten und gleichzeitig neue Talente zu gewinnen, um die bevorstehenden Aufgaben erfolgreich bewältigen zu können.

Um den sich wandelnden Wünschen und Anforderungen unserer Mitarbeiter gerecht zu werden, setzen wir verstärkt auf flexible Arbeitszeiten und umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese Maßnahmen sind nicht nur darauf ausgelegt, die Zufriedenheit und Motivation unserer bestehenden Mitarbeiter zu fördern, sondern auch, um unser Unternehmen für potenzielle neue Bewerber attraktiv zu gestalten.

Im Jahr 2024 planen wir erneut erhebliche Investitionen in unseren Fuhrpark und die Digitalisierung unserer Projekte. Durch diese Modernisierungsmaßnahmen bleiben wir nicht nur wettbewerbsfähig, sondern stärken auch die Bindung unserer Mitarbeiter an das Unternehmen. Unser einheitliches und modernes Erscheinungsbild hilft uns zudem, neue Bewerber anzuziehen und unser Team kontinuierlich zu erweitern.

Diese strategischen Schritte unterstreichen unser Engagement, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, der sowohl aktuelle als auch zukünftige Herausforderungen erfolgreich meistert. Mit einem klaren Fokus auf Innovation und Mitarbeiterzufriedenheit sichern wir die Zukunft unseres Unternehmens und unsere Position als führender Dienstleister in der Branche.

4. Rohstoff-, Entsorgungs- und Energiekosten

Mittelfristig erkennen wir Risiken für die Preisstabilität, die durch den zu erwartenden Anstieg der Energie- und Kraftstoffpreise entstehen könnten. Diese Preissteigerungen werden sowohl die Erzeugerpreise als auch steuerrelevante Zuschläge betreffen und somit den gesamten Transportdienstleistungssektor beeinflussen.

Die zukünftige Entwicklung der Entsorgungspreise bleibt vor dem Hintergrund der rückläufigen gesamtwirtschaftlichen Leistung in Deutschland schwer vorhersehbar. Trotz dieser Unsicherheiten schätzen wir das Risiko als überschaubar ein.

Unsere Strategie zur Bewältigung dieser Herausforderungen umfasst eine kontinuierliche Marktbeobachtung und die Implementierung effizienter Kostenmanagementmaßnahmen. Durch den Einsatz moderner Technologien und die Optimierung unserer Betriebsabläufe können wir Kostensteigerungen abfedern und unsere Dienstleistungen weiterhin zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten.

Zudem arbeiten wir eng mit unseren Partnern und Lieferanten zusammen, um frühzeitig auf Marktveränderungen reagieren zu können und unsere Preisstrategie entsprechend anzupassen. Diese vorausschauenden Maßnahmen ermöglichen es uns, den potenziellen Auswirkungen der Energie- und Kraftstoffpreisentwicklung entgegenzuwirken und unsere Marktposition zu stärken.

Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass wir durch unsere proaktive und flexible Herangehensweise die Preisstabilitätsrisiken erfolgreich managen und unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern können.

5. Finanzielle Risiken

Mögliche Risiken aus Finanzinstrumenten beschränken sich bei der Firma Hasse Transport GmbH auf den Bestand an Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Besondere Ausfallrisiken in Höhe der Buchwerte der Forderungen sind aus dem eingerichteten Mahnwesen aktuell nicht erkennbar. Zahlungsengpässe bezüglich der Verbindlichkeiten bestehen aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel nicht.

III. Chancenbericht

Auch im Jahr 2024 werden wir die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse konsequent vorantreiben. Besonders im Mittelstand erkennen wir einen verstärkten Handlungsbedarf und sehen erhebliches Zukunftspotenzial, um uns von Mitbewerbern abzuheben.

Durch die Kombination zentraler und dezentraler innerbetrieblicher Organisationsstrukturen erschließen wir Einsparpotenziale und gewinnen die Flexibilität, um schnell auf sich ändernde Marktbedingungen zu reagieren. Investitionen in Bildung, Personal und Technologie betrachten wir als selbstverständlich, um ein nachhaltiges Unternehmenswachstum zu sichern.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024 blicken wir optimistisch in die Zukunft. Wir werden weiterhin in unsere Infrastruktur und unsere Mitarbeiter investieren, um unseren Kunden hochwertige Dienstleistungen und innovative Lösungen zu bieten. Gleichzeitig setzen wir unser Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit fort, um den Anforderungen unserer Zeit gerecht zu werden.

Die Hasse Transport GmbH ist stolz auf die Erfolge des abgelaufenen Geschäftsjahres und freut sich auf die Herausforderungen und Chancen, die das kommende Jahr mit sich bringt. Unser Ziel ist es, durch kontinuierliche Verbesserung und Innovation nicht nur unseren Kunden, sondern auch unseren Mitarbeitern und der Umwelt einen nachhaltigen Mehrwert zu bieten.

 

Radebeul, 4. Juli 2024

gez. Rainer Hasse

gez. Robin Erler

gez. Jürgen Hasse

HASSE TRANSPORT GMBH, RADEBEUL

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.493,00 43.599,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.338,70 60.394,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 655.056,00 777.020,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.818.435,00 3.500.769,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 16.306,72
4.533.829,70 4.354.490,42
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 520,00 520,00
4.563.842,70 4.398.609,42
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 504.603,01 212.442,86
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 39.518,01 71.272,14
544.121,02 283.715,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.447.181,49 2.473.974,72
2. Forderungen gegen Gesellschafter 69.121,35 108.936,69
3. Sonstige Vermögensgegenstände 112.249,23 121.216,06
3.628.552,07 2.704.127,47
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.778.649,21 1.068.261,61
5.951.322,30 4.056.104,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.377,80 1.154,55
10.517.542,80 8.455.868,05

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
./. Nennbetrag eigener Anteile -9.000,00 -9.000,00
21.000,00 21.000,00
II. Gewinnvortrag 2.782.639,64 2.782.639,64
2.803.639,64 2.803.639,64
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 422.881,98 88.718,95
2. Sonstige Rückstellungen 504.488,14 740.547,20
927.370,12 829.266,15
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 89.505,96 42.721,47
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 443.886,62 345.010,16
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.971.737,93 4.170.400,47
4. Sonstige Verbindlichkeiten 281.402,53 264.830,16
6.786.533,04 4.822.962,26
10.517.542,80 8.455.868,05

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 23.917.095,20 22.093.695,19
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (Vj.: Erhöhung) -31.754,13 66.773,39
3. Sonstige betriebliche Erträge 422.271,19 488.354,61
24.307.612,26 22.648.823,19
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.894.372,08 -4.446.495,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.604.810,76 -7.698.580,56
-11.499.182,84 -12.145.076,33
12.808.429,42 10.503.746,86
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.938.445,27 -4.331.199,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.008.636,85 -922.098,05
-5.947.082,12 -5.253.297,95
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -1.601.932,02 -1.321.635,67
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.187.472,40 -1.125.238,57
4.071.942,88 2.803.574,67
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.778,06 16.468,35
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.194,30 -3.373,09
10. Finanzergebnis 20.583,76 13.095,26
11. Ergebnis nach Steuern 4.092.526,64 2.816.669,93
12. Sonstige Steuern -355,84 -355,84
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -4.092.170,80 -2.816.314,09
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

HASSE TRANSPORT GMBH, RADEBEUL

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Hasse Transport GmbH, Radebeul (Amtsgericht Dresden, HRB 1813), hat als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (2) HGB ihren Jahresabschluss und Lagebericht unter Beachtung der §§ 242 ff. HGBgeführten Bücher und des GmbH-Gesetzes aufzustellen und gemäß der §§ 325 ff. HGB offenzulegen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und "Davon-Vermerke" in diesem Anhang gemacht.

Gemäß § 42 (3) GmbHG wurde die Bilanz um den Posten Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen bewertet.

Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungskostenminderungen gekürzt.

Die Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode gerechnet.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten anteilige Anschaffungsnebenkosten und sind um Anschaffungskostenminderungen gekürzt.

Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittswertmethode ermittelt. Für nicht gängige Bestände sind angemessene Wertabschläge vorgenommen worden.

Die unfertigen Leistungen wurden mit Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

In die Herstellungskosten für die unfertigen Leistungen werden neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch anteilige Gemeinkosten des Fertigungsbereiches sowie Abschreibungen, soweit sie auf den Produktionsbereich entfallen, einbezogen.

Zinsen wurden nicht berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung wurde nicht gebildet.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) errechnet.

Soweit die Verpflichtung aus Pensionszusagen den Zeitwert des Planvermögens übersteigt, wird dieser übersteigende Betrag als Pensionsrückstellung angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2 (Vj.: T€ 0) ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind zugleich Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

1. Anlagevermögen

Die Aufteilung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage diesem Anhang beigefügt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Folgende Übersicht gibt den Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wieder:

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
Gesamt
davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.447.181,49 54.547,94 58.081,07
Forderungen gegen Gesellschafter 69.121,35 28.299,15 69.121,36
Sonstige Vermögensgegenstände 112.249,23 0,00 1.950,00
3.628.552,07 82.847,09 129.152,43

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende antizipative Forderungen in Höhe von T€ 99 enthalten:

Vorsteuererstattungsansprüche, für die noch keine Rechnungen vorliegen;

Forderungen aus Förderprogrammen für Ausbildung;

Rückvergütungen aus Boniabrechnungen, Versicherungsleistungen und Schadensersatzansprüchen.

3. Eigenkapital

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich auf T€ 8.

4. Rückstellungen

Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beruht auf folgenden Parametern:

Zinssatz der Deutschen Bundesbank: 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %)
Gehalts-und Anwartschaftstrend: 0,00 %
Rententrend: 0,00 %
Fluktuationswahrscheinlichkeit: 0,00 %
Biometrische Parameter: Richttafeln 2018G nach Dr. Klaus Heubeck

Fehlbeträge aus Pensionszusagen vor 1987 bestehen nicht.

Bei den Pensionsverpflichtungen erfolgte - je nach Anwärter - eine Verrechnung mit den Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen. Auf Grund der unterschiedlich hohen Beträge der einzelnen Anwärter kommt es hierbei zum Überhang oder zur Unterdeckung. In der Bilanz erfolgt demzufolge nach Verrechnung der einzelnen anwärterbezogenen Posten ein Ausweis entweder als Pensionsrückstellung oder als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Im Geschäftsjahr erfolgt der Ausweis ausschließlich als Pensionsrückstellung. Damit ergibt sich gemäß § 246 (2) HGB folgender saldierter Ausweis der Pensionsverpflichtung in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung:

31. Dezember 2023
Pensionsverpflichtung 1.102.969,00
Aktivwert (= Zeitwert) der Rückdeckungsversicherung (= Planvermögen) 680.087,02
Pensionsverpflichtung (saldiert) 422.881,98
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 18.642,00
Zinsertrag aus Rückdeckungsversicherung 69.610,04
Zinsertrag (saldiert) 50.968,04

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 01.01.2023
Verbrauch
Auflösung
Zuführung
Zinseffekt
Stand 31.12.2023
Überstunden, Gleitzeitüberhang 169.328,47 169.328,47 0,00 207.816,94 0,00 207.816,94
Ausstehender Urlaub 129.850,33 129.850,33 0,00 206.820,47 0,00 206.820,47
Altlasten, Abraumbeseitigung, Rekultivierung 45.440,00 0,00 0,00 7.054,10 0,00 52.494,10
Rechts-, Beratungs-, Prüfungskosten 17.000,00 16.050,00 0,00 17.810,00 0,00 18.760,00
Archivierung 18.928,40 0,00 124,32 7,28 -214,73 18.596,63
Tantiemen, Boni, Gratifikation 360.000,00 360.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00
740.547,20 675.228,80 124,32 439.508,79 -214,73 504.488,14

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche am Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig.

Die am Bilanzstichtag ausgewiesenen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 210 (Vj.: T€ 42). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit lagen am Bilanzstichtag keine vor.

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus einer umsatzsteuerlichen und ertragsteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft Hasse Transport Logistik GmbH.

Des Weiteren bestanden am Abschlussstichtag Haftungsverhältnisse aus der Absicherung des Kreditengagements der Muttergesellschaft gegenüber der Sparkasse Meißen in Form einer Bürgschaft, welche betragsmäßig auf T€ 5 beschränkt ist.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Verbindlichkeiten aus Bürgschaften werden aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens des Begünstigten in der Vergangenheit als sehr gering eingeschätzt; Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen derzeit nicht vor.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen betragen T€ 219 (Vj.: T€ 235). Davon entfallen T€ 59 (Vj.: T€ 74) auf sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die periodenfremden Erträge betragen T€ 125 und resultieren hauptsächlich aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen (T€ 123).

2. Personalaufwand

Unter der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 65 (Vj.: T€ 95) ausgewiesen.

3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Unter "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" werden Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2 (Vj.: T€ 3) ausgewiesen.

Unter "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" werden Erträge aus der Abzinsung in Höhe von T€ 1 (Vj: T€ 1) ausgewiesen.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Unter "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" werden Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von T€ 1 (Vj.: T€ 0) ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Arbeitnehmer beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 103 93
Angestellte 13 12
Geringfügig Beschäftigte 8 7
Auszubildende 5 3
Gesamt 129 115

2. Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2023 waren folgende Herren zur Geschäftsführung bestellt:

Frank Hasse Berufskraftfahrer
Jürgen Hasse Elektromonteur
Rainer Hasse Kfz-Meister

Auf die Angabe der Organbezüge wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet.

Die in den Vorjahren von der Gesellschaft an die Organe ausgereichten Darlehen wurden im Geschäftsjahr vollständig zurückgezahlt.

3. Angabe zum Mutterunternehmen

Die Hasse Transport Logistik GmbH, Radebeul, ist Mutterunternehmen der Gesellschaft. Eine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses besteht nicht.

 

Radebeul, 4. Juli 2024

Hasse Transport GmbH

Geschäftsführung

gez. Rainer Hasse

gez. Robin Erler

gez. Jürgen Hasse

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.317,32 0,00 0,00 0,00 122.317,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.908,70 0,00 0,00 0,00 60.908,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.073.518,21 107.187,00 0,00 0,00 2.180.705,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.705.847,59 1.667.017,30 -731.542,65 16.306,72 11.657.628,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.306,72 0,00 0,00 -16.306,72 0,00
12.856.581,22 1.774.204,30 -731.542,65 0,00 13.899.242,87
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 520,00 0,00 0,00 0,00 520,00
12.979.418,54 1.774.204,30 -731.542,65 0,00 14.022.080,19

Kumulierte Abschreibungen

Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 78.718,32 14.106,00 0,00 92.824,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 514,00 56,00 0,00 570,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.296.498,21 229.151,00 0,00 1.525.649,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.205.078,59 1.358.619,02 -724.503,65 7.839.193,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.502.090,80 1.587.826,02 -724.503,65 9.365.413,17
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
8.580.809,12 1.601.932,02 -724.503,65 9.458.237,49

Buchwerte

Stand 31.12.2023
Stand 01.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.493,00 43.599,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.338,70 60.394,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 655.056,00 777.020,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.818.435,00 3.500.769,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 16.306,72
4.533.829,70 4.354.490,42
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 520,00 520,00
4.563.842,70 4.398.609,42

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hasse Transport GmbH, Radebeul

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hasse Transport GmbH, Radebeul, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hasse Transport GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 (3) S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben die gesetzlichen Vertreter die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 11. Juli 2024

BÖHRET SEHMSDORF GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Katja Friedemann, Wirtschaftsprüferin

Rico Schmidtgen, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 12. August 2024 per Gesellschafterbeschluss festgestellt.

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